Indiana Tribüne, Volume 4, Number 291, Indianapolis, Marion County, 3 July 1882 — Page 2
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FägNHt- uud Sonnlagsausgaöe. Ossscc: 62S. DclawarcStr. Rl crel ar seeonJ-clasa matter at the i'oatosiice at Indianapolis, Indiaaa. ' AbonnemcniS-Preise : TLg'iche Ausgabe 12 CtS. per Woche. Sor itagZauSgabe 5 CtS. pcrNummcr. VeU: zusammen 15 Ctt. Per Woche. O.DaS Tagblatt erscheint jeden Nachu?it. taa uin SUHr. Die EonnwgkauSgabe ersch, int deöMorgeNs. .MbnnG Publishing Company. Indianapolis, Ind., O. Juli 1632. Fars?ösSSc4 & sind in der letzteren Zeit HSusig Llagen darüberlaut geworden,daß unter den Farmerssöhnen eine starke Neigung herrscht, ihre ländliche Heimath zu 5erlassen. und sich in der Stadt eine Existenz zu gründen. Man will in dieser Er scheinung -eine Demoralisirung unserer ländlichen Bevölkerung erblicken und glaubt, daß die jungen Leute das Land verlassen, um sich der schweren Farm arbeik zu entziehen, und ein. müßigeö oder doch ein bequemeres Leben zu füh ren, als sie es in ihren alten Verhältnissen können,' oder um sich Ausschweisun gen, dem Laster und dem Verbrechen in die Arme zu werfen. Aber, die so denken, sind in eincmlgroßen Irrthum de fangen. Die menschliche .Natur bleibt ich im Allgemeinen überall ziemlich gleich, sowohl in t den verkehrsreichen Straßen einer Großstadt, wie' aus den ländlichen Fluren. Tugend und Laster, Rechtschaffenh'eit und Unehrlichkeit, Fleiß und Faulheit giebt es überall, wo es Menschen giebt. Es ist eine durchaus falsche Annahme, daß die Mehrzahl der Bewohner einer Großstadt nicht angestrengt für ihren Unterhalt zu arbeiten haben, denn man findet in der Stadt mehr Menschen, die sich durch Ueberanstrengung ruinirt haben, als aus dem Lande. Gewiß ist es nur zu loben, wenn Farmerssöhne, vorausgesetzt, daß sie sür die Landwirthschast Interesse habcn.auf dem Lande bleiben. Die Reize und. Vorzöge des Landlebens sind von allenDichlern, von David bis auf Longsellow be fungen worden. AuS statistischen Angaben ist zu ersehen, daß auf dem Lande weit mehrLeute in ihrem eigenen Hause wohnen, als das in der Stadt der Fall ist, und ferner sind die Landbewohner hinsichtlich ihrer Beschüftigung unabhängiger, als die Städter. Bankerotte kommen auf dem Lande nur höchst selten vor, und Krankheiten und Seuchen treten dort in geringerem Maße aus,'alö.in den Städten. Die Noth des Lebens macht sich dort weniger fühlbar,, und: überhaupt ist das Leben aus dem Lande ein weniger aufreibendes, als das in der. Stadt ' Unter den obwaltenden Verhältnissen ist es übrigens nahezu eine absolute Un Möglichkeit, daß alle'. Farmerssöhne aus ihren väterlichen Farmen bleiben sollten. Viele derselben-sind gar nicht für die Farmarbeit geschaffen und würden auch niemals tüchtige Farmer werden. Sie lenken lieber, einen Dampfer als den Pflug ; sie handeln lieber, als daß sie produciren ; sie handhaben lieber Manu sakturwaaren, als Garben, und arbeiten lieber in einer Fabrik oder Werkstatt, als aus dem Felde. Man.cher.Farmerssohn, dem die Geschicklichkeit für den Getreidebau fehlt, würde vielleicht im GetreideHandel sein Glück machen. Sicherlich würden es die meisten Farmergern sehen,' wenn ihre Söhne sich in der Nachdarschast ansiedelten, aber es würde 'sie sehr betrüben, wenn sie sähen, daß dieselben als Farmer nicht vorwärts kä men. Viele Farmerssohne begeben sich serner in die Stadt, weil es sür sie in ihrer ländlichen Heimath nichts zu thun giebt, well sie - ihre öcraste nicht verwer lhen können ; denn - die Einführung von Aaerbau-Maschlnen hat viele Arbeit kräste überflüssig gemacht. Viele kleine Farmer haben eine größere Anzahl Söhne, für welche es absolut nothwendig ist, sich nach irgend einer einträglichea Beschäftigung umzusehen, und da Farmen heutigen Tageö, wenigstens in den östlichen und mittlerenStaaten, nicht mehr so billig zu haben sind, als früher, so suchen sie sich eine städtische Existenz zu gründen,' denn in der Stadt finden sie eher permanente Beschäftigung, als aus dem Lande, wo die meisten -Farmer nur während , der Erntezeit fremder Hülfe bedürfen. Bob JngersoU'S Minen . Spccula- ' tlon. Die Angelegenheiten der JvanhoeMine erregen in. gewissen Kreisen der Bundeshauptstadt ein nicht geringes Interesse: Der dortige Corresponden't deS .Boston Herald" berichtet darüber Folgendes : Die Jvanhoe-Mine in Nvada ist Bob Jngersoll's Mine, das heißt, Bob' ist der hauptsächstk Eigenthümer derselben, aber es ist jetzt nicht mehr zweifelhaft, daß er auch die größten Verluste zu tragen haben wird; Die Unternehmer in der Sache waren Jngerfoll, die Advokaten-Jirma Haibert, E. Panne & Graston und Senator Plumb von Kansas, sowie eine Washingtoner BankFirma. Die Mine kostete $60,000. so daß die einzelnen Aktien den ursprünglichen Inhabern und Ausstellern derselben nicht höher als auf 30 Cents zu stehen kamen. Die Compagnie wurde vor anderlhalb Jahren gegründet. Gleich
