Indiana Tribüne, Volume 4, Number 306, Indianapolis, Marion County, 19 July 1882 — Page 2

Indicma Hnbi'me. Tägliche- uud KonRtazsausgaöt. jbfftcc: 2S. Dclawarc Str.

EDteml sccoml-clasa matter t tlie itotostice at Indianapolis, Indiana.l Tibonncment5-'-Prciic : Tägliche Ausgabe 12 CM. per Woche. CzantaMukgbe 6 M. perNummer. Vewe zusammen .15 tt. per Woche. Da Tagblatt erscheint jeden Nachmit tea um 2 Uhr. IV EonntagSauögab, erscheint deS Morgen. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind., 19. Juli 1882. Lkindvkeh-Zucht 'So zablreiche Heerden breitgest'nter. glatter Ninder auf den Prairie'n des Westens weiden, so steht doch die 93rnehrung unserer Heerden mit der Zu nähme 'unserer Bevölkerung nicht im . richtigenVerhältnisse, umsoweniger,roenn ''rnan berücksichtigt, daß der Export von 'Schlachtthieren und Fleisch schon jetzt bedeutend ist und immer größere Dimen sionen annimmt. Die hohen Fleisch preise, welche zur Zeit das Leben wesent lich vertheuern helfen, sind nur zumTheil eine Folge der Spekulationen und Cor ners, und würden auch bei einem gesun den, durch übertriebene Spekulation nicht irritirten Geschäfte nne annüherndehöhe behaupten. Daß die Vergrößerung un serer heerden mit der Zunahme unserer Population nicht gleichen Schritt gehalten hat,' ergiebt sich aus solgenden Re sultaten der Census-Aufnahmen in ver schiedenen Jahttn. Im Jahre 1840 kamen auf himdert Einwohner genau hundert Stück Nindvkh, bereits 1850 nur noch 75. Im Jahre 18C0 kam in den Staaten und Territorien auf je hundert Einwohner die beigesehte Anzahl von Rindern und zwar: Alabama 81, Arkänsas 12, California 387, Connec ticut 48, Delaware 51, Florida 274, Georgia 95, Illinois 87, Jndiana 87, Iowa 79, Kansas 81, Kentucky 72,Loui siana 73, Maine 59, Maryland 37, Massachusetts 22. Michigan 71, Minnesota 8, Mississippi 91, Missouri 98, New Hampshire 81, New Jersey 34, New 7)01 50, Nord-Carolina 69, Qhio 70, Oregon 292. Pennsylvania 43, Rhode Island 22, Süd-Carolina 72, Tennessee 0, Texas 579, Vermont 115, Virginia 5. Wisconsin 6, Distrikt Columbia 1, Dakota 39, Nebraöka 100, New Mexico 108, Utah 100, Washing. ton Territorium 259. - rr ,i s cv .c. ton(,.i on trzi. vscii ucui uuit -louu ijui in ou viuu ten und Territorien die Zahl der Rinder ab, die der Einwohner beträchtlich zu genommen. Dazu kommt, daß im vor! gen Jahre allein 185,709 Rinder, welche einen Werth von 514,304,103 hatten, exportirt und mithin dem inländischen Consum durch die 'durch Einwanderung und eigene Vermehrung wesentlich vergrößerte Bevölkerung entzogen worden find. Abgesehen von dem Export von Nin dern hat sich der Bestand der letzteren in den letzten Jahren nur um Procent, die Bevölkerung um ungefähr 2 Procent vermehrt. Daß dieses Mißverhältniß eine fortwährende 'Vertheuerung des -Rindfleischprcises zur Folge haben muß, leuchtet ein. Im Osten kann diesem 1s i s ,,,,, WftfittlF t e frf ff n 4 V vit jv :uvv iuuwi Mwtuiv werden, denn dort ist das Land bereits zu sehr von dem Acker und Gartenbau in Beschlag genommen und zu theuer, als daß von ausgedehnter Viehzucht im Interesse der Lieferung von Fleisch die Rede sein könnte, und dieStallsütterung bezahlt sich so wenig, daß der Farmer . fNr hnrnn ffnir. tinn ff inert Pfinhf reten Getreide und sonstige Früchte zu ziehen, und das leifi!). das er brauölt. in tau sen. Dagegen bietet der Westen, der uns durch dieEisenbahnen eröffnet u. zu gänglich gemacht wurde, der Viehzucht : noch unerschöpfliche Gelegenbeit, sind von dem Areale der Ver. Staaten, das bckanntlich 3.003,884 Quadratmeilen 6c- . trägt, noch 1.300,000 Quadratmeilen bestes Weideland, die in Texas, Cslo rado, Nero Mexico, Dakota, Wyoming. Montana, Washington und Jdaho dem Kapitale noch Gelegenheit u einer mit 1 25 bis 30 Procent alljährlich rentirenden Anlage und der Arbeit gut lohnende und relativ leichte Beschäftigung bieten. Jum Buchhandel. ' Die Buchhändler aus den nordwestlichen Staaten hielten vor einigen Tagen in Chicago ihre Jahresversammlung ab. Es wurden bei dieser Gelegenheit viele Klagen laut über