Indiana Tribüne, Volume 4, Number 404, Indianapolis, Marion County, 27 July 1882 — Page 2
Zn nana Mönne. FSg! che- und Sonnlttgsanszaöe. Osfll c: 6SDciawar:Str.
IKuter d as gocond-elass matter at the fof .ofllcc at Indianapolis, Indiana.l AbonnementS.Prcise : Täglich uözabe 12 Gt5. pttWofr. vonnta zaukgabe. s m. perNnmmer. Leide z, kämmen 15 Et?, per Woche. IST Vaö Tagblatt erscheint jeden Nachmit. tag nn 2 Uhr. Die EonntagSaukgab, rschei deö Morgens. Trenne Publishing Company. Aldiar choliS, Ind., 27. Juli 1882. Ttt toste welke (Seneral." ?rentf. m. 10. Juli , General Skobeleff, welchem rran vom militärischen Standpunkte des Auslan US aus vielleicht eine solch' großeBedeutung nicht beilegt, war eben für die ms fische.Arck wie geschaffen, und darin bestand auch die Wichtigkeit seiner ganzen Person und seines militärischen We senS. Der russische Soldat ist kein Freund vonergrauten- Generalen und .greisen Kriegern", und liebt mehr junge, sich eben hervorthuende Militärs, ebenso wie ftlbst die russische Sprache für die Begriffe tapset und iung" eine 'und dasselbe- Wort Molodez" hat. Schon in den Kriegen gegen Napoleon 1. kämpfte der russische Soldat nur sehr ungern unter der Führung Kutusow's, Barklay'deToUy'Z und anderer alter Feldherren, und der Soldatenwitz, rotU cher namentlich bei den russischen Trup ? ptn. lm höchsten Grade ausgebildet ist, hat eS damals an den sarkastischsten Spitznamen sür die alten Generäle nicht mangeln laffen, wobei z. B. Barklay deTolly von den Soldaten nicht anders als Boltai da-i-toilka" (d. h. ein Mann, der nur schwatzt), genannt wor den mar. Dieser eigenthümliche Cha rakterzug ist der gegenwärtigen russischen Armee noch mehr eigen als der früheren, und Skobelesf war auch daher der rich tige Mann am richtigen Platze. Als höchster Grad seiner Beliebtheit wurde er von der Armee mit dem Namen toci fctr General" bezeichnet, da der Ausdruck swei wie z. B. der. weiße Czar :c. sür den Russen der Ausdruck des Erhabenen ist, ebenso wie er, im Gegensatz hierzu, alles Niedrige und Schlechte mit dem Worte schwarz" belegt. . Indessen, die Specialwfsenart SkodeleffS war die Kavallerie, und in dem " Kavalleriedienst war es denn auch, wo dieser General sich seine ersten Lorbeeren geholt hat. Die russische Regierung i hatte entschieden einen glücklichen Griff gethan, indem sie General Skobeleff in den letzten Jahren dazu abkommanöirt hat, den Manövern der deutschen Truppen, welch sie alljährlich unter dem Kaiser Wilhelm abhielten, als Vertreter Rußlands beizuwohnen. Freilich war dies noch zur Zeit, als Skobeleff noch nicht den Deutschensreffer herausgekehrt hatte, und wäre der General am Leben geblieben, er wäre sicherlich von seiner Regierung nicht mehr dazu abkomman dirt worden, in der Suite des deutschen ' KaiserSHlatz zu nehmen. ß&iXQi in dieser Beziehung in mitt tärischen Kreisen folgende ebenso inte reflante wie charakteristische Geschichte erzählt : Bei einem dieser Manöver eS, war- in Norddeutschland erblickte an den General Skobeleff zu Rosse sitzend und dabei verschiedene Notizen auszeichnend. Aus höhere Anordnung sprengte an den General ein Offizier du-jour heran, welcher, die russische Elcellenz ehrsurchtsvollst salutirend, die selbe darauf aufmerksam machte, daß nach altem .militärischen Gebrauch man bei den Manövern wohl Alles sehen, btt. Nichts auszeichnen dürfe. Excel lenz Skobeleff entschuldigte sich tausend . Mal, machte Kehrt, galoppirte ein paar hundert Schritt davon und setzte fort seine Auszeichnungen ! Von besonderer Wichtigkeit sür diese militärischen Studien Skobeleff's in i Deutschland war der Umstand, daß in neester Zeit der Kavalleriedienst im deutschen Heere gewiffermaßen reorgani! sirt wird nd die Kavallerie überhaupt zur größeren militärischen Geltung kom nun ' soll. Zu diesem Zwecke fanden denn auch bekanntlich in den letzten Iah ren in Deutschland