Indiana Tribüne, Volume 4, Number 260, Indianapolis, Marion County, 1 June 1882 — Page 2
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FSgliche- und Ssnatagsausgaöe. Offfcc: 62 S. BelawareStr. lEotercd sccond-class matter at the f'oatcffice at Indianapolis, Indiana.) Abonnements-Preise : TSgUche ÄnSLQbe 12 CtS. Per Woche. ConntagSauSgabe 6 Cts. PerNummer. Beide zusammen 15 Et,. Per Woche. Zgg DaS Taablatt erscheint jeden NaSmit. tag um 2) Uhr. Dle Sonr.tagsaue erscheint des Morger.5. Tribnno Publishing Company. Indianapolis, Ind., 1. Juni 1632. Äle Fürsorge für die (?invands?. 216,000 Einvanderer landeten in der Zeit vSNi 1. Januar bis Ende voriger Woche in Castle Garden. Deutsche, Jrländer und Schweden, die in New Vor! leben, haben sich mit der Einwan derungsbehörde vereinigt, die Fürsorge der letzteren für die Ankömmlinge noch so lange als möglich ausrecht zu erhalten. Außerdem haben die genannten Natio nalitäten noch Vereine gebildet, die den betreffenden Landsleutcn mit Rath und That an die Hand gehen sollen. Dieses Verfahren verdient die höchste Ancrken, nung, denn die pekuniäre Lage der EinWanderungsbehörde ist noch gerade so trostlos, wie wir dieselbe wiederholt ge schildert haben. Der Congreß hat kein Ohr für die vielfachen Anregungen, die seither an ihn ergangen sind, die Für sorge für die Einwanderer zu einer nationalen Angelegenheit zu erklären und als solche zu behandeln, die Dampf schigsahrts Gesellschaften können aus den bekannten Gründen nicht zu Beiträ gen für die Kasse der Einwanderungs behorde herangezogen werden, und die Legislatur des Staates New ZZork hat keine der gehofften Bewilligungen ge macht. Die Baulichkeiten auf Wards Island bedürfen dringend mannigfacher Reparaturen, und-das ganze System des Schutzes der Immigration kann nur noch durch die patriotische Mitwirkung jener Deutschen, Jrländer und Schweden aus recht erhalten werden. Sollte dasselbe dennoch zusammenbrechen, dann würden wir nur zu schnell das Schauspiel jener Zeiten sich wiederholen sehen, in denen spitzbübische Landsleute sich um die Ein wandere? schaarten und dieselben nicht früher aus ihren Klauen entließen, als bis sie ihnen den letzten Dollar abge nommen hatten. Der Fürsorge für die Immigration gebührt die Theilnahme des ganzen Volkes, denn mit Recht ver gleicht ein englisches Wechselblatt diese stets zunehmende Einwanderung milden stillen Naturkräften, welche nach und nach die Oberfläche der Erde umgestalten, aber der Leitung bedürfen, wenn diese Umgestaltung zum 'Segen gereichen soll Landwlrthsqastlichcö. D er Anbau der Jute. ,Die Cultur dieser nützlichen und Gewinn bringenden Pflanze, deren Fasern eine immer größere Verwendung.. sinden macht in unseren Südstaaten erfreuliche Fortschritte. 5)err Richard Macallister," ein Amerikaner, der seit Jahren in Calcutta wohnt und Hunderttausende von Ballen von Ost-Jndien nach England exportirt hat, entdeckte während seines mehrmonatlichen Ausenthaltes in Florida und Louisiana im Jahre 1881 die Jute in den genannten Staaten wild wachsend. Prüfte in New Orleans die Faser derselben und fand , dieselbe von gleich guter Beschaffenheit, als die der besten in Bengalen gezogenen Jute. Seitdem wird in den genannten Staa ten diePflanze vielfach cultivirt, und die Ausstellung in Atlanta hat bewiesen, daß die aus ihr hergestellten Fabrikate mit den besten Europas aus ostindischer Pflanzenfaser concurrenzfähig sind. Die in Atlanta vorgeführte Jute war von dem Plantagenbesitzer Putnam in Loui siana gezogen worden, dieser betreibt diese Cultur alljährlich aus mehreren hundert Ackern und findet für seine Pro ducte sowohl hier als in Europa gute Märkte. Es fehlt zur Zeit noch an den kostspieligen Maschinen, die in Ostindien zur Gewinnung der Pflanzenfasern ver, wendet werden, und das seither übliche Versahren ist sehr zeitraubend. Ein Capitalist, welcher ein großartiges Eta bliffement im Süden errichtet, wird da mit ein außerordentlich lucratives Ge schäft machen, die Anregung geben, daß in wenigen Jahren die Jute auf Millio nen von Ackern angepflanzt wird und .sich hierdurch um seine Mitbürger ver dient machen.. Der Anbau von Jute empfiehlt sich vom Golfe bis an die un teren Seen; 'Farmer, die einen Versuch machen wollen, erhalten bereitwilligst nähere Auskunst von dem um . diesen Zweig der Landwirthschaft