Indiana Tribüne, Volume 4, Number 299, Indianapolis, Marion County, 12 July 1882 — Page 2

Indiana HrMne. Z. u?d Sonntagsansgave.

O - sie 02 S. Delaware Str. lEatared a Feccmd-clasa matter at the x08toflIcc at ImlmnaiHflis, ImliAiia-l AbonnemcntS'Prcife: TLZlich Ausgabe 12 Ct-Z. per Woche. Ss?ntagSauözalk s Cts. pcrÄummer. Veiöe zusammen Iß Cts. per Woche. IIP Da Tagblatt erscheint jeden Nachmit. tag um 24 Uhr. Die Ec?lnwgsaugabe erseint deS Morger.. Tribirno Publishing Company. Indianapolis, Ind., 12. Juli 1882. JweiProzissc. (Hin ter ?ian!f. ijciiu(i ) ;yn Göttingen nannte ich einmal erren Studc??ten einen dummen Jun gen. Äls er dann zu mir schulte, jagte ich, mit dem dummen Jungen Hältelch ihn nicht beleidigen wollen, sondern blos meine Ueberzeugung auszusprechen beab sichtigt." Also erzählte während des französischen Fcldzugs Fürst Bismarck conl'er. BuschiuS II. S. 211 eines Abends seinen Leuten. Warum uns wohl just bei der Lektüre des Prozesles BlZmara contra Momrn fen diese Anekdote in den Sinn kam ? Offenbar weil der Mensch nun einmal nicht blos den Bosheiten der Zufälle, sondern auch denjenigen der Einfalle preisgegeben ist. Herr Mommsen wurde freigesprochen, ein Ausaang, der unS in politischen Prozessen immer eine Quelle reinster Freuden ist und es auch ln die sem Falle war. Daran kann eS also nicht gelegen haben, wenn uns die stu dentücke Jurisprudenz des Otto von Bismarck-Schönhausen in das Gedächt niß kam; eS muß etwas Anderes gewe sen sein. Herr Mommsen hatte in einer Wahlrede am 21. September u. A. geäußert: .Die Wirthschastspolitlk der neuen Pro pheten. . . . ist nicht nur eine Politik der gemeinsten Interessen, sondern auch warum soll lch es nicht fagen 5 eine Politik des Schwinds. Diese Volksdegluckung, die uns für Die Zukunft ver kündet wlrd, datz zedem Menschen erfor derNchcn Falls für seine späteren Jahre von Seiten des Staates eine angemessene Versorgung gewährt' werden soll, ist Schwindel und wird eL bleiben, mag den Schwindel ein hoher oder ein niederer Mann in die Hand nehmen." Fürst Bismarck hatte sich durch dieses Urtheil beleidigt gesuhlt und geklagt. Herr Mommsen äußerte vor den Ries) tern, die inkriminirten Worte seien zwar scharf, aber er sei der Rede so weit mäch tig, daß da deutsche Volk nicht zweiselhast sein könne, wen und wa5 er meine, und er würde es als schimpflich bctrach ten, flch hinter Zweideutigkeiten zu verstecken. Er erkläre darum nochmals, daß es ihm nicht eingesallen sei, den Reichskanzler als Person beleidigen zu vollen. Das Gericht fand, daß die Aeußerung des Angeklagten objektiv beleidigender Natur sei, gab auch zu, daß die Deutung, daß sich die Beleidigung aus den Kanzler beziehe, nahe liege, hielt dieselbe aber aus dem Grunde für unzulässig, weil der Angeklagte eine andere Deutung angegeben habe und man ihm den Muth zutrauen dürsc, seine Aeuße rung zu vertreten. Statt diese kritische Betrachtung wei ter auSzuspinnen, wollen wir dem B e t lin er Urtheil ein Relies geben durch einen Richterspruch, det am gleichenTage in Dresden gcsällt wurde. Der Landtagsabgeordnete Bebel datte sich dort wegen Majestats- und Bundesrathsbeleidigung zu verantworten, die er der Anklage zusolge dadurch begangen haben sollte, daß er in einem Wahlflugblatt das Sozialistengesetz als ein infames und .barbarisches" bezeichnet hatte. Be? bel durste gewiß versichern, nichts habe ihm bei der allerdings scharscn, ja belei digenden Kritik jenes Gesetzes scrner gelegen, als den Kaiser oder den Bundes rath als Personen beleidigen zu wollen. uno o gul wie Atomm en, varl man auch Bebel den Muth zutrauen, seine Aeußerungen zu vertreten. Ja, Bebel' konnte noch weiter gehcn