Indiana Tribüne, Volume 4, Number 442, Indianapolis, Marion County, 3 September 1882 — Page 7

ZieHonlroluyr.

Humoreske von I. P. ichtkr. I. Christian Mäderake hieß er. Acht Stunden Tag für Tag ruhte da3 Wohl und Wehe von ganz Mückenheim auf sei nem breiten Rücken, acht volle Stunden hatte er vährend des düstersten Dunkels der Nacht feine unter prallgestopften Bettsiücken schnarchenden, schwitzenden, stöhnenden, träumenden Mitbürger vor Gefahr zu beschirmen. Kein unwichtiges Amt war das, Gott behüte ! Der neue Bürgermeister, der erst kürzlich vom gnä digen Herrn Landrath vor versammeltem Rath als Beherrscher des Fleckens Mü ckrnheim vereidigt worden war, hatte ihm das bei Vorstellung der Kommunalbe amten auseinandergesetzt und Pflicht treue und Diensteifer dringend ans Herz gelegt. Die schönen, erhebenden Worte hatten dem biedern Christian wohlgethan. Er hätte seinem neuen Chef Hochachtung und Verehrung entgegengebracht, wenn die Sontro!Ähr nicht gewesen wäre. Ja, die verwünschte Kontroluhr! Sie war ur plötzlich auf der reinen Bildfläche seiner Existenz als garstiger Fleck erschienen, am heiter strahlenden Horizont seine Nacht Wächterdaseins als unheilverkündende Wolke aufgetaucht. Daß neue Besen gut kehren, daran hatte er nie gezweifelt; nichteinmal im Traume aber wäre es ihm eingefallen, daß ihm solches Aerger niß in den Weg gelegt werden könnte. Für Neuerungen schwärmte er über Haupt nicht. Er war eine durch und durch konservativ angelegte Natur. Das Althergebrachte war in seinen Augen das Beste. Warum auch nicht? Fünfzehn Jahre lang hatte er allnächtlich feine Nachtwächtersittiche über den Ort gebreitet, kein Mensch war erschlagen, kein Einbruch verübt, kein Feuer angelegt worden. Da bei hatte er weiter Nichts zu thun ge habt, als jedes Mal, wenn die Thurm uhr Voll geschlagen, zu tuten und einen 'Gesangbuchvers abzusingen. Und nun mußte der neue Bürgermei ster mit einem Mal eineKontroluhr kom men lasten, an deren Draht er jede halbe Stunde zu ziehen hatte ! Das ihm lieb und werth gewordene Tuten ::nd Sin gen wurde ihm auch verboten, weil er sich damit den Dieben vorzeitig verrathen würde. Lächerlich Diebe ! Diebe in Mückenheim? ! Der Herr Bürgermeister müßte gerade welche mitgebracht haben ! Ordentlich schwermüthig wurde der Aermste. Tag und Nacht grübelte er, um Abhülfe zu schaffen. ES wollte ihm aber durchaus Nichts einsallen. Essen und Trinken schmeckte nicht mehr,- der Schlaf floh seine Augen, Kummer zer fraß sein Gemüth. Vergebens waren Frau und Tochter bemüht, lhn zu trö sten. Er wurde immer düpercr und ver bifsener. . Da kehrte er eines Morgens mit . sei ner früheren Heiterkeit nach ause zu rück. Er war wieder der alte Christian Mäderake geworden. Ueber Niicht mußte ein Wunder geschehen sein. Mutter !" begann er den Bart strei chend. Der," er meinte den Bürger meiste: damit, der ist für unser Einen nicht hell genug ! Wir sind tyni längst über!" . .I freilich Vater " war die Antwort seiner Ehehälste. Er ist zwar ein ge lehrter Mann, aber Du kommst mitDei nem Mutterwitz weiter. Erzähle, Chri siian ! Was für Finessen hast Du wieder mal auZspintistrt?Hm ! Guter Rath kommt über Nacht, Mutter! Als ich um Elf bei Fleischer Nickeleis Garten vorbeipatrouillirte, wo ich mir wegen der verwünschten Uhr nicht mal die Zeit nehmen konnte, die reifen Kirschen zu Probiren, blitzte in meinem Kopf ein prächtiger Gedanke auf. Halb stündlich soll ich die eiserne Strippe an ziehen, der Herr Bürgermeister hat das so anbefohlen. Von zehn Uhr Abends bis. 6 Uhr Morgens macht das Summa Summarum sechzehn Mal. Wie wärs, dacht ich, wenn Du die langweilige Ge schichte auf einmal besorgst? Gedacht, gethan. Ich hab's sofort probirt und ! p me m i . I leqzeyn Ma! hinter emanoer gezogen. Dann habe ich die Kirschen kontrolirt, Glaskirschen. Mutter, delikat! und hinterher ein Stündchen auf der Gartendank gedrusselt. , Nun mag der Herr Büraermeistzc melnetweweaen ein Du end ontrolkasten ausstellen, ich pfeife draus ' In diesem Augenblick wurde die Thür ausgerissen. .Mäderake !". ließ sich eine tiefe Ban' stimme hören, während ein mit Uniform mütze, rothfunlelnder Nase und bürsten artigem Schnurrbart dekorirter Kopf sichtbar wurde. Mäderake! Aufgestan den ! Marsch. Der Herr Bürgermeister vollen Dich sprechen ! Schnell ! Er ha ben's eilig ! Es muß Etwas an der Kon troluhr passirt sein I" .Die ist in Ordnung " lachte Made rake zuversichtlich. Komm und schmettere erst einen, Heinevetter ! Kümmel ! Du kennst meine Sorte !" Der Polizeisergeant Heinevetter, das Organ der Mückenheimer Hermandad und zugleich Bote des Bürgermeisters, warkein Unmensch und nahm die Ein ladung an. Unterdessen war der Bürgermeister auf dem Hose des Rathhauses in eigener Person mit dem Aufziehen der Kontrol uhr beschäftigt. ES giebt davon verschiedene Arten. Die Mückenheimer hatte die Form eines viereckigen Kastens und war an der Außenmauer des Ge bäudeS befestigt. Das Zifferblatt wurde allabendlich-mit einem weißen Bogen Papier belegt. Der kleine Zeiger trug einen Sttft und stand mit einem nach Außen führenden Draht in Verbindung. Wurde an diesem gezogen, so markirte der Stift aus dem Papier einenEindruck, der also dem jedesmaligen Stande des Stundenzeigers entsprechen mußte. Mit gerunzelter Stirn und finsterm Blick empfing der Ortsmonarch seinen respektvoll grüßenden Untergebenen. Er hat die ganze Nacht geschlafen! entfuhr es dem Gehege seiner Zähne. An der Uhr ist nicht gezogen l" .I wo werd' ich , denn schlafen! war die siegeögewisse Antwort. Rund sechs zehnmal habe ich gezogen ! Ich nehme daS auf meinen Diensteid !

