Indiana Tribüne, Volume 4, Number 290, Indianapolis, Marion County, 2 July 1882 — Page 5
Der Afrikareisende Dr. ? Buchner hat auf seiner Reise durch die südlichen Länder des Congobeckeus auch einenBe such in Mussumba, der Hauptstadt des Sunda-Reiches, beim KönigMuatyamvo gemacht. Ueber diese feierliche Visite im Herzen des schwarzen Kontinents hat der genannte Reisende der Voss. Ztg." einen Bericht zugehen lassen, dem wir die folgenden interessanten Einzelheiten entnehmen : Am 11. December war ich in Mussumba eingezogen; schon für den nächsten Tag befahl mich der König zur Audienz. Ich sollte auf meinem Reit ochsen kommen und mein Mausergewehr mitbringen. Ungesäumt machte ich mich aus den Weg nach der Kipenga, des Residenz des Monarchen, einem schlank ge dehnten Viereck von etwa 140 Schritt Länge und 20 Schritt Breite. Bon einem Ilechtwerkzaune umgeben, enthält es ein Labyrinth kleinerer, durch Jlechtwerk gebildeter Abtheilungen, in deren Mitte ein Platz frei geblieben ist ; an dem Haupteingange, einem Thore von Palmenstangen, hingen oder lagen etwa dreißig Menschenschädel; den Hintergründ des Platzes schloß ein zwanzig Meter hohes, mit einem Strohkegeldache gekröntes Haus Soph ab, welches stolzeste Bauwerk Mujsumba's zur AbHaltung wichtige? Sitzungen bei Regen dient ; bei gutfm Wetter finden diese Sitzungen iin Freien statt. Auf einer von Lehm Iierp,n:?ien Plattform dezeichnete ein iiecpardcnfcll den Thron des Königs ; ein riesiger Sonnenschirm
aus Schilf beschattete denselben. Unter den Klangen eigenthümlicher, vonTrommeln begleiteter Ä!usik tauchte aus einer besonderen Hütte eine höchst bunte Gcstalt auf eä war Mudinamvo. Eine Menge von 'Schranzen folgte dem Fürsten ; zugleich rannte Alles, was sich auf dem Platze angesammelt hatte, jeßt etwa dreihundert Menschen, schreiend heran. Man bedeutete mir, ich möge vor dem Könige erscheinen. Im Trabe ritt ich bis auf zwanzig Schritte an den Thron, sprang dann von meinem Thiere und reichte dem tön:g die Hand, welchem? schüttelte, en ut behielt ich auf dem Kopse. Der König lud mich zum Sitzen ein, und ich nahm imSchatten desSchirme Platz, während sich Se. Majestät gleichfalls niederließen; es entstand eine Verlegenheitspause. Unterdessen hatte sich der &efiaai in der Nähe des Thro nes arrangi'.t, gegenüber dem Throne die Lukugefsa, eine dicklippige Dame von mäßiger?chönheit, die mich so cirladcnb anblinzelte, daß ich ihr ebensalls die Hand reichte. Das Gleiche wollte ich mir bei der Moari, der 5)auptfrau des Königs, die an der Spitze der zahlreichen übrigen Frauen saß, erlauben, wurde aber noch rechtzeitig aus das Unstatthafte dieses Beginnens aufmerksam gemacht, woraus der König huldvollst über meine Naivität zu lächeln geruhte. Ich begann end lich'die Unterhaltung und. zwar m'ttelst der beiderseitigen Dolmetscher, da die Etiquette verbietet, direkt mit dem Monarchen zu sprechen. Ein Geschenk von sechs rothbur.ten Taschentuchern ward gnadig ankommen, ebenso daZ bewußte blaue Perlenhalsband seitens der Lulugessa und einige Stücke Zeug von der Moari. 5)iNter unserem Rücken er hob sich währenddessen ein Tumult, wel chen die Aufseher mit Peitschen von-Ele-phantenhaut beschwichtigten; Muatyamvo ließ si.h dadurch ebensowenig stören, wie durch das Gezänk seiner Weiber ; er tear offenbar in guter Laune und sah mich fortwährend mit dummem La cheln an. Ein schöner Mann ist er keineswegs, sein großer, wulstiger Mund beherbergt unregelmäßige Zähne, spär liche Borsten bedecken sein Kinn und das Haar ist in einer Art von Zopsstyl gejchmackvoll arrangirt während meines Auf.nthaltes in Mussumba registrirte ich sechs Arten seiner Frisur. Eine rothe Papageiseder imHaar, eine Perlenschnur als Amulet am Halse, ebenso als ,,Me dicin" eine nach Art der Hosenträger ge kreuzte kupferne Kette bildeten seinen sonstigen Schmuck, der durch Spangen an Armen und Beinen vervollständigt wurde. Eine der letzteren, aus Menschensehnen geflochten stellt eine Art Scepter vor. Die Kleidung bildet eine vom Gürtel bis zu den Knöcheln reichen des Stück blauen Flanells. Drei Lakaien waren fortwährend um ihn thätig; der erste derselben hatte den' königlichen Speichel, der häustg nach recht? und links entsendet wurce, mit Sand zu bedecken. der zweite handhabte einen Jtiegenwedel, der drille dirlzlrte den Sonnenfchlrm. . . Der Reisende mußte der Königin, der Lukugessa, noch