die gegenwärtigen schlechten Verhältnis des Buchhandels, welcher, soweit die.ordwestlichen Staa ten in Betracht komme, alle Bedeutung verloren habe. w m ft. on illW litM 00 j V w .Händler erklärte, die Fortsetzung ihres : Geschäftes' würde ihnen nur dadurch ermöglicht werden, daß die im Osten sehr häufigen Ausverkäufe von Buchhandlungen aufgehoben würden, da bei fol.cken die Bücker uim kalben Brette ver I Lt m AlIVtHAA llMtdhl nA W t - kauft würden. ' Einer der Händler er klarte, fein Geschäft trage ihm schon seit langer Zeit nichts melz? ein, und er würde nicht eristircn können, wenn er nicht nebenbei Boxhandschuhe und Ta peten verkaufe. Ein anderer bemerkt er habe kürzlich an einem Geschäfte $175 verdient, aber i-nlcht in Büchern, sondern mit einem Jersey'Bullen. Ob zwischen Büchern. Boxhandschuhen und Tapeten irgend eine entfernte Beziehung besteht, wollen wir unentschieden lasten, waö für eine Beziehung aber zwischen Büchern und einem JerseyBullen besteht, ist durchaus nicht ersichtlich, es sei denn, daß manche Bücher in Kalbsleder eingebunden werden. Wie es aber zugeht, daß unter den in selliaenten Bewohnern des Nordwestens

kein größeres Bedürfniß für Bücher

herrscht, läßt sich wohl nur damit erttä ren, bau st alle erforderliche geistige Nahrung in d:n Zeitungen finden. Aom New Jarker Nktlen-Markte. Es ist offenbar, daß das Steigen der Preise durch die Ueberzeugung hervor gerufen wird, daß der Ausfall der Getreideernte ein sehr günstiger scir wird, daß der Weizen einen weit größeren Erttag haben wird, als im vorigen Jahre, und daß die Maisernte nur wenig hinter der vorjährigen zurückbleiben wird. Die Zustände in Aegypten lassen die .Bullen" auf einen größeren europäischen Krieg hoffen, aus welchem sie großen Vortheil ziehen würden, da die europäischen Mächte Nahrungsmittel und sonstigen Bedarf aus den Ver. Staaten beziehen müßten. Vorlausig scheinen die Bullen" entschlossen zu sein, auö der politischen SU tuation Europa's den größten Vortheil A ziehen, und es kostet sie keine große Mühe die Aktien in die Höhe zu treiben und dennoch Käufer zu finden. Sllcxadria. Alcxandria wunderbare Stadt ! Gleich ihrem Gründer, dem Heldenjüngling Alexander von Macedonien, welcher mit Hülfe des Schwertes den Orient mit dem Occident vereinigte, freilich nur auf kurze Zeit, so vereinigt auch die Alexander-Stadt den Osten mit dem Westen. Und das ist nicht nur in unferen Tagen der Fall, sondern seit den Tagen ihrer Gründung, wenn auch mit langer Unterbrechung, war dort der Vcreinigungkpunk der orientalischen und der occidentalischen Welt. Wunderbare Stadt, die, von ihrem Gründer zur Welthauptstadt bestimmt, in wenigen Jahren erbaut wurde, die, von Krieg, Mord, Brand und Zerstörung heimgesucht, wie keine andere Weltstadt, lange Zeit hindurch dem Schicksale Trotz bietend, sich immer wieder von den ihr geschlagenen Wunden erholte und die Spuren der Verwüstungen verwischte. Schon unter dem Nachfolger Alexander's des Großen, deffen irdische Ueberreste in der nach ihm genannten Stadt in einem goldenen, jetzt lm britischen Museum m London befindlichen Sarkophag beigesetzt wurden, nachdem sie aus dem fernen Babylon dorthin gebracht waren, wurde Alexandria der Hauptsitz der Wissenschaften, welche von den Ptolemäern eifrig gepflegt wurden, wovon unter Anderem die unter dem Namen Septuagita bekannte Uebersetzung des alten Testamentes zeugt. Alexandria war, wie sein berühmter Leuchtthurm von Pharos den Seefahrern leuchtete, die Leuchte der Wissenschaften, der Philosophie und der Kunst, nicht nur zur Zeit des Heidenthums, sondern auch zu Anfang des christlichen Zeitalters, ' als Männer, wie OrigineS uud viele andere gelehrte Kirchenväter dort lebten. ES war der Vereinigungspunkt der heidnifch'jüdifch'christlichen Civilisation, und j mt die Stadt selbst von Anfang an einen kosmopolitischen 'Charakter trug, so drückte sie auch der von ihr ausgehen den Philosophie einen kosmopolitischen Stempel auf. Unter den Schicksals schlügen, welche die Stadt trafen, hatte auch die Wissenschast zu leiden, 