darauf wurden die erjtaunllcyz:en
darauf wurden die erstem schoten von dem ReichtKu cee-SKine in Umlauf setzt. e dcr Ivan-lzoe-Kcine tn Umlauf gezetzt. JJanc i-v- M . . . I 0Uie geradezu unericpltct) und das Erz mit leichter Mühe zu gewinnen sein, Zwar wurde nie etwas aus der Mine zu Tage gefördert, aber wie es hieß, waren vr. mj.xL- :.r:x. v nn: ... r uic vu.;uiic wmmv i a;unt zu in den, und viele Leichtgläubige glaubten daran. Nach und nach nahmen die ursprünglichen Unternehmer verschiedene ihrer guten Freundr in die Compagnie auf, indem sie ihnen Aktien, das Stück zu $3, verkauften. Die Nachfrage nach den Aktien begann zu steigen, und bald kosteten die letzteren $o, was wiederum eme Steigerung der Nachfrage zur Fol
ge hatte. :kurz, das Renommee wuchs dasselbe ? Sle haben ja ihre Panzervon Tage zu Tage, fo daß schließlich schiffe, welche dann doch wenigstens zu r . . . tti. C . . . . . oi y
tiDi oz unierneumer an iut unrerneymen glaubten. Selbst Bob Jngersoll wurde schließlich zu dem Glauben be kehrt, daß du Mine wirklich eme Bv nama" sei. Er steckte daher alles Geld,
was er auftmben konnte, in dieselbe Land setzte? Kein Mann würde lebenhinein, und seine Freunde thaten da?- dig an Bord zurückkehren. Die Menge Cffc. ffll Rnnin V ttYfttftn .';.V. '.U . . 1 OY..C k
ciuc. jiugiivy uvifc i"bM? an im Preise zu fallen, erst in geringem Maße, aber bald mehr und mehr, bis sie schließlich nahezu verthloS wurden, denn dieser Tage wurden tausend derselben zu 10 EentS daS Stuck verkauft. Ingersoll hat bei vleser tzsacye gegen $50,000 verloren, die er jetzt durch Lecturcs wiederzugewinnen suchen wird. VncJftthrung im Marine Tcpar tkment. Die N. N. Times" besvrickt die Ge schäfts' und Buchführung in dem De. partement der Marine in einem Artikel, welcher allgemeine Beachtung verdient. Du Bericht, welchen das MarineDepartement soeben über verschiedene Punkte erstattet hat, über welche das Repräsentantenhaus Auskunst verlangte, weist nach, daß sich die Buchführung dieses Zweiges der öffentlichen Verwaltung in einem Zustande der Lüderlichkeit besindet, der den Ruin selbst des größten und solidesten Privatgeschäfts in kürzester Weise herbeiführen müßte. Daß in der Verwaltung unserer Marine-Ange-legenheiten das Eigenthum des Volkes in der unverantwortlichsten Weise mgeudet wird, ist längst öffentliches Ge heimniß, aber zu dem bösen Willen der leitenden Beamten Cbandler und Robeson tritt eine unglaubliche Nachlässigkeit in der Geschästssührung hinzu. rr a . . r.irv.c jLHis ijauö oal kisormailon uoer etc Kosten gefordert, welche der Bau und die Reparaturen der einzelnen Kriegsschiffe verursacht haben, jeder Nheder sührt Conti über die einzelnen ihm gehö rigen Schiffe, daS Marine-Departement lst tn Folge jelner verrotteten Buchführung nicht im Stande, dem Verlangen des H uses zu entsprechen, trotz der Unzahl seiner Clerks und sonstigen Beamten fehlt ihm das Material, das zu Beantwortung der gestellten Frage erfor-
derlich ist. In dem elenden Machwerke von Bericht, den das Departement er- Die Anklage geqen Professor Mommstattet hat, findet sich allein in Betreff sen gelangte am l5. Juni vor der Straf-
des Dampfers Pensacola eme unaufgeklärte Differenz von Z500.000. DaS Haus wünschte ferner zu wissen, welche Anzahl von Meilen die Schiffe, seit sie in Dienst gestellt wurden, zurückgelegt haben ; der Minister antwortete, um diese Frage beantworten zu können, müßten die Logbücher sämmtlicherSchiffe . i-tf. r- . . m
klngeieyen weroen. oeno ii oas w ut ocn .anoioaien sperrn voumer einpartement nicht in der Lage, Auskunft trat, ist namentlich ein Passus, in welüber die Leistungsfähigkeit der einzelnen chem Prof. Mommsen sich über die
Schiffe zu ertheilen ; Anschaffungskosten, .Wlrthschastöpolltlk der neuesten PioReparaturen, seitherige Leistungen und phett'n" verbreitete. Nachdem Prof.
