Indiana Tribüne, Volume 4, Number 410, Indianapolis, Marion County, 2 August 1882 — Page 2
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Indmna Hnöüne. Fäj und Ssnniagssusgabe. Off tti 2S. Oclaware Str.
En& -ed as sccond-class matter at the jft.stofilcc at Indianapolis, Indiana. Abonncments-Prcisc: taglHf VuSgabe. 12 CtZ. Per Woche. Qann gsansaabe. ...... 5 Cts. pcrNunimer. . " .Wammen 15 Ct,. per Woche. tJ DaZ Tajiblatt erscheint jeden Nachmit. tag NHr. Die ConntagSaugaberschein tti Morgen. Tribune Publishing Company. . JndnspoliS, . Ind., 2. August 1882. Euthanasie.
Euthanasie heißt in der Heilkunde: TodeSlinderung. Die Wissenschaft hat immer gewußt, welchen hohen Werth es hat, daß der Arzt über die Mittel ver. -"fugt, die den," der sich im letzten Kampfe findet, sanft 'hinüderschlummern lassen ' .. ''inIdäS Land aus dem noch keiner zurückgekehrt' ist. Streng und rigorös ' '' war die ärztliche Wissenschaft früher und ist eö zum Theil noch in ihrerForderung, daß die Todeslinderung unter allen Um , ..ständen nicht zur TodeSdeschleunigung , werden dürfe. Es hatte dies namentlich ' darin seinen Grund, daß man dem alten , , Worte : .solange noch der Athem aus ' . und eingeht, ist auch Rettung nicht im möglich" die Bedeutung eines Azioms beilegte.' Vor den neueren Forschungen ist dieser Irrthum geschwunden und die Fälle am Krankenbette sind nicht selten, in denen der wissenschaftlich gebildete Arzt, sagen muß: eine Rettung ist un .möglich. In solchen Fällen hielt eö ein - I i hervorragender deutscher Mcdiciner, der Versasser des Buches vom gesunden und kranken Menschen 'für' die Pflicht des Arztes, durch Narkose und ähnliche Mittel das Sterben auch auf die Gefahr hin zu erleichtern, daß diese Mittel eine Verkürzung des LcbenSfadens zur Folge haben'lönnten. Dieser Theorie huldigt auch diemcdicinifcke Gesellschaft des Staates Süd ""Tarolina,'die, als neulich der Tod einer alten Dame während und vielleicht in Folge einer Narkose eintrat, nicht bloß den behandelnden Arzt von jeder Schuld sreisprach,- sondern auch feierlich und 'wörtlich erklärte : Die Fran starb nach allen .Regeln der zetzigen ärztlichen Schule." Eine Darlegung der Regeln, welche die jetzige ärztlicheSchule für das .Sterben vorschreibt, dürfen wir vielleicht .Seitens der genannten Gesellschaft noch erwarten. : Einen wesentlichen Schritt weiter geht Heu Gisfard in Paris, ein wohlbekann Uz .Gelehrter, welcher der französischen Regierung ein bedeutendes Kapital zu dem Zwecke testamentarisch vermacht hat, daß von solchem Anstalten gegründet . und erhalten werden, in denen Leute, die an unheilbaren und schmerzlichen Krankheiten leiden, ihr Leben zu Ende bringen mögen nach Anweisung von Aerzten und mit Einwilligung der Ver wandten. Man könnte derartige An ' , stalten als Institute zu praktischer Ausübung freiwilliger Euthanasie bezeichnen, oder 'ihnen Mit größerem Rechte den 'Namen SelbstentleibungsBureaux oder Suicidaria beilegen. In "Frankreich ist noch der Selbst mordVersuch strasbar, und die Regie r'ung wird' daher das Vermächtniß, da , fle die an dasselbe geknüpste-Bedingung ' " "nicht erfüllen kann, zurückweisen müssen. 'In 'der. Beurtheilung der That eines Selbstmörders zeigt unsere Zeit einen ihrer ersreulichstenFortschritte im Gegen satz zu Anschauungen, die noch die Lei chen der Unglücklichen beschimpften, die später noch den bcdauernswerthen Opfern Zusammenwirkender physischer und mo ralischer, Krankheit ein ehrliches Ve gräbniß" versagten. Gewiß ist die Er Haltung des eigenen Lcbens nicht nur 'Natürlicher Trieb, sondern auch sittliche ' Pflicht ; wenn aber in Fällen unheil . . .. barer Krankheit Kranke sich selbst und den Ihrigen zur schweren Last werden, 'wenn in'lhnen der Wunsch, das Vedürf niß und der feste Entschluß reist, freiwil ' llg auS dem , Leben zu scheiden, ist es dann sündhaft, wenn Männer der Wis
senschast unter staatlicher Autorität ihnen . die Mittel gewähren, dies in rascher und schmerzloser Weise zu thun? Wem ist nicht schon an Krankenbetten der Wunsch aus innerster Seele gekommen : möchte . . .. dem Leidenden ein baldiges und gnädi "geö'Ende zu Theil werden! Sollte es wirklich unvernünftig oder unsittlich sein, diesem Wunsche in der angedeuteten Weise entgegenzukommen ? Die Frage st interessant und wird jedenfalls von " verschiedenen Standpunkten aus venti- . .litt werden. . , NnightS of Labor".
