Indiana Tribüne, Volume 4, Number 268, Indianapolis, Marion County, 9 June 1882 — Page 2

Zndisnä Hriöime. ZSgkiche- und SonntagsaRsgaöe.

fffcc: 62S. DelawarcStr. ntered second-clai matter at the fostoflice at Indianapolis, lndiana.l Abonnemen:SPreise : .gliche Ausgabe. . 13 Cts. per Woche. -ountagSausgabe. . . . ... . 5 Cts. perNummer. -eide zusammen 15 Ctt. per Woche. 35 Das Tagblatt erscheint jeden Nachmit ,g um 2X.UHr. Dle. , Sonntag aus gabr scheint des Morgens. Tribune Publisüinn Company.. Indianapolis,' Ind., 9. Juni 1882. kZsrivaldi auf Staaten.JKland. Nach der, Mitte dieser Woche in New TZork von den italienischen Gesellschaften dieser Stadt, zu Ehren ihres .großen Todten berufenen'' und MAß zabkreick besuchten Massenversammlung fand sich l i w v . . I eine nnzayt tauener zusammen, roeiaje mit Guiseppe Garibaldi während dessen Ausenthaltes in den Ver. Staaten vielfach persönlich verkehrt, haben. . .Reminiscenzen an den großen Patrioten wur den ausgetauscht, von denen uns die Erzählung eines, vertrauten FreundfS des Generals) ' des, Herrn S. T. Secchi di r r r ' mrr unsern, ocz S)erausgevers oes ruco V ... i n... ....v ' 5ti. cv v . ' I "xlTr: tui,i,(v vih' 71' VH 'i1 a11 v' So sagen die Leute, schreiben selbst die Zeitungen, unser i Ganbald, habe in ti ner Sclscn- und Lichtersabrtk gearbeitet. Hleran,ist:kelnwahrcs Wort. Als. der General nach New York kam, silcg er m oem Pavllllon?v0ttl gus taaten-z. V . r . i!n v a v o -, IrttiSnT,- lil rnrtl' nn in Knln I , c l u l x v 's ftlne Aufenthaltes m . den mörderischen Kiimhniftrrnni rm 1J ti - SllTn trt , " I Hier wollen wir dann schon für dieBra. toftt Inrrttfrt iih 'hArtrt iitififii nwS ruiTT I Mt.l2 I w vuif. .vwm i tim,..' Hf, ivm i Sobald Garibaldi ausgehen konnte, cnunoigucr iug enng nacy ocn um flftnn in ntntn 1irt'0nSSTattaTAft. I v i- k" . .;t! x- ... h nnUr, 3t.B.n von dem Tknori len Salv, die Mtlel eme Fa. " . w v. I brik von Bolognkscr Wurst grönden ,u -können. In solcher erhielten die rilin Arbeit, nd a,ribIKi Nes.mi, den rt f., r sUsnÜÜ in: feißout nl A8 Nd schön, von unserem ,11 itnh ut !e zu sprechen uno zu ist be er, ür dasselbe . m " 1 I großen -ouicnuiuc träumen, aber es zu arbeiten." Es wurde tuchtn m der Fabrik aearbeitet, aber dieselbe ging trotzdem wegen Mangel an Absah ein. Die Freunde boten Garibaldi aufs neue Geld, und !i fJt i ... cmioicueni gruuorle er eine learlnerzeniaoril ; ,n ,oicyer yar er woyr oann uno wann gearbeitet, um femen n v .n..n. I onoicien.j:un zur.viroeu zu inacyen, aoer me rur wuo. eoer neu anlommftih fsliimpr frttih fnfnrt trt hifer I Z V rr" i Fabrik Arbeit und nur, wenn der Zu drrtur. , CnTAr , nrtsl nnr rniiSfn rang zu foiajcr zu gron war, wurden dieieniaen bevoriuat. welche unter lari baldi Rom gegen die Franzosen verthei- , J--U" " I dlgt hatten. Die Fabrik befand sich zu erst in einem von Herrn Meruschek ar mietheten Hause, der aber solches bald billig an den Verwaltungsrath überließ. urinirnni rnnr hrr 9Wi IV d 5K n77 r. a V.. v.v. einen Arm Kerlaren Kt!e. 'I ien Arm verloren hatte. AIs das Geschgs. gut Im Gange war. :. ..n.?:.. nabmGaribaldl die .erstenPaviere" her aus, erwarb von der Regierung ein Eer tisicat,als See-Eapitän und bald wurde ihm das Eommando des SchisfeS Eom monwealty anvertraut, welches e? glücklich nach Eanton in Ehina und zu rück führte. Nach einer andern Reise r v . ri V ; r j . o .. r .... nao oen wejlluoifcyen unfein icyrieiLaridaidi ngch stallen zurück, lanvcte icdoch von da bald wieder m New or? und erhielt eine Anstellung bei der Erie Eisenbahn. ' Der grobe General war merkwürdig einfach in seiner Lebensweise, in allen seinen Gewohnheiten. Jedem zu jeder Stunde zugänglich, unterschied er sich

