Indiana Tribüne, Volume 4, Number 433, Indianapolis, Marion County, 25 August 1882 — Page 2
BndmM n urtmmp f 4'4Vfl w " Fa.qlich;- Lud SsnQtszsansssLc. Ofsscc: Dclawc:rcStr. lEr)tcrHl a Focond-cias3 matter at the ftosto.Ticc at Indianapolis, Indiana.J . slbonnetncniS-5JrciIe: TLgUchc ?In5zabe 12 CtZ. Per Woche. Sonntüüu!gal:e ö EtZ. Per?!um:ncr. Veide zusammen 15 Cts. Per Woche. CST DaZ Taablatt erscheint jeden Nachmit tag um 2 Uhr. Die Sonntagsankzab, erscheint tes Morgens. Tribune Fablisliino Company. JndwspoliS, Ind., 25. August 1682. ;W7: Qi,tt:vskzn-ffrachtfäl;e. Ein Ausschuß dcö englisch Parlamentes x)at sich eingehend mit der Frage besaßt, ob die Frachtsätze der Eisenbah. nen durch Gesetz bestimmt erden könn Jtn. Da nun derselbe Gegenstand auch in den Ver. Staaten wiederholt sowohl vor dem Congressc, als auch vor mehreren Legislaturen erörtert worden ist. ohne befriedigende Erledigung zu finden, so ist die Entscheidung der britischen Staatsmänner von großem Interesse. Denn unsere Politiker und nur allzu getreue Nachbeter der englischen. Auch in England cxistirt kein bestimm teS System zur Feststellung der Fracht raten. Das Princip, so viel zu berech nen, als der Verkehr vertragen kann, d. h. das Raubritter-Princip, ist dort ae rade so vorberrschend. wie hier. Nur der Mitbewerb zügelt die Herren einiger maßen, und wo er besonders stark ist. nehmen sie. was sie kruaen können. Auf die wirklichen Kosten der Beförde rung wird nicht die geringste Nückstcht eenommcn. und übereinstimmend mit unseren Monopolisten erklären auch die englischen, daß Die sich gar nicht fettste! len lassen. Kein einziger der vom Eo mite vernommenen .Zeugen" empfahl übrigens die Einführung gleichmä ßiger Meilenraten, weil ohne Frage die Kosten auf längeren Strecken veryaitnimazg abnehmen, dagegen wurde allgemein die Fcstsktznng einer höchsten Rate befürwortet, über welche die Eisendahnen nicht hinausgehen dür fen. Einen solchen Maximal-Frachtsatz bllllate auch derAuslchun. Zu besonderen Beschwerden geben natürlich die sogenannten Differential larise Anlaß.. Unsere östlichen Farmer klagen darüber, daß ihre westlichen Eon currenten Getreide und Fleisch zu billig nach den Hasenplahen schaffen können. .und zwischen den vom Westen nach Bai timore, bezüglich nach New Bork führenden Eisenbahnen herrscht schon lange Streit, weil auf der längeren Strecke unter denselben Verhältnissen nicht mehr berechnet wird, als aus der kürzeren. Durch diese Bevorzugung gewisser Plätze seitens der Eisenbahnen aehen anderen ,' Plätzen ihre sogenannten natürlichen Vortheile verloren. Sie werden in scharfen Mitbewerb mit Gegend! ge bracht, die sie sonst nicht zu fürchten hät fcn und büßen dadurch einen Theil ihres Gewinnes ein. Dem englischen Parla mentsausschuß aber, dem viele solcher Beschwerden vorgebracht wurden, will es schier bedünken,daß der bereateUebel stand in Wahrheit ein großer Vortheil für das Publikum ist. Denn wenn das selbe für seinen Bedars nicht allein auf die zunächst liegenden Punkte angewie sen sei, sondern denselben in Folge der billigen Frachtraten auch aus entfernte ren Gegenden decken könne, so habe es stets Gelegenheit.billlg zu kaufen. Aller w omas tarnen ungereqtlgttiten vor, na mentlich, insofern für dieselbeWaare aus der elben Streckenlänge verschiedene Na ten berechnet würden, aber derartige tnzettalle entzögen nch der Eesetzae bung, und die Gerichte könnten nicht immer feststellen, was als bllllgerFracht satz zu betrachten sei. Feststehende Raten v c r fw . wuroen mir oem freien 'cttvewero in Eonflikt gerathen, und deshalb,so schließt das Eomite, verwerfe es jede Gesekge bung, die darauf ausgehe, die Eisen bahnen zu gleichmäßigen Frachtsätzen zu zwingen. Ungarn und Oesterreich. Seit mehreren Jahren schon hat in Ungarn fast allgemein die Erkenntniß Platz gegriffen, daß die Lcbensinteressen dzs Landes im dualistischen Staatsver bände mit Oesterreich zu wahren seien, vorausgesetzt allerdings, daß letzteres sich stark und klug genug erweise, um eine wirkliche Staatseinheit herzustellen. Ein lose zusammengehaltenes