Indiana Tribüne, Volume 4, Number 247, Indianapolis, Marion County, 19 May 1882 — Page 2
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riöi'me. Fägliche- und Sonntagsausgaöe. Ofsscc: 2S. DclawarcStr. i Eieret! L.3 Fccond-class matter at the foatofllcc at Indianapolis, Indiana. AbonnementZ-Preife : csgliche Zugabt 12 Cts. per Woche. SonntagSsusgabe 5 618. perNummer. Leide zusammen 16 Ct?. peroche. Z3T DaS Tagblatt erscheint jeden Nachmit. tag um 2 Uhr. Die EonntagSaukgab, eischeiut des Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind., 19. Mai 1632. . Das späte Frühjahr. Die ganze erste Hälfte des Wonernonats war in diesem Jahre nicht nur durch eine auffallend niedrige Tempera tur, sondern auch Stürme und Regen fast im ganzen Lande in unangenehmer Weise ausgezeichnet. Man kann hoffen, daß die anhaltende Herrschast der Nord winde jetzt dauernd vorüber ist, welche die kalten Strömungen über das ganze Land, vom Thale des Mississippi bis an den atlantischen Ocean verbreitet haben, und denen die geringe Elasticität der Atmosphäre so wenig Widerstand entge gengeseht hat. Das kalte und naffe Wetter hat die Arbeiten der Farmer und das Wachs thum derSaaten zurückgehalten, dasselbe war jedoch von gefährlichen Frösten nicht begleitet, hat daher wirklichen Schaden bisher nicht angerichtet und die nothgedrungene Verspätung der Arbeiten, na mcntlich im Maispflanzen, kann durch verdoppelte Thätigkeit noch ausgegli chen werden. Selbst die neuesten Be richte auö den Psirsichdistrikten lauten durchweg ermuthigend. Der kalte, naffe Mai wird durch die Feuchtigkeit,' die im Boden zurückläßt, die künftige Entwickelung der Ernte fördern, und aus Californien z. B. wird berichtet, daß dort gerade in Folge der häufigen Re gen die Ernte-Ausstchten günstiger sind als je zuvor. - Die Witterung, welche bis zu dem 16. Mai beinahe ununterbrochen geherrscht bat, hat diesen Charakter bereits am 16. Avril angenommen, an deffen Abend bekanntlich im ganzen Osten und in ei nem großen Theile des Westens ein iingewöhnlich prächtiges Nordlicht beobach tet worden ist. . Ob die eigenthümlichen Erscheinungen des Erdmagnetismus, die bei jedem Nordlichte beobachtet werden, auch nach dem erwähntenPhanomen und nach demjenigen, das ihm am 21. April folgte, fortgedauert und sortgewirkt ha ben, läßt sich mit Bestimmtheit nicht tnt scheiden, wird aber dadurch wahrschein lich, daß das Signal-Bureau seit jenen Tagen ungewöhnlich häufig und bald aus diesen, bald aus jenen Distrikten meldete, daß Berichte nicht eingegangen feien. Von Gewittern wurde an den folgenden Tagen nichts gemeldet, und der Umfang der Landstrecken, aus denen die Telegraphen vorübergehend nicht arbeiteten, war so bedeutend, daß man die magnetischen Störungen durch Gewitter nicht erklären kann. So liegt es nahe, in einer ungewöhnlichen Thätig keil des Erdmagnetismus die Ursache der telegraphischen Störungen zu suchen, und die Frage, ob diese wiederum mit den Sonnenflecken in einem unmittel baren Zusammenhange steht, wird mög licher Weise durch die Beobachtungen der Sonnensinsterniß am 17'. d. M. der Entscheidung um etwas näher gebracht worden sein. Jntereffant ist es endlich, daß am 16. April genau dieselben magnetischen Er schcinungen in Europa beobachtet wor den sind, wie hier. So berichtet die in London erscheinende .Electric Neview-, daß in den ersten Morgenstunden vom 17. April sämmliche telegraphische Ver bindungen in Schottland außer Thätig keit waren, mit alleiniger Ausnahme derjenigen zwischen Dundee und Forsan an der Ostküste. Diese Störungen dauerten den ganzen Tag, und noch in der folgenden Nacht konnte nur mittels Anwendung der stärksten Batterien gearbeitet werden. Auf dem Observatorium inKiew arbeitete in derselben Nacht das selbst registrirende, die Stärke des Erdmagnetismus anzeigende Instrument so aufgeregt, daß es nur undeutliche und verwirrte Spuren auf der Papierscala zurückließ. In vielen Telegraphenbureaux entluden sich so bedeutende Strömungen, daß die Drähte ausgeschaltet werden