einen besonderen Besuch abstatten und berichtet da: über: Sie hat ebenfalls eine Kipenc i mit einem Soph, wennschon in kleinermMaßstabe. Als ich kam, kroch sie unter dem niedrigen -Vorsprunge des Strohkegeldyches hervor und lud mich ein, Palmenwein zu trinken. Sie selbst war indeß bereits so betrunken, und das Fieber schüttelte mich dermaßen, daß ich mich rasch empfahl." Crinncrnug an Garibaldi. Eine Dame, die sich mit ihrem Autor namen Elpis Melcna nennt, eine enthu siastijche Verehrerin Garibaloi'S, Kalte sich nach denen Verwundung unö er hastung die Erlaubniß erwirkt, den kranken Helden im Fort Varignano und in Spezzia besuchen zu dürfen, und leistete ihm sozusagen die Dienste einer Barmherzigen Schwester. Alles, was sie bei dem Manne ihrer Bewunderung sah und erlebte, zeichnete sie in lhrTage bück, auf. welckes auf den Ratt, von Freunden, denen sie eine Einsicht gestat le:e, der Öffentlichkeit übergeben wurde. Wie der Scvattcn dem Lichte, folgte ne Garibaldi im Ocbcr 1863 auch nach Caprera. und aus den Blättern, welche das Leben des Generals auf der ZiegenInsel und ccsjen Behausung schildern, ziehen wir das Nachfolgende an : Das Haus, welches im Jahre 1861 erbaut war, bot Garibaldi und seinen Freunden ein: räumliche, gesunde Wohnung. Es besteht aus acht-Räumen, von welchen vier das Erdgeschoß, die anderen das obere Stockwerk einnehmen. Beim Hereintreten kam man links in den Salon und in das Zimmer des Generals ; es nimmt, wie die übrigen Räume, die ganze Ticse des Hauses ein und ist
nur vom daneben liegenden Salon nach Norden geschützt. Ein Fenster blickt nach Osten, das andere nach Süden : letzteres ösfnet sich auf eine geräumige Terrasie, von wo aus man eine herrliche und ausgedehnte Aussicht über dieBerge der Gallura, mehrere Inseln und die Gewäffer der Maddalena genießt. Die kleine Wohnstätte des großen Mannes machte mir einen äußerst freundlichen Eindruck. Garibaldi am Speisetisch, umringt von seinen Genossen, und Ga ribaldi im I'ets-a-ete mit Jemandem, den er seiner Freundschaft und seines Vertrauens würdig hält, sind zwei Men schen. Hat die Mittagsstunde oder das Ae Maria die Seinigen um ihn ver sammelt, dann giebt er sich ihnen, jede ernste Betrachtung, jeden tiefen Gedan len dei Seite legend, als schlichter Eommilitone. Die Unterhaltung besteht meistens aus harmlosen Scherzen. Im Buche seines vielbewegten Lebens sindet der tapsere Anführer noch immer ein un-
erwähntes Blatt, welches ihm reichen Ston zu mterenanten Erzahlunaen die-
tet, oder er erkundigt sich auch wohl nach erste Etage ihrer gen Himmel strebenden seinen Feldern, Bäumen und Früchten, Zinsburgen für sich mit Beschlag beleseinen Hunden und Pferden und weiß aen." Aber auch nach anderer Richtung
für jeden Vorfall guten Rath zu ertheilen. Auch aus den Wem kamen wir zu sprechen. Die Besikuna des Generals auf Caprera hat dieses Jahr 450 Liter geliefert. Der Wein ist nicht stark, aber von sehr guter Qualität. Ein Versuch, aus den mdischen Feigen, die hier in großem Ueberflusse wachsen, Wein zu machen, mißglückte indessen gänzlich, und das Droduct wurde von den jungen Tischaenossen für Vinaire de toilette de Caprera" erklär!. Wenn iic sich übrigens nach der maigen Lebensweise ihres Anführers richten, so werden die 450 Liter Wein bis zum nächsten Jahre genügen ; denn er, der als Fürn leben könnte, trinkt keinen Wein und raucht täglich eine halbe toscanische Cigarre ! Nach dem Abendessen zog der General stch zurück in seine ?tube, um seiner Gewohnheit gemäß sich srüh schlasen zu legen und vor Tagesanbruch wieder auf zu sein. Auch mir war eine zeitige Nachtruhe ungewöhnlich erwünscht, denn die überstandenen Strapazen machten sich mehr und mehr fühlbar. Am folgenden Morgen ließ der General mich alcich nach der Frühstücksstunde zu sich bitten. Die ihm bestimm ten Geaenüande waren, Gott weiß, nach welcher Ulyssessahrt, glücklich angekommen, und ich konnte meinem Freunde die ihm 'widmeten Bücher, Broschüren und Gel. jie, die Zeitungsartikel und die verschikdenen Geschenke in aller Ruhe der Reihe nach übergeben. . Als ich ihm das Schwert Italien's" des Gustav Rasch überreichte, fragte er mich, ob ich es in's Italienische zu übersetzen gedächte, und fügte hinzu' Ich bedauere unendlich, die deutsche Sprache nicht zu ver stehen, und wäre ich nicht so alt, ich setzte mich noch heute daran, sie zu studiren.