größere spezielle Ka Vallerle-Manöver statt, wobei die Ka vällerie.in großen Massen zusammenae schaart worden ist, wie man dies bisher beim preußischen Heere nicht gekannt hat. Auf diese Reiterübungen hatte Skobeleff ein scharses Auae, und es scheint sogar, daß er viele Vorzüge, die er wohl bei dem preußischen Kavallerie dienst bemerkt hat, auch in Rußland ein ' führen wollte. Denn im Lause der , , verflossenen. Wochen hatte Skobeleff im l i Nayon seines Minsker Armeecorps große Kavallerieübungen unternommen. Mit ten unter diesen Kavallerieübungen traf ftn V 'i'rtS Sti f f V ,iH iyti vh vw vuiii wiwvhtvn tyuui utc selben nur aus einige Tage unterbrochen, .um die Allgemeine Russische Kunstge wttbeAusstelluna in Moskau au beiu
chen. Hier, in der alten Zarenstadt, war eö.ihm beschleden, vom jähen Tode überrascht zu werden. Die Popularität Skobeleff? beim ge sammten russischen Volke stand keines wegi' seiner Beliebtheit bei der Armee .. sch..ES würde Ansererseits eine Verdrehung der Wahrheit bedeuten, wollten wir hier in Abrede stellen, daß es Haupt
säylich seine oratorischen Aussälle gegen Deutschland waren, welche dem General Skobeleff jene ungeheure Popularität beim russischen Volke verschafften. Lei der!' Zum Schaden beider Nationen denn 'waS könnte sür Nußland und Deutschland schlimmer sein, als ein Krieg zwischen ihnen beiden ? muß ragy konstatiren, daß es mit der Skobe
leff'schen' Popularität, wenigstens zum guten Theil, dieses Bewandtniß hatte. Am besten illustrirt dieses Verhältniß vielleicht folgender, wenn auch nebensächlicher Umstand. Das Kleingewerbe Rußland, auch HauSinpustrie genannt, welches im selben Maße in der Blüthe steht, wie die russische Großindustrie dar niederliegt, hatte sich sofort der Strö mung bemächtigt und die Etiquette Skobeleff" weidlich ausgenutzt. Da kamen eines Tages zumVorschein .Sko beleff Seife-, Skobeleff Streichhöl zer-, .Skobeleff'Dosen", kurzum die verschiedenartigsten SkobeleffArtikel, und man mußte sehen, mit welchem Heiß Hunger das Publikum, Klein und Groß, Alt und Jung, sich auf diese KonsumArtikel geworfen hat und eS noch heute thut. Wir glauben, die besann
ten Etiquetten : .Adelma Pattl Schminke-, .Paulina LuccaPuder- tc. haben lange nicht eine solche Anziehung? kraft ausgeübt, wie die. Etiquette .Sko beleff-. Wie gesagt, eS sind dies neben sächliche Dinge, aber sprechen sie nicht vielleicht eine deutlichere Sprache, akö mancher noch so scharssinnige LeitarLU tzr kulturhistorische Athandlung i ! Ver Nil. Was wäre Aegypten ohne den Nil! Eine unbewohnte Einöde, eine Fortsetz ung der benachbarten lybischen Wüste. Der Nil allein ist es, welcher Aegypten zu dem Lande machte, in welchem eins der ältesten Culturvölker wohnen konnte. und aus welchem die Ansänge der Wis senschast und Kunst sich über andere Län der verbreiteten. Der Nil ist die 2c bensader Aegypten's im wahrsten Sinne des Wortes, welche dem Lande seme au ßerordentliche Fruchtbarkeit verleiht und deshalb ,m Alterthum einer göttlichen Verehrung theilhastig wurde,' um so mehr, als dem Volke die regelmäßig wiederkehrenden Ueberschwemmungen,de ren Ursachen es nicht kannte, als etwas höchst Wunderbares erschienen. Und doch sind diese Ursachen keine anderen. als dleienigen, welche im Jum daSStei gen unserer westlichen Flüsse veranlassen, das Schmelzen des Schnee's auf den Gebirgen, von welchen oic Flusse und ihre Nebenflüsse herabströmen. Aber die Quellen des Nil, lange Jahre hinvurch der Gegenstand gefährlicher EntdeckungS reisen, waren dem altägyptischen Volke unbekannt, und eben deshalb erschienen die regelmüßigen Ueberschwemmungen um so unerklärlicher und wunderbarer. Ja, waS wäre Aegypten ohne den Nil ! Es würde sich nicht von den es von allen Seiten begrenzenden Wüsten unterscheiden, sondern ihnen an Unsruchtbarmt und Oede völlig gleichkommen. Gerade zu der Zeit, wenn die Sonne glühend vom öimmel