Indiana Tribüne, Volume 4, Number 414, Indianapolis, Marion County, 6 August 1882 — Page 7
S H w icgermütterlich es. Ton Sruft Ccffirtiu Im Alterthume sind die AussSlle suf las große Stichblatt der Satiriker und Itz Undankbaren aller Zeiten, die ' 'Schwiigerrnütter, noch verhältnißmäßig vereinzelt. Im Mittelalter mehren sie sich zusehends. In Spanien vtrsaßte man kunstgerechte Rezepte gegenSchwie ftennütiK"; in Frankreich redet man mit sauersüßem Lächeln von der belle mere a!S dem Jnbeariffe alles Anspruchsvollen ; in Deutschland sagt man der bösen Schroieger" in kernigen Sprüchlein derb die Wahrheit, ebenso Wb, wie dem bösen Weib das an fangs über die Schvieger" noch litera lisch den Vorrang behauptet, wie die massenhasten Sprüche im Stil des be kannten. So Einer ein böses Weib hat. Der thu' sich ihrer Ui Zeit ab n." zur Genüge beweisen. Bald aber spielt die Schwiegermutter im literarischen und nichtliterarischen Deutschland die oben gekennzeichnete Rolle deö allgemeinen Stichblatts, wie die Stiefmutter des Märchens, nur minder pathetisch, sie ist das böse Prinzip in der Komödie des Lebens; aller Verdruß, alle häuslichen Streitigkeiten, alles Unheil ist aus ihre Einmischungsgelüste, aus ihre Herrschsucht, ihre Tücke und Bosheit zu rückzuführen; Roderich Benedix schreibt sein Lustspiel .Der Störenfrico": kurz, eZ reist j:ne Epoche heran, deren Existenz im Punkte des Witzes, der Conversation und der Literatur bedroht erschiene, wenn eS keine Schwiegermütter mehr gäbe.. In jeder Posse, die es einigermaßen ge stattet, muß die unglückselige Schwie gerrnama herhalten; bei jeder geschilderten Landpartie ist sie das sünste Rad am Wagen; die humoristischen Zeitschriften vollends beziehen von der Etf stenz der Schwiegermutter ," das klingt nachgerade so, als wenn einer hin zusügen müßte : Mit Respekt zu sagen " Ja, es gilt in gewissen Kreisen für einen Mangel an Bildung, wenn ein Ehemann die Mutter seiner Gemahlin mit verwandtschaftlichen Gefühlen be handelt. Ein Witz über die Schwieger mutter findet sofort seine dankbaren La cher; ein Witz über die Schwiegermutter stempelt Den, der ihn macht, zum routi nuten Weltmann, ja, ich möchte fast sa gen, zum freisinnigen Philosophen! Sonderbar! Schwiegermütter und Champagner io am besten kalt sagt der schmun zelnde Bonvivant. Und seine junge Frau sitzt dabei und hört's, und wird nicht einmal böse. Sie muß also doch wohl, trotz alleoem, denken, daß die Sache nicht so schlimm gemeint sei Nach dem Vorbilde Wie daö Volk spricht" zitirt ein Anderer die deklomme nen Worte seines jung verheiratheten Freundes : Das ist im Leben häßlich eingerichtet. Daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn!" sagte Professor Müller, da erblickte er seine hübsche Frau an der Seite der Schviegermutter Ein Dritter schlägt gar den Ton pro phetischer Klage an : - ' Wenn ich selig in süßem Verlangen Sehe ein Paar sich liebend umfangen, Ach, wie nein Herz dann blutet und trauert. Sorglose Kinder! Beim Küssen und - Kosen Denken nimmer, daß unter den Rosen Heimlich die Schwiegermutter schon lauert!" Ja, in das feierliche Gewand der Ok taveReime hat man die Angstgefühle gekleidet, die denSchwiegersohn jählings deschleichen, sobald er Kunde erhält, daß die gesürchtete Obertyrannin seines Hauswesens auf so und so viele Ellen. in Sicht sei. Es gibt einen Denkspruch in das Album eines Unverheiratheten der also lautet : Flink laust man, seinen Knotenstock ' zu holen. Wenn auf der Straße Prügellärm er schallt. Flink läust man, wenn man Silberzeug gestohlen. Vor eines Schutzmanns dräuender Ge statt;' Und wenn zum Ball der König uns be f fohlen. Da halt uns keine irdische Gewalt. -Wild fiebernd in ein ShlipSgeschäft zu Z lausen Und zitternd eine Binde uns zu kaufen. i
Doch schneller, als der Fürstengaft der stolze. Und schneller, als der angftgepeitschte Dleb, Auch schneller, als der Jüngling zum Geholze In seiner Kampsluft unbezwungenem Trieb, Jäh, gleich dem schroffen, stahlgespitzten Bolze, Der hoch dem Aar daS TodeSurtheil schrieb. Stürmt man hinweg auf angstumvölk tem Pfad. Sobald es heißt: Die Schwiegermutter . naht!Bekannt ist auch die wunderbare Ge schichte von dem Nathan, dn mit seiner Schwiegermutter Sarah in der Wüste einyervanoelk, und nun von der treuen Pflegerin seiner thau.srischen Rebekka gefragt wird, was er wohl anfangen würde, wenn jetzt ein Tiger geloffen kä ine." Der weise Nathan ist rasch mit . rw , . l" , 1 oer ÄNimori oei oer yano : Käm ein Tiger, Sagt ich: DaS ist meine Schwiege? Mutter. Ich bin überzeugt. Daß das Unthier dann entfleucht.Ueberhaupt, kein zweites Thema wird mit emer ähnlichen Freude am Hyperbo lischen behandelt, wie dieses. Es liegt hier eine Wollust der Grausamkeit vor, die etwas Neronisch'DomitianischeS hat. Noch vor wenigen Monaten ging als glänzender Beleg für diese Charakteristik die grausenhaste Geschichte von dem Weltrseisen durch alle Blätter, der, am
Flußufer stehend, einen Mann über die Brüstung springen sieht und den, Ertrin kenden rettet Was veranlaßte Sie zu diesem entsetzlichen Schritte?- sragt er den Un glücklichen. Ach, ich , bin über alle Begriffe be jammernswerth ! Ich besitze eine Schwie germutter, die Kaum vernimmt der Weltweise das Wort Schwiegermutter, als er den eben Geretteten mit den Worten: Sie haben ja so recht!- wieder in das Wasser wirst. ; Noch liebloser gestaltet sich diese hy perbolische Neigung des Volkshumors in der nachstehenden herben Geschichte, die noch dazu einem gemüthlichen Sachsen- in den Mund gelegt ist, was natürlich die Herbheit in's Diabolische steigert ; denn wenn ein gemüthlicher Sachse- solche Gesinnungen hegt, dann müssen kolossale Motive obwalten.
