Indiana Tribüne, Volume 4, Number 263, Indianapolis, Marion County, 4 June 1882 — Page 5

Cta CaUc!.) 6Iitta adn Fische Steppe.

Erfrischend und erregend ist die HetzZagd amftühen rauhen Herbstmorgen selbst für den an Strapazen ungewohnien Städter. Langweilig aber, tödtl':ch langweilig ist's für denselben, am Saume der Waldschlucht zu stehen, dem Geheul und Gebell der Jagdhunde und dem Geschrei der Treiber tief unten in der Schlucht zu folgen und den Moment des Entfliehens der Thiere aus dem Walde mit Ungeduld zu erwarten. Da werden die Glieder des Städters im Sattel steif, da fühlt er einen leichten ! Schwinde! und eine fröstelnde Unbe-! Möglichkeit; die Gedauken fehlen, es bleibt nur ein unbestimmtes und nagenöes Bewußtsein denen, das: es an anütxtn Orten, wie etwa im warm:n Bett, weit angenehmer sei. Nicht so der Jäger par exceller.ee, da steht z. B. anein Schwager, ein rüsiiger und kräftiger Landwirth: gespannter Aufmerksamkeit hört er in den Wald hinein und kann stundenlang in derselben Stellung nb Spannung verharren. Und dort der Jäger aller Jäger, der alte grau? Kirsanoss, ein Jäger seinem Veruf nach ! Ist d:r nicht mit seinem regungslosen zottigen Kirgifenpferde und den b'.utdürstiq lauernden Windhurden di: inkarnirte, oder Vielmehr in Erz gegossene .Idee der Jagd?! Die Leute vermozen's fcfliij, bis in die Unendlichkeit auf das Wild zu warten! ü-ir aber genügt nicht mal der Anblick dieser beiden Jazdmenschen .... Es ist was fürchterlie? so zu harren und zu frösteln ! Zwar giot's auch einen zweiten, intereffanten Theil der Ja?d: Ein un-alücklich?-Thier, sei es ein Wolf, ein Fuchs, 5öir sozav ein schuldloser Hase, ! entspringt cem )aide, i:r.: in der wei- j ten Sterre oder in der n.'.chUen 2öald-i 4 1 ?- f , tfitf i ni" 'rrni Ja! UjlUU,l ' tlU.li) fci Q Ihnen folgt in gestreckten Galopp mit dem Celchrei eines Bescisenen und jeden Gedanken, cn ein mögliches Halsvrechen aufgcbeno, der Jäger. 2as Thier wird erreicht; es entspinnt sich, wenn daelbe wehrfähig, ein fürchtcrli cher Kampf ans Leben und Tod zwischen ihm und den .Hunden, welche sich wüthend und mit blutunterlaufenen Augen in dasThier hineinbeißen. Der Jäger langt an ;er wirft fich vomPferde, er schreit aus Leibeskräften Atu!Atu! !, er stampft mit den yüccn, um dieHunde anzufeuern und entscheidet nötigenfalls den Kampf. durch sein großes Dolchmcsser, welches tödtlich treffen, das Fell . i. , , c " rYli oavei zeoocy nicyi veroerven mu. . vcu einigem Grauen unc: Alaunen icnam der Dilettant, der den Jägern mit gleicher Sclbstentäußerung nachgejagt, diesem Akt der Oilden.Leidenschaft zu: Das hatt? ich oft gesehen, sollte es aber heute nicht sehen: es war ein fataler Tag, QN welchen bekanntlich die Jäger und Spieler aller Welt glauben. Es wollte geradezu nichts aus demWald kommen. Nein, als ob man vor uns Alles herausgesagt hätte. Ich war müde und verstimmt. Mein Schwager und Kirsunoff ernst und betrübt, als ob in ihrem Hause ein .Todtkranker wäre. Wir hatten uns auf ein Zeichen des Schwagers einander genähert und wollten in ein anderes Wäldchen aufbrechen. Da sah ich plötzlich die wetterfeste Gestall' Kirsanoff's zusammenzucken und sein leberbraunes Gesicht erbleichen. Ärowkin schrie er mit halberstickter Stimme, spornte den Renner an und lockerte das Jagdmesser. Im Nu sahen wir ihn eine.Anhöhe hinaufjaZen, auf welcher sich in der Ferne die Figur eines .Reiters zeigte. Brwkin?! wo? wo?!!" rief mein Schwager, ein furchtbar . jähzorniger Mann und wurde seuerroth ....Auch .er sprengte dem Reiter zu. Browkin?! wer ist Browkin?" rief ich, indem ich ihm nachjagte. Der Verfolgte mußte ein schlechtes Pferd reiten, oder aber Kirsanoff ihm den Weg abgeschnitten haben: Als wir .die Anhöhe erreichten, sahen wir das .Opfer rettungslos verloren und unsere .Hunde im siegreichen Gefecht mit den ' fremden Hundeu. Ubju'..! Ubiu!! ..." (Ich schlage "dich todt) brüllte Kirsanoff. seine Kosa-.5en-Peitsche schwingend. Der Fremd .ling drohte mit einer Flinte, die er bei sich führte. Ubju!!" brüllte Kirs-'-noff nochmals, erfaßte den Verfolgten ".beim Kragen und hob ihn in die Luft. Derselbe, ein schmächtiger junger Mann mit kleinem Bärtchen und dunk:len, .russisch beschnittenen Haaren.' der jlidung nach anscheinend ein Unterbeamter einer Gutsverwaltung, war kichenblaß, ließ die Flinte .fallen und .flehte.: Kirsanoff, lieber Kirsanoff, lassen Sie mich los ! Ich werde wirkIich nicht mehr!" Ubju!!!" brüllteKir-ianoff-And schwang die fürchterliche 'Peitsche.. Auch wir hatten uns der Gruppe genähert. Bärin! (Herr) 'Ew. Gnaden! last: Sie mich los!" wÄNdte er sich an meinen Schwager. Es war etwas furchtbar Erniedrigenides, bis aus den Tod Erschrockenes in 'ÄemWeseNdes jungen Mannes. Kirsansss, wtrsien Hun fort!..' sagte mein Schwager und vandte sich ab. Roch einmal schüttelte Kirsanoff den Unglücklichen ULd ließ ihn dann zögcrnd und mit unterdrücktem Unwillen fahren. 6r rief die Hunde und wandte ihm stM; den Lücken zu, gleichfalls mein Schwager. Der junge Mann hob sei Flinte vom Boden auf, schaute nach seinen Hunden, welche weithin in die Steppe geflüchtet waren und trabte langsam ! gelenkten Hauptes fort. Wir waren eine Strecke weiter geritim, als sich Kirsanoss nochmals umroimdte und ein gewaltiges: Atu!" Tief Das Opfer zuckte zusammen und spornte das Pferd an. Wir litten weimi f iilal sS:t:iS:.kist!cs:Z keMetmaa 4 Rußlar lve Smporkömmktnz untkr ttn Bauern et inen Kaufmann, ttx tte Lsnebevölknuvg in tan tfitftSft LZ,'5k?p:oitl!t. Tftffiilact ist tet Ire tx, niKtttltn rks fischen Ttthittaiss,,, ter rnfiCwen L5xo et rs?Veid:iche vnd tiiUtiüt 3JrJam.

