Indiana Tribüne, Volume 6, Number 12, Indianapolis, Marion County, 30 September 1882 — Page 2

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V Wyfcfiftlltf deif der schuldige Theil nicht wieder hei. .iltlUlU OtUniHV.ra.n. Noch andere erlauben einein

35 Zzlioie und Hsuswgausgaße. tofftca tt2S. DclawareStr. ' Cn'!--)- a 8teond-clas3 matter at the t ' t-nHre at Indianapolis, Indiana. AdonnementS-Preifc: teilte Ausgabe.'.. -.. 12 Er, per Woche. Sfrariagiatu'Qab S Stt. per flammet. td! cfarnrnen ... 15 fct. per Soche. IST Da Xastblsttt erscheint teen ?tachmittac um 4 NHr. Die ?on.agangab, nifalri M Morgks. -Tribune Publishing Company. IndZanavoliZJnd.. 30 September '62. Demokratisches Staats TicSct. Für Staat. Sekretär: W i ! ! i a n R. M Y e r t, von Madison. Kr Staa,.Adttor: I a , e S H. R i e VLN Floyd. -' FZr tatZ.-ch,t-nelster: I o H n I. C o o p t v, von Marion 5Kr Tta!SSchvlsxeri'tendtn: , Jhn.W. Hole ombe, von Portcr. Jür Speral'Analt: Fran cis T H or d, donBartholbmev. FS: Sie! der Lupreme Court: Simon S heerin, ron Cüß. ' ?.K: Rch'er dr?Sup7eme-?urt; 1. Distrikt W. E N i b l a ck, vn Knor. ;-(- -George V H ow k, don F'ohd. 8. A l I e n Z o l l a r von Allen. U ecdt.e,'rk ZSr Richter: Alkrander 6. Ayres. ' ?llr StaatS'Anwall : Frank M. Wc'ght. gür Kongreß. ?. Dikikt. - W.lliam E. Snglish. ." D.mckratlscbk Teunto.Ticket. Jür Eena'.or. Dr. W. B. Flrtchcr , ,. Repräsentanten: . Jisse WUtsit, 3ojn N. Wi.son, S. B. Howlaud, Wliam D. Bhnun John C. Fetkiter. '. County'SommIffX: 1. Distr kl Richard Sehnrur. 2. Henry Gimber. s. . Joseph Lo?tin. . ttial: Robert L. McOuat. Sh:riff: . Daniel A. Lemon. Schazmetster: Yli Hcin.h. Aud'tor: Thom.ii H. Lituberg. Recorder: . Cornelius Hellet. Csroner: Dr.K.??.Metcals. rimnal:Siichtex: - Plkrce ?Iorlon. LurerirSor Richier. B.- Taylor, hn A. Holman, Friderick Heiner. Surveysr: D. B. Hotbrook. Schei zzSgesetze. ES fehlt nicht an Juristen, welche ein internationales Eherecht für f nothwendig halten, um bei der Wander lust des lebenden Geschlechtes und den sia immer mehr vervollkommnenden Ver kehrZmitteln den Anforderungen der civilisirten menschlichen Gesellschaft ge recht zu werden. Im Allgemeinen wer den die in einem Staate rechtsgültig abgeschlossenen Ehen in allen anderen Ländern anerkannt, und die wenigen Ausnahmen von dieser Regel lassen sich . . w r . iciqi oeieiilgen. dagegen yerrlql oe züglich der ScheidungSaesetze eine heil loj Verwirrung, nicht nur soweit die verschiedenen Nationen in Betracht kom nun, sondern auch in den Ver. Staaten teldlt. giebt in allen Großstädten Advokaten, die sich ein Geschäft daraus ' achen, Schelsungsdetrete ohne Vor wissen der einen Partei zu erlangen, und der auf diese Weise verübte Schwindel ' n 'r' p. w -k. 'll o grov geworoen, oak mancye Z.er ritorial-SleidungSerlasse von den Ge richten ohne Weiteres bei Seite gesetzt werden. Ost genug lassen sich Paare mit geJenseitiger Zustimmung scheiden. die weiter keinen Gruud dafür haben, als daß sie des Zusammenlebens müde geworden sind. . .Um zu zeigen, wie traurig die Sach läge in den Ver. Staaten ist, .braucht man nur die wesentlichsten Punkte der in denEinzelstaaten bestehendenScheidunaS gefetze anzuführen. In Kentucky kennt . man.' fechSzehn ScheldungSgrunde, m New Jork dagegen nur sechs. South Carolma sanctionirt die Scheidung über Haupt gar nicht durch das Gesetz, obwohl man dort .sortgeschntten genug ist, einem Manne die gesetzliche Versorgung fttner caltre e zu gestatten. Daö Ge setz von Connecticut ist äußrrst liberal, denn eZ anerkennt als Scheidungsgrund . olche uevellhäterer oder schlechtes Be tracnn, als