Reich, dessen einzelne Nationalitäten sich gegenseitig beseinden und nach Losreißung vom Staatsverbande streben, kann den Un gärn nichts nützen. Das gewährt ihnen keinen Schutz, sondern stürzt sie nur in Verlegenheiten hinein, denen sie sür sich allein fernbleiben können. Sie haben es verstanden, theils durch List, theils durch Brutalität, die verschiedenen Nationalitäten im eigenen Lande unter e in e n Hut zu bringen, und sie verlangen, daß Oesterreich dasselbe thue. Von Böhmen, Polen, Kroaten, Slovenen u. s. w. wollen sie nichts wissen. Neben ihnen soll es nur noch Oesterreicher ge ben, wie sie selbst sich nu? als Ungarn an der gemeinsamen Verwaltung betheiligen. Gras Taafe versprach den ungarischen Politikern, die nach Außen gravitiren den Nationalitäten" zu versöhnen. Er verhieß ihnen den österreichischen Ein keitsstaat, der mit dem ungarischen Ein heltöstaate zusammen den mächtigen Ge sammtstaat bilden solle,- und sie verhiel ten sich Jahre lang abwartend. Aber .Taafe hat sein Wort nicht gehalten. Er hat die Deutschen, die unerschütterlich zu Oesterreich hielten, vollständig entfrem det, die Böhmen durch Zugeständnisse lüstern gemacht, diePolen gegen die Ru knen gehetzt und sogar eine neue Pa
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tiOnalitätenZkJJe, die slovenische, zn schassen gewußt. Das gestel den Un
gärn nicht, und als vollenJZ die Jtalia nissimi in Trieft ihr Haupt erhoben, wurde man in Pest sehr unrubig. Man sagt sich, daß die Spaltung der Natio nalitätcn in Oesterreich nicht ohne Rück Wirkung auf Ungarn bleiben kann, und im Interesse der Erhaltung ihrer Herr schaft mögen die Magyaren selbst zu ver zweifelten Mitteln greisen. 3 e i merkwüdige Erschei nunaen werden aus dem Anne-Arundel Eounty und auZ HagerLton?n, Md., be richtet. Dort hatte Herr G. S. Ehest nut sein Eis mit Roggenstroh bedeckt, au5 welchem einige Körner aus das Eis sielen und keimten. Ja, die Wurzeln wuchsen mehrer Zoll tief in daL Eis hin ein und trieben noch immer weiter. Und in Hagerötown fand Herr Hofsmann vor Kurzem zwei Mais Kolben in einer Hülse; Herr Funkhauser bot" ihn mit drei, aber jetzt muß auch er sich beschämt urückztthen, denn Herr Joseph Scherer at vier Maisiuusa ü einer yulje at Suden. Neue Lebenssphüre für die Pflanzen. Schon seit ungefähr zwei Jahren begegnen wir wiederholten Notizen in den Zeitungen, daß es einem französischen Gärtner gelungen sei. Pflanzen ohne Spur von Erde theils zu ziehen, theils so zu conserviren, daß sie fortfahren zu leben, zu blühen und Früchte zu tragen; und nicht etwa nur einzelne Pflanzen, wie z. B. die sogenannten Lust- und die Wasfervflanzen die von Natur so eingerichtet sind, daß sie des Erdreichs nicht bedürfen, sondern alle einheimischen und acczimatisirten, unter freiemHimmel und tm Gewächs- oder Warmhaufe gedethenden, Blüthen und nährende Früchte spendenden. - Zwar ist es noch nicht so weit gekom men, daß man daran denken könnte, das Menschengeschlecht in Betreff seiner vegetabilischen Nahrung von der Mutter Erde zu emancipiren, aber doch sind be reits überraschende Erfolge erzielt worden, über die wir einer Pariser Eorre spondcnz an die London Times- das Folgende entnehmen: Der französische Gärtner Dumeönil entnimmt irgend welchen, völlig unfruchtbaren Sumpfländereien Moos, trocknet dasselbe und imprägnirt es als dann mit einer Lösung künstlicherDüng Mittel, deren Zusammensetzung zur Zeit noch sein Geheimniß ist. Dieses im prägnirte oder sertilisirte Moos hält sich in der leichtesten Verpackung und hat innerhalb der bis jetzt möglichen Be obachtungsperiode seine eigenthümliche Einwirkung auf die Pflanzen ganz un verändert bewahrt. Umhüllt man mit diesem ein wenig angefeuchteten Moose Wurzelknollen, Stöckllnge oder Samenkörner, so begm nen diese Wurzeln zu schlagen,' Stengel, Zweige und Blätter zu treiben und bringen weiterhin Blüthen und Früchte in derselben Art und Weise hervor, wie sie dies thun wü?dcn,wenn man sie unter den günstigsten Umständen dem Schooße der Erde übergeben hätte. Auf den Märt ten von Paris sind zur Zeit