Er scheint betrunken oder verrückt zu

sem! Sehe Er sich das Kontrolblatt an ! Um halb Elf ist eine Stichmarke und um Elf ein großes Loch. Er muß da wie ein Pferd angezogen haben. Mich wnn dert's, daß der Zeiger nicht abgebrochen ist ! Alle übrigen Markirungen fehlen. Allons. gebeichtet ! Oder er riskirt seine Entlassung." Mädrrake sah, daß ihm nichts Ande reö übrig blieb und gestand sein schlaues Manöver em. Das Pulver hat er nicht erfunden ! Seiner unglaublichen Einfalt wegen soll Ihm sein Vergehen dieses Mal geschenkt sein. Aber, wohl verstanden, nur dieses eine Mal! Im Wiederholungsfälle ver liert Er ohne Weiteres seinen Posten !" Damit war er entlasten und konnte sich heimtrollen. Die Hölle hatte er sich nicht, wie an dere,Leute, als ein Flammenmeer vor gestellt,-er liebte ja die Wärme, wie alle Nachtwächter, sondern als kalten, trüben Sumpf, den die Verdammten ausschlür fen müssen, während ihre Zungen, Gau' men, Magen, Herzen nach stärkendem Kümmel lechzen. - Eine größere Qual als diese.Kaltwasterkur hatte er sich nie denken können. Dennoch hatte er in diesem'Moment mit den- Höllenbewoh ncrn tauschen mögen, so jämmerlich wur ihm zu Muthe. Zu Hause warf er sich sofort aufs Ka napce und wandte daS Gesicht der Wand zu. AlleS war ihm zuwider. ' Die Ver nichtung, das ewige Nichts wäre ihm willkommen gewesen. Vater,, schläfst Du schon?" , fragte plötzlich eine helle Stimme, welche dem einzigen Pfande seiner Liebe, der schmu ckm Kathrine angehörte. Er antnrtete nicht. Vater ! Drehe Dich ein Bischen um! Ich will Dir Wichtiges mittheilen. Du schläfst ja gar nicht!" , Was zum Teufel soll die Quängelei?" rief er. sich zornig aufrichtend. Kann ich denn keine Minute ungestört blei bl?..; A Entschuldige. Vater! Du sollst ja nur Angenehmes hören ! Der Karl hat zweihundert Thalec geerbt und will sich als Meister niederlasten. Nachher will er Dich um meine Hand bitten Ha) ha, ha . tönte sein grimmiges Lachen durchs Zimmer. -Sage dem Schlosterkarl, Dein Hochzeitskuchen wird erst gebacken,.. wenn Christian Mäderake sich über die Kontroluhr nicht mehr zu ärgern braucht. DaS geschieht erst, wenn ich todt bin! Die eiserne Kontr'olstrippe ist dr Nagel zu meinemSarge !" . ii. : Mehr als ein Dutzend Jahre waren lm Zeltenschooße- versunken. Mücken heim stand noch auf derselben Stelle, hatte seinen Burgermeister und Nacht Wächter noch.. Letzterer war zwar grau geworden, zeigte aber jene ungetrübte, felbstgenügsame, joviale . Zufriedenheit, wie weuano vor Auftauchen der ttontrol uhr. Kathrine hatte ihren Schlosterkarl geheirathet und zur, Vermehrung der Einwohnerzahl nach Kräften bngctra gen. . Hatte sich der steifrückige, hartköpfige Nachtsicherheitskommissarius wirklich an die verhaßte Uhr gewöhnt? Auf Erden ist zwar kein Ding unmöglich. Gefangene lernen ihre Zelle, Kranke ihre ttrankdeit. Bauern ihre Prozeste lieben; eine En reute cordiale zwischen Christian Mü derake und seinem Kontrol Automaten wäre aber doch ein großes Wunder ge wesen ! Die Last, der Jahre zwang ihn, die Ortsbehorde. um. seine Pensionirung zu bitten. Dreiölg volle Jahre hatte seine ehrenvolle Thätigkeit, gedauert. Vor versammeltem Nathe sollte er dasür am Tage nach fetter letzten Nachtwache fei erlieft belobt und belohnt werden. Als die weihevolle Stunde nahete und er den Hof des Rathhauses passirte, fiel ihm das Fehlen der Kontroluhr auf. Sie haben sie oben im SessionS saale !" belehrte ihn Freund Heinevetter, der immer noch aktiv war. Der Herr Bürgermeister haben sie selbst vom Na gel abgenommen und dann hinaufgetra gen Sie werden mir den alten Kasten doch nicht zum Abschied schenken wollen?" versetzte Mäderake besorgt. Ein Oi Host Kümmel wäre mir aus meine alten Tage dienlicher." Der Sessionssaal, ein mäßig größer. quadratischer Raum, enthielt als Haupt stuck einen riesigen, grunbehangenen, bil lardähnlichen Tisch, um welchen sich eine Anzahl hschlehniger Stühle reihte. Sie waren vom Bürgermeister und sammt!! chen Bürgerdeputirten besetzt. - Unter diesen fiel besonders der Flei , sermeister Nickelei, Besitzer jenes' von D.äderake in der Kirschenzeit protegirten C '.rtenS, durch seine große Korpulenz ins Auge. Er schien auch sonst eine ge wichtige Persönlichkeit zu sein und daS große Wort zu führen. Gehorsamster Diener, meineHerren !" Mit diesen Worten trat Mäderake, einen ehrerbietigen Kratzfuß machend, ein. , .Wir hatten Ihn hierher citirt, um ei. nen Actiim pietatis zu begehen, Ihn für langjährige, unserer Kommune ge leistete Dienste zu belohnen begann der Bürgermeister mit finsterer Miene. .Lei der hat sich die Sitzung in ein Tribunal verwandelt. Ja, erzittre Er nur. Er verstockter Sünder! Vor die Assiftn ge hört Er! Trotz Seiner Verbrechen soll aber Gnade für Recht ergehen, wenn Er ohne Umschweife Alles eta&esteht. Trete er vor! Betrachte Er die Uhr und dann rede Er!" Im höstchen Grade verblüfft gehorchte er dem Befehle, warf einen scheuen Blick auf den ihm von jeher so überaus anti. pathischen Kasten, wobei die blaurothe Couleur feiner Nase plötzlich eine blei ähnliche Nüanee annahm, und rief köpf schüttelnd: .Donnerwetter! Die Uhr steht !. .Jawogl, alter Sünder, dieUhr steht!' kicherte Nickelei. .Sie steht seit Mitter nacht, weil der Herr Bürgermeister ge' stern zwar ein frisches Kontrolblatt ein gelegt, aber das Aufziehen vergessen hat. Dennoch, sind die Halbestundenpunkte richtig märkirt. ' DaS Kontrolblatt zeigt richtig sechzehn Punkte. Er Schwere nöther ! Tausendsassa ! Hexenmeister ! DaS bringt ein gewöynlicherMensch nicht fertig l" , Der Unglückliche hätte in den Fußbo

