Indiana Tribüne, Volume 4, Number 308, Indianapolis, Marion County, 21 July 1882 — Page 2

Sfetla Mmsnä Arivnne. e f FSgliche- nnd SonvisgsansFaöe ßfsicc: U2S.DclawarcStr. IKi.teml as eecoml-clas matter at thn ''ostostice et Imlimmpolte, InJiAmi. q IfcomnentS-Prcise: Tä chs Ausgabe 12 C!S. prr Woche. Es .':aISüusgabe 5 PerNummer. Vei e zusammkn 1R Ct?. per Woche. fjf Da Togblatt erscheint jeden ?!achmit. tag um 24 Uhr. Dte ConniagSauZgab, erscheint des Slorgea. Tribiiiio Publishing Company. Jn!)ianapolis, Ind., 31. Juli 1882. GtrUtQfctSfeisicS XXtttjtll Die PaH Maü Gazette", ein labstone sehr ergebenes Journal, urtheilt lolgendermaßen : Welchen rnilitärischen Werth hat der ägyptische Soldat? Nach den unvermutheten Schlappen im Boe renkriege ist dies keineswegs eine müßige Frage. Wahr ist, daß der Aegypter in der Uniform sür einen Schwächling und Feigling gilt. Im letzten nisstfä 'türkischen Kriege erntete die ägyptische Armee k keine Lorbeeren, entweder weil sie nicht "ins Feuer kam, oder nzeil ihre Führer das Feuer zu vermeiden schienen. Mehemed Ali Pascha, unter dessen Oberbefehl sie an der Donau stand, hatte, wie er mir wiederholt sagte, eine sehr geringe Meinung von ihr. Was vortrefflich an ihr war, war ihre kavaliermäßige Ausrüstung. Da3 aber war einfach sür Js mail Pascha ein Ehrenpunkt, eine Neclame, die schließlich doch noch die europäischen Actionäre zahlen mußten. Un ter seinem Vater aber, dem gefürchteten Mehemed Ali, war es anders. Der hielt eine eiserne und blutige Disciplin, von der jetzt noch charakteristische Geschichten erzählt werden ; so z. B. die folgende, deren sich heute die .Pall Mall Gazette" erinnert. Eine Milchfrau wandte sich klagend und weinend an ihn: ein Soldat habe ihr die Milch gestohlen, die sie zürn Lager gebracht. .Was that er mit der Milch ?" frug Mehemet Ali. Er trank sie," war die Antwort. Ein Wink und die Leibwächter legten dem Solda ten den Kops vor 'die Füße. Man öffnete seinen Magen f er sand sich mit frisch Milch gefüllt. Geh sagte Me hemet Ali zur Milchfrau, nachdem er ihr den Werth der Milch gezahlt; aber hätte die Milch sich nicht im Magen gefunden, so wäre dein Kops dafür gesal len." Kein Wunder, wenn die auf diese Weise disciplinirte Arrnee damals der türkischen Stand hielt. Später aber zersiel mit der Strenge die Organisa t'ion, so daß im kretensischen Ausstande, als die Aegypter den Türken zur Hülfe gegen die Christen gesandt wurden, sie sich mit Schimpf und Schande bedeckten und einmal 8000 Mann stark vor 1500 schlecht bewaffneten Aufrührern capitu lirten. Letztere wollten sie schließlich nicht mehr als Gefangene behalten, noch viel weniger aber todten, weil sie keinen Krieg gegen , bloße Schafe, wie die Aegypter, führten. Jetzt sollen diese in der That einer undisciplinirtenHeerde gleichen. Während des jüngsten Blut dades in Alexandrien mordeten sie nur die Wehrlosen; als aber vier europäische Gerichtsdiener, auf dem Mehemed Ali Platze mit gezogenen Säbeln aeaen sie anrückten, ergriffen V alle, zweihundert. die .dort waren, die Flucht. Der Geheime Nath Ernst Engel, der anerkannt scharssinnigste und geistvollste deutsche Statistiker, ist aus dem Staatsdienste entlassen worden, ohne daß ihm die geringste Anerkennung seiner so bedeutungsvollen und seaens reichen Wirksamkeit zu Theil geworden wäre' Zwei und zwanzig Jahre hat Engel als Dircctor des statistischen Bureaus gewirkt. Die Zahlen, die er nach den allgemein gültigen Grundsätzen der Wissenschaft um Auskunft und Belehrung in den vielverschlungenen Angelegenheiten des öffentlichen Lebens gu befragen gewohnt war, wollten sich nrcht dazu vergehen, der modernenWuth schastZvolitik ein günstiges Zeugniß aus zustellen, und Geh. Nath Engel wollte ttch nicht dazu hergeben, diese Zahlen zu äl chen, die WMen cha t einem'Mächti aen zu Gefallen zu verleugnen. Deß bald mußte der Mann aus seinem Amte scheiden, und keinerlei Anerkennung sei ner amtlichen Thätigkeit seitens seiner vorgesetzten Behörde, des Ministeriums des Innern, begleitet ihn in sein Privatleben. Nicht bloß