.Mit' n großen Loose is mir'sch amal eigendihmlich gegangen,- erzählt der Bäckermeister Dietchen aus Goschatz.Jch gehe eenes Abends ä Stickchen us der Schosseh spazieren da kommt Nachbars Fritze angeloofen und brillt schon von Weiten: ,Herr Dietchen ! Herr Dietchen: Sie sollen gleich nach Hause kommen. der Kollekteur Uhlmann is da, Sie haben's große Loos gemonnen!'Schwere brett, ich in, meiner Freide schenk'n ä Flnsneigroschenstlckchen und Hetze wie verrickt heeme. Wie ich hinkomme is kee Kollektehr nlch da, un iberhaupt kee Wort nich wahr an der Geschichte. Hatte sich der eensält'ge Narr enn gemeinen Spaß mit Mir aemacht! Na, Dich krieg' ich schon ämal, denk ich bei mir.un richtig ! A Paar Tage drauf, wie ich gerade bei Blnkerten a Stehdebbchen drinke, kommt ooch mei Fritze wieder zugesterzt un ruft : .Herr Dietchen, loo fen Se geschwinde nach Hause, Ihre Schwiegermutter hat der Schlag ge rihrt! So, sag' ich, un kriege den Mosjey beim Schlafittchen zu sauen, I r rtjr 4 aio io) iou nacy yaue kommen zscyeen, mei Jingelchen ! Ich werde jetzt nach Hause gehen ; aber Du kommst mit, verstehste ! 's kennte wieder wie mit'n großen Loose sem: Und damit pack'ch'n bei den Schweinsohren un nähm'n mit mir. Aber wie mer nach Hause kamen, war'sch werklich so : de Schwiegermut ter hatte der Schlag gerührt. . Na, un da hab' ich'n ooch weiter nischt aedahn. 's is Dei Glick, Fritze, sagt' ich.Wenn'S nich wahr gewesen wäre, hättste a Paar geheerige hinter die Leffel gekriegt !" bapientisat! Die Schwiegermut ter ist und bleibt in diesen spaßhasten Elukuoranonen daS böse Pnnnp, an das der frommeChrist und Bürger in er ster Linie zu ' denken pflegt, wenn er bittet : Herr, erlöse uns von dem Uebel! Die Teufelei einer Postmarke führt Cherami vor die Schranken des Pariser PonzeigerichtS. Ein braver Mann, allerdings etwas betrunken, tritt in einen Tabaksladen und verlangt ein Postmarke für 15 Centimes. Nachdem er sie erhalten, beleckt er sie, beleckt sie noch einmal, kaut sie.vendet sie, und als er sie hinlänglich angefeuchtet glaubt, will er sie herausziehen. Er sucht aus seiner Zunge, hernach unter ihr, dann amGau men, dann in den Wangen, dann im hohlen Zahn, nichts ! Er hatte sie ver schluckt. Er verlangt eine neue Marke und wirst die 15 Centimes wüthend auf den Ladentisch. Vorsichtig nimmt er die Marke, zwischen den Daumen und den Zeigesinger, zieht die Zunge heraus wie ein Hund, der einer Droschke folgt, in der sein Herr sitzt, beleckt das kostbare Zeichen von links und rechts, von oben nach unten und will sie nun auf den Brief kleben, den er in der anderenHand hält. Nun aber erhebt sich eine Schwie rigkeit. Die zitternde Hand findet die Ecke nicht, auf welche die Marke kommen sollte. DaS blaue Rechteck will bald den Namen der Stadt, bald des Empfängers bedecken. Ah,- sagt er, du willst den Namen bedecken! Ah, du willst die Stadt verunstalten ! Wir werden doch sehen, wer von uns der Stärkere ist." Er kehrt denBnef um, laßt nur die wel ße Seite sehen, macht ehe letzte Anstren gung und die Marke fällt auf den Boden. Schwankend nähert er sich dem verfolgten Gegenstände, geht über ihn hinaus, und als er sich umwendet, ist die Marke verschwunden. Sie war an t nem Schuh kleben geblieben. Wüthend über diesen neuen Verlust, reißt er sich die Haare aus und rennt im Local hin
und her. Plötzlich fährt emLacheln über seine Züge: Da liegt sie ja!- Sie hatte, sich von der Sohle losgelöst. Cherami will sie auflesen und fällt der Länge nach zu Boden. Als er aussteht, ist die boshaste Marke wieder fort. Wüthend über daS Lachen decUmstehen den, versetzt unser Mann dem Tabaks Händler eine Ohrfeige, und die Marke fitztauf der-Backe des Unglücklichen. Der Polizist arretirt den Uebelthäter. Der Tabakshändler bittet um ein mildeS Urtheil. Cherami ist ihm dankbar. Ich danke-, sagte er. Ich schreibe alle Jahre meiner Tante zu ihrem GeburtS tage. Und wenn sie noch hundert Jahre leben sollte, nie erde ich die Marke da zu anderswo als bei Ihnen kaufen Münchener Diätetik. Ach Gott, mir ist heute so öde im Magen.Du wirst wohl wieder einen rechten Katzenjammer haben.