Indiana Tribüne, Volume 4, Number 250, Indianapolis, Marion County, 22 May 1882 — Page 2
Zndicma Hnbi'zne. Fagliche- und Sonnlagsausgaöe.
Offfcc: i2S. DclawarcStr. JEntem! as ppoonc!-cl:i?3 matter at tlie xotostice at Indianapolis, Indiana.J Abonnements-Preise : Tägliche Ausgabe 12 6t. n Woche. Sonntagöauögabe ß Cts. perÄummer. Veide zusammen 15 Ct?. perWocke. tT DaZ Taqblatt erscheint jeden Nachmit. taa um 2 Uhr. Dle EonntageauSgabe erscheint deS Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind., 22. Mai 1882. Thee. Großbritannien hat bekanntlich siebenjährige EtatLperioden. In der letzten derselben brachte die Branntweinsteuer 23.000,000, in der ihr vorhergehenden 31,000,000 Psund. Diese Abnahme ist um so bemerkenswerther, als ihr eine Zunahme der Bevölkerung um zweiMillionen Seelen gegenübersteht. In der Etatsperiode biS1875betrug dieBranntweinsteuer 51 Proccnt der gcsammten indirekten Steuer, in der darauffolgend den blos 47 Procent. Gladstone glaubt, daß die Bevölkerung das Geld, das sie am Branntwein sparle, theils in Spar danken, theils in Kaffee, dacao und Mineralwässern, theils in Thee angelegt habe. Was Kaffee und Cacao anlangt, so weisen die Steuerregister zwar nur eine unwesentliche Erhöhung der Eingangsabgabcn nach.abcr ist es eineThatfache, daß die Verfälschung dieser Produsle in außerordentlicher Weise um sich greift. Gladstone bemerkte, daß einzig und aöcin Zichorie ein zulässiger Zusatz, im Nothfälle Ersatz sei und legte in sei ner Nede vor dem Parlamente den Sanitätsbchördcn an's Herz, den Versal schungcn des Kaffee's und des Eacao's ihre besondere Aufmerksamkeit, nicht im Interesse der Steucrkasje, sondern zum Besten der Eousumenten, zuzuwenden. Der EingangLzoll für Thee betrug in der letzten Etatsperiode wesentlich mehr, als in der vorletzten. Dem Thee scheint sich sonach in England die Gunst der Gesellschaft mehr und mehr zuzuwenden, und was der englische Premier in dieser Beziehung anführte, ist für die ganze Welt von' Interesse und Bedeutung: Der Thcegenuß würde noch viel schneller in Ausnahme kommen, wenn man allge mein verstände, den Thee richtig zuzu bereiten. In China und Nußland ge nießt auch der Arme zu jeder Tageszeit Thee und zwar guten Thee. In dem Aaterlande des Theestrauches mag sich dies von selbst erklären, aber in Nußland liegt es lediglich in der Bereitung. Der vortreffliche Caravanen-Thee wächst nur für die reichen Leute, und der Thee für 99 Prozent der russischen Bevölkerung wird über London importirt und besteht meist in den billigsten Sorten. Aber dort ist der Theeleffe! Samovar immer zur Hand, und selbst die unwissendste Bäuerin läßt aus solchem das siedende Wasser'aus nicht zu wenig Thee in der Tasse strömen. So erhält sie ein aromatisches, wohlschmeckendes und ge sundeS Getränk, während in England selbst viele Thcehauscr und natürlich viel mehr Hausfrauen ein elendes und un gesundes Gebräu in derWeise sabricircn, daß sie Theeblätter und Waffcr ost Stunden lang zusammen kochen lassen. Es muß noch daran erinnert werden, daß eine häusige Erneuerung des Wassers in den Theekeffeln nöthig ist, da Waffer, das lange gekocht hat, einen weniger gu ten Thee ergiebt, als erst kurz zuvor in's Sieden gebrachtes Waffcr. Auch die Steuer vom Bier zeigte eine Abnahme gegen die frühere Periode; aus dieser aber kann man auf eine Abnahme des Bierconsums nicht schließen. Früher wurde dieSteuer nach derQuantität des verwendeten Malzes, jetzt wird sie nach der des hergestellten Bieres berechnet. Erstere Erhebungsmethode traf die Brauer viel härter, als die jetzige, und diesem Umstände ist der Mindcrertrag der Biersteuer zuzuschreiben. In der Verhandlung des Parlamen tes, in der Gladstone sich die obige kleine Abschweifung über den Thee gestattete, war mit keiner Silbe davon die Rede, daß' man die durch die Abnahme der Steuer documenticte Abnahme des Branntweinverbrauches etwelchcn temperenzlerischen Agitationen zu verdanken habe. Gladstone und andere Nedner hoben hervor, daß die fortschreitende Bildung eine größere Mäßigkeit im Ge nusse