Indiana Tribüne, Volume 4, Number 416, Indianapolis, Marion County, 8 August 1882 — Page 2

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AMmm mS Hribime. F, istfic und SsttntsgssttSgavt. Ol nce: 2S. DclawarcStr. (Krtered as fiocoiiCl-clasH matter a, the t'ostosijoe at Indianapolis Jmliana.l Abonnements i$e AuözaKc pritCßatt?3abf greife: . 12 ,cr Sßochf . ß KtS. perNnmmcr. .15 Cts. pcr Voche. Veit - nfannnfti "VT Da Tafldlatt scheint jeden Nachmit. ta um 2) IHr. Die SonniaczLaegab ,rstt.et des Morge. -- TribnnePnlrnsIiina Company. Mianapolis, Ind., 8. August 1882. Zur Charakteristik Vrabi's. (Wir entnehmen die falzende cJjil&ftuns einer deut-chländischen Seitunp. Dieselbe ts; jedcnallZ von englischer Quelle insxirirt.) Arabi die höchste Staffel der Macht erklommen und Reichthümer er wLrbe'n hat, trachten seine Freunde, ihn mit einem Glorienschein zu umgeben. Er hofft, daß schließlich das ganze ügyptische Volk zu dem Glauben bekehrt wer- - den - wird, daß er ein prcvidcntieller Mann und von Gott zur Erlösung seines Landes gesandt sei. Man will .neuestens sogar die Abstammung Arabik aus den Propheten zurückleiten, um ihn so als Candidaten für den Thron des Khediven auszurüsten. Arabi ist. auch von einer Anzahl Apo fiel umgeben, die' seinen Ruhm vertun den uud seine göttliche, erlösende Mission predigen. Namentlich ist cs ein gewis i ser' Abdullah Medim, der für Arabi Propaganda macht, in öffentlichen Vcr .sammlungen die Wunder des. geheimen Lebens Arabis schildert und seinen haß gegen die Europäer und die Türken, kurz, gegen alles Ausländische mit grel len Farben malt. Medim, welcher Arabi sast nie verläßt und seit kurzem sogar bei ihm wohnt, ist sehr redebegabt und versteht es, sein Publikbm zu fesseln. An dere Herolde des Ruhmes Arabi's und seiner Beltrebungen sind Hasfan Muka el Accade, ein bankerott gewordener Sklavenhändler, der durch die englisch ägyptische Uebereinkunft ruinirt wurde, serner Scheik Hassan el Edivy, ein lies verschuldeter, durch Geld für Jedermann käuflicher Mensch, endlichScheik Qleysche. Als Arabi im September 188.1 dieKund gebung zxm Sturz Riaz Paschas ausführte, predigte man die Nacht zuvor den Soldaten, daß Scheik Olcysche ei " nen Traum hatte, in welchem ihm der - Prophet erschienen sei und ihm anbefoh len .habe, alle Aegypter und Soldaten aufzufordern, daß sie Arabi folgen, den er (der Prophet) als den Befreier Aegyptens bezeichnet habe. Medim und Muka el Accade haben den Empfang .Derwisch Paschas durch den Pöbel in : Alexandrien in Scene gesetzt und aus Rechnung der beiden ist auch die Urhe berschast der Metzelei vom 11. Juni zu setzen. Nachdem er Samstag sür die Metzeleien des Sonntag alles vorbcrei tet hatte, begab sich Medim von Alexandrien nach Kairo, wo er Sonntag eine .öffentliche Rede hielt, in der er aus sührte, daß die AlexandrZcr, welche 190, 000 'p) Europäer getödtet haben, bessere , Patrioten seien als die Kairener. Arabi hat noch nie Proben von per sönlichem Muthe an den Tag gelegtZund in seinem ganzen-Austreten zeigt er alles Andere eher, als Heldenthum. Während des Bombardements befand er sich - fern vom Schuß in dem inmitten Alexan dna's liegenden Fort Napoleon. Die Nachricht sranzösischer Zeitungen, daß Aravl aus der Schule des Gcneralstabs hervorgegangen sei, entbehrt aller Be gründung. Er ist ein völlig ungebilde ter Mensch, hat so gut wie gar keine Schule genossen und versteht nicht ein- '. mal das Türkische, sondern nur arabisch. Er hat niemals vor dem Feinde ein Gesecht bestanden, denn auch während deö abyssinischen Feldzugcs befand er sich beim Tram. Die Charakteristik Arabi Paschas, einer Persönlichkeit, cic an sich nur sehr wenlg des Interessanten bietet, laßt sich rurz oaym zu ammensa nen, van er Nie einen fest vorgezeichneten Plan hatte, nie ein bestimmtes Ziel verfolgte, und daß die Umstände ihn zu dem machten, was $1 heute