In der letzten Nummer der North American Review" erscheint ein Artikel unter dem Titel .Die Organisation der Arbeit. Dieser Artikel zieht um so mehr die Aufmerksamkeit auf sich, als er aus ti Feder', T. V. Powderly's stammt, welcher sich in der neuenAssociation,welche 'siü? KnightS of Labor" nennt, als Or ganisator der Arbeiter bemecklich macht. Er theilt in der North Amecican Review die''Psatsorm der Knights os Labor" ' mit. Dieselbe enthält folgende Punkte: L- 1. Abschaffung aller Capital und Ar liit nicht gleichmäßig berührenden Ge ße. "2. Beseitigung .der Ausstände rch Einsetzung von Schiedsgerichten. 3. Verbot der - Kinderarbeit. 4. Siche tung gleicher Bezahlung sür gleiche Ar f . r! . ? jr - v Ti .rjti.jc.ioeii Dinicgmqf oelocr VDcicgiccur. o. Herabsetzung der täglichen Arbeitszeit ayf acht. Stunden, damit den Arbeitern "ehrÄtit sür gesellige Vergnügungen, .sowie sür geistige Ausbildung bleibe und Nt IN! den Stand gesetzt werden, den Jorthell der' Arbeit ersparenden Ma schienen -zu genießen, welche sie erfunden haben. a 6. Beeinflussung der Regierung
öayln, van )z em relnnauonales vitreu lations-Medium einführe, welches direkt, ohne die Vermittlung von Bank
Korporationen, an das Voll gelangt und ein LegalTcnder behufs aller pri vaten und öffentlichen Schulden sein soll. 7. Errichtung corporanver (itaDimetnents von productiven.u. distributivem Charakter. 8. Ausbewahrung der öf sentlichen Ländereien, der Erbschaft des Volkes, für wirkliche Ansiedle?, es oü kein Acre mehr an Eisenbahnen oder sonstige Corporationen verliehen werden. Wie Hr. Powderly behauptet, absor birt die neue Association der Knights . . " . . r r os Labor- Dtt Traoeumons- Ikyr schnell, da die Mitglieder der letzteren von den Knightö" eine Verwirklichung ihrer Pläne mit großer Bestimmtheit er warten. Mit großer Entschiedenheit aber erklärt sich Hr. Powderly gegen die Ausstände, die er durch Einsetzung von Schiedegerichten beseitigt sehen will. Er ist der Ansicht, daß die Summen, welche den Arbeitern während des Strikes ver loren gehen, in keinem Verhältniß sie hen zu den durch den Strike errungenen Vortheilen, wenn t überhaupt tu icngt werden. Unsere Armee. Keiue Armee der Welt zieht so wenig die Aufmerksamkeit auswärtiger Mili tärS und erfahrener Kenner der moder nen militärischen Wissenschaft auf sich, als die unserige, und über keine existiren daher weniger kompetente Beurtheilun gen. Aus diesem Grunde ist es interes sant zu erfahren, was der berühmte eng lische Kriegs'Correspondent, Archibald Forbes, einer der unterrichtetsten Kenner der verschiedenen Armeen, in dem Au gustheste der North American Reviewzu sagen hat, und wir entnehmen seiner Besprechung einige charakteristische Stel len: , In Washington muß Jedem, der den militarischenApparateuropäischerHaupt städte kennt, die colossale Anzahl mill tärischer Bureaux in'S Auge fallen. ES giebt kein Kriegsministerium der Welt, dessen Gebäude mit dem geräumigen und glänzenden Palaste in der Nähs des Weißen Hauses verglichen werden kann. In ihm haben der Kriegsminister und der commandirende General der Armee ihre Wohnungen und Amtslokalitäten, aber außerdem giebt es in Washington noch einen ganzen Stadttheil, in dem beinahe ein Haus um das andere mili tärischen Zwecken dient. In diesen ver schiedenen Bureaux ist eine Unzahl von Beamten angestellt, theils, um zu arbei ten, theils, um wenigstens ihre Gehalte zu beziehen. Wollte man von diesen Bureaux und von der Anzahl dieser Be amten auf die Stärke der Armee einen Schluß ziehen, so müßte man dieselbe sür so zahlreich hallen, wie Sand amMeere. Das ist aber bekanntlich, nicht der Fall, sondern die Armee der Ver.' Staaten gleicht mit ihrem Verwaltungsapparate ganz genau einer Kaulquappe, jenem be kannten Fifchlein, das einen ungeheuren Kops und einen ganz kleinen Leib hat. Diese kleine Armee kostet jährlich 540, 000,000. Mit nur $12,000,000 mehr erhält Deutschland eine stehende, d. h. bei der Fahne befindliche Armee von 420,000 Mann, und alle die Beamten, alle die Einrichtungen, die erforderlich sind, diese Armee innerhalb einer einzi gen Woche auf eine Million eingeübter und trJfS Beste bewaffneter und ausgerüsteter Soldaten zu bringen. Die be deutende Dislokation der amerikanischen Armee und die colossale