Indiana Tribüne, Volume 4, Number 292, Indianapolis, Marion County, 5 July 1882 — Page 2
9 f tr wiuim i FSgliHe- nnd SonntsZsausgaöe. Ofsicc: DclawareStr. EDteral as Fefond-clas3 matter at the festoffice at Indianaiolis, Indiana.J AbonncmentL-Prcife : Tägliche AuZzabe. 12 CtS. per Woche. SonutagS-uZgabe 6 Cts. perNummer. Veide zusammen 15 Cts. per Woche. G- DaS Tagblatt erscheint jeden Nachmit. tag um 2 Uhr. D!e EonntagSaukgab, erscheint des Morgcn5. Tribuna PuWisliing Company. Indianapolis, Ind., 5. Juli 1882. VkSrnarS spricht pro domo. ' Folgendes ist der.Schlnß der zweiten ReichZtagsrede BiZmarck'5, gehalten in . Antwort auf Richter's Kritik der ersten 'BiSmarck'schen Rede : Der Abgeord nete Richter bat gesagt, ich hätte die Sprache des Absolutismus gesprochen. - Das ist nicht zutreffend. Aber ich würde leinen Augenblick anstehen, die Sprache des Absolutismus zu reden, wenn ich mich überzeuaen münte, wovon ich bis her nicht überzeugt bin, daß Absolutismu3 und Patriotismus übereinstimmend sind, daß die deutsche Nationalität, die deutsche Unabhängkeit nach außen und nach innen mehr Schuh und Würdigung bei den Dynastien findet und namentlich bei meinem Herrn, dem König von Preußen. Kurz und gut, wenn ich op tiren müßte zwischen meinem Vaterlande und der parlamcntarifchen Majorität, so kann meine Wahl niemals zweiselhaft - sein, und ich glaube es Jedem zum Muss empfehlen zu können, daß er zwischen Patriotismus und Liberalismus nie in der Wahl zweifelhast sein sollte. Der Herr Richter sagte schließlich : da war es du Ration, da waren es Männer aus der liberalen Seite zumeist, die im Widerspruch mit den Dynastien den deutschen Gedanken lebendig erhielten! Ja meine Herren, lebendig erhielten wie im Käfig, wie man einen Vogel, einen Spatz im Käsig hält oder einen Papagei. Man -hat darüber gesungen, Schützenund Turnfeste gehalten und da war der Gedanke lebendig. Wer hat für ihn ge wirkt un'nd gearbeitet, wer den Entschluß gehabt, so wie ich es 1862 gethan habe, daß ich meine ganze Lebensexistenz ein setzte, . um die Möglichkeit zu haben, die ' Zustimmung des Königs von Preußen zu einer nationalen deutschen Politik zu gewinnen ? Und aus der anderen Seite wollte ich meinem Herrn, der sagte : Ich weiß Niemand, vollen Sie mir auf jede ' s,fm Vi!Hln ). CftlAnCl tltsflt wtuyb iiii uiiuii ? tniwib ikM4b ttvti versagen. -; Ich habe damals Mitwirkung gesucht, Vertreter gesucht, ich fand keine. Wa rnm sind die Herren, die den deutschen Gedanken so tief im Herzen tragen und von'Geburt an gepflegt und gehegt haben, aber helmlich, recht heimlich, ohne etwas dafür zu riskiren, damals nicht hervorgetreten Was haben sie riskirt ? (Ruf::Gesangniß! Alles!) Das war wohl nicht für den nationalen Gedan ken, das wird wohl andere Gründe ge habt haben. (Heiterkeit.) Ich will Nie mand Unrecht thun, ich kenne Solche, die wirklich -für den nationalen Gedan ken gewirkt haben, die Burschenschaft und Einige, die in irrthümlicher Auffas sung der Mittel, weil ihnen das Verstorbner für die politische Situation kehlte, anstatt zu suchen, eine hinrei chende Armee in Deutschland zu schaffen, dieses Mittel in ihrer schwachen Faust und auf der Barrikade suchten. Das kannJedem passiren und gegen die habe kein? Niinki'in? di fmfi ick nickt nen W iy w v v w m W w w w i f nen wollen. Ich bedaure, daß ihnen daS ' Unglüök ' dabei passtrt ist. Aber ich' habe eine sehr angenehme Stellung vollständig aus's Spiel gesetzt, und wenn z. B. die innere Cam pagne gegenüber der Fortschrittspartei mißglückt wäre, wenn man mich fallen ließ; ich weiß nicht, was aus mir gewor den wäre. Das hatte man mir jeden falls zugesichert, daß von meinem Ver mögen nichts übrig bleiben würde, sogar mit härterer Strase gedroht. Aber neh wen Sie, nur an, wenn wir im Kriege . Unglück gehabt hätten ? Ich glaube, daß außer mir Niemand riölirt hätte nach Hause zu kommen, und doch hing es nicht von mir ab, ob er fehlschlug. Ich bin sehr selten geneigt gewesen, eine oratio pro ilorno zu halten, aber wenn der HerrAbgeordnete Richter mir gegen übe? als Rivale in den Verdiensten für Schaffung des deutschen .Reiches und den nationalen Gedanken austreten will, da muß ich einfach sagen : Da kommen Sie mit mir nicht mit." Amerikanischer Käse. Ueber den in den Ver. Staaten aus abgerahmterMilch neuerdings hergestell ten Käse, welcher kürzlich das britische Parlament beschäftigt hat, spricht sich .Herr JankinS, der Secretär der kön. 'landwirthschastlichen Gesellschaft in Lon don, in der Times- wie folgt aus: EndeApril übersandten mir dieKüse Fabrikanten Purnell & Whitman in LittleHallS, N. Z)., zwei von ihnen -aus abgerahmter Milch hergestellte Käse, die, wie. sie mir mittheilten, aus völlig . .blauer Milch" und Schweineschmalz resp. Oleomargarin fabricirt waren. Genannte Fabrikanten schilderten die Herstellungsweise beider KäseArten gc na, sprachen dit Ansicht aus, daß diese Käse einen bedeutenden Handelsartikel zu bilden bestimmt seien, und ersuchten mich u.m ein Gutachten der landwirth fchastlichen Gesellschaft üder die Quali
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tät 'der Käse, sowie über deren Werth für den englischen Markt. Ich sandte Proben von den Käsen an Herrn Dr. Voelker, den Chemiker nserer Geschäft, sowie an verschiedene Experten aus den Gebieten der Landwirthschaft, Milcherei Produkte und Chemie und allcGutachten, die ich erhielt, lauteten übereinstimmend dahin, daß namentlich der unter BeiMischung von Oleomargin hergestellte Käse eine vortreffliche Imitation des amerikanischen Rahmläse, wie solcher zu erst in Ehadder in England hergestellt wurde, sei. Dies machte ich durch die englische Presse bekannt und theilte es den genannten Fabrikanten in Little Falls mit, und zwar mit dem Bemerken, daß der Käse unter seiner richtigen BeZeichnung OleomargarinKäse" in den Handel zu bringen sei. Die Kön. land wirthschaftliche Gesellschaft mochte am 7. Juni die Londoner Handelskammer auf das neue Fabrikat aufmerksam und sügte dem ebensallS ihren die Bezeichnung des Küses betr. Wunsch bei. Gleich . darauf wurde' ich von 'Burnell & Whitman benachrichtigt, daß dieselben ihren Käse nur mit dem Stempel Imitation lactory clieesc in den Handel bringen, und wenn auch andere Fabrikanten diese Methode streng befolgen, so ist gegen den Verkauf des Fabrik'Käse durchaus nichts einzuwenden. Der Käse calculirt sich in London im Detail auf 8 bis v Pevce (ungefähr lü bis 18 Cents.)
,,?it Armee rührt nicht aul" Folgendes ist die Stelle aus Bis marck'S zweiter großen RcichNagSredc (vom 14. Juni), welche in ganz Europa so viel Aussehen gemacht hat und über welche seiner Zeit auch das Kabel be richtete : . Im Hintergrund steht im mer die Verminderung des großen Mili tärbudgets. Ja, meine Herren, glauben Sie denn, daß es uns Vergnügen macht, eine so große Armee zu halten? Ich weiß nicht, od den anderen Ländern, die an uns grenzen und von denen unsere beiden Nachbarn. Frankreich und Nuß' land, jeder mehr Truppen unterhält, als das deutsche Reich, ob es denen eine desondere Freude macht, oder was sie sonst für Zwecke damit verbinden. Ich habe nur die Thatsache zu untersuchen, daß diese Millionen Bajonette ihre polare Richtung im Ganzen nach dem Centrum Europas haben, daß wir im Centrum Europas stehen und schon in Folge dessen, wie auch in Folge der ganzen Geschichte, den Koalitionen anderer Mächte vorzugsweise ausgesetzt sind. Unsere Schwäche hat früher diese Koalition gefühlt. Die Koalition der drei großen Mächte Rußland, Frankreich. Oesterreich und des deutschen Reiches gegen Fried rich den