zur permanenten Zerstörung des, Glücks hinreicht und die Zwecke der Verheirathung vereitelt. Derartige Gründe dürste nicht nur jedes Paar anzuführen lmStanoe sein, das sich scheiden lasten will, sondern sie besäbiaen auch jeden der beiden Theile, sich des enceren zu irgend einer beliebigen Zeit r zu entledigen. In manchen Staaten ist dem Richter diSeretionäre SüeidunaSaevalt verlie hen, in anderen bildet em Verbrechen oder die geschlechtliche Jmmoralitüt vor der Ehe einen ScheidungSgrund. Die meisten Staaten erlauben Geschiedenen die WiederverheirathuKg, in einigen aber

geschiedenen Paare die Wiederaufnahme

oer ehelichen Beziehungen ohne neue fcer?monien. Endlich giebt es noch Staaten, in denen die Wiederverheirathung von einer besonderen Erlaubniß abhän gig gemacht vird. Diese kleine Blurnenlese dürfte genügen, um die Widerflnnigkeit der Ehescheidungö - Gesetze nachzuweisen. Am einsachsten wäre eS, wenn der Bund ein allgemein gültiges Gef erlief.?, und eine Wachtv'ermehrung könnte darin sicherlich nicht liegen, weil ja, abgesehen von allen anderen Gründen, m jedem County das Volk seine Richter selbst z?2hlt, die Administration also gar keinen Einfluß auf die Gerichtshöfe aus üben kann. Es wäre jedoch verfaffungöwidrig, wenn der Congrcß sich mit dieser Angelegenheit beschädigen wollte, und wenn sich die einzelnen Staatsgesetzgebungen nicht dazu verstehen, eine Con misston einzusetzen und deren Vorschläge anzunehmen, so mögen, wenn noch neue Staaten zugelassen werden, mit der Zeit sünszig von einander abweichende Schei dungSgeseK.K l& Bundesgebiete in Recht bestehen. N.ue Erfindung. Die Eigenschaft mancher Körper, zu hoöphoresciren oder ohne Verbrennung m Dunkeln zu leuchten, ist längst be annt, auch thenweife schon praktisch verwendet worden, um gewisse Räume, wie z. B. Pulverkammern, mit Licht z versehen, in denen die Beleuchtung mit Flammen trotz aller Vorsicht gefährlich bleibt. Diese Eigenschaft Wissenschaft ich zu erklären, ist noch nicht gelungen. wohl aber hat der englische Chemiker W. H. Balmam kürzlich aus StemkohentHeer einen Stoff hergestellt, der, als Anstrich verwendet, in der Dunkelheit so hell leuchtet, daß er zur Beleuchtung von Zifferblättern der Uhren, der Magnetnadeln im Compaß vor den Steuerru dern der Schiffe, der ttnöpfe an electrichen Alarm-Apparaten und dergl. mit völliger Sicherheit benutzt werden kann. Dieser Anstrich erneuert dadurch, daß er bei Tage dem Sonnenlichte oder auch nur der gewöhnlichen Tageöhelligkeit ausgesetzt ist, seine Krast von selbst und ann nach Versicherung deö Erfinders Jahre lang gebraucht werden, ohne daß er einer Erneuerung bedarf. Die Zu ammenfetzung des Stoffes . ist zu: Zeit noch Geheimniß, der Erfinder bemerkt aber, daß die Eigenschaft der Körper, zu phosphoresciren, analog sei dem Vermögen, dieWärmestrahlen aufzunehmen. zu absorbiren und bei dem Eintritt kölerer Temperatur wieder von ncy zu ge ben. Die Wissenschaft steht in der Wärme sowohl als im Lichte die Wir ungen einer und derfelbenErfchemungS orm, gewiffer' Schwingungen einer den Raum erfüllenden, sehr dünnen und ela stischen Flüssigkeit, die man Aether ge nannt hat. Daß manche Körper die Lichtschwingungen in derselben Weise auffangen und bewahren, wie andere die Wärmeschwingungen, m wahrschein ich, Wie dies aber geschieht, noch nner orscht. In ähnlicher Weise sind.be kanntlich manche Stoffe im Stande, blaues, violettes und ultraviolettes Licht, womit man sie beleuchtet, als ein (anz anders gefärbtes Licht zu reflecttren, erne Eigenschaft, die man Fluorescenz aus dem Grunde genannt hat, weil sie zuerst an den Cryflallstellen