Indiana Tribüne, Volume 4, Number 428, Indianapolis, Marion County, 20 August 1882 — Page 3

Der, blinde Zeuge. E'HIunz ton Valentin F.'?. y.tl einem Septembert'ag des Jahres 1,SÖ5 herrschte zu Upton, einem Städt chen in der englischen Grafschaft Wor cester, eine große Assregung. Inder Nähe der Stadt sollte ein gehelmnißvoller Mord verübt orden sein. Am Brunnen erzählten die Mägde davon und vie ein Lauffeuer flog die Nachricht von Straße zu Straße. . ' Nock kannte man freilich weder die

Person des Ermordeten, noch die des Mörders. Aber der alte blinde Bettler und Geiger William Gilpin schwor Stein und Bein darauf; er habe das TodeZröcheln des unglücklichen Opfers gehört und mit dem Mörder gesprochen auf der Hölzer nen Brücke, die über einen Bach führt in der Yügelschlucht zwischen dem Dorfe Tavistock und llpton. - Der Sheriff hörte ebenfalls von die sem Gerede; erließ den Bettler zu sich kommen und erfahr von ihm Folgendes : Am Abend vorher war der Blinde von dem Jahrmarkte in Tavistock heim gewandert, mittelst einer Schnur geleitet von seinem treuen, zu diesem Dienste abgerichteten Pudel. Unterwegs hatten ihn zwei Männer eingeholt, die in erreg ter Weise über Geldangelegenheiten mit einander gesprochen, der Eine mit harter, voltcrnder Stimme. Fünf Minuten später hörte Gilpin vor sich einen Schuß fallen, dann ein gräßliches Röcheln und Stöhnen, das jedoch bald verstummte. Gleich daraus erreichte er mit seinem Pudel, der sich sonderbar zu geberden und ängstlich zu heulen anfing, die Drücke. Der Hund wollte nicht hinüber 'und suchte seinen Herrn zurückzuziehen. Der Blinde glaubte, daß die Brücke vielleicht schadhaft geworden sei, und tastete vorsichtig mit seinem Wander pabe hin und her. Da berührte er einen weichen Gegenstand, und sein Tastsinn sagte ihm. sogleich, daß weder Holz noch Stein, noch etwa ein vom Wagen gefal lener Kornsack vor ihm liege ; das Hin derniö suhlte sich eher so an wie ein menschlicher Korper. De: treue Pudel winselte und heulte gar erbärmlich und versuchte mit aller Ge.walt, von der unheimlichen Brücke zu entwischen und zurückzulaufen. Doch ver geblich ; sein Gebieter, zog ihn energisch am Leitseil zurück. Hoho, was ist das hier?" murmelte der Blinde entsetzt. Und er glaubte in seiner unmittelbaren Nähe das mühsam verhaltene tiese Athmen eines Menschen zu bemerken. In demselben Augenblicke, als er . von Neuem tastend seinen Stecken ausstrecken wollte, wurde derselbe von kräftiger Hand ohne Weiteres bei Seite gcscho den. .Alle guten Geister, es ist Jemand aus der Brücke!" kreischte der alte Bett' ler und es durchzuckte ihn jäher Todes schreck. Ach, guter Herr, wer Ihr auch seid, thut mir nichts zu Leide und helst mir aus der Noth ! Ich bin der arme blinde Geiger von Upton, seit zweiund fünfzig Jahren des Augenlichts beraubt; ich habe ..." Laßt Euer Winseln, alter Narr!" sagte eine rauhe ärgerliche Stimme. 3ch habe Eure verrückten Kapriolen nun lange genug angesehen. Vorwärts, packt Euch geschwind hinüber." Ach guter Sir, mein Pudel will nicht So baut der Bestie Eins über den Kopf! Oder soll ich es thun?" Ach nein, ach nein, mein armer Pudel kann keine Prügel vertragen ! Er ist baui abaeriütet. mich armen Mann zu warnen, wenn mir Gefahr droht. Und weil er durchaus man uver öie Vruae will, so muß ich annehmen, daß dieselbe schadhaft geworden ist. Vielleicht sind Wlanken berausaerissen und dadurch 23 cber entstanden, durch welche ich in den Strom fallen könnte. Dann wäre ich des Todes." .Ohne Zweifel brauchtet Ihr Euch dann nicht mehr auf solche erbärmliche Art zu plagen. Doch beruhigt l&ich nur ! Die Brücke ist vollkommen sicher. .Daliegt doch etwas im Wege ich stieß eben daran .Kümmert Euch darum nicht .Was ist es denn? .Es ist es-?st....hm:....es ist ein alter morscher Seitenpsostm von der Brücke, den irgend ein Trunkenbold her ausgerissen und dorthin geworfen hat, vermuthlich zu dem Zwecke, um der We gebaubehörd zu beweisen, daß die alte Brücke revaraturbedürstia sei .So. so? Ach. dann hat mein Pudel freilich unrecht. Willst Du wohl still ?sein, Karo ! Was hast Vu 10) vor einem Stück Holz zu fürchten, dummes Tbie? ? Der Hund ließ sich aber nicht be fchwichtigen, obgleich Gilpin ihn ganz dickt an sich heranzog und dem armen Thiere fast den Hais zuschnürte. Er r i w i - ; - fY winselte, yeulie uno inurnc inaucnon arten. Hahahaha lachte der Unbekannte und es klang recht unheimlich. .Nun, wenn denn aar nichts Anderes helfen kann, so will ich Euren Hund von der Angst betreten und den Pfosten m'SWas ser stürmn." Der Bettler hörte ein Scharren und Schleppen, dann schien der Unbekannte mit aller Anstrengung feiner Kräfte einen schweren Gegenstand bis zur Höhe des BrückenaeländerS zu heben. Gleich darauf erfolgte ein heftiger Sturz in den mm. v4 mm m m . Strom, so datz oasaijer yoq ausspritzte uud vlätschernd zurückfiel. Der fcund schien in diesem Auaenblick ganz außer sich vor Entsetzen zu sein ; er ...B. K ' n.:c. ..v. fjtii. zNlerlt am ganzen teme unu ajnucgic fi wimmernd an seinen Gebieter, dem selbst ein Schauer durch Mark und Bein ging, als er da? unheimliche Geräusch vernahm. .Jetzt ist'S gethan sprach der Mann mit der rauhen Slimme. .Aber ich habe mich angestrengt; der Psonen war qxot rtr als ick dacht Vergelt'S Gott tausendmal !" sagte derBettler und murmelte dann : .Komm, Karo! Wir wollen nach Hause, mein gutes Thier." Der Pudel knurrte und winselte zwar noch, zeigte aber kein WlderNreben meyr. sloer Die Brücke zu gehen. Im uegen

