Indiana Tribüne, Volume 4, Number 407, Indianapolis, Marion County, 30 July 1882 — Page 5
s t l e. 9lnt Jugenderinnerung, von ZatA Hutzler. Sie stand hinter ihrem Ladentische und drehte die Düte langsam zurecht. Sie blickte leise gähnend zur Decke empor und beugte sich, nachdem die braune Düte mit den verlangten Chokoladenplätzchen gefüllt und kunstgerecht in ein spitzes Zipfelchen gedreht war über den Tisch, UM sie dem kleinen Mädchen in die Ta sche ihrer frischgewaschenen Schürze zu legen; dann nickte sie dem Kinde sreund lich zu, öffnete die in ihren Angeln leise knarrende Thür; nickte nochmals und stand wieder hinter ihrem Ladentisch, um ohne Ungeduld den nächsten Käufer ab warten. Seit Jahren führte sie den kleinenLa den neben dem Schulhause. Das schmale Schaufenster mit den eng anein ander gereihten verdeckten Glasbehältern, deren Inhalt aus Honig, Chokoladen, Brustbonbons bestand, lockte an jedem Morgen die naschlustige Schuljugend vor seine blank geputzten Scheiben, und nur das Ertönen der großen Schulglocke vermochte es, die Kleinen aus ihrem stil len Genusse des sehnsüchtigen Betrach ten zu reißen und ihre roth und platt gedrückten Nä-chen von der verlockenden Glasscheibe zu entfernen. Wenn dann die Knaben und Mädchen geräuschvoll plaudernd und lachend an Käthchen's Laden vorüber die Schule zueilten stand diese meistens an der geöffneten Ladenthür und blickte dem lärmenden jungen Volke wohlwollend nach. Zu weilen nickte sie diesem oder jenem Kinde zu, zuweilen auch fl?g bei den Schelmen streichen, welche die Kleinen unter einan der ausübten, ein flüchtiges Lächeln über ihre nicht eben schönen Züge und ließ dieselben fast cnmuthig werden. Käthe hatte rothe Haare und ein dickes, sommersprossiges Gesicht. Ihre Augen sie waren graugrün stan den unverhältnißmäßiz weit auseinander und hatten einen nicht direkt schielenden, aber doch unruhigen und nicht lonzen trirten Blick. Fremde Kinder, welche besuchsweise nach der kleinen Stadt H. kamen und den Laden der enthusiastisch gepriesenen Kä!he aufsuchten, schraken vor ihrem unschönen Aeußeren zurück; kleine Kinder singen sogar bei ihrem Anblick zu weinen an. Die Schuljugend Hobokens aber, die seit d:r frühen Kmd heit da stille, harmlose Antlitz kannte die ihre ersparten und erschmeichelten Pfennige sammt und sonders in die flei l'chige Hand Käthes gleiten ließ, um aus derselben Hand die wohlgekannte, braune Düte zu empfang:n die liebte Käthe und den kleinen Laden, den sie führte, über Alles. Es var die Mittagspause eines son nenhellen Tages. Die große Schul Hausglocke tönte mächtig durch den Hof räum. Die Thüren der verschiedenen Klassen wurden lärmend ausgerissen und in den Korridoren schob man sich und drängte nach, der Treppe, sprang und hüpfte lachend in den weiten unteren Flur hinab und huschte athcmlss und eilig aus dem dunkeln Raum hinaus in's Freie. 23er geht mit mir zur Käthe V fragte eine helle Mädchenstimme aus dem Ge wühl von Kindern, und
!3ch, ich ich kommt gleich von allen Seiten Antwort. Na, alle braucht Ihr nicht erklärt die helle Stimme, und T?!attie Reynard, das dunkeläugige Kind, der Liebling ihrer Klasse und der Lehrerinnen, schiebt sich mit Hilfe ihrer bloßen Arme durch die Kindergruppen, die sich plaudernd auf der Wiese unterhalten, und sieht sich suchend um. Das Achselband von ihrer Schürze ist hinabgeglitten sie senkt im Gehen ihre Schulter und schiebt mit einer kleinen, sonnverbrannten Hand das Kleidungsstück zurecht, und dann gewahrt sie erst, daß auch ihr Strumpf band sich gelöst. Sie nimmt sich nicht die Zeit, dasselbe regelrecht zu knüpfen im Weiterrennen sucht sie nur mit Hilfe ihre rechten Fußes den Strumpf des linken auf dem Bein zu ordnen, und plötzlich ruft sie einem Mädchen zu, das auf der Schwelle des Schulhauses steht: .Wo ist denn Lizzie Dunker? Du Harriet, geh' 'mal 'rauf in meine Klasse und sieh', ob Lizzie Dunker oben ist sag' ihr sie soll sich eilen na, geh' doch V Die also Angesprochene schlägt die gelb bewimperten Augenlieder zu Mat tie Reynard aus und senkt sie lasch und rührt sich nicht von der Stelle. Mattie steht noch auf der Wiese. Ueber ihren nun völlig herabhängenden Strumpf gedeugt, müht sie sich, denselben zu befestigen. Da sie das roth gewordene Köpfchen wieder hebt steht sie die Kleine. Jla, Du willst wohl nicht ?" Der dünne sestgekniffene Mund die regungslose Haltung giebt stumme Ant wort. Im Nu steht Mattie neben ihr die dunklen Augen sprühend, die Hand geballt. 3ch schlag' Dir eine hin, weißt Du's?" Die gelben Augenwimpern zucken leicht, und um den Mund der Blonden zieht sich ein hämisches, störrisches Lä cheln, ein Lächeln, das den geradenSinn des dunklen Kindes reizt, empört. Sie hebt die Hand zum Schlage doch die Andere huscht mit katzenartigerGewandt heit rasch zur Seite, duckt sich kichernd und entkommt dem Schlage. Ein heiseres Gelächter hallt zu dem aufgeregten Kind zurück, das nun, vor zorniger Erregung bebend, selbst hinauf geht in die Klasse. Sie findet Alles leer und nun, entrüstet und enttäuscht, begiebt sie sich mit raschen Schritten auf den Weg zur Trösterin: zur Käthe. Sie stößt die Ladenthüre mit dem Rücken auf. Sie wartet, drinnen an gekommen, bis der grüne Vorhang, der das Wohngemach der Käthe von dem Ladenraum trennt, bei Seite geschoben wird und eine Stimme aus dem In nern ruf:: 23er ist's ?" Ich," giebt die Kleine rasch zur Ant wort. Wer, die Mattie V Ja." Was willst Du denn, Mattie?" .Für einen Pfennig Tassy!" (Ein braunes Zuckerwerk aus, Blechplatten gebacken.) .Das steht im Glasschrank, rechts.
