Indiana Tribüne, Volume 4, Number 414, Indianapolis, Marion County, 6 August 1882 — Page 5

Auf der obersten Hallerie.

Vom hoh'n Olymp herab ward unS die Freude, ward uns- der Jugend Traum beschent!" Mancher Schauspieler und mancher Sünger murmelt wohl Abends behaalich den Anfang des alten Studentenliedes vor jick hin, wenn er die ruhmeömüden Glieder in die weichen Kiffen streckt und des schwerbezahlten Lorbeerkranzes gedenkt, iex ihm vor wenigen Stunden unter oem jubelnden Beifall der allerhöchsten Kreise zu Füßen geflogen ist. Denn hoch ist es dort oben aus den Gallerieen, sei es nun die dritte oder die vierte, je nach der Größe der Theater, und man glaubt gar nicht, daß die Hände, die vom Parquet aus so zierlich und klein erscheinen, einen so furchtbaren Lärm, ein so betäubendes Klatschen hervorbringen können. 5)och der Segen kommt von oben," jeder Künstler und jede Künstlerin weiß es, und nur wo noch die segensreiche Einrichtung des Parterre besteht, tragen' auch die unteren Regionen ihr gutes Theil bei zu den Kränzen, welche die Mitwelt dem Mimen flicht.' Mag der alte Shakespeare auch noch so sehr spotten über die Gründlinge deZ Parterre's," der Mime weiß ste doch zu schätzen, ei weiß sehr genau, daß da unten und dort oben auf den höchsten Gallerieen sein dankbarstes Publikum sitzt oder steht. Der ehrliche, aus überquellender Freude am Schönen diktirte Beifall, wie der mit einigen Freikarten oder ein paar Mark bezahlte Applaus, er kommt von oben, da, wie gesagt, das eigentlicht Parterre" schon fast überall einer ehrwürdigen Vergangenheit angehört. Auf der obersten. Gallerie sitzen die kunstfreundlichsten und zumeist auch kunstverständigsten Gemüther, deren Auge noch offen ist und, deren Herz noch warm schlägt für alles Schöne und Große, die aber noch die lange Laufbahn des Lebens vor sich haben, die ihnen Ruhm bringen soll und Geld, mn sich auch einen theuren Logensitz kaufen zu können. Unten auf den weichen Plüschpolstern der Logen und deö ParquetZ ist man schon zu blasirt, um noch offen seiner Freude Ausdruck zu geben, man hört und genießt, so weit man überhaupt noch genußfähig ist, aber eS würde gegen den guten Ton verstoßen, sich durch irgend etwas so sehr imponiren zu lasten, daß man geräuschvoll die Hände zusammenschlägt und sich womöglich den eleganten Glacehandschuh zerreißt. Aber nicht von jenen Berühmtheiten der Zukunft, die ihren Kunstsinn noch auf der obersten Gallerie befriedigen müffen, will ich heute sprechen, sondern von jenen anderen BeifallSdonnern, die es überall gibt, wohin der Mime kommt mit seiner Sehnsucht nach Ehre und Ruhm, und Lie man im gewöhnliehen Leben mit dem Sammelnamen Elaque" bezeichnet. Die Claque fehlt nirgends, wo es ein Theater gibt und jene große Tragödin, die einst auf einer kleinen Provinzbühne gastirte, mußte es erfahren, daß auch die Sühnen jenes stillen Thales bereits von diesem Wuchergewächs verdorben waren. Als sie sich kurz vor der Aufführung an ihren Partner, den ersten Liebhaber, mit den Worten wandte: Wenn mir heute Abend nach der großen Szene im dritten Akt ein Kranz geworfen wird, haben Sie wohl die Güte, lhn aufzuheben," da mußte sie die schnöde Antwort hören: Bedaure sehr, dann muß ich ihn womöglich auch bezahlen!" Auch in dem kleinen Städtchen, in welchem ich vor Jahren lebte und das, wie ich gleich bemerken will, ganz im Osten des Vaterlands liegt, kannte man natürlich das segensreiche Institut der Claque, nur daß die letztere dort, den Verhältnissen angemessen, nur in ziemlich bescheidenen Dimensionen gedeihen konnte. Wir hatten dort eigentlich nur zwei Hauptclaqueure, von denen einer sogar weidlichen Geschlechts war, und von denen ein jeder seine kleine Gefolgschaft hinter sich hatte. Jede? Thcaterhabitue kannte sie, wenn sie Abends auf ihren ständigen Plätzen auf der obersten Gallerie erschienen. Sie saß auf dem Eckplatz links, er auf dem Eckplatz rechts. Sie wurde zumeist nach ihrem ehrlichen Gewerbe benannt. Man hieß sie allgemein die Schneidersfrau," da ihr eigentlicher Name, der süddeutschen Charakters war, den Eingeborenen des Landes stets etwas fremdartig klang. Er war über Tag Dienstmann