theil schien er zu wünschen, in möglichster

Eile von dem Unbekannten fortzukom men.... AlS der Sheriff , diesen Bericht gehört hatte, schüttelte er mit zweifelnde? Miene den Kopf und sagte : Ich fürchte, mein Aitkr. ?ihr seid ae ä:.!ckt morden. ar aend ein Svakvoael bat fich einen schlech ten Scherz mit Euch erlaubt, um durch den Irrthum, in welchen 'Ihr als Blin der nothwendig verfallen mußtet, unssre . J r r ki i 0 gute Stadt in Angst und Aufregung zu dringen und sich dabei helmlich ms Fäustchen zu lachen. .Nein, Mr. Sheriff, ich habe mich nicht getäuscht versetzte Gilpin hartnäckig. .Ich hab: mit der Spitze memes Steckens den Leichnam gesuhlt, welchen der Unbekannte nachher in d:n Strom warf. Und dann ist mein fiirnd durch. aus mertMrxrt nh mürh fi nift fn rw f

ängstlich gesträubt Haben, über die ganz .Ich kenne den alten Gentleman eben- Angeklagte Habe eine zwar rauhe, aber endlich, NogerS zu ermorden und sich dasichere Brücke zu gehen, wenn dort nichl falls,, sagte ein Bauer. .Ich habe ihn auch brette und bäuerl che Sprechweise, die bei der Wechsel zu bemSchtlgen, zu deren . . M . . . ' " " a - . m . A Mm av - a a, U lt A A u MM, A a K fr I W M MM M Mi M, M MM M Ct M, A m & U IUh kal A 4 m.

wirkllch ein Leichnam gelegen hätte l JSnfit ftr ,;n,N,rmnts,i,n w-bknlk. der Mann nack verübter Tbat aus der Brücke blieb V - Er hat jedenfalls zuerst geglaubt, daß ich mit meinem Pudel ahnungslos an lhm vorbei über die Brücke schreiten würde und sich deßhalb so still verhalten, um nachher ungestört den Leichnam de seitigen zu können. Als es anders kam, nl S min f 1 1 n S tn ! ff iitrits? ftsf itnS ftoHm I St miin b,b dm 'iüSnm betü fite. da suchte er sich aus andere A. zu h.l. sen, und einem armen Blindengegen über brauchte er ja keine besondere Furcht zu haben. Seine derbe Lustigkeit war erzwungen; aus die Lügen welche er vorbrachte, mußte er sich offenbar erst be sinnen, besonders' als er den Leichnam für einen Posten ausgab. Weßhalb er naq memem Weggange noch aus ver Brücke blieb, vermag ich nicht zu sagen, cy n ' v , . . rvw ? . ueiaji yar er einige Vimmuren oeseitigen wollen, vielleicht auch sollte ich nicht hören, nach welcher Richtung er sich enlsernie. rtUrtiifit fr h& r vnrh IThtrtn A0 IViuhv OV Vu P v rtuuy vvtwn Hv gangen ist V Ich kann es Nlcht sagen .Es hat Euch auf Eurer nächtlichen Wanderung von der Brücke bis zur nr ' c r . n u I laor liemano uoerooi! ,Nem.,?r wurdet es mtt lurem icyarsen r, I t . r m . 1 Gehör bemerkt haben, wenn Jemand unterwegs sachte an Euch hätte vorbei. sSleicken wollen " schleichen wollen Ganz gewiß." ,Also kann man annehmen, daß er nach anderer Richtung fortgegangen ist, vielleicht nach Tavistock zurück " Ganz sicher ist das nicht, Mr. She risf. Denn es führt, wie ich gehört ha be, ein näherer Fußpfad von derSchlucht aus über die Hügel und Felder nach der Stadt, den ein blinder Mann freilich nicht passiren kann, weil er zu beschwerlich ist. Diesen Fußpfad kann aber . ? , oer unveiannle rnogitaerwei e venugl haben, um unbeachtet nach Upton zu ge langen. ,n oer yar, oa i l moglicy. eai rj c r l . i r i Jyr einen azanen von 'eroaqr gegen c tfri? i or e . ! I irgeno eme oeuimmie Peroriicyreil i .Nein. Ich horte die Stimme