Radieschen, Brunnenkresse und verschiedene Beeren verkäuflich, die auf diese Weise gezogen wurden und unabhängig von der Iah reszeit mit leichter Mühe an jedem Ort gezogen werden können. Blumen, die man statt wie seither in Blumentöpsen,in diesem Moose zieht, gewinnen an Schönheit und Wohlgeruch der Blüthen, Mühen crnhaltcnber und setzen in häufigerer Wiederholung neue Blüthen an, als die in der Erde gezogenen Blumen. Da die kleinen und leichten Moosballcn irgendwo angebracht werden können, so hat man mittels derselben DekorationSEffecte hervorgebracht, die seither mit dem größten Kostenaufwande nicht hergestellt werden konnten. Will man das sertilisirte Moos zur Eonservirung in der Erde gewachsener Pflanzen benutzen, so hat man die Wur-, zeln derselben nur sorgfältig und vorsichtig von jeder Spur der Erde zu befreien, dieselben sodann aus einer Unterläge von Moos auszubreiten und alsdann mit einer dünnen Schicht zu bedecken. Die Pflanzen verzweigen die Wur,el fasern fAnefl im Moose und aeIdeihen dann üppig fort, bleiben länger frisch und gesund, als dies jemals in der er v . c . n r i!..o r.i:fin zioz oer jau. erarilges jeuuiir tes Moos ist seit einiacn Tagen in den Samen - Handlungen von New $orl verkäuflich und wir werden. einen Versuch mit demselben anstellen. Aravi'ö Stellung. Die Stadt Alexandria und das be nachbarte Land bilden eine Art Halb insel, die auf der einen Seite von Salz Marschen und sumpfigen Seen, aus der anderen vom mittelländischen Meere be grenzt wird. Es ist fast unmöglich, in's innere einudrinaen, außer über den schmalen Landstreifen, der zwischen die sen natürlichen Hindernissen, den Süm pfen und der See, dahinläust. In der Mitte der Landzunge ist die Eisenbahn angelegt, welche den Hafen mit Unter Aegypten verbindet, und auf der breite sten Stelle des Streifens, aus halb san digem, halb erdigem Boden, hat Arabi Pascha sem Lager ausgeschlagen. Etwas nach Westen hin, in der Richtung nach Alexandria, schneidet eine fortlaufende, wohlangelegte Besestigungölmie, die über die Eisenbahn und den MahmudiEanal läuft, den Weg vom Mareotis-See nach den Marschen von Ramleh ab. Krupp Kanonen und siebzig Feldgeschütze, auf den höchsten Punkten aufgestellt, verthei digen die Schanzen, welche die Straße vom Seeufer bis zum Eanal und bis an die überschwemmten Ebenen vollständig absperren. Sie zu nehmen oder zu um gehen, wird ein hartes Stück Arbeit sein, zumal, die ägyptische Artillerie keines weg zu verachten ist. Die Eavallerie, die über sehr gute Pferde verfügt, soll äußerst brauchbar sein, und. auch die In
wird also cMoiu Ein Kinderspiel cte nNlander keinesfalls haben. Viscyof Neflcr, der höchste Würdenträger der griechischen Kirche in Amerika, ist auf der Fahrt von Alaska nach San Francisco, seiner Nesidenz, in geheimnißvoller Weise ver schwunden, oder hat wahrscheinlich sein Leben durch einen freiwilligen Sprung in oen ajcccrn aecnoer. lir war im Frühjahr dieses Jahres zu einer Inspektion der zu seiner Diöcese gehörigen Sprengel mit dem Dampfer St. Paul" nach Alaska kbgercist und hatte vor einigen Wochen feine Rückreise mit demselben Schisse angetreten. Während der St. Paul" Hasen von St. Michael auf einer der Aleuten vor Anker lag, war in dem Benehmen des Bischofs eine merkliche Veränderung eingetreten, die seine Rcisegcsahrten zu dem Glauben veranlaßte, daß derselbe geistig gestört sei. Kaum hatte der Dampfer den Hafen verlassen, so wurde der Bischof, der sich noch srüh gegen 8 Uhr in ungewöhnlich lebhaster Weise unterhalten hatte, ver mißt. Das Schiff wurde erfolgslos durchsucht, Boote wurden ausgesetzt, die den ganzen Tag über im Meere nach Nestors Leiche forschten, aber keine Spur wurde gefunden. Sonach bleibt nur die Annahme übrig, daß es dem Bifchof, obwohl alle Passagiere und die gesammte Mannschaft auf Deck waren, gelungen ist, unbeachtet in das Meer zu springen. In San Francisco ist nie ein Bischof der gricchisch'katholischen Kirche gewesen, der sich in ähnlichem Grade allgemeiner Liede und Verehrung erfreut, der in ähnlichem Grade die Fürsorge für die Armen aller