Indiana Tribüne, Volume 4, Number 400, Indianapolis, Marion County, 23 July 1882 — Page 4
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w V w V w w V vvv raguay. Paraguay besitzt eine einzige, 72 ÜU lometer lange Eisenbahn, welche in ihrem heutigen Zustande, obwohl viel benuht und nicht übel rentirend, durchaus mcht den AMcyauungen enttpncyi, welche ihren Bau veranlaßt hatten. Das Herz der Ackerbau- und Tabakbezirke von Paraguay, der Mittelpunkt eines wirklich producirenden LandstrichS, ist Bllla Rica. heutigen Tages ein Ort von etwa 10,000 Einwohnern. Nach deS jüngeren Lopez Plane sollte Villa Nlca durch einen yauptsachNcy dem Waarentransport gewidmeten Schienenweg mit der Residenz- und HaupthanvelSstadt desLandes verknüpft werden. Bei Ausbruch des Krieges war aber die Bahn erst bis zu dem reizenden Paraguari vollendet, während die Erdarbeiten noch ö Kilometer werter (und das wardieschwierigsteStelle) gediehen waren. Daß nach der Niederschmetterung des Landes an einen Weiterbau nicht gedacht werden konnte, braucht nicht erst erwähnt zu werden. Das rollende Material war entweder vernichtet oder befand sich in trostlosestem Zustande, der Bahndamm war an einigen Stellen durch Regengüsse weggerissen, und bet der Unehrllchreit der damaligen Staatslenker verschlang vie Wiederherstellung unglaubliche Summen, d. h. einen nicht unbeträchtlichen Theil der in London aufgenommenen Anleihen. Infolge der unaufhörlichen Revolutionen gerieth die Bahn abermals in Verfall, bis der Staat sie neuerdingS behufs Aufbesserung seiner Finanzen, beziehentlich behuss Tilgung deS größten Theils der innern Schuld an ein Privatconsornum übertragen hat. Der Kaufpreis wurde nominell auf eine Million Patacons (vier Million Mark) festgesetzt; dieser Kaufpreis durfte jedoch in den von der Regierung ausgegebenen Schuldtiteln hinterlegt werden, die damals etwa 10 pCt. werth waren, sodaß der wahre Kaufpreis sich auf bloß 100,000 Pataconö (400,000 M.) stellte. Außerdem hatte allerdings das Consortium noch die Verpflichtung über nommen, in baarcm Gelde einen Vorschuß von 80,000 Patacons (320.000 Mark) zu tilgen, den die brasilische Regierung der paraguayischen behufs Anschaffung neuer Locomotiven und anderen Materials gewährt hatte. Die Antheilscheine der Bahngesellschaft sind nun niemals an den Markt gekommen, sondern befinden sich' in festen Händen, etwa die Hälfte davon besitzt Hr. TraVassos, ehemaliger Generallieferant der brasilianischen Armee, gegenwärtig Grokarundbesltzcr und Industrieller in Paraguay; der Rest fällt auf verschiedene Kaufleute in Asuncion. Die neuen Besitzer der Bahn und wohl im Stande gewesen, das im Betrieb bcfindliche Stück von Grund aus wiederherzustellen, um aber die Bahn in höherem Sinne rentabel zn machen, was blos durch die Wcltersuhrung bis Villa Rica geschehen könnte, dazu fehlen ihnen die Mittel, .und so trachten sie, wenn ich nicht irre, das Unternehmen an eine Aciieng?sellschast zu übertragen. Es heißt, daß der Kaufpreis der Bahn, einschließlich ausgedehnter Vandcrcien zu beiden Seiten, sich auf 400,000 Patacons (1.000.000 M.), der Weitcrbau bis Villa Rica sich aus 800,000 Patacons (3,200,000 M.) stellen werde. Unter den gegenwärtigen erhaltuinen dient die Bahn fast ausschließlich dem Personenverkchr, ju? den Waarentransport kommt sie beinahe gar nicht rnBctracht. Tabak und Jerba werden nämlich von Villa Rica aus mit schwerfälligen Och-fen-Carretcn bcfördert.und anstatt diese Waaren in Paraguari umzuladen, sie der Eisenbahn zu übergeben und in Asunction abermals umzuladen, kommt die dirccte Beförderung mit OchsenCarrete weit billiger zu stehen. Beim heutigen Betrieb geht viermal wöchentlich (Sonntags, Montags und Freitags) je einZug srüh morgens nach Paraguari ab, um nach dreistündigem Aufenthalt daselbst wieder abzudampfen und Abends nach Asuncion zurückzu'ehren. Man heizt mit Holz und wegen des langen Aufenthaltes an den zahlreichen Stationen dauert die Fahrt etwa fünf Stunden. So weit nun i)i die Bahn im wesentlichen nicht von ircn südamericanischen Schwestern vcrschieden; ganz eigenartig aber treten uns die paraguayischen Eiscnbahnverhältnisse entgegen, sobald man in Asuncion den Perron des stattlichen Bahnhofsgebäudes betritt. Es wimmelt dort von weißgekleideten