Indiana Tribüne, Volume 4, Number 246, Indianapolis, Marion County, 18 May 1882 — Page 2

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Sndicmtt Hriönne. FäglZche- und Sonniagsausgaöe.

Offfcc: iS. Dclawarc Str. IKDtered second-clasä niatter at the i03tofficc at Indianapolis; lndiana. Abonnements-Preise : Tägliche Ausgabe 12 Cts. Per Woche. Sontag?auSgabe 6 Cts. perNummer. Leide zusammen 15 Ctt. per Woche. DaS Tagblatt erscheint jeden Nachmit. taq.um 2'Nhr. Die ConntagSauSgabe erscheint Itl MorzenS. Tribune Publishing Company. , Indianapolis, Ind., 18. Mai 1882. tlaöta. - i ' " Seit ble Ver. Staaten durch den Ve? trag vom 30. MSrz 1867 Alaska von Nußland erworben Haben, seit darauf im October desselben Jahres General Rous seau im .Namen der Unions -Negierung Besitz von der Halbinsel ergriffen und General Halleck denMilitardistrikt Alaska dem Departement des Flusses Columbia unterstellt hat, hat das Territorium der Bundesregierung Millionen gekostet) und. doch ist dasselbe noch heute ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch. DaS Congreßcomite für Mittel und Wege empsieylteine Bewilligung für. Ausrü" stung einer Expedition zu einer gründlichcn Erforschung des Territoriums und zur Zeit ist General Miles als Commandirender des Militärdistrikts des Flusses Columbia um eine Bewilligung ringe kommen, welche ihm eine militärische und topographische Erforschung des Landes ermöglichen soll. Miles unterstützt sein Gesuch zunächst nur mit militärischen Gründen und weist darauf hin, daß ein Krieg zwischen den Eingeborenen und den . weißen Ansiedlern auf die Dauer nicht zu vermeiden und daß eS hierdurch nothwendig sein werde, größere militä 'rische'St:eitkrSste wenigstens vorübergehend in. Alaska zu stationiren. Diese .Truppen würden dort bei der Kenntniß, welche unsere Offiziere von dem Lande haben, im Finstern tapp n und aller dings ist schon aus diesem Grunde die Kartrui'g von Alaska unumgänglich nothwendig.". . Als Chef dieser Expedition hat Gene ral Miles den Lieutenant Frederick Schwatka im Auge, der durch seine Reise in daö nördliche Eismeer sich ls einen ebenso tüchtigen, wie unternehmenden Führer derartiger Expeditionen bewahrt bat. Der Commandant des pacisischen Militärdistrikts, General - Major McDowell, spricht sich lebhaft für das Pro jrkt des General Miles aus. Die Beziehungen zwischen den Weißen und den Eingeborenen sind zur Zeit freundlich und auch aus diesem Grunde empsichlt sich die schnelle Absendung der militärischen Expedition. Die Eingeborenen, sind theils Eskimo'S, theils Aleutcn, theils Indianer von denStäm men der Kanai, der Kutschin oder Lou cheux und der Koloschen oder Thlinkithen; die Indianer sind diejenigen, von denen Miles sagt, daß Feindseligkeiten zwischen ihnen und den weißen Ansiedlern fast ausschließlich Amerikanern und Russen auf die Dauer nicht zu vermeiden sein werden. Die Grünsten der Grünen" sind unzweifelhaft die aus dem Lande der Orangen in New Dork ankommenden Immigranten, und daher erklärt es sich denn auch, daß sie solchen Personen, welche ' es in ihrer Schlechtigkeit auf die gewissenloseste Ausbeutung ihrer Mit menschen abgesehen haben, besonders häufig zum Opfer fallen, selbst Lands leuten von ihnen, den Padroncs und ähnlichem Gelichter. Herr Bergamini, der italienische Ein wandeningS Commisiär in New Vork, sprach sich über diese Angelegenheit einem Berichterstatter folgendermaßen aus : Den Agenten, welche ein einträgliches Geschäft daraus machen, daß sie für das Geld, welches sie den italienischen Emi granten bchuss Bestreitung der Kosten ? ihrer Ueberfahrt vorschießen, ungewöhn!ich hohe Zinsen berechnen, ist es sehr schwer gemacht, Emigranten in größerer Anzahl auf ein Mal von Italien herüber zu bringen, da die italienische Negierung eine Zlaubwürdige Bescheinigung dasür verlangt, daß die Emigranten hier ihren Lebensunterhalt verdienen können. Aber gleichwohl .kommen hier sehr viele Jta liener an, welche bei ihrer Ankunst nicht nur fast vollständig mitt?l, sondern auch gänzlich hülslos sind. Bei ihrem Suchen nach Arbeit fallen sie in der Regel Lands