und hatte sich wegen seiner Liebc für die Kunst und Alles, was damit zusammenhing, den ehrenden Beinamen deSdramatifchen Dienstmanns" erworben. Mit seinem Taufnamen dieß er August. Er gehörte zur Claque aus Beruf, sie aus Reiaung. Er hatte schon als Kind vurch seine übermäßig ausgebildeten Hände daS Staunen aller seiner Angehörigen erregt, er war ein geborner Claqunur und eS war nicht mehr als billig, daß er seme Talente, d. h. seine Hände,nicht unter den Scheffel, sondern auf die oberste Gallerie in den Dienst der Kunst und ihrer Jünger . stellte. Sie. die Schneidersfrau mit den ehernen Zügen und dem achtunggebietenden schwarzen Scheitel, war zur Claque gekommen durch ein zarteö, inniges Verhältniß, daS sie mit emer etwa gleichartigen Künstlenn verband. Diese Künstlerin ließ nämlich alle ihre Kleider bei jener respektailen Gewerbtreibenden anfertigen : sie sorgte also für diese in der ...liin. nn:r . i . r.tcn. uuryicuiuiitu eic uuü es voaz jcioi verständlich, daß sich die Schneidersfrau am Abend mit ihren Händen revanckirte. ES war nicht eigentlich ein Verhältniß der reinen Habgier, in welchem die beiden Häupter der Claque zu der Kunst standen und wenn sie in väterlichem oder mütterlichem Wohlwollen von ihren Clienten als von ihren Goldkindern" sprachen, so drückte sich darin nicht nur eine nahe genug liegende Beziehung aus, sondern eS bezeichnete auch sehr hübsch die idyllischen herzlieben Verhältnisse, für die in der kleinen Stadt noch Raum ünd Ruhe genug war. Die Schneidersfrau und der drapa!ilcheDlenstmann"pattN ssipe Freun

de, aber sie hatten sich als Feinde

achten gelernt. Sie hatten sich oft genug nicht nur gegenüber gesessen, sondern auch feindlich gegenüber gestanden, sie hatten oft gegen einander gearbeitet" und bald hatte sie, bald hatte er gesiegt durch die Zahl und Kraft der einem Jeden zur Verfügung stehenden Hände. Am liebsten aber arbeiteten sie nicht gegen einander, sondern ergänzten sich gegenseitig. Und daS ging auch recht gut, da ihre Neigungen ziemlich verschiedener Natur waren. Sie protegirte von den Damen eigentlich nur ihre eine HenenSfreundin, im Uebrigen führte ihre untere Neigung sie mehr zum stärkeren Geschlecht. Sie nahm nö wohlwollend aller verkannten Tenöre. Baritons und Bassisten an, sie war allen Liebhabern zweiten und dritten Ranges eine mütterliche Freundin und von einem solchen Manne war ihr ein Händedruck, zumal ein versilberter, lieber, als alle Kußsinger, die ihr die schönste Dame zuwarf. Er hatte eine unbezwingliche Neigung für jugendliche Naive und - hübsche Opernsoubretten. Für diese ging er durch's Feuer; er klatschte nicht nur für sie, sondern war auch der verschwiegene Bote für alle ihre Kleinen Besorgungen und GeheimNisse. In tramlchem Freundeskreise sprach er von den jüngeren Theaterdamen nur per Du" und besonders Bevorzugten gönnte er noch einige herzige Beiwörter, wie mein liebes" und mein goldiges," wobei er den Namen seines Lieblings stets in der bekannten Diminutivform gebrauchte. In den Augen der Schneidersfrau war der dramatische Dienstmann ein verdienstloser Parvenu den sie kaum der Beobachtung werth gefunden, wenn er sich nicht so kräftig Gehör zu verschaffen gewußt hätte. Sie war die Aeltere, sie hatte einst unbeschränkt in ThalienS Hallen geherrscht; sie hatte für ihre Perdienste von dem Theaterdirektor längst ihre permanente Freikarte erhalten und sie liebte es von der eieruchen Audienz zu erzählen, in der sie sich dem Leiter der Bühne als Kunstfreundin und Theaterprotektrice vorgestellt hatte, um darauf für langjährige treue Dienste das ewige-Freibillct in Empfang zu nehmen. Sie hatte eine Schaar von Helfern hinter sich, die auf ein Runzeln der starken schwarjen Augenbrauen hin alle ihre Hände m Bewegung setzten. Er, der dramatische August, stand allein, er mußte sich noch jeden Abend sem Freibillet beim Kassire? holen oder von irgend einer Geschäftsfteundin schenken lassen. Er konnte sich also wahrhaftig nicht mit der Schneldersfrau messen und er hätte wohl auch stets vergeblich gegen ihre wohlgeleiteten Schaaren angekämpft, wenn jene glorreiche Herscherin der obersten Gallerie nicht auch eine