Indiana Tribüne, Volume 4, Number 407, Indianapolis, Marion County, 30 July 1882 — Page 4
Jer fiqmftfe Volösstamm) Po Dr. M. Wnch.
'Es darf wohl gesagt werden, daß .. i r w )as nattonalflesuyt im oeuncnen ii5olie Lickjt in dem Maße entwickelt ist, wie in aii iedem anderen der euroväiscken Culturvölker. Während es in diesen 3ci jeder Gelegenheit 'zu hellen Flam'Äcn auflodert und das ganze äußere gtUn beherrscht, schlummert es in dem deutschen nur im Keime. Nicht der Stolz auf seine Siege, nicht die Ge.Kieinschast m't seinen Dichtern und 'Denkern, nicht die Erinnerung an seine zanze Vergangenheit vermag jenen stillen Funken zur erwärmenden, zur schaffenden und bildenden Flamme anÄfachen. Die Deutschen sind eben ein langsam und darum auch ein duldsam Volk! ? Aber nicht genug an dem, den Deutchen fehlt es trov alles Particularism sogar ain Stammesbewußtfein. Sie fühlen sich nur als WürttemÖ ctg er, als Pommern, als Vreußen, als Steirer. als Deutich-B öh men , als Han.loveraner. als Weimaraner, als Baden ser u. j. w., entsetzliche, Tinhistorische und elbst undeutsche Nancn, welche die verschiedenartigsten Elemente verbinden sollen. Wo sind hit alten edlen Stämme der Friesen, Sachsen, Hessen, Schwaben, Thürinr.:cr, Franken, Alemanen? Ihre Namen ,aben sich nur mehr in den Schulbüchern erhalten; heute fragt man nicht mehr, velchem Stamme man angehört, und (a ist auch uns Deutschen in Oesterreich das Bewußtseit völlig abhanden gekomir.en, daß wir Baiern sind. Obwohl der Zusammenhang des ge Lammten Baiernstammes noch lange in . !die historische Zeit hincinreicht.obwohl Zvir in unsern alten Urkunden noch oftznals daran erinnert werden, daß die Wiederbevölkerung unserer HeimathLänder nach den wiederholten Einfüllen barbarischer Völker, die ChristiantsirAg, die Cultivirung immer wieder aaf'S neue von dem alten Stammlande Baiern ausgegangen ist, spricht man tclbst in den historischen Vereinen nur xvi schüchterner Weise von einem bd-Äsch-östreichischen" Stamme; die große Menge weiß selbst von dem nichts, sie crnpfindet es nicht, daß wir dieselben beglüäenden Mutterläute reden, wie Sie über'm Jnn drüben! Aber gerade in dieser Zeit sollen wir 3 nicht vergessen, daß wir in Oester--?eich die Ost-Baiern, die Baicrn im Stammlande, ick möchte sagen, die
Westreicher, dabwir alle Kinder einer Vl(S) gu ordnen, und uichtnurden PopuMutter sind ! lations-Rückgang der Magyaren zu Diese innige nationale Zusammen- w fnnWn ,,!n,n n??-
zehörigkeit, dieses verwandschastliche ft...ifc v : m i V r. 4 ? ? cit I -v n ii i iiti in r iiifi ii mrimwrti iir"i r "444" " i yr cnlV. nnm hutHrfcl HPhlMfpl".", ?4 -MMu, r7. mrtr 7ti imiritn nta iimisr.imrtT t r Kaiserstaatcs umschlingt, ist . . . , , . t " i. v t -..i. I oui,vm.uuiw aogi von zaaircrnjeu uiiu ucucuiciiucii Forschern, von Zeuß bis Kaemmel. deutlich nachgewiesen worden, aber so ?rl bat uns noch Niemand m?.?! n,hn,,f, ftrt5ä?am d?e R iIeind un?schon Mancher schönen Gabe erfreut. Diesmal bringt ?nmüf$M Kn SÄ v?rmL seineS Sen, seiner Größe und Macht -seine Unmittelbare Herrschaft reichte einstMls von derAoria'biö zur Nord-und r ZrVLh n .Ostsee zur Führerschaft m Deu?and berufen war, durch widrige SchickU zerrissen und in seiner Bedeutung Hot7 hrtvnton rrtr nnvm rninnn, iirninj ?u"Ä""""i",lSnlw urüaaeaanaen ist. Wie S e p p ' s neuere Schriften .überhaupt ein streitbares Gepräge zei'Zen, so ist auch das als historische Moinographie über den Baiernstamm angelegte Buch eine Kampfschrist wider 'Tschechen und Magyaren geworden. Obwohl es auf wissenshaftlicher- Basis 5.. 5. xnTr Kinnrüfber nrfAtmrt L,m 5Mntk,. nd aussuckt ii rfnftf ed. hnA hfi ieder Keegenheit die uns Alle so lebhaft bewe- ' ... i 1 r aenoen ISetltraqen iino Dcantrootiti ic deutlich und kernhasi. die Dinge ohne ' 3pcu beim rechten Manien nennend, ahn auck immer von alühcttdem Parilztimus und stetem Wohlwollen für N5 XüUiajC IN L'clICllCiu; ciuai. . I . . n f. .2 C'.sti Ser allgemeinen Annahme folgend, ."ist auch Professor Sepp der Ansicht, hak die Baiern die alten Markomanherab zur Donau hatten unv o nacu1 ' r i i etn öa-.n der Römer, also in der That Grenzmänner, und zwar sehr streitbare, gewesen sind. Sepp und die übrige vM:r? Meinung kommt hierbei allerdirs in Widerspruch mit dem kürzlich ' . n i 1 f & Jxl rT iZl . 5jICil VerjioroeiU'tt lUjcujiUjui vt Zenrten S cki c m b e r a. welcher die Mar5omannen in slavische Moravanni umwandelte, ganz mit demselben Rechte, rcii d?m erbeisvielöweise unsern K ah- ! e nb ergin einen slavischen Ehlumberg, Scverin's Zufluchtsort Burg n dvrolc u. s. f. umgestaltete. ufolae der erwähnten Annahme und die Markomannen nach dem Zussmmmbruche des römischen Weltden nachdrängenden Sclaven preisgebend, über die Donau hcrübergezo:n, ohne in ihrer Hauptmasse weiter 2!) in die rauhe beicrische Hochebene gelangen. Jcnt hörten sie thatsächlich aus, Erenzmänncr zu fein, sie verloren daher diesen Namen, wosür sie ::uji angeblich nach ihrer cr alten Hei- , P,johemum v f ath. dem Bojerlande öcs siuhiv, wie ich aber glau'oe. von ihre t!::tsäch!:cn Abstammui'.i von den allen flcrnis:nsch-:n X3o;ern den Nr.;n::i ,.Äaiern" erhielten. Sepp erörtert nun die weitem Schicksale der Ankömmlinge lm neuen Lande, folgt ilznen bei ihrer Ausbrel- . lang in den östlichen Alpen, iu Tirol, -1 1 n ? i r von , bn u.'ft iiton e it, ov?r .ietstamra. Cet f u n f t u nt 3 Ibtil. . . . . . . fi y.'v'1?' ?'iL,.',.i! U all unP itirci. j.:nii au i itu iatoea ? 2saä" um.- Mknchen, ws.
