Indiana Tribüne, Volume 4, Number 277, Indianapolis, Marion County, 18 June 1882 — Page 5

Die JrühiahrSauSstelluna im Wie er Künstlers ause. Aus dem Kärinerringe wehen von hohen Jlaggenbäumen die Banner aller Länder in die Lüste; weithin wird die Kunde von einem großen Farbenstreite getragen, der sich in unseren Mauern entsponnen hat. Schon ist das sraglich gehütete Geheimnis verrathen, das stille

Jamilienglück des . Comites, das die Ausstellung so lange als eine vertraull che haussier behandelte, ist schnell zer rönnen, und sast alle Städter sind jetzt oahmtergeiommen, daß lm Kunstler Hause etwas Besonderes vorgehen müsse. V5Z in eben schwer, cm UZichtlges Geheim niß. von wclchem hunderttausende wien, zan zu bewahren,- und jetzt macht das Comite gute Miene zum bösen Spiele und freut nch herzlich der frohen (cyaaren, etc von Nah und Fern yerbetttto men, um unsere Kunstausstellung ander. Ufern der 23Tcn zu bewundern. Schon heute hat diese Ausstellung ihre Stammgäste, welche sogleich nach dem Frühstücke einen braunen Capuziner von Grützner oder einen stilllebenden Hummer in der deutschen Ausstellung zu sich nehmen. Man gibt sich da die merk Würdigsten Rendezvous, und ein Fremder, der unsere Gespräche jetzt anhören könnte, würde gar nicht wissen, wie weit er die Augen aufmachen soll, um die Ohren spitzen, wenn er die Kunstfreunde im Foyer des Hauses reden hört. 23o eilen Sie denn hin?" Ich gehe ein wenig in die spanische Mördergrube zur wahnsinnigen Königin." Schön, ich mache nur einen kleinen Sprung nach Ungarn und Schweden welche dicht beisammen, und erwarte Sie dann in Deutschland, wo die Jungfrau von Orleans Zündhölzchen ver kaust." Abgemacht ; wo haben Sie denn Ihre Frau gelassen V Sie muß in fünf Minuten da sein ; eben habe ich sie noch in Belgien gesehen ; sie sieht unverwandt in einen feuchten Wald hinein ; er ist so realistisch gemacht wenn sie sich nur nicht den Schnupfen holt!" Adotyh ! Wirst du gleich von der Najade fortgehen ! Augenblicklich gehst du zur bayerischen Kirche, gleich rechts neben den Berliner Linden ; ich hole dich dann von Sedan ab . . . Ella, Mali, Mitzi, schnell nach Norwegen; demVater ist nicht gut geworden !" Die so verwirrt sprechen, haben eben einen Katalog zur Hand genommen, welche? einer närrisch gewordenen Landkarte gleicht. Aber es gibt kein größeres Ve?gnügen,als so mit Siebenmeilen stiefeln durch die ganze bewohnte Welt zu laufen. An finsteren Schluchten und blühenden Landschaften vorüber gelan gen wir zu einem Gemälde, das die Schrecken der Pest malt . . .' Auf den Zügen der Besucher liegt jetzt ein Ausdruck von tiefer Trauer, und mit demselben trostlosen Gesichte blicken sie auf eine reizende, von hellem Sonnenschein übergoene Kinderschaar. Da weroen die Augen der Besucher nach und nach wieder fröhlich und glänzend, um sich beim Anblicke des sinsteren HerzogsAlba sofort abermals zu verdüstern . . Hier ein üppiges, volle Sinnenlust athmendes MalerAtelier, gleich darauf eine blutige Folterkammer mit schmerzzuckenden Menschengliedern, schönseligeHeiterkeit der griechischen Göttcrwelt und asketisch sinstere Socialistengestalten der Gegenwart, Pathos und Carricaturen, . Klosterstille und rauschende Ballfreude, Alles Zugleich auf uns einstürmend, mit allem Nafsinement der Täuschung unsere Aufmerksamkeit verlangend. Welche Kunst, wenn nicht die bildende, dürfte so jähe Uebergänge wagen, uns aus tropifchen Gluthen mit der größten Gelassenheit in eisig! Schauer stürzen, blos weil Numme: 30 und 231 neben einander hängen müssen? Der Dichter und der Musiker werden es sich dreimal überlegen, ehe sie uns eine schneidende DisZoanz zumuthen, aber Maler und BildHauer lind absolute Herrscher im Reiche des Schönen : mit Meißel und Pinsel dictiren sie unabänderliche Gesetze. Hier braucht blos jede.Kunstschöpfung in sich harmonisch abgeschlossen zu sein; sie kann in Frieden leben, auch wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. In diesem unaufhörlichenWechsel der Stirn mungen werden unsere Nerven allmälig ganz empsindungslos ; ein Farbenrausch hat uns narkotisirt, und Schmerz und Freude erscheinen uns wie aus weiter ahnender Ferne. Wir haben eine riesige Kosthalle für das Auge vor uns; wir nippen vom Scharfen und Süßen, schlucken in einer Minute die verschiedensten Gerichte hinunter und gehen angenehm gesättigt nach Hause. Am schön sten war der häßliche Hiob, hübsch war auch der gemordete Wallenstein ; diese feurige Bacchantin machte uns frieren, jene Sommerlandschaft ließ uns kalt am schönsten war das Schöne. Man hat schon oft das Publikum in einer Bildergallerie gemalt, aber noch Niemand hat das wahre Galleriebild gezeichnet, hat diese kunftschlürsendeMenge aus ihrem somnambulen Gange über die schwindligsten' Contraste hinweg begleitet. In stiller Freude wandeln die seligen Paare durch öst- und westliches Gelande ; kein lautes-Wort zu hören, leine aufgeregte Miene wahrzunehmen. Auf Commando desDichters müssen wir laut lachen oder weinen, ein sehnsüchtiges Lied, in der Mondscheinnacht gesungen, kann uns zu Thränen rühren, ober dem bildenden 'Künstler genügt unser Augenstern. Er tritt stolz vor uns hin und sag! uns : Der Dichter wie der Musiker giebt euch nur einen Theil des Kunst Werkes, den cnfcern ergänzt eure Phantaste, und je rascher er sie zu entzünden weiß, desto starkcr ist seine Macht über euch ; ihr seid tnt besten Mitarbeiter, und wenn ihr auch weder Verse, noch Noten schreibt, so seid ihr Alle, ihr Leser und Hörer, Dichter und Musiker von nicht gewöhnlichem Talente Ich al desto weniger stört es mich. Da ist mein Bild, da ist meineStatue, drückt sie ganz und voll die. Absicht aus, so gefällt sie euch; fehlt aber nur der kleinste Zug zur vollen Wahrheit, so spürt ihr es augen

