Indiana Tribüne, Volume 4, Number 271, Indianapolis, Marion County, 12 June 1882 — Page 2

ÄNölilNK Mvune.

kw FSgliche- und Sonnlsgsaitsgaöe. Qfsiöe: Dclawarc Str. Enterel as second-class mattor at the iostofiice at Indianapolis, Indiana.J AbonncmentL-Preisc : Tägliche Ausgabe 12 6t. per Woche. konntagsausgabe 5 Cts. perTlummcr. ?eide zusammen 15 CtS. per Woche. HT Das Tazölatt erscheint jeden Nachmit. tng um 24 Uhr. Die EonntagsauSgab, erscheint des MorzenS. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind., 12. Juni 1882. Ske iinlienische Mnwnder::ng. Ein lmd da5 sich in der glücklichen Lage bandet, eine zahlreiche Einwände rung als erne Wohlthat und einen Se gen anzusehen, kann natürlich nicht allzu wählerisch in Betreff der'Eleinente dieser Einwanderung sein. Es kann sogar nur verhältnißmäßg wenig geschehen, efsectiv nachtheilige Jnim!grationsEle rnende fern zu halten. Das kann nicht anders sein und soll nicht anders sein. Heute überwiegen entschieden und ganz bedeutend die wünschenswerthcn Ele mente der Einwanderung, früher war das Gegentheil der Fall. Und doch haden selbst sehr fragwürdige Stosse sich unter dem Schutze uneingeschränkter wirthschastlicher und politischer Freiheit zu einer Nation entwickelt, resp, solche vergrößern geholfen, welcher man die Schäbigkcit der Vorfahren, wie sie zuerst in das Land. kamen, nicht ansieht. Mit besseren Elementen beginnend, wird diese Entwickelung zum Besseren in Zukunst immer rascher und rascher vor sich gehen. Neben her russischen und polnischen Einwanderung ist es namentlich die italienische, die im Allgemeinen weder ein geborener noch ein Adoptiv-Amerikaner als A No. 1 bezeichnen wird. Vorurtheilssreie Italiener sehen dies selbst am besten ein. Dieser Tage landeten in New Bork 170 angebliche italienische Arbeiter, die von den Gebr. Baccari in New Bork speciell als solche vcr schrieben worden sind und in der Nähe genannter Stadt am Cisenbahnbau beschäftigt werden sollen. Ueber diese neuen Ankömmlinge sowohl, als über die italienische Einwanderung im Allgemeinen hat sich der Vorsitzende der Gesellschaft zum Schuhe einwandernder Italiener, Signor Eerutti in New Bork, ausgesprochen. Die Herren Vaccari sind bei der Auswähl der Arbeiter so vorsichtig versahren, wie möglich, und daß man ihnen Leute herübergeschickt, deren große Hülste den Arbeiten, für die sie engagirt wurden, nicht gewachsen sind, die nach einem oder zwei Monaten ihnen, dann uns zum Unterhalte anheimfallen und die, da wir unmöglich für Alle sorgen können, schließlich der Bummelei, der Bettelei, Krankheiten und dem Elende preisgcgeben sind, ist nicht ihre Schuld. Manche sind zu alt, manche zu jung, viele haden noch nie eine Schaufel oder Hacke in der Hand gkhabt. Die hiesigen Italic ner können bei dem besten Willen nichts gegen das Zuströmen absolut Verderblicher Einwanderungs-Elemente thun, so lange in Italien nicht mit dem Verderblichen Treiben der Padroni" gründlich ausgeräumt wird. Die italienische Negierung hat absolut nicht die Absicht, die Auswanderung von Paupers oder gar Verbrechern zu begünstigen, aber der Pestbeule der Padroni gegenüber ist sie beinahe so ohnmächtig, wie es die Negierung der Ver. Staaten der Corrupkion gegenüber ist. Der Padrone beredet die Leute zur Auswanderung, betrügt sie bei dem Verlause der Tickets, stundet ih nen solche gegen Unterzeichnung betrü gerischer Verträge, verschalst ihnen hier Arbeit, nimmt als Subcontractor die Löhne in Empsang und zahlt solche unter empörenden Abzügen aus, verkaust ihnen Käse, der ihm 3 Cents das Psund kostet, zu M i Cents, verdorbene Maccaroni's zu dem vierfachen Preise guter, macht am Brode mehr als das doppelte, was dieses ihm selber kostete. So ge rathen die Leute in Verzweiflung, thun, wenn sie in New Jork sind, nichts mehr, kehren, wenn