Deutschland, die gcsammte wissenschaftliche Welt kennt die Verdienste Engel's um die Statistik und man schützt den Mann nur um so höher, da er, unähnlich vielen Beamten, seine wissenschaftliche Ueberzeugung den Wünschen der Mächtigen und hierdurch seinem Vortheile nicht juni Opser brin gen wollte. Sonst ist es Sitte in Deutschland einem so verdienstvollen Beamten bei seinem Rücktritte einen höheren Nang zu ertheilen, Engel jedoch erhielt' nicht einmal ein Schreiben der Anerkennung. krau zö fische Lclne. Die Londoner Times" veröffentlich'e kürzlich einen Artikel, in welchem sie er klärte, daß der französische Rothwein. welcher jetzt in immer größeren Quanti löten verkaust wird, ein der Gesundheit sehr nachtheiliges Getränk fei, und daß man sehr weise handeln würde, den Wein, anstatt auS Frankreich, aus Italien, Australien und Griechenland zu beziehen. Dieser Auslassung der .Times" gegen über tritt die Londoner .Truth für den französischen Wein in die Schranken und spricht sich folgendermaßen über dieSache auS : .Der Export franzosischer Weine von Bordeaux nach England ist jetzt zehnmal größer, als er im Jahre1860 war, da durch Gladstone eine Heräbsetz uni des auf diesem Artikel, ruhenden Zolles herbeigeführt wurde. Daß aber der nach England importirle Nothwein

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gefälscht sei ist ein? unwahre Behauptung. Denn die französischen Wein Producenten würden sich durch eine Fäl schung der sür den Export nach England bestimmten Weine sehr bald ruiniren, da sie hier keinen Absatz mehr für ihreWeine finden würden. Es ist sreilich nicht zu bestrciten, daß der Wein in Frankreich in großer Menge gefälscht wird, aber dieser billige gefälschte Wein wird zum größten Theile in Frankreich selbst ge trunken, wo da? Volk im Allgemeinen einen billigen Wein haben muß. Die englischen Weinhändler beziehen ihre Weine vermittels eines französischen Zwischenhändlers direkt von den Prbirn centen und sind so in der Lage, reine, unverfälschte Weine zu erhalten. Die inFrankreich getrunkenen gewöhn lichen Weine sind durchweg verfälscht. Die Weinverfälschung wird hauptsächlich in Bercy und Cette betrieben, während die Distrikte, aus welchen fast aus schließlich reine Weine exportirt werden, diejenigen von Macon und Medoc sind. Aus den letzteren bezieht England sieben Zehntel seines ganzen Weinimportes, der sich pro Iah? aus 2,300,000 Jlasch belast.

Unsere Küstcnbesestigungm. t Der Vorschlag, das unterhalb Wash ington's am Potomac gelegene Fort Washington an einen Unternehmer zu vermiethen, welcher an der Stelle dcsselben ein Sommerhotel zu errichten beab sichtigt, legt die Vermuthung nahe, daß alle unsereüstenbesestigungen alsSom mcrhotels ebenso nützlich sein würden, wie sie es in ihrem jetzigen Zustande sind. Diese Befestigungen wurden vor dreißig ode? vierzig Jahren angelegt und waren zur Zeit ihrer Erbauung auch wohl zweckentsprechend. Zu jener Zeit glaubte der Congreß noch an das alte Wort: .Wenn du in Frieden leben willst, so rüste dich für den Krieg", und sorgte deshalb nicht nur für die Befesti gung der Küsten dieses Landes, sondern war auch darauf bedacht, die Flotte in einem solchen Zustande zu erhalten, daß sie einen Vergleich mit den Flotten der meisten europäischen Mächte oder mit derjenigen Chili's nicht zu scheuen brauchte. Aber seit dem Kriege ist ebenso wenig sür unsere schwimmenden Festungen", wie für unsere Landbefesti gungen geschehen. Unsere aus Steinen aufgesührten FortS sind ausgezeichnete Pendants zu unseren hölzernen Schiffen mit ihren antiken Geschützen. SBiir den daher alle unsere Küstenforts in Sommerhotels und unsere Kriegsschiffe in Excursionsdampfer umgewandelt, so werden wir ebenso gut sür einen Krieg gerüstet sein, wie wir es jetzt sind. Es sehlte .nur noch, daß wir statt unseres Adlers eine Taube mit demOlivenzweige als Wappenvogel annehmen. TU ZwIschendeSS.WiU Die von dem Präsidenten vetoirte Zwischendecks'Bill ist nunmehr so modi ficirt worden, daß man deren Annahme durch beide Häuser des Congresses bal digst