Indiana Tribüne, Volume 4, Number 421, Indianapolis, Marion County, 13 August 1882 — Page 7

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Südwärts der Hsttyardöayn.

Pallanza am Lago maggiore, Juli 1882. Der Lago maggiore ist der größte der italienischen Seen, zu denen die neu er öffneke Gotthardbahn eine bequeme Touristenstraße durch das Alpengebirge gel?gt hat. Daß er von den Römern lacus Verbanus genannt ward, bei mittlerem Wasserstande eine Oberfläche von 216 Min. Quadratmetern hat, auch in der Breite seine Genossen übertrifft, mit seiner äußersten Tiefe von 834 Metern schließlich auch der tiefste von allen italienischen und Schweizer Seen ist, im Norden mit einem Drittel seines Umfangs zur Schweiz, im übrigen zum Königreich Italien gehört, wie alles Na here über seine Geschichte findet man aufs richtigste in den neuesten Auflogen der Reisehandbücher von Bädecker und Meyer verzeichnet. Der Lago maggiore ist der schönste der drei Seen und wohl deshalb ziehen eö die meisten Reisenden aus der Gotthardbahn wie ich beobachten konnte vor, der direkten Linie dieser letzteren folgend, erst den Luganer und den Comer See zu berühren und Mailand zu besuchen, ehe sie die blauen Fluthen erreichen, welche die paradiesischen Gestade der Bor romäischen Insel bespülen. Vermuthlich wenigstens folgende hierbei der bewährten Maxime, daß ein weiser Mann sich den höchsten Genuß bis zum Schlüsse ausspart. Trotzdem kann ich es nur als einen Irrthum bezeichnen, wenn man ohne Ausschauen der Zwangsroute folgt, welche "bie Gotthardbahn dem Touristen vorschreibt. Und nur bedarkern kann ich es, daß die Verwaltung derselben, aller dings aus nicht unberechtigtenJnteressen, dem Reisenden ein Rundreisebillet ver sagt, welches den Besuch des Verbaner Sees direkt nach Verlassen des Got hardwnnels gestattet, ja, tyn verlebt, zunächst direkt nach Mailand einzuhren und öenBesuch derSeen auf drr5ückrelse abthun. Ich habe im ersten Brief die Wirkung zu schildern versus, welche der wunderbare Kontrast ausübt zwischen der rauhen Alpenwelt, oie wir in den

der Reisehandbücher von Bädecker und f Meyer verzeichnet. U .

Der Lago maggiore ist der schönste der drei Seen und wohl deshalb ziehen eö THÄern der Reuß un oes ouraz scheiden, und der o anders gearteten a, S. ! . o C 1 V V ..C I m jll'tlchen rgonvtt Vic UNS vatu uuuuj und auf denLago maggiore umwirbt. ttan kann dem Entmcken. das dieser .benso poetische wie malerische Kontrast erregt, nicht Worte von genügendem Glänze luden. Wir sind' gewohnt die

) Ausdrücke, welche die Sprache yiefur ve Qreit bält. bei aerinaerem Anlaß zu ver

Ausdrücke, welche die Svrache biefür be reit hält, bei geringerem Anlaß zu ver schwenden, derEindruck ist eben ganz und gar von einziger Größe, der Genuß von timm Zauber, der Nck am natürlichsten

l x in stummer Andacht und Bewunderung I ußert. Keine Alpenfahrt in's gepriefe

. ne Italien gewährte solchen Venuß ms - der. Weder . auf der Reise über den

Brenner zum Gardasee noch der über r . . , ;n i im.V(... . .. a I

oen imolon III oie vllliuiig uu Nord in Süd eine sleich vackende.' Die sen Genuß aufgeben, heißt das Schönste i . . tr t r - v . : cet üQQii nicqi ancqicin, onon cm üfcen überbauvt. Er ist nur zu haben, direkt nach dem Betreten der italienischen Landschast, nachdem Verlassen der wild romantischen Welt der Alpengipsel und Zietzqer, oie nur vier Qiticgjciiig mu 5olcker Plötzlichkeit in die Ferne gerückt ...r.r . -jc..;: :i erscheinen und doch so reich und lebhast zur malerischen Ausschmückung des 5U . .. tn . . o..r. Panorama's oenragen. er Avseni balt in Luaano. der Anblick des Luaaner See's als erster Eindruck italieni

! scher Landschast bietet uns keinen Ersaß, '"NmrtM ftnrf yäpUt hftnfiprfiffcndff

W00mJ W 10 I V m wr" vw Schönheit. Wohl sind auch aus den Tristen seiner milderen Userhänge die .Wahrzeichen der südlichen Vegetation, Aber in der schroffen düsteren Art, mtt welcher die steilen Waldselsen die Bucht von Luaano begrenzen, in der Hellem

einenden Weise, wie die Alpenberge ihrer I r r. j.-r.t-!

Nachbarschaftuns nahe geruckt erscheinen, ? erinnert er eher an den icharsumrienen Urner Theil des Vierwaldstätter See'S, i. . . v . a r:.r.oen wir geraoe ylnier UNS ließen, UIS daß wir an ihm die Merkmale desjenigen Landschastscharakters auffallend erken nen könnten, den wir den südlichen nen , . r r . nen. IN oieiem ireiiico prangen eic langgestreckten, von Villen befäten Ufer - o-v