berabbrennt, in der zweiten Hälste des Juni, wenn die Hitze das Wasser des unteren Nil nahezu versiegen läßt, dann tritt, wie von einer schutzenden Gottheit gesendet, du. Ueberschwemmung ein, welche, höher und höher steigend und daS Wasser weit über daS Thal und in die Bewässerungskanäle sendend-, gegen Ende September ihren höchsten Stand erreicht, worauf das Hochwaffer allmählich wieder fällt. Um so wunderbarer erscheint diese Ueberschwemmung dem Volke, als sie hausig eintritt, ohne daß Monate vor her der geringste Regen gefallen ist. Das Nildelta, welches in rüderer Zeit sieben Flußarme umfaßte, von wel i. 1 -! & V.o Ä .C..ft UCll jlU Qlll U(9 JUUJUmU , UIU nach zwei vorhanden sind, ist durch An schwemmungen des Flusses entstanden. Die beiden hauptsächlichsten Mündun gen des Nil, die östliche bei Rosetta und die westliche bei Damiette, wurden, wie Herodot berichtet, künstlich yerleur. Man hat berechnet, daß, , wenn die Ab lagerungen an den Mündungen des Nil früher nicht bedeutender waren, als heutigen Tages, 74.253 Jahre dazu er forderlich waren, um das Delta, welches 8,010 Quadratmeilen umfaßt, zu bil den. Die Wassermenge deS 9iil, welche sich, abgesehen von der Zeit des Hoch Wassers, durch die Nilmündungen in daS mittelländische Meer ergießt, ist so unbe. deutend, daß eS nicht unmöglich ist, daß der Fluß emstmalS ganz und gar aufhö ren wird, in daS Meer zu fließen, indem fein Waffer, so weit dasselbe unter der glühenden Sonne rncht durch Ausdun stung verzehrt wird, ausschließlich zur Füllung der Bewafferungscanäle und der Eisternen dienen wird. Aus den Strecken von Assonan nach Damiette und Rosetta ist die Wassermenge des Nll, wahrscheinlich in Folge der außer ordentlichen Hitze und der dadurch be dingten starken Ausdünstung, nur eine sehr aennae. Zu den Bauten, welche im Alter thum behuss Ausstauuna des Nilwaffers ausgeführt wurden, gehörte vor allen der See Möris, welchen die Pharaonen vor mehr als 4,500 Jahren anlegen Iie ßen. Dieser künstliche See besand sich wahrscheinlich . in der jetzigen Provinz Fayum, wo n)ch Ueberreste von unge Heuren Dämmen vorbanden sind. Dieser See, welcher nichts Anderes war, als ein Riesen-Reservoir, soll im Stande gewesen sem, 3,604,000 Eublkyard Waj ser aufzunehmen. Eines Theiles wurden also durch diesen See die Gefahren der Ueberschwemmung abgemindert, anderen Theile aber diente das in ihm aufqe staute Wasser zur Zeit der Dürre, zu VewünerunaSzwecken. Bei den gegenwärtiqen Zuständen in Aegypten droht die Gefahr, daß nicht nur m Folge der Vernachlässigung oder Zerstörung des complicirten Kanal und Schleusensystems die Bewäfferung der vom Nllbett entsernterenGegenden gänz lich unterbl:iben oder doch eine sehr mangelhafte sein wird, sondern daß auch einzelne Gegenden, namentlich aber Alexandria, von einem verhängnisvollen Wassermangel helmgesucht werden. Dke Monitors. Dem Marinesekretär Ehandler wird die Absicht zugeschrieben, zwei Monitors behuss Prüfuug der Seetüchtigkeit dieser Fahrzeuge eme Probefahrt unternehmen
zu laffen. Die Ausführung einer oer
artlgen Maßregel würde nutz und rück ichtslos lein. Dem Eongrene it es gleichgültig, ob diese an sich wttthlosen Fahrzeuge seetüchtig sind oder nicht, und die zur Fertigstellung derselben ersorder liche Miüion ist bekanntlich bereits be willigt. Hätte man die Monitors eine Probesahrt unternehmen laffen, bevor jene Bewilligung gemacht wurde, dann hätte die Maßregel einen Sinn gehabt. dann wäre die Bewilligung aber wahr schemllch nicht gemacht worden und jeden falls aus diesem Grunde ist damals die Probesahrt unterblieben. Rücksichtslos wurde die Veranstaltung einer Probe fahrt fein, weil durch solche das Leben von Offizieren und Mannschaften ohne irgend welchen vernünftigen Zweck aus'ö Spiel gesetzt wird. Admiral Porter saat in seinem lektcn Berichte, daß die Monitors zu einer Fahrt aus hohem Meere nicht geeignet