Indiana Tribüne, Volume 4, Number 408, Indianapolis, Marion County, 31 July 1882 — Page 2
Z ndiana Hriönne. Sgkiche- uud Sonntsgss'.tsgaöe.
Lfssce: DclawarcÄtr. F ereI as second-class matter at the vtotfioe at Indianapolis Imliana. vvnnemen'.Z.Pttisc: ZI ÄuSzabe 12 CtS. Per Woche. Ei , . lggzanigabe ö Ett. Perummer. V. usammk 15 Gt. per Woch'. . T Daö Tazblatt scheint jeden Taäntt ... 1 11 K. Til ffrtrtntrtrt wfrth U) UUl u eij icint bti Morgens. Tribune Publishing Company. I, zianapoliS, Ind., 31. Juli 1832. tt Dime Novel"c?rziel)nng Wer in diesem Sommer eine Eisen krhnreise unternommen Hat und aus du Suche nach Lectüre den Zeitungsflclnden oder kleinen Stationery'StoreS", welche sür Deckung der litcrarischen Bedürsl'niffe unserer Landstädte sorgen, einigt Aufmerksamkeit geschenkt, wird mit Stolz die großen Bortheile, welche der Jugend unseres glücklichen Landes in Betracht ihrer Erziehung geboten werden, bemerkt haben. Die Räubergeschichte in grobem Umschlage, die. sog. .Dime 9!o ! ist rVeHt rtsfi X C rttiS n trt v f i guiitiiuit ut3 iifc vutiu um Meere, und die Dime Novel- ist es, welche unsere Knaben erzieht. In den altmodischen Schulen wird ihnen zwar ein gewisses Quantum werthloser Kenntnisse eingepaukt, wie Schreiben, Lesen und Rechnen, aber diese Disciplinen ha den schon längst nur noch geringen An theil an der Charakterentwickelung der Knaben und dienen auch nur in ganz'geVit Ha fitt Vit irfitie ittVUt VtUVl UUJU; ll Ut VIW UVIlVtll Pflichten der Vcrbrecherlausbahn auszu rüsten. Die .Dime Novel, welche jeder Knabe kaust oder liest, ist das große Mittel zur Entwickelung des Charakters, und man kann aus die bewunderns werthe und gründliche Art und Weise, in welcher dies Mittel zur Anwendung gebracht wird, wohl stolz sein. 3 Waö den Unterricht in Mord anbetrifft, so wird von den' Versasscrn der Dlme vloütU" alles geleistet, was man irgend wie verlangen kann. Es giebt keine MordMethode, welche nicht in breitn schätzbaren Erziehungswerken aus's Eingehendste beschrieben und durch glänzende Beispiele erläutert wäre. Unseren Knaben wird gelehrt, wo und wie wirksame Stichwunden beigebracht werden können, welche Theile des Körpers am Empfänglichsten für Pistolcnkugcln sind, wie man mit Giften geschickt und ohne zu große Gefahr vor Entdeckung umzugehen hat. Man lehrt sie nicht nur, wie sie zu tödten haben, sondern sie wer den, was weit wichtiger ist, geschickt da hin gebracht, den Mord nicht als ein empörendes Verbrechen, sondern als einen eleganten Zeitvertreib zu betrachten. Unter diesem neuen ErziehungSsystem sinken die Schüler an dem Unterricht esallen; es kommt leiten vor, oap em inteMgenter Junge, welcher einen vollen '.Dime Rovel" Mordcursus durchge- ' macht hat, gegen dieses nützliche Stu dium d:e Abneigung ode." Gleichgültig seit empfindet, welche Schulknaben nur 38 oft gegen das Einmaleins oder das Buchstabirbuch, wenn ihnen solches nach den altmodischen Lehrmethoden aufge drängt wird, an den Tag legen. Was die Unterweisung im Diebstahl, . Straßenraub, in der Fälschung und Falschmünzerei und ähnlichen Branchen anbetrifft, so sind die Dirne Rovel" Textbücher in dieser Beziehung über je t . ni r : . rt r . xc.:a es xvv iiyuucu. juik euiuujycu unv Gründlichkeit, welche diese Textbücher charakterisirt, zeigen, daß die Versasser in jeder Beziehung kompetent sind, in praktischem und nutzbringendem Verbre An in ntn itrA trt (nrnf.Hlft. g v.tvty vii. vii Vimuitr vati Studium Dieser Bücher und that sächlich widmen sich mindestens drei Viertel aller Knaben unseres Landes im Alter von 10 IG Jahren einem solchen Studium kann ein mit gewöhnlichen Fähigkeiten begabter Knabe ein vollen . deter Dieb werden, vollständig im Stande, den Vergleich mit den besten Dieben von New Z)ork und Chicago AU&iufitiHtn srtlfimt?nirMPrt itn stns JHIHIIVII MIIJVIII j V schungen verlangen selbstverständlich eine gewisse Praxis, ehe man sie vollständig bemeistern kann, und Niemand kann die Lausbahn eines Straßenräubers oder falschen Spielers ergreifen, ohne sich mit den dazu nöthigen Handwcrkszeugcn zu versehen. Dennoch verdanken Hunderte der prominentesten Männer in diesen edlen Berufszweigen ihren hohen Rang hm AlttVlf tl4Y . 