Indiana Tribüne, Volume 4, Number 294, Indianapolis, Marion County, 7 July 1882 — Page 2

ndiana Hnsüne. nnd ösnntagsausgaöe.

?ucc: UüS. DslawareStr. jKDtered a secaml-class matter at the iostoslice at Tiuliatiaolis, Iiuliana.s onncmcnts-rciic : Tägliche Ausgabe 12 LlZ. per Woche. SountagsauZgabe 5 Cts. perNummer. Leide zusammen . .... I .... 15 Ctö. Per Woche. tST" DaS Tad?att erscheint jeden Nachmit. taa um 1 Uhr. Die ConntagSautga!?, rscheint deS Morgens. Tribnso Publishing Company. Indianapolis, Ind., 7. Juli 1882. Vorjakrlge und dlcSZäyrkge Preise. ? ... . Gin Vergleich, der gegenwärtigen Preise mit denjenigen dcS legten Jahres zeigt am deutlichsten, in welchem Maße dieselben gestiegen sind. Ein Vergleich der Preise, wie. sie um Mitte Juni vori. gen Jahres bestanden, mit denjenigen, wie sie sich zu derselben Zeit in diesem Jahre gestalteten, ergiebt, daß sie, soweit Getreide in' Betrecht kommt, um ein Fünftel gestiegen sind, .die,.Fleischpreise um nahezu ein Drittel, diejenigen für Milchprodukte um, mehr als die Halste während die Zuckerpreise nur unbedeu tend gestiegen sind. Im' Allgemeinen hat in den letzten zwölf Monaten eine Preiserhöhung von ;25 Prozent stattgefunden, und eineQuantitätLebensmittel, für welche man um Mitte Juni dieses Jahres $74.93 .bezahlte," kostete um dieselbe Zeit des vorigen JahreS nicht mehr als $59.70. ,Jn Kleiderstoffen, Metal. len und Bauholz hat in; der genannten Zeit kaum eine PreiSvcränderuug statt gesunden. Die verschiedenen Getreide arten stnd seit November 1878 im Allgemeinen um mehr als die Hälfte im Preise gestiegen, die Milchprodukte um etwas weniger, .Fleisch weist seit 1873 eine Preiserhöhung um nahezu dieHalste aus, während'der Preis. deS Zuckers nur unbedeutend gestiegen ist. - Für Lebens Mittel, welche im November 1878 $19.51 kosteten, bezahlt man jetzt $74.93. Hin sichtlich Kleiderstoffe, Metalle und Nutz, holz hat feit 1878 eine geringere Preis steigerung stattgefunden, und eineQuan tität Waaren, welche aus diesem Arti keln zusammengesetzt ist, kostete im No vember 1878 $108.77. während sie zur Zeit mit $111.53 bezahlt wird. Intervention in Slegypten ? Ein Berichterstatter der Köln. Ztg." schreibt, unterm 20.-Juni. Wenn es zu einer Intervention 'kommen soll, und wenn die Psorte nur unter ihren eigenen Bedingungen intervcniren will.so müßte eine andere Macht die Truppen stellen. Deutschland, Oesterreich Italien und Rußland dürsten von vornherein aus geschloffen sein, da keiner dieser Staaten Lust verspürt, Geld und Blut zu opfern, um die Ungerechtigkeiten und Ungeschick lichkeiten der englischen und französischen Diplomatie wieder gut zu machen. Eng land zeigt auch keine große Begeisterung für eine Unternehmung, die seinen schwachen militärischen .Aus aus eine gefährliche Probe steU m könnte. Denn dieAegy'ptir sind weder mit alten Vogelflinten ausgerüstete Afghanen, noch mit Pfeil und Bogen lampfende Zululaffern. Ja,- 1i?." sind 's Vioch' gefährlicher als die Boers, denn sie besitzen eine nach eurr päischem Muster geformte, 'gut ausge rüstete, wenn .auch nicht übermächtig große,.Armke. Steht ganz Aegypten gegen' die Fremden-, dann müssen besagte Fremde 50,000 Mann schicken, um über sie 5)err zu werden, wenn ; nicht mehr. Das ist aber eine ganz bedenk liche Sache , für die Engländer. Das wäre keine' einfache Expedition, sondern ein großer Krieg. Und die Geschäfte würden darunter leiden, und das liebt man in England nicht. Suez besetzen, jäwarum nicht ! DaS wäre eine an dere Sache, aber damit würde manArabi Pascha nur wenig schrecken, und Europa würde das zudem schon gar nichts nützen. Bleibt also Frankreich. Aber auch Frankreich brauchte zur tunesischen Ex pedition 15,000 Mann, obgleich die mit der ägyptischen nicht. -zu vergleichende tunesische Armee nicht nur keinen Wider stand leistete, sondern sogar noch )ulss dienste verrichtete. Damals, war e3 schon' nöthig, die französische Ärmere gänzlich zu desorga- . nisiren, und diese Armee hätte eine herz lich schlechte Figur gemacht, wenn es da mals dem viel beargwöhnten Nachbar eingefallen wäre, etwas gegen Frankreich zu unternehmend Das weiß