Indiana Tribüne, Volume 4, Number 303, Indianapolis, Marion County, 16 July 1882 — Page 5

Sie ßyredeS Kaufes.

vu ff,e,tt Eaxpe. Vor dreißig Jahren herrschte zu VanneS, n?aZ das Früulem v. Salnt'Ave betraf, nur eine Meinung : Man hielt sie für das schönste und beste Mädchen im Lande. Mit vollstem Rechte. Die Reichen bewunderten ihre ungezwungenen und doch tadellos aristokatischen Muren. Die Armen liebten sie ihrer Sanftmuth und Mildthätigkeit halber; Alle aber erkannten rühmend die zarte Sorgfalt und pietätvolle Rücksicht, die das schöne ffräulein ihrem greisen Großvater angedeihen ließ; Er war der einzige Anverwandte, den Blanche v. Saint-Ave besaß. Die Mutter war bei Blanche'S Geburt gestorben, der Vatzr erlag einer ihm im Kampfe vom 6. Juni 1832 geschlagenen Wunde. Die kleine Waise wurde demnach von ihrem Großvater, dem alten Baron, in den Traditionen deS ehrwürdigen, makellosen Geschlechts derer v. Samt Ave auferzogen. Großvater und Enkelin waren derStolz des kleinen bretonischen Stäbchens und so ein Fremder sich in das weltvergessene Bannes verirrte, so ward er sicherlich von dem Einheimischen,. der die Merkwürdigkeiten deZ Ortes zeigte, vor das alterthümliche Besitzthum der Saint Ave's in der Rue des OrfevreS geführt und ihm in ehrSurchtSvollem Geflüster kundgethan,daß ,ier Fräulein Blanche v. Samt Ave wohne, die edelste und schönste Faau deZ Landes. Das Fräulein war in der That von unvergleichlicher Schönheit. Wenn sie des Sonntags am Arme ihres Großvaters, eines herrlichen Greises, zur Messe in die Käthedrale kam, so verbreitete sich beim Anblick der hohen ebenmäßigen Gestalt mit dem reinsten Madonnenoval, das von goldglänzendem, weichwelligem Haar milde umschlossen ward, ein Geflüster des Staunens in den Reihen der Gläubigen, die sie doch fast täglich sahen. Und doch war trotz aller bestechenden Vorzüge des Körpers, CeisteS und Herzens Blanche bisher von keinem ihrer würdigen Freier zum Weibe begehrt worden, denn sie war arm und hatte auch keinerlei Erbschaft zu erwarten. So ward sie fünf und zwanzig Jahre alt. Sie hatte oftmals über ihre Lage nachgedacht. Anfangs mit Ruhe und Zuversicht, war sie doch erst achtzehn Sommer alt, fühlte sie sich doch im Hause ihres GrcßvaterS, im Verkehr mit ihm und seinem alten treuen Diener Loic Huelgoat wohl und glücklich; auch erfüllten die mildthätigen Werke, die sie übte, und die täglichen Wänderungen in die Hütten der Armen und Kranken ihr Herz mit Befriedigung. Die Jahre flogen dahin und im Busen Blanche's begann ein unerklärliches Sehnen seine nimmermüden Schwingen zu regen sie weinte, sie wußte nicht warum die unklare Empfindung, daß es ein etwas gebe, das schön und herrlich sei,nahm das äußerlich unverändert gebliebene Mädchen gefangen. Wie würden alle Jene erstaunt haben, wenn sie gesehen hätten, daß die marmorgleiche Jungfrau oftmals in der stillen Einsamkeit der Nacht ihre Lippen blutig biß, wenn sie deZ unheimlichen FeuerS gewahr worden wären, das in ihren schwarzen Augen funkelte! DaS Leben floß einförmig, gleichmäßig dahin im Haufe desBarons Saint-Abe. Das Erträgniß der unbedeutenden Ländereien, die er besaß, reichte eben zu einem bescheidenen, standesgemäßen Haushalt hin. Mit Ausnähme ei.tiger alter Damen und zweier salbungsvoll lächelnder .Priester besuchte Niemand das HauS. Sobald es Sonnenschein gab, liebte es der Baron, mit seiner Enkelin im Schatten der uralten Bäume eine Stunde lang am Meeresstrande zu lustwandeln und die Grüße der städtischen Spaziergänger freundlich zu erwidern, während Alanche Kupfermünzen unter die sie umringenden halbnackten Bettelrangen warf. Regnete eö, und es regnet sehr häusig in diesem Landestheil, so blieb man zu Hause. Der Baron schlief über seiner Gazette de France" ein und ließ sich durch daS leise Klappen der Nadeln, mit denen Blanche ein kunstvolles Spitzengewebe fertigte, keincswegs stören. So vcrhuschten die Tage ohne Ereigniß, ohne Begebenheit, nur die schwere Glocke auf dem Kirchthurm kündete, daß wiederum ein Zeitabschnitt verflossen. Loic Huelgoat, der treu ergebene Diener des Hauses, hatte dem Baron einst im Schlachtgewühl das Leben gerettet. Da Herr von Saint-Ave ihn nicht, wie es im Mittelalter geschah, zum Ritter schlagen konnte, zeigte er feine Erkenntlichkeit, indem er die Erziehung seines Sohnes Sulpice übernahm. 