die gegenwärtige Tüchtigkeit unserer KrlegschiNe sind dem Marmemmisterium böhmische Dörfer. Die Wahrheit fordert, zu constatiren, daß diese unglaubliche Systemlosigkeit nicht dleSchuld deS gegenwärtigen Marincministeriums und -seiner Beamten, sondern seit Jahren in diesem Zweige der Verwaltung vorherrschend ist; in letzterem wurde über den Bestand derFlotte noch nie in einer Weise Buch gesührt. wie dies von Seiten nicht nur der Compagnieen, sondern des unbedeutendsten Rheders geschieht. und doch ist gerade sur die, es Departement die sorgfältigste Gefchäftssührung noch mehr geboten, als für jedes andere ; in ihm kann das .Experimentiren nie vermieden werden und alle diese Experimente sind außerordcnt- : x. i.n.:.(:v r: M..i...t.:i iiu iuifictiy. iiiycicijcucit der Reconstruction unserer Kriegsflotte kaun garnicht in angemessener Weise erledigt werden, wenn unsere Repräsenkanten nicht einmal gründliche Auskunft itf m . WM m uoer oen gegenwärtigen Werly un erer Kriegsruinen erhalten könne, aber das Marinedepartement ist in Folge seiner erbärmlichen Buchführung nicht einmal im Stande, solche Auskunst zu ertheilen." m Aradi über AegyvtenS Wirren, Europäische Blätter bringen folgende Unterredung zwischen Arabi Pascha und einem Correwondenten. Arabi saate: Wir fürchten uns vorNiemand. Meskm. er dauert mich. Der Handel ist in seinen Qünden : damit maa er kick begnügen und sich nicht in Religion, in Politik, in unsere inneren Fragen einmi cken. Ohne ibn bättcn w r d e lek- . - . . - teren schon längst geregelt, und zwar ohne Empörung, in Güte. Unsere Revolution ist eine friedliche, während 5ibr. Franabi. bis an die Knöckel in Blut stecktet. , . Aber in Alexandrien ist ia eben Blut vergossen. . Durch Eure Schuld. Wer bat angefangen? Hat man nicht zuerst zwei unserer unschuldiaen Brüder aetödtet?
Die Bevölkerung hat dasür Rache ge- Angekl. Prof. Mommsen zumSchlußnommcn. Ich war nicht an Ort und wort : Ich dars mir wohl gestatten, dem Stelle. Ich hätte die Sckuldiaen er hohen Gerichtshofe vorzuführen, daß ich
griffen. Uebrigens ist kein Exceß be- . w v . .