Eonfessionen zu seiner Le bensaufgabe gemacht hat. Bischof Ne stor, -der dem kurländischen Geschlechte der Barone von Saß entstammt und mit den vornehmsten Familien des russischen Reiches veiwandt war, war ursprünglich zum Eintritt in die russische Marine be stimmt und hatte in der Eonstantinow' Aschen Marineschule in St. Petersburg die sorgsältigste Erziehung genossen, machte als Lieutenant den Krimkrieg mit und trat nach dessen Beendigung als Bruder Nestor in ein griechisches Kloster, wo er, der früher lebenslustige Ossizier, sich den niedrigsten Arbeiten und Härtesten Kasteiunken unterzog. Nach zehnjähriger Wirksamkeit als Seelsorger der russischen Gemeinde in Nizza kam er als Bischof nach San Francisco und entfaltete hier eine Thätigkeit, die ihm die Verehrung der gesammten Bevölkerung gewann ; er ist nur 56 Jahre alt geworden. Tcr Cognac. Der eigentliche Franzbranntwein, d. h. der aus Wein destillirte französische Branntwein, der den Namen, den er im uanoet tuorl. oer lstaot loanac am linken Ufer des Charente verdankt, in itninimcD selb t aber euii üe vie, in den Ver. Staaten Brandy genannt wird, ist, wenn er wirklich aus französi schem Weißwein hergestellt wird, nicht nur einer der feinsten und gehaltreichsten Branntweine, sondern nimmt an Geist und Aroma die erste Stellung unter den destillirten Getränken ein. Selbst der nicht aus dem Wein selbst, sondern aus den Trestern, den Kelterrückständen her gestellte Cognac ist ein zwar billiges, aber immer noch reelles Fabrikat. Seit Jahren schon wird der größte Theil des aus Frankreich bezogenen Cognac ledig lich aus Fruchtbranntwein und dem sog. Cognacöl sabrizirt, aber in neuester Zeit hat selbst dieser angebliche Cognac ordinären und aes'-indheitsschadlichen LSIschungen weichen muszen. Dem Be richte eines unserer Cosuln in Frer reich, des Hrrn Gissard, entnehmen roi nachstehenden Angaden über die gegen wörtige ,CognacProduktion. Beinahe aller Coanac oder Brandy, der von Frankreich nach den Ver. Staaten importirt wird, kommt aus dem Distrikte La Rochelle. Im vorigen Jahre wurde sür $1,33G,593 Cognac in den Ver. Staaten eingesührt und von dieser Summe kam der Betrag von $1,210, 851 auf das genannte Arrondissement, resp, auf die in solchem gelegene Stadt Coanac. Seit drei Jahren ist dort nicht ein Tropfen Franzbranntwein auö wirklichem Wein erzeugt worden. Die Reben des gesammten Bezirks von sind der Phylloxera völlig zerstört worden, in diesem Jahre wird m der ganzen Cham pagne als dem Departement der Cha rente auch nicht einmal ein einzigeSBar rel wirklicher Cognac produzirt werden. Große Wemgeschäste in dem - genann ten Departement und in Bordeauz hat ten vor drei Jahren noch einen Vorrath von 2,000,()00 Gallonen wirklichen Cog nacs, ein Theil dieses Vorrathes ist noch heute an Hand und kann zu horrenden Preisen bezogen werden. Obgleich aber seit drei Jahren Cognac so gut wie rnch producirt worden ist, ist doch die Aus fuhr deffelben im Steigen begriffen. Man muß sonach zuge?Iehen, daß der be Weitem größte Theil des aus Frankreich kommenden Brandy nichts anderes als durchweg acfälschtcr Stoss ist. Aller nach den Ver. Staaten exportirte Cog nak geht über New Z)ork oder Boston und die Zahlung für solchen muß der der Einschiffung in Havre oder Bordeaux erlegt werden. Die sranzönschen Cog nac-Fabrikanten machen gar ketn Ge heimniß daraus, daß der nach den Ver Staaten bestimmte Cognac aus Kar tosfelschnapps und gewissen Jngredien zen hergestellt wird, versichern aber, in dem jeder Einzelne von ihnen die besten Recepte zu besitzen behauptkt, daß Ame rika nun einmal Cognac haben wolle, und daß man ihm daher das Gewünschte zurecht machen müsse. Von dem wem gen in Frankreich noch vorhandenen Cognac wird der Hectolitcr Trester branntwein ungefähr 22 Gallonen in Cognac selbst nicht unter 205 Iran ken verkaust und der Durchschnittspreis für den nc.ch Amerika cxportirten echten Cognac beträgt im Aussuhrhasen 175 Franken für den Hectoliter, für 180 Franken aber wird schon echter Cognac
sanierte werden
