Indiana Tribüne, Volume 6, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1882 — Page 10

ikut

VZSZOge BötMchs '

- von -fr -fc 4Vfr -ftfv 5T u p i m n wu j Das Central-Comite der Anti-Prohi-bitionsttga hat den eldzug für die kommenoe Wa eronner. me ß"Be lammiiing von bürgern oer totaot jni"u"wM","'v- v.wv.Öv Verfahrendes Comites gutgeheißen und mnnr.Tiniix rnj Pi7iMiTriiin nna riantTiii9 i ihr Verträum zu demselben ausgesprachen. ES ist dem Comite gelungen, V . V m Wjm.i fc JU m. T a A a ft a A M 1 J IX A VIC VCUiUllUUlUJC VUUCl SU VUIUUUI . . V IT e I den Krieg gegen die Prohibltiomsten aus. zunrqmen. Der Sieg der demokratischen Partei im .:xn. m.u.t.. :n ...a Mf.. si:;.. "T ? V.. JJlllUUlW. Vi3 II uiiiiis frluji vua Vertrauen, welches die demokratische Parr im uumw, Zu i"B u selben unsere volle UnterstuKung ange deihen 5 lassen Wir müssen die Eraqng luiuuiii uiüuiiiy uii- . , r . n vl bibQtn trn flan.n laat( anstr.b.n und 1 1 r i. ..rT ganzen Emflub nusb. en hr. ErZh. lung durchzusetzen. Aber selbst dleS ,st nicht genug. Wir müssen mit solcher nD.t.i,.: v:7... :r: gis lange .aqie yuiuua uyiuut icui den. Deutsche von Jndiana! Von Ench hängt es ab, daß wir einen solchen Sieg .r . nm.. . I ernngen. ijgne ure ciinöt luctrair kung ist unser Comite machtlos.- Wir rechnen aus ?uch, daß Ihr Euere volle SRiUfol tkut. und das I-emveren,Iertbum i I - r I llbenBürgersühlen .aner. vQm i naeg, iccancn unu ,cio am Wahltage aus dem Posten ! I o v u u . wi . . wm,. ,. CY.V!..t.fSjt Sn T jS.fet QO Das Central.Comite der Anti.Prohibi. tionSLiga, Adolvh Seidensticker, Präs. Herrm. Lieber, VicePras. Phil. Rappaporl, Sekr. John P. Frenzel, Schatzm. Chr. Hohl, Alex. Metzger, Geo. Psingst, Charles Reese, George Reyer, Henry Rüsse. Fred. Rush. Theod. Sander, Fred. Schmid, Lor. Schmidt, Gabr. Schmuck. Anti - Prohibition. 3.bl....U.7 SeW.lf, Das war eine Versammlung gestern Nkend. Ze mit deren wäbrend der Wablcamvaane noö Dukende . baben sollten. Unsere deutschen Landsleute hat. ten sick auö dem Scklale aerüttelt. die QhYi hi, fcim ,. t,r anr ,n häuflg gefunden wird, abgestreift und sich nach Hunderten in die vom Central. Comite der Anti.Prohibitions?Liga ein. m?s?,is,n7s,,n w m w"""P""""' ""iJ -.w l w , &. A i a . m. lil & M-A m u rn. mji M. k 1 1 . U so d

Und nicht allein die Masse war es. die n ugung. o.e n w , on - is

ikleiead wirkte, ti war da? Feuer, ! ztir.ttibt L,. V" , - mMt.m

,r Geili von welchem die Versammlung uq me z.u,ene von nrgern, oer.n . ' .....1. "

oe eeil war. tan icg, oug vir ruir v''- , .1 ' . . ... " v.c nJrpni n mfff rtPftn ift N!i w-nZ,?