I ; deS Comer See'S durchaus. Aber die!5e User liegen einander sast immer so

vabe eaenüber. dak wir unS auf seiner

I 1 Mücke mebr aus einem großen breiten

Flune wähnen, welchen die Natur mit übnlicken Reittn wie den Rhein zwischen Mainz und Koblenz ausgestalte: hat. als - . . i r , em aus seinem See; und seine vielen .Win 'düngen gewähien nur selten einen Um , blick von solcher Mannigfaltigkeit und Ausdehnung wie wir ihn von der Höhe der jnmla di iJellagio aueromgs auch . vier emmal aenlenen. vocy auq ole,er ' Äusblick, so schön,. so wundersam und . ' heerllch er ist, er kommt an Vröe voch s lange mcht gleich dem ebenmäßigen und V X. r :C.ri: ...nTt... tOniK. kiüül 10 UlunulU UlllU miuiit4si uiiw - 1 . . v ((. V. Diia, der uns at von anen yeuen oes ,.Z5ag0 maggiore Miro, m oztn caen Mehr als hnndert Zuflußquellen malerisch sich eraieen. an dessen Ufern gleichmä 7 feta hell schimmerde Ortschaften mit reichbestandenen grünen Geländen ab! . rrchseln. der unseren Blick zunächst mit '" V. . : i 1 1 trr - r? . .n i t-: -trnei ratiicn oiaucn JU5aicriacc uiuoici tet und dessen umfangreiches Becken im Norden von der hehren Gruppe des Monte Rosa, im Süden von dem eisbe deckten Gipfel ver otthard und St. Berhardmsysteme, nn Osten von den tu A. nrn ' r . V - t jlgen nciicgaoa- uno Tlmpionyoyen tn einer den Eindruck mildernden Entser nung umrahmt wird. An keinem der Seen, läkt sich neben anderen autorita tiven Stimmen von Kennern der italie rtischen Landschaft, der deutsche Arzt in Pallanza, Dr. Scharrenbroich, in seiner klimatologischen Studie über diesen Ort vernehmen, liegen die Extreme des kal ten Nordens in seiner ganzen riesigen J Majestät und die üppige Fülle des ewig

f grünen und ewig blühenden Frühlings . - T - . o.!X...nuA

so nahe und in so wirkungsreichen Kont rasi ziusammen. Hier, wo das Auge aus " der weiten, im tiessten Azurblau sich wie dersvieaelnden Fläche des Sees fo gern ruht, wo es schwärmend über die milden in Üppiger aroenpracqr rrgiunzenvel, Äauberbaine der paradiesischen Inseln dabinsckweift. und veiter zu jenen fernen; in Himmelshöhen emporragenden yor nern oer riengen MMcoaim uno im

plonkette hinangezogen wird, hier gestal tet sich die Scene zu einem Gesammtbild von so überraschender Wirkung, daß wir uns vergeblich fragen, ob wir mehr gefesselt sind von der blendenden Macht jener lichtvollen Niesender Alpenwelt, bedeckt mit dem Schnee und Eis der Jahrtausende, die i weiter Ferne gleich sam Schildwacht stehen angesichts sol? cher Herrlichkeit, oder von dem lachenden Bild des ewig jungen Frühlings in un serer Nähe Darum abgezweigt in Bellinzona zur Linken nach Locarno, wo unweit der Mündung des Tesstn bei Magadino die ungestüme Maggia ihr Gewässer in den farbenschillernden See von Verbano ergießt, und dort das Dampsschiss genommen zur Fahrt nach Pallanza, von den vielen schönen Orten am sckönsten See wobl der schönste!

Ks ift sckmer. einen der Orte die.'er entzückenden Gegend vor den anderr zu rübmen. denn die Grundstimmuna.wel rühmen, denn die GrundsUmmung, we che die erhabene Schönheit in Rv)e, die I V . ' ... . che die erhabene Schönheit in Rv)e, die Harmonie von milden und ge.Uttigten Harmonie von milden und ge.mnglen Farben, lieblichen Formen, weichen Farben, lieblichen Formen, weiqen und gluthvoll berauschenden Gerüchen, von malerischen, plastischen und poetl scken Eindrücken bier eruat. genießt man an allen gleich seh. Wohin' wir blicken vom Deck des vscnehm ausgestat Men Damnskmats. dcs uns in etwa vier Stunden von Locccno nach Pallanza . . . . . ? . ftt tu. !' I dringt, sehen wir Miazen welligen u ntlrt und an dien binauskletternd, hell im srtni; ölänienbc Ortickasten. iu vviiiihui' o . ' c I deren einzelne Häuser tn tritt. Unord .;,nder und über einander fick kk LA. kl -A 1& i 1 Wkll""" - "W- I lekinen n bauen, welche der Maler künstlich -rzeugt, wenn er die Gegenstän de der atur malerisch zu gruppiren be absickiat. Wo die überall hier blühende I r. ' .v v. n.-f:jc. . v I

3nrUine ooer oic iiaarnujcn unu turn grünen, oiauumjiuiyciui viuuuu uumuunalen Verhältnisse der 200.000 An- lig nähert. Nicht die concrete Wirkung ledler dieseOrte zu kleinerenStädtenent der einzelnen herrlichen Vflanzenexem-