Lang' eö Dir 'runter, und brich Dir für 'n Pfennig ab, ich bin beim Einkochen leg 'S Geld nur auf den Tisch !" Mattie stand sprachlos da. War es möglich? Käthe überließ es ihr sich selber zu bedienen, sich dem Schrank zu nähern, in dem die guten lockern Sachen standen. Das war ja etwas Unerhör tes bei der strengen pflichtgetreuenKäthe, die niemals warten ließ und niemals fehlte. Die Kleine stand noch immer starr vor Staunen da, als ihr die Stimme Käthens wieder zurief, ob sie gefunden. O ja !" Sie rief's und kletterte vom Stuhl herab, den sie zum Erreichen des großen SchrankeS herbeigeholt dann legte sie die Pfennige auf den Ladentisch und wollte gehen. .Du, Mattie !" .Hä? Hast Du ein Bischen Zeit? .Ja, was soll ich ?" .Ich bin beim Einkochen, und daS Obst brennt so leicht an, man muß be ständig rühren wenn dann Kunden kommen, müßt' ich davon All und Jeden kann ich doch nicht an denSchrank lasten." Mattie hob das Köpfchen stolz. Die Sache mit dem Einkochen und Andren nen verstand sie weniger der letzte Satz jedoch ließ sie erkennen, daß Käthe sie besonders schätzte. Die dunklen Augen ruhten fragend aus dem Vorhang, der die Beiden trennte. .Wenn Du ein wenig in dem Laden bleiben möchtest, und verkaufen", erscholl es hinter demselben hervor, und : Gern, oh, das thue ich gern", kam Mattie's rasche Antwort. Jetzt erst erschien Käthe selbst. Sie trug ein großgeblümtes Kattunkleid, dessen Aermel hoch zurückgeschlagen varen. Die dicken Arme wie das Antlitz waren dunkelroth und heiß. Sie hatte in der Rechten einen Löffel, den sie in die Hüfte stemmte währerd sie das kleine Mädchen indem Laen unterwies. Käthes Geschäft blühte nicht. Das kleine dunkle Kindergesichtchen hinter dem Ladentische mochte noch so sehnlichst nach der Thür schauen: in der halben Stunde kam ein einziger Kunde und brachte einen Pfennig. Dazu noch war es nicht einmal ein Schulkind, das die hohe Stellung Mattie's bei der Käthe hätte weitersprechen können ! Wenn ste dort saß und Keiner kam herein, so wurde das langweilig. Mattie schlenkerte die kurzen Beinchen an dem hohen Stuhle hin und her und ihreFin ger trommelten den Takt der Polka, die sie gerade lernte. Sie blickte nach der Thür und wünschte sehnlichst einen Kunden ! Dann schweifte ihr Auge über den spiegelblanken Glasdeckel des Ti sches, unter dem die Chokoladentafeln lagen, deren Käthes Großmuth ihr zwei gegeben für die Mühe", wie sie sagte. Die hatte sie verzehrt. Es war recht still. Von den Schulmgdchen kamen auch gar keine ! Und hinter jenem grü nen Vorhang klapperte der Holzlöffel Käthe's monoton und gleichmäßig in dem messingenen Einkochetopf. Ein sü ßer, heißer Obstduft drang in den Laden und machte Matties Gaumen lü stern. Das Schlenkern ihrer Beinchen
hatte nachgelassen uud jene Blicke der Erwartung, die sie auf die Ladenthür gerichtet hatte, leuchteten jetzt weniger, und endlich wandte sie dieselben auf den Vorhang, dann von ihm fort zu jenen Glasbehältern mit den Honigplätzchen um endlich auf der Scheibe ihres Tisch chens zu verweilen und durch dieselbe auf den Chokoladentafeln. Es lagen da so viele ! Ob Käthe sie wohl immer zählte ! Das konnte sie doch nicht so viele und solch' kleine d'runter! Der Löffel machte seinen Rundgang in den Kochtopf, und Kunden kamen nicht, und Alles war so still ! Das kleine Mädchen faltete die Hände auf den Ladentisch und sann darüber nach, wie viele. Stücke Chokolade dort wohl lagen. Dort aus der oberen Schicht mochten mehr denn zwanzig sein. Zwanzig? nein, so viel nicht. Sie hob den Deckel ein klein rzi mg ,zwei, drei, sieben, acht". Da lagen einige kleine Tafeln an der Seite Die waren sicher von der aufge bauten Schicht abgeglitten. Das braune Kinderhändchen langt die Stückchen auf und legt sie aus den Platz zurück. Der Zeigesinger ihrer Rechten streift die Cho kolade sie leät ihn mit der Zunge ab oh, das rrar füb ! Fast füger noch, wie ihre bciden Stücke, die ihr Küthe trenn zetzl oas neine lsluacyen iqr ge hotte ! Der Zetgesmger streift nochmals das Täfelch:. VUun, zehn zwölf." Run ist der irinqer wieder kl:b?ia : die kleine rothe Zunge wäscht ihn rein. Dreizehn, vieizehn" oh weh! Das Stückchen mitten durchgebrochen. Was nun beginnen? Was würde Käthe sagen? Die Kleine athmet rasch. Sie horcht gespannt auf das Geklapper des Kochlöffels. Sie blickt sich scheu und ängstlich um. Ein kurzes Ueberlegen Herzklopfen leises Zagen mit raschem Griff ist jenes Täfelchen in ihre Hand un) aus derselben in die Tasche des Kleides geglitten. Noch klappert