des Unbekannten zum ersten Male in meinem Leben .Seid Ihr dessen gewiß?' .Ja, Sir. Und ich würde die Stim r " " 1 me zuverlässig wieder erkennen, sobald ili, r 1 v . .. cvv . . ' , mir oer lutann noq einmal oeaeaner und seinen Mund zum Sprechen aus. thut. Das wurde kein genügender Beweis sein. Es mag wohl manche Leute in der Welt geben, die ganz gleich oder doch sehr ähnlich sprechen."' l?in llnterimkkN ,ft immer d. den im I zu bemerken und memem weoaa)lnlj,e mw" -mrwwm-m j - J - ' 7 I 1 . - i M . I einzuprägen im Stande bin." .Nun, jedenfalls will ich Hinaussah. c ctrx . w n i . '.. i.... i!r... ir. i w, nn oi -vmom n oer qmq, nn nie iirnmureire niernoin nrr Brücke zu untersuchen. Jetzt könnt Ihr - V WV r I " " nach Hause gehen. " Der Sheriff fuhr mtt zwel ttonstab lern nach der Hügelschlucht und unter suchte zunächst die alte hölzerne Brücke, an der kein Seitenpsosten fehlte, wie der erste Blick zeigte. Daraus ließ sich deutlich erkennen, daß das Vorgebendes tt... .! Oi. . C f.! Oi M.wc4uii4cn 4uc 444jr 14,14 o der Mitte der Brücke glaubten die Polizisten aus den Planken die Spuren eini ger Blutflecken zu sehen; doch waren dieselben nicht deutlich genug, um einen Irrthum auszuschließen sonst deutete nichts aus em etwa .hier verübtes Ver brechen hm. Darauf kletterten sie von der Brücke ' -T nieder, um unterhalb derselben den Stromlauf zu untersuchen, der sich in vielfachen Krümmungen - durch die Hü. . i . . ' V r v on - 4. ra - m gelkette windet. In der Nähe der Brücke zeigle ,iru nirqis eroacynges. inige . i . r? jf. j.k m.-4.j. i'.n rr' ' Bauern und Hirten, die auf den gras oeoealen ugein uye yulkien,nayerlen sich mit erstaunten Gesichtern und halsen elsrlg suqen,.sooaio ,ie erfahren yatten, um was es sick bandelte. 'r t rtf.cn r .. Elne halbe englische Meile weit war . . . mm pur einer verorecyerlcyen iöat au 4444.4444, UUIJ4C414 jihc xriulinct ,vlg sstni jede dunklere Stelle des seichten tttamAvan AKi...Miixi t,.. ,..t..(..Ai.. ..w .ii jt 444,4444,4.44 4.44 4,4444,414 uuu um igicn . ru...Mx r.v:.t. m.i W4WU4.44 um vyiuuu IUUUUICII. iiVßLU plötzlich, als die Männer um eine scharfe Krümmung des Stromes bogen, stieß einer der Hirten einen Schrei der Ueber, raschvng auS. .Dort hegt ein todter Mensch lM Strome !" sckrie er. Sebt dort unin N'vtt!' : - ; 1.7 : 7 - -., an ver a.?ai gemayrien ,exr Alle den si-:x.-. t..cr..r..:i..- m- - ütuynum eme wuviuuciucicn planne, ,,k y linfiM 1tff.U --..4!.t uiv uu WH .1414414 uc.t4t uiigriliroen war und sich dort zwischen einigen arobe, im Strombette liegenden Stemen festgeklemmt hatte, so daß daS rasch flu thende Wasser ihn nicht mehr sortspülen .. v.. tret Jf. m.A. M.f. C-xr.:r ronnle. Also der alte blinde Bettler hatte wirklich nicht getäuscht und seine selt men Angaben beruhten aus Wahrhe t ! Ein schändliche? Mord war verübt wor den, dessen eigenthümlllZe Umstände zu emem höchst merkwürdlgen Criminal. Prozeß führen mußten wenn ein Anhalt 0. vivtiij vvv vivi yvMtiw.i4 iiir 4rninrrnnrt ns mcim" nTinH werden konnte, denn elnzige Zeugen der mavm KSuVi. VQ .44f. .. V Vf -cyui 4uu4ui cm juiüci iouii unu c sen Pudel. DaS waren die Gedanken des Sheriffs, als er, gefolgt von feinen Leuten, der Stätte hastig zueilte, wo die