Tochter gehabt hätte. Hübsch war das große stämmige Mädchen, selbst die eigene Mutter konnte das nicht leugnen, aber sie war ungehorsam, widerwillig und störrisch, kurz ein gänzlich mißrathenes Kind. Es kam vor, daß die Schneldersfrau und ihr ganzes Gefolg mit düster gekreuzten Armen den Koloraturen irgend einer gastirenden Sängenn zuhörten, die eö versäumt hatte. sich des Wohlwollens der Allmächtigen zu versichern, oder die aus irgend welchen Protektionsrücksichten gegen Andere vernachlässigt werden mußte. Dann hatte die Tochter zuweilen die sträfliche Kühnheit, auf eigene Hand zu klatschen, oder gar das einsame Beifallsgetöse des via-a-vis sitzenden August zu unterstützen, und kein mahnender Dlick und kein strafender Nippenstoß der empörten Mutter war im Stande, sie auf den Pfad der Tugend und der Pflicht zurückzuführen.Eines Tages war ich es müde aeworden, mir die seltsam gemischte Gesellschaft dort oben nur immer von unten, gleichsam aus der umgekehrten VogelPerspektive, zu betrachten; ich nahm mir also einen Gallerieplatz und zwzr möglichst in der Nähe der interessanten Schneidersfrau. Das Glück wollte, daß ich dicht hinter sie zu sitzen kam. Noch hatte die Vorstellung nicht begonnen und Logen und Parquet waren noch fast leer. Aber bei uns auf der obersten Gallerie war alles schon dicht gefüllt; sollte es doch eine große" Oper mit ganz neuen Dekorationen, Kostümen und sehr viel Ballet geben. Die Schneidersfrau ordnete ihre Schaa ren. Sie stand vor ihrem Platz und gab den ihr zunächst Sitzenden etwa ein halbes Dutzend junger Mädchen und kräftiger Hausknechte die nöthigen Verhaltungsmaßregeln über Eintheilung und Intonation der Beifallssalven. Sie hatte nicht immer ganz dieselben Kräste zu ihrer Verfügung und es war eine sehr schwierige Sache, ohne vorhergegangene Probe Alles gut und richtig abzuwickeln. Die Ungeübteren hielt sie deshalb stets in ihrer Nähe, während sie ihre erprobteren Hülfskräste auf die isolirten Punkte der übrigen Gallerieen schickte. DaS waren auch etwa ein halb Dutzend Leute, die gleichsam in Schützenlinie ausgeschwärmt waren, um die gleichgültige Masse das übrigen Galleriepub'likums zu animiren und hinzureißen. Diese Vorposten verstanden ihr Geschüft vorzüglich; sie wußten, an welchen Stellen sie zu klatschen hatten, an welchen sie ein staunendes Ah" der Bewunderung sich entschlüpfen lassen mußten, und ein Blick der Dirigentin genügte, ihnen Führung und Leitung zu geben. Eine hochberühmte Sängerin sollte heute als Gast zum erstenmale die Hauptpartie singen. Wir empfangen sie nicht," hörte ich die Schneidersfrau ihre Leute instruiren, mein liebes Fräuleinchen sie nannte den Namen ihrer singenden Busenfreundin ist tausendmal besser dieser Rolle." Die daneben sitzen - ' :)kx wagte e5, eine höhnische f aufzuschlagen. Du," drohte die Mütter, nimm Dich in Acht und mach' mir heute keine Dummheiten! Der Bassist kriegt erst nach der zweiten Arie Applaus; er wollte schon nach der ersten gerufen werden, aber daS geht nicht, da fällt der Chor gleich ein und schreit unser Klatschen todt. Nacb dem zweiten Akt wollen sie alle gerufen werden, also

est geklatscht und nicht so zimperlich die Hände geschont, wie neulich." Gehör-

sam nickte die Gefolgschaft mit den Köpfen und die Ouvertüre begann. Ich sah, wie de? malitiöse August von drüben höhnisch zu uns herüberschaute und sich lächelnd die beiden mächtigen Hände rieb, wie der Krieger noch einmal die Klinge das Schwertes prüft, ehe er sich wuthentbrannt in das Getümmel stürzt. Eine Ahnung sagte mir, der Kampf würde heute ein sehr heißer sein. Die Ouvertüre war zu Ende und der Vorhang ging in die Höhe. Nachdem der -Chor einige unverständliche Worte gesungen hatte, erschien der mit Spannung erwartete Gast auf der Bühne. Dröhnend schlugen August's Hände gegeneinander und auch die jugendlichen Kunstfreunde, welche den mittleren Gallerieraum süllten, begrüßten die berühmte Künstlerin mit jubelndem Beifall. Logen und Parquet stimmten mit ein und eS war im vollen Haufe ein Lärmen und Tofen, daß die würdige Schneidersfrau vor innerer Erregung förmlich zu zittern begann. Ihr bleiches Antlitz, das in seinem