man in Frankreich sehr wohl, und deshalb sürchtet man außer in gambettistischen Kreisen nichts mehr, als daß man gezwungen werden könnte,, diese .Desorganisation nochmals vorzunehmen. Der Schluß, u dem matt 'nach allcdiescm gelangt, ist der, daß Frankreich auch nicht interveni ren wird, unddaß,' wenn die Psorte nicht mitthutmemand intervenirt und daß Arabi Pascha dann fortfahren kann, Europäer todischlagcn zu lassen. Der letzte Kuk. i, . Bor ungesähr einem Monate zog der junge Bergmann A. B. Camp mit seiner aus Frau und einem sicbcnmonatlichcn Säuglinge bestehenden Familie vonSan Francisco nach San Benito, Cal., um in der Nachbarschast dieser Stadt nach Speckstein zu -graben.' Die Frau blieb in der Stadt zurück und verdiente durch Waschen ihren und ihres Kindes Unter halt, während der Mann bald einen au ten Platz entdeckt, einen kleinen Stollen in einen n Atchana hineingearbeitet . hübschen' Borrath Speckstein und einen h ge loroeri uuiic. , Dieser Tage kam die Iran mit dem Kinde zu ihrem Manne zu Besnch, und dieser beschloß, dieselben nach San Be 1 . W L (. .11. nito zurückzugeleiten, dort einen Theil

seines Specksteins zu verwerthen und sich mZt cinigenPro!)isionen,dercn er bedürfte, zu verschen. Der Mann hatte sein Zelt, die Decken, seine Werkzeuge und Kochgeräthschüjtcn in einem Versteck im tergebracht und schritt an der Seite seiner Frau dahin, das Kind tra acnd, dessen Munterkeit ihn beglückte. Da siel ihm ein, daß er eine Hacke im Schachte zurückgelaffen habe, die in der Stadt rcparirt werden mußte, und er wollte seiner Frau das Kind übergeben und dann rasch die Hacke holen. Be halte nur das Kind," sagte daZ Weib, ich hole ', die Hacke, Du hast das Kind ja schon so lange nicht gehabt." Die Frau ging hinweg, kehrte jedoch gleich darauf zurück und sagte: mir ist eö plötzlich ganz Angst, gieb mir einen Kufc." Der Mann wollte wie derum selbst nach dem Schachte gehen, aber nachdem cr sein Weib geküßt hatte, lachte daffelbe auf und lief eilends da vsn. Der Vater ging mit dem Kinde ganz langsam vorwärts, die Mutter kam nicht und kam nicht, und als er ängstlich wurde und schnell nach dem Schachte eilte, fand er, daß besten Decke eingestürzt war und sein Weib erschlagen hatte. Etsenvayn 'ttalastropyen.

Das Eisenbahnunglück in der Nähe von Long Branch ist so augenscheinlich die Folge grober Verschuldung der Eisenbahncompagnie, resp, ihrer Beamten, aß die erstere ganz unzmeiselhast sür die vorgekommenen Todesfälle und Verletzungen verantwortlich zu halten ist. Möge und mag der pekuniäre Verlust, der hieraus für die Compagnie erwächst, rftch so beträchtlich sein, die Erfahrung lehrt in unzähligen Füllen, daß derarliae VermögensEinbußen die Verwaltungen der Bahnen nur ganz vorübergehend anspornen, aus größere Sorgsalt in der Verwaltung des Dienstes zu sehen und Unglücksfäden durch Anstellung von mehr und zuverlässigeren Beamten, so wie durch Schutzmaßrcgeln und strengere Beaufsichtigung des Signal Dienstes, des Bahnkörpers, dcS technischen Mate rialS :c. vorzubeugen. Die N. Z). Times" macht den schr bcachtenswerthen Vorschlag, die einzelnen Staaten sollten Gesetze ertasten, durch welche die Schuld an jedem durch die Bahnvcrwaltungen dircct oder indircct vernlaßten Verluste eines Menschenlebens mit der ein sür allemal festgeschtenStrafe von $l00.000 belegt wird. Daß dies der richtige Weg sei, eine Abminderung der Cisenbahun fälle herbeizuführen, kann nicht wohl in Abrede gestellt werden. In nur wen! gen Fallen werden die Entschädigung Ansprüche der Familien einer bet einem Eisenbahnunglück getödtetcn Person so hoch sein, daß es sich empsehlen könnte, denselben die genannteSumme zuzuspre chen, und die zu erlassenden Gesetze mußten daher ausdrücklich darauf hinweisen. daß von jener Summe zunächst die Entschadigungsanspruche zu decken sind, und daß der verbleibende Rest als eine von der betr. Eisenbahngesellschast verwirkte Strafe zu erachteu und sur die Staats kaffe zu verrechnen ist. Die kriminelle Haftbarkeit der einzel nen Angestellten in solchen Fällen, in denen ein Eisenbahn-Unglück nicht so wohl in Folge bejr Bahn-Einrichtungen, der Verwaltung