sie auswärts beschäftigt waren, dahin zurück. Im Herbst und im Winter beginnt dann die größte Noth. Die Italiener sind durchweg gutmüthige Menschen, häusig nur zu gutmüthige Menschen, sie helfen ihren Landsleuten, so lange sie können. Un sere Gesellschaft hat im vorigen Winter manche Woche bis zu $300 allein für Brod ausgegeben. Während so aber eine Landsleute darben und herunterkommen, sorgen draußen die Padroni fUr neuen Zuzug ; ist derselbe auch nur für Monate hier existenzfähig, so wird er diesen Räubern doch zur Quelle des Stlchthums. Natürlich kommen auch vieleJtaliener tlbstständig, aber ebenfalls mittellos, hierher ; die sind es, die sich mit derBitte um Rath undHülfe an uns wenden, und in den meisten Fällen gelingt es, denselben eine leidlicheStellung zu verschasfen. So wandte sich vor einigen Wochen ein . hochgebildeter Mann, vormaliger Ossizier in unserer Armee, an mich mit der Bitte, ihm irgend welche Arbeit zu verschaffen ; ich brachte ihn in einer Planosabnk m Albany zunächst als Ofsice-Junae" unter. Nach weniaen Tagen dankte er mir und schrieb, er verdäene sein Brod ehrlich und auskömmlich, aber.eines sei ihm entsetzlich, er müsse sür die anderen Arbeiter Biet aus der Stadt holen. .Ich machte ihn aus seine Lage ausmerksam, der Herr arbeitet noch heute als Ossiccboy, aber in längstevs eimm Jahre wird er weiter sein. Da? ist ein Beispiel von Hunderten, das yir gelegentlich einfällt.

Die GcscllZchas: zum Schutze italienischer Einwanderer hat die italienisch: Sicgicrnr.g wiederholt auf den Fluch der Padronen-Wirthschaft aufmerksam gemacht und nach und nach wird e hoffen!lich.besier werden. Ein anderes,' aber sicher Glück versprechendes Projekt liegt jetzt unsrer Gesellschaft am Hcrzen ; wie schon seit Jahren in Deutschland bcabsichtigen jetzt auch inJtalien vielcGrundbesitzer, iyre Habe zu veräußern, mit dem Erlöse hierher zu kommen und hier, womöglich als italienische Colonie, sich niedcrzulassen. Das ist ein vortrefflicher Plan, und unsereGesellschast, die ost um Auskunst auch in dieser Beziehung ersucht wird, antwortet stets : .spaltet den Plan fest, aber wartet. Wir suchen nach einem Landstriche im Südwesten, der nach Clima, Bodenbeschasfenheit und in anderer Beziehung Aehnlichkeit mit dem Landstriche hat, den unsere Landslcute zu verlassen im Begriffe stehen. Derartiges Land ist durchaus no.ch nicht selten, und auf ihm hoffen wir Amerika zu zeigen, daß di italienische Landwirthschast so rationell betrieben wird, als irgend welche andere und daß der italienische Farmer hinter keinem andern zurücksteht." ; Wichtiger Congrefz. Die drei europäischen Kaiser beabsichtigen schon längst, eine Conferenz zu halten, um dem Glücke ihrer Völker neue und solide Grundlagen zu geben, der Türkei neue Kraft einzuflößen, das Land der Pharaonen und der Sphinxe zu einem wirklichen Paradiese zu machen und zu beschließen, daß überall in Europa die Verhältnisse außerordentlich glückiich sind, und daß nur der beschränkte Untcrthancnverstand dies, nicht einzusehen vermag. Die drei Herren sind seither noch nicht dazu gekommen, jeder ein zelne von ihnen hat so seine häuslichen Beschästigungenan denen er nun einmal hängt, und während der Eine sich vor der Neise fürchtet, haben es die beiden Anderen nicht besonders eilig, ihn in seinem TuSculum, das eigentlich Gat schina heißt, auszusuchen. In der Zwischenzeit hat in London eine Conserenz stattgesundcn, welche eventuell für die Ver. Staaten von nicht geringerem Interesse ist, als irgend welehe Kaiser-Zusammenkunst sür Europa. Folgende Eisenbahn-Magnaten aller ersten Ranges, und zwar: Wi, H. Vanderbilt, Präsident der N. Y- Centra! und Hudson R. N., der Lake Shore, der Michigan Southern, der Michigan Central und der Canada Southern, Franklin V. Gowen, Präsident der Philadel.