'S! Cäsar daselbst landete, um die durch eine streitige Thronfolge hervorgerufenen Wirren zu beseitigen, sah er sich aus mi litärischen Gründen genöthigt, die im dortigen Hafen vor. Aase? liegende ügyptische Flotte in Brand zu stecken, und von der Flotte aus verbreitete sich auch das Jeuer in die Stadt und zerstörte die Bibliothek mit ihren 400,000 unschätzbaren Büchern, in welchen die Gelehrsamkeit und Weisheit des Alterthums niedergelegt waren. Auch unter demJm peratoren-Wahnsinn der römischen Kaiser hatteAlexandriaFurchtbareö zu leiden. Verheerende Brände. und Massenmord hieltendie Einwohner unter der Herrschast der römischen kaiserlichen Wüstlinge in steter Ausregung, und als die ChristenVerfolgungen ein Ende genommen hatten, da befehdeten sich in den Straßen der Stadt in blutiger Weife die verschiedenen christlichen Sekten und, wje heutigen Tages in Rußland, wurden dort die schrecklichsten Judenverfolgungen veranstaltet. Die verschiedenen religiösen Anschauungsweisen riefen unter der verschiedenartigenBevölkerung die furchtbarsten Kämpfe hervor. Und später, als der Islam kühn sein Haupt erhob und in fanatischem Glaubenseiser die orientalische Welt und einen Theil des AbendlandeS sich Unterthan machte, da blieb auch Alexandria nicht verschont. Der Heerführer Amru eroberte eS im Jahre 637 für den KalifenOmar, an welchen er. nachdem er nach langem, blutigem Kampfe die Stadt erobert hatte, schrieb : Ich habe die große Stadt deö Westens genommen. Es ist mir unmöglich, die Reichthümer der Stadt aufzuzählen und ihre Schönheit und Pracht zu schildern. Sie enthält 4000 Paläste, 4000 Bäder, 400 Theater und andere Vergnügungsplätze, 12,000 Kaufläden und 40,000 tributpflichtige Juden." Ehe Amru die Stadt erobert hatte, was ihn 23,000 Mann kostete, hatte er gelobt, . er wolle die Stadt offen legen, wie das Haus einer Courtisane, aber er begnügte sich mit einer theilweisen Zerstörung ihrer Festungswerke, doch fiel die neue Bibliothek dem Fanatismus zum Opfer, denn der Kalif entschied ihr Schicksal durch folgende Worte: Falls diese griechi schen Schriften mit dem Buche Gotteö (ttoran) übereinstimmen, so sind sie überflüssig und brauchen nicht erhalten zu werden ; stimmen sie aber nicht mit dem selben überein, so sind sie schädlich und müffen zerstört werden.- Die Bücher der Bibliothek wurden secrS Monate lang zur Heizung der öffentlichen Bäder benutzt, die furchtbarste Vernichtung der größten literarlfchen schätze des Alter thums. Unter der mohamedanischen Herrschaft verlor Alexandria nach und nach alle

Bedeutung, und während es zur Zeit seiner Glanzperiode über eine kalbe Million "inDvbner zählte, fand

Napoleon I. als er 1795 nach Aegypten kam, in der ehemaligen Wcltitadt nur noch 6000 Einwohner. Zweifelsohne wäre die Stadt wieder aufgeblüht, hatten sich die Franzosen in Aectnten hal ten können. So aber blieb das Wiedererstehen Alexandria's zu neuem Leben und neuem Glänze einer um zwei Jahrzehnte späteren Zeit vorbehalten. Mehmed All und Said Pascha waren die Wiedererbauer der alten Alexander stadt, von den Türken und Arabern Jskanderijeh oder Skanderijch genannt. Und diese Wledcrerbauung kostete nicht geringere Mühe, als die Erbauung St. Petersburg's, deffen Terrain demjenigen Alcxandria's sehr ahnlich ist. ES wurde der Hasen wieder durch eine direkte Wasserstraße mit dem Nil und ttairo in Verbindung gesetzt und 1842 der 170 Fuß hohe, jetzt zerstörte. Leuchtthurm gebaut. Wie einstmals die Kinder Israel den Pharaonern Frohndienste leisten mußten, so wurden jetzt Hunderttausende von Fellahs zu ähnlichen Dienstleistungen herangezogen, und in den Niederungen an den Nilmündungen entstand eine Thätigkeit und Lebendigkeit, wie sie seit langer, langer Zeit nicht mehr geherrscht hatten. Mit wunderbarer Geschwindigkeit erhob sich eine neue Stadt vor den Augen der staunenden Welt. Hinsichtlich seines Wachsthums und der Zu nähme seiner Bevölkerung ist Alexandria nur mit der amerikanischen Metropole, New Vork, zu vergleichen. Im Jahre 1825 zählte es 16.000 Einwohner, 1840 hatte es 0,000, 