Großen, die Kaunitz'sche Politlk ist Ihnen bekannt. Warum kann dergleichen sich nicht wieder ereignen? Wir haben Objekte, die die Begehrlichkett jedes unserer Nachbarn erregen kön nen. Wenn ich mir in der auswärtigen Politik irgend ein Verdienst beilegen kann, so ist es die Verhinderung einer einer übermächtigen Koalition gegen Deutschland seit dem Jahre 1871. Meine ganze politische Kunst aber wäre gescheitert ohne Hinblick auf die deutsche Mllltürorganisatlon, ohne den leider nicht mehr hier anwesenden Marschall, ohne den Respekt, den wir einflößen und ohne die Abneigung, die man hat, mit unseren wohlgeschulten,intelligenten und wohlgcsührten Truppen anzubinden. (Bravo rechts.) Vernichten Sie diesen Respekt,und Sie sind genau in der shn mächtigen Lage von früher.daß Deutsch land für die anderen Mächte eine Art von Polen für die Theilung sein wird, das fruchtbare Provinzen enthält, die Jeder brauchen kann. Bei dem wenig ausgebildeten Vaterlandssinn der deutschen Nation (Oho! links) warten Sie dasBeispiel ab gibt keine fremde Nation die Hoffnung auf, daß es gerade so gut gelingen werde," wie es Frankreich mit Elsaß gelungen ist, sich deutsch spre chende Leute von deutscher Abstammung zu assimiliren, daß diese lieber die Livree Frankreichs tragen wollen, als den Rock des freien deutschen Bauern. (Bravo ! rechts.) Also an die Armee rühren Sie nicht ! DaL ist nicht blos meine Mcinung, sondern die der Majorität de? Nation: da hört die Gemüthlichkeit aus!Amerikanische Literatur Der bekannte englische Parlament arier und Nationalökonom John Bright hielt kürzlich gelegentlich der Eröffnung der Bibliothek in Birmingham eine Rede, in welcher er sich mit großem Enthusiasmus üher die englischamerikanische Literatur aussprach und die Koryphäen derselben und ihre Werke seinen Zuhörern in kur zen Zügen vorführte. Dabei sagte er unter Anderem : .ES ist noch nicht viele Jahre her, daß die kritischen Autoritäten England's fragten : Kann irgend ein gutes Buch aus den Ver. Staaten kam men V Es leben jetzt in jener Republik öv,00,000 Menschen, welche nahezu alle im Stande sind, unsere Bücher zu lesen, während es nicht wenige unter ihnen giebt, welche Bücher schreiben, die n; mit großem Vortheil lesen können. Jene? Land bietet nicht nur den Schrift stellern dieses Landes ein unermeßlich großes neues Feld, sondern die Werke der dortigen Schriftsteller sind auch für uns eine außerordentlich reiche neue Quelle. ES hat dort in den letzteren Jahren eine nicht unerhebliche -Anzahl von Dichtern gegeben. Bryant 'war unter denselben der älteste, dann kam Longfellow, welcher den Engländern weit näher steht alö jener, dann folgen Whlt tier, Wendell Holmes und Herr Russell Lowell, der jetzige amerikanische Ge sandte an unserem Hofe und nicht minder, wie ich meine, der amerikani sche Gesandte bei dem englischen Volke. Mit Longfellow war- ich persönlich nur oberflächlich bekannt. Ich traf ihn eines Morgens der dem berühmten Atzte Sir Henry Holland, be; welcher Gele
genhttt er sich schr freundschaftlich, mit höchster Anerkennung und ohne irgend welche Eifersüchtelei üöcr seinen amerika nischen Freund Whittier aussprach, wo bei er bemerkte, daß Whit:ie: mit jedem neuen Produkte eine größere Vollkommenhci: an den Tag lege. Longfcllow'ö Hiawatha" ist von verschiedener Sei ten wegen der Einfachheit seiner Sprache und seines VerLmaßcs verlacht worden, aber mit Unrecht. Es enthält eine Schilderung des Lebens der Indianer und schöpft aus den Sagin derselben, welche von großer einfacher Schönheit sind. Whitticr griff in seinen Werken in sehr entschiedener Weise die Sklaverei an und wirkte auf diese Weise für die Befreiung der Neger. Er war ein gott begnadeter Dichter, dessen Worte dem Volke zu Herzen gingen und so ihren Zweck nicht verfehlten.