- Im Gegen theil, keiften Rausch hat? ich gestern gehabt, und eS scheint, dieS ist mein Ma gen nicht gewöhnt.SonderbareWerthe. Die Bewohner der Sälomon.Jnseln haben ein eigenthümliches Dezimalsystem. Eine Kokosnuß scheint dieEinheit zu repräsen tiren, aber daS zirkulirende Medium find Schnüre von weißen und rothen Musch eln, Perlen, Hundeund Fischzähne. Eine Schnur weißen Geldes ist gleich 10 Ko kosnüssen oder einem slachen Stock von Tabak (flat stick of tobacco). Zebn Schnüre weißen Geldes gelten so viel wie eine Schnur rothen Geldes oder wie ein Hundezahn; 10 Hundezähne machen eine ha- oder 50 F'schzSHne, und 10 isa sind gleich einem Frauenzimmer von guter Qualität", so daß eine Frau der besseren Gesellschast daselbst 10,000 Kokosnüsse werth ist.
Eine GäulS-Predigt
. Ich bin do neulich mol nach NeU'Bork kumme, for en wenig Bißniß zu thun, un for en wenig Plesier. Es wär arg viel zu sage von Neu-Äork zu dene Leut, die noch nie dort waren, un ah noch nie viel gelesen hen, aber es is mir net derwerth, daß ich heut eppes weiter anreg, als just en gewisse Predigt, die ich gehört hab. Vielleicht nemm ich en annermol some von den annere Subjekts us. Ich war net lang in Neu-ZZork, eh es Sonntag war. Wann ich dabeem bin, geh ich Sonntags gewöhnlich emol in die Kerch un so hab ich gemehnt, ich wott sell ah duh in Neu'Bork. Wann ich daheem bin, geh ich gewöhnlich in die kommenste, plähnste Kerche, die ich sinne kann, weil ich die plehne Kerche am beste gleich. Guck, mein Dady un mei Mammy sin schon lang todt, awer wann ich in so plähne Kerche kumm, dann seh ich alle mol en Lot alte Weiber un Männer, die gemahnen mich an meiDady un Mammy un die Bibel sagt: Ehre Vater und Mutter, auf daß es dir wohl gehe auf Erden.- Well, dort inNeu-York hab.ich aber gedenkt, ich bin zu dere Zeit druf aus zu sehne, was mer net alleTaz sehne kann, so muß die plähne Leut emol der Schlipp gewe un muß die anner Seit begucke. Also hab ich denWirth gesrogt, wu un welches daß die grändeste, die höchste un die wunderbarste Kerch wär in der ganzen Stadt for in selle wollt ich heut mol geh. Er Hot en ganze Reih hergezählt von gründe, hohe, reicheKerche, von große Schwatzer u. s. w. Unner dene viele, die er genannt Hot, war ehne, von seller hab ich als schon gelese un ich hab selle gepickt sor selle Tag. Die Kerch heeßt Brooklyn Tabacknacle un eh ner Tallmadge is Prediger. Ich war an der Kerch halb zehn Uhr for en guter Sitz zu sinne, en Stund eh die Predigt angange is, un do wäre schon en ganze Lott Menschen dort, for in die Kerch schier lauter Fremde, die in der Stadt waren un die aus Wunnersiz dahin sin for den berühmte Prediger zu hören. Ich hob do ken Platz sor von den Leut, den Fäschens un dem Kerchegebäu viel zu sage, ich just en wenig vom Parrer un seiner Predigt sagen wollen. Die Kerch innwendig iS rund, wie en Theater un Sitz drin for about sechs Tausend Mensche, un die waren alle gefüllt. Wie der Gottesdienst angeht, steht en Mann uf grad vor der Kanzel, mit eme schöne silberne Horn oder Trumpet un dann steht die ganze Zuhörerschast'auf und singt. Sie hen ken appartig Singchor, sondern der Mann mit der Trompet gibt en Sound, schier wie en menschliche Stimm, un das ganze Ding macht einen überaus rührenden und erhabenen Eindruck. Endlich is der Prediger, derTallmadge uf die Kanzel kumme. Er is en Mann von abaut 55 oder dielleicht 60 Jahr alt er is ungefähr 6 Fuß lang un gut ge baut sein Kopp is abaut halwer blutt. aber die Haar, wo er noch Hot, sin noch schwarz. Sein Looks und sein Dreß guckt oar net fratzhänsig un sein Benehme is ah net usgeblosen ich kann Parrer 'daheem rum sinne, die sin viel mehr fratz hänsig un usgeblosen. Ich hab mich gefreut un hab gedenkt, nau kummt emol en rechte hochtrabende, en erhabene Predigt. Aber, wie war ich erstaunt, uls er ankündigte, er werde heute keine regelmäßige Predigt halten, sondern nur einige freie Bemerkungen machen über Gäul un Räces.