und geltend machen, daß, wenn man bezüglich eines Gesetzes beleidigende Aeußerungen ge brauche, die Beziehung derselben aus die Personen der Gesetzgeber ausgeschlossen sein müsse, weil sonst jede Kritik in Gefahr sei, als persönliche Beleidigung behandelt zu werden. Wie ost haben wir nicht gerade in den letzten JahrenGcsetze, . die in Krast stehen, als grausame, verwerfliche, unheilvolle, bezeichnen hören ! Ma srage die Orthodoxen, was sie von dem'Civilstandsgesetz, die Ultramontanen, waS sie von den Maigesetzen, die Zünstler, was sie von der Gewerbeordnung halten, und man wird starke, ost geradezu injuriösc Ausdrücke hören, aber mvx wird es wohl einfallen, dieselben . auf die Personen der Gesetzgeber zu be- - ziehen ? Hat doch erst dieser Tage der Reichskanzler selbst eine gesetzliche Institution, die preußische Klassensteuer, .barbarisch" genannt. DaS. Dresdener Gericht war anderer Meinung. Wer ein Gesetz infam und - barbarisch nennt, fo erkannte es. belei digt. Diejenigen, die dieses Gesetz ge schassen haben, auch wenn letzteres nicht :' feine Absicht war, denn er muß das Blwußtsein haben, daß das, was er von dem Gesetze sagt, auch von der Thätig seit und dem Eharakter der Gesetzgeber gelten muß. Und daraushin wurde Be del zwar von der Anklage der Majcstäts- : deleidigung aus formalen Gründen . zveil.'der Kaiser nach der Verfassung nur die Gesetze zu vollziehen, nicht aber bei denselben.mitzuwirken hat freigesprochen, aber wegen Beleidigung des BundeSrathZ zu einer Gcsängnißstrase von ' ,' zw?'l Monaten verurthcilt. Die beiden Falle sorden zu einer Zusammenslellung sörmlich heraus, hier bezeichnet Jemand eine Politik, wie alle

Welt neiß, die des Fürsten Steward, als Schwiudel und wird freigesprochen, weil er se::n Worter. wie andere Deutung und Beziehung, als die obiektis nahe liegende, gegeben hat; dort nennt

Jemand ein Gesetz lnsam und larbaniq und wird verurtheilt, da die Richter die sen Worten eine Deutung und Bezie hung geben, die dem Angeklagten ganz fern gelegen hat und erst durch künstliche Interpretation aus dem Wege des inbi retten Veweisverfahrens hcrgeeUt wer den musz. Diese bestimmte Politik Schwindel Freisprechung, dieses bestimmte Gesetz infam und barbarisch Aerurtheilung ; mache Dir in Deinem NcchtsbcZJußtsein einen Vcrs daraus, Michel ! !ie Kosten dcS Malley-ProzefseZ. Nachdem der skandalöse Mallcy.Prozcß endlich ein unrühmliches Ende gefunden, hat man die durch denselben verursachten Unkosten berechnet. Davon fallen ungefähr 510,000 auf den Staat, während der bekannte HaydcnProzeß, welcher sich vor einigen Jahren in Gernnccticut abspielte, das Dreifache kostete. Die Geschworenen erhielten zusammen, einschließlich der Meilengelder, gegen $1,250. Ihre Bezahlung betrug täglich $2.50 und die Meilengelder 6 Cents pro Meile. Die Rechnung des Sheriffs beläust sich aus ungefähr tzl.000. An Zeugengeldern wurden $2,500 bezahlt, wovon'die Sachverständigen mindestens $1.000 erhielten, was im Vergleich zu ähnlichen Prozessen eine sehr niedrige Summe ist. Herr Bush, der Gehülfe des Staatöanwalts, erhielt die Summe von $500. Die seitens des Gerichtes für Blanche Douglaß gestellten Advokaten werden mit je $325 abgesunden.waö also die Summe von $650 ausmacht. Die dem Vater Walter Malley's,Edward Mallen, durch den Prozeß verursachten Unkosten werden auf $15,000 geschätzt.' Dr. O. Mallen hat sich die Vertheidigung seines Bruders James Mallen $7.000 kosten lassen, welche der Rechtsanwalt Eassidy erhielt. Im Ganzen hätte daher der Prozeß beiden Sei ten etwa $30.01)0 g-kostet, von den vielen Meineiden, die in dem Verlause desselben geschworen und sichtlich gut bezahlt sind, gar nicht