Indiana Tribüne, Volume 4, Number 267, Indianapolis, Marion County, 8 June 1882 — Page 2

Zndiana Hribüne. FögNche- und Sonntagsausgabe.

Offfcc: 62S. DelawareStr. EDterel eecond-class matter at the rostomee at Indianapolis, Indl.ana.j , Abonnemen!SPreisc : TLgliche Ausgab. 12 tSt. Per Woche. Tcmnlagöauögabe.. ö Ct. perNummer. VkZde zusammen.'.'. .15 Kts. per Woche. KT Da5 Taablatt scheint jeden Nachmit tag um 2) Uhr. Die . Sonntagkaulgab, erscheint diö Morgen. ' Tribune Publishing Company. ' '" - '' x ' - ' Indianapolis Ind., 8. Juni 1882. ;- gisü)erei.OJSs!ellunam. DaS Comite für LkSwärtigt Angele genheite hat einstimmig beschlossen, dem Congresse die Bewilligung von $50,000 zt empsehlen?- ün hierdurch ine ange essenc Betheiligung' der" Ver.- Staaten 'bei'' der nächsterr Jahre in London ftattsindenden internationalen Fischerei Ausstellung zu ermöglichen. Als die erste Einladung hierzu an - unsere Regie rung gerichtet wurde, machte sich allge mein die Ansicht geltend,' daß ' derartige Ausstellungen r zur Zeit zu schnell aus einander folgen und daß ?e8 ornjöcr. Staaten kaum -gelingen dürfte noch größere Triumphe'als auf der Fischerei i n . rt . rv Ausueuung in Veriin oavonzuiragen , hatte doch die amerikanische Ausstellung in Berlin, unter Leitung des Professors Baird vom Smithsonian-Jnstitut : nicht nur den ersten. Vrei? füribre Collectiv Ausstellung, sondern auch Amerikann die meisten goldenen Medaillen für Ein zel-Ausstellungen gewonnen. Was die Häufigkeit derartiger Ausstellungen anlangt, so' 'genügt es, ' an Norwegen, Frankreich, Berlin, - England und Schottland zu erinnern. . .... Eine wiederholte Einladung des 2on don'er GeüekklcömlteS seht die Vortheile auS einander,' röelche'.bie Ver. Staate trotzdem von .einer Betheiligung an der fraglichen Ausstellung erwarten dürfen und der vorliegende Prospect zeigt aller dings, daß das London'er'Unternehmen noch bedeutend großartiger zu werden bestimmt, ist, als .das Berliner. -Die Ausstellung wird am I.Mn.'J. eröff net und zerfallt in 6-Haupt-Abtheilun gen: . Die erste Elaste umfaßdAlleS, was auf die Fischerei in Flüssen, "Seen und Meeren Bezug hat," sowie alle hier zu verwendeten Apparate: und Geräts schaften,' . Angelrnthen, .Angelschnüre, Körbe zur Aüsbewährüng 'der gesange nen Fische, Netzekünstliche und natürliche Köder, Scharrnetze, - Harpunen, ' Angel haken, Bootshaken, Boote und Schisse , sür denFischsang ; .d!e zweite Classe .wird gleich eingehend ein Bild von dem Leben der Fischer geben, ihre Kleidung, Nah rung, Wohnungen, die Anstalten zu ih rer Sicherheit und Rettung, sowie die Mittel, lbre LeoenSwette au verbessern vorsühren; die dritte Classe beschäftigt sich mlt der Eonservatlon und Verwer thung der Fische, wobei das gesammte Trocken, Raucher-, Koch, Mann und Pdkel'Versahren, sowie daS Con serviren ln' Gläsern und' Blechkannen und die TransportationSmethoden in Modellen vorgeführt werden; der vierten Classe gehören , das 'künstliche Laichen, Besruchten und Besetzen irgend welcher Gewässer ''mit entwickelter ' Brüt, der Schutz dt? letzteren, die Vertilgung be Raubfische, dielcclimatisation und die Krankheiten der künstlich verpflanzten Fische an z) die fünfte und sechste Classe endlich umfassen Alles, waö zur Natur 'geschichte, der Literatur und dem gesetz geberischen Material? über Fische und Fischerei gehört. ' '' So 'sehr vorstehende Classisizirung eine complete und udernchtllchc Ausstel lung ermöglichen dürfte, so hat doch das Londoner : Comite für jede vorzuschla aende und von ihm adoptirte Verbesse rung des Programms Preise von $500 für jeden solchen Vorschlag, ausgeschrie ben. ES ist nicht zu leugnen, daß der Ex pört unserer Jtsche und sonstigen Fische reiprodukte nicht nur noch in Folge der Berliner Ausstellung emen wesentlich grüneren Aufschwung ' genommen, son dern daßauch in unserem eigenen Lande das Interesse für diesen wichtigen Jndu fmezwelg neue Anregung , erlangt hat. Der Congreß wird daher iedensallS im Sinne des Volkes handeln, wenn er sür ezne angemessene Betheiligung der