4tS?1tr fl AAVAÜCifl vui Hiuiiuiiuyvit wtuuiutu i;iuiiiiu;(t Räuberei, welchem sie mit Hülse der , Dirne Nobels" obgelegen haben; und sie werden bereitwilligst zugeben, daß sie obne Öülfe dieser unsckäkbaren Tertbü eher wahrscheinlich bis an ihr Lebensende in tugendhaster Unwissenheit verblieben wären. Bei allen Vorzügen haben die heuti gen .Dime Novels" dennoch zwei Feh1er. Sie unterrichten noch immer im Seeraub. Wenn es auch feststeht, daß 'die Seeräubern früher einmal ein sehr gewinnbringendes und beliebtes Ge 'iverbe gewesen und aus'ö Gründlichste studirt zu werden verdiente, so ist sie doch heute vollständig veraltet. Es bie tet sich sür unsere Knaben heut zu Tage keine Möglichkeit mehr, Piraten, wie sie in der. guten alten Zeit gang und gäbe waren, zu werden, und sie selbst sind sich dieser Thatsache vollständig bewußt. Weöhalb also Unterricht in dkser veralteten Prosession ertheilen ? Die Zeit unserer jungen Leute könnte viel voriheilhaster verwendet werden, wenn man sie z. B. in der Construction von5)öllen aschinen, um eigensinnige Väter und : 'strenge Prinzipale in die Luft zu sprenmm 4at.M. Jf 4ta 1 f i V C (YD Cf MII Ull4tlliUJ4C4t U(VU -tl.4l..schast findet man nur wenige Textbücher unter den .DimeNovels", und im In tereffe einerlumsaffenden Criminalerzie hung ists ernstlich zu wünschen, daß eine
?erle von Büchern, welche die Con.
struction und Anwendung von HollenMaschinen behandelt, an Stelle der nutz los gewordenen Werke über Seeräubern in Gebrauch käme. Größere Aufmerksamkeit sollte auch der Wissenschast und Praxis des Ehe bruchs gewidmet werden. Die .Dime NovelS" leisten Bortresfllches,.um unsere Knaben zu Räubern, Dieben, Schurken und Mördern zu machen, aber für den Bedarf an wirklichen guten Textbüchern über benChebruch ist man vorläufig noch immer auf die französische Literatur angewiesen. Die .Dime-Novels- lehren wohl nebenbei, daß jeder Dieb eine Ge liebte haben muß, daß jeder Straßenräuber ein hübsches Mädchen gewaltsam entführen muß, aber wahrscheinlich ist es der übel angebrachten Wachsamkeit der Gesellschaft zur Unterdrückung des Las ters zuzuschreiben, daß kein - .Dime NovelTextbuch", welches ausschließlich über Ehebruch handelt, im Gebrauch ist. Dies ist ein Mangel, welchem sofort abgeholfen werden sollte. Wir wollen nicht, daß die Criminaleriehung unserer Sohne unvollständig bleiben soll. (N. ?). Ztg) Die Kosten der Begrühnisse. Ein recht eclatantes Beispiel der wahnsinnigen Versckwenduna. die hier zulande bei Leichenbestattungen getrieben wird, ist dieser Tage in New Nork da durch an die Oeffentlichkeit gekommen. oad sich, als es sich um Bezahlung des Aufwandes handelte, die Insolvenz eines braven Mannes herausstellte, der seiner Gattm ctn Bcgrüoniß veranstaltete, oq sen Kosten seine Kräfte überttieaen. Die Rechnung des Leichenbestatters lautet wie folgt: Sarg, mit Seidensammet über zogen und stlberbeschlagen $ 850 Silberne Handhaben G0 Silberne Platte, mit dem Namen der Verstorbenen ' 75 Zehn linnene Schärpen 150 Blumenschmuck 225 Trauermusik 40 Zwanzig Kutschen 140 unszcyn wettere Ausgadeposten, zusammen 33G Sa. 1,876. Es ist ein schöner Zug im Menschen, öaß er theure Todte auch dadurch zu eh ren wünscht, daß er sie noch auf dem letzten Wege mit den Zeichen seiner Liebe umgiebt, aber dieses System ist in einer Weise ausgeartet, daß der Aufwand, den bei uns die Begräbniffe ersordern, zur Verrücktheit geworden ist. Hätte jener Herr $1,876, die nur einen Theil der Bcgräbnißkosten bildeten, selbst bezahlen können, ohne hierdurch in seinen gejchäst lichen Verhältnissen dcrangirt zu werden, so würde er sich doch durch jene Aus wand arg versündigt haben. Die Sucht, großartige Leichendegäng nisse zu veranstalten" halM aller Schichten der Bevölkerung bemächtigt, und ein uns bekannter Fall, in dem die Wittwe eines braven Arbeiters mit ihren fünf Kindern von dem Begräbniffe zu rückkehrte, an dem acht Kutschen