Indiana Tribüne, Volume 4, Number 442, Indianapolis, Marion County, 3 September 1882 — Page 2
Aas D ct.Königcn Hau)
Vornan i;t z .i Lb:h!ilungen und vier Bändln von CJ.n Pasque. (5. Fortsetzung.) War der Geiger bis jetzt allein erschie tun, um nach allen Seiten hin für den rauschenden, fast tollen Beifall zu danken, so trat er nun vor, an der Hand ein Weib, desicn Anblick den in seinem Win kel athcmlos Lauschenden ansänglich in in starres Staunen versetzte, dann aber plötzlich ihm das Blut in rasender Schnei le durch die Adern trieb. Es war das echte 5Md einer üppig.schönen Jtaliene ?in rnii Gluthblicken, die versengen muß ten, lohin sie. trafen. Blauschwarzes, gewelltes 5)aar legte sich zu beiden Seiten tief in d:e Stirn, und die großen Augen, von starken schwarzen Brauen, die sich fast berührten, beschattet, leuchteten wie feurige Kohlen aus dem mattgelben An tlitz, das im Glanz der Lichter in der be zaubernden warmenElfenbkinbläffe strahlte, die nur der. südliche Himmel zn geben vermag. Auch die Künstlerin wurde rauschend begrüßt.- dann . trug sie ein Lied vor, dessen Töne wie Orgclklang der Brust entquölle:.. Nachdem der Gesang vorüber war, Ute Leonard hinaus nach dem engen Ein und Aufgana zur Bühne, dock vier fand er den Weg versperrt, und waö er av.:ii anstellte, ihn sich zu öffnen, er fand nur unerbittliche Weigerung. Er hoffte auf den Schluß des Concerts, um dann den Bruder zugehen. Auch hier war er nicht glücklicher. . Ein Wagen nahm die beiden Virtuosen auf, noch bevor Leo nard die Einsteigenden erkannt hatte. 2u3 Einzige, was er mit vieler Mühe und mit Hülse eines Geldstückes erlangen konnte, war die Adresse des Geiger. Dorthin flog er um zu erfahren, daß Signor Urbani und Signora in eine hocharistolratische Soiree gefahren seien und wohl erst gegen Morgen zurückkeh. ren würden. Damit mußte der Aufgeregte sich für heute begnügen nnd heimkehren. Die ganze Nacht träumte er von der schönen - Italienerin Röschen und Julia waren beide veraessen. Erst am andern Mittag und nach stundenlangem Warten im Gasthofe off nete sictz ihm die Wohnung des so sehn lich Gcsli,. ,:n. Leonard stand vor seinem St;::;:, der ihn mit einem heitern Staune:' -':ipfing, das sich in fast übermüthiger Löeise kundgab und nur wenig brüderliche Liebe durchblicken ließ. Dem Virtuosen, der die halbe Welt durchwandert, Trilii.zphe über Triumphe gefeiert hatte, war die Heimath sozusagen abHanden gekommen, er dachte ihrer kaum noch. Dennoch begann er sich nach den Verhältnissen des Bruders zu erkundigen und bc:ld von den eigenen Fahrten, Abenteuern und Triumphen zu erzählen. Leonard 'horte mit offenem Munde zu, was er vernahm, klang ihm wie ein Mär chen dem" auch die schöne Fee nicht fehlen sollte, denn plötzlich öffnete sich eine innere Thür des Salons und Signora Brambella trat ein. Das Blut fiieg Leonard siedend heiß in die Wangen, ein Wort des Grußes wäre er unfähig gewesen hervorzubringen. Dafür sprach sein Blick um so beredter, den er nach ei ner Verbeugung, wie durch Zauber ge bannt, auf die Künstlerin haften ließ. Die Brambella bemerkte wohl den tiefen Eindruck, den sie auf den jungen hübschen Mann gemacht hatte, und schien hierüber keineswegs zu. zürnen. Recht wohlge fällig ließ sie ihre Gluthaugen, deren Macht Leonard bis in sein Herz zu sputen meinte, auf diesem weilen, und als sie nach einigen rasch mit Pietro ge'vechselte': italienischen Worten erfahren hatte, w: Der junge Fremde sei, da reichte sie ihm . : verfül)rerischem Lächeln die Hand ? . Gruße. Zitternd führte Urban, ... .) immer vor Ausregung kaum eines Wortes fähig, die weißen ringgeschmückten Finger an seine Lippev, wäh rend Pictro ihm iu heiterer Rede die Signora und hochberühmt Künstlerin als seine Braut vorstellte. Dann erzähl- ' te der Geiger, leichthin plaudernd, wie beide in wenigen Tagen concertirend über Paris, Madrid,- Lissabon, Neapel und Äom nach Florenz der Blumenstadt, zugleich der ' Heimath der Signora, reise:: :.'ükten, - um- sich dort zu ver mahlen. So -.erbrachte der junge heißblütige Man.; enn mehrere Tage in Ge sellscha : des wiedergefundenen Bruders und d.'ijen schöner Braut, die ihn mehr und mehr zu bezaubern schien und in ei nen wahren. Taumel versetzte, der ihn alles andere, das Ziel seiner Fahrt erst recht vergessen ließ. Nur der Abschied vermochte ihn wieder sich selbst und der Wirklichkeit zurückzugeben. Signora Vrambella gab ihm dabei mit liebens würdigen Worten das Versprechen, ihn mit ihrem Gatten in seinem idyllischen Heim am Rhein, von dem Leonard hatte erzählen muffen, zu besuchen, sobald' ihr Weg sie nur in seine Nähe führen'würde. Dann schieden sie. Nun erst war der Bann gelöst, doch Leonard sah nun auch mit Schrecken, daß er keinen Augenblick länger weilen dürfe, wolle er noch zur Zeit daheim anlangen und die stunde der Trauung nicht ver säumen. Wie er oisyer in allem, was er unternommen. Glück gehabt, so gelang es ihm auch nun, eine günstige Fahrge legenheit zu finden, die lhn ohne weiteren Aufenthalt die , Themse hinab und nach Antwerpen brachte, von wo er mit Hülse 4. r w stt v n..: oer 'leagerie rqaj oiz grenze oer aj noth erreichte.' ' Am Abend vor dem wichtigen dritten Juli langte er denn auch glucklich bkl den Semigen an. 0. apit,l. I der ttirche. Im Hause.des Küfers hatten sich Sor ae und Trauer, blsberan unbekannte läste, eingestellt, sich in schlimmer Weise geltend machend, ' wodurch d'.c sonst so sriedfertigeWohnung und das stets heitere Leben rn derielben sich vounandlg umge wandelt fanden.- Zu Anfang der Reise hatte Uroan einigemal geschrieben, p letzt von London aus nach Abschluß sei v.ti Geschäfts und mit der Versicherung, daß er sofort abreisen und in wenigen Tagen daZeim eintreffen werde. Doch nun folgte Tag auf Tag ohne den Er sehnten, nicht einmal einen Brief von ihm zu bringen, der das unerklärliche AuZblelben aufgehellt hätte. Urban hatte anderes zu thun als Briefe an feine Braut