"V'mi,r V 1 - n 11 ahngejeuchaltcn geiltyktt waren, wa-, Dienste seines Volkes na

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v-. I"" licsj!tlü"uöl"!' uc- ?cn aufgesahnn, und der leh'.c hatte eine ,urilck, bcwirthichaftete h

lüTlr ..... solche Zahl von Achsen, d.y. er an meh- und beschästiate sich mit

Äicl irriges uno al cyed miro von n.ts,rilt nfrhfn mMt

' Tn ; elsvioae,.weia)e als ravelnc aui bracht habe und bestimmte peziell, daß ?ä?bcy.inec;e sln 5a3c?CttJC," dem gcgen'Ettde des vorigen Jahrhun- scinBegräbniß aus dem Friedhof in fesfelt Die.Jtalicncr und sehr viele derts verschütteten Dorfe Goldau liegen; Monticello in höchster Einfachheit stattmmkaner. hatte von rechts schauten die Gipscl dcö Nigi, nden und dak e ine Granitvlatte mit

au swnjtnocnjrmpiana 3 Dcran- von links die pyramidalen Mythen, glgender Ausschrist sein Grab bezeichnen alten. Ganbaldl aber sagte zu dem köpfe auf das brausende und polternde Jt . MoZl i Merson, der Vetter Comite, das ihn hiervon 'n Kennwik Ding herab, das so seltsam den Frieden jer amerikanischeli Unabhangigke ts rehte : Unzahlige politische Flüchtlinge r Gegend störte. Daö große Amphi- klärung, des Statuts deö Staates Virleben verbo.genunter allerhan nt- jhcater.mit den Brager Paß .kam und Wien über Glaubensfreiheit und der

llZl stgnT h ; M. das zlerl che Brunnen tauchte auf, Gründer der Universität von Birymien." iL fc slch in..dem wieder erscheinenden Vier- - Dieser Wunsch eines der größten., memen Empfang bestimmt Habt, damit valds ättcr re. picgelnd, und unter die rikauer m:'K beilia acbalten auch sie dies reie Land erreichen können, amantiseb Aren rane verarub slck der "'ue? m.-l Hclilg gcyalten.

hierdurch wesentlich von Kossuth, der in staunte man die zu zweien und dreien könnte, wenn seine Regierung einer wcseinem Hauptquartier im Howard aufklaffenden Tunnelöffnunaen an. und sentlich anderen Gesinnung huldigte.

House in New York stets 15 bis 20 Secretarc und sonstige Beamten uirsich und vor jenen? einen ungarischen Sol daten als Ehrenwache aufaestellt hatte.Man denke sich, wie wenig dies dcnAmerikanern tmpomren konnte, die selbst Posten vor vielem aufziehen lafjen wollte. : . .. ' In amerikanische Politik rncht: sich Garibaldi me; er pstegle zu sagen, die Bürger diese? Landes wissen besser,' waS z-u iyrem Veen vlenr, a ; aucy rn v r. on. . r'., ..kt oiejer nezieuung war u)anociioi wefenl' lich von Kossuth unterschieden, der, ohne sür Beurtheilung amerikanischer Verhältnisse genügend vorbereitet zu ei'n, sich häusig absprechende Urthcile'erlaubte und hierdurch den berechtigten Spott von Männern toie Webster und Clay her ausforderte. Eines imponirte Garibaldi, wie er selbst wiederholt geäußert hat. besonders 9? derolitischen Reifender Amerikaner:

einen Mann wie General Hancock aus- der endlich erreichten höhe aber strebte csalir geschaffen. Dieser Gefahr gelachen würden, wenn dieser wahrend dann der Zug sonder Beschwerde der genübcr konnte der Kaiser die Rücksicht seiner Anwesenheit im Astor-House" Station Gösckenen und dem Ankanas- aus seinen Gesandten nr)t mehr nehmen

deren Achtung vor der Majorität. Vorgang kurz vor feiner bqinitbenKüd kch: nach Italien macht dies besonders klar. Am 21. Mäiz 1802 waren die meisten italienischen höheren Offiziere, die unter ihm ßckärnpft und,glcich ihm, in den 23er. Staaten eine Zuflucht gefun den hatten, um ihren Führer vcrsammelt. Sie alle befürworteten, eine rc publikanische Regierungsform für Jtalicn. Garibaldi redete diefelben an : 3ch bin mit Leib und Seele Demokrat, und kein Mensch hat härteres Leid von den Ministern erduldet, als ich; aber ich weife, daß die Majorität unseres italienischen Volkes für eine konstitutionelle Monarchie ist. Aus diesem Grunde muffen auch wir treu zu Victor Emanuel und zur konstitutionellen Monarchie stehen." Ja, Garibaldi hat dem Vortheile seincs geliebten Jtaliens'alles untergeorö'net, selbst seine politische Ueberzeugung, denn er selbst hielt damals schon längst Republik für die einzige vernünftige ReÄkrungLform, hat später erklärt, daß . . m ii . r'.n v

cx den von cen naolcaien laiiens uno Frankreichs ausgesprocheuenGrundfätzen züpiinme und hat sürgrankreich, nur ,a!5 -1lt e.Z CXJftYnivk nf'iftt AepKtt sein Schwert gezsüen , . -m Ttn Vot.hard httian. Mailand, 23. Mai. ES war heute der aroße Tag derFah der Gäste über die neue Bahn mit ihrer ZnsahrtsllNlen in ihrer ganzen Ausoey' nun.' Nicht weniger als Drei Zuge, zum Theil mit Wagen, die von andern jj"

