Indiana Tribüne, Volume 4, Number 413, Indianapolis, Marion County, 5 August 1882 — Page 2
ZndZanL Hriöi'me. Fi'.KlllZe- und SonnlaASSAsgköe.
Oi ncs: 62 S. DclawareStr. Eoterel as scrnnd-clp.ss matter at the ostofüce at Indianapolis, Insllana.J AbonncmcntS-Prcisc : TkgUche Ausgabe 12 C!S. Per Wach?. Vos.ntagau!gabe. . ...... 5 Cts. prr?Iummkr. . Beii- znsammey Z6 Kt?. Prr Woche. CT Das TaaMait scheint jcden Nachmit"Ot1 Ns? Tii ffrtTi(rtÄrtli"JöIi i.. Xlf scheint bes Morgens. JFribnne Publishing Company. arunafio;is, nv.. 5. viuauu iv. i r. M r- - f DaS Wetter im August. a ' t Wnnor sagt auch für den August un HAn.lich . kaltes und nasses Wette? orttiä ; seine ahnlich lautende Prophe- .-...- r -W-i"- if - jcinng jur ocn uu iji in ver iyuupiuujc reingetroKn..g Meteorologe De , Voe in Hackensaö, i'S& hat mtt seine: Voraussagung für Ven Juli ' mehr Klück gehabt und na mentlich die Hitze am Ende des genann Un Monats gut errathen. Für den Auaust stellt derselbe in der Hauptsache folgendes Wetterprogramm aus: Der Monat beginnt mit warmem, schwülem, . dumpfigem Wetter. Die Milch wird j ühaeuöhnlich schnell sauer und das Brod in drel'Tagen schimmelig werden. Nur Leute, die aus den Bergen wohnen, wer den sich eines frischen Athemzuges erfreuen können. - Die schwersten Regen güsse werden die NeuEnglandStaaten heimsuchen ; am trockensten wird das Wetter. ui 5lllmols und ?lowa sein. In depMdatlantischen und östlichen Golf ftaaten sind einzelne kalte Windströmun am zu erwarten. Die heftigsten, mit starkem Regen verbundenen Gewitter werben in Ohio und in den mittleren Staaten voraussichtlich am 5., 7., 12., 17.', 22., 26. und 30. stattfinden. Am 4., 6.. 12. und 17. wird die Temperatur ay höchsten stehen. Vom 21. ab ist kühles resp, kaltes Wetter zu erwarten, A f Cf . vM'Vlstum 27. anyair. jutz vcegensageö Monats wird den Durchschnittsieträg überschreiten. Süd- und Südostvinde werden vorherrschen. Das Wetter, ist für die Früchte aller Gattungen s.Ünstig, aber auch die Moskitos werden i:Fnangenkhmer bemerklich machen, als seit Jahren. VennorZhat sür das Ende des Mo-uat.S-und für die Neu England Staaten clajtfce Schneepürme in, Aussicht gep..?. . Die ausgewiesenen Socialisten. 1 .'Noch immer werden Personen, welche an für Socialisten halt, in großer An.zahl auö Berlin ausgewiesen. Dortige ; Vlüttn vom 18. Juli beschreiben die mit 'dtt'Mttise verbundenen Scenen so: .Die sozialdemokratischen Demonstratl:ntN.auS Anlaß der Abreise der neuer diÄg5 AuSgewiesenen haben sich gestern . in toÜRp1lm TT?n6 trthrfinfr fsRfihm IM W .. .V iup V v ... ren vorgestern Abend kaum mehr als 60 Personen auf dem AnHalter Bahnhose etschienetd Waren, um ihren GesinnungSA(?t hrta siTit iit nf)cn mnrrn 8 ' .MVkH. VMJW 0 jjw.., - - m, vorgestern. 600 bis 000 Mann, die die Wartehalle, -das Treppenhaus und das B:üi.bul des Bahnhofs füllten. Obgkerch'die Ausgewiesenen erst um 11 Uhr . NK-nKsR-rlin ,u tierlassen aedackten.war 'J schdn üm.9 Uhr sast keinPlatz indem gerzigen .Wartesaal mehr zu erhalten. Die Stimmung der Erschienenen, die dielfach auch von ihren Frauen begleitet waren, war eine äußerst erregte, und als die Zeit der Abfahrt nahte, wurden wie derbolt. Versuche, gemacht, Hochrufe auf die Sozialdemokratie und einzelne Fühz rerz '.auszubringen. Die Polizei hatte dieumsasjendsten Vorkehrungen getrossen und war .mit zahlreichen Mannschas ' ken' im Bahnhose' erschienen. Die Zu'gänge zu den Perrons wurden sofort abgesperrt und der Eintritt in die BahnHofshalle nur den mit Billets versehenen gestaltet '.Dies veranlaßte etwa 70 bis 80 derl Sozialdemokraten, sich Billets ' nach. Lichterfelde zu lösen und sich so den Zutritt zum Perron zu verschaffen. Vliyi. yH lH V4V . veranlaß sofort im Couve Vlak zu nebGegen ihren Willen wurden sie hier m . I m m J w rv 1 utrC obgleich viele den Wunsch zu erken- - ' ' .... Y!.r V . ... ven. gaben, auf eine Mitfahrt zu ver zichten. Auf diese Weise wurden in der Halle selbst Demonstrationen verhindert. '- CT Jm C lntltm l n rf sti StA TlrtTtl? in j;iuu)(ii yuiic uijuuiu.yi.ij uu fjvtii viu wachsames Auge gehabt und 