1871 schan 219.000 und im letzten Jahre 275.000, darunter 00.000 Fremde aus allen Ländern Europa's, in deren Händen sich, abgesehen von den verschiedenen Zweigen des Kleingeschäfts, der Handel der Stadt befindet, oder richtiger, befand, denn abermals ist Alcxandria, die alte Weltstadt und das moderne Ncw York des Orients, von einer furchtbaren VerWüstung durch Mord und Brand heimgesucht worden, deren Umfang sich zur Zeit, da dies geschrieben wird, noch nicht feststellen läßt. Welchen Verlauf aber auch immer die jetzt am Nil sich abspielenden Ereignisse nehmen mögen, es ist nicht daran zu zweifeln, daß die Stadt Alexander's des Großen sich auch von diesem Schlage, von seiner dritten Zerstörung, erholen und sich zu neuer Größe und neuer Blüthe erheben wird. ES wird sich von Neuem das Wort bestätigen : Das Alte süllt, es ändern sich die Zeiten, und neues Lcben blüht aus den Ruinen." Erfolgreiche Hungerkur. Ein höchst merkwürdiger Fall, wie ein Wahnsinniger sich selbst curirtc. wird aus der Irrenanstalt in CamdenCounty, achtzehn Meilen von Philadelphia, berichtet und von dem Director, den Aerzten und der Matrone der Anstalt als wahr constatirt. Herr Henry Clark von haddensield, N. I., 40 Jahre alt und ein rn werteren Jrnien belanttler lyechästsmann, mußte vor zwei Jahren der Anstalt übergeben werden, iccil er in urzen Intervallen tn Zobsucht zu v:rallen pflegte und dann seiner Umgedung gefährlich wurde. Körperlich war er gesund, nur war sein ganz ungewölznich starker Appetit auffallend, eine ErZcheinung, die sich häusig beiEeisteskranen findet. Während Clark nicht unter dem Einflusse seiner Anfälle stand, zeigte er ein beinahe sanftes und .weiches Temperament und deschäfliate sich nnausaesltzt mit dem Grübeln über eine Kurmelhode, die ihm Rettung bringen möchte. Einmal glaubte er, eine solche darin entdeckt zu haben, daß er sich mit den Fäusten an den Kopf schlua und mit letzterem gegen die Wände stieß; der Kranke ver sicherte, daß ihm dies Erleichterung gab. Der Direktor, Dr. Branntn, und bic Matrone der Anstalt, Frau stile5, hatten nach und nach das volle Vertrauen deö Herrn Clark gewonnen, und ihnen legte derselbe schließlich das Versprechen ab, er wolle das erwähnte Versahren, sich zu cüriren, einstellen. Kurze Zeit daraus erzählte Clark Frau Stiles, er habe einen älteren Bruder gehabt, der an denselben Anfällen aelilten habe : sein Bruder habe vor seinem Tode 51 Tage lang nichts als Waffer zu sich genommen und sei während dieser ganzen Zelt von den Anfallen befreit gewesen ; freilich habe er das Fasten zu lange ausgedehnt und sei in Folge dessen gestor den ; er Henry wolle'stch ebenfalls mehrere Wochen lang jeder ?!ahrung enthalten, wolle dies aber in keinem Falle soweit treiben, daß seine Gesundheit darunter leiden könne. Am nächMorgen kam Clark nicht zum Frühstück und hat seitdem volle 41 Tage hindurch nichts als Wasser, bald m kleinen, bald in größeren Quantitäten zu sich genom men. Die Aerzte glaubten im Ansänge, da3 Fasten werde nur von kurzer Dauer etn, ließen aber spater, als sie sich von der Konsequenz ihres Patienten überzeugten, nichts unversucht, ihn durch Zu reden, sowie durch daö Vorsetzen der besten Leckerbiffen zum Essen zu bcwc gen. Tag und Nacht hatte Clark die besten Speisen in seinem Zimmer, hat aber dieselben während der ganzen 11 Tage nie berührt. Die. letzten fünf Tage brachte Clark -ausschlieklich tm Bette zu. Frau Stiles hatte ihm ge sagt, sobald er etwas zu essen wünsche, sei es, was es sei, möge er ihr eö zu irgend einer Stunde des Tages oder der Nacht durch seinen Wärter sagen lassen. Am Morgen des 41. Tageö ließ Clark um eine 'Tasse starken Cassee bitten, erhielt solchen und begann von da ab regelmäßig Milch zu sich zu nehmen; nach 14 Tagen fügte er der Milch Erdbeeren hinzu und in letzterer Z-cit genießt er außerdem Hafergrütze und Haser schleim. Clark hat seit dieser Zeit keinen Anfall von Tobsucht gehabt, hält sich selbst für gesund und wird, wenn bis dahin nicht ein Nückfall eintritt, im Au gust d. I. als geheilt entlasten werden.