berauschender Getränke ganz von selbst zur Folge habe. Ebenso hat Nie mand daran gedacht, den geringeren Schnapsconsum auf Rechnung des pu ritanischen englischen und noch strengeren schottischen Sonntags zu schreiben; vor sieben Jahren war dort die Sonntags seier ebenso streng und vielleicht noch strenger als jetzt. Die Vertreter des englischen Volles haben die ihnen ge machte Mittheilung einer im Lande sich ganz von selbst Bahn brechenden große rcn Mäßigkeit mit Freude entgegenge nommen, haben gewußt, wo die Ursache dieser Erscheinung zu suchen sei, und sie waren nicht so unvernünftig, wie die Majoritäten mancher von unsern Legls laturen, die erfreuliche Erscheinung durch dumme Gesetze ,n's Gegentheil zu ver wandeln. XU Jndkanerschule zu Carllsle, Virginia, wurde dieser Tage von einem auS Mit gliedern des Senats und des Hauses besiebendenCongreßcomite besucht. Conareßmitglied Spalding sprach sich nach P . . fYY r i r . der Ruclleyr nacy 2va,y ingion soigen dermaßen über die Anstalt aus :
Ich bin zu der Ueberzeugung gelangt, daß, wenn die Erziehung der Indianer kinder so durchgeführt wird, wie es in CarliSle angestrebt wird, dadurch we sentlich zur Lösung der Jndianer-Frage beigetragen werden muß. Wenn die Jndianerkinder erst einmal dem wilden Leben entrissen und über die Bedeutung' und die Zwecke der Civilisation unterrichtet worden sind, so kehren sie später mit wenigen Ausnahmen als Lehrer, als Schmiede oder als andere Handwerker in ihrem Stamme zurück und veranlag jcn die Angehörigen desselben, ihre Kin der gleichfalls nach den Jndianerfchulen zu senden. Man lehrt die Kinder kochen, unterweist sie im Wagenbau, imAnsertigen von
Geschirr und Zmnwaaren, sowie ihrer Meider und Schuhe. Mit Rücksicht darauf, daß sie.sich früher im Zustande der Wildheit befanden, muß man sich höchlichst über die Fortschritte wundern. lvelche diese lunaen Indianer bereits gemacht haben. Die Knaben, welche erst zwei Jahre in der Anstalt gewesen wacn. verstanden sich schon aus die Zinsen' rechnung, was sie an der Wandtafel bewiesen. Die Zahl der Schüler ist in stet:: Zunahme begriffen, doch sind auch bereits mehrere zu ihrez Stämmen zu rüZgekehrt. M kitte Z&)1 d)t itt Slfr k ,. Tcr Tamps.r Loani.a". w.lchcr Z tz! con dcr Wistlüste Aslik.i's in L vcrpool angrlommen ist, bringt Nachrichten über ein Gemetzel, welches zwischen den Eingebircren' und den Anhängern einer fremden Selte vorgefallen ist. Die Männer der Stadt Bonn.y hgaben sich nach Neucalabar mit ihren Kricgskähnen. in denen sich leere Fässer befanden, welche Palmölfässer darstellen sollten. Auf dem Boden der Boote lagen indeß Bonnylrieger in einer Ge snmmtstärke von IM0 Mann. Diese landeten in verschiedenen Theilen der Bucht. Bald nachdem sie das Gestade erreicht hatten, singen die Männer einen treit unter sich an und die neuen Anlömmlinac schwangen ihre Ruderstangen in drohender Weise über ihren Köpfen. In dem Glauben, daß eine Ruhestörung bevorstehe, eilte der größte TheilderBe satzung des Boots nach der Bucht hin über. Die List hatte somit die gewünschte Wirkung und die Männer von Bonny marschirten die Anhöhe hinauf. um die Beste zu erobern. . Em Haupt ling. Namens Warraboo, befehligte eine der Sturmabtheilungen, und sobald er die Krümmung der Anhöhe umgangen hatte, sah er eine große Streitmacht aus der entgegengesetzten Seite herabsteigen. Dies war die andere Abtheilung der Männer Von Bonny. Warraboo, der seine Landsleute irrthümlich für Feinde hielt, begann dieselben mit einerGatling Kanone zu' beschießen, wahrend semeAn Hänger von ihren Musketen Gebrauch machten. Das Feuer war ein -höchst tödtliches und wurde geraume Zeit hin durch fortgesetzt, bis der vermeintliche Feind in wilder Flucht die Anhöhe hinabrannte. Am Fuße begegneten der flüchtenden. Abtheilung die Männ.er von Neucalabar, und da ein Entrinnen unmöglich war, entspann sich ein verzwei sclter Kampf, s Außer denjenigen, welche durch die Krieger von Neucalabar getödtct wurden, verloren die Manner von Bonny durch den Irrthum Warraboos zum mindesten 500 Mann. Ungeachtet