hochverdien ten Prof. Waterhouse in St. Louis, Mo. SchlechteSFutter-schlechte Milch. Die Butter und Käsefabrika. tion hat bei uns bereits einen großarti gen Umfang angenommen, und die Fac toren sind vermöge ihrer Erfahrungen in den Stcnd gesetzt, die Milch, die von einer einzigen schlecht genährten oder kranken Kuh kommt, unter derMilch von 400 Kühen zu entdecken. Das Geschäfts Interesse veranlaßt diese Fabriken, nur ganz gute Milch zu kausen, und dieser Umstand wiederum empfiehlt es dem Farmer, die Fütterung seiner Kühe auf das sorgfältigste zu überwachen. Einige praktische Erfahrungen der neuesten Zeit lassen erkennen, wie leicht Fehler in die ser Beziehung gemacht werden können. ' ; . Eine Fabrik,. die taglich die Milch von 300 Kühen verarbeitet, entdeckte, daß ein Theil der gelieferten Milch schlecht war. Die Bezugsquelle wurde schnell ermittelt und der Factor unterwarf die betreffende
Farm eine? eingevenden 'Bez'cyttgung. Die Kühe waren gesund, die Weiden gut und ,reich und das Quellwasser ausgezeichnet. Da bemerkte der Factor, daß das sich in der Küche ansammelnde Spülicht vor dem Hofe der Farm ausgegos sen wurde und übe? einen schmalen Streifen derWeidegründe ablief. Einige der Kühe verzehrten dieses Spülicht mit Vorliebe. Das Ausleeren des Spülicht an der fraglichen Stelle unterblieb, und nach wenigen Tagen war die Milch wieder vortrefflich. Auf einer anderen großen Farm lag der Grund der schlechteren Beschaffenheit der Milch daran, daß die Kühe zu dem großen' Fasse gelangen konnten, in dem die Molken ausbewahrt wurden, die von der sür den eigenen Bedarf verarbeiteten Milch herrührten. Die Verwahrung dcö FasfeS hatte die sofortige Verbesserung der Milchqualität zur Folge. Die Butter und KSseFabrik von Straight & Sons im Staate Nework, welche im Durchschnitt täglich Über5l000 für Milch bezahlt, warnt eindringlich da gegen die bei der Glucose-Fabrikation sich ergebenden Rückstände ;suar less ineal" zur Fütterung der Kühe zu verwenden.
Oad ttrlhtit im NinalheatlrProzeß. Wien, 1. Mai. Seit drei Tagen beherrschte die Dis cusston über das heute zu fällende Ur theil den allgemeinen Gesprächsstoff. Sympathien und Antipathien schlugen in hellen Flammen aus, und dem ernsten mitfühlenden Interesse, stellte sich die leichtfertige Auffassung an die Seite, die sich sogar bis zu Wetten verstieg. Jauner war bei der heute Nachmittag 4 Uhr erfolgenden Abgebung des Urtheils wegen Krankheit abwesend. Das Urtheil des Gerichtshofes lau tete : Franz Jauner ist schuldig des Berge hens gegen die Sicherheit des Lebens gemäß 334 deö Strafgesetzbuchs, be gangen im Sinne des 8 337 dadurch: daß er unterlagen hat, das technische Personal unter genügende Controlle zu pellen, daß er zweitens die Feuerwächter auch zu anderen Diensten, insbesondere zu Beleuchtungsdiensten verwendete und sie hierdurch ihrem eigentlichen Dienste entzog, drittens, daß er unterlassen hat, dafür zu sorgen, daß die Noth-Oelbe-leuchtung bei den Thüren der Nothaus gänge durchgeführt . und die Reserve Oelbeleuchtung eingesührt werde. Wegen aller übrigen Anklagepunkte wurde Jauner freigesprochen. Ferner wurden verurtheilt Nitsche und ! Gehringer, zwei Angestellte imRingthea ter, welche die Beleuchtung des Theaters und die Aussicht bei Jeuerögesahr zu führen hatten, sowohl wegen Vergehen? gegen die' Sicherheit des Lebens als auch wegen Uebertretung gegen die Sicherheit des Eigenthums.' Da dieser letztere Punkt'gegenIaunet"hiusSllig wird, so hat er.oie ziemlich bedeutenden Schaden ersatz Ansprüche. der Privatbetheiligten und die 'Forderung 'der wechselseitigen Brandschaden Versicherungsgesellschaft :m Beträge von 190,000 Fl. mcht zu be zahlen, waS ' besonders hervorgehoben werden'muß. .,Die Gesellschaft wurde mit ihren.Forderungen an ; Nitsche und Gehrmger gewiesen, bei denen sie jedoch kaum aus bic Kosten des Prozeßverfahrens kommen dürfte. - Die'übrigen Angeklagten, Polizeirath Landsteiner :c, wurden freigesprochen.. Der Gerichtshof erkannte aus folgen des Strafmaß: - : . - Jauner : 4 Monate einfachen Arrests, wobei als erschwerend angeüommen wur den die nachgewiesenen Unterlassungen, sowie der schwere Erfolg der Katastro phe; . y .. , Gehrmger : 4 Monate schweren Arrests, verschärst durch einen Fasttag im Monat; ; Nitsche: 8 Monate schweren Arrests, verschärst durch einen