'Sulpice hatte das geistliche Seminar absolvirt unif kehrte,ein achtzehnjähriger Jüngling, in den Heimathsort zurück. Zum nicht geringen Entsetzen des Herrn Barons und seines Vaters erklärte er, die Soutane nicht annehmen zu wollen, da er keinen Beruf zum Priester zu haben glaube. Man ließ ihn, nachdem sich alles Zureden als nutzlos erwiesen hatte, gewähren. ES gelang nach Kurzem dem Baron, ihm eine Schrelverstcue bei einem Notar zu verschaffen. Mittlerweile hatte Sulpice, ein brauner Junge von linkischem Wesen und schüchterner Art, Mademoiselle Blancde auf ihren täglichen Wanderungen begleitet und gleichsam als ihr Page den Korb mit Lebenömitteln hinter ihr hergetragen, die sie den Kranken und Armen spendete. Sulpice trat in die Dienste des Notars. An Sonntagen war eZ ihm gestattet, das Haus seines Wohlthäters zu besuchen. Einer alten Gewohnheit gemäß zog der Baron seinen Lebensretter an Sonntagen zu seiner Tafel. Diese Gunst ward auch dem Sohne zu Theil. Nach der Mahlzeit pflegte der Baron sich in seinem behaglichen Lehnstuhl zu rechnurücken, wo dann Sulplce irgend ein Buch aus der staubigen Bibliothek herbeiholte und dem Baron wie seiner nkelln vorlas. Der Gras nickte nach

Kurzem, wie gewöhnlich, ein, Sulpice laö mit seiner ausdrucksvollen Stimme, während Blanche an ihrem Gewebe fortnestelte oder die Maschen zählte. War eine Stunde solchergestalt derflossen, so erhob Blanche ihre großen ruhigen Augen und sprach mit gemessener Stimme: Genug, Sulpice, Sie werden müde sein." Da blieb er denn, ohne ein Wort zu sprechen, auf seinem Platze sitzen, betrachtete verstohlen den Schatten, den das runde Kinn Blanche'S auf ihren Hals warf, und die Funken, welche der Lampenschein aus dem goldglänzenden Wellenhaar zu ziehen schien. Aufmerksam folgte er der behenden Bewegung der zarten, durch das Spitzenzewebe schimmernden Finger, er dachte an nichts. Alles schien ihm ausgelöscht und gleichgültig, nur empfand er, wie sein Herz gar schmerzlich zuckte und pochte, bis an den Hals hinan. Und wenn er des Nachts all diese schauerlich süßen Augenblicke in der Ermnerung wieder durchlebte, so ergriff ihn ein banges Gefühl und die Gedan-

len jagten einander ln wilder Flucht. Er, der niedrig geborene Lakaienfcobn, den die Mildherngkeit großgezogen, dessen Vater das Gnadenbrot aß und sie.... Der schwarze Gedanke folgte ihm ü. umgarnte ihn, wohin immer er sich wendete, im Träumen und Wachen. Sulpice wollte ihn nicht denken; er lief hinaus auf Wiese und VergeZhöhe.ihm zu entfliehen umsonst, er folgte ihm, wie sem Schatten. ES war an einem prächtigen Sommerabend. Der Baron war in seinem Lehnsessel eingeschlummert; Sulpice hatte, weil Blanche e5 wünschte, die Lectüre eingestellt. Der in einer Vase auf dem' Tische stehende große Blumenftrauß strömte einen schweren betäubenden Duft aus. Niemals noch hatte Sulpice feine Liebesqual so tief emPfunden, wie in jener Stunde. Er berauschte sich am Anblick Blanche's. Sie erhob ihre Augen zu ihm zum ersten Male trafen ihre Blicke fest und wie unlöslich zusammen. Wie derAbglänz des düstern Feuers, welches in den Augen des Jünglings loderte,blitzte es auch im Antlitz des Mädchens auf. Sulpice wurde bleich, wie ein blutiger Schleier legte es sich vor fein Auge; er taumelte auf und drückte einen heißen Kuß auf den Mund Blanche'S. Es war eine schreckliche Liebeszeit, welche für die Beiden anbrach. Er kam des NachtS, schlich wie ein Dieb zu ihrem Zimmer. DaS Fräulein hatte ihm einen Schlüssel zur Hinterpforte verschafft. Er tastete vorsichtig durch die Corridore des alten Schlosses, die Linke suchte den Weg an den Mauern fort, die Rechte hielt die Beschuhung, die er Vorsicht halber abgelegt hatte. Sulpice mußte alle seine Aufmerksamkeit darauf verwenden, jedes Geräusch zu vermeiden; die weiten Zimmer und Gänge des Schtosseö widerhallten den unbedeutendsten Laut, und die morschen. Dielen krachten und knisterten so leicht! Jeden Augenblick mußte Sulpice stille halten und ängstlich horchen, während das Herz ihm mächtig schlug. Und oben an der Treppe horchte auch sie klopfenden Herzens, nicyt minder ängstlich; auch sie hielt den Athem an, der sich von Zeit zu Zeit in einem halberstickten Seufzer Luft zu machen suchte. War Sulpice dann glücklich die Treppe hinaufgetanzt, so faßte ihn ihre heiße fiebrige Hand...." Aber in der Schuld der Beiden lag ihre Strafe. Die Furcht, überrascht zu werden, haucht ihren eisigen Athem in die glühendsten Küsse; das BewußtseinderdemHause angethanen Schmach vergiftete ihreUmarmungen. Zudem waren Sulpice undBlanche nach Kurzem zu der schrecklichen Gewißheit gelangt, daß sie einander nicht liebten, daß sie nur dem wilden Triebe der Sinne Folge geleistet hatten. Sie waren sehr unglücklich. Wie, wenn