den sinken mögen. So viele höhnische Blicke zu gleicher Zeit waren noch nie auf ihn gerichtet gewesen. Die Kehle war ihm wie zugeschnürt.

Vuill er bald reden!" donnerte der Bürgermeister. Schenke er uns reinen Wein ein!" Wenn Er noch lange lügt, laste ich Ihn ins Gefängniß werfen und krummschließen !" Gnade ! Gnade! Wohllöblicher Herr Bürgermeister !" stammelte der Geängstigte. Ich will Alles gestehen, nur machen Sie mich nicht unglücklich !" In abgerissenen Worten bezann er das Leid zu schildern, welches ihm die Koniroluhr gleich von Anfang an dem tet hatte, wie sein Leben dadurch verbit tert und fast unerträglich gemacht wor den wäre", bis ihn endlich sein jetziger Schwiegersohn durch einen Nachschlüssel von aller Noth erlöst hätte. Von da an hätte er nur die Kastenthür aufzuschließrn und die sechzehn Stiftzelchen an den na tigen Stellen anzubringen brauchen, um dann die ganze Nacht hindurch weiterer Plackereien überhoben zu sein. Zwölf Jahre lang, nahm der Bur germeister tiefaufathmend das Wort, bat sich unserGememwesen m Folge der Bequemlichkeit diesesMenschen am Rande eines zrundes befunden! Bedenken Sie. raci.u Herren, Feuer hätte den gan zen Ort einäschern, Mörder und Diebe hätten namenloses Unhell über uns und unsere Lieben bringen können ! Wir va ren unbewacht und unbeschükt, dennMä derake schlief, schlief den Schlaf des Ge rechten oder vielmehr Ungerechten !" c Unerhört! Unerhört!" tönte es von allen Seiten. Geschlafen habe ich nicht, wohllöbli cher Natb !" wagte Mäderake einzuwen den. Nur hin ' und wieder, wenn's Wetter gut war, so ein kleines Nicker chen." . Schön gut! Schon gut! schnitt sein Vorgesetzter ihm das Wort ab. - .Wir haben ursprünglich die Absicht gehabt. Ihn mit ganzem Gehalt zu pen sioniren. Ich glaube, sämmtliche Herren Rathsmitglieder werden nunmehr mit mir einverstanden sein, wenn wir den :c. Mäderake ohne Pension cum insamia entlasten !" Ich maß dem Herrn Bürgermeister widersprechen," erhob sich Nickelei. Der Mann kann seine Dienststunden doch nicht sämmtlich verschlafen haben, neh men wir meinetwegen rund die Hälfte an. Dann sind wir ihm aber für die andere Hälfte, wo er gewacht hat, Pen sion schuldig. Er kann auch unmöglich von der Luft leben. Geben wir ihm sein halbes Gehalt als Pension, also mo natlich sieben Thaler und fünfzehn Sil bergroschen und lasten wir ihn dann laufen !" Nickelei's Vorschlag fand Beifall. Froh, mit einem blauen Auge davon zu kommen, entfernte sich Christian Müde rake schleunigst, während sich im Ses sionszimmer eine lebhaste Debatte darü ber erhob, wie der neue Nachtwächteram sichersten kontrolirt werden könne. Die Einen riethen, das Schlüsselloch des Uhrkastens allabendlich amtlich zu versiegeln, die Anderen wollten ein schwe reS Vorlegeschloß angebracht misten. Ein dritter Antrag sand eiidlich die allgemeine Billigung. Die-Uhr sollte im Innern de Rathhauses befestigt und von dort aus der Ziehdraht nach Außen an eine Stelle geleitet werden, wo er vom. Mächter leicht zu erreichen war. Nickelei setzte es ferner durch, daß das Stunden Tuten und Singen wieder eingeführt wurde. . Durch diese weisen Maßregeln ist Mü ckenheim's nächtliche Ruhe für alle Zeiten sichergestellt norden. Spaziergänge dmch Amsterdam. von Nlfred vkkibner. Der Zug, der pfeilschnell die von Wei lern, Canülen, Windmühlen belebte Fläche durchschnitten, verlangsamt sich und pfeift, das Coupe wird ausgerissen. Wären wir wirklich schon angekommen? Meiner Uhr nach, die noch in Köln rich tig zeigte, hätte ich mich noch eine volle Viertelstunde zu gedulden gehabt. Doch ja, wir sind schon aus der Außenstation I nahe der Amstel und haben nur noch ei nige Minuten zur Eentralstatlon weiter usahren. Em welter ruhender See piegel, von der sinkenden Sonne goldig und roth gestreist, zeigt sich dem Blicke, Docks erscheinen und ein Mastenwald, Schiff an Schiff, wir fahren auf einem Damme mitten durch den Wasserspiegel, Stadttheile, von Canälen durchschnitten, zeigen sich; da halten wir endlich. Alles drängt zum Ausgange. So bin ich denn wirklich in der Stadt, die zu sehen ich seit undenklicher Zeit gewünscht habe! Ihr erster Eindruck ist groß, jedensallö der einer Weltstadt, was sie schon im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert vor Paris und London ge wesen und unleugbar heute noch ist. Un übersehbar dehnt sich daS Häusermeer, aus dem Thürme und Kuppeln empor ragen. Dem, der aus dem Bahnhose herausgeht, tritt dieses Bild im weiten Halbkreise entgegen, und zwar originell im höchsten Grade. Hoch und schmal, meist nur mit einer Front von drei Fen stern, präsentiren sich die Häuser mit den breiten, seltsam verschnörkelten Gie beln. Mit dem fast durchgängig dunkel iraunen,fast schwarzen Anstrich deöBack teinbaueS, dessen MSrtellinien aufs sorg ältigste weiß bemalt find, wogegen Jen lereinsassungen und Ornamente weiß hervortreten, hat uns der Aufenthalt in Holland bereits bekannt gemacht, aber nirgendwo war noch der Anstrich so grell und herausfordernd. Wabel besteht jede Hausfront fast nur aUS Fenstern, die so zusagen von Stockwerk zu Stockwerk ragen, daß nirgends Platz für ein Schild, emeFirmatafel übrig bleibt. Was füxx ainellste aber ist die Haltung der Häuser. Dort neigt eines das Haupt nach vorne. dort lehnt eines an ihm zugekehrten Nachbar, da und dort ist eine Gruppe wie dem Zelchenbuche eines Schülers entnommen. Alles Wirkung des nachgieb igen Bodens wir sind ja in der Stadt, die auf Pfählen ruht. . Eine Droschke, die schwer aufzufinden war führt mich über Brücken, den Grach ten, den langen, mit Alleen besetzten Canülen entlang, dem Herzen der Stadt