im Waffer lag. Der Beamte liek'den entseelten Menschenkörper aus seinem naffen Grabe heden und am Uferhang aus den Rasen le gen. was Antlik des Tovttn war u stellt durch eine Schunwunde in der Schläfe und die streifenden langen grau, melirten Haare hingen wirr darüber. Als der Sheriff dieselben bei Seite ' - - . . i rschob,erkannte er die Person des Ermor oeten. .Dies ist Mr. Samuel Rogers von Bristol !" rief er. .Es liegt hier sicherlich ein Raubmord vdr !" Und. er untersuchte fluchtig öle Taschen du Leiche. Richtig! Man hat ihn vollständig auSaevlündert! Es seblen Brieftasche. vv-s,vmv. i i r m llr nnh &rU f gestern Vormittag auf dem Markt zu iffnt? nthhm. abat er Keld aebolt von Tbomas Vratt. der naüber sürckter. lich auf ihn schimpfte und ihn einen Räu der schalt." Thomas Pratt wer ist das?" gm junger Bauer in Tavistock, der von Toaers Geld m boben Zinsen aufgenommen hatte, weil er anderwärts ichts bekommen konnte. Nun bat er es iC.i (,....a.I,tf.n imX :SKS Si'Sw ist r d.m R,.w nah..' " its c;,ri. ..k w. 2 Miiu u iiyiuiv . i czr,r&lr1irf I ttuiujuiiiuj . crHrt ,e qnt Mftmtt Davon MUß lch Notlz nehmen, sagte hr fchtr st indfrn er tm Taschenbuch cer ögerijj, lnoem er jem .aqenouq hervorzog und einige Bemerkungen em trua .Nun. nun " brummte der Bauer ver leaen. als erd everbänan KvolleWlrkuna seiner vorschnellen Worte bemerkte, .ich I' . . . ' tniU nicht gerade sagen, datz Thomas Nratt ein TauaenicktS ist. Im Geaen theil, er ist ein ganz ordentlicher Mensch ,. ,a;s. : sWsa r.fr hn ffiuttthinffi VUkp nnkt UNd dann auerm loues eug schwatzt. ,Sch .Htlft Leichnam . . scbab. ttt Stadt verbreitete stü bllk' "V 1 ' schnell das Gerücht, daß des blinden Bettlers Behauptungen aus furchtbare Wahrheit beruhten, und daß man in der Srfn2 ha ffrinrhff-n h-n oit-n ftrn Person des Ermordeten den alten Herrn Samuel Rogers von Bristol erkannt habe. Dies erregte ungeheures Aussehen denn der reiche Bankier und Fondsspe kulant Roqers war eme der bekanntesten Persönlichkeiten in der Grafschaft Worce er. ?in vielen lukrativen Unternehmun gen hatte er sein Geld stecken und große Kapitalien auf Wucherzinfen ausstehen. Möglichst viel Reichthum zusammenzu. scharren, war der Zweck seines Daseins. . . . So amxa war er dabei dak er eine Gc schäftstouren, wenn sie nicht gar zu weit für eine rüstigen alten Beine waren, zu . . z?uke machte, um die Kosten eines ffudr tcerl zu ersparen. " ' Es wurde nun sogleich die gerichtliche Untersuchung eingeleitet.. . Im Einverständniß mit den Nichtern 108 der Sh.n insgeheim Erkundigungen i n über den verdächtig gevordenen " UVII Vitl UVU Vlt VkluuutiH MVivyvuivu oMSmrt f,rtmna strntt ,1. nf.iftnrf .gutiuuiuitii s utwj .. qh 5kvs,:nZ.-,nn?r? ?i,s,n UilW VtVIV tUHVIUUiiHtll l.v.va. vv.v...v i . P r ' "I unaünnia aus. dak lüdomas usratt ver haftetundnach Upton gebracht wurde, um verbört ,u werden. 3 den Berbören leuanete er freilich hartnäckig, daß er etwas mit der Blut tbat au schaffen babe : allein es kamen bald aeqen ihn so viele dringende Ber t-,".. 1,,. h? V UlUl V U i U UUI XU I UUIUVII il V V V v U ' r ? Richter zu der Ueberzeugung gelangten, er müsse der Schuldige sein. ' ' Pratt war ein junger Bauer von etwa . . . ü . . Vg Jahren und hatte , Iahte ntnnr n r ns nnnii otrntf trnr- - ---------- -w Ml I AU4UL Llll &l.(.LAIl.a UlkiUUl UbaMUlA lUMb' aus war iym vaio nacyyer eme ileme k . Hypothek von zweihundert Pfund ter lma aekündla: worden, tue er tn der schlechten aeldknappen Zeit nicht anders als durck eine Änleibe bei Samuel Ro gers aufzubringen wußte. Dieser reiche Wucherer batte ibm das Geld aeaen Wechsel und zehn Prozent Zinsen, auf I i ri n m r rt ein yaioes UYI vorgeirelll, ver versau des Wechsels denselben aber durchaus nicht prolongiren wollen, obgleich der arme Pratt lhn flehentlich darum gebe ten. So hatte also das Geld bezahlt wer den müssen und der bedrängte Schuldner rs.,, rtr,,. s,.. I lt luy . 4IU4 V(ll UUIlUil V4IIV WllUi ten Ernte beraeben. sondern auch nock notbaedrunaen seine weniaen autenMerde und übe verkaufen müssen. DieS batte ihn zur Verzweiflung gebracht da. ohne I . r . - Y 1 . u 41 . 7 ... ' . T Viebstand sein Ruin unvermeidlick sckien. I . ." . 1 ' J mv Aur dem Jabrmarlte zu .avi tocr vane er in Gesellschaft einiger Zechbrüder sei nem Unmuth über NogerS Unbarmher ,iakeit in unvorsicbtiaen Worten AuS I V - ' druck gegeben, wle durch Zeugen bewiesen 11,? E? hatte nämlich gesagt, der alte WuI 7 7 1 .? . . cherer verdiene eS, daß ibm der Schädel i ' .r r r . ) v. ..rrr. r mgejCDiagcn wuroe. ucneioe t cm Räuber und Svikbube. der es auf sein i . xri . v p. v iicincs 2x stogeiCDCn uno lyn avilcyliicy . . 1 . 7 J I In' UNüllKl OfDrslmi DslDf.. llND ÖI3 tt dann des Bankiers, der am offenen Sckenk,elt vorüberaeaanaen war. ck. tia geworden, .habe er die aust hinter I " . . . -. . . lym gevalll und unvernandilche oroyenoe Worte gemurmelt. - M M v Vlil, V U Q l( ( Ulfr 44 11(11 Pratt räumte ein, daß er in der ersten Ausrignng unVoksichligermtise s g.spr. chin habe, behauptete aber, dak sein Her, I . -. . . . ' . . K. ' mql Mtt lttnem 'cunoe lm Emllange I . pt rr r , I gewesen el. t oerauicyl gewelen und babe seinem Unmutb über sein Un. glück durch solche tolle Reben Lust ge. mackt. KemeSweaS aber babe er ernst lich daran gedacht, den alten Herrn Ro I c -, t. m erS durck Mord aus der Welt iu sckal l en. , . . . u -7DaS Schlimmste war. daß er sein Alibi nicht beweisen konnte. Er war in der Mordnacht nicht zu Hause gewesen und hatte sich auch bei keinem Bekann ten aufgehalten. Als er über diesen verhängnißvollen Umstand befragt wurde 1 x.it ...ka( k.. .;... i.inM. I 4.4U4l( 14, UUJ 14 1414 UUl ICIIICC VC.UUI" werten Frau, die er sehr liebte und mit I c.- ... tnx. , . , . r v oer rr glUllllll) leole, Nllyl IN oeraully tem Zustande habt sehen lassen wollen, Er babe sick wäbrend der Nackt, nack. dem er den Jahrmarktstrubel verlaffen.