phia und Neading, Lord Bury, der Präsident der Great Western Railway Canada und Sir Henry Tyler, Präsident der Grand Trunk Nailway von Canada, haben getagt. Rechnet man zu den angeführten Eisenbahnen die Cleve land, Columbus, Cmcinnati und Jndianapolls Eisenbahn, welch Vanderbilt ebenfalls controllltt, hinzu, so waren mehr als 8,000 Meilen Eisenbahn oder ungefähr die Hälfte der sämmtlichen Eisenbahnen von Großbritannien ver treten, v Ueber den . Zweck der inhaltschweren Conferenz,. die zu .einem die Präsidenten außerordentlich befriedigenden Abschlüsse gebracht worden sein soll, verlauft nichts Bestinimteö. Die Hauptsache ist jedoch, daß man im Intercsse des Nubnkums Veremsachungen in der Verwaltung, beschlossen und sich über gewisse Tarisbestimmungen geeinigt hat, die lediglich dem Publikum zu Gute kommen und die Gesellschaften und deren Präsidenten nur nebenbei berühren. Die Löhne yttden und drüben. Einem Beschlusse des Bundessenates gemäß hat Hr. Joseph Nimmo, der Chef des statistische Bureaus inWashington, einen Bericht-eingereicht, welcher insofern interesiant und lehrreich ist, akS er einen Vergleich der in den Ver. Staaten und in Europa gezahlten Löhne enthält, deren Höhe durch genaue Nachforschungen ermittelt worden ist. Nach diesen Angaben verdienen die in der Eisenindustrie dieses Landes beschäftigten Arbeiter nahezu dreimal so viel, wie die englischen Eisenarbeiter. Die Zmirner in den Ver. Staaten erhalten um 62 Prozent höhere Löhne, als die englischen. Die Löhne der Gerber in den Ver. Staaten Übertressen diejenigen der englischen um 13j Prozent, diejenigen der französischen um 54 und diejenigen der deutschen um 57$ Prozent, während im Falle der Wcißgcrber der Unterschied zu Gunsten der amerikanischen noch bedeutend größer ist. Ueber die Löhne der in der WollIndustrie beschäftigten Arbeiter ließ sich nichts Bestimmtes ermitteln, dagegen geht aus Angaben, welche Hr. Wm. C. Wyckosf, ein höherer Angestellter des Censusbureaus, macht, hervor, daß die in der amerikanischen Seidenindustrie beschäftigten Arbeiter doppelt so hohe Löhne erhalten, wie die in demselben Industriezweige thätigen englischen Arbeiter, dreimal so hohe wie die deutschen und französischen und viermal so hohe wie die italienischen. - In demselben Be richte sind auch die Kosten des Lebens Unterhaltes der Arbeiter in den Verein. Staaten und in Europa angegeben, und diesen Angaben zu Folge fällt der Vergleich auch in dieser Hinsicht zu unseren Gunsten aus. m Sibirische vhrlsten. Lieutenant Dannenhauer, welcher sich jetzt in Georgetown im Distrikt Columbia'von den fast übermenschlichen Strapazen der .Jeannctte"-Expedition ausruht, erzählt unter Anderem Folgendes : Nachdem wir an der Küste Sibirien's gelandet waren und uns eine Strecke weit landeinwärts begeben hatten, stießen wir aus Eingeborene, welche, wie wir zu unserem größten Erstaunen bald entdeckten, Christen waren, und zwar römisch-katholischen Glaubens. Dieselben batten die Gewobnbeit. nach einaenommeuer Mahlzeit sich zu bekreuzen, wob sie Paschce Bai)" ausrlesen. tote zeigten uns ihre Crucisire, welche sie küßten, und ich frente mich, einen Art Talisman in meinem Besitze zu haben, ein kleines Marienbild, welches mir ein

katholischer Freund in San Francisco mit auf die sjtt'vt gab unter der Bcmerkang, daß, so lange als ich dasselbe bei mir führen würde, ich vor jedem Unfall und Unglück sicher sei. Ich setzte jedoch nicht das geringste Vertrauen in die Wunderkraft des Bildnisses, obgleich ich es stets bei mir sührte. Als ich es den sibirischen Eingeborenen zeigte, küßten sie dasselbe mit großer Chrsurcht. Dies Marienbild war in der That der einzige Gegenstand, den wir besaßen, um den Eingeborenen verständlich zu machen, daß wir Christen seien. Man kann sich leicht denken, was sür Gesiih'.c über uns kamen, als wir auf diese im hohen Norden Asien's wohnenden Christen stießen, die ersten Fremden, die uns seit zwei Jahren zu Gesicht kamen. Ich habe mich den Missionären niemals in gleichcr Weise zu Dank verpflichtet gcsühlt, als damals, da ich entdeckte, daß wir uns bei christlichen Eingeborenen besänden. o Wie VlSrnarck unpopulär wird. Im siebenten sächsischen ReichstagsWahlkreise hat am 25. Mai eine Wahl stattgefunden. Dieser Kreis MeißenNiesa war seither stets hochconservativ. Bei der Wahl im vorigen Jahre fielen auf die Conservativen 7513, auf die Socialdemokraten 2677, auf die Fortschrittspartei nur 120 Stimmen. Aber am 25. Mai wurden im selben Kreise abgegeben: sür die Conservativen 4735, sür den Fortschritt 4 09 2 und sür die Socialdemokraten 279 Stimmen. Man kann diesen colossalen Gewinn der Fortschrittspartei nicht mit Bismarck's