wir überrascht würden", flüsterte einst Blanche zitternd Sulpice in'5 Ohr. Ich babe dies schon häusig in Erwägung gezogen", erwiderte er. O! Ich weiß ein treffliches, aber schreckliches Auskunftsmittel!" Sulpice bat Blanche, ein dolchartiges Messer, daS sie von ihrem Vater geerbt hatte, des Nachts aus dem Tizch ihres ZinimerZ bereit zn halten. Eines Nachts war Sulpice nicht so vorsichtig, als er eZ gewöhnlich im sein Pflegte; er stolperte in dem Zimmer Alanches und riß im Falle einen Ses kl mit sich. Wir sind verloren",rief Blanche mit halkerstickter Stimme. Man hörte auch schon, wie es im Hause in Folge des ungewöhnlichen Geräusches zu so ungewöhnlicherStunde sich zu regen begann. Blanche eilte wie geistesabwesend zum Fenster und schob den Borhang bei Seite. Der Mond warf fein unbarmhirziges Licht auf Sulpice. Er hielt den Dolch in der erhobenen Rechten. Wir wollen sterben, nicht wahr, Sulpice?" murmelte sie. während ein Blik der Freude ihr bebendes Antlitz erhellle! Nein!" rief er mit fester Stimme. Ich allein muß sterben!" In demselben Augenblick hörte Blanche die Stimme ihres Großvaters: Loic! Loic! Zu mir! Ich höre die Stimme emes Mannes im Zimmer memerTom ter Waffen, Loic! Sulvice fakte Blanche krampfhaft bei'm Handgelenk und flüsterte: Ich werde todt fein, sobald der Baron das Zimmer betritt. Sag' ihm, daß ich mich in Dein Zim mer geschlichen habe.... Du hättest mich im Kampf getödtet.... Adieu!" Sulpice stieß das Messer in's Herz und sank rücklings zu Boden. ES war die höchste Zeik Der alte Baron öffnete dieThür. D.'.sin seiner Hand zitternde Licht oeschlen seine ver störten Züge und daS schneeweiße zerraufte Haar. Hinter ihm stand schre ckenSbleich Loic mit einem Gewehr be waffnet. Blanche lallte mechanisch die Worte Sulpice S nach und fiel ohn mächtig zu Boden. Die Ehre war gerettet! Fräulein Blanche ist eine alterJung I fer geworden. Noch immer zeigt man

dem Fremden das HauS in der Nue des

OrfevreS und erzählte ihm: Hier wohnt daS berühmte Fräuleiu von Saint.Ave, einst die schönste und edelste Frau im Lande; sie tödtete vor vielen Jahren den liebestollen Sohn eines Dieners, der sich m ihrem Schlafgemach versteckt hatte. Sie hat sich von dem Schrecken jener Nacht nie mehr erholt und kränkelt an einem tückischenHerzleiden. Die Aerzte sagen, daß sie den Winter nicht überleben werde. Schade um das guteräulein!" ßine Sympyonie der HemcZs emxsindungen. LUßhortsme von Grast TcMein. Das Ohr hat seine Kunst: die Musik; das Auge hat seine Kunst: die Harmonie des Colorits, und weiter m . mi ausgejponnen: olelaierei; wesyalo sollten nicht auch die übrigen Sinne, insbesondere der Geruch, den gleichen Vorzug genießen? Jeder.vorurtheilsfreie Mensch, dem biete Frage zum ersten Mal m'S Berir i Ti ...v CJC i ' . wUßlicin irui, wlro slly n wenig verMüsst an die Stirne fassen und vor sich hinmurmeln: 'In der That, weshalb nicht r A pnon leuchtet uns die Forderung einer Gleichberechtigung aller Sinne vollständig ein, und nur a posteriori suchen wir nach Erklärungs gründen für die Erfahrung, vaß ver Geruch und der inhaltlich mit ihm identische Geschmack, einer specifischen wirklich schöpferischen Kunst entbehren. Wir können den Geschmack, der unserm Bewußtsein, wie gesagt, inhaltlich ganz die gleichen Empfindungen zuführt, wie der Geruch, nur wie soll man sich ausdrücken? ein wenig anderS temperirt, bei den hier folgenden Erwägungen außer Acht lassen. Daß es kein Kunstwerk für den Gefchmack gibt, ließe sich mit einigem Schein von Berechtigung zunächst aus dem Umstände erklären, daß ich, um Geschmacks - Empfindungen innerhalb meines Organismus hervorzurufen, eineS sehr umständlichen mechanischen Prozesses, deö KauenS, oder doch des AufeinanderpressenS von Zunge und Gaumen, bedarf, eine Operation, die, verglichen mit der Aufnahme von Schallwellen oder Llchtweuen, etwas Mammuthartig-Schwerfälligeö, Schne-ckenhaft-Langfames und BärenmäßigUngeschicktes undPlumbeS hat. Dann aber kommt auch eine zweite Schwierigkeit in Betracht: um Gcschmacksempfindüngen zu erzeugen, muß ich das be- , .rr .. v . if . .i f. 5 : jf. t lressenoe joieci verzeyren, in micy auj nehmen, also gleichsam während, des Genusses zerstören. Das gilt nun allerdings in ähnlicher Weife auch vom Feuerwerk, dessen künstlerische Wirkung nur dadurch hervorgebracht wird, daß die Feuerwerkskörper verpuffen, also zerstört werden. Die Verzehrung" deS Feuerwerks kömmt jedoch einer unbegrenzten Menge von Zuschauern zu Gute, wührend die Verzehrung" deS Geschmackskunstwerks", dasern