Leiche mit dem Gesichte abwärts

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tefet. Zkhx Leute. Traat i1 l" U,WU,U ..v"" WW" ZY" v; V. .,TT T 7.Z '

naö meinem Wagm. Dies ge. ! r2S " m M . . T . "

auf den Feldern und Hügeln um Tavi-

stock umhergetrieben, um in der kühlen Nachtluft sem aufgeregtes, von Sorgen und Aerger gequältes Gemüth zu beruylgen. . . i Seme Erklärung wurde selbstver ständlich nicht für glaubhaft gehalten, Im Gegentheil folgerte man aus den mitgetheilten Umstanden, daß er mit Vorbedacht den Mord an Samuel Ro gers begangen habe und es nutzte lhm u m. Ju. L V.IL. X kA.AAAAA 2 IbAMft mitgetheilten Umstanden, daß er mit nichts, dak er bei seinen Nachbarn und Bekannten als em strebsamer Landmann und liebevoller Familienvater gut beleumundet war. Einen Umstand gab es jedoch, der zu

seinen Gunsten sprach, nämlich das Zeug- und dadurch mußte der Uptoner Geuin des blinden Bettlers. Gilpin erklärte schäftsmann ruinirt werden und seine

. m, r rvi . , I aus oas Vemmmlelie, oaß Prall nilyi Derienlge sei, mit dem er auf der Brücke t vww v i r . w r lN ver ugei cvlUWl ge promen. )er ourqaus oeriqieven u an uec muycu polternden Stimme des Mannes auf der Brücke, der außerdem nicht wie ein Bau. er. sondern, wie ein Städter aesvrocken habe. Ä)ies machte zwar einigen Eindruck aus die Rlchter, konnte aber nicht ihre Ueberzeugung erschüttern. Man nahm an, daß der alte blinde Mann sich tauschen müsse. Es kam der Tag der Assl en, an welchem die große Jury übcrSchuld oderUnschuld. üwLeb.n Set Td desAng.llag. Ptl iet W en louic. mzt ..v v. c.. UUC ÜUllU UUU JtllUJllCil uc yiujjui I T).:xicr..t.o . .".c.-t.-.rri. I )ctiajiiauics wuicu uvu uut uuu ow" ' rrls.. I uuritt, uic uiu wv-i'a 7 m..ok?.s rvr,,. des merkwürdigen Prozesses erwarteten. Und es war Keiner unter ihnen, der an die Unschuld des ' Angeklagten glaubte, als nur allem der alte blmde lLelger Gilpin, der auch in den Saal geführt worden war, um als Zeuge bei dem Schlußakt des Drama's gegenwärtig zu sein. lr ziovtk uc lllvltit JJlUlintk, uu welchen die JÜY bestand, waren ausge. ynb aUn ju .rm 0bmQnn Die zwölf aescdworenen Scanner, aus mann guten Rus und allgemeines Ver trauen aeno. Manche Elr.'nämter wur von )m vrnoan; crioar inrnaiWer,Armenpst Kurator vieler Wittwen und Waisen. den von lhm verwaltet; er war scircyenal' Der Angeklagte behauptete auch m bic ser letzten Verhandlung standhaft feine Unschuld und berief sich aus das Zeugnin des blindenBettlers,doch es war ernchtlich M r w w w leine onnung iur lyn voryanoen, oenn die Beweise gegen ihn waren so niederschmetternd, oaß die Jury lhn schuldig , , slnoen MUöle. miyi zur vcimum ij ueu üuui.üuiui en allen, vacy räum einer zieriei stunde wieder Herein, und der Obmann schickte sich an, den Wahrspruch zu ver unden. Lautlose Stille herrschte im menschen erfüllten Saale, als er mit dumpfer, rau her und seltsam bewegter Stimmesprach: v ci-- l.fUtX: E. I . . , , . , k a T fuhrt an dem Herrn Samuel Nogers von ?"" """ (nhft An nm frrt Kirnitl 'tfnrtrfi hnn i j örlN0l . . . y.i i - , . .1 cro IrtMlMViIrtbltf in rt tinn nr - zrJ"V- . r!" VU" VV ond Alle schauten stch um, auch der bleiche Angeklagte. Der blinde Bettler Gilpin stand hoch aufgerlchtet und er schien sich m surcht' barster Aufregung zu besinden. Seine glanzlosen Augäpfel rollten unheimlich in ihren Höhlen und mit der rechten Hand . mm f l -T A fl . I nl r latnart &f Ah st rrfr tnnm " z. vT I, t . ' " ?"e ?r xcuc y?oeuleie, von yer er vie nmme oes aomannes nrtll trStr. All r n rtr . . . . . i Tiraianranneni nrpnne. vn min ner I . ms . M.. . I - -M X B 4. V l I . A n 4111 . w ' ' " 4144. r Seht den Mann an!" schrie da Gilpin : (tt:u; t iniuttiu tu.. m .4,i44,t. mjuo 4 14 IWUU444UJ vyu44t vyc richt ! Sehtden Mann an, der soeben den ulu veriunve e unv au, weisen mem Stab hindeutet ! , M kN)s X 744..., 44,44? Z4v v4...4? Ich erkenne dle Stlmme .Ihr wollt doch nicht behaupten, daß der ebrenwerthe Herr David Lmton von Mv. ... Ich kenne snnen Namen nicht. Aber ich schwöre bei dem allmächtigen Gott dort oben, daß n der Mann ist, mit dem lch aus der Brücke sprach ! I v r r x, , r . , .Zvceniq, yr raset r . n ! ES t die Stimme ! H"ßt vrr Mann Davld Lmton. so ,st ?.on d I M 1 f ff iimIAiiIXIa tni t I Ist mm (( 4U 1,4 uumib iiv iuyua ,iuy cm fJc tt V 3N vle em Augenvlla er azoll em Schrei von den ! Banken der Geschwore. .Zu Hul e hier! Mr. Lmton luul in onmaror: . Wirklich brach der Obmann der GeZ,?? oynmacylla zusammen uno iiil nrAniHK . X . VCttd KaVmm m!iXi. I r i r r u"dwww" um. i uin i u ii i irrr jiiiiiiiiii rni innn i tti .,.7 c 7 C 7 Gerlchtssaale. Tausend S lmmenrle. i itn ; innit irrtmt i inntres irrtrht h. ;.: w; C m . , .-7 flimntt ist her fli??lrh-r tt im. I ? " . . uldlg ! Gott selbst hat durch den blin "ller den Mörder gerennzelchntt Der Präsident hob dle Genchtssitzung Aui iinn nb nn lo, I rrtiitn mh '"p " -". 4, noq Stunden lang standen draußen auf "'4" I . . . V. 5' ' ,mm un ninyitt. " r,au. I ..i .v . rr . 4. . . Nlrroe,ien ylelien oie Herren vom I ti.i:X4 tn 11 lz44)t rill? geyeime rruiyung. A)as Resultat derselben war. dak Vratt instweilen in'S Gefängnib zurückgebracht wurde, bis die Sache ganz entschieden I r.!. v. . I . v . . r . vi . , - . . sein wulve, leooaz souic er gui oeyandelt werden und ungehindert Besuche empsan gen dürfen, welchen Umstand sich (eine arme rau zu Nutze machte. Der obnmZti, David !ntn zur Besinnung gebracht und ihm anae kündigt, daß er, als des Mordes an Samuel Rogers verdächtig, in Haft ge. nommen werden müsse. Wortlos ergab nx r rjr I st sich in sein Schicksal. ES wurde Haussuchung bei ihm aebal ten. In einem geheimen Schubfach sei neS Geldschrankeö fand man die Uhr, die Börse und die Brieftasche des Ermordeten. Als ihm diese Gegenstände im

I 0 T CTN . i s OihIa awwm s V 1 4 .mm ytAAy - 1 n a hiiHnflvt iIImimk ((Zmiiiihi CTa V 4