Theil genommen hatten, zu dessen Bestreitung sie aber einen Theil ihrer Betten versetzt hatte, und in dem verödeten Heim weder Brod noch Milch für ihre Kinder vor fand, auch nicht den Credit besaß, solche bei dem Grocer zu borgen, gehört kei neswegs zu den Seltenheiten. Die er wähnte Sucht, durch anständige" Be gräbniffe zu glänzen, wird leider' auch noch von Vereinen genährt, die , sonst außerordentlich segensreich wirken' und die es für ihre Pflicht halten sollten, der sinnlosen Großthuerei und Verschwen dung vorzubeugen. In England beste hen zur Zeit in allen größeren Städten Reformclubs, welche die Vereinfachung der Begräbniffe erstreben ' und solche Clubs würden in den Ver. Staaten noch ein viel reicheres Feld für ihre Thätig keit finden, denn der betr. Luxus hat in England noch nie eine ähnliche Höhe und Ausbreitung erreicht wie hier. Aus einer größeren Stadt im Osten wird bei der angeführten Gelegenheit ein Fall berichtet, welcher beweist, an wie vielem es auch hier noch fehlt, das von einem geringen Bruchtheile des bei Be gräbnisscn sinnlos verschwendeten Geldes beschafft werden könnte. Wahrend ein glänzender Leichenconduct eine Straße passirte, fiel ein armer alter Mann, von der Hitze übermächtigt, zu Boden. Wäh rend gegen hundert Pserde in dem Lei chenzuge beschästigt waren, giebt es in der Stadt, die gegen 100,000 Einwoh ner zählt, nicht einmal eine Ambulance, vermittelst deren der alte Mann dahin hätte befördert werden können, wo ihm Hülfe zu Theil wurde, und der Kranke wurde in einem Handkarren nach der Dispenfary gebracht. Dem LuxuS in der Verwendung kost barer Särge speziell wird vielleicht durch eine Erfindung gesteuert werden, die in Cleveland gemacht und dieser Tage pa tentirt wurde. Dieselbe besteht darin, daß aus einer in der Hauptsache aus Glas, Cement und Sand bestehenden Mischung Särge gegossen werden, die wesentlich billiger sind, als einsacheholz särge, nicht schwerer sind als diese, die Herstellung in jeder Form und Verzie rung gestatten, in der Gruft oder in der Erde an Festigkeit zunehmen und durch ihre Unzerstörbarkeit das Einsinken der Gräber verhindern. Derartige Särge empschlen sich aus dem Grunde, weil mit ihrer Einfuhrung eine wunschens werthe Ersparniß im Holzverbrauche ver bunden ist, eine gründliche Reform im Begräbnißwesen durfte aber erst emtre ten, wenn dereinst die Feuerbestattung die Vorurtheile überwunden haben wird. die sich letzt derselben entgegenstellen. Prrt Taid und Suez. IuS Port Said am mittelländischen Meere, dem nördlichen Endpunkte des Suez'CanalS, '.wird der Wiener .N. Fr. Pr.- geschrieben : Die Stadt PortSaid, wklcye noch vor funszehn Jahren eine ärmliche Jsllah.Ansiedlung war und sich
erst durch die Erbauung des Sucz-Ca nals zu ihrer gegenwärtige?. Bedeutung emporgeschwungen hat, zählt heute circa 10,00) Einwohner, nämlich S,U00 Europäer und 2,000 Fcllahs. Die Letzteren bewohnen ein von der eigentlichen Stadt ganz abgeschlossenes Viertel und würden bei dem Versuche eines Angriffes auf die Fremdländer jedenfalls den Kür zeren ziehen. Außerdem ankert cm Hasen stets eine große Anzahl Schiffe, welche im schlimmsten Falle die Bedrohten unverzüglich ausnehmen könnten. Freilich würden die europäischen Geschäftsleute, welche auch hier ausschließlich den Handel beherrschen, durch eine gezwungeneFlucht und durch daS Preisgeben ihrer Waa
renmagazine ungeheureVerluste erleiden; denn Port Said ist der letzte Punkt, an welchem die nach Ostindien dampfenden Schisse ihren Bedarf an Lcdensmitteln aller Art, Kleider, Wäsche ergänzen. Es ist begreiflich, daß hier vielleicht mehr als an irgend einem anderen Punkte schon bei den ersten Ruhestörungen die Frage ventrnrt wurde, ob der Verkehr aus dem Snez'Cana! nicht ge stört werden würde. Die Gefahr der Zerstörung des Canals ist nicht ausgeschloffen, zumal diese mit keinen allzu großen technischen Schwierigkeiten ver bunden wäre. Der Canal hat nämlich m seiner ganzen Länge von Port Said bis Suez zumeist keine größere Breite als 80 Schritte. Mit Ausnahme der wenigen Ausweichestellen