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rj idjtung au ;iiit aus einer von w K.'tts - ltt..splls.ist ,.,'t,ien Bahnstrecke längs der smaragdenen tüi sM Nothlreuz bog's rechts ab Zuqer Scc .und .erreichte in einer Stunde die bekannte Station Art an ver dem Vierwaldstätter Scc abgcwandi . l1 . " . . . un voacyung -oes Algi. m Lvege xen die gewsltigen Schuttmnssen und r. , s . . V . ,i. n .. . . r I Zg, um in langen, von einzelnen Aus ,? . ' k . .:... jr... riiapn nnf flcn nnierDrociiencr UN' . i.-r ... rv. i fvn . . -.. r - i tcrirdischer Fahrt Flgelen und Erstfeld -rreicken. allwa dif'eZaentlicke . Bern1" ------t--., ' I "! " Partie beginnt. Eine ' freundliche Auf. r i orr. v. UUlUCIlflil lUtC " IllIlULIIlltU . Cl I g.ich die txtt syPäihKi.ndgw. hif.Brtrfh nFfit inr .N K. kseben das ' Volk dkr Söwe , dem doch M." 's. s!!--S.u "Äru"iV" starrenden Amphitheater umwölkt, zu l !1 i- Vi I tn . 1t dem wn hman und hinausstrebttn, und die alte Gotthardgmvpe schaute ries,z rWÄV

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grämlich dem dapseden Eindringling enteaen Klein, wie aus einer Sckacktel mit Kinderspielzeug hingestellt, lag Amsteg da. als der Zug über die sechzig Meter ' V ' . . ' hohe Gitterbrücke UnkS am. Städtchen vorüberrollte. Aber nicht lange behaup tete der eigensinnig mit kleinen Tunnels . . . . P sich durch die riesigen Felswände boh rende 5Zua d eie 5öbe über der Tbal r-tf v t. i v , t: w. lüuit, uuu uuu uiui uci wuiinuiii uci Punkt erreicht, wo unser Dampfroß wie iu;i, lüii aiijn, ""'V liyP gefangen zwischen der Reuß und der tL n Jz ü5nSA.s.n scf,,,, IVUIW Mit MlllltUtWVlIVVII UUUH IV tobte. Da öffnete daö Gebirae den gähnenden Schlund, die Nacht eines spi ralsörmigen Tunnels umsing unS und die Nadel emes von sämmtlichen Neifegeführten neugierig beobachteten Eom rj.. v..iu tf rr ' ..-v SB : vI'r'1 ivim , irnnu iu ujii viiiuiui uu uun, tu ..r. Ö ,,,:. Umkreise des Gebäuscs berum. Mit g,Ö Mff höh di" Maschine ? r ... v?T l.ry Umkreife des Gehäuses herum, gellendem Psiff höhnte die M , r. v. xi.c i :c T mV K Tix t u.uu.n Reuß. Aber mit schärferer Steigung cti i cuiüi uuuui SÄÄfÄ v n V!. ot.ir.cf. .u.. ..v . Holzdächer des kleinen Orts, steil über uns. malerisck in den reaenschwannern Himmel hinein. Und jetzt begann ein I T . ' , Au steig, der unsere Magnetnadel ner vös und selbst die Kövfe der in unserer tti?sillschs MinM.rf. s?insms.ntech. iker schwindeln, machte. Unheimlich war es. wie wenn man einmal seinen eienen Dovvclnänaer erblickt, das Sckie. nengeleise zwei- und dreimal neben, unt und über sZck ,u seken. N.tlo durck Malerieen und iiner Nrnckl'n fließend, wußte nicht, an welchem man hinaus und an welchem -man hineingefahren war. Der Ort Wasen kam und verschwand nermil: ttrrfr t sam mit derienken der Nel mechselnk. und stets sein Ansenen verändernd. Non punkte des großen Tunnels zu. Die Fahrt durch den großen Tunnel crsor derte 21 V Minuten und brachte bei ge schlossencn Fenstern leine größere Belä' sttgung als eine gewöhnliche Backstubeni luft. I Iefferfon'S Grab. Gegen den .Plan, Thomas Zcffcrson's irdische Ueberrefle 'von dem Fnedhofe bei Monticello, Va., nach Washington zu überführen, werden von Seitcn.des Staates Virginien Einwendungen er erhoben, die in der That begründet erI selnen. Lwar hat dittnMeEnMin