und des Systems, als vielmehr persönlicher Verschuldung ist. wurde hierdurch nicht alterirt, während aber den Individuen gegenüber Ge sängniystrasen zuerkannt und vollstreckt werden können, ist dies den Compagnien gegenüber nicht derFall. und ihnen kann daher nur durch hohe Strascn, die neben dem civilrechtlichen Grunde der Entschä digung den strasrechllichen Charakter der Ahndung tragen, bemerklich : gemacht werden, daß es sich ihnen, abgesehen von der Rücksicht aus Menschenleben, em psiehlt, ihre Angelegenheiten mit äußer ster Gewiffenhaftigkeit zu verwalten, nur die tüchtigsten Beamten anzustellen,' die sie erhalten können, und sich bei Bepim mung der Zahl derselben nicht durch verwerfliche Sparsamkeit leiten zu lasten. Die Bestimmungen, welche in den einzelnen Staaten zur Zeit Geltung haben, sind sehr verschieden.' In New Z)ork können in keinem Falle der Töd tung eines Passagiers von besten Erben mehr als $5,000 aus dem Civilmege ein gellagt werden, ist ein Strafversahren gegen die BahnVerwaltungen als solche kaum möglich. In New Jersey ist eine Maximal Summe, welche eine zuzuerkennendcEnt schädigung nicht übersteigen dars, nicht vorgesehen, da3 Gesetz schreibt aber vor, daß die Entschädigung einzig und allein den der Familie des Verunglückten zu gefügten pekuniären Nachtheil be rücksichtigen dürfe. Die revidirten Sta tuten von Texas enthalten die Bestim mung, daß Eisenbahnverwaltungen in Fällen gröblicher Fahrlässigkeit nicht bloß zu voller Schadloshaltung, sondern auch zu Strafe zu verurtheilen sind, welche als Warnungen dienen und als kriminelle Ahndungen angesehen werden sollen. Die in Texas existirende Bestimmung kommt sonach emem gesetzlichen Erlaffe, wie ihn die genannte Zeltung befürwor tet, 'ziemlich nahe, und wenn in allen Staaten ähnliche Bestimmungen cxistir ten, würden wir in Folge der' gewiffen hafteren Verwaltung deö Eisenbahn dienstes bald eine wesentliche Abnahme der Unglückösälle aus den Eisenbahnen bemerken. Nach der grauenhaften Ka tastrophe bei Ashtabula, O., am 23.Dec. 1876 wurde von Augenzeugen d.ie Mei nung geäußert, einzelne höhere Bahn beamte hätten die Arbeiten zur Befrei ung und Rettung der in den Trümmern der Waggons eingeklemmten, schwer verwundeten Paffagiere nicht fo. energisch betrieben, als dies hatte geschehen kön nen, und zwo auS dem Grunde, weil ihnen die tooten Paffagiere weniger Schaden zufügen konnten, als die leben den verwundeten durch, ihre Aussagen; wir wollen eine ' solche Annähme, fehr gern für vhllig unbegründet, annehmen. aber selbst derartige Annahmen qlö fol che würden hinfällig, wenn ein Gesetz

c.stirte, welches die 'Strafe;: für jeden durch die Schuld einer Eisc::babnBe:waltung herbeigesührtcn Todes.'.ll ein für allcmal normirt.

Tcr 2Le!zen-,,5srttcr". Die colossalen Massen des seit der letzten Ernte in- Chicago angehalten Frühlingsweizens sind jetzt in Fluß c,? rathen. Der größte Theil dieses Getreides ist bereits verschifft worden, und der Nest wird, wie es heißt, in kaum vierzehn Tagen nachfolgen. Der Wei zen geht der Hauptsache nach direkt nach Europa, wo er bereits Käufer gefunden hat. Es wird noch ein Monat darüber hingehen, ehe größere Quantitäten deS diesjährigen Ernte Ertrages auf den Markt kommen. Während Diejenigen, welche den Weizen wirklich in Händen hatten, denselben an auswärtige Käufer losgeschlagen haben, haben leichtsinnige Spekulanten Contrakte abgeschlossen, durch welche sie sich verpflichtet haben, im Lause des Monats Millionen von Busheln zu liesern.. Aber die Einhaltung dieser Contrakte wird sür sie eine Unmöglichkeit sein, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil kein Weizen in solchen Quantitäten mehr zu haben ist. Diese Spekulanten sehen sich in Folge deffcn in einer üblen Lage und müssen den Corner"Leutcn Preise zahlen, wie sie von diesen verlangt werden. Ganz ähnliche Zustände herrschen hinsichtlich des Wclschkorns und anderer Artikel, so daß, wenn der Ertrag der diesjährigen Ernte auf den Martt kommen wird, die alten Voriäthe alle abgesetzt sein werden. Wie viele leichtsinnige Spekulanten da bei über die Klinge werden springen müssen, läßt sich noch nicht voraussetzen, aber ohne Zweifel wird ihre Zahl eine nicht geringe sein. Diese Leu'e haben Lieferungscontraktc sür acht Millionen Bushel Weizen abgeschlossen, und zwar zu Preisen von $1.32 bis $1.35 pro Bushel, während sie selber unter den obwaltenden Verhältnissen unter $l.4ö keinen Weizen werden bekommen können. Aber damit geschieht ihnen nur recht, und sicherlich wird das Publikum für diese Spekulanten, welchen die jetzigen hohen Preise aller Lebcnsmitte! zu verdanken sind, keine Sympathie empfinden. Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, das hat sich auch in diesem Falle wieder einmal gezeigt. Leider ist aber kaum anzunehmen, daß die Spekulati onslustigen hierin eine heilsame Lehre erblicken und sich in Zukunft hüten werden, etwas zu verkaufen, was sie in Wirklichkeit gar nicht besinn. Nückvttl? auf'ö SZngcrsc."!. Elf Jahre sind veifloffen, scitdcm das letzte Sängersest im Osten der Vereinig ten Staaten stattgesundcn hat. Dn8 in New Z)ork im Jahre 1871 abgchaltcnc zwölfte allgemcincSängerfkst des Nordöstlichen Sängerbund von Nordamerika" hinterließ ein nicht unerhebliches Defizit, Hader und Zwietracht und hatte eigent lich Niemand zufriedengestellt. An dieser Erbschaft erkrankte und verschied der Nordöstliche Sängcrbnnd" und die gro ßen Musilfeste, welche seit ungcsär zehn Jahren' nicht zu unterschätzende Fort schritte gemacht und wirklich imposante Dimensionen im Westen, wie im Qstcn angenommen haben, ließen kaum die Hoffnung sür ein Wiederauskommen des Bundes und seiner Feste übrig. Endlich ermannte man sich in Philadelphia und beschloß, daö deutsche Sängersest, welches auch heutzutage trotz und neben den Musikscstcn noch seine volle Verechtignng ljat; wieder zu erwcckcn. Dieses Auserstehungsscst, schreibt ein Correspondenz der N. fj. Stsztg.", hat man jetzt in Philadelphia gefeiert. Das dreizehnte allgemeine Sängersest, obgleich es entschieden. nicht an die letzteren dreiFcste des Nordöstlichen heranreichte, hat doch bewiesen, daß solche Fcstc noch möglich, sür die deutschen Sanaer dieses Landes noch ein Bedürfniß find. Bei Arraugirung ihres Festes gingen die Phlladelpdler von der richtigen Idee aus, daß Sängerseste stch gegen Musikfeste nur halten können, "'enn der Preis gesang und die Gemüthlichkeit, sagen wir die sozialen Affairen, wieder in ihre alten Rechte eingesetzt werden. Zu diefem Schlaffe ist man auch seit einerReihe von Jahren wieder in Deutschland ge langt und hat daselbst neuerdings - den Preisgesang bei größeren und kleineren Gesangsfesten sorgfältig kultivirt. Das Philadelphier Feit hat dem Preisgesang ebensalls wieder die Thüre geöffnet und ihm den weitesten Spiel räum gewährt. Man hat nur eine sehr dehnbare Klaffeneintheilung vorgenom men, sonst aber den konkurirenden Vereinen fast gar keine Beschränkungen auf erlegt. Die Wahl der Lieder war eine vollständig freie, und die Folge davon waren zwei Concerte, auf welche stch das Hauptinteresse der Sänger und ihrer Freunde koncentrirte. Interessantere, spannendere Sängerconcerte, wie diese zwei, in welchen die in drei Klassen em getheilten Vereine sangen, haben wir seit langer Zeit nicht mit angehört. Die Leistungen der um die Preise singenden Vereine, haben fast durchgchcnds be friedigt.' Schwache Leistungen liefen wohl mit unter, aber positiv schlecht gab eö nicht. Die drei Vereine der ersten Klasse, der Arion Quartett - Klubb" von New Nork. der Arion" von Newark und der .GermaniaMännerchor" von Baltimore,! haben sogar ausgezeichnet gesungen. Diese drei Vereine boten Leistungen,! welche ihnen wirklich Ehre machten und zu schönen Hoffnungen sür die Zukunft berechtigten. So lange es noch deutsche Gesangvereine gibt, die so gut singen, werden auch Sängerfcstc und Sängerwettstreite noch bestehen. Richt in demselben Grade, wie das Prcissingen hat das Maffensingen befriedigt. Von vornherein war die Wahl der Massenchöre keine sehr glückliche, die Elnstu diruna ist wohl auch nicht zu energisch betrieben worden, und dann war die

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Maaccrasaaci