können daher die Schiffe nur nach einer Richtung hin verkehren. Diese geringe Breite des Kanals und der Umstand, daß das User land aus Sand oder doch sehr leicht zu bearbeitendem Boden .besteht, würde es an vielen Punkten ermöglichen, bei ge nügenden Kräften m wenigen Sturden den Kanal unfahrbar zu machen. Ein hier weilender Ingenieur, der seit Iah ren an den Kanal-Renovirungsarbeiten thätig ist, und die Verhältnisse des Ka nuls genau kennt, bezeichnet zweiPunkte, und zwar nächst Ismail und zwischen diesem Orte und dem Orte Suez, deren Beschaffenheit die rasche Zerstörung der Wasserlinie ungemein begünstigen; er versichert, daß 2 bis 3000 Fcllahs, die über Nacht leicht zusammengerafft und nach einem dieser Punkte dirigirt werden könnten, in sechs bis acht Stunden den Kanal so weit zu zerstören vermöchten, um den Schifffahrtsverkehr zu unterbre chen. Freilich meint mein Gewährs mann, daß Maschinen genügend vorräthig wären, um den Kanal in sechs bis acht Wochen wieder vollkommen frei zu machen. Aber selbst eine nur zeitweise Unterbrechung cs Verkehrs würde un berechenbaren chadcn nach sich ziehen. Kleptomanie. DerbekannteCharlcs Langheimer zeigt uns das Bild eines Gewohnheitsdiebes in einer Schärfe und Deutlichkeit, wie es kaum iemals beobachtet worden ist. Die New Dork'er Zeitungen berichten zur Zeit über einen Fall von Kleptomanie, der ebenfalls von gronem psychologischen Jntereffe ist. Die meisten Stl'asrcchts lehrer und Rechtsphllosophcn stellen in Abrede, daß ein krankhafter Trieb zum Stehlen sich so unwiderstehlich eines Menschen bemächtigen könne, daß es ge rechtfertigt sein würde, diebische Handlungen, die unter dem Einflüsse dieses Triebes begangen wurden, entweder als nicht strafbar anzusehen, oder doch jenen Trieb als wesentlich strafmildernd in Berücksichtigung zu ziehen. In der That wäre es höchst unvernünstig, jeden Diebstahl als Ausfluß einer Kleptomanie zu betrachten, für den das Motiv sür die rechtswidrige Bereicherung nicht'klar auf der Hand liegt. Es würde dies dahin führen, daß man die t on reichen Leuten begangenen Diebstähle nicht oder sehr mild zu bestrafen hätte, während bk armen Diebe die ganze Strenge des Gesetzes zu empfinden hätten. Geiz, gemeine Gesinnung, Mangel an Willens krast oder an Achtung vor srcmdcm Eigenthume sühren ebenso oft zum ganz gemeinen Diebstahle, wie Noth, und reiche Diebe, die aus den ersteren Motiven handeln, sollten härter bestrast wer' den, wie arme Teusel,.die sich an srem dem Gute vergreisen. Doch das Leben bietet mitunter Fälle, die vermöge ihrer Eigenthümlichkeit im Stande sind, unsere Ueberzeugung von dr Richtigkeit einer Theorie wankend zu machen. Die Damen Adams und Brinkerhoss, zwei reiche Wittwen, wohnen seit Jahren in einem der sashionabclsten BoardingHäuser der Stadt New Z)ork, und vor wenigen Monaten schlug ein erst vor Kurzem verheiratetes Ehepaar, der Freskomaler Parish mit seiner jungen Frau, sein Quartier in demselben Hause auf. Herr Parish, der ein Künstler ist und sich eines sehr bedeutenden Einkom menS erfreut, trug feine Frau auf den Händen und diese erwarb sich durch ihre Liebenswürdigkeit schnell die Liebe des gesummten Cirkels, der sich oft in dem gemeinschaftlichen Parlor des Hauses versammelte. " Die junge Frau zeichnete sich namentlich auch durch ihre unbe grenzte Wohlthätigkeit aus und ver schenkte ost Kleider an arme Frauen, die sie kurz zuvor als Zeichen der Aufmerksamkeit von ihrem Gatten erhalten hatte. Fast gleichzeitig mit dem Einzüge des jungen Paares knmen wiederholteDlebstähle in den Zimmern der verschiedenen Bewohner vor; man beschuldigte eines der Dienstmädchen und den Beobachtungen deS letzteren gelang es, die junge Frau über einem Diebstahle zu betreffen. Frau Parish versuch! kaum zu leugnen, restituirte alle von ihr entwendeten Gegenstände, und aus Bitten des von Scham und Gram zu Boden gcdrücktenManncs beobachtete manStillschwelgen über die Angelegenheit. Parish zog mit seiner Frau, die ihm aus's. theuerste Befferung gelobt hatte, in ein anderes Boardinghaus; auch hier wurde die junge Frau schnell der LiebIing Aller und schloß sich namentlich einer kränklichen Dame, Frau Gabadan, an. Bald wurden auch die Bewohner dieses HauseL durch, häufig vorkommende klei nere und größere Dlebstähle alarmirt und ein von dem Besitzer des Hauses