r . 1 1 cm r -1. v - r. v : - r ... i - um u 'S' es ernn mi on aeje ozx rriyen ui. nin, oau lie oie oroyenoe VDkiuyr erlllnnl ...v' m-. 7 .-...:' ...r . .v . m .t-. i i umu. .uiumm.. zustehen bereit sind, aus daß dem Feinde die Niederlage berei.e. reuno oer perioattqeri ureiijm von der Herzen wünschen muß. Auch mehrere Damen hatten der Ein laduna itolae gelentet, und da war recht. rönnet wurde die Veriammluna durch den Präsidenten der Liga, Herrn A. Seidensticker. Hierrauf schritt man ar Malll ,Zne5 NorNkenden. Serr eorae Rever wurde einstimmig dazu er. wählt und übernahm den Vorsitz, indem er der Versammlung für die erwiesene rthrt dankte cm v c o- o . Bin !. uoer, oerzuiolge err eioen ncier oas m ... . " ...vl. o-tsn..: v. zorr ergrisz um uoer vie yangicil ors Erecutiv-Comites Bericht ,u erstatten Redner erinnerte an die Gründung der Vrobibitions.Liaa. die Beschlüsie welche ?n,d.s 5's'r.',ud welch, in der i" ' "' !a u, P.,........ vtmemoer Pane, anzu,zueeen. we.qe unsern Wünschen entgegenkommt. Er unterwarf dZ Vorgeben der Geg. ner einer Kritik indem .r daran, hinwies dab dieselben nichts unversucht lieben um die Parteien, verhindern in der ietres. senden Frag, überhaupt Stellung ,u neh?n.dit da Volk nicht schonte! der naq ien sma, v,e menoemenis nieoer tarn könn.. m6äKl dann jedensallS ,u einer Volttadstimmung gekommen, und man schneie in diesem Falle mit der Lauheit i. v..to..t e:.. ,i, ,,,,.u, habe das jedoch verhindert indem sie bei ihren Veschlössen. sich nurderVartei amuschlieken. 'M.n :.t -wu stehen blieb. Man habe freilich bald eingesehen, daß von der republikanischen Partei in dieser Beziehung nichts Gutes zu erwarten sei. wenn auch privatim von den Führern der; Republikaner große Versprechungen ge

macht wurden, die zu erfüllen, sie sich verpflichteten, nenn man geneigt sei aus eine vssene 'icrriarung von Seiten der Partei zu verzichten. Redner erinnerte dann an die Frühjahrswahl, die in Folge der Unterstützung von Seiten der AntiProbi?

tionisten, dem demokratischen Ticket eine ' solch großen Sieg bereitete. Von iener eit an sei der IZamdk km., heftiger entbrannt. Mittlerweile haben nn (uifthit ht'tn mripu ! V 'wwfrt VWtW U l V I ' I Platform Stellung genommen und das Central Comite der Anti.ProhibitionS llga hat durch die am Tage nach der re publikanischen Staats Convention ge faßten Beschlüsse offen erklärt, daß alle alen Stimmaeber des Staate h ' einnc eln werden, wenn sie im nächsten Wahlkamvfe die demokraMÄ hpatlci untcrstüfeen. j eettgcr, schloß der Redner, ist bv racaÖf ant der aann 9n, .tnnt ! - . . . . Anb toir aUn 6ie 5eute 3ucQmmenhru; j öe im vergangenen Frühjahr, U ' t G. rn W.irifntfft i,f,r,r fWfc. " M II V 4 V VUIIVmmYt VL suchen und Sie zu bitten nn& z ... .K uns im mZ,u d'rSi - g zu Th.il tt.rde. ' "v" fi av r,n mftrt, rrtT.i, ffttt;rttf, OTHh H. lieber a der zch Redner, der Versammlung vorge nfm M h Herr Lieber entledigte sich seiner Auf. slnfl? :n ,,,.s, .