zu reden. Llnosteuer - asseu. D:c auf dem Principe der Gegenfei tigkeit beruhenden Versicherungsgesell schastcn, welche die Tcndcnz velfvlgen. ihren Mitgliedern bei deren Verheira thung eine bestimmte Summe zur Be gründung ihres Hausstandes auszuzah len, haben im Staate Tenncsice eine große Ausbrcilnng gesunden. Da die Ver. Staaten ganz gewiß zu den Lan dern gehören, deren günstige Verhältnissc den bei Weitem meisten Einwoh nern das Elngeh.'n,. resp, einen vrrhältnißmäßi srühcn Abschluß der Ehe gestatten, jo kann man es nur als ein vernunsligcS nnd erfreuliches Streben betrachten, wenn Viele sich zuGesellschasten vereinigen, die ihren Milg!iedern einen Theil der Opfer abnehmen, die mit den Eheschließungen im Allgemeinen ver bunden sind und so zur Eheschließung gewissermassen ermuntern. Wenn wir unser Leben versichern, um entweder in höherem Alter uns selber, oder nach unserem Tode unseren Hinterlassenen ein größeres oder tleinereSKapital zu sichern. so handeln wir vernünftig, und wenn wir durch den Eintritt in Gesellschasten.' in denen wir gleichzeitig Versicherer U"d Versicherte sind, unS die Möglichkeit verschassen, den wichtigsten Schritt imLkben auch pekuniär einigermaßen vorbereitet thun zu können, so handeln wir gerade so vernünstig. Daß von Versicherungen der letzteren Art mitunter ein schlechter Gebrauch gemacht wird, diß die Gesellschaften häusig fehlerhaft organisirt sind, kann denselben an sich ebenso wenig zum Vorwurf gemacht werden, wie man auS den bekannten .Todtenbett-Versicherun-geu" einen Grund gegen die Lebensversicherungen an sich ableiten kann. ! Abgesehen hiervon geht der Generalanwalt des Staates Tennessee gerichtlich gegen jene Gesellschaften vor, weil die selben angeblich den Bestimmungen des Staatßgesetzeö zuwiderlaufen. Das letz' lere fchrcibt vor. daß alle Versicherunggesellschasten ein Baarkapital von min bestens $2 0.000 eingezahlt und von solchem wenigstens die 5älste in Ver. StaatenAondö angelegt haben müssen. So vcruünstig diese Gesetz an sich ist, so zwciselhast erscheint es, .ob die Aussteuerkassen unter dasselbe fallen. Bei den letzteren ist jede Spekulation ihrer Natur nach ausgcschlosien, und so wenig man seither' z. B. Bauvereine als Ver-sicherungs-Gesellschasten betrachtet und somit die über letztere bestehenden gefctzlichen Bestimmungen auf sie angewendet hat, so wenig dürfte dies den Aussteuerlassen gegenüber statthaft sein, denn es kommt doch schließlich auf eins heraus. ob man sich als Mitglied einer Gesellschast ein Haus, oder ein unter gewissen Umständen zahlbares Kapital sichert. Jenen Auösteuerkassen würde jedenfalls reelle Verwaltung vorausgesetzt von keinem Staatsanwalte oder Gerichte irgend ein Hinderniß in den Weg gelegt werden, wenn sie die Bezeichnung .Ver sicherungs-Gesellschast" vermeiden und sich z. B. Gesellschaft zur Beförderung von Eheschließungen nennen wurden. Noch immer versSwundkn. Die Affaire von Tisza-Eßlar ist in Ungarn noch immer nicht zur Ruhe ge kommen. Das angeblich ermordete Ehristenmädchen tauchte in mehreren Städten auf, jedoch konnte ihre Jdenti tät weder von der herbeigeeilten Gerichts kcmmiffion, noch von den Zeugen und Berwanoten conftahrt werden. Lau dem neuesten Berichte sand man in der Theiß bei Dada die Leiche eines jungen Mädchens, welche als die verschwundene Eßther Solymoffy erkannt wurde. 'Die Leiche wurde nach TiSza-Eßlar über führt, dort aber weder von ihren Ange hörigen noch sonst Jemanden erkannt,

trotzdem die Leiche genau die Kleiner des verschwundenen Mädchens und am Arme ein Tuch mit Fardenresten trug. (Die Solymvssy soll vor ihrem Vcrschwinden von ihrer Mutter um Farben geschickt worden sein.)