16 der Hauptsührer, sowie einige Frauen aus der Menge herausgeholt und zur Polizeiwache. in der Bernburger Straße fistirt. Mehrfach versuchten auch die Frauen der Ausgewiesenen, ihren Män- ' -uern 'mit Geschrei zu. folgen, so daß eö . .der ganzen Energie der Polizei bedurste. ' um die Ordnung ausrecht zu erhalten." ' ' Fred Douglaß' Lebensretter. Bekanntlich war Fred Douglaß in das Unternehmen John Brown's eingeweiht, ! rttlerim Jahre 1859 eine Erhebung . ' 1 rfa nr k.tVVilWlll U 0 U VllllUVit VH" X suchte und zu diesem Zwecke seinen kühen Handstreich gegen Harper's Ferry unternahm für den er und seine Gesähr te mit dem Leben büßen mußten. Fred Douglaß hielt, sich damals in Philadelx aiif und würde als ein Mitverfczoreeer John Brown'S verhastet und gehängt worden sein, hätte nicht ein Telegraphifti in Philadelphia. John W. Hurn, welcher ein großer Verehrer Fred Douglaß' war, die Depesche, welche an ? . - -IT. 1 ..Mk ven vorlwen yeriss uolkiii uw diese? aufforderte, die Verhastung Doug- .. löerzunehme, unterdrückt, oder viel- ' mehr dann erst an ihre Adreste gelangen lasten, nachdem Douglaß von de? ihm 1 ' drohendem Gesahr benachrichtigt worden var2ind.'Zeit gehabt hatte, sich zu retten. AlS der Telegraphist John W. övrn die Depesche .erhielt, machte er
sich sofort auf, um Douglaß zur eiligen Flucht zu veranlassen, nachdem ein andercr Telegraphist für die Zeit seiner AbWesenheit seinen Posten am Telegraphen übernommen hatte. Er begab sich zu einem Miller McKim, welcher ein Geschäft daraus machte, flüchtige Sklaven in Sicherheit zu bringen und mit Douglaß bekannt war. McKim behandelte den Telegraphisten anfangs mit Argwohn, und erst, als er die Depesche sah, war er bereit, auf die Sache einzugehen und Douglaß innerhalb dreier Stunden auö dem Staate zu schaffen. Erst nach Ablauf dieser Zeit, als Douglaß langst auf der Flucht nach seinem Heimaths orte Rochester in New Z)ork war, gelangte die Depesche in die Hände des Philadelphiaer Sheriffs. Aber Douglaß war auch in Nochester nicht sicher, er mußte seine Flucht bis nach Canada fortsetzen,, und kaum hatte er Nochester, verlassen, als seine Wohnung auch schon
hon Beamten umzingelt und durchsucht wurde. John W. Hurn, der ehemalige Philadelphiaer Telegraphist, welcher Fred Douglaß vor dem Galgen hewahrte, lebt jcjt als alter Mann in der Nähe vcn Vineland, N. I. iraenfürst und Nihilist. Der Archimandrit Makarios, dessen Tod der Telegraph gemeldet hat, war daS unmittelbar unter dem Czaren stehende Oberhaupt der russtsch'griechlschen Kirche. Wie der Petersburger Korrespondent des N. I. Her mittheilt, ist. der Tcd des geistlichen. Würdenträgers unter Umständen ersolat, die auf Selbstmord und andererseits oarauf schließen lasten, daß Makarios ein Mitglied oder doch wenigstens ein eingeweih ter Freund der nihilistischen Verschwö rung war; jedenfalls haben die den Tod begleitenden Umstände ein noch vielgrößeres Interesse. in Petersburg, und mehr noch in Moskau, erregt, als diejenigen bei Skobeleff's Tode. Makarios hatte, wie seiner Zeit mitgetheilt wurde, an Alexander III.' ein Schreiben gerichtet, in dem er diesen ersuchte, seine absolute Zurückgezogenheit auszugeben und sich häufiger dem Volke zu zeigen. Der Kaiser hatte ihm geantwortet, daß er in diesem Schreiben nichts anderes erblicken könne, als den Rath, sich der augenscheinlichsten Lebensgefahr auszusetzen und daß das Schriftstück mehr als das Werk einer nihilistischen Feder, als eines loyalen Unterthanen und Kirchenfürsten erscheine. Makrioö erwiederte aus dieses kaiserliche Handschreiben nichts. Als Jgnatieff entlasten worden war, wurden bekanntlich zahlreiche Personen, die im Verdachte nihilistischer Umtriebe standen, verhastet, und unter ihnen befand sich eine Dame, in deren Besitze be! der vorgenommenen Durchsuchung ihrer Effecten ein goldener Kamm und kostbare Juwelen gefunden wurden, die der Kaiser Alexander II. dem MakarioS vor Jahren zum Geschenk gemacht hatte. Die Dame erklärte vor Gericht, sie habe die Gegenstände von dem Archimandriten erhalten und räumte gleichzeitig ein, daß zwischen diesem und