- Sapperlott, hab ich gedenkt, was is des for ein Christenthum, das just von Gäul handeln soll? Dann Hot er en Text verlese, aus 39. Kapitel von Hiob Kannst du dem Roß Kruste geben u. s. w.- Dann Hot er en lange Reihe hcrgeschwätzt vun der Nützlichkeiten der Pferde, welche Rolle sie gespielt hät ten seit der Schöpfung in der Weltge schichte; wie oft die Heilige Schrift sie er wähne und die Offenbarung Johannes sie anführe, welche nützliche Dienste sie verrichten; wie rechtmäßig un billig es wäre, sie gut zu entwickeln, zum Schnell laufen, .Ziehen u. s. w. und wie schänd lich, sie schlecht zu behandeln. Wann ich net gewißt hätt, daß es en Presbyterianer Kerch wär, hätt ich ge denkt, es wär just en Jockey Club oder en Gäulsmarkt'Versammlung. Aber zum Schluß Hot er der ganze Sach die rechte Anwendung gebe. Er is über die Kerl, wu wetten uf Horseräces her, wie en Fleeschbeil un Hot die Gambier furchtbar gehechelt. Er Hot gesagt, die größte Sünde der jetzigen Zeit, des Zeitalters und aller Gegenden des Landes wäre die Gämbelei, oder was das Nämliche meine, der Hunger, Geld zu erhäschen, ohne da für zu schaffen, oder Werth dafür zu ge den. Wer einen. Thaler, ein Tausend oder ein Million Thaler im Besitze habe, das auf solche unehrliche Wege erhalten worden in. der sollte es zurückgeben oder in das Meer werfen, wenn er es nicht anders loS werde, denn solche unehrliche Gewinne werden dem Mensch die Seele rmmren. Niemand könne die Unehrlich keit auf die Länge ständen. Unehrlicher Gewinn wäre nur Verlust und müsse zur Hölle führen. Zum Schluß gab er der altsäschen Ehrlichkeit noch ein Lob, welche Lächeln, Heiterkeit auf die Gesichter der besten alten Fogies inBucks oder Montgomery Counties bringen müßte, un welches keine Zunge besser und Eiemender hätte thun können. Ich war c sroh über diese GäulSpredigt un aure, daß sie nicht in alle menschliche Ohre gedrunge iS. Späte? noch von Sellem Platz. (Pens. Morgenft.) Verzweiflungsverse eines Fräuleins bei der dreißigsten Geburts tagöFeier : Ich stickt' es gern auf jeden Kleiderstrich Für alle Augen klar und leserlich. Ich grub es gern in Eisen oder Stein, Auf Tanz und Speisekarten möcht' ich's schreiben: Ich will nicht ewig alte Jungfer blei ben!Jch trüg' es als Berloque an jedem Knopf, Ich wickelt's ein in jeden falschen Zopf, Ich möcht' eS transpiriren immerfort Und athmen aus bei jedem Wort, Und jedem Junggesellen möcht' ich'S schreiben : .Dein M mein Sen. willst Du Dieb mchtberselben? j
Berliner Gerichtsseent
Nehmen Sie hier vor Gericht nicht eine so unpassende Stellung ein,- so redete der Schöffenrichter den Wagen lacklrer Schulze an, welcher wegen Haus friedensbruchessich verantworten sollte. Inder That setzte Schulze, der schon wie derholt wegen Diebstahls, Bettelns und Unterschlaguna vorbestraft ist, auch allen Respekt vor dem Gerichtshof hintan. denn er kletterte mit großem Spektakel auf die Anklagebank, lümmelte sich über die Barriere und musterte mit vergnüg tem Lächeln die Schöffen. Prä .: Ich verwarne Sie wiederholt ernstlich vor jedem unpassenden Betragen an diesem Ort. Anaekl.: Na, nehmen Se't man nich übel ; wir von'ö jewöhnliche Volk kennen mch den Schick so, wie die lacklrten Affen, die man so mang de Linden sieht. Wir haben Schwielen uff' de Hände und stecken se dadrum jerne in de Hosentasche. Pras. .: Wenn Sie auch ein ungebildeter Mann sind, so werden Sie doch wissen, was Anstand ist. Anaekl. : Na ob, det isja jrade mein Fall ! Präs. : Was soll das heilen ? Angekl. : Na, ick bm Lackirer un mache Allens propper un anständig. Präs. : Sie sind beschuldigt, am 20. März 1852 die Wohnung des Arbeiters Erfurt auf die Aufforderung desselben nicht verlassen zu