eS m der That etwas in sich Abgeschlossenes und Vollendetes wäre, nur jedesmal von einem Individuum genossen würde. Hiergegen könnte man freilich wiederum einwenden, nicht etwa die konkrete Summe von Substanzen, die der Verzehrer eines Geschmackskunstwerks" in sich aufnimmt, repräsentire das Kunstwerk", sondern diese Substanzen seien nur die Trüger der künstlerischen Idee, gerade so wie das Buch als solches nicht das schöpferische Werk des Autors sei, sondern nur das Mittel, jenes schöpferische Werk im Gehirn des Lesers hervorzubringen, daher denn ein Geschmackskunstwerk", enau so wie ein Buch, in unbeschränkter Aufläge hergestellt wpde müßte, um Vielen zugänglich zu sein, u. s. w. Item, bezüglich des Geschmackssinnes liegt die Sache ein wenig verworren; es ist zu wenig darüber philosophirt worden. Dieser Mangel einer philosophisch durchgearbeiteten Aesthetik erklärt sich aus der Geringschätzung, die der Bildungsphilister, sobald er sich dem Höheren" zuzuwenden vermeint, gerade für den Sinn des Geschmackes und die Genüsse, die uns aus demselben erwachsen, mit großer Ostentativ an den Tag legt. Er hält den Geschmack für wesentlich materiell" ; das Essen und Trinken, daS wir mit den Thieren gemein haben" (als Hütten wir nicht auch daS Sehen und Hören mit den Thieren gemein!) erscheint ihm als etwas so Ordinäres, zeder Veredelung Unfähiges, daß er darüber schweigend und achselzuckend zur Tagesordnung seiner Lesekränzchen übergeht, und sich außerordeutlich edel vorkommt, wenn er als Prätor im Reich des Schönen auf dergleichen minima absolut keinen Werth legt. Es gehört eben mehr dazu, als die gememe Natur des BüdungSphill sters, um zu begreisen, daß auch den Genüssen der Geschmacks- und Geruchsnerven ein idealer Faktor innewohnt, der, wenn er zur Zeit auch nicht als künstlerisch" qualifizirt werden kann, denn eS fehlt uns ia noch das Kunstwerk für den Geschmacks- und Geruchs sinn dennoch ganz gewiß mit dem sogenannten Naturgenuß auf'S Engste verwandt ist. Wer niemals beim Essen von Trüffein die mooskühle Waldesftlmmung, welche dem würzigen Arom dieser vegetabilischen Bonbons entströmt, mit qe nossen hat, wer nicht beim Essen von Erdbeeren die sommerliche, käfer- und schmetterlingumsplelte Bergeshalde auf der Zunge gefühlt hat, der ißt eben nicht wie em empsmdungsvoller, phan tasiebegabter Mensch, sondern er nä bert sich dem fressenden Thier, welchem dergleichen minima ebenfalls absolut gleichgiltig sind, denn es frißt nur, um fatt zu werden. Allen Früchten,welche wir genießen, wohnt überhaupt etwas Blumenhaftes, Poetisch-LieblicheS, für die Phantasie außerordentlich Anregendes inne, um so anregender, als bekanntlich die Geschmacks- und Geruchs Empfindungen mehr als alle übrigen den Ätrom der Ideen- Aoclation ent-

fesseln, die Erinnerung beleben und so

eine innere Welt hervorzaubern, welche den Stimmungen, wie sie durch die Musik erzielt werden, durchaus verwandt und auch darin ähnlich sind, daß sie U nach den Individuen differiren. Vas Materielle, Ordinäre", was der Bildungsphilister den Genüssen deS Geschmacks andichtet (obgleich er, wenn er sich vor sich selber unbeobachtet glaubt, ost eine phänomenale Besähigung zur Gloutonnene entwickelt) wohnt den Genüssen deS Geruchs (auch von diesem kleinlichen Standpunkte aus betrachtet) nicht inne. Wenn wir also hier wesentlich vom Kunstwerk der GeruchSempfindungen reden, so haben wir, von Allem abgesehen, den unbezweifelten Vortheil für unS, mit jener Abneigung vor dem Ordinären, Materiellen", nicht in Kollision zu aerathen. DaS ist für eine Idee, welche gar manchen Leser ohnehin wie eine Abnormität berühren wird, em erklecklicher Vortheil. In der That, der Geruch kann sich, waS die sogenannten idealen" Charakterlftlka angeht, mit den übrigen Sinnen vollständig messen. Man darf sogar die Behauptung wagen, Enthusiasten der durch den Geruchösinn vermittelten Genüsse seien den Gehör- und Gesichtsschwärmern an Feinheit der seelischen Organisation überlegen. ES liegt etwas AetherifcheS, Wonnesam-RäthselhasteS in dem Duft emer jungen Rose, etwas wenn der Ausdruck gestattet ist Geistreicheres, als in der Gluth emeS prächtigen KoloritS oder in dem Klang einer schwingenden Saite. Dieser Umstand ist mit ein Erklärungsgrund für die Thatsache, daß die Enthusiasten des Geruchssin. neS ungleich dünner gesäet sind, als die übrigen. Warum so fragen wir nun besiken wir nicht eine förmliche Kunst für den Geruchssinn? Warum hat unser erfindungsreiches Jahrhundert bis zur Stunde keine Schöpfung