Verhör vorgelegt wurden, gestand er die

That, da allerdings kein Leugnen mehr helfen konnte. Die Sache hmg so zusammen: Seit cv . t r n c - . .r je fiEir i zayren imon uano minion in ge,azailn cher Berblndunn mit dem Banner Ro gers, der ihn zu vielen gewagten Fonds spekulationen verleitet hatte, die zuerst gluauch, dann aber höchst ungmallch glumicy vann aber höchst ungmaucy ausgefallen waren. Es kam so 'wett.dav Lmton die ihm anvertrauten Pupillen. AMI Ä A M A a iaa KaaaAM M A M gelder angreifen mukte, um seimn Ver pstlchtungen nachzukommen, und er stak tief in Wechselschulden. Zuletzt wollte Nogerö die Wechsel, welche er vonLinton in Händen hatte,nicht mehr Prolongiren, 1 .-.. rt- or. umwixujiin an cen ,ag lommcn. joer gebenS hatte er den Bankier um Frist ge- & i t r .m. . . . . s j i . oeien. um ill, zu rellen, oe Mio cr imuuna ciuiuici war. w wuic, daß Rogerö dieselben in semer Brief. tasche trug, auch war ihm bekannt, daß der Bankier vl Z?uße vsn Uvton nzch Tavistock und zurück wandern würde. Waraus baute er dann semen ruchlosen Plan. Er holte lhn scheinbar ganz harmloZ ein, schloß sich ihm aus dem Wege nach Hause an und erschoß lhn yenntucn ch aus der Brücke m deryugel. schlucht mit einem bis dahin in derTasche erbotn gehal.emn T.zrl. ohneAH. "fe. ""SlU wniuj, " Uiiv jiiu uu 4) .4??. t s-?. uuuuja yt4iuUi tyuiKti, iiu4 utsjiuuju Via;? x. .. rt.M. u;.j,,tx; V3' iuu dis u 4wiyvi crn.i-ss ra.c.-.-Zv. n11 uu wuivi .nnih Qinnn rnnr. David Lmton wartete den Tag der Berurtheilung nicht ab ; er erhängte sich im Gefängnisse. TyomaZ Pratt war naturncy ogleicy in Freiheit gesel)t worden. Samuel No. ger's Eiben, denen em sehr reicher Nach laß zugefallen war, schenkten ihm ein Schmerzensgeld von dreihundert Pfund Sterling und eoen o viel dem vlmden unu wui u vui vm wiiiiuui Geiger Gilpin. Außerdem sammelten mitleidige Menschen für die Beiden einipin gab sein Kapital gegen eine Leib rente weg und brauchte nun nicht mehr a ein no v g mu oem neuen Karo au ! de iY hen.. . Unter guter Pflege lebte er geals bettelnder Geiger mlt dem treuen machlich noch ein Dutzend Jahre. Mein höflicher Patient. . c, h:n rü linh is di mickt. aeduldia den Klaaen meiner Nti?nten. melcke ifi mMm ufn irnh 's --w -j - . ( y . jj 7 zwölf Uhr in meinem Sanktum zu empsangen Pflege, zu lauschen. Manche unter ihnen sind a nun vernün tia ae nug, zu oearcisen, oag cue Anderen, welche draußen im Vorzimmer warten. mindestens dasselbe Anrecht aus meine Zeit haben, und bemühen sich deßhalb. dasjenige, was gesagt werden muß nachMögllchkelt zu condensiren. Ande xt hingegen scheinen, in dem Wer wußt sn, t r ZweimarlstuS für mich i m der che bereit zu haden. und von dem Grundsatz ausgebend, dchZnt.E.W .st. ser Meinung ,u em, ze, ro qen pro I w. . . . I -jj g g - - - - - - - y - Minute sei anständia ßitiun b?,a5tt. um i - - i 3 z u j - - r s,. rtirfit nlna iUr dsl sn?i?n 9nhpn. -7- - - - " - - - - 1T j . . , r -v r . . lonoern auaj uver oioerie anoere, nicoi ciacntli(3t) in metn.ga schlagende Din. ge des weiteren auslassen zu dürfen. In Folge dieser Eharaktereigenthüm lichkeiten der Patienten sorge ich dafür, daß sich allezeit eine Standuhr auf mci nem Kamingesims befindet, welche nicht nur die Stunden, nein auch die Halben und Viertelstunden recht vernehmlich an zeigt. Dies giebt mir dann Gelegen . it rtvi m M ycll, m yosticyuer iU5tt Daraus, zu sprechen zu kommen, wie flüchltig doch die Zeit sel, und dadurch die Mitthel lung gewisser, überflüssiger Details zu unterbrechen, welche sich den Grenzen der ssminfeit nhhtm , mnfffn hmhtn. ' " - . 7. " tta ar, immer, tn meinem tnine Kunden sich versammeln, ist in ähnlicher Weise ausgestattet, so daß jeder ge nau wissen kann, wie lange er zu war .." ' .2 0 . ten hatte, eye tz vorgeladen wurde - ,: Ä?:.rnm. ker snnst keetenk ihtr trieben , werden nflent. t Ablei. jung des Wortes Patient" gemahnt mim stets an ..Ilieiis & non lncendo" -a r0m -inentitA .mnatienr kei. tzen, und gerade die von den kleinsten eiden Behafteten unter ihnen sind m.sie r n, mit hon ykn, es. Anderen I I, "!' vv VI um den Vortritt streiten. In solchen Bällen ist nun iene Ubr gg. unschäkbar. Mein Diener notirt welcher jeder Einzelne I 1 . . . ' . . anlangt, aus dle bekunde, und gegen solchergestalt entstandenen Kalender giebt , selbstnerNnndli keine Ner.,s,.n Unter diesen Umständen kann es nicht Wundernehmen, wenn an den Besu. cbern e n aew sieö ver Snl ckes Interesse nimmt und sich über ieden Einlelnen I " I 7 ........ ... derselben eine Meinung bildet, ohne, I . . " w . m,. . . WIC jettt yerr uno i'iur,Dfrpsticht zu i r . : vi.i.il. ...g...r...x in, vikzeioc uuszuipreqen. Kürzlich nun ließ er in dieses Warte i .1 .ic-cx 43:x w zillim uucu unmiöüyniiaj ao uimcn uno r-j-ü...... m - 7 c dak ick eö der Mübe wectb balte. den Fall zu erzählen nicht sowohl alsBei. i r. m r oc. . t t .g.z ur acyaymung sur Anoere, loo mohl er sich in einer. Art ganz muster. haft venadm) als vttlmeyr zur eley I 's I y i ng sür meine Herren llege. Di. j Herr halt I m .r w . alte mich nie zuvor um meinen Rath befragt, und es ist auch nicht wahrscheinlich, daß er mich nach diesem ersten Besuche nochmals beehren wird, aber es ist immerhin möglich, daß er an deren Mitgliedern der Fakultät diese Gunst zu Theil werden läßt. An dem erwähnten Vormittag war der Besuch ein ungemein starker gewesen,und kurz vor dreiviertel aus elf Uhr, fragte ich meinen Diener etwas - ängstlich, wie viele Perfonen mich noch zu konfultiren wünschten, weil ich um zwölf eine Kran kenvisite in der Nachbarschaft abzustatten gedachte. . - ' ; . .ES ist nur noch ein einziger Herr da antwortete er. .Er kam bereits vor ei ner Stunde, ist aber so ungemein höflich, das er bis jetzt beständig ablehnte, ein zutreten, trotzdem längst die Reihe an ihn war