Markmannen, das tu Grcnzman- Zaruv s, oen uns oer ipaniscy-araviiaie er, sind, welche, einst von Marbod Schriftsteller Abu Obeid al-Bekri ver-rn-töt. ibre Sibe in Böhmen bis mittelt Abrahim hatte Gelegenheit,
rc!ä)cs, vielleicht in der onnung, im ? a cy. r u e n v e r g, u r n uno innigen Italien eine neue Helmath zu Taxis, T h un, Deym, V i l lan y, "p.den, ihre von der Natur günstig be- Vetter in der That ihren StammMachten Sine in Böhmen verlassend, bäum bis zu den Häuplingen Ezech's
. rr- i ir r w
Oesterreich. Eteiermark, Körnten und sucht ihre Spuren in der pannonischen Ebene und tief In den blühenden italislpen Gesildeu, die sie nach langen Kämpfen endlich doch erreichten, aber gegen die bereits früher angekommenen Langobarden nicht behaupten konnten. Selbstverständlich ist, daß Sepp oft genug Gelegenheit hat, auch von den Nachbarn der Baierr zu sprechen, und daß er in seiner streitbaren Weife rechts und links empfindliche Hiebe austheilt. Es ist hier nicht möglich, Sepp auf allen Wegen zu begleiten, auf denen er den Wanderzügen und Schicksalen des Baiernstammes nachgeht; wer sich aber selbst in das Buch vertieft, der wird dem Verfasser überallhin mit dem leb haftesten Interesse folan, ja er wird das gleich warme Gefühl in sich auf, nehmen, das der Verfasser selbst für sein Volk hegt. Oder soll unö der Unmuth nicht erfassen, wenn wir sehen, wie das deutsche Volk, wie insbesondere der baierische Stamm seit Jahrhunderten Schritt um Schritt in seinem Gebiete verkürzt, um seine geistige Arbeit geradezu betrogen wird? Leider so ost nicht ohne eigene Schuld ! Hat nicht einst der baierische Stamm bis weit hinaus in die pannonische Ebene sein Banner getragen? Und ist nicht jetzt die gesammte geistige Arbeit Ungarns eine deutsche, der man lediglich ein maayarisches Mäntelchen umgehängt hat? Man sehe sich doch ein mal die Namen an, dienen wir in Ungarn auf dem wissenschaftlichen Felde begegnen. Es kann uns Deutsche nur befriedigen, wenn wir dort Männer thätig sehen, die ihren deutschen Namen ehren, wie einst Lud. Pyrker, heute Engel und Feßler, Hontken, Schenzl, Than, Pauler und H o f f m a n n, K h a u tz und Schwarz, Romer und H e n ß l -mann.Budenz, Abel, Schwi-
k e r, Sturm u. A., aber was sollen wir zu Gelehrten sagen, wie die Hundsdörfer , Stummer , Schedel, Bloch, Weiß, oder zu Staatsmännern, wie Pfannschmied. Nascher l, Halbschuh, Koch u. s. w., welche heute Hnnfalvy, Jpolyi. Toldy, Ba. lagi, Banoczi, Zsedenyi, Csemeghi, Jranyi, Kemeny heißon und so den Sternenhimmel magyarischer Geistesgrößen füllen? Was sollen wir sagen, wenn wir auf ein Dresdener Kind, den Statistiker Karl Klette stoßen, der die Zahlen der letzten Volkszählung m Ungarn so treff maq mm fein Mensch mehr in Unu . , '. : . q ti i l . & m a u . garn ein anoeres oori als ein magya- . n .t ... . ctr im... ' kn& s, nnn. nnni:5 s,in?m ri cyes Der ICUeN wiro s ifl UN0, t r r. nn r.t i 0QR eill inimpr cann. unaleiln leinein Vorgänger, dem ehrlichen Schwartner, den Namen seines Vaters schändet und sichin Kele ti umtauft. Wir haben bei diesen Erfahrungen nur den Trost, daß es andern Nationen in Ungarn nicht besser geht, die Juden o r e , a n k l, nennen sich heute B a' !nrVund D der BnU 5 e t r v i t s wird heute TJ'l" erwägen und die von den Magyaren hhuucam, unh vertretene Tbati 7" ' bM UUge garifcficn Adelögesckleckter deutschen Ursprungs und, fragen, waS denn am magyarischen ist? Auf der anderen Seite sehen wir. daß auch die Kirche, und nicht erst jetzt gerne an die. Seite der Sclaven stellt, um siaz die Herrschaft über die Teutschen zü sichern. Schon Win tr i cd. Der iogenanme V1D0 tci Der m . i. m r s . ii i. Deutschen, hat die Slaven nach Thu ringen geführt. Für das den frommen Deutschen entzogene Land gab er ein I V f M Ä A Sv hArtlrtAtA 'lmAIHU B. "i' Sevenn .stand in Opposttmi zu den 13 A j U A A k A M 4 A A 1 I A 7 aiBi m ucu Vcnimiuuiüt. Dak auch nach den slavischen Grenzen hin manches Stück deutschen Landes I tV fVA AVrt 0flf Xdltllr C?dlltA UttU ciuc yiupc OuWl fcuUjti -ctuit verloren gegangen lN, t allbekannt. Von großem Interesse in letzterer BeZiehung ist der Bericht Ibrahim ibn sti r r . . ? . w . - --.. vci einem Ae,uqe am .yose oes ai,ers Otto I. zu Mcrseburg im Jahre 965 die nordwestlichen Slaven persönlich kennenzulernen; er schildert die damaligcn slavischen Bewohner Böhmens als dunkel von Hautfarbe und schwarz I iMV. lAitA 91 s f rt in'UivanS A it 5viV t4uun ;uuv. iutt lyuynnu n. uujvuiulich beifügt, daß nur sehr wenige von blondem Typus unter ihnen seien, wird dagegen Niemand verkennen, daß die Tschechen heute vorwiegend zu diesem neigen. Diese Umwandlung ist ein offenbarer Beweis der Tschechisirung deutscher Landstriche und einer durchgreifenden Mischung mit deutschem Blute. Oder leiten die S v a r e n - perk, Ela m, S chönb orn, Har und Krok's, u Urväter der I ün und gingen schon die g m a n n, K o l l a r, S ch n e ide r, Ty l. Fast er. Brauner. Nieger, Klaudy, Gabler, Grünewald. Greger, Weber, Wurm, S teidl, Zeit Hammer im Gefolge derselben? Die größte und empfindlichste Ein .ßc Header der baierische Stamm a - v f . . er r:n i v an icincr iiionaien renze eriiiien, in oem so htVn begcbrten Lande jenseits der Älvcn. wo seit awd Iakrtauscnden mnnchiZ edle aermaniscke Volk derMutete oder vcrwälschte, von wo seit Augenblicke, als zuerst eines Rönv n untern heimathlichen Boden betrat, bis zu den Tagen von Solferino und lttttaa nur llnocil über unser UU uuu un ) nyu I y w i n...v . n-f r.x c. 7... ntaen wenidc nno tur uns nur tncnr w r v w ir nni . cm Leichenfeld deutscher Männer.
