Indiana Tribüne, Volume 4, Number 297, Indianapolis, Marion County, 10 July 1882 — Page 2
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Indiatts Hribüne. Tägliche- und KssRtagsansga0e.
Ofsice: 02 S. Delaware Str. lEDtered as secoml-clasa matter at the fostußicu at Indianapolis, Indiana.J Abonnemen!sPreise : LSgliHe Ausgabe 12 C!Z. Per Woche. SonntagSauSgabe 5 Kt5. PerNummer. Leide zusammen 15 Stt. Per Woche. tST DaS TaAIatt erscheint jeden Nachmit. tag um 2 Uhr. Die Sonniagöauigab, erjcheiut des Morgenö. Tribun e Fablisliln g Company. ' Indianapolis, Ind., 10. Juli 1382. E!t:e Hochstapler-Laufbahn. Vor dem Wiener Schwurgerichte carm der BetrugSprozeß des berühmten Hochstaplers Karl Hosmann, auch Chevalier" und Baron Hofmann" genannt, welcher in fast allen Großstädten Europa's viel von sich reden machte, da er . überall als eine vornehme, steinreiche Persönlichkeit aufzutreten wußte. ' Karl Hofmann, derzeit 41 Jahre alt, ist der Sohn eines Glasers in Karlsbad und hat selbst das Glaserhandwerk er lernt. Im weiteren Verlaufe seines ab wechslungsreichen und bewegten Lebens hat -sich Hosmann eine umfassende Bil dung, die Kenntniß der meisten europäi ex. er. v t. r.: . o MV4 Vf4UUjV UIIV l4 VMIV Benehmen angeeignet. Eine sehr reiche Heirath und die Betheiligung an Eisen bahnunternehmungen haben ihn vor übergehend auch in den Besitz großen Vermögens geseht, welches er jedoch durch seine überaus kostspielige Lebens weise vergeudete. Wiederholt war er andererseits neulich in den Besitz großer Summen gelangt, mit denen er frühere Schulden zum Theil bezahlte. Karl Hofmann verließ im Jahre 1859 seine Vaterstadt Karlsbad, weil er we gen eines unsittlichen Attentats auf ein Mädchen in Untersuchung gezogen wer den sollte, und um sich der Militärpflicht zu entziehen, begab er sich nach England Die Mittel zur Reise soll er sich durch einen Griff in die Kasse seines Vaters verschafft haben. In London brachte er sich als Zeichner fort ; einige Zeit lang soll er auch ParkEonstabler gewesen sein. 1865 kam er nach Karlsbad, anscheinend in guten Verhältnissen und gab sich dort als Ossizier in der Leibgarde der Königin von England aus. In London hatte er sich einen Paß als englischer Unterthan erschlichen, und blieb als solcher unbehelligt. Er lernte nun in Karlsbad die Tochter eines russi fchen Gutsbesitzers kennen, heirathete sie und bekam eine Mitgist von 200,000 Rubeln ; er lauste nach dem Tode seines Schwiegervaters, welcher seiner Tochter ein bedeutendeZVermögen hinterlieb, eine . iiTY- cn .c: i. : m l -m rri ti nrn l pn iitiii. i ri 11 .lkrrii ifitifu vruujlvvur ocii&uiiu un vyuuucuiemcui Warschau, Arkadien" genannt. An geblich für die Erfindung eines Ankers bekam Hosmann den schwedischen Olafs . orden. . 1869 hatte die Idylle in Arka dien" ein Ende. Er trat dann in Ruß land als. Eisenbahnunternehmer auf. Im Jahre 1871 erlangte er seine Be ftallung als Generalkonsul der Ver. Staaten für Warschau. 1873 wurde ihitse Ernennung rückgängig gemacht. Al3 Generalconsul, Baron und Ex cellenz Hosmann trat er jetzt in verschie ..'nenen Städten aus und nah fi& nl den Neffen des österreich. Finanzmini stetS Baron Hossmann aus in Paris, Stockholm, Kopenhagen, Hamburg, Wiesbaden, Helsingoer.und in Berlin, wo seine Wohnungseinrichtung 40,000 Mark kostete. Räch mehreren Schwm deleien begab er sich nach London, wo er mit fabelhaftem Glänze auftrat. Er hielt sich gallonirteDicner, eineEquipage -und eine Yacht, die cr um 1,000 Pfund Sterling kaufte. Im Sommer 1877 verlies; Hoffmann London, machte mit seiner YadjL .Gunst", um von sich reden zu machen, eine ffahrt nach Paris und verkaufte die Aacdt alsdann an einen erzog von Salina um den Preis von 12000 Fr. Hossmann wußte sich dann bei dem Verwalter des Gutes Wolssberg in Kärnthen einzuschleichen. Das Gut hatte einen Werth von 10 Millionen Gulden und gehörte dem Grafen Hugo Henckel Donnersmarck. Er behauptete, daß er das Gut kaufen wollte, und er hielt die Erlaubniß, das Gut nach Be , lieben zu besichtigen und