oes erfajZerS unzerer ttnadhängic:?zitZErklärung, Frau Meiölehzm, ihre Gcnehmigung zu der fraglichen Ueberfnh rung ertheil!, indeß ist die lettcre hierzu nur durch den Umstand veranlaßt mo'rden, daß man die Grabstätte ihrrs Großvaters zu Zeiten in einen bedauerliehen Zustand des Verfalles gerathen ließ. Die Legislatur von- Virginien wird dem fik? die Zukunft vorbeugen und damit fällt jeder Grund für eine Trans ferirung der Asche des girf.en Tobten. Gewiß ehrt Großbritannien sich selbst, wenn es die Ucberrestc seiner größten Männer in der Westmins!-?r ?!bt:i ver sammelt, gewiß folgte ds franzSsische Volk einem edlen Zuge fiines Herzens, alz es die Ueberdlcibjcl seines einst" angebetcten Napoleon von Helena nach daterländischer Erd? brach:?, pewiß ist cs ein voctischcS und herrliches Bild, unfere Dichterfürsten an der Seite ihres fürstlichen Freundes Carl August in der Fiir stengruft bei Weimar ruhen zu sehen, aber cs ist gleichzeitig eine begründete

Eiacntbürnlichkcit der Ver. Staaten. daß diese von 'jeher' ihren grölen Män nein die Ruhe dort gönnen, wo dieselben wirkten oder doch die. letzte Zeit ihres segensreichen Wirkens verbrachten. Bei dem Mangel bindender ledtwilliger Bestimmungen kommt es darauf an, aus den Umständen zu schließen, welchen Plah unferc Heroen sich selber als letzte Ruhestätte gewählt haben. Bei Tho maS Jesferson ergicbt eine Prüfung dieser Umstände, daß derselbe im Friedhofe bei Monticello beerdigt zu werden und zu bleiben wünschte. Im März 180S) zog sich Jesferson nach beinahe 10jührigcr Thätigkeit im ch Monticello ier feine Farm Entwürfen über rtiUtfmmrifitfi (vriiffurt rt itnX0lft nnuuuivuirnuuk 4i)'lVu'H uiucu5 er konnt konnte zu fördern, gründete er 1618 in Eharlottesvitte die Universität von Virginicn" und widmete dieser die lehtcn Jahre seines erfolgreichen .ebens.Ehar. lottcsville liegt am Fuße des Hügels, , ... ... r: .r. t?f i (. .r. r uvcr ocn nn) oiniceuv mjeui. vun MV" v lllM"' l. .r ifiticni iist inrrtif ItufUn den Wunsch aus, da beerdigt u werden er seine lcntcn Lebensjahre zuge- - v . 1 . . . . . 0 n v Qeust'ö Si abritt. Der Rücktritt deö Grasen Beust .ist. wie die Zkoln. .'ituna- vom zu. vor. :rung rust, der dlltte Zmannes, der unte: !e von ism um r r t , rt . e . . r. . mSZ'. m o,ittrcqi,qer m,,,cr - ra,leen m.c no i ji 'ndgu I,g lwm Sch,P,lh der Thalen b!r,I'. Des KZlers hl,d,,;k,bcn n Mn 8 anMen lautet fiutctft anteftn ?5n laimculiciyall, aoer aoa) lei) Thatsache seit, daß des lektercn L:cb .... c'',-7;r,,.. r;w Mln nut franzo,, chen und ru ji,che, EhauvlNlstenkrcisen ihm eine Slcllun "nb und schmeichcth.st, aber doch sich, cn g, h,, die ei hoher Ginfluß ih 9 m gern erhalten hätte. Beust mag nicht die, Absicht gehabt haben, ein gegen Deutichland gerichtetes Bundnlß zusammcnzuwcben, er müg die r 1 . W m. m - J - ccugcnallung euljchiano's, als eine vollendete Thatsache angesehen haben, aber er, der Mann der kleinen Mittel und der Vertreter der alten, abgewirth I tyujlcicn schasteten Diplomatie der Intriguen. i, r;,, .i. M;j,f f,: konnte sich a: ) n.cht vertagen, hm und föicbcr klUMal ZU tntltllllircn UNd Zct ... telungen zu betraten, Deren .nicht: ng natürlich dein alten Gegner nicht günstig war. Es 'kam hinzu die mit dem zu nehmenden Alter steigende Eitelkeit. Bcuit wollte durchaus in der sranzosischeu Gisellschast recht viel gelten, und vyqcuja;a da diese Gesellschaft zum großen Theile chauvinistisch ist. 1 l,,m er dieser Liel, r.f... .; : :n; hnrf!Afirt Havercl ,n vielielcht mehr vorsichtiger , X. aV -r ; ; 1 ilÄtrn'Tw weis oaiur vor allem oie vcl Äc bekannte. eigentlich geradezu unglaubliche Aeuße. r . utn lf '"" V-" iV gant ln01l COClu. cst iVancais", dieer'inder literarischen Vereinigunggethan hak. Die französischen Chauvinisten faßten Beust'S Aeußerungen ernster auf. als sie eigentlich genommen werden durften und der österreichische Gesandte wurde in ih ?" ?nstr 'n !nf?,nmc5er 9c"le "chepiane. raf cuji,to saglen sie sich, -ist der Botschafter dcS österrelchljch.ungarlZchen Naiserstaates. Er zeigt unö bei jeder Gelegenheit seine onic Zuneigung, wav er Nicht tyun ?'r zu der Annahme berechtigt. P01 Crt3 ocuiich-ozlcrrcichllche süunvniu uicht auf so festem Fuße steht, wie man lm Allgemeinen annimmt, sobald die c Ansicht sich aber einmal festsetzte, und la lil geschehen, war civc ungeheure die er unter anderen Umständen gern ge nommen hätte. ES ist bekannt, daß man dem Grafen Beust sein Alter nicht g?ru verbittern wollte, und daß man ihm einen ruhigen und harmlosen Lebensabend von Herzen gönnte; er hätte dann noch zehn Jahre Botschaster in Paris bleiben können. Daß cs anders gekommen ist, hat Graf Beust keinem andern zuzuschreiben als sich selbst. Seine Abberufung ist, wie dl-c Sachen einmal stehen, ein Ereignis;, welches in Deutschland mit Befried!' gung aufgenommen werden muß, weil eS die Gemeinsamkeit der dcutsch-östcr-reichlichen Interessen aus's Neue beweist und denen tut Warnung dienen kann.