Ausdehnung des Landes erklären die Höhe der Summe nur zum Theil. Trotz diesem im Verhältniß zurStärke der Armee enormen Aufwande sind die amerikanischen Soldaten nicht wesentlich besser bezahlt und beköstigt, als die eng lischen, und nur die Ossiziere erfreuen sich außerordentlich hoher Besoldungen. Ein SccondeLieutenant der Armee der Ver. Staaten erhält von dem Tage an, an welchem er Offizier wird, einen Jahres gehalt von $1400, und dieser Gehalt er höht sich durch Zulagen, welche alle 5 Jahre eintreten und jedesmal 5 Prozent betragen, so lange, bis die Zulagen die Höhe von 40 Prozent des Gehaltes er reicht haben oder der Offizier avancirt. In der englischen Armee beträgt der Ge halt eines SecondeLieutenants $500. Ein Oberst steht sich in Amerika aus 53500. und dieser Gehalt wächst durch ebenfalls alle fünf Jahre eintretende Zu lagen bis zu $4180. Der General Major erhält jährlich $7500, und in allen diesen Einkommen sind Quartier gelder, Brennmaterial,Pserde-Nationen, die sämmtlich ebenso liberal, wie rnEng land normirt sind, nicht inbegrisfen. AuS diesem Grunde kommt eS m den Ver. Staaten mitunter vor, was in europäi schen Armeen fast niemals passirt : daß die Ossiziere sparen. In der That kann z. B. ein Ossizier, der westlich vom Mis souri stationirt ist, der Situation, Er sparnisse zu machen, nur dadurch entge hen, daß er im Trinken excedirt .und pielt. Dieselbe Liberalität in der Be zahlung giebt sich in der Festsetzung der Pensionen kund. In einigen anderen Beziehungen ist jedoch dle Stellung der amerikanischen Ossiziere weniger vortheilhast, als die der Ossiziere in anderen Armeen. Für Onkel Sam sind Ersolg und Verdienst synonyme Begriffe und er ist nur zu sehr geneigt, den Mangel an Erfolg in der Untuchtlgkeit semer Omnere zu suchen. Der letzteKrieg in den Ver.Staate zeigt zahlreiche Fälle, in denen tüchtige und eifrige Offiziere bloß auö dem Grunde zurückgesetzt wurden, weil sie in einzelnen Fällen nicht ersolgreich gewesen waren. Ferner fehlen ,n der amerikanischen Ar mee nicht bloß die Dekorationen, sondern auch sonstige Belohnungen und Aus Zeichnungen, wie denn z. B. die verdien ten Generäle des letzten Krieges in an deren Ländern weit größere Früchte ihrer Verdienste gesehen haben würden. Man vergleiche z. B. von den Generälen Grant, Sherman und Sheridan abge seh'n die Belohnungen, die.dem Sir Garnet Wolseley zu Theil wurden mit den verhältnißmyHia germgen Auszelch
nunaen, deren sich Generäle wie 'I'keaoe
und Hancock erfreuen, und vollends damit, öatz andere bedeutende , Militärs, die zur Zeit des Krieges Corps comiandirten. es in der regulären Arm? nnrfi nicht weiter als bis zu Oberstlieutenants gebracht haben. D:e ammkamsche Armee ist, waö Uniformirung und Exercitien anlangt, mit einer europäischen Armee nicht zu vergleichen ; beaegnet man einem Reaimen: Kavallerie auf dem Marsche, so meint man eine Schaar Banditen sich gegen über zu haben, aber die Armee ist leistungöfähiger. als ihr Aussehen erwarten läßt. Die Ver. Staaten können stolz darauf sei.i, daß sie einer größeren Ar mee, als sie besitz:, nicht bedürfen, ja. daß' selbst diese Armee für die wirklichen Bedurfnisse noch zu groß ist." Zu frühes Rauchen. Dem Nikotingenuß wird wohl in sei ncm anderen Lande im Allgemeinen in einem so jugendlichen Alter gehuldigt. wie das m den Ver. Staaten der Fall ist. Es ist hier durchaus kein ungewöhn licher Anblick, kleine Dreikäsehoch", die der Mutterbrust erst seit Kurzem ent' wachsen sind, mit einem dem Vatcrausgeführten" oder auf der Straße aufaelesenen Cigarrenstummel im Munde, dichte Rauchwolken von sich blasen zu sehen, und zwar mit einem Behagen, als hätten sie das schon ewige Jahrzehnte lang ge trieben ; aber freilich stellt sich bei den meisten dieser jugendlichen Raucher nur zu bald ein sehr katzenjammerartigesGesuhl ein. Es muß übrigens auch unter der Ju gend England's das vorzeitige Rauchen ein weitverbreitetes Laster" sem, denn das London Graphic" fordert in einer semer letzten uns vorliegenden Nummern Eltern und Lehrer sehr dringend auf, aemeinschaftlich zur Unterdrückung dieser Jugendsünde beizutragen, da dieselbe nur dadurch, wenn auch nicht ausgerottet, so doch beschrankt werde könne, zumal da es sich nicht empfehle, daß, wie in Deutschland, auch . in