Einsicht in die Bucher zu nehmen. Einer Eisenbahn Gefellfchaft. in Manchester stellte er sich dann als B e si tz e r des Guts vor, er klärte, er habe, von der österreichischen Regierung Vollmacht zum Bau von großartigen Eiscnbahnbauten und würde sämmtliche Schienen, welche cr zu diesen Bauten brauche, von der Geiclljchaft ft lum Marktpreise kaufen, wenn die Ge kllschaft. ihm 25.000 Pjd. Stcrl. vor . strecke. Ein Comite der Gesellschaft führte er auf dem Gute umher, legte ein Inventar desselben vor, bewirthete die Herren fürstlich und wußte ihnen be greiflich zu machen, daß das H" auf den herrschaftlichen Thoren Hossmann be deute (anstatt Henckel-Donnersmarck). Die Gesellschaft ging, auf den Leim und streckte dem Schwindler das Geld vor, der dasselbe in Wein verjubelte. Als die Gesellschaft endlich Miene machte, gegen Hossmann gerichtlich vorzugehen, war der Schurke frech genug, dieselbe aus Zahlung von 40,000 Pso. Steil. Schadenersatz zu verklagen, dloö um die selbe einzuschüchtern. Im Februar 1880 trat öosmann mit dem Chef der Schisssbausirma John Edler u.'Comp. in Glasgow in Verbin dung, bestellte daselbst, angeblich für den .Kronprinzen Rudolf, eine Yacht. Er bewog auch Pearce, nach Wien zu kom mtn, und erklärte ihm hier, daß er in , Abwesenheit des Kronprinzen und des "Grasen Bombelles beaustragt sei, den Baukontrakt abzuschließen. Der Preis
der Yacht wurde'mit 9000 Psd. Ster lmg festgesetzt. Ferner bestellte er für den Fürsten von Rumänien eine Yacht für 16,000 Pfd. Sterling.' P'arce be gann mit dem Bau der Schiffe und bc zahlte Herrn Baron Hofmann eine Pro
mon von 1600 Pfd. Sterling, auf welche allein Hofmann es abgesehen hatte. Von dem Momente an, als er die Provision erhalten hatte, kümmerte sich Hofmann nicht mehr um die bestell ten Schifte, ließ alle Briefe Pearce'ö nicht bloß unbeantwortet, sondern sogar uneroffNkt. Aus so plumpe Akt war Pearce in die Falle gegangen, daß eine Zeugenaussage von ihm nicht zu crlan gen war, well er nicht wünschte, daß der an ihm begangene Betrug zur Kenntniß der Oeffentlichkeit komme. Hofmann hatte aus diesem Faktum einen Gewinn von über 18,000 Fl. Außerdem hat Hoffmann noch eine große Anzahl Leute in Oesterreich um bedeutende Summen in ähnlicher Weise beschwindelt, von seinen zahllosen Klapperschulden gar nicht zu reden. Der Schwindler wurde nach ötagiger Schwurgerichtsverhandlung zu 7 Iah reu Zuchthaus verurtheilt. Btömarck und Bitter. Die Frankfurter Zeitung" vom 21. Juni ist vom Rücktritt des preußischen Finanzministers Bitter nicht überrascht worden. Sie sagt: Wir sind es seil Jahren gewohnt, daß großen Reden des Kanzlers alsbald der Ruf folgt : Ein Mann über Bord!" und dieser Mann ist dann regelmäßig ein preußischer Staats minister. So verschwanden die Achen bach, Camphausen. Eulenburg, Hobrecht warum soll Herr Bitter nicht densel ben Weg gehen? Im Finanzministeri um Preußens herrscht eine, so gesunde Lust, wie in dem Jungsernstift des Lessing'schen Epigrammes: seit Menschen sich entsinnen, starb kein Minister drin nen. Frisch und gesund verlassen es die Bewohner, denen wir dann aus den Bänken des Parlaments links ein wenig bei Seit', doch nicht gar zu weil, wieder begegnen. Daß Herr Bitter ein Opfer des kanz lerischen Kampfes gegen den Steuer Exccutor ist, wird kaum bezweifelt werden. Fürst Bi'marck hat in seinen neuesten Reden der direkten Besteuerung das Todesurtheil gesprochen. Richt nur die Klassensteuer soll fallen, auch die Einkommensteuer mindestens in ihren ersten fünf Stufen soll beseitigt werden, so daß alle Einkommen b:5 6000 Mark steuerfrei sein würden. Für höhere Ein nahmen will der Kanzler die direkte Ab gäbe als eine Art Anstandssteuer bestehcn lassen. . Zur Vollstreckung dieses Urtheils ist Herr Bitter nicht der richtige Mann. Er steht auf dem Boden der alten preußi scheu Tradition, dcr eine stufenweise ab gcgrenzte direkte Besteuerung des EinkommenS für den Grundstein eines Steuersystems hält, dasGerechtigkeit mit Billigkeit vereinigt. Er hat sich nicht verhehlt, daß