wickelte, hat die Schönheit der Landschaft auch frühe schon zur Anklage comfortab ler Hotels und in der Nachöarschast zum m rii.. v .-.i? I Bau yerrilcyer warten uno praconger Villen geführt. Ueberall auch mischt die üppige Vegetation der sormenschön ge wellten Uferbänae in den blauen Sckim mer. der vom Himmel und vom See aus schleierhaft sich über die duftigen Berge hinzieht, jene geheimnißvoll bläuliche t. .... ft,..n.- V. I . - m . M. M Färbung von dunklem Grun, oas aus V Cm : f JC V.s 1 .TY.U OT .. v I uci X'Hiuuny ves icucu iiu uuv Edelkastanienlaubs, den tiefdunklen Tinten der Cvvressen-, Mvrthen Cedernbestände und dem Silbergrau der Oliven entsteht. Ueberüll schließlich erscheinen uns See und Himmel von so gleicher Pracht m ihrem vlauen Glänze, vav man vom Dust, der von den Ufern zum Schis Bracht in ibrem blauen Glänze, daß man vom Duft, der von den Usern zum Schis fe dringt, vom Leuchten der Luft, die uns wech und wohlig umhaucht, nicht weiß, wer von beiden der Svieael von des an dern Schönheit ist. Ja, auch die Nähe der Borromäischen Inseln zeichnet Pal lanza mcht emzlg vor oen anvern slao ten am Ufer des Lanaensees aus. Von Laveno, Stresa und Jntra, alles Orte . . o - . f.. Jt i D I von ausgciucui ur, udiibuhii vun den Rei,en der südlichen Natur, kann man die Wunderinseln am südlichenEni. t. . i- t. ..v I oe oes yauoiees giciig ocqutm unv schnell besuchen. Pallanza kann aber darum doch bevorzugt vor allen anderen Orten am See genannt werden, weil es dem Besucher nicht einen einzigen dieser i m . -tr c. vx.v...v.r.rc.i ytetje verminen iapi uno uciiciocn ihm entgegenbringt in der Pracht seiner glänzendsten Entfaltung. . Man muß in den terastenförmig zum I r.i...c. r v . o r.. see ncy avsiaqenoen Zangen oes mup viaster südlicher Vegetation prangenden Gartens, der zum Grand Hotel Pallanza gehört, lustwandeln oder von einem der infTrMpn Nalkan dlses berrll'cken qv " - " (von einem deutschen Wirth Georg Sey schab, gegründeten und geleiteten Frem denasyis den Blick haben hinauswandern lasten über die weite blaue, ruhig klare Fläche desSees bis zu den in blendendem Weiße erstrahlendenGipsel der Alpen,um den Sinn dieser Worte zu fasten. Man I w r. f .V . cri . - - muß aus leicht überdachter Barke, vom yasen hlnauZgeruoer: lem viö ymuoer zu den Inseln, von denen der Deutsche ' tr- jf. ..r. r- i V-C ..t 0)on in atz aujmi: iciiu, vuj uu muui der Frühling sein ewig festliches Hofla ger halte, daß hier inmitten der blauen Fluthen alle Wunder südlicher Vegeta . r . . . . . I. .. . t - V i uon zuiammengeorangr aus unoeoeuirn den Erdflächen von geringem Umfang sich I .r. ru fcjL-.r entfalten. Ja, zu den hochgepriesenen Gärten sei die erste Ausfahrt gerichtet. öi sino die Altäre, vor denen wir der Schönheit des Südens huldigen können. Und dann, wenn wir auch diese yerrllch seit selbst geschaut und durchwandert ha ben, umrauscht von Myrthen und Lor I r.. v is r beerbäumen, berauscht von den Düsten riesiger Magnolien, lichter Orangen und Citronenblüthen, die neben den gold glänzenden Fruchten Baum an Baum bedecken, m futze zeitvergenenyell ge. iungen von oen cachllgauen, oie vier aus den Zweigen von Kamelienbäumen sich wiegen und eynluchtslaule o tchön klingen wie die Namen der Inseln a! 111 K iVnln morlva Xnnn isuia ucixa. utiu isuia xumuac wutit . n . .. f i' f. t.tislf err, wenn wir aus oicie iraumoasl icdonc zücii gcicqcn, iann man ganj ucn jeug entzückten Rus verstehen : Die Schön beit des Südens hat mir ihr unverschlei ertes Antlitz gezeigt ! Reisehandbücher empfehlen, die Inseln mit dem Dampfschiff zu besuchen. Haupt? I tixcx .. ..M(..v...4.MV.rc.rk.. saiguti um uu uuucucuiuiuc ,iuiuniß willen. Man sieht aus diese Weise die weit mehr an Kunst und Menschen werk erinnernde Isola. bella zuerst, auf welcher e3 kute in, oie Vejuqer zu nächst trnt etner Wanderung durch die I . !1 CT Xs.r.. sate oes.rartialenreiqen q:oes zu ermüden. Aber wahrlich, ie tieser man in die Welt eingedrungen, in welcher die Schönheit Königin und die Kunst Hohe priesterin ist, t abgeschmackter muß man solchen dilettantischen Zeitvertreib in den Vorhallen des Gartentempels sinden, der geheimnißvoll den Thron der Göttin selbst umschließt. Nein, dem märchen hast schönen Genuß entspricht die Vor bereitung. Nicht umdrängt von emer Schaar fremder, rothleinene Reifebücher I !... 5 . rrv n i .1... (! im unrechten Moment studirender Bil dungsphilistcr. nicht umgeben vom pro ! saischen Luxus der modernen Dampf schifte, nahe man sich den Inseln. Und der lsola madre zuerst. . WieOdysseuS au ,qioanier arre ?aore man vik Jau berinsel an, iu welcher die Schönheit des Südens eme neue Kalvvso ihre Getreuen auf stunden zu Halbgöttern 1 wuuuciu yui zum cyiv e ves

Grafen BorromSa, sondern z den Lustgärten der Natur, welche die se auf den von dem Grafen ihr geweihten Erdterrassen sich selbst ausgebaut hat, sci die Fahrt gerichtet. Nur mit Gleiche gestimmten sei -sie unternommen. An die paar Lire, welche eine Gondelfahrt nach Isola madre und von da zum schönen" Tochtereiland kostet, stoße man sich nicht. Die geringen Ausgaben und würden sie verzehnfacht sind gegenüber dem Genuß überhaupt nicht der Rede weth. Hier, wo die Natur in ih rer ?ceigebigkeit keine Grenze kennt, lebe an in ihrem Geiste. Die Schisfer sind wie sast alle Bewohner desSee's freundliche, mäßige Menschen. Fast be ürsnißlos da ihre Wünsche die Na-