-..i-.... m,.:s. O u! Miivtikiiiitiuivktiuii Aviifc Unb mala m u""drgchen. Wir geben seine Reye im b verweisen unsere Leser aus tit .V,, w.. .u.. ' "ö v '- wnww Rede. Die Rede geben wir ebenfalls im Wort laute wieder. Herr Rappaport mußte häusig daSEnde hf8 P 1 f n TT fi ff !i rm 8 Tmr vmi. i-.. ter ZU sprechen ,m Stande war. ?um Schluße erntete der Redner' solch' uu)wui piau, yaB za eine geraume OT -:r. V , r? L ... r r I m T i ! .v V - vok oer ieoer Anweienoe ergrmen wuroe. wo Abcrn das Avolaudiren und das fSafc rufen einigermaßen nachgelassen hatte. beantragte Hr. August Kühn dieAnnahme einer Neiolution, in welcher die Ver sammlung dem Executiv-Comite für sein bisheriges Wirken ihre Anerkennung und Beifall ausspricht, und alles Vertrauen in das weitere Vorgehen der Liga setzt. Die Resolution wurde einstimmig an genommen. HC & OO. des $m $mmM Ueber die Prohibitions.Jdee ist neuer. ings wieder so viel gesprochen worden. aö nian, msoeionoere wenn man oeul. sche Zuhörer vor sich sieht, viele Worte über den unvernünftigen Zwang für un. y-.g "i". " emperenz.uy. lere, t aver nun einmal wiever m vollem Gange. Sie halt nicht blos ' r w i S i- " 7 z:0" :'m h?slAtfif l für sk n- fjerrfif. RnrtM nintTrtttnn ntmncr vnrttn nnv i bttöt S ckließlich hat sie auch Interesse llektt vanie auch Unteres e ----- 7 " " "V"?. r"' ccenn, oenn rootoiiton 1 1 von io weti m....., s.c;r.. cv.v .j u"'. uiiu, uÖ O1' weder in politischer, gesellschaftlicher oder x.. y MfV t4f V Vk(IVIHII iiivi I r . reir oeruyrr. Thatsächlich ist sie die Tagessrage ge worden, die alle andere Fragen in den Hintergrund gedrängt hat. Vor 30 JaWn wurde die Frage ebenfalls ver hudelt. Zu einer Zeit in welcher der Schnaps daS amerikanische National. Getränk war und man die Spuren seiner ! 9lrniirfitn t htTrt strntT .7 " h" i; V:: Z" ""'. 14,11 wlM fnr d i in hm c?rsb Vs.Zs.Ztts. " .vvv.v..--m ' rung. Heute aber, nachdem man nicht allein hier, sondern auch dort die Folgen der Prohibition gesehen j j, 2; 'Z -v.. """ wahnsinnigen Maßregel m Frage stellen. Im Jahre 18Zt würd. Jndiana ebensallS mit einem Gesed. beglückt, welche ähnlich wle daZ sekt vorgeschlagene den Berkaus dn ge,st,g.n G. rSnk.n nur sur Kranke gestaltete. Mit Glockengeliute und Är,'" .s,, , , Vuu mu Whiskey dem EeschSstZmann. entjog und tf't Fehler den unser, e.sen Gesetzgeber ge. macht hatten, bestand ,n der Rechnung, k. i. w '.'V ' er wurde noch dazu die Zahl der Gesunden immer kleiner und. so fand sich denn in Kurzem eine aann Anzahl Men. ' ft....-v v:. 1 ? lrr:l