dieses System gegenwärtig in Preußen nur unzureichend durch geführt ist, und war deshalb bemüht. dasselbe zu verbessern. Die Grundzüge der Reform, die er beabsichtigte und die schon im vorigen Jahre vollständig ausgearbeitet war, sind folgende : Erhal tung der Klassensteuer in den oberen Stufen, etwa von eintausend funshun dert Mark an; Erhaltung der Ein kommensteuer mit progressiven Sätzen, dabei aber Unterscheidung des Einkom mens auS Arbeit und Erwerb und des jenigen aus festem Besitz und stärkere Heranziehung des letzteren. Dieser Plan hatte sich im Lande bei. allen Parteien lebhafter Sympathie zu erfreuen gehabt ; seine Durchführung erschien als ein Akt der ausgleichenden Gerechtigkeit u. würdx die Steuerresorm am richtigen Ende eingeleitet haben. Doch was sind Pläne, was sind Eutwürse, die ein Ressortmini stcr mühsam ausbaut. Ein starke Hand jährt dazwischen und der Bau stürzt zu sammen. Eine solche Hand vereitelte auch das Bitter'sche Rcformprojekt einstweilen, und der Minister hätte sich schon vor Jahrcssrist sagen können, daß ihm eine selbstständige Wirksamkeit nicht mehr beschicken sein werde. Bismarck wollte nicht resorm'ircn, cr wollte ab schassen. Er will Millionen indirekter Steuern durch Monopole etc. erpreffen, um die direkten Steuern abschaffen zu können. DerRachfolger Bitter'S, er nenne sich. wie er will, wird kein anderer fein, als Fürst Bismarck, und das Einfachste wäre wohl, dieser machte eS mit dem- Neffort derFmanzen, wie mit dem des Handels Damit würde einstweilen das Minister' gehalt gespart und der Gefahr eines weiteren Anwachsens des Pensionsetats vorgebeugt. Bankerotte. Die Zahl der Bankerotte beläust sich für die ersten sechs Monate dieses Iah res auf 3579 und die Verbindlichkeiten betragen in's Gefammt $50,000,000. Die Bankerotte, welche das vor einigen Tagen beendete Halbjahr auszuweisen hat, übertreffen an Zahl diejenigen. welche rn der gleichen Perlode des von gen Jahres stattfanden, sowie die durch dieselben verursachten Verbindlichkeiten um ungesähr sünsundzwanzig Prozent, denn die ersten sechs Monate des Jahres 1881 brachten 2862 Bankerotte mit Ver Kindlichkeiten im Gesammtbetrage von $40,000,000. Du e Zunahme der Ban kcrotte sällt aber hauptsächlich aus das erste Quartal dieses , JahrcS, denn die Zahl der Aankerolle deS zweiten Quar tals dieses Jahres übertrifft die Zahl derikNigen, welche in dem Gleichen Zeit räume des Vorjahres stattfanden, nur um 36o, und die durch dieselben hervor gerusenen Verbindlichkeiten übersteigen diejenigen des zweiten Quartals von 1881 um weniger als '$1,000,000. Im Durchschnitt waren die Bankerotte deS letztgenannten Quartals . schwerer, als diejenigen des soeben beendeten. Ihre
Verbindlichkeiten deliescn sich nämlich im Durchschnitt auf $14,000, dagegen die Verbindlichkeiten der Bankerotte des zweiten Quartals dieses Jahres im
Durchschnitt auf dl 1.000. Be: einem Vergleiche, welchen man mit Vcrücksickti ?ung des Aufschwunges unserer Geschäste zwischen der diesjährigen Geschäftslage und derjenigen anderer Jahre stellt, g'auot man daraus schlichen zu ürfen. dem der Austand, in welchem stA unser Handel und unsere Industrie befinden, ein gesunder ist. (Sin Bergsturz in N:vada Die Einwohner des Städtchens Ho mer in Revada wurden vor einiaen Tagen durch ein Ereigniß in Schrecken ver setzt, das leicht dieselben oder noch schlimmere 55ola.cn hätte haben können. wie der Bergsturz am Ristlopf bei Elm rn der Schweiz, aber doch einen weniger verbänanix.vollen Ausgang nahm. Kurz vor Mittag vernahm man in Homer ein furchtbares Getöse ur.o einen .Bonner, wie er einem Erdbeben vorauszuaeben pflegt, und in größter Angst stürzten die Menschen aus ihren Wohnungen, nach allen Seiten auseinander fliehend. Ein Blick nack dem Abhänge des das Städtchen überragenden Mount Olsen belehrte dre besonneren Einwohner uver die llrsacbe des furchtbaren Getöses. Ein aewaltiger Granitselsen in der Nähe des Gipfels deS Berges war in Holge anhaltender Regengüsse, welche das Erdreich an dcr Basis