gangen woroen, uno vle eraniVorrung vcuucn uvizzuin vu$ mi mit fällt, wie gesagt, aus Euch. Eure Dro- der Pflicht, in meiner öffentlichen Wirkhunaen schrecken uns nicht. Der aläu- samkeit alle Persönlichkeiten zu vcrmei-
bige Muselmann fürchtet sich vor nichts, Das Volk ist allerdings noch nickt sebr aufgeklärt, und derAnblick EurerKriegS -
schme empört es. Der Aeqypter ist von
Hause aus friedliebend. Er lies, 7:6 w - . " Billig schlagen, bis endlich die Armee sich seiner annahm. Die Armee wird alle Rechte rcspcktircn. Ihr braucht also nichts zu fürchten,- nur die Bösen mfiqcn vor uns auf der Hut sein. r,. . ? . r vnnjirDCiien crgre.zen avcr o;c vsuro vaer die Flucht. Sie haben Unrecht. Die Consuln wollen an eine Gefahr glauben machen, die nicht besteht. Die ruhigen Europäer nehmen wir freundlich auf. Die Consuln sind nicht ebenso beru. higt, und wer von den Fremden !ann. verläßt Aegypten. Warum thun Eure Consuln nicht etwas dienten ! Wer weiß? Wie? Sie glauben doch nicht etwa. unsere Armee würde dulden, bau aucb nur ein einziacs Schiff Truvren an's wiuuc iiu zrllliUliiikll. iu unjcrem geweihten Boden nehmen tausend Muselmänner es mit zehntausend Fremden auf. Die Armee ist entschlossen. Wenn die Engländer landeten, würde ich hunderttausend Combattanten auf meiner Seite haben. Wenn nun aber türkische Truppen in Alexandrien landeten? Der Sultan ist der Khalif. Er ist Herr. Niemals wird er Gläubige gegen Glaubige schicken. Blechbüchsen. In dem bekannten medicinischcn Fachblatte The Lancet" macht Professor Helmer darauf aufmerksam, daß die Blechbüchsen von den in ihnen enthaltenen präservirten Nahrungsmitteln weit stärker angegriffen werden, als man gemöhnlich annimmt. Herr Helmer hat in dieser Hinsicht die verschiedenartigsten präservirten Sachen Untersuchungen unterworfen und fast in allen Zinn, mit welchem die Blechbüchsen geschlossen waren, in größeren oder geringeren Quantitäten entdeckt. Namentlich wurde jenes Metall in solchen Büchsen, welche eingemachtes Obst enthielten, stark angegriffen, und selbst in solchen Büchsen, welche Fleisch oder eondensirte Milch enthielten, fand es sich in diesen Artikeln in ausgelöster Form vor. In einem Pfunde präservirter Suppe fand sich ein halbes Gran Zinn und in einer gleichen Quaniiiui - .V. f!i cm: x. .ii.i r iiniuniiucr xHiiiy ein aturn ran, auch in einem Pfunde präservirter Austern wurden sieben zehntel Gran Zinn gefunden. Professor Helmer dehnte seine Untersuchungen weiter aus und entdeckte dabei, da Sodawasser und andere an Gasen , reiche Getränke, wenn man sie durch Zmnröhren leitete, nicht unbedeu tende Quantitäten Zinn in sich ausnahmen. - - Vlömar contra Mommsen. kammer des Berliner Landgerichts 11. zur Verhandlung. Abg. Dr. Thcod. Mommfcn antwortet aus die Fr.ie, ob er sich der Beleidigung des Fürsten Bismarck durch eine anz 21 September in Tempelhof gehaltene Rede schuldig bekenne, mit Nein !" Jukriminirt aus jener Rede,- in welcher Pros. Mommsen c v rr v:v. nn m Mommsen erklärt, daß mit den neuen Propheten" in erster Reihe d:e Prosesso. ren und Akademiker in und außerhalb des Parlaments gemeint scien, nahm Staatsanwalt Dr. Menge das Wort: Als s.Z. bekannt wurde, daß die Staatsanwaltschast beschlossen habe, gegen den, Prof. Mommsen die Strasprozcdur zu eröffnen, da ging ein Schrei der Entrüstung durch die Presse, daß man es wage, einen so berühmten und bochgelehrten Mann, die Zierde der Berliner Universität, aus die Anklagebank z bringen; sehr auffällig ist aber, daß dabei m ver ganz:n Presse kem Wort des Beoauerns darüber laut wurde, daß ein solcher Mann mit solchem europäischen Ruf, wie der Angeklagte, eine Rede halten konnte, die die Staatsanwaltschast im!ha.m V! nwl'U( mupu, un ciiuiiuyv iuicuui zu eröffnen. Was diese Rede im Speziellen betrifft, so ist gar kein Zweifel darüber, daß die selbe im hbchsten Maße beleidigend ist. . C a f . es iragr ncy nur, wer Dcictornt tu. )er Minister lN Puttkamer hielt die Regie rung sür beleidigt, während der Ange klagte meint, es seien damit seine Kolle gen, die die neue Wirthschaftspolitik vertreten, gemeint. Der Passus, daß diese Wirthschaftspolitik eine Politik es cywinoeis ei. wenn t aum oer lt.' V . C r . höchste Mann in die Hand nehme", geht ohne