enJagi?:er Delekt:? entdeckt: in rau Parish die Diebin; Gegenstände im Werthe von übe? 000 hatte sich dies:lbe im. Lause weniger Wochcn angeeignet. Die gestohlenen Sachen wurden wiederum rcstituirt, dcr unglückliche Mann der Diebin bot alles aus, die Bestohlenen zu bewegen, daß sie von einer Anklage ab stehen, die letzteren haben jedoch Klage erhoben und weigern sich, solche zurück zunehmen. Frau Parish erklärt, sie könne dem Triebe, sich fremde Gegenstände heimlich anzueignen, nicht widerstehen und even tuell liegt hier ein Fall vor, den man mit Recht als wirkliche Kleptomanie be zeichnen kann. Die unbegrenzte, in Verschwendung übergehende' Wohlthätigkeit der Frau läßt sich mit Geiz oSer einem ähnlicheu Motive nicht vereinigen. Ein Memorandum Sk. be!esf's. Die Moskauer Gazette" veröffentlicht folgendes Memorandum, welches unter den nachgelassenen Papieren Sko beleff's gefunden worden ist : Die politischen und militärischen Ideen, auf welche sich unsere zukünftigePolitik begründen muß, sind es, welche mich geleitet haben, indem ich mich der feierlichen Worte erinnerte, welche der verstorbene Kaiser bei meiner Abreise zum Tette-Feldzuge an mich richtete. In meiner Anschauung ist die centralasiatische Frage vollkommen 'klar und einfach. Wenn sie uns nicht befähigt, h vergleichsweise kurzer Zeit die orie'ntalische Frage ernstlich in die Hand zu nehmen, so ist die Haut Asiens des Gerbens nicht werth. Ich wage eö, zu den
ren, daß die russischen Staatsmänner die Thatsache anerkennen werden, daß Ruß land den Bosporus haben muß; daß davon nicht nur seine Größe, sondern sogar seine Sicherheit vor einem An griffe abhängt, und folglich auch die Entwickelung seiner Manufakturen und seines Handels. Niemand wird wohl bestreiken wollen, daß, so lange wir von der polnischen und westrussischcn Frage niedergedrückt werden, aller ordentliche Fortschritt in einem wahrhast nationalen Sinne äußerst schwierig sein wird. Ge genwärtig sind trotz allen von uns ver gosscnen Blutes unsere Grenzen einem feindlichen Angriffe offen, was uns zur Aufstellung eines ungeheuren Heeres zwingt ; während die polnische Ver Wickelung , Dank dem dcutsch-öster reichischcn Vündniß uns in einem beständigen Belagerungszustand erhält. Bevor Nußland nicht am Bosporus ge bietet, kann es nicht unwiderruflich das linis Toloniae (Ende Polens) aussprechen." Ein ,,yliligcr Krieg". Unter allen Wohlunterrichteten herrscht kein Zweifel darüber, daß, im Falle irgend eine n:uhaedonische Regierung in Nothwehr zum Predigen des Heiligen Krieges schritte, die Bezwingung desselben ein äußerst kostspieliges Unterneh men sein würde. Diese islamitischen Völker bewohnen einen durch ganz Afrika und Asien lausenden über 7000 englische Meilen breiten Landstrich, in welchem europäische Heere die größten Schwierigkeiten zu überwinden haben, weil er weit überwiegend aus Wüsten besteht und einer Flotte keinen Angriffs Punkt bietet. Die Araber, Türken und anderen muhamcdanischen Wüstenvölker sind tapfer im Angriff und fanatisch wild in dcr Vertheidigung, und sie werden niemals völlig bezwungen, sondern bleiben zu immer neuen und überraschenden Ausständen bereit. Selbst aber nach ihrer Bezwingung lohnt sich die Besetzung und Beherrschung ihres Lan des nicht ; man kann sich nicht an ihnen durch Ausbeutung für die ungeheuren Kriegskosten bezahlt machen. Man er obcrt an ihnen lauter Elefanten." So lange man sie nicht ausrottet bis aus die letzten Reste, ist jeder Sieg über sie unfruchtbar, und jede Colonisat'on ihrer Länder vo jeher mißlungen, außer an begränztcn Stellen. Oom Inlauve. Zwei hoffnungsvolle Siirüßlinge angesehener Eltern in Den ve?, Col., stahlen ihrer alten unverhei raiheten Tante den Schooßhund und schickten ihr einen anonymen -Brief, in dem sie drohten, daß dcr Hund eines