ihr ein delicateS Verhältniß bestehe. Alexander III. ! erließ hierauf den telegraphischen Befehl an Makarios, sich sofort über seine Beziehungen zu der Nihilist! zu verantWorten. Der Archimandrit kam hierdmch in eine höchst mißliche Lage, denn, wenn eS ihm auch vielleicht nicht nachgewiesen werden konnte, daß er Kenntniß von den Beziehungen der Frauensperson zu den Nihilisten hatte, oder daß er selbst den Plänen der letzteren nicht fern stand, so war eS doch bewiesen, daß er sich einer Verletzung seines KeuschheSgelübdeö schuldig gemacht hatte. Sein an den Czaren gerichtetes Schreiben mußte nach jener Entdeckung in doppelt verdächtigem Lichte erscheinen, und der Verdacht, lag nahe, daß er dieses Schreiben geradezu in der Absicht abgesandt hatte', den Aihilisten zu der Gelegenheit, . ein Attentat gegen den Kaiser auszuführen, zu verhelfen. Am Morgen nach Empfang heö kaiserlichen Befehles wurde. MakarioS todt ausgesunden. Englische Arroganz. Die Londoner Times" hat wieder einmal an den Ver. Staaten etwas auszusetzen. Sie findet es unverantwortlich, bnfe man 8. nir 5ttl!hhn aattet. - T ß--T' o I I sich mit Chemie zu beschäftigen und die Herstellung explosiver Stoffe zu erler I (Qi.ii ('.1 v.t.i .trx.: nen. Vas Blatt bat oadet wayr aem lich die Schule der Dvnamit-Sektion der Fenier im Auge, welche, wie ihm neulich in einer sich mit den hiesigen Fenicrn beschäftigenden New Borker Correlponoenz mttgetyettt wurde, sicy zur Jett in Brooklyn, N. Z)., befindet, und deren Schüler in der Herstellung von Sprengmaterial und derartigen staatsgefährlichen Sachen unterwiesen werden, gerade so wie die Zöglinge der Elementarschulen im Lesen und Schreiben unierrichtet werden. Derartige Studien müssen nun allerdings als sehr verdächtig erscheinen, namentlich wenn ste, wie der Correspondent der LondonerTimesbehauptet, wirklich in New Jork oder Brooklyn bekleben werden, und zwar m feindlicher Absicht gegen England. Aber das giebt dem Letzteren noch lange nicht das Recht, an uns die Forderung zu stellen, daß wir den hiesigen Jrländern das Studium der Chemie verbieten, oder daß wir ihnen strengstens untersagen, sich mit der Beschaffenheit explosiver Stoffe bekannt zu .machen. Geschähe das, so wäre es eben nichts Anderes, als eine Ausdehnung, der vom englischen Parlament erlaffcnen Zwangs- und Repressionsbill aus die -Ver. Staaten, und daß wir uns einer solchen Maßregel stillschweigend fügen sollten, kann selbst England trotz seiner bodenlosen Arro ganz nicht erwarten. ' Vor Allem aber sollte England bedenken, daß eine Liebe der anderen werth ist, und nicht vergesten, . daß, , als die Ver. Staaten sich in der größten Gefahr befanden, es denselben gegenüber durchaus keine freundschaftliche Gesinnung an den
Tag l'gte. Es bot den Feinden derselben eine sichere Zufluchtsstätte und leistete ihren Unternehmungen in j:der Weise Vorschub. Es traf durchaus keine Maßregeln behufs Ausrechterhaltung der Neutralitätsgesetze und gestattete, daß consödcrirte Kaperschiffe in seinen Häfen gebaut und ausgerüstet wurden. Und das hätte England doch weit leichter verhindern können, als es der Regierung der Ver. Staaten möglich ist, in diesem
'anoe lecenoe einoe .ngianos daran finhrn f?A mit htm Cot'iMttm frfcTn fy j f j j wv G v siver Stoffe zu beschäftigen, oder solche i m lUflfMtiirt rtniiiffly tirt.n Ullj IU VVyvlt.lhl i-iJllU4yi4l, Die Ledenödauer" der Clavicre. Was wird aus den alten Clavieren?" fragt ein englisches Wechselblatt und sucht diese wichtige Frage aus folgende Weise zu lösen, obgleich die Frage, im Grunde genommen, keiner Lösung bedarf, denn die alten Claviere bleiben, was sie sind, Claviere oder doch wenig stens Klimperkasten. Aber sie bleiben nicht nur, was sie sind, sondern sie bleiben auch da, wo sie sind, mag sich ihre Qualität auch bedeutend verschlechtern. Dieser Ansicht ist auch jenes Blatt, denn es schreibt : Ein Jeder wird die Wahrnehmung gemacht haben, daß im Allgemeinen bei denjenigen Familien, welche überhaupt ein Clavier besitzen, dieAnsicht vorherrscht, ein Clcwicr müsse sür immer ausdauern, und so bleibt cs von