ist. Die Eiferfüchteleien und Krttelungen der abendländischen Regie eungen und der Eonsuln in Aegypten, die Ränke europäifcher und eingeborener Abenteurer, die Schliche und Kniffe der Banquiers und Kaufleute brachten Arabi auf die Oberfläche und halfen ihm, jene -Stufe zu erklimmen, auf der er nunmehr steht..' Arabi ist durchaus nicht, wie man wähnen könnte, die Seele einer Bewe gung, welche ersterben würde, wenn Arabi gestürzt wird. Nicht Arabi hat diese Bewegung hervorgerufen, sondern er ist ein Erzeugniß dieser Bewegung. Wenn Arabi heute oder morgen im Strome der Ereignisse untersinkt, sind Ersatzmänner da, so : Ali Pascha el Rubi. Mahmed Sami Pascha, Ali Pa- ,.: scha Fehmi, Abdula Pascha, Tulba Pa. - scha Jacub Pascha Sami und hundert ,. andere, welche die Bewegung nähren und leiten würden. Der Chinesen-Transport. , Die - britischen Dampfer, welche die Chinesen nach San Francisco bringen, machen den. dortigen Gerichtshöfen viel Arbeit. Der Dampfer Malabar" hatte mehr chinesische Auswanderer an Lord als das Gesek aestaltet. Daö amenka aiS oas VDCicn ßcjiaiiei. ajas aurcnia! Nische Gesetz erfordert sür j.-den Pasj. gier einen Raum von 18 Cubikfuß und bedroht den Capitän, der mehr Passa giere führt, als nach dieser Bestimmung i im Verhältnisse zu den Raumverhältnif- ' sen statthaft ist, mit einer Geldstrafe von 550 für jeden Passagier' zu viel. Bei dem Malabar" ergab jdic Ausmessung

des Schiffes und die Äecgleichung des Resultats mit der Anzahl seiner PaZsa giere, daß das Schiff eine Strafe von $1,250 verwirkt hätte. Der Capitän Dixon machte vor dem Ver. StaatenCommissär Sawyer geltend, daß das englische Gesetz nur 16 Cubikfuß für je den Passagier verlange, und daß dieses, nicht aber das amerikanische Gesetz, im vorliegenden Falle Geltung habe. Der Eommiffär trat dieser Auffaffung bei, und der Capitän erlegte eine Strafe von 9100, da er zwei Paffagiere mehr gebracht hatte, als daö englische Gesetz gestattet. In dem Prozeffe gegen den britischen Dampfer Anger Head" aus Erlegung einer Strafe von $4,020, welche dadurch verwirkt sein sollte, daß die Schlafstätten

während der letzten Reise des Schiffes nicht so eingerichtet waren, wie das Gesetz vorschreibt, hat Richter Hofmann vom Bereinigte Staaten DistriktsGericht entschieden, daß jene Bestimmung nur auf Segelschiffe nicht auf Dampfschiffe Anwendung leide. Richter Dady vom Ver.. Staaten DistmtSGerichte in Portland, Or.,- hat wenige Tage zuvor in gleicher Weise erkannt, und diese Entscheidungen kommen den unttt derselben Anklage stehenden britisch:? Dampfern Querly- und Serapiö cöenfalls zu Gute. . Die Partei als Tyianik. Nach der Verfaffung darf kein Geld aus dem Schakamte gezogen werden. besten Verwendung nicht vorher durch Gesetze, bestimmt worden ist, d.h., dleRegierung kann über keinen Dollar versü gen, der ihr Nicht von der Bolkövertretung genehmigt worden ist. Durch diese Bestimmung glaubten die Väter"', das Volk vor der Raublust der Herrscher schützen zu können und eine Besteuerrung ohne Genehmigung der Besteuerten unmöglich zu machen. Wie sehr sie sich indeffen geirrt haben, beweisen, neben vielen anderenThatsachcn, die Vorgänge im letzten Congreffe. Es sind der Regierung thatfachlich nicht nur viele Millionen bewilligt worden, die sie gar nicht gefordert hat und demgemäß auch nicht sür nothwendig hielt, sondern der Präsident ist sogar gezwungen gewesen, die Steuerzahler vor ihren eigenen Vertretern zu schützen. Sein Veto gegen die Fluß- und Hafenverbefferungsdill, wenn auch nicht das erste dieser Art, war jedenfalls das schlagendste Beifpicl von der großenVerschiedenheit, welche zwischen unserer und fast jeder anderen Regierung besteht. Anderwärts sind cs die Verwaltungsbehörden, deren maßlose Forderungen die Volksvertreter zurückzuweisen haben, hier sind es die angeblichen Repräsentanten der Bürger, deren grenzenloser Raublust