gelockert, hatten, umgestürzt und rollte mit furchtbarem Donr.erge polter den Abhang hinab, in gerader Richtung aus den Mittelpunkt Homer's zu, mit ungeheurer Lucht und allcö aus seinem Weae zerschmetternd. Es hatte ganz den Anschein, als ob ein ganzer . i . t . v ...iiIa.. tm i : ülslOIIQfll von vrr gciuuiuycu uui maffe zermalmt werden würde, doch traf sie am Fuße des Berges aus eine dort befindliche Felsenmauer, in tausend Fragmente von verschiedener Größe zersplitternd, lneö derselben, welches ein Gewicht von fünfzig Tonnen hatte, setzte den Weg nach der Stadt zu noch eine Strecke weiter fort, bis es von Reuem gegen Felsen traf, an welchen es zerschellte, woder seine Vruchsluae vlsmou Stadt kineiniloaen. ohne jedoch irgend welchen erheblichen Schaden anzurichten. Während dieses Vorganges herrschte ru der Stadt die größte Bestürzung, die r:amentlich durch das furchtbare Getöse hervorgerufen wurde, welches von der derabrullcndcn Felscnmarny deren Ge wicht aus 2000 Tonneu angegeben wird. verursacht wurde. Melllttg, der Landeöverräther. Die dcutschländischen Zeitungen bt obachten mit weniger Ausnahme große Zurückhaltung in der Veröffentlichung dcr Einzelnheiten, welche mit dem Lau deSverrath des Oberstcuermanns Mci ling verknüpst sind. Räch der Voffischen Zeitung wurde Leopold Meiling schon sechs Wochen vor dem Bekanntwerden der Nachricht verhastet. Er soll 150,000 Rubel von der russischen Regierung da für erhalten haben, daß er derselben die Pläne der deutschen Küstenbesestigungen auslieferte. Die Voss. Ztg. sagt : Die Bestechung und die Verleitung zum Verbrechen ist gewiß unmoralisch, aber leider ist es eine Wahrheit, daß Depeschen- und Aktendiebstähle nicht zu den Sektenhci ten gehören. In dem vorliegenden Falle rntereffirt vor allen Dingen die Frage, ob es Rußland wirklich gelungen scr, sich m den Besitz von wichtigen deutschen Papieren zu setzen. Wir haben unS bemüht, darüber das Urtheil ersah rener Männer zu oewinnen, und darnach sind wir zu dem Glauben veranlaßt, daß. wenn Rußland den Diebztahl wirklich bezahlt hat, 'der Gewinn in keinem Ver hältniffe zu seinem moralischen Nachtheil, ja selbst nicht zu dem Geldopser steht." Meilina hatte lange Jahre in der kaiserlichen Flotte als Ünterosfizier gedient und war wegen seiner' Tüchtigkeit zum Obersteuermann befördert worden. Dle Regierung halte ihn nach Petersburg geschickt, um dort die rususchc Sprache zu lernen. DaS außerordentlich aus schweifende Leben, welches Meiling in letzterer Jett führte, brachte die Regie rung zuerst auf den Verdacht. Ein rus sischer Student in' Berlin soll überdies als Denunciant sungirt haben. Meiling hat ein umsaffendesGeständniß abgelegt. Das Berliner Tageblatt sagt darüber: Was die Nachtheile betrifft, die dem Lande aus dem Verbrechen erwachsen können, so drängt sich die große Trag weite derselben von selbst aus. Man denke sich den Plan unserer ganzen Küstenvertheidigung, der eine mühsame, sorgfältig durchdachte Arbeit langerJahre ist, im Besitze einer Macht, von der eine Kriegserklärung bei dcr gegenwärtigen politischen Lage nicht gerade sehr über raschend und unerwartet kommen könnte. und die nun in der Lage wäre, ein ge wattiges Seekriegsmatcrial in kurzcrZeit Mit Nachdruck vor unseren Küsten zu ent wickeln ; man denke sich serncr diese even tuell feindliche Macht genau unterrichtet über Stärke, Lokalisirung und Verwen dung unseres Torpedo und Minenmaterials und eingeweiht in unser Flottensignalwesen, dieses complizirte Werk vieljähriger Studien. Wie nun die Dinge liegen, wird die Arbeit, an welche unsere Flotte sosort herantreten muß, um so schleunigst wie möglich der Gcsahr eines unermeßlichen Schadens, als der Folge jenes verruchten Verbrechens, vorzubeugen, eine ungeheure sein müssen. Die New Yorker lStttwandernngSBenörde. Nachdem Gouv. Cornell von New York die Bill bestätigt hat, welche behufs Unterstützung der Einwanderung $200, 000 aus dem Schatzamte des Staates bewilligt, ist wiederholt die Frage auf geworsen worden, ob die Agenten der auswärtigen Dampserlinien unter den