Ber. Staaten' arr der Londoner Ausstelluna oic von oemomiie oesurmorlrlrummr . . . bewilligt. ... Angst vor Qambetta. Angst vor Gambetta, daS ist die Signatur der europäischen Lage schreibt die Köln.Ztg. vom 25! Mai. Europa fürchtet daß dem unruhigen Manne die , ägyptische - Frage zum Sprungbrett erde, um sich auf den verlorenen Mmr " " stersitz zu schwingen Die' Schreckgestalt des Polterers von" CahorS raubt den Staatsmannern' )en' Schlaf, lähmt die Entschließungen der Regierungen uud verhindert die scharfe Gruppirung der , Mächte nach den naturlichen Gegensätzen . I f 1 1 ZX i fF C , V!. ver nicrncn. enn neoen oem 2vil . tator der Zukunft zeigen sich der.geäng " steten Phantasie ' die' mephistophelischen Züge von Rußland'S .bösem GeniuS, r Cl MiluM STO iSJ in stAif..!A SS. Oö"uutu' UUHI in ijiuiiiiiiuy Uii Heißsporne . an's Ruder kommen, so würde sich schon ein französischer Skobe lew finden,, der die Brandfackel nach Rußland trüge ; das Bündniß zwischen dem schwersälligen nordischen Bären und dem'leichtsüßigen Gallier, welches neu lich daran scheiterte, daß der langsame - Russe : die Sachlage erst begriff als in Frankreich bereits mit üblicher Geschvln digkeit ein Umschwung eingetreten war. ürde dann ooch zustande kommen, ob

schon die Interessen Rußlands und Frankreichs in der ägyptischen Frage sich schnurstracks entgegenstehen.

Mttltärische Brutalität. . In San Francisco herrscht große Ausregung über die barbarische Behandlung, deren sich ein jugendlicher Lieutc nant einem Soldaten von der Besatzung der Insel Alcatrey gegenüber schuldig gemacht hat. Der Soldat hatte über einen Conflict zu rapportiren, welcher TagS.zuvor unter, den Leuten der Besatzung vorgekommen war; der Osfizler siel ihm ins Wort und äußerte : es ist genug, ich will Nichts mehr.hören. Der Soldafluhr-trvtzdem in seinem Berichte fort und dieö erbitterte .den Lieutenant so, daß er den Soldaten in Ketten legen und in eine dunkle Gesängni5zelle 7 Fuß lang und 2 Fuß breit bringen ließ, wo der Unglückliche 14 Tage und Nächte bei Wäsier und' Brod zubringen mußte. ES wurde ihm in1 dieser ganze Zeit keine Gelegenheit gegeben, sich za waschen oder die Wäsche zu wechseln, und er mußte aus den bloßen Dielen chla jcn. Barbarische? ist eö jedenfaSZ noch leiser Arm zugrgangen. Die militärische Bedeutung deS Sotthardtunnels. , Die Durchbrechung des St. Gotthard. dieser von derNatur aufgerichteten Schei hewand zwischen Deutschland und Jta llen, ist Nicht nur ein Werk, welches an Grokartiake'it alles bisher Geleistete in denSchatten 'stellt, sondern auch ein. eminentes Werk? des Friedens. Wiese Behauptung scheint gewagt, zumal in einer Zeit, m welcher Friedfertigkeit der Gesinnuna , unter den Völkern- in der That iu den Seltenheiten gehört. Hat doch erst vor Kurzem die Sistirung der Arbeiten am unterseeischen Kanaltunnel einen schlagenden Beweis geliefert. welch' hohes Gewicht England und des sen Staatsmänner militärischen Beden ken"' beilegen. ..Trotzdem wird em kurzer ym weis auf die einschlagenden Äer hältnisse'' die Bezeichnung 'des .Tun nelö, alö 'emes eminenten Werkes des. Friedens, rrchtsertigen. Vor Aus' suhrung' des '.TunnelS. batte . Oester reich, um nach Verona zu gelangen, die Brennerbahn Frankreich für seine Ver bindung mit Italien den MontCeniS .Tunnel zur Verfügung. -Durch den rrt - .i. . n fl t ..r v oiigaroiunnei cri iji euii.cyiano in unmittelbare Verbindung mit der Lom bardei'tefp.. Italien getreten und gleich zeitig-hat die centrale Lage der Gotthardbahn' durch ihre Verbindung mit den an die Ost und Westgrenzen M renderi Bahnstrecken b!e Vutheidigungs sühigkeit der Schweiz wesentlich erhöht. letztere in den Stand gesetzt, ihre Trup pen aus jedem einzelnen Cantone selbst auS Tessin heranzuziehen und schnell dahin zu werfen, wo"dieselben gebraucht werden. DieSchweiz irbaher . m Zünftigen Kriege. rtithrÄyt soauLschließNch. auf Deutschlcmb'SSchutz "angewiesen -sein, vit.zB'.''imcl?rizgvon 187071' und die'Mrthhn wkd ihr -eine um so gr'5sere.tüi:!tüdische; Unabhängigkeit ver lnhrnjbVWt:?.