li o e c . . m I UIC1CI IlIELlL VLJIL)1I lim DIE IJlPTniinPr ans

I mr V. M ' ri W I1TI " W I M M M if Iklkli KJW&IAkUB. M. A. JLU1 IIUI li II II W

iriPTiinun itnn iriiTfni nifrm ni yitn i - o

X min Ei n ürnn 18 Utt ' Wohl der Partei be- einer .Rühr mich nicht an' Politik, welche ÄfftiSÄt Bat ist. Solange das Parteigetriede in der Submissionstheorie ihren GipfelI Wohl fehlte es mcht an St mmen, welch n einet 1feiflen mu besteht, müssen Punkt fand

lUUHHiuiuijviMI uuiuuuij ..rx. ,.-.rr. 5? cvfz. .. aushoren müsse. ES fehlte auch nicht .a? Zgesedlicbenden Bürgern, welche in dik

Depots und in die Häuser eindrangen, Whiskeyfasser zerschlugen und deren In, dort auf die Straße laufen ;iein Alle, die llch mit mir der damaligen Zeit erinnern, innern sich auch, daß die kurze Probe, die vir hier hatten, genügte, um jeden ehrlichen Freund der Mäßigkeit von der Wirkungslosigkeit und

emem,cyaoilqkelt einer solchen VJlafr "gel zu überzeugen. Wer vor der Heuche lei, der Gesetzlosigkeit, der Lüge und der Spionage, wie sie in KansaS und Mains . - ' - . f"? ' ? f . fc existiren, nicht seine Augen verschließt, der muß mithelfen, daß unser Staat von solchen Zuständen verschont bleibe. Bon dem Augenblicke an. als die lekte Legislatur, die in ihrer Mehrzahl aus Republikanern bestand, dasProhibitionö, Amendement in Vorschlag brachte, war die republikanische Partei daran gcounoen. AZvutt ne mqi oasur veranlworl' lick halten sein, so mukte sie den An rrr .ni. n . r v . . , trag bc5atoutren. Anstatt dessen hat sie beschlossen,' daß die schwebenden Amende. ments, also auch das Prohlbl tionsAmendement auch von der näch sten Legislatur angenommen werden sollen, damit sie dem Volke unterbreitet wer den. Der Beschluß ist deutlich geuug, daß kein Freund des Zmang'Gesetzes darüber im Zweifel ist. Ist es möglich, daß sich irgend ein Gegner desselben darin sollte täuschen laste? Allerdings wissen die Republikaner, daß wenn die Campagne aus den Werth deS Prohibi tionSGesetzes hin gesührt wird, sie in einer hoffnungslosen Minorität sind. Deßhalb die früheren verzweifelten An strengungen Zwiespalt in die Reihen der Gegner zu säen, deßhalb auch die vielen Versuche, die Gegner von der eigentlichen Frage abzulenken. Die schöne Redensart in dem Submis sionSAntrag ist zu durchsichtig, als daß er die ProhibitionS - Gelüste verdecken könnte. Auch hilft es nichts, daß wir an die Vergangenheit der republikanischen Partei erinnert werden. Die Sklaverei ist i(l C 4 lil U 5 1 1 IU Cl UCIi. IC OUUÜCI III die Neger stnd Bürger geworden. die Union ist gerettet, die Bundes ffi ä to b anerkannt, und der