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!eW!nd.?u::derJn deroelgc!as:e:l. ! ter mir ein Schreien und Stufen vor:k Uünen dcm fnekenden Thier nach. ! nsbm. d wandte miÄ um und be-

ter, Kirsanoff und mein Schwager ' schmunzelten. Wer ist Browkin?" drängte ich mich zum Letzteren. .Wer Browttn istl?" rief er entrüstet: Siehst Du den auZgehauenen Wald dort, dasist Browkin! Siehst Du die elenden Hütten, die halbverhungerten und versoffenen Bauern in diesem Dorfe, das ist Browkin! Ueberall wo Elend, Entkräftung und die grausamste Blutsaugerei, da siehst Du ven Browkiu Er schmieg unmuthig. Ich verstehe Dich nichtrecht!" sagte

lch. Vrow!:!'. ist du Millionär, ein durch Spekulation, Unredlichkeit und schämlose Ausbeutung seiner Brüder heraufgekommener Bauer, das was man hier einen Kuwk" nennt. Er ist das Unglück der ganzen Umgegend. Es steckt hier Alles in seinen Krallen: Die Bauern sind ihm verschuldet, sie arbeiten nur noch für ihn : die Gut-desiher sind ihm verschukoet, ihre -Güter werden ihm zufallen. Browkin, der Alte nämlich, wohnt jekt als Kaufmann erster Gilde in W.-; .üörigcns gcrade so einfach wie früher, lr'.e'n Bauer, nur daß er als AltgläubZzcr eh:i Menge von Heiligen, Pügcrn i;. beil. m. in seinem Hause unterhält. Das i?a, was wir iahen. ist sein würdigcs 'öhnchen, welches hier unter den Bauern die hohe Schule der -erbamungslostn Ausdeutung durchmaÄt..Sie habe:: ihren eigenen Prachtvollen Walo a'orasirt und verkLuft,uul: will d:r Hund auf fremden Boden jagen! Nein, das'.'asfe ich nicht zu '." Wir ritten nach Hause. Es war spät. Die Ja.id war eine fruchtlose gewesen. Tcs kommt Alles rom verwünschten Brcwkin !...." hörte ich den alten tfirsaiiof brummen, als wir zu öaufe anlangten. - " niedrere 2 age "waren veranqen. Ich machte einen Spazierritt in der Z ir.jrfte einen Mann, der mit der Mütze j sinkend mir nacheilte. Es war ein zerlumptes und verkammencs Bausriem, oa- valo alyemios und keuchend vor mir stand und unier tiefen Bücklingen m:ldcte: Fcdot-Fe-gotisch habcn befohlen, Ewig Gnaden möge die Güte haben, bei ihm Thee zu trinken!" Er bückte sich nochmals. Wer ist der Fedct-Fedt:tsch. der -mir befiehlt, die Güte zu haben?" fragte ich. "Fedotitsch - Feodtitsch?!.... Motitsch ist der junge Browkin, der junge vs. )err Browkin.. . haben besohlen, Ew. ' Gnaden möge. .." begann das LZäuerI . . ... . ,.lem und grüßte. Wo wohnt er denn?" Hier, gleich hier, da ist der Brow-kin-Chutor!") antwortete der Bote und fetzte sich, die Mütze in der Hand 'fchmeukend und mit den Ellenbogen in der Luft arbeitend, in Trab. Ich folgte, da er von meiner Bereitwilligkeit über zeugt schien und ich zudem recht gern den zukünftigen Millionär undKuwck" in der Schule, f. z. f. im EmbryonalZustande beobachten wollte. Nach wenigen Minuten erblickten wir hinter de'm barbarisch verhauenen Geh öiz ein kleines zerfallenes und verwahrlostes Gehöft. In einem der halberblinderen Fenster des altersgrauen einstöckigen Herrenhauses bemerkte ich daS ausgeregte Gesicht des jungenBrowsin. Er sprang mir auf der Treppe entgegen und führte mich unter übertriebenen Danksagungen und Entschuldigungen in die ärmlich möblirte und dumpfe Wohnstube. Treten Sie ein ! Treten Sie bitte ein! Nehmen Sie gütigst Platz! Entschuldigen Sie uns bitte! Es ist hier Alles so schlecht, wir verstehen das schon . . . ."schwatzte er aufgeregt und verlegen und zupfte dabei seinen deutschen" Rock zurecht, dessen Falten verriethen, daß er öfter in der Truhe als auf den Schultern seines Besitzers zu finden sei. Wir ließen uns auf einen alten ledernen Divan nieder. Vor uns auf dem Tisch brodelte der Samowr"(dieTheeMaschine). Vielleicht wünschen Sie Eigaretten? .... fragte mein Wirth und überreichte mir ein Päckchen. Ich dankte. Sie rauchen, Fedot - Fedotitsch?" fragte ich, als ich sah, daß er sich felber eine Eigarette mit zitternden Händen ansteckte. Sie sind doch altgläubig, wie ich gehört habe, und die Altgläubigen halten ja das Rauchen für Sünde?" Ja, ja, das wohl... " antwortete er un sich er. Das sind übrigens mehr unsere Eltern Wir. ja wir würden gern wie'nMensch, wie'n Europäer le. den.... Wir verstehen schon, daß das nöthig ist.... Warum thun Sie denn das nicht?" fragte ich. Ei nun, wir sind auch nicht frei. antwortete er melancholisch. Unsere Eltern sind zudem nach dem altenGlauben und sehr streng .... Hab's wo'hl einmal versucht, es ist nir aber schlecht bekommen!" Wieso, warum ist es Ihnen schlecht bekommen?" fragte ich wiederum, interessirt durch das unerwartete Hervortreten von menschlichen und civilisirten Regungen in dem Sohne eines Kulacks". Ach, das kann für Sie keinm Werth haben, Ste sind ja ein Petersburger!" versuchte er auszuweichen. Im Gegentheil, es ist stets interessant zu hören, wie Leute nach etwas Besserem streben." Ja dann .... .dann kann ich's schon erzählen!" entgegnete der junge Mann und schenkte mir diensteifrig den Thee in ein Glas ein. S'war nämlich vor einem Jahr,als unserBatjuschka)uns hierher sandte, ) CZutor t ei Eehöft tat Stkxpk. Xtx usbildett Russe,vernkhlich im Kaufmann? idinde. spricht von skinem Bat ste a Plural, kv'n, tskll auch voa sli sklokr, und bkiient flch ern des US, rru .BatlMchka" . Vätkrcke. Wir b,b,n da ruf, stfche ZLort drtdxboUkn, we l kS mehr Qrsurüt auS drückt Bjtschka werdka selbst die Vovkil. die Prie sie?, genoact lai deutsch, Diminutik hlvz,ze.n einen K.(.f.;.M. .ir.niA .'.. 7 m rn iiunu iun-f rjttzl i