tur fast schon allem erfüllt ist ihnen Geldgier noch fremd. Die Gärtner, die uns aus den Borromäischen Inseln her umsühren, verlangen keinen Lohn. Und wenn man ihnen viel gibt, ist es doch wenn man innen viel glvr, ev oocu selten der Werth, den ein Blumenstrauß 9 m m a . . ? n selten der Werth, den ein Blumenstrauß so köstlicher Art bei uns hat, wie man sie fo lolicyer ri oel uns yai, wz man t uns beim Rundgang durch dle Garten uns oeim unogang ourcy uie Marien gänge schneidet. Das Auge einer Sig. nora, welche von diesen schlichten gen telnomini des Volks die Schätze des Gartens gezeigt bekommt, braucht nur mit einem Blicke den Wunsch nach einer seltenen Blume verrathen und Mlt graziösem Griff wird sie ihr abgepflückt und ? ...üt.fi .fi..:. lyr mu oncneioencripaiuimiic uucuuuji. DieseGärtner stören auch durch unnöthi' oeS Gesckmäk. Sie überlasten uns der i- , r'it v. o n Stimmung, dle sie als Sohne des Lan des kaum tbeilen können, die sie aber ' W ' ahnen und ehren. Aus Stimmungen in der That setzt sich der Genuß zusammen, der uns nach unserer Kahnfahrt erwartet, die uns dem cr..ii.t.. n;:f..k -ff plare südlicher Vegetation vermittelt ihn. Unsere deutsche Kunst und Ziergätnerei hat manch ähnliches Wunder der Natur . rr T . r - i.!Si....JI aogerungen. juix vqairniwinumu ist's, das Gesühl, hier die sreiwirkende Natur in ihren schönsten Offenbarungen Im belauscken. Erst der Veraleich mit der nordischen Vegetation, erst dieKennt niß der Mühen, welche die künstliche Zucht dieser südlichen Pflanzen uns !o. ft. l ?.. v. l .C-V : v.:. . W W . stet, weat m uns oie mpnnoungen, oie o VI.C... .?s,tk4 CtiiMiH uns i üicch uiumuuiiynmyuui yuutl" beseelen. Nicht nur malerisch schön ist der Genuß, nicht nur vom Auge erfaß bar. Unsere Bildung steigert ihn zur Poesie durch die Gedanken, die in uns aufsteigen, wenn wir hier Wälder von Azaleen, Nyovovenoron uno ame lienbäumen durchschreiten, die im Fe Azaleen, Rhododendron und Käme lienbäumen durchschreiten, die im Fe bruar ein einziges farbenleuchtendeSBlü thenmeer bilden, an riesigen Gebüschen von Oleandern und Hortensien vorbei und entlang die langen Terraffen mit schwerbeladenen - Orangen und Citro nenvaumen, v:e gleichzemg vmyen uno Früchte tragen. Und entsprechend die ser Vegetation einen Himmel, eine fT u u . O..Ci- , v iviS um vuniic, cuic kui uvu uu uuu um uns i haben, einzig schön und mild, em Klin gen und Rauschen hören, leis und melo v:tx v.s n:.v ..f.:xi. err - rf - V . I oizq I oas lkv ver zrirn zruril vrr tie blauen See, die am U er heraus schäu men, als sehnten sie hinaus in dies blu rn.lge den. Poene ist omer wenuv, besten Eigenart zu schildern keine Prosa uerrnag. ay lajiounijuuuuc 3Cuici bung der einzelnen Gruppen, der Herr rry I - r.i. .i-.Tiri. ni.ii...:. lichsten Aussichtspunkte, die vollständigste Auszählung der tropischen Pflanzen, die . " n. . rT : . yier geoeiyen, ocimvie niuz,. hjk eigenen Sinne müssen ihn vermitteln, die eigeneSeele muß ihn fühlen und denken. Die Gotthardbahn hat den Pfad zu diesem Ä'emnel derNaiur ebracken. Leicbt. I "" ' - G i - - - - y " ohne große Kosten könenn Tausende ihn nun erreichen. Glück aus die ahrt ! und danyr' introite, nara et ine du iint ! . . . . Am Ziel sind wir der Fahrt, der schnel ,-n. Das Garteneiland ist erreicht, I - . . ' Schon spiegeln in den blauen hellen Seefluthen sich die Linienwellen Der duft'aen Haine, dichtverzweiat. 1 Ö ' J Schön, wie ein Märchen,-das im Lenze Beim Mondenlicht die Liebe träumt . . . Hier überstiegt der Traum die Grenze Der Wirklichkeit, bier flickt sich Kränke Die Schönheit, sonnenalanumsäumt. I ' ' 0 ' Am Thorweg sonnen sich Lacreten . In Ruh' ! es blitzt ihr schimmernd Keld; Ein erster Gruß der Wundergärten, Drin der Granate luft'ae Gerten Eralüb'n wie Edemelnaeschmeid! . iw.. Hinein,! Hinan! Durch Schattengange, D'rin Lorbeer sich an Cedern schmiegt, Durch's immergrüne Laubgedränge, I desten Zweigen, Jubelsänge Schmetternd, die Nachtigall sich wiegt,

chmaasnerven var, m man nicht ganz

Hie?, wo vom Duste der Magnolie Berauscht, der Aether selbst erbebt, Durchglüht vom Hauch der Centifolie. . I r. ' i. r y ort. ..:. I rtl QUCO OIC UttOllCDC VUIlvilk I ? 7 . J. - . . Zum Dithyrambus sich erhebt. Denn was beim Klang der Hochzeitglo cken Daheim als lichten Ehrenkranz Die Kunst drückt in der Bräute Locken, Hier prangt's in tausend Blüthenflocken ct m , i rrt I T i . . - . . . ' n ungeaynier Tchonyell VDianz. Von Myrthe und Orangenblüthen Umrauscht, umdustek, überdacht. Beschleicht den weg und wandermüden Fremdling aus Norden hier im Süden I . DeS Lebens volle Jaubermacht. In Freiheit hier die Blumen blühen, Die dort die 5iuckt uns reiste nur. I Freiheit leuchtender sie glühen Durch's Herz läßt gluthender auch ziehen Der Liebe Feuer die Natur. k I, hier, wo Schönheit sich verbunden Der Freiheit in Unsterblichkeit. Wo vranat der Lenz unüberwunden. Träum' Wand'rer. Dir auf seliaeStun ' ' . den Des eignen Glückes Ewigkeit ! Johannes Proelß. wnglanos vkyuken vo Alerandrien haben mit einiger Sicher heit ihr Ziel getroffen. , Englands Schützlinge, die in derStadt zurückgeblteben wen, trafen es weniger i gut.

AMne Kräfte und große Mrkungen. Von Dr. A. Otrnpcin.