die Administration Schranken zu setzen hat. Wie würde Bismarck sich freuen. wenn ihm der Reichstag mit einem Schlage 80 Millionen Dollars zur Ver fügung stellte, um die er gar nicht nachgesucht hatte ! Bon Tabacksmonopol wäre dann keine Rede mehr. Was aber ist der Grund der ansehet nend doch so unpopulären Verschwen dung unserer Repräsentanten und Senatoren? Einfach die Thatsache, daß sie sich nicht als Vertreter des Volkes, sondcrn nur als Mitglieder eine: bestimmten Partei innerhalb eines begrenzten Wahlkreises betrachten. Wenn Herr Smith den einflußreichen" politischen Bummlern in seinem" Districte gerecht zu werden vermag, so wird er wieder nominirt, und ist die Partei daselbst stark, so ist seine Wiederwahl ganz selbstverstündlich. Folglich sorgt Herr Smith dasür, daß die boys" daheim die Taschen gefüllt erhalten und er auch. Wäre er ein Cat? und Demosthenes zugleich, eine Zierde d'cs Parlaments und von uner schütterlicher Rechtlichkeit, es würde ihm doch nichts nützen, wenn er nicht wenigstens $10,000 für Fröschteiche im County und $20,000 sür Gerichtsge bände in Städten herausschlagen könnte, in denen gar keine Gerichtssitzungen stattfinden. Niemand fragt darnach, was er für die Nation gethan hat, kein Mcnfch liest seine glänzenden Reden über große nationale Fragen, keine Seele scheert sich um seine erhabenen Ideen. Dagegen weiß jeder Ward bummler die Summe anzugeben, die er von Jahr zu Jahr sür seinen Wahlkreis erwirkt hat. Lediglich nach der Höhe derselben, nicht nach der Art ihrer Verwendung, richtet sich in den Augen der Einflußreichen" der Werth des fogenannten Herrn Volksvertreters, und die Einflußreichen führen ihren Namen nicht umsonst. Daher läßt es sich erklären, daß die Repräfentanten vor dem Veto gegen eine Bill zitterten, welche dieVergcudung von mindestens 15 Millionen Dollars verfügte, daß sie dem Präsidenten mit dem gänzlichen Versalle der Partei für den Fall drohten, daß er es wagen sollte, einer so weitgehenden Verschleuderung öffentlicher Gelder Halt zu gebieten. Die sogenannten Volksvertreter baten den Präsidenten um des Himmels willen, das von ihren Wählern ausgebrachte Geld stehlen zu lassen. Sie hätten daö bleiben, laffen, wenn die Wähler densende Bürger und nicht Sklaven der bestimmte Partei mären, deren Name sür sie twas Verlockendes hat. Der Dlebflahl wird nicht eher 'aufhören, 'als bis kein Unterschied mehr iwiscken revublikanischen, demokratischen und unabhängigen Spitzbuben gemacht wird und der bloße Parteiname die Gemüther nicht mehr tyrannisch zn beherrschen vermag. m m Die Hopfenernte. Aus Utica. N. N.. wird Folaendes c; ,. eX.'k. ...Yu. . g e fbc ÄilÄs KtliliL!lVS Monats bedeutend dazu beigetragen hat. die Aussichten auf die'Hopfenernte gün stiger zu gestalten, sind die Farmer doch der Ansicht, daß der diesjährige Ertrag um 25 Procent hinter dem vorjährigen zurückbleiben wird. Der Hopfen steht jetzt m voller Blüthe, und die auSge

riirwrai TTs

dehnten Pflanzungen in Onetda und Umgegend gewähren einen prachtvoll Anblick, so daß, falls sie nicht von In selten heimgesucht werden, ode? falls kein ungünstigeres Wetter eintritt, die Ernte aller Wahrscheinlichkeit nach doch noch besser ausfallen wird, als man bisher annahm. Die Händler bieten jetzt sür vorjährigen Hopfen 50 bis 53 Cents pro Psund und 40 Cents für den dies jährigen. Die Farmer haben übrigens nur noch einen geringen Vorrath alten Hopfens auf Lager, welchen -sie in der Hoffnung, daß die Preise in Folge eines ungünstigen Ausfalles der englischen Hopfenernte und der gegenwärtigen leb haften Nachfrage noch höher steigen werden, zurückhalten. Ein Farmer in Marshall Township, welcher 300 Ballen Hopfen vorräthig hat, erklärte, er wisse noch nicht, ob er, falls ihm in einer Woche $1 pro Pfund geboten würde, seinen Hopfen zu diesem Preise losschlagen würde. In einzelnen Gegenden sind Blattläuse