Schnitt an die Bildnisse römischer Cäsarenweiber erinnerte, wurde röther und röther und sie murmelte verächtlich vor sich hin: Da klatscht nun das dumme Volk, als wenn die Person wirklich was könnte, und wenn mein Fräuleinchen singt, dann muß ich immer ein paar Minuten allein vorgehen, ehe da unten eine Hand sich rührt. DaS wollen Kunstkenner sein!" Sie sah sich dräuend um, ob wohl gar in ihrer nächsten Nähe Jemand zu klatschen wagte, aber auf unserm linken Flügel war alles stumm, nur die Tochter lachte laut und herausfordernd. Auch meine Hände ruhten fchweigend auf meinen Knieen, auch mich hielt der Blick der gewaltigen Frau in seinem zauberischen Bann. Mit achtungsvoller Verbeugung machte ich mich jetzt an sie: Sie haben Recht, würdige Frau, diee GeschmackSverwirrung ist auch mir unbegreiflich. ES ist mir sehr leid, daß Sie in Ihren Kunftanfchauungen gegen eine so verblendete Opposition zu kämpsen habend" Sie sah dankbar lächelnd zu mir auf, ich hatte offenbar im Fluge ihr Zutrauen gewonnen. Also nach dem zweiten Akt tüchtig klatschen," rief sie mir zu, mich ohne weiteres als Freiwilligen in die Schaar ihrer Anhänger einreihend. Die Oper nahm ihren Fortgang. Der böse August uns ge-. genüber beklatschte fast jeden Ton der gastirenden Sängerin und meine Schneidersfrau wurde schließlich ganz wehmüthig vor Aerger. . Sehen Sie den Mann an," wandte sie sich wieder zu mir, mit solchen Händen falschen Götzen zu dienen, es ist wirklich empörend. WaS könnte er der guten Sache für Dienste leisten!" Nachdem ich mir innerlich rasch die Frage vorgelegt hatte, wann das Fräuleinchen" wohl das letzte Kleid bei der Schneidersfrau bestellt haben mochte, bemerkte ich schüchtern: Dabei soll dieser August eine ziemlich glorreiche Vergangenheit hinter sich haben?" Gewiß, er war lange Soldat, er hat in Spanien und Afrika, gekämpft." Dann hat er sich vielleicht mehr Lorbeeren erfochten, als sich die Dame dort unten jemals ersingen wird." Na, mit den Lorbeeren wird eS bei dem August wohl ziemlich faul aussehen, aber er ist sonst ein ganz braver, tüchtiger Mensch; es ist wirklich Schade, daß er in seinen alten Tagen auf so böse Wege gerathen ist." Ich konnte meinem Bedauern nur durch ein wohlmeinendes Kopfschütteln Ausdruck geben, denn eben hatte der Bassist seine zweite große Arie begonnen, die Schneidersfrau überflog mit raschem Blick noch einmal ihre Schaaren und setzte ihre Hände kampfbereit in Position. Dann zählte sie langsam eins-zwei-drei, und prasselnd sauste der Beifall nieder in das ahnungslose, überrascht zusammenfahrende Haus. Der Bassist war zu Ende, aber die Schneidersfrau ruhte nicht eher, bis er dem Rufe ihrer zwölf Anhänger gefolgt war und aus der Coulisse herauskam, um sich achtungsvoll zu verbeugen. Ich sah, wie er einen glücklichen, dankerfüllten Blick nach der linken Ecke der obersten Gallerie hinaufschleuderte und in die Achtung, die ich bisher vor der Schneidersfrau gehegt hatte, begann sich ein leiser Hauch von Neid zu mischen. Welch erhabenes Gefühl mußte es für sie sein, so als segenspendende Göttin hier oben zu sitzen und mit einem hörbaren Wink ihrer Hände einem armen sterblichen Sänger einen glücklichen Abend und eine glückliche Nacht verschaffen zu können! Und so verging der Abend in stetem wechselndem Kampf, bald erkämpfte die Partei der Schneidersfrau einen lär menden Sieg, bald dominirten August'S markige Hände. ES war ein wogendes Aus und Nieder, bis endlich der Vorhang zum letzten Male gefallen war und, wenigstens für diesen Abend, Kampf und Fehde ein Ende hatten. In meinem menschenfreundlichen Herzen war schon lange ein Gedanke ausgekeimt, wie sich die widerstreitenden Parteien wohl versöhnen und verein! gen ließen. Und als ich jetzt an der Seite der SchneiderSftan mich langsam dem AuSgange zu bewegte, wagte ich eö, der noch immer Hocherregten meinen bescheidenen Vorschlag zu unterbreiten: Wie wär'S, verehrte Frau, wenn sich d beiden feindlichen Lager, die ich heute so erbittert gegen einander kämpfen sah, in eins zusammenzögen, wenn hier oben nicht mehr blutige Zwietracht, sondern ein einziger, starker Wille herschte?" Sie sah mich überrascht an. Ich meine," fuhr ich ort, wenn Sie und August sich zuammenthäten und gemeinsam die Ineressen wahrer Kunst vertreten und ordern wollten." DaS geht nicht, der August ist störrifch, der geht auf solchen Pakt nicht ein." Selbstverständlich ließe sich eine solche Vereinigung nicht auf der Basis einer bloßen Geschäftsverbindung zu Stande bringen, auch die Herzen müßten für einander schlagen, nicht nur die Hände. Sie find Wittwe, verehrte