ES ist bekannt, wie wir nur dadurch Gegenstände aus der Ferne wahrnehmen, daß durchsichtige Medien im Auge eine Art von Camera obscura bilden, welche ein Bildchen der Außenwelt auf die hin tere Tapete des Auges, die sogenannte Netzhaut, werfen. Dieses Bildchen der Außenwelt auf der Netzhaut des AugeS kann man Jedem, der sich dasür toteres sirt, am Auge eines eben erst getödtelen Thieres, z. B. eines weißen Kaninchens, sehr gut zeigen. Je nach der Größe der Augenkugel und der in derselben existi renden Linse ist das Bildchen aus der Netzhaut mehr oder weniger verkleinert ; aber selbst in dem Thierauge ist doch immer das Netzhautbildchen an tausend mal llemer als vaS wlrkttcye, von wel, chem das Licht ins Auge eindringt. w m r . aver t es langn erwiesen, oaß man nur dann einen Gegenstand ver mittelst des Netzhautbudchens erkennen kann, wenn die Theilchen desselben durch gesonderte Nervenfäden zum Gehirn ge leitet werden. Fände diese Sonderung nicht statt, so würde man nur Mischbil der sehen, ohne ihre einzelnen Theile be sonders zu erkennen. Da mußte man sich denn fragen : Wie dicht stehen denn die NervenEnden in der Netzhaut? oder richtiger ausgedrückt: Wie viel solcher lichtempfindlichen Organe sind etwa aus einem QuadratMillimeter der Netzhaut vorhanden? Nach vielen mühsamen Versuchen ist man in allerneuester Zeit durch eine Arbeit des Dr. du Bois Reymond zu dem Ergebnisse gekommmen, daß wenn man ein Millimeter in hundert Theile theilt, aus solchem Theilchen ein Quadrat bil det und nach diesem kleinen Maß die Netz haut des menschlichen Auges untersucht, man darauf mehr als 150 leichtempsind liche Nerven'Organe findet. Da3 heißt mit anderen Worten : Unser Auge ist mit so kleinen organischen Gebilden aus gestattet, daß viel mehr als fünfzehntau send derselben den Raum eines Steckna delkopfes einnehmen. Von der Feinheit unseres Ohres hat man bis auf unsere Zeit nur sehr dunkle Vorstellungen gehabt. Erst Helmholtz hat die allerfeinsten Werkzeuge unseres Gehörorgans erkannt und erläutert. Abgesehen von den seinen kleinen Knö chelchen, welche am Trommelfell liegen und dazu dienen, das Trommelfell nicht j nachschwingen zu lasten, wenn Schall und Ton vorüber sind, befindet fick in der Schnecke des GehörgangeS ein wirk liches Instrument, in welchem feine aus aeivannte Membranen 'an, sa wie die Saiten eines Klaviers in Mitfchwin gung gerathen, wenn ein ihrem Eigenton entsprechender Ton erschallt. Neben diesem musikalisch aebauten Oraane befindet sich auch noch eine kleine Höhle mit I 1 ? . . (Vf.".fn - i . c . Ivrniller itiuiuaini im orapoarai. Die nicht Töne, sondern Geräusche aus die Nervenenden überträgt. . Zu diesen Ge .. r . r - rauben geyorr auch uner sprechen. das nickt nack musikcliscken GeseKen er folgt. Und trotz der Kleinheit all dieser Vorrichtungen sind sie doch so empfind lich und' wirksam, daß sie die magneti i rr ... r- v... tyr . , , ojen chwingungen einer lenpiatle im Telephon in all ihren Variationen vernehmbar machen, wennaleich diese Schwingungen so sein und so klein sind, Ic r c m . r . oaß man ne ourcu rem cilrojlop zu ve obachten im Stande ist. Gemeinhin nimmt man an, daß unser Geruchssinn materieller Natur ist und d?r ?,'ns,it pntsiri di? d?m Ysttki n I l V V V J W den: Ohr verliehen ist; aber auch dies hat fich als eine irrige Anschauung erge den. Das Riechorgan unserer Nase ist nur für Gase eingerichtet. Eine Flüs sigkeit, mit welcher man die Nase süllt, und wäre es selbst Eau de Coloane. nimmt unser Geruchssinn nicht wahr. Nur das Gas in der Mischung der ein geathmeten Luft wird empfunden ; aber wie unendlich fein diese Empfindung ist, dasür hat man längst ein Beispiel am Moschusgeruch. Selbst die allerfemste Waage ist außer Stande, nachzuweisen. ob ein Kornchen Moschus em Theilchen seines Gewichts durch Verdampfung während 24 Stunden verloren hat, wäh I 1.1. Ti -r r. , reno oer erucosnnn es noq nach Jayren herausfindet, wenn einmal em Mo 9 f jw iquslornchen auch nur eme emzlge Ml nute im Zimmer gelegen hat. Weniger erforscht ist unserGeschmacks Im , rf . . tnn. Man we es nicht einmal genau I V . 1 l -i. anzugeven, an weicher stelle oer Zunge und des Gaumens dieser Sinn, seinen Hauptsitz hat, weil die Flüssigkeiten, mit welchen man Versuche anstellt, sich in der ganzen Mundhöhle verbreiten. Selbst über die Frage, ob die Zungenspitze Ge im Reinen. In unserm physiologischen Institut ist vor Jahren von Zungen For schern hierüber em eigenthumllchesEzpe .!M..t : (C1 ,1lZ .'.l Z L Tl - ff 1. - riment mit Elektrizität angestellt wor den. Man weiß es. daß der positive Strom eine Säure, der negative Strom emen alkalischen Stoff anzieht. Da stellen sich zwei junge Studenten eman der gegenüber, streckten ibre Äunaen spitzen einander zu, so daß sie sich berühr ten, während der eine den positiven, der I Kam MAi4bM KYl j t (tlllaM! UMUCIC UUl IKUUUUCll CUICI OUIUUC in die befeuchtete Hand nahm. Der Strom gmg auch durch die Zungen spitzen, und die Empfindungen beider Experimentatoren waren auch verschiedenez aber sie mußten dabei doch erst die Zungenspitzen an den Gaumen bringen, um zu erkennen, was ie schmeckten. Es fprach die Wahrscheinlichkeit dafür, daß wohl die Feuchtigkeit der beiden Zungen durch den Strom zersetzt wurde, aber der Geschmack selber erst hervortrat, als die zersetzten Stoffe tieser in die Mundhöhle eindrangen. Gleichwohl haben wir allen Grund zu behaupten, daß auch die versteckteste un serer Sinneswirkungen m äußerst kleinen Partikelchen verborgen liegt. Es giebt jt ?rjc. ? i.r. - . viele chemische Stoffe, namentlich aus dem Gebiet der organischen Chemie,' welche in allen Beziehungen eine Aehn lichkeit haben und sich schwer unterschei den lassen. Da nimmt, denn der Ehe miker zum Geschmackssinn Zuflucht, und dieser fpürt oft aus, was weder die feinste Wage noch die entscheidenstenRea gentten der Chemiker aufzuspüren im 1 tanor jinu.

Auch der Tastsinn ist äußerst fein.