zu. Der Samstag macht Alles doppelt i. . . . . I

ifocnom.DöSiJuariier ammi einem mini melvden Ameisenhaufen. Schiffer und Dirnen treiben es ziemlich arg. Doch -.. ... . .. .7 m. imon vieaen wir um eine ia.e, iuh iom men in anständigere Regionrn, ja in rei che und prachtvolle. Wir gelangen aus den Vamr, nno oas erstaunen des Reisenden wächst, wenn er sieht, wie bier aus in den Sumvf aeschlaaenen Psählen Plätze geschaffen, Straßen gern.sn- .r.t.i .v. ri I zogen, PU!a,ie die denen jeder bürtig. Den aeben das araue iae Stadtbaus, von dessen Thurm ein vergoldetes Schisslein herabsieht und eben ietit ein Glockensviel wie die Musik einer riesigen Thurmspieluhr herabtönt seine Ouadermauern ruhen auf mehr denn drei,ebntausend Psäblen. Drüben ragen die neue Kerk, die Börse. Hier X(.t HA Ss I AfXnnnhf förtfnani I llHU lliu Ult Uiunjmwfc VMiVUiuuui, i " rv-i . . tw...n. v . I iKue .yonore in lajiiroa, uno ntzundet schon ihre . Gasla einen und lockerenSand Morast undWaffkr errich. , !rl . I u a Mt .li.fciii .mX I K lovlvrN, li inic 4Xuyicu, unu uiuii muß sie gesehen haben, um an sie zu glauben. ... ,.. :I eocniang oin iiu jvcmoranoi nachgegangen wie l einem and.r, und 's ist es selbstverständlich. db ich schon am andern Tage das Ryks-Mn. r r r ... ? . v sich das wilde lärmende Leben und Trei ben, das Smgen und Johlen, dieWlrths Hausmusik, auch Drehorgeln, undPuno erst gegen halb Drei beruhig t; letzt , st oie a ! oe.naye ooe uno lonp u. ion vernimmt mcht emmal sonntagliches Glockengeläute. Kem Kaffeehaus ist M , , rin . r V I notb bereit. Gaste u empfangen ; ln den 3UxmpJinöCxn ; n SCn ran- 2 v' ' tn mlNI IN linflTlittlinrt Localen, die eben noch Tische und Stühle in Unordnung unoronung ( , i i e CV "tfl" j I man kennt m Holland nur em Frühstück en zu Vu e. lur vie nluu er von r m cn v. - en 12 c . 1 4.. I TinHTfT T1 ntt I 1 , srt -r r r r ffrnhfrin (Mmitin KTrnln ritten K. 7 ;.s..s . ihren Karren vor sich her ch eb end, hre - p. fs?. rrv - ,t s. .ff ... ic tuen uic sjiuc 111 vui wuui uu c . m, . - cmc Mnft? ? " 251 Sfe.?rÄ ?' u,en, u...v , ü' if ein altes aus demourt worden ist und em d Begriff ornut uic 4uwiiucüuiiö iiiujia, . . . nr .i r.v vuivituuiiiv luy8 M4au ,,., jjiulast und lockerer Sand, aus welchem schmutziggr.ues Wasser empoiqmlll. In in ... r.v.. r wrA . , . . . nyi r . c . dttje tnsecte Masse werden, enger oder ft. Aa0AjjMX 4 X U aXi

eum aufzu ucyen ausging, roo 0 yer iusern geuunwn uno von y 4 Liebe kört an? ,'n Nerbrechen , vrraendst.GemSldeImmlungHllnds s b ffib aufgestellt ist. Remdrandt's Bild gesehen, hat mit Rem k . . b D:.stmädcken frei . ist.M Neun. In der Sasse, brandt', Augen .m. Mchtw. ab JS,, aUt,

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"r UM1 -t . urTZ VlV Unstreitig yatten Die Juden, sie nocy zu laufen, so hat sich das die erstere be mü tetnem tDcAenOftutenaufbemftopfe ute in Amsterdam eine einslußreiche gleitende Dienstmädchen von den über. Nnd thätig ; sie waschen und .Miflciiba Körperschaft bilden und ein Zehntheil flüssigen Liebhabern die Kur schneiden zu semauSgelegte gelbe Backstem-Trottol?, x .s?',,n macken. bier in den ffen 8

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unzuiangiia, ; man yar oen uncyaLvaren Auch die Wiamantschteiferelen zu feyen, g.gnet er Besit) an Knnstwerken in drei engen die siumeist von Juden betrieben werden. kZenaennffe

