Indiana Tribüne, Volume 6, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1882 — Page 5

Atticus und ßlpenor. Cla Qkizzenblatt von Ernft Eckstein. Zur Zeit, da der römische Kaiser Trajan regierte, an der Wende der ersten beiden Jahrhunderte unserer Zeitrechnung lebte zu Rom ein reicher und höchst angesehener Ritter, mit Narnen LuciuS PomponiuS AtticuS. Er besaß ein prächtiges HauS an den Hängen des quirinalischen Hügels, eine glänzende Villa unweit der weltberühmten appifchenStraße, Landgüter in Tibur, Alba und Alstum, eine schöne, liebenswürdige Gemahlin, drel blü hende Kinder und viele Hunderte ge--schäftiger Sklaven. Bei alledem führte , was seine Person betraf, ein -schlichtes, beinahe eingezogenes Leben, denn Atticus roar, im besten Sinne des Wortes, ein Philosoph, ein Denker, der die Wahrheit erforschte ihrer selbst roillen, nicht um auf dem Markte damit zu prunken. AtticuS kannte nicht Aur die Lehrgebäude aller Philosophen von ThaleS und Heraklit bis auf die eklektischen Essays des Marcus Tullius Cicero und die späteren Versuche minderbegabter Zeitgenossen; er hatte auch mit der Selbständigkeit des starken Geistes Kritik geübt und so nach und nach alles Unhaltbare in jenen fremden' Meinungen über Bord geworfen. Schließlich war ihm durch eigene Prüfung dessen, was die innere und die äußere Erfahrung ihm an die Hand gaden, eine eigene Weltanschauung erwachsen, die sich so seltsam es klingen mag im Wesentlichen dem PesfimismuS unseres Jahrhunderts näherte. Insbesondere glaubte AtticuS die Anschauung so Vieler verneinen zu müssen, -als ob der Endzweck unseres Daseins im Glücke des Individuums bestünde, oder gar als ob höhere Mächte Genien oder Dämonen sich mit der Aufgabe befaßten, die Schicksale der Menschen diesem vermeintlichen Ziele dn Glückseligkeit entgegenzusühren. Eines Abends laß dieser AtticuS. die quickliche Kühle genießend, im Peri styl seines quirinalischen HauseS, als der Hauptsclave des Atriums den helle--nischen Philosophen Elpenor anmeldete, der. am Vormittage in Ostia ge.landet, vor mehreren Stunden in Rom eingetroffen sei und nichts sehnlicher wünsche, als den skeptischen Denker At--ticuS, von dem ein Gastfreund zu Mitylene ihm so Vieles erzählt habe, persönlich kennen zu lernen. Der Hausherr befahl, den Ankömmling vorzulassen, begrüßte ihn mit gewinnender Herzlichkeit und hieß ihn auf einer der polsterbelegten Marmorbänke unter den Colonnaden Platz nehmen, während einer der umherstehenden Sclaven Früchte und Wein herzutrug. AtticuS war allein zu Hause; seine Gemahlin und die Kinder hatten bei den Schwiegereltern gespeist und waren zur Zeit noch nicht wieder heimgekehrt. Er selbst aber, in gewichtige Studien vertieft, hatte die Stunde der Cöna versäumt und sich dann mit einigen Bissen begnügt, die ein Sclave ihm in'S Studirgemach brachte. ' ' ES währte nur kurze Zeit, und ein Gespräch wär im Gange, das die höchften Fragen des MenschendaseinS berührte, wenn auch in einer für AtticuS nicht eben fympathischen Weise. Der Philosopb Elpenor war augenscheinlich gekommen, um sich eines wohlfeilen Triumphe , zu fteuen; er gedachte die Anschauungen deS AtticuS mit jener souveränen Gewandtheit zuwiderlegen, die man damals in den philosophischen Schulen Griechenlands bei einiger Begabung für das Rhetorische unschwer erlangen konnte. Den schlichten ehrlichen AtticuS verdroß dieses vornehm lächelnde Gebühren deS Griechen um so entschiedener, als er selber seine WeltAnschauung niemals irgend wem aufnöthigte oder gar die Gepflogenheit hatte. Andersdenkende zu verhöhnen. Die peinliche Empfindung, die ihn bei der Art und Weife des Elpenor beschlich, machte ihn schweigsam, zurückhaltend, beinahe verlegen. Elpenor jedoch faßte dies alS die Unsicherheit deS Mannes auf, der da fühlt, wie feine Gründe vor der geistigen Ueberlegenheit des Gegners zu schmelzen beginnen. So ward er denn in seiner Besehdung dessen, was man ihm als die Weltanschauung deS Atticus bezeichnet hatte, immer dreister, heroischer und iromscher. Insbesondere wandte er sich mit rhetorischer Heftigkeit gegen die Meinung des Atticus, daß die Genien, Schutzgeister und Dämonen niemals unmittelbar in das Schicksal der Sterblichen eingegriffen. Ich will Dir einen Fall aus meinein eigenen Leben mittheilen," sagte er, nachdem er sich lange Zeit in theotischen Erörterungen ergangen hatte. ES jwar auf meiner letzten ' großen Reife durch das Land der. Egypter. Mein Weg führte durch eine baumlose Wüste. Die ' Reisekarte, die ich im Bausche meiner Gewandung trug, mußte mich irre geleitet haben. Ich war dem Verdursten nahe und. setzte mich, vor Erschöpfung zitternd, auf den Rand eines großen Eranitblockes. der den Anfang einer mächtigen, Hügelähnlichen