entgegensehen kann. Aas Han delscomite des Repräsentantenhauses hat das Gesetz zunächst in einer Sitzung berathen, an welcher die Vertreter der meisten und bedeutendsten Dampfer Gesellschaften Theil nahmen, die übrigen durch Her? Gustav Schwab vom nord deutschen 'Lloyd vertreten waren. Am Schlüsse dieser Sitzung wurden die Re präsentanten Günther, Washburne und Chandler als Mitglieder eines Sub Comite's ernannt und beauftragt, die Verhandlungen mit den Vertretern der Compagnieen weiter zu führen und Bericht zu erstatten. Dieses Comite hat erreicht, daß die Dampfer-Gefellfchaften von den wesentlichsten ihrer Forderun gen zurückgetreten sind. Die Hauptein wände der letzteren bezogen sich auf die Höhe der Zwischendecke, die Bestimmun gen über die den Passagieren zu verabreichenden Speisen, die Lieferung von Tischen und Sitzplätzen während der Mahlzeiten, die Einrichtung der Schiffs Hospitale und die Belegung der Capitäne mit Geld-, resp. Gefängnißstrafen sür jede Verletzung des Gesetzes. In Be treff der Höhe des Zwischendecks der blieb es bei der Bestimmung des Ge setzesvorlage, welche solche aus C Fub normirt. Die zu liefernden Speisen anlangend, wurde die Bestimmung, dafc solche einen Werth von mindestens 50 Cents täglich haben sollen, dahin modi ficirt, daß die verabreichten Speisen ge sund und von guter Qualität sein, theilweise aus frischem Proviant (frischem Fleisch, Gemüse :c.) bestehen und daß die einzelnen Nationen den Werth einer und einer halben Seemanns-Ration, wie diese auf der Flotte der Ver. Staa ten ausgegeben werden, haben müssen. Die Clausel, daß sür die Mahlzeiten Tische und Sitzbänke anzubringen sind, wurde ebenfalls beibehalten .rnid nach längerer Berathung verblieb eö auch bei der Bestimmung, nach welcher Capitäne, welche dem Gesetze zuwiderhandeln, mit Geldstra en bis zu $1000 nnd Ge Sna nißstrafen bis zu einem Jahre zu belege? slNd. Die axmtn deutschen Redakteure. In Hannover ist Herr LogeS, der Re dakteur der nichtsocialistischen Wochen Ichrist Haus und Welt", zu vier Mona ten Gesängniß wegen Majestätsbeleidi gung verurlheilt worden. Er hatte daS Socialistengesetz ü arf kritisirt, und das Gericht erkannte, daß, da der Kaiser jenes Gesetz unterzeichnet habe, eine Majestäts'Beleidigung vorliege. Nun aber hat nicht der Kaiser, sondern der Kronprinz jenes Gesetz unterzeichnet, der Kaiser lag. damals an den Folgen deS Nobiling-schen Attintats krank darrnc der. Wegen ganz derselben Anklage wurde der Socialist Bebel in Dresden freigesprochen. Leide? kommt das Ur theil gegen Loges nicht lzor daö Reichs gericht. Um seine Hast nicht zu verlän aern, hat Loges nämlich, erklärt, sich be scheiden zu wollen. Hier tritt einer der schlimmsten Mängel des deutschen Ge

richtsverfahrens grell zu Tage. Aus Furcht vor Verlängerung der Untersu chungshaft oder der Haft w-gen Flucht verdachtes findet der Angeklagte sich häufig genöthigt, auf seine Äcchtsmittel freiwillig zu verzichten. In gewissen Fällen ist also thatsächlich eine Strafe auf die Gcltcndmachung des gcsetzli garantirten Rechtes gefetzt,- eine A'nomalie, der unter allen Umständen gcsteu ert werden sollte. Wenn denn einmal die Haft absolut nicht umgangen werden kann, so sollte in solchen Füllen doch wenigstens bei Bestätigung des Urtheils die Haftzeit zwischen Anmeldung der Revision bis zur endgültigen Bestätigung des Urtheils von der Strafzeit abgezogen werden. Noch et oas Anderes ist im Zusammenhang mit dem Loges'schen Prozeß zu melden, Nämlich: das spurlose Verschwinden einer rcchtzcitig von Dresden abgeschickten Abschrift des Erkenntnisses gezcn Bebel, welch. 6 in den Händen des Vertheidigers eine äußerst wirksame Waffe gewesen wäre. Dieses Erkenntniß hätte den Beweis geliefert, daß der Ausdruck, dessen. Wiedergabe Loges als Majestätsbeleidigung ange rechnet wurde, im Original nach dem Erkenntniß des Dresdener Landgerichts eine Majestätsbcleidigung nicht enthält. DaS Verschwinden dieses Schriftstückes hat zu Recherchen Anlaß gegeben und wird weiter von sich reden machen. Ter Tnez-Canal in Gefahr?