ZeugniS'Fählolckt. Nach den Bestimmungen des gemeinen englischen Rechts kann ein Atheist nicht als Zeuge vor Gericht auftreten. Sowohl in England, als in den meisten von unsern Staaten ist dieser Grundsatz des cornrnon law theils aufgehoben, theils wesentlich modinzirt. In Kentucky hat die Legislatur ein Gesetz erlas sen, welches bestimmt, daß die Fähigkeit, Zeugniß abzulegen, in Civilstreitigkeiten nicht von irgend einem religiösen Bekenntnisse abhängig sein soll. Für Strafsachen fehlt eine derar tige Bestimmung. In einer Untersuchung wegen Mordes hatte kürzlich das Gericht einen Zeugen, der bei der Befragung über seine Personalien erklärt hatte, er sei ein Atheist, für unfähig zum Zeugnisse erklärt. Aus eingewendete Berusiln hat das Obergericht diese richterliche Vcrsügung aufgeboben und erkannt, daß weder in Straf- noch in Ci vilsachen den Zeugcn Fragen nach deren religiösen Ansichien und Ueberzeugungen vorgelegt w-rden dürfen. Diefe Entscheidung ist auf Scct. 5 und 0 der Statuten bill oi' riglits basirt. Die erstere garantirt allen Bürgern Glaubenösreiheit, die letzte verbietet, daß aus religiösen Gründen oder Rücksichten die Rechte irgend welcher Bürger ver mchrt oder vermindert werden sollen, und das Obergcricht führt sehr richtig aus, daß eö vollkommen gegen Scct. 0 der Statuten verstoßen würde, wenn man Jemandem die Fähigkeit, Zcugniß abzulegen, aus Gründen absprechen wollte, die von dessen Glaubensbekennt-

niß hergeleitet sind. Freie Staaten haden sich überhaupt nur im dieHandlungen hrer Staatsburger, nicht um deren Ge danken und Ueberzeugungen zu beküm mern, und mit demselben Rechte, mit dem eine Legislatur, deren Majorität aus aläubiqen Christen besteht, anordnen ann, daß nur das Zeugniß solcher Bür ger Geltung hat, die an Gott glauben, önnte eine Legislatur, deren Majorität aus Atheisten besteht, anordnen, daß das Zeugniß solcher Bürger, die an Gott glauben, nicht zuläfsig sein soll. Seid fruchtbar und mehret euch !" Das göttliche Gebot : Srid frucht bar und mehret euch!" ist wohl selten gewissenhastcr befolgt worden, als seitens der drei Schwestern,' welche in Begleitung ihrer Männer neulich an Bord des- Dampfers Attynan Monarch" ln New ?)crk;landetcn. Diese drei Schwe stern Hatten sich vor fünfzehn Monaten an einem und demselben Tage zu Odessa im südlichen Rußland verhelralhct und heißen Ruth Jakobsky, Lena Jtskok und Mirjam Lcvinsly. Ihre Gatten sind alle drei Schneide? und hoffen, w.tt Hülfe ihres Handwerkes in diejern Lande fccio einen goldenen Boden zu finden, den sie bei den trauriaen Verhältnissen ihrer H?imath dort leider nicht finden konnten. Auf der Fahrt nach New Bork be schenkte die zweiundzwanzigjährige Lena Jtskok am Morgen des 1. Juli ihren Gatten mlt einem Zwillingspaar, zwei niedlichen und gesunden kleinen Mädchen. Ihr Beispiel wurde Nachmittags 2 Uhr von ihrer fiebenundzwanzigjähri gen Schwester Ruth Jakobsky. befolgt, welche ihrem Gatten ein männliches Zwillingspaar zum Präsent machte. Nun wollte auch die züt.gste Schwester, die neunzkhniührlae Mlriam Lcvinsly, nicht hinter den beiden älteren zurückbleiben und überraschte ihren Gatten gleich falls mit zwei kräftigen Madchen. Am folgenden Freitageswurde an den beiden Zwillingsbrüdern die vom mosaischen Gesetze vorgeschriebene Prozedur vollzoc cw r- r m . gen, wooer veioen oer ?came aiaai verlieben wurde, welcher bekanntlich dasselbe bedeutet, wie das Englische : .1 sliould Liuilo". Die vier Mädchen mußten noch länger auf die Nämensverleihung war ten, aber die sämmtlichen sechs neuen Weltbürger wurden vom Capitän deö Dampfers beschenkt. statt Inlauve. I eff e r f o n T o w n s h i p. Ja., in welchem Guttenbera lieat. ist das Banner-Township der Freiheit in jenem Staate. Es gab aus 442 Stimmen, 437 gegen und nur 5 für das Amendement. Charles L a n g'h eim er, d e r in seinem 79. Lebensjahre steht, ist für seinen letzten Diebstahl mit der Strase von einem Jahre Zuchthaus davon gekommen. Er hatte den Richter