v'tTict? n. ., y. if- , m.-

UM die Landwirthschaft zu lernen. Da ' war ich zum ersten Mal frei von ihrer.' Aussicht und hatte mich nun, wie sich'? .! '...f rr'r jCi.l VV-'i.

geyori,menscyilcy eingericyiei uno oasqic, du Wirst's mit der Zeit noch bejsn haben. Nun faß ich fo einmal amAbend auf der Treppe am Hause und spielte Guitarre, hatte mir'n großes Ding bei einem Deutschen in S. gekauft. Da wird mir plötzlich das Instrument von hinten aus den Händen geriffcn. Ich spring auf! Batjufchka stehen vor mir. Sie haben das Ding ergriffen uud schlagen mir damit auf den Kopf. . . .Hab's durchgeschlagen ..." lachte er und schwieg, als wenn er erwäge, ob's auch schicklich sei, weiter zu erzählen. Darauf zogen mich Batjufchka in das 3!mmar," fuhr er fort, und zerschlugen dort Alles, was ich mir für theures Geld angeschafft hatte: Tisch und Stühle, 'n großen Spiegel und die Wanduhr, und zernzzen dieÄucherund Bilder, und streuten mir den abai, den sie fanden, in's Gesicht. Ich schrie nun zuerst: Batiuscrka. m?onen ic das, das kostet 50 K., das kostet 20 K.!" Als sie jedoch einen Stuhl crgriften, mich damit schlugen und riefen: Nun, was kostet das?! Von wo hast Du das Geld?! Bon wo?! Du hast mich beraubt?!" Da schwieg ich schon, mußte aber doÄ alle ack'.cn azi meinen Sei- ' ten erproben. Als BaijuZchka mit der tube fertig waren, da lag ich am Äoden und konnte .::::ch nicht mehr regen. ; Nun rissen sie nzch den deutschenRock" ! mir vom Leibe und warfen iyn in den Oscn. Den fluten Rock da yabe ich nur für den theueren Gast umgeworfen, sonst gehe ich sckt russisch, langfchößig ! herum. ... " schaltete er schmeichelnd c:n. Darauf haben sie Ändrjschka, den ; Knecht, denselben, der Sie gerufen hat, i durchgeprügelt, weil ich den als Kosack, wie sich 's gehört, als Dinier also, ge- ! kleidet hatt?. Sie zerbrachen auä) meine ! Flinte und schlugen meine Hunds ei- ; aenhäudig mit einem Beile todt. Ja, ?.. oat;upua ino Kyr nrcug... ' twjloß er mit ehrerbietig gedämpfter stimme. ,,Sie haben doch jetzt wieder eine Flinte?" sagte ich. Ach, das ist nichts, die halte ich fo heimlich im nächsten Dorf bei einem guten Freund. Ich liebe die Jagd sehr..." ,,Sie haben aber seitdem doch nicht jede Hoffnung auf ein besseres Leben aufgegeben?" ,,Ja, für einige Zeit wohl... Später aber, wenn ich verheirathet sein werde, Batjufchka suchen schon jetzt eine Braut für mich, dann werde ich natür- ! lich Bieles mitmachen dürfen, so in saratow oder in Nuchm - Nowgorod auf der Makarjeff'schen Meffe, ein Abend mit schönen Zigeunerinnen, mit Gesang und Champagner! Men wohl selbst, was da Alles vorkommt! . er brach ab und lachte halbverlegen und mit hohler Stimme. Bevor man verheirathet ist, geht das eben nicht gut. .. ." fügte er hinzu. ?cun, ich sprach grade nicht davon !" entgegnete ich. Ich glaubte, dafc Sie die europäische Art zu lebe", doch fo auffassen müssen, daß .man etwas lernt, sich entwickelt, veredelt, die Begierden aber nach einem lustigen Leben eher zurückdrängt!?" Ja, natürlich, wir verstehen das schon. . . antwortete derjungeMann recht betroffen das ist nun richtig.... Hab auch schon viel gelesen, ohne dem kann man ja nicht. ..." Es muß Ihnen, Fedot-Fedotitfch, einem zukünftigen Millionär, doch recht schwer iaUen" fuhr ich unerbittlich fort hier in so ärmlichen Verhältnissen zu leben, von den heruntergekommenen armen Bauern die Schulden eintreiben zu müssen, umden Pachtzins zu feilschen und dabei zu sehen, daß die ganze Umgegend immer ärmer und unglücklicher wird?" Er sah mich erschrocken an. Es war ihm recht heiß geworden. Er hatte ein buntes baumwollenes Schnupftuch auf seinen Knieen ausgebreitet und wischte sich nun den Schweiß aus dem Gesicht. Ja... ." sagte er, das ist schon richtig, aber das Volk hier taugt nichts. Sind Spitzbuben. Säufer und im Glauben sind sie schwach.... Zudem geben wir ihnen ja Arbeit ! Ohne unsere Arbeit, ohne das Land, das wir ihnen verpachten, müßten sie betteln gehen! !" ,,DaS ist schon richtig!" gab ich ihm zurück, aber das Land, das Sie derpachten, gehörte früher doch den Bauern?" ., Das ist schon richtig!" wiederholte er mechanisch. ,.Aber." beeilte er sich hinzuzufügen, sie haben ihr Land vertrunken!" . Es wurde recht unbehaglich in der Stube. Unsere Unterhaltung stockte und wollte von nun an nicht recht in Gang kommen. Ich entfernte mich bald, wiederum begleitet von unzähligen Danksagungen und Entschuldiggen des jungen Kulacks". Ein Jahr später war ich in W. Ich saß in dem großen Saale eines der Trakteure der Stadt, und speiste mein Mittag. Es war das ein geräumiger Saal mit weißbedeckten runden Tischen und plnmpen rothsammtnen weichen Möbeln, mit Kanarienvögeln und Drosseln an den Fenstern und dem unvermeidlichcn Orchestrion in der Ecke, welches den in der Provinz so beliebten Persischen Marsch" lärmte. Rastlos eilte die Dienerschaft in weißem russifchen Hemden, das Handtuch über dem Arm und mit dem Theegeschirr ln den Händen von einem Tisch zum andern, die Gäste, ausnahmslos Kaufleute, bedienend. Hier an diesen Tischen beim Thee, den öcr Äusse und speziell der russische Kaufmann zu jeder Tageszeit in Uebermaß zu sich nimmt, werden im gemüthlichen Gespräch die erdenklichsten und wichtigsten Geschäfte abgeschlossen. Ich lenke meine Aufmerksamkeit der mir nächsten Gruppe zu: Es waren recht bejahrte Leute, bärtig und in langschößigen Röcken, die da saßen, lyren Thee von den Unterschaalen, die auf den ausgspreizten Fingern gehalten wurden, schlürften und dn Zucker in