gezeitigt, welche die einzelnen reiht und so auf diesem Gebiet etwas Aehnliches leistet, wie der Musiker mit seiner Aneinanderreihung von Tönen, oder wie der Arrangeur der Dissolving Views" mit seiner harmonischen Verknüpfung und Aufeinanderfolge von Licht- und Farbeneindrücken? Der Mangel einer übersichtlichen Scala innerhalb der so sehr verschiedenartigen Geruchsempfindungen erschwert zwar ein solches Kunstwerk; er reicht jedoch ganz gewiß nicht aus, um es -pure unmöglich zu machen. Wenn ich jetzt dem Leser kurz auseinandersetze, wie ich mir auf Grund der vorstehenden Erwägungen eine Symphonie der Geruchsempnndungen denke, so wird das sehe ich mit Bestlmmthelt voraus die Sache emen höchst befremdlichen in einzelnen Punkten sogar übermüthig-komischen Eindruck machen. Aber das gilt von allem Ungewohnten! Wle lange ist s her,daß man die telephonische Vermittelung eines Concertes für einer lustigen Kladeradatschwitz hielt, über den sich ebenso vergnügt phantasiren ließ, wie etwa über eine Fahrt nach dem SiruS? Jetzt schon nach wenigen Jahren, ist dies scheinbar drollinge Phantasma zur kaum noch irgend wen srappirenden Wahrheit geworden. Und doch waren damals schon, als man jene scheinbaren Träumereien zu Markte brachte,alle Eigenschaften des Telephons hmlänglich bekannt, so daß jeder Laie bei objektiver Erwägung sich hätte sagen müssen, die Sache werde sich verwirkuchen lassen! Behufs der Aufführung einer Symphonie der Geruchsempfindungen konstruire ich Mir em umfangreiches, aber ziemlich einfaches Instrument, einer Orgel vergleichbar, mit einer Klaviatur versehen, deren einzelne Tasten auf ersolgtesiAnschlagen je eine Röhre östnen, aus welcher ein bestimmter, innerhalb des Instruments erzeugter Geruch ausströmt und auf die Nerven desZuriechers" einwirkt. (Ich bilde daö Wort Zunecher" nach Analogie von Zuschauer" und Zuhörer".) Die Zahl der einzelnen Röhren müßte natürlich eine außerordentlich beträchtliche sein; andernfalls könnte jedes einzelne Instrument nach Art der Spieldosen nur eine beschränkte Zahl von Kunstwerken vorfuhren. Ich überlasse es der Kombinationsgabe erfahrener Techniker, sich has Wie" genauer zu überlegen. Der aus dem geöffneten Rohr entströmende Duft müßte durch eine bestimmte Vorrichtung in die einzelnen Leitungen, die bis zu den einzelnen Nasen der Herren Zuriecher" gehen würde, eingepumpt werden; auch wäre ein Apparat von Nöthen, der einen soeben erzeugten Geruch auf Wunsch des Künstlers äugenglücklich annullirte, eine Art omologischerDämpfung.damit eventuell der frühere Geruch den späteren nicht beeinträchtigt. Temperaturesfekte :c. wären nicht ausgeschlossen. Eme leise, nicht allzu aufdringliche Musik als Begleitung der Geruchssymphonie dürfte die künstlerische Stimmung außerordentlich animiren. Sobald wir uns nur einmal von dem Vorurtheil freigemacht haben, als haste einem durch Vermittelung unserer Nase bezogenen Kunstgenuß etwas Komisches an, sobald werden wir begreifen, daß eine derartige Geruchsorgel in weit höherem Grade als eine musikalische im Stande sein würde unsere Seele mit künstlerisch bedeutsam men Bildern und Vorstellungen zu sättigen. Die musikalische Orgel liefert, im Gegensatz zu der Geruchsorgel, vorwiegend Stimmungen. Skizziren wir nun ganz flüchtig den ungefähren Verlauf einer solchen Sym phonie der Geruchsempsindungen. Das zur Aufführung zu bringende Kunst werk soll etwa betitelt sein: Sommer tag". Zunächst würde eine musikalische Ouvertüre den Zuriecher" in die erforderliche weihevolle Dispositiou des Gemüths bringen. Dann griffe der Orgelspieler einen kräftigen Accord: Kühl", Thaugeruch", Heuaeruch". und ließe diese köstliche Trias eine Welle hindurch auf uns einwirken. Wir befänden unS also im Geruchs

träum" auf der morgendlich bethauten Wiese.... Die Sonne ist kaum über den Horizont gestiegen. Knechte und Mägde sind rüstig bei der Arbeit der Heu:rnte.... Die Musik würde dieser Stimmung in - geeigneter Weise Rechrung zu tragen haben, jedoch ohne sich vorzudrängen. Ein leichter Triller von Thymian" und Thaugeruch, auf jenen ersten Uccord folgend, gaukelt uns die emsig saugende Biene und der farbenpräütige Schmetterling vor. Unser Blick schweift von der Wiese ein wenig abseitö nach einem Stückchen Haldeland. Wie man jetzt schon enäth, sind es vorwiegend keine großen Aktionen, die der Geruchssinn" zur Darstellung bringen kann, sondern wesentlich Zuständ lichkeiten, Idyllen, holde Naturpoömate. Aber rn weit höherem Grade, als z. B. die Instrumentalmusik" vermag er die Komik und den Humor in'S Feld u führen. Man rieche nur weiter! Der Triller ThvmZau" und Thau-