Gestalten, als ob man sich an der Küste Arabiens besände,nur sind die Betreffenden lauter Weiber, Verkäuserinnen, Kauffrauen, Ackcr bäuerinnen, Gemüschändlcrinnen, die zum Verkauf ihrer Erzeugnisse in die Stadt gekommen sind, und was dergl. mehr ist. Auffallenderweise gibt es v:cr Wagenclassen (in der ersten kostet ein Billet nach Paraguari 16 Realen 6,40 M., in der vierten 4 Rcalcn--1,60 M.), während meines ErachtenS deren zwei vollkommen genügen würden. In der ersten Classe sitzt die vornehme Gesellschaft, in der zweiten sitzen die Cuiguaberas, in der dritten diePlaceras und Ackerbäuerinnen, ohne daß man deshalb zu glauben brauchte, daß in Paraguay eine scharfe Classen- unö Kastentrennung bestände. Trotz der langjährigen sogenannten Tyrannei bewegen sich die anderen Elasten dort so frei, ungezwungen und anständig, wie ich eS kaum vorher in einem andern Lande gesehen. Nach einem von mir angestellten Ueberschlage mochten sich in dem Zuge, dessen ich mich bediente, etma 200 Personen befinden, darunter nicht mehr als 12 Männer. An all den zahlreichen Zwischcnftationcn herrschte reges Leben, sintemal die Bevölkerung, wie daS auch bei uns in entlegneren, vom großen Verkehr nicht berührten Gegenden der Fall zu sein pflegt, von weit und breit zusammengeströmt war, um daS bloß einmal wöchentlich wieverkehrende Schauspiel des Anblicks so vieler fremder Gesichter zu genießen. Dabei wimmelte es von Verkäuferin-
nen, zum Theil allerliebstenGeschöpfen, vie mit entblößten Schultern und freundlichem Lächeln ihr Chipa-Brot, ihre Cigarren, ihre Bananen, ihre ge-
stickten Kmderhemdchen oder Schultereinsätze für das nationale Tipoy-Hcmd (man kann dieselben leider keiner eury' päischen Dame verehren) und was ssnst immer es sein mochte, anpriesen. Und wenn man 'ihnen dann versicherte, daß man kein Chipa-Brot esse, keine Cigarren rauche, keine Kinder besitze und für das Tipoy' keine Verwendung wisse, so wollten sie sich beinahe todt lachen. Bei alledem aber benahmen sich diese Leute so ruhig, so anständig, so wenig laut und verkehrten so freundlich miteinander, wie dies bei einem gleich großen Zusammenstrom von Frauen und Müdchen aus dem Volke in Europa schwerlich der Fall sein würde. ES ist eben augenscheinlich, daß die Frauen, die hierzulande Familienväter und Wirthschafter spielen müssen, dadurch auch ein bißchen mehr in weltmännischem Sinne ausgebildet werden. Andererseits standen die wenigen jungen Burschen faul und unthätig herum, barfuß und gekleidet in Hemd, weiße Hosen, Filzhut und gelbbraun gestreiften (es ist dies die natürliche, von der europäischen Industrie nachgeahmte Farbe des VicunaHaarS) Sommer-Poncho. Die Bahnhofsgebäude waren einfach, aber selbst sn den kleineren Haltestellen so soUde und gleichsam für die Ewigkeit gebaut, wie alle Bauwerke, die aus Lorez' Zeiten herrühren. Die Scenerie war durchweg hübsch gras- und baumbestandenes, theilweise beackerte Campland zu beiden Seiten, etwas weiter aber Berge und Hügel , auffallend schön aber wurde sie, als wir uns dem See von Jtucarany näherten. In Aregua stiegen wir au und besuchten den Geistlichen, einen wohlwollenden Herren mit intelligentem Gesichtsausdruck. Sein Haus wimmelte von Frauen und kleinen Kindern. Ein hübsches, etwa fünfzehnjähriges Mädchen bot unS Cigarren an, nahm dann selbst eine, rauchte sie a und steckte sie, von rückwärts sich über den Stuhl lehnend, dem hochwürdigen Herrn in den Mund ein Genrebild, das den Malern der alt-niederländifchen Schule als Vorwurf hätte dienen können. Am jenseitigen Ufer des Sees befindet sich eine kleine deutsche Colonie (einstweilen so viel ich weiß, blos von fünf Familien), die demnächst eine bedeutende Verstärkung erhalten soll. Wir würden sie besucht haben, wenn nicht der See sich nicht allzu unwirsch gezeigt und eine Bootfahrt geradezu lebensgefäbrlich hätte erscheinen lassen. Man will denn auch, sobald die Colonisation weitere Fortschritte macht, einen kleinen Dampfer hierherschaffen. Au5 der Umgegend dieses Sees wäre sonst noch ein ehemaliges Landhaus der Madame Lynch, sowie die Stätte erwähnenSwerth (Ccrra-Leon), wo Lopez ehedem ein befestigtes Lager für 30,000 Mann hergerichtet hatte. Mit Sonderzug fuhren wir weiter nach Paraguari, einem reizenden Oertchen, das mit Einschluß