Indiana Tribüne, Volume 4, Number 266, Indianapolis, Marion County, 7 June 1882 — Page 2

Zndicma Hribune. Fägliche- und Sönntagsausgave.

Office: 62 S. Dclaware Str. Epternl Z ?econd-class matter at the ostosilce at Indianapolis, lndiar.a.) AbonncmcntPreise : . , Tägliche Ausgabe. . . . 12 GtJ. Woche. ZonntagSauZgabe si Cts. perNummer. Yeide zusammen. 1. .15 Cts. yerWsche. Das Tagblatt rrscheint ieden Nachmitag um 2 Uhr. Die EountagSaukgab ncheult oeS Morgen?.' Tribune Publishing Company. .-. Indianapolis, 'Ind. '7. Juni 1682. TT ' LandwirthsHaktlkHeö. . Z e i Ka rt o ffe lernten auf demselben. Acker m einem Jahre werden seit längerer Zeit, in, Tennessee mit Erfolg erzielt.? 'Die- erste .Avpflan zung geschieht l-in Per x üblichen Weise. Sobald die erste Ernteäus dem Boden genommen ist, in der Regel Anfang In li, wird das Feld umgebrochen und acht bi3 vierzehn Tage in diesem Zustande belassen. Sodann, womöglich' nach " ei nem Regen, wird der zweite Samen in den Boden gebracht, wesentlich enger an einander, als der. erste 'gelegt,- und dann wird mittels eines einspännigen" Pslu ges links und rechts von den Reihen mit dem Samen dieErde übersolche ausschaust. Sodann mußman durch Auskratzen der Erde sich überzeugen, ob dic Keime, die. sich an den Saatkartof seln bilden, dieLänge .von ungefähr. ei nem Zoll erreicht haben. Ist dies der Fall, werden die Kartoffelreihen so von der über ihnen liegenden Ackerkrume fce freit, daß dieKeime dem Sonnenlichte beinahe ausgesetzt sind.' Mit dem Jäten und der sonstigen Behandlung des.Fel des wird dann in der üblichen Weise ver fahren. Wenn das Kraut abzusterben beginnt, werden die Kartosfe'lfl-!womög lich während trockenen MttterS ausgenommen u. in guten,frostfreien und.trok? Jenen Kellern oder in Erdgrnben aufbe wahrt. V ." i "-. ' Diese Kartosfeln zweiter Ernte werden' durchschnittlich nicht größer als große Wachtel - Eier, geben aber die .besten Saat Kartoffeln für die nächsti.Früh.? jahrs-Bestellung. Außerdem empfiehlt es sich, während des AusnehmenS die kleinsten Kartoffeln "von den größeren trennen zu lasten; die ersteren'sind vor züglich für die Saat, .rnib: die letzteren zeichnen sich durch guen. Geschmack aus; namentlich gilt dies ' von den Eärly Rose". Aehnliche Experimente sind nicht bloß in Tenneffee, sondern auch schon nördlich bis Ohio mit Ersolg gemacht worden. Nähere Auskunft, ertheilt -auf Anfragen Herr C. W. Eallender, Hendersonville, Sumner Co., Tennessee. Der T. a backbau inWisconsin. Zu den Taback bauenden Staa ten gehört seit einigen Jahren' auch Wisconsin. Allerdings wird der Anbau des Tabacks daselbst noch nicht in dem selben Maße betrieben, wie in Virginien, in Connecticut oder in anderen Staaten, aber gleichwohl ist er nicht mehr ohne Bedeutung für den Staat, zumal da der dortige Taback von cin:r vorzüglichen Qualität ist. Es sind namentlichDane. Rock und Jcffttson County, in welchen der Tabackbau betrieben wird. Man ist daselbst, da der Taback den fruchtbarsten Boden bald aussaugt, sorgfältig auf die Ersetzung der dem Boden durch den Taback entzogenen Bestandtheile bedacht, indem man den Boden reichlich düngt, was bekanntlich in Virginien nicht ge schehen ist. fo dafc daselbst viele tausend Acres völlig erschöpft sind und für den Ackerbau völlig werthlos geworden sind. Wie in Connecticut.'und Kentucky hat sich auch in Wisconsin das Düngen der für den Tabackbau bestimmten . Felder auf das Beste bewährt, und ferner- ist der Alkali-Gehalt des dortigen Bodens dem Taback sehr günstig und setzt über die Anwendung von Salpeter alsDung mittel hinweg, waS.ein anderer Vortheil ist, da die Güte.deS Tabacks durch den Gebrauch von Salpeter als Dungmittel sehr beeinträchtigt wird. Selbstverständlich wird von den 223,000,000 Pfund Taback, die in den Ber. Staaten alljährlich producirt. wer