Fasttag im Mo nate. " , , ';, --:;, Dieses Urtheil wurde unter lauter nachhaltiger Bewegung des, Auditoriums publizirt. Die Urteilsbegründung . ist sehr umfassend und neun enggeschriebene Bogen park... . . ... .j m m tm Die neue französisHe Dampferlinke. .In New ZZork ist dieser Tage der erste Dampfer der neuen französischen Dam pserlinie eingetroffen. Die Dampfer dieser Linie, welche mit Hülfe lebhafter Unterstützung seitens der ! französischen Regierung in'S Leben gerufen worden ist, fahren von. Havre nach New Jork, von da nach New Orleans und kehren von dort aus nach Havre zurück. ES ist also eine lange Reise, die! sie zu machen haben, und gerade dieser Umstand ist es, welcher es einigermaßen zweiselhast er scheinen läßt, ob das Unternehmen Er folg haben wird, zumal da sich die Dam pfer aus ihrer Fahrt von New Jork nach New Orleans nicht mit der Beförderung von Fracht befassen dürfen,' weil daS nach den amerikanischen' Gesetzen verboten ist, welche den Küstenhandel, j so weit das Gebiet der V er. Staaten in Betracht kommt, ausschließlich aus i amerikanische Schiffe beschränken. " Die Schifffahrt an unseren Küsten ist, wie ein englisches Wechselblatt mit Recht bemerkt, nahezu Alles, was dem .amerikanischen Volke von seiner einst so bedeutenden und aus alle Meere sich erstreckenden Schiffsahrt übriggeblieben ist, und dieses traurige Ueberbleibses sollte eS sich daher auf jede Weife, zu. erhalten suchen und eö nicht dulden, daß es hinsichtlich Desselben von einer französischen Dampfer-Compagnie beeinträchtigt, -werde. Wie es scheint, beabsichtigt die letztere, älS Rückfracht von New . Orleans nach Havre Baum wolle nach' Frankreich zu befördern. Da aber Frankreich besonders viel Weizen importirt, so würde eS vielleicht Vortheil haster , sein, ' wenn die Dampfer ihre Fahrten aus solche von Havre nach New York beschränkten und als Rückfracht We:zen mitnähmen.
Sonst und jetzt. " Es macht einen eigenen Eindruck' schreibt ein Reifender wenn man in de pennsylvoischen Oelregion bic Schaffn e die Stationen der Elfenbahnen von Oil City nach Titusville ausrufen hört: Rynd Firm, Miller Fcrni, Petroleum Centre und so weiter. Früher Namen mit dem Klang von Millionen, heute Stätten der Verödunz, noch einige armselige Häuser und Hütten in dörren Blättern säuselt der Wind." Melancholie umfängt die Gegend. Am auffallendsten erscheint der Gegensatz von Jetzt und Sonst in dem einige Meilen von Titusville gelegenen Pleasantville. Der Boden ist augenscheinlich gut, und der Ort hat viele Obstgärten ; aber es fehlt an Eisenbahnverbindung, und seit Erschöpfung des OelreichthumS ist kein Anhaltspunkt der wirthschastlichen Wie dererhebung da. Stattliche Häuser stehen leer und gehen dem Versall entgegen. Ueber große Strecken, welche srüher mit Häusern besetzt waren, geht jetzt wieder die Hacke und der Pflug; Leute, die ihr Vermögen nach Zehntauscnden gezählt hatten, wanderten als Bettler fort ; andere, die noch vor süns bis zehn Iahren von ihren Häusern Tausende von Dollars Miethe zogen, muffen heute sür dieselben Steuern bezahlen, ; ohne einen Cent Nutzen davon zu ziehend Forttra gen könnten sie die Häuser doch nicht, und Alles im Stiche lassen wollten sie auch nicht. Ich habe den Ort Misers HM" (Elends Buckel) genannt, und die ser Name paßt für den Augenblick gewiß viel bester als Pleasantville", wo es nichts weniger wie schön und angenehm ist. Die letzte Wirthschaft, die da war, ist kürzt. ch aus Betreiben der Tcmperenz Husaren geschloffen worden, und in Folge davon wird der Ort noch mehr verödet Mormonen ElntVanderung. Am letzten Sonntag kamen . unter Führung des Mormonen-Missionär Abraham Cannon von Utah 140 'in Deutschland, 4 in Schottland und 234 in England bethörte MormonenProse löten in New Vork an. Unter denselben besanden sich 18 zur Ansiegelung an die alten Gauner taugliche, unverheirathete Mädchen, aber die anderen Opser sind ebenfalls willkommeneBeute der mormoNischen Hierarchie. Obwohl die deutsche Regierung so vernünstig handelt, die mormonische Missionär Bande auszu weisen, wie sie derselben habhaft wird, gelingt eö ihnen doch noch immer, an sich tüchtige Einwanderungs Elemente für den Mormonen Schandfleck zu gewm nen. In den Ver. Staaten sieht man der Vergrößerung des letzteren trotz des AntiMormonenGefetzes ruhig zu. Er vat dcu Kommandoton."