In den Kreisen der Jsraeliicn, auch der intelligenten, erhalt sich trotzdem nach wie vor der Glaube, die Untersuchung wegen des VcrschwindenS des Mädchens sei mit der Anschuldigung gegen die 'Eslarer Juden auf unrichtiger Fähitc. wie auch die gerichtlichen Erhebungen überhauptdurch Böswilligkeit undjtkndenziösc Manöver erschwert würden. Besonders groß ist die Verstimmung in diesen Krcisen wegen deS bei der versuchten Aig noscirung beobachteten Vorgehens, und man beharrt dabei, daß die Möglichkeit, die Leiche von Dada s?i dennoch die Leiche der Solymossy, durch das offizielle negative Resultat nicht aus. der Welt geschasst sei. Man nannte Personen, und zwar Christen, von denen die Mutter der Solymossy bei der ersten Begegnung mit derLeiche ihre Tochter in schmerzlichster Bewegung erkannt haden soll. Man nennt auch Personen, welche Eszlarer Einwohnerin Nachdrucklichstcr Weise dazu osforberten, die Leiche ja nicht als die der Solymossy zu erkennen. Neuesten Berichten zufolge soll der Gerichtshof us Grund verschiedener Anhaltspunkte die Absicht hegen, die Untersuchung nach anderer als bisheriger Richtung einzuleiten, weil Jndicien vorliegen, welche die Spuren vomTiszaEszlarcr Schachte? ablenken und aus andere Individuen deuten. Llsschassttna der Todtsflrase. In Deutschland ma1t die Agitation zu Gunsten der Abschaffung des Todes strafe bedculende Fortschritte, obfchon vor einiaen Taaen der Köaia Albert von I Sachsen, welcher als principiellcrGegner der Todesstrafe gilt, sein erstes To dcsurthcil unterzeichnet hat, welches denn auch an einem Lnstmördcr (seit ungefähr 10 Jahren die eiste Hinrichtung inSach sen) vollstreckt worden ist. Sehr zu bedauern ist es." schreibt die Magdeb. Ztg.", .daß durch die Vertagung des Reichstags die Berathung des Antrages auf Entschädigung unschuldig Verurtheilte? hinausgeschoben worden ist, du man demselben im Angesicht; der neuerdings zur öffeutlichcN Kenntniß gekommenen Fällen den Eharakte? der Dringlichkeit nicht wird absprechen können. Der Antrag, welchem , man seitens der Regierung zweifellos früher oder später wird Folge geben müssen, hak eine sehr viel tiefere Bedeutung, als dies beim ersten Anblick erscheinen könnte. Er bezweckt nicht allein die Ersüllung einer ebenso einfachen als dringenden Förderung der Humanität, sondern er ist auch 'als erste Etappe aus dem Wege zur Abschajfung der Todesstrase zu betrachten. Wenn man im Principe einräumen muß, daß der Staat, die Verpflichtnng hat. solche Personen zu entschädigen, welche in seinem Dienste und in seinem vermcintlichen Interesse unschuldig verur theilt wurden, so muß man conscquentcr Weise auch einen Schritt weiter gehen. Von allen Strafarten ist die Todesstrafe die einzige, welche, ist sie vollzogen, nicht widerrufen werden kann. Sie vernichtet daö Individuum und macht somit alle Entschädigungsansprüche desselben illu onsch. Wird die Entfchädlgungssrage, wie vorauszusehen, schließlich zu ihren Gunsten entschieden, so werden dadurch die vielen und gewichtigcnGründe, welche gegen die Todesstrafe sprechen, um einen vermehrt. Es wäre vollständig unge reimt, die Entschädigungsfraae zu be jähen, aus der anderen Seite aber eine Strafart beizubehalten, deren Vollstrck kung jedeEntschädigung unmöglich macht. Daö Postporto. Der Bericht über die Einnahmen, welche daö Postdcpartcmcnt in dem mit dem 30. Juni abgelaufenen Finanzjahre aus dem Verkaufe der Pcstmarkcn.Post karten und Franco Eouvcrts bezogen hat, weist nach, dfc du Porto für ge wöhnllche Jnlandbnefc fehr wohl auf 2 Cents reducirt werden kann. Die des fallsigeu Einnahmen übersteigen diejeni gen des Vorjahres um nahezu 1l'. Pro zent, während die durch den Mehrgebrauch an Marken zc. entstandenen Kosten nur cme Kleinigkeit über 2 Pro zent ausmachen. Es wurden nämlich im letzten Finanzjahre 2:u;.00),0ii0 mehr Marken, Karten und EouvcrlS ver kaust, als im Finanzjahre vorher, und dem steht eine Vermehrung der deösall sigen Einnahmen von :,:!52,517 ü gegenüber, während die Anfertignns, derselben nicht mehr a!S $19,288.1)0 kostet hat. Sonach wurde ein Nctto Prosit von sechs und einer drittel Million erzielt. Bekanntlich wurde tm vorigen Jahre von dem Eongrefse zur Deckung einer sich rn der PostVerwaltung