Man spürt ein Härchen auf der Zunge, das man mit bloßem Auge nicht sieht. Als ein anderes Beispiel für die Fein heit des Tastsinnes führen wir die That fache an, daß man die allerfeinsten Glas linsen unserer Fernröhre nicht durch die exaktesten Maschinen schleift und polirt, sondern sich hierin lieber auf den feinen Tastsinn der Hand emes geübten Glaö schleiferS verläßt. Erst in der allerneue sten Zeit geben die vorzüglichsten Opti er m Nordamerika äußerst feinen Schleifinstrumenten den Vorzug. Ob mit glücklichem Erfolg, das wissen wir noch nicht anzugeben. Wir wissen nur so viel, daß der der Wissenschaft frucht reichste Hohlspiegel, der die Tiefen des Weltalls in glänzendstem Mave durch forscht hat, von dem unsterblichen Wil iam Herschel mit eigener Hand geschlts fen und polirt wurde. Ehre seinen sah relangen Mühen und seinem Angeden ren : Die ehemals geltenden Vorstellungen über die Existenz großer Kräfte in den Naturerscheinungen waren Ausgeburten der Unwissenheit srüherer Jahrtausende. So lange man den großen Donnerer im Himmel fürchtete, kam man nicht zur Untersuchung dieses erschreckenden Ge polters. Ja, es würde als Ketzerei aus genommen worden fem, wenn es Jemand gewagt haben würde, die Hand Gottes im Gewitter fortzuleugnen. Wir dür fen uns nicht wundern, wenn im Alter thum und im Mlttelalter leder unver standene Vorgang in der Natur der Willkur, dem Zorn oder dem Wohlwollen der Götter zugeschrieben wurde, die zu ihrer Verherrlichung Wunder thaten. Zwischen Himmel und Erde erdichtete man damit eine Scheidewand, laut welcher im Himmel die Wunder ihren Sitz hatten und die Erde der Spielball war. aus dem sich die Götterkrast offenbarte. Um dies Bild zu vervollständigen, wurde zu dieser Scheidewand noch eine zweite ersonnen, welche eine angebliche Unter welt von der Erde sonderte. Vorfiel lungen dieser Art vererbten sich bis in die neuere Zeit, in welcher dergleichen gar noch als beseligender Glaube viel fach festgehalten wird. Wann wurde der Bann dieser Vor stellung gebrochen. . Als Kopernikus austrat und zeigte. daß die Erde im Himmel schwebt und wir Erdenkinder in demselben Himmel extstiren, worin die Sterne alle dahin wandern, da fiel nicht blos die alte Scheidewand, fondern auch die Geistesmsuer wurde erschüttert und zerrissen, die die Menschheit in Unwissenheit hielt. Langsam sank Stein um Stein aus dem alten Glaubensbau mit jedem Schritt des Wissens, den ausgewählte Geister errangen. Von der Unterwelt schweigen jetzt selbst die Gläubigen, seitdem die Tiefen des Meeres von Kabeln durch zogen sind und Lokomotiven durch Tun nels in die Eingeweide der Erde hinein und wieder tensetts der mächtigsten Fel senwändt munter in den Tag hinein rennen. Der Blitz der Telegraph aber wirkt zündender aus die Welt als ehedem der Blitzstrahl aller zürnenden Götter und der elektrische Lichtstrahl verscheucht viele Geister der Nacht sammt der Fm perniß, in welcher sie meist ihr Wesen getrieben. Wie aber lautet die Signatur dieser lichteren Zeit? Sie lautet, begründet durch die Summe großer Forschungen wie folgt:' Es giebt nicht eine Kraft der Willkür in der Natur, sondern eine Kombination kleiner raste, welche wir durch Geistes arbeit beherrschen und zu großen Wir kungen im Dienste der Menschheit be nutzen können und benutzen sollen!" Neue teHnische Erfindungen. Bon Tr. Gustave Lewinftein. Eine für die Eisenindustrie wichtige Entdeckung wird aus England gemeldet. Dort hat ein Herr Evans sich eine eiser ne Achse patentiren lassen, welche in der Weise hergestellt wird, daß um einen aus gehämmerten faserigen Eisen bestehenden Kern ein Stahlbarren gegossen wird. Dieser Kern streckt sich gleichmäßig mit den Hämmern und Strecken des ganzen Stückes und man erhält so eine Stahl achse, welche einen Kern von Schmiede eisen hat. Es soll bei dieser Achse nie ein Bruch der ganzen Achse, sondern nur der äußeren Hülle vorkommen kön nen, und wenn wir auch die Unmöglich kett eines Bruches der ganzen Achse be zweifeln möchten, so ist die Wahrschein lichkeit sehr gering. Vergleichende Ver suche haben auch eine um fast fünfzig Prozent größere WiederpandösShigkeit der neuen Achse ergeben, ein Resultat, welches für den Bau von Lokomotiven und Eisenbahnwagen sehr beachtenS werth ist. Eine andere wichtige Erfindung auf diesem Gebiete hat em belgischer Inge nieur gemacht, nämlich das Schweißen von Stahl aus Stahl tn rothwarmenZu stände. Diese Erfindung, welche noch als Geheimniß behandelt wird, vürde die Ausbesserung von stählernen Ma schinentheilen, welche bis jetzt bei einem Bruch stets durch neue erfetzt werden muffen, ermöglichen. Das Patent der Herren Naudin und Schneider, den aus ven Rückständen bei der Zuckerberettung auS Rüben herge stellten Alkohol zu entfufeln, dürste au genblicklich in Deutschland wenig Lieb Hader finden, da nach oem neuen Scheibler'schen Verfahren auch der letzte Rest Zucker auS der Melasse als. solcher gewonnen wird, und so die Herstellung nn- r. i tl.rti tt von Nuoenmirilus ganz emgeneur in. Dem Verfahren selbst wird übrigens nachgerühmt, daß eö den wirklich sehr unangenehmen Geruch und Geschmack deS Rübenalkohols vollständig beseitigt. In Amerika macht man jetzt künstli ches Pelzwerk auS Seide, und . soll die Herstellung desselben, welche aus Web stöhlen geschieht, die sich sehr wesent lich von den bei der Sammet- und Plüschfabrikation angewandten unter scheidet, sehr einfach sein. Bis jetzt wird nur das als Sealfkin" bekannte Pelz werk künstlich hergestellt; ob es gelingen wird, auch andere Pelzarten sabrikmäßig herzustellen, bleibt abzuwarten. Ein Patent, welches dem Herrn H.