mußten, um einer Zer slöruna der Apparate vorzubeugen. In ganz Großbritannien gab es in jener Nacht kein Gewitter, und in manchen Gegenden dauerten die Störungen, im Telegraphenverkehr drei volle Tage an. Augenblicklich find drei kiesige Son nenflecken, einer davon mit unbewaffne tem Auge sichtbar, und Astronomen so wohl, wie Meteorologen, vermuthen eine baldige Wiederholung von Störungen des erdmagnetlschen Stromes. Das Washiugton'Denkmal scheint nunmehr .seiner Vollendung ent aeaenuaeben, nachdem die Conareß Akte, welche eine neue Bewilligung für das vkonument macyk, vom Präsenten ieitätiat worden ist.. Sobald die be willigte Summe zur Verfügung steht. wird der Jngerncur des A)ittrlllsoium bia Angebote anf die an dem Monu mente vorzunehmenden Arbeiten entge aennebmen. Inzwischen .ist Superintendent M. Laughlin mit der Errichtung des eisernen GerüsteS im Innern der Säule beschäl tiat aewesen. und demnächst werden die Marmorblöcke in ihre Lage gebracht werden. Der Superintendent hofft, mit hülfe der letzten Bewmlgung das Venk mal um 75 Fuß höher führen zu können. "4 ..--. . m w
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je daß es Denn eine yoye von özd zzuv haben würde. Die Basisfläche derSäule mißt 55 Quadratfuß, doch verjüngt sich der Säulenschaft mit zunemcnderHöhe auf je einen Fuß um einen viertel Zoll. Die von den verschiedenen Staaten und von anderer Seite für das Denkmal gestifteten Denksteine (mcmcrial blocks), welche während der dreißig Jahre, in denen die Arbeit an dem Monumente eingestellt war, in Wash ington ausbewadrt wurden, sinö jetzt aufgefrischt und in einen solchen Stand gesetzt worden, daß sie in die für sie be stimmten Plätze eingefügt werden fön nen. Gegen fünfzig dieser Blöcke find bereits in dasMauerwerk eingesetzt wor den, namentlich derjenige, welcher von dem Temple os Honor andTemperance" geschenkt wurde. .Unter den übrigen.
glücklicherweise unbeschädigt gebliebenen Steinen verdienen derjenige aus dem Tempel deö Aeskulap auf der Insel Da ros, der aus der alten Tell-Kapelle, so wieder Marmorblock von der Insel Na xos besonderer Erwähnung. Der größtk Block kommt aus Nevada; derselbe.be steht aus Granit und ist drei Fuß lang und einen und einen halben Fuß hoch. Auf der Vorderseite trögt er die goldene Inschrift : Alles für unser Vaterland 1881." Inr LcVcttöwiisc v.r 'l'..rAuci tuet kcr. Die Zvllrcsorm hat dcn gewelblichen Perhä?tnissen Berlin's leinen Segen ge bracht. Das emppndet man namentlich n solchen Geschäften, welche solche Artl el verscltigen, die man im großen Pu blikum erst dann kaust, wenn alle ande rcn nothwendigeren Lebensbedürfnisse dcsriedigt worden sind. Das ist auch hinsichlllch des' Geschäfts der Vergold der Fall, welche jetzt, um höhere Löhne zu erlangen, in Berlin m Ausstände begriffen find. Die Löhne dieser Leute, wie auch die jenigen fast sämmtlicher Arbeiter anderer Branchen, reichen aber bei Weitem nicht aus, um die Existenz einer Familie zu sichern. Um das zu beweisen, um zu zeigen, wie sich der wöchentliche Durch schnittsverdienst von 14 bis 15 Mark den Lebensbedürfniffen gegenüber ausnimmt. und wie unglaubhaft es klingt, wenn bie Berliner Volkswirtbschaftsgrößen be haupten: .Die Zollexperimente merkt man nicht", theilt ein Berliner Blatt den Hau5haltsEtat einer'aüs Väter, Mutter und drei ttlndern bestehenden Familie mit. Derselbe lautetfolgendermaßen : Sonntag: Frühstück 25, Milch 15. Butter 85, Gries 40 Reis.26,- Vflckkmen 20, Pfeffer 5, Kartoffeln 50 Pf., Summa 2 M. LOPf. Montag: Frühstück 25, Milch 15 Pf., Brod 1 M.. Cichorien 5, Fleisch 45,' Mostrich 5, Petroleum 25, Kaffee 55 Pf.' Summa 2,75 M. Dienstag: Frühstück 25, Milch 15, Bratwurst 30 Pf.. Summa 70 Pf. Mittwoch: Frühstück 20, Soda 10, Schmalz 65, Milch 15, Hering 15 Pj., Summa 1,25 M. Donnerstag: Frühstück 25, Milch 15, Rindfleisch 20, Zwiebeln 5, Gurke 5. Stecknadeln 5 Pf., Brod I M.. Kohlen 20. Holz 50, Wasch, keller 20 Pf., Summa 2.60 M. Freitag: Frühstück 25, Milch 15, Speck 20. Salz 10, Sauerkohl 15, Essig 5, Kartoffeln 25, Butter 65 Pf., Summa 2,30 M. Sonnabend: Frühstück 20, Cichorien-ö Pf.,-Summa 25 Pf., Gesammtausgabe 12.45 M. Aus den ersten Bllck wl?d es durch diese Ausstellung tta . daß noch hundert kleine tägliche Bedürfnisse in diesem WochcnEtat nicht aufgeführt sind, weil sie zusällig noch vorhanden wren, die aber in der nächsten Woche sicher g? braucht werden : Wöchentliche Wohnungsmicthe 4,20 M.