Lieblingöprojckte, dem Tabaksmonopol entschuldigen, denn in Sachsen, namentlich in jenem Distrikt, sind uuch dieConservativen gegendas Monopol. Aber die Fort chrittspartei hatte sich speciell gegen die Gesammtpolltik des Reichskanzler gewendet und namentlich gegen das System der indirekten Steuern und Leoensmlttelzoue und mit dleser Agitation Tausende von Stimmen früherer Conservativen gewonnen. Auch dre socialdemokratische Partei hat kaum die Zahl ihrer früheren AnHanger zu behaupten gewußt. Eine' so empsindliche Niederlage der Conservativen in einem ihrer stärksten Distrikte hat degreiflicherweise großen Jammer in den Reihen von Bismarcks Getreuesten hervorgerufen. In der bevorstehenden Stichwahl wird zweifelsohne der Fortschritts - Candidat Kämpsfer gewählt werden, denn die Socialdemokraten werden für ihn stimmen, weil er ein Gegner der Verlängerung des Socialisten-Ge-setzes ist. DaS Llndre-Monumtnt bei Tappan hatte sich bekanntlich gerade den Gräbcrschmuckungstag ausgesucht, um müde und sanst vollends in sich zusammenzusinken. Der leider auch zur Förderung des Fortschritts. in unserer Zeit verwandte Dynamit hatte es dem altmodischen, aber braven und zuverlassi gen Zahne der Zeit leicht gemacht, das ursprünglich gut gemeinte Denkmal vollends umzunagen, und man hielt dasselbe umsomehr sür beseitigt, als sein Vater, Herr Field, damals unterwegs nach Europa war und jetzt dort angekommen ist. Doch dieser Tage präsentirte sich aus dem Trümmcrhauscn eine Stange mit folgender Aufschrist: Zu Ehren des Cyrus W. Field, Menschenfreund und Wohlthäter, dessen Leben glänzte von allumsassendster, reinster und vollkommenster Liebe, und' in dessen Seele die edelsten Tugenden, die erhabensten Wünsche und die liebevollsten und uneigennützigsten Gesinnungen lebten, haben seine Mitbürger dieser großen Republik, welche ihm das Leben gab und in Erhaltung deren freier Institutionen er sein Leben, sein Vermögen und seine heilige Ehre opserte, ehrfurchtsvoll dieses Monument gesetzt, als ein Zeichen der Bewunderung des gottgleichen Charakters, der es ihm möglich machte, gehorsam den göttlichen Beseh len und trotz der Schwäche des Fleisches, seine Feinde zu lieben und denen wohlzuthun, die ihn haßten ; und wir hoffen und glauben, daß Alle, welche sich bemühen, in seineglorreichen Fußstapsen zu treten, einen gleichen Lohn im Leben und gleiche Ehren im Tode finden werden." Aus der Rückseite des Placats war ein Galgen gezeichnet, non dem eine Schlinge herabhing; unter ihm befand sich solgcnde Inschrift, die von Leuten, die nicht ganz unbefangen sind, beinahe sarkastisch ausgefaßt werden könnte : Er ist nicht todt, sondern er schlummert nur ein Weilchen. Der Erste im Frieden, der Erste im Patriotismus und der Erste in den Taschen seiner Nebenmenschen." $ Der vo uns schon berlchttle Sensationsprozeß in St.PeterSbürg gegen mehrere hohe russische Staatsbeamte wegen Verdachtes der Unredlichkeit, ift nunknehr beendet worden und hat die Schuld der Angeklagten ergeben. Dieselben waren der Geheimrath und Generalstabsarzt der Flotte, Dr. Busch, Excellenz, und die Kollegiena'sessorcn Andrejew und Parsenow. Alle ki waren nnerhörter Erprcsiungen, Bestechlichkeit und anderer Verbrechen im Amte angeklagt, unter denen namentlich ein mit unglaublicher Dreistigkeit betriebener Stellenschacher erwäh nenSwerth ist. Wer sich nicht brandschätzen lassen wollte, . wurde aus dem Amte verdrängt und ruinirt. Endlich trat ein Untergebener, der ebensalls von Busch drangsalirt worden war, auf und denunzirtc ihn. Nun hat die Schuld!' gen die Nemesis ereilt. Busch und Andrejew wurden unter Entziehung ihrer Standes- und Dienstrcchte. des Adels und der Orden zur Verbannung aus Ansiedelung, ersterer nach Tomsk auf 1 Jahr, letzterer nach Archangelsk aus 4 Jahre verurtheilt. Gegen Parsenow wurde aus Dienstentlaffung und eine Geldstrafe von 200 Rubel erkannt.