England die Pollzel gegen dieselbe in Anspruch ge nommen werde, waö sicherlich gegen den englischen Geist verstoßen würde. Daß Erwachsene dem Tabaksaenusse fröhnen, dagegen hat das genannte Blatt nichts einzuwenden, zumal da das ma ßige Rauchen bei denselben nur in den seltensten Fällen sur die Gc undhcit nachtheilige Folgen habe, während das bei Knaben in emem sehr hoh:n Grade der Fall sei, da der Nikotingenuß den jugendlichen Körper in seiner Entwick lung hindere. Bombardements im 10. Jayr hundert. Die Beschießung Alexandria's durch die Engländer erinnert unwillkürlich daran, wie ost schon Schlffskanonen ,m Kampfe mit Strandbefestigungen sich gemessen haben. Das gegenwärtige Jahrhundert, ist reich an solchen artillerlstlschen Duellen, an Bombardements von Städten durch Flotten. Gleich am Anfange des Jahrhunderts am 2. April 1801 beschießt die engllscheFlotte unter Nelson und Parker die Stadt Ko penhagen, um Dänemark für die mit Rußland, Preußen und Schweden eingegangene bewaffnete Neutralität zu strafen. Kopenhagen, von 54 englischen Schiffen beschossen, erlitt schweren Scha den, und Dänemark mußte einen dcmu thlgenden Waffenstillstand eingehen und während der Dauer desselben auf die Neutralität verzichten. Sechs Jahre später wiederholte sich das traurige Schauspiel in viel größerem Maßstabe. Vier Tage lang, vom 2. bis 5. Sep tember 1807, donnerten die englischen Schiffskanonen gegen das unglückliche Kopenhagen. England hatte cin Bündniß oder die Auslieserung der dänischen Flotte verlangt, und als Beides abgeschlagen wurde, kam die englische Flotte, mit zahlreichen LandungS-Truppen an Bord, und bombardirte die dänische Hauptstadt zum zweiten Male. Die Verwüstung war schrecklich; Hunderte von Häusern stürzten ein oder gingen in Flammen aus, die Anzahl der Getödte ten ward auf zweitausend geschätzt. Am 29. Juni 1830 bombardirte die franzö sische Flotte die Befestigungen von Al gier, während das Landhcer unter Ge neral Bourmont das alte, von Karl dem Fünften angelegte Kaiserschloß angriff. Die Geschütze des Dcy wurden bald zum Schweigen 'gebracht, und Algier kapitu lirte am 5. Juli. Erwähnen wollen wir, obwohl es sich dabei nicht um das Bombardement einer Stadt , handelte, auch des berühmten Gefechtes vonEckern förde am 5. April 18VJ. Drei dünische Krieasschiffc, das Linienschiff Christian VIII." (84 Kanonen), die Fregatte Gesion" (46 Kanonen) und der Skir rer" (10 Kanonen), beschossen die beiden kleinen schlscwig'ho'.stcin'ichen Strandbatterien, die zusammen nur über acht Kanonen versügten. Letztere schössen aber so wunderbar, daß der Kamps mit der Uebergabe des Gesion" und dem Ausstiegen des Christian VIII endete. Die Deutschen hatten während des Vstündigen Feuers nur einen Todten. Am 17. Oktober 1854 bombardirte die vereinigte englisch'französische Flotte Sebastopol ohne jeglichen Erfolg. Sie fügte den Wallen so gut wie gar keinen Schaden zu und litt selbst schwer unter dem Feuer der russischenGeschütze. Wäh rend der ganzen langen Belagerung Sebastopols ward die Flotte beinahe gar nicht mehr verwendet, sie hatte an dem Einen Versuche genug. Noch viel unglücklicher siel das Bombardement von Sweaborg (Allands-Jnseln in der Ostsee) aus. wider dessen Felsenwälle Ad miral Napier eine Unzahl von Kugeln schleuderte ; ebenso mißglückte die Be schießung von Petropawlowsk durch Ad miral Price, der sich aus Aerger selbst erschoß. Glücklicher waren die Englän der und Franzosen bei dem Bombarde ment von Kertsch, das am 24. Mai 1855 in ihre Hände siel. Die großen Kriege von 1859, 186, 1870 und 1877-78 haben kein Bombardement von Städten
oder befestigten Küste7.punkten durch Schiffe auf;u:oeisen ; nur erinnern wir uns, daß 185' ein französisches Schiff mit einer Strandbatterie an der dalmatinischen Küste in's Gefecht kam und sich nach kurzer Zeit schwer getroffen davon machte. Allerdings gab es damals noch keine Panzerschiffe, deren Furchtbarkert die Vertheidiger Alcxandria's nun er fahren haben. Zum Schlüsse wollen wir noch des kurzen Bombardement? von Saida gedenken, das aus Anlaß des ägyptisch'türklschcnKricgks am 27. Septcmder 1840 durch cnglisckc, Mterrcichische und türkische Schiffe stattfand. Saida ward erstürmt und die Oester reicher zeichneten sich bei der Einnahme besonders aus.