Die Berliner Blätter bethätigen sich angelegentlichst mit dem jungen Prinzen dem zukünftigen Kaiser (?n vierter Generatwn). Folgendes ist emes der Bulletins , des Berliner Tageblattes : .Im Marmorpalais zu Potsdam sproßt das junge Reis, das der Hohenzollern stamm dort angesetzt hat, unter der Ob Hut segnender Geister und ,. in treuester, zärtlichster Pflege, gedeihlich weiter. Das einzige Bulletin, das als Auskunst auf die theilnehmenden Ansragen an. die mit den hohen Herrschasten direkt verkehren den Personen ausgegeben wild, lautet konstant: Mutter und Kind .den Umständen nach durchaus wohl." Das Wohlbcsinden und persönliche Krastbewußtsein der jungen Mutter soll sogar schon die Veranlassung gewesen sein, daß die sich allmälig wieder mit dem rosigen Gesichtsanhauch der Gesundheit schmü ckende Prinzessin die Aerzte sowohl wie ihren Gatten halb im Ernst, halb im Scherz um die Erlaubniß: gebeten hat, daö Bett verlaffcn zu dürfen. Das geht nun freilich noch nicht, und einige Tage wird sich die Wöchnerin wohl noch gedulden müssen. , ' Die Prinzessin nährt den jungenPrin?cn' ncch- selbst. Nur ersolgt mit Rücksicht aus' die?Consumtionsfahigkcit des überaus munteren und lebhaften Kindes neben der Muttermilch auch noch die Verabreichung von verdünnter Kuhmilch in' bestimmten Zeitabschnitten.' Ob eine Amme in Funktion treten wird, steht noch nicht fest. Daß vom Marmor-Pa-lais jedes Geräusch und namentlich jedes Wagengepolter .durch Absperrung fern gehalten wird,' ist selbstverständlich. Kein Wagen, auch kein königliche?, fährt naher an daS Palais heran, als bis an das sogenannte Damenthor. Dort verlassen die Insassen sämmtlich, dort verläßt namentlich die Frau Kronprinzesstn, die täglich zweimal, einmal Vormittags und einmal Nachmittags, Kindbettbesuch abstattet, den Wagen und eilen, selbst im Regen, der Wohnstätte der Patientin zu Fuße zu. Diese Besuche, 'an denen sich alle zwei bis drei Tage auch die älteste Tochter der Kronprinzessin, die Frau Erbprinzeß von Meiningen bctheiligt, läßt sich die glückliche Großmama nicht nehmen. , Um auch noch von dem jungen Prin zen, über besten Tausvamen noch kein Sterbenswörtchen verlautet, ein paar Worte zu sagen, so sei erwähnt, daß er blauäugig, blondhaarig und kugelrund ist.. !Seine Wiege hat für einen so klcinen Weltbürger einen ganz beträchtlichen Umfang. Auf breitem, hellfarbigen Holzaestelle erhebt sich ein. ziemlich großer Wiegenkorb, über besten obere Hälfte sichln hohem Bogen ein grünseidenes Dach wölbt. Da ruht, in schneeweißes Linnen gewickelt, der dereinstige Kaiser und giebt seinen kindlichen Wünschen und Affekten in, wie man hört, manchmal recht vernehmbaren Tönen. Ausdruck. Er macht sich' schon jetzt eine nützliche Stun deneintheilung zur Pflicht : er schreit bei Tage und schläst bei Nacht. Prinz Wilhelm, der aus dem entgegengesetzkn klinken) Flügel des Palais wohnt, soll entzückt sein von dem Stimmvolumen seines Stammhalters und schon jetzt den strammen Kommandoton aus den lauten Gcsühlsäußcrungcn sei neS Sprößlings heraushören." .
Also er hat den strammen Kommandoton" der Hohenzollern. Wird das deutsche Volk auf diesen Ton noch hören, wenn aus dem Säugling ein kräftiger Mann geworden ist?