jener Löffel in der Stube noch drängt derselbe heiße süße Pfirsichduft zu Mattie in den Laden, noch herrscht ringsum die selbe Stille von vorhin und dennoch ist es ihr, als klopfte es an allen Wänden, an den Thüren, an den Jenstern, und jene Glasbehälter, die so eng gereiht in dem Schausenster standen, sie drehten sich im Kreise. Was mochte nur das Klopsen scfcl Da an der Thüre jetzt ist's am Jen ster, in dem Glasschrank, aus dem Stuhl, auf dem sie sitzt und hinter jenem grünen Vorhang, der zur Käthe ah. da ist ja ttathe. seltsam, daß das Klopfen plötzlich nachläßt, da das rothe Antlitz mit den grünlich'grauen Augen sie so freundlich anblickt. Bist Du müde. Kleine?" Die Fleine" schüttelt stumm den Kcpf, und da in diesem Augenblick die Ladenthür sich öffnet und ihre Freundin Liie Dun ker eintritt, hebt sich ein langxc Athem zug aus ihrer Brust und mit dem Nacken stolz zurückgeworfen, steht sie bereit, dieselbe zu bedienen. Was willst Du kaufen V Was thust denn Du hier ?" Ich helfe der Käthe, sie brennt sonst draußen an," erklärt die :lcine, ernst hast zu Käthe aufschauend, als erwarte sie Lob und Bestätigung.
.Ich koche Obst ein," berichtigt diese lächelnd, und Mattie ist mein Stellver treter hier im Laden." Für zwei Pfennige Brustbonbonsbestellte nun Lizzie, und Käthe überläkt es Mattie, ihr dieselben abzuwiegen. Sieh' mal an. Du bringst uns Glück," ermuntert Käthe, da die Ladenthür sich wieder öffnet, um ein kleines Mädchen einzulassen. Die gelben Flechten, die so matt ge färbten Augen der Neueingetretenen sind der kleinen Mattie wohlbekannt die ärgerliche Szene vor dem Schulhaus steht in voller Klarheit vor ihr und macht, daß sie die braune Rechte wie zum Schlage ballt. Ein einziger hämischer Blick aus jenen wasserblauen Augen trifft ste, und in demselben liegt ein Etwas, das das braune Kind mit Angst erfüllt. Was soll der böse Blick? Was steuert jenes Mädchen geradenwegs auf Käthe zu? Und Käthe! Sie beugt sich zu ihr nieder, weil die Kleine leise spricht, und bittet, daß sie lauter rede, und Harriet redet lauter. Ich hab' gesehen, daß sie ein Choko ladenplüchen aus dem Tisch genommen und in du Tasche steckte," kommt eö heiser und geläufig von den schmalen Lip pen der Angeberin, und Mattie gleitet von dem Stuhl herab und steht, vom hellsten Zorn erfaßt, der Blonden gegenüber. Der große jähe Schreck, den die Anklage Harriet's bei ihr hervorgebracht, ist der Nothwendigkeit der Selbstvertheidigung gewichen. Verschwunden ist die Scham, die ihr vorhin das Blut zu Kopfe trieb, und mit dem Ausdruck stolzen Trotzes in den Augen ruft sie em-
pört Ich hätte 'was genommen? O Du gemeines Ding r Die Andere läckielte bosbast : Ich hab's gesehen sie hat's gethan." Es tritt iekt eine Dause ein. die unse- . ' I rer Mattie endlos dünkt. Die Augen Kätbe's sind so sonderbar. Siesteben wei M M I I I ter aus einauder wie zuvor so weit,daß . . . ' . ' . . I es der Kleinen ist, als blicke eines in ihr . ' I Herz hinein und eines in die Tasche ihres Kleides. Und dort siebt Linie, ibre Freundin, vor der sie stets als Musterbild der Wahrheit aufgetreten! Und V . V . o . x : f JC . rt V V..a RX r vllnu vas üami mc iny, vs iw ,v an ihr rächte ! Sie fühlte wohl, daß nicht die Redlichkeit des Sinnes, nur die Rächsucht jene Blonde zu der Angabe veranlaßt, und daß fle nächsten Taaes in der ganzen Schule diesen Hergang weiter klaticken würde das war aewin ' Und Kätbe ! Was tbat ne da? Was will sie an der Thüre? Sie nimmt die Blonde an der Hand. Mein Kind, ich glaube sicher, daß Du Mick ttfxrtt 5si. Mit kleine Matt stieblt nickt. 5?fct ist eS aber Neit für Dich, nach Saus m aeben, und Linie oedt mit DirSie bat's in ibrer Tascke. faiV Du nur binein aiebt die Anaeberin zurück. und Käthe wendet sich zu Mattie, sieht ibr sckweiaend in die aroen beiken Au. ntn i,nk tMntnnpi Tnnnfnrn fasse nickt in ibre Tascke. ick bin gewiß, daß Mattie ehrlich ist." Die Thüre schließt sich hinter beiden Mädchen. In Mattie'S Ohren tönt das Klopfen von vorhin. Rings um sie her, in ihrem Kovfe. ibrem 5er,en. ibren Sckläsen ein dickes Etwa drückt sie in der Keble die KlaSbebälter fanaen an ,tt tan,en. immer rund im Kreise, immer V . . , WW W n W W W V V M M V V W9 WWWWBIW W W wilder, immer schneller mit einem lau ten Ausschrei wirst sich daS ausgeregte Kind vor Käthe hin. Ich hab' es doch gethan ; o Käthe, Käthe ! Ein eigenthümlich feuchter Glanz liegt in den grünlich-grauen Augen Käthe's, Sie streicht das wirre dunkle Haar des Mädchens sanst zurück. Sie sagt ihr nickt, dan sie es wobl oewut. weil sie den kleinen Diebstahl, hinterm Vorhang stehend, selbst mit angesehen sie reicht ihr ernsthaft ihre große Hand und bittet sie. am näcksten Taae wieder bei ibr ,u nerk.