hab:n. Lassen Sie sich auf die Anklage aus. Angekl. : Er furt un ick, wir waren jute Freinde, un sind des ooch heite noch, denn des mit dem Hausfriedensbruch is denn doch man blos Mumpiz. Wir haben zusam men jejessen,wir haben zusammen jedrun ken, wir haben uns zusammen jehauen Allens aus Freindschaft, wissen Se, denn Erfurt un ick wir haben manchmal blos een Bette un een Hemde jehabt. Am 20. März komme ick also zu Er fürten uff de Bude so als Freind, ver stehn Se, ohne lange Einladung und ohne Glaces un weeß der Deibel: wir kriejen plötzlich Beede des Trudeln; er meente, der Sultan hat alle Dage 'ne andere Frau un ick sagte, et kommt blos alle zwee Dage 'ne andere an de Reihe. Na, un wie det so bei kleeneLeite kommt, so hatten wir uns bald am Kragen. Präs.: Geben Sie zu, daß Sie Ersurt wiederholt vergeblich aufgefordert hat, sein Haus zu verlassen ? Angekl.: Et is ja jarnich sein Haus! Ersurt un 'en Haus! Det' arme Huhn; er hat nischt un ick habe nischt. Präs.: Nun, hat er Sie denn ausgefordert, sein Zimmer zu verlassen? Angekl.: Nischt hat er; det müßte ick als- sein bester Freind ooch wissen. Präs.: Dann müssen wir den Zeugen vernehmen. Zeuge Arbeiter Berndt tänzelt zum Zeugentisch, tänzelt wieder zurück und schneidet dem Ange klagten eine komische Grimasse. Präs.: Sind Sie bekannt mit dem Angeklag ten ? Zeuge : Na, wie man't so trifft, wir pfeifen manchmal eenen zusammen Präsident: Wie war der Vorfall bei Erfurts? Zeuge : Et is ja schon zwee Jahre her, aber ick habe een juteS Denkvermögen. Präs. : Dann erzählen Sie. Zeuge (sich umschauend) : Herr Jott, is denn Erfurt nicht hier ? Der weeß den Rummel am besten. Prüs. Erfurt ist nicht zu finden, wir wünschen auch die Geschichte von Ihnen zu hören. Angeklagter : Na, denn schieß ick also los. Schulze was'n sogenannter Freind von Erfurten is, wird ihn also eenen scheenen Tages besuchen, un denn werden se also ins Quasseln kommen von de Haremsge schichten un denn wern se immer jröber und denn wird doch Schulze 'ne Scheibe entzwee stoßen un 'ne Kanne nehmen un se Erfurten über den Kopp stülpen, det ihm de janze Puste ausjing, un er de Engel im Himmel pfeifen hörte. Ange klagte?: Du, Willem, det laß sind, det is nich richtig! Zeuge : Wat ick be schwöre, beschwöre ick. Ersurt schreit also immer : Du hast in neine Woh nung nischt zu suchen ! und Schulze rj . k. erwioerie : yave mit 5vtr zu reden : Präsident (zum Ange klagten) : Waren Sie denn ange trunken? Angekl.: Ick war beduselt undErsurt war beduselt.wir hattenBeede wat in'n Kopp. Zeuge: Er hat ooch noch Spitzbube" und Betrüger" ge schumpsen. Angekl.: Ja woll, det habe ick. Sollte ick mir dadrin jeirrt haben, denn nehme ick't jerne zurück. Da schließlich der Staatsanwalt erklärt, daß er ohn? Erfurt nicht fertig wird, so muß der Termin vertagt werden, und Schulze verläßt den Gerichlssaal mit der Versicherung, daß Ersurt sem Fremd is un de Wahrheit sagen wird ; denn de janze Jeschichte ist ja das reent Blech !- Was man aus Liebe thut. Die Magd vom Sekretär Schleppt emen Korb daher Vom Maul ganz schwer ; Weil sie gut ein'kaust hat. Bleibt ein' Mark übrig 'grad Für ihr'n Soldat. Spricht mit frohem Muth : Was man aus Liebe thut. Schmeckt noch einmal so gut. Ein Fräulein groß und lang Mit etwas schwerem Gang, Kommt d'Straß entlang. Tritt 'nem Herrn aus den Fuß, Daß er fast schreien muß' Voll Hochgenuß. Doch er zieht seinen Hut : Wag man aus Liebe thut. Schmeckt noch einmal so gut. Ein Ehepaar zärtlich fein. Hört man bei Nacht ost schreien, Scherz muß das sein ; Sie reißt die Haar ihm aus. Er prügelt sie o GrauZ Und wirst's hinaus. Sie sagt mit ruhigem Blut : Was man aus Liebe thut. Schmeckt noch einmal so gut. In einem Wirthshaus drin Ist eine Kellnerin, Da aeh nur hin. Sie schaut verliebt Dich an Und macht die Zech alsdann Doppelt hinan. Doch der Gast bat kein' Wuth : Wag man aus Liebe thut, ' Schmeckt noch einmal gul.
Sinnsprüche.