ikontrclle bei den G:nkralp:obcn und den Concerten eine nicht besonders strenge. Von hin 1500 oder 1000 Sängern, welche n:igcmc!dct waren, haken nie mehr wie 800 oder 000 gesungen. Da bei gingen die Massenchöre ziemlich holperich, den Einsähen fehlten Festigkeit und Präcision und in Bezug ans Nnan lirung. das heißt einfache Vcrthcilnng von Licht und Schatten, war nur das Allcrnothwcndigste und selbst das manchmal nicht gethan worden. Polare" Nichtnngen. Fast unerschöpflich ist der Stoff, wel chen die letzten Reden des Fürsten Bis marck der publicistischcn Erörtcrunz dar bieten. Man liest immer ud immer wieder diese zum Theile bedeutenden, zum Theile aber auch befremdliche. Aeuöcrunacn des mächtigen Staats mannes, dieses wunderbare Gemisch von Polemik, diplomatischer Plauderei und politischer Paradoxie, und immer von neuem bleibt das Auge an einer Bchauptur.g, einem Bekenntnisse, einer An deutnng hasten, sucht der Gedanke sich in der geistigen Werkstatt zurcchtzusin den, aus der diese Reden hervorgegan gen sind.. ' Bismarck sprach von dem Militär budget und vertheidigte dasselbe mit dem Hinweise aus Frankreich und Rußland, mit der Behauptung, daß die Millionen von Vajonnctten dieser beiden Staaten ihre polare Richtung" nachDeutschland hätten, welches, im Centrum Europas stehend, den Coalitionen anderer Mächte vorzugsweise ausgesetzt sei. Ob es wahr oder Nicht wahr ist, was mit dieser Be hauptung der Welt verkündet wird, las sen wir für einen Augenb ick ununter sucht ; das Militärbndzet ist heutzutage fast in allen monarchischen Staaten des Continents ein Noli ine tangere, es birgt in sich den großen Gegensatz, der die Regierungen von den Völkern trennt, und ost schon hat gouvernementalerEifer, auch wenn kein Wölkchen am politischen Horizonte stand, das. drohende Gespenst des Krieges an die Wand gemalt, sobald die Möglichkeit sich kundthat, daß eine Vertretung geneigt sein könnte, Abstriche an dem Heeres-Etat zu befürworten. Das Militärbudget ist auch, Gott sei's geklagt, heutzutage zum Gradmesser der patriotischen Empfindung geworden ; wer nicht mit vergnügtem Sinne Licht, Brot und Fleisch sich vertheucrn laffen will, damit die Krupp'sche Kanonen Werkstätte unausgesetzte Beschäftigung habe, der ist in ut.jercn Zeiten kein Pa triot. Aber ob wahr ode? nicht wahr, ist es klug, daß derjenige Staatsmann, welcher sich selbst einst als den ehrlichen Makler" bezeichnete . und als der erste Repräsentant der europäischen Friedenspolitik angesehen sein will ist es klug, fragen wir, daß dieser Staats mann von einer Stelle, auf die ganz Europa blickt, zwii mächtige Nachbarttaaten laut und unzweioculia einer polaren Richtung gegen Deutschland" zeiht, daß cr ihnen den natürlichenTricb, das eingewurzelte Bedürfniß insinuirt. nch mit einander zu verbunden und ge meinsam über Deutschland herzufallen ? Was ist der europäische Friede, wenn er nur aufrechterhalten wird durch .die Abneigung Rukianos uno iZkranlrelcys, 9 r - i L W . yf m:t den wohlgefchultcn, intelligenten und wohlgcsuhrtcn BaionnettenDeutsch lands anzubinden ?" Ein solcher Friede ist der latente Kricg, ein Friede, der nicht als Selbstzweck, sondern lediglich als das Mittel betrachtet wird, vermöge dessen andere Staaten Zeit gewinnen können, um auch ihrerseits wohl geschulte, intelligente und wohlgeführte Bajonnct'te" in's Feld zu schicken. Und dann ist das ganze Kartenhaus des soatnannten europai sehen Friedens übe den Hausen gewor sen, diejes scltNimc, von dem Fürsten Bismarck künstlich zusammengehaltene Kartenhaus eincs Friedens, dessen Exi stenz nicht die gegenseitige Uebcreinstim mung, sondern die gegenseitige Abnei gung. nicht das innere Bedürfniß, so' dern die Furcht verl iirgt. Wie traurig ist doch ein s:'lchcr rsttcoc, der gleich einrm Spiklballc ou dn Pilzen der Bajonc:!.' !',ili:;dit '" CbS. VL F. P.) Eoi Inland. Eine sehr e r n st e B c s ch u l d i ung erhebt Herr H. A. Higlcy in New gork gegen die Western Union Teleraph Co." Derselbe befand sich als Passagier auf dem in der Nähe von. Zong Branch verunglückten Eisenbahn i.ugc und wollte unmittelbar, nach der Katastrophe in dem Bureau der Western Union in Red Bank zwei Depeschen