zu schreiben ! Jeden 'freien Augenblick weihte er seinem wiedergefundenen Bru-
der, oder vielmehr in glühender Bemunderung deffen Braut. Die letzte Woche verging, der Hoch zeitstag nahte heran, und Röschen, an fangs die Glückseligkeit und Heiterkeit selbst, war immer stiller und ernster ge worden. Ein grausames Weh zog in ibr Herz ein, das bald jedes andere Gefühl verdrängte oder tvrannisirte . und endlich eine solche grausame Herrschaft übte, als ob weder Freude noch Hoff nung je mehr dort einkehren sollten. Am Abend des zweiten Juli hatte die ser entsetzliche, unerträgliche Zustand in der Wohnung und der Familie Huppertz den höchsten Graud erreicht. Irgend etwas Entscheidendes mußte und würde erfolgen, dies fühlten die drei armen ge plagten Menschen. Morgen mußte ent weder die Trauung stattfinden, zu der Pfarrer und Küster bestellt. Bekannte und Verwandte geladen waren; zu der Spei se und Trank in Hülle und Fülle bereit lagen, oder es geschah ein Unglück, das stand fest, unumstößlich. Da tust als die Noth am größten war, kam der uelser, nein, er nel den dreien urplötzlich wie vom vimmel herab ins Qaus und sogleich einem jeden von ihnen der Reihe nach um den als, um wie em wirklicher Himmelsbote mir Küffen, Freudenthränen und Jubelrufen begrüßt zu werden. Al les bittere Leid der letzten Tage ver schwand mit dem einen Augenblick des Wiedersehens, und die rasch gegebene und so natürlich klingende Erklärung des überlangen SäumenS ach ! nur zu gern wurde sie entgegengenommen und geglaubt bannte sie doch auch die letzte Ermnerung an die erduldeten grausamen Herzensqualen Die Kirche war für die Trauung des zweiten, reichen Paares prächtig mit Blumen und goldbefranzten Draperien .k,,,-. cs.rn 3 rn.,. S?Ä Ählf Ä 1.1 nrn,f a?li nnimm ' . b,!nn sich nn ge llngercyvre unv 2Jiuuzi, uiz rnii Pau g (W , V' 0"l . " f V 3 I ff hS ffrtnm l.nrfijn fm cy vv. (!, haahm v fvil, I .ttbl enlstano am mnaanae der ttlrcne ' "S -- lautes Geräusch und eine rasch sich fort pflanzende Bewegnng unter der Menge. Sie kommen, sie kommen ! tönte es ver nehmlich bald von allen Seiten und die S ,,Xn lflhnf" inhVfi w,, LZ 0tSL ,$s;n Ä ?. ,ÄfM,8 H Kir talaren, die schweren silbergeknauften Stöcke in den Händen, Mühe hatten, die Allzuneugierigen von den freiem Mitteldurchgange, der zu dem geschmückten Al tar führte, fern zu halten. Nun kam er wirklich heran, doch nicht der erwartete reiche Brautzug, sondern der sehr beschel dene und einfach bürgerliche der Familie Huppertz. Enttäuschung allerwärtS, denn eine Braut in nem weißen Moll-Kleide I und Schleier konnte man ja alle Tage sehen. Etwa die Hälfte des Weges hatte der kleine Zug zurückgelegt, da geschah etwas Unerwartetes, für die Ueberraschten mrtfci-fcrtff- sntffkUfota bna ifSrn i 2 LSCls lZ V ' a iv.i ovi4u;v.ivmyuiia ine ' Atrnnlnn Ha,,iia Titt M?i,f öUUMllVvl'ul vuvlbtt"a' iUMtt "yuy twwt' chen zu früh. Doch was hatte das zu bedeuten k Sie mußte zuerst bedient wer den, die Tochter des simpeln Küfers konnte viel eher warten als der reiche Kauf- und Handelsherr, dem doch allein die prachtvollen Anstalten in der Kirche galten. c?o m 3 -4VUU UllUC JU2 geworden uno eine uui ic V I" Miuii3ciiüi A C Jk AirA V it TViitWfttt Gestalt, die dort herankam, Julia erkannt. AiinHJ.;; rrt riß sie so gewaltsam empor, daß zu ihrer AVVU MIVUI1 4VQi4- liVVtl V4 4 44 4 V tU4, '4... 4.0.4, .4.4V.. 4 4... V 4, Seelenpein nch auch noch förpcrlicöcr Schmerz gesellte, der sie wach und auf recht erhielt. Urbans Antlitz glühte. sem Auge blitzte der stolzen Braut seines s,?Zs,-r?n ?l.riftihrtTa ntnrtn nS In VifM.llVM -W 4 ...V'M4W ...V444fr4, 44,4 4, V4.4 ' 4 r r iß 4, ' Zorn er üllte ein Inneres, den er kaum trn stände war in ertraaen. nocb an be- . . , meistern. Diese Demüthigung war eine i j u r u absichtliche und längst vorbereitete, dies . i m . f 1 . & munte er neu jagen, uno eoamen an Vergeltung durchleuchteten blitzartig sein sieberhast erregtes Hirn. Jetzt war das zweite Brautpaar unter steigender Bewunderung der Menge rn der y.ahe von Röschen und Urban ange langt. Knisternd rauschte die lange sil berdurchwirkte Seidenschleppe der Braut auf den stemernen Platten des Bodens und die Diamanten m ihrem schwarzen Haar strahlten funkelnde Blitze nach al len Sei.en aus und den Zuschauern ent nrtn Stt!T imnlt iiltrt Trtrirtinm on Röschen vorüber. Nur secundenlang hemmte sie ihren Schritt, und den Kopf noch einmal so hoch cmporwerfend, traf ein Blick voll 5obn und Veracktuna die arme Braut in dem einfachen weißen iciochcn. ann sllyr oas ÄUge ollA. schnell nach Urban hm, die en mtt emen , .4 , r , 4.' ., Ausvruu o iöonia;en vat3 nieiieno, l4Z. Sk . 