Die Fabel erzählt, daß ein russischer Offizier zur Zeit, als die Feindschaft zwischen England und Rußland unter Lord Beaconssield auf den Gipfel gestie gen war, am Suez Canal zwei Punkte ausfindig machte, wo man denselben am leichtesten und schnellsten blockiren könne. Der eine sei bei Eantarra, zwischen Jsmailia und Port Said. Dort bestehen die User aus hartem Kalkstein, während .im Bette eine beträchtliche Menge Schlammes abgelagert ist. Der andere Punkt befindet sich zwischen dem Salzsee und Suez. An beiden Punkten solle ein Schiff in die Luft gesprengt werden, dessen Trümmer sich in den Schlamm so einzubetten hätten, daß eine Frist von sechs Monaten zu deren Wegräumung kaum hinreichen dürste. Die Pläne die ses Zerstörungswerkes feien in Händen der ägyptischen Behörden und würden sofort ausgeführt, sobald europäische Truppen landeten ! Arabi Pascha be pätigt diese Mär insofern, als er sich rühmt, den Canal in einem halben Tag sperren zu können, und zwar sowohl aus wissenschastliche Weise, als auf bloß mechanischem Wege vermittels Ausfüllung desselben mit Sand durch die Fcllahs. Der Prozeß Vader. Der Kaufmann Bader ist von vcm Schwurgerichte in Berlin der Vorsatzlichen Brandstiftung und der VerÜbung gemeingefährlicher Handlungen schuldig befunden und von dem Gerichtshofe zu neun Jahren und acht Tagen Gcsängniß, 11,500 Mark Schadenersatz, evenuell hunderttäaigem Gcsängnln und zu zehnjährigem Chrenverluste vcrurrhcilt worden. Am 22. Februar d. I. entstand in einem Güterschuppen der Berlin-Stct mer Eisenbahn ln Berlin eine Feuersbrunst. Mehrere im Schuppen lagernde, zur Absendung bestimmte Frachtstücke waren gänzlich, resp, theilweise zerstört worden, und unter ihnen befand sich eine Kiste, einen Meter hoch und einen hal ben Meter tief, von welcher der Decke! abgerlsfen und die äußerlich unbeschädigt, im Innern aber ausgebrannt war. Der Verdacht, daß ln dieser .tste der Feuer Herd zu suchen sei, bestätigte sich, als am Morgen des folgenden Taacs unter dem Bauschutt ein Uhrwerk vorgefunden wurde, welches dazu benutzt sein konnte. nach Ablauf einer bestimmten Zelt die Exvlosion zu bewirken, und als ferner ermittelt wurde, daß der Inhalt der Kiste als aus Pelzwaarcn, Straußen federn und Sammetjtofsrn bestehend an gegeben, und in der Höhe von 8750 Mark gegen Verlust und jegliche Vcschädigung versitzcrt war. Weiter ergab sich, daß der Angeklagte am Abend vor her kurz vor 7 Uhr die itlste zur Befördening nach Stettin ausgegeben hatte. Durch weltere Ermittelungen wurde scft. gestellt, daß die Kiste mit wcrthlofcn. leicht Feuer fangenden Dingen gefüllt war und zwciselloZ das aufgefundene Uhrwerk enthalten hat, welches nach ?!) laus einer gewissen Zeit die Explosion herbeiführen sollte und hcrbcigcsührt hat. Bader hatte die erwähnte Uhr vor Weihnachten 18SI erworben und durch einen Uhrmacher in guten Sla?:d sehen lassen ; dieselbe lief in 36 Stunden nach dem Aufziehen ab, undBader selbst hatte sie durch Einsehen neuer Theile fo ein gerichtet, daß sie zur bestimmten Zeit eine Feder auslöste, welche letztere durch den Druck auf einen Stist die Entzün dung emer (rxplosionsmasie verursachte. Den Transport nach dem Bahnhofe hatte Bader persönlich überwacht und den Fuhrmann wiederholt darauf auf merksam gemacht, daß er bei dem Ab laden derselben die größte Vorsicht be ooachten solle. Die Beweisaufnahme hat den vorangeführten Thatbestand zur Evidenz er geben; dnö das Verbrechen nicht zu einer ähnlichen Katastrophe geführt hat, wie sie die bekannte Explosion einer Kiste in Bremerhaven (der Thomas'schen Höllenmaschine) verursachte, ist nur einem glücklichen Zufalle zu verdanken. Eine neue Tchreckenösccne in Wien. In der an der Oberen Donaustraße in der Leopoldstadt gelegenen chemischen Fabrik erfolgte am 29. Juni eine Explosion, welcher sieben Personen zum Opfer sielen. Bon diesen ist bereits eine während des Transportes in's Hospital und eine andere bald nach der Ankunft daselbst gestorben, während die übrigen, vier junge Arbeiterinnen und ein Ehemiker,. Namens August Lonsky, zum größten Theil lebensgefährliche Brandwunden davon getragen haben.