der Umgebung etwa 3000 Einwohner zählt, und stiegen im Hotel de France ab. Von Paraguari aus hätte ich mit Diligencia, sei es nach Villa Rica, sei es nach den südlichen Missionen, weitergehen können,bei knapp bemessener Zeit aber zog ich cö vor, zu Pferde die Gebirgszüge in der nähern Umgebung, die sögenannten Cordilleren. zu durchstreifen. Mit Den dem allgemeinen Gebrauch dienenden Verkeyrsmittcln ist es im heulign Paraguay nrch sehr schlecht bestellt; sie beschränken sich auf die Bahn und die oben erwähnten Dili-gencia-Linien. Zwar wird es sich bei näherer Erforschung des Landcserweisen, daß manche von den Zuflüjjen des Paraguay und des Parana für kleinere Dampfer fahrbar sind, doch gibt es bis zu. diesem Augenblick noch auf keinem dieser Flüsse geregelte Fahrten. Der Tebcuary ist allerdings bis in die Nähe von Vikta Rica mit Dampfern befahren worden, doch sollen die ganz unglaublichenKrümmungen dieses Flusses die chiffsahrt sowohl schwierig wie unergiebig machen. Auch an Telegraphen besitzt Paraguay bloß die der Bahn entlang laufende Linie nach Paraguari, doch war gerade bei meiner Ankunft von Staats wegen eine Bewerbung für den Bau einer Telcgraphenlillie von Asuncion nach Corricutes (bis dorthin reicht das argentinische Netz) ausgeschrieben ein Umstand, der zu einem hübschen Scherz Veranlassung gab. Als ich mich nämlich an dem betreffenden Tage im Ministerium einstellte, nahm einer der Herren, dem meine Persönlichkeit schon srühcr ein Räthsel gewesen sein mochte, mich mit ernster Miene beiseite und fragte, gegen welche Vergütung ich wohl geneigt seiu würde,- von jeder Concurrenz Abstand zu nehmen. Leider konnte ich nicht lange genug dos Lachen unterdrücken, und die Sache endete mit einem solennen Frühstück. Paraguari gleicht in seiner Anlage allen anoern Ortschaften des Landes : auf einem weiten grasbewachsenen Platze licat die von den Jesuiten erbaute Kirche, deren Vorderfaade an der einen Seite mit einem Glockenthurm geschmückt ist. Daneben besindet sich die durch eine riesige Flaggenftange kenntliche Wohnung des allmächligen Jefe polit'co. Ein anderer Platz umschließt den Markt und ist von einstöckigen Häusern eingefaßt, deren weit heranreichende Pfannendächer von urwüchsigen Säulen getragen werden, während hinter den vergitterten, scheibenlosen Fenstern hübsche Kinder- und neugierige Mädchengesichter hervorlugeu. Vergebens habe ich mich im ganzen Orte nach einer einzigen Glasscheide umgesehen, keines der beiden Wirthshäuser Hotel de France und Hotel de Romaj besaß eine solche; in diesem Punkte also lebt man hier noch heute auf dem Standpunkt der alten Pompejaner. Eine andere Eigenthümlichkeit ist die, daß die Leute des Nachts recht ungenirt vor den Häusern, d. h. auf den jedermann zugänglichen TrottoirZ schlafen, sei eS in Hänge-
matten, sei es in Feldbetten (den sog. Eseln"). Die Scenerie in Paraguaris Umgebung ist unvergleichlich schön: im Vordergrunde eine wellig-hügelige, theilweise bebaute, theilweise als Viehweide benutzte Ebene, im Hintergrunde rings umher, sei es plateauartige und wohlbewaldete Bergkuppen, von denen die einen aus gelbem, die andern und meisten auS rothem Sandstein bestehen, sei es vulcanartige Spitzkegel in denen sich, wie man mir sagte, Basalt fünde. Ich selbst bin leider verhindert gewesen, auch nur einen einzigen dieser Spitzkcgel zu besteigen, und will weder - über das Vorkommen von Basalt, noch über den etwaigen vulkanischen Ursprung
dieser eigenthümlichen Bergformen ein i Urtheil fällen. In Asuncion habe ich an einigen Stellen Basaltblöcke als Pflasterungsmaterial vorgefunden, in allen Fällen aber rührten diese aus Lopez' Zeiten her, und es wäre immerhin möglich, wenn auch nicht gerade wahrschernlich, daß sie von auswärts herbeigeschafft worden wären. Soweit ich nach Augenschein und den Aussagen der wenigen wissenschaftlichen Autoritäten von Asuncion darüber zu urtheilen vermag, sind in Paraguay und zuweilen auf beschränktestem Umkreise zwei geologische Formationen durcheiander gewürfelt, deren Grenzen gleichzeitig die Grenzen einer verschiedenartigen Bodenbildung und Vegetation darstellen. Die flachen, grasbewachsenen und als Viehweide benutzten Camps" werden von einer gelbgrauen, gipshaltigen Erde gebildet, die etwa der argentinischen