Indiana Tribüne, Volume 4, Number 304, Indianapolis, Marion County, 17 July 1882 — Page 2

Sndittlm Hnönne. 'SaNche- und Konutagsansgaöe. J r DelnwnreStr

i -creU. jw secopl-lasa roftttcr at the i'ostoilicc at Indianapolis, Indlana.J Nbonnement5Preise : TigUche Ausgabe 12 Qt$. ve: Woche. Sonntag!auSgabe & Ct3. PcrNummcr. V'ide zusammen 15 Cts. per Woche. G9 Da Tagblatt erscheint jeden Nachmit. ta? um 2 Uhr. D'.e SonntagsauZgabe erZchewt deö Morger.5. Tribune Fallishing Company. Jadianapolis, Ind., 17. Juli 1632. Wie u?an stirbt. Endlich ist auch die große und nichtige Frage gelöst worden, wie der Mensch stirbt, wie die Seele die irdische Hülle verläßt und schon, im Augenblicke deL Scheiden, mit einer verilartenHulle be kleidet, die Neise nach den unbekannten Regionen antritt. Kcyra Carpentcr in Chicago sieht im magnetischenSchlase mit geschlosscntn Augen Dinge, welche ordinäre Sterbliche mit offenen Augen nicht sehen, das heißt mit andern Worten, sie giebt sich mit dem bekannten Be trüge ad, welchem französische Höflichkeit den Namen.Clairvoyance" beigelegt hat. Dieser Tage merkte ihre Mutter, daß es mit ihr Mattheit am letzten sei und er- . suchte, um der Wisjensch'ast einen Dienst zu erweisen, ihre gescheute Tochter, sich, während sie die Mutter den letzten Kampf kämpfe, zu ihr an das Sterbe dett zu setzen, magnetisch zu schnarchen oder wenigstens zu schlasen und mit dem durchdringenden Blicke der Hellseherin die physiologischen Vorgänge beim Ster . den zu beobachten. Die zärtliche und pietätvolle Tochter setzte sich und sing sofort an zu schlafen, und die Alte sing sofort an zu sterben. Die ganze Geschichte klappte ausgezeichnet, und wenn wir nach vielen, vielen Jahren auch ein mal sterben, so wissen wir nunmehr wenigstens, wic's gemacht wird. Was an der nachstehend kurz skizzirten Schilderung vernünftig ist, hat die magnetisch schlummernde Tochter vermuthlich von einem Arzte aufgeschnappt, der übrige Schwindel ist aber ihr eigenes Fabrikat. .Ich sah ganz genau, wie sich die einzelnen Sinne meiner geliebten Mutter nach und nach von derselben zurückzogen. Zuerst empfahl sich der Sinn des Gesichts, und ein Schleier schien sich über die ofsen stehenden Augen zu breiten ; dann schwand das Gehör, der Geruch sinn, die Nase wurde spitz, und später machte sich das Gefühl auf den Weg. . Dann entfernte sich der Geist aus den Gliedern, dieMutter bekam, wie ich ganz deutlich sah, kalte Füße und eine leuch tende Substanz zog sich aus jeder Mus Kl, Fiber, Ader nach der Brust zusammen. Ein Schleier, ähnlich wie der, der über ?den Augen lag, senkte sich in dem Maße über die Glieder, als sich das Leben, die leuchtende Substanz, aus sol chen zurückzog. Dann machte über der Stirn ein leuchtender Ball sein Erschei nen, setzte sich mit der dem Körper rnt weichenden Seele in Verbindung, wuchs und wuchs, bis die Seele auch das Ge Hirn verlassen hatt: und dann die ganze lichte Erscheinung menschliche Formen anzunehmen begann, ich meine geliebte Mutter als Leiche im Bette und gleich zeitig in verklärter, durchgeistigter Form zu Häupten ihrer Leiche deutlich vor mir sah. Aber, ttie herrlich war die alte Frau oder richtiger, ihre Seele ver ändert ! Sie strahlte in Licht und Herr lichkeit, und ihre Glieder waren von schneeiger Weiße; die ganze Erscheinung war frei von Krankheit, Schmerz und Tod ; Die Seele meiner Mutter ver beugte sich sehr freundlich und verbind lich nach rechts und links, wahrscheinlich waren andere Seelen da, die sie abholen , wollten; ich kannte die letzteren nur un deutlich sehen, glaubte aber, doch so viel zu bemerken, daß es ihnen allen sehr gut ging und daß sie sich über meine Mutter freuten, wie irdische Jraueu über ihre neugeborenen Kinder. Um mich hat sich die Mutter gar nicht gekümmert, son dern sie hat gleich mit ihren neuen Be kannten die Reise angetreten So widerwärtig es berührt, wenn man sieht, wie der Schwindel selbst vor der Majestät des Todes nicht zurückschreckt, wie eine Tochter das Sterben der leibli chen Mutter benutzt, um etwas Sensa lion zu