Ein NLkdr::c5!cS Schreiben Garlvalöi'S, aus welchem man im Gegensatz zu man cherlei verleumderischen Aeußerungen seine Sympathie sür die deutsche Nation ersieht, veröffentlicht Karl Blind in der jüngsten Nummer der Gegenwart". Garibaldi schrieb am ll.April 18G5 aus Caprera an Carl Blind : .Der Fortschritt der Menschheit ist in's Stocken gerathen Es fehlt kr Welt ein Führervolk : nicht um sie zu be herrschen, sondern um sie zu leiten auf dem Psade der Pflicht, die in nichts Anderem besteht, als in der Verbrüderung der Völker und- in dem Sturze der von der Selbstsucht gezogenen schranken. Es sehlt der Welt n Führcrvolk, das, einem ritterlichen Kämpen der Vorzeit gleich, sich der Aufgabe widmet, das Ünrecht zu befehden, die Schwachen zu unterstützcn, und welches bereit wäre, das eigene, materielle Wohl eine Zeit lang zu opfern, um dadurch ein viel kostbareres Gut zu erringen, nämlich das hochbefriedigende Bewußtsein, die Leiden seiner Mitmenschen gclindclt y.i haben. Träte ein Volk mnttng in dieser Weise aus den Plan, es würde alle Unterdrück ten um sich sammeln, es wind? zum Retter aller dcijknigcn werden, die ans dem Abgrund der Erniedrigung emporsteigen wollen, in welchen die Verkehrtheit der Regierungen sie gestürzt hat. Dieser Ehrenposten, den die Wcchselsälle der Zeiten unbesetzt gelassen haben, könnte füglich von der deutschen N.-tion ringenommen werden. In dem ernsten und philosophischen Charakter Ihrer Mitbürger liegt eine Bürgschaft des Vertrauens sür die Zukunft Aller. Schüttelt Ihr daher mit Euren starken gcrmanischen Armen den wurmstichigen Katasalk Bildet Ihr im Herzen Euro' pas, das Ihr bcwrhnt, die achtunggc bietende Einheit Eure? sünszigMillionen und wir alle stürzen uns mi:Bcgierdc und Entzücken in Eure brüderlichen Reihen". ... Erntevcrichte von k üv.n n,.d drüben. Von allen Seiten, auL icn Vcr Staaten, wie aus Europa, trrffen tag täglich die günstigsten Berichte über die Ernteaussichten ein. Weizen, Mais, Hafer, Kartoffeln, Baumwolle und T.r j w -j rr ' . oar oerecyilgcr zu oen yoazncn rirartungen. Die diesjährige Wcizcncrntc inKentucky wird von dem doitigcn staat liehen Ackerbauburcau auf 13.000,000 Bushel geschätzt, was um 2.000,000 Bushel mehr sein würde, als dort in irgend einem anderen Jahre gcerntet wurde. Auch in Dnkota wird der dies jährige Ertrag der Wcizenernte den vor jährigen übertreffen und zwar um 25 Prozent, wie denn die Aussichten im ganzen Nordwcsten, obgleich der Weizen in Folge der Wittcrungsucihältnisse dort etwas zurückgeblieben ist, die günstigsten sind. Auch der Mais ist fast im ganzen Westen in seinem Wachsthum noch nicht soweit vorgeschritten, wie eö sonst um diese Jahreszeit der Fall zu sein pflegt. aber gleichwohl ist sein Stand un AUge meinen ein guter, und außerdem ist in diesem Jahre im Westen das Areal, aus welchem Mais gebaut wird, bedeutend gewachsen. Kurz, die .inländischen Ernteberichte, welche in diesem Jahre mit grö ßerem Jntereffe verfolgt werden, alö in den früheren, weil sie in der ganzen Gcfchäftswelt die Preise wesentlich bccinflussen, lauten im Allgemeinen überaus günstig und ruscn in Stadt und Land die größte Befriedigung hervor. Selbstverständlich nimmt Amuuu, als die Kornkammer Europa's, auch ein großes Jntereffe an Berichten über die dortigen Ernteaussichten. Und auch diese lauten im Allgemeinen recht günstig, und hoffentlich werden" die Vettern drüben ihre Ernte noch im Frieden einheimsen können, ehe der schon lange drohende Sturm losbricht und die über Europa hängenden dunklen Knegswolkcn sich entladen. In Großbritannien und Jrland verspricht man sich mit Recht eine reiche Crnte, und rn dem kenteren sind die Aussichten kaum jemals so vorzüglich gewesen, wie dieses Jahr. Das Pari ser Bulletin des 5alles" schreibt in Bezug auf den Getreidcmarkt : Das grö ßere Risiko besindct sich aus Seiten der Verkäufer,- was aber nichts Anderes heißt, als daß aller Wahrscheinlichkeit nach der Ertrag der Ernte in Frankreich ern solcher sein wird, daß die Getreide preise unbedingt bedeutend sollen müs sen. Aus Holland, Belgien und Oester reich kommen gleichfalls die günstigsten Berichte, und auch in Deutschland sind die Ernteaussichten zusriedenstellend. In Spanien herrscht in verschiedenen Pro vinzcn Dürre, und in einigen Gegenden herrscht eine vollfländiaeMißcrnte. Ruß land wird, trotz der Befürchtungen, die in seinen südlichen Provinzen laut wurden, eine gute Ernte haben, und Ost indien wird, sallS in Folge der ägyptischen. Wirren nicht eine Blockiruug dc Suez-KanalS eintritt, was bei der gegenwärtigen Sachlage sehr leicht möglich ist, große Quantitäten Getreide nachEuropa exportiren können.