Ich stelle die Deutschen sehr hoch: es ner Advokaten dmgnt. Der Berpflansind ernste, tiefe und zuverlässige Men- zung der Wiener Cafes an die Spree
schen, von denen ich für die JukunftBleles erwarte Aus eine die Politik betreffende Frage, die ich an Garibaldi richtete, sagte er : Die Welt und in besondere Europa ist in einem anorma len Zustande. Eine Hälste der Bevölkerung will die andere unterdrucken. So kann es nicht bleiben. Da die Souveräne die Menschen einmal nicht zu beglücken wissen, so sollten die Völker sich unter einander verständigen, um zu einem besriedienderen Zustande zu gelangen. Ich halte die Republik für die hiezu geeignetste Verfass.lngssorm ; aber ferne franzöjlfche Republik, die vierzehn Tage dauert, sondern eine Republik, die in der Rechtschaffenheit, in der patrioti-
schen Selbaufopferung und in der Tüch- gudstlger liefen, wo die Staats- und tigkeit des Volkes die Bürgschaft ihres Communalsteuern die Realitäten weniBestehens trägt. Die deutsche mehr als. ger belasten, wo der Hypothekarkredit jede andere Nation besitzt hierzu die nö- billiger ist, und wo endlich die rapide thigenEigenschasten, was sie unternimmt, Zunahme der Bevölkerung die veberspe
wird aus sestem Boden gegründet und sollte von Dauer sein. Nur wünsch: ich ihr mehr Energie und möchte die iutjchen eine Initiative ergreifen feben. die sie iefct Anderen überlassen, die nicht befähigt sind sie zu einem glücklichen Resultate zu sühren." Nicht einmal die zweihundert und einig: Miglien, die Garibaldi auf seinem öden Felenrin nnm ftMtsnnh trennen, firfiern ihn NN? dem beständigen Anliegen um Photo - graphien und Autographien. Im Lause des Nachmittags brachte Pietro drei solcher Gesuche. Als ich mein Erstaunen darüber ausdrückte, sagte Garibaldi: tirfifirr knen k3 ist mir nnmfin iÄ nfttorbfn.' auf dem Kontinent leben, denn dort komme ick vor lauter a i Plackereien nie zu einem ruhigen Mo ment." Berliner Leben. . Ein Wiener Blatt bespricht die Riva lität der Weltstädte Wien und Berlin und legt hierbei resignirt das Geständniß ab, datz m dem feit langen Jahren statt' gehabten Wettlauf zwischen den zwei Großstädten dieitaierstadt an der spree vicuciui ucuiuucii iii. Tr:.-'. c f : f , . .Die Rivalität zwischen W'.en uno Berlin droht mit dem msolze der zur Residenz des geeinigten Tcutschlands avanclrien Stadt ihren Abjuilub zu sin den. Berlin hat, das haben die neuesten Volkszählungen zisfermäßig bewiesen, Wien bedeutend überholt.und dieGefahr ist da. daß wir uns sortab mit dem vierten Nange in der Neihe der Grokstaötc der altenWelt werden begnügen müsien." So heißt es im Eingänge des Artikels, Und eS wird nachgewiesen, daß Berlin einen jährlichen Zuwachs von 4 bis 5 Prozent, Wien dagegen von kaum anrende Lob gezollt, zur Hebung derStadt beigetragen zu baben.' lieber den Verkehr und die Wohnungverhältnisie in Berlin heißt es dann: Die ehedem stille Stadt ist GroMdt in .es Wortes weitester Bedeutung geworden. Der Verkehr hat. Dank 'den neugeschaffenen Verkehrsmitteln, mächtig z,genommen,während die Wohnungsverhältniffe durch eine rationelle Stadteiweiterung gleichzeitig eine wesentlicke 5?erbefferung fahren haben. Im Westen Berlin's erhebt sich eine ganz nce Stadt. Da ist keine Spur vom Viethkasernen-Styl,
derthalb Prozent hat. um großen rechte, die richtige, die zu Recht geltende, Theile wird der Berliner Stadtverwal- wie auch im Französischen, während das tunq das ihr in vollstem Maße gcbüh Englische die linke Hand als qÜ. die
Nichts als schmucke Wohr.'zauser, fast keines über drei Stockwerke hoch. Breite Straßen mit Alleen und große Pläe mit Gartenanlagen. Allenthalben Licht und Lust, und, was die Hauptsache ist, relativ billige Miethszinse. Dort ist das Quartier des guten Mittelstandes, der hohen Bureaukratie, der Schriststeller und Kunstwelt, während die Gedurts und Geldaristokratie nach wie vor die Straße Unter den Linden, deren nächste Umgebung, sowie den Saum des herrlichen Thiergartens" mit ihren Palasten und Landhäusern occupirt. Die Berliner Millionäre teeiben einen an sehnlichen Wohnungsluxus und bewoh nen ihre reich und vielfach auch ge schmackvoll eingerichteten Häuser nach englisch'? Sitte mit ihren Familien allein. Ganz anders dagegen in Wien, wo man für das My liouse is my castle" noch immer kein rechtes Verständniß zu besitzen scheint, und wo unsere Finanzi. ri' ev . . rr
uno sonnigen arone angemenen zu wohnen glauben, wenn ne öle ganze hin ist man in Berlin großstädtisch geworden, memi das genannte Vlatt. Mit der Zunahme des Tagesverkehrs hat auch das Berliner Nachtleben den Pariser Charakter angenommen. Wäh rend die Wiener Ringstraße, der Graben und der Kohlmarkt nach der Sperrstunde, häustg auch vor derselben, sich vollständig unbelebt Präsentiren und dem Fremden ein fast idyllisches Blld gewähren, herrscht in Berlin noch um Mitter nacht und über diese Zeit hinaus Unter den Linden ", rn der Frieorich- und Lelpzigerstraße ind an den anderen Centren volles Leben und Bewegung.. Eine Nacht, die wir dem Cafe Bauer" geopfert, hat uns von der Großartigkeit des Berliner Nachtlebens den richtigen Begriff gegeben. Dieses merkwürdige. nach dem Wiener Urbilde geschaffene Etablissement, wurde vor beiläufig sieben Jahren versuchsweise" eröffnet, und heute zählt das Cafe Bauer" zu den Merkwürdigkeiten der Stadt, nicht blos wegen seiner geradezu verschwenderischen Ausstattung, sondern auch seines nie stockenden Verkehrs halber. Das Lokal wird nämlich niemals gesperrt. Eine Idee von dem Geschästsumsange dieses Kanechauies gewahrt die tägliche Emnahmcziffer von 1200 bis 1500 M., bei einer Regie von GOO bis 700 M., bei ei ncm täglichen Ausgabenbudget also, welches der Tageslosung unserer ersten Cafe's ungefähr entspricht. Es ist überHaupt merkwürdig, mit welcher Rapidi tät das Kast'eehausleben in Berlin Wur zel gefaßt hat. Berlin besitzt bereits ein Dutzend zumeist großer Wiener