den, nur ein geringerTheil in Wisconsin gebaut. In Däne und Rock'County werden gegen 0,000 Acres und inJeffer fon und einigen anderen Couniies etwa 470 Acres mit Tahack bestellt. . Im letz, ten Jahre belies sich die Tabackernte Wisconsin's im Ganzen auf 21,800,000 Pfund, ein Betrag, durch welchen der Handel jener Gegend ' bedeutend belebt worden ist. Es sind in den kleinenOrt schasten Egerton und Stoughton große Speicher erbaut worden, und in der Zeit der Tabackernte herrscht daselbst ein sehr reges Leben. In den erwähnten Spei chern, in welchen der Taback oberflächlich verarbeitet wird, sind zu. diesem Zwecke t zehn v,S fünfzehn Personen angestellt. Uebriaens wird anch em nicht geringer Theil des Tabacks nach. Madison . und Ganesville gebracht und dortberarbeitet. Die ägyptische Armee. r Bei der aeaenw'ä'rtiacn Lage Aeavp ten's tritt auch did l dortige unter dem Einfluffe Arabl'Äey stehende Armit in den Vordergrund.' : Dieselbe besteht aus neun Reaimcnterll Infanterie, zwei'Re gimentern Artillerie, drei Regimentern Küstenwache, dru Regimentern Eaval lerie und vier Aegimenlern enoarme rie. V.. Jeder eingeborene Aegypter ist ohne Unterschied der Race oder Religion vom 19. bis zum 40. Jahre militärpflichtig. Wrslfenrnit' deträat kür die Jnfan terie drei, für die Cavallerie vier Jahre. Nach Ablauf der-aktiven Dienstzeit ge hören die Aegypter sechs Jahre lang der

ersten und dann der zweiten Reserve an. Me letztere wird aber nur im Falle einer Invasion unter die Waffen gerufen. Die Jnsanterie ist mit Remington Gewehren bewaffnet, von welchen ringe fähr 150,000 in Aegypten vorhanden sind. Die Artillerie ist zum größten Theile mit Krupp'schen Hinterladern ausgerüstet. Die Armeeverwaltung befindet sich je doch im Zustande der größten Verwirrung, Ein Ferman des Sultans setzt die Friedensstärke der ägyptischen Ar mee aus 18,000 Mann fest, doch befinden sich zur Zeit nicht mehr als 13,000' Mann unter der Fahne. Es sind jedoch so viele Offiziere und Unterofsiziere vor Handen,- daß die Armee ohne Schwierig leiten auf eine Stärke von 45,000Mann gebracht werden könnte, indem man die erste Reserve einberiefe.

NrbeiterAuöstände . An fast allen Orten und Enden des Landes haben Tausende von Arbeitern die Arbeit niedergelegt und höchst anerlennenöwerth ist das Verhalten, welches seither überall von diesen Männern be obachttt worden ist. ES lgehört zu den uns angeborenen und in den Ver. Staaten durch dieVer saffung gewährleisteten Rechten dcrMenschen, daß er die Bedingungen zu be stimmen hat, unter welchen er einem An dern einen Theil seiner Zeit und Kraft zur Verfügung stellt. Ist die Bezahiung für die Arbeit, die ich leiste, gerin ger, als sie. meiner Ansicht ttach werh ist, so habe ich unzweifelhaft das Recht, HS here Bezahlung zu verlangen, ist dieZelt meiner Arbeitsleistung nach meiner Ueberzeugung zu lanq. so habe lch das Recht, auf kürzere Arbeitsstunden zu be stehen,' und denke ich, daß nach irgend welcher anderen Richtung hm meine Stellung zu meinem Arbeitgeber derModisikation bedarf, fo habe ich das Recht, derartige Modifikationen zu fordern. DaS Recht, das jedem Einzelnen zusteht. können selbstverständlich Hunderte, tau sende und Hunderttausende von Man nern, die sich in. gleicher . oder ähnlicher Lage befinden, vereinigt, geltend machen. Nenne man solche Verbindungen, Asio ciationen, Ligen Unionen, die Thätig' reit derselben ist genau-so berechtigt, w:e diejenige irgend welcher anderer Gesell schasten, die zu' Erreichung cines be stimmten Zieles zusammentreten. In manchen europäischen Staaten sind derartige Arvelterverbmdungen noch heute verboten es ist dies nicht nur eine fal sche,' sondern aeradew.: gemeine, aeaen' die unv'etbrucZlichsten Rechte jedes Men schen versrobende,mchtswurdlge Politik. Es mag vorkommen, dafe maffenhaste Arbeilerausflände