in den Hopfenpflanzungen erschienen, aber noch nicht in solcher Menge, daß sie erheblichen. Schaden anrichten könnten. Daö Pflücken des srü hesten Hopsens, der unter dem Namen Humvhreys bekannt ist, wird am 18. ode? N. d. M. beginnen." ch Unser Handelsverkehr mit Hawaii. Hawaii- oder Sandwich - Inseln hab??, jeit dem Abschlüsse des Handelsvertrages mit den Ver. Staaten in jeder Hincht einen außerordentlichen Aufschlag genommen, was aus den von unzrrem dortigen Conjul, Hrn. Comly, gemachten Berichten über den Export und Import jener Inselgruppe ersichtlich ist. Der Werth ihrer Ausfuhr bclicf sich im Jahre 1881 auf $0,714,720 und derje. nige ihrer Einfuhr auf $4.517,978. Diese Angaben stimmen mit den amtlichen Hawaii'schen. Berichten, welche Hrn. Comly wahrscheinlich zugänglich waren, vollständig überein. Der ganze Export Hawaii's beschränkt sich fast ausschließlich auf Zucker, welcher im Werthe von $6,171,000 . nach den Ver. Staaten exportirt wurde. Von dem Import kamen Waaren im Werthe von $3,735, 035 aus den Ver. Staaten und solche im Werthe von $812,913 aus anderen Ländern. Es geht aus dem Vorstehenden hervor. daß der Handelsverkehr Hawaii's sich fast allein auf. die Ver. Staa ten erstreckt. Derselbe ist bis jetzt allerdings nicht sehr bedeutend, wird aber ohne Zweifel einen immer größeren Umsang gewinnen. Der Export der Ver. Staaten nach jenen Inseln wird dieses Jahr den Werth von $1.000.000 übersteigen un in ähnlichen Proportionen wird auch der Werth deö Hawaii'schen Exportes im Lause dieses Jahres wachsen. i; NuSstellUttg in Dtnvcr. Die am 1. ds. MtS. eröffnete Berg' bau- und Industrie - Ausstellung in Denver wurde namentlich zu dem Zwecke veranstaltet, um der Welt denErfolg und Fortschritt deö Bergbaues in den großen westlichen Geblrgsdistrlkten der Verein. Staaten zu zeigen. Diese BergbauDistrikte vertheilen sich auf einen Flächenraum von 1,000,000. Quadratmcilen, die Gewinnung von Edel-Melallen und anderen Bergbau-Erzcggnissen be trägt jährlich $30.(00.000 und beinahe 2,000.000 Menschen leben dircct oder indirekt von der Bergbau Industrie in den erwähnten Distrikten. Die Ausstellung ist eine periodische und wird mithin nach Ablaus mehrerer Jahre von Zeit zu Zelt wiederholt wer den. Der Grund und Boden sür da Ausstellunas'.ebäude wurde unentacld lich überlassen und ein Garantlekapital von'$7ii,000 durch Subscriptlon aufge bracht. Sämmtliche taaten und Ter rttoncn wurden zur etyclilguna an der Ausstellung eingeladen, die Minen in Colorado und in den benachbarten Territorien um möglichst zahlreiche und übersichtliche Ausstellungen ihrer Pro ducte ersucht und das Unternehmen fand rasch fo bedeutenden Anklang, daß be reits Ende Juni die angemeldeten Aus stellungsobjecte mehr Raum in Anspruch nahmen, als zur Verfügung war und zur Errichtung eines Ncdengevaudcs geschritten werden mußte. Das Ausstellunasaebäude befindet sich 4 Meilen in südwestlicher Richiung von dem Mittelpunkte der Stadt entfernt; der Verkehr mit der Stadt wird durch eine engspuriae Eisenbahn Gürtelbahn vermittelt. Die Fahrt dauert etwa 6 Minuten und der Fahrpreis beträgt 10 Cents sür die Person hm und zurück Der Ausstellungsplatz umfaßt 11 Acker und ist mit einem Stackete umgeben. Das im Renaissance Style gehaltene äußerst imposante Hauptgebäude hat die Form eines Kreuzes. Die Länge von Norden nach Süden beträgt 500. die Breite von Osten nach Westen 310 Fuß. In der Rotunda befindet sich ein riesiger Svrinabrunnen. Dicht daneben ist ein riesigesBusset und eine Estrade für ein Qrckester von 50 Personen. Eine Maschine von 250 Pferdekrast setzt sämmtliche ausgestellte Maschinen in Bewegung. Das erforderliche Wasser wird aus einem 2 Fu& tiefen uno v un im Durchmesser haltenden Brunnen vczo acn. Die Beleuchtung am Abend ge fchieht durch 25 elektrische Lampen. Im Ost- und Westflügel befinden sich 4 je 115 Fuß, und im Nord- und Südflügel vier je 95 Fuß hohe Thürme. Der Ausstellungsplatz ist mit frisch gelegtem Rasen bedeckt, aus dem sich jung? Baumpflanzungcn erheben. Die Aus stellung bot am Eröffnungstage ein ziem lich vollständiges Bild. Wolkenbruch im Nitsengebirge. Johannisbad, 18. Juli. Gestern in den Abendstunden gab eö fürchterliche Wolkcnbrüche in Groß- und Kleinaupa und im obersten Elbethal, Spindelmühle unk Arnau. Es war eine entsetzliche Nacht ! Die Mohrmühle ist weggeschwemmt, Dunkelthal ist schrecklich mit-