Cafes," häusig mit Wiener Bedienung und dito Zeitungen. Eines der neuesten, der Pikanterie halber mag es hier verzeichnet werden, wird von einem gewesenen Wiefolgen nunmehr die Bleryauer nach vekannten Wiener Mustern." Die durchaus breiten Straßen des neuen Berlin gestatten allenthalben den Tramway und Omnibusverkehr, wäh rend die nunmehr gleichfalls in BeNutzung vesindliche Stadtbahn, welche die Stadt quer durchschneidet, es der minder bemittelten Klasse ermöglicht, ihre Wohnstätten an der äußersten Peripherie Berlm's aufzuschlagen. In Berlin hält die Baulust fortwährend an. und wohl in keiner Stadt Europa's werden seit Jahr und Tag so siele neue Wohnstatten geschaffen, als eden dort. wo kein Liniengürtel die unnatürliche Baugrenze zieht, wo die Bauverhältnisse kulation in Realitäten Nicht aufkommen läßt. Wie ganz anders ist man inWien zu Werke gegangen, um der Wohnungsnoth beizukommen und um das Ziommunicationswefen zu verbessern. Die rechte Hand. Zu allen Zeiten und unter allen Völkern hat man stets der rechten Hand ein Vorrecht vor der linken eingeräumt, wie "iu" yuyc jumunme. Tempel zu eru,aiem mußten alle umgange nach rechts hm sich bewegen : als PriNINUS laj au OCN veg ZU ViajlUCö machte, um seinen Sohn zu lösen, bat er I k cv ...v.!. , 02, m rnnenogii von reazi yer zu senden; Perikles läßt den Beschluß über das Recht der Promantina der Athener auf die rechte Seite des ehernen Wolfes en.graben. Diese Anschauung hat sich bis auf die heutige Zeit erhalten. der Vornehme geht zur Rechten und eine den Damen dargebrachte Huldigung ist es, wenn wir sie am rechten Arme führen. Die Anerkennung der rechten Seite ist aber aus der Anerkennung der rechten Oand abzuleiten. Ueberall hat die Vor I n.n tx .n v.r. : . jf. i . . .. i ueuuiiu virniuuu, uu(j uic tcune Jjuuu die eigentliche Beherrscherin alles Thuns w, ihr wird daher eme besondere Wür diakeit zugesprochen. Bei der Priester weche der alten Juden wird die große ehe des rechten itufees und der Daumen der rechten Hand mit dem Ovferblute bestrichen, Jakob nennt seinen jüngsten Sohn, dem die sterbende Mutter den Namen Sohn meiner Schmerzen" (Ve noni) gab, Sohn der Rechten (Benja' mm), ihm damit Gluck für sein Lebe: wünschend. Im Dentschen bezeichnen wir ja ganz besonders diese bevorzugte Hand als die verlassene, kennzeichnet. Von Ärtarer xes Ochos wird ausdrücklich erzählt, da cr das Bündniß mit dem Fürsten von Sidon zuerst nicht durch Darreichung seiner rechten Hand bestätigen wollte, er aber einschlug, weil sonst jener .Fürst seiner Zusagen entbunden gewesen wäre. Es ist kein Widerspruch gegen das oben Erwähnte, wenn die römischen Auguren die linke Hand als glückverheißend betrachteten. Die Auguren hielten die Ostseite, die Seite der aufsteigenden Sonne für glückverheißend, es war em Z fester Punkt, nicht eine Richtung, die sich
nach der jeweilig willkürlichen Stellung änderte, für das günstige Omen angenommen. Der griechische Togelschauer stand mit dem Gesichte nach Norden geandt, er hatte also die absolut günstige Seite, den Osten, zur Rechten, wahrend der römische Augur bei der Vogelschau nach Süden blickte, den Osten also' zur L'nken hatte. Dieser Vorzug, den man überall der rechten Hand zuerkannte, entspringt jedenfalls daraus, weil man sie für die kräftigere hielt, mit derselben werden die wichtigsten Handlungen vorgenommen, man schreibt mit derselben, man deutet mit derselben, man greift mit derselben und man kämpft mit derselben. Der Wilde wirft mit ihr seinen Speer, wie der Römer mit ihr das Schwert führte, und wie unsere Kürassire mit ihr den Säbel handhaben. Woher kommt aber diese Einstimmigkeit? Sollte die rechte Körperseite wirklich die kräftigere sein, wie Einige unsere Frage zu erklären suchen ? Wir glauben es nicht; es müßte sich dann auch bei den Thieren zeigen, daß sie zuerst mit der rechtenTatze zugreif fen, was aber durchaus nicht der Fall ist. Wer ein spielendes Kätzchen betrachtet, wird bemerken, daß es seine Pfoten gleichmäßig gebraucht und nach denDingen oder seiner Speise greift, wie es ihm am bequemsten scheint. Daß der Mensch vorwiegend seine rechte Hand benutzt, kommt daher, weil es ihm von Kindheit auf so angewöhnt worden ist; durch diese Gewöhnung ist sie mit de? Zeit kräftiger und geübter geworden. Ich erinnere hier an die Bittschrift der linken Hand" von Helsrich Sturz, welcher mit Energie dafür eintrat, die linke Hand gleicherweise wie die rechte zur Arbeit zu gewöhnen. Daß die linke Hand gleicherweise geübt werden kann, dafür ist der Male? Jouvenet ein Beweis, dessen rechte Hand, a!s7r.6Jahre alt war, gelähmt wurde, und der seine linke Hand so übte, daß er dann noch mit dieser das Magnisicat im Chor von Notre-Dame malte. An einer angeborenen Schwäche der linken Hand liegt es nicht, daß sie weniger in Gebrauch genommen wird; woran aber dann? Möge folgende Antwort als ein Versuch angesehen werden, zur Lösung dieser schwierigen Frage ihr Scherflein beizutragen. So alt wie dasMenschengeschlecht ist der Kamps der Menschen gegen einander, die Hand wurde früher im Kampfe geübt, als sie den Griffel zu führen verstand, früher noch, als sie sich Werkzeuge zu bereiten verstand. Zu den ältesten Werkzeugen gehört aber die Waffe, die den Feind treffen sollte, welcher das Besitzthum oder die Person des Andern bedrohte. Als der Mensch nun erfahren, wo er den Feind am sichersten tödtlich treffen konnte, als er seinen Lebensquell entdeckt hatte, richtete er dorthin r c . '
leinen ÄNgriss. Aber mit der Rechden. So hat sich die Menschheit daran m gewoynl, ganz besonders die rechteyand ö 1 4 f OTJFtA. X Ca VI HVUVUV UIUUUI, uuu it tu Ult UtUUl r V tr:.t. . . "
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s.sltt CV . Vo t IIUI UU3. jll VfciUlllUlll ivuiv u u KÄ j. alleStraben ilhe und blaue Liniin .ingkzeichnet. Ersterewaren aus verschie. die e and für den Kamps aeubt wer- ?.4,.... ..r r:..