SkovireN's l lzter Sie!. Als die vor zwei Jahren gegen die Tekke-Turkmenen ausgesandte russische Expedition vollständig mißglückt war, unternahm Skodclkff, welcher vor Kurzem ganz plötzlich in Moskau starb, die Unterwerfung jener kriegerischen Völkerschast. Das Unternehmen war aber ein um so schwierigeres, als die Siegesbe geisterung die Turkmenen zu doppelt gefährlichen Feinden machte, und die Hauptschwierigkeiten begannen erst als Skobclcff die Befestigungen von Geok Tcpe, innerhalb welcher sich die 20.000 Mann starke feindliche Armee conccntrirt hatte, mit 7000 Mann aller Truppenqattungcn eingeschlossen hatte, während seine übrigen Truppen 10.000 Mann die Verbindungen aufrecht erhalten mußten. Die Londoner St. James Gazette" schildert jene Kämpfe folgendermaßen : Mit dem Säbel in der Faust. machten die Turkmenen Ghazis- wüthende Ausfälle mit zw:i- bis dreitausend Mann, und zwar in der Regel kurz vor Tagesanbruch. Sie griffen die Paral lelen und die Batterien mit einer furchtbaren Wuth und unwiderstehlicherWucht an und oft bemächtigten sie sich dersel ben zeitweilig, so daß diese Stellungen immer von Neuem verstärkt werden muß ten, was den Russen unsägliche Mühe kostete. Bei einem solchen Ausfalle ge riech Skobeleff in die größte Gefahr. Sein weißer Hengst wurde ihm unter dem Leibe erschossen, und dieses erschien ibm als ein böses Omen, zumal da er das Pferd schon während des Türkenkrieges geritten hatte. Er tclegraphirte daher nach Tiflis und suchte um die Ernennung eines anderen Generals zu seinem Nachfolger nach, falls er bei dem letzten entscheidenden Angriffe auf GeokTepe fallen sollte. Er hatte nämlich öffentlich erklärt, daß er den Tod suchen würde, falls der Angriff mißlingen sollte. Der Angriff wurde an zwei verschiedenen Stellen auf die verwegenste Weise un ternommen und in der verwegensten Weise ausgeführt, aber doch nicht, ohne daß vorher ein vortrefflicher Plan ersonnen worden war, dessen Gelingen für den Feind verderblich sein mußte." Und das war er bekanntlich auch, denn in dem bei dem Angriffe erfolgenden Gemetzel, bei dem Kampfe innerhalb der Befesti gungen und in den Straßen der Stadt und auf der Flucht der Turkmenen, blieb die Mehrzahl derselben aus dem Platze. Gleichwohl wurde Skobeleff bei seiner Rückkehr nach St. Petersburg von dem Czaren sehr kühl empfangen, und bald darauf trat er seine Urlaubsreise nach Paris an, wo er bei einem Glase Wasser seine bekannten Brandreden hielt. Der New Z) or k O b s e r v e r" unterscheidet zwischen den verschieden? Arten zu lächeln". DaS Lächeln der Geliebten eröffnet den Himmel, das Lä cheln einer Mutter im Anblick ihres Kin des ist heilig, das Lächeln aus Selbstgesälligkeit widerwärtig. Manche Männer lächeln bezaubernd, aber im Allgemeinen ist das Lächeln des Mannes eine Grimasse im Verhältnisse zu dem Lächeln der Frau. Ein besonders charakteristisches. Lächeln hat Gouverneur Cornell von New York, das Veto-Lächeln". Oo Jnlande. Im Verhältniß zu der An zahl unserer Vertreter und ReprAsenkan ten im Auslande sind in diesem Jahre merkwürdig viele gestorben und zwar sämmtlich aus ihren Posten und mitten in der Ausübung ihrer amtlichen Befugnisse : Judson Kilpatrick in Chili, S. A. Hurlbut in Peru, Dr. Garnet in Liberia und George P. Marsh in Jtalien. Im Congresse ist bekannt lich eine Untersuchung der Art und Weise, in der Lieutenant DeLong und seine Begleiter umgekommen sind, bean tragt worden. Das geschah auf Betrei ben des Dr. D. F. Collins von Minneapolis, dessen. Bruder, Jerome I. Col lins, mit De Long gestorben ist, und der sich berechtigt glaubt, den Ingenieur Melville anzuklagen, daß er Alles ver säumt, wodurch seine unglücklichen Ccl legen hätten gerettet werden können. Wir halten dies: Untersuchung sür sehr müßig, befürworten sie aber doch, da sie uns vielleicht Gelegenheit geben könnte, einige Staatsmänner und große See Helden, wie Robeson und Consorten, als Untersuchungs-Comite nach Sibirien za senden. (Balt. Corr.) D e r Bicr-Consum in Brook lyn, N. ?)