-, Steuer 60, Kranken u. s. w. Kaffe 92, Feuerversicherung 6, für Zeitschriften 45 Vf., Summa G.23 M. Vorder 12,45 M., Summa 18,63 M. Zu diesen 18,63 M. kommen dann noch an Fußbekleidung für 5 Personen 1,20 M. wöchentlich, für Kleidung für 5 Personen 00 M jährlich, Schulbücher 2 M. jährlich. Brennmaterial 25 M. jähr lich, Seife 35 Pf. wöchentlich. Ferner ist für Wäsche. Bettstücke,' für Arzt, Apotheker, für Tabak, , Cigarren, Bier oder Schnaps, für Gewürze und der gleichen Ausgabekontos gär nichts vor Handen, anderer Erholungen gar nicht zu gedenken. Trotzdem aber beziffert sich die Gesammtsumme der Ausgaben auf rund 24 M. wöchentlich. '. ' ; ' . Um nun aber die noch fehlenden V M. auszubringen, wird , die Thätigkeit der Frau und der Kinder m Anspruch ge nommen, und auf diese Weise wird die Existenz, oder sagen wir lieber : das Begehren, der Familie auch ermög licht, so lange der Gesundheitszustand ein entsprechender ist. Tritt aber Krank heit oder anderes Unglück ein, dann frei lich hört jede Rechnung aus, und es fängt n . r . rrr ... w. v ? ienes namemoie ieno . an, oas otc ei gentliche Ursache zum Wachsthum der destruktiven Partei bildet. Der Oberkommandant der Wiener Feuervehr, ,, . . , Herr Arnberger, hat durch seine Aussa gen im Ringtheaterprozeffe in Wien ine allgemeine' Verblüffung . hervorgerufen. Das Wiencr Tgbl.- giebt derselben in einem Artikel Ausdruck, welchem wir daS Nachfolgende entnehmen : Herr Arnber ger versteht nicht' alle Hornsignale; er braucht in Gestatt eines Oberhorrnflen einen Dolmetscher an. seiner Seite, der ihm nöthlgensallS erklart, was da gebla sen wird. Er hat auch keine Gewißheit darüber, ob alle Kommandanten alle Hornsignale verstehen. Der Oberkom mandanl der städtischen Feuerwehr kennt also nicht alle Hornstgnäle ! .Man darf wohl sagen: Das ist nn- starkes Stück. Da steht er, der Oberkommandant, -auf dem Platze, an semer ' glitzernden Uni form kenntlich unter den Tausenden, die den Brand umstehen. Man sieht, daß er Befehle ertheilt ; man hört aus den verschiedenartigsten Signalen, daß die
Befehle den entferntest Arbeitenden in
der verabredeten Tonsprache mitgetheilt veroen ; man vernimmt die Hornsignale der Entsernten, ein Verlangen n::sdrückend. Hülfe bcifchenD, vor Gefahr warnend ; das Publikum lausch! dem Geschmetter verständnißlo?, aber cs denkt, auf den Mann in der glitzernden uniform vertrauensvoll blickend : Er weiß AlleS, cr kennt die Bcdrutunl; jedes einzelnen Toi,es, ihm ijiy. wie das Gelappcr des Telegrapcnapparalcs dem Obre des geübten Tllegrap';istc:?. Er macht auf das Volk fast einen so großen Elndruck, wie klncr, der dos Wedcn in der Natur, die Sprache der Thiere in Folge einer besonderen Bcgnadung ver fleht. Und nun stellt nch heraus, dafc der bewunderte Mann die Sprache des Hifthornes nicht immer verstanden hat. daß er, von dem gewiß nicht beeideten u vvt viivuniivii wfiuuyt im Stiche gelassen, vielleicht auch die Anil Yr tAernn Z ii-.sf n ! angstakte der beliebten Lieder Ad?, du ieber Tannenwald," oder Mir ist heute so wohlig," sür den Aufdruck cincS dringcndcn Bcdürsniffes nach Sch'äuchen oder Schiebleitcrn gehalten hätte. Bfo. sen Sie, blasen Sie, blasen Sie immer, zu !" wic's in irgend einer Operette heißt. Wenn irgend ein Lästermaul dem Oberkommandantcn der Wiener Feuerwehr nachgesagt hätte, daß ihn. dieses ABC des Löschwesens nicht gc. äusig sei er wäre einfach verlach' worden ob solch einer albernen plumpen Lüge. Nun, da Herr Arnberger' selbst eingeräumt hat, daß cr einem Schissskapitän gleicht, welchem die SeeSignalistrung fremd ist, einem Kapcllmeiiter. der die einzelnen Instrumente aus bei