Zweifel auf den Fürsten Bismarck, wenn es auch zugegeben ist, daß es neben demselben noch andere bedeutende Manner und noch einen höheren im Staate giebt. Der Eindruck, welchen diese Rede bei der Zuhörerschaft hat erregen müssen, kann gar nicht zweifelhaft sein, und es entspricht dieser Angriff auf den i i-w 5 n rn . r T. i vur ucn ismara aucy ganz oen vu gungcn des Angklagten, denn das cctcrum cansco desselben in den verschicdensten Reden und Briefen geht immer dahin : das Bürgerthum müsse kämpfen gegen einen Mann, der keinen Anderen gegen sich dulde. Nach meiner Ansicht muß der Angeklagte wegen dieser Rede bestraft werden und ich schlage eine Geldstrafe von 5.00 Mark vor. vor vierzig Jahren und länger vordem lv...icjc. ..,: ri.c v r. : den, voll bewußt bin. und daß ich auch sachlich mit aller Schärfe zu kämpfen 1 weiß. Freilich ist die incriminirte Rede
scharf, ab:? ich' bin dcs Wortes
so weit !naÄn3, baß das deutsche Volt niÄt zweifelhaft sein kann, wen und was ich meine, und daß ich es mcinerscüs als schimpflich betrachten würd?, mich hinter Zwcidcu'.igkeiten zu verstecken. Ich erkläre nöch:uals. daß es mir nicht cingcfallen ist, den 5crrn Ncichckanzlcr als Person beleidigen zu wIllcn.u. ich lcge die rechtliche Beurtheilung der Sache ganz vertrauensvoll in die Hand des hohen Gerichtshofes. Daß die Sache außerdem eine sittlich? und moralische Bcdeutung hat, wird Niemand verkennen, und ich überlasse auch nach dieser Seite hier meine Beurtheilung mit aller Gewissensruhe dem deutschen Publikum der Gegenwart uud Zukunst." Der GerichtsHof zog sich hierauf zur Berathung zurück und verkündete nach kurzcr Zeit durch den Mund seines Vorsitzenden das auf Freisprechung des Angeklagten lautende Urtheil. Der Gerichtthos hab.' dem Angeklagten vollen Glaudcn geschenkt, daß si$ der inllimirmte Tadel nicht auf den Reichskanzler und auch nicht auf die Reichsregierun,g, sondern auf die politischen Parteien bezogen hat. Bekannt lich hat Bismarck gegen das freispre chende Urtheil Berufung eingelegt. m mt Sm Die Sklaverei in Afrika. Die Londoner Times" veröffentlicht einenBcricht übe: dieSllavcrci inAfrika, welcher den Mittheilungen des daselbst seit lanacn Jahren im Dienste der Londoncr Missionsgcsellschaft thätigen Missionärs Hutley entnommen ist. Nach diesen Mittheilungen steht der SklavenHandel an der Ostkuste Akrika's noch in voller Blüthe, namentlich in Zanzibar und den umliegenden Gegenden, obgleich der verstorbene Capt. Browning denselben mit allen Mitteln zu unterdrücken uchte. Diesem Uebel ist um io weniger zu steuern, weil es sich bis weit in das Innere des dunklen Erdtheilcs", namcntlich in die Gegenden der großen Sec'n erstreckt. Herr Hutley kennt das. worüber er spricht, aus eigener Anschauung. Wie er sich ausdruckt, sindisklaven und Elfenbein die einzigen Handelsartikel in jenen Gegenden Afrika's, obgleich dieselben keineswegs unbcwohnarc Wüsten sind. Während dasElsendein immer seltener wird, . scheint der Vorrath an in die Sklaverei zu verkauenden Männern, Frauen und Kindern ein unerschöpflicher zu sein, sobald die Sklavenhändler genug Menschcnfleisch" aufgekauft haben, setzen sich die Karawanen aus dcm Innern nach der Seeküste zu in Bewegung. Dieselben enthalten meistens 1000 Sklaven, von welchen übrigens kaum die Hälfte den Bcstimmungsort, erreicht, denn eine große Anzahl derselben stirbt unterwegs vor Erschöpfuug und Entbehrungen. Ost ist die Sterblichkeit eine noch weit größere; ja, cS wird ein Fall angeführt, in wclchem von einer .Karawane von 300 Sllaven nur 50 am Leben blieben. Dicjenigen, welche die Strapazen des langen Marsches überstehen, sind zu einem Leben verurtheilt, das ihnen nichts Anderes, als Mißhandlungen bringt. Obgleich die Araber, an welche diese Sklaven verkaust werden, von sich zu rühmen pflegen, daß sie ihre Freundllchlelt, mit welcher sie ihre Pserde behandeln, auch auf ihre Sklave ausdehnen, fo erfahren diese davon in Wirklichkeit nichts, oder doch nur fchr wenig. Sie werden cft den größten Hungcrqualen ausgesetzt, und wenn sie sich diesen durch die Flucht zu entziehen suchen und, wie es gewöhnllch geschieht, wieder cingefangen werden, so gestaltet sich ihr Loos nur um so schrecklicher. Die aus den Markt kammenden