üht'ist, ihre Vertheid.iai:li2kitchsortlficatori IcheVunrpzn'crhöhen. ANJOirZUnS 61 künftigen Een tral-laSer Schweiz : Zürich. Im Centrumder schweizerischen nörd llchen VtttheidigungSfront gelegen. würde ' Zürich besonders gegen Deutsch land gerichtet erscheinen. Aber auch gegen Westen sperrt eö sämmtliche sranzöstschen Operationslinien, und gegen Oesterreich. -und) Italien würde es in Verbindung mit einer Besefllgung von Thun und -des St.-Göttbard in bleicher Weise einen ' äußerst widerstandssähigen CentralWassenplatz bedeuten. . Im . Falle der Verletzung neutralen Gebietes durch kriegsührende Mächte bietet sonach der 'GotthardTunnel der Schweiz ": die' Möglichkeit, mit eigener Truvvenmacht eitaerecht an irgend ei nem bedrohten Punkte zu erfchetnen unv feindlichen -Unternehmungen kämpsend entaegen-zu treten. Sonach., st die Schweiz durch . den GothärdTunneliin die?Lage' versetzt. selbst.ihre. Neutralität krafttger za wad ren. üS seither, und hierdurch erscheinen auch die Grenzen Deutschland's besser noch als bisher gesichert. Nun liegt zwar die Eventualität emeö KnegeS gegen die neutrale Schweiz an und sür sich ferner. als irgend welcheandere Eventualität, doch ist auf der anderen Seite die iög lichkeit einer. Verletzung neutralen Ge bietes durch kriegführende Mächte um so weniger ausgeschlossen. , - - - - teilt kzn?uv Uttarveriaeu - gewedettk. . Diedeutsche-Regieruna wird alle ihre Söldaten'w'ahrschelnlich sehr bald brau cherr rtt&fäun.'eS da kein WUnder sein. venn-'.sizu.-dtN: strengsten Maßregeln greift,' daS unerlaubte Auswandern ml . . i cm iuarvuiconaex iunaer Scanner zu ociuui dern, damit ,daS Kanonenfutter nicht knapp wird. '"-Eine dieser'Maßregeln ist die Verhaftung aller' solcher Personen i. rt je V. m)!f'iü.i.n!Xi f-l V X. 0ie ncy ver vlliimrpsiilUl iruyer vurff Auswanderung ' entzogen haben, seitdem Bürge? anderer Länder geworden ivä in die alte . Heimath zurückgekehrt sind. die Verwandten und Freunde zu desu chen. Diese Leute läßt die Regierung verhasten und in denSoldatenrock stecken, um damit 'Andere 'abzuschrecken, ihrem Beispiele zu folgen. . Man folgert ganz richtig, daß sehr viele der-jungen Leute nicht heimlich auswandern werden, wenn sie wissen daß kein fremder Bürgerschein sie bei der Rückkehr ins. gesetzwidrig ver lassene Vaterland, vor. Strafe schützt. Die Zahl der ohne' Erlaubniß aus Deutschland nach deNVer.StaatenAus gewanderten ist-sehr groß. . Viele, haben seitdem ihr altes Vaterland besucht, ohne

belästigt zu werden, aber ihre Besuche fielen in eine günstigere, sriedlichereZeit, und war ja früher die Zahl der Aus

wandcrcr auch lange nicht so groß, als jetzt, wo sie Dimensionen angenommen hat, welche die deutsche Regierung cr schrecken müssen. Aus diesen Gründen sollte jetzt jeder ohne Erlaubniß ausgevaxderte Deutsch - Amerikaner bci der Rückkehr nach Deutschland doppelt vor sichtig sein. ' Wer von Deutschland a'.:Sf.cnandert ist, nachdem cr zur Miliiär-ÄuZhebun eingetragen ode? vorgeladen war, wird als Deserteur betrachtet ur.d bcstrast. DaS amerikanische Bürgerrecht kann ihn davor nicht schützen, da ds Vergehen in Deutschland und ehe der Gesetzübertreter nach den Vcr. Staaten kam, begangen wurde. - Nicht nur der Vanc?ostVer. trag, .sondern das BSilerrecht würde die Einmischung unsere? Rcsiicrung in ci ncm solchen Falle verbieten. Gegen die Bestrafung eines solchen Ausgewanderten bei der Rückkehr nach Deutschland giebt es mir. ein Mittel und daS ist die Erwirkung einer Begnadigung durch den betreffenden LandeLhcnn in Deutsch' land oder sonstwo, welche die Erlaubnis zur besuchsweisen, unbehelligten Rückkehr in sich schließt. Diese Erlaubniß zu erwirken, ist nun nicht gerade leicht, aber auch nicht mit unüberwindlichen Schwierigkeiten verknüpft. Wie wir in Ersahrung gebracht haben, kommen solche Fälle nicht häufig vor, aber auch nicht selten, und hat das Staats Departement in allen Fällen, in denen das Bürgerrecht des Bittstellers klar nachgewiesen wurde, die Vermitte lung des Gesuches übernommen und wird es zukünftig gewiß ebenfalls thun. Eis solches Gesuch um Begnadigung des