leuten in die Hände, welche ihnen einträgliche Arbeit zu verschaffen versprechen, und dann erst, nachdem ihnen ider letzte halbe Dollar genommen ist, werden sie inne, daß sie Bauernsängern in die Hände gefallen sind, und oft auch dann noch nicht einmal. i- An die Agenten in New Jork, welche die Ueberfahrt der italienischen Jmmi aranten bezahlt haben, müssen diese na hezu, das Doppelte des thatsächlichen Preises zuruckbezahlen, und wenn sie von den Agenten in Ncw Bork Eisen--bahnbillets nehmen, so müssen sie häusig däS Doppelte und Drei und Vierfache der regelmäßigen Preise der Billets 'be zahlen, und in ähnlicher Weise werden sie bei vielen anderen Gelegenheiten über daö Ohr gehauen. ' ' - ' Im Ningtheater.Processe führte die Zeugenvernehmung zu einem heitern Geständnis Herr Joh. Schönau, jetzt.Gardcrobier an der Börse, scheint yot dem Gerichlssaäl' eine gewisse Scheu zu haben, denn er muß vom Saaldiener halb und halb herelnaeschoben werden. Er fühlt sich hier offenbar nicht wohl. denn als der Diener zu seinem Platz an

der Thür zurüclgelevri in, uug . ebenfalls mit einem energischen Ruck um und will der Thür zueilen, welcherFluchtplan jedoch durch das bestimmte Ersu chen des Präsidenten: Herr Zeuge, tzt ten Sie näher, vereitelt wird. Der Zeuge ist ein ältlicher, recht unbeholfener Mann. Präsident : In welcher Eigen schast waren Sie am Ringthcatcr? Zeuge : Ich war Garderobier im Par terre. Präs. : Erzählen Sie uns Ihre Wahrnehmungen am Abende des 8. Dezember. Zeuge : Ich war auf mei nem Posten, als die Gasflammen erlo schen sind und der große Sturm gekom men ist. Da hab' ich eine solche Angst kriegt, daß -ich mich nicht weiter um g'.schaut hab', sondern auS'n Thcaterfort und schnell z' HauS g'rennt bin, damit ich mich in'S Bett legen und schwitzen kann. Bei ein' groben Schrecken is '& Schwitzen so viel gut. . . . (Große Heitcrkeit ) Staatsanwalt (ironisch) : Natürlich, Sie haben geglaubt, jetzt geht die Welt zu Grunde, da brauchen die Leute keine Garderobe mehr. (Erneuerte Heiterkeit). Was haben Sie denn geglaubt, waS geschehen ist? Zeuge : Was ich g'laubt hab', weiß ich nicht. Erst am nächsten Tig in der Früh' hab' ich zufällig er fahren, daß das Ringtbeater abbrennt ,S. (Lang anhaltendes Gelächter.) ? .-. Z n i fi N V ; r f i it r a n st S. Ces.tz.

Gin großer Gedanke und wäre es .üid) ein Getarnte kommender Jahrhunderte weckt Sympathie und Achtung. Man kann ihn für utopisch oöer für ver früht halten, kann seine Auösührbarkeit anzweifln, aber man muß ihn lieben, wie das deutsche Volk niemals aufgehört hat, den Gedanken zu lieben, welchen Schiller, in der Gestalt des Marquis Posa verkörperte. Daran vermag we der der Materialismus noch der Pessimismus etwas zu ändern; die Mensch-' he.t ringt in rastloser Entwicklung nach dem denkbar möglichsten geistigen und pl ysischen Gedeihen, und wer ihr einen Weg in der einen oder anderen Richtung weist, den betrachtet sie als ihren Wohl thäter. Der Weg mag lang und bor nig sein, das Ziel gleich einem Jrrlichte hundert Mal verschwinden und wieder auftauchen, gleichviel, die Sehnsucht nach der besten der Welten" stirbt und erlischt nicht, sie ist starker und dauerhafter, als alle Philosophie der Weltverachtung, und sie wird die glänzendsten Systeme überleben, deren letzter Schluß das Nichts, das süße Dämmerlicht der Nir wana oder das verzehrende Fegfeuer der Verzweigung ist.' Sehe Jeder, wo er bleibe. Und wer steht, daß er nicht falle", rieth der große Dichter den Menschen ; aber seitdem haben die Formen der Exi stenz und der Kampf um dieselbe in so rapider Steigerung sich vermehrt und erschwert, daß an der großen Heerstraße des Lebens zahllose Opfer dahinsinken und ein unermeßliches Proletariat aus hohlen Augen nach Brot und Hilfe schreit. Wer hier mit mächtigem Rufe einen Weg zu künden weiß um Elend und Druck zu mindern, dem ist dauernder Dank gesichert, und wäre es auch nur, daß er die Hoffnung und den Muth belebte, daß in seiner Initiative der allgemeine Wille, dem großen Probleme näher zu treten, einen sesten .Ankergrund sände. Wenn man aus diesem Gesichtspunkt: die socialen Resormplctne. des Fürsten m ir i i j.t. i Vlsmara Betrachter, als oeren concreier Ansang in der Rede bei der Eröffnung deS deutschen. Reichstages das Unfall versichcrungsGesetz dargeboten wurde, wenn man sich jedes politischen Atg wohns entschlägt, den sie in mißtrauischen Beobachtern der inneren. Politik des Fürsten Blsmarck erwecken, so kann man nicht schlechthin in unsruchtbarer Nega tion verharren, sondern man muß aner kennen, daß der deutsche Reichskanzler seine enorme Thatkraft der Verwirkli chung eines Gedankens zuwendet, welcher inniger -und lebhafter gehegt zu werden verdient, als alle? Heldencult und aller Götzendienst der geschichtlichen Ueberlie ferung. Die Völker werden nicht auf hören, sich blutlg zu bekriegen, der Ehr geiz und der Hader nicht rasten, , denen Hekatomben zum Opfer fallen ; aber zu : v . v . n , minucfii iictman bci roooioraanniric Samariterdienst, im Kriege das grause Elend, so lange . der ewige Friede" ein Ideal edler Schwärmer bleibt. Und so wird auch der socialen Weltordnung der ff -1 1 C r r - T X ' C 4. w suocr niemals crjcociricn, oer oie ul muth, die Noth, den Hunger und die Hilflosigkeit von der Erde verbannt; aber die Gesetzgebungen können -durch weise Einrichtungen, durch theilnahmSvolle Vorsorge das Unglück mildern. welches die Famme veö Arbeiters erfaßt. wenn ihr Ernährer verkrüppelt oder plötzlich' erblindet oder von langwierigem viechthum aus .das Lager gestreckt wird. Ja wohl, die Gesetzgebungen können all dies Unglück mildern,' sie müssen wenigstens den Versuch wagen, eS zu mildern. wenn nicht d:e sociale Frage m gemalt samen Eonvulstonen. der Selbsthilfe ialle elloronung gefährden und vedroben soll.- Das Unfall.VersichttungS-Gesetz ist in seinem innersten Kerne, vollauf werly oak es oen. .letzten Willen" des ersten deutschen Kaisers bilde und mehr als oas .avarmonopol wurde eS ver dienen, daS letzte Ideal" des deutschen Kanzlers zu fem. Nichts Schöneres kann sich i der deutsche JdeallSmuS wün schen, als den'Ruhm, daß eS ihm gelun gen, vor allen übrigen Völkern den ersten erlösenden Schritt auf der' Bähn !der .r cri .c . ' . lociQicn cnciuny ju machen. : uiopi sche Schwärmer, welche den Stein des SifyphuS wälzten, weil zwischen ihrem Wollen und onnen ein klaffendes Miß Verhältniß bestand haben auch . andere Nationen besessen; aber hier ist es der mächtigste Staatsmann, Europa's, ider die Aufgabe in die Hand nimmt. Das ist eme Bürgschaft des Gelingens, tn Ver such, der - auch die übrigen Völker! zur Nachahmung . reizen mag. Uno nenn immerhin in den Gedanken des deutschen Kanzlers daS. was man StaatSsoclallS mus nennt, eine Rolle spielen sollte, so is eS an den Volksvertrettrnes auszuschet

den, wenn es ihnen gefährlich dünkt, nah dem weisen biblischen Rathschlage. Prii stt Alles und das Beste behaltet.

v Fr. Presse.) Charles Lanzy iicr, der durch Dicken's Ämerican Notes" berühmt gewordene Zuchlh.nlSvogcl, ist vor einiger Zeit, wie schon telegraphisch Mitgetheilt, zum achten Male m:5 dem Eastern Penitentiajy" in PhiladclvKW entlassen worden. Er bc.og dasselbe zum ersten Male am 15. M.li ISU), um wegen eines Diebstahls eine fünfjährige Hast abzubüßen. Während dieses seineS ersten Hafttcrmins besuchte DickcnL das Zuchthaus auf.Chcrky Hill. Dieser tüch ige Mensenkenner crlcnnte bald in Langhcimcr den echten Dieb5' typus und brauchte ihn als Original für dicSchilderung einer seiner in dcn Ame rican NotcS vorgesührtcn amerikanischen Charactere. Dickens hatte mit seinem scharfen Blicke das innere Wesen Lang heimcr's richtig durchschaut, wosür der Umstand zeug?, daß des letzteren nachherige Carriere der anticiplrten Dickens 'schen' Schilderung vollständig entsprach. Lan'gheimer war ein geborener" Dieb. Er hatte, war eiu einträgliches Hand werk erlernt, nämlich das eines Papier druckers; als solcher hätte er viel Geld verdienen können, denn Leute, welche in diesem Handwerk etwas leisteten, waren damals, sehr selten, während Langhei mer ein tüchtiger Papicrdrucker war. Aber er konnte das Stehlen einmal nicht ssen und wurde so statt zu einem tüchtlgen Handwerker , zu einem der berüchtigtsten Zuchthausvögel. Langhcimer stand bei seiner letzten Entlassung aus dem Zuchthause in seinem.7!). Lebensjahre. Als er zum ersten Male in das Zuchthaus auf Cherry Hill" ' gebracht wurde, bekam er die Sträftingsnnmmcr 1274 ; als er aber 1879 seinen letzten Termin daselbst antrat,.' erhielt er die Nummer 10,014. Während seines ersten und letzten Termins bezogen und verließen also 8.740 Personen dasselbe Zuchthaus, in welchem er im Ganzen sünfundzwanzig Jahre zugebracht hat.. Aber, Langhcimer's Zuchthaus-Car riere beschränkt sich nicht ausschließlich auf Chcrry -Hill", denn er hat auch Smg-Slng im Staate New Jjoxt, das Marylander Staatszuchthaus und ver schiedene andere kennen gelernt und im Ganzen mindestens fünfzig Jahre im Zuchthaufe zugebracht. Als er das letzte Mal entladen wurde, hatte er $i5 von seineu eigenen Gelde in Besitz und außerdem die ö, welche jeder Sträfling beim Verlassen jcneö Zuchthauses erhält. Als er sich auS dem Zuchthausc emb schiedete, bemerkte einer der Beamten : Jch. wette daraus, daß er vor AvxM zweier Monate wieder hier sein nui ffröl'cz'ö pslitlscke UnschattUttgö weise. Anläßlich der neulich beganacnenFeier ves hundertsten Geburtstages Friedrich Fröbcr's hat Dr. Hermann Hagen in Leipzig ein interessantes Werk unter dem Titel Friedrich Fröbcl im Kampfe um den Kindergarten" erscheinen lassen. Dieses Buch, welches um so mehr Werth hat, alS Dr. Hagen mit Fröbel nicht nur persönlich bekannt war, fondern auch in einem regen brieflichen Verkehr mit ihm stand, giebt Ausschluß über die politische Anschauungsweise Fröbel's und theilt verschiedene Stellen aus seinen an Dr. Hagen gerichteten Briefen mit. So schrieb er im Jahre 184G an diesen : Sie ' erwarten die Vermittelung der beiden staatlichen ' Elemente von den Fürsten (in .eintm Aussatze .über das republikanische und monarchische Ele ment in Deutschland"). So dachte ich auch e.inst ; . sollte sie aber nicht mit weit größerem Rechte und Erfolge vom Volke aus von der Erziehung des Volkes zur Idee der Vermittelung hervorgehen ? Der Charakter, das Bestreben und Ge schüft der Kindergärten in allem, was darin geschieht, ist eben das der Vermittelung. Dieses durchgreifend und allseitig Vermittelnde. . .ist es eben, was dem Charakter d Kindergärten, die darin . ausgeführten Kindersührungs-, Spiel und Beschäftigungsart und somi, Erziehungsweise ausmacht.. . .Ich möch te innen eS ist im Keime die vraktiick aussühtende, realisirende Seite zu dcm.i was Sie als Schriftsteller erstreben, und das ist es ja doch auch waö Sie erschnen, daß die Ergebnisse Ihrer Forschungen zu thatsächlichen Früchten für' Aol! und die Menschheit werden." ' Und als Erzherzog Johann im Jahre 1848 geäußert haben sollte: Wissen Sie, meine Herren, die Republik ist das schönste Ziel der Menschen; sie wird und muß kommen, aber sie bedarf großei Tugenden ; . für jetzt ist sie noch nicht an der Zeit," ' " da . schrieb Fröbel an Ha gen : Hierdurch veranlaßt, darfund will ich Ihnen, theurer Freund, etwas aussprechen was bisher als tiefes Ge heimniß gleichsam .in meinem Innern schlummerte : Prüfen Sie all mein erziehendes Thun in seinem innerstenKern, ich erziehe und bilde seit einem Dken schenalter sür die Republik und zu ihi hin ; ich bilden und erziehe sür die AusÜbung der 1 republikanischen Tugenden. Welcher echte Staat nd, der es zu wer. den .strebt, bedürfte; sie nicht ? . Darum muß -meine. Erziehungsweise in jedem solchen Staate eine erfreuliche, eine zu fördernde Erscheinung, sein. . Der Aus spruch Johanns beweist übrigens und bestätigt. so, waö .ich über die Mensch' heitsehe der .Politik und : Pädaogit sagte : große menschliche Tugenden sind gleichsam ihre Kinder." .Die Reaktion hatte darum vollkom men Recht, die Kindergärten .mij Miß trauen zu . betrachten - und ihre Erfolge zu fürchten. ' Ihr. treuer Diener, der preußische .Minister von Räumer, that ! nur seinePflicht, als er im August 1852 die Fröbel'schen Kindergärten sür Preußen verbot, wenn ihm dabei auch ein vielbespötteltes Mißverständniß passirte. - " - t H.

Wachsthum öer Ver Ztaat n.