etwa crgc denden Ezigenz eine Bewilligung von zwei Millionen Dollars gemacht, aver selbstverständlich hat das Dcpartemen unter den vorliegenden Umständen der selben nicht bednist. So hat sich denn daö Postdepartement völlig selbst crhal ten. und zwar mit Ausnahme eines einzigen Jahres zum eisten Male sei oreitzlg Jahren, und somit ist der Zeit Punkt gekommen, an eine Abmindcrung des Briefportos zu gehen. Äun eine folche Abtmnbernna eine Vermehrung der durch die Post befördenen Eorrelpvndenz und somit eine Steigerung der Einnahmen zur Folge haben wird, welchen verhaltnißmaßlg nur unbedeutende Mehransgabcn gegenüber stehen, rst schon wiederholt hcrvorgcho den und mit Beispielen, namentlich au? derGeschichte des englischen Postverlehrs belegt werden. Orientalischer Patriotismus. Der .London Spcctator" !cfchästigt sich mit Rücksicht auf die ägyptischen Wirren mit der Frage, ob sich bei den Orientalen wirklicher Patriotismus im abendländischen Sinne sinde, und sieht

sich veranlaßt, diese Frage zu verneinen. Er saat in dieser Beziehung Folgendes : Der Orientale kann und wird gegebenen Fall?s sür seinen Glauben, seinen Namen, sein Schloß oder seine Dynastie sterben, aber von Patriotismus weiß er nichts. In den ckcislen oricnkalischcn Sprachen schlt c an einem dicsim Begriff entsprechenden Wort'. Die Oricn tnlen können ihrem Herrscher, ihren; Blmdets,c!!0sscn oder einer Idee g, g?n über sehr loyal sein, aber ihre Loyalität oder Anhänglichkeit dem gegenüber, um? wir mit Vaterland" oder Land" bezeichnen, ist sehr schwach, wenn Über baupt vorhanden. Er gehrnncht wob! Europäern gegenül er den ÄnHdruck.Pa triotismns", aber es ist das im Allge meinen ein Wort ohne Bedeutung, dak ihm sein Ehrgeiz oder sein Stolz und Fanatismus auf die Zunge dringt. Unter solchen Umständen wiro emn auch von verschiedenen Se'.len die Ansicht. Arubi Bey könnte sich in seinem Verh.il' ten durch nationalistische Gefühle bestimmen lassen, einfach lächerlich gemacht. Man bebauptet dagegen mi! Recht, daß er sich 'i ein sehr fanatischer Mnsel man i cc selbst als ein Asiate", das heißt, als ein Feind allen enropaischen Einflusses und aller europäischen Macht zeigen könne, aber er kann kein Patriot sein, das heißt, seine Liebe zu Aegyptcn oder seine Vaterlandsliebe kann niemals so mächtig in ihm sein, daß er dem ägyptischen Interesse Alles unterordnet, oder mit anderen Worten, er kann kein Patriot sein. Freilich behaupten auch Andere, die sich aber bedeutend in der Minorität befinden, daß bei den orien

Italischen Völkern das patriotische Gei fühl ebenfo stark sei, wie bei den abendändlschen Völkern, dan ihnen aber auffallender Weise das Wort fehle, welches den Begriff .Patriotismus" ausdrückt. (ritt Volk von Penfloniir tt. o. er neulich vom Vnndessenate angenommeneBeschlnß, wonach derPenfionsEommlssär Aufschluß über die Zahl der Pensionäre Oiitel Sams" zn geben hatte, hat recht intereffantc Thatsachen zu Lichte' gefördert. Als im letzten Scptember der Jahresbericht ausgearbeitet wurde, fand man auf den Listen dicNamen von mehr als 270.000Pcnsionärcn. Nur 12,000 Pensionen waren, weil sie in den letzten drei Jahren nicht beansprucht worden sind, erloschen, hierzu kommen noch 5000 für Matrosen, deren Wohn ort nicht bekannt ist. 251,851 Pensionen wurden ausbezahlt, und zwar mit $51,221201. New ork empsing von diesem Gelde mehr als irgend ein anderer Staat, nämlich $0.510.111, wovon $3,083,878 a!S rückständige Pensionen ausgezahlt wurden, und zwar an 32,021 Bürger. Pennsylvanicn zählt 28,292 Pensionäre, welche $5,7 10,802 empsingen, und Ohio 21.033, denen $1.911,520 zufielen. Massachusetts. Maine. Jndiana, Iowa und Michigan empsingen t mehr als $2,000,000, Kansas, Kentucky, Missouri und New Jersey je mehr als $1,000,000. Der Commissär schließt seinen Bericht an den Senat mit der tröstlichen Bemerkung, daß die Pensionözahlungen in diesem Jahre sich ungefähr nur auf das Doppelte des Beträges vom vergangenen Jahre betausen werden. Vielleicht pensionirt man demnächst auch noch Onkel Sam" und Frau Columbia". (B. C.) Kalakaua, defsen Anstrcngungen, Einwanderer nach leinen Sand wich - Inseln zu ziehen, seither nur mit geringem Erfolge gekrönt waren, beabsichtigt dem Vernehmen