Felsmasse bildete, die hier mitten in der Ebene phantastisch über einander geschichtet lag. Kaum hatte ich mich ausgestreckt und so geg;n die Strahlen der versengenden Sonne-FM wenig Schutz gefunden, als ich leise Tritte vernahm. Emporschauend gewahre ich eine furchtbar aussehende Gesialt, mit Speeren und Pfeilen bewaffnet und wen erkenne ich in diesem Wüstenbewohner? Einen meiner entlaufenen Sklaven, den ich ehedem aus guten Gründen mehrfach sehr empfindlich gestraft hatte, und der eines Tages Rache schnaubend auS dem Verließe deS Zwingers, in den ich ihn eingesperrt hatte, entronnen war. Die Furcht vor der Entdeckung, die Hoffnung auf Beute und andere Erwägungen hatten ihn hier in die entlegeneren Theile des Nillandes geführt, und nun mochte er hier in dem kleinen Felsgebirge eine Höhle bewohnen und von der Jagd auf Wild und auf einsame Wanderer sein Leben fristen. ApollodoruS, so hieß der Sklave, erkannte mich äugen

blicklich. Ein wildes Grinsen der Freude glitt über sein Antlitz. Schurke!" sagte er mit heiserer Stimme, jetzt werde ich Dir Alles heimzahlen,. was Du mir UebleS und Grausames angethan. Damit Du aber genau wissest, welche Qualen Dir unter den Händen des freigewordenen ApollodoruS bevorstehen, so zähle ich Dir jetzt der Reihe nach auf, waS ich mitDir beginnen werde." Er hub nun an, mir die grausenhaftesten Martern zu nennen, die eine boshafte Seele erfinden kann. Zunächst wollte er mir beide Hände mit seinen Pfeilen durchstoßen, dann die Ohren und dann die Zunge. Hierauf gedachte er mich, der Augenlider beraubt, wie die Punier den ReguluZ, in die glühende Wüstensonne zu legen. Ich litt schon beim bloßen Gedanken an diese schrecklichen Martern mehr, als ich Dir zu schildern vermag. Erschöpft wie ich war, schien jede Möglichkeit einer. Gegenwehr ausgeschlossen. In heller Verzweiflung schrie mein Herz zu dem Genius empor, der mich von Jugend auf gnädig beschützt hatte. ApollodoruS packte mich : wie ein wehrloses Kind mußte ich mit mir geschehen lassen, waS immer er vorhatte. Ein rasender Schmerz durchzuckte mich: der Pfeil des Frevlers war mir durch die Fläche der linken Hand gedrungen...." Da, im Augenblicke der höchsten Noth, scholl ein unheimliches Geheul an mein Ohr. Ein Panther hatte sich unbemerkt zu uns herangeschlichen. In der nächsten Sekunde saß er meinem Peiniger an der Kehle, ihn mit wüthenden Blicken zerfleischend. Dann schleppte er den Erwürgten hinweg. Als ich mich starr vor Staunen . über dieses wundersame Eingreisen meines Schutzgeistes erhob, fand ich eine Flasche am Boden, die dem Sclaven aus dem Gürtel geglitten war. Sie enthielt . köstlichen Wein. ' Ich trank und erquickte mich. Nach Verlauf einer Stunde war ich, trotz meiner Verwun dung, soweit wieder hergestellt daß ich mich aufraffen konnte, und so erreichte ich denn glücklich einen Reisezug, der mich .wohlwollend aufnahm und nach dem nächsten Marktflecken brachte, wo ich unter der Pflege mitleidiger. Einge-borener-von memer Wunde genaS. Sprich, PomponiuS Atticus, leugnest Du noch das wunderbare Eingreifen der Semen und Schutzgeister, nachdem Du diese wahrhaftige Geschichte aus meinem Munde gehört hast?" Schweigend hatte sich der Hausherr erhoben. Dir entschuldigst mich," sagte er, und schritt nach dem Atrium. Nach kurzer ' Frist kam er zurück und forderte den Hellenen auf, ihn nach der Exedra zu begleiten, da es im Peristyl allmälig zu dunkeln anfing. Kaum hatten die beiden Männer dort auf der halbkreisförmigen Ruhe bank Platz genommen, als vier Scla? den hereinstürmten und den griechischen Philosophen mit großer Heftigkeit von seinem Sitze emporrissen. Verblüfft wandte er seine Blicke nach Atticus. Der aber hatte die Arme über der Brust verschränkt und lächelte wie ein Mensch, den das Alles , nichts angehe. Trotz seiner wiederholten Proteste ward Elpenor nun von den Sclaven entkleidet und dann querüber einen Sessel gelegt, den einer von den Burschen unter lautem Hohngelächter herbeigebracht hatte. Ein Dritter brachte Ruthen und Stöcke. So!" rief .der Trotzigste und Stämmigste unter den Sclaven, jetzt sollst Du die Gastgeschenke empfangen, wie sie im Hause des AtticuS üblich sind. Verzage nicht, wackerer Elpenor! Hiebe werden herniedersausen, die minder freundlich berühren, als das schmeichelnde Kosen der Weftlust. Deine Haut wird sich schälen, und wenn Du schreist, verdoppelt man Dir daS Gastgeschenk. Ist Dein Körper mit Striemen und Wunden bedeckt, so gießen wir einige Tropfen siedenden Oeleö darauf. Nadelstiche indeß, die wir dem Oberarm und dem Rücken beibringen, werden Deine Aufmerksamkeit von diesen Oelfchmerzen ablenken!" AtticuS!" rief Elpenor verzweifelt, bist Du wahnsinnig? Oder wäre dies vielgepriesene HauS eine Stätte