nicht bloß die Striker, sondern beinahe die' gesummte übrige bürgerliche Gesellschaft schädigen, aber daraus erwächst für den Staat auch nicht der Schein. Rechtens, derartige Ausstände zu unterdrücken. Es ist bes ser,Die Gesellschast leidet vorübergehend darunter, daß ein Theil derseljenbon semem Rechte Gebrauch. macht alsdak man durch ungerechseese'tze diesesAecht beeinträchtigt. . ' Auf der andcren:Se:tt. steht. dem, Ar beitgeber, nachdem'-die 'Arbeiier die Ar beit niedergelegt haben doJelbe.Rech zu, seine Arbeite voÄütemvcrrichten zu lasten, die dieS '.unter denBedingan? gen, die er ihnen ffelli. zuthun geneigt sind. Die AuÄ'eudeN''. habend das Recht, ihre Rachsolzer-1 der- Arbeit durch Ueberroung und7 Uebsrzeugung dahin zu bringen, oa& sie' nicht der Er reichung des Zweckes,' welchen der Strike anstrebt, hindernd entgegentreten, mit jedem Schritt weiter würden sie den Bo' den des Rechts verlassen. und e 3 kann nicht nachdrücklich genug .hervorgehoben werden, daß jede Behinderung ihrer Nachfolger an den von ihnen aüsgegebe nen Arbeitsplätzen nicht bloß ein Unrecht gegen die Arbeitgeber, sondern in zehn mal höherem Grade gegen. die Arbeiter ist, welche die Arbeit unter Bedingungen übernehmen wollen, die den Ausstehen den unannehmbar erscheinen. -. Mag es mir selbst zum größten Nachtheile aerei chen, ich muß einsehen, daß Jeder das seloeRecht hat, unter denselbenBedmgun gen zu arbeiten,- das ich fürmich. selber in Anspruch nehme. Der Strike ist die uuantastbareWaffe. deren der Arbeiter bedarf, aber eine emi nent schwierige Frage wird eö für lange Zeit noch bleiben, zu entscheiden, welcher Zeitpunkt günstig st, von derselben Ge brauch zu machen. Um die oft einschneidend' nachtheiligen Folgen von StrikeS zu vermeiden, find Schiedsgerichte, über v . im :f M . . oeren Wesen wir uns oler mcyl wener zu verbreiten brauchen, das beste AuSkunftS Mittel für beide Theile. Auch die Ar beitgeber leiden selbst unter solchen m r - .' . iriles, aus ocncn ne negrelcy oervor gehen, und diese Erkenntnjß wird diesel den mehr uno mehr geneigt machen, Dls serenzen mit den Arbeitern durch Schied'S gerichte auStragen zu lassen. Im Ue brigen, gehören- wir ' bei all' unseren vympathieen sür,vle .Sache der Arbeiter nicht zu denen, vrlche, dle Arbeitgeber ohne WettereS Mit dem verwerstlchen und ausschließlich aus Ausbeutung gerichteten Monopole m eine Brühe, schmelken. Wohlverstandenes eignes Interesse wird die Arbeitgeber mehr und mehr zu der Ueberzeugung führen, daß ihre Etablis sements sich wohl befinden, wenn die ln ihnen angestellten Arbeiter sich wohl.be finden, und daß einzelne Industrielle sich m anerkennenswerther Weise für das Wohl.ihrer Arbeiter intereffiren, wollen wir ebenfalls nicht verkennen. Wir fürchte; daß nur ein-, kleiner 'Theil der zur ' Zeit Gtrikenden siegreich aus der Situation hervorgehen wird, sind aber überzeugt, dab dieselbenauch dann durch ihr vernünstiges Verhalten, sich, und der von ihnen vertreten'enSache Ehre machen werden. MM Die Tmperenzwirthssaft in Maine. i - s ' m-w 4 m 4 m . , , VasMaineer.ProhidMv.Ge eb. in der Reoel scklecktwea Maie Samnannt, ist schon seit 1851 in Krast.wurde - a 1 W fv.. t ettr n V r v es n oen zayren iöoo uno i.oot aucy

zeitweilig durch ein äußerst strenges Li cenz-Gesetz ersetzt. Das Mainer Pro hibitiv'Gesetz wurde, n?!e schon gesagt, im Jahre 1851, also vor mehr als drei ßig Jahren, erlassen und war betitelt : An act to proliibit drinking houses and tipplin-shops." Zu jener Zeit Herrschte nämlich ,n Maine eine außerordentliche Unmäßigleit,wclche vielleicht noch schlimmer oder wenigstens ebenso schlimm war, wie die Heutzutage .unter dem Schutze" des ProHibitivGesetzes daselbst herrschende. Richt nur in den Städten, sondern auch in den ländlichen Distrikten huldigte Alles dem Whiskey, und die Schnapsbrcnncrcien