dieses Verlustes gelang es ihnen, das Fort einzunehmen, und den neuesten Be richten zufolge waren sie noch im Besitze v r rv or t . rxi. oqjeiucn. leucaiavar yerricyie große Aufregung, und d:e englischen Kaufleute, sowie andere britische Unterthanen fühlten sich beunruhigt, da daselbst kern Consul oder ein anderer britischer Beamter stationirt ist, der die englischen Jntcreffen wahren könnte. Eine Berbrecher-Lausbahn. Während neulich die Convention zu Harrisburg in Pennsylvanicn abgehal ten wurde, befand sich auch ern Mann daselbst, welcher sich,nicht sowohl in ider Politik, als vielmehr in ' der Criminal geschlchle dieses ' Landes emeS großen" Namens erfreut. Er hatte sich nicht nach Harrisburg begeben, um sur oder gegen Cameron zu agitiren, sondern lediglich, um sich zu bereichern, indem er als Hoteldieb die Herren Politiker bestahl. Aber ein DetektiveNumenS Gray hatte Wind von seinem dortigen Auf enthalte bekommen, beschattetes ihn, er wischte ihn, als er, mir Beute beladen. aus einem Hotel kam, und brachte ihm. als er sich der Verhaftung durch du Flucht entziehen wollte, eine Schußwun de bei, die möglicher Weise den Tod des .berühmten"' Verbrechers, der Niemand anders als John Cannon, alias DaviS, ist, zur Folge haben, wird. Der Mann heißt aber ursprünglich weder Cannon, , noch Davls. - Sem richtiger Name scheint bi? letzt noch nicht bekannt geworden zu sein ; man weiß nur so viel, daß er von Geburt -ein. Ca nadier und ' einer i der ' durchtriebensten Gauner dieses Landes ist. der, nament lich als Hoteldieb,. kaumSeinesgleichen hat. Schon vor dem Burgerkriege war er bekannt und op'trirte zu jener Zeit namentlich auf den Mlssi sippi - Dam pscrn,' indem er die nach New Orleans reisenden oder von, dort zurückkehrenden reichen Pflanzer beraubte. Alis diesen schwimmenden Palästen". ging.eS da mals hoch her. Geld gab es m. Ueber fluß, Wein und Champagner sprudelten, und die betrunkenen Sklavenbarone boten den Spitzbuben die beste Gelegenheit, sich ihrer Börsen und sonstigen Werth fachen zu bemächtigen. y Verschiedene Male war Cannoniaver auch nahe dar an, auf frischer That' ertappt zu werden, und nur durch die größte Verwegenheit gelang eS ihm, sich der Verhastung zu entziehen und sich vor . der Wuth der von ihm Befohlenen zu retten. Einmal jedoch wurde er' schon zu jener Zeit wegen eines Hoteldiebstahls zu Mobile in Alabama verhaftet. Er wurde im Gefängniß .scharf bewacht, um ihm
jede Möglichkeit zur tfiiicni zu ntmum.
Aber da erschienen, unter der Maske harmloser Besucher, seine Spießgesellen in größerer Anzahl in hm Gefängniß und befreiten ihn, die Gtsani.iißdeamlen mit ihren Revolvern in SÄ.-.ch haltend. Später cpernte er in Virqin'en, niurde zu R'chmond abermals verhaftet, mußte eine Zeit, lang im Zuchthausc zubringe?. und wandle sich dann nach dczn West, wo er sich einer Bande Eisenbahnräuder anschloß. Dabei scheint er großen Ersolg gehabt zu haben, denn er begab sich, mit reichen Mitteln auSaesiattei, nach Canada zurück und begann daselbst tot. Cathannes ein Getreidegeschäst. Aber durch verwegene Spekulationen verlor er in kurzer Zeit sein unlcchtmäßig erworbenes Vermögen. Wabrend des CentennialS" kehrte er nach Phila delphia zurück; aber er wurde dort erkannt, und da in dem Hotel, in welchem er logirte, ein großer Dicbstahl, an wcl chem er jedoch unbetheiligt war, auSge führt wurde, so hielt er es sür gerathen. sobald als möglich aus Philadelphia zu verschwinden. Er trieb sich nun wieder im ganzen Lande umher, sein Handwerk als Hoteldieb eifrig betreibend. Als er aber in Ncwark, N. I., Vorbereitungen zu der Beraubung - eines Juwcliergeschasts traf,' wurde er verhastet, und brachte drei Jahre im Zuchthause zu Trcnton, N. I., 'zu. Nach Ablauf die. ser Zeit begab er sich nach Philadelphia zurück und begann dort ein Uhrengeschäst. Wie die Geheimpolizei aber bchauptet, that er dies nur, um als Aufkäufer gestohlener Sachen si.ch möglichst schnell 'wieder in den Besitz eines Ver mögcns zu setzen. (?lne Ehrenschuld welche der Congrcß 1780 contrahirte, soll endlich jetzt bezahlt werden. . ' Der Beschluß von-1780 lautet wörtlich : Jm',Congreffe,. 