machen, so ist doch die ganze ein faltige Geschichte zu charakteristisch sür den magnetischen Schlaf" und dgl., als daß wir dieselbe nicht hätten berich ten sollen. Die glüc?liyen Strelitzer. Die biederen Unterthanen des Groß Herzogs von MccklenburgStrelitz sind glücklich. Bei Großherzogs ist nämlich ein Baby" angekommen, ein Bub', oder vielmehr ein Prinz, und so gehen denn, wie dortige Blätterderichten, die Wo gen der Freude hoch im Hcrzogthum Strelitz, weil die drohende Gesahr da durch abgewendet worden ist, daß die Strelitzer, in Ermangelung eines eige nen Thronerben dermaleinstens an das Großherzogthum MecklenburgSchwerin fallen könnte. In Neu Strelitz haben die .Frauen-Vcreine- aus 'Freude über daS große Ereigniß den Arme ein Festessen aus dem Paradcplatz veranstaltet. Aber dieser junge Dörchleuchting" hat sofort nach seiner Beglückung der edelen Strelitzer als Zankapfel zwischen Lutheranern und Katholiken gedient. -Seine Mutter ist nämlich katholisch und es war die Abmachung, daß etwaige Sprößlinge katholisch getauft werden sollten. Jedoch ein lutherischer Hosprediger hat die Tause des Prinzchen voll zogen. Ob diese Taufe nun gültig ist, darüber wird in deutschen Blättern mit tiner Ernsthaftigkeit herumgestritten, als hinge das Wohl und Wehe des gan

z:n LändchenZ davon ab. litzc? Hof nimmt die Sucht

Der Stre. e it'jcq rech! lühl. , lim dortiges merzt vxtizn : Herzog Paul Friedrich und Gemah!ii stellen sich, seit dem von Seiten der U'i tramontanen zum Gegenstand so lebhf.f. ter Vorwürfe gemachten Alt der To.use des erstgeborenen Prinzen durch den lutherischen Hospredigcr, zu beiden fton fesstonen aus paritätischen Fuß. Ihren Kirchgang nach dem Wochenbett hielt die Herzogin in Begleitung ihres Gemahls in der katholischen Kirche, wo sie die Messe hörte, und zwei Stunden später in der Schloßlirche. Aus der Eric Bahn zmt schcn Pattcrson und New Jersey wurde am 12. d3. Mts. ein erfolgreicher Versuch mit einer durch Verbrennung von Wasscrstosf in Bewegung gesetz.ten Lokomotive angestellt. Die Kosten der neuen Tricbkrast betragen nur einen geringen Prozentsatz der ptzt zur Fortbewegung von Lokomotiven benutzten Vrcnnstosse, und somit dürste der angestellte Versuch den Beginn einer Revolution im Eisen bahnbetriede bezeichnen. Vraud des Nigaer-StadttheatcrS. In Riga und Umgegend, sowie über Haupt im baltischen Lande haben sich seit einiger Zeit die böswilligen Brandshf tungen in erschreckender Weise gemehrt. Den russischen .nationalen" Schreiern ist das Deutschthum in den Ostseepro vinzen ein Greuel und jedes Mittel recht. den Deutschen Schaden zuzusögen. Die Rigaer Zeitung deutet ziemlich unum wunden an, daß der Theaterbrand das Werk russischer Fanatiker sei, und schließt den betreffenden Artikel mit folgenden Worten: In allen Gesprächen trat immer wieder das kategorische Ber langen hervor, in kürzester Zeit einen offiziellen Bericht über die Resultate der Untersuchung dieses neuen Brandun glucks zu erhalten. Und diesem Ver langen muß unseres ErachtenS unbe dingt entsprochen werden. ' Wir über gehen an dieser Stelle die mannigfachen, zum Theil vielleicht übertriebenen Gerüchtc, welche im Publikum kolportirt und was am Bedenklichsten ist nur zu wlllig geglaubt wurden. Wir müssen diese Gerüchte übergehen, aber daß un scre Zustände so weit gediehen sind, verdient gewiß Beachtung" Das Stadttheater in Riga ist mehr als eine Stätte der Kunst, es ist die öochwart des Deutschthums im fernen Osten, und deßhalb mußJeder,der Sinn hat für deutsches Wesen und deutsche Cultur, wünschen, daß die dcutscheBühue am Dünastrande möglichst rasch und ebenso glänzend, wie ehedem, erstehe. Panzerschiffe. Es ist selbstverständlich, daß die Vor gängevor Alcxandria auch hier zuLande das größte Interesse erregen, und rta mentlich sind es die Flottenossiziere, die dem Kampfe .des englischen Geschwaders mit den ägyptischen Forts die größte Aufmerksamkeit schenken. Ist es doch das erste Mal, daß Panzerschiffen und ihren Ricsengeschützen Gelegenheit gege ben worden ist, sich zu bewähren, und zu