Symphonie nicht heraushört, cincir. Feldherrn, der nicht weiß, daß dieTromPeter Husaren heraus !" blasen ist an der beschämenden Thatsache nicht zr zweifeln. Es fragt sich j.'tzt nur, ob irgend etwas zur Entschuldigung dann vorgebracht werden kann. Eine Ent fchuldlgung liegt allerdings vor, dot blos hinsichtlich der Personen, von wel chen eben die Ncde gewesen, nicht aber hinsichtlich des System! Vle Lcituni? der Feuerwehr sei leider nur eine Neben beschüftigung der Angestellten vom Stadtbauamte, führte Herr Arnberger zu seiner Entlastung an. Es ist in der That so. Als drastisches Beispiel wurde der angeklagte Ingenieur Wilhelm zitirt, welcher das Ressort der Wasserbauten führt und dazu einer der FeuerwehrKommandanten ist. Wasserbau und Feuerwehr, wie reimt sich das zusammen? In Paris sind die Pompiers wie em militärisches Institut, in Berlin unterstchen sie der Polizei. Man schasse ein Corps für sich, mit eigener. technisch gebildeter, nur diesem Zwecke dienender Leitung, und die Erfolge der Wiener Feuerwehr werden wlrdcr'ren. Dr jihrllchc ffkuetschad. ist, soweit die Ver.' Staaten in Betracht kommen, bis jetzt wahrscheinlich niemals genau angegeben worden. Das in New Bork erscheinende Insurance Chronicle" hat sich eingehend mit dieser Angelegen heit beschästigt und mit Hülfe von Cenfustabcllen und anderen statistischen Angaben glaubt es, die in den Jahren von 1876 bis 1881 durch Feuer verursachten Verluste annähernd richtig auf 130, 810,300 angeben zu können. Diebedeutcndsten Verluste kommen auf das Jahr 1881. nämlich $81,280,?00 ; dann folgt das Jahr 1879 mit 77,703,700. Das Jahr 1878 hatte den geringsten Verlust auszuweisen, nämlich 64,315, 900. Um von der Größe dieser Verluste einen Begriff zu eben, sührt es die Beträge anderer Verluste an, nämlich solcher, die durch Mißernten herbeigeführt wurden.' Nach . diesen Angaben verlor Ohio durch dcn ungünstigen Ausfall der Kartoffeln im Jahre 1881 $4,840,200. Indiana verlor in demselben Jahre in Folge der Mißernte, . soweit Kartoffeln, Tabak und Gerste in Betracht kommen, $3,248,400. Kentucky verlor an Kartoffeln und Gerste $1,206.400; West Virginien an Gerste, . Roggen und Buchweizen $338.900 und Illinois . an Gerste Roggen, Tabak und Buchweizen $4,741.000. Um eine andere Illustration zu geben, bemerkt das genannte Blatt serner, daß der Betrag der in den letzten sechs Iah ren durch Feucr verursachten Verluste demjenigen gleichkommt, welcher in den Nationalbankwesen, der Ver. Staate, . ' angelegt ist. Diese Angaben sollten abel eine dringende Warnung sein und zu größerer Wachsamkeit und Vorsicht bei nie schlummernden Fcuersgcfahr gegen über anfeuern. , ... Der Jrish'Amcrican", eine in. New Bork erscheinende Wochenschrift, beurtheilt in der' letzten Nummer den Mord im PhönixParke in Dublin wie folgt: .Jeder niederlrächtrge, feig, Meuchelmord ist die, frechste Auflehnung gegewgöttlichesnMenschlicheZ-Gebot", er ' läßt ,dem heimtückisch Äderfallenen Opfer.keine Gelegenheit, seinerAbschlach tung zu . entgehen,' .'er giebt ihm keine Chance " zuruännNchcrn Widerstände. Diese'c'Meuchelrnord aber ist noch au ßerdera'das abscheulichste Verbrechen gegen Irland, ' und : die Maßnahmen der britischen Negicrung zeizen ' schon jctzt, daö diiletztere entschlossen -ist, die Fes. sein, unter .derenDruck unser geknechtetes Vaterland blutet, nun um so härter wiederanziiziehen. Nie ist O'Conncll's be kannteS Wort: .Der Mann, der ein Verbrechen begeht, stärkt hierdurch di, Macht seiner Gegner," so traurig zur Wahrheit geworden, als durch 'die Er mordung von Cavcndish und Burke, dc rcn Aussühr'ung noch dazu eine scigc und verabscheuungswürdige war, das Niemand, der den irischen Volkscharakte, kennt, das Verbrechen sür die That von Jrländcrn halten kann. Von jedem Jrländcr aber, welcher die Schandthat bil ligt, preist oder auch nur in anderen Ausdrücken, als in denen des Abscheuö und der Empörung von derselben sp:icht. müssen wir uns in derselben Verachtung ibwenden, als von dcn Mördern selbst."
(7!?!ttrt lcmrnt.