des Frevels? Siehst Du denn nicht, wie die Schurken mir mitspielen? ' Atticus lächelte. Die Sclaven aber hatten den braven Elpenor inzwischen kunstgerecht übergelegt. Einer von ihnen hob jetzt den Stock und ließ auf die fleischigsten Theile des Philosophen einen kräftigen Hieb knallen. kernig!" rief Atticus, plötzlich emporspringend; verlaßt diese Exedra, ihr Verruchten! Komm. Elpenor, kleide Dich an und fetzte Dich zu mir, auf daß wir unsere interessanten Gespräche wiederum aufnehmen." . ' Elpenor war außer sich. Er überhäufte den Hausherrn mit Schmähungen. ' DaS nennst Du Gastfreundschaft?" schrie er mit gellender Stimme. Weshalb wehrtest Du Deinen Sclaven nicht früher?" Die Lippen fest aufeinander kneifend, rieb er die Stelle, die der Sclave fo unsanft getroffen hatte. . Ich verstehe Dich nicht!" entgegnete AtticuS ruhig. Weshatb.,dankst Du mir nicht sür mein s:tbäreS Cingreifen? Denke doöf Deine peinliche Situation! Nicht ganz so veinvoll

vielleicht wie die in der Wüste, aber doch immerhin schrecklich genug.' Denn lch schwöre Dir, meine Sclaven, wenn sie mit Lust und Liebe dreinprügeln, können einen Menschen in kürzester Frist nach dem OrkuS befördern." Ich Dir danken?" kreischte Elpenor im höchsten Zorn. Warum hast Du diese Mißhandlung überhaupt zugelassen? Ein Wort von Dir hätte auSgereicht, diese Wahnwitzigen zurückzuscheuchen, eheste noch über die Schwelle traten!" Du bist nicht logisch, mein lieber Elpenor!" versetzte PomponiuS AtticuS mit großer Gelassenheit. Auch Dein beschirmender Genius, dessen sichtbares Eingreifen bei dem Uederfalle in der Wüste Du so warmherzig priesest, hätte vermöge seiner Macht und Weis-

heit die Mittel besessen, den Peiniger, der- Deine Linke mit dem Pfeil durchstieß, ganz und gar von Dir fern zu halten. Dennoch bist Du mit jenem schirmenden Genius vollkommen zufrieden; Du erblickst eine wunderbare Segnung darin, daß. er die Durchstoßung Deiner linken Hand und alle die Martern, die Du vorher gelitten hust, zwar zugelassen, aber dann fein Veto eingelegt hat. Genau so wie jener beschirmende Genius, dessen sichtbareS Eingreifen Dich begeistert, habe ich gehandelt; ich ließ es zu, daß ein einziger Hieb Dich Versehrte; dann aber griff ich sichtlich ein und erwarte nunmehr für dieses sichtbare Eingreifen Deinen verbindlichsten Dank. Bist Du jedoch zur Abstattung dieses Dankes nicht eben geneigt, wie ich aus Deiner empörten Miene entnehmen darf, fo bekenne mir auch, daß jener Zufall, der Dich in der Wüste gerettet, keineswegs auf eine besondere Fürsorge eines beschirmenden Genius über Deine persönliche Wohlfahrt schließen läßt; daß Du vielmehr in die Dinge hineinlegst, waS ihnen faktisch nicht innewohnt. Bin ich ein Genius, der über dem Leben eines Schutzbefohlenen wacht, so lasse ich ihn überhaupt nicht in solche Situa tionen gerathen; ich erspare ihm jegliche Angst; ich begnüge mich nicht mit der Beschützung seiner rechten Hand, seiner Ohren und seiner Augenlider, sondern ich beschirme ihm auch die linke Hand, deren Integrität einem sorgsam waltenden Genius ebenso wichtig sein muß, wiedie aller übrigen Gliedmaßen. Unmöglich kannst Du mir übel nehmen, daß ich Dir diesen Sachverhalt, der auf dem Wege der Theorie Dir nicht einleuchten wollte, praktisch und im buchstäblichen Sinne a posteriori dargethan habe. Und nun, wenn Du willst, sei mein Gast; wenn Du nicht willst, gehab' Dich wohl und verklage mich bei Deinem sichtbarlich eingreifenden GemuS!" Wuthschnaubend zog der hellenische Philosoph ab. Ob er beim Präfekten der Stadt Rom Beschwerde geführt habe für daS empfangenePrivatissimum, ist dem Aufzeichner dieser denkwürdigen Geschichte nicht bekanut geworden. m m m ZUann und Iran. Ein Mann auS einer Grafschaft Englands, der ein reiches Mädchen zur Frau genommen hatte, fand bald nach der Hochzeit, daß diese sehr herrschsüchtigen Temperaments und gewilligt war, daS Obercommando über ihn und daS ganze Hauswesen zu führen. Er beschloß, sich von ihr zu trennen, ging zu ihrem Vater und erklärte ihm, er habe daS ewige Befehlen seiner Frau satt und wolle ihm jeden Penny des VermögenS zurückgeben, wenn er seine Tochter.wieder zu sich nehmen wolle. Der alte Hexr sprach sein Erstaunen darüber auS, daß fein Schwiegersohn es besser haben wolle, als andere Ehemänner. da das, worüber er klage, von allen ertragen werde, er also gar nicht erst hätte heirathen sollen. Der junge Ehemann- bestritt diese Behauptung und meinte, kein Mensch von gesundem Sinne könne sich gefallen lassen, von seinem Weibe beherrscht zu werden. Mein lieber Sohn." erwiderte der Alte, Ihr kennt die Welt schlecht, wenn Ihr noch ? nicht wißt, daß alle Frauen ihre Gatten beherrschen, wenn auch nicht immer nach derselben Methode. Indessen' um unseren Streit zu enden, will ich das Gesagte auf folgende Weise auf die 'Probe stellen," wenn Ihr gewilligt seid,', sie zu machen. Ich habe vier Pferde im Stalle,.' fchirrt diese an einen Karren,- worauf. ich einen Korb mit hundert Eiern-gellen werde. Zieht damit durch die: Grafschaft und erkundigt Euch genau nach der Wahrheit oder Unwahrheit meiner Behauptung; laßt in jedem Hause,, wo der Mann die Herrschaft führt, ein Ei. r c i rr . v v.E v. .V X