lein gebe euch das Ganze,Adgejchloliene; ich verlange eure Mitarbeiterschast nicht, und je wcniaer Phantasie ihr mitbringt.

blicklich, aber ich erhalte auch nicht die leiseste Linie von euch dazu geborgt.

Gemach, iht übermüthigen Kunstler kann nicht jeder Besucher, sobald es ihm beliebt, em paar Loose zu kaufen, eme kleine GaUerie in seiner Brieftasche mit sich herumführen? Bis zum Herbste ist die große Ziehung der Bilder-Lotterie, und wenn ihr uns auch das Schönste und Theuerste vorgemalt habt, jeder arme Schlucker kann, wenn das Glück ihm hold ist, im nächsten Winter sein kleines Zimmer damit schmücken. Locken der wäre es freilich gewesen, wenn man nicht im voraus bestimmte Bilder und Sculpturen als Haupttreffer festgesetzt, sondern gleich den ganzen Wiener Salon in den Lostopf geworfen hatte. Wenn der Gewinner sich selbst ein Lieblingsstück auswählen dürste, wie herrlich wäre es gewesen, in diesen reich ge schmückten Räumen herumzuspazieren und sich zu sagen : Für, einen Gulden ist dies Alles mein Eigenthum wer kauft mir die Ausstellung ab ? Sie lieben die Chocolade, hier it die ZZleopatra" von Makart oder ziehen Sie we'chen Zuckerschaum mit etwas Venus vor, so nehmen Sie meinen Bouguereau kalte und warme Gemälde sind hier, für jeden Geschmack zubereitet, zu allen Stunden des Tages zu haben ! Aber die Gewinne sind alle im voraus genau festgesetzt worden, und man muß sich mit dem Gedanken vertraut machen, eines , schönen Morgens rechtmäßiger Besitzer der Brandschatzung der Stadt Wisbv von Hellquist, oder der Lautenschlägerin" von Kaulbach, oder einer der kleinen Plastiken zu sein, mit welchen die Italiener im Stiegenhause handeln. Der habgierige König auf dem schwedischen Bilde blickt uns höhnisch an, als wollte er sagen : Ich gefalle dir nicht, aber du mußt dich mit mir vertragen, Ich vln dem Eigen... Und wie rührend sieht uns die schöne Lautenschlagerm an, welche jetzt den Händen eines jeden Landschwengels preisgegeben ist ! Sie erscheint mir viel elegischer, seitdem sie zum Gewinnst für Aue herabgeZunken ist ; lüsterne Dan dies mustern das herrliche Weib mit be gehrlichen Blicken und schmunzeln : Du magst noch so keusche Augen machen, du aevorst mir, loeven yave im oicn um einen Gulden auf dem Bildersklaven markte angekauft. . ." Jüngst schien es mir, als ob zwei dicke Thränen in ihren großen Augen perlten oder war es nur das grelle Sonnenlicht, das sie blinzeln machte? Sie träumte einst, daß sie in einem hohen Schloßsaale unter steinalten Fürsten und Grafen hangen wurde, denen sie mit ihren Zau berblicken die Köpfe rebellisch machen wollte ach, es wurde dem vornehmen Bildnisse gewiß nicht in der Wiege vorg'sungen, daß es im kommenden Winter vielleicht in einem kalten -Ringstraßen-salon neben der Stümperarbeit des Hausmalers sein Leben verseuszen werde. Nur die niedlichen Sculpturen der Italiener haben ihre gute Laune nicht verloren, seitdem sie zu Haupttreffern geworden sind. Jedermann wünscht eines dieser capriciösen Feuilletons in Marmor oder Bronze zu besitzen, und besonders der kleine S'pitzbubs,. welcher den auserlesenen Cigarrenstummel triumphirend zwischen die Lippen preßt, hat es uns Allen angethan ist es vielleicht seine Geistesverwandtschaft mit dem populären Wiener Schusterbuben, die den Italiener so rasch zum Liebling avanciren ließ? Die Aristokratie unter den Kunstkritikern ist den kleinen Plastiken abhold, die Demokraten schwärmen dafür. Wir sind es gewohnt, daß der kostbare Marmor nur für die stolze Schönheit oder für unsterbliche Götter und Erdensöhne gehöre, wie kommt ein armer Straßenjunge dazu, sich öffentlich in Marmor zu zeigen? Aber die Jtaliener brachen muthwillig in den kostbaren Steinbruch ein, wahrend die große Kunst zufällig ausgegangen war, und die Grazien halfen lachend mit. Wer will den Lenbach'schen Bismarck gewinnen, welcher der deutschen Abtheilung zu präsidiren scheint? Tritt man in den Saal, so blickt er uns mit durchdringenden Blicken an, und wendet man sich um, so spürt man, daß er uns mit seinen bohrenden Augen verfolgt. Er ist leider für uns kein Haupttreffer; die Deutschen haben ihn längst gemacht. Obwohl wir mit dem alten Herrn jetzt ganz gut stehen, betrachten ihn doch viele alte Wiener mit einer Mischung von Staunen und Furcht, ja es gibt Väter, welche mit den Kindern, die in der Aus stellung nicht ruhig sein wollen, zum Bismarck hingehen und den Rangen zurufen : Siehst du nicht den Mann wirst du gleich artig sein ? Eine schöne Dame aber wettete jüngst mit dem ernsten Bilde, wer zuerst lachen würde, und sah ihm lange und tief in's Auge. Endlich konnte es Bismarck nicht mehr aushalten und lächelte ganz gemüthlich; man muß eben die Leute zu behandeln wissen. Es war eines jener wundervollen Frauenbilder, wie can sie häufig in der Wiener Ausstellung sieht, die aber im Kataloge nicht zu finden sind. Der liebe Gott hat sie so flott gezeichnet und durch ein reizendes Lächeln die Wienerin be tont. Wie lieblich ist das Erröthen dieser jungen Dame, wenn die ängstliche Mama entdeckt, daß sich der Maler eine mythologische Freiheit erlaubt hat, und das Mädchen rasch davonschiebt. Das arme, gemaßregelte Kind, das an gar nichts Schlimmes dachte, blickt dann beschämt fort, und die Mutter deutet mit strengem Finger auf eine graue Regenlandschast mit einem trauernden Esel, an welchem sich die Moral des Kindes erholen kann Indessen haben in einem entlegenen Seitenzimmer zwei ehr (an Mädchen inen Raub der Bacchantinncu verstohlcs betrachtet und lachen über den häßlichen Faun. Da tritt plör.lich ein'lebendiges Faungesicht herein, erschreckt fahren die jungen Kinder 'auseinander. Auch dieses Genrebild fehlt im Kataloge, d?nn die schönsten Bilder dieser Wclt haben keine Nummer. (Wiener N. Fr. Presse.) Maler: Ich kann Sie nicht malen, Fräulein, ich bin Thiermaler. Mädchen: So malen Sie mich als Backsisch!