kbrlicke ' n in mt;-l": "s Dollar ist wieder eingeführt. DaS sind allerdings Errungenschasten, aus welche die republikanische Partei stolz sein kann. Aber zu der glücklichen Lösung, hat Nie mand freudiger beigetragen, als ( die Tausende von deutschen Adoptivbürgern dieheute mit Verachtung derrepublikani schen Partei den Rücken kehren. Wem ausmemamen Beobachter war eS schon längst klar, daß . die republika nische Partei, nachdem auch die auS dem Kriege entstehenden Fragen erledigt wa ren keinFreiheitS'Prinzip länger beseelte. Die Versuche, sie alS politische Resorm Partei weiter zu führen, verursachte eine . ? r r lEfSSFTjg&gZ VerhSltnisien entstanden und wird von der einen oder andern Seite über kurz oder lang gebrochen werden. ES ist daher nicht zu verwundern, daß die Führer der republik. Partei eine Ab lagerung der Reformgelüste auf einem anderen Gebiete nicht ungern sahen, ja daß sie derselben hie und da ihre Protek tion nicht versagten. Keine Agitation . , . . i?:. oers als ole meinen oer Eingeborenen. ES ist daher dem Demagogen der republ. Wresie wie dem kroseMn-ll,n N,;?.. . .:t,s Nn"?f,pis Ti "N i.eicyles, o.Uttyeil gegen die Weut - - ... schen hervorzurufen. Mit der Agitation fü mibition ist die Majoritäts-Serr. ner aemorDen. Mie fvrn finf, n.r- . . : ' . vr geilen, vak ihre eigne Parthtt vor 30 ... ,ist.v,M ;ri r - SL'Ä1 T, 5. Minorität nicht von der Majorität daz Sklavenfang. Gesetz, ausoktroiren lassen wollte. Wir zweifeln nickt an der Gewalt der Majorität. Ja wir siel len uns vor, daß eine MasoritätS Gewalt gerade so tyrannisch verfahren kann, als der Zar in Rußland. Wir behaupten aber, daß eS Rechte gibt, über welche die Majorität nie ver fügen, und welche der e h r I i ch e Repub nioncr nie n Frage stellen soll. Wir fhcnen von der ttreikeü de liellzen von oer reiyeil oes rmrens Ötrstv. slT xz, cvr.t ?f . v 58 . - . Ö Ö " v:.r. m.: . ewd. "publikanischen Partei eranlab. ha.. .Meine Herren, da Ezecutive . Comite der AnIi.ProhibitionZ.Liga hat sichsür bie demokratisch. Nartei erklär, weildie. ZTZ. abPioW m demokratische Partei n'Z Ruder fflmmf darüber kann kein Zweiscl sein, us der andern Seite sehen wir dak die Führer der anderen Partei ein 'ominöses Stillschweigen beobachten Wird SB .in srmnd L H rr wl der G rnör Porter bezüchligt. ?r hab. sich ,anz Im Stillen gegen Prohibition ausgesprochen. sg nimm, derselbe aewik die nSM. bell "lu"1 mioc fleciB oic naajii. oti. Gelegenheit wahr, um da Gerücht zu 'ZZ. ZZl ZZ "' "7" . J uiuwnw unaoqangigen Ällrgers aus tWIe. der mehr um die Zakanst des . die 5nntnrtTimhf.ttirtn tn In 5. ... vt .b,. i . ... 4