des JlußfpdtheS Jluorcaicium beobachtet wurde. Blstilenzverbretitr. In der Kapstadt wüthet nach den Ve richten des Kabels die Blatlernvest in ctichreckender Weise, und es dürste da her von Jntereffe sein, über die Entfle hung der Krankheit und ihre Ausbrei tung Näheres zu erfahren. Am 14. August war sie, wie wir einer Correö pvndenz entnehmen, bereits epidemisch geworden. Die Ambulanz fuhr den ganzen Tag umher, um die Kranken in daS Lazarcth zu bringen. Unter den Weinen brach eine Panik ans und Tau sende strömten herzu, um sich impsen zu lasten, die Malayen aber, die als echte Moslems an ein unabwendbares Schicksal glauben, ließen sich nicht nur nicht impfen, sondern thaten nicht einmal daö Gernglte, um die Erkrankten von den Gesunden zu trennen. Viele der Malayen sind Schneider, und diese machten ihre Kleider in dichtgefüllten Wohnräumen, in denen Pockenkranke lagen, sodaß d:e Pest auch md:rekt weiter geschleppt wurde. Ueberhaupt leben diese Mala yen ähnlich, wie die Chinesen in San Francisco, nur noch viel schmutziger. Man hat 40 dieser kupferfarbigen Ge sellen in einem Zimmer zusammen gesunden, das nicht größer als 30x15 Fuß war und ihnen gleichzeitig als Wohnung, Küche Werkstätte und Schlafraum diente. Daß unter solchen Umständen die Kapstadt nicht schon viel früher von einer Pest heimgesucht worden ist, kann füglich als Wunder bezeichnet werden. Die Malayen aus dem Kap der guten Hoffnung sind Abkömmlinge der Sklaven, die vor etwa ISO Jahren von der hollSndisch'gstindischen Gesellschaft ein geführt wurden. Alle Versuche, sie zum Christenthum zu bekehren, sind sehlge schlagen, doch ist auch ihr JSlatt von der allerniedrigsten Sorte. Ihre religiösen Vorstellungen sind rein sinnlicher Natur und am meisten imponirt ihnen der vom Koran versprochene Himmel mit den vielen schönen HuriS. Die . Mehrzahl von ihnen ist völlig ungebildet, und ihre Sprache ist eine Mischung deö schlechtesten Holländisch mit einigen entsetzlich ausgesprochenen 'englischen Brocken. Dem Europäer oder Amerikaner sind dieselben ansangS vollkommen unverständlich. Die Männer sind meist als Maurer. Schneider, Droschkenkutscher, Gemüsekrämer und Fischer beschäftigt, während die Frauen waschen. Letztere kleiden sich w möglichst buntfarbige

Stosse rhne Rücksicht auf die Farbenzu samuienßellung, gewähren aber doch zu weilen einen recht" malerischen Anblick.

Die Malayen sind Polyqamistcn und bleiben es trotz der englischen Gesetze, die ihnen grgenude? genau so wirkungslos stnd,wie die amerikanischen Gesetze gegen die polygarnistischen Mormonen. Wenn ihre Familienstreitigkeiten sie vor den Polizeirichter führen, kommt eS nicht sei en vor, dak fünf blS sechs Frauen e i - n e m Manne folgen, um vor Gericht den Zungenkampf fortzusetzen. Alles in Alem find also die Malayen keine sehr wünschenSwerthe Bevölkerungsclasse, und sie,' wie so diele niedrige Raffen, mözcn zuletzt von der Pest ausgerottet werden, zu deren Abwendung sie nicht die geringsten Vorkehrungen treffen wolen. . , Pariser Socialisten. Seit einigen Jahren sind die ehemaigen Kerntruppen der Commune merk würdig still geworden. ' Wenn man von ihnen hört, so geschieht es nur noch in Verbindung mit irgend einem Congreffe oder mit der Ausstoßung eines Unwürdigen-. Letztere ersolgt gewöhnlich, ohne daß man dem Angeklagten gestattet, sich zu vertheidigen. 