grausamen Todes sterben würde, wenn sie nicht innerhalb 24 Stunden unter vorgeschriebener Adresse einen Brief mit $25 cnre os Post-olfice" zur Post geben würde. Die jungen Herren wur den naturlich abgefaßt, als sie nach dem Briese sragten. Vor drei Jahren wurde in der Kasse der Bank in Parsons, Käns., ein Defect in der Höhe von $2000 ent deckt, der Kassirer sür den Schuldigen gehalten und entging er seinerVerhastung nur dadurch, daß er die fehlenden $2000 aus seinen Mitteln ersetzte. AuS seiner Stelle entlassen, hat der Mann seither in dem Verdachte, er sei ein Dieb, ge standen und. war nicht im Stande, eine seinen Leistungen angemessene Stellung zu erhalten. Dieser Tage hat der Ausläufer der Bank im Zustande der Trun kenheit einem Bekannten mitgetheilt, daß er den Diebstahl vor drei Jahren be gangen habe, ist verhaftet worden und hat gleich bei seiner ersten Vernehmung ein volles Bekenntniß abgelegt. DasObergericht desStaateS Iowa hat entschieden, daß ein Polizist einen Gefangenen, der sich seiner Verhaftung gewaltsam zu entziehen sucht, erst dann mit dem Knüppel niederschla gen dürfe, wenn ihm aus dem Befrei ungsverjuche unmittelbare Gefahr sür Gesundheit oder Leben droht. Das ist nicht viel besser, als wenn man einem Beamten zumuthet, sich erst todt schlagen zu lasten und dann seinen Angreiser un schädlich zu machen. Seit Woche ll. hatten sich in der Nordostecke des Vorhoses von Castle Garden eine große Anzahl russischer Flüchtlinge häuslich eingerichtet und eine
wüste Herrschast hatte dort geherrscht; unglaublicher Schmutz und wenig einla dende Gerüche hielten Besucher wie Be amte in achtungsvoller Entscrnung. Schließlich ward es der EinwanderungS Kommission denn doch zu viel, zumal auch häusige Beschwerden bei ihr einlic . fen, und am Montag Abend wurde eine W.)liz im Vorhose nahe dem Lager in deutscher Sprache as-,eschlaaen, welche
besagte, daß die Russen am folgenden Tage, Morgens 9 Uhr, den Platz zu räumen hätte.. Es wurde ihnen ange boten, daß Weiber und Kinder, sowie sonstige Arbeitsuntüchtige, nach Wards Island gehen lönnken, aber sort muß teu sie. Erst rnn Mittwoch jedoch zog die aus 150 Köpfen bestehende Gesell schast mit Sack und Pack ad und lagerte sich zunächst im Ballern Varte. eaen über dem Bureau der Hebrew Aid Ss ciety". Das Obcrgericht von Mas sachusetts verweigert dem John Healy Rechtshulfe unter dem ArmenSchuld ner ' Gesetze, weil er im Hazardspiele sein ganzes Vermögen verloren hat. Das hieße, sagte die Entscheidung, ihm helfen seine Gläubiger zu , betrügen und die Thüre zu Verschwörungen gegen die Spielunternehmer öffnen. Der am 25. Juli im 90. L e bensjahre verstorbene Col. John C. Hanlilton war ein Sohn Alexander Hamil ton's, des Mitbegründers der Verein. Staaten, der mit Madison den wesent lichsten Antheil an . der Entwersung der Verfassung der Union gehabt hat. , Der Verstorbene war ein pietätvoller Anhän per der politischen Ueberzeugungen seines Vaters und hat deffen .Werke" und Memoiren" herausgegeben' Gleich seincm Vater nahm er an der Politik leb hasten Antheil und war Födeisalist, Whig, sowie seit . 1860 eifriges Mitglied der republikanischen Partei. Aus seiner Ehe mit der ihm schon 1872 im Tode vorausgegangenen Gattin, einer geborenen Van den Heuvel, sind neun Kinder am Leben. Das neueste Adreßbuch der Stadt New York enthält 206,577 Namen und entspricht sonach einer Be völkerung von ungesähr 1,400,000 See len. Das älteste Adreßbuch, welches im Jahre 1786 veröffentlicht wurde, enthielt 926 Namen, während die Bevölkerung sich auf 21,000 Seelen stellte. Im Vergleich mit den jetzigen ist dasselbe ein kleines Büchelchen. Dennoch enthielt daffelbe einen vollständigen Kalender und andere werthvolle Nolizen,. wie sie jetzt in Reisewegweisern und sonstigen Handbüchern zu finden sind. Von 1789 ab erschienen Adreßbücher regelmäßig jedes Jahr. Schon in 1800 wuchs daö selbe zu einem ilmsang von 390 Seiten, je 40 Namen enthaltend, an. während es 25 Jahre später bereits 25,000 Na men auswies. Im Jahre 1650 dehnte sich die Ausnahme von Namen bedeutend