1 OT 1 i. 4. . C . daß der iunge Mann trotz des Zornes, der in ihm kochte, erschreckt zurücksahren mute. Als Urban wieder aufzuathmen ver mochte und sich nach Röschen umschaute. fand er die Arme nun wirklich oennnungs los wider die Wand eines hohen ge schlossenen Kirchenstuhls lehnend, an den beide durch die allzu eifrigen Kirchendie ner rücksichtslos gedrückt worden waren. Das arme Kind hatte den wahrhast teuf lischen Blick der ehemaligen Freundin bis in ihr Herz gleich einem Dolchstoß ae spürt, und nun waren ihr die Sinne ver it t .u(!4..r: X i gangen. Urban, ansänglich ergrimmt über Röschen, da er glaubte, ihr die eri . v i tf . an v littene schmachvolle Beleidigung verdanken m müssen, empfand jetzt Mitleid mit seiner armen Braut und zugleich eine nicht geringe Verlegenheit, denn sie waren von . . V , . . ihren Freunden getrennt und weilten 4. r je i ,v-4-.iYa-S4A4. O .. durch den nicht endenwollenden Zug auch wohl noch für längere Zeit fern von ihnen. Da geschah etwas, daS ihm im Augenblick fast wie ein Wunder dünken wollte. Die dunkle, holzaeschnitzte Thür des Kirchenstuhls öffnete sich und eine alte
den odrbar. und 11 oletmer Atit ml die
Miii f nnf d-r rrnel m MArn- rnW die ych nur zn bald in Entrüstung '.'Miommiing zu, oer Ilcu oequem aus ei oocy wirmch uoerrajchl yien er lnne, Äare ein in d ? wandelte, und mit raschem Entschluß er nen Pfosten der niedern Einfriedigung warf einen langen prüfenden Blick auf kän d sie sich, um zu erzwingen, was man lehnte und sichtlich zufrieden ausruhte. Hanno und sagte dann langsam : n & IfÄ ihr verweigern zu wollen schien. Doch Es war ein untersetzter Mensch von et Der Krug ist, mein' Seel, beinahe noch fast im selben Augenblick, noch bevor sie wa dreißig Jahren, mit einem Gesicht, voll bis zum Rande, was ich hinuntergelangt, auerorngs nur em viertel luno . '. . . X.a ;ArT:ArtAs- m. ... su r-
hagere Dame mit ernsten bleichen Zügen und grauen Stirnlocken, einfach in
schwarze Seidenstoffe gekleidet, wurde ncktbar. Vtaft wie ein Gewemt war sie vlöklick vor Urban erschienen, und ein Blick zürnenden Ernstes, der ihn traf, bannte ihn an seine Stelle. Dann l ' ' ' I wandte die Gestalt sich mit milderm Aus druck ihres wachswech'n Angestchts zu Röschen hin, und das junge, besinnungs lose Mädchen in ihre Arme fassend, zog sie es zu sich in den Kirchenstuhl, dessen Eingang sich sofort wieder schloß und das Mädchen den Äugen Urbans vollständig entzog. Frau Andrea ! murmelte dieser, nach dem er sich von seiner ersten Ueberra schuug erholt hatte, vor sich hm. Wieder verging eine Weile, da began nen die Trompeten und Pauken ein neues Spiel, Jubelhymnen durchbrausten die weiten Klrchenhallen : d heilige Hand lung war vorüber,Julia Tertor Frau van Embden geworden. Hocherhobenen Hauptes, stolz wie ei ne Fürstin, kam Julia an der Hand ihres Gatten den Gang daher, dem geheimnm vollen Kirchenstuhl näher. Vor diesem hielt nun Herr Winand van Emdden. Wiederum önnete uch die Thur des Kirchenstuhls und Frau Andrea erschien aus der Schwelle. Deiuen Segen Mutter ! hauchte Wlnand kaum hörbar mit thräncnerstlck ter Stimme und sank vor der Mutter auf die Kniee nieder, den Arm seiner Gattin fast krampfhaft zerrend, um auch diese zu , . , XÄJ " r. ' nZ I gieicuem yun zu verania en. JUiia zauderte einen Augenblick, alles in ihr sträubte sich gegen ein Niederknieen in ihrer kostbaren Sllverbrocatrooe aus den schmutzigen Stemstlescn des Klrchendo dens, und noch dazu vor der alten fin stcrn Frau, im Angesicht all der Menschen, deren Blicke nur auf sie allein gerichtet waren. Doch kein Widerstreben half, sie mußte sich fügen, denn mit einem zwingenden Ernst ruhte der fast geister zwingenoen rnu ruyie oer ia i einer hltt Blick der Mutier ihres Mannes aus ihr. Verwirrt schlug sie die Augen nie. sank dann neben Winand in die ' lillCC. I rt-:-- I . Ei"'.n AugnMckMn Frau .Andrea ,lcl zu ,amme,n, Mll iä) it Iamp,en. i t -. , in ii. ifcvotr o u i 1 1 1 1 1 v i u t l i uuj iuiiu uui a ii iu k i , ' ' r 0 V Sobne nieder und flüsterte, wobl nur ihm und Julia hörbar, zu während . ? . -1 . F Jl"..l... . I . . ' . 1 ' I OlC Ijiloeiyymnen loriionien . Kann der Himmel dich eure Ehe skgneu, da ihr nun einmal für das Leben verbunden seid, so soll ei an der Mutter Bitten und'Flehen nicht fehlen. Semer Gnade und Barmbernakeit cmvseble ich euch, sie mögen euch werden, euch starken und trösten in dem Leid, das euch das ' -k keinem Menschennnde erspart vieiben . 1 . . ' . . kann. Amen! ?im folacnden Anaenblick laa Winand schluchzend an der Brust der Mutter, die ihn mit dem elnttl Arm umfangen hielt, - . .., . ' ' , ln,n Srf drückte und HM 5 Ä Mt M AM fik CV einen mit Thränen benetzten Kuß auf sei' ne Stirn hauchte. Julia knleete noch immer ; sie erwarte te, daß Frau Andrea, die nun auch ihre. Mutter geworden war, ue erheben und mi1 ÖulWC O'en oec leve, roic ora Sohn, begrüßen würde. Doch nichts mit gleichen Zeichen der Liebe, wie den Frau Andrea ließ nicht n;;X aA ?.. ...A lt' WUll ÜUIUIIV UV. JXUU UUlUt Ult Utl .,.f. cv..T:rt ,.. 