Wie eö sich jctzt mit jcdcm Tage deut' lichcr herausstellt, hat die Chincsenbill zunächst die Wirkung, daß in dem Zeitraum bis zu ihrem Inkrafttreten ungchcure Massen jener verhaßten Asiaten, an die pacisischcn Küstc:; g'worscn wer dcn, mindestens so viclc, wie sonst kaum in drei, vier Jahren gekommen wären. E-Z kann keinem Zweifel unterliegen, daß sich die Atbcitcc in dcn Pacisic' Staaten in Folge dieser ganz unerwarteten, höchst verderblichen Concurrcnz in der nächsten Zeit ncch viel unbehaglicher sühlcn werden, als dies bis jetzt der Fall war, und cs ist gar nicht unmöglich, daß dies zu eine? neuen und verschärften Anti-Chi-nefenAgitation führt, deren Endziel die gänzliche Vert.eibnng der Asiaten sein würde.. Sehr charakteristisch für die Scenen, welche sich jetzt wöchentlich ein paar Mal im Hasen von San Francisco abspielen, ist folgender Vorfall : Vorige Woche wurde an Bord des britischen Dampscrs .Altower", der mit ungefähr 1000 Chinesen eintraf, ein Kuli aufgefunden, tex an den Blattern litt, welche in ihrer gefährlichsten Form ausgetreten waren. Die Entdeckung ist durch den Quarantainebcamten Lawlor herbeigeführt worden, der das Schiff besuchte, die Chinesen genau gezählt und jedem eine Nummer auf den Rücken gcmalt hatte. Tags darauf zählte Dr. McAllistcr die 5kulis nach, und sieh', es fehlt' ein theures Haupt. Alle Nachfra gen nach dem Vermißten blieben erfolglos. Die Kuli erklärten steif und fest iio sabe", und erst als Dr. McAllistcr ihnen begreiflich machte, daß das Schiff ausgeräuchert weiden würde, und daß jedes lebende Wesen im. Zwischendeck unsehlbar dem Tode verfaöen sein würde, salls es wahrend des Räucherungsprozeffcs daseldst vclblicbc. holten die Kulis dcn Pockenkranken aus seinem Versteck heraus. Er 'wurde sofort nach dem Pocken Hospital desördert und das Dampfschiff nach Black Point gebracht, wo cs uu sämmtlichen an Bord dtsindlichen Perjenen für 30 Tage in Otiaicmtainc liegen wird. Srldst die Zvlldcamtcn, dir auf dem Schiffe Wache zu h.il:en bäte Uxi, wurden nicht au's Land gelassen und haben auf dem Schiffe zu verblei den. An dcn folgenden Tagen brauten der Arabic" 1150 und die Conopis" gegen 20C0 Kulis. Es Daist!, daß fünf weitere Dcmpscr in Chirui sür den Hasen in San Francisco, sür Portland nnd V cioria mit Cl.incfcnladuN' gcn bestimmt sind. LÄcr hat nun Nccht ? Die englische Jnlandsteucr - Behörde erklärt sich die Thatsache, daß die Steuer auf einheimische Getränke einen viel ge ringcren Ertrag liefert als früher, auö der Verarmung des Volles, welches mehr trinken irü'.de, wenn cs Bicr und Schnaps genug kaufen könnte, und erwartet einen höheren Ertrag der Steuer, wenn die Gcschäste fortfahren, sich zu nerbkffern. Herr Gladstzne ist anderer Meinung und weist auf die Thatsache hin. daß die Einzahlungen in die Sparkaffen zunehmen, was anzeige, daß die Arve t.r mehr Geld ersparten. und wcni ger vertränken ; selbst in dem gcdcihli chen Jahre 1872 wären nicht soviel Einlagen in dcn Sparkassen gcwcscn. Del Londoner Econonilst" gibt jedoch Gladftone Unrecht und der Steuerbehörde Recht. Wir habcn keine Mittel, um zv ?n!scheidrn, wer von beiden Theilen richtiges sieht ; wir glaubcn aber, daß cs in England sein wird, wie in den Verein. Staaten, wo die Sparkassen immer weniger von dcn Lohnarbcitcrn,und immer mehr von dcn Kleinbürgern und kleinen Geschäftsleuten benutzt werden. : Vor einiger Zeit wa r es Fred Venton gelungen, aus dem Ge. fängnisse von Suffolk Counly, N. I. zu entweichen. Er fand Beschastigunp aus der Hochbahn in