Himmlisches.

luS.em Berliner .Ulk-.) Die französische Commission bei der Beobachtung der Sonnenfinsterniß in Oberägypten hat bekanntlich eine Mond atmosphäre entdeckt. Dadurch ist dem menschlichen Geiste, dem schon die geeigneten Objekte für semen Wissensdrang zu fehlen annngen, ein neues Gebiet für seine Thätigkeit er öffnet. Denn außer dem bischen Nordund Südpol und dem Stückchen Mittel asrika, dessenErsorschung jedenfalls nicht mehr lanae dauern wird, giebt es uii wirklich nichts mehr aus der Erde zu entdecken. Da kommt zur rechten tu me Nachricht von der Ermittelung derMondatmosphäre, und neu belebt wendet sich des Forschers Trieb unserem alten, treu en Begleiter zu, den man bisher sür so' unzugänglich gehalten hat. Denn das ewige Reisen nach den Polarmeeren und die ewigen Expeditionen' nach Asrika müssen selbst den thätigsten Reisenden auf die Dauer ermüden. Also die Erde ist so gut wie abgethan; aus, nach dem Monde ! Daß wir dahin kommen können, ist aber nach der neuen Entdeckung völlig ausgemacht. Wo eine Atmosphäre ist, giebt es lebende Wesen, andererseits aber können auch unsere Erdbewohner dort existiren. Und das genügt. Die lumpigen 51,000 Meilen, die der Mond von der Erde entfernt ist, schrecken uns durchaus nicht. Diese kleine Strecke wird heutzutage, im Zeitalter der Elek trizität, mit spielender Leichtigkeit über wunden werden, zumal, wenn Siemens erst die elektrische Rutschbahn construirt haben wird, welche uns, die wir aller dings im Augenblick noch mit dem Schneckengange eines Courierzuges zu frieden fein müssen, mit der Schnellig keit eines elektrischen Funkens Tausende von Meilen in einer Sekunde vorwärts bringen wird. Und welche Perspektive eröffnet sich da unserem in die Zukunst schauenden Blicke ! Gestatte der verehrte Leser, der mit uns gewiß dieselbe Mondsucht, wir wollen sagenSehnsuchnach demMonde, theilt, ihm einige der kleinen Bilder, die unserem geistigen Auge vorschweben, ausmalen. Berlin, den 25. Mai 1900. Seit gestern fahren die elektrischen Mond Bahnzüge von der Hauptstadt desMon des direkt bis Bahnhof Friedrichstraße. Außerdem hat die Direktion in Folge einer Petition derjenigen Einwohner Berlins, welche mit ihren Familien den Sommer über auf dem Monde zubrin gen, beschlossen, den Preis der Abonne-ments-Billets zwischen den beiden Himmelskörpern um 20 Prozent zu erniedri gen.. Die Züae fahren jetzt mit einer Zwischenzeit von 20 Minuten. Dauer. der Fahrt : eine halbe Stunde. Auch wird der Frühwagen sür Schüler inZu kunst so zeitig abgelassen werden, daß die Kinder mindestens zehn Minuten vor Klassenanfang in ihren Schulen eintreffen. Ueber den bereits gemeldeten Zusammenstoß eines Zuges der neuen Mond bahn-Aktiengesellschast mit einem noch nicht ermittelten Himmelskörper ersah ren wir, daß die vorgekommenen Ber letzunqen nur unbedeutender Natur sind. Der Himmelskörper, welcher durch einen unerklärlichen Zufall seine Bahn verlassen hatte, kam mit solcher Schnelligkeit dahergebraust, daß es dem Führer des Mondzuges nicht möglich war, rechtzeitig zu bremsen. Der bekannte alte Reise-Unternehmer Riesel veranstaltet sür die bevorstehen den Psingst-Feiertage' eine Extrafahrt nach den Mondalpen. Theilnehmer haben sich bis spätestens Sonnabend früh um 9 Uhr zu melden. Abfahrt Sonntag Msrgen um 0 Uhr 18 Minuten. Herr Riesel, welcher der Mond spräche durchaus mächtig ist, wird die Führung selbst übernehmen. Preis incl. Fahrt, Verpflegung, Trinkgelder . für 3 Tage 120 Mark. Wir bemer ken noch, daß ein Hinabsteigen in die berühmten Mondkrater in Aussicht genömmen ist. Der Herr Kanzler des Mondreiches hat soeben eine amtliche Bekanntmachung erlassen, in welcher er auf das Drin gendste' vor einer Massenauswanderung nach dorthin warnt. Der Moud, der doch bedeutend kleiner ist als unsere Erde (was viele Erdmenschen nicht zu wissen scheinen), ist bereits ss besetzt und ge füllt (namentlich bei Vollmond), daß eine Uebervölkerung zu befürchten ist. Wir können uns dieser Warnung nur anschlikßen, um so mehr, da die Lohn Verhältnisse auf dem Monde, wie uns unser Mond - Korrespondent mittheilt, sehr miserabel sind. Großes Aussehen hat in den betheiligien Mondkreisen der bekannte Ar tikel der .Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" erregt, in welchem die Annekti rung des Mondes Seitens derErdmächte gefordert wird, und zwar aufGrund des bekannten uralten Trabantenverhältnis ses. Das offiziöse Blatt verlangt eine Theilung des Weltkörpers unter die Großmächte, analog der Theilung Polens, und beansprucht für Deutschland das erste Viertel. Wir halten den Ar tikel für eine der bekannten offiziösen Taktlosigkeiten. In den Kabinetten Europa's denkt man, wie uns aus siche rer Quelle mitgetheilt wird, nicht im Mindesten daran, die Freiheit der Me neen anzutasten. Die elektrische Beleuchtung des Neumonde mittelst der verbessertenSie mens'schen Glühlampe wird im nächsten Monat bestimmt stattfinden. Die Ver suche haben recht gute Resultate erzielt. Die Verstimmung, welche kurze Zeit zwischen der Mondregierung und den Erdmächten herrschte, und zwar in Folge der lehten Mondfinsterniß, ist vollkommen beseitigt. Es handelte sich lediglich um ein heiteres Mißverständniß der Mondbewohner, welche bei ihren mangelhasten astronomischen Kenntnissen glaubten, daß die Erdmenschen diese Verfinsterung ab und zu mitAbsicht her vorriefen. Unser großer Astronom, Herr Professor Sirius, ist in Folge dessen nach dem Monde abgereist, um dasStu dium der Astronomie daselbst einzufüh ren. Uebrigens wird während der näch sten Mondsinsterniß eineBeleuchtung des verdunkelten WeltkörperS durch die Edi son'fche Patentlampe pattsinden.