4,a:t:a. mutUUl U (lllll VClttllUitll -üvUlUtli j J ... - ' 0 irgend eine weitere Bewegung hatte chen können, stieß sie einen jähen Schrei aus, der ebensogut Schreck wie Zorn künden konnte, und fuhr erbleichend zu rück. Sich erhebend, hatte Julias Auge in dem Klrchenstuhl ne weiße Gestalt ge a.A k:- c' V . t:. (a ut 77;"' wlvC VVU)Ul 'Ü UC gedemuthigt hatte und die nun Zeuge l fr ' S.' ff' V I V. . ?S ÄKS . vlgrruT lliaurJ' ÜU ick nickt veraeben vor Sckam ' Und obne eine Antwort abzuwarten, ohne nur noch einen Blick auf ffrau Andrea und die . ' - verhaßte ehemalige Freundin zu werfen, I . . - , r - . . I a h n.A . a 4 . 4. ik... VQ 4AiAi..iM ... VUUW" i v h ö", m l nr itnrf nnhrt llhttir Wiior ih v , . schreiten und das Gotteshaus zu verlas sen. . Qockaufaericktet blieb ftniu Andrea an ihrer Stelle stc. . i und schaute dem rasch jich entfernenden Paare, dann dem lan aen. vrunkenden 5Zuae der Loch,eitsaSste - 4- : nach. Als endlich diese verschwunden waren, mit ihnen die laute ' Menge der Neuaier aen. als d e lekten ?Sne der Qr gel, die G?fänge langsam verhallten, da wandte üe fick Röschen ,u. und die iunae Braut in ihre Arme schließend, drückte Ne dieser inen Kun aus die Stirn. . ' '5 w Für dich du Hofot und Arme darf ich den Segen des Himmels erflehen sagte die seltsame Frau zu dem zitternd ' ' die seltsame Frau zu dem zitternd aushorchenden Madchen. Dabist rem und gt und verdien s da Gluck des Le bens; ich will zu Gott bitten, dan er es gnädig dir verleihen, möge ..r.ii. n. s. r . . . 4. rnt.-. Utt ,ie vleano osqm und führte es aus ! dem Klrchenstuhl vor ui H vau sju. .jtu, m I C V. 4 V fl IImS V!sw4. VT3Aii4A4VAl Xr45 L r u.4 u,tt 44 "T" ,u" v" 'Vpiö?, ver ammeli oaue uno recyr crrcgr C C r, V fX V f " , I , Y auf das Wledererfchemen der so plötzlich verschwundenen Braut harrte. Die zweite Trauung war längst zu rr.i. CV . . cw i r c . x vsnuc uuu trmu nuicu 019 immer in dem alten Betstuhl, in dem vor ihr so viele ihres Geschlechts gewellt, mit noch weit schwererem Kummer beladen, . k, it...r. Jt !, als die jetzige Inhaberin ihn-sich in ihrem finstern Glauben an das unvermeidliche Schicksal ihres Hauses zum größten Theil freiwillig aufgebürdet hatte. - Sie -betete noch in ' frommgläubiger I ? . et . 4 5- . Weise, während in dem DreiKönigen Hause die vornehmen Gäste in den rei- ? chen Räumen fröhlich tafelten.Vater Ter tor in dem blumenae.ckmückten Hausflur i . u i ' er an der Spitze seiner Untergebenen saß, sich von diesen setiren Neß und Reden zum Lobe semeS Herrn SohneS und seiI o o- . i . ! ,4 4. 4. ' ner Frau Tochter hielt, und in der ge drängt vollen Küferwohnuna eine Lustia seit herrschte, als ob Sorge sich nimmer dort hätte blicken lassen, als ob ihren Infassen an dem heutigen wichtigen Tage auch nicht das kleinste trübe Wölkchen vorübergezogen wän.
1 uuenu eine meliere -ociDcnunu uuiic ma i Vs tt... ivmvu umiui m uvmuivui u- i uiuumiu, miui uui uu u u viius imu
streift, die dort knieete. die kände ,um den Nahenden ebenfalls erkannt.Doch ihre schien. , Jeder Tropfen brennt mir auf
wüt iuu lumu; ß. . t n-fnTM f.?.T nh mit -Zn,n, Nttkf autmütbiavn .üae verdüsterten sich, und der5iunae und auf der Seele wie
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Iah,, und in WUders.hen. Der Klosterhof und seine Umgebung war ein Stückchen Erdenparadies. - Bis an steiniges Gerolle, die höchste i rt f . 4. vr I stelle, vls zu wcicyer m iaucnoer m ters oder Frühjahrszeit die winden Was er des anae chwollenen Stromes stiegen, zogen sich die Nebenpflanzungen von der sanft abfallenden Hohe hmao, welche m ihrer Mitte von einer breiten Kunsistraße durchschnitten wurde, die dem User ent lang führte, seinen Wmdnngen fol gend Auf der Höhe erhob sich ein seltsames, altes Bauwerk, das jedoch durch eine frische weiße Tünche ein überaus freund lichcs Aussehen erhalten hatte, wenn auch wieder gerade dadurch feine bizarren Formen noch hervortraten. Es war ein langgestrecktes, einstöckiges Gebäude mit fast überhohem Schieferdach, das durch einen thurmartigen Bau in zwei gleiche Theile getheilt wurde Die Fenster deS Hauses, hoch über dem Boden liegend, waren im Verhältniß zu dem Dache ungewöhnlich klem : das gan ,;e auwerr war in er ner lnie :um Nutzen und nicht zum Vergnügen ange legt worden. Unter den Wohnräumen zogen sich nestge gewölbte Keller m gan i I zer ange des ouc ym, groß genug, um die Weme, so viel ihrer auch rings um wachsen mochten, in sich aufzunehmen, und über erstern befanden sich gleich grotje Speicher, m die von dem rückwärts ge legenen Hochplateau sogar eine starke -.s.s..". j. i.' I uuiuuc yuicuiuyuc. Ein hagererMann näherte sich keuchend und schweißtriefend der Hohe und dem Klosterhof. Er war vor etwa einer Stunde m dem kleinen Orte, der unten am Fuß der Höhe und am User des Fluffes lag, angekom men: eine prächtige gelblackirte Birut sche, deren meffingene Beschläge trotz des Wegestaubes noch immer wie Gold glänz, ten, von zwei stattlichen Pferden gezogen uuu j.u uimu;. tiut.i ycjuyt und von einem Kutscher in einer einfachen Livree gelenlt, hatte ihn und eine junge erschl.iirie Dame in dem einzigen schlel'.rte Dame m dem emngcn TUtrhSTrtitf fcS SritR U i I "") I fc vvjvivy. I dem Wagen und . rt je , 8t 13 5. l? uniergeorall,! I!rn mann, v,c oc,.