Einst aber b In dn
nicht nur ganz Tirol bis Bern (Vero. na) undblö zum Garoen-See (Sarda ffi nröVMir. fiftintaftriMtr fiJfA RttX fnntfn aiU flfcav I T VuJLi hliTuA Da,.. tKnf.n utiimti utiiuti vvmi v;v vuuiv vtiViiivtt i und deutsche Machtworte geboten. Das Blut sängt uns zu sieden an, wenn wir daran erinnert werden, daß das Gebiet der Treduci Cornrnunl noch urnä Jahr 1600 so groß war. daß es ein Herr von 25,000 großen und tapsern deutschen m.5 fai, X'iumiiiii uu uiuiuiu uurnfct vmii (Verona) h elt Herzog Heinrich von Baiern offen Ding und , u Äicenß redete die Bemohnerschas, vor dem Jahre 1000 säst ausschließlich deutsch. miii ,... ,...!. :..' i..;.. tuni;vu .ivatv muj miifc IUU hon SZckerbeit ermitteln ttnnen. welcke von den bisher noch uuae. zählten deutschen Orts- und Familienc J.cu.a w
iuitvt wvn'iutiniir iv"; t.ifvx'x n r-Z.l. v .ttt.ft: welche den Longobarden oder Gothen ; ,'! P h bell.v..r,. f.r(. Nischen Ubaldim. ebcnkalls deutschen
döch,'wen wi7 an di?s7'Lelchenstewe deutscher Macht und Herrlichkeit heranrt n in beaeanen mJh c k,.;. juiiiaiu in wiiiui4ifc, vw' spielweise Birago, Rizzolago. Civignago, Roncegno, Jsengo, alten deutf H ß!,ftL.0hi, w,mrf, Wach. Sie&7 SlÄa: 5 hießen, dazu die vielen Weiler-Namen, deren Ursprung auch ohne beigesetzte Deutung erkannt werln kann, wie die mv i Ar: ov B Camerlanti, Sadleri und viele anderr, v;v mir M..ffn;x.; ;,. .71A.''' v a Fast noch zahlreicher treten uns die deutschen Ortsnamen in der Po-Ebene entgegen. Me sind noch keineswegs in ihrer Gesammtheit wieder aufgefunden, und wir staunen, wie es so lange hat verkannt werden können, daß In welscke Auslaut ..enao" nickts anders ist als das deutsche mg," das welsche ago" ein deutsches ach." Enfpricht der päpstliche Oaruerlonxo unzweifelhaft dem deutschen Kämmer. lina. so wird uns Niemand bestreiken können, daß Bussolengo, Barengo, Gottolenao. Eossolenao, Marengo, Pozzolengo, Rodengo, echt deutsche Ortsnamen sind, denen wir unsere baierische Bozling (bei Nürnberg), Bäring " fo? s?f,7? sWfSpTttin fhri PiffrfinfrA Mnr-Jn il tonUiLn fWL .... v,'' vh'5,",b vvplig) und Koding an die Seile stellen können. Wer verkennt noch rn Ghls larengo das baierische Geiselhering, oder in Audolingo, Gatingo, Justingo, Munesingo ein deutsches Aidling, Gätting, Gösting, Münsing? Marttnengo enthält sogar den Namen das FrankenHnligen Martin. Die Po-Ebene bie Uet eine Anzahl von Ortsnamen auf .auV w. Mrt jW, """" . T'.r ' 5 firnrirtA iiaih n tn tnti "U V'''' Fengo (Fing), .Offolen-go (Oßling iY rSZlS Vh, n lmg), Onanengo (CffMNg), PadeN" ghe (Badingen). Romanengo (N oder OeMg), Pusterlengo (Pustermanmg. ein oenbar von Romanen ku6i ÄS fÄS (äs wS anführe. Auch die Ortsnamen auf egno" werden sich als deutsche entpup1Ü2 Ä -t,w.vi.Hkw uuurnuvu ivu wvwi,ti .utttt, welche einst Runzing. Sotjliig Mrfen. XZei?n -Xttt der Auslaut mg" in den Ort. uamen in ,,ung" ooer ungen' uoer, rn. a t ' : - cvjv,, wie M Kaufung, alzungen, Bodungen, und aucy oleie orm nnoen wir iAv hhA ntAM :trtrm tittA0tt Int- . m , W k, , r c r r p l. m der Po-Ebene wieder, z. B. m Alllungo, Eerlungo. Mit derselben Sicherheit läßt sich der deutsche Ursprung der oberitalischen nachweisen. Geradezu schlagend wirkt 22"?fS! 5 il.tlUUlVtt UUI mUUU UIIU cvl wt aii nttA onno S 1 j VT7 VDeutschen noch heute so genannt wird. nr' n' v L"JÖ5Ä A 1 m i I i l n z.W v,m Jnlouke (ch) ,n g verwandelt das l ln ? erweicht (gerade so. wie aus dem Ä!lffl !?Ä lüuiüc;, uuu cuuiiu V uuiviuuiuiuc Auslaut angehängt. So sind denn Legnago, Urago, Gonzago, Musacca,. nichts auders, als w irr r v daZdeutsche Leinach, Urach (in SchwanpnV (Miininrn. WnnSslrfi i andern. 