Ncw Jork, würd zber, da er seine Neigung einer andcrc grau zuwendete, von s. incr Gattin vcr rathcn und nach Suffolk Counly zurück gebracht. Vom Jttlande. I y"w . t rst l V re ivHaillpleierlnanny l Janauschek hat in Leadville, wo sie gastrrte, in großer Lebensgefahr geschwebt. Einer der Eigenlhümer der dortigen Robert E. Lee-Grube lud sie und ihle Gesellschaft ;u einer Vesichtigung der Mine ein. Er scltst sudr mit ibr dcn jdauvlsckackt hinunter. Kaum waren sie etwa 50 Fuß tief gekommen, als der Maschinist oben bemerkte, daß das cil schlaff wurde. Er gab äugen dlicklich Besehl, die Maschine zurückzustellen, und die erstaunte Künstlerin, die natürlich nicht wußte, worum es sich handelte, wurde wieder an die Oberfläche gezogen. Es stellte sich heraus, daß die eine Wand deö Schachtes am Einstürzen wr. Wäre die Hinunterfahrt einige Minuten früher geschehrn. oder hätte man dcn Fahrstuhl nicht sosort wieder aufgezogen, so würde Frau Janauschek schwerlich mit dem Lcbcn davongekommcn sein. Aber glücklicherweise 'sing sich der Stuhl an dcn aus dcr Wand herausgedrückten Bohlen. Lieutenant DanncNhauer wird am 28. d. Mts. in Ncw York c? martct; die Eltern desselben werden ihm dahin aus Washington cntgcgenreiscn. Um den Besitz d c r I n s c l n Malta oder Hclzcland ist noch kein so erbitterter Streit entbrannt, alö um -ine kleine Jnscl an dcr Mündung dcs Passaic. Die G.s?lljchaft zur Förderung nützlicher Industriezweige" und die .Washington Tnnpcrance Association" streiten um den Bcsitz und wo es sich um 'ctztcrcn h.indclt. hökt bekanntlich auch der Tciüpcrcnzlcr scheinheilige Sanstrniiil) auf. Die letztere Partei hatte eine Brücke nach dcr Jnscl gebaut, und .ihre Gegnerin hatte solche zcrstörcn lassen. Bei Gericht sind die Jlcundc dcr gehei
men Uttmäßlgkeit unterlegen haben aber I in der dunkeln und regnerischen Nachts vom Samstage zum Sonntage eine r.ene Brücke gebaut und wollen solche mit Feucr und Schwert vertheidigen. Mit Dynamit wissen die Herrschaften aut umzugehen, und so mag sich die "Societv sor thc Establishment os Usol'ul Sliinusiicturcs" hüten. Die London Timeö" sagt, der reiche MacKayc" werde demnächst in London dcn Grundstein zu einem Ho:e! legen lss.n, das alle Hotels dcr Welt an Großartigkeit' übertreffen soll. Der Redacteur des Boston Advertrfcr" ist kein Sachse," sagt aber doch in seinem Berichte über die Gedäckt nißfkicr zu Ehren Emcrson's: We brnyed and sang togetlier." Das muß eine sthr schone Brcdigt gewesen sein. Ban'croft welcher j e tzt 82 Jahre alt ist, hat an seinem Werke Ge -chichte dcr Lcr. Staaten" jcit achtundvierzig Jahrcn gearbeitet, ist aber noch nicht weiter als bis zur Erwählung dcs ersten Präsidenten gekommen. ' Troh seines hohen Alters hofft Bancrost, (ein Werk bis zum Kriege gegen Mexiko fortsetzen zu können. Daraus, d a ß d e r ö st I Tch e Theil des Tahoesees in Nevada, der westliche in Kalifornien liegt, ist eine heikle Rechtsfrage entstanden. Die Ge setze von Nevada verbieten es, im gegenwärtigen Monat Fische zu fangen, die jenigen von Californien enthalten kein solches Verbot. Man sängt daherFische auf der kalifornischen Seite des Sees und bringt sie nach den Städten von Nevada zum Verkauf. Die Frage ist nun, ob Leute, die dies thun, in Nevada bestraft werden können. . In B a yville in dem T ow n ship Qyster Bay aus Long Island hat seit Menschengedenlen keine Wirthschaft existirt. In diesem Frühjahre hat ein dortiger Einwohner eine Billardhalle ctablirt und war bei der Steuerbehörde um eine Wirthslicen eingekommen.