i " v u o i i ......... v .. r U.t. .jr,... t.. .LAi, t.n.s. ...1.
kien :ispnpnnpnitm mnni Pin incnin npnnrrr haben mochten, hatte der Hagere sich auf i mr v t t n r i I oen eg nacy oem loileryos gemaazi, Sa flfrM' f Ca! tliA ' SflMM sAti Vl yu H" tttup4, num nnmy , vor oem rie ichiug er oyne langes ra gen einen Fußweg ein, der ihn die s)öhe hinan und dem Ziel seines Ganges in sast gerader Linie näher brachte. ... ' Eine letzte Höhe blieb noch zu ersteigen - - " r i uno oas yau war erreich!. Da blieb der Hagere stehen, und wie It vifv r V r ? oerum grunolim auiaiymeno, emen breitkrämptgen Hut luftend und sich den Schweiß abtrocknend, wandte er sich end lich an die k-eiden Leute, d er nach einigen Augenblicken scharfen Schauens er , , v !.e i. : . kannt haben mußte, und rief laut ihnen zu : .. eda, Siebold ! )er Gerufene, welcher den Nabenden bisheran nicht bemerkt hatte, schaute über rascht auf, dann aver, als er den Hagern eriannr yaven mocyie, nie er einen laui v irj ri?r I. p um wten, doch recht freudig klingenden Fluch aus und rief: Der Herr Buchhalter! tirtsf A tnrtr r hon KuntM tn t h?nt ,"v"'", " r " " h 5h-r hnniirt Tinft- h n NÜ t Ute nnf hfn I - V ,...... " ' ' ' V'" " rw t , k gen für gewöhnlich wohl recht mürrisch V r !.. i.LL -.. uno nnuer oreinvliacn tli0ll)ie, jegi aoer emen freudigen oder vielmehr recht Zcha densrohen Ausdruck zeigte. Die Frau, vielleicht einige Jahre mnger, . mit recht frischem Gesicht u. drallen Formen, hatte r,iTh Ti hnr RA Wti , ' l Z,: h noch : Die arme F fehlte rau ! Dann grub I V. Vntilo- rtrtMA 1 (1 rtrrirtH-M 11 CiC T' fA . kümmern. r.-"" ir'T 9 - v , .pi. P.I av eucy lange niazr im loncryose gesehen, Herr Tertor, feit mehr denn ei nem Jahre nicht, sagte der Mann mit ei ner grinienoen rounollcyieir, oaoei vie Hand des andern, der ihm mdeen nur die magern Fmgcr hingehalten hatte. derb und lanse schüttelnd. Kommt just recht, um wieder ein wenig Leben in das lamentable Gethue und Getön zu brin I gen. Es geht also wirklich nicht zum besten dort oben? Hab so etwas munkeln hören und mir' es auch schon denken können, eniaegnett verlor gielcyguilla, oann setzte er hastig hinzu,, als er sah,, wie der andere daraus brannte, feine ttulgkeiten c v- rs . i l . Y i n oen cann zu vrmgen : ei nicnr, Siebold, habe keine Zeit, werde indessen rtt - i 4 r 4. ..?4 jf. v - " t . eicgenyeii nnoen, . mir eucu oaruoer zu plaudern, muß hinauf zu ihnen. ' Sagt W Da3 einc ; 3P der Urban im Hause ? Wie sollte er? höhnte Siebold. ' )en ganzen Sommer ist er draußen und ver kauft mehr Wetn als wir im Keller ha ben. Ob er aber dem Alten auch das r1'" Geld dafür schickt, ist eine ander Frage, Er wird'S wohl besser anzuwen ben j,, . ... Wann erwartet ihr ihn zurück? rtw nA M4,44,,44, ,444444,4 4 44, V V V 44 44 44 IIVU) iangc it i Wer kann sagen, wann der heimkehren wird ? ! Thärs an seiner Stelle, weiß Gott, auch nicht! Er hat . . . oen Laa voll Velo und rann oasur draußen haben, was er will, und hier erwarten ibn d-. beiden lamentirenden Weibsleute und der ewig brummende I , 0 Alte. Brrrr ! Der 5;anno ist also dabeim ? Er sitzt wie gwöhnlich in der Reben laube, seufzt und säuft sich den Kum mer von der Seele, haha, eine schöne I rr V!-;t... f c. ... c.t Cur, die ihm auf die Dauer gut bekom men wird! Werdet ihn treffen bei der j. m . i m r 4. letzten Biegung des Pfades Und die iunae ffrau. das Kind ? l . -'.'. fragte Textor nach einer Pause zögernd, Nun, ihr werdet'S ja sehen, antwortete der andere mit einem gleichgültigen I cir x r . r - .. jr.r. T4- :s.r:Achselzucken, das dem Buchhalter indessen . .. , . 47 . 4 k r . . eine genugenoe uniworl fein., mußie. Rasch brach er ab, und mit einem Blick nach der Frau, welche immerfort weiter gearbeitet, fragte er: Und eure Frau, dieGertrud? Ra, der geht'S so weit ganz gut, lau
er
tete die mit einem aennasckäkenden LZ.