In einem Zimmer in dem Fabrikge. bliudc waren schon seit mehreren Wochen sechs Arbeiterinnen mit der Herstellung von selbstleuchtendcn Apparaten, benga lischen Zündbrennern und schwedischen Zündhölzchen beschäftigt. Diese Sachen befanden sich, in schmalen Kisten liegend, in größerer Menge in dem Arbeitszimmer, UM in kleine Schachteln verpackt zu werden. Der genannte Chemiker befand sich, die Arbeit überwachend, gleichfalls in dem Zimmer, als in einer Kiste die schwedischen Zündhölzchen in Brand gc riethcn. Die Funken flogen weit im Kreife umher und verursachten die Ex plosion der bereits fertigen Waaren und sür die Fabrikation derselben crsorder lichen chemischen Stoffe. Das ganze Zimmer war im 2iu in ein Feuermeer gehüllt, und dichte Rauchwolken füllten das Treppenhaus. Die Kleider der Ar beiterinnen, welche in lautesAngstgcfchrei ausbrachen, singen sofort Fcucr. DreicnMädchen gelang ks,trotz des er stickenden Qualmes, die Treppe zu er reichen und auf den Hof zu gelangen, aber nicht ohne die schrecklichsten Braadwunden davon getragen zu haben, da sie von ihren Kleidern nur glimmende Neste auf dem Leibe behalten hatten. Unten angelangt, brachen sie ohnmächtig zusammen. Die drei anderen Mädchen sprangen durch das Fenster in den Hof hinab, wo die Unglücklichen in einer Blutlache wie leblos liegen blieben. Ihre noch brennenden Kleider wurden von schnell hcrzueilenden Personen mit Was ser Übergossen, aber die Bedauernswert then hatten sich schon schreckliche Brand wunden und Gliederdrüche zugezogen. Die im Alter von 15 bis 17 Jahren stehenden Mädchen wurden sogleich nach dem Hospitale gebracht, aber eins von ihnen starb auf dem Transporte dorthin und ein anderes bald nach der Ankunft daselbst. Der Chemiker August Lonsky, welcher durch seine Unvorsichtigkeit das Unglück verursacht haben soll, kam am besten davon, denn er zog sich nur im Gesichte und an den Händen ungefähr liche Brandwunden zu. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und unterdrückte die Flammen, welche sich über das ganze Gebäude verbreitet halten, sehr bald.

2!e Nlh llsien. Aus Petersburg telcqraphirt man der Vcss. Ztg.": Wegen Vermittlung' der Korrespondenz zwischen nihilistischen Festungsgcfangenen und freien Nihilisten verhandelte das Kriegsgericht gegen den Gendarmerie Major Filimonosf und Stabskapitän Andrejess des Fcstungs Bataillons. Beide wurden degradirt und nach Archangels! verbannt. Außer dem wurden zwanzig Gendarmen und 8 Soldaten des Festungsbataillous zu 5 bis jähriger Eintheilnng in Strafkompagnien verurtheilt. Es wurde auf' Strengste angeordnet, daß sogar die Gesangenausscher die Arrestanten in der Pcter-'Paulsfcstung nicht sprechen dür fen. Behufs Agnoscirung der zuleht verhafteten Terroristen wurden früher vcrurthellte 20 Terroristen noch nicht transportirt; auch Jche Hclsmann,Dok' tor Weimar, Natjchajefs und Mirtti wurden nach der Festung zurückgebracht. Seit der Entdeckung, dan Gsanacne korrcspondiren und durch Klopfen an den Wänden tclcgraphiren, sind Betten, Stühle und Tische in den Kerkern an den Boden befestigt und die Zcllcnwände mit Filzdccken überzogen. Bcl den lcktverhaftetcn ?!lhlllsten sanden sich zwei erste Nummern neuer Zei tungen, entbaltend sozialtcrroristlsche Artikel ycstlgjten .ones, und ein Flugblatt, in taufenden von Exemplaren, welches zur offenen Revolution aufforderte, um eine sreisinniae Konstitution als einzige Rettung der russischen Gesellschaft und des Staates vor gänzlichem Untergänge zu ermöglichen. Die So? ia" meldet aus Kiew vom 21.. dan das lkriegsgcricht 48 Soldaten des 41. Re-serve-Bataillonö wegen Rebellion, Un aeborsams und rohen Betragens gegen ihre Vorgesetzten verurtheilt habe. Oom Jnlause. Herr W. I. Adams in THU waukee hat einen Apparat hergestellt. vermittels dessen das Flußbett größerer Strome von allen Schisssahrts.Hinder Nissen geklärt werden kann. Der Ap parat besteht nus einer hydraulischen submarinen Batterie, vermittels deren starke Wasscrströme aus die Sand oder sonstige Bänke getrieben, letztere gelok