7.; s - a 7r. rT wie Anit'go, Gussago, Orago. Onago, Splrago.Smsago.Mirago. Albusclago klingt Deutlich unheimliches .'' rnrh iVitntfish NliJstrnsf Ds.iTinirtm VIU , . - noch durchaus im baierilchen Dialekte $ ??i?.tet: t-i -, t v Verdächtig deutlchsn Ursprunges und die itallenischen Ortsnamen auf sco," eine Attslautform, die der deutschen Sprache entlehnt ist, wie Bosco (Busch), Erbuöco, Carbusco; selbst das alte Vnxla ist nur in deutschen Munde zu Bresna geworden. Daneben gibt es noch viele andere Namen, deren Ursprung jofort erkennbar ist, wie Bargo, Borgarello, Borghetto, Uboldo, Cast. Gomberto, Breno, We. scnprunn, Prun, Leita, Mltterwl, Mittereben (die letzten fünf be: Verona), Locca (Loch, im Altdeutjchen gleich Wald), Enguiso (Engwiese): Muraton nennt lm Jahre 1007 sogar em italienisches Stuttgart: Stodegarda. Nicht minder entschieden tritt uns das deutsche Gepräge zahlreicher italienischer Personennamen entgegen. Em Blick in das letzthin zu Plsa erschienene Jahrbuch der italienischen Adelösaml. lien überzeugt uns davon. Sor?:e die Mehrzahl dcr jcöt blühende:! tzcch:scheu mit) maflijarifÄen Aöcisgetchlcch--ter, ist ein groger Theil der ltallenl' schen deutschen Ursprungs. Es sind nämlich nicht nur überhaupt deutsche Namen bei dcw Tcscanischen und oberitalicnischen Adel in Gebrauch gewesen, wie Walfrcdo. Teudegrimo, Forolfo, Winigo, Adelberto. Wldo, Guelfo, Willa, Jmilda. Adelgita. Gualdrada, Berta, Ugo, Ubaldo, Jl.
ÄÄ! !" schlimmsten
' "uiiyiuiivs, j JI lÄ wicm 6reaor VII. hieß), Ganbald! UND UmbtttO. CT läßt sick Uck dlk Abstammung einig sehr' r nehmer Adelsfamilien direct nachwei. r rt , - r -..r . . D.e si''schm. aus dn. "'." Wn ZU i toria, nnwlM itt f ? smd deutscher ßtrfunf . Die aIS. SffSß "? em Edlen Adalger. Die berühmten Scaliaer. deren Can Grande Dante 3 . c m k ' .. . . i::t. ..t sber Beschuder war. fuhren auf boS baierische Geschlecht der Schall zu Burg, bansen an, i3nn urkck. und der Mt . NikodewuS. stirb als Bischos von Freisma. Eine vor wenigen Tagen er i . ei i , ,. . te w -a . f, chlenene Reltungsnotlz w iß das aller-. dlngS besser, denn nach lyr soll tun fl M oer imt wamm a n aschuster in Verona gestorben sein. Mrungs, vom Apenn Marradl zum Handwerk herabgest egen. In den Plsanern von Schack treten als handelnde Personen auf: Uaolmo gf. i , . m . cii fi ras v . Gerardesc . gwn. w. S""','',, ?Ui' r ? Lombards, uppenngl lauter deutsch Namen. Die Gonzaga stammen von lStlfiia. Qao V2 'mZl r Sach e m Jahre 962 zum Mark""v. aw.c" vMl"öT; von Aurach. das die Lonaobarden als en Urach sNch, Wer sind :twTi.v 5 ' v al letzt m den Beslk der Burg und Graf schast Ortenburg in Kärnten gelangten? Die mehr nach Visa gehörigen Grafen Mlingi Herren im Unter-Arnothal b,S m die Apenninen, sind nach Ficker s uv,,uuilü uuuiyuiu u h senden Buonaparte. Es gebricht an Raum, um noch Wei tcreS zur Charakteristrung des despro chenen Buches zu sagen:. das Mitgetheilte dürfte aber vollkommen genügen, um dem Leser zu zeigen, was er von demselben zu erwarten hat, und um es M rechtfertigen, wenn wir es unsern StammeSgenossen dringend'empfehlen. Möge Professor S e p p's Buch bald in jeder deutschen Familie heimisch sein! i Unter dem Canal de la Manche. Am 30. Juni standen im Nordbahnt . r f r . N " Ei nwage sur eme Gesellschaft bereit, welche von dem Prä sidenten der Submarine-Tunnel - Company, Sir E. Watkin, eine Einladung zum Besuche der bis jetzt auf englischer Seite ausgeführten unterseeischen Arbelten erhalten hatte. In der etwa aus 30 Personen bestehenden Gesellschaft war die Academie des Sciences durch einige (Zornvbäen vertreten t?in Mann lUICt OlülUliyUlJl DClilUCU. JJlUllll n fmim in arx'turPr n nm&. w..., ... .M " xTu 33 XE t:. it. ,..x.v,ft, -y"r: Beziehungen der Völker von allen ver ,..s,mmendkn ckmieriakeiten s.?frei?n ZW ÄtCTJtS WÄbas:h Die ,rtcl,c ttac9 alal unD mt 'lAt ueberkabrt kaum u Swn. deWVVSÄ"r ltMiA.t -T...Ä ..k X .. C S "" zLZZ "' ..,,, c'i nin ., i. v w is m. v wmibw w u w , " .....a..',...