2000 bis 3.00 Mann finden sich in einemSaale.ein, hören den Ankläger und brüllen den Angeschuldig ten nieder, sobald er sich zum Worte meldet. Aus. diese Weise hat rran bereits eine ganze Anzahl tüchtiger Köpfe der Bewegung entfremdet. Von Socialisten schlechtweg kann man in Paris nicht reden,' denn es giebt eine Menge von Gruppen. , Die stärkste bilden die Collectivisten, welche das Privateigenthum an Land und Arbeitsmitteln gänzlich beseitigen und an seine Stelle daS Collectiv- oder Sammelet genthum treten lassen wollen. Wegen einiger Streittglelten über die Frage, ob es unter der neuen Gesellschaftsordnung eine Centralgewalt oder nur örtliche Be börden geben solle, wurde vor einigen Jahren der Fähigste der Collectivisten, Jules Guesde, aus der Gruppe aus gestoßen. Er bildete sofort eine neue unter dem Nomen .Bund des Centrums". An Anhängern sehlt cs ihm auch jetzt nicht, doch ist die Mehrzahl der Collectivsten del semen Feinden geblie ben.' Ungefähr 3000 Mitglieder zählt die socialistische Alliance. -Dieselbe versicht keine Umsturz, sondern eme Entwicklungstheorie nd verlängt nur die loei testgehende ' Bereinigungsfreiheit, um durch gegenseitige Versicherung und Kooperation den socialistischen Staat vorbereiten zu können. Dagegen sagen die Blanquisten, sie werden die durch Revolution gewonnene Macht wieder nur zu revolutionären Zwecken benutzen", und im Emtlange damit erhoffen sie Alles von der Gewalt. General Eudes, der Führer dieser Gruppe, hat noch den Auftrag des. Volkes in der Tasche, Gerechtigkeit' gegen die Anstifter des tunesischen Krieges auszuüben. Noch radikaler sind übrigens die Anarchisten, denen Louise Michel angehört, und welche die gesummte Civilisation zerstören wollen, um aus ihren Trümmern eine ganz neue auszubauen. Diese Schule' zählt indessen nur 420 Anhänger, die noch dazu in 14 Associationen zerfallen. Wirklich stark sind nur die'ursplüng lichen Collectivisten, welche die föderative Union" bilden und 15,000 Anhän ger zählen ; die GueSde'sche Gruppe, welche 3000 Mann zählt und die sociolistische Allianz, welche ungefähr ebenso viele Mitglieder hat. Die zahlreichen anderen Gruppen, Schulen und Unter abtheilungen fallen kaum in's Gewicht. Im Ganzen soll eS etwa 25,000 Socia listen und Communisten in Paris geben. die jedoch der vielen Spaltungen wegen gegenwärtig keine Bedeutung haben. Ckzthuahua, vorläufig die Endstation der M'xican Central'Bahn", zeigt schon deutlich den Aufschwung, zu welchem unsere Schwesterrepublik durch amerikanisches Capital und amerikanischen Unternehmungsgeist berufen ist. Die Central-Bahn ist die wichtigste aller Eisenbahnen in Mexico. Wenn dieselbe vollendet ist, wird sie sich von der Hauptstadt Mexico aus m nord westlicher Richtung über das gesammte 9 r-W 9 mw l. m mericanl cye Taieuano er lreaen. eine Region, tn welcher sich die Producte al ler Zonen auf einem kleineren Raume vereinigt vorfinden, als irgendw) sonst aus der Erde. ' ' Die Länge der Bahn von Mexico bis Paso del Norte betrügt etwas über 1200 Meüen; von Mexico nach San Luis Potost ungefähr 3 0 Meilen ist die Bahn im Bau begriffen. Von Paso del Norte nach Chihuahua 224 M. ist die Bähn kürzlich eröffnet'word'n und der Rest der Bahn 6700 M. soll bis zum Winter 1884 vollendet sein. Der bis jetzt vollendete Theil der Bahn zeichnet sich durch die Solidität deö öaues aus. Die amerikanischen Inge nieure haben ebenso geschickt, als haus hälterisch gearbeitet. Die Bahn zwi schen Paso del Norte und Chihuahua gehört zu denbestgebauten auf dem gan zen Continente. ' Billig gcnng! Für $24.40 eine neue NahMaschinc mit r'cr Schubladen, (Singer st mit allem jjube uns auf d Jahre gara"tut. Singer.Nadeln 6 für 5Ets. Ocl zu 5CtS Wilcox 55 Wbite I? .A. H. X O Ifc - 0 TL G KLN erde gegen Raten zahlurzkn verkauf!. - Musikalien zu 5 CtS. per Exemplar. orton ft Blake, No. 47 Nord JilmoiS Straße

(Sin u.o?cxttcr ?ago.