seien und daß deren gegenwärtige glatte Geschütze durch gezogene Kanonen von kleinerem Kaliber ersetzt werden sollten. Die gegenwärtigen Geschütze selin nicht im Stande, vierzöllige Stahlplatten in einer Entfernung von 500 )ards zu durchbohren. Die Geschwindigkeit der Monitors giebt der Admiral zu sechs Knoten in der Stunde an, der Commo dore Gorringe aber glaubt nicht, daß denselben selbst diese geringe Gesch'win digkeit zugemuthet werden kann ; dieselben können sonach einem feindlichen Schiffe weder Schaden zufügen, noch sich mit der erforderlichen Raschheit aus dem Bereiche eines seindlichenFeuers bringen. In demselben Berichte zieht Admiral Porter einen Vergleich zwischen unserer Kriegsflotte m der Zkll von 1842 bis 1848 und in ihrer gegenwärtigen Ge statt; damals hatten wir 11 Linienschiffe, die mit 740 Geschützen vom größten Kaliber ausgestattet waren und von kcl ner anderen Flotte der Welt übertroffcn wurden, 13 Fregatten erster Klaffe mit 580 starken Geschützen, 2 Fregatten zwei ter Klaffe mit 72 Kanonen, 19 Kriegs schalupen mit 302, 4 Brigs Mit 40 und 5 KriegSdampfer mit G Geschützen, zu sammen also 63 Schiffe, die in der Zelt von drei Monaten in Dienst gestellt werden konnten, mit 1814 Geschützen. eine Marine die derjenigen irgend einer anderen Nation ebenbürtig war. Jetzt könnten wir im Falle eines ikrieges höchstens 26 Fahrzeuge auskaufen lassen und unter diesen befinden sich bloß zwei Schiffe erster Klasse, die indeß weder waö Manoeuvrirsähigkeit, noch Schnel' ligkeit, noch Bewaffnung anlangt, an die besten Schiffe fremdländischer Nationen hinanreichen. Wie starb :velcsx (Berl. Tageblatt 1. Juü.) Heute liegen uns weitere Mittheilngen vor, daß General Skobeleff bei einer wüsten Orgle mit Damen der Ibwcll mitten im Taumel vom Tode ereilt wurde Ein Petersburger Privat'Telcgramm berichtet uns : Zwar wird j.?dc Moskauer Depesche, welche d:e NcdeN' umstände bei dem Tode Slobclch'S er wähnt, von der Censur angehalten. Indeß kommt aus vcrjiedcnflcn Wcgcr und von verschiedensten Seiten aiisl'ioikau die ganz bestimmte Nachricht, daß Skobeleff außerhalb des Hotels Duffnux in der Nachtzum Donnerstag bei einem üppigen Champagnersest mit lcichtgc schürzten Schönen vom Tode überrasch' wurde. Ebenso berichtet der Petersburger Korrespondent der .öln. Ztg." : Skobeleff ist nicht an Venenverdlutung. oder Lustzutritt in die .Venen gestorben, sondern die Todesursache war eine andere Skobeleff ist uarnicht im Hotel Trssaiix wo er wohnte, sondern im Hotel Angla aus der Soseika in Moskau, einem sehr theuren, feinen Restaurant, woselbst sich die Ulantrste WrU Joichrin gicl' nach einem Eneffe herz oder öir.T schlag verstorben. Der Wirth des ho tclö Angla, der richt wußte, wer der i.t Gesellschaft von l .ci Damen soupirende Ossizier gcwescn,war höchlich erschrocken, als er hörte, es sei Skobeleff, lies und meldete es dem Gouverneur Dolgo rukow, der, als er den Sachverhalt er fuhr,, befahl, die Leiche sofort nach dem Hotel Dussaux zu schaffen und auszusagen, Skobeleff sei dort verstorben. Bei der Leichenschau stellte sich übrigens heraus, das dem General, wie der Zustand des Herzens bewies, ohnedies so kein langes Leben beschiedcn gewesen wäre. Aus den Czaren Alexander 111., dessen sittenstrenge Grundsätze bekannt sind, muß dieser Tod seines Generals einen ganz besonderenEindruck gemacht haben. Der Czar hat mittlerweile die Fürstin Beloffelskaja, Schwester des Generals Skobeleff. folgendes Telegramm gerich tet : Ich bin tief bclrübt üder den plötzlichen Tod Ihres Bruders, dessen Verlust sür die russische Armee schwer zu ersetzen und lies zu beklagen ist. Es ist sehr schmerzlich, solche nuliche, dcrSache ergebene Kräste zu verlieren DaS große Vermögen Skobeleff's (hunderttausend Nudel jährliche Ncvc nuen) geht, dem Vernehmen nach, zu gleichen Theilen aus die drei Schwestern deffelben, abzüglich emes verhältnlömäßig