kert, gehoben und schwebend erhalten werden, bis der Strom sie fortreißen und an Stellen absehen kann, an denen sie der Schiffahrt nicht hinderlich sind. Der in den lkammern des Apparates er zeugte Druck von 15 resp, 30 Pfd. auf den Ouadratzou genügt, um anv, Schlamm und selbst Lehm mit zufriedenstellender Sicherheit zu entfernen. Die Kosten sollen verhältnißmäßig unbedeutend sein und es sollen zunächst bei St. Paul, Minn., Versuche im Mississippi gemacht, eventuell aber eine Noyrenlei tung bis St. Louis, resp, bis in den Gols von Accxico gelegt werden. Man soll sich über das Unglück seiner Nebenmenschen nicht freuen, aber die Nachrichten, daß mehrere Chicago'er Getreidespekulanten in Folge der aeseaneten Ernte bankerott gemacht yaden, braucht man auch gerade nicht zu beklagen. Leider nur ist hier das Ban kerottmachen ein geschätztes Mittel, sein Vermögen zu vergrößern. Ein müßiger Rechenmeister hat ausgerechnet, daß Banderbilt's Em kommen an Zinsen von seinen $51,000, 000 Bonds täglich $5000, stündlich $208.25, $3.47 in einer Minute oder 5 Cents in einer Sekunde beträgt. Wenn er die Zinsen vier Jahre lang aufspart. so wird Die Summe, in Cents ausgesta pelt, eine Säule bilden, die bis zum Monde reicht, und Herr Vanderbilt hätte noch $500 übrig,, um sich dort emen vergnügten sag vamtt zu machen. Wollte er Mitleidig tem. so könnte er aus seinem jährlichen Einkommen jedem Einwohner der Ver.

Staaten "0 Cents geben und hätte rcä etwas übrig. Da Sjtu Vanderbilt aber durchaus nicht für das Geben, sondern vielmehr sür das Nehmen schwärmt, so wird er sein jährliches Einkommen wahr' scheinlich nicht vertheilen, sondern immer mehr zusammenraffen Mnu schätzt daZ Gc s am min er m ö ge n W. 5). Vanerbili ans ctwadreihttttdcrt Millionen DUare. t?. i n C o l o n i a I w a r t n f) ä n d

lcr in T'klaware, Ean., sand neulich in einer Kiste aus Valencia, die laut des Frachtbriefes 28 Pfund Rosinen enthal ; ten sollte, zwei Steine, hie zusammen 11 Pfund wogen. So wci! ynden es untere Baumwolltroducentcu noch nicht gebracht. D e r f ü n f , e h n j ä h r i g e Jas. McAllister in Ccntrcdalc. R. I,. und Frau R. H. Vllrrander in East Greenwich, R. I., starben Ende voriger Woche an Tetanus in Folge von Verletzungen, die ne am 4. Juli bei dem Abfeuern von Kindclpistolen erhalten hatten. DerLondoner Telegraph" enthielt neulich einen Leitartikel, welchei sich über .das außerordentliche Schau' spiel aussprach, welches in dem Staate Jndiana eine Zusammenkunst von 5000 Trunkenbolden (di'unkante) gewährt haben müsse." Der Telegraphist hatte ein r zu viel verwendet es waren Herrnhuter (Durikards) gemeint. Dem fl. Y. Herald-, welcher diesen hübschen Druckfehler berichtet, pafsirte in derscl ben Nummer das Malheur, daß er von einer Adresse der Schüler des Schul schisfes St. Mary's", an die Wittwe DeLcng's sagt, dieselbe trage als Ueber, schrist die Worte : ".Memoria Interim" statt "Aeteraa". Eine deutsche a l t l u t h e rische Gemeinde in Columbus, O., hat sich über die Frage entzweit, ob der von der Landes Synode anerkannte Glaubensartikel von der Vorausbestimmung von Ewigkeit her in ihr Bekenntniß aus genommen werden solle. Beide Pa? teien haben richterliche Einhaltsbefchle erlangt, wonach die andere Partei das gemeinsame Kirchengebäude nicht benuz zen darf. Charles undRobt. Ford, die Mörder des Mörders Jefse James gedenken einen Theil des durch den Mord verdienten Geldes dazu zu ver wenden, daß sie die Kosten ihrer Studien auf einer Universität von solchem btstrei ten. Dieselben wollen die Theologie als ihr Brodstudium erwählen, haben aber eine definitive Wahl noch nicht ge trosfen. Neulich Abendswollte sich der Gouverneur Tabor in Denver zur Nuhe begeben. Er schritt an einem Zlm mer vorbei, bissen Thüre nur angelehnt war, vermuthlich der Wärme wegen. denn es war eine für Denver ungewöhn lich schwüle Nacht. Komme herein, mein Schah" rief eine ungewöhnlich tiefe Frauenstimme in einem Tone auS dem Zimmer, der msnchen Frauen in Momenten leidenschaftlicher Erreauna eigenthümlich ist. Der