Die von dem Tc'egrQöhen berichtete Ermordung tt Deutschen I.ickler in New Orleans liefert für ein bürgerliches Trauerspiel einen vorlresftlchen Sloff. Fackler war ein äußeist geschickter Me chaniker, stand in allgemeinster Hochach-' tung und lebte trotz, seiner G5. Jahre mit seiner viel jüngeren und jugendlich anmüthigen Gattin' in glücklichste? Ehe. Er war mit McCluen, dem Besitzer einer werthvoll'cn Plantage in der Nähe der Stadt, befreundet und hatte wiederholt Wochen bei ihm zugebracht, wenn er die zahlreichen landwirtschaftlichen Maschit ' (V ' V o nen seines rcunocs zu repariren oscr onst in Stand. zu fetzen hatte. Weh rend seines letzten Aufenthaltes hatte ihn eine Gattin begleitet. McCluen war in Leidenschaft zu der jungen Frau entbrannt und cs war, .ihm gelungen, dieselbe zu vcrsühren, sowie dazu zu bewegen, daß sie sich heimlich von ihrem Gat cn entfernte und an einen zur Zeit noch unbekannten Ort begab, an dem sie McCluen treffen wollte, sobald dies gechchen könnte, ohne Arsscycn zu erregen Der alte Fackler war rasend vorSchmerz und Zorn und schwor dem Verführer eines Weibes den Tod. McCiuett enltc seine Eifersucht auf einen auf der Plantage arbeitenden jungen Mulatten, Ricalft, und es gelang- ihm schließlich, einem Freunde die Ueberzeugung. beizu bringen, duß dieser sein Weib . verführt habe und den Aufenthalt, derselben enne. Fackler amg von da ad nicht mehr ohne Gewehr aus dem Zimmer. Gleichzeitig hatte McCluen dem Ricalfi mitgetheilt, F lckier sei eifersüchtig aus hn und trachte ihm räch dem Leben. Nun bewaffnete sich Nie .lfi mit einem doppelläufigen Jagdgewehr. Am vongen Samstag äußerte McCluen gegen Ricalfi, Fackler weide zu einer bestimm en Stunde am Nachmittag' in einer Wirthschaft n , der Costum Houst Straße zu treffen sein. , Dem Facklrr theilte McCwen mit, es ei ihm gelnnge.., eine Spur von dem Ausenthalte seiner Frau zu entdecken und ie wollten diese am Samstag Nachmit tag weiter veisolgen. Begierig . ging Fackler aus den Vorschlag ein, und al beide durch die genannte Straße gingen, forderte McC'.uen. seinen Begleiter auf, in der Wirthschaft an der.ExchangeAllcy einen Trunk zu nehmen. Kaum waren sie eingetreten, so erschien auch .Ricalfi in dem Lokale, schritt auf Fackler zu. um ihn z fagen, daß er keinen Grund habe, auf ihm eifersüchtig zu sein, glaubte zr bemerken, daß Fackler sein Gewehr schuß fertig mache, riß seine eigene Doppel flinte an den Backen, schoß sie auf Fackler ab und jagte, aus ihn zuspringend, ihm auch' die Ladung des zweiten Lauscs in den Leib. ; Fackler stürzte zusammen und war nach wenig Athemzügen eine..Leiche ; 22 grobe Schrote waren ihm in den Leib gedrungen und davon hatten 7 tödtliche Wunden veranlaßt. Ricalfi wurde ver haftet und seine Angaben über die Einflüsterungen McCluen's führten auch sessen Verhastung herber. Die Tadak.Crnte Der Tabak in Nord.Carc.'ina ist seit länger als hundert Jahren wegen seiner ?? 0 : . . . rw . r t ti ' . . vorlreffliaM lgcnscyaslen velannk uno beliebt. In den .Counttes Granvllle, Vance, Warren und Franllin wächst der Nellow Leas". welcher die höchstenPreise im Mark erzielt und deffen beste Sor ten mit 53 4 pro Pfund bezahlt wer den. Bis zum Jahre. 1677 nahm mac an, daß jener Tabak nur in den genann ten Distrtcten gebaut werden tonne, seit jener Zeit aber hat man begonnen, auch den Landstrich zwischen Abdcv:lle. N.C.. und der Grenze von Tenmffee für die Tabukcultur zu benutzen und zwar mit solchem Ersolge, d&k der Acker Land an Abhängen, die srüher siir den Ackerbau nicht zu verwenden und keine 25 CentL werth waren, jetzt mit $50 bezahlt wird. Auf diese Welse ist der Boden, der jetzt für den Bau von Getreide verwendet wird, reichlich ersetzt worden, und große Tabakplanliigen. sind aus früher un brauchbarem' Lande entstanden. Der durchschnittliche Tabak-Ertrag m Nord Carolina wird aus 65,000 Hogsheads oder 46,750.000 Pfund geschätzt. . Die Berichte über die heurige Ernte stimmen dann uberein,' daß dieselbe an Quantl tät den durchschnittlichen Jahresertrag mindestens, erreichen,, an Qualität aber eine der besten sein wird, die jemals er zielt wurden. Ein großer