ic deutsche Auswanderung. Die Auswanderung im Jahre 1881 übertrifft, wie aus einem bezüglichen, dem Reichstage zugegangenen Bericht des Neichskommissars hervorgeht,' diejcnige der bisher die größte Auswar.dcrung aufweisenden Jahre 1872, 1873 und 1880 um ca. 100,000 Kopse. Abc: nicht allein dies. Di im Jahre 1881 aus den deutschen Häfen beförderten Auswanderer schienen", so konstatirt der Bericht, .ihrer äußeren Erscheinung nach fast durchgängig einer bemittelteren Klasse, als die Auswanderer früherer Jahre anzugehören." Der weitaus stärkste Strom der Auswanderer geht nach wie vor nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, und zwar nicht allein aus Deutschland, sondern auch über die deutschen Häsen, namentlich aus Skandinavien. Oesterreich und Rußland. In der letzten Hälfte des vori gen Jahres wanderten außergewöhnlich viele Ungarn und russische Jsraeliten aus. Insgesammt betrug die Auswanderung 1881 über Bremen und Hambürg 245,893 Personen ; davon entsielen aus das Deutsche Reich 182,935 Personen, Oesterreich Ungarn 35,517 Personen, Europ. Rußland 9,409 Personen, Schweden und Norweaen 6.014 Personen, Dänemark 4,711 Personen zc. Von diesen 245,898 Auswandern gin gen nicht weniger als 241,478 nach den Vereinigten Staaten, und zwar von den 182,93o deutschen Auswanderern nlcht weniger als 179,507. Eine nennenswerthe Auswanderung sand sonst nur noch nach Brasilien und Australien statt. Es gingen nach Brasilien insgesammt 1054 Auswanderer, worunter. 1211 deutsche, nach Australien insgesammt 816 Auswanderer, worunter 745 deutIch'. Den stärksten Antheil an der deutschen Auswanderung haben die östlichen Provinzen Preußen's, welche diesen koloffalen Menschenverlust eigentlich am wenigsten vertragen können. Es wanderten im vergangenen Jahre aus Pommern 25,027, aus Westpreußen 23,045, auö Posen 21.315 Personen aus. Innressant würde es sein, zu erfahren, welchen Antheil an dieser enormen Auswanderung die polnische Nationalität hat. Em Auswels hierüber fehlt leider in dem Berichte. Stark bctheiligt an der Auswanderung waren ferner Hannover mit 13,909 und Schleswig-Holstein mit 12,161 Personen, sowie verhältnchmaßlg Mecklenburg - Schwerin mit 3731 und Oldenburg mit 1889 Personen. Es scheint demnach, als ob die Nahe des Meeres einen besonderen Reiz zur Aus Wanderung ausübe. Doch auch die deutschen Binnenländer weisen einen sehr starken Antheil an der Auswanderung auf, so Bayern mit 12,002, Sachsen mit 8,938, Württemberg mit 8,716, Baden mit 2.823, Hessen mit 3,369 Personen, nicht zu veraessen die Kleinstaaten, von denen z. B. S. - Meiningen einen Unterthanenverlust von 574, Lippe einen solchen von 390 Personen zu beklagen hat. Am Interessantesten ist die kolossale Zunahme der Auswanderung des vor. Jahres im Vergleich zu der des vorangehenden Jahrzehnts. Es mandcrtcn überhaupt aus Deutschland aus: Im ttanzcn nach den Ver. Sl 1871 75,912 Pcrs., wovon 73,816 1872.... 125.050 120,056 1873 103,638 96,641 1871.... 45.112 ,42,492 1875 30,773 27,834 1876.... 28.368 22,767 1877 21.964 . 18,240 1878.... 24,217 20.373 1879.... 33.327 30.808 1880.... 106.19) H 103,115 1881 210,547 m 200,189 Total.. 805.698 . 762.331 dazu von Havre 1871 1880 30.494 Personen (direkt). Wie der Bericht welter bemerkt, ist sür 1882 eine noch gesteigerte Auswanderung zu erwarten. Oon Jnlande. Der Ei g arren ma cher- Tom Lea in New Pork hat als Nebengeschüst ein Commissionsbureau für männliche chinesische Dienstmädchen. Derselbe versicherte dieser Tage einem Berichterstatter der Sun" und wies demselben auö den von ihm englisch gesührten Büchern nach, daß Chinesen, sobald sie englisch verstehen, als Dienstboten von dem Augenblicke an nicht um einen Cent billign arbeiten, als andere Leute. Mehrere Hotels in den Bädern und Sommerstischen an der Küste hatten Lee beaustragt, ihnen sür die Saison chinesische Dienstleute zu verschaffen, zogen