Neinen Stücken dazu bissen. Die Ach-

tung, mir welcher die Dienerschaft an diesem Tische vorbeischlüpfte, und noch i- V äfj tf j, . V meyr oic yrermeiung, nur roeieyer oe beiden Porzellankannen, die größere , , r c c crr TT ... c nm vem neoenoen uaner. oie uctncic mit dem Thee, gewechselt wurden, öezeugten, daß hier Leute von größerer Bedeutung saßen. Der alte Browkin soll heute seinen Sohn.... fast bis zum Tode geprügelt haben...." sagte einer der Kaufleute und strich sich den grauen, überaus langen Bart. Warum denn das?" fragte einjüngercr, schwarzäugiger, welcher im Vergleich mit der Gemessenheit der Andren viel Lebhaftigkeit zeigte. Man sagt, er habe es verdient. . ." antwortete der Erste artig und strich sich den Bart. Ja, ja das kommt vor! Das ist so nöthig.... Das war immer so..." sagte ein Dritter, der noch älter war und höchst grämlich in die Weltschaute. Er seufzte. Alle schwiegen. S' ist aber doch ein tüchtiger Geschäftsmann, der junge Browkin, besonders seitdem er geheirathet hat und in der Stadt wohnt?!..." wagte der Lebhafte einzuwenden. Ja. das kommt vor " sagte der crtc und strich zim den y an. Aha, da kommtBatjnschka Browkin selber. ..." sagte der Grämliche ohne aus den Lebhaften zu blicken. Bon allen Seiten ehrerbietig gegrüßt, trat ein magerer, häßlicher Greis, in ichmutngem langcmRock.nu.Ziegenbart und einer sehr unterwürfigen Miene in den Saal ein. Er schritt auf denTisä, zu, wiederholte die Lckreuzigung, di: er schon in der Thüre gemacht, grüßte salbungsvoll und ließ sich auf einen reien tithl nieder, irs wurde ihm lautlos eine der bunten Tassen zugeschoben. Er begann mit Gewicht zu tunrr.tt i it , Wie aeljt's mit den Geschäften, ü'coot v:tim:tch?" fragte der 'ango ar tige mit Ruhe. Gott sei Dank. Jezar Jermowewitsch, 's geht ein wenig." Wieder eine Stille. Mit, Ihrem Söhnlein ist Ihnen was Unangenehmes passirt, Fedot Akimitsch?" fragte' der Lebhafte mit gedämpfte? Stimme. Ein Schweigen. Der Thee wurde weiter geschlürft. Gott der Herr hat mir eine große Gnade wieserfahren lanen sagte Browkin und blickte salbungsvoll gen Himmel. Alle schwiegen. Der Grämliche gähnte und bekreuzigte sich den Mund damit der Böse nicht hineinsahre. Jetzt kann ich ruhig sein : brauch weder für mein Kapital noch für meinen Sohn zu bangen und zu forgen.l...." Ein Schweigen, obgleich Alle mit höchster Spannung der Eröffnung entgegensahen. .Ist aber Ihr Söhnlein doch bestraft worden?..,..." lenkte der Lebhaste plötzlich ein und zog sich dadurch die mißbilligenden Blicke der' Anwesenden zu. Er mußte bestraft werden! Die väterliche Gewalt...." sagte Browkin mit gehobener Stimme und streckte die greise Hand aus.: Die ist unerschütterlich und ewig! " Das ist ein rechter Kaufmann, dem der eigne Vater nicht leid thut; da geht nichts verleren...." fuhr er fort und blickte die Anwesenden siegesbewußt und forschend mit seinen listigen grauen Augen an. Habe ihm 50,000 Fr. gegeben, damit er sie in S. im Bankgeschäft deponire!" begann er mit gedämpfter Stimme, immerhin aber verständlich für mich, der ich hinter dem großen Moskowski - Wedomosti faß. Am nächsten Morgen erfahre ich, Fedotka sei zurück und bei seiner Frau in den Zimmern. Ich warte auf ihn. Er kommt nicht! Was soll das heißen? Hat er das Geld verthan oder verloren, der Schuft, und fürchtet sich vor die vä terlichen Augen zu treten? Ich laß ihn rufen : Er tritt artig herein. 'Fedotka", fragte ich, haft' Du das Geld abgegeben?" Was für ein Geld?" frägt der Spitzbube, als ob er nichts davon weiß. Die 50 Tausend, die ich Dir gegeben!?" Ich weiß von keinen 50 Tausend." Ah, Du der und der. Du willst mich berauben? Du hast - das Geld verloren? Ich schlage Dich todt!!" Verloren hab ich's nicht!" antwortete er. Versteht Ihr!? und weiß nichts davon." Nun dahabe ich ihn an den 5iaaren genommen und herumgeschleppt, hab' ihn geprügelt, hab' ihn halbtodt geschlagen. Wirst Du wohl gestehen wo das Geld ist!?- Er weiß nichts davon. Alles hat er ausgestan den. Hab' ihn nie so geschlagen, selbst damals nicht, als ich ihm im Ehu tor die Dummheit herausschlug. Jetzt liegt er, wird sich aber bald erholen Ich aber I,abe. keine Ouittnnadas ist die Sache! Wenn er aussteht, so sö3 er noch 50 Taufend zubekommen; ein starker Mann soll nicht gehemmt werden. Kann felber ein Geschäft beginnen Aber die väterliche Gewalt muß hochgehalten werden: daß muß so sein! gezüchtigt mußte er werden.... Er wird aber gut werden mit der Zeit!...." Ja, ja, das muß so fein.... das kommt vor.... er wird gut werden", sagte der Bärtige, und strich sich den Bart. Die Kaufleute erhoben sich von dem Tische, schlugen ihr Kreuz und verließen bescheiden und salbungsvoll den Saal. An der Thür bekreuzigten sie sich nochmals. Elektrische Funken. Mit der Verschwiegtnhkit der Beamtcn pflegt e? nicht immer recht richt: ,u sein. Ein Amtsgeieimniß aber nehmen die mcisien mit in's Grab, nämlich : wie zi . 1 1 : i c ..i. ii cigcnium zu iyrem Anne gekommen sind. Wer einmal traut und betroaen wird. ist zu beklagen ; das zweitemal ist er zu entschuldigen, das drittemal verdient er arsgelacht zu werden.

Anguö Naedonald'S Farm. Angus Macdonald ist ein biederer Farmer in Michigan und gilt bei seinen Bekannten für sehr schlau.: Bor einiger Zeit begab er sich nach Detroit, um da selbst einige dringende Geschäfte zu erledigen. Kaum. war er dort angelangt, als er auf einen Mann stieß, mit dem er schon bei einer früheren Gelegenheit zusammengetrossen war. ' Es freut mich, Sie wiederzusehen," grüßte ihn dieser. Wie ich höre, haben Sie in H Eountu eine Farm gekauft. Würden Sie dieselbe vielleicht wiedc? verkaufen ?" Nun," erwiderte Macdonald, ich beabsichtigte eigentlich, mich selber auf der Farm niederzulassen, würde sie aber ' . r V