aus zeoen, erhielt aber von dem Beamten die Auskunft, die sofortige Beförderung der Depeschen könne nicht garant;rt werden. Zu jcucrZcit herrschte nicht der geringste Äeschästsandrang aus dem Bureau, wohl ib hatte die Eisenbahnkompagnie den Telegraphen mit Beschlag belegt, so daß die nach New Vork bestimmten Depe ichcn erst volle sechs Stunden nach der Katastrophe befördert wurden. Es ist ?lar, daß die Cisenbahncompagnie den Telegraphen nur aus dem Grunde in .hre Dienste gcnonimcn hat, damit nicht irgend welche Dcpcschen itzreii absichtlich ocrsätctcn und gcsaibien" Berichten älcr das U:: glück zuvorkommen sollten. D e r V e r t r a g. w e l ch e n C o m modore Shuseldt für die Ver. Staaten mit Korea abgeschlossen bat. wurde bloß dadurch möglich, daß Japan een Ab ichluß dcssclbkn mit seinem ganzen Ein ,'lussc untcrstüt.t?. . Seitdem ist eine 'Uerstimmutt zwischen Japan und Korea nngctrctcn und, sollte es zwischen beiden Staaten zu einem lkricge kommen, so würde hierdurch unsere Stellung in ;?orea sehr erschwert werden. Von bescntendcm Interesse ist übrigens der Äettcag nicht. Das Halbinsclreich Ko rca gelzort, ioie Japan und China, zu Zcn'Rationcn, welche nach außen bedürs nißloö sind, ist aber viel kälter . und rmcr und überhaupt ein Volk von nur geringer Tausch- und Kauskrast. Die Verwaltung d e r E r i c Eisendabn - Compagnie hat in ihre grachlbriefc die Bestimmung aufgenom

men, daß sie für Verzögerungen der Frachtbesördcrung, welche durch Strikes veranlaßt werden, nicht verantwortlich sei. Die Geschäftsleute verweigern entweder die Annahme dieser Fracht bricfe, oder sie nehmen, wenn sie die Beförderung der Fracht für unumgäng nothwendig halten, die Frachtbriefe unter Protest gegen die betreffende Claü sei entgegen. Auch dieses neue Manoeu ver ist ein Beweis, wie sehr die Bahn

Verwaltungen ihre Stellungen als öffettt liche Travsportanstalten verkennen. Laut der Berichte aus 171 Bezirken der südlichen Staaten hat die Witterung . de?.. letzten 14 Tage den Stand der Baümwoll'Plantagen außer ordentlich gefördert und einzelne wölken bruchartige Regen haben nur auf lokal beschränkten Strecken Schaden gethan. Im Vcrhältnlzz zu früheren Jahren ist die Entwickelung der Pflanzen noch etwas zurück, doch ist dies kein Grund, um, einen guten Juli vorausgesetzt, an einer vollen DurchschnittsErnte zu zwei feln. Ueber die voraussichtliche Zucker Produktion lassen sich einigermaßen zuverlässige Conjecturen noch nicht aufstellen; der Sugar Planter" schätzt den Ertrag aus wenigstens 200,000 Hogs heads. Einige Damen in NemHa ven haben es denn doch nicht über sich gewinnen können, der Blanche Douglaß nach ihrer Freisprechung nicht ein kleines Zeichen derBewunderung zu überreichen. Diese Connecticurer frommen Damen, die kein Haar besser sind, als hie Hetäre selbst, haben diesem elenden, verächtlichen Geschöpfe,das verschrieben wurde,um ein ordentliches dutcli girl zu ruiniren. ein glänzendes Bouquet übersandt. Daß zu Ehren der von der Anklage des Mor deS freigesprochenen Verbrecher Mallen von der jeunesso d'oree der Hanlee stadt em Festesten arrangirt wurde, ist selbstverständlich. Das Gericht', sollte die Malley's nunmehr wenigstens unter die Anklage des .Meineides stellen und. zwar auf Grund ihrer disferirenden,ader beschworenen Angaben in der Eöroners Untersuchung und Hauptverhandlung, aber die Verbrecher haben Geld. 1" . An die Offiziere t sein ei Flotte, die vielenAdmirale, Commodore, Capitaine, Commandeure, Lieutenants, Masters, Ensigns und Midshipmtn.zahlt Uncle Sam jährlich $1,914,500, room noch 697.925 sür in den Ruhestand versetzte Flottcnosfiziere kommen. Für sämmtllcheUnter'Ossiziere und Seeleute der Flotte ist nur eine jährliche Bewilli. gung von $2,490,000 nothwendig. Die Ossiziere derJlotte beziehen beinahe noch einmal so viel Gehalt,, als die' ganze rv f if p rt r " i vorige 'canniqail. mii ie . orcl.ee leute kommt ein Ossizier, aus jeden alten Waschzuber, genannt Kriegsschiff," ein Admiral, auf jeden Steuermann ein Commodore oder Capitain :c. Eine beißendere Satyre auf den so überaus klugen und praktischen BruderJonathan, als die obigen