tender Act ist, ich weiß nicht durch welche cm ' v o. . .... w...v..t..n.H

iaair ver ,varor. urioauucivui uui Wirkung gebracht. Was soll man sa gen ? Ist es Realismus? Es ist Realls " v w:. i.c v- cm I mus, uenn uic icccnuiyjic juiu hi uns entgegen. Und ist es wieder mcht ! Wo zeigt die Wirklichkeit vlese wie ourcy ein Gotomevtum ylnourcygegangenen Töne? Und dem .Schülzenauszua" steht em Bild gegenüber, das sich beinahe mit ihm .rr... w.c rc in ttiii Xas Omnhs I nen. in Lebensgröße gemalt,durchgängig Porträts, in lebendigsterBewegung zeigt, Amsterdamer Schützen (Schutttts) feiern am 18.Juni 1648 durch ein Festmahl m der St. Jorrisdoelen, dem St. Georgs Schükenbause. den Abschluß des West sälischen Friedens. Nie wieder hat sich VW f i1 tm n lt fi VlATt sft HTlff YtT I cuiiwuium vv V,, .... i- f . r . i r v. x ctrM. I eviings.Poriraima u iü,i asterdamer, zu einem ähnlichen Meister tin.S ltbenSvllm Vorganges, nichts ...i.. - IC. ..Mff X . WtAlitiit rtnn I luciui. jnyi uu un jnumui vuv dtt gttingsteZutha .Beide. Bilder gestehen zu haben, lst em !?mk :m even uno ganz auem me . jicic rocim. xü unyuiuHiuu uu ffi.6W wirklich mit den Amsterdamer Schütze beim srohe Male, , sie, bat von ihrem m.!' V . IC CnrXl. n Amsterdam ist n Glockengetäute z vernehmen -auch Sonntags nicht, m ch der Ursache dieser auf taUtnttn Erscheinung erkundigte, wurde ' : ,Zn,Antwrt .u Tbeil. die aar wun WT;A l St f rtN fct5 frit nUfr Kitt vivm tutivt . v v jv. M.. i rA ..s. .r so sein und der Juden wegen geschehen, denen der Klang der Christen glocken nicht . .. . I i. fi i... '. r. rt,tsrs m.rftTU dn mtrlVtrh fn fr Ml. Wv.. 7 ff - wir ar einer Vernchtleistuna der l" u 1 - i m t rwi !.... V . iTf . uuiivk v . -w.q...jj . i.....n nun imK nn, dr I v iujiivfc c.ii m.w 17 . . . ? , ? . .a.ü verecyttgung, wie ne niqi großer-geoaqi ,en kann. k.,,,s,vs,ttn.vn ht aiv" gbte Rolle gespielt. Hieher brachten die in der ersten Hülste des siebzehnten Jahrhunderts aus Portugal Vertriebe mn ihre unermeßlichen Schätze. Hier, wo ihnen ein unbedingtes Recht freier Reli .,..ttn,, i.. frthn Krei en sa unduldsam alS möa i , 7- - -7. lich. Alte Tracht, alte Judenfitte mud sich hZ lange ungeschwächt erhalten ha l?" Aus der Amsterdamer 5ludenadt 1 Vbii. w vv . vv... i,w.i.t Wlt sich Rembrandt die ihm so theuren I . . . " . - 1 v v mmm -ww "" t" - - I ' . ' . m. m. er Qtt seinen alttestamentlichen Bildern ' . Wn,T(.r Cfmft mrTA ititrll&t 1 uuy a vw woi " 7 - 1 I Würde ist diesen Männern zu eigen! Noch heute zeigt uns Rembrandt's .Jüdische 3 . . " Braut" im Mu eum von der yoog, wie orientalisch prächtig sich das Volk Israel in Amsterdam au k e den aewodnt war. mn2 Unht n& Tte denttiertel nh I Viwwi vvi.vm. ... .. fast ausschließlich von Juden be Jrtn ., NeZs., h-r w! ' ftrt1tt, , VVI i V vv ; w 7 n , A.Li; Die Kinder Israels w- - - - - w 1 ' i.