Vergehens der gesetzwidrigen AuZwan derung sollte die Tkatsachen genau be schreiben, das heißt, es sollten fslgcndc Angaben gemacht werden : 1) Der volle Name. Alter und Geburtsort des öittstcllcrs ; 2) das Datum der Auswanderung und der Einwanderung in den Ver. Staaten; 3) Zelt und Ori der Erwerbung des Bürgerrechts in den Ver. Staaten ; 4) jetzige? Wohnort und 5) Zweck der Reise nach Deutschland und voraussichtliche Dauer des AuscntHaltes dort.'-Ferner muß der Bittsteller dem Staats-Departement seine Bürger Papiere zur Prüfung unterbreiten. Da mit,'daEesuch um' so schneller' vom Staatsdepartement dem Gesandten bci der betreffenden Regierung zugeschickt werden kann, wird' der Betreffende woh! thun, die Vermittlung fernes Vertreters im Congresse, oder einer anderen, hier residirenden, passenden .Person ar.zu rusen. Wir hoffen, daß dieser Wmk verstanben und -benutzt werden und' viele vor Unannehmlichkeiten oder Schlimmerem schützen wird. (Wash. Journ.) DiVSlkeruttgK. Verhältnisse Mankreich'ö' Die französischen Statistiker sind durch die Ergebnisse des letzten französischen Census einigermaßen beunruhigt worden. Dieselaffen nämlich die Bevölkerungszunahme Frankreich s in einem sehr ungünstige Lichte erscheinen, denn seit 1876 hat sich die Einwohnerzahl Frankreich's um nicht mehr als 400,000 Seelen vergrößert. Es ist das eine aus fallend niedrige Zahl, zumal wenn man andere Länder, namentlich Deutschland, wo man allerdings auch über die Ab nähme der Eheschließungen und der Grvurten klagt, zum Bergleich heran zieht. Obgleich Deutschland weit mehr ElNwohncr dnrch die Auswanderung verliert, war doch die Zunahme seiner Bevölkerung in der angegebenen Periode eine sunsmal größere als die Frankreich's. Eö zählt jetzt bereits 8M0.000 Einwohner mehr als diese, nämlich 45j M''nen, wahrend dcr letzte frauzösi' sche Census diejenige Fiankrcich's aus 37 Millionen angicbt. Auch die Bevölkcrung Italien's, welche in den letzten zehn Jahren um 1,200.000 gewachsen ist und sich auf 28,000.000 beziffert, nä hert sich derjenigen Frankreich's immer mehr, obgleich Italien kaum drei Fünf tel des französischen Gebietes einnimmt. Der berühmte' französische National ökonom und Statistiker Paul Leroy Beaulieu erblickt die Ursachen dieser ungünstigen Bevölkerungs-Vcrhältniffe Frankreich's, welche sich schon seit dem Ansang dieses Jahrhunders geltend gemacht haben, in nichts Anderem, ls in dem Militarismus. Er weist nach, daß zur Zelt der Restauration, und während der Regierung Louis Philipp's, also in einem Zeitraume, in welchem weniger junge Leute zum Militärdienste hcrangczogen wurden, als vorher und nachher, da das militärische Contingent nur'40,000 bis 60,000 Mann betrug, die Be völkerungszunahmc die bedeutendste war. Daß dieselbe unter dem zweiten Kaiserreiche, das den Militarismus steigerte, und später bei der Einführung der allgemeinen Militärpflicht und der fünfjährigen' Dienstzeit sich' wieder vcrringern mußte, ist selbstverständlich. WcläfA1 flf X-4Ca1 rtftAV YAA) 1t 'T'rtrtft ft v t iiii viiiivv uvii 'VMi uj)i, k, daS zeigen folgende Mittheilungcn'auj's Deutlichste. Im Jahre 1860 rechnete man aus dem Stande .der' Todesfälle und Geburten heraus, daß die -Bevölkerung Frankichs 145 Jahre brauchen würde, um sich zu verdoppeln ; nach demStandc des Jahres ''1880 würden zur Verdoppelung 433 Jahre nothwendig sein. DaS Jahr 1880 war kein besonders bemcrkenswcrthes, was die Sterblichkeit betrifft ; es gab im Ganzen 858.000 Todesfälle, 2.30 auf 100 Einwohner. Die früheren Ziffern schwankten zwischen 2 15 (1874) und 2.32 (1873). Diese Ziffer ist keine beunruhigende; nurEngland undSchwe den haben eine beffere. Um so trauriger sieht cö mit den Ge burten und Hcirathen aus. In den Jahren 1861 bis 1865 betrug das jährliche Mittel der Geburten 2,67 aus 100; das Maximum ' war 2.69 (1863), das Minimum 2.65 (1862). Das ist schon sehr wenig, namentlich wenn man die früheren Ziffern zur Vergleichung herbeizieht. Unter der Restauration von 717 bis 1831 betrugen die Geburten