Eröffnung der Gotthard'Vahn.

Muckenich schwankt aus dem Kur fürstenkeller heraus und redet einen Briefträger an : Bruder, ick sehe, Du hast keene Zeit, un da ick bloß zehn Mi nuten brauche, um Dir zu erzählen, wie sie mit mir umjegangen sind, so Profitirst Du noch, wenn Du mir zuhörst. D er Briefträger. Warum sagen Sie Du zu mir? Mucken ich. Ick verbiete Dir, mu zu stehen. Wie kannst Du mir stehen, Bruder! Weeßt Du denn von jar nischt? . Briefträger. Nein, was ist denn vorgefallen? Haben wir Brüderschaft aetrunken ? Mucken ich. via naiurna). Nölker. Dienitaa. Et war iroßartig. . n ; v CH a Bruder. Der Jotthard war ausjehöhlt und diente als Bowle, un daraus yaven die Völker Brüderschaft jetrunken von Jöschenen bis Ariolo. Un nu willst Du nich, dat ick Dir dutzen soll '. Det nehme ick Dir sehr übel. Briefträger. toie sino veirun ken. ilttebt fort.) M u ck e n i ch. Wenn er wenigstens jesagt hätte : Du bist bedrunken, denn wr et iui iewesen. (Schreit.) Denn nu is der Bürjer in der zweeten Person Singular un Nich m der dritten Person Nlural bedrunken. sonst wäre der Jotthard janz umsonst jetunnelt worden, un det ville Jeld is rauszescymlnen : S ck u n m a n n. Schreien Sie nicht. sondern machen Sie, daß Sie nach Hause kommen. Muckenick. Sie? Duooch,Bru der ? Hast Du denn ooch nischt jelesen ? 1 tv c . Det jroße Werk oer Äervruoerung un ot.r.u.. : ftAHMbtt &ittr ftlnfiTtP 0iciuuiiy i3 wiv hohrt der 55ottkard is eiiens dazu inie ricktet worden, dat wir Völker uns die sammtlicken 5ände reichen, un Du sagst zu mir: Schreien Sie nich. Is det hübsch ? Ein netter Bruder ! Schutzmann. Machen Sie sich ' - r f keiner Beamten-BeleiOigung scymolg: llRebt weiter.) M u ck e n'i ch. Beamtenbeleidijung ? Det iiebt et iar nick mebr. Wenn ick nen Bruder, der Beamter is. beleidigte. denn wäre ick ja jar nich werth, dat der m im Jotthard sieben Jahre un fünf Monate lana mit Dnnamit so zuierichtet worden is, dat man nich mehr nöthig hat, drüber weg zu jehen un kalte uize zu rrleen. (Zu einer Dame.) Oder sollte ick mir irren, Schwester ? Sage Du, ob xa neH habe oder nich. Die Dame (eilt vorüber.) M u ck e n i ch (laust ihr nach.) ' Aber Schwester, mißverstehe mir nich, ick bin ja Dein Bruder, Du bist ja die Tante von meinem August. Jahre lang yaven 2500 Mann täalich arbeitet un 320,000 Löcher jebohrt, dat die Völker sich verbrüdern un veroheimlichen, un Du benimmst Dir so fremd iejen mir ! Ick will Dir ja nischt dhun, sondern Dir einen Bruderkuß jeben. Must.) Jette ! Nieke ! (Nach einer Pause.) Nu weeß ick nick, w e meme Scvwe ter yeem. (Zu einem Jungen.) Weeßt Du't ooch nich? Der u n a e. Zall' man nick, e nützt Dir nicht, hier is keen Rinnsteen mehr. Muckenich. Det war det erste Wort der Bruderliebe, seit der Tunnel offen ist. Ick soll nich fallen, weil't mir Niickt nukt. Allmali kommen die Menschen dahinter, wozu die Jotthard bahn existirt. Komm her, mein Junge, ick will Dir Jeld zu emem salamanoer jeben, den Du uf det Wohl der VölkerVerbrüderung reiben kannst. Der Junge. So dumm! Den Salamander kenn' ick. (Läuft fort.) M u ck e ni ch. Ein gebildeter Junge, er kennt den Salamander und will keen Jeld, Det is wahre Jesittung, von die auf dem Bankett in Luzern jesprochen wurde. (Schreit.) Die Jotthardbahn hoch! Droschkenkutscher (vorüberfahrend) Hoch ! Mucken ich. Komm Bruder, ick lasse mir umsonst von Dir 'ne doppelte Tour fahren. (Er will in die davon fahrende Droschke springen und fällt hin.) Der wird sich ärjern, wenn er nachher stillhält un find't mir nich. (Ein Schutzmann hilft ihm auf und führt ihn ab.) Dett is nett von Dir, Bruder. Dir merke ick an, dat der Jotthardtu-nnel fertig is. Nu wollen wir ooch, so lang wie er is, Brüder sind, 15,000 Meter lang. Nur etwas langsamer könntest Du jehen, denn werde ick Dir ooch er zählen, wie et mir jejangen is. Ick sitze nämlich im Kursürstenkeller und da liest ein Bruder Jast die Zeitung vor, die Italiener sind verstimmt jewesen, weil die Deutschen drei Reden jehalten haben, bevor eine, italienische jehalten wurde. Ick sage zu ihm : Det wat Du da liest, ist sehr natürlich, aber sowie die Bahn eröffnet is, denn jeht jleich die Völker Verbrüderung los ! Herr, sagt er, ich bin nicht Ihr Du ! Da gab ein Wort die andere Jrobheit, un nach fünf Mi nuten verbrüderten sich die Brüder un setzten mir ohne Stuhl vor die Thür. Nu frage ick Dir,' Bruder, sind darum die Felsen, welche die Völker trennten, uf die Seite jesprengt und andere Hindernisie wegjeräumt, damit ick zur Feier des Tages aus'm Kursürstenkeller 'rausfliege ? Schutzmann. Sie können das zu Protokoll geben. Mucken ich. Wenn Du noch mal Sie sagst, Bruder, dann jebe ich jar nischt zu Protokoll,, un wenn Du noch so viel bittest. Wat Dir übrigens unanjenehm zu hören sein wird, is, dat Du mir wchdhust. Wat Brüder sind, die sollen sich nich wehdhun. (Er wird die Treppe in das Polizeibüreau hinausgeführt.) Hier wird'n Fahrstuhl injerich tet werden, wenn die Verbrüderung erst alljemein bekannt wird. (Er tritt in's Bureau.) Juten Völkermorjen, Bruder Wachtmeester, der letzte Arretirte ist da ! (Er seht sich uf die Bank.) Alle Menschen werden Brüder, Wo dein sanfter Flügel weilt. Schade, dat Du keen Flügelspiele? bist, Wachtmeester. Na, et wird ooch lohne Musik jehen. (Im Einschlafen.) 'Ewiva die Jotthardbahn l ' (Wespen.)

Zum Schutz segm Oplone.