nach, sich an das israelitische HülsLcomite zu wenden und dieses um Ueberlassung möglichst vieler russisch-lüdtschcr Flüchtlinge zu ersuchen. Auch bei dem Comite in London soll er bereits entsprechende Schritte gethan haben. Im Uebrigcn hat sich die Zahl der Pflegebefohlenen der Hcbrcw Emi grant Aid Society" in New )ork um 1200 vermindert. Oov Ittlandk. Max Bruch soll der .Franks. Fta." zufolge die Aducht ladcn, von Liverpool nach )!cw )ar.' als Dirigent des dorliaen L:e0erkran" mit 10.000 Mark Gehalt überzusiedeln. In New -?)ork u n d B r o o k lyn sind im Lanfe der letzten sechs Monate 1305 Pernuls zum Baue neuer Häustr und zur Vok nähme von Neubauten herausgenommen worden. Diese Bauten inrotviren den riesigen Bctraa von vieruuddrcis,ia Millionen Dollar ! Das größte Teleskop d e Welt wird zur Zeit von Clark & Söh nen in Cnmbridgeport, Mass.. für das Lick - Observatorium" in an Frini eiset) hergestellt. Die Linse des Ok jkek tlv-Glans wird einen nrmn'.ei'er von 30 Zoll haben. Die grlßte bis jetzt im Gebrauche befindliche Linse ist in einem Teleskop ans Um Observatorinm zu Pullawa. Rußland, und hat 30 Zoll lM Durchmesser.. Das erstgenannte Jnstru ment wird $50.000 losten. In Burlington, V t., sin! vier Kinder im Aller von d bis 9 Iah ren plöklich gestorben wie man ver muthet rn Folge des Gcnusjeö unreiser. wurmstichiger Johannisbeeren. Laut Veröffentlichung des Zollamtes in New Vork crportirtcn wir im Januar d. I für 8 Millionen mehr. als unsere Einsuhr betrug. Von da ab übersteigt die letztere unseren Export rm Februar um 2, im.Mürz um 0. ,m Aprl um 8$ und im Mai um ziemlich 21 Mitlionen Dollars ! Die amerikanische Natio-nal-Akadcmle der Wiffcnschasten besteh aus 95 Mitalicdcrn. wovon 31 in den Neuenalandstaaten (17 allein in Massa chusetts).30 in den Mittelstaaten (15 in New Vork. 14 in Vennsy'.vanien. 5 in New Jersey. 2 in Maryland). 10 im Distrikt Columbia, 9 im Wrstcn, 3 im Auslande wohnen, aber keiner im wuden Vertreten sind die mathematischen Wis

senschaften von 43, die Naturwissenschaften von 44, keine einzelne Aisse?.schast von 4. Ehrenmitglieder sind 4. . In Brook lyn, N. I a mc n im Jahre 1880 auf tausend Einwohne? 24.83 Todessälle. geen 23.33 in 1880, 21.09 in 1879 und 23.97 durchschnittlich in den letzten zehn Jahren vorher. Obgleich also die Anzahl der Todesfälle im Vergleiche zu den Vorjahren gestie gen ist, ist sie' doch günstig im Verhältnisse zu New Jork, welches 31 TodeSfälle auf tausend Bewohner nachweist und ebenso im Vergleiche zu europäischen

Großstädten, von denen im Jabre 1881 in Paris 27.. in Madrid 37. in Wien 29, in Berlin 20.0 und in Petersbürg 51,4 Todesfälle auf je tausend Bewohner entfallen. In London betrug die Anzahl der Todesfälle bloß 21,2, in Philadelphia 22.5 Promille. Das neueste Project auf dem Gebiete der Frachtbesördcrung befleht darin, daß man Schiffe bauen will, deren Laderäume in ähnlicher Weise, wie etzt die Eisenbahnwagen, mit Petroleum befrachtet und die mit diesem Petroleum" ee rm Bauche über den Ocean befördert werden sollen. Der Gedanke erscheint auf den ersten Blick ziemlich abenteuerich, rndetz lst rn unferer Zett des Fortchrltts nichts unmöglich. Das Kohlö! äuft in Röhren von Pennsylvanien nach Clevcland, O , warum soll es nicht vielleicht in nächster Zukunst schon in Röhren unter dem Ocean hinweg nach Deutschland lausen! Fräulein Anna Jeanette van Horn aus Allandale, Bergen Co., N. N-, befand sich auf der Rückreise von Paterson, wo sie den 4. Juli bei Verwandten verlebt hatte. In Hohokus wollte sie einen Zug der N. L. E. & W. Bahn besteigen und lies über das Gelelfe nach dem Zuge; rn demselben Augenblicke suhr ein Expreßzug mit vol er Geschwindigkeit durch die Station und über das Mädchen hinweg. Das clbe starb kurze Zeit daraus an den erhaltenen Verletzungen. Laut einer Svezialdepes ehe des Correspondenten des N.P. Herald", Herrn Jack on, haben Capitän Berry u. CorrespondentGilder vom .Rodgers", Melvllle, Ntndcrmann und Noros von der .Jeannette" am 5. ds. Mts. JrkutSk erreicht. Lieutenant Harber und Ensign Hunt vom .Rodgers", sowie Bartlett von der .Jeannette" sind noch zurück. r . fc. P pt n r l a n o loirenircy zur Zett nicht weniger als 1800 amerrka nische Bürger von