des Staates konnten kaum der Nach srage genügen. Da kam über die Be wohner des Lumbcrstate" 'plötzlich ein moralischer Katzenjammer, und diesen katzenjämmerlichcn Gefühlen wurde von den Puritanern und ähnlichen Elementen auf jede Weise Vorschub geleistet. Es wurde ein sogenanntes Tcmperance Revival" inscenirt, und ans diese Weise jenes Prohibitiv-Gcsetz vom Jahre isrl durchgesetzt, obgleich angeblich zwciDrittel der Maincr Bevölkerung nichts von ihm wissen wollten. Dlis Gesetz blieb bis zum Jahre 185( in Kraft, in welchem ein Beair tcr, während er mit der Vollstreckung des Gesetzes, beschäftigt war, bei einem Straßentumult in Port land erschlagen wurde. Dadurch wurde die Stimmung des Volkes von Maine dermaßen beciuflußt, dab die Legislatur sich genöthigt sah, das Gesetz zu wider rusen und. an seiner Stelle ein sehr strcnges L'.cenZ'Gesetz zn erlassen. Dieses bestand bis 1858, in welchem Jahre das Volk des Staatcs-Maine die Frage, ob es ein Licenz oder ein Prohibitiv'Gcsetz

haben wollte, mit 28.8(l gegen 5,912 zu Gunsten des letzteren entschied. Das GeZctz hat im Allgemeinen dieselbe Fyrm behalten, die es im J.rhre 1851 erhielt, nur hat die Legislatur von Zeit zu Zeit die aus Vergehen gegen das Gc setz gelegten Strasen verschärst und die Machtbcfugniß der mit der Vollstreckung des Gesetzes betrauten Beamten vcrgrö ß?rt. In welcher Welse das Mame'r Prohibitiv Gesetz umgangen wird, wie es nur dazu beigetragen hat, die Vollere! und alle Laster und Verbrechen zu fördern, daö ist bereits ost genug geschildert worden. ffestgruk zur Erössnuna dcr Volt-Hard-Bahn (VerlinkrVolkSzeitung. Ll.Müi.) Das herrliche Werk ist vollendet, die ganzeBreite des Gotthard ist durch einen Felsentunnel durchbohrt. Dieser Alpen tunnel beginnt auf der deutschen Seite bei Göschencn und endet auf der italic Nischen Seite bei Airola. Die Gcsammt länge dieses Tunnels ist ca. 2 deutsche keilen, oder genauer 11.900 Meter. Der Eingang, desselben bei Göschcnen liegt an 3000 Fuß hoch über dem Meeressplegel. Eme gleiche Höhe hat auch der . Ausgangspunkt bei Airola. In der Mitte ist der Tunnel ein wenig höher. cuS an den Endpunkten, um den Ge wässern, die durch den Felsen herab sickern, einen Abfluß nach beiden Seiten Lu geben. An geeigneten Stellen sind von ber Oberfläche der Gebirge Schachte m den Tunnel hinab gebaut, wo die Luft einen Abzug hat. Ein solcher Schacht der Andermatt wird eme Tlese von 1000 Fuß haben. AnderthalbMei len des Tunnels aber sind wegen des gewaltigen Gebirges über ihm unschacht bar, denn der Tunnel liegt an 3000Fuß unter der bis jetzt befahrenen Gotthard praße. Die Wanderer da oben, die in Licht und Luft der Gletschcrwelt hoch ausathmen, werden c3 nrcht gewahren, wenn tief, tief unter ihren Füßen ein Eisenbahnzug dahin rollt durch dicRacht der Felsen, von künstlichen Lufströmen begleitet und von künstlichen Sonnen beleuchtet. Rur das Ohr wird, an ge eigneten Stellen angelegt, einSchwingcn des Felsens, ein Erzittern desselben ver nehmen, der sein Gestein vor der Macht des Menschengeistes össnen mußte. Diesem Tunnel schließen sich auf bei den Seiten oberirdische GebirgsEisen bahnen an, die reich an Ucberbrückungcn und kleinen Tunnels sind. Die Zusuhr Linien und Anschlußbahnen werden von allen Seiten der Schweiz zu dem Tun nel heran und ihm sowohl Personen wie Frachtgüter zuführen. Dampsschiss Verbindungen an den Seen und kleine Zweigbahnen nach den Thälern der Schmerz werden diesem Lande gar bald auch im Innern einen ganz anderen Charakter als. bisher 'verleihen. Die Abgeschlossenheit, die die Natur den Be wohnern gab, wird durch den Anschluß an daö Werk der Kultur einer Entwick lung weichen,w:lche viele Besonderheiten abschleift. Dereinst, wenn die Geschichte der Menschheit als Geschichte der Kultur" aufgefaßt und verstanden werden wird, wird