die sich versucht fühlen sollten, an ihnen zu rütteln. Beust's Nachfolger, Graf Wimpffen, tritt seine neue Stellung mit dem großen Vortheil an, daß er eine durchaus geklärte Lage übernimmt. Nach allem, was man von diescmStaatsmannc Hort, wird cs ihm leicht fallen, die freundschastl'chcn Beziehungen Oesterreichs zu Frankreich weiter zupslegen, ohne, wenn auch nur indirekt und scheinbar, an dem zu rütteln, was für die österreichische Diplomatie der Leitstern sein muß : dem deutsch-österrcichischen Vündniß.

Ttc Indenhatz sanklionirt. So hat Graf Jgnatieff also doch' seinen Willen durchgesetzt. Jene berüchtigten vi Punkte zur Regelung der Judenfrage", welche der Reichsrath bereits ablehnte, sind nunmehr von dem Ministercomite doch vereinbart und auf dem Wege kaiserlicher Verordnung zur Thatsache geworden. Der russische Regierungs-Anzeigcr" veröffentlicht die von dem Ministcrcomile vereinbarten, unterm 15. Mai von dem Kaiser bestä tigten, nachstehenden vier Punkte hinsichttich der interimistischen Vorschriften sür die Juden. Darnach ist 1) den Juden verboten, von jetzt ab sich außerhalb der Städte und Dörfer niederzulasien, ausgenommen in den schon bestehenden Juden'Koloniccn ; 2) sind vorläufig alle K'auf- und Pachtabschlüsse mit Juden zu sistiren ; 3) ist den Juden verboten, an Sonn- und Feiertagen, an welchen die christlichen Geschäfte geschlossen sind, Handel zu treiben ; 4) sind der erste und dritte Punkt nur in den Gouvcruements anzuwenden, in welchen Juden ständig ansässig sind. DleVorschnften sollen interimistisch" sein. Daß der von den rnssischenJuden so lang befürchtete Schlag schließlich doch fallen würde, wenn Jgnatieff' am Ruder bliebe, wurde allseitig vorausgesagt. Der Ezar, so urtheilen gute Kenner russischer Verhältnisse, giebt die Juden preiS, well ihm vorgespiegelt wird, cs sei eine solche Ableitung" der allgcmcinen Unzufriedenheit nothwendig, da letztere sich sonst gegen seine Person richte. Wie übrigens in Böhmen jede zudenhenc der Beginn einer DcutichenHetze zu sein pflegt, so ist auch heut schon die Befürchtung gerechtfertigt, daß die Verfolgung der Juden in Rußland nur das Vorspiel dazu. ist, allmälig auch die schlimmen Leidenschaften des niederen Volkes von AmtSwegen gegen die zahlreichen Deutschen in Rußland zu entfesseln. Die GröZze der fünf Seen. Der Lake Supcrior ist an seiner läng sten Stelle 335 Meilen lang, an seiner breitesten 190 Meilen breit; seine mittlere Tiese beträat 88 Fuß; Höhe über dem Meeresspiegel 627 Fuß; Flachenraum 82,000 Cnaratmcifcn. Lake Michigay; tOO Meilen grSktt Länge, 108 Meilen größte Breite, 00 Fuß mittlere Tiese. 500 Fuß Hohe, 23,0)0 Quadratmeilen Flächenraum. Lake Huron Ä30 Meilen größte Länge, 00 Metten größte Breite, 600 Fuß mittlere Tiese, 274 Fuß Höhe, Flächenraum 20.000 Quadratmeilen. Lake Erie : 250 Meilen arönte Län. ge, 80 Meilen größte Breite, 81 Fuß mittlere Tiefe, 201 Fuß Höhe, Flächenraum 0000 Quadratmeilen. Lake Outario: 18!) Meilen größte Länae. 05 Meilen srökte Breite. 500 Fuß mittlereTiese, 2ttl. Fuß Höhe, 0000 Quadratmeilen Nlächenraum. Die Wasserstraße durch alle fünf Seen beträgt 1205 Meilen, der Flächeninhalt 135,000 Quadratmeilea. Die C o n g r e ß b i l l, welche an Japan 5800,000. an die Ver. Staaten ohne Grund bezahltes Geld, restituircn will, ist also im Senate abermals durchgefallen und somit wieder auf zweiJahre verloren. Es ist dies eine Schmach, zu mal wenn man bedenkt, welch' andere scandalöse Geldvkrschleuderungsbills im Senate genehmig! worden sind. &0n Jttlande. Für die i n d u st r i e l l e tz n.t Wicklung des Südens giebt auch der Umstand einen günstigen Beweis, daß Sas E'.senbahneigenthum Gcorgia's im letzten Jahre um 2 .Million Dollars im Werthe gestiegen ist. D i e Gläubiger der M c ciT sl nies' Ban!" in New ins. N. I.. sind nahezu sämmtlich bezahlt worden, und man trifft Vorbereitungen zur Wieder crössnunq. Für Bussülo ist der nächste 4. Juli zugleich der 50. Jahrestag sei ncs Stadtcharters. . New'Nork hat zur Zeit 2,437 uniformirtc Polizisten, Berlin 2000 Schutzleute.. . . Zeuge eines intercssanten Kampfes zwischen zwei Adlern war kürzlich Edward Taylor von Bordentown, N. in Norfolk. Virg., wo er sich bcl'nncm Freunde zu Besuch befand. Durch ein Geräusch in der Lnft wurde er veranlaßt, in die Hohe zu seben und er blickte zwei Adler in erbittertem Kampse. Ueber eine Stunde währte derselbe und Federn und Blutstropfen kamen inMasse zu? Erde. Da schwang uch der eine Vogel hoch über den anderen empor, schoß auf seinen Gegnu hernieder und brachte ihm mit dem Schnabel eine solche Verlegung des einen Jlttgelgelen kcS bei, daß er hülflos zu Boden siel. dann flog der Sieger davon. Taylor hat den verwundeten Adler mit in seine Heimath genommen, derselbe mißt von Flügelspitzc zu Jlügeljpitzc über sieben Fuß. Der Zustand deö R c d a k tcurö der in Ouincy, Jll., erscheinenden Germania", Dr. S. E. Hossmann, der bekanntlich wegen eines Berichtes über den Selbstmordversuch einer jungen Dame durch mehrere Schüsse sehr gejährlich verwundet worden war, ist zur