geruch" ist verklungen. Wieder läßt der Künstler den Heugeruch" mit starkem Strom auf uns emwirlen. Wir befanden uns inmitten der Wiese.... so wohlig ländlich umströmt unS dieses holde Arom. Wir sehen gleichsam die reizende Liest, den Rechen k4i VamW WJ9 in uuu, VUS iivviiuuf uui S lockige Haar. ...Da bezeichnet ein diStret gehaltener Accord von Tabak" undCognak" das Nahen des Försters. Auch die schon jenseits der Grenze indifferenter Gerüche", tief im Baß" gelegene Taste Hundegeruch" wird angeschlagen, und schweifwedelnd mandelt der treue Karo in unser geistiges Gesichtsfeld. Die dramatische Grundlage ist hiermit gegeben. Liest und der Förster, Heugeruch" undCognac mit Nlcoun" stehen sich hier in effektvollem Kontrast gegenüber. Je nachdem der Künstler den Heugeruch" idealistisch oder realistisch behandelt hat, wird sich unsere Vermuthung über die bevorstehende Combination gestalten.... Vielleicht fließen die genannten Düfte zu einem vollen Accord zusammen: Dann hat der Förster die Liest geküßt.... Oder aber Tabak" und Cognac" versagen plötzlich. . . .In hellemFortisimo strömt der Heugeruch durch die LeitungSröhre, der Förster ist abgefahren und erfreut sich lm Gefühl seiner Niederlage. ... Goldlack", Levkoien", Hyacinthen", Rosen" bezeichnen jetzt mit einem Male den ländlichen Garten. . ES ist die Pfanwohnung, nicht weit von der thaubesprengten Wiese. . Die junge Frau Psarrenn. . Welch em prächtiger TypuS häuslicher Rührigkeit! (Geruch, Frische Wäsche"), Wunderbare Idylle! Da kommt der Cousin des Herrn Pfarrers aus der benachbarten Stadt an: Patchouli-Geruch!" Das ist ein Festtag für die junge Frau Pfarrerin. . Hochwürden läßt zunächst eine Flasche Rothgelackten aus dem Keller heraufholen: Rhemwemgeruch". Gleich darauf charakicrisirt ein zartes Arom, gleichviel von welcher specifischen Eigenart, daS Beginnen der Thätigkeit in der Küche. Ein Festmahl, wie eS der Pfarrer vonGrünau in VoffenS Luise'seinen Gästen vorsetzt, ließe sich beinahe Vers für VerS in'S Geruch-Sympho-nifche" übersetzen: Man höre nur: . . . .War denn der NeiSbrei Angebrannt? Der Wein auf dem ReiSbrer nüchtern und kahmg c Waren nicht jung die Erbfen,und frisch und wie Zucker die Wurzeln ? Und was fehlte dem Schinken, den Häringen oder der SPlckganS k WaS dem gebratenen Lamm und dem kühlenden, rötbllch gesprengten Kopfsalat ? War der Essig nicht scharf uro sein daS Provmz-Oel f Nicht weinsauer die Kirsche Dornat, nicht süß die Morellen ! Nicht die Butter wie' Kern, nicht zart die rothen Radieschen WaS ? Und das kräftige Brot so weiß und so locker? Es könnte dem Geruchssymphoniker, wie gesagt, nicht schwer fallen, unter Benutzung der betreffenden Geruchsmotive ebensowohl dies idyllische Menu wie ein lukullisches zur überzeugend realistlschen Darstellung zu bringen. In dieser Weise ließen sich noch Hunderte von Gerüchen zur Erwcckung sehr unzweideutiger Vorstellungen verwerthen. Kohlengeruch" würde die Elsenbahn und mit ihr daS Reisen, Theergeruch" daS Schiff, den Hafen, das Meer, Holzgeruch" den Zimmerplatz, Pferdegeruch" die Reitbahn,den Sport u.s.w. zur lebhasten innern Anschauung bringen. Man erwäge die unerschöpflichken der Variationen, und man wird zugeben müssen, daß ein geschicktes Arrangement trotz der scheinbaren Befremdllchkeit der ganzen Idee hier Bedeut sames zu leisten vermöchte. Gerüche einzelner Chemikalien würden im Stande sein, die feinste wie die derbste Komik zu erzielen, nicht nur an sich, sondern auch durch die allenthalben wirksamen Hebel des Kontrastes. Man denke sich die geruchSsymphonetische Darstellung eines Ballsaals mit Rosenöl- und Veuchenmotw, plötzlich unterbrochen durch daS Motiv Chlor" oder gar Schwefelwasserstoff I" Das würde eo ipso wie die Pointe enies der ungezogensten Heine'schen Gedichte berühren, dann aber noch durch Massenhaft anstürmende Jdeen-Associationen grandlose Effekte hervorrufen. Ich empfehle die vorstehenden Anregungen den Denkern unseres erleuchteten Jahrhunderts. Das todte Rennen," welches das französische Derby unentschieden ließ, da die Richter nicht angab konnten, welche von den Pferden zuerst am Ziele angekommen war, hat einen englischen SportSman veranlaßt, lie Photographie zur Entscheidung in solchen Fällen in. Anwendung zu bringen. Der Apperat kann so aufgestellt werden, daß ihn Niemand sieht, und die Ausnahme macht es möglich genau die Stellung der Pferde in dem entfchel denden Augenblick zu aufzufangen.