ttinoei Ayr oann, oav oie Vunoerl Eier eher' alle werden, als die vier , Pferde, so hoffe ich, Ihr werdet Euer Leiden nicht mehr als ein so ungewöhnlicheS betrachten, sondern .befriedigt nach Hause zurückkehren und Euer Weib für nicht schlimmer halten,, als die anderen auch sind. Im entgegen. gesetzten Falle aber will ich meine Toch-. ter zurücknehmen und Euch dann daS Geld lassen.". , ;.. " - Dieser Vorschlag schien dem jungen. Manne zu vorthei!haft,-um ihn'äbzu-. lehnen, und er' machte sich schleunigst, auf den Weg, um, wie er. überzeugt., war, die Eier loS zu werden.' Beim ersten Haufe, wo er mit feinemKarren anhielt, hörte er. die Fraü mit kreischender Stimme dem Manne zuru-. fen, er solle hinausgehen und nachsehen. was los sei. Hier ließ er selbstverständlich ein Ei, ohne weiter zu fragen. " . Am nächsten Tage ging eS ihm ähn--lich, und so, um kurz zu sein, an jedem Hause, bis die Eier fast sämmtlich weggegeben waren. Da gelangte er an den Landsitz eines vornehmen und einflußreichen Herrn. Er klopfte an, frug nach dem HauSHerrn und erfuhr von den Dienstboten, daß . dieser noch nicht aufgestanden, wohl aber die Dame vom Hause zu sprechen sei. Diese empsing ihn sehr freundlich und sagte, wenn er wichtige Geschäfte hätte, so müsse sie ihren Gemahl wecken, doch thue sie es sehr ungern. Ich habe bloS eine Frage zu stellen," versetzte er, die Sie mir ebenso gut beantworten können, wie Ihr Herr Gemahl. Sie werden e5 sonderbar und unhöflich von mir, einem Fremden, sinden, aber eS handelt sich um eine Wette, und Aufrichtigkeit wird Ihnen Nutzen bringen. Ich wünsche zu erfahren, ob Sie Ihren Gatten beherrschen, oder er Sie." In der That," entgegnete die Dame, diese Frage ist etwas seltsam. Aber ich denke, daß ich mich nicht zu schämen brauche, wenn ich meine Pflicht erfülle, und so sage ich ohne Scheu, daß ich meinen Stolz darin sehe, dem Willen meines Mannes in Allem Gehorsam zu leisen, sollten

Sie aber dieser meiner Erklärung keinen Glauben schenken, so fragen Sie ihn

selbst, den hier kommt er eben." j Der Herr bestätigte die Versicherung seines unterwürsigen Weibchens, und! unser nun wieder Muth fassender Ehe mann ersuchte ihn, dasjenige von seinen vier Pferden auszusuchen, welches ihm am besten gefalle. Dem Manne gefiel em Etappenhengst m r am ve ten. oie ttrau aver rnernte, ne würde unbedingt die Schimmelstute wählen, welche ich vortrefflich zum Damenpferd eigne. Ihr Mann setzte ihr klar die Vorzüge des Rappen auseinander, sie blieb aber be: lhrer Meinung. Was!" rief sie schließlich, Du willst sie nicht nehmen? ! Und ich sage Dir. Du mußt, denn ich behaupte, die Schimmelstute ist daö bessere Pferd!" Nun gut. mein Herzchen," fprach der einflußreiche Mann und Hausherr, wenn eS denn fein muß, so. . . ." Sie müssen ein Ei nehmen," unterbrach ihn der enttäuschte Ehemann. Darauf entfernte er sich mit den Worten: Ich nehme meine vier Pferde wieder mit und werde versuchen, o gut mit meiner Frau auszukommen, wie es eben geht." Internationales Intelligenz und Slnzeige-Olatt. Organ für StellenderMittelung. Ein kleiner Thron im fernen Osten soll sofort oder zu Michaeli neu besetzt werden. Bewerber, die schon einmal geherrscht und gute Zeugnisse auszuweisen haben, erhalten den Vorzug. Kein Gehalt, aber freie Station und ein guter Palast (fünf Fenster Front, AuS sichtsthurm und Waschküche). Bewer bungSgesuche mit Zeugnissen und Photographie sind unter der Adresse Thron candidatur" in der Expedition d. Bl. einzureichen. Ein geb ildeter junger Mann auS ziemlich guter Familie (Antisemit) wünscht einem reichen jüdi schen Herrn gegen gutes Honorar täglich ein paar Stunden hindurch die Leviten zu lesen. Rothe Nasen werden ächt und dauerhast blau gefärbt Besing t Co., Weinhandlung. B e i e i n e r B a n d e , die sich soeben in den Abruzzen gebildet hat, kön nen noch ein paar Herren eintreten, die das gesetzliche Alter haben. Besonders erwünscht sind solche, welche schon in den Bergen oder auf der Börse gearbeitet haben. Musikalische Veranlagung ist nicht erforderlich. Die persönliche Vorstellung pildet statt in den Nachtstunden von 122 Uhr, dritte Abruzze, siebente Höhle, links vom Eingang. V e r l a uf e n hat sich in Berlin nach einer scharfen Sitzung ein alter Herr aus der