aus und seit der Zeit wuchs die Bevölke rung New Pork's mit Riesenschritten, wie folgende Tabelle zeigt: 1850 515,557 1855 ' 629,810 1860 813,669 1870 942,292 1880 1,206,577 und auch das Adreßbuch nahm in ühnli chen Proportionen zu. Die den K e e l y Motor- b e treffende Angelegenheit beschäftigt . wie der und wieder die öffentliche Aufmerk samkeit. Herr Keely hat seinen aus Bekanntgebung des Standes der Ersin dung dringenden Gläubigern den Vor schlag gemacht, dieselben sollten einen Sachverständigen wählen, diesen wolle er in sein Geheimniß einweihen und dieser solle ihnen sodann sein Gutachten über die Tragweite der Erfindung abgeben. Die Gläubiger wählten den tüchtigen Techniker Boekel als Sachverständigen und dieser arbeitet bereits seit Monaten mit Keely zusammen hinter verschlossenen Thüren an dem Motor. Aus dem Raume dringen häufig schwache Deto Nationen in'ö Freie. Boekel verhält sich völlig schweigsam über die Art der Er sindung, versichert aber, daß dieselbe eine Zukunft haben werde und daß nur noch eine Schwierigkeit zu. überwinden sei. Zu Philadelphia wurde letzter Tage Herr Ball, der Besitzer eines Vergnügungslokals an der Lombardstr., unter Friedensbüraschast im Betrage von $400 gestellt, da er bei einem Balle eine farbige Schöne an die Lust gesetzt. weil dieselbe seine Strumpfe anhatte. In einemder Thomas Con zerte in Chicago erloschen an einem der letzten Abende ganz plötzlich die electri schen Lampen. Das Publikum verbljeb sehr verständiger Weise ruhig aus seinen Sitzen, aber auö einer Ecke des großen Saales erscholl ein unterdrückter Schrei, wie ihn Schreck und Schmerz auSzupres sen Pflegt. Gleichzeitig verbreiteten die Lampen wiederTageshelle'in b'emSaale, alle Augen wandten sich nach der Stelle, aus der der Schrei gekommen, und man sah einen jungen Mann,' der-sich die Hand vor den Mund' hielt; durch, die Finger drangen große Blutstropsen. Neben ihm saß eine bildhübsche junge Dame, die ungemein verlegen aussah und eben im Begriff war, eine Haarna del in die Tasche zu flecken. Die Wunde des Jünglings blutete so. stark,, daß' er ausstand und mit seiner Begleiterin den Saal verließ. Die, vorübergehende Finsterniß, die Verwundung, die haar nadel und der cund der jungen Dame scheinen in einem , gewiffen Zusammen hange zu stehen. inen Dollar, um einen Zahn mit Gas auSznzikhen. ffinrn Dollar und afwäktS fürKoldfüllung. Äeh DoNar für in Oder ser Untergediß Rudder, teste OualMt. All Arbeit rantirt in ?r. Sutykxland's Dental VoomZz (Nachfolger von Kilgor,) IST. Illinois Str.
Oom Su5!ande. Bon den bei dem i ü n a sten Wiener Brande dcr chemischen 'v brik verunglückten sech jugell5li5.cn Arbeiterinnen sind dcreiiö vier ihren schweren Verletzungen erlegen. Im Vesinden der beiden Ueberlebendcn ist leine wesenl liche Besserung eingetreten. Eine Explosion von noch
schrecklicheren Folaen als Die zungste rn Wien hat in Barcelona statigesunden. In der Fabrik des ftcrni Morell MlliUo Platzte am 28. Juni der Kessel der Dampfmaschine, und von der Gewalt der Exolosion stürzte das ganze is ein. Man hat bis jetzt zwöls Todte und vierzig Schwerverwundete ausgcsunien. Viele benachbarle Häuser drohen einzu stürzen. Zum Glück.waren die Arbeiter der Fabrik und die Zöglinge dcr Muni zipolschule abwesend, welche im oberen Stockwerke der Fabrik untergebracht ist, sonst hätte das Unclück entsetzliche Ver hältniffe angenommen. Ein sehr schlimmes Zei chen der Zeit, d. h. der Lage des Bau, ernstandes und dcr Gewerke bildet die ' Uebersüllung der Gymnasien in Bade,'., der ungesunde, zu starke Zudrang $ur.i Studium. Die Nothlage des Bauernstandes und des Gewerkcs, häufig auch die Vorbildung und Ueberdildung der jungen Leute schon in dcr Volksschule, die sich dann sür einen Bauern oder Handwerker zu gut dünken, treibt so viele zum Studium". Das Studium ist vielen von ihnen jedoch nicht die hohe die himmlische Göttin, sondern eine tüchtige Kuh, die sie mit Butter versorgt. Ader selbst mit dieser Versorgung" wird es mit der Zeit sehr schlecht. So haben z. B. gegenwärtig 33Ncchispraklikanten