Gouverneur ist ein tugendhafter Mann, - strich sich den Schnurrbart und ging weiter. , Komme herein, nietn Schatz tönte es abermals und der Gouverneur hielt es sür seine Pflicht, trotz der eigenthümlichen Anrede wenigstens zu fragen, ob er in irgend welchcrBezlehung zu Dlensten sem könne. Komme herein, mein Schatz" ant wortete die Stimme, wurde aber gleich zeitig von einer tiefen Baßstimme über tönt, die ärgerlich rief : Zum Donner wettcr, lassen Sie doch den dummen Pa pagei schlafen !" Der Gouverneur suchte gcräufchlos sem Schlafzimmer., Eine Strafe reduzirt. Der Schatzamtsekretar hat die von demZoll einnehme? von Georgetown, über den Dampfer Mary Washington", ver hängte Strafe von $500, wegen Mit sührung explosiver Oele zum Gebrauch auf dem Fahrzeuge, auf $25 reduzirt. General Dampf chiNZxJnsptktor Drum mond empfahl eine Reduzirung der Strafe auf $l00. Die Stadt Cohoes, N. Z) , wurde vor einiger Zeit von einer Frau aus Schadenersatz verklagt, weil dieselbe bei einer am Sonntage unternommenen Ausfahrt dadurch verletzt worden war, datz sich ein Verkehröhindernlv in einer Vtrutze desand. Die Stadt excipirte, dan der Klaaerm em Anspruch nicht ZU' steye, weil sie in Verletzung des Slaars . gefetzcs am Sonntage reiste.. Das Ap pellationsgericht hat jtz! aber cnt schieden, daß d!e erwähnte .BestlM' mung deS Sonntagsgesetzes nicht als gesetzliche Entschuldigung einer Nach lässigkeit der städtischen Behörden die. nen könne. Das Gesetz, welches das Reisen am Sonntage verbiete, setze ein fach nur eine bestimmte Strafe für die Verletzung desselben fest, gehe aber nicht weiter und könne -deshalb Niemanden des Rechtes .berauben, Ersatzansprüche gegen irgend Jemanden,, durch , besten Verschulden 'er Schaden erlitt, zu er heben. Ganz entgegengesetzt hat kürz lich das. Obergericht von Massachusetts dahin entschieden, daß eine Stadt nicht zur Leistnng von Schadenersah wegen eines schadhasten Weges Personen ge genüber verpflichtet sei, welchen bei dem Reisen am Sonntage ein Unfall zustieß. In diesem Falle befand sich der Beschä digte auf dem Rückwege von einer Be crdigung, es wurde aber gegen, ihn ent schieden, weil er bei: der Rückfahrt vom Fciedhose von dem direkten Wege abgewichen war und einen. Umweg gemachZ hatte. ' inen Dollar, um einen Zahn mit Gaö euSzvzichen. lncn DoNar und afwSrtö für Soldfüllung. Zeh Dollars für ein Ober oder Untergebiß Rabder, beste Qualität. Alle Arbeit garanttrt in Ar. Sutyerkand's Dental Zioomz (Nachfolger von ilgore.) 41 Illinois Str.

Oom LluSlenöe.

9f Korrespondent will wissen, Fürst Bis marck habe vor wcnigenMonatcn gesagt: .Herr Gambettn in der Regierung brin x auf die Rerven Europas denselben Essclt hervor, wie ein Mann, der die Trommel :n einem Krankenzimmer schlägt." Bezüglich der Ä er Wendung des Urmatcrials der BcrusSstati er ' iirt r J 1 m f s stlk wird berichtet, es liege in der der deutschen Reichsremerung, dasselbe zur Unterlage sür die Herstellung cin'r Gewerbestatistik zu benutzen. Zu diese Behufe ist dem BundeSkathc ein H)! '1 matisches Verzeichnis; der VZewerbe in ' ') Kategorien vorgelegt wolden, loodiir) theils eine neue Akwrdnnng der früh'? ren Grupvirung, theils eine ganz nc::c Emtheiluna bcibemsüdrt wird. D'r Bunderatd hat sich damit cinverslandin erklärt, dieses Verzeichnis; der Änfste!lung einer Gewerbestatistik zu Gnnde zu legen. Von der Höhe ber'Wc richtskosten in Frankreich kann man .1) am besten einen Begriff durch folgende Jwern machen. Es giebt m Pari 114 Notarstellen und 9C60 in den Provinzen. Der Kauswerth all' dieserStellen beträgt l128z Millionen Franken: der Erlraa wild zu 12 Procent dieses Capitals und somit auf 147 Millionen geschätzt. Die 150 Anwaltstellen in Paris und 3002 in den Provinzen haben 2:il Millionen Kauswerth und 33 Millionen Ertrag, gür Gerichtsvollzieher giebt eö 150 Stellen in Paris und 7000 in Frankreich mit einem Werthe v.n bis 202 Millionen und 3'J Millionen Einkommen. Die 16 Gerichtssreibe' stellen in Paris und 3140 in den Provinzen sit.d IH Mit lionen werth und dringen 1l Millionen