auch die Geschichtsschreibung ihr Gewand ändern. Sie wird nicht die Kriege und die blutigen Siege, die Künste und die Lügen der Diplomatie zum Gegenstande ihrer Forschung machen, sondern über diese trüben Flecken am Lebensbilde der Völker mit Beklagen ihres verfehlten Beruss hinweggehen. Sie wird froh sein, zeigen zu können, wie unter den Blutströmen der Men schenbeherrschungskünste dennoch der Kulturdrang den Segen besserer Zeiten angebahnt hat. Sie wird dre Zeiten besser scheiden, als e3 bis jetzt geschieht. Sie wird nachweisen, wie der alte Kampf verwüstend und der neue Wettkampf be fruchtend wirkte. Sie wird das Vor urtheil bannen, welches Menschen gegen Menschen bewaffnet und kunstvoll und systematisch die Vernichtüngskunst und die Verwüstungslehre hegt und pflegt. Sie wird die Reihenfolge zeigen, wo sich Segen an Segen anschließt, Ersinduug aus Erfindung gründet, Krast an Krast ausrichtet und Macht über die Natur und ihre, unerschöpflichen Gaben die. wahre Machtentsaltung des Menschenqeistes ist, der schöpferisch das Glück der Menschheit fördert! Wiesehr bedürfen wir noch

jetzt einer wahren, segensreichen Macht entfaltung. Noch ziehen Ströme ungezügelt durch dic Fluren menschlicher NiederlassunJen dahin. Noch greifen Ueberschwemmungen in die Geschicke der Völker ein. Noch hemmen Bcrgeskctten den Ablauf der Gewässer. 9foch liegen Sandwüstcn in Unfruchtbarkeit zwischen den menschen bewohnten Statten. ?!och verwüsten abflußlose Wasscrmasscn die Wiesen. Noch ist die Kunst der Bewässerung und Entwässerung eine sür die Massen unbekannte und unbenutzte. Noch zieht der Moorbrand in Rauchwolken über Fla chen hin, die deL Segens der Erde ent behren. Noch trägt die ländliche Arbeit schwer an dem Fluch, daß der Mensch nur im Schweiß seines Angesichts sein Brod gewinnen und verzehren soll. 5ioch ist die unerschöpfliche Dampskrast nur aus Stätten und auf Werke beschränkt, wo der Arbeitende in Kummer darbt. Noch werden Hunderttausende in den besten Lebensjahren zum Kampf für die Mcnschenbchcrrfchung hingeopsert, wcl che lebenvcrnichtend durch die Länder schreitet. Noch ist ein Wettkamps in vollem Aufblühen begriffen über die Frage, welche Nation es länger in unerträglicher Rüstung aushalten roird ! Noch sindParteicn ereifert, wie sie diesem Grundübel der Zeit nicht abwehren, son dern sogar noch Vorschub leisten können. Noch sind Großthaten" im Schwange welche Verderben in daö Völkerleben hineinschleudern und den Sinn sür die wahren Kulturarbeiten hemmen und dämpfen. Aber die Menschheit steht dennoch und trotz alledem und alledcm an dem Wen depunlt der Zeiten. Die Kraft der Naturbewältigung gedeiht dennoch in dem Menschengeiste und ringt nach Siegen, die fruchtreiche Folgen nach sich ziehen. Das Kabel von 1866 hat bereits seine Nachfolge gehabt. Es liegen nicht we niger als siebentausend und achthundert Meilen Kabeldraht auf dem Meeresbo den. Der Tunnel von 1870 hat zum Tunnel von 1880 ermuthigt. DerSuez Kanal regt die Durchstcchung der Pa uama'Landcnge an. Die unterseeische Eisenbahn, die unter dem Canal England mit Frankreich verbinden soll, wird sicherlich noch eine Errungenschaft unseres Jahrhunderts fein ! Der Lichtdurst unseres Auges wird von der elektrischen Krast befriedigt und die elektrische Bahn wird hoffentlich ihren Triumph feiern, wenn sie auch nicht sür den Transport von Truppen eingerichtet werden wird. Dem Tunnelfcst am Gotthard hängt freilich noch ein düsterer Faden aus dem Rüstzeug des alten Kampfes an. Hat man doch zur Begründung dieses Tunnels und zur Betheiligung an demselben die Truppenvcreinigung Deutschlands und Italiens als Motiv geltend gemacht! Aber die That selber ist eii so großer Triumph der Naturbewältigung, daß wir hoffen dürfen, er wird nimmermehr dienstbar werden der ver rotteten Kunst der Mcnschenbeherr schung!