2.11 auf 100; unter Louis Philipp, von 1832 bis 1846, fielen sie auf 2.66; 1847 sanken sia aus 2.65 und blieben so bei-' nahe unverändert bis 1865 ; von da an sielen sie abermals und standen 1569 aus 2.52 Die Geburtsziffcrn stiegen nach dem Kriege bis zu 2.62 in den Jahren 1874 und 1876. Dann sielen sie wieder und betrugen 1880 bci eine? Gesammt zahl von 920,177. Geburten 2.47 aus 100. Das ist bis jetzt der niedrigste Stand. In Deutschland betrug zu der selben Zeit (1880) das Vcrbältnis 3.91 aus 100, das heißt um die hälsle mehr a!S Frankreich. Was die Ehen betrifft, so zeigen auch sie die fortwährende Tendenz zur Ab nähme. Von 1856 bis 1860 zählte man 82 Ehen ans 10.000 'Einwohner. In den folgenden Jahren nahm diese Ziffer etwas ab, hob sich aber wieder und stand 1859 abermals auf 82. Die Ge sammtzahl der Ehen betrug stets mehr als 300,000 im Jahre. Nach 1870 nahm die Zahl zuerst zu, behufs Aus. gleichung der während der Kricgszeit erlittenen Verluste ; dann aber sank sie sehr rasch. Schon das Jahr 1876 erreichte die Ziffer von 300,000 nicht mehr, und im Jahre 1880 gab es nur noch 279.035 Ehen, das sind 74 aus 10.000. Einige französische Statistiker sind der Ansicht, daß diese Abnahme noch aus die Kriegsjahre zurückzusühren sei ; das ist aber nicht glaublich und ist von Leroy Beaulieu mit guten Gründen widerlegt worden, Auch die Vciziehung der unehelichen Geburten vermag die Bedcu tung der Thatsachen nicht abzuschwächen. Im Jahre 1880 gab es 68,227 muhe liche Geburten; das ist etwas mehr als in den paar Jahren vorher, aber immer nach nicht so viel wie in den Jahren 1873 und 1874, und außerdem ist das Verhältniß der unehelichen zu den eheli chenGeburtcn seit 1871 ein geringeres als von 1861 bis 1870. Die unehelichen Geburten zeigen also die Tendenz zur Abnahme. Man könnte hieraus schlie ßen wollen, daß die öffentliche Moralität zunehme. Leroy-Bcaulicu will indeß diesen Schluß nicht ziehen ; er meint, die Unfruchtbarkeit und das Laster könnten denselben Erfolg haben.

Der tcranische Grenzstreit. Obgleich schon vor dreiundzwanzig Jahren eineCommission eingesetzt wurde, um an Ort und Stelle die Grenzstreit Angelegenheiten zu untersuchen, welche zwischen Texas und seinen Nachbarstaa tcn und Territorien schwebten, ist dieser Grenzstreit doch bis zetzt nicht beigelegt worden. Die Berichte über die Arbeiten besagter Commission füllen einen starken Band, welchem eme große Anzahl Karten beigefügt ist. Aber gleichwohl ge lanzte.die Commission, deren Arbeiten eine Auslage von 80,000 verursachten, zu keinem definitivem Resultate, sondern gab nur zu einem neuen Dispute An laß, welcher von drei verschiedenen Par tcien, nämlich dem texanischcn Commissär, dem Bevollmächtigten der Vun desregierung und dem Landbureau ge sührt wurde. Dem Congreß liegen jetzt die aus diesen Disput bezüglichen Schriftstücke vor, gleichsam als Basis für die Wicderinangriffnahme der Grenz strcit'Angelegenheiten, zu welchemZwecke zunächst eine gemeinsame Commission seitens der Ver. Staaten und Texas zu ernennen ist. Obgleich das tcxanische Gebiet ein so ausgedehntes ist, daß eine Theilung deffelben in zwei oder drei Staaten aller Wahrscheinlichkeit nach früher oder spä tcr erfolgen wird, so ist der Staat doch ebenso cisrig aus die Wahrung seiner Rechte, soweit seine Grenzen und sein Gebiet in Betracht kommt, bedacht, wie es in ähnlichen Fällen Rhode Island ode? Delaware sein würde. Außerdem ist nicht außer Acht zu laffen, daß .schon wiederholt von Texas aus, unter dem Vormunde, daß ein Theil des Indianer Gebietes zu Texas gehöre. Einfälle in dasselbe gemacht worden sind, welchen durch eine endliche Schlichtung des Grenzstreites für dic-Zukunst vorgebeugt werden würde. Vom Jnlande. Die Klagen der mit den Amstcrdam'cr Dampfern beförderten Passagiere über schlechte Behandlung und Beköstigung mehren sich so, daß 1!cw )orl'er Zeitungen den Vorschlag machen, die gesammtc Presse solle vor Benutzung dieser Dampserlinie warnen. Vorige Woche war es der Surnn" und diese Woche ist es die