Provinz und ist an sich Ielbst irre geworden. Edle Menschen reunde werden gebeten, sich seiner anzu nehmen, ihn aufzusuchen, seine Identität festzustellen und ihm zu sagen, wo er wohnt. Aufzufinden irgendwo in Ber lin und Umgegend. Ein gut situirter Türke wünscht sich mit 56 jungen Mädchen, womöglich Schwestern, wiederum zu ver heirathen. Trauung durch einen katho listen Geistlichen Nebensache. Kleines Vermögen erwünscht. Ein Selbstdenker, der das Perpetuum mobile erfunden zu haben glaubt, sucht ein Paar solide Capi talisten, die bereit sind, dehufS Ausbeutung seiner Erfindung hinter ihn zu trt ten, resp, ihn zu gründen. Meldungen werden täglich von 88 Uhr entgegen genommen. Dalldorf, Zelle 31. Am S uez-Cana l ist eine Som merwohnung mit Aussicht auf den Kriegsschauplatz billig abzulassen. Nähe res bei Arabi Pascha, Unter den Zelten. Eben derselbe sucht ein bewährtes l Mittel, zur Vertreibung vonEngländern. Wer kennt genau das Ver fahren, künstliche Fünfmarkstücke zu machen, welche den echten täuschend ähn lich sehen. Der verehrte mir wohlbekannte Herr und Badegast, welcher neulich in einem sehr renommirten Badeort beim Verlusten des CursaleS meine Frau und meine Schnupftabaksdose mitgenommen und mir, nachdem nunmehr vierzehnTage verflossen sind, Beide noch nicht wieder zugestellt hat, wird hiermit ersucht, falls er sich nicht Unannehmlichkeiten zuziehen willdie Letztere umgehend poste res staute Hauptpostamt in Berlin an ich abzusenden, die Erstere aber zu behalten. a; r.V.;. - N. N. Ehemann und Schnupser. 'Ein geprüfter Henker, der daS Köpfen aus dem Grunde versteht, auch sicher mit dem Rade arbeitet und gut auf dem Rost brät, sucht bei einer anständigen Herrschaft dauernde Beschäf tigung. Genaueres, im internationalen GesindeVermiethungsbureau, Europa, Hof geradezu. Daselbst sind auch zwei Hexenmeister, ein Tyrann, sieben Nihi listen (DynamitArbeiter), . ein Radan schlSger und eine EiSmutter, sämmtlich mit besten Zeugnisten versehen, zu er fragen. Ein armer Teufel (Semit), aus Amerika undüberhaupt sehr zurück gekommen, sucht einen leichten Dienst als Mitester in einer wohlwollenden Familie. Er würde auch im Sommer als Sper lingsscheuche, im Winter als Verlierer im Whist zu verwenden sein. (Kladderadatsch.) Kernige Worte. Bei dem deutschen Gauturnfeste in Sternberg war an dem Hause eines Gerbers folgende Ausschrift zu lesen : Gut Heil, ihr deutschen Brüder traut ! Ich denk', wenn ich euch so sehe. Der Deutsche ist 'ne gute Haut, . Und gerbt man sie, so wird sie zähe. Th. Hauöner, Gerber. Die liebreizende Corn e lia, welche bei der Concurrenz der schön sten Frauen in Budapest den erstenPreis davontrug, darf jetzt triumphirend auS rufen: .Ich kam, wurde gesehen und siegte -

DeS OchanspleNr'S Nache.

Von einem französischen Schauspiel ler hriri die folgende Anekdote berichtet,, die freilich kein allm großes Zartgefühls bekundet. Der Künstler bemerkte meh-! rere Wochen hindurch, so oft er spielte,! einen Buckligen, der immer auf demsel-' ben Platze einem der vordersten Par-' quetsitze auf der rechten Seite saß ; der: Bucklige war sehr kritischer Natur und zeigte oft in manchen Scenen fein deutlicheS Mißfallen über das Spiel des, Schauspielers, den dieses Betragen! nicht wenig ärgerte. Er suchte deshalb' den Herrn ia seiner Wohnung auf und' sagte $u ihm: Herr, ich komme, Sie' um erne große Gefälligkeit zu bitten.' ES kann mir nämlich nicht beifallen Sie des TheatervergnüaenS berauben zu wollen, aber ich bitte Sie inständigst,' sich irgend einen anderen Platz imHaufe zu wählen, damit ich Sie nicht direkt vor Augen habe; denn, ich muß gestehen, Sie üben eine merkwürdige Macht über mich aus. und Ihr Wesen,, Ihre Bewegungen, Ihre ganze Person! beschäftigen mich derart, daß ich oft kaum im Stande bin, in meiner Rollezu bleiben." DaS kleine bucklige MärnK chen refüsirte jedoch brüsk, und unser Schauspieler mußte unverrichteterDinge abziehen. Wuthenibrannt ging er ge-' radewegS in'S Theater, kaufte fünf Sitze, die an jenen anstießen, den fein Feind einzunehmen pflegte, und ver brachte den Tag damit, dieselben an den Mann zu bringen. Am Abend kam ein Herr und occupirte einen jener fünf Plätze. Ah," sagten die Habitues des Theaters, unser buckligerKritikuS wird heute Abend Gesellschaft haben; sein nächster Nachbar hat auch keinen gera den Rücken." Die Thür ging wieder auf, ein Weiter Herr erschien. Oh, noch ein Buckel!" summte es durch die Reihen. Fast sollte man dies für ein absichtlich arrangirteö Rendevouz halten daS Rendevouz der drei Buck ligen!" Den dritten und vierten Ankömmling, die ebenfalls zu den beiden? Ersten paßten, begrüßten bereits wahre, Lachsalven. Als endlich auch der fünfte! von unserem Schauspieler geladene! Saft