geliefert, der lau! der Etikette aus den berühmten Jahren 1849 oder 1S7C her rührt. In Deutschland gebrannter Kartoffelschnapps und eine aus Fuselöl hergestellte Imitation von Eognacö! bilden die.Hauptbestandthcile des für Amerika bestimmten Brandy, eines Getränke, das nicht weniger gesundheits gefährlich ist, als der Absynth und dessen Einsuhr gänzlich verboten werden sollte. Pariö g.rmaniflrt" sich. Von Zeit zu Zeit lassen französische Blätter Warnungsruse erschallen, die durch ihrcEinfältigkeit ungemein komifch wirken. So steht es bei ihnen fest, daß alle Handelsreisenden, die nach Frank reich kommen, Spione sind. Die nie drigen Preise der deutschen Waaren, ge gen welche die französischen Kaufleute gar nicht auskommen können, verbergen nur das eigentliche Reiseziel dieser Leute. In Wahrheit kommen die armen Prusstens aus ihrem Kartoffellande nur nach dem schönen Gallien hinüber, weil sie, durch den Champagner lüstern geworden, auf Eroberung sinnen. Sie haben sich während des Feldzuges dermaßen in den Schaumwein verliebt, daß sie ohne ihn gar nicht mehr leben können und um
felNttwillen das ganze Frankenland annectiren wollen. Dagegen sagt wört lich ein im Mittelpunkte der Intelligenz erscheinendes Blatt, haben die Pariser einen lächerlichen Geschmack gesunden an dem deutschen Vier zu einem Franken das Liter, und die deutschen Bierwirth chatten mehren sich tagtäglich auf den Boulevards und in den Hauptstraßen im Centrum der Stadt. Ste sind ge Ciifw mU C7N.ttf. v:. ti.iv. . uui .jiuiicii, uic iiyi vyciu vvii Berlin erhalten und sich vom Morgen bis zum Abend in ihremKa uderwelsch mit Ungehörigkeiten gegen Frankreich unter halten. Diese Wirthshäuser sind die BerelNlgungspunkte, wo sich die Bewohner der Spree-User versammeln, ihre Beobachtungen machen und ihre Meinungen austauschen. Was zum Teufel müffen denn die Franzosen auch ihr Geld m solche Häuser tragen ? Diese Neigung zum 5)opfenproduct, woher kommt sie denn ? Thatsache ist sie, da m Paris mehr Bier als Wein getrunken wird." Dem betreffenden Fragesteller kann auch geholfen werden. Thatsache ist, daß seit mehreren Jahren namentlich die billigen französischen Weine von allem Anderen mehr enthalten, als vom edlen Rebensaft. Ehe aber ein Arbeiter sein schwer erworbenes Geld für dieses gesundheitsschädllche Zeug ausglebt, unterdrückt er lieber seinen Patriotismus" und trinkt gesundes deutsches B!er. Kaltblütig. Unter den zuletzt in Petersburg ver hasteten Nihilisten besand sich ein gewij ser Gratschewsly, Specialist m der Fa brikation von Sprengstoffen, unter des sen Leitung ein ganzes Laboratorium arbeitete. Obgleich er ein äußerst stilles Leben führte, zog er doch die Aufmerk famkeit der Polizei auf sich und wurde einst bei seiner Ruckkehr nach Haufe ver hastet. Mein Herr ! Mein Herr ! mit diesem Rufe hielt den Terroristen em verkleideter Spion an. Womit kann ich dienen?- fragte Gratschewöky. SlZ sind rerba tet.- .Was ? ich verhas tet? wie wagen Sie, die Leute zu beunruhigen. . .. ich bm em treuer Un terthan des Kaisers,- also begann um 2 Uhr in der Nacht der Terrorist zu lar men. Als jedoch noch ein Polniit hm zutrat, der ihn versicherte, daß man ihn als Gratschemsky erkannt habe, sagte kr mit vöhni'cher Verbeugung : .In diesem Falle, meine Herren, muß ich mich Ihnen nur vorstellen. Ich habe die Ehre, mich als Terrorist Gralschewö ky zu empfehlen." Mit diesen Worten verschwand der Verhaftete langsam in die bei der Pforte bereitstchende Kutsche mit seinen neuen Bekannten und die Equipage rollte im Trabe in der Rlch tung aus das Haus des Oberpolizei Meisters hin. vo Jnlende. In Bezug aus das geldi Lieber am Rio Grande wird aus San Antonio geschrieben : Die Nachricht von der Gewißheit des Ausbruchö des gel ben Fieber in Matamoras in Mexiko und BrownSville in Texas hat hier nicht wenig Bestürzung verursacht. Zwar hat dÄs gelbe Fieber San Antonio noch nie erreicht, doch traut man dem Frieden nicht mehr. Seitdem daö Eisenbahn netz Texas überzogen hat, haben sich alle Verhältniffe so wesentlich verändert, daß man auch bezuglich der Gelben-Fuber Zone nicht mehr an die Ueberlieferungen