beweisen, daß die immensen Summen, die sie gekostet haben, nicht weggeworfen sind. In Washington sprach sich ein Neprä sentant der bedeutendsten Geschützgießerci dieses Landes folgendermaßen über die Angelegenheit aus : .Es ist jetzt kein weiterer Beweis sür den Werth der schweren Schisssgeschütze erforderlich. Landbescstigungen können denselben nicht widerstehen. Das englische Ge schwadcr, welches jetzt vor Alexandria liegt, könnte jedes Fort an unserer Küste von Maine bis zur Mündung des Rio Grande zusammenschießen und direkt unter unsere Geschütze fahren und die selben zum Schweigen bringen. Das Bombardement Alexandria's sollte uns eine Warnung sein, welche dieRegierung Nicht unbeachtet lassen sollte. Diese Aeußerungen gehen allerdings von einem Manne aus, welcher an der Herstellung schwerer Schlffsgeschütze per sönlich interessirt ist, aber auch die Flöt tenossizicre sprechen sich in demselben Sinne aus und sind der Ansicht, daß die Regierung nicht langer zögern, son dern das bisher Versäumte so schnell wie möglich nachholen sollte. Oon der Lena. Aus der neuesten Eorrespondcnz des Herrn Jackson vom N. y). Herald", da tirt Jakutsk, 8. Juni, geht hervor, daß DeLong und Gesährtcn leicht hätten Rettung finden können, wenn der Zufall ihre Schritte nur ein wenig günstiger geleitet Hütte. Wären die Schiffbrüchi gen 30 Meilen weiter westlich gelandet. so befanden sie sich in unmittelbarerNöhe einer Nledcrlaffung, welche die Emgebo renen auch im Winter nicht verlassen. Nur zwanzig Meilen von dem Pfade entfernt, auf welchem die Hungernden dahin zogen, befindet sich eine Hütte, in welcher zwanzig geschlachtete Rennthiere aufbewahrt sind. Dieser Pfad wurde. wie sich letzt herausstellt, von mehreren eingeborenen Tungusen gekreuzt, welche aus den Fußspuren, die sie landcn,schlos sen, daß solche höchstens zwei Tage alt sein könnten. Die Tungusen glaubten, die Spuren rührten von Ezilirten her, die sich in den entlegensten ' Theilen des Landes mitunter selbst im Winter rau bend und mordend umhertreiben, und folgten daher den Spuren nicht. Sie waren mit Lcbensmitteln versehen, kannten die Existenz der Hütte mit den Renn thiercn und würden Hülfe gebracht haben, wenn sie es für möglich gehalten hätten, daß Schiffbrüchige vor ihnen den Weg gezogen. Als diese Tungusen nach Gemovialck kamen, hörten sie, daß Melville dort gewesen sei und daß nach dem Capitän und besten Leute gesucht werde. Die Leute fürchteten, bestraft zu werden, weil sie die von ihnen entdeckten Fuß spuren nicht verfolgt hatten und ver heimlichten daher ihre Entdeckung.

-ö.

De Long war schon, als er RoroS ur.v ( vuncertfianii corausschrju, j ajivsch, I oan er ua) alle zeyn üjcinutcn t;r c:ne kurze Hei: aus den Äoden legen rnunte ; r IMlcute San:,, eine Leute a bitten, sie möchten nur weiter aelzen.cr lamme fenem nach. Der Gouverneur Tchcrmaicff in 7)akutsi bat angeordnet, das; das Gradmal auf dem Hüacl an der Lena mit einer dicken Erdschicht umgeben und mehrere un. hoch mitteioc deoea! roeroe; es ist dies nothwendig, damit nicht die Wärme der Sommersonne eindrinat. die Leichen austhaut und deren Verwesung herbeiführt. Sobald diese Erdarbeiten, welche die Eonservirnna der Leichen aus Jahre hinaus sichern, vollendet sind,wird oer Gouverneur eine groe etalltase! an dem Mausoleum erbringt lassen. elcye die Namen der Todten und einen kurzen Abriß der Schicksale der Jeannette Expedition in russischer SvraÄe enthält. O Flukvttffer-Vergifckkrtg. Unter den Bewohnern der User des Schuyttill herrscht arofie Ausreauna in Folge einer Vergiftung des Flußwas sers. Die Oberfläche deffelbcn ist mit einem grünlichen, seifenartigen Stoffe bedeckt, welcher aus den Pflanzen und kleinen am Uter m trockenem Zustande als ein weißer Niederschlag zurückbleibt. Diese Erscheinung wurde bereits vor einigen Tagen wahrgenommen, aber man schenkte ihr keine weitere Beleh rung, bis unzählige todte Fische an der berstache deLükZassers erschienen. Ueber die Ursache dieser auffallenden Erscheinung liegt noch nichts Positives vor. Am wayrscheinlichsten ist