Rauvv in ioeilbronn ertbeilt worden ist.

fchemt uns etwas sonderbar. Derselbe giebt den bisherigen HängeGaslampen mit Zug statt eines Zugrobres zwei, eine Neuerung, welche ja bet manchen An laen auS Schönbeitsaründen den Vor zug verdienen mag, welche aber doch ei gentlich absolut nichts Neues enthält, e müßte denn sein, daS män die dem Gas durch zwei Stopfbüchsen bei etwaigem Undicht werden doppelt gebotene Gele genheit zum Ausströmen als eine wesent cye Verbesserung erklären will. Wichtiger, besonders für Schulkinder. mag schon die Erfindung eines Lösch papiers ,em, roelcyes oen Tintenfleck nicht nur ttocknet,fondern auch sofort entfernt. Dieser Effekt wird dadurch erreicht, daß das Löschpapier mit Oxalsäure impräg ifl m i .' r jr r ' T O in iiamnitg MUß man ttch hüten, das LSschpapier ebenso wie gewöhnliches. zu -tiimncn ver cyrisr zu verwenoen. Für Brillenträger, und leider aebört ja jetzt schon ein sehr hoher Prozentsatz der Bevölkerung daui. isi eineEriinduna. welche Herrn G. Rodenstock inWürzburg patenurt worden,yon Wichtigkeit. Der selbe hat einen Apparat konstrmrt, durch welchen vor Anfertigung ein'? Brille nicht nur die Schärfe der Gläser be stimmt wird, fondern auch die Entser nuna der Puvillen voneinander, die öShe deS Punktes, wo die Brille aus der Nase aufliegt, über der Pupille unvend lich der Winkel, welchen die Seitensedern haben müssen, damit die Brillengläser genau senkrecht zur Sehachse stehen, ge nau gemessen wird. Eine große An aU unserer Ovtiker beacbten ia alle die se Punkte auch ohne solchen Apparat und geben den Käufern wirklich genau passen de Brillen, wer aber einmal den Unter schied im Gebrauch einer gutsitzenden und einer schlechtsitzenden Brille kennen ge lern: yat, wiro ven Werth emer Erfln dung, welche eö auch den weniger geüb ten gestattet, eine gutsitzende Brille zu verfertigen, zu würdigen wissen. Da die Einführung der elektrischen Beleuchtung in den bürgerlichen Saus halt fürs Erste wohl noch etwas aus stch w:ro warten lasfen, so durste es interef siren, daß den Herren B. Schneider in Orange (Neu-Jersey) und W. Dette in Berlm eme ttolbendlwtuna vatentirt worden ist, welche der Einwirkung von Petroleum widersteht. Dadurch wird es möglich, daß die Konstruktion der Moderateurlampen, welche früher für Oellampen fo vielen Beifall fanden, auch für Petroleumlamven anaemandt wird. und werden wohl demnächst solche auf oem Markte erfchemen. Herrn O. Schnauder in Ehemnitz ist em verfahren patenhrt, Stahlfedern innen mit einer klebrigen, aus Firniß, Lack und Wasserglas bestehenden Masse zu bestreichen, die mit vulvermrtem Löschpapier und Baumwolle bestreut wird. Zweck deS Verfahrens ist, daß die Tinte langsam ausfließt. Zerstreute Einfülle eines Oesammelten Von tt. Vkürenbers. Till Eulensvieael. der Schalksnarr. führte denselben Vogel die Eule im Wappen, wie Pallas Athene, die Beschützerin der Wahrheit. Wenn selbst ein berüchtiaterBrand redner bei Heinrich Heine unter Zoten einige Perlen" gesunden bat. so fckemt mir, daß diese Perlen vor die Unrecht ten geworfen wurden. Es ist charakteristisch für den Deut. schen iinerseits und für den Engländer und Amerikaner anderseits, daß ein Streitobjekt hier Zankapfel dort Zank knochen (bone oi contention) genannt wird : der erstere suchte sich das Bild weit hinten in der griechischen Mytholo gie der letztere, praktischer und mit offenen Augen, preist nur hinein in volle Hundeleben." Warum bat man wohl für unser deutsches Banner gerade Schwarzweiß roth gewühlt die Farben welche beim ischminlen verwendet werden i Der Reichsfreiherr vom Stein biek mit Recht der Edelstein; schade nur, Ifaß er an armselige Herren geriebt. die ibn nicht fassen konnten. Konservativismus ist GeschicktS blindheit. Manche vrablen mit ibrer boben Abmnft,und doch ist eS eben dasSchlim me, daß li o wett herabgekommen sind. Einen andern tadeln beikt sick fei ber loben. Wenn jemand sagt: O wie albern tst doch zener Mensch r fo denkt er eigentlich : O wie weile bin doch ich!" Darum rügt auch niemand die fehler anderer, deren er sich selbst bewußt ist- t Der .Plattdeutsche Ver ein" von Chicago hat ausgefunden, daß die modernen Plattdeutschen die klassi schen Germanen .bieten. Bei dem neulichen Volksfeste des dortigen platt deutschen Vereins trug einer der Wagen im Festzuze folgende Inschrift : .Die modernen Plattdeutschen sie wohnen Am User deS MichiganSee ; Sie sind gar fleißige Leute Und trinken immer noch zwee." Die Parapluiefprache. Dieselbe ist ziemlich verständlich und die Amerikaner dürfen sich rühmen, dieselbe erfunden zu haben; ihre einfachen Grundzüge lauten ungefähr folgender maßen : Wenn ein Mann einen Regen schirm derart über eine Frau hält, daß sie geschützt ist, er aber das abträufelnde Wasser erhält, so heißt das : .Ich liebe sie, aber sie geHort mir nicht , oder we nigstens noch nicht". Wenn der Mann geschützt ist und die Frau betrö pselt wird, so heißt daS : .Das ist nur meine Frau." Einen Wollschirm an die Stelle eines seidenen stellen, heißt : Ver tauschen ist nicht Stehlen. Einen Re genschirm wagrecht unter dem Arme tra gen, zeigt an, daß die hinter demselben -. t v cn .r u or . ' i geyenvr .iiu ein ugr verlieren wirv. Jemandem ein Parapluie leen, iZt gerade so gut, als ob man aus..'?en würde : .Ich bin toll Einen Regen schirm so tragen, daß man den Begeg nenden die Augen aussticht ode? diehüte vom Kopse stößt, heißt: sich als Frau legitimiren.