Zeit d'cr Art, daß der Arzt aus eine sichere und vollständige Wiederherstellung dc- Patienten schlichen zu dürfen glaubt. Sehr zahlreiche Damen und Herren in Quinen haben der Gattin des Herrn Dr. Hosjmann eine bedeutende burninc, als Zeichen ihrer Sympathie in deren großer und unerwarteter Heimsuchung, welche durch ruchlose Hände über sie gekommen, sowie zur Bethätigung der Achtung, in welcher sie deren Gatten stets gehalten, übersandt. Mit der Einwilligung der Legislatur bezahlen die New Porker Hochbahnen jetzt nicht mehr die bisherige Lokalsteuer, sondern vier Prozent ihrer Bruttoeinnahmen, wobei sie 250,000 pro Jahr prositiren. M a n s p r i cht jetzt viel von

der Herstellung artesischer Brunnen in Arizona und hofft mittels derselben daö im Allgemeinen öde und unfruchtbare Land in eine Art Fruchtgarten umwandeln zu können. Der berühmte Mineralog Prof. W. Frank Stewart, welcher dieser Tage im Erawford House in Boston mit Tode abgegangen ist.hat ein merkwürdig occhsclndes und abenteuerliches Leben hinter sich. In Wisconsin vor 50 Iahren geboren, bildete er sich ganz allein durch eifriges Selbststudium aus. machte Den Krieg gegen Mexiko unter Scott als Gemeiner mit und k-achte es bei Buena Bista zum Eapitän. 1849 kam er nach Ealifornien und lebte Kier mchrcreJahre ang ajs praktischer Goldgräber, machte dann den Freibcnter'ng nach Nikaragua intcr General Walker mit und kam dann lachEalisoruien zurück, theils hier, theils in Nevada lebend, vertrat beide Staaten als Senator und war außerdem Bergmaun und Journalist. Eine von ihm im Iahte 1870 in Philadelphia ausgestellte Mineraliensammlung zeichnete sich durch ystematlsche ElNlhellung und Genauigeit aus, so daß sie für das Smithso nian-Jnstitut angekauft wurde. Im Jahre 1870 nach dem Osten zurückgeehrt, war tewari's Urtheil m allen Bergwerks-Unternehmungen in dcnNcuEnglandstaatcn maßgebend. In dem A r m c n h a il s e des Eounty Sullivan, N. ?)., lebt seit Jahren ein leiblicher Onlct des BonanzaKönigs Jphn W. Mackaye. Der Alte ann heute nicht mehr arbeiten, obgleich tt noch aussieht wie ein kräftiger Mann und in seinem langen, ungekämmten, weißen Haare das Aeußere eines Nip van Winkle hat. Früher war derselbe durch ungewöhnliche Körperkraft ausgezeichnet und verdiente so viel, daß er die vier Kinder eines verstorbenen Bruders von Irland kommen lassen konnte und gut erzogen hat. Die drei Söhne befinden sich jetzt wohl in Ealifornien, die Tochter ist in Ncvada vcrhcirathet. sämmtliche Mackaye' haben davon ac hört daß einer der reichsten Leute der Welt ihr Verwandter ist, sie haben sich aber nie an denselben gewendet und werden dies auch in Zukunft nicht thun. E s i st durchaus nicht wichtig, aber auch nicht ohne Jntcresie, und dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß bei irgend welchen Mit den Freuden des Mahles verbundenen Festlichkeiten im Weißen -Hause dem -Präsidenten