uwiniijini, ui um uusueueujue i . . . . ' - K w?.,,;,:., irbicfe Erfindung so rasch alle Bedenken
I U L U. U & & & k & J k I h W M VA liU U I L 'j . I 111 I ' . 1 1 ' I ; ötatten. Äucy ai5 von London eme etwa gleich große Gesellschaft unter n v w f- l i Führung des Sir Watkin, bestehend aus seinen Freunden und diversen Notabilitäten der beiden parlamentarischen Cor vtt! 6 tnfrrtf t.tnt. . i.Jf w!a ? , b b '&üs alle Arranaements am SlmWST w ht sten getroffen waren. ' nr JL S?( ?,.:. ... I c . i vv jhmhihh. wut o ct.t Interesse für bie Wehrkrast England's, jetzt wo es sich zu einer bewaffneten Action in Aeghpten rüstet; gichviel, der Vorschlag, die neuen gro cn Kanonen zu besichtigten, welche den Hasendamm d'or Dover abschließ7n,fand c n c nf mm QC. cnthilUaß fe 91ns. nähme. Diese mörderischen Ungethüme, Arsenal nnn Mlmi ,rhrrtn V,i y,n 0;? w v w w wMitubi vvi uiig begleitenden Marine . Ossiziere einen . rz v 'V ganz unyettnien irmücua aus. (zs toie gCQgt ei Kanonen aus einer großen Drehscheibe ruhend im Gcmichte onlt 80 Tonnen (80,000 Kilo). Sechs englische Meilen weit tragend, beherr r u v r. v . . ' " vup, um iiy ajiciiiu wku um ziDia schießen zu können, man auch sechs Meilen weit sehen muffe, was bei der nebeliQen Umhüllung der englischen Küste während eines großen Theiles des Iahrc nicht eher möglich sein wird, als bis der forschende Geist John Bull's, der die Dampfmaschine erfand, auch ein Mittel finden wird, den Nebel zu beseitigen Am Abend vereinigte uns ein großes Bankett im Saale des 5)otels, wo die stnge und kalte Gemeffenheit des engliCharakters durch den Hinzutritt des lebhasten, ungezwungenen französischn Elementes eine wohlthuende BeiMischung erhielt, Unter Führung des Direktors und des Ingenieurs der South Eastern Railmay fand am nächstfolgenden Tage, I.Juli, die Besichtigung derTunnelarbeiten statt. Wir fuhren in einem Extrazuge bis hart Qn die Stelle, wo man in das Bohrloch hinabsteigt. Dieser Platz liegt am Fuße des steilen Kreidefelsens Shakespeare Clisf, etwa li Kilometer westlich von Dover. Der Zug hält hart am Meeresstrande, einige Schritte davon steht cinGerüst ; dieses Gerüst trägt an einem starken Tau einen Korb, der unmittelbar über dem Eingang des senkrechten, etwa 200 Fuß tiesen Stollen hängt, ' Doch ehe wir in diesen Stollen, in das Innere der Erde dringen, sei ein kurzer Rundaana au? der Oberfläche estattet. Westlich, dicht an'der Oeffnung des Stollens, sind 2 Dampfmaschinen eingerichtet, welche mit einer Krast von
100 Pferden den zur Bewegung der
Bohrmaschinen nothwendigen Luftdruck herstellen. Die comprimirte Luft ge langt durch eme an der Wand des Stollens angebrachte Röhre in die Mündung des Bohrloches. Eine dritte, von dem Ingenieur derGesellschaft,Colonel Beau mont, verfertigte Maschine soll dieser Tage errichtet werden, um die Beförde rung der ausgebohrten Kreidemasse in nerhalb des Tunnels zu bewerkstelligen. Bis jetzt wurde das ausgebohrte Material in kleine Karren geladen. Eine Anzahl Ponies stand bereit, die auf Schienen rollenden Karren bis an die Mündung des Bohrloches zu ziehen, von wo sodann die Beförderung an's Tageslicht durch den schon genannten Stollen erfolgte. Oben angelangt, wird die Schuttmasse hart am Meeresstrande abgeladen. Durch die neue Maschine wird nunmehr die Krast des Luftdrucks an Stelle der Ponies treten. Bei allen Tunnelarbeiten werden bekanntlich vor zugsweisc pneumatische Maschinen an gewendet. Nicht nur erreicht man damit die sicherste und ungefährlichste bewegende Kraft, sondern man verbindet gleichzeitig die Ventilation des Tunnelraumes. Eine gute Ventilation ist aber die onditio sine qua non jeder unterirdischen Arbeit. Was nun die neue Beaumont'scke Compresied Air-Locomotioe betrifft, so liegt ihr Vorzug vor beiden andern Ma schinen gleicher Art darin, daß ihre be sondere Construction sie befähigt, das Dreifache der Arbeit jedes anderen Sy stems, bei derselben Größe des Lustre servoirs, leisten zu können. Unter sol chen Umständen dürste diese technische Vervollkommnung sich ebenfalls für Be förderung von Straßenbahnen bewähren, da sie für kleine Distanzen (bis 14 Kilometer) die gleichen Dienste wie eine Daupfmaschine leisten kann. Das Signal zur Fahrt in den Tunnel ist gegeben. Wir steigen, in Partien von je sechs Personen, in den Korb. Eine Dampfmaschine entrollt das starke Tau und in raschem Tempo geht es abwärts in die dunkle Tiefe. Die Wände des Stollen smd mit Brettern eingefaßt. itaum ist eine Minute vergangen und schon halten wir am Eingang des Tun nels. Die Bezeichnung Tunnel" könnte vielleicht zu der irrigen Annahme Veranlasiung geben, es handle sich um einen fertigenEisenbahntunnel. Das ist durchaus nicht der Fall. Die Gesellschaft bezweckt mit ihren Bohrungen vorläusig weiter nichts, als die Ausführbarkeit des Tunnels zu demonstriren. Dazu genügt die Bohrung eines Gewölbes, groß ge nug, um die rasche und bequemehinausschaffung des ausgegrabenen Materials zu ermöglichen. Diesen Bedingungen entsprechend, mißt der Tunnel, für den wohl der Name Versuchstunnel" am besten paßt, einen Durchschnitt von sie ben Fuß, sowohl in der Höhe, als in der Brette. Der Stollen, der hinunterfuhrt, hat natürlich nichts mit denjenigen Zugängen gemein, welche der Tunnel bei