-.n. n,i, leiten sitnn, . Wn D0t ;h?en Läden, der Fremde wird t Anerbietungen verfolgt. Nir gendwo der Anschein regelmäßiger Ar ltt Aussicht auf einen möglichen Ge w- . . winn wird regelmäßiger Thätigkeit vor. ..h,,,, de Rnsentsmltes anderen KlimaverhSltnissen haben n Thpus des Stammes nicht verwischt, wflhrtn , nh Wasser am meisten begünstigendenVolke, m cm Sohne Israels keine größere ?. , mlrü .!it.:..t xi cm v.itüt zur yiciniicümi öciacütuwu ujian befindet fick buchstäblich unter einem an deren Volke. Da und dort schiebt Einer seine gemischte Waarenhandlung aus einem Karren vorwärts und schreit aus Leibeskrästen, obgleich ihn Niemand zu beachten scheint; hier folgen Kinder rudelweise einem im Gehen ein Lied ab sinaenden kleinen buckligen Blinden. Es I . . mm wg Bilder, wie taz ne vor Javren in m m, - I I m . . I. ' .. Oft ...r. . -I A - . . Sh u roai vier nur yocn aaKi meine ikv holten Gänge in die Judenstadt hatten einen andern Grund. Ich spähte nach i , , . .. m n.v i.rjtiiMiMiMvuiiA alten in Amsterdam erschienenenBüchern und Broschüren. Dabei handelte es sich nicht um kostbareElzeviers, die ja sämmt lich in den Händen bekannter Antiquare sind. Emprime a Amsterdam", gedruckt zu Amsterdam" es kann a La Haye (in dem Haag) sein wo ein Bü cherfreund diese drei Worte auf dem Ti telblatte eines Buches aus dem vorigen Jahrhundert erblickt, da hält er gewiß die alte Scharteke fest und sieht sie sich nähe? an. Denn was sonst nirgendwo gedruckt erden durste, erschien in Am sterdam oder im Haag. Aufklärer, die den Kampf mit dem Dogma ihrer Zeit aufgenommen, Opfer der Politik, die sich durch Pamphlete rächen wollten, Staatsmänner und politische Frauen, die sich in Memonen vertheidigen woll ten. alle flüchteten vor Zeiten ihre Manu lcrivte hieher, in das Land der freien Presse, die alte Arche der Freiheit. . Ost aenug war das gedruckt in Amsterdam" nur fingirt, meistens jedoch waren die Bücher wirklich aus AmsterdamerPressen I . ., cn:4u ..i...t. yeroorgrguttu, ymij miuuiui reitet auf diesem Felde, war ich herge kommen, dies und das von alten Aus gaben zu suchen, als auf dem Orte, wo eS noch am wahrscheinlichsten zu finden, 1 t 1 v!.r. &LCi . uno oeicue ui uiqci vi'iri meine

uus' ouui vcyweue im mici cuub nicuw cg-i ein Ge d und telearadd m am Moraen

I - r v f . . cvs n. .v .f-i I

Wandelingen door de Jadenbriecm: x. v.o cnsc... r.c.