Generation zu Generation auf dem einmal eingenommenen 'Platze' stehen. ES verschlechtert sich freilich fortwäh rend, aber das wird von der Familie nicht bemerkt, denn als ein Theil des altehrenwürdigen Hausrathes ist es gleichsam .ein Familienglied, das sich außerordentlicher Achtung seitens der übrigen zu ersreuen hat. Und ebenso gefährlich wäre es für cincn Besucher, der Herrin des Hauses zu sagen, ihr Kind sei häßlich oder dumm, wie zu er klären, .das Clavier sei nichts mehr werth und müsse durch ein neues ersetzt werden. Die Frau des Hauses steht nicht an, gute Clavicrspielcr auszufor dern, aus dem alten Klimperkasten Proben ihrer Kunst abzulegen, und eS würde ihnen sehr übel genommen werden, wenn sie daS höflich ablehnten. Allerdings mag ein gutes Clavier sünf oder sechs Jahre in einem leidlichen Zustande bleiben, aber alle zehn Jahre sollte eS neu besaitet und anderweitig auSgcbeffert werden. Und derartige Reparaturen werden ja auch von den Fabrikanten an den von ihnen hergestell ten Clavieren zu billigem Preise ausge sührt Sine jüdische Kolonie. Die-erste Colonie, welche die israelitische HülfsgeseUschaft gegründet und mit russischen Flüchtlingen besiedelt hat, be findet sich bis jetzt in einem durchaus erfreulichen Zustande. DaS von der Gesellschaft beauftragte Comite batt? sich für die Umgebung von Cotopax!, Col., als Platz der Niederlassung entschieden. Dort befinden sich an beiden Usern des Arkansas ungesähr 2,400 Acker RegierungS'Lündereien, die, an den Abhängen der Berge sich hinanziehenll, sich durch ungewöhnlich fruchtbaren Boden aus zeichnen. Am 19. Mai brachte das Comite 12 Familien russischer Flüchtlinge nach Cotopaxi und jeder derselben wur den 10 Acker Land überwiesen. Nach den Gesetzen des Staates Colorado ha ben Ansiedler von diesem Lande 5 Acker in den ersten 0 Monaten nach ihrer An stedlung urbar zu machen und den Rest mit Psählen abzustecken. Sowie dicselben diesen Verpflichtungen nachgekommen sind, erhalten sie die Besitzurkunden von dem Register des County ausgescrtigt. Die Colonistcn bestehen aus 17 Männern, 17 Frauen und 16 Kindern unter 9 Jahren; am 27. Mai starb ein Kknd das schon krank in New Vrk angekommen war) aber kürzlich wurde ein Kind'in der Colonie geboren, so daß die Anzahl der Bewohner der jungen Colonie zur Zeit wieder 50 beträgt. Die Männer sind aus ihren Farmländereien theils mit der Feldbestellung, theil mit der Errichtung von Blockhütten bcschästigt; sie bringen die Nacht in Zelten an ihren Arbeitsplätzen zu, während die Frauen mit den 55indcrn in Cotopaxi wohnen. Am Freitag Nachmittag be geben sich die Manner zu ihren Familien, begehen mit denselben den Sabbath in der gewohnten Weise und kehren am Samstag Nachmittag nach den ArbcitsPlätzen zurück. In ö bis 8 Wochen werden die Häuser, welche sie bauen, vollendet sein und von den Familien bezogen werden. Der mit Gartengewächsen bestellte Boden liefert schon jetzt einen Theil des Lebensunterhaltes sür die Familien, welche im Uebriaen von der Hülssgesellschast in New York mit den erforderlichen Provisionen rersehcn werden. Der dcssallsige Auswand stellt sich zur Zeit aus monatlich $3(K. Für die einzelnen Familien werden besondere Conti geführt, auf Grund deren die Rückerstattung der ihnen gemachten Vorschüffe erfolgt. Außer landwirthschaf lichcn Geräthen und Werkzeugen erhält jede Familie eine Kuh und mehrere Hühner. Da es in diesem Jahre schon zu spät war, Weizen oder Hafer zu säen, so ist alles urbar gemachte Land mit Kartoffeln, verschiedenen Rüben und Gemüsen bestellt ' worden, und das Land liefert, respverspricht einen ganz außerordent lich reichen Ertrag an allen diesen Gewüchsen. Die Leute haben sich seither ohne Ausnahme vortrefflich betragen, die Männer arbeiten fle:ßkg und mit Intelligenz, undAlle fühlen sich glücklich und zufrieden mit ihrer Lage.- Eine Schule wird' demnächst in Cotopaxi eröffnet werden. Alle Aussichten sprechen dasür. daß dit Ansiedler bald die Hülfe ihrer Glaubensgenossen m vitro Aork werden entbehren und an successive Abtragung der ihnen gemachten Vorschüsse werden denken können.