glaubt. Als im Jahre 187 das gelbe Fieber in den Niederungen von TexaS bis an die Hügelregion hinein hauste und Hunderte von Flüchtlingen sich nach San Antonicrrctteten, kamen auch hier einige Fälle der Epidemie vor; jeder einzelne Fall roax von dem Patienten selbst eingeschleppt. Mehrere der letzte ren starben, eine Ansteckung und Wei terverbrcitung fand indessen nicht statt. Wir liegen 500 Fuß über der MeereS stäche. Ob uns das vor der Epidemie schützt, weiß ich nicht. Von mehrWerth ist wohl, daß wir auf fünfzig Meilen und mehr im Umkreise kein Sumpfland haben. Dagegen - liegen MatamoraS und BrownSville in unmittelbarer Nähe ausgedehnter Sumpfländereien. 1 Au ßerdcm hat eö in den letzten Wochen be ständig geregnet, und die Temparatur ist zuweilen drückend heiß und schwül gewesen. Von verschiedenen Punkten des Rio Grand berichtet man 105 Grad Fahrenheit. Die natürlichen Bedin gungen zur Entwicklung des gelben Fiebers am unteren Rio Grande werden also wohl gegeben sein. Die Garnison . on - rr . . . . von Vrvwnsviue yai vie Viavi vertai sen und fünfzehn Meilen oberhalb der Stadt ein Lager bezogen. DC? älteste Mann" wieder einmal. In Camden, N. I., wohnt William Bastei, ein ehrwürdiger Neger, der nach eigener Angabe 127 Jahre alt
st. Er wurde, wie er sagt, im Jahre
1755 zu Smyrna im Staate Delamare geboren. Seine Eltern waren Sklaven m der Bayardschen Familie. Wahrend des Revolutionskrieges arbeitete Bastei, der damals 21 bis 22 J -.hrc alt war. aus de? Farm eines scanne. Namens Wllson, zwanzig Meilen von Dover, wohin er kurz vor Anöbruch des Krieges gegangen war. Er hatte eine zahlreiche Familie und verheirathetc neb zwei Mal. Während des Krieges war er Leibdiener von Colonel Morris von General Jack sonö Armee; er begleitete ihn bei New Orleans ins Gefecht und wurde bei sei nein Aufenthalt im Süden vom Typhussicbcr befallen. Er war so krank. daß die Aerzte ihn aufgaben. Nach fei ner Genesung kehrte er nach dem Nor den zurück und blieb 40 Jahre in der Famtiie von Col. Morns. Nach dem Tode seiner zweiten Frau vcrbeirathetc er sich zum dritten Male und jetzt ist er seit mehr als 100 Jahren Famihenvater. Während der letzten 16 Jahre wurde er von seinen Kindern und En keln erhalten. Voriges Jahr war a noch vollkommen rüstig, und ging häusig zu Fuß von Camden nach Mornstown: jetzt aber fangen seine Kräfte an nachzulasten und er leidet hauptsächlich an Appetitlosigkeit. In dem Philanthropen Convent-, der neulich zu Madison,Md., stattfand, wurde an der Hand sorgsam gesammelter Statistiken die erschreckende Thatsache festgestellt, daß, während'die Bevölkerung der Ver. Staaten sich seit 1870 um 26 Prozent vermehrt, die Zahl der Irrsinnigen sich um 100 Prozent e steigert hat. Ein eigenthumlicher Fall von Vllaven-Ehen 'aus der trübten Zeit ist jetzt vor dem OderstaatLgericht von Aladama zur Entscheidung gelangt. Der Streit betraf zwei Frauen, von denen jede die Wittwe von Gus Washington und zu einem Witthum aus seinem Nachlaß .berechtigt zu sein behauptete. Die Eine, Namens Edie, heirathete Washington im Jahre 1847, während Beide Sklaven desselben Herrn waren. Die Ehe. wurde mit Zustimmung des Herrn vor einem NegerGeistlichen geschloffen. Beide lebten mit einander als Eheleute bis zum Herbst 18. Um diese Zeit ließ sich Washington, als ein nunmehr Freigelassener, einen Heirathsschein ausstellen, auf Grund dessen er eine zwcite Frau nahm und mit dieser bis an sem Lebensende m ehelicher Gemeinschaft lebte. Auf Grund dieses Thatbestandes hat das Gericht darüber, zu entscheiden, welche von den beiden Frauen die gesctz liche Frau Washington's wr.. Das Obelstaatsgericht hat zu Gunsten der Frau Edie entschieden, weil ein im September 1865 angenommener Zusatz zu der Staatsverfastung von Alabama an ordnet, daß alle damals in ehelichen Verhältnisten mit einander lebenden be freiten Sklaven und Sklvinnen'gesetz lich als Ehepaare anzuerkennen seien. Von New Nork wird mit getheilt, daß die 235 jungen russischen Jöraellten, die m den nächsten Tagen er wartet werden, dem KolonisationsVer eine Am