1780. Be schloffen,, daß dem verstorbenen General Maisr Baron de Kalb zu Annapolls m Maryland ein Denkmal, errichtet werden soll, 'welches 'folgende '.Inschrift trägt : dem Andevlen' des Barons, de Skald, Brigade G ncrals der' sranzösischcn Armee. und General - Majors, im Dienste der Ver. Staatcn, gewidmet. Nachdem er mit Ehren.' und Auszeichnung drei Jahre lang gedient hätte, legte er den größten und schönsten Beweis seiner Treue sür die Sache der Freiheit und Unabhängigkeit Amerikas in derSchlacht bei Camden, S.-C . am 1. August 1780 ab, wo er die Truppen von Maiy land und Delaware gegen eine übermächtige Armee des Feindes sülrte, während er den Muth seiner Soldaten anfeuerte, vielfach verwundet siel und am dritten Tafte darauf den 19. August, im Alter von 48 Jahren starb' ' Vom krankn Manr, ii Wie die Blätter im Walde, wechseln die Minister des Sultans, und der Lenz scinerGunst schwindet rasch dahin. Ver gebens wäre es, den sachlichen Gründen nachzuspüren, welche bewirkten, daß em nzuer Gast in die Hohe Psorte eingezo gen ist, und thöricht wäre es, zu prüfen. wasGroßvezier Abdurrahman thun wird. und was Said nie gethan hätte. Die Namen ändern sich, in starrer Gleichheit verbleibt jedoch die Gewalt, deren äußere Trager nur Puppen sind, die wcggewor sen werden, sobald eine Unvorsichtigkeit das erste Zeichen selbständigen Lebens verräth. Abdul Hamid ist einer der merkwürdigsten Herrscher, welche jemals dem Geschlechte OSmanS cntiprungen sind. Seine Vorsahren waren entweder wilde Krieger oder Weichlinge, die in den Armen ihrer Frauen inmitten der Gärten undPaläste den. Becher des sinn liehen Genusses bis aus die Neige leerten. Abdul Hamid ist" kein Soldat, dem nur wohl ist, wenn der Pulverdampf die Nü stern reizt ; er ist auch kein Sklave der Versührung, die keinen Sterblichen so gewaltig lockt, wie den Nachfolger der Khalisen. Des Nachts, wenn die Rosen duften die Nachtigallen schlagen und die Psor. ten der Freude sich erschließen, sitzt der Sultan noch in seinem Arbcitsgemache, des Reiches Wohl bedenkend, und schon die aufzchende, Sonne sindet ihn wieder beim emsigen, ruhelosen Schaffen. De, Sultan ist Alles; er präsidirt dem Mi nisterrathe, er verkehrt direkt mit den Chcss der Provinzen, mit den Gesandten der fremden Mächte, er prüst und entscheidet, vereinigt die ganze Executive in seiner Hand, ist König, Minister und Hosrath zugleich. -Was ist die Triebseder dieses seltsamen Eifers, welche Impulse veranlassen den Sultan, sich Mühen zu unterwerfen, die selbst, die höchste Spannkrast erschöpfen ? Abdul Hamid leidet schwer unter der Krankheit der Despoten: der Furcht. Unvergeßlich bleibt seinem Gemüthe dei Tag eingeprägt, wo ein Sultan vom Throne gestürzt wurde, um bald daraus den Wunden einer vcrhängnißvollcn cheere zu erliegen. Der Sieger wohnt in Gatschina, der Besiegte im $ildi Kiosk, und die Männer, deren Wint Millionen in den Tod schicken kann, zit tc'rn unausgesetzt vor dem Do che der Mörders, vor dem schleichendcnGiste deö Meuchlers. Der Park des Palastes ist auch die Grenze für die Freiheit des Sultans. Seine Vorgänger liebten es. mit großem Gepränge am Freitag sich in die Mnschee zu begeben,- sich dem Volke zu zeigen. ''Abdul Hamid verrichtet seine. Andacht? inl einem. kleinen Gotteshause ganz in der Nähe seines Wohnsitzes, den er sonst nie verläßt und zur Festung umgestaltet hat.' Die Furcht ist es, die ihn veranlaßt, alle Fiden unter scinemDache zu coneentriren,sdie Menschen in todte Maschinen zu i verwandeln ; die Furcht ist es, die ein verzehrendes Feiier in sei nem Herzen angesacht, die schlaffen Ner ven aufgerüttelt hat, die ihn treibt, die dunkelsten'Winkel feiner Verwaltung zu erhellen und mit fast erhabenem Eigen sinn neben . dem großen Cchwungrade auch die kleinsten Schräubchen zu bewe