., ist augenblicklich in Folge des heißen Wetters ein ganz enormer. Brooklyn ist in Bezug auf die Anzahl von Brauereien die zweitgrößte Stadt in der Union. Die Zahl derselben be trägt 62, und 4 Millionen Kegs" des schäumenden Trankes gehen jährlich aus denselben hervor, wofür die hübsche runde Summe von einer Million Dollars an Steuern gezahlt wird. Henry Bergh hat in einem Schreiben an den Mayor von New Park gegen Fauflkämpfc protestirt, wie sie kürzlich von den Pugilistcn Sullivan und Wilson abgehalten worden sind. Herr Bergh ist bekanntlich Präsident des Thierschutz'VereinS in New Jork unc beweist, indem er professionelle Faust
kämpfer unter das Vieh rechnet, elneü richtigen Blick, der ihm nicht immer eigen ist. Die Tramps werden in die sem Sommer insgesammt reiche Leute; neulicb erst hat einer den Titel einesEart von England und kin Vcrmögcn'ererbt. das ihm ein Jahreseinkommen von 50,000 abmirst, und jetzt ist dem Christian Girardin aus Altweiler imE! saß. der in der Nähe von Baltimore ausgespürt wurde, die Kleinigkeit von $80,000 als Erbschaft zugefallen. Au? Baltimore wird über ihn berichtet, daß er, der 1867 nach Amerika kam, zu den Leuten zu gehören söeine, die zweimal bankerott gemacht haben, zweimal abge brannt. dreimal verlaust aewesen und
daher nach einem alten Worte zu großem Reichthum prädestinirt sind. Der hochwürdige Tnsche. rau, Erzbischos der, Provinz Quebec in Canada, hat gegen den in ?!ew Pork er scheinenden Courier Des Etats UniS" den Vannstrahl geschleudert ; ein spccieller Artikel ist nicht incriminirt, sondern die gesammte Haltung dcS Blattes scheint den Zorn Sr. Magnificenz erregt zu haben. Wenn das Jnterdict so wirkt, wie dasjenige des BischofsGil mour in Cleveland gegen den Frauenverein der irischen Landliga in Cleve land, öder wie Zeitungsverbote inPreu ßcn, so wird die Circulation des Cou rier" wesentlich gewinnen. Auf $50,000 hat der Kaufmann Eduard Schnell in New Vork sei nen alten würdigen Onkel Friedrich Bloym das., einen lebenslustigen Wittwer mit sieben lebendigen Kindern, verklagt weil dieser ihm die Liebe seiner kleinen Frau abspenstig zu machen sucht. Der alte Onkel erweist der. jungen Frau schon seil längerer Zeit Ausmerksamkei ten, tractirt dieselbe mit Eiscream pp., und dieser Tage hat der kränkliche und grämliche Schnell fünf an seine Frau ge richtete glühende Liebesbriefe des Onkels unter dem Kopfkissen des Bettes versteckt aufgefunden. Schulkinder Pflegen häusig Gedichte, die sie auswendig lernen sollen, unter das Kopskisscn zu legen und die junge Frau hat wahrscheinlich diese Gewohnheit noch auö der Schulzeit her beibehalten. Da dieses Jahr eine große Menge Knaben an der Mundsverre.gestorben sind, welche sich am 4. Juli beim Spielen mit Kinderpistolen in die Hand geschossen haben, so ist in einer Anzahl Städten bereits der Verkauf, dieses gefährlichen Spielzeuges verboten worden. In Boston lautet das Gesetz wie folgt : (? soll Niemand einem Kinde unter 16 Jahren ohne schriftliche Ermächtigung von dessen Eltern oder Vormund eine Patrone, welche geladen ist, und worin Knallsilber oder Knallquecksikber enthalten ist, oder irgend ein Schießgewehr verkaufen, welches zum Abfeuern eines solchen Explosivstoffes dient." Herr La un t. ein Geschäfts reisender, lernte dieser Tage auf einem Picnic in Delaware Co., Del., Fräul. Lorch kennen ; dieselbe war mit einem angesehenen Manne verlobt, der.freillch schon ein bischen sehr . verständig,' oder auch altlich war. Der Commiö voyageur war ein so liebenswürdiger Schwere nöther, daß sich Frl. Lorch nothwendiger Weise in ihn verliebte und in eine,Ent sührung unter der .Bedingung willigte, daß sie nur ihr