Nord o5cr Äelvsjrnord.
m 27. Juni früh geen 7 Uhr cr blickte bei Red Bank, N. I., ein Knabe, der mit dem Fangen von Krebsen im Chrcwsbnry Nivcr beschäftigt war, eine männliche Leiche im Wasser, welches dort nur 2 Fuß tief ist; er machte zwei Män ner, die des Weges kamen, darauf aufmerksara und diese liefen, statt die Leiche zunächst au? dem Wasser zu ziehen, nach dem zwei Meilen entfernten Coroner, trafen diesen nicht einheimisck, erstatteten bei einem Friedensrichter Anzeige und diese? sagte, er werd? sich so bald als möglich nach dem Flusse begeben, zunächst aber solle die Leiche aus dem Wasser gezogen und am Ufer un: Wache gestellt werden. Dies geschah, und bei näherer Untersuchung der Leiche stellte sich heraus, daß dieselbe 'an Brust und Untcrlc:b vterSchnltlOundcn kerne davon lödüich zeigte. Der Todte wurde als dc? Brückenbau-Unternehmer JoZzn Darmstadt von ?!ew ?)ork idcntie sizirt; derselbe, ein wohlhabender Mann, beschäftigte mehrere b:,ndc?t Arbeiter an einer Brücke dc? New Jorl & Lon'j Branch Eisenbahn, deren Bau e? in Ac cord genommen hatte. Er war bei sei nen Arbeitern außerordentlich beliebt. Vor mehreren Wochen hatte er, um die Fertigstellung der Brücke zu bcschleuni gen, eine große Anzabl neuer Arbeiter angestellt, sein bisheriger Superintendcnt hatte diese Leute wegen angeblicher Untüchtiglcit aus der Arbeit geschickt und hierauf hatte Darmstadt denselben, der schon oft Anlaß zu gegründeten BeschwerdendcrArbcitcr gegeben hatte, cntlassen. Der entlassene Superintendent soll hinter dem Rücken Darmstadt's wiederholt Drohungen gegen denselben ausgcstoßen' haben und die Einwohner von Rcd'Bank sind überzeugt, daß ein Mord aus Rache vorliege. Andere Umstände deuten aus Selbst mord hin. Darmfladt hatte vor sechs Wochen seine Frau, mit der er in der glücklichsten Ehe gelebt hatte, durch den Tod verloren und war seit dieser Zeit tiefsinnig. Der Mnn wog seine i!00 Pfund und klagte über, unerträglichen Blutandrang nach dem Kopfe, hatte in New Z)ork auf einem Damvfcr Plätze für sich und seine 5 Kinder zu cincrNeise nach Europa bclcZt und war nur nach Red Bank gekommen, um mit seinem neuen Superintendenten Rose! die Geschäftslcitung während seiner Abwesenhcit zu besprechen. Er war seinen Bekannten durch seine gedrückte Stimmung noch mehr al srüher aufgefallen und hatte die Nacht in Nösel's Wohnung ruhelos, ächzend und stöhnend verbracht. Weitere Momente deuten auf einen Raubmord hin. Am Morgen war Nö sei gegen 5 Uhr aufgestanden, hatte sich angcllcidct, und aus einem benachbarten 5)otcl Cigarren geholt. Bei seiner Rückkehr. f,.nd cr Darmstadt nicht mehr im Zimmer'vör, fand dies im Anfang nicht besonders auffällig, entdeckte später aber ans dem Stuhle neben dem Bette Darmstadrs Beinkleider. Weste und Rock. Nöftl machte seinem Hauswirth George Trick hiervon Mittheilung, beide durchsuchten zunächst Darmstadt's Kleidcr, fanden, daß sich die eine sehr bedeu 'nde Geldsumme enthaltende Bri:ftasche sid eine wertvoll; goldene Uhr in so!chen nicht befand und stellten sodann in Haus und Hof, sowie in dc? ganzen Nachbarschoft Nachforschungen nach Darmstadt an. Niemand hatte etwas von diesem gesehen und schließlich hörten beide Männer von dem Aussindcn der Leiche und erkannten in solcher den Gesuchten. Das Fehlen dc? Brieftasche und de? Uh? machen einen Raubmord wahrscheinlich, unerklärlich aber erscheint es, wie es möglich war, den kräftigen Darmstadt nach dem Flusse zu bringen; im Bett und im Zimmer sandcn sich Blutspurcn nicht vor und die Schnittwunden können sonach dem Darmstadt dort nicht beigebracht worden sein. Ebenso ist eö kaum möglich, daß Darmstadt in einem plötzlichen Anfalle von Wahnsinn im Hemd nach dem Flusse gelausen ist, dort das Hemd ansgczoaen und in das Wasser geworfen, sich dann die vier Wunden beigebracht hat und in das fcichie 2?asser gesprungen ist; trotz der frühen Morgenstunde zwischen 5 und sechs Uhr müßte cr von Jemandem gesehen warben sein. Es hat lei der den Anschein, als ob dieses höchst gchcimnißvollc Räthsel nie gelöst werden Äird. Oot Inland:. Die Ströme und F l ü Z s ? des