mTirmritmi

genommen, namentlich Benoni's Glassabrik und das herrschaftlich: Holzlager. Tausend Klafter Holz, Tausende von Stämmen und Bauhölzern sind reihenweise zerstört. Die Rödcr'sche FabriksWasserleitung ist beim Wehr zweimal durchbrochen, die Piettc'schen FabriksNebengebäude ! sind ebenfalls beschädigt. Die Hammerbrücke nnd Eiscnbahnbrücke .in Oderaltstadt sind zerstört. Der Schaden beträgt annähernd Million im Riesengebirge. JohanniSbad wurde von dem südöstlichen und südwestlichen Gewitter berührt. Trautenau, 18. Juli. Durch den gestrigen Wolkcnbruch ist die ganze hiesige Gegend von Trautenau, Altstadt, Freiheit, Marschendorf, Dunkelthal, arg mitgenommen. Der Schaden und das Unglück sind unermeßlich. . Der Jammer der armen Bevölkerung ist groß. Seit dem Jahre 1858 denkt die hicsigeGegend keine so große Hochfluth wie die gestrige. Um 9 Uhr Abends war die Aupa so hoch gestiegen, daß man in Trautenau das Aergste befürchtete. Die Feuerwehren der Stadt und'der Fabriken waren ausgerückt mit Laternen, Fackeln und Rettungsutensilien, die Behörden und Hun derte von Freiwilligen eilten herbei, um den Rettungswerken hülfreich bei der Hand zu sein. Alle Brücken und Stege von Altstadt, Jungbuch, Freiheit und Marschendors sind weggerissen. Auch Baugerüste, Haus und Wirthschastsgeräthe, Kinder wiegen mit Betten und entwurzelte Bäume schwammen in einem Chaos durch einander. Todte Pferde und Cadaver anderer Thiere, aber auch leider Menschenleichen brachte der Strom unauf- ' w tfir - ts . r yalljam oayer, oesglelqen eme scaieicye mit Pferden ; kurz, es war ein gräßlicher Anblick beim grellen Fackelschein. Jetzt eben wurden bei Parschnitz einige Menschenleichen herausgefischt und in die hiesige Leichenkammer überführt. Auch beim Rettungswcrke gingen Menschenleben verloren. Fenzdrayt-Telephon. Glücklich ist der Mann, der im Westen seine dankbaren Felder pflügt, der sich aus seinem Fleiße für sich und seine Familie ein Heimwesen erbaut,'das ihm und den Seinen eme Existenz sichert, die schon um ihrer Unabhängigkeit willen beneidenswerth ist. Unter Arbeit, aber auch in Zufriedenheit vergehen ihm die Tage, die Gesundheit wohnt uutcr seinem Dache, und es würde ihm beinahe nichts zu seinem Glücke fehlen, wenn seine Lebensweise nicht mitunter ein wenig monoton, vielleicht sogar ein bischen langweilig wäre. Der Verkehr in der Familie, Bücher und Zeitungen können die Freuden der Geselligkeit Nicht völlig ersetzen, und die Farmer wohnen im Westen häusig noch so weit von den nächsten Nachbarn entfernt, daß sie sich den Genuß mündlichen Gcdankenaustauschcs nur selten verschaffen können. Ein erfinderischer Kopf, der bescheiden ist, wie das Genie immer, und daher s:i IN Wnmrn nrr?f. rirtt ptnt Ytn 5wrt. wie man dem angefayrten Mangel im - . I " k v y Leben der Farmer auf ebenso billige. wie jedcnsalls erfolgreiche Weife abhelfen kann. Er schlägt vor, die Drähte der Fenzcn als Telephondrähte zu benutzen und cs wird in Zukunft nur noch nöthig sein, jedes Wohnhaus mit einem telephonischen Apparat zu versehen, um seine Bewohner sofort mit allen Nachbarnin weitester Umgebung in unmittelbaren Contcct zu bringen. Wenn des TageS Arbeit gethan ist, so mag der Hausherr sich mit dem oder jenem Nachbar in ein herzcrsrcuendcs Gespräch über die Vortresflzchkelt des 47. Congresses oder über die Plünderungen in Alexandria