Widerlich scheint es mir, an Freunden zu zweifeln, und das Vertrauen ist mir so nothwendig und theuer, daß ich mir's aefallen lasse, wenn ich dafür auch einmal eine Täuschung hinnehmen muß. Eimeln ist der Mensch ein schwaches Wesen. . aber stark in Verbindung mit Andern. Einsam mühet er sich ost um sonst. Ein Blick des Freundes in sein Herz, ein Wort seines Rathes, seines Trostes weitet und hebt ihm den meoe ren Himmel, rückt ihm die Decke des Trauerns hinweg. Die wechselseitige Liebe verbreitet wunderbaren Reiz über die alltäglichsten Dinge, und gibt auch den unwichtigsten höheren Werth und Bedeutung. Wer da leidet, den umringen Alle mit sorg samer Pflege und das Gluck des Emzel nen ist die große Angelegenheit Aller. O ringe nicht nach eitlen Kränzen, Zu ost sind sie des Zusalls Spiel, Nem ! Still zu schaffen, mcht zu glänzen. Sei deines Wirkens volles Ziel. Den Meister macht die Uebung nur. Die treue Uebung, die die Krast dir mehrt Und Tag sür Tag aus ihrer Spur Freundlich das Rechte recht dich schaffen lehrt. Willst Gutes du und Schönes schaffen. Das lebensvoll das Leben mehre. Mußt du dich erst zusammenraffen Und darfst nicht scheu'n der Arbeit Schwere. Es ist Glückseligkeit, können was man will; Geistesstärke, wollen was man kann; Tugend, thun was man soll. Neue Sprüche. Von LazaruS koxxenheim. Sinnbeengte Eltern wollen Leider das nicht fassen. Daß von ihrem Kind sie sollen Sich erziehen lassen. Giebt der Thor Dir einen Rath, Denke nicht zu wenig. Denke nicht zu viel. Thut's ein Geisteskönig. , Nenn' ich gut dies oder schlecht. Fragt der Herr den Geisteöknecht. Trost sei Dir, wenn Du siehst, wie die Besten am meisten erdulden. Daß nur die Guten allein haben zu tra gen die Kraft. Der Wörter Begriff verschafft die lar heitv Ob das Volk Heucheln liebt oder Wahr heit. Bildung ist näher der Unbildung als der Halbbildung. Dich lehrt' die schönste Sprach', mein Sohn, Selbstlos.selbstsüchtiges Lexicon. Geschäft verträgt sich nicht mit Wahrheit. Wie Dunkelheit sich mit der Klarheit. -Wenn den selbstbewußten Löwen Tritt ein Kind, Glaubt das Kind wohl, daß die Löwen Kraftlos sind. Ei Gedicht Freiligrath'S. In der .Gegenwart" wird ein Ge dicht Freiligrath's publizirt, das bisher noch nicht veröffentlicht worden ist. Frau v. Hohenhausen erzählt, daß ihr Vater, der Rea.ierungsrath v. Hohenhausen, Eigenthümer des Mindener Sonntags blattes" war. und daß sie als sechzehn lähriaes Mädchen ytt sdlenste m der Redaktion versah. Da bekam denn nun die Redaktion von dem damaligen neun zehnjährigen Handlungslehrling Ferdi nand Freiligrath aus Soest das folgende kurlose Gedicht eingeschickt : Jn der Frühlings acht. Die Nachtviolen geben Mir ihren Balsamkuß, Die Nachtigallen eben So ihres Lieds Genuß. Mit wonnetrunkenem Herzen Seh' im Kastanienbaum, So weiß wie Weihnachtskerzen, Ich seiner Blüthen Flaum. Du Mädchen aus der Fremde. Holdsel'ge FrühlingSpracbt Und ich steh' hier im Hemde, Schau träumend in die Nacht Das Gedicht wurde natürlich niemals gedruckt und kommt erst jetzt zum Vor schein. Gegen denLurusderFran en. Aus Athen berichtet m.an die Ent stehung eines gegen den überhandneh menden Luxus gerichteten FrauenveremS. Emige hundert Damen der besten Ge sellschastsklassen, meldet man, sind dem Verem belgetreten, eine Xyatsache, die unter den unglücklichen attischen Fami l .?! rr . mnoaicrn ocn guniugiKn inorua ge macht hat. Bis jetzt aalt die würdige Pallasstadt als das on plus Ultra weiblicher Eitelkeit. Man hungerte, man darbte eher, a?S daß man auf all Un Tand, mit dem sich die heutige Mo de drapirt, hätte verzichten wollen. Nir aenbS vielleicht in ganz Europa werden mehr echte Spitzen, größere Quantitäten lyoner Seide und wiener Handschuhe konsumirt, als ln diesen ldylll chen Ge filden, wo der Gatte eigentlich zu nichts weiter da ist, als die weiblichen Rechnun gen zu bezahlen. DaS soll nun auf hören. Statt der Seide wird man der billigeren Wolle wieder zu ihrem Anse hen verhelfen. Hauptsächlich aber soll i r.:.?: r...irx j . oer ioiii.pienge yuiicgmim veremsacyi werden, indem man die theueren Federn Vögel und sonstige thierischen Orna mente durch eine geschmackvolle Band garnitur oder auch durch eme Wollstlcke rei zu ersetzen gedenkt. Ferner soll der Handschuhverbrauch, den die Statuten als naturwidrig aus den Index gesetzt haben, auf ein Minimum beschränkt werden. Wenn es nur nicht bei diesen guten Borsaxen sem Bewenden hat.'.
Mittel gegen Diphterl