Dtckcnö' Dutchman". Charles Langhcimer, der durüDickens' American Notes" berühmt gewordene alte Zuchthausvogcl, welcher vor einigen Wochen aus dem Zuchthaus? zum so und sovielten Male entlasten worden ist, wurde dieser Tage von einem Berichterstatte? .interviewt". Er hat seit seiner Entlastung aus dem Zuchthause bei sei ner Stieftochter in der Nähe von Germantown, einer Vorstadt - Philadel phia's, gelebt. Auf die Frage, ob er bald in das Zuchthaus zurückzukehren gedenke, antwortete er: . .Nein, mein Herr! Ehe ich das' thäte, würde ich mich in den Dclaware stürzen. Die Gcsängnißleute . glauben, ich könne eS nicht lnge außerhalb des GesängniffeS aushalten; aber ich will ihnen zeigen, daß ich es kann 'Ich habe das . allerdings früher auch gesagt, aber dieS Mal ist es mir wirklich Ernst damit." Es entwickelte sich dann solgendes Zwiegespräch zwischen dem Benchterstat ter und Langbeimer: Reporter: Sie sind jetzt schon hoch betagt; wie denken Sie daher den Rest Ihrer Tage züzubrinqen ? I Langh.: Ich bin jetzt 79 Jahre alt und bin nicht mehr der kräftige Mann, der ich einstmals war. Ich kann des halb keine schwere Arbeit mehr verrichten und sehe mich nach irgendwelcher leichten Beschäftigung um. Reporter : Erinnern Sie sich des Besuches, den Dickens Ihnen" vor etwa vierzig Jahren in der Eastern Peniten tiäry machte? Langh. : O ja, ich erinnere mich des sen noch sehr genau. Dickens kam an meine Zellenthüre, .und wir unterhielten uns aus das. Angenehmste. ! Ich. sagte unter Anderem zu ihm : .Ich wette, was Sie vollen, daß ich Sie, überleben wer de." ,Bei der Erwähnung dieser, Dickens gegenüber gemachten Bemerkung mußte der alte Mann herzlich lachen, . indem er daraus hinwies, daß seine Prophezeiung sich erfüllt habe, und dann fuhr er fort : .Dieser verd Ausländer ! ' Als ich ganz offen mit ihm gesprochen hatte,ging er sort und setzte sich hm und schrieb ein Buch über mich, in welchem ir unter Anderem behauptete, ich hätte geweint, und er hätte mich herzlich bemitleiden muffen. Aber das ist eine verd Lüge ! Ich habe damals nicht geweint.denn ich fühlte mich im Gefängniffe ganz behaglich und hatte ziemlich viel freien Willen. Ich sagte das auch Dickens,, und doch log er über mich, brachte mich in die Zeitungen, und die ganze Welt nannte, mich Dickens' Dutchman". ' Die Bezeichnung .Dutch man" gefällt mir gar nicht,'denn ich bin aus Sachsen, dem besten TheileDeutsch land's. Ich lernte dort das Maurer Handwerk, wandte mich, aber bald der Papierdruckcrei zu und wanderte als ich dieses Handwerk gründlich erlernt hatte, im Alter von 32 Jahren nach den Ver. Staaten aus. Ich war durchaus nicht auss Stehlen angewiesen, und ich weiß nicht, wie ich überhaupt dazu kam. Die Zeitungen machten so viel Aussehens von mir,-weil ich cin paar lumpige Dol lars gestohlen. hatte. Hätte ich Tausende gestohlen, so würde wahrscheinlich nichts davon ruchbar geworden sein. Im Ueb rigen wurde ich im Gefängniffe gut behandelt, und man kam mir stets mit dem größten Vertrauen entgegen, so daß ich größere Freiheit genoß, alS die übrigen Gefangenen.'' Aber gleichwohl werde ich niemals ' in's Gefängniß 'zurückkehren, sondern mich' eher im.Dela'ware erträn keN. , ;-':'..V. r;V',-.;;V 1 " ' I .;;.?'' ' I n e ine m Ges p rä ch e mit dem bekannten Schauspieler' Wriu J. Flo rence, der sich um eine vorübergehende Anstellung im diplomatischen VoerCon' sularDienste bewirbt, äußerte Präsident Arthur : .Nicht ganz 0000 Aemter sind zu vergeben und über"e'00 Anstel lungsgesuche liegen -vor," die sämmtlich' warm empfohlen sind rj m' m " ' 4 ,' , ' - l : , (:,;... .' " Vorn Jnlande. : 1 :; :. ; 'Eli Fryk inlStrasford,'N. H.. hatte sich von seiner Ehefrau scheiden (lassen. ' Die Leute hatten ihr guteöAus kommen und hätten glücklich , leben kön nen, wenn nicht die Frau in allen Din' .'