erwachsenen männlichen Sklaven werden für eine Muskete oder auch sür einen Ochsen eingetauscht, währcndKnaben sür einige Pcrlcnschnüre cingchandclt werden. Bei diesen niedriqenPrei sen ist es nicht zu verwundern, wenn die jtäuser der den geringsten Anlassen ihrer Leidenschaft freien Laus lassen und das Leben der Sklaven sür nichts achten. Dieselben haben also nicht einmal den Schutz des Werthes. Sie werden ' zu Tode geprügelt, niedergeschossen oder an Klötze gescssclt, bis der Tod sie von ihren Qualen erlöst. Ihre 5)crrcn aber machen sich daraus durchaus lein Gewissen, sondern sind zusrieden, wenn ihre übrigen Sklaven darin ein warnendes Exempel erblicken und sich danach richten. !5j?m Anlande. Das soeben p u b l i c i r t e Ccnsus Bulletin 288 weist nach, öi.ß sich in Den Ver. Staaten die Zahl der Farmen von 2.t!0,000 in 1870 auf t.000.0!0 im Jahre 1880, oder um 51 Prozent vermehrt hat. Die Vermehrung der Bevölkerung beträgt ZOProcent, und die außerordentliche Entwicklung unserer Landwirthschast ist die erfreulichste und ermutigendste Wahrnehmung, die uns der Census constalirt. Die melsten neuen Farmen sind im Süden, imNord westcn und in den Pacific-Staaten und Territorien entstanden. Alabama zeigt eine Zunahme von 102, Arkansas von 91, Florida ron 129, Georgia von 98, Louisi'n:a von 70, Vüssijs'ppi von 50, No?d-Cuzo!ina von CS. Süd-Caro-lina von 81. STurgimn vor. (0 iinbrguS von 185 Precfüt. Seit dem Kriege verwände!: sich im Süden die großen Plantagen mehr und mehr tu kleinere warmen. 5ti Dakota boOcn sich die Farmen um 900 Procent vermehrt. Mit Bezug auf u n b c st c l U bare Briefe hat Bundes Senator. Ferry eine Bill eingebracht, welche deren Ruck fendung an die Schreiber erleichtern, und die frühere, durch neue Gesetzgebung be einträcktiate Wirksamkeit der ,'-ieiut Jetter olsice" wiederherstellen soll. Von ungesähr zwet Millionen unbesiell' barer Briefe wurden früher lh Million im vergangenen Jahre aber nicht mehr als Million retourmrt. A u f d e m W o o d law n-Fried Hofe" bei Vrooklyn, N. I., wurde ein Denkmal sür Frank Leslie . enthüllt. Unter den Anwesenden befanden sich Senator Anthony von Nhode Island,
Joaquin Miller und andere hervorra gende Persönlichkeiten, sowie Vertreter der englischen und deutschen Presse. Von N e m P o r k verlautet, dafc Kapitän Schwensen den neuen, zur Zeit in Glasgow im Bau begriffenen Hamburger Dampfer .Hammonia" erhallen wird.
Tödtliches Ver st eck e n spiel, rci Knaben des Hrn. Duncan Taylor k im .ownship Grey, Huron Connty, Can., fanden kürzlich aus folgende Weise ihren Tod : Sie spielten im Stalle und krochen in die Hafcrkiste. . Der Deckel siel zu, und der Haken schnappte ein, so daß die Kinder von innen nicht öffnen konnten. Als der Knecht die Küste öffnete, um die Pferde zu füttern, fand er die Knaben als Leichen darin. Die Klnder wären, resp. 8, 6 und 4 Jahre alt. Die neue Stadt Huron in Dakota, über welche in letzter Zeit oft geschrieben wurde, liegt am westlichen Ufer des Jamcs Nivcr, im Mittelpunkte von Bcadle County, und bildet vermöge ihrer geogravhischen Lage das Centrum des großen Jamcs Niver Thales. DaS erste Haus der Stadt wurde am 2. April 1880 fertig gebaut, der erste Eisendaynzug kam am 25.'Juni 1880 an, und die Postossice wurde im Juli errichtet. Seit dieser Zeit hat die Stadt rasch zugenommen. Dieser Tage starb in Paterson, N. V-, der Schuhmacher Albert C. Bogert. der am 28. März 1781 in Spring Valley, Bergen Co.. geboren war; letzteres hieß damals JSluckup" und. war ausschließlich von Holländern bewohnt. An der Feier seines hundertsten Geburtstages nahmen 12 Kinder, 35 Enkel 86 Urenkel und 12 Ur.urenket Theil. DiePolizeicommissäre der Stadt New Z)ork haben die Polizeibeamtcn Matthews und Walling auf die Zeit von 4 Monaten nach London und Paris entsandt, um die dortigen Polt zeivcrhältnisse zu studiren. - Die New Norker Zeitungen sagen biernt. man habe den genannten Beamten Gelegen heit gegeben, eine Vergnügungsreise aus Kosten der Stadt zu machen. Jedenfalls hat die Ansicht einige Berechtigung, daß man alles, was die Herren zu erfahren wünschen, aus den jährlichen Pollzeivenchtcn der bctden genannten Großstädte ganz genau erfahren könne. Unser Gesandter in London, Herr Lowell ist ein