Der Präsident der L.ondo ner Handelskammer, Hr. John Bright, sagte in feiner Rede bei Eröffnung der großartigen Central Bibliothek" in Birmingham : Wir sollten dem Stu dium der amerikanischen Literatur viel mehr Fleiß zuwenden, als seither ge schehen ist. Namentlich empfehle ich das Studium des amerikanischen Dichters Whitticr und Bancrost's Geschichte der Ver. Staaten". Die letztere enthält nicht nur competente Urtheile über die histo rischen Ereignisse unseres Jahrhunderts, sondern zeigt auch, auf Grund welcher Grundsätze die einstmaligen Eolonieen ausgeblüht sind und das werden, was sie werden müssen: dic größte Nation aus Erden.Vo Jnlande. Gute Praxis. Friedens lichter Maycs von West Alexander, Pa. hat kürzlich das zwcitauscndfle Paar in die bekannten Rosenfcsscln der Ehe ge schmiedet. Hierfür hat er im Ganzen dic Summe von $6,2(32,14 oder im Durchschnitt $3.12i sür das Paar er halten. Die gesetzliche Gebühr betrug bis 1865 52.00, von da ab $3.00, wäh rend der Richte? aber viele unentgeldlich traute, erhielt er von anderen $5 bis $20 als Bezahlung. Der niedrigste Betrag, )en Herr Mayes sür eine Trauung nehnen mußte, da die Leute durchaus be zahlen wollten, so viel sie könnten, war 70 Cents. Manche Beträge wurden zu Zeiten nachgezahlt, da der Richter seine Forderungen schon längst vergessen hatte. 6 bis !) Paare wurden durchschnittlich pro Tag getraut, darunter 30 sarbige. 150,bei denen der Mann Smith- hu&, und 14, bei denen die Frauen auch nach der Verhcirathuna ibre MädcheuNamen bcibe hielten. Daß alle Paare glücklich ge worden, wird nicht ausdrücklich ver sichert, ist aber wohl kaum anders anzunehmen. Die colossale Auswande rung aus Deutschland nach den Ver. Staaten gab vor Kurzem dem bekannten Führer der Liberalen, Dr. Laster in Berlin, Veranlassung zu folgendemAus spruche : Alle, die daö Vaterland, zum größten Theile aus guten Gründen ver lasten, wollen die Ueberzeugung mit sich nehmen, daß der Fortschritt in der Entwicklung Dcutschland's nur vorüberge hend gehemmt ist. Deutschland wird weder an Intoleranz, noch an MilitarismuS zu Grunde gehen; es wird und muß bald wieder seinen Platz unter den vorgeschrittensten Nationen in Misten schast, Frcisinnigkcit und industrieller Tüchtigkeit einnehmen." Die Iran eines Arztes in Milwaukce, Wisc., wurde wegen hart nackiger Weigerung, dic Steuer für ihi .Hündchen- zu bezahlen, zu $5 Geld oder 15 Tagen Gesängnißlrafe verur theilt. Sie hat in voriger Woche die Gefüngnißstrafe angetreten, nicht aus Geiz, wie sie sigt, sondern um ihrem Liebling" ein wirkliches Opscr zu dringen. Der Name der Närrin wird nicht berichtet.

Der Nichter Wy lie in Washington stellt in Aussicht, daß die Stcrnpcst'Prozeye unter der neuen Anklage vor dem 4. Juli beendigt sein würden, soweit es aus ihn ankäme. Die von der New $orker Lcgislatur in letzter Stunde gemachte Geldbewilligung zur vorläusigen Erhal

tung des Einwanderer-Jnstittus enthebt den Congreß nicht der Verpflichtung, für dieseZnstitute eine gesetzliche und per manente Existenz Grundlage zu schassen. Die Vortheile des den Einwanderern in Castle Garden zu Theil werdenden Schutzes kommen dem ganzen Lande zu Gute, und der Westen und der Süden würden daö Aushören des letzteren so hart empfinden, wie die Stadt oder der Staat New York. Der in N e w a r k, N. I., tagende Turnlehrer - Congrcß hat einem von Turnlehrer BrosiuS in Milwaukee aus gearbeiteten Plane zur Leitung des Turnuntctrichts im Principe zugestimmt, beschlossen, die Bundcsturnseste künstighin alle drei Jahre abhalten zu lasten und sich gegen die Schaustellung der Zöglinge in Tricot, söwie gegen Kin derbälle, besonders Kinder-Maskenbülle, ausgesprochen. Wenn in M ichig an ebenso viele Einwohner auf die Quadratmeile kommen werden, wie in MaffachufcttS, wird es 12,601.000 Einwohner haben. Und das wird einst wirklich der Fall sein. Zum. Kapitel: Leichenhäu s er." Schon wieder wird ein Fall von Scheintod aus Boston berichtet. Nach lltägiger Krankheit war ein 16jähriges Mädchen von dem Arzte kür todt erklärt, .angekleidet und in den Sarg gelegt wor den. N'cben diesem hatte der Vater, dessen Liebling sie war, längere Zeit ge sessen. Als er ausstand und in das Ne bcnzimmcr gehen wollte, schrie dieTochter aus : Gehe nicht fort, Papa, bleibe bei mir." In demselben Augenblicke hatte sie sich im Sarge aufgerichtet ; die Ja milie versammelte