tis. (?) Angesichts der zahllosen Opfer, welche die genannte Krankheit in den letzten Jahren gefordert hat, ist es herz lich zu wünschen, daß eine Kunde, welche von Würzburg aus dem Juliushospital, der altberühmten Pflegestätte der Medi zin, verlautet, sich bestätige. Es soll nämlich einer der Assistenten des Pro feffors Gerhardt eine große Reihe von Versuchen mit einem neuen Mittel gegen die Diphtheritis gemacht haben, mit dem Ehinolin. Ehinolin ist ein Bestandtheil des Steinkohlentheers und bildet mit der Weinsäure als weinsaures Salz eine ge gen die Feuchtigkeit der Lust beständige Verbindung. Die Erfolge derBehand lungsweise jener entsetzlichen Krankheit mit einer Lösung des weinsauren Ehino lins sollen ausgezeichnet sein. Ein japanesischer Bronze künstler. Als einer der geschicktesten der zeit lebenden Bronzearbeiter in Japan, überhaupt als einer der hervorragend sten Künstler, die Japan in diese? Rich tung je auszuweisen hatte, gilt nach An gäbe der Japan MT gegenwärtig Zoraka in Klyoto. Seine Spezialität ist. das Auslegen mit Gold und Silber, eine Kunst, die er zu solcher Vollkommen heit gebracht, daß seine Arbeiten nur schwer von den Meisterwerken der Min Periode zu unterscheiden sind. Bei Be such seines Ateliers, seiner Kunstwerk stätte, trifft man einen alten, sünsund sechzig bis siebzigjährigen Mann, der unverwandt durch ein paar horngesaßte Gläser einen kleinen Weihrauchbrenner oder eine noch kleinere Blumenvase bear beitet, von welchen er mit schier unmerk licher Arbeit und Wirkung, Ornamente und Blumen herausschabt. Neben ihm befindet sich Winter und Sommer eine Kohlenpfanne mit gelindem Holzkohlen Feuer, über welcher in einem eisernen Netzwerke ein oder zwei bronzene Ge schirre liegen, ähnlich jenem, das er ge rade bearbeitet. Selbe sind einem ge linden Röstprozeffe ausgesetzt; geduldet man sich einen Augenblick, so wundert man sich über das Vorgehen des alten Mannes, der die hübsche Metalloberflä che absichtlich zu zerstören scheinendem er eine Feder ab und zu in ein Gefäß mit einer grünlichen Jlüffigkeit taucht und hie und da mit besonderer Vorsicht daö erhitzte Metall behutsam betupft. Die se Flüssigkeit ist aufgelöster Grünspan, und das eben beschriebene Verfahren, das während zehn Minuten zwanzig bis dreißigmal wiederholt wird, setzt er durch mindestens ein halbes Jahr in gleicher Weise fort. Emen ganzen Monat wird hernach daran gewischt und volirt, wo rauf freilich ein Bronzegefäß zu Stande kommt das so wundervolle Farbentöne m m m mm m Grün uno Braunrot!) aulwei 't. gleichsam als hatte es zahrhundertelan ger Arbeit natürlicher Einflüsse bedurft. und daß jeder Kenner bei seinem Anblick in Entzücken geräth. Ein staun enswertbes Beispiel von Lanalebiakeit ist der be rühmte Drachenbaum bei der Stadt Orotava aus der nsel Teneriffa. Ver schiedene Naturforscher, die ibn aeseben haben, darunter auch Humboldt, gebe?! den Umsana seines Stammes mit fünf zig Fuß und die Höhe mit siebzig Fuß an. Als Teneriffa lm :mit im entdeckt wurde, war der Baum schon nahezu jo groß wie letzt, und schon seit undenl lichen Zeiten war er damals schon ein Gegenstand heiliger Verehrung von Sei ten der GuambeS der Einaeborenen jener Insel gewesen. Seit jener.Zeit hat die Aushöhlung des Stammes be gönnen, auch ein Theil der Krone ist ab aefallen. allein er fährt fort zu leben, und die verbleibenden Zweige bedecken sich alljährlich, wie sie es schon vor mehreren tausend Jahren aetban baben. mit Bü schein schöner, weißer, lilienähnlicher Blüthen WadrzeiSen der ewigen Jugend d?r Natur. DtS Bäckers Rache. In einem pommerschen Städtchen lebte der Burgermeister mit emem Bäckermeister in Unfrieden. Ersterem bot sich Gele genheit, den Andern zu kränken. Der Magistrat hatte ein amtliches Schuft stück an den Bäckermeister abzusenden, von dessen Adresse der Bürgermeister zu vor das Wort Herrn" durchstrich. Der Bäcker erschien sofort im Rathhause und beklagte sich über die Ehrenkränkung. Wer Bürgermeister aber sagte : DaS dürfen Sie so genau nicht nehmen. was gestrichen ist, das t so gut, als wenn eS gar nicht da war !" Jetzt sandte oer Baaer em schreiben an den Magi strat. adrelnrte .an den naseweisen Ma glstrai" und strich sodann .nase" sort. Sofort große Ausreauna im hoben Ratb. Der zur Verantwortung herbeigerufene Bäckermeister sagte indeß gelassen : Meine Herren. daS dürfen Sie so ae nau nicht nehmen, wag abgestrichen ist, daö ist so gut, als wenn es gar nicht da war r Handel mit Menschen haaren, rn der Bretagne wird der Han del mit Menschenhaaren lebhafter betrie ben, als in irgend einem anderen Lande der Welt, und sie sind dort auf den Wo chenmärktin ein von den Mädchen und Weibern auögebotener stehender Artikel. Ost aber ereignet es sich, daö auf offe nem Markte ganze Reihen ungeschorener Frauenzimmer sitzen und von den Haar Händlern den Schafen gleich geschoren werden. Die Bretagnerinnen umwickeln hierauf ihren Kopf mit einem Tuch und lassen das abgeschnittene Haar wieder wachsen, um es dann auf'S Neue zu ver kaufen. Frühreif. Ein achtjähriges Mädchen, das wegen Lärmens von semer Mutter wiederholt zur Ordnung gerufen wurde, ohne Fol I e zu leisten, brach nach emem energr chen Zuruf unwillig in die Worte auS: Mama, Du machst mich m ganz ner Vö3 !" Schreckliches Unglück. Eine junge Dame begegnete einem stummen Bettler. Sie gab ihm emM mofen und fragte ihn voll Mitleid, wie lange er stumm fei. Ach, du lieber Himmel versetzte er klüglich, ' sind zeKkzwtt Jayre.-