Diese Mittheilung verdroß mich, denn

ich wußte aus Erfahrung, daß ein solches Individuum entweder ganz bedenklich krank sein mußte, oder daß eS vielleicht auch die Konsultation nur deshalb bis zuletzt ausschob, um dieselbe desto unge störter in die Länge ziehen zu können. ' Laß den Herrn eintreten." Der Patient, welchen ich jetzt zum ersten Mal vor mir zu sehen das Bergnü gen hatte.hatte dasAeußere eines anstän digen Provinzlers. Er war gut geklei det, aber Schnitt und Farbe der Sachen ließ manches zu wünschen übrig, und zu dem ließ er den Blick über das ganze Zimmer schweifen, ' waö ein echtes md der Residenz infolge seines nil aäuürari'Charakters niemals thut. Nun konnte ich mir auch seine Höflichkeit er klären : er hielt es für verfeinerten 3lt sidenzgebrauch, im Interesse der anderen Leute kleine Opfer zu bringen. ' Sie haben ziemlich lange warten müssen, vereinter Herr redete ich ihn an. 0 das thut nichts," erwiederte er hastig;' ich war durchaus nicht in der Eile. Ich habe hier in der Hauptstadt, fern von meinen ländlichen Befchäfti gungen, vollauf Muße,und ich bin über zeugt, daß viele der anderen Herrschaften Ihres geschätzten Rathes drmgender be dürfen, als ich. Mir fehlt weiter nichts. als daß ich m der letzen Zelt aur Nacht von Husten belästigt wurde Bltte, nehmenSle Platz. Haben Sle Schmerzen in der Brust?Sonderbar, daß die anscheinend kräf tigen und gesundesten Menschen oftmals gerade die zimperlichsten sind. Ich konn te mich emes Lächelns nicht erwehren,alS ich gewahrte,wie dieser robusteMann die Aufschlage seines RockeS zusammenraffte. alS wäre mem Stetho kop em Dolch, der nach seinem Herzen zielte. Dle Auskultatlon wlrd kaum nöthlg sein," sagte er ängstlich ; ich kann Ihnen die Symptome ganz genau beschreiben." Aber, bester Herr entgegnete ich, dieses kleine Instrument wird Ihnen ja nicht wehe thun !" ' In diesem Moment ereignete sich et was ganz Eigenthümliches.- Die Uhr aus dem Gesims schlug nämlich drei viertel auf zwölf, und ich glaubte das Schlagen von derselben in dem Borzirnmer auch zu vernehmen. Es klang zwar sehr gedämpft, aber ich wunderte mich dennoch, wie es durch die starken Thüren und die dicke Portiere überhaupt ver nehmbar sein konnte. Trodem war ich fest überzeugt, daß ich es wirkllch hörte, und eilte nach dem die beiden Gemächer trennenden Gange, um zu finden, daß beide Thüren in der That geschloffen waren. Als ich zurückkehrte, hatte mein Patient den Rock aufgeknöpft, und ver sicherte mich, er wollte sich keineswegs einer Untersuchung wiedersetzen, wenn ich dieselbe für nöthig erachtete, aber es fehle ihm ja nichts, als eben der lä stlge Husten, und er bitte um ein Rezept zu dessen Vertreibung. SeineLungen schienen wirklich ganz ge sund zu sein, und ich dätte dieselben kei neswegö so lange zu untersuchen brau chen, wenn eins nicht gewesen wäre. Ganz verschieden nämlich von den mei sten Hypochenden, bekundete mein neuer Bekanneer einen Eiser, den Besuch abzu kürzen, welcher Zweifel in mir aufkom men ließ, ob ich es denn auch wirklich mit einem bona fide Patienten zu thun habe. Ich wußte daß ich hierüber in's Klare kommen würde, wenn ich ihn nur eine Viertelstunde aufhalten konnte, und deshalb zog ich meine stethoskopischen Untersuchungen möglichst in die Länge. Endlich sprang er auf, warf mit vieler Ostentation einen Thaler auf den Tisch und erklärte sich für vollständig befriedigt. .Aber, bester Herr sagte ich, Sie haben ja Ihr Rezept noch nicht Jetzt fehlte nur noch eine Minute an zwölf, aber als die Uhr auf dem Gesim fe zu schlagen anhob, war ich noch im mer beim Schreiben. J4H meinte, sie würde niemals damit zu Ende kommen, so ungeduldig wartete ich aus den ersten Ton ihrer Kollegin, die das stand ohne Zweifel fest mein höflicher Pa tient irgendwo an seinem Körper ver steckt hatte. Er hatte im Vorzimmer gewartet, bis man ihn allein ließ, um dann alles Werthvolle was nicht niet und nagelfest war, zusammenzuraffen, unter anderem auch die Uhr, hatte diese jedenfalls zuerst in seine Brusttasche ae steckt daher fein anfängliches Sträu den gegen die Anwendung des Stetho fkopes sie dann aber, während, ich nach den Thüren sah, in einen anderen Theil seines AnzugeS gleiten lassen. Aber bei all seiner Geriebenheit hatte er versäumt, die Stimme meines getreu en Zeitmessers zum Schweigen zu brin gen möglich auch, daß ihm der Versuch dazu mißlungen oder .die ihm gelassene Frist allzukurz gewesen war. Ich hörte ihr Flüstern, lhr leises Tick, tack tick, tack" die ganze Zeit über, und nun war tete ich nur noch darauf, daß sie den Dieb mit voller Stimme anklagen solle. Endlich ertönte diese Stimme ! Man kann sich kaum eine größere Verblüffung vorstellen, als diejenige meines höflichen Patienten in dem Augenblick, wo die ge stohlene Uhr in feiner Hinteren Rock tasche in unmittelbarer Nähe des recht mäßigen Besitzers laut und deutlich zwölf schlug. Jetzt weiß ich, was Sie drückte, ver ehrter Herr sagte ich, meinen Diener Karl durch ein Berühren des K5mgel zuges herbeirufend. Sie leiden am tic douloureux:, und die Symptome sind außerordentlich schlagender Natur. Die se Medizin muß sofort gemacht werden, und mein Diener wird sie holen.während Sie noch einige Minuten hier ver ziehen Das Rezept war ungemein kurz. Es lautete : Car. hol. sof. pol. ! oder ohne jede Abbreviatur, wie ich es diesmal gegen allen Usus geschrieben hatte: Karl, hole sofort einen Polizisten.' Schwierig. Nachtwächter zu mehreren Zechern, die um Mitternacht taut lärmend das Wirthshaus verlassen: Meine Herren, wollen Sie etwas mehr Ruhe ä n denTaglegen!"