es übrigens, daß lchwefelyalllges Wasser aus einer alten Kohlengrube in den Little SchuJlkill acpumpt wurde und aus diesem, welcher zwanzig Meilen nördlich von Reading bei Port Clinton in den Schuvlkill mün det, seinen Weg in den letzteren fand. Fische aller Art sterben in Folge dieser Vergiftung des WasjcrS zu Tausenden; sie sind an einzelnen Stellen am Ufer förmlich aufgehäust und verpesten durch i ... Cn . t . !is.' V!. Ct fi iyic zeriociung Ivciiyin Die VI n solchen Punkten, an welchen kleinere Flüffe oder Bäche in den Schuylkill munden, erscheinen die Fische in großen schaaren, fallen aber auch dort bald der Vergiftung zum Ovser. Sn Vottstown und Rorristown wird das Wasser des Flusses zum Trinken, Kochen und fonstlaen häuslichen Zwecken benukt. Glück licherweise hatten die dortigen Waffer iommmare die Reservoire voll pumpen lassen, so dab die Bewohner jenerStüdte vorläufig noch mit reinem Waffer vcrsehen sind. Aber der Waffcrvorrath Nimmt schnell ab, so daß sich m dieser Beziehung große Besorgnis geltend macht, zumal da sich die Bcscha'ffenheit des Jlußwaffers bis jetzt keineswegs ge beffert hat. Die Vergiftung des Wassers erstreckt fick aus eine Länac von sechzig Meilen, und man glaubt, daß ihr alle Fische zum Opfer fallen werden. Man dringt darauf, daß eine Untersu chung behufs Feststellung der Ursachen der Aergriftung angestellt werde, damit nr f . fw ?? man cahregcin zur vivyiilse crgrciscn könne. Daö New ?)orker Postamt. Ueber die Thätigkeit deö New Yorker Postamtes während des mit Ablauf des letzten Monats beendeten Fiscaljahrcs liegen j.tzt erschöpfende statistische Mit theilungen vor. Dieselben veranschau. lichen einigermaßen die außerordentliche Thätigkeit jeneSPostamtes. welches seine Vervollkommnung dem ehemaligen PostMeister und dem jetzigen Ex. Generalpostmeiste? JamcS verdankt und zur Zeit unter der Leitung des Schwiegersohnes jenes, Herrn Pea'rson's steht. Die Postsachen, wclche durch dasselbe, in New tyotl aufgegeben, an andere Postämter in den Vcr. Staaten bcför dert wurden, bestanden aus 71,802,092 Briefen, 18.019.820 Correfpondenzlarten, 3,872,01 Eircularen, 151,31)8, O8d Zeitungen und Magazinen, wclche von den Herausgebern an Abonnenten gesandt wurden, 7,210,728 durchgehendcnZeitungcn und 9,öZ-1,7U1Packeten verschiedenen Inhaltes. DiejenigenPostsachcn, welche auf anderen Postämtern ausgegeben waren und durch das Rcw Porker Postamt gingen, waren :!2,812,468 Briefe, Eorrcspondcnzlarten und Circulare aus dem Jnlandc und 13,877,864 Briefe, Korrespondenzkarten und Circulare aus dem Auslande, 32.432M0 Packcte verschiedenen Inhalts, welche sür daö Gebiet der Ver. Staaten bestimmt waren, und 9.378.460 nach dem Auslande adressirtc Packcte. Im Rcw Z)crler Postamte wurden ferner 16,298.060 für daS Ausland bestimmte Briefe und 17,331,288 für das Ausland bestimmte Vackcte aufgegeben. Mit Ausnahme der sür die Stadt Rew Dork bestimmten Sachen, wurden in dem New Yorker Postamte ausgegeben und gingen durch dasselbe im Ganzen 504,369,488 einzelne Poststücke. Die Zahl der sür das Inland bestimmte Zei tungen enthaltenden Postsöcke, welche durch das N.B. Postamt befördert wurden, belief sich auf 1,116.802, so daß aus jeden Tag im Durchschnitt 3,142 kamen, während 192,478 inländische Briefe enthaltende Postsäckc bcsördcrt wurden, pro Tag also 511. Nach dem Auslande wurden 28.803 Zeitungen enthaltende und 21,134 Briefe enthal tende Poflsäcke befördert. Im Ganzen wurden 1,389,225 für das Inland und Ausland bestimmte Postsäcke bcsördert, sowie 265.213 mangelhast adreffirte Bnese und Packete. Das durch chnitt liche Gewicht der täglich aufgegebenen und beförderten Postsachen belies sich aus 140 Tonnen, dasjenige der beförderten Postsachen allein auf 9 Tonnen. An einem bestimmten Tage wurden Post fachen in Gewichte von 60 Tonnen auf gegeben und solche im Gewichte von 125 Tonnen befördert. TC3I3 PAPEH ma.y to sounl on ino at uko. t. ltOWELL & C0'3 New8t)aper Advertlsing Bureau 10 Spruco Street), where adver. rlPBtaf IVAiriPf tisujRcontractarnay rilSl I WlltllV do UAüs lor it in lUt?Wtf HUIItfc