s ö 6

deL Herrn mmpti Ich bin überzeugt, daß sich Viele unter Ihnen befinden, welche eS für überflüssig halttn, vor einem deutschen Publikum die Prohibitionkfrage zu besprechen, weil der Deutsche ja mit wenigen Ausnahmen, welche man allenfalls am Finger herzäh len kann, so wie so ein Anti'Prohibitio nistist. WaS bedarf cS da erst noch langer Reden, von denen der Deutsche ohnedies kein allzu großer Freund ist ? Bis zu einem gewissen Grade ist dieser Gedanke nun allerdings berechtigt. Meine Rede hat deshalb' auch weniger den Zweck Ihre Stellung in der Frage zu beeinflussen, als vielmehr den, Ihnen die Argu mente an die Hand zu geben, welche Sie unseren Gegnern gegenüber mit Vortheil gebrauchen können, . und ferner Ihnen meine Ansichten über die Mittel mitzutheilen, deren Ergreifung nothwendig ist, damit wir unsere Stellung behaupten können. Dadurch, daß eS uns gelungen ist, die politischen Parteien zur Berücksichtigung der Frage zu zwingen, hat die Behand lung derselben eine solch sonderbare Form angenommen, daß Viele, ganz besonders aber Diejenigen, welche den Gang der Ereignisse nicht sorgsältig beobachtet ha ben, nur mit Mühe einen klaren Einblick in die Sache gewinnen. Zu meinem ganz besonderen Bedauern finde ich, daß die deutsche Presse außerhalb unseres Staates die Situation ganz und gar verkennt. Da es die Absicht der Liga ist, diese meine heutige Rede durch den Druck in den weitesten Kreisen zu verbreiten, so habe ich es mir zur Ausgabe gemacht, die Situation, wie sie gegenwärtig herrscht, vollständig klar zu beschreiben. Als unser Comite die Erklärung vom Stapel ließ, daß es seinen ganzen Einfluß zu Gunsten derjenigen Partei in die Wagschale werfen werde,welche sich gegen Prohibition erklären.wird, da waren wir uns wohl bewußt, daß beide Parteien sich die Sache gern vom Halse halten möchten, wir sahen aber zugleich ein, daß die beste Kampsesweise für uns die fei, die Frage in das Gebiet der Politik, wohin sie unbedingt gehört, zu ziehen. ES gelang. ES gelang durch die Stellungnahme der demokratischen Partei. Die republikani sche Partei dagegen suchte die Stellungnähme zu umgehen und erfand zu diesem Zwecke die berühmte oder vielmehr.berüchtigte Submissionsthcorie, jedenfalls von dem zwar nicht großen, aber doch sehr praktischen Gedanken ausgehend, daß man mit Speck Mäuse fängt. Diese Submisiionsidee würde jedem Diplomaten der alten Schule zur großen Ehre gereichen und man sühlt sich veranlaßt, mit demDichter zu sagen : Wär dieJdee nicht so verwünscht gescheidt,man wär versucht, fie lttzlich dumm zu nennen." Submission. Zunächst stützt sich diese SubmisiionStheorie auf die Idee, daß die Prohibitionsfrage, keine politische sei. "It is a qu8t!on of the fircsidc7 sagen sie. Der deutschen Sprache fehlt der Ausdruck für daS wunderschöne Wort "üresläo," aber Sie wisien ja wohl was eS bedeutet. Sonderbarer Gedanke! Man könnte ebenso gut sagen, die Frau allein habe darüber zu entscheiden, ob der Mann in's Wirthshaus gehen darf, was, übrigens von Heimlichkeiten abgesehen, wohl in Wirklichkeit zuweilen der Fall sein wird. Was braucht sich eine politische Partei um eine solche Kleinigkeit zu kümmern' wie eine Versasiungsänderung ! Das macht man so im Stillen zu Hause zwi.schen den vier Wänden ab. WaS braucht man da die Politik dazu. Niederträchtige Heuchelei ! Eine Frage, bei welcher eS sich um die Lebensgewohnheiten Hunderttausender handelt, eine Frage, bei welcher eS sich um die Zerstörung von Werthen im Betrage von Hunderttausenden handelt, eine Frage, bei welcher eS sich um daS tägliche Brot Tausender handelt, bei welcher es sich aber vor Zlllem um die Festsetzung der Staatsbefugnisie handelt, soll keine politische Frage sein? Im Gegentheil, diese Prohibitionsfrage ist eine eminent politische Frage ; sie ist eS an sich, man braucht sie gar nicht erst dazu machen. ES ist in Wirklichkeit ja auch nur ein praktischer Grund, welcher die Republikaner dazu veranlaßt, die politische Bedeutung der Frage zu leugnen. Sie schloß in ihre Reihen zwei Elemente ein, wie sie heterogener gar nicht gedacht werden können : das fanatische puritanische Tempe renzlerthum und das freisinnige Deutschthum. So oder so war bei Aufnahme der Frage nur zu verlieren, daS Nachge ""r b ' den. nach der einen Seite mußte den Ver , lUsl oer summen oer anderen settezur Folge haben. und so entschlok man sich m X v t. vu wv ivuitu mui iiuj, uu rnuu vc :.:k. m....:. ' ... politischen Parteien ja an und fürstchi