Ein Polizei-Jnfpectorder kürzlich

in Brooklyn starbfand seinen Tod dadurch, daß er zuviel PieS aß. Er lebte fast nur von PieS und Milch und nahm selbst diese Nahrungsmittel sehr unregelmäßig zu sich. Ost genoß er in 12 Stunden gar nichts und verzehrte dann eine uvergroke mammt, aunercem rauchte er ganz ungeheuer stark, oft 18 bis 20 Cigarren an einem Tage. Die Pariser sind doch ffeinschmecker; ein Beweis dafür sind die folgenden Ziffern, welche aus dem neuesten Jahresbericht des Mayors der Stadt Paris entnommen sind: Im Jahre 1875 wurden in Paris 7000 Pferde geschlachtet und verzehrt, im Jahre 1880 stieg diese Zahl auf 9000 und im letzten Jahre aus 9,300. Vier. zig vchlachterelen bemeben ganz speciell dies Geschäft. Die Anzahl der ge. schlachteten Esel ist in derselben Zeit von 320 auf 470 gestiegen. Die Ee. sammtmaffe des in Paris verzehrten Pferde- und Eselfleisches betrug im letzten Jahre 1670 Tonnen, ungerechnet der Abfall, welcher als feine Sa-laml-Wurft" verarbeitet ins Land geht. Der Herausgeber der Wilmington News befindet sich mitten in der sauren Gurkenzeit und erzählt seinen Lesern folgende, natürlich wahre, Geschichte: Nathan Coker ist ein Neger von etwa 65 Jahren und wohnt in Tuckahoe Neck, Maryland. Er ist seit seinem 25. Jahre ein Feuereffer und kann die wunderbarsten Dinge ausführen. Er halt eine glühende Eisenstange in der Hand bis sie kalt wird, geht mit den bloßen Füßen über glühende Cisenplatten, leckt eine glühende Schaufel mit der Zunge bis sie kalt ist, und kann sogar geschmolzenes Bier in den Mund neymen! Etwas ganz unbedeutendes ist es für ihn feine Hände und Arme in siedendes Wasser zu stecken und sie darin eme beliebige Zeit stecken zu lassen l DaS geht noch über die Seeschlange. Gelegentlich deö Begräbnisses eines reich gewordenen Fabrikanten in NewBritain, Conn.,ließ sich ein anderer ebenfalls reich gewordener Mann und Freund des Verstorbenen also vernehmen: Ich kaust von ihm, als wir als Knaben zusammen auf der Schulbank faßen, ein gewöhnliches Taschenmesser für 22 Cents. Ich war damals, wie auch heute noch, immer darauf bedacht durch Handel und Tausch etwas zu verdienen, und so tauschte ich daö Messer bald wieder em gegen em bessere. Ich fuhr fo fort und als ich die Schule verllek batte ick lo und zum aute Messer!" Der Mann ist jedenfalls ein sehr achtbarer Burger geworden, allein er erinnert doch an jenen sparsamen Bruder, der in der Gebetversammlung sich rühmte, vierzig Jahre lang ein Christ gewesen zu sein, ohne daß eö ihm etwas gekostet hatte und den der alten Geistlichen dafür mit den Worten belohnte: Gott segne Seme alte gezige Seele!" Ueber deutsches Theaterelend im Ausland bringt die in Rom erscheinen de deutsche Zeitung Italienische Blät ter" ein Eingesandt", nzlches wahrhaft haarsträubende Thatsachen enthält. Das .Eingesandt" lautet: Herr Redakteur! Dem Einsender dieser Zeilen wa? eS vergönnt, einen Blick in die Verhältnisse der unter Direktion der Soubrette Lorh Stubel durch Jtalien reisenden Operetten-Gesellschaft zu thun und der Eindruck, den ich davon gewonnen, zwingt mir die Feder in die Hand un meine ernsten Bedenkengegen diese Art von Representanz deutscher Kunst und Künstler laut werden zu lassen. Ich habe in ein solches Chaos von Misere, Cynismus und Zigeunerthum geblickt, daß mich ein Grauen überkommt, wenn ich daran denke, in welchem Lichte den Italienern deutsches Theater, deutsches Künstlerthum und deutsche Weiblichkeit erscheinen muß. Noth und Hungerleidethum auf Seiten der Männer, offenes zur Schau getragenes Lorettenthum auf Seiten der Frauen: Ich spreche ungeschminkt und lege den Finger auf die Wunde. Die Gerechtigkeit erfordert eS, zu konstatiren, daß im Gegensatz dazu, der Eindruck, den das aus Italien nach Deutschland kommende Künstlervölkchen in seinem Außenleben immer hervorgebracht, ein ehrenvoller war. WaS sollen die Italiener von deutschen Bühnenverhältnissen für Begriffe bekommen, wenn sie sehen, daß ein Haufen deutscher Sängerinnen durch ihr Land zieht, nicht zum Hauptzweck, die Kunst zu Pflegen, sondern zu dem nicht ausgesprochenen, aber leider zu sichtbaren, durch das Gewerbe der Circe ihr Gagen-Desicit zu überbrücken. In Neapel war es so arg geworden, daß Jedermann darum wußte, der deutsche Thalientempel sei zum Venustempel umgewandelt. Die Vorstellungen der deutschen Operettengesellschaft schienen nur die Verbrämung eines Marktes von weißen Sklavinnen zu fein, den die neapolitanischen Stu. tzer mit Absichten besuchten, die man in einem öffentlichen Journal nur andeuten kann. Und man gab sich von beiden Seiten nicht viel Mühe, diese Absichten und deren Erfolge zn verheimlichen. Nun wurde mir wieder holt versichert, daß die Noth, die bittere Noth, die armen Wesen" dazu zwinge sich verschachern zu müssen, denn sie könnten mit 60 oder 70 Lire monatlich ihren Unterhalt nicht beftreiten. Diese Frage aber ist eö gerade, die mich veranlaßt, mir die Erörterung einer so delikaten Angelegenheit zu gestalten. Läge eS nicht im Interesse des deutschen Namens, wenn die Unternehmer solcher Gastspieltouren en rnasss" den Vertretern Deutschlands oder.Oesterreich? zu welchem Lande sie nun gerade gehören gewisse Garantien dafür bieten müßten, daß den Mitgliedern ihr, Lebensunterhalt gesichert ist ? ES wäre diese scheinbare Härte und Pedanterie der Eventualität vonuue hen. daß eines Tages die italienische Sittenpolizei Theater von jener Art nicht mehr als Theater anst.he. Die Ehre des deutschen Namens würde aber ! in jedem Falle vor Schändung bewahrt vlelven."