ihre Austräge, nachdem sie die Bedingungen ersahren hatten, mit dem Bemerken.zurück, sie könnten an ihren betr. Plätzen billigere Leute bekommen. In den erwähnten speziellen Fällen mag dies wohl so sein, im Allgemeinen und an der Pa--cisicküste ist es jedenfalls anders. Das Verbrechen in Ame rika scheint eine besondere Neigung zu haben, paarweise zu gehen; wir erinnern z. B. nur an die James- Eary- Voun-ger-Ford' und Malley'Boys. DieZLiebe, ja, dreLiebe hat den Dr. A. T. May von Jndependcnce, Kans., so weit gebracht. Mit Fräulein Atwater ausgewachsen hatte er dieser selbst während 15jähriger Abwesenheit seine treue Liebe gewidmet. Er kam zurück, hatte in der Fremde das Trinken ein wenig zu gut gelernt, bat seinen alten Schatz um die Hand und erhielt einen Korb. Er trank mehr, erschien mit einem Revolver aus dem Schau platze und drohte, wenn ihn die Geliebte nicht heirathe, werde er sich eine Kugel in den Kops schießen. Die junge Dame stieß den Revolver zurück, und die Kugel ging in die Decke. Der Doktor trank mehr und drohte seiner ersten Liebe, wenn sie ihn nicht 'heirathe, werde er ihr Vitriol in's Gesicht gießen. Daö Mäd chen schlug ihm das Flüschchen aus de? Hand. Der Doktor trank weiter und befindet sich jetzt in einem Asyl sür unverbesserliche Trunkenbolde.

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Herr lZelley von Pennylvanien brachte dieser Tage im nationalen Abgeordnetenhaus die Frage aus das Tapet : ob Verrücktheit bei Sena torcn oder Repräsentanten einen AuLschließungsgrund bilde. . In vorzüglicher Weise haben die Mühlen-Jnspectorcn des Staa tcs Massachusetts das Zchn-Stunden-Gesetz forcirt.' Seit Jahren war es in den dortigen Mühlen Sitte geworden, die Arbeit lange 'vor Beginn der ArbcitS anfangen zu lassen und zwar unter dem Vorgeben: diese angeblichen Vorarbeiten seien nöthig, damit die Maschinen mit denGlykenschlage .Sieben die eigentliche Arbeir beginnen könnten. Die Inspektoren Haien nach eingehender Prüfung der.' Verhältnisse entschieden, füns Minuten vor 7 Uhr dürste an die Arbeit gegangen werden, jede Ueberschrcitung der Arbeitszeit um mehr als 5 Minuten sei extra zu vergüten. In A lexa ndri a, V a., p'rügelte kürzlich, der ebenso sromme als sarbige Pastor Seymour seine Frau Pastorin in empörender Weise durch. Die letztere erhob mit dem Bemerken Klage : sie wisse recht gnt, daß eine sarbige Pastorssrau von Zeit zu Zeit ihre Prügel hoben müsse, diesmal habe es ihr Gemahl aber Übertrieben. Unter diese Umständen verurtheille der Richter den schwarzen Scelenhirten nur zu $1 Strafe und gab ihm eine achttägige Zahlungssrist Am nächsten Sonntage predigte der geistliche Herr über das Thema: Wen der Herr tieb hat, den züchtigt er" und schloß mit der Nutzanwendung, bis Gemeinde möge die $4, die er zu zahler habe, ausbringen. Dies geschah aber lOmal mußte der Klingelbeutel dik Rund machen, ehe sich ein falscher Een mehr, als erforderlich, in demselben befand. Die armen Fischer der Insei Neufundland sind von ihrer Jagd auf Seehunde und von ihrem Stockfisch. fang mit fast gar keiner Beute zurückge kehrt. Das bedeutet eine Hungersnoth sur das bevorstehende Jahr; denn beide Arten Fang liefern die HauptnahrungMittel und die cinzigcBaargcldquclle für die meisten Einwohner der Jns.l. Auch sür die französischen Fischer, welche auf den Ncufundlandbänken fischen, bedeutet dies einen gänzlichen Fchlschlag der Ernte. Und daran ist nur die Uebersülle der Eisberge schuld. Das große Zehn -.Cent-Museum" in Philadelphia hat dieser Tage seine Thüren schließen müssen. Ein jugendlicher ZcitungLvcrkäufer hatte dasselbe besucht und aus Aergcr darüber, daß er für sein sauer verdientes Geld auch gar nichts gesehen hatte, dem vor dem Eingange Hangenden l?akau den Hllls umgedreht. Den Berllist dieser Hcluptatlrctton konnte die Vlpftalt nicht ertragen und ging ein. In Athens, A l a.. l i t t die