Der vxiUan und das Bombardement.
In Constantinopel glaubte man nicht, daß die Englände? ihre Drohung mit dem Bombardement vcn Alcxandria wahrmachcn würden, namentlich - der Sultan glaubte eS nicht. Eine Correspondcnz aus Constantinopcl meldet: Als dem Sultan im Laufe des Tages sein Kammerherr Osman Bey das Telegramm des Khedive, die Anzeige enthaltend, daß das Bombardementbereits eine unabänderliche Thatsache sei, über.brachte, stand Abdul Hamid eine Weile wie angewurzelt vor Schrecken da : es war ein Donnerschlag für ihn. Im selben Augenblicke noch wurden sämmtliche Minister in aller Eile nach dem Palaste zu einer außerordentlichen Rathssitzung einberufen. Abdurrhaman Pascha, Sav fet Pascha, Khaireddin Pascha, Aarifi Pascha und Savas Pascha wurden ebenfalls zur Theilnahme an dieser Sitzung berufen, welche dreißig Stunden dauerte und ihr Ende nur erreichte, um gestern (am 14. Juli) wieder zu beginnen und die ganze Nacht hindurch zu währen. In dieser ganzen Zeit wurde sast ohne Unterbrechung mit Aegypten sowohl, als auch mit London und Berlin telegraphischer Verkehr gepflogen. Zweimal ließ der Sultan Lord Duf ferin ersuchen, sich zu ihm in den Palast zu begeben; der englische Botschafter ließ jedoch als Antwort Mücksagen, daß er in der ihm durch die vollbrachte Thatsache des Bombardements bereiteten Situation und angesichts des Umstandes, daß ihm keinerlei Depesche bezüglich dieses Ereignisses von seiner Regierung zugekommen set, es für feine Pflicht tz achte, sich nicht dem Sultan vorzustellen, dem er schlechterdings keine Erklärung zu bieten im Stande sei. Der erste Dragoman der Botschaft wurde alsdann nach dem VildizKiok abgesendet, wo er, entsprechend ben ihm von Lord Dufferin ertheilten Weisungen, die Andeutung gad, da Admiral seymour, der aus das Telegramm Lord Dufferins bereits geantwortet hatte, dak er von London den peremptorischen Befehl ekhielt, das Bombaroement mcht aufzuschleoen, im Intereffe des Sultans selbst gegen die illeaale Gewalt Arabi Paschas uebandelt habe, der sich gegen die Autorität seines Souveräns auflehne und dem man die Mittel zur Vertheidigung gegen die eventuelle Landung einer türkischen Armee in Alexandria nehmen mußte, da ja die Mächte nach wie vor daraus bestehen, daß die Türkei die Initiative zu einer bewaffneten Intervention ergreise.,' Gnte Aussichten. Das New Yorker Commercial Bullctin" schätzt jetzt den Weizcn-Ertrag aus 00 Millionen Bushel ; eine Schätzung des Mais-Ertrags auf 1500 Millionen Bushel bleibt unwidersprochen. Mit Sicherheit kann man die größte Getrei-dc-Ernte nd zugleich die qualitativ beste erwarten, welche die Ver. Staaten je gehabt haben. Der industrielle Boom" ist hinter dem landwirth schastlichen B'oom" zurückgeblieben, aber der letztere dürfte seinen Hö hepunkt auch früher hinter sich haben. Für die zunehmende Besserung der industriellen Verhältnisse ist es bezeichnend, daß in New - England das Schuh- und Stiefel - Geschäft bril lant gehe. Die Versendungen von Boston nach Punkten außerhalb NewEngland's betrugen in letzter Woche 58,704 Kisten gegen 48,360 in der Vorwoche. Es sind seit 1. Januar 1,304,187Kisten verschickt worden gegen 1.235,075 in der entsprechenden Zeit . von 1881, 1,154,183 in 1SS0, und 1,002,480 in 1879. Ein anderes günstiges Zeichen ist die starke. Nachfrage nach Wolle in den östlichen Märkten. Die östliche Industrie versorgt nicht mehr in dem Maße wie früher, den Bedarf des Westens und Südens, und doch macht sich die vermehrte Konsumptionökraft dieser Landcsthcile auch in jener fühlbar. Die Baumwollenprcise werden sich etwas steigern, da die- vielversprechende. Zrnte in Egypten wohl