gegenwärtigen Umstanden fortfahren würden, sür jeden von ihnen beförderten Immigranten dieKöpfstcue: von 50 Cts. zu entrichten, wie sie durch ein kürzlich von der "Tan Yorker Legislatur erlasse nes Gesetz vorgeschrieben wird. Gleich sam als Antwort aus dicscJracic erklärte einer der Rcw Yorker CommiiZZre, daß keiner Dampfer-Compagnie dic Benutz ung Castlc Garden''!? gestattet werden würde, faLZ die Kopsstenc? von 50 Cts. nicht entrechtet würde, zumal da das auch in dem von der New Yorker Legislatur angenommenen Gesetze rorgeschcn sci, und diese gesetzliche Bestimmung werde auf das Strengste bcodachtet werden. Die EinwanderungscommisZäre hätten sich als solche verpflichtet, für den Fall, daß der Congreß ein gleiches Gesetz an nähme, jene Don der New Yorker Legislatur bewilligten $200.000 ausschließlich zu? Ausführung von Reparaturen , zu verwenden, welche an veischiedenen Geböuden derEinwanderungsdehörde noth wendig geworden seien, und eine Ausgäbe von ungefähr $50,000 erfordern würden. Außerdem sei die Einwanderungsbehörde bis zum Betrage von ?2U,000 verschuidet. Diese Schuld sei seit dem ersten Mai d. I. entstanden, und zwar in Folge von Nichtauszahlung der Gehälter dcr Angestellten und durch Anschaffungen verschiedener Art. Die Zeit, in welcher die Steuerzahler des Staates New York behuss Unterstützung dcr Einwanderer besteuert worden seien, sei glücklicher Weise nunmehr vorüber, undCastleGarden sei jetzt nichts Anderes, als dcr Vertheilungspunkt der sür das ganze Land bestimmten Einwan-
derung. ls scr der Platz, aus welchem die ganze Nation ihre Arbeiter jeder Klasse beziehe und gereiche dem ganzen Lande zu großem Vortheil, so daß die Behauvtuna. Castle Garden sei ein 5n stitut von reiu lokalem Charakter, als unwahr m sich zusammenfalle. Interessante Entscheidung. In dem Nachlasse deö am 13. Febr. 18L0 in'New York insolvent vcrstorbenen Advokaten Robert L. Poll war ein unterschriftlich vollzogener, nicht aber in den Grundbüchern verla.,tbarter Kaus vertrag vom 26. Nov. 1S71 vorgesunden worden, laut dessen zwei alte Damen, Frau verw. Troup und Frau verw. Brinlerhoff. die Schwiegermutter resp. Tante des Poll, letzterem ihr an dcr 5. Ave. gelegenes, ihnen gemeinschastlich zugehöriges Grundeigcnihum für die Summe von $5, sowie gegen sonstige, in dem Vertrage specifictrte Leistungen verlausen. Die beiden alten Damen hatten nach dem 28. Nov. 1871 Codicille zu ihren Testamenten errichtet und in solchen bestimmt, daß nach ihrem Tode dem Advokaten Poll der lebenslängliche Nießbrauch an dem fraglichenGrundstücke zustehen solle ; Poll bewohnte und be nutzte nachdem im Jahre 1872 erfolgten Tode scinerSchwiegermutter, resp.Tante, das Grundstück bis zu seinem Tode. Die Gläubcrschaft Poll's machte auf Grund des erwähnten Kaufvertrags Eigcnthumsansprüchc aus das Grundstück geltend, während die Erben der beiden Damen behaupteten, das Grundstück gehöre zu deren Nachlasse und die Erblas serinnen hätten nie 'beabsichtigt, daS Grundstück wirklich an Poll zu verkau fen. Das ergebe sich auS den Codicillen, denn die beiden Frauen hätten unmög lich dem Poll den Nießbrauch an einem Grundstücke lctztwillig vermachen können, wenn sie ihm solches vorher verkaufthüt ten. Außerdem Hütten die Frauen ganz unter dem Einflüsse Poll's, dcr ihr Ver mögen verwalttte, gestanden und seien zur Zeit dcr Unterzeichnung des angeblichen KausvcrtragS, am 28. Nov. 1871 70, resp. Si Jahre alt gewesen. Die Suprcmc Court des Staates New York hat dieser Tage zu Gunsten dcr Erben gegen die Poll'schcn Gläubiger erkannt und motivirt ihre Entscheidung damit, daß man unter den vorliegenden Umstünden nicht annehmen könne, die beiden Damen halten eine wirkliche Uebertragung ihres Eigenthums an Poll beäbjichtigt. Bom Anlande. Der weit und breit i u bti Umgegend beliebte und angeschene Far mer' Charlie Gordon in Shclby. Ala., zeigt Besuchern mit Stolz reizende Zwil iinge, die ihm seine Frau vor zwei Mo--natcn geschttikt hat. Dann schreitet dcr lugendfrische