sie. benzchnjälirigc Daisy. Hine an so hart' näckig gebrochenem Herzen, daö sie nur noch im Tode Ruhe und Erlösung er blickte. Sie sprang also prompt in's Wasser; ein am Ufer beschästigter Arbeiter rettete sie, und als er mit der unglücklich Liebenden eine seichte Stelle er reicht hatte, bat ihn Dnisy, ihr doch den Tod zu gönnen. .Dummeö Ding", antwortete der Albeiter, 'ihn Minuten halte ich Dich fest, wenn Du dann noch Lust hast, magst Du ersaufen, soviel Du loiflst." Es waren noch keine drei Minulcu vergangen, als Daisy ihren Retter ganz manierlich bat, er solle sic sür diesmal doch lieber an's Uscr brin gen. Das Mädchen mit dem gebrochcnen Herzen eilte nach Hause und wcchselte die Kleider. . Herr T a t m a a e w c i ß g a n z genau, was die Settgen eiaentlich im Himmel thun. Die Sache ist furchtbar cinsach: Jedermann seht das Go'chäsl fort, -was er hier betrieben h.it. Die Liebhaber von Nalurschöahkitcn wer den dort viel größere Genüsse haben, da sie an den Wrbstühic stehen auf denen Sonnenuntergang und Frühlingsmorgen gcwobcn werden. Die Künstler werden dort nicht mchr durch. Atelier, Material, Farbe, Lcin wand :c. beengt werden, sondern in einer erweiterten Sphäre schassen; Michael Angela z. B. wird Gelegenheit haben, seine .beilige Familie" noch bedeutend zu verbessern, da er dann die Originale vor sich hat, und danach ist allerdings.zunehmen, daß alle Hciligeomaler vollauf mit Korrekturen beschäftigt sein werden. Ob freilich sür die heiligen Originale das ewige Modcllstehen, das ausErden sür 25Cts. die Stunde besorgt wird, eine würdige Belohnung sür ihre gute That ist, dürste eine andere Frage sein. Für die Musiker ist selbstverständlich bestens gesorgt, denn eö kann dem lieben Gott, nachdem er Himmel und Erde geschassen, doch nicht daraus ankommen, noch ein paar Harfen .und Trompeten zu machen. In Betreff der Musik hätte Herr Talmage noch den bekannten Vers aus einem bekannten classischen - Liede citiren können: Die heilige Cäcilia eröffnet den Reigen, Und iläßt ein zarteö Adagio.flreichen." Ein Komite des Senates hat einstimmig die Bewilligung einer erhöhten Pension an die Wittwe des General Custer empfohlen. .Im. Gegensaj zu dem niederträchtigen SZVindel, der von unsern Volksvertretern in Betreff der Pensionen getrieben tvird, ist diese Empfehlung hoch erfreulich. - ,

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Aom LZölanse. Ein gk oß artig e? L eich encondnkt beweg.e sich am .Mm inBerlin von der Prinzeßstraßc nach dem ouiscnkirchhos an der Brirer t?hansice. Man bestattete den s. Z. ausacwicsencn Ei-

garretiarbciter Dittmcr zur lehren ?!uhe. An 2000 Personen folgten dem Sarge, und unterwegs wuchs do3 cichenaefolge noch beständig. Schuhlcutc zu Fnß undzu Pferde geleiteten den Zug. und an der Weichbildgrenzc nahmen ihn (endarmen in Empfang. Ein Licd, ds ein Sängcrchar anstimmen wolltc.:?urd? von einem der Gendarmen inhibirt. Kränze in großer Zahl mit rothen Blumen und Schleifen wurden auf daö Grab niedergelegt. Noch NachtS um 11j Uhr woren zahlreiche Schutzleute unter Führung eines Ossiziers in der Gegend, des Rollkruges auf dem Posten. Dittmcr hatte viel und schwer unter dem Ausnahmegesetz zu leiden gehabt; wie voll und ganz dies seitens seiner Freunde anerkannt wurde, bewies das imposante lekte Geleite. Die Zahl der in Paris zur Speise geschlachteten Pscrde ist im Jahre 1881 aus 9300 gestiegen, wozu noch 4tt0Esel kommen ; zusammen gaben sie 1688 Tonnen Fleisch her, nicht gerechnet die Abfälle, welche in Wurst, Sülze zc. eingingen. Vierzig Schlächtercien sind ausschließlich mit dem Vertrieb dieses vielverkannten Nahrungsmittels beschäftigt. D ie französische A st r s-nomen-Er.pcdition, welche in Sohaz in Aegyptcn dicMondsinsterniß beobachtete, fand bekanntlich auch, daß die Wärmestrahlung aus dem Monde dem 82,600sten Theile der Sonncnwärme entspricht. Diese Wärmemenge sand sich aber nur