Frau. August ist Wittwe?, wie

wär'S . Erröthend sah sie vor sich nieder unv strich sich die Schürze glatt. Ueberlegen Sie sich die Sache; August ist zwar nicht mehr jung, aber er ist ein Greis mit jugendlichem Herzschlag. Sie müssen sich heirat hen, dann ist ihnen beiden geholfen!" Da ich von der günstigen Wirkung meines gutgemeinten Vorschlages doch nicht ganz überzeugt war, so machte ich mich nun mit einer Abschiedsverbeugung rasch davon und drückte mich die Treppe hinunter. Hoffentlich sind die beiden Leutchen meinem Rathe gefolgt, und in dem lieben Städtchen im Osten hat auf der obersten Gallerie, die ja dem Himmel so nahe ist, inzwischen auch himmlischer Friede seine Einkehr gehalten. MaxSchoenaü. m m Hatte keine Zeit zum Lüge. Jesse C. stand in dem Ruf, der größte Lügner in Georgia zu sein, und es war noch niemals vorgekommen, daß Einer eS ihm als solcher zuvorgethan hätte. Aber er log so originell, daß man ihm gern ßuhörte und sich belügen. ließ. An einem heißen Sommer tage sitzt Bill H. auf der Schattenseite seiner Scheune, um in aller Ruhe, deö Körpers sowohl wie auch deS Geistes, sein Mittagessen zu verdauen, als Jesse in großer Eile auf dem nach der Stadt führenden Wege vorbeigeritten kommt. Bill ruft ihn an und geht nach dem Hofthor, um den Reiter zu begrüßen. Jesse fragt, was er wolle. Steigt ab und erzählt irgend eine große Lüge." Ich habe jetzt keine Zeit zum Lügen," erwiderte Jesse, ich muß nach der Stadt, Euer Onkel Sol ist plötzlich gestorben und ich hole den Coroner und einen Sarg." Mit diesen Worten gab er seinem Pserde die Sporen und jagte davon. Als Bill stch von seiner Ueberraschung und seinem Schreck erholt hatte, eilte er in's Haus und rief seiner Frau zu: Onkel Sol ist gestorben!" Sie ries sofort die Kinder zusammen und kleidete sie an, während Bill den Wagen herausholte und anspannte. Die Familie wurde aufgeladen und fort ging eS vier Meilen weit in vollem Trabe durch brennende Sonnenhitze und dicke Staubwolken der Farm Onkel Sol's zu. Bei der Ankunft fand man die Familie und zwei Nachbarn in der großen Küche versammelt, Onkel Sol selbst steckte mit dem Kops in eine? halben Wassermelone von riesigem Umfang, deren Inhalt er behaglich ausschlürfte. Die Ueberraschung war gegenseitig, dann folgten Erklärungen. Well," sagte Bill, ich habe Jesse um eine große Lüge gebeten und habe nicht nur daS Gewünschte erhalten, sondern war auch dumm genug, eS zu glauben. Aber ich würde ihm nicht wieder glauben, und wenn ich wüßte, daß er im Sterben läge. Die Macht der Verhältnisse. Was thun Sie eigentlich?" fragte der Apotheker den Tramp, der schon eine Stunde über dem Adreßbuch stand und sich Notizen machte. Ich nehme eine Liste der Banken in Brooklyn auf." Wünschen Sie Depositen zu hinterlegen?" fragte der Apotheker mit schlecht verhehlter Ironie. Nein", antwortete der Landstreicher, ich bin genöthigt, Bankgeschäste zu machen, ich habe kürzlich nichts anderes gethan und muß es fortsetzen." Der Apotheker schaute ihn erstaunt an. Sehen Sie", fuhr der Tramp fort, Ich begann als Advokat, wurde aber zum Richter ernannt, und dies verdarb mir nicht nur mein Geschäft, sondern legte meine mangelhaften Rechtskenntnisse blos, so daß ich, nach Ablauf meines Amtstermins, keine Fälle mehr erhielt. Während ich mich nun umsah, lebte meine Familie von dem Gelde, das unsere Freunde vom Lande einsandten, um hier in der Stadt Einkäufe für sie zu machen. Dann predigte ich eine Zeitlang, doch mein Gehalt wurde nicht regelmäßig bezahlt und ich hörte wieder auf. Es war ein großer Fehler von mir, mich nicht wegen Ketzerei verklagen zu lassen und dann ein Theater zu miethen und vor einer Versamm--lung zu predigen." Was thaten Sie daraus?" fragte