Nemesis", aus denen die Menschen in übcrsülltcm Zwi schendecke unter Hunger, Krankheit und roher Behandlung der Mannschaften ge litten haben. Ein sonderbares Abenteuer hat neulich ein deutscher Einwanderer erlebt. Als der aus seiner wcstsallschen Hcimath mit seiner Famili? eingetroffen Einwanderer Willis Wendel kürzlich mit einem Zug der Wisconsin Central Eisenbahn zu früher Morgenstunde in dem Wisconsiner Städtchen Menasha ankam, cntdcckte cr mit Entsetzen, daß ihm sein ganzes Vermögen, $2M0, die in einem Säckchen waren, fehlte. Wen dcl hatte während der Reise die größte Vorsicht gcgcn Taschendiebe angewendet und sich noch kurz vor der Ankunft in Milwaukce vergewissert, daß sich daß Geld an seinem Platze befand. In der Unruhe, die mit dem Wechsel des Zuges verbunden war, hatte cr nicht mehr an das Geld gedacht. Mit einer schwachen Hoffnung, daß cr das Geld in demselben Wagen des ersten Zuges verloren haben könnte, kehrte Wendel nach Milwaukce zurück, seine Familie in Menasha zurück--lassend, nachdem jedes Mitglied derselben die Taschen umgekehrt und den letzten Cent hergegeben hatte, um dem Vater die Zurückreise nach Milwaukce zu er leichtern. Er fand dort glücklich den Kondukteur des Emigrantenzugcs, mit dem er gemeinsam eine Suche in den Wagen anstellte, die gerade gereinigt wurden. In dem Wagen, in welchem er geseffen, fand er das Säckchen mit dem Gelde, von dem kein Cent fehlte.

Grcnzerleben. In einem Kosthause bei Morley in Las Animas Connty, Colorado, saßen kürzlich vier deutsche Eisenbahnarbeiter plaudernd in einem von ihnen gemietheten Zimmer, als plötzlich der Wirth herein stolperte und sie' mit vorgehaltenem Revolver aufforderte, nicht länger duteh", son dern United States" zu sprechen. Die Deutschen machten daraus Anstalten auszuziehen und der Wirth schoß einen derselben. Ed. Raimund, todt. Natür lich war der Mordkerl, S. P. Ruft heißt cr, total besoffen. Jetzt sitzt cr in Tri nidad im Gcsängniß und die Eisenbahn arbeite? wollen ihn lynchen. In einer der Kirchen New Jorls wurde vorigen Sonntag vonNev. Adams das Söbnchcn d?s Herrn Gco.

Fromm getaust das ein kleines Naturwunder ist. Der kleine Kerl wog 14 Tage vorher, bei seiner Geburt 10 Unze und ist seit der Zeit nicht schwerer ge worden ; dabei hat er zwei ausgebildete Vordcrzähnc. Während der Taufe traf ein Sonnenstrab! die mit kaum wabr luhrnbarcn Wimpern besetzten Augen des Kuäblcins, und dieses mußte niesen. Das ist nun an sich nicht wunderbar, daß aber der Däumling hierbei eine Deto Nation zum besten gab, wie sie ein star ker Mann nur selten beim Niesen ent wickelt, hätte beinahe die heilige Hand lung gcstört. Das Kind ist frisch und munter. Die ?!ew Z)orker Damen beklagen sich darüber, daß sie in den be lebtesten Stadttheilcn von einer neuen Art von Bettlerinnen belästigt werden, nämlich vonFraucn und Mädchen, welche behaupten, sich in einer sehr dringlichen Angelegenheit da oder dorthin begebcn zu müssen, aber nicht das nöthige Geld bei sich zu haben, um das Fahrgeld be streiten zu können. Diese Bettlerinnen wenden sich ausschließlich an Damen nnd stoßen gegen dieselben die gemeinsten Schmähungen aus, wenn sie'abewiesen werden. m I n dra st ischerW eise, wenn auch nicht nach Jedermanns Geschmack, hat dieser Tage ein Leichenbestatter in Philadelphia ein im Uebrigen sehr opulentes Gastmahl eingerichtet. ' Die Ein ladungen waren auf Karten mitTrauer rändern, Todtenschädeln und gekreuzten Schenkelknochen gedruckt ; der Speisesaal war schwarz decorirt, die Taseln und Kronleuchter waren umflort, die Tasel hatte die Construktion eines Katasalk, ein prachtvolle.rTurkey trug um denhalö eine Florcraoatte, der Eiscream ' befand sich in kleinen Särgen, die rrrn8iied potatocs" wurden aus einer- Schüssel servirt, die einem Grabe glich und mit Epheu und Immergrün umkränzt war und deren Dcckel ein Grabstein bildete. Der Mann erinnert an die alten Ae gyptcr, die im Beisein ihrer Mumien am fröhlichsten waren ; er hätte noch einen Schritt weiter gehen und nicht nur an den Tod, sondern auch an dicVcrwesung