vertiefen, oder die Frau Farmerin mag mit einer Freundin in der Nähe oder Ferne ihre Erfahrungen in der Kindcr-Erziehung und im Wachsthum ihrer Kälber austauschen. Dann wird angefragt, ob Fräulein Maty in der Stube fei und bejahenden Falls macht rf- M or w w yarile icincr nacyvarln, aus Die er schon lange ein Auge hat, par distance die Cour. Endlich lernen bei dieser Gelegenheit die Frauen, was sie sonst nimmermehr lernen: daß immer nur Eine auf einmal svncut. iM , Oorn Jlnlanve. - John Rapcr in Chicago' war em Mann von herzerfreuender Frömmigkeit ; er fehlte nie in der Kirche, sprach bei CampMectings über die Sündhaftigkeit der Welt, drang in den Sonntagsschulen darauf, daß Beten und Bibellesen die einzigen Beschäftigungen waren, die geübt wurden und eiferte gegen jede gesellige Unterhaltung, gegen jede öffentliche Lustbarkeit. Er war Buchhalter in einem großen Geschäfte. Da wurde er vor mehreren' Monaten augcnleidend, so daß er nicht viel arbei ten konnte, aber der Prinzipal ließ ihn in seiner Stelle,- ohne seinen Gehalt zu verkürzen. Vor einem Monate eröffnete ihm dcr'Arzt, daß er drei Wochen hinter einander in emem dunkeln Zimmer zu zubringen habe. Der Prinzipal des frommen Mannes sagte ihm nicht nur. daß sein Gehalt fortgehen solle, sondern gab ihm noch außerdem $0 zur Bcstrei tung der mit der Cur verbundenenExtia Ausgaben. Die Bücher wurden einem anderen Angestellten des Geschäftes übergeben, und dieser fand sehr bald. daß Raper das Geschäft seit Jahren um mehr als $3.000 betrogen hat. Leute, die ihre Frömmigkeit mit Ostentation zur Schau tragen, sind eben fast aus nahmslos Schurken. Die "Kniglits of labor" dieser jetzt wichtige Arbeiter-Bund, wurde vor zwölf Jahren, damals als ein geheimer Orden gegründet. Sie zerfallen gegen wärtig in 315 Zweigvereine, die unter einem Ecneralvereme stehen. Wie letztgegründete Assembly" führt die No. 1890 und hat dies seinen Grund darin. daß auch die- eingehenden Assembnes sortgezählt werden. Die. Hauptpunkte ihrerProaramms sind solgenoe : 1. Aus Hebung aller Gesetze, welche Arbeit und Kapital nicht gleichmäßig berühren;

2. Einführung von Schiedsgerichten an Stelle der Ausstände; 3. Aufhebung der Kindelarbcit ; 1. Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung an beide Geschlechter ; 5. Verminderung der Arbeitszeit auf 3 Stunden; 6. 'Einführung eines nationalen C:?cu!ationmi:!e!s, das ohne Vermittelung von Banken ausgcgeben werden und da gesetzliche Zahiuttgsmietcl bilden si'll ; 7. Errichtung coopcrativc? Institute für Production und Verkeilung ; 8. Rescrvirung der öffentlichen Länder für wirkliche Ansted-

ler; kein L'Znd mehr für Eisenbahnen! und andere Korporationen. I n N c m a r k s i n d s e i t E i n tritt des heißen Wetters 50 zu diesem Behuse speziell angestellte Aerzie un ter ihnen zwei meidliche beschäftigt. die am dichtesten bevölkerten Stadttheile, namentlich auch die Tcnementhäuser, zu r..T..JL- V . k 4. oquajcn uno von anen yaucn, in oenen das Eingreifen der Behörden erforverlich ist, dem GefundheitSrathe Anzeige zu machen, resp, ärztliche Hilfe svso.t selbst ,u leisten und Zur Erschaffung von Ar;eneien auö den velschiedenen Dispensaries zu iörgen. Das speziell mit der Desinfektion von Wohnungen, Höfen, Gäßchen, Canälen :c. beauftrazte Corps leistet hierbei ausgezeichnet Dienste. Wenn man die Berichte einzelner dieser Aerzte liest, so lernt man die Ursachen der colossalen Sterblichkeit, die zur Zeit m New yoxl herrscht, erkennen. ES eristilt eine Unsumme von Schmutz, verdorbener Lust, Noth und Elend m der Metropolis. In Georgia werden jetzt zahlreiche Versuche angestellt, di.Wassermelonen zur Zuckergemmnung zu be. nutzen; der genannte Staat producirt ungeheure Massen Wassermelonen und wurde, falls die erwähnten perlmente von praktischem Erfolge begleitet sem wurden, in dieser Fabrikation eine neue Quelle von Wohlstand eröffnet