aussallen wird.' OemJttlanve. In dem Taubensch'lage des Herrn A. H. Baldwin in Newark, N.J., kam am 31. vor. Mon. eine Brieftaube an, die man am 2. Juli in Steubcnville, O., hatte fliegen lassen. Das Thier war augenscheinlich gesangen worden, denn seine Flügel waren beschnitten und es erscheint als ein Wunder, wie dieselbe mit den Flügeln, wie diese noch am 31. waren, den Flug zurücklegen konnte. Die Taube war allerdings auch auf's Aeußerste erschöpft. Zu Ehren unserer . gepriesenen Civilisation wird die von dem Telegraphen gemeldete Nachricht, daß in Neu-Mexiko zwei Fuhrleute einen vermundeten Apachen bei lebendigem Leibe scalpirt und am Feuer geröstet haben, jetzt desavouirt. Zur Zeit ist auch gegen den Erfinder Edison eine Klage vor der Supreme Court in New tyoxt anhängig. Ein gewisser Oliver Salye ist der Pa-tent-Jnhaber eines Versahrens, durch welche? ein Metall hergestellt wird, das. durch Friction so gut wie nicht assicirt wird. Herr Edison bestellte nach Angäbe der Klage eine Quantität dieses Metalls, deren Herstellung einen Kostenaufwand von 55,164.57 veranlaßte, und verweigert jetzt die Annahme derselben. ' Wenn die Sitzung des gegenwärtigen Congreffes noch bis zum 16. dies. Mon. andauert, wie es zurZeit den Anschein hat, so ist die gegenwärtige Session die längste seit Beendigung des Krieges. Daß die Zeit im Ansänge aus unverantwortliche Weise vergeudet wor den ist, ist die Ursache, daß die Vertreter deö Volkes so lange Zeit brauchen, um das Geld des Volkes zu verschwenden, und daß sie. schließlich wichtige Angelegenheiten über das Knie brechen.
Die Hitze der vorigen Wocht hat auf das gerade aus dem Transpore begriffene Schlachtvieh den schlimmsten Einfluß gehabt. Von 96 Schasen, die in cinem Waggon in Jersey City ankamen, waren 53 todt. Die 43 noch le bendcn Thiere befanden sich in einem Zustande, daß sie kovÄ für Spottpreise an Fleischer, welche dieselben sofort schlachteten, abqcseht werden konnten.
Daß das Fleisch dieser Thiere ein höchst ungesundeöNahrungsmittel bildet, ! ist selbstverständlich. Die Anordnung de Kriegsministers, welche den Osficiercn der Ar mee verbietet, dienstliche Reisen" außer halb des Districts, in dem sie stationirt sind, entweder selbst zu unternehmen oder ihren Untergebenen anzubefehlen, ohne daß sie im Stande sind, den Nachweis zu führen, daß solche Reisen in der That im Jntereffe des Dienstes geboten sind, beugt dem bekannten in der Armee eingerissenen Unfuge vor, daß dieOsficiere Vergnügungsrcis.'n aus Kosten der Bundskasse unternehmen. Viele Tausende von Dollars werd? durch stricte Besolgung dieser Anordnung alljährlich g spart werden. In Boston giebt eö zur Zeit 1,165 Rechtsanwälte. Bei einem kürzlichenFeuer in Philadelphia entdeckten die Feücrleute indem Seiienverschlage des in-Flam men stehenden ' Materialwaaren-Ladens mehrere Fässer mit Schießpulver. Die muthigen Männer schafften dasselbe durch die Flammcn hindurch aus dem brennenden Hause und brachten eS auö dem Be; reiche des Feuers. - . Es sind jetzt 40.50 Kuli 8 am Baue der canadischen ,Pacificbahn in British'Columbia bcschZsti.U, und die Zahl soll auf 6000 demnächst gebracht werden. Die dortigen weißen Arbeiter stnd ebenfalls starke Gegner der Kuli Einfuhr, und - es kann nicht lange .mehr dauern, so werden sie Widerspruch gegeu die gelbe Sklaverei erheben und dadurch die britische Colonialregierung in Verlegenheit bringen. - Im vorigen Jahre, gerade um diese Zeit, hatten die New Borker Gerichtshöfe alle Hände voll zu thun-, um die zahlreichen . Anklagen gegen Milchverfälsche? zu erledigen. Gegenwärtig liest man, wenig von solchen Än klagen. 