erinnern können, z. B. durch einen Schweinskopf, dem gelbe Würmer aus der Nase kriechen. Ein höchst erfreulicher Pro zeß für die HerrenAdvokaten zunächst ist dieser Tage vor dem Bundesgerichte in Plttsburg, Pa., eingeleitet worden. Derselbe betrifft die Rapp'sche Eommu nisten-Ansiedlung, welche im Jahre 1805 von etwa 300 würtembergischen Fami licn gegründet wurde, von denen jetzt nur noch 23 Mitglieder übrig sind, sämmtlich über je 80 Jahre alt. Das Eigenthum der Gesellschaft' hat einen Werth von über $8,000,000 und es gilt nun, wie schlecht unterrichtete Zeitun gen meinen dasselbe so zu verwalten, daß die in den Vcr. Staaten und in Würtemberg zerstreut lebenden' Erben bei der schließlich? Erbtheiluna nicht so viel erhalten, daß sie übermüthig oder vielleicht sogar verrückt werden! Diese advokatorische Thätigkit saßt hier unter das sogenannte nobile oBcium;der Anwälte. Der mexikanische Minister in Washington, Don Matias Romero. hat unserm Departement des Auswärti gen die statistischen Berichte über, den Export tropischer Früchte nach den Ver. Staaten vorgelegt.. Die ' dleSfallsige Aussuhr unsere? Schwesterrepublik hat sich von $1.385,851 im Jahr 1860 aus 54,383.086 im Jahre 1881 gesteigert. Der Gesandte glaubt, daß nach Vollen dung der amerikanisch-mexikanischen Ei senbahnen dieser Handel außerordentliche Dimensionen annehmen wird. Eine Spezialo ep esch e a n die N. Z). World" aus London' ver sichert die ungeheure Weltstadt sei zur Zeit so von amerikanischen Reisenden übersüllt, daß es trotz der zahlreichen und großartigen Hotels pst kaum möglich sei, sür schweres Geld das bescheidenste Zim merchcn mit Bett zu finden. Jeder Amerikaner, der aus seiner diesjährigen europäischen Tour London passirt, . wird gut thun, sich von Amerika' auS durch telegraphische Bestellung LogiS zu sichern. Merkwürdi g e S gibt in dem Malley Prozeffe.doch etnr Person, für welche ein Alibi Beweis seither' noch nicht inscenirt worden ist, und daS ist ; die geschändete und "ermordete Jennie Eramer. Die Angeklagten ' verfügen über großartige Mittel, aber dennoch würde es denselben nicht so leicht gewor den sein, den Kops aus der Schlinge zu ziehen, wenn das Gericht bei den ersten Untersuchungsschritten nicht so bodenlos fahrläffig verfahren wäre. Wenn jetzt kein Wunder, geschieht, ist dem Rechte bereits jetzt so srech in'S Gesicht geschla gen, wie selten zuvor. V. Kappaportj NccbtSanwalt, 95 M MaslZmgton Str., Zi.umer 12 und 18. Jndiauapolik, Jud

Vom Auklanve. Die Petersburger No woje Wremja", das bekannte gegen die Deutschen hetzende Organ Jgnatieff'S, klärt ihre Lese? über die Bernauer Hus sitenfejer dahin auf, daß die Feie: ledig lich dem Siege der Deutschen über da? -.czechische Gesinde gegolten habe. Die biederen Deutschen vergaßen indcffen, daß daS slavische Gesindel, besonders zur Zeit der Hussiten, die Deutschen wiederholcntlich und gar gehörig ge klopst habe, und (zittere Bnzanz'.) Räch kommen dieser Slaven und Hussiten le ben noch heute! Die .Rovoje Wremsa- - fügt ihrem Artikel noch die alberne Ergänzung hinzu, in diesem Jahre sei daS Fest in Bernau deswegen so ganz beson ders feierlich begangen worden, weil die

Preußen sähen, wie fest sich die Slaven anelnanderschlösse. DemBahnhosöpersonal zu Ranzig ist kürzlich ein toller Streich gespielt worden. Vor einigen Wochen stieg dort ein Herr aus einem Wagen erster iklasse, welcher sich durch eine aa lonnirte Mütze als Staats Ingenieur kennzeichnete und übrigens auch yochst elegant und vornehm aussah. Er stellte sich dem Bahnboss Vorsteher und den sonstigen Chefs alsControllmspector vor, welcher vom Minister der öffentlichenAr bellen gesandt sci.wie dies öfter geschaht. Jedermann verbeugte sich ehrerbietigst u. stellte sich zur Verfügung. Sosort begann, der Staats-Jngenieur seine Inspektion. Er besichtigt den Baynyps, lapcaschlnen auseinandernehmen, schickt 5 Locomoti ven zur Reparatur nach Epernay, beauf tragt den BahnhofsVorsteher,- einen Bericht gegen den BahnhossRestaura. teur anszuZetzcn, verspricht einem Arbei ter,den er