Brautkleid, welches einmal fertig und ganz reizend sei, heimlich aus dem Hause ihrer Eltern holen und. mit aus die Reise nehmen wolle ; gesagt, gethan ein Friedensrichter wartete sei nes AmteL und der 'Commis -voyageur trat mit seiner Geschäftsreise gleichzeitig seine Hochzeitsreise an. Der im Stiche gelassene. Bräutigam hat sich keine Haare ausgerissen, nicht bloß, weil er keine mehr hat, sondern auch, weil er sich ein bildet, er habe nicht. viel verloren. . D en Angriff .eines -.unge heueren Moskito Schwarmes auf ein Schiff schildert dessen Capitän, I. W. Anderson, wie folgt : . Der ,Swedenborg" kam dieser Tage mit einer Ladung Roheisen b?n Spanien in Philadelphia an. Als wir' u?.s 15 Meilen von Cap May befanden, sahen wir in nördlicher Richtung eine Wolke gegen uns kommen, die sich in der Nähe als ein großer Infektenschwarm entpuppte. In einem Au genblick war das Schiff mit Moskito's bedeckt.. Die Thiere müssm durch einen langen Flug ermüdet gewesen sein, denn sie setzten sich sosort überall.! bin.' Ich machte die Bemerkung, daß sie im Allgemeinen . dünn und heruntergekommen aussahen. Einige hatten Rüssel von der Länge eines viertel Zolles. Die ganze Mannschaft litt unter den Stichen der bultdürstigen Thiere und viele Leute schrieen vor Schmerz laut auf.- Man suchte sich so gut wie möglich zu schützen durch Umhüllung von Gesicht .und Na cken, aber die Stiche der Moskitos drangen durch die dicksten Kleider. Ich wurde sast zur Verzweiflung gebracht, und klet terte aus den Hauptmast, , um den Quä lern' zu entgehen. Zu meiner Freude hatte ich hier Ruhe." Ich rief derMann schast zu, soweit es der Dienst erlaubte, bei mir oben Zuflucht zu suchen,' und wir verbrachten die ganze Nacht auf i dem Mäste. Begen Morgen erhob sich .eine frische Brise und. die Thiere, begannen das Schiff zu verlassen. Ein Theil blieb, bis wir die Mündung des Dela wäre erreicht hatten. Wir .sind alle mit Wunden bedeckt, und Gesicht, Hände, Arme, Nacken und ttnöchel sind geschwol ItnSl inen Dollar, um einen Zahn mit Gaö auszuziehen. ?tnen DoNar und aswSrt für Soldsüllung. Zehn Dottars für tn Ober der Untcrgcbiv Nubber, beste Oualtttt. , , i Alle Arbeit garanlirt tn , . . . . ?r. Sutycrland's Dental Booms, (Nachfolger von ilgore,) 40 N. Illinois Str.
Vom NuSlande. Die Verbrechen a. eg en d ie Sittlichkeit mehren sich in Deutschland in schreckenerregender Weise. Aus 6a sen liegen allein Meldungen über drei derartige Fälle vor. In Glauchau wurde ein sünszchnjähriges Madchen in teuflischerwcise genothzüchtigt, der Ver brecher ist noch nicht ermittelt. In der Nähe von Rcichenbach wurde das siebenjährige Töchterckcn eines Arbeiters, da? seinem Actcr Esten gebracht, übersallen und aus die unnatürlichste Weise miß handelt. Im Anschluss hieran wird dem Reichend. An,.- mitgetheilt, das;bc citS seit etwa 14 Tagen ein anscheinend in den höheren zwanziger Jabren stehender Mensch in jener Gegend sich hcrumgetrieben und mehrmals kleine Mädchen an sich gelockt habe. In 5!offcn endlich hat ein unbeaufsichtigter, seine Strafzeit wegen Nothzucht verbüßender Gcsangener ein kleines Mädchen übersallen und ermordcr. Ein surch tbares Unglück' ereignete sich am 13. Juni in Montevideo bei einer von den dortigen Frcimau rern veranstalteten Trauerfclerlichkeit zum Andenken an General Garidaldi. Infolge eines Feuerlarmes bemächtigte sich der 300 Personen, welche der Feier anwohnten, eine Panik. Aus einer schmalen Treppe entstand ein surchlbares Gedränge, in Folge deffen 20 Personen, größtentheils Frauen und Kinder, erdrückt wurden und zehn andere schwere Verletzungen erlitten. Das Feuer ent stand durch daß Herasallen einer Oel lampe aus Un Katls.,!k. In der Stadt herrscht in Folae der Katastrophe croße Trauer; die Opscr wurden am solgcn-den-Tage aus öffentliche Kosten beerdigt. Der ron dem Statistischen Amte jungst