Westens sind auch im diesjährigen Juni in Folge des Schmclzcns des Schnee in den Fclsengcbirgcn gestiegen, aber stetig und lanasam, so da'k z. B. der Missouri bei Z)anklon und Omaha seit dem 27. Mai nur um fünf Fuß, bei Leavcnwortd nur etwas über 4 Fuß gewachsen ist Es kommt vor, daß die Sommcr-Ucbcr-schwemmungen spätcr als im Juni eintreten, doch pflegen dieselben alsdann weniger verheerend aufzutreten. Unter eigenthümlichen Umständen ereilte am 2S. Juni der Tod den flebenzigjährigen George hull, einen hochgcchietcn Bewohner von Poughkcepsie, R. ?). Derselbe befand sich in einem Znc c.u der Fahrt von New ')crt noch seiner Heimath, als ihm bci Mount Pler.innt Grovc ein spitzer Stein, der durch das hcrabgclassrncJcnstcr flog, an die reckte Schläfe traf und zunächst seine Bewußtlosigkeit, kurze Zeit darauf aber seinen Tod herbeiführte. Auf dem genannten Plötze hatte sich eine Picnic-Gcscllschast gelagert, und irgend Jemand, der zu derselben gehörte, hat den Stein geschleudert; letzterer wurde indem Wagen voresunden; das Loch, welches er in die Fensterscheibe acschlagen hatte, sah genau aus, als ob es von der Kugel ein d in der Nahe abgefeuerten Gewehrs verursacht wäre. . Indem die T c m p c r e n z - F a natiker in Iowa zur Fcicr des Sieges der auten Sacke" an vielen Orten die Kirchenglockcn läuteten, haben sie Glück und Gedeihen zum Lande hlnausgelau
tct. Wie in Kansas wird sich die Ein. Wanderung dem Staate fern halten, wichtige Industriezweige werden geschädigt und vernichtet, und im Gefolge der geheimen Unmäßigkeit mehrt sich die Zahl der Verbrechen. Jede politische Reaction, jeder verblendete Janatismus, jedes Laster bäumt sich im Leben der Völker mit der Energie der Verzweig lung empor, ehe es vor dem Lichte der Erkenntniß und Aufklärung für immer verschwindet. Londoner Zeitungen berich. ten, daß im Jahre 1881 in 473 Fab?' zeugen 103,693 Rinder, 4,23 Schafe und 1,773 Schweine auö den Vereinig ten Staaten nach Enaland imvcrtirt
wurden. Von denselben starben auf der Reise 17 Rinder, 95 Schafe und 10 Schweine. 110 Rinder, 99 Schafe und 13 Schweine kamen in einem Zustande ä S? r A t 4 aI 1 m m V . O ""p itt uiiiuiiinuui iiuuj ucl an düng geschlachtet werden mußten. Wüh. rcnd der Reise fielen 3,387 Rinder, 987 ?chasc und 21 Schweine über Bord. Unter den ChincscninSan Francisco befindet sich ein Sohn des Reiches dc? Mitte, den die Natu? mit brandrothcm Haare geschmückt hat. das in einem stolzen Zopse kunstvoll gefloch ten von der Mitte seines Scheitels her abhängt. Seine Landsleute betrachten ihn mit abergläubischer Verehrung, bei allen Festlichkeiten und Auszügen läßt man ihm den Vortritt und in seinem chinesischen Speischause werden ihm die fettesten Rattenkeulen reservirt. I n A t l a n t a, G a., hat sich der bekannte Professor der Chemie, Wil liam I. Land, durch Schnitte mit einem Rasirmesjer und mehrere Revolverschüsie in qualvoller Weise entleibt, nachdem ihm ein kurz zuvor in ähnlicher Weise gemachter Selbstmordversuch mißlungen war; unwillkürlich drängt sich die Frage auf, warutrs der Mann nicht feine Wif scnschaft zu Hülfe genommen hat, schmerzlos aus dem Leben zu schciden. Stand ihm dieselbe zu hoch, um sie zu einer immerhin bcklagenswcrthen That zu mißbrauchen ? In Philadelphia agitirt eine Gesellschaft von Freunden und Freundinnen geheimer Lasterhaftigkeit sür die Schließung der Bicrgärten an Sonntagen. Der neueste Censusbericht weist nach, daß imSommer 1880 von 35 Millionen Schafen in den Ver. Staaten 155 Millionen Pfund Wolle geschoren worden sind. Im Jahre 1870 lieferten 28 Mill. Schafe einen Woll-Ertrag von nahezu 100 Millionen Pfund. Ziemlich ein Viertel diefcr Produltion kommt auf die Staaten Ohio und Kalifornien, die mit 3 Millionen Schafen und 25 Millionen Pfund Wolle, resp, mit 4 Millioncn.und 17 Millionen aufgeführt sind. Im Jahre 1870 producirten Ohio 20 und Colifornien 11 Millionen Pfund Wolle. In Tcxas ist die Zahl der Schafe von 70:,000 in 187 auf über 2.000,000 in 1880, die Gewinnung von Wolle von 1,- 5 ,000 aus 7,000,000 Pfund gestiegen. Nächst den genannten Staaten ist