vollständiger Herstellung erhalten soll. Dieser Zugang wird, um für den Eisen bahnverkehr praktikabel zu sein, die 200 Fuß, welche man jetzt in senkrechter Linie hinabsteigt, in emer Distanz von circa englischen Meilen (5 Kil.) durchlausen musten. Wir veiraten oen .unnei, wie man sich leicht denken kann, mit dem eigen lhümlichen Gefühle, mit dem jederMensch sich emer Unternehmung anvertrauen wird, die er gewohnt war, als eineMon struosität, als eine Unmöglichkeit zu be i trachten. So stieg man vor 50 Jahren . . . . . - in eme Elienbakn. odne m alauben. dan ' " und Vorurtheile besiegen werde. Der Triumph in allen technischen Fragen ist der Ersolg. Sobald der submarine Tun nel nur ein Jahr mit Erfolg funktionirt, wird alle Welt sich mit der Idee, ihn zu benutzen, vertraut gemacht haben, und Millionen werden ihm als dem sicgrel chen Zerstörer der Seekrankheit huldi gen. Sofort nach unserer Ankunft im CV k. - . -.Y.o -tunnci ugtu iöic ein originelles Transportmittel zu unserer Weiterbesörderung bereit. Es ständen da zwei bis s; "f : ,flx MX,. .. 1 Ä einem kleinen Dache versehen. DreBar.ke waren natürlich oer ange nach dlsponirt, so daß wir seitwärts zu sitzen kamen und auch seitwärts arancirten. Sechs bis acht Arbeiter waren vor jede Bank gespannt, und als wäre es ein Zug der South Eastern, so vorschriftsmäßig erfolgte das Signal und die Abfahrt. Die kleine Bedachung der Bänke diente zum Schutze gegen das stellenwelse rnedcrtröpfelnde Wasser. icse Vorsicht mag indeß übertrieben erscheinen, denn die Wände sind bis auf wenige Stellen ganz trocken. DerTunnel liegt in einer undurchdringlichen Kreideschicht. Dieser Schicht folgt die Bohrung, und wenn die geologischen Untersuchungen Recht haben, zieht sich dieseSchicht fast ununterbrochen bis nahe an die französische Küste fort. Die Feuchtigkeit an einigen Punkten ist kaum nennenswerth. Die Anlegung einer Arbeitertracht vor dem Betreten des Tunnels war unter solchen Umständen höchst überflüssig. Beweis dessen, daß einige Damen, die sich zum Besuche des Tunnels eingefunden hatten, kühn entschloffen, den submarinen Sphären den Anblick ihrer Toilette nicht zu entziehen, auf den Gebrauch des bergmännischen Costüms gern Verzicht leisteten. Im Verlauf unserer Fahrt stellte sich rasch eine große Vertrauensseligkeit in unsere neue Situation her. Die ganze Einrichtung des Tunnels ist aber auch eine derartige, um rasch das größte Ge sühl der Sicherheit herzustellen. Die glatten Kreidegewölbe sind durch starke eiserne Ringe gehalten, jede Erweiterung des Tunnels in Entfernungen von je 500 Meter ist mit starken Pfosten und Balken getragen. Das ganze Innere des Tunnels ist elektrisch beleuchtet und ausgezeichnet ventilirt. Alle 150 Schritt ist eine kleine Swan'sche Lampe ange bracht. Zwei Geleise liegen auf dem Boden des Tnnnels aus starken Holz schwellen. -An dem unteren Theile der einen Wand läuft das Rohr, welches die comprimirte Lust zur Bohrmaschine trägt und das wir bereits bei dem Abstieg im Senkstollen wahrgenommen hatten. Der Tunnel sällt in einem Verhältniß von 1:60. Wir kamen so
mit rasch vorwärts plötzlich kam uns ein Duft von Älumen U"d Pflanzen entgegen, vor uns wurde i5 hell und immer Heller. 3ir fuhren durch eine mit Guirlanden rnch geschmückte Pforte und hielten angesichts eines glänzend ausgestatteten Büffets: Champagner. Bordeaux, Rheinwein, Sandwiches und Biscuits in reichster Auswahl ! Wir wa ren 1000 Meter von der Küste entfernt, etwa 200 Fuß unter dem Niveau des Meeres und 10 Fuß unter seinem Grunde. Die Temperatur war warm. Wie mir der Ingenieur Beaumont ver sicherte, variirt das Thermometer im Allgemeinen wenig ; es hält sich fast im mer nahe an 10 Gr., das ist die durchschnittliche Temperatur. Die Hälfte des Weges war zurückge legt, noch einmal klirrten die Gläser, ein letztes Vivat, und weiter ging es, immer tiefer unter die ungeheure Waffermenge über unsern Häuptern. Der Tunnel ist bis jetzt in einer Länge von 2000 Meter ins Meer hinaus ausgeführt. An seinem äußersten Endpunkt, wo wir nach einer Fahrt von 25 Minuten anlangten, steht die Bohrmaschine. Wir konnten weit genug vordringen, um uns ihre Arbeit
genau zu veranichaullchen. Da die Bohrung es lediglich mit Kreideschichten zu thun hat, so sind na? kurilch Sprengungen aller Art ganz und gar nicht nöthig. Die von' Eolonel Beaumont hergestellte Maschine kann in dieser geologischenFormation mit außerordentlicher Leichtigkeit und Schnellig- . ' . . . . . leu aroeuen. darauf beruht eben oer Erfolg des Unternehmens, und diese geologische Configuration ist eine unbe dingte Voraussetzung, wenn der Voranschlag des ganzen Tunnels mit 5 Mm. Ps. St. und ö Jahren Bauzeit zutreffen soll. Die Bohrmaschine dringt in die ttreldeschlchten so em, dan ne die Aus Höhlung von 7 Fuß Durchschnitt in einem Male bewirkt, ffünszebn Scheeren bohren sich in rotirender Bewegung in VI.. T-S. rr . . : w ' uic ein uno graoen in emer Woche durch chntttlich 30 bis 40 Meter. ein Resultat, welches mit Leichtigkeit! oi3 aus iuu steter erhöht werden kann. Das ausgebrochene Material wirft die Maschine in einen Behälter zurück. von dem es m die bereit stehenden Wagen verladen wird. Die Marrmaltlefe des Pas de Calais in der proieltirten Linie des Tunnels ist 60 Meter. Der