Olam- angehören und 40.000 Mark mitbringen,, die sie vom Berliner Unterstutzungs Comite erhalten haben. ry rt. . v err. . Vie aeoenlen, tu ioiou naco cern Ave sten &u begeben und dort eine Kolonie zu errtchten. Stavellaufdes.Albatro". Das neue eiserne Dampfschiff, das sür die Regierung in Wilmington von der Pusey & Jones Co. zum Gebrauch der Ver. Staaten Flschcommission erbaut wurde und dessen Bau nahezu 200,000 kostete, wurde am 19. d. M. vom Sta pel gelassen. Dj8 Schiff wird mit Millionen von Exemplaren kleiner Fische nach London zur großen internationa len Fischausstellung, die im kommenden Mai stattfindet, abgesandt werden. Das Schiff wird Albatros- getauft werden und ist 200 Fuß lang, 27 Fuß Zoll breit und hat einen Tiefgang von 1 -uß9 Zoll und eine Tragkraft von 800 Tonnen. . Der Albatros- wird der Direktion des Ver.. Staaten Fischcommistärs Baird unterstellt werden, der mit demselben zur Fischausstcllung nach London gehen wird, welche die größte Fischausstellung werden wird, die je in der Welt abgehalten wurde. Madame Christine. N i elssen Pflegt sich" zur Zeit in Divonne im südlichen Frankreich. Ihre Tour nach dem gelobten Lande der Sängerinnen, den Ver. Staaten, wird sie am 14. Ok tober antreten. v U e d e r d e n ersten amerikanischen Seidenstoff schreibt eine inTallaHassee, Fla., erscheinende Zeitung: Man hat gesagt, daß. das Kleid, welches die Damen des Philadelphia Seidenzucht-Vereins-sür Frau Garsield ansertigten, aus dem ersten Seidenstoff gemacht sei, der jemals in Amerika gewoben worden. Eine Dame in Loan Counly in Florida kann diesen Anspruch ungefähr um 40 Jahre überbieten. Frau Blocker, die erste Gattin des -Capt. Blocker, welcher damals einige Meilen nördlich von Tallahassee wohnte, verfertigte für! sich im Jahre 1842 ein Kleid aus dem ersten in Amerika gewobenen Seidenstoff. Die Eier wurden unter ihrer persönlichen Aufsicht ausgebrütet und die Raupen gezogen; sie haspelte und spann die Seide und wob sie, und ihr gebührt also die Ehre, den ersten amerikanischen Seidenstoff hergestellt zu haben. Sie machte auch eine schöne Seidenweste für ihren Gatten und spann eine vorzügliche Nähseide, welche sie zu tz10 das Pfund ver kaufte." . Vhil. Rappaport, Ncchtsanlvalt und Notar, 62 Süd Delaware Str., INDIAKAJP0U8, IND. TC3IS PAPEC2 nrny 1o fbund o at Qko. P. Iitrt M- ' M- i -a W MM m XWVS vr vu wv KAwonnnpr Advcrtlflinz Bureau 10 Soruco Ct 5 lu-kTn olvnr. m W M MM m M an criff vfi w vrOTJ VOtlll tialng contracis bo niaue ior
WO UfilÄTSto FatalesMißverständn!5. Aus einem Gute in der Nahe von Kölhen hat sich unlängst ein Vorfall zugetragen, der für die Vetheilizten zwar viele Verdrießlichkeiten zur Folge halte, im All gemeinen jedoch große Heiterkeit erregte. Wegen Erkrankungssällen un Klauen' feuche hatte der betreffende Am'.svorfk . . a m
steyer an den Amtsdtencr den Vksem erlassen, in dem betreffenden Stalle d'.e rippen, Wände u. mit Kalkmilch an zupinseln behuss Desinscction. Wie besohlen, so akschaü'ö: dock schon nach kurzer Frist kehrt der Amtsdicner etwaS bestürzt mit der Meldung zurück. G3 (oder 07) Liter Milch hatte er nun schon verbraucht, wenn er auch noch dieLZ5.n0k anstreichen solle, wäre die sünttacüe Quantität nöthig. Der gute Amtsdiener hatte den Besebl allzu wörtlich ae nommcn und den Kalk statt mit Wasser mit Milch angerührt. Türkisch e Finanzen. Au Konstantinopel wird geschrieben: Die Otlomanische Bank hat der türkischen Regierung die bereits besprochene An leihe von 120.(00 Lire (20.000 Lire Kompensation) behuss Ausrüstung eines Expeditionskokps nach Aegypten dewil .igt. Der Finanzminister hatte zweier lei Garantieen vorgeschlagen : 1) Die von Aegypten zu zahlende Entschädi gungssumme sür die Expedition selbst ; 2) Daö Religuat derAnnu'ität der russisehen Kriegsentschädigung, die sür das lausende Jahr vertragsmäßig zur Versügung der Pforte steht, da die Zsh lungen an Rußland erst im Jahre 1883 zu beginnen haben. 