1 11 1 B.l st WMM Bon I'ttlsde. Seit in E l a y 5 v i l l e, zehn Meilen von Washington gelegen, der 21järige James Woroll i.n Februar 1880 der Versuch machte, seine Eltern und Geschwistern in deren Betten zu verbrennen, und nur durch seine Flucht der Lynchjustiz entging, ist dieses Städt--chen Nicht in ähnliche Aufregung versetzt worden, als durch 'den mysteriösen Tod des Handarbeiters John Emery. Dieser hätte vor einigen Tagen mit seiner Frau einen Streit gehabt und dieselbe gezwungen, das von ihnen allein bewohnte Häuschen zu verlaffen. Frau Emery kam am anderen Tage wiederholt mit ihrem Bruder nach ihrer Wohnung, ihr Ehemann weigerte sich jedoch, sie einzulassen. Als beide gegen Abend zum dritten Male vorsprachen, fanden sie die Vorder- und Hinterthür verschlossen, die Schlüffel auf einer in der Nähe stehenden Bank liegen und die Fenster, Ja lousieen, sowie die Läden der nach dem Hose gehenden Fenster ebenfalls ver schloffen, resp, vernagelt. Die Leute glaubten, Emery habe sich hinweg be geben, öffneten mittels der Schlüssel das Haus, traten mit verschiedenen Nachbarn ein und fanden Emery unter dem Dache an einer Waschleine" hängen und todr. Ein weiterer Hausschlüssel war nach An gäbe der Frau Emery nicht vorhanden, wurde auch in dem ganzen Hause nicht aufgefunden. Es ist augenscheinlich, daß Emery Selbstmord beging, aber man begreift nicht, wie er es angefangen hat, nach dem vollständigen Verschlüsse des Hauses von außen und, nachdem r die Schlüssel vor dem Hause niedergelegt hatte, in solches zurückzugelangen; auf Selbstmord hat auch am 11. d. Mts. die Eoroncrs-Jury nach stundenlanger Be rathung erkannt, jedoch mit dem Bemer lcn, daß ihr die näheren Umstände ein Räthsel seien. In New Bork mußte dieser Tage der hochgebildete Prediger Dr. theol. George Sigmund an der cpiscopalen Grace - Kirche der Irrenanstalt zu Bloomingdale überwiesen werden. Derselbe leidet an der sixen Jdee, daß cr berufen sei, in New )ork eine große deutsche Universität zu gründen und beging in den letzten Wochen die größten Tollheiten. Dr. Sigmund war schon in Deutschland lutherischer Prediger, hat das englische episcopale Gesangbuch in's deutsche übersetzt und hat srüher das Kirchcndlatf rcdigirt; er ersreute sich großer Achtung, ist 44 Jahre alt, ver hcirathct, aber linderlos. Einbrecher betreiben jetzt in Long Brauch und Umgegend in so frecher Weise ihr Handwerk, daß kürzlich in zwei auf einander folgenden Nächten zehn Einbrüche ausgeführt, resp, ver sucht wurden. Bei zwei von diesen Ge lcgenhciten wurde auf die Spitzbuben geschossen, jedoch ohne allen Erfolg. Ein alter Polizist empfiehlt, sich nicht auf die unzuverlässigen Revolver zu verlassen, sondern lieber den Einbrechern mit gut geladenen Schrotflintcn, oder den altmodischen Rcitcr'Pistolen. die mit 5 bis 7 Posten geladen sind, zu Leibe zu gehen. JnBrooklyn starb am 11. ds. Mts. in Folge Sonnenstichs Herr Wilhelm Rettig, ein sehr sähiger Bericht erstattcr der Jl. s7). Staatsztg." Derselbe war 35 Jahre alt, aus Hannover gebürtig und seit 10 Jahren sür die dcutsch-nmcrikanllchc Presse thätig. Die Braut desselben reiste dieser Tage von 5)annovcr ab, um sich mit ihm in New "))ork zu verhcirathen ; dieselbe dcstndetsich zur Zeit aus dem Oceane. Indern Japan daraus be stand, das Bundesschiff Alert", welches bei einer Collision mit einer kaiserlichen Zlacht beschädigt war, alsbald aus der Regierungswerst gründlich repariren zu lassen, hat es anscheinend den Vereinig ten Staaten eine zarte Belehrung darüber geben wollen, was internationale Höflichkeit erheischt, und erwartet nun auch, daß endlich der Entschädigungs fonds zurücketstattct werde. Vielleicht hat Japan aber a'ch gehört, eine wie enorme Summe hier jede Kriegsschiff Reparatur kostet, und thut lieber die Arbeit selbst, als daß es eine derartige Rechnung bezahlt. In New-York sind H aftbe fehle gegen eine Menge Leute erlassen worden, die ihre Tabaks- und Wirthschasts'Bundeslicenzen nicht bis zum 30. Mai erneuert hatten. Da das Rechnungsjahr erst am 30. Juni abläuft, glaubten die Renitenten, daß es Zeit genug sei, um nun anderweitig zu ihrem Schaden belehrt zu werden. Onkel Sam ist bekanntlich in solchen Dingen nicht nachsichtig. Nach dem Gesetze müssen alle Bundes. 