Tunnel dagegen wird m einer Tiese von 100 Meter unter dem Meeresniveau zu liegen kommen. Der Besuch des Tunnels dauerte eine Stunde. Durch denselben Stollen, der uns hinuntergebracht hatte, gelangten wir wieder an's Tageslicht. Unser Auge sah wieder das blaue Meer, im vollsten Glanz der Mittagssonne; ein leichter Westwind kräuselte das Wasser, auf dem eine Anzahl großer und kleiner Se gelboote nah und fern kreuzte, dis dahin, wo Waffer und Himmel in einer Linie zusammenfallen. Nach Osten richtete sich der Blick auf die Zinnen von Dover Castle, im Westen gewahrte man die Häuser von Folkestone, zwischen Dorer und Folkestone, also im Hintergrund?, die senkrecht abfallenden Kreidefelsen. Die Natur hat hier ein rauhes, wildes, pittoreskes Aussehen und läßt nicht die fruchtbare Vegetation ahnen, welche hin ter diesen steilen Wänden nach denUsern der Themse sich ausdehnt. Nach langem Hin- und Hersuchen hatten die Techniker und Geologen diese Stelle zum Ausgangspunkt des Tunnels gewählt. Ein Landschaftsmaler hätte nicht anders gehandelt. Italien'S erste Colonie. Italien hat soeben seine erste ausländische Colonie erworben, die kleine Niederlaffung Assab am rothen Meere. Aber dieser kleine Besitz ist kein unbestrittener, sowohl Egypten als die Pforte und Anfangs arch England protestiren dagege.i, obschon Italien erklärt hat, daß . lviU. es in Affad keine MmtarstaNon degrunDie Anfänge der AssabAffaire gehen auf die italienische Handels-Gesellschaft cst-.t. . "j . f r. . ' nuooaillno zuru, rouaje an oer uo Ausgang des Rolw Meeres ,.. . erne omen uanon anlegte, zu oer ne Grund und Boden den dortigen arabischen Häuptlingen abkaufte. Kurze Zeit darauf verkaufte sie ihren Besitz an die italienische Regierung. Ob es auf die ses Endresultat schon beim ursprünglichen Erwerb abgesehen war, mag dahin gestellt bleiben; indeß wollen wir doch daran erinnern, daß die nämliche Ge sellschaft Rubattino vor einigen Jahren in Tunis mit offener Unterstützung der italienischen Regierung ähnliche Kaufge schäste versuchte, ein Unternehmen, dem durch die französische Expedition ein Ende gemacht wurde. Es mag wohl erwähnt werden, daß die Assab schräg gegenüber liegende englische Besitzung Aden auf ähnliche Weise entstanden ist; eine englische Gesellschaft kaufte den Platz als Handelsstation, verkaufte ihn später an die englische Regierung und diese machte aus dem Civilbesitz einen Bestandtheil englischen Gebiets. Was die italienische Rl.gierung bei ihrem Geschäft mit der G:sellschaft Rubattino bezweckte, das ist aus dem kürzlich veröffentlichten Grünbuch, das nur die Affab'Affaire behandelt, klar zu ersehen. Es heißt nämlich in einer Depesche Cairoli's an Lord Salisbury : Sowohl im Interesse einer nationa len Gesellschaft, die sich um das Land wohl verdient gemacht hat, als im Interesse jeder andern Gesellschaft, die ihr Beispiel besolgen möchte, übernimmt die italienische Regierung alle juristischen Consequenzen des Kaufvertrags, den die Gesellschaft Rubattino geschlossen hat. Indem wir erklären, daß es sich nicht darum handelt, inAssab ein militärisches Centrum zu schassen, verlangen wir, daß die gegenwärtigen Bedingungen des Besitzes nicht verändert werden." EineGräsin, welcheallen Neuerungen abhold ist und niemals mit der Eisenbahn fährt, hört von der all mähligen Abkühlung des Erdballs sprechen. Ah," ruft sie einem der Sprecher mit triumphirender Miene zu, wie könnte das a'ch .ausbleiben! -Ueberall werden Tunnels gebaut und durch die se streicht der Zugwind, da muß doch die Erdrinde kalt werden.'
Gegen TySpepF W? . A r . i a Tr f mi ' rr,lvp,lykii. IMIHl.M dirornine zu khoc, Gelbsucht, Unreinheit des Blutes, Schütte!, stebc?, Malarle unvlledurchTtö rung der Leber, Tinn nd Niere verursachte Leide. Cymptome einer erkrankten Leber. Ueile? :5?m ; Schmer, in der Seite, zuweilen unter Um Schultnilatte und ird dann mit Rbkuma tismuS remkitseU; a2zcewer AxxetUrerlust ; ge n-öbnlich Verstcxflheit. zuweil, atsechselnd mit Offenwbiqkeit: der Kcxf rcn Schmerze bettstlgt, nebei tetrchlttcher Verlust deS erinverungsrermö. aens; zitweile e:u i, trockener Huste vud da Gesicht von Rethe überfioaen, as eft für 4ttlntfutt gebalten trirt ; der Patient klagt über Müdigkeit und Scha5:i!i nerrös: Rißt cder iren riendeS Sefühl in ftüfcen, juitellea ee stechende Catfintung; die LebenSaMer, niedersM'.agea, und wennzleich man uberzigt ist. daß Leidesbewe?unz dellsam wäre, so kann man sich kaum dazu aufraffen, ja, man nnßttaut jedem HeUittel. Verjchiedene ter ebizen Cymrtcme bezlntea die Krankheit', aber eS find Fälle rorzekommen. in denen nur wenige daren rorhandea waren; dcch bat die Untersuchung nach dem Tode eine beträchtliche Ctörrnz ter Leder nachgewiesen. w TaK Mittel sollte von alle Personen, Jung und Alt, gebraucht werde, sobald sich 4 eines der obige Symptoe zeigt. Wer auf Reisen ist oder in ungesunder V.egend wohnt, rrnd drcd gelezentUches Etvneh v,e einer Dosis, um die Leber in flesuuder Tbattg, keil zu balten, alle Bkatarte, gallige Ansalle, Wirre, UebeUelt, NiedergeschiazenheU n.J. . abwenden. DaS Mitte! wird wie ein claS Wein kröf tigen, ist aber kein berauschendes Getränk. Wenn man etwaS schwer BerdaAliches gegeiie hat, oder Nachts nicht stlafe kann, vebme man eine Tosis und die