gen. Die Minister haben jede Macht! verloren, selbst ihre Berazhungcn werden sast stets in Anwesenheit des Tnllans gepflogen ; die unbedeutendsten Anizele aenheiten werden durch eine kaiserliche Jrade geregelt; der Sultan diltirt häu sig die Depeschen an die auswärtigen Vertreter selbst, er leitet die Politik, die Administration, jede Lcbcnsäußcrung des Staates. Was kann es unter solchcn Umständen auf sich haben ob der Minister Said oder Abdurrahman heißt? Der Premier ist der Sultan selbst, bzx ein eifervoller Gott ist, und das einzige Programm, welches er von denMiistcrn fordert, lautet : Gehorsam ! Die Lastträger am VokporuS würden vor den Anstrengungen zurückschrecken, denen der Sultan sich unterzieht. Er will das Schicksal durch seinen Willen bezwingen. Der Sultan ist noch immer ein mächtiger Monarch. Die mahomcdnnischc Welt verehrt in ihm ihr religiöses OberHaupt, und wo immer der Nam: des Propheten neben jenem Gottes genannt wird, da ist auch ein Band, welches bi Gläubigen mit Konsiantinop?! verknüpst. Dieser 'Umstand schafft Abdul Hamid eine ganz eizenthümlicheStellung. Wohl muß er zittern vor jedem der europüischen Großstaaten ; die Theilung seines Reiches ist jetzt schon die Ursache zu einer Rivalität geworden, welche blutigclkriege heraufbeschwören wird ; seine Herrschast gleicht dem Sarge Mahomcd's und kann i.ur deshalb nicht zusammenstürzen, weil sich gegenseitig abstoßende Kräfte sie erhalten. Trotzdem ist der Sultan nicht wehrlos. Er hat die Gläubigen in Asien und in Afrika angerufen, arabische Zeitungen wühlen und schüren, Dcrwische durchziehen die Länder bis zum indischen Hochgebirge und zum äußersten Rande der afrikanischen Wüsten, und so viel Zündstoff ist aufgelagert, daß der Einsiedler von Bildiz-Kiosk über Euro pa ein ganzes Füllhorn von Verlegenheilen ausschütten kann. Sind nicht seine Spuren in Tunis, in Egrzptcn zu entdecken? Nur Deutschland ist unabhängig von diesen dunklen Plänen, und gerade mit diesem hat sich Abdul Hamid befreundet. Fürst Bismarck hat diesen verachteten Baustein aufgehoben, und er mag schon größere Actionen ausgeführt haben, aber keine, die so deutlich den großen Scharfblick verräth. Der Sultan ist ein werthvoller Bun desgenoffe, und wer ihn beeinflußt, wird über jene moralische Gewalt verfügen, die Millionen Menschen niederhalten oder in Aufruhr stürzen kann. Deutsch land hat die Schnüre des Acolusschlauches erfaßt; es braucht ihn nur zu kff nen und die Stürme brechen hervor, die Küste Afrikas, Kleinasien, Indien werden plötzlich in Bewegung gesetzt. Deutsche Beamte arbeiten am Bosporus, deutsche Ossizire sollen die Armee reorganisiren, die Monarchen begrüßen sich gegenseitig, und der deutsche Botschafter hat den größten Einfluß im Palaste. Der Reichskanzler hat in der Seele Abdul Hamid'S gelesen, er kennt den Haß welchen dieselbe im Innersten birgt, und will ihn nützen in der Stunde, wo wie der einmal die eisernen Würsel fallen Der Sultan ist noch immer ein azihtt Werkzeug der europäischen Psliti?, ei kann vergiftete Pfeile entsenden und v ilctet über den Fanatismus jener 3c. welche die civilisirten Reiche begrenzt. Hat Frankreich nicht erst jüngst diese Gewalt verspürt, und ist Abdul Hamid jetzt ein stiller, müßiger Zuschauer der egyptischen Wirren ? ' (N. Fr. Pr.)
In dsm Prozesse über die Gültigkeit des Testaments, laut dessen Fräulein Sarah Burr weiland in New Vork ihr Vermögen von $'3 400,000 wohlthätigen Anstalten vermacht hat. wurde dieser Tage aus Antrag derGroß' Neffen und -Nichten der Vcrstolbencn deren Diener, James McCabe, über die Ledensgewohnheitcn seiner Dicnstberrin vernommen. Er sagte aus, daß dir letztere auffallend dttrstig für ihr colossale Vermögen gelebt, in den letzter Jahren große Gedächtnißschwäche ge zeigt, daß er aber nie eine Spur 'davor gemerkt hübe, daß sie nicht ganz iichti, im Kopse sei Fräulein ?u,rk, t7.inl wusch ibrcWäl'che. schl-rf. liMe u..d Un ausschließlich in tti'.e, tfüche Vom JnlanÄt. Einer der Mätrosenschin der von dem Schiffe Gatherer" ist in San Francisco schuldig befunden wor den. Der öffentliche Ankläger sagte in seiner Rede : DU Mannschaft war von amerikanischen Offizieren in einem fremden Häfen an Bord genommen worden und wenn irgend Jemanden für die AuS wähl der