ouutt mau. -jjuui vzs -juxuiun uuci das, was ich gefunden, zu verbreiten. sei emer späteren Zeit vorbehalten. nn.. : a w inyu m, m uu. Dienstmädchen-Wünsche. nun. 5orderunaen- auf,ustellkn. Wie wir dem .M. H. Bl entnehmen, c t ... v r o- m n cker aesvrochen. und welche die Ebre. so wie die Rechte ihres Standes verthei diat. Die Veranstalterinnen dieser 5iu sammenkunst haben in Uebereinstimmung mit ihren beschürzten Kolleginnen fol ende Wünsche- beschlossen nd ebeten. dieselben ihren verehrten Herrschaften fttH.(MAnn ... u 1 ! i. . mWfc Vllliummuuu AU UlllClOlCllCn . 1 gcbe Kschin erhält bei ihrem Ein uln bfn - i;cn lasebala m w I , u I I I S)f s f i'? fvsit V9 stitrfirtTn4f 2) Die Köchin speist mit am Fami. - - . ' w Itenttl CD 3) Die Amtsstunden der Köchin sind ' nht 6i3 2 ubr Nach . gs, woumlUH rges peistwird,und an 11 bis Ukr tnts um Ubr da Ä iÄ?S Ä F M,t w idr.m Boudöir pe ungepl m ,,nm uo AUVl 111UCII. schlössen werden, so daß jedes Dienst Mädchen sich zu jeder Zeit satt essen rann. 6) Sonntags wird gar nicht gekocht. 7) Jede Woche hat zwei Sonntage. 8) Dienstags ist kalte Küche. 9) Wenn eine Köchin das Theater fifitt fr. s4 ihr St 5MS,, Operngucker zu leihen. 10) Sollte an einem Markttage Re . r . V vvinww, , v um u viv .uvurnv itiitit nh.,.,.. ... nntni fi s ttt& ;.s.. OR . V V ttlM n IfcVVt VVUJIII Mll' veülick eine rasckke ,r fJXtrfnnymn l y u - - 7 "l"7ww a "vid.d In ' " i ft.f-n vuv... -v , . . , -. ii) Wenn Die am te Toazter ver Herrschaft aus's Eis geht. Schlittschu! 1) ixn ovvv civufiii ituitu v.t iukim Namens- oder Geburtstag ein neue Kleid. 13) Wenn, die Herrschaft mit ihren Kindern Sonntags Ausslüge macht, sd hat die Köchin die Erlaubniß, mit ihrem -,. ... unter.eicknen. 1 , .-,..,.. Vlz siu e 1 1 Vom Felsen welch lieblich Melodi cheö Rauschen, Welch' feierlich Schweigen, Welch' seliges Lauschen k Im blühenden Strauche Welch' zauberisch Locken. So rein und so klangvoS Wie tönende Glocken ! Und droben am Himmel Unendliche Fernen, Durchwandert von lichten. Mild leuchtenden Sterneni Da füllet den Busen. Unendliches Sehnen, Da perlt'S von den Wangen Wie leuchtende Thränen. Da fließt's von den Lippen Wie feierlich Beten, Dem Weltenersch äffenden Näher zu treten. Und leis' aus den Höhen Der ewigen Ferne Senkt'S mild sich hernieder Im Lichte der Sterne. Wie seliges Hoffen Auf leuchtenden Schwingen, Um liebende Grüße Den Lieben zu bringen Drei DepesSe. Der junge Graf Thunichtgut wird von der Italien ge chickt. nügungen feine Ge mitgenommen. DaS GrSflein kommt nach Monaco, verspielt 1 ww Wege nach dem Hotel be emen Landsmann und Stu n. ker ihm 10fi ftr Ürtrrt 1 "n""ll"f w ! W.M.. I . Wer iunae ras aebt ans Rouieite. ae. winnt 5000 FrcS. und telearavbirt : .Sckicke kein Geld. Vorteteuille wie i . ' deraekunden Am Abend spielt der Graf wieder und Zft na einer Stunde blank wie ein Hä ng. Darauf sendet er das dritte Te legramm ab : .Schicke Geld. Portefeuille zwar ge funden, aber nichts d'rin." ,in G edurtS anz eig e. ES Mnt, daß auch 'diese sonst so einfachen Notifikationen der Mode unterliegen, denn folgendes Commumque - macht ae senwrtlg die Runde durch alle Pariser Blätter : Paris, 18, nie Netre Dame de Lorert. Monsieur et Madame ! Ich bin Dienstag, den 4. Juli 1882, auf diese Welt gekommen. Ich befinde mich ausgezeichnet und meine liebe Ma ma desgleichen. Sie muß sehr glücklich sein, denn ich höre sie ost mit meinem lieben Papa, bei meinerWiege vergnügte Weisen trällern. Ich hoffe, daß Sie dies Mit Vergnügen erfahren und daß I r:. ..,:k. rt..t . 1 ksxx, vin vtMuWul vup uuiumcn ci den, den ich Ihnen sende. Dieses Dokument, die Freude aller Derjenigen, denen es zugekommen, ist mit den Namen Alice Jane Sophie y n..:r er ... ? . .. . i Italic üüuiu ... unitrjncjncu

Platen-Mate eines knelpgeniale' LZrofessorö.