KKMp

j keine besondere Skrupulosität und kein j besonders entwickeltes Zartgesühl voraus'

setzt, mit der Submissionstheorie, als mit einem politischen Trick noch allenfalls ab finden. Run aber kommt der Speck und die Mausefalle. Der geriebene Politiker sagt sich, daß dieStimmen nicht gewogen, sondern gezählt werden. Die "üresid question" allein thut's nicht. Auch ist ja nicht Jeder so glücklich situirt, eine "öro hie" zu haben. Er sagt sich, aber na" türlich so leise, daß er es kaum selbst hört' daß es sehr viel dumme Menschen giebt' bei denen man sehr weit kommt, wenn man ihnen Brei um's Maul schmiert, daß Schlagworte wie Volksrechte, Volkssou veränetät u. s. w. "tafly" sür den Unwissenden sind, er glaubt, daß die Pup pen, welche er Jahr aus Jahr ein am Drahte tanzen läßt, noch bester tanzen, wenn er sie ein wenig kitzelt, und predigt ihnen mit Scheinheiligkeit im Gesichte und Falschheit im Hrzen die Lehre von der heiligen Submission. WaS ist Submission ? Submission heißt in Bezug auf die vorliegende Frage Unterbreitung, speziell aber im Sinne der Submissionstheorie Unterbreitung der direkten Volksabstimmung. -Die Anhänger der Submissionstheorie sagen: die Frage, welche zur Zeit vorliege nnd welche die nächste Legislatur zu entscheiden habe, sei nicht die, ob das ProhibitionsAmendement angenommen werden solle oder nicht, sondern die, ob das Amendement der allgemeinen Volksabstimmung unterbreitet werden solle oder nicht. Ich bin ein äußerst gutmüthigerMensch. Die mich kennen, wissen eS, und die mich nicht kennen, müssen mir'S auf'S Wort glauben, oder mögen die Andern drum fragen. Ich .will daher Gnade für Recht ergehen lassen und den eigentlichen Pro hibitionisten auch diesen Gedanken als einen politischen Trick, wenn auch als einen hinterlistigen und wenig respektablen verzeihen. Ohne direkte Volksabstimmung können sie einmal ihren Zweck nicht erreichen, und was thut der Mensch nicht Alles, wenn er sich einmal in einer Idee festgerannt hat, zumal wenn er fanatisch und dumm ist. Und Dummheit und Fanatismus sind ja Zmillingsschwestern. WaS soll man aber von Denjenigen sagen, welche zugeben, daß sie Gegner deS ProhibitionS'Amendemcnts seien, aber auf Grund der Submissionstheorie dafür seien, daß die Legislatur das Amendement annehme. Man ist einigermaßen in Ver legenheit, ob man diese Leute für maßlos schlecht, oder für maßlos dumm halten soll. Vielleicht sind sie Beides. ' Diese Submissionstheorie ist sowohl gegen den Wortlaut, wie gegen den Geist unserer Versassung. Wenn es die Aus gäbe der Legislatur wäre, bloß die Frage dem Volke zu unterbreiten, warum soll das zweimal geschehen? Kann Jemand einen vernünstigenGrund dasür angeben? Wenn in dieser Vorschrift nicht der Zweck liegt, eine sorgfältige Erwägung des Amendements zu erzielen, was kann der Zweck dieser Vorschrift sein ? Im Ramen des gesunden Menschenverstandes, was kann er sein ? Die Legislatur, sagt die Eonstitution, muß eS annehmen (aZreo to it). WaS annehmen? Den Vorschlag, daß das Amendement unterbreitet werden soll? Wenn so, wa soll für die Legislatur bei ihrer Abstimmung maßgebend sein? Wenn die Legislatur nichts mit der Erwägung des Vorschlages selbst zu thun hat, warum ließ man die Legislatur bei Aenderung der Versassung überhaupt eine Rolle spielen? Die Eonstitution gibt dem Volke das Recht zu ratisiziren oder zu verweisen. Was zu, ratisiziren ? Daß daS Amendement dem Volke unterbreitet werden ssll ? Wenn das der Fall wäre, dann müßte ja, wenn die Mehrheit deS Volkes mit Ja" stimmt, eine nochmalige Abstimmung über das Amendement selbst stattfinden. Wenn dieS aber nicht der Fall ist, sondern dasAmendement gleich angenommen ist, dann muß es doch schon vorher durch die Legislatur angenommen worden sein, denn man kann doch nicht EtwaS ratifi ziren, was gar nicht geschehen ist. Es bleibt also doch wohl MchtS übrig, als daß sich die Legislatur mit dem Amendement selbst beschäftige. DieLegislatur hat nicht nur daS Amendement anzuneh men, sie hat eS zweimal anzunehmen. DaS Volk hat dann nachher darüber ab zustimmen, ob eS mit dem, was die Legis latur gethan, zufrieden ist oder nicht. Praktisch ist es Z)as Volk, das dos Amen dement annimmt oder verwirft, in der Theorie aber ist es die Legislatur, welche daS Amendement annimmt oder verwirft. während daS Polk das Verfahren der Le gislatur ratifizirt.. Jeder Versuch, die Verfassung anders auszulegen, ist entweder das Produkt von Dummheit, oder eine schmachvolle Spe kulation auf die Dummheit Anderer. Anti Proh ibitionö.Subm i s s i 0 n i st e n. Denken Sie sich doch einmal in die Stellung eines Anti-Prohibitions-Sub-missionisten. Schon der Versuch, daS ! Wort auSzusprechen, ist gefährlich, denn man läuft Gefahr, daß esEinem im Halse stecken bleibt, oder daß man sich denKinnbacken bricht. Er handelt Unrecht auS gar keinem anderen Grunde, als um An deren Gelegenheit zu geben, ebenfalls Unrecht zu handeln. Er ist gegen Prohibition, aber er stimmt dafür, damit Andere Gelegenheit bekommen, Prohibition einzuführen. Er ist wie ein Sklave, der