kleinen Kapitals über, welches seiner geschiedenen Gemahlin zusällt. In dem Testamente seines sehr reichen Vaters, welcher vor zwei Jahren ebenfalls am herzschlage ganz plötzlich starb, war der jetzt verstorbene General zum haupterben eingesetzt, die Töchter aber mit entsvre chenden Kapitalien abgefunden: worden. Mit Skobeleff erlosch der männliche Stamm. der Familie. ufschwung der südlichenndn strie Welchen Aufschwung die Industrie der Südstaaten nimmt, davon zeuaen die großen Quantitäten Maschinerie', welche schon seit längerer Zeit nach dem Süden verschifft werden. ' Ein Süd'Carolinaer Blatt schreibt darüber Folgendes : Mit dem gegenwärtigen Jahre hat sür den Süden eine neue Aera begonnen, falls wir nach der außerordentlichen Anzahl neuer industriel
ler Unternehmungen urlyeiien c-Urcn, clche überall in's Leben j-krusen werden. Alte Fabriken werden wieder in Thätigkeit 5c setzt, und hinderte neuer Etablissements sind bereils errichtet oder im Bau begriffen. 2?ährci.d des Mo nats Juni gingen ztreiundzwan'zig Wa genladungen Maschikcric'n. weiche von Boston aus versandt werden, üder die NichmondDanvi!lcVahn nach vcrschicdenen Punkten im Süden. Diese Ma schinericn vertheilten sich folcndcrma' ßen: 14 Wagenladungen gingen nach Pelz?r, S.'E., ' nach iloncord, N.-E., 1 nach h'ckory, S.-E , und 1 niich Elis' ton, S.'C. Dc5 ist die Verschiffung von Maschinerie' im Sause eines einzigen Monats, und obgleich sie schon z'emlich bedeutend ist, "so ist sie doch nichts im Vergleich zu dem noch zu Erwartenden. Die Vostoner Bkaschinen Fabriken haben die südlichen Eisenbahn linien benachrichtigt, daß die jeht in Ausführung beüjiei'.en V'stcllijngen an Maschinerie' nicht weniger ulö dreihundcrt Wagenladungen ausmachen werden, und daß diese Artikel in den in Frage kommenden Fabriken des Südens zu Anfang des herbstes abgeliefert werden müssen." Zum Schlüsse bemerkt da oben erwähnte Blali : Dadurch, daß jetzt die Mojct)inerk'n des Nordens noch den Baumwrü-Aegionlli des Südens gebracht werden, während slüher das Umgekehrte der Fall war, ist die Pro sperität der Südstaatcn begründet und gesichert worden."
Fortschritt der elektrischen Velcuch' lung. Im Jahre 1810 verlangte das britische Parlament ein Gutachter über die Frage: Ist es anzunehmen, daß dies-' Beleuch tungs Methode so allgemein werden könne ? Und wie lautete die Ar.wort des offiziellen .Technikers" ? ZcelncswegS. vie mag - in gewlffen Fällen, z. B. für große Fabriken paffen, die Einwendungen gegen die allgemeine (rmsuhrung der Gazbclcuchtung sind vt doch sehr ernster Natur, und wer sie versucht, würde so ernsten Enttäuschungen ausgesetzt sein, daß unbethciligte Perso ncn nicht einmal den Gedanken an eine allgemeine Anwendung auskommen lassen; die Ausnahme der Gaöbelcuchtungs Projekte in England zeigt, wie leicht die Engländer hinter'Z L'cht gcsührt werden können." Fast genau dieselben Bemerkungen hört man heutzutage über die elektrische Beleuchtung. Dies hindert indtß nicht, daß sie bei energischen Leuten sogar, in kleinen Landstädten reißende Fortschritte macht. In England wurden .in den letzten Monaten in Folge der glänzenden Geschäste der Brujh Eo. vier neue Ac tiengcscllschaslcn sür Elektricitäts - Ausbcutung mit etwa zchn !illionen Dol lars Zkapital gegründet. In Godalming, einem Städtchen von 2500 Einwohnern, das an eincmNebenflnß der Themse liegt, hat der Stadtrath das Wasser dieses Flusses buchstäblich - in Jcucr umgewandelt, in elektrisches Feuer natürlich. Zueist versuchte er eL mit einem Wasscrrade, da, in den schnellen Flußlaus gelegt, von derStrömung rasch umgedreht wurde. Diese Wasserkrast trieb eine dynamoclcktrische Maschine und die von dieser erzeugte Elektricität wurde tagsüber nach Jaure's Vcrgang ausgestapelt, um dcZ Nachts zu leuchten. Der erste Versuch mit drei Siemens' schen Lampen war so glücklich, daß sosort der Eontract mit der Gas. Geselljchast gekündigt und ein neuer mit einer Eleltricitäts - Gcscllschast abgeschlossen wurde, die sich ve-pflichtet hat, die Beieuchtung um 19 Prozent billiger zu .icscrn, als die bisherige Äas-Gcsell schast. Ehefleifield, eine an zwei Flüssen .clkgene Stadt, von 11,000 Einwoh icrn, will dem Beispiel Godalming' folgen. D i e Zahl der reichen En; inder, welche auf dem europäische, kstlande wohnen, ist sehr unbedeutend .cger.