-i'.is.n. inden sie die nekoten ttrnte in die Gläser süllt. Und Mattie sieht Ü2 aron und änastlick an und wiederbolt. dak sie uncbrlick war. Du wirst es nickt mebr sein. iekt. wo Du nebst, wie sebr ick Dir vertraue." Der Laden ist noch in der kleinen Stadt und Kätbe steüt ?iakr aus ?kahr ein an ikrem 5iscke und drebt die brau, nen Düten lanasam in die kunstaereck ten Zipfel, und reicht sie lächelnd, leise gähnend, ihren kleinen Kunden hin. Die Mischen, die vorübergehen, belächeln das Gesicht mit den grau.grünen Augen i7nd d?n hm ten sinnen, sie fronen um. UIIV V IHflllll i v i 11 i moher es kommt, Käthe lieben! daß alle Kinder jene 2ottnesnto,d aus Blutrache. (Eine Eeschichte uS der He:z?gon?ina.z Es ist Spätsommer und fröhliche Ernte,;eit. Das Volk ist zerstreut aus den Aeckern und Wiesen, in Gärten und Wäldern, um die Früchte des reich qesegneten Jahres einzuheimsen und sich für den strenaen Winter, wie ihn nur die herzegowinischen Alpen kennen, , vorzusehen. Viele Bursche und Mägde hoffen, bis zum Eintritte der Fasten unter Dach und Fach zu kommen. Hirten und Sennerinnen kebren mit relck vermehrten Heerden nach den Dörfern zurück; ste führen axolt Vorräthe an Fett, Butter, Käse und Rahm aus den Sennhütten mit sich. Da und dort wird. schon Winterfutter sür die Haus thiere geschnitten, gelegt und ins Thal hinabgesührt. Es )l am Nachmittag des Sonntags . ir. ? rr . v . . oer yemgen waijcnn Pena uno oasJüOii soeben vom Segen aus der Kirche heim 1 v & sw m J m attedrt. Au oem Wetterwlniel der rr' 'ZX7l f i . : . fx, (rn.ft. ;ijuiiu flujiuuj'ii uciutii luncie uucii auf, und der Himmel wird pechschwarz. ' . . ' ' s
ehe man zweimal die flachen Hände aus leoer Weg. Auch die Mutter war dereinanderschläat. Ein Blitz übereilt den selben Meinung, denn wie könnte ein
andern, ein Donner überdröi'nt den an dern ; es schüttet, wie aus den größten Kannen. Die Feldarbeiter fliehen von den Aeckern, die Hirten suchen ihre yeerden unterzutteuen, das eu und das
m -m i V C Tenne ins Haus geschasst, die Kinder in dle Stubm gerufen, damlt l'.e sich um dle Mutter betend versammeln. Es ist ein Unwetter, wie ein ähnliches erlebt zu ha ben sich Niemund im Dorf erinnert. Die hinsälligen Greise, welche schon dem Jenseits näher sind, glauben an das
gedroschene zcorn weroen rach von oencaen voraus uno cai oie liiern,
Herannahen des jüngsten Tages und murmeln : Groß ist Gottes Macht und sein Wille geschehe M Die Großmütter zünden die ewigen Lämpchen vor den Bildniffen der Mutter Gottes oder der Hauspatrone an und schließen ihr stilles Gebet mit Erbarme Dich unser!" ab. Die beherztesten Leute überfällt unsag bare Angst ; alle Elemente scheinen empört, es herrscht eine Finsterniß, wie an dem schrecklichen Tage, da der Heiland ans Kreuz geschlagen wurde. Die Nacht bricht herein. Niemand drückt ei Auge zu. Niemand fühlt Hun ger oder Durst, denn die bleiche Furcht hat Aller Kops und Herz ergriffen. . . . ES wird Morgen; das Unwetter läßt endlich etwas nach und auch der Regen fließt nicht mehr in Strömen. In den Hütten, wo keinUnglück geschehen, nimmt man, ohne ein Wort zu sprechen, den Morgenimbiß ein und dann strömt Alles aus den Häusern, wie auö Bienenkörben ; Jeder will nachsehen und hören, wie eS bei Freund und Gevatter ergangen, und wie viel Jeder Schaden genommen. Man ruft zuerst die Nachdarn diesseits, dann die jenseits der Drina, welche heute einem trüben Strome gleicht, Felstrümmer und uralte Baumstämme mit sich schwemmt und den schönsten Anger des Dorseö meinen See verwandelt hat. Nach und nach lichten sich die Wolken; der Meßner schlägt zur ungewohnten Stunde das Kirchenglöcklein an. Je dermann weiß, daß dieser Ruf allen großjährigen Männern gilt, und sie ver sammeln sich auch bald vor der Kirche, die auf einem Hügel fleht und die zer-