dennoch verlausen, jaus ten emen annehmbaren Preis bekäme." Gut, ich will Ihnen $6000 sür die Farm geben." Angus Macdonald dachte über die Sache nach. Er hatte selber nur $2000 für die Farm bezahlt, aber er ging von der Ansicht aus, daß, da derAndere ohne Weiteres $G000 geboten habe, es demselben auf $500 mehr nicht ankommen würde, und forderte daher $6500. Der Andere acccptirte und machte sofort eine Anzahlung von $.0, wobei er bemerkte, daß er sich den Kausschein später ausstellen lassen werde. Kaum hatte sich der Käufer entfernt, als ein anderer Mann, welchen McDonald gleichfalls von einer früheren Begegnung nur oberflächliö) kannte, auf ihn zu kam. Es freut mich, Sie einmal wiederzusehen," sagte der Mann zu MacTonald. Wie ich höre, haben Si: in H County eine Farm gekaust. Würden Sie dieselbe vielleicht wiederverkaufen V Gerade habe ich sie verkaust," antwortcte Angus MacDonald. Wie viel haben Sie denn dasür bekommen V4 Sechstausend und fünfhundert DolUns." Was, für einen so niedrigen Preis haben Sie Ihre Farm verkaust ? Ich will Ihnen $15,000 geben. Eilen Sie zu dem Käufer und machen Sie das Geschäft ruckaangig." Angus MacDonald schalt sich selbst einen Dummkopf und legte sich im Stil len andere wenig schmeichelhafte Evitheta bei. Aber er beschloß, den Käufer aufzusuchen und Alles aufzubieten, um den Verkauf, der Farm rückgängig zu machen. Er begab sich daher auf die Suche nach dem Manne, an welchen er seine Farm verkauft hatte, und war so glücklich, denselben bald zu finden. Ich bereue es jetzt sehr, Ihnen meine Farm verkauft zu haben," sagte er. Ich mochte sie doch gern behalten, nehmen Sie daher Ihre $50 zurück." O, das kann ich nicht thun," sagte der Andere. Ich habe Ihre Farm ge kauft und werde mir, unserem Abkom men gemäß, morgen den Kaufschein von Ihnen ausstellen lasten." Angus Macdonald drang weiter in den Mann und schließlich bewog er ihn. für eine Entschädigung von $500 von dem Kauf zurückzutreten. Angus war darüber sehr froh und machte sich sofort aus, um den Käufer No. 2 zu finden. Aber das gelang ihm nicht. Derselbe schien aus Detroit spurlos verschwunden zu sein. Endlich ging dem schlauen Angus Macdonald ein Licht aus. Er war geriebenen Bauernfängern in die Hände gefallen und von denselben um N60 beschwindelt worden. Wie es dem Rentier Simpel aus Quirlequitf, in Sachse ixt Berlin erging. (Von .hm sklbst t.zi Stammtisch zu O.uirlquitsch erzayu. Hären Se, sehn Se, das war Sie eine fadaleFadalität, die mir gleich am ersten Abend in Berlin bassirt ist. Derheeme hadde ,ch immer gehört, daß das scheenste Stück, was sie jetzt dort aufführen, eine Oberette von Strauß ist, bedidelt Der lvstige Gri.'k". Ich also hin und trängle mich an die Gasse rechts und koofe mir ein Piljet, und rin ins Barderr ! Es war grade schon angegangen, und scheen war Sie's, weeß Knöppchen ! und werklich ein sehr lustiger Griek. Denn es war Sie da ein ungeheurer Haufen von Soldaten und Markedenderinnen ' und Zigeunerinnen und andere Frauenzim wer weiblichen Geschlechts. Was Sie aber sehr merkwerdig war, das war, daß in der ganzen Oberette nur een Lied ge suvgen wurde und das Orgester immer hinter der Bihne blieb, bis auf das eene Mal, wo die Drombeter vordraten und pliesen. Weil ich nun gehört hatte, daß in der Oberette zwee Nummern ganz besonders scheene -wären, der Gußwalzer, wo sie sich zum Schluß öffentlich güffen, und das Lied von der Kräsin Melanie, wo es immer heißt : Nur für Nadur" so sitze ich und warte und warte, daß sie nun kommen sollen; aber sie kommen nicht ! Aber ein lustiger rief war Sie's doch ; denn die Soldaten jaben gedanzt und gewerselt und geraust und 'nen Ga buziner ausgelacht und beinah verhauen, weil er sie bekehren wollde Wie nu der erste Act aus is, frage ich meinen Nach bar: Nichts für unkut, mein kutes Herrechen, aber können Sie mir nich sa gen, ob nu der Gußwalzer und das Na durlied im zweeten Act komDt?" Der aber sieht mich an und lacht und fragt : Sie sind wol ich von hier?Nee" sag' ich warum denn ?" Männeken" sagt er rdcs hier war ja Wallensteins Lager bei die Meinin ger; der Lustige Krieg- vonStrauß wird ja drüben ins Sommertheater gegeben." Und richtig, wie ich 'nausgehe und mir den Zettel ansehe, war Sie's so ! Ich war also merklich an die salscheGasse gerathen, und wie ich nun vom Gassirer mei Geld zurückverlange und, weil er's nicht 'rausgeben will, brodestire und Randal mache, da kommt Sie fo'n Schutzmann, und weil ich mich vertefen tire, schmeißt er mich aus dem Dealer ! So was kann Eencm nur in Berlin bassiren ! Weeß Knöppchen ! Welcher Unterschied ist zwischen Bismarck, einer Höckerin und Luccä ? Bismarck pocht auf seinen Kahlkopf, die Höckerin aus ihren Kohlkopf, die Lucca auf ihr:n Kehlkopf.