Patriarch nach seinem Schreibtische und entnimmt solchem sein Taufzcugniß, laut dessen cr.vor 78 Iah ren ceborcn worden 'st ; in dcr That sieht Charlie chcr wie Einer auS, der in zwei Jahren das 50., als wie Einer, des in dieser Zeit das 80. Lebensjahr zurück gelegt hat. Leute, die in fünf Monaten um mehr als 200 Pfund ihres Körpergewicht verlieren, sind nicht gerade häu sig, so ist cß aber dem bekannten Riesen" Noah Orr in MaryZville, O., ergangen, seit ihn im vorigen Februar der Schlag gerührt hat ; er ist seit dieser Zeit von vollen 530 auf 320 Pfund rcduci't. Orr ist ziemlich sieben und cincn halben Fuß lang, hat drei Brüder, die 6 Fuß 5 Zoll bis 7 Fuß lang sind, und einen Sohn, der schon jetzt in seinem 15. Lcbensjahre ziemlich 6 Fuß mißt. Das wäre eincFamilic nach dem HcrzenFricdrich Wilhelm's 1. von Preußen gewesen, der in seinem Gardcrcgimcnte auch Leute von ähnlicher Größe besaß. DieVervollkonimnung der Verkehrsmittel Straßenbahnen durch Pferde-, Dampf- oder elektrische Krast im Betriebe erhalten, macht es zur Zeit weniger nothwendig, bei dcr Fest setzung von Stadtbauplänen aus eine möglichst nahe Verbindnng mit dem Geschäftscentrum das Hauptgewicht zu legen. Hierdurch sind wir in der Lage, der Annehmlichkeit und Gesundheit bei Anlegung von Straßen in - höherem Grade Rechnung zu tragen, als dies früher möglich war. Dem entsprechend zeigen neuere Städte im Wcsten die Tendenz, sich nach der Seite hin auS-
zudehnen, aus welcher die regelmäßigen Luftströmungen kommen. Dieses Streben entspricht, bewußt oder unbewußt, den Anforderungen, die man im In tereffe der Gesundheitspflege an die Er Weiterung derStädte zu stellen hat. denn e3 leuchtet ein daß cs sich empfiehlt, Luftströmungen möglichst zu vermeiden, welche durch das Innere der Städte hindurchgehen. Aus diesem Grunde
empfehien retzl 'Architekten dle ä cherförmige Anlage der Straßen an Stelle der seither in den meistenStädten vorgezogenen quadratischen Stadtpläne, eine Einrichtung, die auch ermöglicht, den Verheerungen .der meist von West nach Ost wchen5en Tornado's am wirk samsten vorzubeugen. Washington Territorium tritt jetzt auch als Candidat um Ausnahme unter die Staaten der Union auf. Laut des letzten Census beträgt seineBevölkerung zwar erst 75,116, und nach der gegenwärtigen Congreß'Repräsen talion gehören 151,006 Einwohner zur Vertretung im Congreffe. allein das Territorium ist im Stadium so raschen Ausschwunges begriffen.daß höchst wahr scheinlich seine Bevölkerung schon bei den nächsten Nationalwahlen die angegebene Ziffer erreicht oder überschritten haben wird. In Folge der von Japan kommenden warmen Strömung an seiner Küste ist dasKlima außerordentl.ch mild, und obgleich daö Gebiet mitNeu-Braun-schweig unter einem und demselbenBrei tengrade liegt, so sind doch die Wiesen dort das ganze Jahr, hindurch grün,blü hen in den Wintermonaten Blumen im Freien, und ist der Ertrag eines Ackers bis zu 50 Bulhel Weizen jährlich keine Seltenheit. Die Hopsenproduktion des Territoriums ist schon jetzt die bedeutend ste. nach derjenigen der Staaten New York, Wisconsin, und Calisornien, und Zwetschen, Nectarinen, Süß'Kartoffeln und sonstige Früchte deö fttdlichenTheils der gemäßigten Zone gedeihen aus'S beste. Nachträglich sind der HungerSnoth in Patrick, Va., noch zwei Kin der erlegen. Die Eltern hatten ihnen den ganzen Rest von LedenSmitteln, über den sie verfügten, ' überlasten und waren fortgegangen, um von auswärts weitere LebenLmitlel herbeizuholen. Erst nach acht Tagen konnten sie, mit solchen reich beladen, zurückkehren ; sie fanden die Kinder im Zustande großer Erschöpfung, gaben ihnen, soviel sie nur wollten,, zu essen, und wenige Stunden später waren die Kinder todt. Eine Frau in Denver bat neulich durch'ö Telephon auf der Polizei station um schleunige Entsendung eins Polizisten nach ihrerÄodnuiig. Der Chef schickte vier Mann ab, und diese kamen ganz auner Athem in dem Hause an. O, soviel hätte ich nicht gebraucht, antwortete die F-au aus Befragen, da ist mein kleiner