cheln gegebene Antwort. Bah, was soll ihr auch noch fehlen? Bei uns ist das Umgekehrte der Fall wie bei denen dort oben. Hier sterben die Kinder und die rvi .i r " r i urnner luetoi am eoen, wayreno oven haha! Es ist mir doch lieber so, Herr Buchhalter : Tertor achtete nicht mehr auf die Wor te, er hatte sich ausgeruht und wußte, was ihm vorerst zu wiffen nöthig war. Schon gut, Siebold, wir sprechen uns noch auf alle Falle hier oder dahenn ! rief er dem Manne zu, dann setzte er langsam, seine Gestalt so viel als möglich reckend und dehnend, seinen Weg fort, Siebold schaute ihm einen Augenblick mit sinstern, verächtlichen Blicken nach, dann murmelte er vor sich hin : Was mag der oben wollen? Etwas. gutes bringt der hagere Schleicher mit seiner Eulenbrille auf keinen Fall. Seit der Huppertz mit seiner Sippschaft einge zogen, seit länger als ein Jahr, hat er sich nicht sehen laffen, während er sonst. als der vos noch dem van Embden ge hörte, jeden Augenblick kam, um seine Nase m unsern Topf zu stecken. . Will wissen, was er vorhat und wie er herge kommen ist, und müßte ich dazu hinunter m das Nest und m den elenden Krug gehen. Tertor war nach einer kurzen Wände runq durch den Weinberg bei der Stelle angelangt, die er nur zu gut kannte und wo er hoffen durste, semen frühern Kum pan, den ehemaligen Küfer Huppertz und j . rr: s. . a rr.il ar Iigm vsigenigunur ves iunui Xicin quts, zu finden. Es war eine auf einem vorspringendem Theile der Hohe gele gene Rebenlaube, die, nach dem Strome zu offen, emen herrlichen Ausblick ge wahrte. Da saß Hanno Huppertz, vor sich ei nen Steinkruq und ein Weinglas. Doch welch ein Unterschied zwischen dem heu tigen Herrn des Klosterhoss und dem früheren Küfer ! luycicu u ci ; Die Gestalt hatte nichts von ihre frühern Rundung eingebüßt, doch schlaf. hingen die Arme am Körper herab un! rer ff hmqen d Arme am Korper herab und Xnfi C-nV Vnnr 4,sk St (Hnist tiitSar gebeug., fflo rijt. b Antlitz noch WU9 lUM WUt 4 iV I UUI V1V 4 44 1 4 I1IVVV4 mmcr eine meriuqe !iyc, ooq oeoea e nti nitr ,N,P N ni nt niint Veränderung aber bestand in dem matten 'usorua oer uge, o,e narr uno unve I ktiAslJ tsAt.AM 4A V.A A.AM4A Xi T i Z -h- i. & yk . c wrgt.u,) uiictc, iuic uic yuujc V;(lUil, ü lange auch extor ihn mit emem Schaden frohen Grinsen beobachtete. Huppertz - Hanno, alter Freund Gevatter, grüg dich Gott ! und Ihr du bist es ? fuhr Hupperk wie aus einem raum erwachend aus. Ihr habt euch dadrinnen endlich erinnert, daß I r nrr v , v wir nocy aus oer 'ell uno ma)? cyon längst verdorben und gestorben sind? Was redest du da für Zeug, du altes Weinfaß ! autwortete Textor mit einer gutgespieltm übermüthigen Lustigkeit. r. n ,r T. V ' Hast wohl zu tief in deinen Krug hinein gelcyaut, um mir lolcyen leiazenvitterli chen Willkomm zu bieten. Hattest mir lieber utrinken sollen ! Mun nun selöer dein Elas nehmen, denn der Weg den Berg hinauf hat mich tn der Sonnenhitze warm gemacyr. 1. Dabei ergriff er das gefüllte Glas und trank es in langen Zügen und mit (iAHirftn W-Tinn-n T.-r q?n rtrn l,Hf""M"' vV"3k" .. -44.4 '.4.4,44. pr htt sinrn itrn pS ,.sZ N-N. II, s.",sspn 1 V ll 4... V 44 44 W ..V..V j 44 4444VI., 14 v rw. Inhalts gewesen sein. Mensch Küfer I 1 om 1 'r ri c yanno : Was ireivii ou yier, wenn du mcht trmkst? Was hat dir der Wem gethan, daß du ihn 10 verschmähst? Er schmeckt mir Nicht mehr, entqeqnete Hanno, der sich nur langsam zu erholen das ich mein Kind, mein armes Rös chen verkauft. CT .'. O Tl. M V . k..rt. N si i" 17 iV nS bequem neben Huppertz setzend und zu lr .r4 "T gielcy oas Slas ergreiseno, um es aufs neue zu leeren. Ich hörte wohl so aller.c - rr Z ! - w lei, daß es hier nicht sei, wie eS eigentlich jem ouic, oocy 10 icyllmm yao ten mir die Sache nicht vorgestellt, wie dein Seufzen und deine Worte andeuten wol len. Erzählemir, was vorgegangen ist. schütte dem alten Freunde und Gevatter dein Herz aus das meinige ,hat viel I t f Y. -. 4. .. P c . leicyr gieicy viel uno glelcy cymeres oir dafür wiederzugeben und dann dann weiß ich wohl auch guten Rath für dich nur nicht für mich. Voran! an oeiner Zunge freien kauf uno er zähle ! Was ist da viel zu erzählen,, sagte I . . i v m m puppen) mit nleoerge,chlagenem licr, mit wenigen Worten ist's kundgethan. I rv js- v 4. 1T1 " oaryie oas viua memes inoes zu gründm unl brachte ihm nur Ungluef, ihm und uns allen. er evnaro velzanoeit oas arme Röschen alfo nicht, wie sich's gehört? O, der Schändliche ! Ein hartes, böses Wort hat er seiner rt v 1 ... I u"- "" v rau noaz nicht ge aal da lame er auch dem huppertz recht! Aber er vernach. lässigt sie, ist lieber draußen als daheim. schon seitMondcn haben wir ihn nicht ge I 1 ' ' ' 7 ' 4Z ehen. Mn dna m nss-a frt nnr rATimm 4 .., V 4 . 44 XJ ,444. 44 nicht, akter Freund. Der Leonard reist und muß reifen.' um sich eine Kundschaft zu erwerben und seine Weixe an den lfm Ivcann zu vrmgen.Und das Geld dafür durchzubrinaen. brummte öanno. dann sekte ei nach einer Pause hinzu: Das ist auch nicht mein r 1 4 ' . - ' allergrößter Kummer, das kann sich alles wieder machen, doch mein Rös chen Nun, was ist mit ihr? Die Aermste macht nur schwere Sorge, sprach Huppertz jetzt mit einem tiefen Seufzer. Seit ihrem Wochenbett vor , r.ie cm I r NUN wohl fünf Monaten kränkelt sie - Gewiß eine unnöthige Sorge,' manche spüren noch weit länger die Folgen davon und werden dann um so .kräs Niger. I erst Will es zu Gott hoffen. Auch sagt k rn.ii . " i mir o mein yccuajen. Und das Kind? Ein kräftiger, herziger Bub! rief Huppertz nun mit aufblitzenden Augen. 0, du undankbarer, grieSgrämlicher,
gtücklicher Großvater! . Hast alle, wa?