die speisen zuerst präscntirt werden. Wahrscheinlich ist dies noch ein wenn auch sehr unschuldiges Ucberblcibsel aus ;tncr Zeit, m der man sich unsere Präsioenten nicht nur mit aller ihnen zukammenden Hochachtung, sondern auch mit einer ganz besonderen Würde und Hohat. Mit einem Neste von 'Gottes-Gna-denlhum angethan dachte und vorstellte. Auch die Königin Viltorta und der Ezar greifen heute noch zuerst in die Schüsseln. Nterkwürdig ist, daß Herr Arthur, ein Meister in allen Umgangssormen, diese Etikette noch nicht abgeschafft hat ; wir glauben, keine Eivildienst Resotm würde ihm so leicht werden und so all' muthig gelingen, wie diese. Die Nachricht, daß einer Amerikanerin der von demBanlier Jsaak Pereire ausgesetzte PreiS von 10.11)0 Francs wegen ihrer Aeantwo tung der Frage über die Ausrottung des Pau verismus" zuerkannt worden sei, haben wir seiner Zeit mü dem Bemerken gebracht, daß wir in europäischen Zcitungen nichts über das Factum gesunden haben. Trotzdem war die Nachricht, wie sich jetzt herausstellt, richtig. Fräulein Easimir Ladrcyt in Boston ist die Äer fasscrin der preisgcrkönten Arbeit; sie hatte das Eouvert, welches die Adresie hätte enthalten sollen, ohne solche cingeschickt, und zwar, weil sie fürchtete, wenn man erführe, der Autor sei eine Dame, so würde dies eine gewisse Voreingenommenheit gegen die Arbeit verursachen. Der Präsident der Commission,' Herr Camille See, wandte sich hieraus an Bostoner Zeitungen mit der Bitte, ihm zur Ermittelung des Versagers behülflich zu sein und auf die yon den Zeitungen erlassenen Veröffentlichungen hin hat nun Fräulein Ladreyt einen Brief an Herrn See geschrieben, in dem sie sich als Verfasserin bekennt. Die ersten Reben wurden in Virginien im Jahre 1809 von zwei deutschen Farmern angepflanzt. Im Jahre 1877 productrtcn diese beiden Pioniere bereits 3000 Gallonen Wein jährlich und im vorigen Jahre erzielten dieselben auf 37 Ackern 3.500 Gallonen. Ihr Beispiel hat Nachahmer gefunden und allein die beiden Counties Nelson und Nlbemarle erzeugen gegenwärtig 5060,000 Gallonen Wein im Jahre. DieQualität hat sich bereits so gebessert. daß der Wein in New tyoxt zu guten Preisen abgeht. Phil Rappaport, Nccktöanwalt. 95 Hst Washington Str., Zimmer 12 und 18. Indianapolis, 2nd

vorn Ausland?. A m 23. M a i fand in B e r lin die Enthüllung des Gräfe Denkmals statt. Wie bedeutungsvoll jener Tag nicht nur sür die gesammtc Welt der ärztlichen Wissenschaft, sondern sür die gebildete Welt überhaupt gewesen ist, mag daraus hervorgehen, daß nicht wcniger als 72 Fremde aus allen Tteilen der Welt zur Jcicr dieses Tagcö speziell gekommen sind. Unter diesen sind zwei Londoner Augenärzte, Dr. - Oscar Liebreich und Dr. Thompson, drei Amerikaner, von denen einer, Dr. Althof, einer bedeutenden Augenklinik in New Vork vorfleht und ein Schüler Gräfc'3 gewesen ist: ein russischer Landedelmann,dcn