Charlie, der will sich immer nicht waschen lasten; ich drohe ihm dann mit der Polizei, aber es hilft nichts mehr, und da dachte ich, es sei des ser, wenn einmal wirklich ein Polizist käme. Siehst Du. Charlie, das sind die Männer, die Dich mitnehmen, wenn Du Dich nicht waschen lässest." Von nich t .w e n ig er a l S 26 Städten liegen dem Congreffe Gesuche um Ueberlas ung für unbrauchbar erklär ter Geschütze und Kanonenkugeln vor. Um diesen Gesuchen sämmtlich entspre chen zu können, müßte Onkel Sam ein Etablissement zur Fabrikation condem nirter Kanonen anlegen. Der Census gibt b e k a n tlich 12,830,34!) stimmberechtigte Ein wohner der Ver. Staaten an. Um auS dieser Zahl nen Schluß auf die Per sonen ziehen zu können, welche . in der Lage sind,, ihr Stimmrecht wirklich auS üben zu können und welche, dies faktisch thun, muß man sich erinnern, daß bei der Präsidenten'Wahl im Jahre 1880 9,. 218.550 Stimmen abgegeben worden sind. Dies ergiebt, daß zwischen 80 und 85 Procent ' der Wühlern von Aus Übung des Stimmrechtö Gebrauch ge macht haben, und. thatsächlich ,wah!de rechtigt sind. Der Rest der männlichen Einwohner, welche 'nicht wählen, resp nicht stimmberechtigt sind., entfällt . auf nicht naturalisirte. Einwohner. Kranke, Geisteskranke, Insassen der Zuchthäuser und politisch Indifferente. Die b e h u s s d e r B e st e u e r u ng gemachten Abschätzungen' des Grundbe sitzcs in der Stadt New York weisen ge gen 1881 eine Zunahme von $59.349,679, in Betreff des beweglichen Eigen thums eine Abnahme von $10.940.317 auf. ' Die Untersuchung über den Untergang der Escambia-, welche am 18. vor. Mon, im: äußeren Hafen von San Francisco bei hellem, lichtem Tage, ruhiger See und unter den Augen zahlreicher Zuschauer kenterte, .sank und den Tod von 25 Menschen verursachte, hat nicht zu Tage gefördert wen die Schuld an der mangelhaften Befrachtung deö Schiffes trifft, 'wohl aber die Aufmerksamkeit auf einen Uebelstand gelenkt, welchem sofort abgeholfen werden sollte. In der sogenannten Loios Rettungs Station auf Point LoboS befindet sich zur Zeit nur ein einziger. Beamter, der außer Stande war, der Mannschaft der .Escambia" zu Hülfe zu eilen. Eine ordnungsmäßige Besatzung wird für diese Station in San Francisc? als absolut nothwendig bezeichnet und würde im erwähnten Falle ohne Zweifel die Schiffsmannschaft ganz oder zum Theile haben retten können. inen Dollar, um einen Zahn mit Gai aukznziehen. inen Dollar und afwttS für Goldfüllung. Zkd DoNars sür in Ober oder Untergedlß Rudder, beste Qualität. Alle Arbeit garantirt in ?r. Sutyerkand'e Dental Vonl5. (Nachfolger von ilgore.) 40 IST. Illinois Str.
Vom Stande. Die O p f cr dcr Themse. Stach einem dieser Tage vcrössentlichten Auvwei? wurden im Lause der legten 5 Jahre innerhalb des städtischen und Ciiy - Polizei Rayan? vi?n London im Ganzen nicht weniger als 18M Leichen in der Themse gesunven, van denen bei 599 nicht ermittelt werden lonr.te, wie sic
in's Wasser gerathen seien. WieausLondonqe schrieben wird, sind zwischen den Polizeibe hörden von Petersburg und Moskau einerseits, sowie den Polizeibehörden de? europäischen Hauptädte andererseits eingehende Beratbungen bezüglich der Vorkehrungen im Zuge, welche bei der Krönung des Czaren zur Sicherheit der anwesenden Fürstlichkeiten getroffen werden sollen. Abgesehen davon, daß die betreffenden Behörden genaue Signale ments verdächtiger Persönlichkeiten austauschen, ist auch den europäischen Poli zeibehörden ein genauer Plan von der vtudk Moskau, sowie den bei dcr rö nung zu benutzenden Plätzen und Ge bäulichkelten nebst entsprechcndcnAnmcr kungen zugegangen, und die verschiede nen europäischen Polizei-CentralbehSr-den, insbesondere auch die Londoner, werden zur Verstärkung der russischen Polizei, die bekanntlich kein Muster ist. einige ihrer vorzuglichsten Beamten nach Moskau absenden. E in grauenhaftes Ver steck. Vor einige Tagen starb in der Heilanstalt VilleEvrard ein Journalist RamenS Eugen Sousfllau. Wie er ln Geisteskrankheit verfiel, davon erzahlt