irischer Abstammung auf .Besuch" befinden. , Man behauptet. daß die meisten dieser Amerikaner nicht zum Vergnügen und nicht in Geschäften sich dort aushalten denn von Beidem ist in Irland wenig die Rede sondern unter allerhand Verwänden revolutio näre Propaaanda von HauS zu L)aus treiben, ohne daß man ihnen etwas Ve? dächtigcs nachwcifen kann. - Eine Frau in Canada ver lo? kürzlich an einem Tage ihren Gatten und ihre Tochter durch denTod ; sie war fo untröstlich, daß sie elf Wochen fpäter ihren Schwiegersohn hetrathete. E in Farbiger fand kürzlich beim Pflügen m der Rahe von Ope lousas, La., einen Zehn-Gallönen-Krug, der ganz mit spanischen Silbermünzen aus deQ Jahre 1779 angefüllt war ; der Schätz hat einen Werth von nahezu $10,000. Ein ebenfalls werthvoller Fund wurde vorigeMoche an der Küste bet Scitnate, Mass , gemacht," er bestand in einem Blechkistchen mit 13 goldenen Uhren, daö am Stante vergraben war. Die Uhren sind französifchS Fabrikat und vor dem Jahre 1820 angefertigt; dieselben wurden wahrscheinlich von den Sceränbern vergraben, die im gedachten Jahre bei Boston Slid gehängt worden sind. DerPolizeifuperintenden von Chicago berichtet, daß daö dort sei einem Jahre, eingesührte Polizeisystcm sich außerordentlich bewährt, daß dasselbe den Capitäncn gestattet, ih:e Leute jeder Zeit unter Controle zu uaben. dan cö die Entdeckung von Verbrechen und Ver gehen, sowie die prompte Verhaftung von Gejetzes-Uebertretern erleichtert, den Bürgern raschesti polizeiliche Hülse sichert und nicht kostspieliger ist, als die frühere Verwaltung. Die Grundzüge des nemn Systems sind folgende: Die Stadt ist ,n 24 Drstncte getheilt, rn de ren jedem sich eine Station mit 3 Poli zisten, 1 Wagen und 4 .Pferden befindet; durch die ganze Stadt vertheilt befinden sich Alarmkästen,. welche dxirch Schluffe in den benachbarten Häusern geöffnet werden ; diese Kästen und durch Tele graphendrähte mit den Stationen, und diese sind in derselben Weise unter sich. owie mit dem vauptquamer der Po lizei verbunden. Aus den gegebenen Alarm eilt sosort'ein Polizist nach dem betr. Kasten und verfährt sodann so, wie eö die Umstände 'erfordern. 'Der Schlüssel, welcher den 'Kästen öffnete. kann nur, von einem PollMen, per oaö Geheimniß kennt, n3 dem schlosseent fernt werden ; alle Schlüffe! sind nume rirt und registrier.' Ferner sind ielepho nische Leitungen vorhanden, mittelst de ren die im Dienste befindlichen Polizi flcn von Zeit zu Zeit an ihre sCapitäne . .. J...4 .:-':t vt.r. ravpornren. v iriuyici ei, uup uiqc Einrichtung verhindert, daß einzelne Be zirke jcinals von Polizei entblößt sind. und ran d eselbe ein einheitliche Zu jammeillviikcn der Pollzeiforce gestattet. inen Dollar, um einen Zahn mit Gat auszuziehen. ?incn Dollar und afnitrtö sür ttoldfüllung. Zehn Dollar für in Ober oder Untergebiß Rubber, beste OualUät. Alle Arbeit garantirtin Dr. Sntyerrand's Dental Voom), CNachsolger von Kilgore.) 49 IV. Illinois Str.

Oo ?ZuS!aaSz.

Das Zimmer S a r i b a ! di'Z. DaS Haus Garidaldi' und d:c ganze Insel Eaprera wirN in den B-.tz des italienischen Staate? ü?'.'racyc7:. DaS Zimmer, in welchm er starb, wird als National Hiligthum ert.aitkn bleiben. Nichts wird darin angerührt wer den, und ALeS soll so foribcftrlzen, wie eS am Abend. a!s der Genera! starb, aussah. DaS Bett steht vor dem Fenster, welche? nach der Insel Korsika sieht, sogar dieselbe Wüsche, nus welcher Garidaldi' gestorben ist. bleibt unverändert. Auf dem KupZkljjen liegen die Zläaze !k: Familie, in der Äiitte jener zc? Tausend von iarsala". Auf bcmVktte iegt der Plaid, mit welchem sich dc? General immer im Wagen zudeckte ; ritt der Bettdecke Halle man die Leiche einge hüllt. Die goldene Brille ist in den Vesitz der Tochter deS Generals, Teresiia. gekommen. Am lciderstol! hängt der Stock des Tombourmajor der italicnischen Legion von Montevideo, in einerEcke sieht man auch eine Lanze desselben Corps. Im Zimmer des Generals be sinken sich außerdem noch zwei verrostete Degen, ein Spieldegen seines Sohnes Manllo und die Krücken. Ans den Wobeln herum liegen noch verschiedene an sich werthlose Gegenstände, eine Tasse, eine Zuckerdose, ein Dintensaß, eine Klingel, Bücher und ein Fächer aus Pfauenfedern. Die