Leute ein Tadel trifft, so sind es die Vorgesetzten und nicht dle Matro sen. Als daS Schiff zu Wilmington ankam, stellte eS sich heraus, daß von 12 Mann 2 über Bord verloren gegangen waren, 2 gebrochene Nasen hatten, einer blind, einer verrückt geworden war. Auch wies der NegierungSanwalt abermals . darauf hin, dcß der Verfall der amerikanischen Schifffahrt zum Theil gerade von solchen Vorgängen herrühre; nicht daß andere, Nationen bessere Offiziere eder Matrosen lieferten, als Amc rika, sondern weil die Rechte der Matrosen auf amerikanischen Schiffen nicht a gleichem Maße geachtet werden. Ueber gens warf er auch die richtige Bemcrkung hin, daß ein Amerikaner z. B. in dem Fall des halbblindcn Adlung. dem befohlen wurde, auf den Hauptmast hinaufzugehen, womit fast gewisser Tod verbunden war, geantwortet haben würde : Ich gehe nicht !" und sich dann aus Leben und Tod gewehrt haben würde. Aber gerade deßwegen, meint die San Francisco Abendpost", werden auch wohl ausländische Matrosen, die mit der bekannten Milch der frommen Denkungsart" gesäugt sind, von unseren Herren Schifffahrts . Boffen" vorgczogen. D e m v i e r z e h n j ä h r i g e n H e nry Lee in Brooklyn hatte besten Vater, ein geachteter, aber den Kindern gegen
über etwas allzu gestrenger Arbeiter, wiederholtVorwürfe aemacht, dj es ihm
nicht gelinge, irgend eine Beschäftigung, wie andere Knaben, zu erhalten. Dieser .age überbrachte man serMutter oleichzeitig zwei Postkarten, in deren einer der Advokat n. Zkcady schrieb, der .lade solle sofort zu ihm kommen und die stelle eines Osslcc Von", um die er sich beworben, antreten, und deren andere lautete : .Geliebte Mutter ! babe kein Glück und todte mich selbst. Dir und dem Vat r die lektcn Grüne von Eurem Harry Eine Personalbcschrci dung des nabcn wurde sofort an alle Polilcist.itioncn übermittelt, doch ist es seither nicht gelungen, denselben todt oder lebendig auszusiiidcn. i c w st in c u, Die vor eint (wi r . . , , gen VV17 .i i . ii o f r . . n fr - ' . jiiuiuiiii uu vjuiiiiouu, vonn., mir dem Stallknecht ihres Vaters durch brannte, hat aus Natal in Süd-Asri.'a einen reumüthigen Bries an ihre Eltern geschrieben, in dem sie ihre baldige Heim kehr meldet. Nachdem ihr Geld und der Erlös sür ihre Juwelen zu Ende waren. hat ihr Mann ungeheures Glück gehabt und eine Stelle als Stallknecht in Natal gesunden und angenommen. Der G rundstein d es .Heim's für alte und kranke Jsraeliten" wurde in New York am 18. ,d. Mts. unter entsprechenden Feierlichkeiten aeleat. Die auf das freundlichste eingerichtete Anstalt wird al'ersfchwachen Leuten, in ihren letzten Lebenstaaen eine comfortable Heimath bieten. Das Gebäude wird ein ganzes Häusergeviert einnehmen und Wohnungsräume sür 15.0 Insassen so wie' die erforderlichen Wirtbschafts. Kranken und Unterhaltungszimmer, resp, fcalc enthalten. H e r r R e v. P e t e r L e w i s. P a stor an der Baptiflenkirche in Washing ton, ist wegen Trunkenheit um $2 gebüßt worden." Wenn der betr. Serr ein heuchlerischer Temperenzler ist, so ist die Veröffentlichung dieser Nachricht, voll kommen berechtigt ; ist derselbe dagegen ein offener und ehrlicher Mann, dem einmal etwas Menschliches passirt ist, so lst sie kindisch. Leider kann man in den englischen Zeitungen nichts Näheres hierüber sinden. Auf d er New-York und New Haven Eisenbahn hat sich wieder einmal ein Zusammenstoß zweier Züge ereignet. Diesmal waren es zwei Güterzüge, welche auf ein und demselben Geleise in entgegengesetzter Richtung . in Passiren versuchten, und das Resultat war neben . .. i r c om J zerirummerren olomoliven uno uagen nur" ein lebensgefährlich verwundeter Zugführer. Die Erklärung des Unglücks, das sich in der Nähe von Bridgeport ereignete', ist für den famosenBelrieb jener Bahn charakteristisch. .Gewöhnlich" wartet der eine Zug an der in der Nähe des Bahnhofs befindlichen Brücke, bis der andere Zug passirt ist, diesmal ist dies aber nicht geschehen. . . ' , Der Banlier Charles'D. Beiden von der Firma' G. A. Bennett & Co. in New York, lebte während des vergangenen