(Sin leide? zeitgemäßer Leitfaden.) Besucher von Restaurants, Bierhallen, Weinstuben, Frühstückslokalen, WirthsHäusern und anderen ähnlichen ösfentli chen Instituten, unter deren Habitues ich immerhin auch ewige Denuncianten befinden könnten, wollen wir hiermit in hrem eigenen Jnterene zur Vorncht mahnen, wenn sie das Aeußern nicht lassen können. Sollte ihnen nach einem gewisien VorganZ das Polrnnren noch nicht ganzllch vergangen sem, so cmpfehlen wir ihnen zu demselben die folgende Form, welche sich, sobald nch Je mand in verdächtiger Weise erhebt, zur Umgehung von großen unannehmllchkeiten oder Schlimmerem bequem Hand haben läßt. Man sagt : Bei aller Anerkennung und Bewunderung muß ich doch sagen, daß ich Bis. . (Jemand erhebt sich verdächtig, Redner fährt fort :) . . quit zum Kaffee nicht liebe. Ich ziehe-eine einfache Semmel vor. Ich hatte über diesen Hegenstand nachgedacht, bin aber zu der Uebeuzeugung gekommen, daß das Mono.. (Jemand erhebt sich verdächtig, Redner fährt fort:) gramm das Billetpapier nur vertheuert und zwar ohne ersichtlichen Nutzen.. Durch derlei sollen vor Allem die Be amten nur zu willen. . (Jemand erhebt sich verdächtig, Redner fahrt fort:). bewohnern gemacht werden, indem ihre Einnahmen wachsen. Es ist wahrhaft traurig, dan Jeder Liber.. (Jemand erhebt sich verdächtig. Redner fahrt fort ). .eine Posse steht, als em klasnsches Trauerspiel. Am meisten durch dieses Vorgehen litt das Par. . (Jemand erhebt sich ver dächtig, Redner fährt fort :). .quet, denn es hat dadurch eme Anzahl Plätze em gcoukt. In dieser und ähnlicher Weise ist es demDenunclanten unmöglich, denschutz mann herbeizurusen und die Persönlich keit des Redners feststellen zu lassen. Aber der Denunziant ist durch sein Erheben gekennzeichnet, und es kann dem Kellner der Auftrag gegeben werden. ihm anzukündigen, daß er seinen Wein, oder sein Bier tunken möge. (Wespen.) Lebensblüthen. Die beste Brille ist das Gold. Durch sie scheint g'rad, was krumm ist. Was alt, schemt jung, was bualicht hold Und weis' und klug, was dumm ist. Wenn Du bei Fremden den ersten Besuch machst, wirst du nach deinen Kleidern empfangen, nach demem Wer the entlassen. Gar mancher kleine Geist gilt bei den Semen Als ein gewaltiger Kopf, der viel verspricht : Glühwürmchen klein, das sollt' ich mei ncn, Ist für Insekten auch ein Licht. (Einem unglücklichen Spieler.) ' Verwünschtes Würfelspiel! Ich habe immer Pech." Der beste Wurf für dich , du wirbst die Würsel weg."" Wer eingesperrt ist, hat viele freie Zeit. Ein Arzt darf seine Patienten loben, nur soll er sie nicht bis in den Himmel erheben. Abgetrumpft. Der alte Schulze, ein leidenschaftlicher Jäger, indeß ohne sonderlichen Erfolg, liebte es, in der Kneipe seine Jagdabenteuer ins Ungeheuerliche auszudehnen und seinen gläubigen Hörern die seit samsten Geschichten aufzutischen. M't Ungeduld hatte der Kaufmann Winkler den langen Erguß angehört. Endlich erhob er sich und sagte : Jetzt will ich Euch auch einmal eine Geschichte erzählen : Hinten im Grunde saßen eines Morgens drei Hasen und spielten einen Scat. Mit einmal spitzte der jüngste Rammler seine Löffel und rief: Schnell aus und davon, der Jäger kommt! Ruhig entgegnete der Erfahrenste von ihnen : Wir können noch ganz gut ein Spielchen machen, es ist ja der alte Schulze." Ungeheure Heiterkeit war die Folge dieses Impromptu's, und mit dem Renommee des alten Schulze war es von nun an vorbei. Finanzielles. A. : Ja, ja, es ist so ! Der Kaiser von Rußland hat 100,000 Mark täglich Civilliste. B. : Muß sich der aber freuen, wenn ein Schaltjahr ist! Gleich erhält er 100,000 Mark mehr. Au weh'! Baron: Wohin gehst Du denn, Mädel Deandl : In die Meß' !" Baron : Betest Du auch für mich, mein schönes Kind ?" Deandl : O ja. Euer Gnaden, i' bet' für alle armen Sünder !" MütterlicheFürsorge. Arzt: Geben Sie dem Jungen aus seinen kranken Arm ein Kataplasma von Weck, Milch und Leinsamen." Mutter: Dars ich nicht auch Zucker dazu thun ? Der Junge ist so an's Süße gewöhnt." Genaue ?luskunft. Fremder (an der Verfassungssäule vorüberfahrend): Was ist denn das für ein Monument?" Droschkenkutscher : Des Monument des habe' se zum Andenke erbaut, daß es erricht isch worde'". . Neue Streichhölzer. A : Haben Sie schon die neuen Streichhölzer aesehen ?" B: Nein !" (A giebt ihm solche) Da finde ich aber nichts Neues daran !" A: Nun, sehen Sie denn nicht, daß sie die Köpfchen unten statt oben haben !" Freimaurer - Cigarren. Um Gotteswillen, Herr Bichlmayr, Sie rauchen ja gar ein' FreimaurerCigarr !" Was ? müßt' schon bitten, ich bin ein guter Katholik !" Ja, das kann schon fein, a bre wissen's, solche Cigarren darf nur ein Mau r er im Freien rauchen !"