DerEsel und die Flöte. Die Flöte auf dem Rasen Ein Schäfer liegen ließ; Ein Esel da beim Grasen Aus Zufall auf sie stieß ; Er dachte nicht an's Blasen, Durch Zufall doch erblies. Denn, wie er auf dem Rasen Si: rechts und link beroch. Der Hauch von seiner Nasen Fuhr laut durch's Flötenloch. Da macht' er stolze Phrasen, Und that sich wundergroß. Und doch war all' sein Blasen Ein Spiel des Zufalls blos. Manch Esel trifft, manch dreister. Im Leben einen Ton Aus Zufall auch, und Meister Der Kunst dünkt er sich schon. Visitenkarten. Visitenkarten sind bequem Und oft im Leben angenehm. Wer danken will, schreibt d'rauf p. r. Das heißt zu deutsch : ich danke sehr.

seiner fagen Vu Adieu, So schreibst du einfach p. p. c. Bringst einen Fremden du in's Haus. (TZ V.-. JZL V.. v . r. jmuji uu ourcn p. p. es aus. Thut dir das Leid des Andern weh. Schreibst aus die Karte du n Der Glückwunsch, was er auch betreff'. rr c . r 11 t tuuiei cllisllly nur p. I. Und in der Kart' ein Eielsobr ' Bedeutet: .Ich sprach selber vor." Aus der Schule. Lebrer: JYitr lese ick im zweiten Ka rintherbrief im elften Kapitel : .Bonden jt . e r t .. t uoen yaoe icu empfangen (unmai vier zig Schläge weniger eins. Kann mir das.Jemand erklären?" . ? Kaufmannsfohn : .Ru, wird's doch schon damals gegeben hajen zum venig sten einen halben Procent Rabatt per cornptaat." . Gut v a r t r t. Was.. Du saait. ick bätte Dir die Briese nicht gegeben ! ? Bin ich verrückt oder Wu r .Aber, öerr Ratb. Sie werden sick doch keinen verrückten Bedienten Hai ten ! m Schlagfertig. Vater: Sckämst Du Dick nickt. Hans, einen so kleinen Buben zu schla gen ?- ans : .Warum denn? Du sckamst Dich ja auch nicht, mich zu hauen." Aus Schalks Citatenfchatz. Kann Dir die Hand nicht reichen, der weil ich eben lad' 1" rief Herr Schlosser meister (selble seinen Blerlameraden Better entgegen. S)a stand er tust tm Begriff, eine Prise zu nehmen. .Zwischen Ltpp' und Kelchesrand schwebt der dunklen Mächte Hand l" laS der Stammgast. Da fand er sein GlaS von einem Anonymus geleert. .Denn hoher Sinn liegt oft im kind 'schen Spiel!" sagte Moses Aaronsohn. Da hatte er sich den Charakter des Ba rons gekaust sür das Geld, das er in Monaco gewonnen. .Wer etwas Tresfliches leisten will, der sammle still und unerschlafft im klein sten Punkte die höchste Kraft !" sprach der Schütze zu seinem Nachbar. Da zielte er sorgfältig und traf mitten in'S Schwarze. .Ich fchcere mich nicht darum sagte der bequeme Hausherr zu seiner Gattin. Da wollte er sich nicht rasiren, ehe er in die Gesellschaft ging. .Dem Glücklichen schlägt keine Stun de!- dachte der Lieutenant. Da var er zu spät in den Dienst gekommen. .Wohl, NUN kann der Guß beginnen!" sprach der Spaziergänger. Da hatte er seinen Schirm aufgespannt. .Was Du ererbt von Deincn Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen ! sagte der ScZn. Da holte er die goldene Ankeruhr seines verstorbenen Großvaters ' vom Leihhause. .Raum ist in der kleinsten Hütte ! dachte der'Hauptmann. Da verhing er drei Tage strengen Arrest. .Man soll den Mantel nicht nach dem Winde hängen!" sagte der General. Da bewies er seine Felddienstfähigkeit und ging bei 12 Grad Kälte ohne Man tel. .Viel Dienst, viel Ebre saate der Gefreite Nickel. Da hatte er 14 Tage. Ttrafwache zu leisten. Schlagend erklärt. Die herrlichen Gartenanlagen derWürttembergischen Landesausstellung in Stuttgart wurden des Abends durch, eine größere Anzahl elektrischer Lampen erleuchtet. Diese wurden von einer elek trodynamischen Maschine-gespeist, die., in der Maschinenhalle aufgestellt, durch, eine Kuhn'sche Dampfmaschine getriebene war. In den letzten Tagen der Ausstellung trafen des billigen Eintrittsgeldes we gen ganze Schaaren schwäbischer Landleute ein, die bei Besichtigung einer ein mal sür würdig befundenen Sache mit auffallender Gründlichkeit zu Werke gln gen. Eines Nachmittags geschah eö so, ' daß ungesähr zwanzig Bauern in ihrer Landestracht (Schaftstiefel, lederne weiße Kniehosen, kurze Joppe mit blan ken Knöpsen, großer Filz.Dreimaster) den unvermeidlichen bunten Parapluie unterm Arm daherkamen, vorne ein al ter ehrwürdiger Bauer als Anführer.'. Dieser ging auf einen der anwesenden Ingenieure zu lud frug : .Sage se.herr Jngenör, wiffe Se vielleicht, vo dieMa schine ischt, die wo das Licht sor die Lampe da drcuß? macht Als ihn der Ingenieur bedeutete, die Herren vom Lande beiden sich direkt vor ' ihr wandte er sich an seine inzwischen her angetretenen Begleiter mit den Worte' .Dös ischt die llei' Maschin', die vo dai Licht for all die Lampe da drauße macht die Ihr werd brenne säe heit Awendl Aioer Lampe sin's, die hawe kei Docht' k-.iNix und keiGarnix, un se beedock' 'iTKfi fcrt .rl. rtss.J k! ft) ... X . . ' hjvv iu vuv uuo ii .4cutiUNg, " Maritimes, haben Sie schon gehört, der Kapl tän Wolm ist plötzlich zur Disposition gestellt worden V .Ja, aber warum denn V .Es hat sich aus die eclatan teste Weise bei ihm Farbenblindheit ge. zeigt.- .Wie so denn?- .Er ist statt in's schwarze Meer in's rmht n-

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