m- cm i ix i. V gemieden werden,weil in den elben über-stellen.-WeNlger Wahrscheinlichkeit als luUi bcn betreffenden rothen Punkten ry tfXiiA sc 2 ' '
manche andere Hypothesen und Erklä rungsversuche aus dem Gebiete der Völ erPsychologie hat diese nicht; ich stelle sie dem Urtheile der berufenen Forscher anheim, möge sie einer unbefangenen Prüung gewürdigt werden. Die Entstehung der Sprache. menschlichen Was wird in unserer Zeit der Paramente. Nersammlun?n h 9Wino das Jahr über geredet und gesprochen, ohne daß irgend einer dieser berusenen und unberufenen Redner sich die Frafe vorlegt: Wo und wie ist denn die mensch- ' liche Sprache entsprungen ? Da war König Psammetich von , Egypten doch schon etwas wißbegieriger: er wollte (nach Herodot. Buch 2, Kap. 2) auf dem Wege des Experiments darauf kommen, welche Sprache die älteste, dem Menschen angeborene sei. Zu diesem Zweck übergab er zwei neugeborene Kinder einem Hirten . - . - - c Mit dem Befehle, sie ein am au zuziehn und nie ein Wort vor ihnen auszufprech- .... J ' ' ' en. Räch Verlau einiger Zeit, als sich der Hirt den Kindern einmal genähert, hätten ste- so wird erzählt - die 5)än- ' ' ' de ausgestreckt und gerufen: v kos. Da nun das Wort wekos ein phryaifches ist und Brat" bedeutet, war man am egyptifchen Hofe seitdem dcrAnsicht,daß die phrygische Sprache die Ursprache, diejenige Sprache fei, welche alle Menschen reden müßten wenn sie in keiner anderen gelehrt würden. Und weil man im v ' Echmäb, chen .Weck' anstatt .Semmel" lag,, behauptete aus Grund der Her. dli chen Mittheilungen der Proseffor TSubele aus Laingen steif und fest, die Zchmaben seien das Urvolt 'und nur der schwäbische Dialekt eigne sich zur Wel,. spräche. Vielleicht wegen st schwabichen Ursprungs wollte denn auch Kaiser Friedrich 11.. der hahenstause. das Ezperiment des ezyptischen Königs wiederholen! allein es cheit, die j.ngen Menchen sind inzwischen in ihre onstitulion ,ar,!r geworden. Die beiden kaiserlichen Prb,indr starben ehe s,e zum Sprechen kamen, und zmar,wie der chlet wird, aus Melancholie und Schlaflosigkeit Denn weil die Kinderfrau kein Wort sprechen durste, war es ihr unmöglich ,,,.. :.. Ön h I! S S 5 Z K?m l Ul ÄSS V (tZ jo wortlose Stille -erklärt der dhronist Salinibeni. dem wir dieseErzählung rdan,en. lönne von der 'menZch'liche!1 Natur n ch. ertragen d , Dies stimm. NUN freilich Nicht Mit der Mcmuna des heiligen Augustinus iibaetn; diefer behaustet im (Hegenlheile der Mensch könne von ?catur aus überhaupt nicht reden, ein Kino, unter Siummen groß geworA M IVM V A 4 X & S A T M ti . t h. A 4 x ' -2 a V tenibm dke ZtZ llZ'r wenn'ihm die modernen Berufsredncr bekannt gewesen wären, die ja ganze Sitzungsperioden hindurch unter ihren stumm stimmenden Parteigenossen ganz allem dasWort fuhren, und deren Nach kommenschast, wenn anders die Lehre Darwins irgendwie begründet ist, das Schwätzen nothwendigerweise durch Ver erbung angeboren sein muß.
NufZea Leim gegangen.
fßon Vrner. Tulpenbusch galt unter den Studenten für ein Original". Er war es in der That; aber er wurde,es nur aus Kosten vieler Semester, die ihm der Alte schwer anrechnete, sodaß schließlich bei jeder neuen Vermehrung der Semester auch eine Verminderung des Wechsels eintrat, weshalb er, der flotte Bursche sich in immerwährender Geldnoth befand, mithin ihm Nichts übrig blieb als Schulden zu machen. Er brachte eö auch hierin bald zu einer solchen Anerkennung seiner Virtuosität, daß ihm kein Philister mehr pumpen wollte und diejenigen welche angebissen hatten, fortwährend seine Jude belagerten. Aber er war nicht anzutreffen, denn er hatte längst vorgezogen, abwechselnd bei dem oder jenem Freunde zu logiren und diePhilister fan den nur das leere Nest vor, in dem außer einer alten Säbelklinge Nichts von ir gend welchem Werthe zu holen war. Der Miether dieses leeren Raumes aber saß gerade mit dem betreffenden Bekannten auf dessen freuudlicher Bude, gestärkt durch einen gesunden Schlaf und ließ sich den nebenher ebenfalls gcschundenen" Morgenkaffee recht herzhaft schmecken. Bald jedoch versank er in ein tiefes Sinnen, denn er hielt jeden Morgen mit sich Rath : wie und wo er irgend ein neues Anlehen zu Stande brächte. Er ging hierbei mit einer solchen Verstandesschärfe zu Werke, daß diese Stunden in Wahrheit ein solides Mathematilstudium ausfüllten welches hinwiederum ihn vor der Versumpfung bewahrte. Und so kam es, daß er sich nie oder höchst selten verrechnete, selbst wenn Soll und Haben in seiner Rechnung nicht immer reciproque Werthe waren. Die Sonne stieg höher, und ihre Strahlen es war mitten im Hochsom mer brannten gewaltig auf die geschlossenen Fensterläden und kündeten einen enorm heißen Tag an. Und Tulpenbusch war längst verurtheilt, auch bei