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-oO lü 5' f j j y0i j m lZmxfoyken von Aerzten und dtzinischtn Lutorttätkn Ul In und VuCtatel allein unschätzbare Stärkung. uu e!bußR kNtt! Ii ugeetner Schiche. errbser ZtitH ßeschlagtnieH eschwSSttr kkxer.Sonftitntin m ici ikc n it m idttchen Qeitfileät eiaen. Für säugende Wütter, wtt& in Vttlcharmut leiden, ist Liebi, Mal 3t lict ein schätzbare ittel für ihr Leiden. Cx eckt da verdauungVru,öaen, reizt den Lxxett, Kitt ba EvSem uud eranlatt einen reichlich Sul n Milch. . SlZwachm und krauklicZen dntttn. eich durch TZattiakeit ndnsedu ,Fola i!n ranktzett letten, der de-en Saft. taia fitlsna Ulranftrengung unte -nuten itu trd der brauch den ormalen Zuftand de JUv jn un 41c ouugc 0 ugen mmr ten. Invaliden n. Oeconvakescenird Liebig Ral, ktraet eints Kcher Heller da Leben au erhalten und den rerlsr- , xxetit ieder zurück ,u bringen. Der SUia Extra tft ferner ei unübertreffliche grfatzmititlfur feste Nahrung, roeun der Vagen zu aekchwachtU solche bet sich zubehalten. 8 Schwächliche Irauen, wcllJe üben ihrem Geschlechte eigenen ranZheiten UU de erden durch den Gebrauch de extracte llrW binde Linderung, vnn ia,tHeUuna erhalten. t btlft der .rdauung, reinigt die Eafte, reizt da fcfpetii und bringt neue Lebenskraft. Atterschwacheund schwächliche Sse im Lllgemeinen, deren elftem tünflli UrtungCmtttel erlangt tt. befandet falchc,vci4M zur echsmdsucht hinneigen, finden tn dem UaZ . Stract neuen Lebenisaft. Er st ferner ein f?tr ei!t! bet Hüften und Nervenansillen, tetltk einem niedrigen rad van Letenttraft ortorn en. Qks ein Mittel um avaemagelten BttfHM ein gesunde, kräftige 9uielt ...L... Ol. I. Im. (11 . I . K. - Z , ä iuujutcii. ciiviv Rrtkuunilaraai 111 n,unf ytmfitt i. ' durch zur verarbeitunq fettxrduclreder tlfi Crgibt der Flau die Ru.idung der Formen, de Sänne die entschwundene Ssikeln luruck. Mas es ist. Lieökg Malz OfttatTt ift reiner alz Cjtract in conctntrirtt Farm, von angenehmem Sefchmack und frei lUohßl. Sr kann on dem fwächsten klagen UK rdaut erde und ntdU n,cht I gesnde,nay Uht Etoffe. Da achte iprlxarat führt altiauettD a xhibhib carvn ron xicoig- un ein VacnnuiH Bincs uniniqnji ocqcnigen oer zerren ageler Ca., Baltimore. Wo die alleinisen Zara fctn fi Smcrila. Der cFieöig Malz 6frcttf ist tn allen Arotheken ter lei allen blnttern nXt edt,inen zu haben; eine Flasche tostet fünfzig ent, ein Dutzend Flaschen fünf roaark. seift redoch orkomen. dK ein Avotbeker Lieita Hat. fit et, aus diesem tUt jenem Srunie, nicht erf aaer su?n und den unden un andere ? a?ak uszusrrechen ersucht. In diesem Fall möchteJedem, welcher einen Vialz fftfract tn anst T . m & mm wr . m m ' inniirn Sücnor un jicoerci tirrung azniqae sinfcht, rathen, darauf zu teflehen, Liebi ktract und teinen SCndcrn z erhalten rS de Apotheker zu bewege diesen Val, Eztraet c aem ngroshandter, on welchem er lerne rgK bezieht, kämmen zu lassen. f. Vogeler it Co., Baltimore, Md. ZMMSW? gegen: alle Rrankheilön Öes Ma,M8, der Lelier und des linterretoes, insofern sie au ersch leimun g, angehäufte rudUÄten und Unoerklaulichkett Entstanden sind und Blähung und Berfloxsung anlassen, egen Xolitartigc e,dZchmer,e, auch t davon abhängigen Leschuzerde de Hauxte xul der Brust, den Schwindel, da Drucken und Mi rünerkeit de StvUi, Tunk Heit der Zügen rnL Beklemmung der ruft, vefch erlicht ui unk matymen, Zufalle, welch veondira dem a?ookK. rurqteruch nv. UeLeid des veibllhenGeschlet Sagen 70pUbliUßkttt, OlHftfxAt, etotfmfimi2ti! eaklichkeit, Uebelkeite. ehnachte. Af H ttextfenmerzem U,pse. 0;l"4t Segen rankdeiten deS SluteS, der Nieren u. der lAsse Seaen : Magenleiden VerdauungZeschrverden, oxssch'Merz. Schul terschmerz. Beklemmung der Brust, sau- Aufstötze au dem Maaen. SZmindel. ichlettttn .t-.. i m ' j ' 1 7----- W IMfUlliw Runde, Sallenletdeu, Herzklopfen, S,'Hkrzen in Ut 7iicicnv9cut ho un jungen anoext Krankheit Erscheinungen, welche durch Unvdaulikei, er zeugt werden. Mulkrankyetten. LuSschU.t. Schwören, Saljftü?,. Fleck.. Witessek, Seschvü.-e, Carbunkel. R:naurm.Srindk,,s schli. . fl9.hr..( T 4. . r r , .

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