Erleichterung wird eintreten.' Sowohl Zeit wie Toktorrechnnngen werden erspart, wenn ma den Regulator stets vorrötyig im Haus hatt ! Ten xleichriel roeiä'ks Leiden sich einstellt, ei durchaus sicheres, absührendeS, Lüfte derbesserndeS und stärtendes Mittel wird nie unrecht angebracht sein. Das Mittel ist ungesährllch und beeinträchtigt weder die Geschäftstyätigkeit noch das Vergnügen. ?s ist reis vegetabilisch und bat die gane rsk und Tt'z?keit roa Calomel eder 'Cl?iu:n ebne irgend eine der schädliche Räch tvirtunzea derseloen. Zeugniß von einem Gouverneur. , .Timmon. iiver Regulator ift nt längerer Zeit bei meiner Zsamilie in edrauch, und ich bin über, zeugt, daher eine Bereicherung der ArzneiwissensZ'aft bildet. .GtllSberter, Gouverneur von ZU. Ho. Alerander H. Stephens von rzia sat: Ter Eeörauch roa Cwmons Lirer Rezula, tci ift rn:r chl df!ca3tea und ich Lusche ihu weiter zu prüfen. .TaS Einzige das niemals Linderung versagt." Ich dabe rc:? Mittel gegen Tvöxersiz, Lcberlerren und Schwäche oi,!',, aber nie eineS oefundkit das mir ss wcdl dekornme ist wie Stm mcnS Lirer Rezulatcr." Ich habe roa Mzinessta bis(?eorg:a danaZ gespickt und möchke einer solchen Medijin weaea noch weiter schicken ; auch r.öcht ich allen adnli'cd ieirentea anratben es ''.ilt diesem Mittel ja r ersuchen, da cl :s eivzize jü sein scheint, taä niemals Linderung rersazt. P. M. a n n e v. IZmneavcUi, Minn. Tr. T. LS. Mason Zagt : Turch thatsächliche tZrfsbrur.z im t?ebra,'.che rcn Timmcns Lircr Regulator" in meiner PrariS bin S ren seiner Anwendung befrieri.'.: und ich Verordne ihn als eine Abfüdrunzs.'ÄrZNet. g- Man nebme nur den echte, der stets die rotde Handelsmarke und die Namensuntcr. ixxh I. H. Zcilin & (So. auf dem Uinschiaze tragt. !L e i alle n Apothekern, haben. Eine chemische Lunge". Die Londoner 'edizinischen Blätter sind voll Lobes über die Erfindung des Dr. Richard Neale, die diejer bekannte Fttchmann in Ventilationsdingen vor einem Jahre machte und chemische Lunge" betitelte, mit der er aber erst vor Kurzem öffentlich hervortrat, nachdem er den Apparat mittels einer langen Reihe von Experimenten und daraus hervor gehenden Verbesserungen aus einen ziem lich hohen Grad von Vollkommenheit gebracht hatte. Dieser Apparat ist m seiner größeren Gestalt berufen, die so schwierige, annoch ganz und gar unge nügend gelöste Frage einer befriedigenden Lüftung von Eisenbahntunnels end gültig und genügend zu ifcn ein Umstand, der beim Bau des Kanaltun nels zwischen Dover und Calais (ein Unternehmen, an dessen Zustandekom men kaum mehr zu zweifeln ist) schwer ins Gewicht fallen dürfte und wahr scheinlich aus der Londoner unterirdi schen Bahn, sowie in den Tunnels durch den Gotthard und MontCenis eine große Rolle spielen wird ; wir haben erst kürzlich gelesen, wie schwer cs hält, in dem letztgenannten Tunnel eine auch nur annähernd erträgliche Lust zu erzielen. Der Apparat besteht aus einem mit einer Lösung von Aetzsoda oder dergleichen gefüllten, reservoirartigen Waggon. Die von der Lokomotive ausgehenden schad lichen Gase geben ihre verderblichen Ele mente an die Lösung ab und werden dadurch unschädlich. Die .Lunge" hat auch eine bescheidenere Gestalt für den Gebrauch in Zimmern mit schlechter und heißer Lust. Ein viereckiger Metall Apparat, an dessen unterm Ende ein cylindersörmiger Trog die alkalische Lö sung aufnimmt, wird mit einem tüchti gen, gestrickten Handtuch umwunden und dann mittels einer Schnur in Schwin gung versetzt, wobei das Handtuch sich von selbst dreht und nach dem Prinzip der Kapillarität durchnäßt wird. Alle angestellten Experimente haben bewiesen, daß wahrend des Schwingens der Lunge" die hetzte und abscheu lichste Lust selbst bei vollst jndiger Ab sperrung alle? VentilationZmittel Thu ren, Fenster. Gasableiter, Ofenklappen u. s. w. binnen wenigen Minuten kühl und rein wird; 5itze, Schwefel und Kohlengase, Tabakrauch, der Geruch von verbranntem Fett u. s. v. werden von der alkalischen Lösung raschcstens absor birt. Wäre Dr. Reales Erfindung vorigen Sommer bekannt gewesen, so hatte das Leben des Präsidenten Gar field vielleicht gerettet werden können. (?) In dieser kleineren Form ist die chemische Lunge berufen, in überfüllten Schulstu ben, Theatern, Konzertsälen, Versamm lungslokalen, in Krankenzimmern und Spitälern außerordentlich segensreich zu wirken, wo das Oeffnen von Thüren und Fenstern unthunlich oder ungenügend ist. Der Apparat ist freilich kaum unter zwei bis drei Pfund Sterling herzustellen. allem die Kosten der Lösung sind unge. mein niedrig ; selbst in den Eisenbahn. tunnels würden sich die Kosten der Ven tilation per Zug und Stunde auf höch stens dreißig bis fünfunddreißig Pfen Nlge stellen im Zimmer reduzirt sich diese Ziffer natürlich noch um ein Be deutendes. Wo es sich um die Beseiti gung bereits vorhandener Gase handelt, ist das Schwingen derLunge Vortheil haft; wo diese aber permanent aufge hangt ist, wäre die Schwingung entbehr lich, da die Luft dort gar nicht schlecht werden kann. ' Geizige Herrschaft. Kü chenmädchen : Nee, aber Frau Schulze, det globen Se nich, wie meine Herrschaft geizig ist ! Gestern bei der Soiree muß ten alle beede Töchter us ccncn Klavier spielen !"
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