jährlich, hierzu kommen noch die Gc richtsschreider beiden Friedensgerichten. die Agreges (Sachwalter) bei denhandelsgerichlev. die Privilegien Advoka ten beim Cassationehof. die fast unzähligen (in Paris allein über 1000) Advokaten bei allen Gerichten, dicVkistcigerer, die juristischen Agenten verschiedener Gattung. Alle diese Personen zusam mengcnommen haben ein Einkommen, welches 300 Millionen mindestens er reicht. Tüchtige Advokaten nehmen 100 bis 300,000 F?cS im Jahre ein, andere freilich dringen es nicht aus tt 80C0 grcs. Zu diesen Gmchtslosten kommen noch ungefähr 300 Millionen an Stempel, Gebühren und Steuern. welche auf den gerichtlichen Acten, auf Besitzwechscl, Erbschaften, Mielhs unk, anderen Verträgen lasten. So begreift es sich auch, daß der geringste Proceß in erster Instanz nicht unter 200 Fr. lostet, eine Schuld von diesem Betrage also nicht eingeklagt, sondern höchstens durch nicht immer erfolgreiches Einschreiten des Friedensrichters erlangt werden kann. ! Ueber das Befinden des Fürsten Bismarck waren alarmirende Gerüchte im Umlauf, die wohl durch die ungewöhnliche Art entstanden sind, in welcher der Kanzler sich durch den Reichsanzciger die Nachscndung aller .amtlichen und- nichtamtlichen Schrift stücke" in seine VarzinerVillegiatur vcr beten'hat. Von Personen aus der Umgebung des Fürsten Vismarc? wird im Gegensatz hierzu mit aller Bestimmtheit versichert, daß dessen Gesundheitszustand selten ein so gntcr gewesen, wie gerade gegenwärtig. Die obige Formel sei nicht wörtlich zu nehmen, die Nachscn dung amtliche? Schriftstücke könne über Haupt nicht umgangen werden, und wenn dieselbe trohdem nicht gewünscht werde, so habe der Kanzler damit nur der Be lästigung durch Privatbricfc einen um so wirksameren Riegel vorschieben wollen, tfs handelt sich hierbei wohl nur um Schriftstücke, die nicht vom Auswärtigen Ämte. nachgesandt werden. Die Vcr bindung des letzteren mit dem Kanzler ist, wie man hört, eine sehr lebhafte. Es ist wieder während der Zeit feines AufentHaltes in Varzin ein regelmäßiger Postdienst zwischen Berlin und Varzin eingerichtet worden. Etiquettcnstreit. Aus dem Landgericht in Marburg ist ein Etiquettenstreit ausgebrochcn und zwar über das Grüben der Nechtsanwälte, wenn sie vor den Gerichtshof eintreten, und wenn sie wieder abgehen. Es soll die Meinung gewesen sein bei den Rechtsanwälten, daß jeit der neuen AmlZtracht und der größeren Feierlichkeit das Grünen nicht mehr paßte. Dies soll aber nicht bei allen der Fall gewesen sein, vielmehr wird er ahlt, daß ein alterHerr immer mit einem fröhlichen gesegnete Mahlzeit" aus der Sitz-.ng geganczen fei, wenn ihm der Bescheid gefallen, den er bekommen; wenn das nicht der Fall, habe er etwas von unbegreiflich" gemurmelt. Kurz, es soll, jetzt die Sache amtlich in einer Instruktion geordnet sein, die sich sür daS Grüßen entschieden hat. Die neue Schwierigkeit soll nun aber darin beste hen, wie das Grüßen auszuführen wäre. Die. amtliche Kopfbedeckung darf nicht abgenommen, werden, der militärische Gruß'ist nicht eingeführt, die Vcrbeu gung mit dem langen Rock im Gehen ist nicht ohne Gefahr, daß einer stolpert, und das einfache guten Morgen" wird auch nicht passiren ; es wird eine aujährlichere Instruktion abhelfen müssen. Der edle Gras Franz Eoudcnhove, der Vater dks Geliebten ver unglücklichen Sängerin Dalmont, hat. von seinem Schloß Ronsperg aus ein Rundschreiben an die österreichische Aristokratie erlassen, worin er sein und seines .Sohnes Benehmen gegen die Dalmont zu rechtfertigen sucht. Er sagt darin, sein Sohn sei nicht der erste Geliebte des unglücklichen Mädchens ge mesen. Er' habe der Person 4000 fl. Abstandsgeld bieten lassen und habe auch später auf Antrieb seines Sohnes Un terhaltungsgelder sür das Kind zahlen wollen, freilich nicht so vielmals sein Sohn, forderte. Dk Dalmont aber," schreibt der edle Graf wörtlich, scheint sich in der fixen Jee gewiegt zu haben, daß mein Sohn bei seiner Großjährig' keit Herr eines bedeutenden Vermögens sein werde, deshalb wollte sie seine Frau