über der Zahlreicher Amerikaner. selche dies thun. Bon Inland?. 'In Gemäßhe: t der neuen Strasprozeß'Qrdnung für den Slaat New Bork müssen in der Stadt New Vork in jeder Nacht mehrere Polizei rlchtcr im Dienste sein, um eventuell die Bürgschaft für verhaftete Personen fest setzen zu können. Die Einrichtung wird am 1. August ins Leben treten. Der Nachlaß der Frau Lincoln besteht in $7-4,000, lauter Bonds der Ber. Staaten. Dazu kommen viele Kisten und Koffer voll Kleider u. s. w. ,; Einem Gärtner inMadison, Wisc.. wurden bäuiia bei näcktlicker Weile seine mit Mühe angelegten und. gehegten krdbecr und himbeerpslanzungen verwüstet und es blieb ihm nichts übrig, als mit dem Gewehr in dcr.hand Wache zu stehen. An einem der letzten Abende, zwischen 9 und 10 Uhr, be merkte er, wie drei Gestalten über seinen Zaun kletterten, um in die Erdbeeren zu gehen-. Die Diebe schienen gut in sei ncm Garten bekannt, aber auch role Burschen zu sein, denn sie zertrampelten rücksichtslos Alles, was in ihrem Wege lag. Der Gärtner trat aus seinem Versteck hervor und ries den Dieben zu, sich ruhig zu verhalten, da' er im Falle eines Fluchtversuches schießen werde. Alle Drei rannten indeß aus LeibeZkräf ten und der Gärtner gab zwei Schüsse ab, welche einen der Jungen, denn solche waren es, im Alter von 15 bis 17 Iahren, gerade in dem Moment trafen, als er bereits die Spitze dcö ZsunS erklettert hatte. Der Schuß war-ihm in's Bein gedrungen und außerdem hatte er - ... . 1. vkim yerunierpurzeirl vom Jaun oen linken Arm gebrochen. Ein Zweiter der bösen Buben hatte , einen Schuß in die linke Hand erhalten, wahrend der Dritte unverletzt davonkam. Sämmtliche Her ren Jungens sind die Söhne geachteter Bürger, welche dem Gartenbesitzer seinen Schaden ersetzten, um ihre sauberen Früchte vor gerichtlicher Strafe zu schützen.
In New Z)orlhat sich b c kanntlich eine Gesellschaft für Leichen Verbrennung mit einem Kapital von $'50,UOl gebildet. Der .Lumberman suhlt sich veranlaßt, vom rein geschäftli chen Standpunkte auS gegen dieses Un lernehmen zu protest:ren. Man Vürse so sagt er nicht vergeffcn, daß die Sargindustrie in diesem Lande eine ganz bedeutende sei und große Quantitäten
Yolz erfordere, namentlich von Fichten yd, das vorzugsweise seiner Billigkeit wegev für die ärmeren Klaffen der Be völkerung verwendet werde. Es ist nicht aklgeme i.n h t konnt, wie grcße Strecken Südamerika'S noch uneisorscht ! nd, obwohl es dort im Innern gar keine Wüsten gibt. . Sogar eine Anzahl der Flußlause von bedeuten der Gröe ist noch. nicht zuverlässig auf Karten niedergelegtwobei doch die Forschungverhältnißmäßig leicht zu Waffe? unternommen werden kann. Unlängst hat wieder- ein Erforscher dieser Wild nisse' sein Leben eingebüßt. Der Fran zoje Dr. Erevaux, welcher vorher den ganzen aus Des Stromes Tocantms endlich festgestellt hatte, ist bei der Ert . r v . nrt 4 . 