das Herz nur begehren kann, ipielst dennoch den Ungluckl: -zen. Will bef er sagen, was dir feh.t: eme ordc-.ltllche tüchtige und tägliche Beschäftigung wie ; früher. Hättest du die, dann würben olche melancholiiche Gedanken r fern bleiben und auch der köstliche Klosterwcin dir wieder wie früher schmecken noch weit besser als mir, dem Schwiegervater eines Millionärs, der keineswegs an eine solche feine Sorte gewöhnt ist. Konntest bei Gott dcecht haben, ap Permost ! fuhr Hanno mit Lebendigkeit aus, indeß der Buchhalter sich wieder ein schenkte und trank, as Nichtsthun und Faullenzen ganze Tc-ze lang macht dickes Blut und erzeugt die bösen, schwarzen Gedanken. Daß du dies einsichst, ist schon ein An fang zur Besserung und he ! wie wäre es, wenn ich dir das Mittel böte, wieder vollends der Alte zu :?erden in der Lustig kett und m der Arbeit ? Dann würde ich dich mit offenen Ar men willkommen heißen. Doch rede ! Du weißt nicht, fräs icix einem Jahr im Vrei-iton.genauje vorgegangen ist. Ich war der Rabenvater, der sein lic bcs schönes Kind einem häßlichen geizi gen Drachen opferte, der auf semen goldenen Schätzen sikt und sie voll Gist und Galle bewacht. Äch. Hanno, du kannst dir nicht denken, w is ich erduldet habe ! Anstatt als Schwiegervater des Patrons der Ruhe pflegen, mich seines vielen Gel des und meines armen Lebens ordentlich freuen zu können, wie es sich doch gehört hätte, sitze ich nach wie vor im Comptoir, muß die leichtfertige Jugend überwachen und die Alten zur Arbeit antreiben; muß Bücher und Correspondenzen führen.mich abrackern von früh bis spät und dabei die Stunden einhalten, als ob ich noch ein simpler Buchhalter und nicht Vater der Hausfrau wäre. Und was hab ich dabei gewonnen? So gut wie gar nichts! Mein Gehalt beziehe ich nach wie vor, leinen Pfennig mehr oder weniger. Zweierlei hab ich jetzt mit dir zu be sprechen. Zuerst etwas, was hauptsächlich dich betrifft.Hör mich an ! Mein Herr Schwiegersohn will den Weinhandcl ganz ausgeben, die in unsern Kellern lagern den Vorräthe sollen rasch verkauft wer den. Ah und warum? rief huppertz vol ler Staunen. Doch ohne sich an den Einwurs zu kehren, fuhr der Buchhalter fort: Der Küfer welcher an deine Stelle ge treten ist, versteht seine Sache schlecht er ist noch lange kein Huppertz! Ich sürchte, er richtet Unheil an, uud deshalb mußt du uns beistehen, so lange bis die Fässer leer, und die Weine draußen sind. Die Geschichte käme dann nach Wunsch rasch in Ordnung nnd du hättest wieder eine ordentliche und angenehme Bcschäf tigung, die dir die bösen Grillen ganz gemiß vertreiben würde. Sappermost, da hast du recht, Gevatter! DaS ist ein glücklicher Gedanke, der uns allen, besonders mir, helfen könnte. Er wirkt jetzt schon wunderbar. Nasch einen herzhaften Schluck darauf. Doch wie wie wäre das anzustellen ? ' Auf die einfachste Weise von der Welt, hab alles bereits überlegt und im Kopfe geordnet. Wofür wäre ich auch sonst die Seele des großen van Embdeschen Kaufhauses? Jede Woche kommst du auf ein oder zwei Tage zu uns das wird vollauf genügen. Du ordnest die Keller arbeit an, siehst nach, ob sie nach deinem Willen gethan wurde. Die Post, welche an jedem Morgen dort unten vorbeifährt, bringt dich in kaum einem halben Tag zu uns, u. amAbend fährst du mit ihr wie der heim, mußt dann freilich die Nacht im Postwagen schlafen, doch wird dadurch auch wieder viel Zeit erspart. Bei mir wohnst du. Ich habe ein hübsches Zim mer mit einem Bett für dich bereit o, du wirst den Raum nicht wiedererkennen, so nett hat ihn mein Schwiegersohn trotz seines Geizes herrichten lassen und wir essen und trinken natürlich auch zusam men. Topp, ich schlage ein ! rief Huppertz mit unverhohlener' Freude, seine Hand dem Buchhalter entgegenstreckend. ' Doch Herr Wmand ist er mit allem emver standen ? fragte er plötzlich und wie schrocken von dem Gedanken die Hand wieder zurückziehend. . Mein Herr Schwiegersohn weiß, wie schlimm es im Keller zugeht,, und wird meine Anordnung freudig begrüßen, ent gegnete Textor ausweichend und mit ei ner verlegenen Grimasse. Uebrigens hat er mir vollständig freie Hand gelassen und ich würde auf der ganzen Welt keine bessere Hülse finden können als dich. Also abgemacht? Da hast du wieder Recht, sprach Hup pertz sinnend vor sich hin. Und dann komme ich dem Winand nicht gelegen. ich werde es schon an seinen Mienen sehen können dann gehe ich wieder heim und die Geschichte ist zu Ende. Ich bin bereit, Gevatter, sagte er wieder laut und jetzt in Textors hingehaltene Hand ein schlagend, und komme, wann du es für gut findest. So ist's recht, Freund Hanno ! rief Textor mit auffallender Freudigkeit.Dann setzte er vertraulich und mit einem Psisfi gen Lächeln hinzu : Und der Lohn wird auch nicht ausbleiben. Merkst du den gar nichts, du alte Kellerratte ! Du oder vielmehr du und dein Schwieger söhn, ihr seid Weinhändler ! Der Urban kann in der Stadt für eigene Rechnung verkaufen, du gibst ihm die Proben und mit mir rechnet ihr ab. Da ließe sich ein gutes Geschäftchen machen, auf ehrlich Weise leicht ein schönes Stück Geld v dienen. (Fortsetzung folgt.) Alternde Schönen prahlen bisweilen mit Liebesbriefen, wie alte Stadtthore mit eingemauerten Kanonenkugeln. Sächsische Kraft spräche. Ja, sehn Se, da rihmen sich immer die Breißen mit ihrer großen Tapferkeit; aber was wär's denn bei St. Privat gewesen, wenn wir Sachsen mch dabei gewesen wären ? Kirschkuchen wär gewesen ! . - Der sch teckliche Fluch. Ein kleiner Junge sagt zu skinerMutter: .Aber, Mutter, das muß ein schrec? lich er Fluch sein: Stern-Kreuz-Ordenö Darnl" -7
Ein komischer ttnopf. Aus Ranis (Kreis Ziegenbrück) schreibt man der Berliner Volkszeitung'' : Der nachfolgende Ukas ist an alle Vorsianoe der geselligen Vereine (Turner-, ischuten, Gesangvereine ergangen : Ranisden30. Jull 1882. An den Vorstand des :c. Vereins hier. Sehr häusig gehören Personen, welche regelmäßig mit Steuern, Kämmereige fällen und besonders Schulgeld im Ruck stände bleiben, einem, ja sogar zwei Ver einen an, zu denen sie zu VergnugungS , . i V ! . 0 .