'Licenzen an oder vor dem 30. Mai erneuert werden. Und Das gilt im ganzen Lande. Oberst Arndt von Steuben zu Hildcshcim zeigt im N. Y. Herald" die Verlobung seiner Tochter Adelheid mit dem Negierungs'Assessor Walter von Tschoppe an. Zu Buffalo, N. Y, hat sich ein Bürgercomite gebildet, um die Mit glieder des deutschamerikanischen Lchrerbundes", der dort am 25. d. M. seine 13. Jahresversammlung eröffnen wird, würdig zu empfangen. Aus Camden, N. I, dem Wahldistrilte des berüchtigten Nobeson, wird gemeldet, daß der Flottendieb, wenn er wirklich als Candidat bei der Herbstwahl auftreten sollte, ganz gewiß nicht gewählt wird. Ein County-Schulsuper-intendent in Jndiana ist dabei ertappt worden, wie er die Fragen, wclche beim Examen an die Schulamts-Candidaten gestellt werden sollten, an dieselben vor her verkaufte. Wie damals schon berichtet wurde, ging im Februar 1881 der Fi nanzVcrwkser der Diözese Tournai in Belgien, der Kanonikus Leon L. I. Bernard, mit Fonds im Betrage von $310, 000 nach Amerika durch. Er wurde natürlich verfolgt, und besonders hartnäckig hielt sich ein New Yorker Detektive, Namens Dorcey, auf sei-

MMMttl

ner Fährte, aber jetzt erst ist es ihm gelungen. Bernard, der ihm mit groKr? Geschiöiichkeit auszuweichen wußte, ihn hin und her über die Vcr. Staaten, Mexiko und schließlich nach Havanna lockte, dort endlich zu verhaften. Man fand bei dem Flüchtlinge $20,000 und Papiere, welche nachweisen, daß er Theile seines Raubes in verschiedenen Banken Canada'S und der Union dcponirt hat. Dorccy lehrte von seiner langen hitzigen Jagd dieser Tage nach New Vork zu rück. Bernard ist von dem belgischen Konsul zu Havanna unter guter Be wachung schon nach Brüssel spedirt wor den. Vor ungefähr einem Jahre brannte die 18jährige Ada Dczo aus dem Städtchen Gardincr in Ulster Co., N. ?)., mit einem verbummelten Mulatten, Wesley Sympson, mit dem sie sich im Geheimen hatte trauen lassen, durch ; sie war elternlos, lebte aber bei reichen und hochgeachteten Verwandten und war durch ungewöhnliche Schönheit und Vil dung ausgezeichnet. Am 8. dieses Mts. kehrte die junge Frau geistig ge stört,in Lumpen gehüllt und ein Bild des entsetzlichsten Jammer in ihre Heimath zurück und mußte in dem Armenhause von Ulster Eounty untergebracht wer den ; sie spricht nicht, starrt unheimlich vor sich hin und war seither durch nichts diesem Zustande zu entreißen ; was aus dem Mulatten geworden, ist nicht be tarnt.

Ook5 Nnslande. Im Dienste der Wissen schaft gefallen. Eine von dem französischen Gelehrten Dr.- Prevaux unternommene, aus neunzehn Mitglie dern bestehende wissenschaftliche Expedi tion, welche das Becken des LaP!.tta Stromes in den westlichen Provinzen Brasiliens durchforschen wollte, ist,Nach richten zufolge, welche dem Konsul der argentinischen Republik in Tupiza aus Tarija zugegangen sind, in dem Augenblicke, da sie den Pilcomayo hinauszog, sammt und sonders von dem indiani schen Stamme der Tobas niedergemacht morden. Die Expedition war von Nio de Janeiro, wo sie bei dem Kaiser von Brasilien die beste Aufnahme gefunden hatte, über Buenos'Ayres nach Norden gezogen ; am 15. Januar meldete sie, daß sie einige Kilometer von Salto die Ruinen einer alten Jnkas-Stavt ent deckt hätte ; am 24. Januar wurde sie in dem Dorfe Humahuaca von einem allzu eisrigen argentinischen Richter angehal ten, setzte aber bald ihre Erforschung reise fort, um wenige Tage später ein so trauriges Ende zu finden. Mann im Heu und Frau im Klee. In Nordhausen hatte im vorigen Jahre ein Bauer aus Görsbach seinen Vater als Heu mit verwiegen lassen, um ihn, resp, sein Gewicht, als Heu mit zu verkaufen. Eine einmonatliche Gefängnißstrafe war damals der gesetz lich zugesprochene Lohn für diese Hel denthat. Jetzt bildet dort die Frau im Klee- das Tagesgespräch. Ein mit Klee beladener Wagen aus PeterLdorf