Tosco entsprechen mag. Sobald man sich aber den Bergen nähert, tritt die äußerst fruchtbare, waldbestandene und mit Vorliebe zum Ackerbau benutzte rothe Erde auf, die em Verwltterungsproceduct des auenthalben in den Bergen zutage tretenden rothen Sandsteins zu sein scheint. Dreiviertel des Landes,namentlich die ganze augenblicklich einen einzigen Urwald darstellende Osthälste, bestehen aus rother Erde, die gelbe herrscht dagegen im Süden sowie in der Umgebung der zahlreichen Lagunen (Seen), Esteros (seichte Seen) und Vanados (Moräste) vor. Uebriaens muß die Zusammensetzung der gelben Erde großer Verschiedenheit unterliegen; im allgemeinen gilt sie als wenig tauglich zum Ackerbau; gerade :n den südlichen Missionen aber, die als äußerst fruchtbar gelten, soll fast ausschließlich gelbe Erde vorkommen. Im allgemeinen macht man sich, so glaube ich. in Deutschland sowohl von der Bodenbilbung wie von der geologischen Beschaffenheit und dem Klima Paraguays eine ganz falsche Vorstellung. Von dem allerdings recht niedrig gelegenen Lande längs des Flußufers im Süden schließt man ans das Innere des Landes, von der Temperatur des recht heißen Asunction auf das Klima der Berglandc, die sich weiter landeinwärts zwischen dem Paraguay- und dem Pa-rana-Fluß ausdehnen. Thatsächlich ist nur ein ganz kleiner Theil von Paraguay niedriges, mit Seen und Sümpfen durchsetztes Land, den ganzen Rest bildet ein hübsches, und wohldewässer tes Durcheinander von kleinen Ebenen, von bewaldeten Hügeln und Bcrgzügen. Wäre das nicht so, weshalb würden dann die Jesuiten, jene unübcrtrefflichen Meister in der Auswahl colonisationstüchtiger Lundstriche, gerade hier ihr theokratisches Reich zu begründen gestrebt haben? Und was die Tcmperatur anbelangt, so empfindet man schon auf der Fahrt von Asuncion nach Paraguari einen angenehmen Wechsel. AuS eigener Erfahrung vermag ich natürlich bei kurzem Aufenthalt nicht über das Klima zu urtheilen. Manchmal schien daS Wetter, namentlich bei Nordwind, einen Anlauf zu großer Hitze nehmen zu wollen, tägliche Regengüsse aber und fast ebenso häufige Gewitter erfrischten jedesmal wieder und ermäßigten die Temperatur, sodaß ich sie niemals drückend oder höher fand als etwa im nördlichen Theil der brasilischen Provinz Santa Catarina. Besieht man sich Paraguays Lage auf der Landkarte, so sollte man auf ein ausgesprochen kontinentales Klima schließen, dem aber widersprechen die Aussagen aller derjenigen, welche in Asuncion meteorologische Beobachtungen anzustellen Pflegen. Diese Herren bchanpten, daß die Regengüsse sich ziemlich gleichmäßig über das ganze Jahr vcrtheilen daß die Temperatur beinahe weniger von der Jahrcszcit.als von der Windrichtung abhänge, und daß das Klima, anstatt kontinental zu sein, weit eher mit demjenigen der Mittelund südbrasilischen Küstenzone verglichen werden könne. Das erklärt man sich aus dem Vorhandensein jener ungeheuren Wassermassen, die, das Flußdecken des Laplata darstellend, in ihrer Gesammtheit und mitHinzurechnung allcr Nebenflüsse einem ausgedehnten Binnenmeer entsprechen würden. Aus der damit zusammenhängenden starken Verdunstung folgt nicht bloß eine allgemeine Milderung der TemperaturUnterschiede, sondern es ergeben sich da raus auch allerlei Eigenthümlichkeiten, die man sich auf andere Weise nicht erklären könnte, wie Z. B. diejenige, daß die Hitze im September größer zu sein pflegt als im Oktober, und was dergleichen mehr ist. Im September nämlich erreicht der Laplata seinen geringsten Wasserstand und die Berdunstung ihr Minimum, im Oktober nun schwillt der Fluß und die Temparatur in Paraguay sinkt um einen oder mehrere Grave. Schroffe Wechsel, wie ich sie in Entrerios beim Umschlagen des Nordwindes nach Südwest gefühlt, sind mir in Paraguay nicht vorgekommen; immerhin soll der kalte Pampers bisweilen seine Wirkungen bis über Asuncion hinaus ausdehnen. Das gelbe Fieber hat während des Krieges unter der ' brasilischen Armee . einige Opfer gefordert, ist aber weder früher noch später in Paraguay, beobachtet worden. Auch bat die durch Hunger und unbeschreibliche Leiden genährte Cholera 1367 sowie in den folgenden Jahren einen großen Theil der Bevölkerung dahingerafft, seitdem aber sind
epidemische Krankheiten nicht meh? vor-' gekommen.