sehr höflicher Mann ; er konnte d'r ersten Vorstellung unseres Tragöden Edwin Booth nicht beiwohnen und schickte dcm Künstler ein Entschuldtgungöschrctben. V te B erHandlungen des Hauics über dieJnlandstcuerBill huben gerade eine Woche in Anspruch genom men und dtc Bill hat das Haus tn der dom Nevcnucausschuß vorgclcgtenForm pajjtrt. Sie schafft die Steuer aus Bankanweisungen. Kapital und Depo siten von Bankgeschäften, aus Zünd Hölzchen und Patentmcdizinen k. sofort ab, und reducut vom ersten Mai nach sten Jahres ab die LiccnSgcbühren für Tabakshändler und die Steuern ausCi garrcn und Cigarettcn. Der erstere Wegfall wird auf nahezu 17 Millionen, die spätere Reduktion ans C Millionen berechnet. Zwei Detektives, L. F. Fero und James Devanny, ,n Nipon, Wlö., hatten sich am 27. Juni, um einen alten Streit durch em ritterliches Duell aus zufechten, mit Pistolen, Aerzten, Seeun danten und Zeugen nach einem versteck ten Platz in der Nähe der genannten Stadt begeben, und das Duell sollte soeben vor sich gehen, als der städtische Marschall mit einem Assistenten auf der Scene erschien und das Duell verbot. In diesem Augenblicke sprang Devanny aus Fero zu, schlug ihn zu Boden, und wurde ihn mit einem Messer, das er'ge zogen hatte, getödtet haben, wenn ihm nicht ein Bruder des Fero, Alex, etnen wohlqezieltcn Schlag zwischen die Augen versetzt hätte.. Der Marschall ergriff Devanny am Arme, dieser aber riß sich los und feuerte einen Schuß auf Al. Fero ab ; die Kugel traf den rechten Arm des letzteren -bei dem Handgelenk und kam am Elbogen wieder heraus ; dann drohte er, jeden niederzuschießen, der Hand an ihn legen würde, und der schwand in dem Walde. Die beiden Fero's wurden von den Aerzten verbunden und nach ihren Wohnungen ge bracht ; sie haben seither keine Anklage gegen Devanny erhoben. , Vom Auslande. Ein k o st b a r e r F u n d. Arbcitcr. welche, in der Rue Oreillc du Tcmplc in Paris einen alten Palast abtrugen, der einst dem Herzog von Guise gehört hatte, stießen in einem Kellergewölbe auf ein großes eisernes Gefäß. Sie machten es von allen Seiten frei und zwei Männer waren nur mit Mühe im Stande, es ans Tageslicht zu bcfördern. Als man den Deckel vor dem Uflt rnehmc? und allen Arbeitern aufhob, blinkten den neugierigen Augen 'goldene Münzen entgegen, die alle das Bildniß Karl VI. trugen. Der Inhalt wurde ausgeschüttet und gewogen : Der Schatz war 80 Pfund schwer. Aus Frankfurt a M. wird uns der Tod eines der besten Maler der dortigen Künstlerkolonie gemeldet. Angelbert Göbel hat sich namentlich als Porträts bedeutende Verdienste erwor ben und von ihm rührtauch das Bildniß Arthur Schöppenhauers,her, nach dem fast sämmtliche der bekannten Ncproduktionen gefertigt sind: Ein Freund und Schüler Göbel's war der bekannte' sranzösische Maler Courbet, der schon bei jeincr Anwesenheit in Frankfurt, also lanAe vor der Zeit' der Pariser Kom munc, aus ästhetischen Gründen gegen die Vcndomesäule, deren Zerstörung er später, veranlaßte, eiferte. Göbel ist 1821 geboren und widmete sich Anfangs der Kupferstcchkunst Erst später ging
er zur Malerei über, der?n Technik :r bei seinen College lernte, indem er als Gegendienst diesen wieder ihre Zeichenfehler verbesserte. Dem Jahresbericht der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die in diesen Tagen ihre Gencralvcrsammlung in Mainz abgehalten hat, entnehmen wir, daß im verflossenen
Jahre 115 Personen, durch Ncttungsgeräthe der Gesellschaft gerettet wurden. womit die Gesammtzahl der bis zum 1. April d. I. vor dcm Tode in den Welen bewahrten Menschenleben auf 1297 gestiegen ist. Eine b ed .l u c r l i chc K c: t astrophe, durch ein Gewitter veranlaßt. ereignete sich, wie seiner Zeit unö dr Telegraph gemeldet, in Werjchetz (üdungarn). Ein furchtbares Gewitter entlud sich, und haben die Weinberge sehr großen Schaden erlitten ; nicht allein die dichten, großen Schlössen haben in wci tem Umkreise Nebenstöcke und Bäume vollständig zerschlagen, sondern das mit aller Vehemenz von den Bergen zu Thal rollende Wasser hat auch das Erdreich völlig mitgerissen; in den Gebirgsschlechten, in welchen die Fahrverbrndungen der Gebirge bestehen, sind viele Fuhrwerke mit Menschen verschwunden, und es läßt sich bei den vielen