beim Vollmonde, hingegen fand sich zur Zeit deS Neumondes keine Spur von einer Mondwärmc. Die Wärmestrah lung auf dem Monde ist vermittelst elekirischer Thcrmasäulcn, die an einem dreifüßigen Spiegelteleskop angebracht waren, untersucht worden. Ein geringer Bruchtheil der vom Monde überhaupt ausgestrahlten Temperatur ist rcfleltirte, der größte Tbeil absorbirte Sonnen- ' wärme. Die Lichtwärme, die uns der Mond zusendet, ist übrigens wohl von der Wärmemenge desselben zu unterscheiden ; erstere ist 7 Mal so groß wie die letztere. Trotzdem ist die Bcleuchtung, die wir durch unseren Trabanten erhalten, nur gering, und es dürste mancher unserer Leser in Erstaunen gerathen, wenn er sich die mondhellen Nächte vergegenwärtigt, und ihm gesagt wird, daß erst 618.000 Vollmonde genügen würden, um dicNacht vollkommen taghell zu erleuchten. Die Geschworenen zu Nom haben eine Mörderin, Namens Ermenegilda Spinetta, freigesprochen. Sie bekannte sich schuldig, ihren Ehe mann ermordet zu haben, indem sie in einem Anfalle vonLeidenschaft mit einem Rasirmesser ihm die Kehle zerhieb. Auf Befragen gestand sie, wodurch sie in solche Leidenschaft verfetzt worden sei, und das übrige Zeugniß bestätigte es, daß ihr Ehen:a.in ein schustiger Faulpelz war, welcher von seiner Frau dadurch ernährt sein wollte, daß sie ihren Leib verkauft. Als der Frcispruch ertönte, brach im Saale ein unwiderstehlicher Beisall aus, und als sie den Gerichtshof verließ, wurde sie beklatscht. Der Ausspruch Bismarck's, daß man die Haare Vorzugsweise bei zunehmendem Monde schneiden laffcn müsse, beruht, wie das Berliner Ta.Zbl schreibt, keineswegs auf Aberglauben. Dieser Ausspruch hat vielmehr seine volle Berechtigung, da sich die Richtigkeit desielbcn auch wisierschastlich begründen läßt. Man muß in dikjcmFalle nur Ursache undWirkung nicht v:rgesien. Bekanntlich wird das Wachsen derHaare durch häusigcs Abschneiden derselben überhaupt wesentlich gefördert. Ist nun auf dem Kopfe eines Sterblihen der Mono im Zunehmen begriffen, d. h., läßt sich fchön mit unbcwaffnetcm Auge eine lichte Stelle erkennen, so i? selbstverständlich alsdann ein Abschneiden der Haare um so wirksamer und" vortheilhaster, als daö hierdurch bewirkte Wachsthum allein im Stande ist, die Zunahme bis Mondscheines (vulgo Platte) auszuhalten. Die Moral der Geschichte ist somit, daß das Kürzen und zar das wiederholte Kürzen der Haare bei zunehmendem .Mondschein entschieden vortheilhast ist. . Der C z a r Alexander III. hat seinem Großoheim, Ka ser Wilhelm, 4 mächtige kostbare Napvmhengstc (Orlotrabcr) nebst russischen goldbeschlagcnen Geschirren, sowie einm kompleten nationalen Anzug, Kaftai. Hut, Stiesel, Handschuh, sür den Kutscher zum Geschenke gemzüzt. Für s:inen eigcntn Marstall hat er dagegen aus Deutschland durch Vermittlmg der Gebr. Oppenheimcr in Hannover acht weißgeborene Schimmel erworben, die bestimmt sein sollen, .den Krönrngswagen der Kaiserin za. ziehen.' .Tie Nace e ti k irn ccinavc ciii gcnoiüc cui, einige Exemplare derselben sind noch im kgl. Marstall zu Herrenhausen zu suden, da s. A dort auf die Zucht derselbe! großer' Werth gelegt wurde. Der verstorbene König von Hannover pflegte nit acht weißgeborene Schimmeln 'zu fahren. Einer, ähnlichen. .Liebhaberei, huldigtet auch der frühere Kurfürst von'Heffen. der sich des Besitzes eines Zwölserzug prächtiger. Jsabellen rühmte. Feldmarschall GrasMoltke hat sich bei seinem jüngsten eintägigen Aufenthalte in München über dcS Pro-; jek der Errichtung einer Knabe. ExercierSchule sehr günstig ausgesprochen und seine Verwunderung darüber ausgedrückt, daß die Sache daselbst aun Schwierigkeiten - stoße. Der Feldmar- ( schall prüste das ihm vorgelegte Gut-i achten der Deutschen Krieger-Kamerad schastV billigtt dasselbe und bemerkte, cs sei ganz recht, ' vom Nachbarvolk (ben V itrnninitni tu lernen. A)eui!az ana UiMin" ' (j ' ' i 7 " " m