Zur Eröffnung des Gottyard-

TunntlS. Vom Rheinthal bis zum Mittelmeer Ist heut' der Weg geschlagen ; Mit feurigen Rüsten hin und her Dampfrosse saufend jagen. Wie keuchen sie zu Berg im Trab ! Wie frei und lustig geht's hinab ! .Lvrivk ! Drei Völker reichten fest die Hand Sich zu gewült'gem Werke; Sie brachen durch die Bergeswand Mit Muth und Nie enstärke. Drei Völker und der Schwestern drei,. sle em'gen sich :m Jubelschrel : .Lvviva ! Wie weht dein Odem, arm und weich, Jtalia, uns entgegen ! Wie lieblich prangt vor uns dein Reich In Duft und Blüthensegen! Dein Reich der Lebensharmonie, Der Liebe Kunst und Poesie Lwiva ! i Germania ! Durch der Alpen Eis Einst zogen Kneaeshaufen, " Einst haben blut'gen SiegespreiS Begehrt die yohenstaufen. Heut' ziehst du zu des Südens Flur Zu pflücken Friedenslorbeer nur. .k vviva ! Helvetia ! Kühnlich setztest du Ein Ziel dem alten Hasse, Du riefst beherzt den Schwestern zu : Der Freiheit eine Gaste r Da schwand der Haß, da sank der Fels, Da jubelten die Söhne Tells : kwiva ! Sanct Gotthard schaut im Abendglüh'n Vom Wolkensttze heiter: Gesegnet. Völker, euer Müh' ! Nun schafft am Werke weiter; Es wachs' und blühe fort mit Kraft Für Freiheit, Frieden, Brüderschaft Evviva ! (Kladderadatsch.) In Dumnow, in der Grasschast Essex, besteht eine - alte, löbliche Gewohnheit, die sich auf ein Dokument folgenden Inhalts gründet : Zwei Eheleute, die nach Jahr und Tag weder ihre Verbindung bereuet, noch irgend eine Zwistigkeit mit einander gehabt, noch eine Untreue begangen haben, sollen sich melden bei dem Prior des Klosters (jetzt dem Amtmann) zu Dumnow, und die Wahrheit ihrer Behauptung eidlich, auf spitzen Kieselsteinen knieend, erhärten. Dann solle ihnen ein Viertel von einem gesalzenen Schweine gereicht und dasselbe im Triumph unter dem Jauchzen des Volkes vor ihnen her durch dieStraßen getragen werden. Seit 1510 war leider kein Fall dieser Art vorgekommen. aber im April 1777 fand sich wirklich ein so seltenes Paar, welches die Ehre des gesalzenen Schweineviertels verdiente und wirklich erhielt. Seitdem hat man nicht weite? davon gehört und es steht zu vermuthen, daß, bis em neues Bei spiel sich ereignet, wieder 267 Jahre ver streichen werden. Wer hat Recht. Doktor Eisenbart der Jüngere hatte längereZeit wenig-zu thun, kam in Noth, und die brachte ihn auf den kuriosen Ge danken, seine medizinischen Bücher zu verkaufen. Da sprach sein FreundMa nutius : Aber, lieber Dottor, so schma lerst Du ja Dein Geschäft selbst; jetzt werden bald Deine College undQuacksalbcr aufstehen und nach Deinen Bückern kuriren !" Eisenbart revlicirte : Lasse das gut sein. Du wirst sehen, ich I gewinne!" j Es kam zur Versteigerung der Bücher. us f uviuuui uuyiuc cillb uuu iuuic alle seine medizinischen Bücher, auch die lateinischen, und ging , dann froh nach Hause, in dem süßen Wahne, daß er nun keines Doktors mebr benöthige, und stch selbst kuriren könne. Und allgemach begannen die Leute in den Dottorbüchern zu lesen und zu forschen und lernten da all:rhand neue Krankheiten nennen und ein bischen kl.nnen. Vielfach glaubten sie nun auch selbst an derglei chen Krankheiten zu leiden, was ihnen früher nie eingefallen war. Sie woll ten sich aber selbst kuriren und sie tha ten es auch. Aber o weh' das schlug meistens schlecht an ; ste bekamen große Angst und schickten zum Doktor. Jetzt hatte der Doktor Eisenbart wieder viele Kranke, seine Bücher erhielt er theils gratis, theils um eine Kleinigkeit retour, und er konnte nun zu seinem Freunde sagen : Ich habe gewonnen." Denn das liebe Publikum Ist und bleibt gewöhnlich dumm. Bairisch. Ein Altbaier besucht einen Verwandten in Berlin, mit dem er dann die'Se henswürdigkeiten der Stadt aussucht. So oft der Berliner nun unterwegs sagte : Dies ist eine unserer elegantesten Straßen, entgegnete der Altbaier jedes mal, wenn sie hindurchgegangen waren : A dumm Straßen ! Als er dies zum dritten Male gesagt hat, fragt ihn der Berliner : Aber lieber Freund, warum sagst Du denn das ? O, erwidert der Altbaier, ka Wirths Haus drinnen ! Auch eine Erwerbsquelle. Mann : Schon wieder ein neues Kleid ? Ich werde bald nicht mehr wissen, womit ich Deinen Luxus bestreiten soll! Frau : Dies Kleid habe ich mir von meinem eigenen Verdienst angeschasst. Mann (erfreut) : Wirklich ? Du bist ja eine musterhafte Frau! Womit hast Du das Geld denn verdient? Frau: Ich habe Deinen Wintcrüberzieher ins Pfandhaus getragen. Der Kunst.En thusZast. Ich sag' Ihnen, Herr Teikelcs, so wos wie meine neie Bilder und Statuten'Galeere hawwen Se nich gesehn, Gott soll mcr helfen, nich in Paris, nid) in London, nich in Rom un Neapel ! So wos lebt nicht ! Gestern erst haww' ich wieder zwei große Combinationen keiflich erworben Amor un Sichem" heißt die kleinere, und die größere heißt auf Lateinisch : Der Raub der Rabbinerinnen." Tn ,-. 3 cs.tit;f :c: .. u s n .