streuten Häuser des DorseS übersieht. Niemand wagt em Wort zu sprechen, oenn eoer glauvi, oas geiirige unwen ker als eme yelm ucvung Zolles muver i . ff i 9 i t c i schuloet zu yaven. s irrn oer alle Geistliche durch die schmale Pforte aus I. , . M" . dem Gotteshaus; blotzen yauptes, im Meßgewand und in beiden Händen ein ungeheures Buch, vom Alter vergilbt i 4 c er" . f n.jf. rr r uno oyne ieoe moanooeae. r egnei i. . r v . (. r oas verammeue on uno ,agl mix ern ster und besorgter Miene : Guten Mor gen, Brüder ! Gottes Segen undGnade bleibe stets bei Euch!", worauf Alle ant nnv n Wtnn fflfirrr (K o f vfiXv Dich !' Der Pope setzt sich aus die Stufe der Klrchenpsorte nieder, erklärt dem Volke, daß ein solches Unwetter seit den sieben Plagen Pharao'S nicht vomHimmel herniedergegangen wäre. Es müsse im Dorfe ein schreckliches Vebrechen began gen worden sein, daS noch nicht gesühnt sei. AuS diesem alten Buche", schließt der Pope seine Rede, das, wie ihr wißt. m .veru alem vom immei zur roe siel, will ich Euch die schrecklichsten Sün den, deren die Menschen fähig sind, vor lesen, damit der größte Sünder unter Euch gestehe, Reue und Buße thue." Der ehrwürdige Pope überschaut sor schend die versammelten Männer - und da er eben mit der Aufzählung der TodsÜNdkN bkaMNkN will, drängt sich der alte Milowan durch die dichtgedrängte Vers.mmlung und spricht: Brüder, Ihr wißt, daß ich blS heute em glücklicher Mann war, aber wisset auch, daß es seit gestern Nachmittag keinen unglücklicheren Menschen auf dieser Welt gibt,, als ich bin." Was ist geschehen?" rusenAlle durch einander, und der Pope tritt von der . Kirchenpforte unter die mitleidsvoll er reale Acenge, oenn cilowan war einer fv . der wohlhabendsten und geachustenBau' ern des Dorfes und lange Jahre Orts' ältester. Es war m der That etwaS Schrecklr ches geschehen - und das kam so. Vor sunsunozwanzig paaren wuroe oem va lowan nach langer kinderloser Ehe ein Zwillingspaar geboren. Der eineSohn erhielt in der heiligen Tause den Namen Luka, der andere den amen Mathia. Acußerlich glichen sie sich wie ein Ei dem andern, wie eme Apfelhälfte der anderen. Aber kaum waren sie der Wiege entstiegen und der Sprache mächtig geworden, so gab es Streit und Zank unter ihnen ohne Ende. Und Mathia gab m der Regel dle Ver anlastung zum streit, oder zur Schla ge?ei, denn er war immer herrisch und eigensinnig, roh und gewaltthätig, was auch Vater und Mutter schelten mochten. So wuchsen sie denn heran, Luka zur Freude, Mathia zur tiefen Betrübniß seiner Eltern. Beide erhielten bald Waffen und endlich wurde es auch an der Zeit, an die Verhelrathung der Sohne ZU ocnicn. Milowan und sein Weib hatten auch daran gedacht und schon cm palendes Mädchen im Dorse ausfindig gemacht. Aber welcher von den beiden Zwillingen sollte zuerst heirathen ? Nach langem Hin- und Herberathen kamen die Alten zu dem Beschluß, den Luka aus verschle denen Gründen zuerst zu verheirathen; Mathia sollte sich erst im , nächsten Jahre ein Weib nehmen. Milowan rief also die beiden Söhne eines Morgens zu sich. theilte ihnen diesen Beschluß mit und fragte ne, ob einer von ihnen etwas da gegen zu bemerken hätte. Luka sägte : Vter, ich bm's zufrieden, wie Du es sür gut findest" aber Mathia meinte gleich daraus : Ich meine dasselbe, aber ick will noch diesen Morgen aus dem Hause. Gebt mir meinen Antheil von Haus, Hof und Grund, und dann bin ich auch zufrieden. Dergleichen, antwortete der Vater, hat es weder b,s zum heutigen Tage be: uns gegeben. noch wird dergleichen zuerst in meinem Hause anfangen. ES wird so geschehen. wie ich Dir gesagt habe. Wenn Du, I !jti e . , , fl Ti r mein oyn, mcgi soigen wwi, o nimm Air, was Du m diesem Haue erwor1 r t. . oen, ais em mgeniyum mu und gehe I ! X! U. OD f .l,! ß O : l.c.tii " iutuc ücii, ivuyiu ia uuicji. Leicht sei Dir Dein Leben und offen I Ä j Wl . unverheiratheter Menfch das Recht haben, neue Gebräuche lm alten Lande einzuführen. Luka, der die Entschieden heit des Vaters und den Starrsinn des Bruoers kannte, sah dauernden hausll I .f. - O fl . . r V sie mögen Matbia zuerst verbeiratben: er könnte schon noch ein Jahr warten. Aber Vater Milowan, der immer aus Zuq: und Ordnung im vause hielt und darin im ganzen Dorfe als Muster galt, verwies den friedfertigen Sohn und meinte, dak seit Menschengedenken in
jedem Hause nur das zu geschehen habe, was die Eltern anordnen. Endlich schwiegen die beiden Brüder, aber die Feindseligkeit zwischen ihnen wuchs um