Winters mit Gattin und Kind in Williamstown, Maff., woselbst er ein Wohnhaus besitzt .und in Folge deffen bei der letzten Wahl in Maffachu setts in das Haus der ' Legislatur diese Staates erwählt '. worden ist. In seinem Hause wohnte sein Schma ger James Noble, . der an epilep tischen Zufällen litt und seit einigenTa gen in Raserei veksallen' und unter die Aussicht zweier kräftiger Wärter gestellt morden war. Am 15. d. M.' war er seinen Wärtern enkommen,. rannte in die Wohnstube .und drohte, seine dort an mesende Mutter, - die . sich besuchsweise im Hause aushielt, zu tödten. Der alten Dame gelang es, in den Hof zu entkommen. Noble ergriff ein ln solchem liegendes Stück 5o.z und sprang mit demselben aus den sünsjährigen Knaben seines Schwagers' los. Die Mutter sah dies, stürzte nach dem Kna ken hin, rasfte ihn ans und deckte ihn mit ihrem Leibe. In' der Zwischenzeit hatte Noble zum Schlage ansebolt.' und drei wuchtige Hiebe fausten aufKopf und Schulter seinerSchwester hernieder. Die Wärter eilten herbei und ? mit Hülse ;weier anderer Männer gelang e$, den Rasenden zu überwältigen und in einem Zimmer des Hauses unterzubringen. Die Verletzungen der Frau Beld 'sind nach Versicherung der 'Aerzte absolut lödtlich ; sie und ibr unglücklicher BrU' der sind die Kinder des reichen Gutsbesitzers Robert Noble in Williamstown Die b e i s p i e ! l o s g r o-ß e n .iSmaffen, welche von beiden Seiten Grönlands herab bis zu den Neufnndlandbänken das Meer bedecken, haben eine Masse Segelschiffe und unter den Ozeandampfern einend den 'Peruvian? mit fast '10 0 britischen Auswanderern so eingeschloffen, daß an deren Erlösung vor mehreren Wochen nicht zu denken. ist, es wäre denn, daßein günstiger Wind Lust schi ffte. Die meisten dieser Fahrzeuge haben keine 'zureichenden Nahrungömiltel an Bold; der Peruvian" hat deren für drei Wochen. . r. : : : . D e r zum amerikanischen Gesandten ernannte Oberst .'Emil Frei ist der erste ausländische Gesandte, der selbst im Dienste der Union . die. Waffen getragen hat. Im Jahre 1838 . m Arciis heim im Cantvn Baselland' geboren kam er, nachdem er sich als Jurist ausgebil det, im Jahre 1801 nach New York, trat in das Hecker-Regiment" (24. resp. 82.' AllinoiS Infanterie). ovancirte.zum'Cä'-' piiän unc, lc.stcte schließlichalS Adjntant des Ginerals auf dem 'südwestlichen l?rieg5s haupl.'tz? die trefflichsten Dienste. Zm Juni I8tt.Vn'urer,mjt dem Range ine M jo'"? ui T-tin TnM!ijf',mliiicn i ii t le r!k iVin ii'fMinil,aitnij ' l).illur in ,e Stirnen ziiriicf. Phil. Bappaport, ' ' NechtSauwalt, 95 Sl Nasylngton Str., Zimmer 12 urd 18. Indianapolis, Jud
Vom Auslande. Eins der merkwürdig sten Bauwerke, welche neuerding? in In dien vollendet worden sind, ist die 5)imalay.bahn. In der bei der Eröffnung gehaltenen Rede nahm Sir Ashley Eden sür dieses Unternehmen das Verdienst in Anspluch, ein Problem gelöst zu haben, welche unerreicht in der Geschichte der
Eisenbahn dastehe." Unseres Wiffcns bemerkt das .Journal de la Flotte' dazu eristirt in der That keine Bahn linie, welche aus 80 km Lange eine Höhe von 2"1üü m ersteigt, d. i. unge sähe 80.20 m auf den Kilometer, oder bei welcher Äefällc von 0,047 rn bis 0.0.'0 in auf den Meter und Kurven von 21.33 m.Radius vorkommen. Nach Aussage der anglichen Ingenieure ha die Linie infolge ihrer Gestalt das Aus sehen einer Schlange, welche sich in den Wolken verliert. M-.n ist im Stande, die Reise von Kalkutta bis zum End punkte der Linie in 24 Stunden zurückzulegen, und man hat in dieser Zeit eine Entsernung von ungesähr 580 km durchlausen. Der Endpunkt in Dar jeeling ist 2345 Meter über dem Meeres spiegel belegen. Die Arbeiten sollten nach dem ursprünglichen Plane innerhalb 18 Monaten beendet sein, die Dauer derselben ist indeß eine bei Weitem lün gere gewesen. - Die Arbeiten begannen im Jahre 187!). und im Mai desselben Jahres wurde die erste Schiene gelegt. Der letzte, zwischen Jore Bungalow (Höhe 2377 Meter) und Darjeeling bc legene Theil ist im MonatJuni 1881 ser tiggestellt wo den. Der Schienenweg hat eine Bieitc von 