schen Ein einzige sCounty hat in dlefemsommer für $00.000 Melonen versandt. In Montreal, C a n., b e g l e itete dieser Tage George Lessard seine Frau vor einen Gerichtshof, von weichem dieselbe alsZeugin vorgeladen war. Lessard ist 1777 geboren und helrathete seine gegenwärtige Gattin 1878, also in scmem 101. Jahre. Ein kürzlichverheirathetes Ehepaar kam auf seiner Hochzeitsreise dieser Tage auch nach New Albany, Ind. Zwei Herren ließen sich anmelden, stell' ten sich im Zimmer des Hotels als Polizisten vor und präsentirten einen Haftbefebl, laut dessen sie angewiesen' seien, den jungen Mann zu verhaften, weil er ein Mädchen unter 17 Jahren aehc,ra thet habe. Natürlich war die ganze Sache nichts als ein frecher Schwindel, der junge Mann ließ sich aber, um kei nen Trubel zu haben, herbei, den' beiden Gaunern , $10 zu bezahlen. Hoffentlich kommen die letzteren bald, an eme Mann, der sich Nicht ins Bockshorn jagen läßt. In Florida hat man kürzlich entdeckt, daß die die Lagunen der Halbinsel bewohnenden Amphibien nicht, wie man seither glaubte Alligatoren, sondern zum größeren Theile Krokodile und zwar identisch mit den aus Jamaika lebenden Krokodilen sind. Die Thiere welche nicht mit den in Südamerika lebenden Kaimans zu verwechseln sind, werden von den Indianern ..langnäsige Alligatoren" genannt; sie ziehen Salz-' Wasser, die Alligatoren Süßwässer vor. Der zwölfte Jahre .Con vent der Kattonal Oatholic Total Absünenco Union tagt zur.Zeit in St. Paul,Minn. Gen. Songer, der Redakteur des Key West Demokrat ist 20 Jahre alt, wiegt 35 Psund und ist 45 Zollhoch. Er wurde aus St. Domingo geboren und in Florida erzogen. Der Dampfer Stamford veranstaltet während des Sommers regelmSßige Fahrten zwischen Boston und Plymouth und war auch am' 1. dS. M. Vormittags 10 Uhr mit nahezu 700 Passagieren abgefahren. Die - Fahrt nimmt in der Regel 3 Stunden in Unsprach, und gegen 3 Uhr traf eme De pesche aus Plymouth in Boston ein, welehe anfragte, ob der Dampfer etwa an jenem Tage nicht oder nicht zur gewöhn lichen Zeit abgegangen . sei. . Wie ei Lauffeuer verbreitete sich , die Kunde ! der Stadt, und die Aufregung wuchs, bis gegen 5 Uhr die Nachricht eintraf, der Dampfer sei glücklich,- aber mit drü und ein halbstündiger Verspätung in Plymouth gelandet. Kurz nachdem der .Stamsord den , Hasen von Boston verlassen hatte, war das Wetter sehr stürmisch geworden, und die Passagiere drängten sich, . um nicht von den Sturzwellen durchnäßt zu werden, aus der Leeseite der demWinde bgekehrten Seite des Schiffes zusammen. Hierdurch neigte daö schiff sich so beträchtlich auf' die Seite, daß die Schraube sich zum Theil außerhalb des Wassers bewegte 'und dieser Umstand verzögerte die Fahrt, welche übrigens so äußerst unangenehm war, daß 280 Pas sagiere, obwohl sie sür die Rückfahrt be reits bezahlt hatten, vorzogen,-mittels der Eisenbahn nach Boston zurückzukeh ren. In Jron River, Mich., wurde in einer der letzten Nächte eine Wirthschast mittelst Dynamit in die 'Lust i gesprengt. DaS Häuschen war zur Nachtzeit unbewohnt uud dem Wirth, der nur schlechte und gefälschte Getränke verab reichte, war schon wiederholt von den Nachbarn angedroht, worden, daß man seine Bude beseitigen würde, wenn er sich nicht entschließen könne, sein Geschäft reell zu betreiben. C. B. FEIBELHAN, Deutscher Friedensrichter (Juslico of the Pcacc.) Sko 12)6 Nord Delaware Straße, Zimmer J.6 6. Wohnung, 127 Nord Nable Str.

Söto AttSlSNV V o n 'n i 5 i l i st i f ch 1 1 Seite gelangte ein Brief an dtn Domänenminister Ostroms!?, worin derselbe sür den zunehmenden bäuerlichen Paupcrimus verantwortlich gemacdt wird. Der Brief schließt: Letzter Ralh. Tbclt endlich den Bodenbesitz vollständig, greift die üderreich!.'ch5n Ressourcen faui?r K,östcr an, befrei! vtK Erlöse die Bauern, welche von den Loskaufs-Verpflichtun gen und den Steuern erdrückt werden.