wurde der Rathswaage zugeführt, um den In halt nach Gewicht zu verkaufen. Bei der Abfuhr stürzte der Wagen mit dem Klee, die ganze Ladung flog auf die Straße, mit ihr aber die Besitzerin derselben, Frau R., welche bei dieser tU genheit einige Gesichtsverletzungen er hielt. Sie hatte sich als Klee mit ver. wiegen lassen, war zwischen diesen gerathen und mit umgefallen. Die Frau im Klee" wird wohl, wie früher .dir Mann im Heu", stch vor dem Gericht zu verantworten haben. Werthvolle Kutsche. Vor einigen Tacn wurde in Como von der dortigen Finanzmache eine soeben über die schweizerische Grenze herübergekom mene Kutsche angehalten, da man den Verdacht hegte, daß sich in dem Gefährte geschmuggelte Waaren verborge!? besän den. Man durchsuchte den Wagen und fand diese Mühe reichlich belohnt, denn in dem Rücktheile dcs Wagenkastens wa rcn gegen 500 goldene Uhren, dann ver schieden Schmucksachen im Werthe von 20.000 Livre verborgen, die nun sofort konfiSzirt wurden. Dieabenteuerlichsten Er sindungen pflegen bekanntlich immer in der Sauerngurkenzeit flügge zu werden und dann auch die gutmüthigsten Leser zu finden, welche sogar, noch dankbar sind, wenn sie sich auf unterhaltende Weise genassührt sehen. Eine Probe aus die Leichtgläubigkeit des Publikums ist es wohl auch nur, wenn die Senti nelle du Midi" soeben die Nachricht in die Welt setzt, daß neuerdings gar nicht der echte Garibaldi, sondern ein untergeschobener Garibaldi gestorben. Der , wirkliche Held sei bereits bei Aöpromonte gefallen und aus Betreiben Viktor Ema nuels, der sich die Garibaldianer nicht entfremden wallte, durch ein ihm sprechend ähnlich sehendes Individuum aus Livorno ersetzt worden. Nachdem das Blatt an mehrere Leute erinnert hat, die dem Helden so glichen, daß sie an seiner Statt bei den Photogriphen saßen-, erzählt es, wie Garibaldi bei Aspro monte sein Leben verloren und wie der jetzt verstorbene angebliche Garibaldi rechtzeitig untergeschoben worden. Das Blatt behauptet, mehrere Ossiziere, die mit ihm in Uruguay zusammengelebt, hätten Diesen Betrug öffentlich konstatirt allein Niemand wollte ihnen Glauben schenken, wenngleich tausend Umstände sür die Thatsächlichkeit ihrer Anschuldi gung sprächen. So z. B. der Umstand, daß der wahre Garibaldi ungemein kleine und zierliche Hände und Füße hatte, während sein Substitut durch seine bäuerisch ungeschickten Extremitäten auf fiel. Ersterer wäre kaum im Stande gewesen, seinen Namen zu schreiben, während der Pseudo Garibaldi fast wie ein Gelehrter die Jeder handhabte. So erkläre sich auch di? ticsc und unüber windliche Abneigung, die zwischen ihm und seinem angeblichen Sohne .Ricci otti- bestanden hat. Letzterer wohnte zwar aus Caprera, doch er ließ sich nie herbei, einen Fuß über die Schwelle des

väterlich? Hauses zu setzen. Auch -.ioi schen ihm und Menotti habe sicZZ das schlechteste Einvernehmen cristirt. Soln und Diäter süülen i'jrc freie Zeit mit den gröbsten Verbalinjurien aus. D i e Herabsetzung der Dienstpflichtdauer in Preußen ' wurde. obschon der Erlaß Eodlenz den 5. Juli 1881 datirt tst, erst am Juni amtlich dahin zur Kenntniß gebracht : Ich be stimme hiedurch auf Grund deö $ 18 des Gesetzes betreffend du Verpflichtung inm Kriegsdienst vm 9. November l 567, daß von den Herbftcontrolversammlun gen des Jahres 18s2 ad auch im Königreich Preußen die Dienstpflicht 12 J.chre beträgt, (gez.) Wilhelm, (gkger.eez.) v. Kamele.Traurige Statistik. Eicm parlamentarischen Ausweise zusolgc su-.d im abgelaufenen Jahre in London 5.4 Pclfoucn buchstäblich Hungers gestcr'ie.r. Der römische Gemeinderath hat einstimmig 3 Millionen sür die beabsichtigte Weltausstellung in v!om votirt. Gegen die Blattern. In der indischen Handelsstadt MatraS gras siren jetzt die Blattern. Die dortige einheimische Bevölkerung forderte daher stürmisch von ihien Priestern, daß man die Göttin Neramma, welche die Schutz Patronin der Hautkrankheiten ist, in Prozession durch die Stadt traze, was der dortige englische Gouverneur schließlich auch zugestand. , Das in Seiden gewänder gehüllte