veröffentlichten Uebersicht über die Spielkallelis.ldrllalion im deutschen Reiche, entnehuien wir so! gende intercffante Daten : Im Etais jähre 188182 waren in Deutschland im Ganzen 61 (iSS0-Sl Oi) Spiel kartensabrikcn in: Betriebs, mit einem Vorraih von zusammen 5,152.320 Spielen, an welchen während des Iahres 4 230,801 Spiele abgingen, so dak am Jahresschluß 915.45'.) Spiele, nämlich 730,120 von 30 oder weniger Blättern . und 179,339 von mehr als 30 Blättein verblieben. Zur TiSza-EszlarerAs. faire meldet ein ungarisches Provinzialblatt, der Untersuchungsrichter Gary trachte durch rohes Auftreten und Einschüchterung den Jnhastirtcn Gestandniste abzuvreffen. In demselben Berichte wird angedeutet, dafe der antisemitische Abgeordnete Quody häufigen Umgang mit dem Untersuchungsrichter pflege und oft im Hause deffctden zu sehen sei, was sür die ganze Richtung der Untersuchung alL besonders charak teuflisch bezeichnet wird. Am 11. d. M. sta rb in Dresden der seit 27 Jahren dort lebende, weit und breit bekannte Jugendschriststiller Dr. Franz Hossmann im Aller von 08 Jahren. In den Monaten' Ma i und Juni sind in Rußland 014 politische Verbrecher verhastet worden. Von diesen hatten nur 31 ein Gymnasium ldcr eine sonstige höhereBildungsanstalt nicht besucht. Ueber den Stand der Vcrhas teten ist weiter bekannt, dab 10 Männer und 8 Frauen dem Lehrerstand angehö ren, 17 dem orthodoxen Klerus.. 8 der kaiserlichen Marine, 14 dem Ossizierkorps. 5 sind GenLdarmerieossiziere, 9 Angestellte des KriegSminifleriums, 13 gehören zur Provinzialvcrwaltung, 0 sind Zollbeamte, 4 Zollosfizierc, LThicrärzte. 4 Militärärzte. 31 Studenten, 14 Grundbesitzer und Verwalter. 11 Forst bedicnflete. ' DaS weibliche Geschlecht stellt weiter, zu dieser Verlustliste 4 Inpitutslehrcrinnen, 13Ronnen (davon 11 im südlichen Rustkand), 28 Sludentinnen. Weibliche Aerzte und Studentinven der Medizin sind nicht unter den Verhafteten. Ein Berliner Geldbries. träger wurde von seinem eigenen Vatcr in's Gefängnin geliefert, weil der Sohn mehrere Unterschlagungen begangen hatte. Er hatte eine Anzahl Postanweisungen über kleine Beträge mit den Namen der Adressaten nnterzeichnet und das Geld für sich -behoben. Sein Vater ein sehr' rechtschaffener Mann, bemerkte, dfc er in der letzten Zeit übe? größere Mitte? verskigte und sich einem liederlichen Lebenswandel hingab.. Darüber zur Rcde zestellt, bekannte er die Unterschlagungen undUrlundcnsälschun gen. Empört über die nichtswürdige Handlungsvuse seines Sohnes, der weder durch Noth, noch durch sonstige entschuldigen Umstände zu der That getrieben .worden,, brachte er den Geständigen sofort zu? nächsten Polizeiwache. . DaS n e u e st eA m t s b l a t t des Ministeriums dcö Innern und der Justiz in Hcffen-Darmstadt enthält einen bemerkcnswerthen, auf die Desertion von Soldaten bezüglichen Erlb. Danach hat sich ergeben, daß die Zahl der . Ersatzrekruten der 49. und 50. Jnfante-rie-Brigaoe, welche nach erfolgte? AusHebung durch Auswanderung oder sonstige Entfernung sich ihrer Dienstpflicht entzogen, haben, in den letzten zwei Iah' ren erheblich gewachsen ist. Da nun die Vermuthung nahe liege, daß in vielen Fällen die Eltern und sonstige Angehörige, wenn sie nicht selbst mit ausgewan dert sind, den Dienstpflichtigen zur AusWanderung die Mittel gewährt haben, so wird den mit der Strasjustiz befaßten Behörden die krüstige und umsassende Handhabung der aus die Desertion und die Verleitung dazu bezüglichen Vor schriften des Strafgesetzbuchs, . nament lich auch gegen die nicht ausgewanderten Angehörigen der Deserteure und gegen die AusvanderungS'Agenten, welch: sich einer Beförderung der Desertion schuldig gemacht haben, angel'genllich em pfohlen. Die schweizerische Bundeöarmee hat in diesem Jahre eine Ge sammtstärke von 208,240 Mann, und uvar 116,008 in den acht Divistonen des