gebeten, ihn zu keiner höheren Strafe zu verurtheilen und mit einem Anfluge von Humor geäußert, er gedenke mit seinem 80. Lebensjahre ein Leben as ehrlicherMann zu beginnen. Derselbe hatte ferner gebeten, ihn diese Strafe in der Ea3teni Penitentiary" des Staates Pennsylvanien verbüßen zu lassen, weil er dort sich doch am meisten heimisch sühle ; auch diese Bitte wurde ihm gewährt. Die Untersuchung des für Guiteau am Tage vor dessen Hinrichtung nach dem Gesängnisse gesandten Bouquets ist von dem Chemiker Dr. W. C. Tilden in Washington vorgenommen worden, welchem es der in der Jail als Assistenzarzt fungirende Dr. Alexander McWilliams zu diesem Behufe übergeben hatte. Der meiste Arsenik, und zwar genug, um mehrere Männer zu tödten, wurde in einer prachtvollen Rose entdeckt, welche den Mittelpunkt des Bouquets bildete. FrauScoville äußerte in spöttischer Weise, sie habe das Gist nicht in die Blumen practicirt und ihr Bruder würde sich nicht vergiftet haben, wenn er auch alle möglichen Eiste zu seiner Verfügung gehabt hätte. Es dürfte mancher Hausfrau das Herz schwer werden, wenn sie in jetzigen theuern Zcitläustcn liest, was laut einer New Porker Zeitung aus dem Jahre 1810. dcö Lebens Nothdurft damals kostete; zum Exempel: Weizen, das Bushcl, 25 bis 40 Cts. (jtzt $1.42),

Mais 1220 Cts. 60), Haser 15 CtS. (00). Eier, das Dutzend. 5 Cts. (15), Butter, d.is Äfund, 5-8 Cts. (40), Käse 3-6 Cts. (13). eine Knh $10 bis 520 (520-100). ein Joch Ochsen $25 bis $40 ($100-$250). ein Gespann Waaenpferde $l50-$200 ($500 bis $1200). eine Tonne Heu $3-$5 ($10 bis $20). Eine Meile südlich von

Milton, N. B , war am 13. d. M. der Bergmann Thomas Eagan an einem Damme der Wcst Shoie Eisenbahn be schäftigt, eine Mine, die er mit 2 K?J Sprengpulver geladen hatte.zu schließ?. 28 Arbeiter waren in der unmüleldaren Nähe der Stille beschäftigt, als die Mine crplodirte und gleich daraus ein gräßlicher Wchschrei die Lust zerriß. William Powers lag mit einem Felsen von mehreren hundert Pfund über den Beinen, den Eügan mittelst eines eisernen Hebebaumes beseitigte,- neb:n ihm lagen drei Todte, und nicht weit entfernt war ein Arbeiter unter einem Felsen von fünf Tonnen Gewicht, der den unteren Theil des Körpers bis an die Hüsten bedeckte, begraben. ' Aerztliche Hülse war schnell zur Hand, aber 8 Leute starben sofort oder kurz nach der Katastrophe und der Tod mehrerer anderer wird erwartet. Emilie Schulze, ein miserables Frauenzimmer in New Z)ork, das unter dem Vorwande, ein Stellenvermittlungsburcau zu betreiben, unzählige grüne deutsche Dienstmädchen in die Bordelle geliefert hat, ist endlich Ende voriger Woche abgefaßt und verhastet worden. Ein Piratenschiff ist heut zutage gewiß eine Seltenheit, und doch soll ein solches Raubschiff existiren. Die Regierung von Venezuela hat nämlich unsere Regierung ersuchen lassen, den Dampfer Colo", der früber .Cantato hieß, anhalten zu lassen, sobald er in einen unserer Häfen einläuft, weil erden Seeraub betreibe. Die Regierung von Venezuela verspricht, klare Beweise sür ihre Behauptung vorbringen zu wollen. Frau I. W. Stow in San Francisco kündigt sich in ihrem Blatte Woman's Herald of Industrie- als Candidatin sür das Gouverneursamt des StaatesCalifornien an. Sie schreibt unter Anderem : Alles in diesem abnormen männlichen Staatshaushalt ist so von der Corruption und vom Parteiha der zersressen, daß an der Spitze deö. Staats eine gute Hausfrau mit Besen und Staubpsanne noth thut, um den Schmutz vieler Jahre hinauözusegen. Wäre es nicht paffend für den goldenen Staat, der erste in der Union zu sein. der einem Frauenzimmer die Bürgerkrone aus die Stirne drückt V W m. K n o x, ein 62 Jahre al ter wohlhabender Farmer, der im Lost River Bottom im County Orange, In, wohnt, ist von religiösem Wahnsinn er faßt worden. Er erzählte vor Kurzem semen Nachbarn, er habe eine Offenba rung von Gott, dcrzufolge er ein Mit glied seiner Familie tödten müsse; er wisse nur noch nicht, wer das Opfer sein solle. Am