Wafchschale steht auf einem Stuhl; Kamm und Bürste liegen aus dem 5?amin. Unter den Bu chern sieht man einen Dante mit Zeichnungen von Gustav Dore. Verschiedene Bilder hängen an den Wänden, unter ihnen das Bild der Mutter des General, sowie noch verschiedene andere Fa milienbilder. Alles wird so ausbewahrt werden, wie man es gesunden hat, das heißt in derselben Unordnung, welche dem General eigen war. Champagner Statistik. Der Nheimser Berichterstatter der Win Trade Nevlew" schreibt : Der in diesem Departement jet.t verbleibende Vorrath an Champagner umfaßt 50.071,;.3 Flaschen (gleich 417,25.7 Hektoliter) und 414.350 Hektoliter in Fässern. Wir haben mithin rn runder Zahl 100 Millionen Flaschen aus Lager, selbst nach den kleinen Weinlesen jüngster Jahre." Die in Wien gelegentlich deS großen Ningtheaterbrandcs aus Anregung des Grasen Lamezön gegrün dete freiwillige Nettungs-Gesellschast, die ähnliche Zwecke verfolgt, wie sie von den Samariterschulen des Dr. Esmarch in Kiel angestrebt werden, zählt jetzt schon nebst ihrem Gründer. Grasen Hans Wilczek, fünf Stifter, (Erzherzog Wilhelm, Fürst E. Clary, Fürst Johannes von Lichtenstein. Baron Nath. Nothschild. Fürstin Wilhelmine v. Montleart). Die Kaiserin Augusta von Deutschland ist als Förderin der Gesellschaft eingetragen und hat 1000 Reichsmark gespendet. Gönner hat die Gesellschaft bis jetzt 33. Beitragende Mitglieder sind VU. 324 Personen haben der Gesellschaft Gcldge schenke gemacht. Unter den aktiven Mit gliedern sind sür die Feuerwehr 247, sür die Wafferwehr83, für die erste Hilfe 91 Personen vorgemerkt. Die Gefellschast besitzt jetzt schon einen, ganzen Wagenpark, von welchem die Transportwagen für die Kranken und Verwundeten im verflossenen Monate schon dreißig Mal in Verwendung kamen. Preußische Officiere in der Türkei. DasVcrliner Tageblatt" veröffentlicht den Wortlaut des Vcrtraces, auf Grand besten der Eintritt der preußischen Ossiciere in türkische Dienste stattfindet.' - Das Engagement dauert drei Jahre, kann jedoch cveniuell erneuert werden. Oberst Köhler, der znm BrigadeGeneral ernannt wurde, erhält jährlich 30,000 Francs, und die anderen Ossiziere, welche zu Obersten ernannt wurden, 23,000 Francs, außer den in der ottomanischcn Armee üblichen Na lionen. Der Vertrag stipnlirt außerdem sür den Fall eintretender DiensteLuntauglichkcit eine lebenslängliche Pension in der Höhe des Drittels derJahresgage und einen Wittwen- und Waiscngehalt in der Höhe der Hälste der Pension. Die Wiener Stuben' tenschaft veranstaltete am 22. Juni unter Führung der Mediciner ihrem beliebten Llbrer und Meister. Zzosrath Prof. Dr. Billroth, eine fympathifche Kundgebnng, um ihren Dank für den Entschluß auszudrücken, daß Billroth die Berufung an die Berliner Universität an Stelle des Pros. Langcnbcck, abgelehnt habe. Dic Feier bestand ans Ueberrcichnng einer prachtvoll ausgestatteten Adresse und ei' vem imposanten Fackelzugc. Die ständige Kommission des internationalen statistischen Congref' ses, die in Budapest ihren Sitz bat, veröffentlich! jährlich eine Uebersicht der Ausgaben der großen Städte. Dem neuesten Bulletin entnehmen wir die folgenden Ziffern. Die Gemeindesteuerlast beträgt auf den Kopf: in München Fr. 120, in Paris 111. in Wafhington 102. in Wien ttl. in Budapest 49, in Berlin 41. Indirekte Steuern zahlt man per Kopf: in Paris Fr. 73, in Budapest 13, in Wien ü.7:. in Wafhington 3.49. in Warschau 3.05. in Berlin 0.74. Die Feuerwehr tostet per Kops : m Washington Fr. 3.17. in Berlin 1.97, in Budapest 0.04, in Wien 0.L0. in Paris 0 08. Für die Polizei bezahlt jeder Einwohner: von Paris 12.78, von Washington 8.75, von Wien 7.05, von Moskau 2.53, von Berlin 1.48. Für Reinigung und' Begießung zahlt man : in Wien Fr. 3.70, inBerlin 2.34, in Washington 1 38 in Budapest 1.19, in Paris 1) 49, in Venedig 0.47. Für Beleuchtung aiebt man aus: in Washington Fr. 3 3, Turin 2.61, Paris 2.46, Budapest 1.42. Wien 1.13. DaS Armendudget kostet per Kopf : in Wien Fr. 7.01, in Stockholm 7.28, in Berlin 5.72. in Wafhington 3.81. in Budapest 1.75. in Paris 1.61, in Warschau 0.10. Das Hospitalbudget betrügt: in Paris Fr. 6.06, Berlin 2.13, Budapest 1.43, Moskau 1.14, Washington 1 12, Warschau 0.24. Für