der größten Hitze in den schweren Kanonen einherzuschreiten, denn die einst so reizenden, hechtgrauen Beinkleider waren im Frühjahre durch' das Schneewasser, in dem sich so mancherlei Gegenstände aufgelöst hatten, an ihren Enden recht un angenehm gelblich-roth imprügnirt worden. Wie er die Kanonen zur Verdeckung dieses Uebelstandes gepumpt Hai, das wäre auch eine Geschichte; aber wir wollen ihn nicht in jenen Gedanken stören, in welche er bei Beginn des oben verkündeten, heißen TageS verfiel. Diese Gedanken drehten sich nur um den einen : wie kommst du zu emem seinen, neuen ommeranzug r Nach kurzer Vertiefung in diese Frage zog er aus semer Brusttasche emen Plan der Stadt und breitete denselben vor Punkte inmitten der Häusercomplexe gerichtet. Mit dem Ganzen aber hatte es folgende Bewandtniß : Alle Straßen, vtuuvk iriwuiiuiiiip welche roth angezeichnet waren, mußten seine Glaubiger wohnten und nur den freundlicheren, blauen Linien konnte er nachgehen, wenn er unbehelligt bleiben wollte. Die blauen Punkte aber bedeuteten diejenigen Häuser, in denen er verkehrte, bic Wohnungen seiner Freunde seine eigene riar ja längst 3om Blauen hlnuber in's Rothe gegangen die Metpe u. a. m., zu welcher er meist nur auf Umwegen gelangen konnte, ja, hie und da führte ein blauer Strich gerade durch Haus, Hof und Hinterhaus eines stillen Bürgers. Ach ! und cm großer, schöner, blauer Punkt stand emsam inmitten lauter rother Striche ! Es war daS st . &f 's. 0 am &u .1 W 't- lL ouegienyaus, oas er mu uim oqun Bemühen mit den blauen Lmien mcht meyr veromoen lvnnie. war ver Plan eigentlich eme graphische Darstellung seines Studentenlebens. Die rothen Striche bezeichneten m demselben stme Vergangenheit, die blauen seme Gegenwart und die noch ween Stellen r c ..i..Zl ..v vl. u4.um:a1 foV... Inr JUlllnil ll iv v ur mu,i nv. Was mocyie er eoen l eiver mizn, I V - sl l K X. I.m . 0 o nn er muira m vw mcht mehr and, und setzte die blaue Splhe des Stistes au eme Hau erecke. 1 1 i fcL 4 fr AA 'J A 4 IAMA lü"liC ÜCl "j lei"cn mgern und em neuer blauer Punkt war fertig Allem wie die Aus. arbettung des Zugangs zu demselben folgen sollte, da zeigte es sich, daß eS unmöglich war, durch das Netz der rothen Striche hmdurchzukommen, von kemer ttlf 1 !""' I fTS & ju I. - JPli Sa. MlI a n.n. i'""";T"", " j. ' "j? u,,,,., ... i""" um s schars,mmger wurde sem Expose nd m einer halben Stunde, als der ' I 'am. war sein Plan sertig. 3 E.le war e.n Brief schneie und der Fax hatt, l denselben . sofort schwe . allen, dem Hos. "'dermester Meyer zu übergeben, Ten gastsreundl.chen Genossen aber ia, '5"'"? ' L'u, mdem er ,hm E. .'S foi"& b"f ÄRS neuen, Tulpeniusche, wurden Stre ch rhersehnd. A I dieser sch m dem bn. sch 3 " bevorzugte be, sein n E nqur,,erun. aen immer die reicheren freunde be gann er die Garderobe im Kleiderschränke I mustern und wählte schließlich eine . tl, r.r. to wn.n. ,, v,. ne Ji nn '., rsch urten Schla r ock als rtm M b teVeta" '.. .i. L' morvhose, und als er in das Wohnzim mer zurückkehrte und sich im Spiegel musterte, schisn er mit seinem Aussehen zufrieden zu sein. Nach Verlaus einer . . c ' rs ötunoe meiocic ver genevene ax ia chelnd: .Herr HosschneidermeisterMeyer!' .Eintreten.' rie ' ii mit tiefer Stimme, " v nn. NN tut ncnoic silier von oer vah er schien unter der Thüre. Aha' empfing ihn Tulpenbusch, Sie sind sehr pünkt lich !" Der Angeredete verbeugte sich und breitete höflich feine reiche Mufterkarte aus, die. das Neueste in jeder Hinsicht enthielt. Allein Tulpenbusch legte mit stolzer Miene seine Hand auf den Ar
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des Schneidermeisters und sprach mit merkwürdiger Ruhe : Bitte, lassen Sie das einstweilen. Ich beabsichtige aller dings, mir von Ihnen einen Anzug fer tigen zu lassen, allein ich habe meine be sondere Methode!" Der Schneiderstand in Erwartung, und Jener fuhr fort: .S'?e werden sich vielleicht verwundern, allerR? mir schließlich doch Recht geben müssezr. Ich habe nämlich gefunden, daß mau an keinem Kleidungsstücke so einfach und so sicher Ihre Kunst beurtheilen kann, als an einer Weste. Deshalb lasse ich mir stets wenn ich das Atelier, aus dem ich Sachen beziehe, nicht schor? länger kenne zuerst eine Weste, gleichsam als Modell anfertigen, und aus diesem beurtheile ich, inwieweit der Künstler achSchnitt und Auffassung Überhaupt, seine proportionale Berechnung des zu bekleidenden Körpers an stellt Der Kleiderlünstler riß Mund und Ohren auf vor Erstaunen über diese eingehenden Kenntnisse seiner Kunst aus Seiten eines Kunden und suchte nach seinem Bandmaaße. Tulpenbusch geruhte auf die Bitts des Hofkünstlers hin des langen Schlafrockes sitf? zu entledi gen, um seinen gewaltigen Körper den Ausmessungen