die Woll - Produktion in Michigan, Misivuri, Pennsylvanien und Wisconsin am meisten gestiegen, wäh rcnd dieselbe in New $ork um nahezu eine halbe Million Pfund abgenommen hat. Dieser Tage bat ein wohlgekleideter Passagier den Condukteur des nach Norwich bestimmten Zuges auf der Station New London, Conn.. er möge doch den Zug eine Minute halten lassen, er habe ein werthvolles Paquct in einem Wagen der Short Line Bahn liegen lassen. Der Kondukteur entsprach der Bitte, wollte aber schon, da der junge Mann zu lange ausblieb, das Zeichen zur Weiterfahrt geben, als letzterer außer Athem herbeieilte und den Zug bestieg. Während der Fahrt offerirte der Con duktcur dem Passagier, er wolle das Paquet,das dieser unter demArme trage, und das wahrscheinlich Werthpapiere enthalte, in Verwahrung nehmen, war aber nicht sonderlich erbaut, daß es nur ein Pfund Candy war, wegen dessen. den Zug zehn Minuten hatte warten lassen. Der Farmer Ed. Webster in Bedsord bci Vattle Crcek in Michigan. kam kürzlich dahinter, daß sein Arbeiter Stephen Tarbell mit seiner des Fa mcrs Frau ein unerlaubtes Verhält niß unterhalte. AIs cr sich mit Tarbell in der Scheune allein befand, zwang er diesen mit vorgehaltenem Revolver, sich auf ein Brctt niederzulegen, band ihn fest und nahm eine Operation an ihm oor, welche . die Legislatur des Staates Missouri vor ungefähr zwei Jahren als Strafe für das Verbrechen der Nothiucht bestimmt hat, die aber in Folge des Veto des Gouverneurs nie prallisch zur 'Anwendung gekommen ist. Tarbell starb und Webster ist verhaftet. Der begüterte Miguel Noe in Californicn hatte das Leben eines ge wissen Mariana Rubio für $15.000 ver sichert und zehn Jahre lang die Prämien bezahlt. Rubio schi:n immer jünger zu werden, und Noe trat die Hälfte der Versicherungssumme an den Advokaten Tully Wise gegen die Verpflichtung ab, daß dieser alle weiter fällig werdenden Prämien bezahle. Schon nach sechs Monaten erschien Wise vor Gericht und vroducirte die beschworcne Aussage zweier Bergleute, aus denen hervorging, öaß Rubio vor mehreren Wochen auf einer in Gemeinschaft mit ihnen unternommcncn Prospccttour in Death Val lcy gestorben sei. Die Versicherungs Gesellschaft weigerte sich, Zahlung zu leisten, Wise klagte, und eS war bereits Termin zur Publikation des dem Kläger günstigen Erkenntnisses anberaumt, als -in Dctective, den die Gesellschaft mit 'lufsindung Rubio's betraut hatte, mit diesem vor Gericht erschien ; der Detcc tiv hatte seinen Mann in Mexico aufge jpürt. TE1IS PAPER may bo rbund on fllo at Gro. P. Koweli & Co'a Ncwspapcr Advertlsing Bureau 10 Sprace Street), whcro adver. r trat linnrr to mde wr it w lUlVi U UllbtP ti-ainsr ont rnr.ts iriRV I llal I will fl l
Oojsi Ausland!. I ;n Süden F r a n k r e i ch 5 Hat man jetzt die OrangcnblüiHen gcern tet und man nimmt an, das; die Orangenwäldcr der Küste von San Juan 100.000 Kilogramm Blüthen geliefert haben, dank hat die Gegend von Cannes etwa 210.000 Kilogramm beigetragen. Die großen Parfümerie?abrikanten in Graste verarbeiten diefe Blüthen. Be kanntlich rzcrden an der französischen tfuste des Mittclmecrcs und - in dcm Rhoncthal auch Veilchen und Roscn in ungeheuren Masten gepflegt, um Par sümcricn daraus zu bereiten. .Der Reichstags Abgeordnete Dr. Karl Braun ist mit einer Arbeit über die Statistik der vomReichs kanzlcr angestrengten Prozesse und mit deren Geschichte beschäftigt. Nähere Mittheilungen über vom Reichskanzler angestrengte Prozesse werden dcm Autor angenehm und willkommen sein." So melden Berliner -.Blätter. Einen c;cfcheutercn Ecdanlcn hat Unser Braun" lange nicht gehabt. Die einfache Aus