seinem Gebieter die Peitsche herbeiholt, daß er ihn damit prügle. Eine erbärm- . lichere. verächtlichere Stellung wie diese kann ich mir kaum denken. Und sie ist um so verächtlicher, weil sie bloß dazu dienen soll, das Recht mit der Dummheit

zu bekämpfen und dadurch das reiheitsVerständniß zu vernichten, weil sie mit dem Prinzip der Selbstregierung in heuchleri scher Weise spielt und den Freiheitsge- . danken für ihre selbstsüchtigen Zwecke benützen will. Den ehrlichen, rechtschaffenen Mann,welcher offen nach seiner Ueberzeugung zu handeln gewohnt ist, kann dieses Gebahren nur mit Abscheu erfüllen. Wenn ich mit meiner Ansicht ganz allein unter Millionen dastände, würde ich mich nicht herbeilassen, meine Ansicht zu verleugnen, und wenn ich ganz allein Millionen gegenüber das geltend machen könnte, was ich für Necht halte, so könnte Nichts in der Welt mich abhalten, meinen Willen Millionen gegenüber durchzusetzen. Es ist die Pflicht des Bürgers und des Mannes, dös Rechte zu wollen und zu erkämpfen, nicht aber sich feige hinter der großen Menge zu verstecken und dann, wenn das Unglück da ist, zu sagen: .Ich wasche meine Hände in Unschuld." Pfui über den Mann, der nicht den Muth der eige nen Ueberzeugung hat. Da ist mir der ächte Prohibitionist im mer noch lieber.' Ich weiß doch was er will. Er betrügt mich nicht, hält sich keine Maske vor das Gesicht, sondern kämpst mit offenem Visir. Aber so ein Anti-ProhibitionS-Submissionist geht in die Legislatur, stimmt mit Ja," während feine eigene Ueberzeugung ihm gebietet, .Nein" zu sagen und hilft so Das herbei "führen, waS er selbst für Unrecht hält. Wenn der Befürworter der Prohibition die allgemeineVolksabstimmung verlangt, so finde ich das aus dem Grunde seh? begreiflich, weil er eben ohne die allgemeine Volksabstimmung Prohibition nicht haben kann. Wie man aber von einem Gegner des Prinzips verlangen kann, daß er selbst einen der Schritte erleichtere, welche zur Einsührung der verhaßten Maßregel nothwendig sind, ist mir in der That unbegreiflich. Ich will die Eonstitution nicht verLn dert haben, ohne Volksabstimmung bleibt sie unverändert, wozu um alles in der Welt brauche ich also eine Vollsabstimmung? Wäre es nicht geradezu lächerlich, kindisch, wollte ich meinen Vertreter in der Legislatur instruiren, auch nur daS Geringste zu thun, das dazu dienen kann, meine Ansichten über den Haufen zu werfen und denen meines Gegners zumSiege zu verhelfen ? Fragen Sie sich, meine Herren, was die Absicht der Versasser unserer Eonstitution gewesen sein kann als sie eine Aenderung derselben von einer zweifachen Abstimmung in der Legislatur und außerdem noch von einer Volksabstimmung abhängig machte. War "es ihre Absicht, die Aenderung der Versassung so leicht wie möglich zu machen, oder war es ihre Absicht, dieVerfassung mit drei verschiedenen Schutzvehren zu umgeben, von denen jede einzelne erst niedergerissen werden muß, ehe man an dieVerfassung selbst gelangen kann ? Wer wagt eö zu behaupten, daß diese dreifache Handlung nicht dazu die nen soll, die Verfassung vor unüberlegten Eingriffen zu schützen, ihre Aenderung so viel wie möglich erschweren ? Dieser ganze Zweck würde vereitelt werden, wenn man die Auslegung der Republikaner als zu Rechte bestehend gelten lassen wollte. Da nach ihrer Aussassung die Legislatur verpflichtet ist, unter allen Umständen Ja zu sagen, damit' die Volksabstimmung stattfinde, so sind die ersten beiden Schutzwehren cinsach aus dem Wege geräumt, sind zu bloßen Formalitäten herabgedrückt, und unsere Verfassung ist dem schwanken, unsicheren Volkswillen absolut preisgegeben. So spielt man mit der Verfassung, bloß um einem fanatischen, unduldsamen Elemente Rechnung zu traaen und durch Unterdrückung und Verläugnung alles Rechtsbewußtseins seine Stimmen zu erkaufen. Daß diese Leute es fertig bringen, ihre Stellung mit einer großen moralischen Idee besestigen zu wollen, darüber brauchen wir ur.3 nicht zu wundern. ES ist nicht das erste Mal, daß daS Gute in den. Dienst deS Schlechten oezogen wurde. Auch der spanische Jnquisitionsrichter stützte sein Verfahren auf ein moralisches Prinzip und der ärgste Despot nennt sich von GotteS Gnadeu. DaS. große moralische Prinzip, auf welchem unsere Anti-Prohibitions-Sub-missionisten herumreiten, das ist das Prinzip deS Volkswillens, der MehrheitsRegierung. Sie sagen, hierzulande herrscht die Mehrheit. Ich habe nie versucht und werde, nie versuchen, dies in Abrede zu stellen. Was immer durch die Mehrheit zum Gesetze gemacht wurde, werde ich sorgsältig beobachten. Ich halte dies gerade so gut sür meine Pflicht nach der Passirung eines Gesetzes, wie ich eS sür meinePflicht halte. v 0 r der Passirung desselben eS mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln zu bekämpfen, wenn ich eS für ein Unrecht halte. Maj 0 ritätsh errsch aft. Die Majorität regiert, d. h. sie hat die Macht, aber Macht und Recht sind nicht dasselbe. Die Majorität hat auch die Macht, Unrecht zu thun and Unrecht wird nicht dadurch zum Recht, daß eS von der mtalnritftt keaanaen wird. Der Wille "JV -y u - " " der Majorität kann nicht Unrecht inReü

1