der Apotheker. Ich praktizirte als Arzt. Ich machte 3 Monate sehr gut aus, aber ich wurde zu einer Consultation berusen und behandelte den Patient ganz entgegenge-. setzt, wie der andere Arzt und rettete ihn. Aber sie nahmen mir mein Diplom, weil ich die Regeln der Kunst verletzt hatte. Es wurde einstimmig beschlossen, daß ich deö andern Doktors Behandlung hätte annehmen uud den Patienten aufgeben müssen." Der Apotheker rieb sein Kinn und schien sich für den melancholischen Tramp immer mehr zu interessiren. Er erkannte vielleicht die Möglichkeit, daß der Mann die Wahrheit sprach. Das machte ein Loch in meine Pläne", sagte der Erzähler, aber ich borgte mir Geld und fing eine Zeitung an. Das dauerte 6 Monate. Die Bürger griffen mich an, da ich nicht den lokalen politischen Ring in Schutz nehmen wollte und als ich mich mit ihm vereinte, zog mir das Verläumdungsprozesse zu, und dieselben Bürger fanden mich in der Jury schuldig. Der Sheriff verkaufte meine Habfeligkeiten und da saß ich wieder mit die Kenntnisse". BöseS Schicksal", murmelte der Apotheker, der keinen Grund sah, die Erzählung in Zweifel ziehen. Ja mein Herr", fuhr der Tramp fort. ES war hart. Nach diesem erhielt ich eine Stelle als Treiber in einer Bobtail - Car. Die Compagnie packte verstümmeltes Geld, in die Couverte, die ich beim Wechseln ausgab und sie entließ mich, weil die Passagiere dasselbe Geld in die Büchse warfen. Zu dieser Zeit war ich ziemlich niedergeschlagen und versuchte wieder zur Kirche zurückzukommen. Sie sagte, ich solle herumgehen, um die Sünder zur . Zahlung der l.rchenveZttSge zu vewe

gen, ab ich soll nichts für meine Dienste erhalten. Das ging natürlich nicht und so ging ich zur Polizei." ,Ah!" rief der Apotheker auS. .Sie müssen sonderbare Erfahrungen als Polizist gemacht haben?" Ich hatte eine kurze", antwortete der Tramp seufzend. Ich knüppelte 4 oder 5 Leute und erhielt Medaillen dafür und dachte, ich sei endlich inOrdnung, doch in einer Nacht sing ich einen Kerl, de? einen Raub begangen hatte. Er erwies sich als ein Aldermann und ich wurde entlassen. Das schlug mich nieder." Ja, ja", murmelte der Apotheker, langsam die Hände reibend. Well, ich ging zur Handarbeit und schaffte hart. Eines Sonntags warich mit der Picke beschäftigt an einer Ei-

enbahnlinie, als der Eigenthümer auf einem Wege zur Kirche vorbei kam. Er ließ sein Gebetbuch fallen und ich hob es auf und lief hm nach. Er befahl dem Vormann, mir die Zeit abzuziehen und ich hörte auf. Ist das Alles?" fragte der Apotheker. ..Ungefähr Alles", sagte der Tramp. Ich gehe jetzt, um mich als Kassirer einer Bank anstellen zu lassen. Das wird mich srüher odu später in'S Staatsgefängniß bringen, und wenn ich die Summe hoch genug machen kann, ehe die Direktoren dahinter kommen, so wird die Gesellschaft Tag auS Tag ein meine Familie erhalten. Ich danke Ihnen sehr für den Gebrauch JhreS Adreßbuches." Bitte, bitte", murmelte der Apotheker, und als der Tramp in seiner Liste lesend hinausging', machte der Apotheker 3Z Gran Quinin zu 6 Gran-Pillen und seufzte, als er an die Unmöglichkeit dachte, zu unserer Zeit der MitbeWerbung ein ehrliches Leben zu führen. Behandlung unserer Vorsänger. Ich begreife nicht, was meinem Vogel fehlt? Er singt lange nicht mehr so viel und besonders nicht mehr so wohltönend, wie im Anfang, und ich thue doch alles. Mögliche zu seiner Pflege!" Womit füttern Sie ihn?" . Nun, Rüben, Hanfsamen, Grünfutter, Zucker, auch Kartoffeln." Und dabei soll er im Gesänge nicht zurückgehen? Wissen Sie, daß dergleichen Futter ihm durchaus schädlich ist?" Hierauf folgt gewöhnlich ein Lächeln und überhebendes Achselzucken von Seiten des Liebhabers, denn natürlich weiß er, der ja schon so und so viele Vögel besessen, besser, was denselben gut ist. Und einem echten Harzer sollten Zucker, Kartoffel- und gelegentlich auch Kuchenftückchen nicht ebenso munden, wie seinem ehemaligen Landrassenvogel, sollten ihm gar schädlich sein? Lächerlich ! und der gute Sänger wird nach wie vor mit allen auffallenden Brocken' beglückt, bei schönem Wetter auch vorS Fenster in den Zug gehängt, und dann ist, wenn er zuletzt überHaupt ' verstummt oder ein richtiger Schnapper geworden ist, großes Wundern und Kopsschütteln in der Familie. Wann werden die Liebhaber es endlich einmal über sich gewinnen, die theuer bezahlten Vögel zweckmäßig zu behandeln? Was nützt es, wenn Hänschen oder Mätzchen durch Locken mit Zucker- :c. Stückchen zahm gemacht, auf Kommando auf den Finger fliegen was nützt dies, wenn sie dadurch den WohlL 1 l . . -i; ( " laui in oer IIINM? einouyen k Ein jeder Laie sollte beim Bezug eines Vogels sich genau erkundigen, welches Futter derselbe bisher erhalten, welche Temperatur er gewöhnt :c. :c. und denselben genau dann ebenso behandeln. Eme lebe Veränderung schadet dem Vogel mehr oder minder. Die richtige Nahrung für gute Sänger ist folgende: 1. Alle Tage frisches, klares, aber nicht allzu kaltes Brunnenwasser. 2. Alle Tage neues Futter, und zwar nur reinen Sommerrübsen, M und wieder zur Abwechslung mit ein wenig Glanz- oder Spitzsamen gemischt. Hanf darf der Vogel nie bekommen, weil er danach zu fett wird. 3. Alle 2 bis 3 Tage ein vielleicht haselnußgroßes Srückchen Eierbrod und 4. täglich cm Stuck Speck, da mtS die Kehle geschmeidig erhält und einer eventuellen Heiserkeit vorbeugt. Das Bauer muß ungefährt 38t222t 22 cra groß und vorn durch eine Gardine geschlossen sein, so daß eine Halbdämmerung in demselben herrscht; der Vogel, durch Nichts abgezogen, vervollkommnet sich im Gesänge und nimmt mehr und mehr einen sanfteren Ton an. Gegen das Frelumhermegen bm ich ebenfalls, da der Vogel hierdurch zu sehr zerstreut wird und sich deS Singens mehr und mehr begibt. Jede Zugluft vermeide man ängstlich, ebenso auch jähen Temperaturwechsel. Nie hänge man den Vogel (wie dieS leider allzu häusig geschieht) bei schönem Wetter vor daS Fenster schadet ihm die Zugluft wirklich nicht, so büßt er jedoch ganz entschieden im Gesänge ein. Die schönen sanften Roller, denen wir mit Entzücken lauschten, er tönen seltener und seltener, dagegen wirft sich unser kleiner Liebling mit wahrhaft bewunderungswürdiger AuS dauer ans die Erlernung der eintönigen, häßlichen Strophen, wie er sie von den Gassenbuben" in der Vogelwelt", den Sperlingen, oder von den Jappern" und Schappern" der Nachbarschaft gehört, wird, wie diese, im Gesänge laut und schreiend, und produzirt eben nur noch die unmelodischen, neuerlernten Touren. Schlechtes Beispiel verdirbt gute Sitten! Ein wahres Sprichwort,und deshalb sollten die Liebhaber auch nie ihrem guten Sänger einen schlechten zugesellen in der Hoffnung, daß er diesem schönere Strophen lehren würde. ES tritt stets das Gegentheil ein der schlechtere Vogel wird Lehrmeister deS anderen und daS Resultat? Zwei Schreihälfe an Stelle deS inen, der gebessert werden sollte!

Ober ich werde vielleicht manchen Lies

C v je t- X- v m . .r r I oaoern our ooroergeuenoe üiiami ten Lust und Muth zum Ankauf eines neuen Sängers benommen haben ihnen kann ich nur zurufen : Versucht'S noch einmal und Ihr werdet an dem also behandelten Vögelchen Freude erleben." ' , . m u m Wichtige Erfindung. Der Professor der Chemie ff. S. Barg in London hat eine der Fäulniß j vorbeugende Mischung erfunden,we!che, nach den bis jetzt angestellten Experimenten zu schließen, das seitherige Pökel- und Räucher-Verfahren, das Conferdiren von Fleisch und Vegetabilien in Blechkannen, den Transport solcher Consumptibilienin RefrigeratorCarö alnd Frierkammern der Schiffe ersetzen und unserem Exporthandel eine kolossale Ausdehnung verschaffen wird. Der antiseptischen Mischung H der! Name Boro Glyceride" beigelegt worden; man erhält dieselbe, wenn man 92 Theile Glycerin und 6 Theile Boraxsäur:, die in 52 Theilen Wasser gelöst ist, mischt, erhitzt und diese Miztur bis auf zwei Drittel ihres Gewichtes abdampft. Glycerin und Borazsäure wirken jedes für sich antiseptisch, jedoch nicht in ausreichend hohem Grade, in der angegebenen Zusammensetzung sind ste dagegen ein völlig geschmackloses, die Beschaffenheit des Fleisches oder der Vegetabilienlnichtim Entferntesten,nicht einmal in der Färb, abänderndes, der Gesundheit absolut nicht schädliches und die betreffenden Stoffe selbst im heißesten Sommer für Monate frifch erhaltendes