Meine AuSfluge von Barcguan auS unternahm ich in Begleitung eines! Franzosen, des Herrn Palansa, der 1875 als Mitglied einer wissenschaftlichen Commission, die im Auftrage der, paraguayischen Regierung daS Land erforschen sollte, herübergekommen war und sich jetzt mit Jndigobau und der Fabrikation wohlriechender Essenzen i f'in!-i rrs ' . n'.ifif. i. . . oeiazasiigr. xie cieropreroe, weicye man uns zur Verfügung stellte (Pferde und CarretaS bilden im Innern des fc. Ort P .. . anoes oas einzige Vesorverungsmittel), waren schlecht, d. h. vorwiegend mit Gras und nicht hinreichend mit Mais gefüttert, immerhin aber vermochten sie uns ohne Ueberanstrengung an die sieben LeguaS weit zu tragen. Der erste Ausflug ging zu dem ziemlich niedrigen Bergwall der -sog. Cordilleren. zunächst über Campland, auf dem zahlreiches Vieh graste, hierauf bei der Annäherung an daS Gebirge durch üppigen Wald. Die 7 bis 8 Palmenarten (Kokeren), welche ich hier sah, sowie dieZchlinggewächse erinnerten mich lebhaft au Dona FranciSca, an jenen nördlichen Küstensaum der brasilischen Provinz Santa Catarina, mit welchem ich Paraguay in Bezug auf Clima und Bodenproduction vergleichen möchte. Als Wir zum Anstieg des Gebirges gelangten, wurde das Pflanzengewirr zu dicht, als'daß die Pferde weiter hätten vordringen können. Wir ließen sie daher zurück und ein mitgenommener Paraguays begann mit dem Waldmefser freie Bahn zu schlagen. Triefend von Schweiß gelangten wir nach etwa einstündiger Arbeit an das Ziel unseres Marsches, auf das uns ein merkliches Getöse und eine leichte Wolke ufmirbelnden Wasserstaubes vorbereitet hatte. Ein namenloser Bach stürzt sich m bei nahe senkrechtem Strahl an einer steilen von Jarrnkräutern überzogenen Felsenwand (horizontale Schichten ziegelrothen Sandsteins) abwärts, und wie mir Herr Balansa versicherte, hätten nicht zehn Leute in Paraguay diese reizende Scenerie gesehen. Am folgenden Tage ging es nach bet e ä i c r t enigegenge emen Nicmung eoeniaus in die Berge, aber durch einen der bestbevölkerten Ackerbaubezirke. Hunderte vonFrauen begegneten uns.dieKörbe u. Wassergefässe auf dem Kopfe trugen. Was uns besonders aefiel, war ihr tänzeluder Gang; auch nahmen sich die untadelhast weißen Gewander nichl übel aus, die in Winde flatternd. Arme, Beine und die Schultern bis zm Hälfte der Brust unbedeckt ließen. Allen gemeinsam war ein gewisses freundliches Wesen: die jungen und hübschen nickten mit dem Kopfe, lächelten verschämt und murmelten ihr buonog äis. blos die allerhäßlichsten gingen stumm und griesgrämig vorüber. Alle hatten Cigarren im Munde und einige trugen ihre Kinder rittlings auf der Hüfte. Dabei bewegten sie sich so schnell indem fußtiefen rothen Sande, in dem man mit Schuhen oder Stiefeln gar nicht hätte vorwärts kommen können, daß sie auf kürzere Strecken mit unseren Pferden Schritt hielten. Mehrmals begegneten uns auch kleine Züge der von je sechs Ochsen gezogenen Carreten, von europäischem Fuhrwer! oder europäischen Wagen gibt es aber, so glaube ich, im ganzen Lande nicht die vpur. Die über das ganze Land zerstreuten, durchaus nicht dorfartig zusammengebauten Wohnungen der Eingeborenen stellten sich meist ali Ranchos aus Rohr oder Lehm dar, in denen man ein glücklich-idyllifcheS Leber zu führen schien. Die Erwachsencn saßen um ein Feuer herum oder lagen in Hängematten, während die sehi zahlreichen Kinder entweder im Zustände völligster Nacktheit oder mit irgend einem alten Hute oder dergleicken aufgeputzt rings umher spielten. In ein paar Ranchos wurde sogar getanzt, und wenn man den Leuten etwas zurief.so antworteten sie so freundlich als möglich, nur ging ihre Kenntniß des Spanischen nicht sonderlich weit. So weit ich darüber zu urtheilen vermag, sind die Paraguays schön und kräftig gebaut, obwohl ihre Körpergröße etwas geringer sein mag, als diejenige der Gaucho-Argcntiner oder Uruguayer. Die Arbcit-licbe ist den Leuten durchaus nicht angeboren, sondern mit vieler Mühe durch ihre Jesuitcn-Lehrmcistcr anerzogen; wollen sie aber arbeiten, so entwickeln