Freitag erfuhren die Nach barn zu ihrem Entsetzen, daß Knox in der vorhergehenden Nacht seine Frau im Schlaf getödtet hatte. Ende voriger Woche war der Feuermann Patrick Lynch aus seinem Posten vor dem Dampfkeffel ,m Roß moreHotel in Ncw Z)ork eingeschlafen, sah aber, wie im Traume, daß eine Frau in den Feuerraum kam, rn solchem herumhantirte und sich geräuschlos wieder entfernte. Der Geruch von verbrann tem Fleische weckte Lynch, er öffnete di' Thüre der Feuerung und fand ein kiel nes Kind, das schon halb verkohlt war, auf den wenigen glimmenden Kohlen liegen. Er nahm die kleine Leiche heraus, machte Anzeige, der Coroner er schien, das Kind war aber zu sehr ver brannt, als daß er durch die Lungen probe hätte feststellen können, ob das Kind lebend oder todt geboren worden. Lynch war Nicht im Stande, eine Bc schreibung der Frau, die er in seinem halbwachen Zustande gesehen, zu geben. Später wurde in der Waschküche deö Hotels die 40jährige Waschfrau Mary Callaghan . .ohnmachtig aufgefunden. welche, zum Bevuktseln gebracht, ein gestand, ihr neugeborenes, lebendiges Kind m die Feuerung unter dem Dampf keffel gelegt zu haben, und in einem Ho spitale unter Wache gestellt wurde. sammltlche. 'Leitungen in Philadelphia find über das Versahren der dortigen Polizei empört, welche die wichtigsten Meldungen oft Stunden lang verzögert und hierdurch der Presse ;vte Gelegenheit ' entzieht, Angelegenheiten von allgemeinem Jntereffe rechtzeitig zur lcenntniß des Publikums zubringen. &o erhing sich dcr zum Tode Derurtheilte Muttermörder John Davidson am 11. Abends gegen 6 Uhr in seiner Zelle und hiervon wurde erst tm Laufe des folgen den Vormittag Meldung gemacht. Es stellt si ch mehr un d"m ehr heraus, daß daS Blutvergießen rn Jersey City. N. I., nicht durch die sinkenden Frachtverladcr, sondern durch die rtalie nischen Scabs herbeigesührt wurde und daß 25 der letzteren von den Eisenbahn compagnicn mit Waffen versehen wor den find. . In denBlack Hills treibt sich gegenwärtig ein Verrückter umher. der sich für den vor Jahren, spurlos verschwundenen . Philadelphia Knaben Charley Roß ausgibt, deffen Verschwrn den bekanntlich s. Z. die größte Ausre gung verursachte und die Geheimpolizei Jahre lang m Athem hielt. , inen Dollar, um einen Zahn mit Gaö auizuziehen. incn Dollar und ausrollt für Soldfüllung. ; Zehn Dollars sür ein Oder oder Untergeht ' Nudder, beste Quaiitkt. Alle Arbeit garantirt in . . . . i Ar. Stttyerkand's Pental Qoovm, (Nachfolger von Kilgore.) 40 IV. Illinois Str.

itp-ri LZ,z!an?. Aus W a r s d ;a u a eü t der

;u Krulau erscheinenden Acfvrm" , ,, X II folgende Mi'theilung zu : Gcneraluouncrnenr Aldcdins'i hat neuerdings die Postbchördcn beanftrazt. die an de stimmte in Warschau ansässige Personen gerichtete Briefe zn bcslagnalncn. Es hat sich an den iiiiffl?fana,enen Brie fen hcrausgcstcllt, das; dicjeldcn von Nihilisten aus (Mcns ausgmgen. i ergab sich ans dem Inhalt drsel'en. daß der Gendarmeriegeneral O'zcnsti, welcher dieLeiiung der Pol'zriab'hellung m Ministerium des Jnl.rrn Pctei dury übernehmen soll, mit den Ntläl.jttn Beziehungen untcihiUt. Der f r a n z ö st s ch e Bild' Hauer FranLois Jouffroy, Mitglied der Akademie der schönen dunste und el 1S03 Professor der Eculptur an dcr Ecole deö Beaux Art, ist in L.ival gestorben. . Er war ein Schüler RawtyZ und dann dcr obcnaenannlen Kunst schule, gewann 1812 den großen römi schen Preis und später aNe Medaillen und den Orden der Ehrenlegion. Bon seinen Werken sind die bekanntesten die Vtatue des Katn, d:e Gruppen Früh ling und Sommer und ein junges Mädchen. welches ihr erstes Liedespebeimni er Statue der Venus zuflüstert. Letzter: Kruppe kam 1839 in das Museum des Luxembourg. S i g n a ! t a ti b h c i t. Wie aus Mittheilungen der Zeitschrift sür Oh. renheitkunde und der deutschen medizi nischen Wochenschrist h rvorgeht, haben sich glücklicherweise die Befürchtungen als übertrieben herausgestellt, welche über die Verbreitung dcr Signaltaudheit