eintraf, gab eS beinahe eine Scene,denn man wollte vor Lachen fast ber! sten. Beim Aufsehen des Vorhanges' kam der gewöhnliche Bucklige. Er erhielt von Seiten des lachlustigen Pub likumS eine förmliche Ovation, denn er wurde mit Applaus empfangen. Bleich' vor Aerger nahm er seinen Platz zwi-! schen seinen LeidenSgenossen ein, die sich' mit weit mehr Humor als er in die ei-, aenthümliche Situation fanden, denn sie lachten selbst darüber. Im ersten Zwischenakte verschwand der gewöhnliche Besucher, um nicht wieder zu erscheinen. Unser Schauspieler war gerächt und hatte seinen Zweck vollständig erreicht. DaS Taschentuch. Früher war eS auf der französischen Bühne, wo doch so Vieles ungestraft gesagt werden durfte, nicht erlaubt. daS Taschentuch nur zu nennen, geschweige denn zu gebrauchen. Welche Unzuträglichkeiten daS im Gefolge hatte, läßt stcht leicht denken. Erst im Jahre 1880 wagte es Mlle. DuchesnoiS in einer Testamentsscene, wo von einem Taschentuche die Rede war, dieses selbst in die Hand zu nehmen, ohne jedoch die Kühnheit zu besitzen, eS beim' rechten Namen zu nennen; sie bezeichnete es vielmehr nur schüchtern als feines Gewebe. Endlich wurde im Jahre 1823 das große Wort zum ersten Male zum gmKVe oer guten, zum Triumphe der Anderen in offener Scene ausgesprochen. Es geschah bei Gelegenheit der ersten Aufführung deS von Alfred de Vigny auf dle Bühne der Tragedie , franoaile" gebrachten Shakesveare'schen Othello", worin' das Schnupftuch bekanntllch eine Hauptrolle spielt. ES ist überhaupt gar noch nicht so lange her, daß daS Taschentuch seine allgemein verpönte Stellung verloren. Früher verbarg man eS sorgfältig in der tiefsten Tiefe der Tasche, und es wäre ein grober Verstoß gegen den guten Ton gewesen, sich seiner vor den Augen Anderer zu bedienen. Erst im Anfange dieses Jahrhunderts wurde es von der Kaiserin Josephine kurfähig gemacht. Sie besaß lehr schlechte Zähne, und da eö damals künstliche in der jetzigen Vollendung noch nicht gab, so benutzte sie zur Verdeckung besagten Mangels kleine zierliche, spitzenbesetzte Taschentücher, indem sie solche während der Conversation . zeitweilig graziös zmn Munde führte. Natürlich beeilten sich alle Damen der Umgebung diesem Beispiele zu folgen, und das kleine kokette Taschentuch erhielt von da an seinen Platz in der Damentoilette. m m m Historische Anekdoten. Im Mittelalter trugen bekanntlich die vornehmsten Edelleute kein Bedenken, Straßenraub zu treiben und harmlose Reisende durch plötzliche Ueberfälle ihrer Habe, ja wohl auch der Freiheit und des Lebens zu berauben. Einer dieser Stegreisritter, Herr von Nemourö, wurde bei der Ausübung seines schändlichen Handwerks gefangen genommen, nach Paris gebracht und dort zur Strafe auf's Rad geflochten. Als die Kunde von dem Schicksale des räuberifchen Ritters nach seiner Herrschaft' gelangt war. schloß ihn auf einem feiner Dörfer der Pfarrer mit folgenden Worten in das allgemeine Kirchengebet ein: Und nun laßt uns auch Gott für die Seele des Herrn von Nemours, Erbherrn dieses Gutes, bitten, welcher zu Paris an feinen Wunden gestorben lst." Der berühmte englische Kanzler Lord Bacon von Vernlam (gest. 1626) war bei seinen Lebzeiten fast noch mehr durch seinen schlagfertigen Witz, als durch feine umfassende Gelehrsamkeit bekannt. Als einst der Gesandte einer fremden Macht in der Antritts-Audienz mehr Lebhaftigkeit und Hitze, als Verstand und Urtheilskraft an den Tag kzte, fragte König Jacob I. seinen

Kanzler, was er von dem Ambassadeur denke. . Er ist ein großer, wohl gebildeter . Mann," versetzte Bacon. Sie haben mich mißverstanden," antwortete der König, ich möchte wissen, was sie von seinem Kopfe halten." Sir." lautete nun die Antwort, große Leute haben oft viel Aehnlichkeit mit Häusern von mehreren Stockwerken, da ist das oberste gewöhnlich am schlechtesten möblirt." Derselbe König Jacob hatte unter anderen auch noch die schlechte Sewohuheit, während der Predigt in der Kirche mit seinen Eskalieren zu plaudern. Der Hofprediger hatte es schon einige Male mit großem Mißfallen bemerkt und nahm sich vor, den König von seiner Krankheit zu heilen. Gedacht, gethan. Als der Regent am folgenden Sonntage auf's Neue mit seiner Umgebung zu conversiren begann, hielt der Geistliche plötzlich in seinem Vortrage inne, indem er die Augen unverwandt nach der königlichen Kapelle richtete. Die Gemeinde verstand die Absicht deö Seelsorgers und billigte dessen Benehmen. Doch der König, über den Auftritt ungehalten, entbot den Pfarrer zu sich und fragte ihn, warum er in der Predigt inne gehalten und seinen Blick so starr auf ihn gerichtet habe. Der Prediger versetzte: ES geschah aus Hochachtung für Eure Majestät, denn wenn der König redet.