sie, sei es im Bearbeiten des Bodens, sei es im Marschircn. eine r i t '. . ! i ..v or.. a v v : : (zzi ... Zamgren uuu musJüun, uic iu vjijmunen setzt. Dabei hat sich das Volk als solches stets sanft und freundlich gezeigt, zu Scherz, Spiel und Tanz aufgelegt und doch im Kriege tapfer, gut'discivlinirt und bei gleicher Zahl seinen Gegnern in jeder Hinsicht übcrlegen. Und dabei ist es recht interessant, historisch zu verfolgen, aus welchen Elementen denn eigentlich die paraguayifche Nation geschaffen und herangebildet worden ist. So viel wir wissen, waren die alten Guaranis, weil schwächlicher, ihren wilden Nachbarn vom Süden im Kriege nicht gewachsen, selbst wild würden sie trotz ihrer Anlage zum Ackerbau das Loos ihrer ehemaligen Brüder, der heutigen Chaco- Jndianer, d. h. die Ausrottung, getheilt haben, wenn sich nicht die Väter Jesu ihrer angenommen und sie außerhalb deZ großen Weltgetriebes bis zu jener Culturstufe geführt hätten, welche die Berührung mit den Weißen und den Ver kehr mit ihnen vertrug. Das Schaffen und Heranbilden dieser Nation ist eine Großthat der Jesuiten, der gegenüber all das kleinliche Geschrei von Knechtschaft und Tyrannei in den Hintergrund tritt. Und des weitern wird Jedermann, der den Charakter dieses von Brasiliern wie Argentinern gründverschiedenen Volke? kennen gelernt hat, in dem Abschließungssystem Francias und des ältern Lopez eine Maßregel hoher Weisheit erblicken.' Die Jesuiten schufen das Volk, Francia, der sich an ihre Stelle setzte, schuf den Staat, in der Ansicht, daß dieser Proceß weit genug gediehen sei, und rn dem Bestreben, ein . großes Reich zu bilden, ruinirte der jüngere Lopez beide. Was nun die neueste derjenigen der übrigen
spanischen Republiken nachgebildete Staatsordnung mit ihren Revolutionen und ihrem häusigen Präsidentenwechsel zustandebringen wird, muß die Zeit
eyren. Weitere Besuche stattete ich einigen deutschen Coloniften ab, bei denen eS ..aCX&. i.d .H4A ! S d tA t CTAVtA I uiiHtjuv- tutuiu uu3uy, in vu Francisco. An Vieh mangelt es nirgendwo, obwohl die Viehzucht durchaus nicht im arzentinisch-uruguayischen C 1 ! f .1 "v ...ul.u. . 3. i- -1! . f. . i 1 V aid lluvizweu ocincucii iüiiü. Rund um die Häuser herum sieht man wrangen- uno nuronenoaume, Vananenstauden, Weinstöcke (sie bringen wenig Frucht und ebenso, wie in Brar?? r r niien, reisen me einzelnen Beeren erner Traube sehr unregelmäßig), ferner an. . , m , I aimen, ulaiyplen, Pinien loie von Lopez eingeführte Araucaria brasiliensis) Guayabas usw. Auf den Feldern, die meist schon mit Vflua bearbeitet ' I d geö Äiche) fn r gerne, einzelne Gimüse usw. Ebenso mit in Brasilien klagte man über die diebischen Papageien, über die Reisvögel und die Amei en, und eben 0 w e in Brasilien fand sich nahezu in jedem i- . r ? rr' . 7 m . . au e eine inrimiung zur Verenung des 'Zuckerrohr - Branntweins (hier (Snntin nanrnnn toleÄ Hi mau auf den Anbau des Kaffees, der einstweilen erst in sehr kleinen Mengen angepflan t worden ist. aber ein ausgezeichnetes Produkt liefert. Auch die para. guayischen Wälder liefern zahlreiche Erzeugnisse, als das bedeutendste die Yerba (brasilisch Herva) over den Mate. W den nußgroßen Beeren der traubenförmigen Kokerenfrüchte preß, man Oel. aus den Schal n der in großer Menge wild im Wa de machsenden bittern Orangen wohlriechende scrr, ,.Mv ,,. ,A;Tv;CÄRf SfÄÄfiÄ SiUckmege umsummten uns sausende SSSS Äs $ ? & Ä glichen, und als ,ch wieder im E, en i RSF' WWLA 1s ffiÄ W filÄrf1 Ä i ÄS schönere-, Weib hatte ich bis dahin ,11 fZXZ'tJ unbemerkt glaubend wahrend de AuVXXnitriS'tV ntischenCigarre entqi ellen l eg. ein wemg die Poesie des .ndruck? verdunkelen. so wurde ich doch nicht müde, dieje wundervollen Zuge zu betrachten : ich bearitt nickt, wie man in untern illuk'rirten Geographiewerken das Volk