Letztere wurde ihm aus Grund der Re monstrationen mehrerer Bürger und Bürgerinnen von Bayville verweigert Obgleich nun dcr Mann noch kein Glas berauschende Getränke - veckauft hat und versichert, daß er es . auch ohne Liccn nie thun werde, verlangt doch eine .Partie Fanatiker auch 'den Schluß der Billardhalle und droht im andern Falle mit deren Niederbrennung. Diese' Dro hung entspricht sö außerordentlich der Handlungsweise dcr Temperenzler, daß wir die Nachricht von ihrer Ausführung alle Tage erwarten können. Die farbige Katie Morrifon in Columbus, G.; glaubte, sie sei behext und wandte sich an den Doktor Charlie, einen bei den dortigen Schwärzen im hohen Ansehen stehender Wundcrdoktor. Dieser ließ sie ein in rothen Flanell gewickeltes Stück einer Wurzel als Cegenzaubcr in dcr Herzgrube befestigen und dieser Voudoo" wirkte so kräftig, daß das Frauenzimmer in heftige Krämpfe verfiel und starb. Adison d'Henzel, ein Lehrcr der französischen Sprache in Hartford, Conn., hatte sich von dem Schneidcr Appo ein paar Beinkleider anmessen lassen. Dcr Klciderkünstlcr überbrachte sein Werk persönlich, Henzel fand bci'm Anprobircn, daß die Unaussprechlichen zu eng waren und refüsirte deren An nähme. Daraus warf ihm dcr entrüstete Meister eir.en höllischen' Schwindler" an den Kopf. Dieser Schimpf, kann nur durch Blut abgewaschen werden," rief der ritterliche Franzose, drückte dem Appo cinen Revolver in die Hand 'und bewaffnete sich mit eine n andern. Dem Schncrdcrlein gelang es, die Thür zu gewinnen, und cr lief direkt nach derPo lir.ci. Monsieur. d'Hcnzcl wurde um 52 gestraft. Man n i m m t j c tz t a l l g e m e i n an, daß Sergeant Mason bald nach der Hinrichtung Guiteau'S aus dem Zuchthause entlassen werden wird. ' Mögli chc? Weise geschieht dirs auch schon früher. . . ... I n bem .'Staate-Mainr sind, abgesehen von der Austen sischcrci, 11.000 Personen mit der Sccsischerci beschästigt,. sowie 00 Fahrzeuge, welche zuj .mmen einen Tonncngehalt von 1.700,00 haben. Das Capital, welches in der Seefischerei abgelegt ist beläuft sich aus 3.000.000." ' Mit de, Flußsischerei sind in jenem Staate über 1000 Menschen, besckäftigt deren Ge räthschasten einen Gesammtwcrtb von .78.000 besitzen. Dcr jährliche Ertrag dcr Fllißsischcrcicn beziff rt .sich aus $i25,coj. . ..' ; Frl. (i. fc. Wolfe l n 'Hi t w Hork, dcrcn Vermögen auf viele Mil lioncn gefchötzt wird, gilt für die reichste' unverheirathete Dame- in diesem. Lande. Ihre Bildergallcric soll die Vanderbilt's bedeutend übertreffen. Sie ererbte ihre Reichthümer von ihrem Vater. Eine r a d i k a l c" ' P o l i z e i stunde hat das Städtchen Ss. Paris in ChampaZgn County, O einzesührt. Die Wirthschaften müssen nämlich schon Abends um 0 Uhr geschlossen sein und alles Appelliren an die G richte hat nichts geholfen. . . . . . . Jnr Wis c on s in e r. Tawnship Buffalo haben zwei Kinder des Farmers RisZcr sieben junge Wölfe in einer Höhle gefunden und mit nach Hause gebracht. Der Vater dcr Kinder erhielt $77 Prä mic sür dcn Fang. ' , . , : "In Neu Ulm feierte man 'e füufundzwanzigjalzrige Wiederkehr ' Tages, n dem ( , n 7. Mai 18",7) Tampfer Frank Steclc" direkt. von c nn.itk doil cintrai n? d . cinc große yi', drr .,flcN'A si dlcr dcs Orlc i ihn: 1'liiU.U. :. ; Phil. Kappaport, NcchtSauwalt, 95 Hst MasyZngton Str., Jimittcr 12 und 18. Indianapolis, Int
Sem NuSlanöc. Kampf u m's Dasein. D i dcutse Fischrci-Z?itung" me! cic vor Kurzem folgendes Kurios um, d?rn m:.r. wohl einiges Mißtrauen entgeger ',rmgcn müßte, wenn N'.cht das erwähn'e Zachblatt durch Abdruck der Notiz s Zifferm.'.ßen Garantie für die Richtig? t il'cr nommen hatte. Ein RhcN'Fis h r ae-
wahrte, in seinem Nachen fahren ,, einerungemcin großen La6, dcn die zurück getretenen Fluthen in eine? Ni d'rung zurückgelassen hatten; er sing .hn und zog ihn in sein Fahrzeug. Tc: Lachs wog 30 Kilo und hatte, als cr geschlach. tet wurde, einen Hccht von2 ' 'io in seinem Jnneren, und in dem H ck t stak eine schlanke Forclle, ein nicdllcheWkiß. sischchen. Es war das ein seltene.' Fischfang und ein sprechender Bcwei- von dem Darwinschen .Kampf nm'Z Dasein" und dcr bekannten Fabel: Nein, Du bist mein, denn ich bin groß und Du bist klein! Jn ciner kürzlich erlasjenen Verfügung wird es den Lehrern im Nordschleswigschcn verboten, in Holzschuhen, Holzpantoffeln u. dgl. in der Schule zu erscheinen ; sie sollen immer blank geputzte Stiesel tragen. Gleichzeitig wird