someyr. Bald darauf verlieb emeS, Morgens der Vater mit Luka dk.' .aus. Sie gingen hinaus in den Wald, um Klein holz herbeizuschaffen. Zu Mathia fagte der Vater: Steige hmao m'S Kartosselfeld rechts hinter dem Hause und sehe m den letzten Reihen nach, ob sie gedeihen." Milowan und Luka gingen im fröhlichen Gespräche den steilen Weg zum Walde hman, aber Mathia ging nicht aus das Feld ; er blieb daheim, setzte sich an den Herd, schmauchte eine Pseise nach dee anderen, die finstere Miene unver wandt nach dem blendenden Feuer ge richtet. Eme halbe Stunde vor dem Mittag'. mahl trafen Milowan und Luka im Dorfe ein. Letzterer bemerkte an dem Bruder, daß dieser, von Trotz erfüllt. keinen Fmger zur Arbeit lm Kartoffel feld gerührt habe. Schämst Du Dich nicht," sagte Luka, den Vater wie ein Lastthier arbeiten zu lassen, und Du sitzest stundenlang wie ein Klotz vor dem Aschenhaufen." Ich wollte mich eben nicht um die Kartoffeln kümmern " antwortete der unselige Bruder. Ein Wort gab das andere, es fiel ein und der andere Handschlag; -rndlich zog Mathia die Pistole aus dem Lederaürtel ein Schuß und Luka sank tödtlich getroffen zusammen. In demselben Augenblick trat auch Milowan m's Haus, gerade um noch die Worte des sterbenden Soh neö zu vernehmen: Vater, ich sterbe; räche mich... Ich hätte Dich auch gerächt !" Da reißt der Vater seine Pi stole aus dem Gürtel und im nächsten Augenblick stürzt auch der zweite Sohn lautlos zu Boden, eine Leiche, von der Hand des eigenen Vaters. So beging Muowan emen Sohnes mord auö Blutrache und mit schlichten Worten bekannte er seine Schuld vor der Kirche und vor dem versammelten Volke. Niemand wagte einen Vorwurf zu er heben, nur der Pope sagte : Herr, führe uns nicht in die Versuchung und bewahre uns Alle vor solch' unheuvoller Stun de." Erst als die tiefe Erschütterung von den Gemüthern Aller gewichen, nchtete der Pfarrer an den verzweifelten Vater die Frage: Wie konntest Du, nachdem Luka ermordet war, auch Mathia ermorden ? Dachtest Du nicht daran, daß Du keinen dritten Sohn mehr hast?" Aber wie konnte ich, liebe Bruder," antwortete hierauf Milowan, noch weiter den blutigen Mörder meines besten Sohnes lm Hause dulden? Wie hatte ich jemals wieder unter Euch treten können, wenn ich den letzten Willen eines Sterbenden: Vater, räche mich... denn ich hätte Dich auch gerächt !" uner füllt gelassen hätte? Ich sehe auch jetzt em, daß ich von Gott und von ehrlichen Leuten auf ewig verdammt bin. Nehmt also, Bruder, auch mem Leben ; tödtet mich und' nehmt die ewige Last von meiner Seele und den ewigen Fluch von meinem Hause.Niemand wagte diesem Wunsche zu willfahren, aber kein Auge blieb trocken ob des schrecklichen Unglücks, das Milowan's Haus getroffen. Nur er weinte nicht. Die unselige Stunde hatte ihn ja um jede Einsicht und jedes Gesühl gebracht. , Der Pope schütt durch dle trauernde Menge und ihm folgte in stummer Ergebenhm das theunehmende Volk nach dem Hause Milowan'S, das von dem Wehklagen der Weiber und Verwandten . .c . ffi. cry t . . on wleoeryaule. 'jjean serngie zwei Vayren, trug die Brüder hinaus und legte sie in die kühle Erde. Milowan aber erkrankte noch an demselben Tage. Er nahm fortan weder Speise noch Trank zu sich und jeden Schlaf verscheuchte von ihm das schreckliche Bild der ernordeten Söhne. Am dritten Tage holte man den Popen, der im inbrünstigen Gebete Vergebung für den unglücklichen Vater erflehte. Und als die Todesstunde am vierten Tage herannahte, rief Milowan die Seinigen herbei und sagte zu ihnen : Wiffet, daß ich sterbe. Dir Stojan, meinem Schwie gersöhne, vererbe Ich Alles, was ich mem genannt habe ; treibe nicht mein Weib vom Hause. Betet sür meine arme Seele, so ost Ihr meiner gedenket. So lange Ihr lebet, werdet Ihr der Dorfkirche ein Vließ Wolle, eine Oka Wachs und eine halbe OkaWeihrauch alljährlich opfern. Verzecht mlr, sowie auch.lch Euch verzeihe !" . Und so starb der ungluallche Mllowan. can trug ihn am nächsten Tage hinaus und legte ihn m's kühle Grab zwischen seme beiden Söhne Luka und Mathia. (Wiener Presse".) W i e eine kluge Frau ihren heftigen Mann behandeln soll, zeigt Johann Flschart in feinem lm Jahre 1607 zu Straßburg erschienenen, viele beherzigenswerthe Wahrheiten enthaltenden Philosophisch Ehezuchtbüchlein" : Wenn er schreiet, sie nur schweiget. Schwelgt er dann, red' sie ihn an; Ist er grimmsinnig, ist sie kühlsinnig, Ist er vielgrimmig, ist sie stillsinnig ; Ist er stillgrimmig, ist sie trostsinnig; Ist er ungestümmig, ist sie kleinstimmig; Tobt er aus Grimm, so weichet sie ihm ; Ist er wuthig, so ist ste gutig ; Mault er aus Grimm, so red' sie ihn an. Also wird gestillt, auch was ist wild. Sonst gern g schlcht, gleich wie man spricht : 'Atottn baut (öieur malzen mmmer klem. Ein g'scheit Frau laßt den Mann wohl wüthen. Aber dasür soll sie sich hüten. Daß sie ihn nicht lang maulen lasss. Sondern durch lmde Weis' und Maße Und durch holdselig freundlich Gespräch Bn Zeiten ihm den Mund ausbrech ! Sprachverwirrung. Mim (seine Rolle wiederholend) : Ist das wie der 'ne Sprach;, zum Verrücktwerden ! Sie erfreute sich stets eines untadelba ren Wandels !" Sie erfreute sich stets emes untaoeloaren Tandeis, eines un wadelbaren Tadels, nee. eines unman delnaren Wadeis Herruott eines un bandelwaren. eines untandelwaren Bandels-daS soll der Teusel memorl ren! - - '