Theil, der Ernte ist bereits gesichert,' an dem Em heimsen des Resteö wird, da die' kalten Nächte die Pflanzer zur Eile anspornen. mit größtem Elfer gearbeitet. : ' Grizziv Bären. Die wegen ihrer riesigen Stärke ge fürchteten grauen oder GrizzlyBären sind selten geworden in den Felsengcbtr gen. Nur in dem -einzigen Ventura County in Californien kommen dieselben noch in aroker Anzahl vor. In der Nähe der Ranch des Nasacl Nuiz wur den kür-lich neun solcher Bären auf einmal gesehen und nicht weit davon erlegte der Viehzüchter Senor Namon Ortega an einem Tage drei Stuck.; Am folgenden Tage waren Ortega und deffen zwölfjähriger Sohn in den Wald gerit ten, um nach einigen Kühen, die sich ver laufen hatten, zu suchen. Sie 'waren nicht weit gekommen, als plötzlich eine alte Bärin mtt .lhren zwei Jungen auö dem , Gebüsch .Mt und , keine , fünfzig Schritte von den Jägern Halt machte. Ortega sprang- um sicher schießen zu lön nen, vom Pferde, letzteres lief davon und machte erst in der Entsernung von eini gen hundert Pards Halt.' Ortega ließ t. ; - or 2; Z v f - c uic 5urin aus oen lnieroeinrn lvs u) zukommen und iodtcte sie durch einen wohlgezielten Schuß. Eme wci'.ere Ku gel aus dem Rrpetirgewehre streckte noch einen der deideu fliehenden jungen Bä ren zu Boden., Während Ortega den Bären die Felle abzog, und. sein Sohn ihm dabei hals, beauftragte er den letz tercn. sein Pferd herbeizuholen, Das an dem Platze weidete, an dem es stehen

geblieben war. ' Der Bater war mit seiner Arbeit beschäftigt, als plötzlich der

Ruf semes Sohnes : Zater hilf, Vater hil !" an sein Ohr drang. Aufspringend! gewe rtc er in unmittelbarer ' Nahe sein s Kindes einen Grizzly. der bereits die VorÄtatzen zur tödllichen Umarmung geöffnet hatte.Die Entsernung war ungeheuer, aber Ortega sprang in mächtigen Sätzen vorwärts und schoß; der Bör putzte einen Augenblick, drang aber wieder vor und: Vater, Vetnr gellte wiederum der vul' feruf deö Knaben. Ein paar Sprünge, zu denen nur die äußerste Verzweiflung die Kraft giebt, brachten den Vater näher und im entscheiderkden Augenblicke krachte wiederum die . Büchfe. Der Bär war getroffen, strauchelte und rollte fcn Abhang hinab. Ortega ist ein rauher Mann und gilt für den besten Värenjägcr in ganz Süd Californien. Als er aber seinen Sohn unverletzt fand, küßte er diesen, dar. feine brave Büchse und dann sank er ohnmächtig auf den Rasen. Schnell überwand er die der ungeheuren Erregung folgende Schwache; er fah an itn Spuren, daß er den Bären nicht ge'labtet, sondern nur verwundetund daß er das Leben seines KmdeS namentlich dem Umstände zu verdanken hatte, daß der Bär auf dem glatten AbHange ausgeglitten und hinunter gerollt war. . Er verfolgte aber den ongefchoffcnen Bären nicht, er ' hatte genug der Adenteuer an diesem Tage?'" ' ,,: M ... - - . ' ' ' '; Vom Jnlande. E i n b e j a h r t e Wäscherin in New Orleans, eine Wittwe, hat ihre 5 Kinder gut erzogen, sich ein hübsches Häuschen erworben und für ihre alten Tag: $10,000 (?) erspart, die sie sicher ausgeliehen hat. Jeder Cent dcsGeldcs, dessen sie hierzu bedürfte, ist am Wasch zub'r (?) verdient. In Wann e C o.. N. N., verwüstet eine seither völlig' unbekannte Krankheit die Kleefelder ; nran glaubt, die Krank heit sei von Europa eingeschleppt. Der letzte Sturm in Ge orgia hat unter den Sperlingen, die dort allzusehr ubcrhand genommen hatten. lut aufgetäumt Tausende von ihnen outken gegen die. Bäume und Häuser zeschlrudelt und lodkgedlückt. . ' DaS rundc-iaenthum einer ViriXt in V?lrl:.,. El Paso Cv , Tex . ist aut dcS.i.vct, olnh.mdenen Kaufbriefes DCiciti cet 1 50 Jllhren erworben worden. Der Pltz , st angeblich bereits im Zahre 15,40 von, spanischen Ansiedlern gegründet worden." In der Üm gebung von Amherst, Portage Co., Wiöc., treten die Wöisc j tzt so zahlreich aus, wie früher selbst ' im strengsten Winter richt beobachtet wurde.' Der Farmer Thompson zählte aus einem F'lde zwischen Amherst und Scandinavia am hellen Mittag ein Rudel von 12 Stück. Ein anderer Farmer konnte sich vor den ihn verfolgenden Wölfen nur mit Mühe in das Haus eines Farmers in derselben c gend retten, -und ein dritter mußte sich vor den Wölfen aus einen Baum, retten und dort Stunden lang zubringen, bis der Schuß eines zufällig in seine Nähe kommenden JägerS die Thiere verscheuchte. 