!' rr iii. ." gen elnieilig zu lyrer 'lUller, einer zan tischen Frau, gehalten hätte. .Die Mut ter starb und Foye bot' seiner Frau die Hand zur Äersöhnung, - wurde aber abgewiesen. - Am folgenden Tage ' ging, er zufällig am Friedhofe vorüber ,und' sah seine Frau beschäftigt, Blumen auf das Grab ihrer Mutter zu pflanzen.'' Dieser Anblick erregte ihn zu so blinder Wuth, daß er den Revolver, den 'er leider. stetS bei sich zu tragen pflegte, , zog,' auf sein ehemaliges Weib losspräng und .dasselbe zufammenschoß ; er stellte sich dann selbst dem Gerichte. ' , ..'.V. D e r R e v. D r. S p'c a r i n P H i ladelphia war lange Jahre Pastor' an der dortigen protestantischen St.'Lucas kirche. In seinem . LL. ' Lebensjahre wurde, er so ihinsällig, daß er .seinem Amte nicht mehr .vorstehen konnte' und durch Vermittlung seiner Gemeinde. ein behagliches. Unterkommen in' dem dort! gen Heim , für ' Greise" fand.' Dieser Tage, an seinem70.GebursStagemachte er dem Vorstand seiner ehemaligen Ge meinde- die schriftliche' Anzeige, '-daß . ' er für die ihm. seither , zu'Theil gewordene Unterstützung danke sich aber entschloß sen habe, in die Welt zurückzukehren und zu Heiräthen. ' Die Braut l ist eine reiche alte Jungser. ' : :- j ":' - '"'. Am Mittwoch starb in Z) o n kers, N. Z).,' der junge Dr.William Up ham, welcher zusammen mit seinem Vater daselbst practicirte.Die öffentliche Meinung ging dahin,- Upham sei an. einer Schußwunde gestorben,die ihm me.h rere Tage zuvor von einem Leopold Schlepp beigebracht worden sei. Der Coroner.bielt die Leichenschau ab, konnte
eine Wunde nicht entdecken, erklärte die Abhaltung einer Coroners Jury sür unnöthigt und fertigte den Begräbniß'Erlaudnißfchein aus. Mehrere Einwohner von Vnkers konnten sich hinbci nicht beruhigen, wandten sich.an den Bezirksanwalt, und dieser ordnete die Abhaltung cincrCoroners-Jnquests an; er that dies aus Grund des Gesetzes, welches dem Bczirksanwalt ein solchesVersahren zur Pflicht macht,wcnn bei einem Todes falle Gerüchte über ein begangenes Ver brcchen circulircn. Die Jury fand unter Zuzichung.von drei Aerzten am 27. d. M. statt,- mußte indeß lediglich .Tod in Folge acuter Lungenentzündung" constatiren. Eine teuflische Bosheit beging der 11jährige Negcrknabe Jacob Pitman in New Pork, indem er feiner Adoptivmutter Fanny Bcrkley, um diese zu vergiften, Bleizuckcr in den Thee mischte und dann vor Gericht angab, seine leibliche Mutter, eine arme aber brave Frau, die sich als Dienstmädchen ernährt, habe ihm dasGift mit. der Weisung übergeben, solches in den Thee seiner Adoptivmutter zu ' thun. Letztere Angabe ..stellte sich durch ' Ermittelung des Apothekers, bei dem. der Junge das Gift gekauft hat, als erlogen heraus. Der Junge hat bereits zwei Jahre in ei ner Besferungs-Anstalt zugebracht und wird jetzt von' seinen Adoptiveltern dem .Juvcnile Asylum, in dem die Kosten des Unterhalts und des 'Unterrichts $120 jährlich betragen, übergeben werden. In New York starb John Bechtel, der daselbst 1851 die erste Lagerbierwirthschaftan Ecke. Fultonstr. und .Broadvay errichtete.' .Damals gab es keine Lagerbierbrauereien in New tycxl und Bechtel bezog sein BierauS Phila delpbia.
A u S I n d i a n a w i r d s ch o n jetzt das Erscheinen des "Kartoffelkäfers gemeloei. on oemselven werden vor läusig nur die Gemüsegärten' heimge sucht, in welchen sich frühe Kartoffeljor ten befinden. . ' '. Seit dem le tzten H e r b st e sollen nicht weniger als 1' 500,000 Sack arlosseln aus England Deutschland und Nova Seona nach den Ver. Staa ten exportirt sein. ' ES werden tn d e n V er.' Staaten jährlich 70,000 Pfund Pscffermünze proouzirt, wovon der größte Theil, auf Wayne County tn New yoil kommt. Eine angeblich hundertiäh rige Frau in: dem Flecken Woodsbury us Long Island wurde von ihren An !gehör!gen in dem Hühnerhause einge Iperrt, dort mit dürstiger Nahrung ver sehen ' und mußte Tag und Nacht dort izubringcn. 