Sie wird icht müde zu fließen ich werde so müde zu gehn sprach er ein erstes Mal. Da plumpte er. in die Gosse. Fänd' ich die NkschwiegneStelle!" ,'prach er ein zweites Mal. Da suchteund suchte er, was reickicher Genuß von Moselwein oft so wichtig erscheinen läßt. .Die schwere Krone löse Dir vom Haupt, und tritt hinauZ in reineGot teslüste!" sprach er ein drits Mal. Da ließ er, aus dem WirthshanS ins Freie schreitend, seinen Cylinder entrollen. .Da saß ich oft. da Iah iA hfet." sprach er ein viertes Mal. Inzwischen hatte er Platz genommen amStammtisch des go'.dnen Adlerö. O sprich, wie so j die lange Nacht vergeh mir ohne Dich ?" sprach er ein fünftes Mal. Da meinte er die Bouteille, deren Genuß der Medicinalrath ihm streng untersagt hatte. .Durste mich ein Gott bethören?" sprach er em sechstes Mal. Dameinte er Bacchus. .Daß sich nicht Dein Herz 'ver. blute, wisse Deinem Trieb zu steuern I' sprach er ein siebentesMal. Da warnte er, durch eigne Erfahrung klug gemacht, den Philosophie-Docenten Knüppelhu der vor allzu reichlichem Alkohol. - .Kehre wieder zum Gelage, und vergiß den Mann der Träume !" sprach er ein achtes Mal, Da war ein Freund thkllnehmend aus der Gaststube zu ihm. herangetreten, als er benebelt vor der Laterne lag. .Noch wähn' ich zu empfinden den linden Druck der Hand ! sprach er ein neuntes Mal. Da hatte ein Schutz mann ihm auf dl: Beine geholfen. Ihr sucht den Kummer zu betäu ben und regt ihn um so tiefer auf," sprach er ein zehntes Mal. Da hatten ihm seine Töchter zur Bändigung de& colossalen Katzenjammers ein Fläschchen Gilka und ein Liter Export'Bier vorgesetzt .Sie sollten Dir den Schmerz ver jagen, sie machten Dir ihn neubewußt." sprach er ein elftes Mal. Da blickte er aus die Reste zweier o tUn genossener Häringe. .Du mahnst mich an schmerUicke? Müssen !" sprach er ein Zwölftes Mal. Da brachte ihm der Bote des goldnen Adlers die Rechnung. (Schalk). m KindlicheBibel.Exegese. Lehrer (liest) : Als die Kinder Israel an den Berg Sinai kamen, donnerte eS, und sie fürchteten sich. Elise, warun fürchteten nch die Kmder Israel? Elise : Weil die Eltern Israel nicht bei ihnen waren. Gut bedient. Baronin: Ich bitte Sie dringend, liebe Gräsin, Ihre Netze nicht langer nach meinem Sohne auszuwersen daS ist nun einmal kein Mann für Sie ! Gräfin: Ich begreife nicht, was Sie da von Netze auswerfen sprechen. Glau ben Sie denn, liebe Baronin, daß ich ti schon nothwendig habe, nach Ihrem Sohne zu angeln? Ich bekomme noch zehn Manner für e l n e n : Gräfin: Zehn vielleicht, aber t nen kaum! Kurze Kritik. Fürst (zu einem Maler, der früher Offizier gewesen, nach Betrachtung sei neö neuen Bildes) : .Reiter gewesen?" Maler: .Zu dienen, Durchlaucht !" -Fürst: Wieder reiten!" Zu Allem erbötig. Feldwebel Zapps hat die Aussicht auf dem Schießstand und legt der Bequemlichkeit halber seinen Degen ab. Sein Hauptmann übernimmt nach einiger Zeit die Jnspection und meint : .Feldwebel, wollen St: letzt Nicht auch schießen V Zapps (eifrig) : .Befehlen der Herr Hauptmann, daß ich mit meinem Säbel schieße V Reise Erinnerung. .Weißt De Frieda, wie mer DeineieS Kostüm von dem BlStterstoff vorkommt? Wie der Epheu, der sich um e roman tische Rume schlägt, wie mer's gesehen hab'n auf unser Reis' an der untern Donau und am Rheins D er g eprellte Bauer. Bauer (zu einem eben einsteigenden Passagier): .Gelten S, da bin ich doch im richtigen Zug nach Rosenheim V Passagier (der gerne auf den Platz will. den der Bauer eingenommen): Ja. aber da mußt Du Dich weiter 'nüberse tzen,sonst kommst D' nach AugsburgBauer : .I' dank'.JHne schön r Menschliche Thierspe cieö. (Ein Professor der Zoologie und ein Professor der Medizin kommen aus der Gesellschaft und die hübsche Rest geleitet sie mit dem Licht die Treppe hinab.) Professor der Zoologie: .Ein netter Leuchtkäfer, Herr Collega !" Egypten an England. Du hast mich auf Bomben gebettet. Geplündert hat mich Wem yeer. Du hast mich zu Grunde gerettet Old Englands was wiLft Du noch mehr? Merkantilische Brautschau Josefleben. (zu s.mem Sohn Jtzigle ben): .Mein lieber Sohn Jtzig, Du bist alt genug, Tu kannst yeiralyen, geh' aufde Reise, sach' Der tie Frau. Aber hör tzu, was ich Der werd' geben vor'n 2ath: Wenn De find'st ein Mädchen, wo. der Vater sitzr in Verdacht, daß er macht ßu weilen faule Sachen, dann verlangst De 2)M0Märk Mitgist; find'st De aber Eine, wo der Bater hat gehabt Gesäng niß wegen faule Sachen, dann verlangst De 30,000 Märk; find'st De aber schon Eine, wo der Bater ja hat gehabt Zucht Hau5 wegen faule Sachen, dann ver langst De 50,000 Märk. Geh' mit Gott!. (Nachdem Jtzigleben mit diesem Preis Courant sich kurze Zeit aus Rei sen befindet, erhält Josrifleben folgendes Telegramm): .Liebes Vaterleben! Toch ter gesunden Vat.er gehängt! WaZ kann ich verlangen ?H