UuS dem Leden der Indianerinnen

Der Montreal Star" bringt in einer seiner letzten Nummern einen längeren Aussatz über das Leben der nordwestli chen Indianerinnen, dem wir Folgendes entnehmen : Es ist ein Irrthum, daß die jungen Indianerinnen des Nordwe stens aller Sittlichkeit entbehren. Sie werden vielmehr seitens ihrer Mütter über die verschiedenen Verhältnisse des Frauenlebens unddessenPflichten unter wiesen und wachsen in dem Bewußtsein aus, daß sie diese unter allen Umständen auf das Gewiffenhafteste zu erfüllen haben. Die junge Indianerin gelangt schon früh zu der Ueberzeugung, daß ihr Leben als Gattin Mühe und Arbeit sein wird, wie es auch bei ihrer Mutter der Fall ist. Sie bereitet sich daher bei Zeiten aus dieses Leben vor, so daß sie mit sechzehn Jahren schon allen Anstrengn gen gewachsen und vollständig fähig ist, die Pflichten einer Gattin und Hausfrau zu übernehmen. Von Reinlichkeit und Ordnung hat sie freilich andere Begriffe, als unsere jungei? Damen, aber gleich? chl hält sie etwas auf ihre äußere Erscheinung und verräth auch hinsichtlich der inneren Einrichtung der Hütte oder des Wigwam's einen gewissen Geschmack undOrdnunssinn. Sie sucht ihrem Gatten sein Heim so bequem wie möglich zu machen und darein s?tzt sie ihren ganzen Ehrgeiz. Sie denkt' stets an ihn und für ihn und hat kein anderes Streben, als seine Zu friedenhcit zu erlangen. Sie erblickt in ihm ein höheres Wesen und macht sich ihm durch die ihm bewiesene Liebe und Hingabe werth und theuer. - Auf den Agenturen an der oberen Grenze sind Tausende von Weiße zu sinden, und cs ist keine Uebertreibung, zu behaupten, daß dieselben der Mehrzahl nach Indianerinnen hcirathen. Die jungen Indianerinnen kommen jedoch diesen Männern keineswegs entgegen, sondern verhalten sich völlig pafsiv, bis der Ehecontrakt abgeschlossen ist und der Freier seiner zukünftigen Schwiegermutter die vereinbarte Morgingabc dargebrach! hat. Der Freier muß übrigens, ehe er cö wagen darf, um die Hand einer jungen Indianerin anzuhalten, allen Mitgliedern ihres Stammes günstig bekannt sein. Er muß beweisen können, daß .er im Stande ist, nicht nur seine Frau, sondern im )!othfalle auch deren nächste Verwandte zu ernähren. Vor Allem aber muß er wenigstens ein halbes Dutzend Pferde besitzen. Er hat sich mit seiner Werbung zunächst an die Mutter seiner Auserwählten zu wenden, und wenn diese geneigt ist, ihn als Schwiegersohn zu acceptiren, so wird der Betrag der Morgengabe vereinbart. Diese besteht, salls die junge Jndiane rin besonders hübsch ist, in der Regel aus einem Gewehr, zwei Pferden, einer Quantität Proviant und KleidungS stücken und Decken. Ein Gewehr wird dabei gewöhnlich auf $50, ein Pferd dagegen auf $20 berechnet. Der Freier Zucht den für feine Auserwählte verlang ten Preis in der Regel etwas herunter zu bringen, und fallZ ihm das gelingt, so ist anzunehmen, daß irgend welche das Mädchen betreffende Gründe vorliegen, aus welchen eine Preiserniedri gung gestattet wird. Falls dieses aber nicht geschieht, so kann er sicher. sein, daß er eine vorzügliche Wahl getroffen hat. , Der Golfstrom. Während wir trotz der bedeutenden Näffe der seitherigen Frühjahrsmonate vollberechtigt find, auf eine gute Ernte zu hoffen, sind die Aussichten in Frankreich wegen der großen Dürre, die wahrend des ganzen letzten Winters dort geherrscht hat, sehr unerfreulich. Bei dem verhältnißmäßig geringen Schneefall, den Frankreich hat, ist es namentlich aus diese winterlichen Regen angewiesen; sie sind es, die seine Quellen speisen, seine kleinen Wafferzuflüffe nähren, und dem Erdreiche die zum Wachstbume erforderliche Feuchtigkeit zuführen. Die gelegentlichen Regengusse im Sommer halten nicht vor. ..Neben einer Mikernte fürchtet man wirklichen Wassermangel und die Behörden in Paris treffen An stalten, einem sollen für Seine-Babel vorzubeugen. Der framösiscbenAcademie derWissen schasten hat den Metereslog M. Blavier ein )iarj überreicht, in dem er die bereits seit Ende 1879 andauernde Trockenheit und deren Ursachen besvricbt. Der französische Gelehrte führt an, daß seit länger als zwei Jahren die an der Küste der Vendee vorüberfließende Meeres strömung verschwunden sei, welche einen Arm des Golfstroms bilde und die von den Franzosen Rennel- genannt wird. Diese Strömung bildet und befördert die Süd Westwinde, welche Frankreich die Winter regen bringen. Das Verschwinden des Rennel ist durch eine Abweichung des Golsstromes bedingt, und die letztere bat darin ihren Grund, daß die ungeheuren Ksmaffen die sich Im Winter von 1879 zu 1880 gebildet haben und die seit Monaten ln der Auflösung bearmen sind, den aus der Davisstraße kommen den Polarflrom abgelenkt, und daß die ser den Golfstrom zur Seite gedrängt hat. Ist die Beschaffenheit der Eisver Hältnisse im nördlichen Eismeer wieder normal, dann werden auch Polar und Golfstrom wieder die alten Bahnen ziehen und der Rennel wird sich an Frankreichs Westküste wieder einstellen. Aus dieselbe Ursache, aus welcher Bla rier den Reaenmanael erklärt, fübrt er die bekannte Erscheinung zurück, das; seit dem Winter von 1879 zu 80 an der Westküste keine Sardinen mehr gefangen werden. Diese kleinen Fische, deren Fang und Zubereitung einen wichtigen Jndustrie-Artikel bildet, folgen der nähe? beschriebenen warmen Strömung und werden Mit ihr zurualeyren. Die Erkläruna des fran,öllschen Ge lehrten ist jedenfalls höchst intereffant und es kann sehr wohl der Fall sein, daß normale Eisverhältnisse den normalen Lauf des Polar- und Golsstroms dieser den .Rennel" und letzterer Regen und Sardinen bedingen. Bayerische Vorsicht. Seppel : Na, Steffel, wie is denn heut 's Bier V Steffel : ,J hob erst drei Liter trun ken, da kann i no mx sagen." '