zuganglich zu machen. Als diese fast beendet waren, meinte er: Gebrauchen Sie nicht zur horizontalen Bestimmung der Schulterblätter die Li belle?" O nein!" erwiderte befangen Herr Meyer. Man hätte ihn auf den Kopf stellen dürfen, er hätte nicht ge wußt, was eine Libelle für ein Ding ist, denn die Wasserjungfrau konnte doch nicht damit gemeint sein. Bei Giboy'tr nls in Paris ist dies stets der Fall", meinte Tulpcnbusch noch, worauf Herr, Meycr erwiderte : ,Ö Sie sind so gut gewachsen, daß es "wirklich ganz unnöthig ist !" Tulpenbusch lächelte über den gewandten, hinter seinem breiten Nucken beschäftigten Schneider und in einigen Minuten waren die Vorstudien zur Bekleidung seines Körpers beendet. Nur erlaubte sich Herr Meyer noch zu fragen : was für Stoss zur Herstellung der vor läufigen Weste benutzt werden ' solle ? Wieder ging ein feines Lächeln über daS Gesicht desGcfragten, und erneute: Das ist eigentlich ganzgal, da ich sie ja nur als Modell gebrauche und nie tragen werde. Dsch da ich einen kleinen Scherz für meinen Diener zu veranstal ten gedenke, so fertigen Sie die ginze Weste aus ganz gewöhnlichem dunklen Futterstoffe und versehen Sie dieselbe mit weißen Beinknöpsen." Nachdem noch die Zeit zur Besichtigung des Modells festgesetzt worden war, entfernte sich dir Hofkleiderkünstlcr wieder, der von dem liebenswürdigen Verständnisse des neuen Kunden sür seine Kunst ent zückt war. Wenn er freilich hätte sehen können, wie Tulpenbusch im Zimmer einen Satz vor Vergnügen machte, als sich die Thüre geschlossen hatte, wenn er hätte hören können, wie er murmelte: er geht aus den Leim!" sein Entzücken wäre sicherlich mit einigen kunstgerechten Jlü chen aus seiner Schnciderseele gefahren. Aber erahnte ja nicht, daß er den 2m" schon an den Füßen trug. Und nie wurde in seinem Atelier ehr Sorgfalt aus eine lumpige Weste aus ordinärem Futter verwendet. . Dem älteren Lehr jungen, der bisher eigentlich nur in Westen gearbeitet hatte,mußte sie.nach ein! gen Maulschellen abgenommen und einem erfahrenen Arbeiter zur Fertigste!lung übergeben werden. Dann probirte sie der Meister zuvor nochmals an einem sich durch Körpergroße auszeichnenden Packtrager, denn unter seinen Gesellen
war Merkwürdigerweise meiner, der dem Modelle als Modell nur annähernd hätte dienen können. Endlich war die Weste fertig, und zur festgesetzten Stunde machte sich Herr Meyer auf den Weg zu Herrn Tnlpenbusch. Mit Kennermiene betrachtete dieser das sonderbare Klei dungsstück, bevor er es anlegte und an den Spiegel trat. Die Hauptsache ist schon gut rief er beim ersten Blick in denselben sie sitzt am Kragen famo?. Der Hoskünstler war glücklich über das anerkennende Urtheil, ds zum Schlüsse über daS ganze Modell ausgesprochen wurde, und Tulpenbusch wählte nun aus der reichen Musterkarte einen seinen englischen Stoss aus. Nachdem noch Einiges über den Schnitt des neuen Anzuges gesprochen war, trat Tulpenbusch an das Fenster, zog aus seinem Portemonnaie den mit Mühe ei gens präparirten Gulden, gab denselben Herrn Meyer nQ den Worten : Diese Kleinigkeit möge demjenigen ihrer wackeren Gesellen, der das Modell verfertigt meine Anerkennung ausdrücken." Her? Meyer dankte gerührt im Namen dessel ben und empfahl sich. Ja! er war recht auf den Leim gegangen, der gute Mann. Denn bis zur'letzten, sorgfältigen Anpro birung des neuen Anzuges war Tulpenbusch immer zur festgesetzten Zeit anzu--treffen ; jedoch bei der Ablieferung de fertigen Anzuges war er wie der Faz ausfagte etwas ausgcfahren. Herr Meyer fand das ganz selbstverständlich, packte den Anzug sorgfältig aus und breitete die einzelnen Stücke recht anmu" thig übkr verschiedene Stühle. So fand sie Tulpenbusch, als er gegen Mitier nacht mit dem freundlichen Gastgeber zurückkehrte. Am nachten Morgen fiand er früh auf, und bald glänzte er m der ucuen Hülle. Aber den Morgenkaffee wartete er nicht ab, denn hier war seines- Bleibens nicht länger. Er war auch fchon so vorsichtig gewesen in den letzten Tagen seincn Plan um einen neuen, blauenPunkt, um ein neues Heim zu vermehren. Dorthin machte er sich frühzeitig auf den j Weg. nur das Modell ließ er zurück. Armer Hoslchneidcrmeister! Als Du Dich mit der quittirten und nit doppelter Kreide gebuchte Nota bei Deinem neuen Gefchäftsfreunde präsentirtest, fandest Du ein leeres Nest vor. Tulpenbusch schlürfte in seinem neuen duoa rctlro, mit dem neuen Staate bekleidet. behaglich seinen Morgenkaffee. Dort nahm er den Plan hervor, und aus den blauen Punkt, der das Haus bezeichnete. in welchem Herr Meyer aus den Leim gmg. senkte sich die rothe Spitze und nach kurzer Zeit war dessen ganze Hossnung Nichts als ein rotherPunkt. (Schalk.) ,Mir aeschieht recht-, rief der Mörder Jenninas, der inNevada MnÄt wurde.