'Die Bank entschloß sich natürlich für die zweite Kategorie, deren Sicherhei ohnehin dadurch erhdht wird, daß das Etabliffement selber daS Jncaffo zu besorgen hat. Aus den n e u e st e n Ernteberichten in Böhmen entnimmt man, daß durch die sortdauernde ungünstige Witterung die Ernte arg -.geschädigt worden ist. Das Getreide liegt in sortwähren dem Regen auf den Feldern ; es ist zum Theil bereits gewachsen, hierund da beginnt es zu faulen. In Folge der heißen Tage, wie man sie gegen EndeJuli hatte, ist das Getreide zu - rasch der Reife ent gegengegangcn, und um das Ausfallen der Körner zu verhindern, mußte der Schnitt allenthalben in Angriff genom men werden. So sind ungeheure Mengen von Getreide dem schädlichen Einstuffe der Witterung anheimgefallen. Bekanntlich wurde in Berlin kurz nach der Verhaftung des LandeSvenäthcrs Meiling auch ein angedlichcr russischer Student Namens Rivlin unter demBcrdacht der Mitschuld gcsänglich eingezogen, derselbe nahm sich inocß im Untersuchungsgefängr.iß das Leben. Ueber die Persönlichkeit dieses Rivlin mird folgendes mitgetheilt : Vor mehreren Monaten kam zu einem Berli ner Photographen, der amtlich für die Militärbehörden mit den Photograph! fchen Aufnahmen von Küstenbcsestigun gen, Geschützen, Gewehren u. s. w. zum Zwecke der Ausbildung militärischer Personen beschäftigt ist, ein Ausländer und wünschte unter Benennung der ein zelnen Photographien diese Aufnah me.i, besonders auch die einzelner Pan zerschiffe zu kaufen. Er .gab vor, als Ingenieur 'beim Generalstab thätig zu sein und diese Sachen zum eigenen Studium benutzen zu muffen. Der aewisienhoste Photograph erklärte ihm, er dürse mit diesen Photographien keinen keinen Handeltreiben und dieselben nur der Behörde aus Anweisung ausant Worten. Der sremde entfernte sich hier aus. E.nige Tage später kam er zu einer Zeit, als der Photograph nicht anw 'end war, wieder, und wurde von der T. chtcr des Hauses empfangen. Er. stellte a diese dasselbe Ansinnen, wie an ihren Vater, wurde indeß auch von dieser abgewiesen. Der Tochter kam jedoch das azisdringliche und doch scheue Wesen des Mannes verdächtig vor und sie rief ihre Mutter. Diese suchte, er nun zu bereden, ihm eine Photographie von Berlin zu verkaufen, für welche er ihr M)0 M. bot, sie könne, meinte er, ihm dann ja die Photographien, die er verlangt, schenken, dann hätte sie ihm keine davon verkaust und ihr Gewissen nicht belastet. Nunmehr stutzte auch die Mut ter, blieb indeß ruhig und - bat den Fremden, seinen Namen in das Buch zu schreiben, in welchem die Aufträge für ihren Mann niedergeschrieben werden. Gleichzeitig solle er alle Photographien benennen, die er zu haben wünsche. Der Fremde schrieb .Ingenieur Rivlin- und den Auftrag nieder und nzähe unter Vorzeigung einiger Visitenkarten von Ossizieren .der Armee, daß dies feine Freunde und er selbst beim Generalstab beschäftigt sei. Die 500 M. wollte er gleich da lasten, die Frau verweigerte aber die Annahme. Die deutschen Ko r vs stu -denten sind zusammengetreten, um die mehrfachen Mißstände, im Korpsleben zu erörtern und wirksam zu bekämpfen. Man hatte besonders die jedes Maß überschreitende Gastfreundschaft im Auge. In das hierüber zusammengestellte Album sandte auch Bismaickein Schrei ben, sn welchem derselbe seiue Zustimmung zu der Bewegung ausdrückt. Es lautet : Ich theile die Anschauungen der Herren, welche eine Resorm des Korvslebens ' beabsichtigen, vollständig, Nk:d habe schon zu der Zeit wo meine Söh55 studirten, vergeblich versucht, durch die Universitätsbehörden in ähnlichem Sinne auf daS Korpsleben einzuwirken. Ich habe als Student an dem Korpslcben lebhast Theil genommen und angenehme Erinnerungen darldn bewahrt, vielleicht nur deshalb, weil damals die.Eisenbahnen und die Auswüchse, welche durch die Leichtigkeit des Verkehrs hervorgerusen werden, noch nicht vorhanden waren. Die dem deutschen Charakter seit Jahr lausenden eigenthümliche Neigung, durch Auszüge in die Ferne seine Kampfeslust zu besriedthen, sollte meiner Ansicht nach für daö UniversitätLleben nach Möglichseit eingeschränkt und letzteres soweit t$ durch Kneipen und Mensuren bedingt Wird, lokalisirt bleiben. .
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