sich um sie, daö Mäd chen wurde in das Bett zurückgebracht, erzählte bei völliger GcisteSklarheit, sie habe einen herrlichen Traum gehabt, sank dann, wie völlig ermüdet, in die Kiffen zurück, und war trotz aller Bemü hungen der Aerzte binnen wenigenStun den wirklich und schmerzlos entschlafen. (N. Y. Sun.) Eine achtzigjährige Dame in Illinois hat gegen ihren 25jähr!gen Ehemann aus Scheidung gekiagt, weil sie zu der Ueberzeugung .gekommen ist, der Mann, der ihr Urenkel sein könnte, habe sie nur ihres Geldes wegen und nicht aus Liebe gehcirathet. Die alte Schachtel muß jedenfalls sehr viel Geld haben, da die Corre'p.'ndenten der eng lischen Zeitungen zwar die Thatsache be richten, die Namen aber verschweigen. Die Gesundheitsbehörde von Illinois hat verfügt, daß Diplom der ärztlichen Colleges nur dann zurZu laffung zur ärztlichen Praxis innerhalb des Staates berechtigen sollen, wenn das betr. College einen dreijährigenCur suö hat, an seine Zögiinge die ?lnforde rung stellt, daß ste sich zwei'Jahre mit Anatomie beschäftigen, entsprechende kli niscke Institute hat, daraus dringt, daß in jedem Jahre die Vorlesungen acht Monate hindurch besucht werden und Diplome nur auf Grund von Prüfnn gen ausstellt. Die Rappold'sche M i l l i o rcn-Hinterlvssenschaft macht ncnerdingS wieder von sich reden, besonders da sich Erben in Buffalo, Burlington, Jotva, und in August, Ga., gemeldet haben: Ueber den Stammbaum der Rappold's wird nun Folgendes mitgetheilt : Der Vater des vor einigen Jahren in der Schweiz verstorbenen Georg Friedrich Paul Rappold soll Friedrich August Rappold geheißen haben uud im Jahre 1756 zu Kirchberg in Württemberg ge boren sein; dessen Vater war Georg Conrad Rappold daselbst. Der Groß vatcr - mü!ter!i?rseits hieß Johann Georg (Hans 5 ) Michel Fluhrer und wurde im Jahre l743 zu Wertheim' in Baden geboren. Es ist wahrscheinlich, daß Georg Gustav Fluhrer, in 1741 ge boren, ein Bruder desselben war. Die Rappold's in Georgia. resp. Burling ton, Iowa, Johann Michael, Johann Georg und Christine Nappold,sind nun die Kinder von Johann Michael Rap pold, der im Jahre 1801 zu Wiessenbach, Oberamt Gcrabronn, geboren war. Mutter, Onkel - und Geschwister leben aber noch in Württemberg. Ein Rap pold in Ohio nennt sich Johann Gott sried Rappold. Er ist im Jahr 1814 zu Murrhrdt, Oberamt' Backnang ge boren, ale Sohn des um 1773 gebore nen Johann Gottlieb Rappold und der Maria Dorothea, geb. Waldcnmeier. Nach dem waadtländischcn Gesetze,, das bei der Erbschast in Anwendung kommt, schließt der nähere den entfernteren Grad oou der Erbberechtignng vollständig aus, und da sich schon Erben im 7. Grade gemeldet babcn und gerichtlich als be rechtigt auerkannt morden sind,. so haben )ie außerhalb dieses Grades Stehenden, wenn auch die Verwandtschaft erwiesen wäre, keinen Anspruch. . Phil. Kappaport, NechtSanwalt, 95 Hst Washington Str., Zimmer 12 und 18. Indianapolis, Jnd Rail Road Hat Store, 7K Hft ZSaMgton Straß,. ZZS Cine vollständige uSwahl in G6V6H HWöN welche eben eingetroffen sind, zu den niedrigsten Preisen. Sprechen Sie der.

Vom Auslande. D i e BerlinerZeitungen warnen die Eltern eindringlich, ihren Mndern'zu gestatten, daß dieselben ihre Lieblingshunde lösten oder sich von den selben im Gesichte belecken lasten. Ein Knabe erkrankte, und die Aerzte crkann ten nach langen Untersuchungen, daß sich in dem linken Lungenflügel destelben Würmer befanden. Zwei höchst gesähr liche und schmerzliche Operationen ent ferntcn die Parasiten und erklärten nach deren Untersuchung mit Bestimmtheit, daß dieselben durch den Hund in den Körper des Knaben übertragen worden sind. Wie die Meister des Schachspiels aussehen, schildert ein Feuilletonist bei Gelegenheit des Wie ner Schachturniers in der folgenden recht anschaulichen Weise : Eine der ausjal lendsten Erscheinungen ist Steinitz, ein kleiner, dicker, stark hinkender Herr mit breitgewölbten Schultern, röthlich ange stogenem, vollem Kraushaar und noch rötherem Vollbart, mit einer ausfallend kleinen Nase und hellgrauen Augen in dem vollen Gesichte. Auch Zuckertort ist ein kleiner, aber hagerer Mann, der ge bückt an seinem Brette sitzt, so daß er es mit dem röthlichen Kinnbarte berührt. Seine ausgesprochene Habicht Nase' scheint über die Figuren hin nach Beute zu spähen. Ausfallend ist seine oben sehr breite Stirn, welche ihm im Verein-mit seiner in sich ge kehrten Haltung den Habitus eines phi