sonst werdet Ihr niernals zur ?!uhc kom men.- Die ergriffenen Maßregeln zur Verhinderung des EilriugenS des re volutionär' Geistes in das russische . Ofsizlercorps sind die denkbar schlechtsten. Jeder Verkehr oußerhalb dcS Dienstes ist verboten, die Offiziere wer den von der Polizei überwacht. Jkde Bewegung wird gehemmt, d?n niederen Offizieren ihr Gehalt gekürzt und d;e Beförderung beschränkt. Eine Galanterie Arabi Paschas. Das egyptische Blatt & Nil" erzählt : Mehrere in den oberegyptischen Nllstädtcn als Beamte anqestcllke PaschaS hatten auS Furcht, daß es dei der jetzigen aufgeregten Zeit auch in ih rer Gegend zu Unruhen kommen tnde, beschlossen, gemeinschaftlich zwei Flußampfer zu miethen und auf denselben hre Frauen und Töchter zu ihrer Si cherheit nach Kairo zu schicken. Arabi bat jedoch diese Beamten, von ihrem Vorhaben abzustehen, da sie dadurch die Bevölkerung in große Angst versetzen würden. Seine Bitte fand indeß kein Gehör. Eines dieser zwei Schiffe sollte ' nun seine interessante Fracht in Girgeh an Bol! nehmen, aber am Morgen vor der Abfaßt erklärte der Capitän. sein Schiff nicht zur Versügung stellen zu können, da die Regierung dasselbe zum Truppen - Transporte benöthige. Em Notable in Girgeh meldete tus sogleich Arabi, der den Capitän telegraphisch aufforderte, vorerst die Frauen zu expe biren und mit dem Truppen-Transporle noch zu warten. , Wie v e r l a u t e t, h a b e n si ch wieder 5n letzter Zeit eine Anzahl preu sischer Ossizicre gemeldet, um in türkische Militärdienste zu tteten. Es heißt, daß seitens der preußischen Militärverwaltung der Befehl ergangen ist. keine wei' tercn Einreibungen von Ojsiziercn in das türkische Heer zu gestathn. Eine Episode aus den Schreckcnsta en von Alrzandria. Einer der Mülodcure, ein S.räfling, der auf der Stirn das Brandmal des Mördels eingebrannt hatte, und der also für Leb Zeiten zu den schwersten Baggerarbeiten am Pharos .verurthcilt war, war unbewaff.iet. Als die Engländer aus den Elenden zielten, holte er aus seinem weiten Mantel einen kaum zehn Mo nate alten Säugling hervor und hielt den Wurm, das Kind eines Weißen, als Schild rind Deckung vor den Leib. Dabei höhnte er die Engländer und rief ih ien zu, sie mögen schießen ! Zwei Solinten schlichen . sich unbemerkt davon und sielen dem Unmenschen, nachdem sie mehrere Straßen, in denen die Häuser lichterloh brannten, mit Gefahr ihres Lebens passirt hatten, in den . Rücken. Zwei 'wohlgezielte Schusse in den Rücken streckten den Gesellen nieder. DaS Kind ist gerettet und befindet sich an Bord des Inflexible". Es wurde nach wenigen Stunden feierlich getaust und erhielt zu Ehren des Admirals Scymour die Vornamen .Friedrich Franz-, als Familiennamen den Namen des Schiffes, dessen Offiziere nunmehr die Erziehung des Kindes leiten werden. Friedrich Franz Inflexible" ist der Name des geretteten Kindes, dessen Eltern wohl ein Opfer der Mörder geworden. Aus dem jetzt veröffentlichten Verwaltungsberichte der Berliner Polizei ist ersichtlich, daß bis Ende 1880 in Berlin 11.109 Cchanklokale existiren. Im Jahre 18L0 gab es deren 3G37, im Jahre 1870 5375: Von den j.'tzt existirenden Trinklokalcn sind 950 )'ur gebildete" und 4695 sür nicdcre"Stände, 501 Bierlokale für gebildete und 2261 für die niedere Klasse, 1733 Brannt-. weinschänke'n und Handlungen, 120 Weinlokale, Gl Kaffeehäuser sür gebildete und 339 sür niedere Stände. Außerdem gibt es 152 Konditoreien. 103 seine ind 107 niedere Gastwirthschasten, 108 Selterwasser - Hallen, 23 Destillationen lad 7 Branntweinbrennereien. I n w e l ch'e m Grade sich öerlin während des letzten Jahrzehnts vergrößert hat, ist daraus ii entnehmen, paß es im Jahre 1808 in Berlin 278 benannte Straßen gab, von denen ekn großer Theil nur sehr spärlich bebaut war, während es 1880 079 benannte Straßen hatte, die zum größten Theil voll bebaut sind, so dab sich in den zwölf Jahren von 1808 1880 die Zahl der Straßen um etwa 200 vermehrt hat. . . A m D i e n st a g, d e n 18 I u l i Nachmittags saßen Frau Rc?ington und deren Schwiegermutter in der Wohnung der letzteren in' Davcnport, England. Sie sprachen von ihrem Sohne resp. Gatten, einem jungen Ossizier, der sich damals aus einem der vor Alcxandrien liegenden Kriegsschiffe befand. Plötzlich hörten oder glaubten sie die Stimme des letzteren deutlich zu. vernehmen, welche in schmerzlichem Tone dreimal Mutter" rief. Die beiden Damen ersuchten einen Herrn ihrer-Bekanntschaft, in dem Bureau des Western Daily Mercury" Erkundigungen' einzuziehen, ob etwa Depeschen über einen Kampf, an dem das Schiff ihres 'Sohnes refp. Gatten betheiligt gewesen-, eingegangen seien. Dies war nicht der Fall, ober drei Tage später erhielt Frau Revington einSchreiden der Admiralität, in dem ihr mitgetheilt wurde, daß ihr Gatte am 18. Juli in den Sinft von Alexandrien erschossen worden ist. Eine Schwiegermutter entsührt . aus. Liebe. Vor Eröffnung und nach Schluß der täglichen Sitzungen der Londoner PolizeigerichtLhöfe ertheilen die in denselben als Richter sungirenden MagistratSpersonen bekanntlich.