Confervirmiitel. Frisches Fleisch legt man je nach der Größe der Stücke bis zu 84 Stunden lang in die außerordentlich billige Mischung, läßt eS dann an der Sonne abtrocknen und verpackt eö in Fässer, oder man kann auch das frische Fleisch sofort mit der Lösung in Fässer verpacken, in welchem Falle die letztere die seither übliche Pökellauge nur mit dem Unterschiede ersetzt, daß sie das Fleisch völlig unverändert erhält. Der genannte Chemiker hat umfasende Experimente angestellt, ehe er eine Erfindung in den Londoner Blätern veröffentlicht hat. Ein frisch gechlachteter Schöps wurde auf einer der FalklandS-Jnfeln im vorigen August in der angegebenen Weise behandelt, nach London geschickt, kam Hort völlig frisch an und war, weder gebraten, noch gekocht, von dem Fleische eines unmittelbar vorher geschlachteten Thieres zu unterscheiden. In Jamaica conservirte Tauben, Schildkröten und Austern kamen in London in ebenso guter Beschaffenheit an, und in gleicher Weise behandelte Butter, Milch und Rahm wurden nach dem Transporte von London nach Jamaica auf letzterer Insel als frisch dort gewonnen verzehrt. Nach einer Reise von London nach Zanzibar zeigte stch derselbe Effekt. Eines der neueren Experimente ist in anderer Weise interessant. In London wurde ein Schaf durch den Schlag mit einem Hammer betäubt, da .in wurde ihm die linke Jugular-Ven geöffnet, ein Pint Blut abgezapft, und in die Ader wurde zwei Pmt der auf Blutwärme gebrachten Mischung eingespritzt. DaS Schaf wurde dann in der gewöhnlichen Weise geschlachtet, und die ganze Procedur hatte noch nicht ganz vier Minuten in Anspruch genommen. Das Fleisch wurde dann es war in August ohne Anwendung von Eis oder irgend eines anderen Mittels 6 Wochen aufbewahrt und war nach dieser Zeit unverändert und vollkommen frisch und gut. Die Anwendung der Boraxsäure als eines antiseptischen Mittels zu ähnlichen Zwecken ist nicht neu. Professor R. F. Hamilton, jetzt in New York, war früher Professor der Chemie und Toxicolo gie an einem College in Clcveland, Ohio. Derselbe hatte dort oft Leichen einzubalsamiren und combinirte, daß die Stoffe, deren er sich hierzu bedient, auch zur Conservirung des Fleisches von Schlachtthieren zu gebrauchen sein müßten. Seine ersten Versuche machte er mit Austern und nach 126 sehlgeschlagenen Versuchen glückte es ihm, die Austern so zu conserviren, daß solche in nicht luftdichter Verpackung frisch und wohlschmeckend in der französischen Hauptstadt ankamen. Sodann führte er in die Halsadern unmittelbar vorher geschlachteter Thiere die Lösung ein und bewirkte hierdurch, daß sich das Fleisch der Thiere in der Hitze bis zu vier Wochen, bei kühlem Wetter bis zu ebensoviel Monaten hielt. Dr. Barff'S Composition wirkt noch wesentlich zuverlässiger undnachhaltiger, und wenn erst unsere Chemiker die Angaben desselben bestStisst gefunden haben, werden unsere Geschäftsleute daran gehen, daS Verfahren lm Großen zu verwerthen. Wenn die 6rsind'ung das wirklich- ist, was sie jetzt scheint, sind einer unserer wichtigsten Industrien neue Bahnen eröffnet. (W.) m m m Als OScar Wilde stch in Louisiana aufhielt, war er als Ehrengast von einer Abtheilung Regulatoren eingeladen die einen Neger lynchte.- Trotzdem man alles that was irgendwie möglich war, um OScar zu unterhalten, hat der Undankbare dsch keine sonderlich hohe Meinung von unserem schönen Lande mit sich genommen, so behauptet wenigstens die Bostoner Post." Ein Polizeirichter m Iowa wies den Antrag eines vor den Schranken seines Gerichts plädirenden Anwalts ab, und dies nahm stch der so zu Herzen, daß er Selbstmord beging. Hier giebt es keinen Advodaten der das thun würde, aber vielleicht Einen oder den Andern der den Richter Selbstmord begehen ließe. In England ist kürzlich eine wichtige Erfindung gemacht worden; rnch derselben ist es nämlich gelungen, Papier so zu Pressen, daß eö eine Masse gibt, so ftst, daß sie nur ein Diamant sohneidea kann. ES wäre dieS das richtige Material, um daS republikanische Wahlticket darauf zu drucken, die demo, kraiischen Wahlrichter können sie dann nicht auftauen !

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