Mtz; ; ' t S ,"?." & vXyf x , i t ri -a ivvn' - fl 4 V A A v J . t - Empfohlen von Krlziet! irsfc kdizini'chkn Autoritäten lii In, sn W s 2a stisi ! ein unschätzbares Stitiav.g; und -?kL-74"" Z5:ttel iei Allgminer Ltiniäche. :3:rtEfet yxX' kschlagenheis, GeschwZcht:? Kcrpkr-C,? d be: Leiden dem melbllchcn l5e, siecht tijrzZur säugende Mütter, jceSs in Nilcharmuth leiden, ist Liediz ik act ein unschätzbares Älittl fr -.yr 5k. eckt da VerdauungSVermi)ikn, rcizt ts Z.-zrJ&Z itrkt da Costem uud reranlexr tintn n--c-' Zuftutz von 2Uch. Schwachen und kränülTöl Kindern, welche durÄ Elaiuett iwi rruiicüÄdie Folge cen ranrye'.k it:?n, ist btrta u.-arrr4-lurä gelinge Ueoelanfirtnguz unteicicicw wirb bei Gebrauch den normalen y.uftanfc ti perl und Metütt : der Juz.-nd w.ocr gttrxi. Invaliden u. ArconvaksWte iidn Liebig Aal) Cjtraci tmtvrxS' wger Heller da xtotn ,u eryaltr.-, und den vzn.Ecm' ntn flrnetil ikder tuini iu bnnaen. 7:- JTilj5r Crtract tst ferner ein urübertretfuie O.-f.itst-SrX. surfest Nahrung, roeun der 2!!zzcn zu ctt$:ia,:vtiA. um lolHe bei iq ZU dkyallkn. SchwachkilZe Frauen, u:M?c: n den ihrem Geschlechte eigkven Zi7a:z,i? den werden durch den Cebrzuch des .15 bend Linderung, wenn nint ;ilura 'tx'jz'AtSi. tzilst der Bdauung, reinigt vte Stste, r. xtsa Appetit und bringt neue Lcde.islrafi. Merschwache und schwach!W Versonen im Allgemeinen, deren ZiHrv. ! iniWtK Stärkungsmittel verlnt, u. b,j nderS fasAiVB Iw"ftch zur Schwindsucht hinne'gen, sinsen ,1 beceSii.--üjtract neuen benä;aft. Cr M't ferner ttu '.tv j. . an'.i I . f . . C iM . r - me uiuiei oti jQUMtn uno iDf nanrcuci, wci. iti einem niedrigen trot von xttn;zo$v mjiv mcn. Als ein Mittel um abgttujzz (Jetten SPetff tun ein gesunde;, Zil:tsti.l:yrrt zurückzugeben. Siebte TJ a 1 1 Z r t r s t die Verdauungsorgane zu neuer Z'.,ni 'gtnJ wie. 'ü'iXX dadurch zur Ltlardeltunq ftttrciueutnea äLr gibt der F. au die Rundung der fxr,fs xv Kann di enischu-undenen JSutfclrt -uüit. Mas es ist. - 4m Wä3s per Lieöig Walz .gxtract :IS in allen Apotheken oer dei allen Ql:,ilirr. tx: ?!edi;inen ?u haben; eine ?ntfS)t UktI t-JcvW Cnti. in Ififtn fünf F-fZtri. 'i-vu-s iedech ceifomr..tn, ivß ein ilvotteui- tuüg jjjl-j-, Clkract. aus diesem oscr jenem (Tunde. r -. :jxr ager führt und den Kunden ein andrrS ?i.