1 m . , oricyung oesvlicowanovlromkS sammt ichtzehn bewaffneten Bealeilern von den Indianern bei Teyo ermordet worden. kr war seit sechs Jahren m der Berei ung Sudamerka's thätig gewesen und )atu erst sein 35. Jahr erreicht. Ein Enaländer. der ffct ciell nach Amerika gekommen ist, um so genannte Schwimmplatten einzuführen, mittels welcher jeder Anfänger Boynton und Webb übertreffen' kann,! wundert sich darüber, dl.tz die Badenden an den weltberühmten" - Badeorten be New Nork sich nicht in'S Meer binauswaaen. es vielmehr vorziehen, sich hübsch vorsichtig innerhalb des abgesteckten Sicher heitsbezirks zu halten. Wenn der gute Mann erst ein Mittel erkunden . babe'n wird, um bei den ttüstengewäffer mit be sonderer Borllebe abjagenden Halsischen Appetitlosigkeit oder Abneiauna aeaen Menschenfleisch zu erzeugen, dann wird er mit semer schwimmvorrlchtung vril lanle te cha teu macken. So lanae dies nicht der Fall ist, wird der Durch schnitts-Eoney - Isländer ein Sandbad dem Vergnügen vorziehen, sich der ersten besten .Hyäne des Meeres" als Früh stück zu serviren. N a ch ein e m B e r i ch t des Hülss'GeneralpostmeisterS Ekmer wird aeaenwärtia der Sternvoltdientt in der Pacific-Sektion um nahezu 50 Procent billiger betrieben als unter den früheren Kontrakten. Diese Ersparnis welche sich für die ganze Sektion auf mehr als 3,000,000 belauft, ist nicht etwa! dadurch herbeigeführt worden, daß man den betreffenden Popdienst wesentlich einschränkte, denn wir sehen auS' einer anderen Angabe des nämlichen Berichts, daß die Kosten.Neduktion über 45 Pro cent per Meile beträgt...' Angesichts der Verschleppung und deS voraussichtlich kläglichen Ausganges des Processes ge gen die Sternrouten Gauner ist es wenigstens ein Trost, zu rissen, daß die Betrügereien .in dem betr. Zweige der Postvrrwaltung wenigstens ein Ende ge nommen haben. Im Cenlralbahnhofvon Buffalo wurde diese? Taar ein neunjähriger Knabe, aufgegriffen und zum Polizei Hauptquartier .gebracht. ! An den Nock deö jungen Reisenden war soigenve Adresse" gtnüyt : Parker's Landing, Pa. Dieser Knabe,-Samuel Brindle, geht zu seiner ; Mutter, Mary A, Brindle, - Primrose . Banks , Millö, Old Qldham, Lancashire, England, via Montreal, Canada, und. Liverpool, England, per. Canada Shipping Co., Beaver Line. Man nehme ihn in ObHut." Der Knabe besaß ein Ticket.von Montreal nach Liverpool, muß das Ticket von Buffalo nach Montreal iedock verloren haben. Er hatte ferner auch folgende Notiz m seiner Tasche : .Fällst dieser . Knabe sich verirrt, oder falls. ihm auf, der Reife etwas passtrtfg wende man sich an WilkenS Fullerton,,Par ker'S L nding, Armstrong County, Pa." Die Polizei benachrichtigte die Firma,' daß der ' Knabe , fein Ticket '. verloren. Der Knabe soll vor. einem Jahr mit seinem Viter hierher gekommen, der Bater jedoch neulich in Philadelphia gestorben sein, weßhalb Freunde ihn jetzt zu seiner Mutter zurücksenden Die, Firma in Parker's Landing telegraphirt'e um. gehend zurück, die Sache sei in Richtig leit, und man möge den kleinen Welt sahrer" direkt nach Montreal weiter spe diren. Die Mitglieder der Tarif. Commission haben sich endlich. vollzählig in Long Branch eingefunden, wer sie sechs Wochen bis zwei Monate zu dleiden gedenken. Sie wohnen im West End-Hotel, wo sie es mit zehn Dollars per Tag Taschengeld und Bezahlung der Hotelrechnungen c. seitens der Regierung wohl aushalten können. - Long Brauch ist zwar kein. Mittelpunkt eines JndustrieDistrikteS und für sehr viele der Zeugen, welche ine solche.. Commis sion vernehmen' sollte, entschieden sehr unbequem gelegen, aber eS ist ein Qzt, welcher der Commission die . Ersüllung ihrerHauptaufgabe, die Zeit todt zu schla gen, ganz' besonders erleichtern . dürfte. Vorläufig halten' die Herren Commigäre. nur .berathschlagende" 'Sitzungen aber bei verschlossenen Thüren, so daß an nicht wissen kann, ob sie da über Stahl zoll ?c.' oder d'arüber'berathschlagen, wohin sie am nächsten, Tage spazieren sah ren oder waö sie zu Abend egen sollen. 3. G. Parsons V V. K. Zahnarzt, 14 West Washington Straße, (Ueber I. W. Heß So'S D,y r? oodi Stör,, . Arbeit bester Qualität 111 annehmbaren ZreUeu. Indianapolis.
QoQ SuSlattk. " en Sylv. W ie d 1 f3tf? Llatter melden, hat die tu manische Akademie der Q'ssenschaslen beschloßen, die gefeierte Schriftstellerin Carmen Sylva (Königin Elisabeth) un ter die Zahl ihrer Mitglieder aufzuneh men und zugleich auch ihre Sitzung-Z C t . n'm - . I'. X.