'Nach .den Angaben der. Aerzte des GesundheitrathcS werden wöchentlich 240 Inspektionen vorgenommen'; dennoch sind in den letzten drei Wochen nicht mehr als zwei Fälle der Milchversälschung zur Anzeige gelangt.' Unter der Voraussetzung, daß besagte Jnspektiouen gewissenhaft durchgeführt werden, hat man alle Ursache, mit diesem Resultat zufrieden zu sein. ES ist interessant zu. beobachten, wie. wirklich . gute, und zweckmäßige Gesetze in der Regel prompt durchgeführt werden und dann auch die Wirkung haben, vorhandene Uebelstände gründlich zu beseitigen, während andere, keinem wirklichen Bedürfniß entsprechen de oder daS vernünftige Ziel überschrei tende Maßnahmen in den. meisten.Fllen ein todter Buchstabe bleiben..- . Die großartig e.P r o ducivität unseres BodenS wird in ein doppelt Helles Licht gestellt werden, njenn trotz der natürlichen Vermehrung unserer Bevölkerung und trotz der riesigen Em Wanderung der Export an Brodstoffen und Fleisch nicht nur nicht ' weiter iab nimmt, sondern, wie man das auf dieser Seite des Oceans allgemein ermattet,auf seinen vorjährigen Standpunkt izurückkehrt. Die englischen . Zeitschristen versichern die englischen- und irischen Landwirthe allen Ernstes, daß die Klage über amerikanische Concurrenz der. Ver gangenheit angehöre und die Amerikaner fortan genug mit ihrer eigenen' Ernäh rung zu thun haben würden.' Fleisch sei in den Vereinigten Staaten durchaus nicht mehr übrig. In Amerika komme ein halbeö Schaf 'und-der vierte Theil eines Ochsen aus jede Person, .in Englandaber ein ganzes Schaf und i der fünfte Theil eines. Ochsen, der Vergleich falle somit keineswegs' zu Ungunsten Englands aus. . Die Herren Engländer werden sich bald davon 'überzeugen, daß sie bei der Aufstellung solcher- Nachwei. jungen' die Rechnung ohne1 den Wirth gemacht haben. Unsere diesjährige Ernte ist zu gut, als dak -sie nichts auch auf die Vermehrung, des -ViehstaqdeS und damit aus den Export günstig einwirken sollte. . .Wenn.derPrüsid'ent in allen den Sommerfrischen und Badeorten nur einen Tag zubringen wollte, von denen jetzt gemeldet wird daß er die Abficht habe, - einige. Wochen daselbst! zn verweilen, so müßte - der gegenwärtige Sommer. mindestens noch einige. Dutzend Monate hahen. . . DaS Comite des Revr äsentantenhauses . für Handelsangelegenheiten berichtet, daß der Export von Oleomargarin und .Schmalzkäse-, ' welche Fabrikate wirklicher Butter und" wirklichem Käse substituirt ' werden solche Dimensionen annehme, daß es den Export . der reellen Produkte.: unserer blühenden Milchwirthschaft.- - zu verNichten drohe. Der, von ; dem Comite empfohlene . Gesetzentwurf, sollte ..unter allen Umständen von dem Congreffe noch in dessen gegenwärtiger Sitzung angenommen werden ; derselbe schlügt vor, die Ausfuhr der genannten Artikel nur dann zu gestatten, wenn solche entweder als Oleomargarinoder.. eventuell als Butter i aus .vegetabilischem Oele. resp. alöSchmalzkäse i in dieAugen fallender Weise bezeichnet stnd. Im englischen Parlamente ist bekanntlich bereits von einem Verbote der Einfuhr der amerikanischen Butter und deö-amerika-nischen Käse die Rede gewesen.inen Wollar, um kiiien Zahn Mit Gas auszuziehen. ' ffinen Dollar und fwärtS für Soldfüllung. Zeh Dollar für ei Ober oder Uittergebch Rubdcr, beste Qualität. Alle Arbeit garantirt in . - ?r. Sutyerland's Dental Voom). (Nachfolger on ilgore.) 49 55. Illinois Str.
orn ciuSlanve. F ür d ie verfolgten r u'ssischen Juden sind b:reils nahezu vi.x Millionen Mark gesammelt. Davon kommen aus England 1.400,000 M . aus Frankreich L00.000M..ausDcu:sch!a,ld 000.000 M. (davon ans Jranlsu.'k, und Umaeaend aLein über 309.000 Ä'.)