zwecken Beiträge zahlen, ir- MU5 oiw als ein moralischer grober Unfug bezelch net werden. Nächstens werden wir sämmtlichen Vere:nsvorständen diejeni gen Individuen namentlich bezeichnen, welche wegen Kommunalsteuern und Schulgelderresten es bis zur Zwangs Vollstreckung haben kommen laffen, und werden wir dem betreffenden Verein keine Tanzerlaubniß mehr ertheilen, so lange dergleichen Subjekte dem Vereine ange hören. Die Gesuche sind deshalb minbestens acht Tage vorher anzubringen. Uebrigens werden wir derartige Sub jekle auch noch sämmtlichen Gast und Schankwirthen mit dem Androhen namentlich mittheilen, daß wenn sie serner solche Personen in ihren Lokalen dulden, wir von der uns zustehenden Bcsugniß der Festsetzung dc Polizeistunde auf 9, resp. 10 Uhr Abends Gebrauch machen würden. Wir bitten, dies zur Kenntnißnahme sämmtlicher Vereinsmitgliedcr zu brin gen. Der Magistrat. Polizeiverwaltung. Knopf. Man kann sich denken, welchen Ein druck dieser Ukas gemacht hat. Zunächst hat derselbe folgendes launige Spottge dicht hervorgerufen: 0 Knöpfele ! O Knöpfele ! Was hängt an Deinem Köpfele? Ein reaktionäres Zöpfele. Verfolgst jedwed Geschövfele, Was sich gern tränk' ein Zöpfele, . Mit Dein Steuerschröpfköpfele Thai'st gern in jedes Töpfele Ein gallig-bittres Tröpfele, O Knöpfele : O Knöpfele ! m. as bist für ein Geschöpsele ! D?r Bürgermeister Knopf Viel Gewalt'ges wirkt hienieden Tbatenkräftig mancher Kopf, Aber keiner recht entschieden An den Bürgermeister Knopf. Leider in beschränkten Grenzen Siehst Du seinen scharfen Blick Ueber Ranis' Städtchen glänzen In dem Kreise Ziegenbrück. Einen Ukas jüngst erlaffen Hat alldort der strenge Mann : Allen, die den Steuerkaffen Schulden, sei es kundgethan. Sonderlich soll's Der vernehmen. Der das Schulgeld nicht bezahlt. Binnen will ich und vervehmen Ihn, soweit mein Scepter strahlt. Nimmc: wink' ein Trunk ihm labend. Sei's ein Schopp:n in der Früh, Sei's ein Töpsch:n spät am Abend, Nach des Tages Last und Müh'. Von des Liedes holden Gaben Soll er ausgeschloffen sein. Denn nur gute Menschen haben Am Gesang sich zu erfreu'n. Und wo man zum Tanze spielet. Schleich' er schuldbewußt vorbei. Daß er tief und tiefer fühlet. Wie er ein Vervehmter sei. Büßen soll, wer einen Tropsen Dem Gebannten dennoch schänkt. Büßen, daß er ewig Knöpfen, Seines Bürgermeisters, denkt. Ja, dem Wirth, der dieser Kunden Einen tränkt ein einzig Mal, Schließt, ich schwör's zur neuntenStun den Knopf am Abend das Lokal. Sieh ! Da fuhr ein großer Schrecken Durch das Städtchen Ranis her Schrecklich ist's, in Schulden stecken. Doch der Durst ist schrecklicher ! Ein'ge dursteten, dem Brand: Ihrer Kehlen trotzend, fort. Viele zogen aus dem Lande Hm nach emem seuchi'ren Ort. Aber mehr noch gab's, die zahlend Vi . . . Beugten lyren yarlen ttoof Also über Ranis strahlend ' Flog der Ruhm des strengen Knopf ! (.Ulk.-) Begrenzte Ehrlich k e it. Mir fehlen schon wieder zehn Mark, Johan.:! Du mußt mir's genommen hab'." Aber, gnä' Herr, was glauben'z denn von mir ? Eine Mark wär' möglich, aber zehn Mark nein, da bin ich viel ut ehrlich ! 3 Unangenehmer T ruck seh l7r. Vor der Berathung über den wichtigsten Paragraphen der Statuten verließ der Verstand plötzlich die Versammlung."' - Sättigung. '.f ist doch kurios, wie Einer von Spickaal satt nrt, meinte Schulze Michel Erst aß tch 'ne kleine Gans, ich blieb hungrig, dann noch 'nen Eierkuchen von der dicksten Sorte, der half auch mcht; aber als ick zuletz: nur 'nen ganz kleinen Teller voll Spickaal aß, da hatte ich genug." Sonst und jetzt. Oft heißt es : ach, wie mäßig doch Die Alten sich erfrischten, , Indem sie stets zum Weine noch Viel reines Waffer mischten. Jetzt schilt man auf die Trinkerei Und nennt den Trinker. Säufer, Doch das bedenkt man nicht dabei . Jetzt wäffern die Virkäuser.