Zahlen, kann es kaum ge ben. Der junge Jsraelit Samuel Obrieght, den seme Familie wegen sei ner Berheirathung mit einer Christin mit aller Gewalt , für verrückt erklären laffen möchte, hat vorige. Woche während der Behandlung über seinen Gelsteszu stand das Gerichtszimmer heimlich, ver lassen und wird seitdem vergeblich gesucht. Er stand unter der Obhut eines Bevuty Sheriffs und hatte,. während der letztere . v ' mxi iK.rr'J cnnü ' : ' von oem Nilliier nacy ocicn. Piaßc ge rufen wurde, die Gelegenheit wahrge nommen und stch empfohlen.'' ' . E s i st b e m e r k e n S w e r t h, d a ß die Einwanderung abzunehmen beginnt. Im Laufe des vorigen Monats betrug bis zum 20. die Anzahl der Ankömmlinge in New tyoit 7000 weniger,' als im Parallel Monate des letzten JahreS. Allerdings ist dieses wohl auf Rechnung der bedeutend größeren .Einwanderung der vorhergehenden Monate des Jahres zu schreiben und wild wohl die. Thatsache nicht andern,' daßldie ganze EinWanderung in diesem Jahre die aller früberen Iabre in der Gks.tziäzte deS Landes übersteigen wird. - eryungerletoenoen e völkcrung von Patrick County, Va;, ist genügende Hülse geworden. Man ha ihr 13,000 Barrels Weizenmehl. 2.000 Bushel Mais, 2.100 Bushel Maismehl. 5 Barrels Brod, 500 Psd. Speck. 18 Barrels Häringe, 10 Barrels. Syru 2C0 Psund Kaffee und 5 Barrels Koh lenöl geschickt. C o n t r a c t o r D a r m st a d t a u s New York ist laut des Wahrspruches der Coroners Jury durch eigene Hand gr starben ; das Verschwinde der Brief rasche mit einer bedeutenden Geldsumme und der Uhr ist so wenig ausgeklart. als wie Darmstadt im Hemd zum Fluffe ge langen konnte, ohne von Jemand gese hen zu werden. . Der Mi lw au kee Herold" bemerkt mit Recht : .Und dann noch ernö ! ES gibt keine . .Salsonkeeper'SPartYl'. Es gibt eine Partei, der Freunde, der persönlichen Freiheit und ...die Liquor fabrikanten' Brauer' und ! Wirthe bilden nur einen Bruchtheil jener Partei, die auaenblickllch zwar unterdruckt und bitte, bcsehdet wird, aber schließNchdoch siegen . i . i.. m.ii ...t :c-4-:n wlro, well oas uu lurrr cuc JmSurry'County Gerichte, Virg., werden gegenwärtig zwei jugend liche Giftmischer vrozcssirt,. die farbigen Mary und Virginia Booth, resp. ; 15 und 11 Jahre alt. Dieselbe haben Frau R. C. Gran und Travis JoneS mittels Strychnin'ö, welches sie in den Kaffee gethan, vergiftet. . : ,. . inen Dollalv um eiuen Zahn mit Gas auszuziehen. inen Dollar und afmrt färo:dfüllung. Lehn Dollars für in Ober oder Unlergcbtß Rubdr, deftk Qualität. Alle Arbeit garantirt in Pr. Sutynrand's Dental Moom), lStachfolger von Kilgore,) INT. Illinois Str. 40

Vom uSlaudk. icr oie Vcrabschie

XX e b düng des Grafen Jnatieff wird öerli ner Blättern au? Petersburg bericht?!, der Minister sei zum Vortrag beim Czar erschienen, habe demselben mehrere Actenstücke zur Unterzeichnung vorgelegt und dann ein größeres mit den Worten vorgebracht: .Eure Majestät könnten stch davon dispenstrcn, es zu lesen : Der Czar blickte den Sprecher eine Zeit ang an, dann warf cr itzm das iacntück vor die Füße; daZ Schaustück, waches so drastische Erledigung sand, soll die Vorlage über die ProvinzialLandtage gewesen sein. Warum i?; a r i b a l d i ' s Leiche nicht verbrannt wurde, berichten ctzt italienische Blatter, sollte man den Willen Garida'.di's auösnyr:n, so mußte ein Prozeß vollzogen werden, der mindestens zwölf Stunden gedauert hätte, und bei dem die 5o!z- und Leichenmassc vermengt worden wäre. Da erncr in Italien kein Verbrennungsofen Crematorium cxistirt, und da die Zeit zu dem Bau emes solchen Ofens nicht hinreichte, so mußte auch schon aus diesem einfachen Grunde die Verbren nung unterbleiben. Ueber den sensationell en Selbstmord der beiden Französinnen im Parke des iLrasen iouoenoove oe richten Wiener Blätter : 6s ist festge stellt, daß der Schloßdesttzer ein intimes Verhältnin mit der d'Almont hatte, des sen Frucht ein lknabe ist, welcher jcht in Paris weilt. - Graf Hcmrich suden hove würde vor Jahren auf Zahlung von AlimcntationsGebuhren angeklagt, jedoch gelang es vor 5?urzem dem sittenstrengen Papa d?3 Grafen, seinen Sohn von dieser Last zu befreien, da der Pro zeß zu seinen Gurstcn entschieden wurde. Der ungünstige Ausfall mag daher.die Ursache des Sclbs'.mordcs der Mädchen sein. DerDras . ist jcht . bereit, sür das st! . V 0 iff c .... p ....'