'Dort fand sie der von den xnjcx. c c?J i . r ifr. r jcucguarn auj oi unincncnucnicii juj imerksam ' gemachte : Gesnndheitöbeamte !aus Rockaway in ' unbeschreiblichem Schmutze vor und ordnete ihre Uebersührung in das Armenhaus an. Zwei Töchter der Alten sollen in guten Ver hältniffen leben. ? Bei Fairview, N. I., schoß Ende vor. Woche ein unbekannter Jäger lder ' dreizehnjährigen Lizzie offey eine ILadung Vogeldunst in der Weise in das Besicht, den Hals, die Arme u. Hände, daß das Kind auf den Tod krank darnieder liegt. Der Daumen und zwei Finger der rechten Hand mußten amputirt werdend Der Vater des Mädchens und' deffen Nachbarn haben die ganze Umgegend nach dem Schützen durchsucht, jedoch vergebens. '. ? In dem Paris tj t. Ma r t in in Louisiana wurden kürzlich zwei Far bige von weißen Lynchern gehängt.; Die farbige Bevölkerung ist überzeugt, daß wenigstens deiner der' Gehängten völlig unschuldig ' an! dem ihm'zurLästgeleg? ten .Verbrechen ist, '.und da der Weiße, der den Lynchact namentlich beirteb; Das Verbrechen setbst begangen und. .durch sein Verfahren den Verdacht von sich ab? zuwenden' versucht .habt'.'Aus. Andran gen der farbigen Bevölkerung sind, die weißen Lyncher verhaftet und tn der Jail des Pärish untergebracht w'rben.es wird jedoch' gesürch!st' daß sich die Farbigen der Rädclsführer bei dem Lynchacte , bemächtigen und dieselben lynchen werdcnl D ie G emäl d eg a llerie d e S Herrn Leland Stanford' in San Francisco ist die werthvollste an der.Pacisic küste. Sie . enthält außer' Driginalcn alter Meister j und vorzüglichen jkopieen der bedeutendsten Gemälde' ein Porträt des Besitzers von Meiffonier' und seiner Gattin'von BounatI" Um j dle heimische Kunst zu fördern, kaust Herr Stanford die Gemälde calisornischcr! Maler an, wenn dieselben nur etwas Talent oder wenigstens künstlerisches Streben, verra then. l , . ' ' u it e aü b e gl n n t ,g u t e Thaten zu begehen!". Er kaufte kürzlich dem' Fuhrmann der 'Black Maria- ein Billet - sür ein zu Gunsten eines .wohl thätigen '.Zweckes auf den 7. Juni ver anstaltetes Concert für 25 Cents ab und äußerte c .Jch . werde zwar Voraussicht lich behindert fein, dm Concerte' beizu wohnen, aber ich bi'gehegcrn eine gute That 'Ein neü. entdecktes Mittel bringt, wie aus London ' berichtet wird, allen an sthma Leidenden zuverlässig Hülse. Man lasse eine UNze Lupliorvia pUaliferu, einer in Queensland in Australien ' einheimischen Pflanze - aus der Familie der ' WolsSmilch.Arten in zwe! Qnari Waffer bis auf eines einko chen und nehme 'bei Anfällen ein Wein glas voll." '-Die' neue Drogue ist bereits bei :den . EvgroS-Droguen-Höndlern in New Jork eingetroffen. . . -' , " W. Pursell, ZZsoHn.DDL - JOt&zz1S9 - ' . . V ' 28z Süd Issiuols Straße ' (gg. vom Occidenta! Hotel.) ttsg LachgaZ. Einnchtnna. StschZftöflunden m 7 Uhr Morgens bi Uhr Abkndk. von
Vorn Auölanve.
ve. i : i t t e n b i l dl , i illte eine Ge j; i vor d-n Afsi-r
Gin Pariser S der schlimmsten Art entro rtchtsverhandlunn. dic vor d-n Ass sen abspielte. Das iunae Dämchen, das auf der Anklagebank erscheint, trägt-' einen gar vornehmen Namen, sie nennt sich Elise Saint-Jast des Grottes de Roscville ; aber trotzdem und trotz ihrer Jugend, sie it erst 2 Jahre alt, qehört auch sie zu den Pricstkrinncn der Venus, " die sich in Paris einer so thcilnahmkvo!len Aufmerksamkeit derSicherheitsbehör den erfreuen. Der Vater der Angeklagten war ein alter Militärarzt, der sich srühzeitiq penstoniren ließ und nach . Paris übersiedelte, um sein Vermögen von 800,000 Francs so rasch als möglich in Absynth zu vertrinken. Das gelang ihm auch ausö beste und er starb' 1875, ohne einen Pfennig zu hinterlaffcn. Seine Tochter, die unter den Orgien aufgewachsen war, die ihr Vater getrieben, war damals vierzehn Jahre alt und wurde von einem Kneipgenoffen ihres VaterL, einem gewiffen Montaigu, ik s ' Haus genommen. Dieser würdige Herr machte das vierzehnjährige Mädchen zu seiner Maitreffe und warf sie dann, als ' sie mit 15z Jahren ein Kind geboren hatte, auf die Straße. Elisa brachte ihr Kind in ein Waisenhaus und trieb sich nun auf der Straße umher, eine verlorene Dirne. Zwei Jahre später gebar sie noch ein Kind und gerieth in das tiesste Elend. Sie faßte den Plan, von ihrem ersten Verführer, Montaigu, etwas Geld herauszupreffen, aber ihr erstes 4 Kind, durch welches sie einen Druck auf den Elenden ausüben wollte, war ja längst nicht mehr in ihren Händen. Sie lockte daher 'ein fremdes, sechsjähriges Mädchen an sich und gab dieses