1 D o r dreißig Jahren gründete junge Leute in Philadelphia einen Vörnn, cn sie lastman's club" benannten. Laut der Statuten habe dieselben in jedem Jahre ein Abendessen zu veranstalten, an welchem sämmtliche' Mitglieder Theil zu nehmen haben und während dessen die Couverts für die inzwischen verstorbenen Mitglieder"aus die Tafel gesetzt und die Stühle vor solchen umgelegt werden. Der Zufall hat eö so gefügt, daß der Präsident deö Vereins zuerst starb und daß sein jedesmaliger Sttchfolaer im Amte auch sein Nschsol aer im Tode wurde. . Vor Kurzem bestand, der,. Verein noch aus ö Mitglie dern und von diesen starb wiederum der Präsident. Von den noch überlebenden vier Mitgliedern will keines daö Prästdentenamt übernehmen. 'Vor einem Jahre wurde Frau. Fergusen in Orange, N. I., von ihrem eigenen Hunde in daS Bein gebissen ; jetzt ist die Wasserscheu bei derselben ausgebrochen ; . - . - . ; ; . Union Spring S, Cayuga Co., N. g... hat nicht ganz 1.200 Einwohner und 8 Kirchen. Eine Baptlstengemeinde, die aus einem Manne und mehreren weiblichen Mitgliedern bestehe hat jetzt den Bau einer 9. Kirche in An" griff nehmen lassen. Eine jüngst verstorbene, reiche Wittwe, die zu dieser Miniatuvgemeinde gehörte, hat zum Bau z der Kirche ein Legat von $4,000 hinterlassen. : . . . . ZweiWaisenkinderin der Nähe von .Shreveport, La., ein Knabe, 13 Jahre, und ein Madchen, 10 Jahre alt, bewirthschaften selbstständig den ihnen von ihren Eltern hinterlassenen Grundbesitz, der in 18 Ackern- besteht, von denen in diesem-Jahre .8 mit Baummolle uid 5 mit Mais bestellt sind. Die jugendlichen Farmer - verdienen ihren Lebensunterhalt und besuchen im Winter eifrig die Schule. , . In einer farbige n Bap tistenKirche in Deadwood, lagen die .An dächtigen auf. den Knieen, als ein Schalk mit vernehmlicher Stimme 'zu' seinem Nachbar sagte ': Hier ist ein Geheimpolizist auö dem Osten.' . - Im Nu waren mit Ausnahme eines dicken ObltweibeS alle. Mitglieder der Gemeinde, zum Fen ster hinaus. ' '., , U e he r d a ö e n t U tz N ch e U iiglück auf Governor'S Island' kommen folgende' Details Der. Commandeur der ' sranzösische'n - - Fregatte Minerva hatte General Hancock melden kaffen.daß er am 25'.d..M. früh 8 Uhr die amerikanische Flagge falutiren - werde AIs von der Fregatte der letzte der 21Schüffe verhallt war, begann man aus der Insel, den Salut zu erwidern. Man benutzte die' im zweiten Stock dessiastleWilliamö aufgestellten 32pfünder.' Soeben war der 10. Schuß abgegeben, als sich (die Ladung des in der ersten Schießscharte

flehenden Geschützes .'ntziir.de U, und einen Moment daraus rnimd sich das an der 3. Scham vostilte Geschütz edensalls. Die Folgen waren grauenhast. Kanonier Maley von Batterie H. Ourde fast

augenblicklich getödlet ; dem Kanonirr Wheler von Batterie A. wurde der rechte Arm weggerissen; er starb Nachmittags 4 Ubr. Kanonier Sidner von Batterie H. verlor den linken und Kanonier Clu miß von 'Batterie A. den rechten Unterarm. Die Corporälc Grace und Jrving wurden arg verbrannt. Die vorzeitige Entzündung der Ladung ist entweder dadurch entstanden, daß umherfliegende Funken von dem herrschenden Nordwcstwinde in die Geschützrohre zurückgetrieben wurden, oder daß ein Stück bren nender.Cartouch in denselben beimAuSwischen .zurückgeblieben ist. Die Geschütze sind imJnnern nicht glatt,sondern haben zahlreiche ausgcbrochene Stellen, in denen sich ein brennendes Stück der Cartouche festsetzen kann, ohne daß es selbst durch vorschriftmäßiges Auswischen des Laufes beseitigt wird. Mag dem sein, wie ihm wolle, jedenfalls lehrt das gräßliche Unglück, daß auch zum SalutSchießen keine Vorderlader, sondern Hinterlader benutzt werden sollten. Bei Eureka, Nev., hat ein Prospector bei dem Suchen nach einer Mine die Summe von 56,000 in Zwan-zig-Dollar'Goldstückcn im Boden' gesunden. Die Sache wurde bekannt,und der Holzfäller Baker Sam meldete sich als Eigenthümer dcr Summe, die er vor einem Jahre vergraben hatte. Der