Vermißten noch nicht bestimmen, wie viel Menschenleben dieser Sturm gekostet hat. Der Wildbach (Messitsgraben genannt) Passirt auch einen Theil der Vorstädte und hat Brücken und Häuser mitgerissen. Von den hart Betroffenen, die ihre Habe verloren, retteten sich die meisten durch die Flucht ; dagegen fanden Nichtbetheiligte, die blos aus ugierde sich näher wagten und auf einer Brücke das schauerliche Wüthen des Elementes ansehen wollten, durch den Einsturz der Brücke den kad. Fernere Berichte melden, daß bereits sieben Leichen ausgefunden worden sind, daß man jedoch unter den Trümmern der Brücke noch mehr Todte vermuthet. Am 23. Juli, wird au fdem öffentlichen Platze zu Choisyel-Roi in Frankreich die feierliche Enthüllung der Statue für Nouget de Lisle, den Verfasser der Marseillaise", stattfinden. Bekanntlich starb derselbe im Juni 1830, und seine Gebeine ruhen auf dem Kirche Hofe von Choisylc-Roi. D ie drei in Belgien verhasteten und an Frankreich ausgeliefcrten Individuen sind nicht der Theilnähme an dem großen Postdiebstahl beschuldigt, fondern vielmehr des Diebstahls von Schmucksachen im Werth von 600,000 Fr., welcher in Paris an der Juwelenhändlerin Chaudct am Boulevard dcö Capucincs verübt worden ist ; außerdem sind sie auch des großen Diebstahls von 2,000.0l.0 verdächtig, dem vor drei Monaten der Herzog von Zichtfield in London zum Opfer gefallen ist. Man hat bn Watson, Fulton und Clara Moolisson beinahe eine Million inBanknotcn und Diamanten und Schmuckschen im Werthe derselben Summe gefunden. Watfon und Fulton sind von Frau Chauvet mit aller Bestimmtheit wiedererkannt worden. In Caltanisetta (Sizilien) hat sich 'Ar. erschütternder Unglücksfall ereignet. In dem Schweselschacht .Tumminelli" riß ein Seil, welches einige mit Schwtskl 'deladene Karren herausziehen sollte und'diefe stürzten in das Innere des Schachtes. Durch die starke Rcibung gerieth der Schwefel in Brand und es erfolgte eine Explosion welche dreizehn Menschen tödtete, worunter den Rechnungöführer. Außerdem wurden nehr als dreißig schwer verwundet. I m Tode vereint. In Wien ist ein kinderloses Ehepaar au dem Leben geschieden ; die Frau inFolge einer Krankheit, .der Mann, . indem er selbst Hand an sich legte. Ferdinand Schreiber, Gesellschafter der Wechselstubensirma Ferdinand Schreiber & Co., führte vor zmci)i,lhrcn, damals 5oZahre alt, srine um einige Jahre jüngere Gat tin Emilie zum Altare. Vor mehr als 20 Jahren schon hatte Schreiber ftinc Gattin, welcke eine arme Gouvcrnar.te war. kennen und lieben gelernt. Der Enlschlun des jungen Mannes, das geliebte Mädchen zu scinerFrau zu machen, scheiterte an dcm Widerstände seiner Familie, und die beiden Liebenden mußten scheiden. Die Liebe verflog im Lause der Jahre nicht, bis zuletzt vor dcm Altar der Segen über sie gesprochen wurde. Das Ehepaar sollte sich aber seinesGlückeö nicht lange ungetrübt erfreuen. Die Frau erk.ankte bald nach der Hochzeit an einem unheilbaren Leiden und siechte langsam dem Grabe zu. In den Armen ihres Mannes hatte sie den letzten Scuszer' ausgehaucht. ' Schreiber schickte unmittelbar daraus sein Stubenmädchen Fanny Stabel weg, angeblich damit sie einen Arzt hole. Nur mit Widerstreben vollzog das Mädchen den Auftag, da es ihren Herrn nicht allein bei der todten Frau lassen wollte. - Als das München zurückkehrt, fand es den Herrn nicht in der Wohnung. In dem im Parterre gelegenen Comptoir bemerkte Fanny Stabel Licht, und als sie hinabeilte,sand sie dicThüre von innen verschlossen. Ihr Pochen blieb unbeantwortet, sie ahnte einUnglück und eilte sofort in dasStadtcommissariat. Der Commissär begab sich in das Haus, ließ durch eincnSch'losser die Comptoirthür öffnen und fand Herrn Schreiber todt auf dem Kanapee sitzen. Er hatte sich auö einem sechsläufigen Revolver eine .Kugel durch die rechte Schläfe in's Gehirn gejagt. ? Das Neueste in. der Ver-ehelichungS-Branche. Wir lesen in der .Köln.' Ztg.- folgendes Inserat : Vereintes Studium.. Ein junger Herr wünscht mit einem jungen, reichen, talentvollen Fräulein, welches Lust hat, mit ihm an einer Schweizer oder amerikamschen Universität Medicin zu studiren, behuss Verehelichung in Correspondenz zu treten. ' Nicht anonyme Zuschriften mit Photographie erbeten iX.