auf Oesterreich 400,000 M., auf die a::X deren europaljchcn Lander etwa evcn o viel. I D ie Tage deö 1. bis 4. August d. I. werden sich für NudolstaM.i Blankenburg und Keilhau zu Festtagrn. besonderer Art gestalten, da die Vertreter der FrSbet.Idee aus allen Weltgr genden zusammenkommen werden, um neben dem Austausche dcr Erfahrungen auch einem Act der Pietät Genüge zu thun, nämlich das dem Meister Fröbcl in Blankenburg errichtete Denkmal eirzuweihen. In der am 2. August in Rn dolstadt stattfindenden Hauptvrrsamm lung wird Prosestor Dr. Pzppcnhei?. auö Berlin einen Vortra' über Kinder Pflegerinnen" halten. Am 3. August findet ein Ausflug nach der berühmten Lehranstalt Keilhau statt, der Ställe von Fsöbel's Sorgen und Freuden, von Erfolgen und Enttäuschungen, und folgen den Tages wird man Blankenburg. die Wiege der Kindergärten, am herrlichen Eingange in's Schmarzathal gelegen, aussuchen, um daöDenkmal einzuweihen. 'Ein merkwürdiges Äer bot wird aus Sachsen mitgetheilt. DaS' lelbe. richtet sich gegen den WirlhZhausbesuch der säumigen Steuerzahler uirt lautet: .Um einem längst anerkannten öffentlichen Aergerniß zu steuern, haben die' unterzeichneten Gemeindevertrelun izen,, beschlossen, allen Personen, wele ls notorisch muthwilliye Ädgberre stanlcn zu bezeichnen sind, den mit Aus wand verbundenen. Besuch offcntlichcr Tanzvergttügungen,,und.daS Aufliegen. Zechen und Spielen in Gasthäusern und Schankstätten in hiesigen Gemeinden a so lauste zu vsrbieten, als dieselbe:: ihrei Verpflichtungen nicht nachgekommen sind Den betreffenden Gastwirthen und In hadern von Schankstätten werden seiner Zeit die Namen derartiger Personen unlengenannt.r Gemeinden bekannt gege den werden und zwar mildem ausdrücklichen Bemerken, dieselben unter Stras ' androhung in ihren Schanklotalen nich. zu. dulden. Ober. Nieder-.. Neuleu tersdorf und Josephsdorf, den 7. Jul. 1852.".' ; In. Schmarzburg-Son-dersbausen beweist man j tzt dem Für sten.Bismarck ungemein 'zutreffend unl zwar mit Ziffern, daß es dort Arbeiter, samilien giebt,, die weniger .als 140 Thaler jährliches Einkommen haben. Es ' ist im Fürstenthum nämlich das Klaffen stcuergesetz umgeändert worden, so daß vom nächsten Jahre an nur solche Per fönen von der Klastcnsteucr. befreit sind, deren Gesammteinkommen den Betrag von. S00 , Mark nicht übersteigt. Die niedrigste Hauptklaste umfaßt die Steu' Pflichtigen, welche ein Gcsammtein kommen von ,mehr als 300 und nicht üb?r.L00.Mark' haben. In SondersHauken also giebt' eö Personen (folglich auch Familien, da aus naheliegenden Gründen nicht alle Frauen mitverdicnen. köuuen). welche weniger als 300 Mark, Einkommen und demnach eine größere ' Anzabl.die. weniger als 420 M. (140 Thlr.) hüben. In Preußen aber giebt es. Gegevdendie. noch ärmer sind als Sondershausen.Chinesischer Schwur. Ein an und für sich unbedeutender Gerichts fall erregte am 12. Juli durch die begleitenden. Umstände in London Aussehen. . Maria Jessup stand unter der Anklage, dem Ah Ching, einem Porzellanhändler.aus China, eine Uhr gestohienzu.habe, . Die Dolmetscher JameS Woodsord .und AH'Veang verdolmetfchett die Angaben Ah-Chings und der von ihm geführten, bei ihm bedicnsteten chinesischen Zeugen. 'Ah-Chmg spricht sedoch'den'Quantung'Dialekt und einer der Zeugen, :AH-Lu den ShantungDialekt, weshalb zwei verschiedene Do! mctschkr zurÄerhandlung nöthig waren; nebenbei w' rde konstatirr, daß in China 360 ver'.'.edene Dialekte gesprochen werden. Der Kläger und seine chi.nesischen. Zeugen wurden beeidet, indem sie eine Schüssel, in ihren Händen hielten und die Worte nachsprachen: .Ich werde die Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit sagen, und so wie die Schüssel bricht, so mögen mein Herz und meine Seele brechen, wenn ich cs nicht thue.- . Hierauf ricsr. die Eidesleister ein lautes Ah ! und warfen die Schüsteln auf den Boden, welche in tausend Scherben zerbrachen. Die Anellagte wurde üdrigenS freigesprochen. .' Der bel-z.ische Physiker Van Ryffelberghe hat es möglich gemacht, 'eine telephonische Correspondenz zwischen Brüffel und Dover zu Stande zu bringen, zweihundert Meilen weit durch ,-deu Draht in der Lust und 00 Meilen weit durch das unterseeische Kabel ' Die . Ausgabe war 'deßwegen sehr schwer, weil es in der Luft gilt. Jnduetionsströme auszuschließen, und unter Waffer die Compression des DrahteS zu überwinden. Zum Eisenbahnunglück auf der Strecke MoZkauKursk meldet man: Lokomotive und Tender sind endlich gehoben. 12 0 Arbeiter, meist Soldaten, arbeiten an der Unglückestätte, wohin General Klevetzki abkommandirt ist. Permanente Erdsiürze erschweren die Arbeit. : Einem solchen wäre diellntersuchungkcommission fast, zum Opfer gefallen. . Die Waggons sind so tief in die Erde gesunken, daß man, ohne die selben zu sehen, resp, zn merken, darüber hinweggehen kann. Der Maschinist des letztpasjirenden Zuges aus der Station Tscherny meldet., die Paffage aus Werst 298 sei gciährlich. Das Unglück erfolgte später. u Werst 29. Nach der Instruktion war das Ablassen des nächsten ZugeS nicht verboten, jedoch langsames Fahren vorgeschrieben; letzteres war inbesten unmöglich, weil der Orkan den