Prosv'ctor war üd:r alle Berge. Während deLletztenAeczui-noclional-Sturmcs fielen zu New 'gork I. 93. zu Boston 3.45. zu Baltimore 2.98, zu Philadelphia ader nicht weniger als 10 9 Zoll Regen, davon 1.72 in den ersten vierundzmanzig Stunden, 4.03 am Freitag und 3 72 am Samstag Damen, welche mit Stolz einen prächtigen Schildkrvlkamm tragen, oder Herren, welche voll Selbstgesüh! mit ihrer herrlichen Schildplattdose spielen, wissen wohl kaum, welcher graufa wen. ja unmenschlichen Thiel quälcrei sie diesin Schmuck verdanken. Die etwa bis zum Gewicht von zwei Centncrn erwachsene Karctteschildkröte, wegen ihres spitzen Kopses der Papaaeienschnabcl genannt, wird lebend auf starkes Feuer gelegt, bis sich dcr hornartigc Ueberzug der Schale fchmelzcnd ablöst. Von einem todten Thier würde dieser Uederzug blind werden, deshalb wird er vom lebenden genommen. . Wie viel lausende der unschuldigen Thiere aber um menschlicher Eitelkeit willen gemartert werden, beweist der eine Umstand, daß eine ausgewachsene Kürette nur 6 bis 8 Pfund Schildkrot liefert. Wenn ein Thier die Qual übersteht, so wird es in's Meer geworsen, um später vielleicht noch einmal in die Hände der Menschen zufallen. Daö Fleifch ist ungenießbar. - vokÄ Vu5lanvt. Der leidige B r i e f m a rkenstreit in Deutschland scheint endlich einer glücklichenLösung entgegenzugehen. OssiziöS verlautet, daß im BundeLrathSfchusse für Handel und Verkehr ein Antrag eingebracht werden wird, wonach einheitliche Postwertbzeichen im Gebiete des deutschen Reiches eingeführt und an Baiern und Württemberg, um diese Staaten für' ten Ausfall ihrer Posteinnahmen zu entschädigen, ' jährlich ange meffene Pauschalsummen gezahlt werden sollen. Man rechne! nicht nur auf eine Mehrheit für diesen Antrag im Bundes rathe, sondern namentlich darauf, daß auch Baiern und Württemberg selbst dafür stimmen werden. c Folgende Ge sun d heitsmaßregeln wurden den britischen Solda ten in einem besonderen Büchlein nach Coyoten mitgegeben: Wenn ein Lager auigescdlagen wird, sollte der Boden nicht tiefer auf gegraben werden, als zum Drainiren unbedingt nothwendig ist ; auch sollte lein Boden gewählt werden, welcher neuerdings übcrfluthet war. Wenn man nur nübeS Wasser zum Trinken bekommen könne, so sollte man ihm wenigstens Zeit geben, um den Bodensatz fallen zu lassen, und zu je 10 Gallonen sollte ein Thcclössel voll gcpulver'.en Alauns zugesetzt werden. Wo eS möglich sei, das Wasser zu filtriren, sei die vorzuziehen. UebrigenS sei auch i Abkochung und nachhcrige Abkühlung eines schlechten Trinlwasscrs zu empfehlen, fei sozar. l.olhwendig, wo Cholera oder Eingeweidefieber herrschten.- Alle Nahrung müsse gut abgekocht sein. Fruchte und Gemüse werden i schr empfohlen. Stark alkoholische Getränke werden widerrathen, Rothwein gestattet. Thee, Kaffee und Cacao empsohlen. Besondere sei kalter Thee, vermischt mit etwas Zucker und Citronensaft dann zu rathen als ein erfrischendes und fäulnißwidriges Getränk,wenn daö Wasser ver-. dächtig sei. Die Blüthe des ByzantiniSmuö.' . Anläßlich' der Anwesenheit des Prinzen Heinrich in Danzig geht, um mit der Elb. Ztg." zu reden, die Vergötterung des Prinzen seitens der Damenwelt hier ss weit, daß sich einige Damen von der prinzlichcn Tafel Semmel zur Erinnerung aufbewahrt haben und in Medaillons herumtragen." Wie auS Hnau vomIL. September gemeldn wird, hat sich einer der dort inhaftirten Emissäre des focialistifch'anarchistischen Revolution? - Comites in London, Balthasar Grün von Kirchhain, der außerdem von seinem früheren AusenlhaltSorle Paris aus wegen Raubmords verfolgt wurde, in seiner Zelle erhängt. Derselbe war mit dem Auörippen.von Tabak .beschäftigt und fand in den Ballen zwirnfadendicke Kordelstücke, auS denen er sich einen Halbsingerdicken Strick drehte, mittelst dessen er sich am Jenstergitler aushängte. Der Vorfall spielte sich so geräuschlos ab. daß-die zur Bewachung der politischen Gefangenen besonders bestellten Leute nichts davon merkten, ebensowenig der in' der Nachbarzelle inhastirte Genosse deö Selbstmörders, Rinke, dem ersterer

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