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von Paraguay mit wahren Hottentot 11 tengestchtern darzustellen vermag. Joachim Naff. (Nekrolog.) Die Musikwelt ist um einen ihrer aus gezeichnetsten und bedeutendsten Vertre ter ärmer, die Jünger betrauern denHin gang eines hervorragenden Meisters, die Freunde stehen schweren Herzens am frischen Grabe eines der aufrichtigsten jedem das Beste wollenden Menschen, die Angehörigen beweinen den unersetzlichen Verlust des treuesten, liebevollsten und hrngebensten Gatten und Vaters Joa chim Raff ist nicht mehr ! Jäh riß ihn der Tod', von dannen bech er starb sanft. Ein Herzschlaq machte in der Nacht vom 24. aus den 25. Juni semem even ein schmerzloses, von den wenig sten als so nahe bevorstehend geahntes Ende. Geboren am 27. Mai 1822, erreichte der Verblichene somit das Alter von etwas über 60 Jahren. Y ?m A rfTi 4 l.rli, I vtaws Gevurlsuane tu Aasen am Züricher See. Sein Vater ein Würt temberger, ward, um der unter der Na poleonischen Herrschaft drohenden Kon fkription zu entgehen, als Knabe in ein schweizerisches Kloster gebrailt. Aus seiner Ehe mit der Tochter des als Po litiker wie als Redner bekannten Land amtmann Schmid entsproß eine zahlrei che Familie, deren ältester, Joachim, auserlesen ward, den Namen Raff die Berühmtheit nnd den Glanz zu verlel hen, den er jetzt und für alle Zeiten be sitzt. Trotzdem Joachim's Vater als Dilettant eifrig Mustk trieb, dachte er nicht im entferntesten daran, seinem Sohne die musikalische Carriere anzu weisen. Im Gegentheil konnte nichts, weder Joachim's ausgesprochene Begabuug, noch seine unüberwindliche N:i gung, dem Vater das Einverständnis abringen, seinen Sohn Berufsmusiker werden zu lasten. Der Vater, als eifri ger alyolli uno Ultra montaner, hatte den Erstgeborenen am liebsten als Geist lichen gesehen und bestimmte'ihn wenig stens zum Philologen. Zu diesemZwecke ollendete Joachim seine Bildung im Jesuitenkloster in der Schweiz. Rastloser und eiserner Fleiß verband sich auch da mals im jugendlichen Raff mit einer be deutenden Geistesfähigkeit, das Erlernte und Gelesene zu behalten und gegenwär tlg zu haben. Als ihm einige Lehrer Zweifel darüber ausdrückten, ob er auch em guter Mathematiker werden wurde. genügte fürl Raff eine kurze Zeit, u auch in diesem Fache sich den erstenPreis zu errmgen. War er doch noch kurz vor seinemTode im stanoe, emen Wisput über einen Phönizischen Dichter einzugehen, und konnte er doch, da er seiner Oper Sam so" wegen in der Bibliothek zu Weimar ' Assyrien betreffende Nachforschungen anstellte, durch sein reiches Wissen einen Philologen wie Pr?ller in Erstaunen setzen. Während er, ein 20jähriger Jüngling, in Rapverswyl als Schullehrer thätig war, reist in ihm jener Entschluß, welcher für sein ganzes künstiges Leben von entscheidender Bedeutung war : er sandte an Mendelssohn einige seiner Kompositionen, mit der Bitte, ihm aufrichtig zu sagen, ob als Musiker etwas aus ihm werden könne. Er verhehlte Mendelssohn dabei nicht, welche Trag . ..r?... -it-ir i - f. . c wette oecn unacu yaoen rouroe, uno
daß, falls er durch Mendelssohn's eventuell günstiges Urtheil ermuntert, sich der Musik als Berusszweig zuwende, er mit seiner ganzen Familie zerfallen müsse.
Wohl mußte Mendelssohn durch die ihm wr Anücbt einaelandten Werke von Raff's hervorragender musikalischer Bet. . r Jt 7Y " t . . i .ika k.l uvllng Illzneu lloerzellll.! gcw:cu sllii, denn, trotzdem, daß für Raff dadurch ein Zerwürsniß mit den Seinen drohte, ertheilte er ihm unumwunden den Rath, im r- . vr r.t MUstler zu weroen. )le Wurski wkren gefallen. Raff's Vater zog die Hand von femem irregeleiteten, verblendeten" Sohn und nun begann ein Ringen, ein Kämpfen, ein Arbeiten und StudiL ' - . . ... ren, welches seines Gleichen sucht. Statts Wunsch, von Mendelssohn als Schüler . ' ' ' ' ausgenommen zu werden, konnte Men delssohn's vielfacher Reisen wegen nicht in Erfüllung gehen, . . W mm A mm Jm mm JV AM fc. km. m n m m, m mk mm viinui uiiuii.il Anilin iiuj uiiuitiiii, bildete Rff sich musikalisch aus ; - ie uZrtA M''..'"!'. ? - , i i dt T " ' den srmgeandtesten , Kompvmsten. UNtk? d?N ,N kNNtrNNlkNstisMkN .UNttkN ; ; . m r. . . '":. Erfahrensten, anerkannter Weise und Mit Recht einen ersten Rang einnimmt. Eine ffl'5 mus,kattschLau,bhn :b"deu,ung gebliebene Episode S B,kannt,chast rn.1 81. D,e Z'?..b.S,?'''