muß der Unterthan schweigen." Diese geistreiche Antwort besänftigte den Zorn des Königs; doch ließ er sich seitdem nie wieder in der Kirche sehen. in welcher sich der geschilderte Vorfall zugetragen hatte. . ' Voltaire und AlexiSPiron, ein eben falls berühmter französischer Dichter des vorigen Jahrhunderts, waren alö dramatische Nebenbuhler gerade nicht die besten Freunde. Eines Abends kam Voltaire auS dem Theater, wo ein neues Stück von ihm kaum einen Achtungserfolg hatte erringen können. Dem eitlen Dichter warder Verdruß über diesen Mißerfolg an der Stirn zu lesen. In der Gesellschaft, wohin er sich von der Comödle aus begab, traf er seinen literarischen Concurrenten. Eh dien, Piron," begrüßte ihn Voltaire, waS denken Sie denn von dem heutigen Stück?" Ich weiß wenigstens revlicirte sarkastisch der Gefragte, was Sie da von denken!" Nun, und das wäre?" horchte der Freund des großen Friedrich auf. Sie wünschen nämlich, verehrtest Herr von Voltaire, in diesem Moment, daß ich das heutige Stück gemacht ha ben möchte!" Tableau. Alte Heilmitte'l. Dis Li berte" schreibt unter diesen Titel: Man hat letzter Tage ein höchst merkwürdiges Document aufgefunden, welches die Benennung und Die Preise von Medicamenten angibt, die m Iahte 1752 in einer Apotheke zu Strakburg verabfolgt wurden. Jn zener Zeit war der Hundsdreck" (wir bitte tausendmal um Entschuldigung!) ein unter dem Namen slburu gracurn bekanntes Heilmittel, das zum Preise von 8 Pfennigen per j Unze verkauft wurde. Un ter den üblichen Medicamenten sigurirten aber auch noch Klauen vom Elennthier, das Gebiß vom Hecht, Wild, schweinzähne, Froschleder mit oder ohne Laich, getrocknete Kröten und RegenWürmer, die Lungen vom FuchS und pulverisirtes Bockblut. Auch hatte man im Vorrath der Gifthütte" Eidechsen- und Regenwurmöl, sowk Katzen-, Hunds-, Menschen-, Nattern, DachS-, Vipernschmalz. Aber daS Stärkste in Bezug auf Heilmittelfabri kation war Hirschherzknochen! Dat also waren die Mittel, welche-unsere Väter deö letzten Jahrhunderts geheilt (oder getödtetN haben. ES ist übrigenS wahrscheinlich, daß im zwanzigsten Jahrhundert viele unserer gegenwärtigen Heilmittel den Leuten ebenso lächerlich erscheinen, werden. Conservativ. Madame (zur neuen Magd) : Ich gebe Ihr 100 Dollars Lohn jährlich." Magd : DaS ist mir zu wenig." Madame: Dazu bekommt Sie aber jedes Jahr noch Geschenke, die Sie sonst nirgends erhält. Sie bekommt zu Weihnachten ein Kleid, zu Ostern eine Schürze, und wenn wir taufen zwei Dollars." Magd: Auf Letzteres kann ich mich aber doch nicht jedes Jahr sicher verlassen." Madame: Wenn ich'S einmal sag', fo bleibt'S dabei. ES ist so Gebrauch rn unserer Familie, und so lange lch leb', wird der Gebrauch nicht abge schafft Ter Rechenfehler. 8ic alle Seschichte t Form. . Der Schuster Pech hält BeSperstunde Sein mag'reö Brod mit vollem Munde' Kaut auch de? Lehrbub HanneS Dapp Und zählt dabei die Finger ab. yj ' Was zählst Du?" fragt voll Äe. begier v Der Meister: Junge, sag' eS mir!" .Ich Zähl'", sagt HanS und grlnöt durchtrieben, Wie viel im HauS hier böfeSieben! Und wieviel zählst Du denn mein . Sohn?" I! mit der Meisterin sieben fchonl" Wart' !" schreit und läßt den Knie. riem tanzen Der Meiste: Dich will ich curanzen! Die Meisterin, die sollst Du lieben, Die zählst Du zu den bösen Sieben? Vermaledeiter GalgenschwengeN Sprich! wieviel zählst Du jetzt. Du Bengel?" ES sind ich irrt um eine Hexe Just ohne die Frau Melsterm sechse! Siehst Du!" sagt Pech jetzt wohl zufrieden, Die Wichse hättest Du vermieden. Hätt'ft Anfangs Du gleich prompt gezählt Und in der Rechnung nicht gefehlt!

DieKsrnbl umenhetzeitt Söhnen,

Die on den Czechen gkgen die Kornblume als ein Zeichen der Hinneigung zu Deutschland eingeleitete Agitation nimmt immer größere Dimensionen an. Man wirft ihr vor, daß sie nicht in den böhmischen Landesfarben blühe und bereits von Schiller, also einem, nicht.&:rj&... ff!Xi.. w .rr. .".": a.mX v$(kyijiwi juiiqui, m oqjcn fehr mangelhasten, weil deutschenGedicht asieuche Fest" durch den Äers: Mütet auck blaue Knttntn biein I namhaft gemacht worden fei. Dieser n vr i. L . umuano iqon weile varaus hm, oa& oie Kornblume als aeborenk Rbmin nicbt bezeichnet werden könne. Sie sei also vaterlandslos, eine Fremde, welche den Böhmischen Kornfeldern daö Mark aus lauge uno jeoen Kranz, in den sie sich mit der dieser Blume ebenen Äuldrina lichkeit einschmuggele, verunziere. Auch 4itHviM a a K V!. jr r - rrt . wiuiifcnuyt ic vic czeqiiqe iöiucicn spräche. Daß die czechischen Blumen früher als die Kornblume in Böümen blühten, fei erwiesen, auch hab: sie keine. V.m fCl rA(i. . r r c . un simiiiyuun, ezqe oen urooym! schen Blumen eiaen seien. Daaeaen niste sie sich überall ein, sogar in Knopf 1X.Jfsm V .... ... e L . C v. . t 4uini, m venrn iruyer oie ecyi vooml schen Blumen sich vohl gefühlt hatten. Sie habe allerdinas Aor,üa. das sei nicht zu leugnen ; sie blühe ohne Pflege. nz..ir '!?. n n v yuu5 wuua ocuuin;c, uore rncgi oury Iiarien nuir uno grelle Farben, und schmücke auch manchen Aebrenkran,. aber das müsse