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Mi vr) t 'i j - i - i tT..:-:::::.::tYV V i i A..lfi'' m 1 r. "j?..zrk V ,V1:- '5 i&tir1 ir""' ? MMrM - ßmpsoyren von Srrzten und edijinisüen. Sutontäten dkS ?n und Auslande? l e:n un'chZzbareS Siartungs und Velfbungl 5?tttel bei Allgemeine? schwäche. Nervöser Nieder,eschlagenhcn, GeschwZchter crrer.Constituti., d bei Le:b5., Um wb'Aitn Ckslecht eigen. Sur säugende Mtter, wtlQt cn rii'charmutk leiden, i-t Liebig Aal, St toct ein unfiäsbrrcS Mittel für i$t ieidfn. Er otit das SerdauugZ.Z?er?,ö?kn, reizt den Arxetit, rkt das 2tf.tm u:id verznlzt einen reichliche Zufluß ron Mch. Schwachen und kräukttchm indern, eiche du? ) .-uizkeid und Unged,:d, ml und die Biü:tze der J'end -.kder aeben. Invaliden u. 'F!5.:onnaresccN. u?i:d in L i e Z i g ?! a l , c ? t r c t ein treff. , dcher elfer daS ?xbcn y.i xrhz.n un den veriF?e ?,n Arretit xoiiUx jarüi :i dli:,zen. 2er Äaiz Nract i't ferne? tv.i u,.Seilrc'-iiä,es Crfatnuttel furfeiie Nahrung run be: i;as:n zu scfi eicht i na solche iei sich ja teilten. Schwächliche Kränzn, welche n ien ihrem Geslech:: eizei-e-.i ranlheiten Ui en werden durch d?:? (edr., dcZ CilracteS biet Vende Linderun?, rveun nistH?i:nz erhailen. 9t hilft der Teirau.-z, re.n.t d-.e ztt, teilt de Ppetit und brigt i.f.:c i.ctc.-.t!rjft. Atterschlvache unt schÄSSlilge Derssne iin Allqekneinen. dercn ?-'i'-n küns ii Stärkungsmittel verlangt, u. difndcrs solche.wet, Kch zur Lch:ndsucht Kinne, s, Mtn in dem Kol ertract neuen Lzbinissft. t vt errtz ein srec,si . IcheS Mittel dei Hüften und '.'lerrensllen, eich iti einen nictrige:: tsrab von Uiir.;fr:U rcrkoa scn. Als ein Witte! nm aLgema cetttn Personen ein gesundes. k:i''i?es Aussehe luruckjugeben. Liebriz aiz z - i r a c t spornt die VerdauungSorganezu neuerThZr.zkett und hiiftdadurch ,ur Lerarbettun? fett-vrocucir:nder Ztof.t, i gibt der Flau die Rundung der formen, dl nne die nlfchniundenkn Muskeln zurück. Was es ist. - Zeöig Wak, SNraet ist reiner Z7.alz Cxtrect in concentrirter Stvji, ton cr.ftne5aten Seslmack und frei r lkoh,l. Er kann ron tem schwächsten Siaqen. leicht erdaul werden und enihält nichts al gesunde.nakr hafte Stoffe. Taö ächte Pläxara: fuhrt alsEtisuett dst BUdniß Larsn sn L,ebig'S und ein ?acsimtt 1 einer Unteifchrift sowie derjenigen der Herren S. ksgeler 3c Co.. altixcre, T!d die alleinigen Sgen ten für Amerika. Der cSUMs Walz Kztract ist w allen Lrotheken oer dei allen Händlern mit edt.'nen zu tizotn; eine ,mait kostet füns,,g kent. in Dutzend lasSen uns Dollar. Es kan kent. in Dutzend Flaschen ünf Dollar. E kan fedoch v'tkommen, kß e:n Axethkker Liedtg lRali cprict, aus diesen oder :enem (Kirne, nickt tuf Lager führt und den Kunden ein andere PrixeratCltnct, au diesen oder jenem (Zrunie, nicht tv Laser füdrt und den Kunden ein andere Xripcred nfiusvrechen ersucht. s!n diesem ffalle möchte tkJede. welcher einen Malz Exiratt von antuknntem We,l.' tnd sicherer Wirkung avznseffe Miinsr. rathen, "raus ,u deftehen. Liebig, Mal xtract und. kein. Ändern z erhalten nni ,en Vxzthtkek jU kokgen t!c.n Mel, Crtrad en. dem EngrolzSndlr. on welchem et seine Drsgne' Beztktzt, kommen zu lassen. A. Bogeler & Co., Baltimore, Md. c mß alle Zkrankheiken des MagW, der cöcr und des 2ln(crfetöcs, tnMern se au ersch le inun x angehäftk ruditäten und t I CX 1 1 Ö Xj l U UUl lUj U X) 11 entftcdey sind und MZung und versloxsung rek. anlassen. Segen kol'kartige Leibschmerzen auch dt d,rn azZängigen BeZchwerden des Hauxte untz der Bruft. den Schwiadel. da Drucken und di Düsterkeit de KopseS. Tunkelheit der Au.?en Beklemmung der Brust, beserliche u. und SinathAen. Zufälle, welche besonders dkNHochon er fürchterlich sind. l? e a e n : slllöeiden de5 veiblichenGeschlechteS. Segen: OeZblkiiqkeit. BleichsnSt. SSwermüttiskeit. Me:liS,ke;t. Uebelkeiten. Otzn,achte, pvf, nd liedersnu,r,c, 4er,, Nopst. tlbsS)t. Segen .rankheitrn HeS Blute?, der Nieren u. der Blase. Magen leiden der VerdsuunzBischerden pfschmer,, Cchul terschmer. Beklemung der Vrust. fzure Aufftoie au dem Magen. Schuilndel. schlechten Geschmack i Munde, Sallenleieu. HenNopse, Schmerzen in der Nieren.Gegend und hundert andere Krankhe-ts Erschemunzen, welche durch Unverdaulichkett, er . zeugt erden. Segen: Hautkrankheiten, SuSschlSze. LchwZren, Caljsiüsse, Flecken. Niteffe?, Geschlvüre, Carbunkel, Ninawurm.ÜrindkFf.schlim vxt ugen. Rotdlauf, Schorf, Vlßfarbe u,d ander rankhetten der öut ift der Gebrauch ver Troxfe von unrerglelchicyer Wirkung. Eine, einzig Flasche wird ui fast allenFällen den LngUublgfte ,on der Wirkung dieses Heilmittel ükizeugen. Haltet vuer Bltt rein und Vit sdk;eU teures Ctg aniJitt witd d Jlski. " Die Flasche Hamburger Troxst kostet SS ?entk, det fui Flaschen für 2.0J find in oHen deutschen vs. , kk,n. tther mt-rhtn bei Bi&(Bniitra ,on?b.z kostenfrei versandt durch CU Vogex H (S., i BalitnV
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