losophischcn BrüterS verleiht. Er raucht fortwährend, entweder Cigarretten oder ein kurzes englisches Pseischen, wie eS auch bei den meisten anderen Spielern besonders beliebt ist. Winawer präsen tirt sich als ein kleines, hageres Männ chen mit schwarzem, dichtem Kinn und Schnurrbart, eine blitz'ende Brille auf der Nase, beim Spiel einen niedrigen schwar zen Hut aus dem Kopse, wie ernenn überhaupt sehr nonchalant spielt, als ob ihn die ganze Sache eigentlich nur we yig anginge. Eine eigenthümliche Fi gur macht Blackburne, dem man nichts von. seiner Furchtbarkeit ansieht. Mit einem wahren Armensündergesicht thut er seinem Gegner die ausgesuchtesten Bos heiten an, und wenn er einen be sonders guten Zug gethan hat, sieht er geradezu verzweifelt drein. Er ist mit telgroß, trägt glatt hinter die Ohren gestrichenes, braunes Haar und kurzen, blonden Kinn urd Schnurrbart; seine unregelmäßige, etwas ausgestülpte Nase zeugt von nichts weniger als thatkrästi ger Schneidigkeit. Mackcnzie ist eine schöne, krüstige Figur, Gesicht und Hals sonnengebräunt, der blonde Vollbart spitz gehalten und mit dem viel lichteren, senkrecht herabgcstrichcncn Schnurrbart zusammenfließend, die entschlossene Ad lcrnase ein bezeichnendes Merkmal. Der Engländer Blrd ist eine hohe protestan tische Pastorsigur mit kahlem Schädel, den nur ein spärlicher Kranz von Haaren umgiebt, sowie ein glattrastrtes Gesicht ein dünnes Backendärtchen einrahmt. Auch er kaut fortwährend an seiner höl zernen Pipe". Der Amerikaner Wäre ist eine lange Bankecgestalt mit kurz gehal tenem grauen Backen und Schnurrbart, tüchtiger Glatze, Zwicker und hölzerner Pseise. Gespielt wird in unverbrüch lichem Schweigen, doch stehen die Spie ler ost auf und machen einen kleinen Spaziergang durch's Nebenzimmer, wäh rend der Gegner über seinen Zug speku lirt." Ueber den jetzigen Stand der deutsch-n Marine berichtet die .Köln. Ztg.": .Das Jahr 1882 sollte die Ersüllung des FlottengründungsplanS von 1872 bringen. Inzwischen hat derselbe in Folge der Fortschritte und VerSnde rungcn im Seewesen mehrfach titfgrei sende Umgestaltungen erfahren. Ueber schritten ist die Zahl der beanspruchten Schisse bei den Schrauben Corvettcn, deren 1882, einschließlich der Schul schiffe, 20 vorbanden sein sollten, und von welchen Schiffen zur Zeit, mit Ein schluß dieser letzten Schiffe, 21 bezw. 23 vorh inden sind. Neubauten sind hier unter 8 in Eisenbau ausgcsührte Voll und 4 dergleichen GlattdeckS'Corvctten, wozu nch 3, bezw. 4 derartige Schiffe im Ban begriffen sind, und es schließen sich diesen noA) drei seit 1872 in Holzbau ausgeführte Glattdecks Eorvetten an,' wovon eine aber bereits in die Schul schisssclaffe vcrjetzt worden ist. Die ge forderte Zahl von 8 Parzer-Fregatterl war bereits 1877 erreicht, durch den Un tergang des Großen Kursürsten", sür drn noch kein Ersatz angeordnet ist, jetzt jedoch wieder auf den Brst ind von 7 heradgesunlen, wovon nur i eigentliche Schlachtschiffe sind. Von den ( neuen Panzer-Eorvetten. rie nach be neueren Bestimmungen erbaut werden sollten, sind bisher -1 fertiggestellt. Panzer lkanonenboote sind 13 volhanden. Auch die beanspruchte Zahl von Avisoschiffen ist in neuen SchiffSdanlen noch nicht er' reicht. Ein originelles Testa ment hinterließ kürzlich ein Engländer in London, welches lautete: Ich vermache fünf Schilling an meine Nichte, Margarethe O'Neil, welche stch statt Sonntags in die Kirche zu gehen, heim lich dem Suss ergibt. Fr besagte fünf Schilling soll sie meinen Leichenzug ver säumen und sich zu Hause zu meinem Gedächtniß einen Affen lausen. Mei nem Freund Charles vermache ich esn Neunauge, da ich ihm keine Schlange hinterlassen kann. Dieses Legat soll ihm versinnbildlichen, daß ich ihn wie eine Schlange am Busen genährt, damit er mich im Club stets a!5 den geizigen Kerl ausschreien konnte. John Abbot, mein treuer Diener, erhält sechs Pence. Für dieselben soll er sich einen Strick kaufen, damit er, falls der Sheriff einen solchen vergessen, sobald er , (John) sei ner Spitzbübereien wegen einmal ge hängt wird, wenigstens des peinlichen Wartens auf der Nichtstätte überhoben fei. Meiner Frau -Elisabeth, welche durch meine Verrücktheit meine Gattin geworden und mit anzuerkennenderEner gie meinen guten Namen in den Schmutz, getreten, vermache ich jährlich fünf Psd.