Auösprückie eines trauernde
Schwiegersoyneö. Ihr lacht? O hnfin Nkckt mkk'nn bitt'ren Gram und Uünnt n fAnnt dl? wundgeschlagne Herz! sprach Herr Reu U:-i, . "uen Atal. Da hatte er ein stucklem aus dem Leben seiner Sckwie germutter zum Besten gegeben. .,ageucy, wem Leben ist der leibhaftige Alvenclul, f cwr. - - I . ftUUf V ticr Mansseld zum zweiten minL Da meinte er die fortgesetzten Alpdrücke seir. aumourqiaiauerten Nächten r "S?? salzig Jahre alt und noch !L unglücklich. sprach er ein drittes Mal. a suylle er, es sei doch nun endlich Zeit, das die Schwiegermutter ihn frei gebe. Hau1 ita rnulta !" fr, viertes Mal. Da wollte er l,n: i haut so viel ! Wenn Du noch eine Mutter fiflfH sprach er ein fünftes Mal. Da meinte er : noch eme, auM der leiblichen ! Sie wackelt schnell, man glaubt eS kaum!" sprach er ein .l?n'teL Da erzählte er, sie s'i trotz der großen Hitze und wider alles Verhossen bei der letzten Waldparthie nachgekommen. ' - Die zeugete kein fterblick fiu ! sprach er ein siebentes Mal. 3Wnhrt(u er ihres unsterblichen Kaffee und Bier ouries. .Ernst begleiten ibre 5!rsO -einen Wandrer....'' sprach er ein nll)iev cai. a gewahrte er, wie sie seinen Jüngsten mit Ohrfeigen über den ff ! V - i i orrioor eslorilrie. Horch ! was stamvft im Galokt, ygt bei?" sprach er ein neuntes Mal. Da hörte er, wie sie zurückrannte, um die Ruthe zu holen. . Sphären rollt sie in den Räumen. die des Sehers Rohr nicht kennt!" sprach er ein zehntes Mal. Da batte Tu htm Zimmertöpfchen einen Fußtritt geaeben. O , . ? V i 1. . rv 5? . vuß rs wemeno unier oas Vett rollte. .Zu der Tuaend steilen SSüatl leitetsie des Dulders Bahn," sprach er ein eines mau gedachte er ihrer in Allgemeinen. In der Juaend frobe Sviele drn. gen sie sich arausend ein!" ivrack er tm zwölftes Mal. Da meinte er sämmt , : je. - r- je .. . . rw - 1 iie cywlegermuiler Europas. Duldet mutbia. Millionen, duldet ' für die bess're Welt! Droben über'm Sternenzelt wird ein großer Gott be lohnen !" So sprach er ein dreizehntes 'cal. Va wandte er sich im Geist an alle Schwiegersöhne des Universums. .Unserm Todfeind sei vernebn!" sprach er ein vierzehntes Mal. Da be strebte er sich, einen moäus vivendi ' zu finden. .Das Weltmeer wimmert unter ibr'" sprach er ein sünfttbntes Mal. Da wollte er sein eignes Wimmern beschS . nlgen. ,Die Freude, sie wobnt nur in 5toi. ters Saale sprach er ein sechzehntes cai. er an ihrer Seite im Saale des Schützenhauses. .Da stebt sie. eine mettersckwanaere Wolke!" sprach er ein siebzehntes Mal. Da hatte sie die Brauen geschürzt und die pauste aus die Husten gestemmt. Seine Wellen sind aeboben. da die Seele mir eraraust !" wrach er ein acht zehntes Mal. Da erblickte er ihren zornwallenden Busen. Mutter. Mutter, lan m& aeben sprach er ein neunzehntes Mal. Da hatte sie ihn wuthschnaubend an der Ämoe gepaat. Lieben Freunde, es aab sckönre 3ei ' ten !" sprach er ein zwanzigstes Mal. Da blickte er sehnsüchtig zurück nach den Tagen seiner Junggesellenschast. Militärisches. -Wachhabender: Füsilier Meyer, lau fen Sie schnell in die Cantine und holen Sie mir em halbes Pfund Wurst. Funlier Meyer: Das wird wohl nicht mehr reichen, Herr Unterosstzier; es wird gleich abgelöst. Wachhabender: Dann holen Sie m ein Viertel Pfund. Unzufriedene Patienten. Sind Sie mit Ihrem Arzt zufrie den ?" .Nicht sonderlich, er verschreibt mir zu viel, und Sie mit dem Ihrigen?" Auch nicht, er verspricht mir zu viel.Schofel.' Moritz Löbel in W. erhält von einem in L. wohnenden, sehr vermögenden Be kannten den Vorschlag, dessen Tochter zu heirathen. Er möge nur getrost kommen," ht es in dem Schreiben. .seme Tochter sei eme anerkanntetzschSn heit und werde ihm gewiß gefallen. Löbel erklärt sich in seinem Antwort schreiben bereit, zu kommen, stellt aber die vorsichtige Frage: Wenn -sie mir aber doch nicht gefallt, werden Sie vxxt zahlen die Rückreise ?" Der Kunstfreund. Fremder : Sie entschuldigen, mein Herr, wo bekommt man wohl daö Mo dernste m Antiquitäten? AusderSchule. Lehrer : Wie hieß der Sobn des KS. nigs David? Schuler: Daviosohn. Gewissenhaft. Von einem Bezirksamt kommt an ti nen BauernbürgermeiiZer der Austrag, unter den Bauern Propaganda für land ' H T t t n' t. . C - t . - wlriyiazaslllqe ooie zu machen. Allein die mißtrauischen Bauern wollen davon nichts wissen. Daher schreibt der Bür germeister zurucr : ÄerehrlicheS Be zirksamt! Trotz der eindringlichsten Ermahnungen meinerseits konnte weder ch, noch fönst Jemand zum Ankauf sol cher Lo'ose bewogen werden. Einem Ae zlrlsamt gehorsamster N.-N Der brave Ami. Man soll gar nickt alanben. irie Hr " . so ein Hund ist. Hört da nei:: j Ami, wie ich zu meiner Fr ' ich mit dem Geld arg in d.. : i rv -v - NSe. 2uas lyut der gute . L.v . sich hin und stirbt, weil er i
am nächsten Tag die Hunt:, zahlen war. V
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