-zmz:r. uszusvrechen versucht. In diesen, I-aLr- -s;iCrrxif tr JedeM, welcher eiren 27ial Crtratt 5ir kannten Werthe und sicherer Wirkurz ar,yjf rtv nünlcht. rathen, daraus zu bestehen, Lieb ,K- IZjslw Crtract und keinen sl n d r n ja r!?ilis 7vrt den Apotheker zu bewegen dieskü ijtrm-w.v V M Ms Ivm AI mXIav m mT.m iat '. bezieht, kouiinen Au lassen. Wi'UiiUKif U J 11 IVC4LUI 111 Cfc ,t .V A. -Wmdm A. Vogcler & Co., Baltin:?rc, 51"ir ri-?Hr:w i ÄMUM5 MM irnj,.'s... tfih. Tziy.iJ.?--'- "'v T.: -v At ZyMtffr' - j-rr; I' fei . . , i ' K--AvV5 lAJ..JiiiIiij,ijl-ti-u V.v" i.io' i?.P!c-.m;avA:v r-'-r st Vi V ' V ". alle ZirankyeüLM hes JUnnrns. örr rsirr unil Z? llntcrfciöcs, Insofern sie aus Verschleim z, asfcef&-r Kruditäten und Unocröaitficfiß Tm. ?'- if' a-- ? vu - entstaden sind und Blähung und Veräss k issien. egen kol'kaktige Leiöschmertes. &u .-tjjzr--dron abhängigen Beschwerden rti iturt V ccJUi; der Brust, den Cchsindel, daS Trücken rxr tüftetfeit deS Lorke Z. Tunkclhkik der 2:;in Betlemmnng der Brust, beswerlicheS Ttt Cinathrntn, Zuiälle, weich besonlers fctir.$r'..ö:r.fsrer fürchterlich sind. alleLciden dcS vcVblichenGkschZe S e z c n : WllblStikeit. V5ichsk,t. tSditottmritMii 3U, engbitcNkeit, Uebeikeiten. CftnranC:., opf, und oiieCtriiiataj.n, lop,e. ttscht. Gegen Äranleiten dkg Blutks, dkk Slicrcn u. 6er SiinrMag eil leiden oder Verdauung-JeschVerden, Lerfsch???? ttr.ter terschmer,, Beklemmung der Brust, teitfl Ä?wr-? aus dem ÄZgen, Schwindel, schlechten Scsch.: tzvi Munde, Gallenleideu. Heyklorfen, SchMcr,ka Nieren, Cezend und hundert endete Atzräiirz Erscheinungen, welche durch Unverdautich!? . M zeugt erden. HaulkrankgeitLW,. uSschlZge. Schwären. Cslisiü'e. Wt&tn, E.r.TK. Geschwüre, Cakbunkel, JRincnJurm.Wrinttrp5- i.-'.-r--tne Äugen. ?otfalouf, Schc:f, t'? tUrtt ur rtjrT Zkrankhe:t,n der Haut ik rer Gebrauch der 'Cr.Tvfccn von unvergleichlich?? Wirtin. 5. e-rne fuj);--ff ia fch wird tu fast cHen.tallin den -Ung'.iui von der Wirkung dieses HetmiNel üte,zeuce " Haltet Duer Blut ret und die eWifi Sures L?ganimA wird die Jolse zsrA Die Flasche Hamburger Tropfe kostet 11 Zcrzrz. oder fäf Flaschen sür k2. sind in allen ci2:txr Vvotdeken zu haben, der erden, bti tsülSivr e on P. kostenfrei versandt durch N. Voael & (Zo., timsSs

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