Mon-' taigu gegenüber als ihr Kind aus. Der Schust warf beide zum' Hause hinaus und nun wußte Elisa nicht, wohin ste sich mit dem geraubten Kit.de wenden sollte. Sie nahm es daher mit sich in das kleine Hotel garni. wo sie ihr: Herrenbesuche empsing, und hier wurde das Kind nach einer Woche von der Polizei gesunden und seinen Eltern wieder zugestellt. Die Geschworenen hatten Mitleid mit der armen Verworfenen, die noch dazu an ' heftigen hysterischen Anfallen leidet, und sprachen' sie von der Anklage des Kindesraubes frei. . Die diesjährige Maikäserbörse in Berlin scheint, wie dortige Zeitungen berichten, ziemlich flau ausgefallen zu-sein, viel Nachfrage, aber wenig Angebot, so lautet der Börsenbericht, der sich mit diesem Theile des Berliner Maigeschäftes befaßt. Der 4 Maikäfer hat nun einmal das Pech, zu den meistverfolgten Geschöpfen aus GotteS weitem Erdboden zu gehören, und eö ist ja auch nicht in Abrede zu stellen, daß er gar manche Eigenschaften entwickelt, welche nicht gerade geeignet sind, . ihm Freunde zu erwerben. Uns will es jedoch scheinen, als betone man im Allgemeinen die tadelnswerthen Eigcnschaf ten des Maikäfers etwas zu ausschließlich, so daß man ganz verzißt, daß er. auch seine guten Seiten hat. Zunächst' giebt er ein vortreffliches Schweinesut ter. Die Käser können zu diesem Zweck , sowohl frisch verbraucht, wie, nachdem sie getödtet sind, aus Darren getrocknet ind.' pulverisirt werden. Das so gewonnene Pulver ist dem bekannten Fleischmastfutter sehr ähnlich und außerordentlich reich an Fett und Stickstoffe Auch das Geflügel frist die Maikäser sehr gern, nur darf man nicht zu viel und nicht ohne gutes Körnerfutter geben. Ferner geben die Maikäfer dadurch, daß man sie mit Kalk in Gruben behandelt, einen ausgezeichneten Dünger. Auch Fett und Schuhwichse, ferner Oel läßt sich aus Maikäsern gewinnen. Letzteres wird . vielfach als Angelköder benutzt. Man bekommt es, indem -man m GlaS mit .Maikäfern füllt,Provenccöl darauf ießt, das Glas mit einer, Blase zubindet und es nun einige Wochen stehen läßt, bis die Käser zu einer Art Salbe geworden sind. Unsere Haustraucn wird es schließlich illtcreffiren. zu erfahren, daß die Maikäfer auch für die Küche zu verwenden sind. Man kann ste nämlich in folgender Weise zu Suppe benutzen: 'Morgens In der Frühe gesammelte Käser aus einen Teller Suppe rechnet msn 15 Stück werden in ein feines Sieb gethan und mehrmals schnell mit lochendem Waffer überspültet. )Dann werden sie getrocknet und hieraus in einem Mör-' ser zu Brei gestoßen. Dieser Brei wird gesalzen, mit F'cischbrüe au's Feuer gesetzt, daS Ganze nöch'ck'.ch Geschmack gewürzt und schließlich die Sl'poe durch ein fcincs Sied getrieben. Kenner versichern, daß stch die Maikäscrsuppe wcder in lussekrn, noch Geruch und Geschmack von Krebssuppe untelschctde, und daß die Täuschung ine unbkdingte sei, wenn zur todteren Au5statlung noch einige jkrcbsschalcn hineingethan würden. ' - K r o n p r i n z N u d o l f von Oesterreich und seine Gemahlin, Ekzder zogin Stesane, haben für die russischen ' Juden je 500 fl. gespendet. ' Ein Landb riesträger in der .Grasschast Westmoreland an der westlichen Küste von England, George Fawcett, bei Alt und Jung aber nur 'George Post" geheißen, feierte Ende April den 47. Jahrestag seiner Anfiellung. Dieser Dauerläuser par Excellence hat in diesen 47.Jahren 242.3C0 Meilen zurückgelegt, oder eine Entfernung, welche gleich ist dem zehnfachen Umfange der Erde, der achtzigfachen Entfernung zwischen England und Ame rika und um 2360 Meilen weiter, als bis zum Monde. Nahezu 8,000,000 Briese hat der Mann in dieser Zeit befördert, Zeitungen und sonstige Postsendüngen nicht gerechnet. Einen Prozeß v on sensa tionellemJntereffe stellt eine Mittheilung französischer Blätter in Aussicht, naa welcher der Advokat Eastrone in Neapel Willens fein soll, im Austrage des ehemaligen Königs von .Neapel, Franz II., gegen die italienischr' Negierung eine Klage anhängig zu machen wegen Wiedererstattung des Privatvermöaens der
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