im Eijcnbahnpcrsonal gebcgt wur den. Von einigen Seiten war nämlich in sachwisjenschastlichen Zeilsrislen die Behauptung aufgestelst worden, dar. dcr Berüs des Elsenbahnpcrfonalö. namenl' lich der Lokomotlvsührcr und Heiner, welche dem großen Geräusch ausgesetzt sind, zur Schwerhörigkeit füdre. Inbesondere sollten sich solche aus Gebirgsbahnen mit vielen Tunneln und Brücken ausbilden. Auch dcr 1881 in Mailand stattgefunden? Congreß dcr Ohrenärzte forderte die Eisenbahnvcrwaltungcn aus, periodische Untersuchungen ihrer Anqe stellten vornehmen zu lasten, um Betriebsgesahrcu vorzubeugen. Nachdem in Folge besten an mehreren Hunderten von Lokomotivführern und Heizern Untersuchungen über das Gehör stattgefunden haben, hat sich ergeben, daß die bei älteren E'senbahnbcamtcn in der That vorhandene Neigung zur SchwerHörigkeit doch nicht eine solche sei, um bei Ausübung des Beruss störend zu wirken. Hierzu kommt, daß die im Cisenbahnwescn gebräuchlichen akustischen Signale stets verhältnißmäßig laut sind. Obwohl von Seite der ungarischen Regierung nach wie vor ver sichert wird, daß alle Maßnahmen getroffen wurden, um antisemitische Ruhe störungen zu verhindern, meldet man daß es in Nyiregyhaza zu Ausfchreitun gen des Pöbels gegen die Juden gekommen sei. In Pancsova wurden aus Serbien gekommene ungarnseindliche und aus Zombor gekommene antisemitische Broschüren durch die Gcndarmcrie konsiszirt. Auch nach Csakova sind vom Zomborer Buchhändler Sanojev'.cs antisemitische Druckschristen geschickt worden. Duna-Szcrdahely überfiel bei der Tökeser.Donau.Ucb.rfuhr dcr wohlhabende Bauer Jgnaz Szöllö, indem er ausrief : Ich muß heute noch alle Juden umbringen, den DunaCzerda helycr israelitischen Backcr Hermann Steiner, welcher in Gesellschaft mehrerer Personen vorübcrfnhr, schlug dessen Knecht Michael Stöcklcr .das linke Auge aus. versetzte dem Jsräclilcn Heinrich Kohn'Mefferstiche in den hals, prügelte das Mädchen Bettn Weift durch und zerschnitt das Riemi.cug der Pferde. Stciner rettete sich durch einen Sprung in die Donau. Pandurcn cillcn an den Thatort. Ueber das berüchtigte Tddtenthal auf der Insel Java, Pala maran geheißen, ist in srühcren Berichten von Reisenden, welche dasselbe nicht selbst besucht, sondern blindlings den Erzählungen der Eingeborncn geglaubt haben, viel phantasirt worden. Da konnte man lesen, daß durch Ausdün stungen gistiger Utriceenbäume, durch daö sogenannte Upas-Gis! Tausende von Menschen und allerhand Thiere, namentlich Tiger, Rhinocerosse, Schlangen, Vögel getödlct worden wären und dort lägen ; später fand man die auS der Erde ausströmende Kohlensäure als die schreckliche Ursache dcr angchäuf ten Leichen, und noch neuerdings spukt in so..st guten wissenschastli chcn Büch?cn bic Sage von derglei' chen Schreaniffen. . Durch die Reiseberichte des Dr. Otto Kuntze, der in dcn Jahren 1874 und 1875 größere Forschungsreisrn ' machte und namentlich auch Java besuchte, ersahren wir, daß das Todtenthal nichts als eine Fubel ist. Diese? Thal Nämlich im Dienggebirqe ist ein enger, kleiner Keffel, vielleicht ein ehemaliger Krater, zu 'dem ein besonderer Weg hinausführt, der. am Ende durch ein Geläuder abgeschlossen ist; dann geht nuvj.luo Schritte bergab, und dort ist eine kahle, etwa (! 7 qm. haltende Flüche, wo einige Steine herumliegen. Zwei schmale Fußwcge führen hinunter, die Kuntze betrat, trotzdem daß ihn sein Führer und .Diener mit angstlichen Mienen zurückzuhalten suchten und ersterer wiederholt an den Kleidern hielt. Er sah aber keine Spur von Gerippen, trotzdem daß der Führer versicherte, wie ein Vogel hindurchfliege, so müffe ersterben. Kuntze aing g'eichwohl hinunter und kam gefund wieder herauf. Auch von Kohl?nsäureausdünstungen fand er dort keine Spur, so wenig als von todten Insekten oder Leichnamen kleiner Thiere. 'Heubewaffnungder deut schen Infanterie. Vor wenigen Tagen ist eine versuchsweise Einflcllung von Gewehren mit sogenanntem Repetir-'n.-ckanismus angeordnet worden. Diese