0,01 Meter. Als Zugkrast benutzt man gegenwärtig eine kleinere Art vou Tcndcrmaschinen.. - - D ie Bonapartisten las sen wieder von sich hören. . Prinz Victor der älteste Sohn von Prinz Napo leon Jerome (Plon Plon) studirt zu Heidelberg mit großem Fleiß und ver. steht so viel Deutsch, um deutsche Kollege mit Vortheil zu hören. Jüngst war er ' krank, worauf sein Vater zu ihm eilte. Zu seiner Genesung gratulirte ihm der alte Bonapartist Paul dc Caffagyac,ihn als Haupt der Bonapartisten grüßend. Hieraus hat der Prinz aeantwortet, daß seine erste Pflicht die ? .atung vor seinem Vater sei mit aperen Worten, daß dieser das Haupt der Imperialisten sei daß er sich aber sonst vorbereite für den Dienst, welchen das Vaterland von ihm verlangen möge." Alsö Napoleon VI. Denn wer einmal Anspruch hatte aus die Nachfolge des ersten' Kaiserö.wird mitge zählt, der Herzog v. Ncichstadt, Napoleon ' III., Lulu. Prinz Jerome und endlich Victor. Cassagnag har sehr sophistisch geantwortet. Er freut sich, daß sich der Prinz aus den Dienst für's Vaterland, soll heißen, auf einen Staatsstreich und und auf den Kaiserthron' vorbereitet, preist deffen kindliche. Gefühle. und ver heißt ihm den Kaiserthron, da der Prinz ein Feind der Republik und religiös ist. -Plon.Plon ist ja Atheist, daher Cas sagnac's Wuth auf- denselben. Was' Frankreich 'zu alle dem sagt, darum küm mert'sich diese Gesellschaft nicht. ' ... - - . . . . . , O b e rb a ü r a t h H a ns e n in Wien soll nun. das Geheimniß der pom pejanischenWändmalerei wirklich' entdeckt haben. Der Grund ist stueeo lustn), Weißkalk mit Marmorstaub. Gricpenkerl hat auf Hansen'S 'Einladung' mit Erd färbe darauf ein Modonnenbild gemalt, nach dessen VoÄendung das Bild gcbie. gelt wurde und der Glanz der pom pejanischen Wandmalerei war fertig. Im Ncichsrathsgcbäude sollen einige Gemälde, in ähnlicher Weise ausgeführt werden.., . 1 D e m.D ie b e i m P a r i s er Postgebäude glaubt man. auf der Spur zu sein. Ist die Annahme richtig, so hätte der Thäter, ein Postbeamter Na mens Bazzile. Carry, sich in seiner eigenen Schlinge gefangen. Am Morgen nach dem Dicbstab!e!crhielt der Polizei Hiäfelt einen offenbar mit verstellter vand geschriebenen Brief, der einen Weinhändler der Rue St. Honore des Postdiebstahls beschuldigte. Man er kannie sofort, daß die . Beschuldigung ' falsch war. Der dcnunzirle Wcinhänd ler wurde nun ausgefraflt, wo er den Abend vor.dem Dicbstahl zugebracht, und es ergab sich, daß' er im selben Re staurant mit dem genannten . Postbeamten! zusammengrwcsen .war.- Di.' .ver" stellte, Handschrist, aber .mehr 'noch das Papier 'haben d'nses eiste VerdachtSmo ment velstärkt." Im Ccdrcidpult des Leamten hfjnb sich eirc Anzahl deisel den Bogen. Ca rn sonnte ferner nicht nachweij-r?. 5 daß er,'Nachls zu haus ge wesen sei, wie' er behaupte:?. 1 - M 0 d e r n t r A b r r, g lau b e. Unter dieserllebas brist brirgt l er .Bär" in seiner neuesten',, .nmer snlgcndr Mit theilungcn mit angelttupztcn frugen : 1.! Junge Damen und jung Männer Tveigern sich, die Butter nzuichncidcn. iie sagen, sie müßten' noch 7 Jhrc auf die Heirath warten, wenn sie das tlä'eu. Seit wann daliri dieser Aberglaube und wie ist er wohl entstanden? 2. Kein Mensch ladet 13 'Personen zu Tisch. Man sagt. daß. wenn durch irgend einen Zufall 13 Personen am Tisch zusammen kommen, einer von ihnen im Lause des Jahres sterben müsse. " Seit wann da tirt dieser Aberglaube und wie ist er ent standen ? 3. Unsere Märktsrauen nennen das erste Geld,, das sie einnehmen, Handgeld", und sie spucken' daraus, wenn sie's einstecken, damit es Glück und weiteres Geld in die Hand bringe. Ich srage. wie oben, datirt dieser Aberglaube aus heidnischer Zeit ? 4. Von wann und woher datirt der Aberglaube, daß man sich keine Nadel, Schcere .:c. schen. ken soll. Wenn es dennoch geschieht, soll man sich nicht bedanken, soll vielmehr den Schenker mit der Nadel oder Schccre stechen. In Bezug a uf das in Ber nau unweit Berlin am 15. Mai stattsin dende Hussitenfest schreibt man derPosz 450 Jahre sind seil der Hussitenschla