AUS dm Litdern eines Vigilantetti
Mit vollem Recht hat im Reichstage sich der Abg. Grillenberger über dle lastiae Beaufstchtiauna der sozialdemokratischen Abgeordneten durch Beamte der Berliner Polizei beklagt, hat aber der verehrte Herr auch bedacht, daß das Leben dieser Verfolger viel mühseliger und bedauernwerther ist, als oas oer er solaten? Einer dieser Beamten, bei dem die' öde Dienstthätigkeit die Neigung zur Poesie nicht hat ersticken können, hat die Leiden seines Amtes in einem größeren Liedercvclus aesckildert, und die Zuvorkommenheit seines Verlegers gestattet uns, einige Proben aus dem valo er scheinenden Werke zu geben. Am Morgen. Früh, eh' die Hähne kräh'n Und die Stern' erblassen. Muß ich am Haus schon stehen. Um aufzupassen. Regen aus Regenguß, Stürzet hernieder. Ich schreit' als Eerderus Stramm hin und wieder. Stunde auf Stunde flieht In Groll und Aerger, Endlich durch's Fenster sieht Herr Grillenberger. Zündet zum Höhne mir Seine Cigarre, Fragt nicht wie lang ich hier Im Regen harre. Endlich mit Schirm und Hut Se ' ich ihn stehen. Rüstet sich wohlgemuth Jetzt auszugehen. Sein Auge scheint moquant Zu mir zu sagen : Aus denn, mein Vigilant, Zum frohen Jagen ! Ach, ihm verlieh Natur, Beine der Spinne! Rasch denn auf seine Spur, Eh' er entrinne ! Angeführt. Vier Stunden waren wir gegangen Durch alle Straßen ohne Rast; Da wandte sich mein Schützling splöhlich Zur Sieaessäul' m voller yast. Schon ist im Eingang er verschwunden, Da wird mir plötzlich Alles klar ! Ich flieg ihm nach die steilen Stufen : Hoch in die Lust hat er berufen Der Mitverschwornen dunkle Schaar. Und wie ich keuchend auswärts fliege. Zuckt's durch's Gehirn in froher Hast: Besörd'rung, Prämie, Dienstmedaille ! O staatsgesährliche Canaille Jetzt endlich hab' ich dich gefaßt ! Doch einsam steht meinSchützling droben Und schaut vergnügt zur Stadt hinab. Kaum steht er mich, so ist er munter Die Treppe wieder schon hinunter. Und wnter geht's in raschem Trab. Schon um dle nächste Straßenecke Fährt er behende wie ein Blitz ; Mit Fluchen folg' ich ihm und Wettern, Es war das aanze Säulenklettern Nichts weiter als ein schlechter Witz. JmKeller. Es brennt die Mittagssonne Herab mit heißem Strahl; Mein Schützling steigt, o Wonne ! Hinab in ein Lokal. Wie ist's so kühl und traulich hier ! Herr Wirth, auch mir 'nen Schoppen Vom allerbesten Bier ! Es schaut der Wirth, der breite. Mlch scharf und forschend an ; Dann führt er auf die Seite Vertraulich meinen Mann. Er spricht zu ihm ein leises Wort; Der nickt und greist zum Hute Und macht sich wieder fort. Ich folg' als treuer Wächter Ihm nach in stummer Qual, Der Gäste roh Gelächter Schallt fröhllch durch's Lokal. Fort geht die Jagd in Mittagsgluth Wie war so kühl der Kell:r, Wie schien das Bier so gut ! (Kladderadatsch.) Conferenz Lied Und so sind wir Excellenzen Wieder 'mal durch Nolh verbunden, Haben uns zu Conferenzen Hier im Stambul eingesunden. Daß wir weislich Frieden schassen Für die Welt, die ruhgesinnte, Brauchen wir statt scharfer Waffen Dlnte! Dmte ! Ach, was uns hierher gebracht hat, War fatal Ichon, doch daß neulich Sald Pascha uns verlacht hat, Das ist bitter und abscheulich. Bitt'rer noch als Ysopblatter, Alcesast und Coloquinte, Ja, als Galganwurz potz Welter ! Dmte ! Dmte ! Doch nach mancherlei Beschwerden Glückt gewiß, was wir erstreben : Arab; und Tewsik werden Usrem Willen sich ergeben. Und die wilden Otomanen Werfen in das Korn die Flinte Schneller noch als wir es ahnen. Dmte ! Dinte ! Ja, wie Gladstone hat beschlossen. Und nach Freycmers Behagen Werden lösen unverdrossen Wir die diplomat'schen Fragen. Und des Sultans hohe Pforte Soll mit diplomatischer Finte Uns nicht täuschen mehr durch Worte. Dinte ! Dinte ! Laßt denn Hadern und Zerwürfniß Aus der Conferenz uns jagen ! Für der Völker Ruhbedürfniß Wollen wir verbündet tagen. Und den Friedenstempel bauen Laßt uns auf granitner Plinthe, Bis das Werk wir sertig schauen ! Dinte! Dinte ! Täglich vom Doyeu geladen Zum Geschci.st, dann Ruhepause, Und bei einem der Kameraden Jnvitirt. zum Galaschmause ! Daß wir Armen uns erquicken Tiaut beim Sect und beim Abisynthe öon der galllgblttern,dlcken - . I
Dinte! Dmte! Kladderadatsch.