. ,st ,iek cha. L'MV .und s ftch. ' sie vn Rafi's beharrlichem Streben em meiteres Z'"SS '' ',Z?W'?Z' knd sich Raff m Zürich Er er. V? 'tLll&fJti m ' W'S'". ewi ! ,s f"ne e " " "'ff'""wan Nicht fahren, so geht man. me Strecke V der Stadt übermannt ihn die Müdigkeit. Er tritt in eine 5zer- , . angegeben, bemerkt er mit Schrecken, daß er kaum rechtzeitig zum Beginn dkSKon. . .. iZ z ,!,.!. tJ . g; M Hessen kann. Aus m Äd ,0 Wet er keineswegs WWiS(5 Slngt er vor dem KonzertgebZude an as Konzert !a, schon degnnen-daS 'hu' nichts-.r esist kein Bille, meh zu haben-der Saal ist zum Erdrück oL m jch muß hinein. Er will nicht abweisen Isien.Belloni,Liszt's Sekretär, bedeutet ihm, es sei ein Ding b Unmöglichkeit. Raff besteht .aus feinm Schein', er sei im Regen von gg. naijatl pausen, um Liszt zu ? .-.' t5' ' lZrZ I o 1 ,vr " ..ivuuMik ji und meldet ihm. da draußen stebe ein Mann, der, um Liszt zu hören, in Wind und Wetter von Zürich zu Fuß gekommen sei und nun sich nicht abweisen lassen wolle. 'Den Mann bringen Sie mir herein", lautete Liszt's Antwort. Raff ward zuLiszt gesührt, dieser wies ihm einen Platz aus dem Podium an und Raff inmitten eines vom triefenden Regenschirm gebildeten kleinen See's hörte Liszt! Liszt's geniales Virtuosenthum. seine ganze Persönlichkeit mußten einen Eindruck auf Raff machen. Dieser Eindruck konnte sich möglicherweise später, als Raff in Weimar lebte, durch Liszt's Umgebung, durch die damals in Weimar herrschende WagnerSchwärmer.'i, noch steigern. Daher wohl auch der Ruf als Lifztiancr, ode.- vielmehr noch als Wagnerianer, welcher Raff's Namen für eine Zeit lang anhaftete. Raff war jedoch eine viel zu felbstständig kritische Natur, um sich irgend einem Einflüsse kopflos hinzugeben. Wer sein Schriftchen, die Wagner-Frage aufmerksam gelesen, wird zugeben, daßNaff,. bei aller Anerkennung sür Wagner's Größe und Bedeutung, keineswegs einer der sogenannten Wagnerianer sans phrase war. Trägt auch Raff's Oper Samson" die Spuren Wagnerischer Einwirkung, so Hat Raff doch mit seiner darauffolgenden Oper Dame Kobold", anderePfade betreten und sich weit mehr zu Mozart geneigt, als früher zu Wagner. Ueberhaupt ging es ihm darin. wie so vielen Musikern. Mit den Jahren stieg auch bei ihm die Verehrung sürMozart, den Meister aller Meister! Raff selbst kennzeichnete dieses in folgender launigen Weise. In den Jahren des jugendlichen Uebermuthes und des Wel-ten-Sturmens", pflegte er iu saaen. sagte ich Ich"; später sagte ich .Ich und Mozart; noch später Mozart und Ich"; jetzt sage ich nur noch Mozart !" Ein sür Raff wichtiger Aufenthalt war Stuttgart. Hier studirte er, abgeschlos sen von der Welt, durch Stundengeben sein tägliches Brod erwerbend, allein und für sich, und hier eignete er sich seine hervorragenden Kenntnisse der musikalischen Theorie an, hier errai.g er sich die Vollkommenheit, mit welcher er alleFor- ' men in auen U.ompo,ltlonsaattunaen souverän beherrschte. Von hier aina er. wie schon bemerkt, nach Weimar. Während seines dortigen vierjährigen AufentHalts lernte er seine spätere Gattin. die berühmte Schauspielerin Doris Genast kennen. Als dieselbe einem Rufe an das Theater nach Wiesbaden folgte, siedelte euch Raff dorthin über (um das Jahr 1854) und verlobte sich endlich dort (1859) nach langern Brautstande mit Derjenigen, die ihm eine aufopfernde, energische, unter allen, selbst kümmerlichen Verhaltnissen, treu aus x. v . tr-1 i . r " 1 . . parienoc iue ,urs ganze Leben fein oute. Unter beständigem Rinaen ums Dasein, gelangte Raff nach und nach zu Ruf und Bedeutung. Gänzlich zurück. gezogen von der Welt, lebte er in Wiesbaden nur semer Familie, seinen Arbeien und semin zahlreichen Schülern. Vor vier Jahren endlich ward er nack Frankfurt als Direktor des Hoch'schen .onervaroriums oerufen, welcher Stel ung er bis zur letzten Lebensstunde mit :ner bis an Pedanterie ttreiirnd-n Pflichttreue, mit jenem strengen Ernste vorstand, welche alle Phasen seines Le benö kennzeichnete,