daö Reserendärexamen bestanden eine Unmasse Jurastudirender solgl diesen aus dem Fuße und mattet vielleicht 10 12 Jahre später vergeblich aus ständige Anstellung. Noch saimmer a!S bei diesen zukünftigen Beamten gestattet, sich die Aussicht bei jenen, die sich verleiten ließen, von der Obersekunda weg zu gend einemSteuer oder Finanzsach, Domänenvcrwaltung überzutreten, um da eine Stellung zu gewinnen. Wie tröstlos das Geschick dieser sich in jetzigerZeit gestaltet, während wir an Kameralisten großen Mangel haben, geht zur Genüge daraus hervor, daß sich um eine ausge schrieben? Gehilfenstelle C4 Bewerber gemeldet haben. Nur ein Stand leidet gegenwärtig nicht an. Ueberfluß der An Wärter: dcr Prusterstand. Die Zahl der Abiturienten Badens, die im Spätjähr voraussichtlich Theologie studiren werden, dürste 11 wohl nicht überschreit ten. Zur Erprobung seiner früheren Beobachtunflep i'ir die Schad lichkeit der von den Lui.;,ikrankcn aus geathmeten Luft .hat Giboux kürzlich auss Neue Versuche angestellt. Er setzte dazu in zwei Kasten junge Kaninchen aus demselben Wurf, von ganz gcsunden Eltern, und ließ sie drei Atonale lang täglich 20 bis 25 Liter Lust einathmen, die von PhZhisikern im zweiten oder dritten Stadium ausgcathmet war; jedoch wurde die dem einen dcr Kasten zugesührte insizilte Lust durch Baumwolle geleitet; die Bewohner dieses Kastens erfreuten sich während der ganzen Versuchszeit der besten Gesundheit, und die Sektion ergab, daß sie durchaus nicht insizirt worden waren. u Versuchsthiere im zweiten Kasten hingegen, welche die insizirle Luft direkt einathmeten, verloren den Appktit, bekamen Durchsall und magerte,, ad; bei der Sektion fan den sich sogar Tubcckcln in dcr Lcbcr und der Milz, besonders ad:r in der Lunge, hauptsächlich in den Spitzen. Das Befinden d e s berühmten Karl Marx ist so schlecht, daß er schon längere Zeit in Algier lebt und sein großes Werk über das Kapital" schwerlich mehr vollenden wiro. Mit der Leitung der deutschen Socialdemokratie hat Marx schon lange nichts mehr zu thun; die Zügel sind ihm bald nach Erlaß des Socialistengesetzes aus dcr Hand gesallen. Seine Richtung wurde in der .Laterne" vertreten, welche vom Herbst 1878-79 unter Betheiligung socialistischer Abgeordneter, wie des verstorbenen Bracke, in Brüssel erschien. Mit der Londoner Freiheit- und dem Züricher Socialdemokrat" hat Marx gar keine Verbindung gehabt. Jenes Blatt von Most betrachtete er natürlich als lichterlohen Wahnwitz, und dieses Organ des Herrn Bankiers Höchberg, welcher seiner Zeit auch die Zukunst" gründete und leitete, als cinen Versuch zur buurgeoisen Verflachung des communistischen Princips, gegen welchen er zusammen mit EngclS seiner Zeit in ei nem eigenen Circular energisch protestirte. Uebrigens würde der politische und wissenschaftliche Erbe von Marx natürlich Friedrich Engels sein ; Söhne hat Marx nicht, und seine Schwicger söhne sind unbedeutende Communards. Der verhältnißmäßig namhafteste von ihnen ist Charles Louquet, welcher 1871 im Rathe der Commune saß und das Journal Osficiell" dcö Ausstandcs. theilweise allerdings mit großem Geschick leitete. In Deutschland beabsichtigt man eine statistische Zusammen stellung aller HauS und Lastthiere zu veranstalten. Diese Viehzählung wird am 10. Januar 1883 vor sich ehcn. Eine höchst aussallende Erscheinung sind in diesem Jahre, namentlich in dem vergangenen Monat Juni und dem Monat Juli, die zahlreichen FSlle'von Geistesstörungen in Ber lin, die zur Anzeige der Behörde gelan gen und die in einem gewiffen Verhältniffe mit den vielen Selbstmorden und widernatürlichen Verbrechen zu stehen scheinen. Abgesehen von den vielen in letzter Zeit durch die Zeitungen vcrös fentlichten Fällen sind beispielsweise am 5. Juli ganz allein nicht weniger als 10 Geisteskranke 3 Männer und 2 Frauen, darunter mehrere .höchst gemetngefährli cher Natur, in die neue Churite eingklic feri iwörden. " Delirium iremenS. AI coholiömus, VersolgungswahnundTod sucht sind die Krankheiten, an denen die Mehrzahl dieser zehn Personen leibet.