Rob. P. Psrtcr hat xn:r. unsehlichcn Theil der Arbeit am 188'.r Census v:r richtet. Er ist eben du:uit beschäftigt, ein Buch zu veröjscntlichc:?, welche! die Bcr. Staaten mit Gioßbriiannien, Frankreich, Deutschland und Rußland vergleicht. An Fabrik- und Maurfakturwaaren erzeugen die Ver. Staaten im Jahre für $4.440 Millionen, wahrend England nu: sür 3 700 kill.. Frankreich nur sür .1-2.445 Mlll.. Deutschland nur sür 52.15 Mill., und Rußland sür $1.145 Mill. erzeugt. Die hier gclicfertenZhlen sind, was die Ver. Staatkr betnjsl, dem Census von 1880 entnommen; in Vct:css aber der übrigen ricr Länder dem Werke des berühmten englischen Statistikers Mnlhall Ittross ul tions". Ferner berechne! Porter die Zahl der in den Ver. Staaten produktiv beschäftigten Fabrikarbeiter auf nabczu 3 Millionen. Ds Produkt eines Arbciters in den Ver. Staaten ist imJahre durchschnittlich.., gegen $1,120 in Großbritannien. 1,100 in Frankreich und 515 in Deuisch!and. Dieser bedeutende Unterschied wird von ihm, und mit Nccht, in der größeren Geschickiichkeit bei Oekonomisirung menschlicher Arbeitslrast gefanoen, welche der amcrika nische Arbeiter entfaltet; muß aber auch auf Rcchnupg des größeren und weiter getriebenen Mafchinengei:ral:ch3 gesetzt werden und aus die einer gesünderen Lebensmeise und besseren Arbeitsleistung der Amerikaner überhaupt. Wir machen gegenwärtig ein Viertel alles Eisens in der Welt, ein Fäustel alles Stahls, ein Sechstel aller Webstosfe aus Baumwolle und Wolle, ein Achtet aller Scidenwaa ren wenn China ausgeschlossen bleibt. Im Transportaeschgit verdienen die Ver. Staaten 800 Millionen jahrlich gegen 805 Millionen, welche England. 310 Millionen, welche Fraukrcich, und 345 Millionen, welche Deutschland ver dient. Bei England überwiegt natürlich oas Transportgcschäsl ziir See. bei den Ver. Staaten das zu Lande ; dci England der Transport im Auslande und in's Ausland, t ei uns der Jnlandtrans' Port. Im Handel stehen die Vcr.Staaten auf 1.505 Millionen jährlich gegen 3.460 Millionen Großbritanniens, 1,6 i Mill. Frankreichs und 41.020 Mill. Deutschlands. Damit ist jedoch nur der Handel ff.it dem Auslande gemeint ; denn im einheimischen Handel, der in den Ver. Staaten w odl zwanzigmal mehr als der auswärtige b. tragt, steht Amerika abermals voran. Mit Ackerbau, einschließlich Viehzucht, verdient es jährlich $3.000 Millionen. also 50 Plozcn! weniger als unsere Fabrikthatigkeit, und diesen großen Unter schied schreibt Porter dem Umstände zu, daß in der letzteren weit mehr Maschinerie angewendet werden kann, als im ersteren. Unsere Minen'Jndustrie pro duzirt sür 300 Millionen jährlich qesen 25 Mill. in Großbritannien. Unser Verdienst im Bankhatten beträgt tährlich 200 Millionen gegen 540 Mill. in Grsßbrilannien. 170 Mill in Frank, reich. l40 Mi, in .Deutschland und $7" in Nußland. Die Geiam?7.ts.?r.:n'.e aller unserer In outtrien in ii.;;iv miumnni gegen 10.130 M'l!:oc,l i" Gros bnianniep. $0.625 Mill in inülreid). ,35 Mill. in Teutsch! .'t. 1 3 M ll in Rußland und 3.2.ij Mill. in Ocster reich. Angesichts bic i er Zahlen hätten also im Jahre 1880 die Ver. Staaten zur,: ersten Male uüen anderen Staaten 'N industrieller Macht den Nang abae laufen. Rur in zw:i Zweigen der Industrie standen sie noch nicht aus der ersten T'tufe: in der Sceschisffahrt und im Bankzschüft, bzw. im Kapitalbltttze. Der Chinese Ling John Herm stattete vor einiger Zeit von Bo tön aus der StaM Philadelphia einen besuch ab. E? '?::rde dort mii der Lungsrau Kate Fngelhardt bekannt, verliebte sich in sie und fand Gegenliebe. Bald fand die Verheiratung des glücklichen Paares statt. Aber ihr Eheglück sollte l ur von kurzer Dauer scin, denn Kate hat ihren mongolischen Gatten, der sie bald nach der Hochzeit zu ' mißhandeln begann, bereils verlassen und erklärt niemals wieder einen Ehinefcn heir.:then zu wollen. . . Oom Jnlande. I a m e s G o r d o n B e n n 1 1 1 bai der Wittwe De Long's 50,00) in Regierungsbond's zum Geschenk gemächt, eine traurige Entschädigung sür den von ihr erlittenen Verlust. ' ; ... Frl. Virginia