sührung dieser 3000 Prozesse, welche seit circa 10 Jahren wegen Beleidigung seiner werthen Perion geführt hat, b,Uden ein stärkeres Argument sür die un glaublich kleinliche und tyrannische Gesinnung desselben sowie es sich um seine Person handelt als hundert der läng sten Richter'schen Reden. D ,e Ordens wüth ,st in republikanischen Frankreich noch größer als in Deutschland, woraus sich mit ziemlicher Sicherheit schließen läßt, daß die Eitelkeit der Franzosen noch immer unübertroffen dasteht. Nach dcm Ein geständniß der Paliser Blätter haben in diesem Jahre 32.000 französische Bür ger : um die Autorisation nachgesucht, fremde Orden tragen zu dürfen. Die meisten dieser exotischen Dekorationsstücke sollen aus San Marino bczoacn worden sein. Diefcs italienische Rcpublikchen dars sich rühmen, den cinträg lichsten Spielwaarenhandcl der Welt zu treiben. San Marino handelt bekannt lich auch mit Herzogs- und Grasenkro nen. t I n Kronstadt s a n d vor einigen Tagen aus unbedeutendem An lasse ein Straßenkamps zwischen Matrosen und Artilleristen statt. Vorerst von kleinen Dimensionen, wuchs die Rauferei zum Kampfe von Hunderten an. Vor übergehende Offiziere wollten die Ruhe herstellen, wurden aber vertagt; später, kommende höhere Osfizierevurden unter Drohungen verhöhnt und zm Flucht gezwungenDer FcsUlNgs Commandant wollte .scinc Autorität geltend machen, wurde aber verlacht ; dcrselb? befahl ein Jnfantcrie-Bataillon zur Stelle und ließ vor den Augen der Raufbolde die Gewehre laden.' Die Artillerie zog sich klug. zurück, die Matrosen lachten Hierau befahl der Bataillons-Commandeur, "einen Schuß in die Lust , abzufeuern, die Matrosen antworteten mit Stcinsalven und verwundeten zahlreiche Jnsantcristen. Hierauf siel das Bataillon mit den Kolben über die Matrosen, her und nach langem heftigem Kampfe und vielen beiderseitigen schweren Verwundungen gelang die Bändigung der Matrosen. Bei dieser Gelegenheit sei konstatirt, daß zahlreiche Beweise von, um sich greisendem Nihilismus im Marinecorps konstatirbar sind und die Disciplinlosigkeit erschreckende Dimensionen annimmt. In Paris ist mittelst D e krets eine Kommission eingesetzt worden, die einen großartigen Entwurf zur Anlegung des schon oft besprochenenKanals zwischen dcm. Ozean und dem Mittelmeer zu prüfen haben wird. Dieser Kanal foll zwischen Bordeaux und Narbonne 407 Kilometer messen, ein Gefülle von 8 Meter und eine Breite zwischen 5 und 80 Meter s haben. Die größten Fahrzeuge der Flotte sollten darin ohne Schwierigkeit verkehren können, so daß ihnen von einem Meer zum anderen der Umweg über Gibraltar crspa,t bliebe. Die. Gcsammtkosten werden auf 1500 Millionen veranschlagt, nämlich 1100 Millionen sür die Bauten und 375 Millionen sür die Ausbaggerung der Einund Ausfahrt. Im Äusschuste sitzen fünf Senatoren, darunter der Admiral Fourichon, fünf Abgeordnete, mehrere hohe Ministcrialbeamte, zwei Staatsräthc, zwei Generäle, zwei Mitglieder dcs'Admiralitätsralrs, die Direktoren der Abtheilungen sür den Handel des In- und Auslandes im Haudclsministcrium und eine Reihe Ingenieure. Ueber d i e n e u c r l i ch e, diesmal glücklich abgelaufene Katastrophe bei Elm liegen nun aüssührlicherc Nachrichten vor. .Samstag, den 10. Juni, Abendö gegen 4 Uhr, löste sich im oberen Drittel des Kopses eine FcISmasZe von der Glöße einiger H.luscr ad. Man sah dieselbe langsam sich vorbiegen und dann in die Nische aus den alten Schutt stürzen. DaL surchtbärc Krachen wurde bis nach Matt vernommen und Viele glaub ten schon, der ganze Risikopf sei adgestürzt. .Bei beginnender- Nacht nahm das Gcpoltcr von herabfallcndcnStückcn wieder zu, so daß 'ür die Nacht die meisten Bewohner das Dors verli.ßcn. Gegen Morgen wurde es wieder ruhig, der Risikopf steht aber noch in kaum wahrnehmbar veränderter Gestalt. Die ad gestürzten Blöcke erreichten den Thalboden nicht. Die Begehungen des Bcrges am 11. und 12. Juni haben ergeben, daß auf der Opscite eine kleine Nische von' einige lausend Kubikmetern aus dem Nistkopf gegen Osten und eir.eähn liehe etwas kleinere auf der Westfeite gegen die Mooseruns (Seite von Elm) ausgcbrochcn und abgestürzt ist. Beides zusammen macht aber wohl kaum den hundertsten Theil des sturzbcreiten Ristkopfcsaus. Die in den letzten Tagen in ganz Italien stattgehabten überschwängllchen Verherrlichungen Gari batdi's haben in Mantova zu recht unangenehmen, blutigen Sccn?n geführt. Gelegentlich der daselbst stattgefunden? Erinnerun'gsfeicrlichleiten wollte die Polizei das Aufhissen tiner 'rolhcn Fahne verhindert; zwischen deren Begleitern