und von Gold und Edelsteinen strotzende Bild der Göttin wurde nun, auf einem silbernen Throne sitzend, von vierundzwanzig Brahminen durch die Straßen getragen. Eine un absehbare Menge folgte dem Bilde. Au sedcm Hause, in dem sich ein Blatternkranker befand, wurde der Göttin ein Geldgeschenk dargereicht, daS zwciBrahminen für dieselbe in Empsang nahmen. Zufällig nahm zwei Tage nachher die Krankheit bedeutend ab, was die dortige Bevölkerung natürlich dcmEinflusse ihrer Göttin zuschreibt. Die Prozessionen werden daher ununterbrochen fortgesetzt. Der deutsche Kaiser rich tete ein huldvolles Schreiben an den Finanzminister Bitter, worin er dessen Entlassungsgesuch genehmigt und dem selben den rothen Adlcrordcn crsterKlasse, sowie den Rang und Titel cincsStaals Ministers verleiht. Die Berl. Trib." b rin g t einen Artikel über die Straßburgcr Ta-bak-Manufaktur : darnach schuldete die selbe am 12. Juni der Landcshaiipt stadtkasse 2,734,000 Ms. Die Verwaltung erwartet für 188283 5.L88.000 M. Einnahmen, also monatlich 474,000 M. Dieser Erwartung gegenüber besteht thatsächlich die monatliche Einnah. me aus 170, bis 200.000 M. Bis zum Zusammentritt des Landesausschusses wird die. Manufaktur 3z Mill. Schulden haben und 100 Millionen unvcrläuflicher Cigarren besitzen. Deutsche Loca!kNac?iliclztkN. Aus der Spalter Gegend, 27. Juni. Der katholische Lehrer Fi scher von Obersttinbach bei Spalt ist die vergangene Woche wegen Sittlichkeits Verletzung verhaftet worden. Dtrsclbe halte sich bereits früher im RegierungS dezirkc Odcrfranken durch ähnliche.Stu dien unmöglich gemacht, sich aber zur Zeit großer Lehre'rnolh in Miltclfranlen wieder eine Stellung erworben. Mein in gen, 27. Juni. Ter Nechtsanwalt E. Nonne ans Hildburge hausen halte in einer Eingabe an das hiesige Landgericht so scharfe Ausdrücke gebraucht, daß die Eivillammcr I. darin eine ' Beleidigung erblickte und den Strafantrag stellte. Nechtsanwalt None wurde zu 300 M. Geldstrafe event. 20 Tagen Gefängniß rcrurthcilt. Zeitz, 27. Juni. In der hiesigen Pianosorlesabiik von HSUing & Span genberg ist neulich das 18.000te In strument fertig gestellt. Die Firma ser tigt jährlich ca. 1000 Instrumente. Darm st ad t, 28. Juni. Daö Schwurgericht verurtheilte den Schul diener Johann Fischbach I. von Bör stadt wegen Tödtung des katholischen Pfarrers Jtzel von Darmstadt zu vier Jahren Gefängniß. Hamburg, 27. Juni. Der we gen betrügerischer Ausgabe eines Checks von 300 M. zu einem Monat Gefängniß verurtheilte RechtZanwalt Dr. Hcckscher wurde, nachdem vom Reichsgericht die Sache zur nochmaligen Verhandlung zu rückverwiesen war, heute vom Landgericht freigesprochen. Dr. Hcckscher hat die Advokatur inzwischen aufgegeben. Bayreuth. 2. Juni. 'Der Fär ber und Knopfmacher Georg Stcininger in Berncck hat seine Frau, wclche sich wegen wiederholt srtarsctzter Mißhand lung von ihm hatte scheiden lassen, mit einem Revolverschasse getödtct. So dann suchte er asch seinem Leben durch einen Schuß in die Brust ein Ende zu machen, erreichte jedoch vorerst seinen Zweck nicht, indem die Kugel nicht die sofortige tödlliche Wirkung hatte. Der Mörder ist in' Gefängniß gebracht worden. Nordhau-sen, 28 Juni. Heute verstarb hierfelbs: im 87. Lebensjahre der Begründer und frühere Verleger der Norohauser Zeitung, Buchdruckereibe sitzer Gottsried Müller. Derselbe über siedelte -im Jahre 1822 von Sonders Hausen nach hier und übernahm den Bi beldruck sür die Hallesche Bibclgcsell schast. Im Jahre 1813 ließ Müller durch die Harzer Wcrke in Zorge eiserne Stereotypen gieße, die zum Bibcldruck verwendet wurden. Diese Platten, ein Kunstwerk eigener llrt, sind noch vorhanden. . Das Jahf 1818 ließ in Mül ler's Verlage ein .'!achrichts und In telligenzblatt" elsthen, welches einige Jahre spater zur ordhauscr Zeitung" wurde, die seilden in fortschrittlichem Sinne gleitet wirtund jetzt täglich zwei Mal bei Th-odor ttüller erscheint. Eisen ach'. 2l Juni. In Nuhla findet am nächste Sonntag die Ent hüllungsskier zwet Denkmäler ruhlaer Dichter statt, näntch für den geistlichen