C a m e r o n, zweite Tochter des Bundessenators Don Cameron, wird in diesenTagen denMarinelicutenant Nogers, Sohn Admiral Rogerö', heirathcn. , j . J..E. Heard,w elcher s eit neun Jahren Mitglied des Baltimorcr Polizeicorps gewesen ist, hat . vor Kurzem seine Resignation eingereicht, um sich der medicinischen Praxis zu widmen für die er sich. schon seit Jahren vorbereitet hat. . Eine' junge Dame in PH i ladelphia machte vor ihrer Hochzeit, be kannt, daß ' die Namen - der Darbringer "inöochzcitSgeschenkcn nicht bekannt gemacht werden würden. Das Ncsutrat war, daß sie 732 silberplatirte Lössel und 1380 Salzfässer auS demselben Material erhielt. ' Ein Geschäfts man n in New London, Conn., welcher sein dem Versichcrungswescn gewidmetes ' Geschästsgebäudc .Blainc - Building". genannt i,at, erhielt von dem Cx Sekretär Vlainc folgendes Schreiben: In drm Umstände, daß Sie Ihr Geschäsigrbäude nach mir genannt haben, rrblicle ich ein um so größeres Compliment, da wir pcrsdnlich nicht mit einander bekannt sind. '- Ich hoffe, daß Sie in dem neuen Gebäude den bcstcnElfolg haben, tausend Policen in einem Jahre schreiben, und zuletzt sür sich selbst sür dieses urid das zukünftige Leben eine sichere Police untcrschrciden werden. Sollten Sie einmal nach

'aiinaton kommen, ist iLPhen Äte et !

I V " O ' " 0""7 i' fälligst die Klingel an meiner Haus' tyüre.Der alte Peter Cooper in New Jork hat an den Congreß eine Petitizn gerichtet, nach welcher die Noten des Schatzamtes daö allein gültige Pa' picrgcld in diesem Lande sein sollen. DicAlaskaEommercia! Eo." hat kürzlich ihren Dampfer .Ct. Paul nach Ounalaska und der St. Michael's Bat abgehen lassen und man erwartet, daß das Schiss ungefähr am 10. Anaust tn lektcrer Bar clntressen wud. Hier wird dasselbe die von dem Zollcuiter Eorwln" bis dah:n zu bringenden Schissbrüchiacn von dem NodgerS unter Lieutenant Verry eufnehmcn und auf Kosten der. Compagnie nach San Francisco bringen, wo dieselben im günstigen Falle (x'ide August eintreffen können. Der Capitän des .St. Pail", Ersline, ist der Ansicht, es könne der Mannschaft des Eorwin" nicht schwer fallen, Berrn und Gefährten aufzusinden ; die Schlittenreise des Correspon denten Gilder von Cap Serdze nach Jrkutsk nennt derselbe eine bewunderungswürdige Heldenthat. Ein Correspon dent des N. V- Herald" wird auch den St. Paul" begleiten. I n B a t t l e C r e e k, M i ch, verließ Frau Anna Prosser mit ihrer erwachscnen Tochter Anna E. Prosser vor Kurzem zu nächtlicher Stunde ihreWohnung und begab sich nach dem KalamazooFlusse, um sich zu ertränken. Die Mutter erreichte ihre Absicht, indem sie von dem Master fortgerissen wurde und ertrank ; die Tochter dagegen gerieth an eine seichte Stelle und begab sich an's User und von dort nach ihrer Wohnung zurück, wo sie ihren -Bruder von dem Vorgefallenen benachrichtigte. Der Lcichnam der Mutter wurde am anderen Morgen im Wasier gefunden.. Die Mutter war, wie der Sohn angab, in der letzten Zeit geistig gestört gewesen und die Tochter war die Heldin eines Skandals, welcher sich vor einiger Zeit in Battle Crcel abspielte . .. Der Witzbold Mark Twain (Samuel L. Clemens) hat, wie eine New Orleans Zeitung berichtet, drei Monatc unter General Price in der confö derirten Armee gedient. Augenscheinlich ist die lange Zeit, welche der Malley-Prozeß bis jetzt schon gekostet hat, nicht ganz nutzlos ver strichen. Langsam, sehr langsam ist man vorgegangen in der Untersuchung über den Tod der unglücklichen JennicCrämer, aber man scheint doch während dieser Zeit ein starkes Netz ' gesponnen zu haben, das die Angeklagten nicht eher loslassen dürste, bis ihr Antheil an der Tragödie klarer als bisher festgestellt ist. Die Staatsanwaltschaft hat bis jetzt drei wichtige Voltheile ' errungen. Sie hat festgestellt, daß Jennie Cramer ich; er trunken ist ; daß zweitens das in' ihrem Körper vorgefundene Arsenik nicht von gewohnheitsmäßigem Arsenikcssen her rühren kann, sich sogar Spuren 'eines vielleicht gegebenen Gegengiftes sinden, und schließlich ist es ihr gelungen, das Beisammensein