geradezu energischenWider stand herausfordern. Man ruhe also nicht eher, bis der Kornklum ihre Rechte als Blume genommen) oder r m . m, w. ' weienluq veiqranlt seien, oder bis sie ganz von oen Verreiveseldern vertrieben worden. Immer von Neuem ,rtflnalso der Ruf : Kornblumen raus !" Böhmen gehöre ausschließlich den. böhmischen Blumen : der Rose, der Nelke, dem Veilchen, dem Vergißmein--v:. et H tiuyi, uic üinoiumc möge omgeyen, woher sie gekommen : nach Deutschland! (Wespen.) in Das fünfiäbriae. St er. chen btx Frau Berger in Japsank N. I., fand. Ende voriger Woche ihre Mutter an einem Stricke im Keller ihrer Wohnung hängen und hatte die für ein xmo vle,es Alters gewiß außerordentliche Geistesaeaenwart. den Sind burmzuschneiden und hierdurch daö Leben ? W . . mm m . "?rer cuner zu reuen; Elserjucht hatte die lektere tu dem Selbltmardversucke veranlaßt. In New York ist bekanntlich und leider der Selbstmordversuch strafbar. Auf der Messe. ' .Aber Wolsöheimer, Ihr seid doch alle Jahr zur Messe gekommen, um zu schnorren, und jetzt habt Ihr auf einmal so viel Geld, um sür 10,000 Mark baar Waare zu kausen ? habt Ihr in der Lotterie gewonnen nein aber ich w'tlls Ihnen erklären: Bei uns schnorrt man erst und handelt dann bei Euch handelt man erst und geht dann schnorren Der Thea tereinsturz' in Eonstantinopel kann manchen deutschen Bühnenleitern einen gewissen wehmüthigen Trost gewähren : Denn wieviel Katastrophen sie auch schon zu beklagen hatten, einen so unheilvollen Theaterkrach hat noch Niemand erlebt. An die Korn'blume. HoldeS Blümlein, volle Dich nicht grS men. Wenn die Czechen schlecht von dir ge sprachen. Wachse, blüh', gedeih' nur fort in Böh. men, Glaube unS, dann wirst Du auch gerochen. 3 Qrztn ShZ lOer-sthtit,. UiXW sei 'Sttklski iiK5!Rß ,h-e. luk. Unreinheit -ti$ Gins es. QüutUU: Meder, Slalatul. ZZMKÄ, 'delledurchelZ! M fc 0.. i 22m nd Nieren verursachte Letten. . Qhnptone einer erkraukten Leber. Heilst ira : ' C4men in der CfUev eN. ratet Um SqutteriKtte und ird dann mtt Ctfctnma f ilmul venvechskU; allgeetn Sxpktitv erlöst ; ge wsynltch erftorstyet gntcawn vweyikuio mtt OssenleiblzleU: rer erf ro echmcr, ieUfttgt tcohd beträchtlicher Verlost Ul Eriunerurigirerrai senk; uwelle et schacher, trockener Hust nv a Gesicht rou Nöthe Kberflogen, was oft tt Schwindsucht gehaLea vird; t Patin t Oazt titt Müdigkeit und Schzche:ist vervtt: lkllte vder kren ende Sesühl t de Shen, ,uweUe eint pechende Empfindung; dieLebevkgetster iederzeschlaze, nd Nlnzleich aan tberjgt ist. taß Leibeöbk?niz l )tüea arcieiaa manne? xanrn raja crtane V a. man iktraut jeder LeUmtttct. Verschiedeve der ebigea Symptome iegltite die Sremkheit: ber t jincgaae rorgerommea, ,a reue nr veulge rare rorhende irarrn; doch hat die Untersuchung zch um Tobe tue deuachlltqe surnog rn aq' gewiesen, v-cfjj! - ' ßl mT f Ts f 0 Vm 3rrftt- Ytti tW W w W r ww ww w . d tat, gebraucht werden, sobald NQ : eines Ut obige yhpts st(t rV Gtt ans Keifen ist der in ingtfanfte Gfatnfe kt. rntxb durch leseutltcke siinnffc tneu einet Dcfii, u die Leber t gesunder Tbttt.!' m.r- c.ft.j M, -r 1 - n I . . , in ga 9ucOf u iriaiaiiv, gKuig vtHjAur, ; Wirre, UebeUett, Kiedergeschlagevhett n.J. r?. ei . end. Dat Mittel ird wie ein Cla Oei tx&f,; tize, ist ad kein berauschende Oetr&nF. T . Oean etwas sch SerdauttHeS ae . ezesle hat, vier ach: tcht schlafe kau, itlmt man eine DvsiS und rteErleichtur.ng.rekd cintoi " Vawahl Seit wie Daltrrechge toxrfccn ; erspart, en man den kiegulater stet' : vorrathig i Haus hält l ' De gleichviel welch? Seide sich rtapeCt, is m. m. t. m. W-fi mi l rurqirv jiajciTs, vjHqrrnor, sie erves Zerndes nd ftirkendeS Mittel ird ie nn gebracht sei. Da Mittel ist ugesihrliq m j MeeinträchttGt weder die vschalttthiskei vq 9a wergnugra 3- j V ist rei deeetaikttsS ud Hat die ganz Kraft ud Wrklamkrit ro Ealoek) derShinia ebne irgend ine ter schädüche Nach) irkunaen tnseltku. Seuftnlft von eine Sonverne,. k .Sunmon5 ktve, Regulator ,fi seit Ungerer ZeU ! et eer zzamllle u uerraua, rr.v ich din ticx trugt, das, er eine Bereicheruug der Srzneiwienstet üttt. J.StllSborter, Oourerueur tea Sen. Ulerander H. LtephenS rea C? zk: Der Erdrauch re CimmonS Liver Ä,zul. er" ist mir pcl dekomme nd ich tr kusch tb, ! ' veUlxrös. - .Das Slnziae daß niemals Linderun ' ersat. Ich hab viele MUtel gkge, Txexna, keberlelde vud Schwäck braucht, eder e inet gesuude da mir sa odl reksmni ist teit Clri; rasn Liver Viegulator Ich hab ttn fflunneicU i di lSeergi dauach geschiZt nd ruöchkeeiKer selch, Medizin weg och netter schicke ; euch mich; llea ähulich Lktdeudea anrathe rt miutnl Mittel rersuchen, da e da ewjize s:- scheint. : da uimals Linderung rersazt. " J V.M. Jap, MnueaxvNz. ?Xxnn. . Dr. X LS. Tlaf-n sszt : Durch iatliiUch Ersahrun z im Veirauche rra Limmoni ivett" Wegulato," 1 raciuer Prarii fcln ich ton seiuer treudunz befriedigt und ich verordne id IS w WsZhrungS.Arznei. - ' I MW Man khme ur de echte, der sfctf die tifyt ' Helrke und die Mamentvnter Ischrift I. H. eilin & e. aus dem UnsilZg t.St alle ,t hker