laal mtl oem Vlloe ver ronigiien Schriftstellerin zu schmücken. Die seier liche Ausnahme in die Äkademie findet noch im Lause dieses Monats statt, und werden derselben der Könia mit seinem Hofftate und das diplomatische CorpZ anwohnen. Königin Clijabeth ardenel jetzt schon an der rumänischen Lcede, die sie bei dieser. Feierlichkeit halten wird. Statistik der Lebens überdrüssigen. Im veistossenen Monat Juni haben im wiener Polizeirayon drei ßig Individuen, darunter vier Frauens Personen, ihrem Leben seit st ein Cnde gemacht. Von dieser Gcsaimtzahl ha ben sich elf Jndividu'n strangulilt, sechs tödteten sich mittelst Schuh::assen,ebcnjo viele, darunter zwei Frauenzimmer, such ten in den Wellen Iti Don rn ihr Grad, vier, darunter eine Jrauenkperson griffen zum Giftbecher, zwei starben durch Herabstürzen von einer höke, un? eint graurNLperson lödtele sich culch Oessnen an Adern. In den beiden asten Ouar kalen des lausenden Jahre? zahlte man 118 Selbstmorde gegenüdir 158 in de, Hälste des vorigen Jahr.s. Aus die einzelnen Monate vertheilt sich die Zahl folgendermaßen: Januar 17, Februar 19, März 13. April 14. i)tai 25 und Juni 30 Selbstmorde. Von diesen Le denSüderdrüssigen zählte der Jüngste 14. der Aelleste S'S Jbre ; 103 gehörten dem männlichen, 15 dem weidlichen Ge schlechte an. Elektro technische Ver suche. Der französische Ingenieur Msrcel Deprez, welcher durch seine Versuche unl Berechnungen über Vrlheilung deö elektrischen Stromes und üder elektrische Kraftübertragung delühmt geworden ist, hat sich bereit erklärt, während der eiek krischen Ausstellung in Mütchen eine Krast von Augsburg nach München auf 60 Zkilometer Entfernung mittelst eine einfachen Telegraphendrahtes zu über tragen. Es wird demnach im Glaspa laste eine landwirthschastliche Ma schine von einem Motoc bewegt werden, welcher in Augsburg sich befindet. Die ser zum erstenmale zur praktischen Aus führung kommende Versuch dürste sicher das allgemeine Jnleresie in höchstem Gra de erregen. Ein unterseeisches Fahr zeug .hat -der Schwede Thorsten Nor denseldt in London, bekannt durch seine Reüolverkanone, auch in Deutschland pa tentiren lassen. EZ wird durch eine Schraube yetrieben und ragt nur wenig Über dem Wasserspiegel empor. Will sich nun der Führer einem feindlichen Schiff unbemerkt nähern, um seine Torpedos aus nächster 3!ühe schleudern zu können, so . werden zunächst die Feuerlöcher, Aschenfall und Nachsang des Kcsiels hermetisch verschlossen, was aber letzlern infolge seine? eigenthümlichen Eonstruc tion nicht hindern soll, die Maschine mit Dampf zu versehen. Zugleich werden vom Innern des Schisses aus Schrauben ge dreh?, welche das Tauchen des Fahrzeu ges bewirken. Sobald das Drehen auf hört, steigt eS wieder an die Oberfläche. Sehr sinnreiche Steuervorrichtungen er möglichen die Einhaltung eines graden und horizontallen Curses. ; DaS Schiff enthält hinreichend Luft für die kleine Besatzung; es können aber auch künstliche Mittel zur Anwendung- kommen, um die ausgeathmete Lust wieder zu reinigen. Ein Ventil gestaltet es dem heißen Was ser, aus dem Kessel sofort zu entweichen, wenu das ah'Zeug etwa leck wird. Es steigt dann lm Nu wieder un die Ober fläche. Die Rüsten haben kürzlich un lerfeeische Torpedoboote gebaut, die sich bei den Versuchen in der Ostsee und im Schwarzen Meer gut bewahrt haben sol len. M a s s a k r i r t. Ein schrecklicher Fall hält . gegenwärtig die Gemüther von Haromßek (Ungarn) in Ausregung. Ein Landmann in Majsa verbrannte in Abwesenheit seiner Frau und seiner Schwiegermutter die sileider und die Wäsche derselben. Als die beiden Frau enspcrsonen dann nach Hause kamen, versperrte er die Thür von innen und begann in rasender Wuth mit einer scharsgeschliffenen Axt. aus' die Beiden loszuhauen. Aus das markerschütternde Geschrei der Verwundeten eilten die Nachbarn herbei, welche die Thür spreng, ten und ,die' schrecklich verstümmelten Opfer dem Wülherich entzogen, d r so. fort das Weite suchte. Das Volk lau tete Sturm, allein der Unmensch konnte trotz des Aufgebotes der ganz'n Vkvöl kcrung nicht ermittelt werden. Die bei den Opfer wurden sterbend ins .Spital nach Skpsizent György gebracht. Die AuSstellungöepide mie ist eine Zeitkrankheit. Sie erstreckt sich längst nicht mehr aus Gegenstände der Industrie und der Kunst. In Wien hat z. , 93.' ' eine asenaussteklung. in Gens eine Ausstellung der Dicken, in England eine Katzcnausstellung stattge funden, in Amerika haben wir sogar dudv siwvs. Der Gedanke einer .AuS' stellung- annähernd in unserm Sinne ging i ursprünglich von Leyden aus, wo im Jahre 1699 die erste Ausstellung also die. Vorläuferin unserer zahllo sen Fach.v Kunst-.'Welt, Gewerbe und Industrie Ausstellungen eröffnet wurde. Aus dieser Ausstellung war un ter Anderm ein Wohnhaus .ohne Stein und' Mörtels 'also- aus' Holz gebaut, zu sehen, ein Krokodil, der Ra chen emeS Sägefisches, ein Paar lapp ländische Hosen' und andere Dinge, die damals für Raritäten galten. Im Jahre. 1797 fand in Frankreich die erste wirlliche "Industrie Ausstellung statt, welche von etwa . achtzig Ausstellern be schickt. und.. schon . nach drei , Tagen ge schloffen wurde. ' Die ganze civilisirle Welt vurdk erst von England zum fried lichen Qettkampf' eingeladen. Man baute zum Zwecke einer wirklichen Weltausstellung den Krvpallxalast,