der Cramer mit der Douglaß und den MalleyS bis kurz ' vor der wahrscheinlichen Stunde ihres Todes , zu beweisen. Aber wir müssen uns zugestehen, daß man noch sehr weit entfernt ist, die Schuld auf die Angeklagten oder i.'gend Jemand anders fixiren zu können und ' es. daher, wenn nicht neue Enthüllungen zu erwarten sind, überhaupt unmöglich sein wird, direkte Beweise für die Schuld der Angeklagten ' beizubringen. Der . Mangel prompten Eingreifens, nach Aussindung der Leiche straft sich, jetzt schwer, u. nach dem bisher geschaffenen' Eindruck wird man weder auf der einen. : noch der an dern. Seite Beweise genug beibringen können, um eine Einigung der Jury zu sichern, und damit würde auch tiefer große Prozcß enden, wtc so viele andere. Falsche Zähne als. V' röther eines Diebes.. Frau Elisabeth Cox von .New Vorl hat dic lZewohuheit, ihr falsches Gebiß des Adelids zu dem Tageserlös in ihr Taschenbuch zu stecken, das. ihr somit gleichzeitig als Gcldschranl und Tailcttc-Kastcn dient Ihr Schlafzimmer bksindet sich gerade ' über dem Laden. Vorige Woche hatte die Dame es vergessen, ; die Thüre .ihres Schlafzimmers ; zu i schließen, . und vermißte am anderen Morgen das u schcnbuch ; mit den falschen Zähnen und einer Summe .von 125 in Gold. Ihr Verdacht fiel, sofort auf einen ihrer Miether,.. Daniel Bowe . der. in Folge dessen festgenommen und dem Richter im Jcsscrson, Market Pölizeigcricht vorgeführt wurde. Im Besitze des .Beschuldigten fand man ein Taschenbuch mit 25 Dollars vor, das Frau Cox als ihr zugehörend, Bowe Thinge gen als sein ' Eigenthum ' beanspruchte. Zum Unglück sür Letzteren fand sich aber bei eingehender Duzchsuchung deS streitigen Objektes ein falsches Gebiß vor, das. dem Beschuldigten ein Gcständniß feiner Schuld entrang. ' -... . ; ; D i e Eis Ernteaus dem Pcnnobscot'Flusse in Mäine ist 'reich ausgefallen Zu . den 50.000 Tonnen, welche vom vorigen Jahre noch übrig waren, sind 189,500 Tonnen neues Eis eingeheimst worden. ' ' , E i n C e n s u öder' K i r ch gänger von Aügufla,' Me.,' hat-sestge-stellt,' daß nur etwa die Hälfte; der Bevölkerung die Kirchen besucht. . v ; Die L o nd onerZeits christ Jron- sagt : Es gibt viele Artikels in welchen andere Länder uns voraus sind. Als Beispiel dienen stählerne Werkzeuge, welche jetzt in ; großer Vollkommenheit masjenhaft aus. Amerika imporlirt werden und dabei viel wohlfeiler sind, als die entsprechenLen englischen.. .' Phil, fiappapoi't, . : ' ' i' : z f " , Ncchtöanwalt, -95 Ast ZSasyington Str., Zimmer 12 und 13. Indianapolis, In!

Bon: Nuölande.

Im Berliner Museum ist dies Tage ciat in der Umgegend von Pompeji cnsgegrabene bronzene Doppelherme zur Ausstellung gekommen. Den etwa meterhohen, viereckigen Hermenschast bekrönt der Doppelkopf eines jugendlichen Satyrs und eines SatyrWeibchens, die fröhlich vor sich hinlächelnd nach den rntgegengesetzten Sei ten blicken. Er trägt einen Pmienkranz im straubigen Haar, aus dem zwei Ziezenhörncr sprießen ; um dic Schullcrn bat er ein Zicgenfell geknüpft. Ihr Hauptumgibt ein zierlich gearbeiteter Epheulrcmz. Das Haar ist über der Stirn in einer Schlcise ausgenommen und fällt in langen Locken über die Schultern herab. Dic Brust bedeckt ein gestreifter Wollenstoss, der ebenso wie das Ziegenfell des Satyrs und überHaupt alles an diesem köstlichen liöpfchen auf das Sauberste durchcisclirt ist lci der hat die Oberstache unter der starken Oxydirung gelitten. Der malerische Reiz der grünblauen, echt pompcjanifchen Pattna mutz hierfür entschädigen. Welche Sorgfalt im Alterthum dem lleinen Kunstwerke zugewandt worden ist, erkennt man auch daran, daß die Augen sterne und die Bockswarzen am Halse des Satyrs aus Silber eingesetzt waren. Und doch war die Herme, nichts als ein Gitterpsosten.' . Dies beweisen die rechteckigen ' seitlichen Durchbohrungen des Schaftes, welche offenbar die Ouerstäbe des Gitters aufzunehmen bestimmt wa ren. , Ist ei n e Entführung ein Diebstahl? In Berwick, England, ver suchte ein Rechtsanwalt die Entführung seiner Frau durch einen Lieutenant vor Gericht nicht als