göo Li gTrrgmFMl1. 1 ' Csi s . 1 C' Empfohlen von Aerzten und medizinischen Autoritäten dz In. und uöls? a!s cn: unichStzbareZ Ltärku!Zgz und BclkbunzZ Sattel tet atUäcnrtiner Simlit, Nervös? Niete? qeschlagk.ihen, GeschwZchtcr Zcl.rer-sns:ttutiori t.nd bkl reiten iern kiiche:: ss.ei: c i.:en. :-ür säugendc Mütter, uielcZe an Mi'charmultz Ikidkn, L i e d i q Hl alt j tract ein MückZtzdares !-!tc! ?.r -.r beiden, ist nicttt dsZ if raiiunäSJetn:cer, den J".TitilV stärkt das cufif u::d s:a;:.:$: t.r.fn vcuy.-.its Zufluß ton i'iili. Schwachen und Kränklichen Bindern, vfilt d,,? 7!at::;:U u:-.d U:?Ledu:d, die Folge ron .tratt!;c?t Uvuv, oz- r deren cr:nr durcy gtl'li'e UeLcratr ft;t :. a ; ui.tei jutt ist oirö ret (3tb:ai:l) t-r.i nczr?.z;v v.kvm ic; Acr per? und L.ütye deru.".ö w?t: gtfct'.t. C' invaliden n. ?lcs:::ujiicscc:t c? ten ,vi'd L i e b i g i''. a 5 tT lich er elfer diS ütüitx 1: eihz : neu Ärrctit uti5cr $m:A y : Crtrict ist lernet cri ijn;;t.:. fr feste Zlshrnnz. :veu:i d.". ; um selche fiij ;u b;:;-'.r . r : c t ei , Irtff ttit ffr'.sie' r ."cn. r c: -Jal) 's c-'.;j7!!.ttfl : ;:: z.'.'.zt SchwöchliÄe Fr.::cn, wclHe an dei ihrem (3c',l,li.ic e:i njriikn :urd teil öluf:!.t; dende Linderung, iccnn Mtat HUjt der i':fai::u te::: '; '. .'.rn:Lf.;ei lei i-? cr.ncteS 5!fi i Selten, Cr i-ts Apxe.i: uio ci;r..j: i'uc iutre:.:-:. Atterschwachc und sawSchliche Pttsoue im ALzeieiren. I fi'.n:ltc5r 5!Sttungsm:ttel iKilc-ut, u. b.-. :t:c:-: ri'i-e.u cäc: sich zur -ch.oindsucht i-ir.cae:., i(n tl&'j ttract crn isetcivi; t. et : ;r; ir fi.t l'rt.ift' sYes lUtitel ci Husten und 3i;iceranfaUer.. eich.bei ciiieiii nicd'.Kifi: nrad 00.1 x.: ::;::a-; roilo nen. Als ein Mittel um ttZ.emagerten Verkitt ein gefu:d?z. ;e .iwi tm lurückjugebeu. Lieb, Ä a 1 : crttnct frctt die VeidauuiigZsgane ;n rtiut g:e,: v.v.x ilfi dadurch jur irartettmvT f.li..'irkn: : cts'l-t-Er gibt der F. au die undu:: k.r oren di Zliaune die ensrINiidenrii :?lz ,ii!,uL. - , Was es ist. LieLig Malz. Ltract ist reiner 2,'!ikz Cvl izt in co.-cr::t:irtr-ftorm, von ongkiieincra vieüir.a iirtj f.i j.r: Alkohol. Er kann von tem schtva'len Äszen lei verdaut roerde.i uns enthalt nicht 3 al4 ceu'nbcr.aii hafte Stoffe. 