erkennt und deshalb duzt, eine Stelle als SouSches, schnauzt- mehrere Beamte wegen vorgefundener Verpach lüssigungen an. verweist es streng, daß man ihm den Abgang eines Zuge nicht sosort angezeigt, reist mehrere Male in erster Klaffe nach Chalons. und zurück, steigt aus die Lokomotive.und in den der selben folgenden Dienstwagen, herrscht alle Kontrolleure, Schaffner, und Wei chensteller an und giebt den subalternen Angestellten vielfach zu erkennen, daß' er. sie unter seine mächtige " Protektion nehmen will. Nachdem er vierzehn Tage also gcwirthschastct, kündigt er ' seine Abreise an und ladet vorher alle höheren Beamten zu einem Frühstück ein, welches 400 Francs kostet. - Die Beamten beeilen stch,'ihm zu Ehren ein Diner zu geb?n, sür-welches sie 700 Francs bezahlen. Erst. als der StaatS-Jngenieur fort ist. erfahren sie, daß derselbe weder das Frühstück, noch die sonstige hoch aufge lausene Zeche bezahlt hat. Eine Anfrage nach Paris brachte die Antwort, daß kein Inspektor abgesandt worden sei. Als Urheber dieses tollen Streiches ist ein gewisser Mindinski ausgemittelt, welcher ziemliche mechanische - Kenntniffe besitzt und von seinem Onkel, welcher Staats Ingenieur war, die.galonnirte Mütze ge erbt hat, dabei aber etwas an Geistes störung leidet. Ein verzweiselrerVater. Ein Gürtler Ury in Kehlingsdorf (Bai ern) erhängte sich, weil ihm seine Frau das einundzwanzigste Kind schenkte. Ein Kind durch eine Henne getödtet. Man meldet aus Stridau (Zolaer Comitat in Un gärn): Im nahen Dorse Jalschovec ließen die Bauersleute Pusek neulich ih? kaum drei Monate altes Kind fest ge wickelt in der Wiege schlafend allein zu Hause und begaben sich zur Arbeit aus? Feld. Während. ihrcrAbwcsenheit sprang eine Henne durch das offen gebissene Fenster in die Stube, setzte sich auf daS Gesicht des Kindchens und saß so lange daraus, daß die Eltern, als sie wieder nach Hause kamen und die Henne von ihrem Sitze .verjagten, das arme Ge schöpf, idas sich ' mit den?in die Decke' eingebundenen Händen ; nicht wehren konnte, erstickt auffanden und alle Wie derbclebungSvelsuche umsonst waren. Eine reiche Bettlerin. In Mailand starb vor einigen Tagen eine Bettlerin Namens Luigia Binda, in deren Hause man' nicht weniger als 00,000 Frarcs vorfand. Die Binda war nicht arm von Geburt,' ihre B?utter stammte aus einer adeligen- Familie und hsks; Donna Angela Avignone;. als. sie heirathetk, bekam sie tt0.000grancs Mit gift. Ihre Tochter Luigia wurde 1&12 geboren. Wegen Zmistigkeiten hatte sich dieselbe von der Familie ganz. loSge macht ; stit mehr als 25 Jahren hatte sie nichis mehr von ihrru Verwandten ge sehen und gehört. . Seit acht Jahren t tni molinle ue in '5ka v.'faunito zu in Mailand in einem sünsstöckigen reinlich aussehenden Hause. Hier hatte sie zwei Bodenkammern inne, in welche seit ihrem: Einzüge teine Menschcnseele hinein geblickt halte. In der ersten Kammer sah man nur Hausen von Lumpen, Pa pier, altes Eisen und Cigarrenstummel. In der zweiten ein jämmerliches Beii chen, aus welchem die Bettlerin todt gesunden wurde. . i F ü r die neuen Besestl gungen Warschau'S sind, wie von dort geschrieben wird, sechs Millionen Rubel bereits der dortigen Hauptstaatskaffe an gewiesen worde-k. Die Anweisung deS Nestes von vier Millionen wird alsbald ersolgcn. Man scheint es überhaupt mit jener Befestigung sehr eilig zu haben, weil bereits eine Kommission von Genie Offizieren das Terrain begeht, um die Punkte für die Errichtung der neuen Forts festzustellen. Plan und System der Befestigungen sind indeß in Peters bürg entworfen und vom Kaiser persön lich genehmigt worden. Aus Petersburg ist der Befehl eingetroffen, daß die For tifikationsbauten zur Verstärkung der Citadelle ohneVerzug in Angriff genom men werden sollen. Ein bellender Gesänge ner. DaS brünner Landesgericht birgt gegenwärtig in seinem Gefangenenhause einen höchst seltsamen Kumpan. ES ist dies ein kürzlich wegen Betruges zu mehrmonatlichem Kerker ' verurtheilter Bursche, über den sich jüngst seine Mitbäfilinae beschwerten, daß er Tag und