eine Entführung, sondern als'einen Diebstahl des Kossers,der Kleider und der Schuhe von der Frau darzustellen, weshalb er den Lieutenant des Verbrechens des Diebstahls anklagte. Nach englischem Rechte kann nämlich eine verheiratete Frau kein eigenes bewegliches . Vermögen besitzen. Alles, was sie ihr eigen nennt, selbst die schönsten Roben von Mme. Lafseriere, gehören eigentlich ihrem Manne, und wenn er will, kann er sie auch anziehen oder zerschneiden. Unser Advokat in Berwick, ergrimmt über den Sohn des Mars,- läuft - also zu . Gericht und behauptet, der Lieutenant habe ihm einen Kössc? mit so. und so vielen flleidern, UnNrröckcn und, weiß - der Himmel, mit welchen geheimen Dingen noch gestohlen. Da der Advokat dies beschwört, 'so muß der.Ossicier natürlich . vorläufig einge sperrt werden. Allein die Grandjury, an welche jede Anklage vorderen UeberWeisung an die Assisen und die Petitju?y .gebracht weiden muß, sahen als Männer der Welt die Sache, doch in einem andern Lichte an. Sie erklären, daß, wenn ein Lieutenant mit einer Frau durchbrennt, er wohl diese, aber nicht deren Wäsche dem Ehemanne entwendet.. Anatomisches. Eswird unsere Leser interessiren, zu erfahren, wie groß'der Verbrauch an Leichen sür den regelmäßigen Secirkursus der Berliner medizinischen Studenten in der An.to mie ist. Für .den letzten Winterk'rsuS sind aus dem städtischen Lcichendcpot in der'Friedenstraße durch den Fricdhossvermalter 213 Leichen geliesert worden. Im Sommersmcster arbeitet die Anato mie nicht. Außerdem werden städtischer seits ' noch ; aus Requisition des Kriegs Ministers für den Secirkursus der Mili lärärzte Leichen geliefert. Hierzu kommt der Konsum des von Virchow geleiteten Instituts sür pathologische Anatomie, welcher nicht gering ist. sowie der Kon sum von Leichen, welche, abgesehen von den beiden anatomischen Instituten, in den Krankenhäusern Charite und Klinilum zergliedert werden. Man wird nicht seh! gehen, wenn man hiernach die Ziffer der alljährlich in Berlin völlig zerglie dcrten Leichen aus ' 600 veranschlagt. Nicht gerechnet sind hier die gewöhnlichen Sektionen (Eröffnung der Kopf-. Brust und Bauchhöhle), welche bei fast allen in Krankenhäusern Verstorbenen ersolgt. D i e E n g l a n d e r h a b e n an den Küsten von Van Dicmcn5land und Australien Austcrnbänke entdeckt, deren Reichthum fast unschätzbar .ist. Man n mmt an, daß sich 10 Milliarden Austern auf diesen Bänken in vier Iahren fischen lassen. Man hat schon damit begonnen, dic Mecreöstreckcn auszubeuten, und E"gland. wird mit Austern überschwemmt lwcrden. Die llntcrnehmer der' australischen Austernsischerki glauben, daß sich an allen Küsten AustralienS - Austcrndänle sinden werden. Bei den Kecling- und Cocos'J sein bat man Austern ron ganz mürenhaster Große ,fitöt. Eine dieser Rlesenaustern soll 50 Pfund schwer gewesen fein und eine Länge von 3.) &fl gehabt haben. E'n englischer Schiss-kavilä:, erhielt die Riefenaustcr zum Gcfchenk und zwanzig Personen verspeisten dieselbe. Luftballcnfahrt im Schneegestöber. Ueber eine von sperrn Opitz in Berlin unternommene Luftbailonfahrt melden Berliner . Bialter : Schon unter heftigem Kampfe ,mit dem Wetter das alle Stunden einmal m schlug'- und bald Sonnenschein. Regen, Hagel oder Schnee brachte, war die Füllung dcö 30.600 Kubilsuß haltenden Ballons vollendet worden. Gegen sechs Uhr konnte Herr Opitz in Begleitung eines Herrn Wolsf die Gondel besteigen und'i das Zeichen, zur' Abfahrt geben. Mit gewaltigem Auftriebe entriß stch der Ballon den Händen der ihn haltenden Soldaten, und wand sich in. großen fpi ralsörmigenWindungcn dem mit schwär zen Schneewolkcn bedeckten Firmamente zu. Ein Südsudost.Wind gabdem Bal lon zuerst einen. Nordnordwest KourZ, der ihn über Berlin zwischen dem alten Viehhofe und Moabit dahintrieb. T le Luftreifenden befanden sich hier in ei.ei Höhe von 3O00 Fuß. Durch Auswerfen von drei Säcken Ballast wurde der Ballon wieder zu einem sofortigen rapiden Steigen veranlaßt, wobei er jedoch nun vom Oberwinde gesaßt und direkt nach Süden getrieben wurde. Die Lust