Gräfe zwei Iahte lang behandelt, und ein Großkaufmann auö Adelaidc in Australien, welchen Gräfe openrt hatte,und der von London hierhergccilt war. Außerdem eine Anzahl seiner Patienten. welche an diesem Tage nicht sern von der Statte sein wollten, an welcher oaö Andenken dieses großen Menschenwohlthaters geehrt werden sollte. Das S ch össengericht zu Berlin hat den Redacteur Eunow wegen mehrerer Beleidigungen verschiedener Juden zu einer Gefängnißstrafe von 0 Wochen verurthellt,weu der Ton,in welchem derselbe zu schreiben beliebte, bei weiterem Umsichgreifen eine Demoralisirung der ganzen Presse herbeizuführen geeignet sei. Die Gotthardbahn-Di-rektion macht bekannt : Von einem warmen Freunde der Gotthardbahn, der zur Zeit nicht genannt sein will, sind dem Präsidenten Zingg zu Händen der Dlrektton schcnkungöwcise 10,000 Francs in sünsprozentigen Obligationen der Gotthardbahn mit dem Versprechen übergeben worden, von 18331890 jährlich weitere 5000 Francs pro Anno zuzuschießen.bis daß Capital auf 50.000 Frcs. angewachsen sein wird, 4 Prozent der jeweiligen ganzen Jahreserträge sollen, resp, können jährlich verwendet werden : zu Belohnungen sür solche beim Betriebsdienste der Gotthardbahn Angestellte (resp. derenHinterlaffene),we!che sich unter besonders schwierigen VerHältnissen aufopfernd, muthig, besonnen oder überhaupt dicusteisrig gezeigt und dadurch Passagiere oder andere zu Bahn in Beziehung tretende Personen gerettet oder vor Gefahren behütet oder dies zu thun wenigstens versucht haben. AusPetersburg bringt das Tagebl." folgende sensationelle Erzählung, welche angeblich in dortigen Kreisen zirkulirt : Aus der deutschen Botschaft in Petersburg wurde durch einen distinguirt aussehenden Herrn ein Brief für den Botschafter abgegeben. Bei späterer Eröffnung ergab stch als Inhalt desfelben ein umfangreicher, an' den Fürsten Bismarck gerichteter Brief, um besten sichere Uebermittelung in einem Anschreiben gebeten wurde, da eö sich um hochwichtige Warnungen betreffs der Krönung zu Moskau handle. Die Anonymität des Absenders sowie das Eigen thümliche seiner Behauptung veranlaßte die sosortigeOesfnung des zweitenSchreibens. Von einem Deutschen aus Moskau" herrührend, enthielt dasselbe wirklich die dringensten Warnungen, da die Nihilisten stärker denn je in Moskau vertreten wären,' und die umfassendsten Borkehrungen getroffen hätten, um bei der Krönung einen Anschlag gegen das Leben des Zaren und dessen' gesammter Umgebung vorzunehmen. Ueber diese verschiedenen projektirten Anschläge soll der Autor sehr genaue Details beigesügt und betont haben, daß unter den Nlhilisten eine Menge hochstehender Beamten und Militärs sind, von deren Zugehörigkeit zur revolutionären Partei man bei Hose keine Ahnung hätte. Ueber daö große Brandunglück, welches die Stadt Kowno in Rußland am Himmelsahrtstage be treffen hat, berichtet man : Gegen 3 Uhr Nachmittags entstand in einer Tabaksfadlik Feuer, das bei einem scharfen Nordwinde mit riesiger Schnelligkeit um sich griff, so daß binnen einigen Stunden ein ganzes Viertel der sogenannten Altstadt in hellen Flammen stand. Wohl gegen 100 Häuser an der Front der Straßen sind leer gebrannt, ohne die vtenge 5)olzwohnilngen, welche auf den v)if gebaut waren. Ein unabsehbarer ÄorrpUs liegt in Trümmern ; alle diese Ruinen gewahren einen schauerlichen Anblick. Viele Waarenmagazine und Berkaussläden sind verbrannt, aus denen bei der überraschenden Cchnraigkeit des Feuers mi gerettet werden konnte, cr Schaden' wird sich auf einige Mithonen Rudel bela-ufen. M.Hrere Tausend Menschen, meistens ärmere Judenfamilien. sind obdachlos. Was noch mit großen iefahre?, dem wüthenden Elemente entrissen wurde, fällt vielfach in die Hände zahlreicher ? iedesichaaren, die ungehindert ihrem Raubhandwerk obliegen. Man sieht nicht allein die Strolche und echten Verbrechertypen Kisten und Säcke :c. fortschleppen, sogar die zur Wache aufgestellten Soldaten beteiligen sich fleißig am Stehlen, wo-' gegen sie die armen rettenden Leute oder das in Angst und Sorgen zuschauende Publikum vielfach in der rohesten empörendsten Weise mit Kolbenstößen und Fußsritten tractiren. Bei den Rettung?versuchen giebt es lüder auch Menschenleben, zu beklage, wie viele umgekom-' men sind, ist momentan noch nicht fest zustellen. DaS Elend der armen Unglücklichen, die der noch rauhen Jahreszeit ausgesetzt, im Freien liegen und um Brot schreien, ist unbeschreiblich. AusRußland. Man muß der Rücksichtslosigkeit Anerkennung zollen, mit welcher unter Alexander's III. Regierung gegen alle zur Kenntniß gelangenden Unsauberkeiten undUnredlichkeiten der Staatsbeamten vorgegangen wird. Am 15. Mai hat in St. Petersbürg ein Prozeß begonnen, in welchem der Geheimrath (Exzellenz) Busch unddie Kollegienaffesioren Andrejeff und Parsenoff als Angeklagte auftreten.' Busch war Generalstabsarzt der Flotte, T