2?is ächte P äviia. fi.u jloef.ffntite daS Bitd.iig ?aron von Liedig'S u..z tn rtecurau feinet Unte fchr ft fon?ie deijeni z -ii der 'e:reu TBeeltr ßa.. 9 altun.irr -,, ten für Smerika. Jer kiebig Wakz ßlract ist in allen Apotheken v'er bei a2en 5i?:dlkr?k 7: Medizinen ,u haben; eine hasche zrtet si, EentS. in Dutzend J!aschen fünf Dollar. ES kkn jedoch vorkommen, :aß ein Apotdkker iedig '3ia.? Ertract, au? diesem der jene TU'se. ni ct Laaer fütrt und den Kunden ein arstid Piapara aufzusvrechen versucht. In diesem ?,i!e .cchD ir Jeden,, klch er einen Mal, etract icn ann lannttm Werthe und ftcheut Wir?unz s?zni,f'e. wünscht, rathen, darauf ,u defteZen. Liebiz llil. Extra ct und keinen Ändern erhalten wden Apotheker ,u bewegen diefen Aal; extract vtK: tem EngroShändler, von welchem er feine TrsgutD bezieht, kommen zu lasse. S. Vogeler & Co., , Baltimore, c DMuFuslSimiM rM alle 3rttnftfjettcn ics Magens, der Ccöcr und desAnlerleiSes. lnkokern fit AUt st ff rf A I t rn tt tt nttü&nim2 V4tH Ulif Unocröttustcfjstcil 1 1-- r - - 1 -y - W J MVf Of,iV;tuH ..v entstanden sind und !älzuz und rers?sVLz nr aniaffen Segen kl,k,tige Lid'ch'.er,n. davon abhängige Beschwerde e Haupte der Brust, den Schwindel, da Trugen und ie Düsterkeit de5 opse. DunkeUzüt der ÄLgen rrd Beklemmung der Brust. besZdwerliZ, Einathmen, ZusSL, welche bessndeti dem ??och, krfürchitillch sind. alleLeiden delwrVblichenGrschlechtc. Segen : VOllblktlrt. Vreichs-cht. Sckwermit-i?eit . enhltcYskit.Nebelkeilen, Omachte. opf und liederschmerie, tio?tu. tdiaedt. Segen .rankhiien dcS BlutlS, der Nieren u. t:x Blair.. Gegen : Magenloidek der Verdauunz-Leschtvetden, fc:V.r.vi, S4l terschmer,. Beklemmung der -&zu. saures feufiiofere auft dem Magen. Schwindel, schlechten Gkfchmek n j Munde, lZallenleideu. Her,klor'en. Schmerzen in d? Nieren. legend und hundert andere Arankheitt -Erscheinungen, welche durch Unverd.ulich!eit tx- - zeugt werden. Öttutsirmisiöeiten, SuöschlZge, Echwären, sa,ifi, ' Stn. Niteffcr Geschwüre. Kzibur.kel. A,.,..w7.rinj.?oxs,flj'e. me ugen, Rot!auk. 2o. 13 f firS? n nntt Äran!he:t tt der Haut i't ker ciebtau) der ZrovUm von unrcrgleichliAe: l?ir!u.nj. f:rt einzig? 1 0 f rfi c wird tu fast aU:i.stJ r .t üi'ilaudigcu von der Wirkung diese ivt.rnuitl ute-jeugen. . Hattet Hatt Blut rein ud die tzesunihe'.t nre Organs wt,S die ffrlze fei. D Flasche Hamburger Tropfe kostet 50 Cenit, oder flls laschen sürs2.) sind in allen d5utfSr?, rotheken zu haben, oder erden bei Beftelnge von tz kostenfrei versandt durch . . ' n. Vogeler Ca.,

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