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5 rrrrrj' i sjkfc tym i y - tzZ j 1 1X1 il H ci ti- -";2j - "i7 fli. "i - - w ' l.T-r" 1 tm MWrM Smvfokken von hmim und" medizinischen Autoritäten Ui In und AukladM lS em unschlibsrei CtZrkungs, und Bclkbungi Vkttl i,iZgemewr Schwäche, Nervöser Niedere gelchlaaenheU, Geschwächter örxerrSonftitutt' unb bk, Leiden dem weiblichen Geschlecht eigen. i Für säugende Mütter, wctCt an V!ilcharutb leiden, ist Liebig Walz fx t r act ein unschätzbares Mittel für ,hr Leiden. CT; wtat sag eraungermogn, reizt den sppenw ftZrü lai System und reranlatt einen reichlich' ZuZluß von Wlich. ' ti)wa$tn und üranülilJen linder, welche durch Mattigkeit und Ungeduld die Folge von Srankheit leiden, oder deren S?fteV burdb eiftiae Urbt ranftttnaunn untrrntabtn iQi Wird der Sedrauh den normalen Zustand des SLlx ..-t. w : mt.'.iL. w. . t. r. - . xrr uno cic ituc et grno icicöci gc vc n Invaliden u. Aeconvakescen:.v i c s l . . . iMar iih tvitv v y -J.'tutuiiuii (in lich er Helfer ba Leben ,u erhalten und den verlöre nen xxetit wieder zurück ,u bringen. Ter Tlak,' Extrakt ist ferner ein unübertresflichei ErsadmiUri für feste Nahrung, weun der Magen ,u geschwächt ig. G ti14 hmi fi(4 t liTfM w -y v YMMVt SchwächliGe Frauen, vtttGt a en ihrem e,cychi eigenen ikrarrhelten ici den werden durch den Gebrauch de Ex.ractek lti bende Linderung, wenn nicht Heilung erhalten. 6r hilft der Verdauung, reinigt die Säfte. rei,t de' Appetit und bringt neue Lebenskraft. j Ätterschwache und schwaclZliLs'. Hnsone im Allgemeinen, deren System künstliche, Stärkungsmittel erlangt, u. besonders solche, welche sich zur Echmindsucht hinneigen, finden tn dem Malz rtract neuen Lebenssaft. Er ist ferner ein spelisiÄ scheS Mittel bei Husten und Nervenanfällen, welche bet emem niedrigen red ron Lebenskraft voilovam: men. . Als ein Mittel um aögema-' A. am - t 1. rn f, lT rm ff 9 Serien niinen rn gciunccs, rrasilze uusTtcn zurückzugeben. L i b , g Malz Extrakt spornt., die BerdauunzSoraane zu neuer Tbät,akeit und hilft: dadurch zur Lerarbeitunq sktt-probucirender Stoffe.' Ergibt der J,au die Rundung der Normen. Utt' Aanne die entschwundenen Muskeln zurück. I Mas es ist. - Lieöig Flakz' Extrakt ist reiner Malz Extact in concentrirter' Form, von angenehmem Vestmack und frei von, Alkohol. Er kann von dem schwächsten Magen lelqr. verdaut erden und enthält nichts als gefunde.nahr-'. haste Stoffe. DaS ächte Präparat fuhrt alsEtiquette' das Äildniß Baron von Liebig'S und ein Facsimiles feiner Untetfchrift fomie derjenigen der Herren S.' ogeler Sc Co.. Baltimore, Mo die alleinigen Agen ten für Amerika. Der hiesig Malz ßTtract ist in allen Apotheken oter bei allen Händlern mit Medizinen zu haben; eine Flasche kostet sünfzi. ntS. in Tutzeno glafqen fünf Dollar. rann, jkdcch vorkommen, daß ein Axetbeker Litiig 'Jltli extrct, au diesem oder jenem Grunde, nicht aus Lager führt und den Kunden ein anderes Präparat aufzufvrechen rersucht. In diesem 3aCe möchte lr Jedem, welcher einen Malz Cxtract von aner kannte Werth und sicherer Wirkung avznfchasf. T M . r i . r. . . i am ui'icy, roen, oaraui zu oeneoen, riev,g waim Sxtract und keinen klndern z erhalten unv den potheker zu bewegen diesen Malz Extrakt am dem EngoSHSndler, von welchem er feine Trogue,' bezieht, kommen zu lasten. A. Vogeler & Co., Baltimore,.Md. Gz: 2 DiSkWÄSikuA M (V, -yAre m . WWÄ gegen : alle Rrankheilen des NIagcns, der Ccöer und des. i - ' arnericiues, insofern sie uö erfchleimun g, angeuften ruditäten und Anuerdaulichkeit entftaden nd und Blähung und Lersloxsun, ver arilaffen. Eeaen kol'kartige Leibschmerzen,, auch die fcn Ks,i ,sn??rten säurte unk der Brust, den Schwindel, daS Drücken und di .st : c i.b m..ff(i ka ar . u & vtunei.cxi r vxir, a""wi " ligtn bio etlemmung der Brust, beschwerliche ui. ni 2 , I 1 .. . IX. .(AMki VM inaiBicn, juiauc, i1 V9Pv9Vn er sSrchterlich sind. Segen: alleLeiden des rseiblichenGeschlechteS. Segen: v,llbln,ikkit, leichsnedt. chroermüttz tUl Nßklttlzrnr, utvtwtwn, vjnmaa)il, köpf no ttkdersch?z, Hn, Nopse. lbsucht. Gegen Krankheiten deS BlutcS, der Nieren u. der Blase. Segen : ZNagenleiden oder Jerdauun?-Beschroer!en, cxfschmer,'. Schul terschmer,. Beklemmung der Brust, saure Ausstoße aus cem agen. c?,v. du icy.eqten Geschmack im Munde, allenleideu. Her,kloxfen, Schmerzen in der Nieren, Vegend und hndett andere Krankheit ErsSeinungen, roelche durch Unverdaulichkeit er zeugt werden. Zaulkrankheiten, AuSschlZge, SchZ?en. Salflüffe. Flecken. Mitesser. Geschwüre, Cardnnkel, NlniWuim.(?rint:orf,schliz me Äugen, Nstdlauf, Echstt, Mißkarbe und an'art Krankheiten dr Saut ist der Gebrauch der Trafen von unvergleichlicher Wirkung. Sine eirtige Flasche wird rn fast allenllen den UnglS ubigfter, von der Wirkung dieses HeUmittel üte:zeu gen. Hattet uer Dlut rein und Hie sundhett VureS crauiSmu wild die ,ol se sctn. Die Flasche Hamburger Trorsea kcf.et td Sltti9, oder füi Flaschen für 42. sind in r.iitn deytfchen Sxothelen zuhaben, rcr erden ?,ei Bestellungen on?!.i)0 kostenfrei versandt durch , . B-g.' &
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