der an dielen Orien Herrfchende Gebrauch, daß dem Lehrer von seinen Schülern . ein Geburtstagsge schenk verabreicht und den letzteren in Folge dessen ein schulfreier Nachmittag gegeben wird, untersagt. , EineNeuerung imFeuerlöschwesen. Der-Berlii.er Vranddirektor Wi te hat dem dortigen Magistrat eine Vorlage gemacht, betreffend die ver suchsweise Etablirung eines Extinkteur Löschzuges an Stelle eines gewöhnlichen Löschzuges der Haüptseuerwache. Die Beobachtungen, welche an: ExtinkteurEinrichtungen seit dem Wiener Ringtheaterbrand gemacht wurden, sollen der dnsem neu einzurichtenden Löschzug verwerthet werden.' Derselbe soll in einer Maschine bestehen, in welcher der kohlen saure Stoss, dem eine außerordentlich höhe Löschkraft innewohnt, .hergestellt wird, und von wo aus diese Flüssigkeit mittelst Schläuche sofort nach ihrer Herflellung in das. Feuer gespritzt werden soll. Der Branddirektor glaubt, daß durch Einführung - dieser ExtinkteurLöschzüge viel anSpritzenmännern werde erspart werden können. . ! JnMünchenvird a m 15. September d. I. eine erste Moden- und Trachten - Ausstellung eröffnet werden und bis zum 15. Oktober dauern. Die Ausstellung wurde von Albcrt Thiel, Herausgeber der Blätter für Kunst in der Mode, eingeleitet, und findet in den prächtigen Räumen der Centraisäle statt. Der Zweck 'des Unternehmens ist,, die Bekleidungsindustrie und' den Geschmack auf diesem Gebiete zu fördern. ' - Ein vom Kaiser W il h t Im bestätigtes kriegsgerichtliches Erkenntniß gegen den 'badjschen Hauptmann a. D. v. Ehrenberg! während der letztenReichstagsw'ahlkampagne Candidat der demokratischen Partei im Wahlbezirk Karls-ruhe-Bruchsal und Verfasser einer Vroschüre Ersparnisse am preußischen Mili täretat", verurtheilte denselben wegen Beleidigung dcs Regiments dcr preußischen Garde du Corps, die er als vollkommen überflüssig und .kriegsuntauglich bezeichnet hatte, zu mchrmonailicher Fe stungShaft und nachherigcr Streichung aus der Ossizierslistk. . ; ; ' D e r Be r li n e r A nt i s e m i tcnsührcr Dr. Bernhard Förster, hat seinen Plan, in Brasilien deutsche Kolo nieen zu gründen, einstweilen wieder fallen lassen' und sich nach Naumburg a. S. zurückgezogen, wo er sich mit der Agitation gegen die Vivisektion bcschäftigt. . .. . i . D ie S ch ü tzen gilde zu Cöslin hat dcn .Beschluß gefaßt, daß bei Schützenfesten ihr'eMitgliedcr fortan nicht mehr in den bisher üblichen Joppen und grünen Filzbüten,' sondern baUmößig in Frack und'Cylindcrhut anircten sollen! D as höchst gelegene pH otographische Alelicr Europa's wurde am l. Mai auf dcm großen Feldberg im Taunus eröffnet. ' Dasselbe wurde von dcr photogr.iphischen Anstalt von Fischer und Schröder in: Wiesbaden errichtet. - U n 1 1 r- d e n Studiren den dcr Berliner llniversität ist die Grünoung eincs .Vereins gegrn dcn Zweikamps" im (anae. dem au bereits dcr Rcctor magnisicus scincZustimmunz ertheilt Hot.- . - Das vom H o n d r l k h a u se Johann Caesar Grd. ff-vy Sohn gegründete, seit znci Diuiiricii ini: reichen Mitteln gcscrklite Museum GodesZrry in Hamburg, diese berüdwie Sammlung etht'oglophifchcr.'atithrrpclvgischcr,' zo ologischcr, bclai'lschrr :c. Sckäye von den Inseln dcs stillen Ocar s. soll nun doch zum Verlauf kommen. Es ist der Wunsch des Besitzers, d'ese c.ußcrordcntlich reichhaltige Sammlung.'wlchc deutsche , Wisscnschast und deutscher Unter nehmungsgcist geschaffen hat. nicht zu zersplittern, sondern sie, wenn möglich, als Ganzes dem Vatcrlandc erhalten zu sehen. In Leipzig, für dessen Museum für Völkerkunde die Grassischc Erbschaft ein monumentales Heim beschafft, ist nun der Vorschlag aufgetaucht, die Sammlungen dc Museums Godcssroy zu erwerben, und bei der Opferwilligkeit der Leipziger ist es nicht unwahrschcinlich, daß der Gedanke realisirt wird, wenn die dafür geforderte Summe nicht gar zu hoch ist. Professor Ernst H äckel ist nach sechsmonatlichem Aufenthalt in Asien .'wieder nach Jena zurückgekehrt. Häckel ist derjenige deutsche Forscher, von welchrm Charles Darwin in der Vorrede seines epochemachenden Werkes über die Abstammung , der Menschen gesagt hat: .Wäre seine Natürliche SchöpfungZgeschichtet erschienen, ehe mine Arbeit niedergeschrieben war, würde ich sie wahrscheinlich nie zu Ende gesührt haben. Fast alle die Folgerungen, zu denen ich gekommen bin, finde ich durch diesen Forscher bestätigt, dessen Kenntnisse in vielen Punkten viel reicher sind als die meinen. .