die .Latern'i" folgende merkwürdige Ge schichte : Sousfllau, der den Krieg als Franc Tireur mitgemacht hatte, war dann während der Commune in Paris geblieben und am 1. Juni 1871 wegen Theilnahme an dem Ausstand verhastet worden. Man führte ihn mit anderen' Gefangenen nach dem Kriegsgericht aus den PereLachaise. Als er an der Rue de la Folie. Rcguaiilt vorbeikam, suchte er zu entweichen. Er flüchtete sich in einen Winkel, und ein Mann, an den er sich um Hülfe wandte, öffnete ihm einen ungeheuren Schuppen, zeigte ihm einen großen Korb und rieth ihm, sich darin zu verstecken. Sousflau that, wie man ihm sagte. Nach einer Weile zündete er eine Laterne an und blickt um sich. Da sieht er in dem Schuppen einen großen Wagen, dann zwei hohe schwarze Ballen und vor diesem Balken ein Schaukelbrett. . . Entsetzen, er befand sich in dem Magazin des Scharfrichters und man hatte ihn im Korbe versteckt, welcher dazu dient, die Leichen der Gerichteten aufzufangen. Sousflau lies eiligst davon und kehrte in seine Wohnung zurück. Am folgenden Tage war er wahnsinnig. Seitdem ha ben die JrrenAerzte Legrand du Saulle und Testa ihn nicht heilen können. Musikalisch merkwürdig ist ein Dekret des chinesischen Kaisers Chun, der ungesähr um 2284 vor Christi Geburt regierte. Er spricht darin zu seinem MufikJntendanten Konei bei Gelegenheit eines mit Vocsie und Musik zu feiernden Friedensfcsles. SeineWorte erscheinen nach 4' 00 Jähren noch immer höchst weise , und dehcrzigenswerth. Er sagt : .Unterrichte die Kinder der Fürsten und Großen, damit sie durch deine Sorgfalt gerecht, mild und verständig werden ;, daß sie stark seien, ohne Härte, und ihren Rang ohne Stolz und Uebermuth zu behaupten wissen. Diese Gedanken drücke poetisch aus, damit sie nach verschiedenen Melodiken gesungen und 'von Instrumenten begleitet werden können. Die Musik soll dem Sinn der Worte folgen; sie soll einfach und natürlich sein ; eine Musik, welche Eitelkeit und Erschlaffung befördert, ist stets verwerflich. Musik ist d' Ausdruck der Gesühle der Seele ; die Seele deö Musikers erhaben und großmüthig, so werden seine Werke nur Tugend athmen, seine Töne werden das Menschcnherz mit den Himmelsgeistern aus das Engste ver binden." Wer stimmte diesem über 4000 Jahre alten AuZspruch deö 5?aisersChun nicht bei? Capreraist a m Tageder Beerdigung Garibaldi'ö sast geplündert worden. Fast jeder der Theilnehmer hatte eine Blume, ein Blatt oder einen Zweig in der Hand, wclche die wenigen von Garibaldi mit großer Mühe dem felsigen Boden abgerungenen Sträuche und Bäume hergeben mußlen. Stücle von dem Syenitfclsen, au? dem die Insel besteht, Stücke von dem Holze, welches für den Scheiterhaufen aufgethürmt. endlich Spähne, die von den Brettern abge hobelt waren, auö welchen dcr Sarg Garibaldi's gezimmert war, wurden als Andenken mitgenommen. Nach einer Veröfsentli chung des deutschen .Rcichsanzeigers" weisen die Einnahmen aus Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern in dem adgelausencn Etatvjahr 188182 gegenüber dem Vorsähe eine erhebliche Zunahme auf. Die Zölle crzicltcn eine Mehreinnahme von 14,7 Millionen, die Tabaksteuer von 4.3 Millionen, die Ru benzuckersteuer von 27.8 Millionen, die Branntweinsteuer von 1,2 Millionen, in Summa eine Mehr-Einnahme von 48.7 Millionen Mark ; dazu die neue Stem pelsteuer 6,2 Millionen, die Post, und Telegraphen-Verwaltung ein Plus von 9,2 Millionen, die ReichseisenbahnVer waltung ein PluS von 3,4 Millionen Mark. Geschneit hat es am 12. und 13. Mai im nördlichen Schottland. Die Gipfel des Grampiangebirges sind mit Schnee bedeckt und die Witterung ist plötzlich so kalt geworden wie im Januar. Aus einigen Gegenden von Flintshire wird. ebenfalls winterliches Wetter mit Schneefall gemeldet. Der ungün stige Umschlag des Wetters hat dcr Ve gekation großen Eintrag gethan. Scene a u d e m .Deutschen Neichs-Faust. Unter diesem Titel bringt die Berliner Montags Zeitung folgende poetische Erinnerung an die jüngsten Parlaments-Debatten deö deutschen, Reichstages :