. 4i an ininn JllllU iiU,lW Ul. UUyjltlll, Sache gütlich beigelegt würde. Der Vesuv scheint sich. wie man aus Nom meldet, auf eine grö ßere Eruption vorzubereiten; denn es vergeht fast lein Tag, wo er nicht die elektromagnetischen Apparate des Ob tervatorinms.. m Unordnung brachte. Professor Palmieri hat in diesen Tagen mehrere leichte Erdschwanlungen consta tirt. Der Flammengürtel, welcher den Krater flanlirt, wird immer größer und . cn-r ' v r - . n jr. . v SJCTi 01C 2üCUD0ai;n cuqic uicueicyi ueainumn aus eine recht harte Probe gestellt wer den. ..Aus j den Abruzzen werden eben jalls wiederholte Erdstöße flgnalistrt., Jgnatieff e in Börsen Speculant.' Aus Petersburg werden allerlei interessante Eharalterzüge von dem gestürzten' allmächtigen Minister berichtet. 5)err.. Jgnatieff ist ein Bor senSpeculant im größten Styl gewe sen. Seine Operationen, die er durch einen vertrauten Petersburger Bankier ausführen ! ließ, scheinen ganz außer ordentliche Dimensionen gehabt zu ha ben, .und !was Dielleicht, am. Meisten charakteristisch ist, Herr Jgnatieff hat fit8 n l:i hstisso. sneculirt. stets aus daS Fallen der russischen Werthe, den Rück gang der russischen, Noten und der russi (chen Anleihen seine Spekulationen ein gerichtet. Allem Anscheine nach war er der Erste, der aus die Hetzereien Skobe leffs hin große Posten russischer Anleihen aus spätere Lieferung -verkaust hat, um sie sodann mit Gewinn zurückzukaufen. Herr-Jgnatieff ist bei einem Spelu kanten ' in dieser Stellung ist das be greiflich in seine r BörsenOpera tionen stets sehr glücklich gewesen. Er verfügt, heute über, ein außerordentlich bedeutendes Vermögen, in dcffen Genuß er. sich' über die nnsreiwillige Muße trö sten kann ; Eingeweihte schätzen dasselbe aus eine stattliche Anzahl von Millionen. Den, Grund zu demselben legte er bei seiner diplomatischen ' Thätigkeit im Orient. Zu jener Zeit spekulirte er von Cynstantinopcl aus in sehr großen Summen und besonders in der Periode vor. AuLbruch.dcs Oricntkrikges soll er Börsen-Operationen in' großem Styl von Stamdul aus gemacht haben. An Informationen hat es ihm ja freilich nicht gefehlt. Ein P ol t e rab end sch erz. Man . schreibt aus Clerjus (Bosges, Frankreich) : Die Tochter eincs hiesigen Einwohners,, .die am 10. v. Mts. ihre Hochzeit seiern sollte, genas am ö., wäh rend die Gäste zum Polterabend sich Versammeljen, dreier krästigcr Knaben. Die Hochzeit wurde natürlich verschoben, Mutter und skinder .bcsindcn sich wohl. Was der Bräutigam zu diesem verfrühten Ehcsegcn sagt, ist der Tcmps, dem wir diese Nachricht entnehmen, nicht an zugeben in der Lage." D i e , N a ch r i ch t, daß z w i schen der Kurie und der hessischen Negie rung wegen Besitzung des Bischossstuh les in Mainz ein Einvernehmen erzielt und .Domkapitular Dr. Heinrich zum Nachfolger ;v. Kettclcr's bestimmt, sei, gewinnt immer größere Wahrscheinlich keit. Die neuen hessischen Kirchengesctze enthalten keiye Vorschriften über die Art der Bornähme. einer BischofSwahl und verweisen auf die mit Genehmigung der Regierung im Jahre 1823 in 5)effen pu dlizirte Bulle. I n 31 e ü en b u r g und L u zern sind die permanenten Gemäldeaus stellungen .eröffnet worden. Die AuS stelluug auf dem Kornmarkte in Luzern zählt, bereits eine so große Anzahl Bil der, wie noch nie, darunter, solche, die schon durch ihreLewaltigen Dimensionen imponirend wirken. Besonderes Inte reffe dürste die Einweihung einer Frie denSeiche" (nach dem deutsch' sranzösischen Kriege) erregen ; es ist dieses eine sehr sigurenreiche ttomposttlon und löillich ist der Zufall, ' daß unter.den verschiedenen Physiognomien sich auch solche befinden, bie bekannten Luzernern täuschend ähn lich sehen. Ueber die Zu stände a uf Chios schreibt ein griechischer Berichterstatter:.' .Zuverlässigen Nachrichten aus ChioS,.wo.ich im vergangenen Jahre der Katastrophe beiwohnte, entnehme ich.daß die permanenten Erdstöße nun schon seit