HuldigungkS'Odc,

der Heuxt. un efedensflatt Dr5fn iitftlxAvcn ännkn eldkn Libz'cer. Jltzt niZelt mär ä Dutzend Lorwer franse Un echde Atlasfchleefen bammelt d'ran. n, k-,?, :a r. . .:rr! l5lb?5los r 4-41.4 4U) IU C 4lll 4li4l4n J rcnse, Um daß ich Dir sche, Drä,cn, wldmei? gann Was awwer je mir säckschcn Schwester stcede In schnceder Eifersucht uns cu5?cwischt Versenkt sei's dies in Ocean der Lel.de Un ins dorchbohrende Gesteh! des 5!ischt5 So oft ooch von Graf Briehl's Dcnassenstusen An Dir, 0 Drüsen, 'rumgeschwelgt mei'' , Blick, eo oft mußt' ich UN oft noch csders5) rufen : Du bist ä geographisches Metsterstick ! Bald badet sid mei' Ooge in dcr Elwe, Bald wärdigt's Losch, un BlascwitzenS . Reiz. Bald klimmt von Schwindel engebackt ' daffelwe In Hindcrgrunde uf de Säcksche Schweiz. Wetteifernd mit der Boomblülh dust'ger Reine Blieh'n, holde Stadt, de Gmste ooch in Dir. Abollo un de Musen alle ncir.c Bezogen lüngkst Dich als Garoonglo"scklr. Gans mollig sichll sich Rasacls Sixdine" In Sembersch Prcchtmuseumödembel " bau ; Un wärd's in Grien' Gcwclwc' uns blos griene ? Nec, 's würd vor'n Blicken uns eoch gelb un blau !' Doch was den Geist gcsichlvoll unL dorchschaucrt, . Js nich alleen de Alderdhiemlichgeet ; Ooch alleweile ward hier bildachaucrt, . Daß n ost Mund nebst ?iase offen steht, Un manche sarwengluthgeträr.kde Seele Jixirt mit technisch wohlgci4'bdcr Hand Vermiddelst Binsel un Provencercele Ihr bess'res Ich uf schleiche Leine wand. Noch Viclcs gennt' ich singen, awwer lcider Js uns'rer Zeit dc Erindlichgeet v:rlzaßt; D'tum sei in ä enzickdes : Unsweidcc ! ' Dc sonst'ge Hochachdunzk zksamwc.gc saßt. Un gommt dies Lied dies ginstlerisch dorchdachoe Je Ohren Dir, 0 Dreien bi nrf( nich' 4V u Denn was sich neckt, das licbt sich ! - dies betrachte, Un frag' Dich dann, weßhalb wir Lcibz' ger neck'sch. Edwin Bormann. Lob der Violine. Herr Stahl, ein Gerbermeister, saß Im Symphonie-Concert; Man spielte schön nach Takt u?d Maß Zwei Arien aus Robert". Durch Violinenklang wird er In Rührung bald versetzt. Durch Harmonie, gar herrlich sehr. Wird er Poet zuletzt. Die Poesie war sonderbar, Zwei Verse schuf er, voll und klar, Aeußerlich zwar oidiar. Aber doch gedankenschwer ! Sein Spruch besang das Material, Und also jauchzte Meister Stahl : Pferdeschwanz und Hammel!.arm Machen mir das He7z so warm. . ' :V,e rschämtes Bekenntniß. ! Pfarrer (beim schwer erkrankten 80- ' jährigen Wastel) : Run, Wastel, hast Du jedt All?s gesagt, was Dein Gewissen belastet?" Wastel: I' moanet' schon, nur Oans geht mer no' manchmal im Kopf 'rum Pfarrer: Nun, so sag's mir doch, Wastel!" Wastel : No, i' hab' halt, wia i' 20 Jahr' alt g'wesen bin, a' Dcandl gern g'sehn, und a' Kamerad von mir aa. Da san mer amal aus'm See g'sahrn und da hab' i' eam halt 'nausg'schmiss'n, und da hab' mir jetzt scho' manchmal denkt, ob eam net am End' do' 'was passtrt is, weil i' ihn seit der Zeit nimma g'seh'nhab' Die schöne Predigt. Veit (mit seiner Frau auö der Kirche kommend) : Dunnerwetter ! Zakramenter! Hot's der Himmel ! AnneMarie : Aber Mann, wie kannst -so fluche nach der schöne Predigt? Veit: Zum Kukuk auch! Eester Nacht hatt' i das Zwicke und kunnt nid schlafe-, und heut' hat er fo schön gspre digt, daß mer abschelut nit mol einnicke kunnt ! Verhängnißvoller Ritt.Wie? Schon vom Manöver zu rück und ohne Ihr Bataillon? Wohin reiten Sie, Herr Major?In Pension!VerfänglicheFrage. Amalie. Ich weiß, theuerster Theo dor, daß Du mich innig, treu und leiden schastlich liebst; was würdest Du nun beginnen, wenn Dir Deine Amalie durch den Tod entrissen würde V , Theodor. Ich bitte Dich. 'Shintrft mich mit solchen Bildern zu verschonen, V.I OT . C iC I ' ' uic nur ücymiuy in mir erwecken tön nen Wtrirt!"; 1TS hnA ...c .. vvf 444 icg vki Mki ner Frage stehen bleiben, sage mir, mein Llebst::, tl' wurdest Du aus Verzweif. lung beginnen V Theodor (nach einigem Besinnen): Vorerst ließe ich Deine irdifche Hülle fürstlich zur Erde bestatten, und dann - Amalie. Und dann ? 0 sprich schnell das entsetzliche Wort" Theodor. Würde ich eine Erholung, reise antreten