Indiana Tribüne, Volume 4, Number 244, Indianapolis, Marion County, 16 May 1882 — Page 2

Zndicma Hriöune. FSgliHe- und Konnlagsausgabe.

Offlcc: 2S. DelawareStr. EDterel as gecond-class matter ad the tVstoffice at Indianapolis, Indiana.s Abonnements-Preise : Tägliche Ausgabe 12 Cts. per Woche. SonntagSauSgabe ß Cts. perummir. Veide zusammen 15 Ct. perVoche. Da Tagblatt erscheint jeden Nachmit. taa um 1 Uhr. Die SonatagSauögab, ascheint de Morgen. ' Mbune Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 16. Mai 1882. Fürsorge für die Einwanderer. Interessant ist, was der Senior der amerikanischen Journalisten, der Phi lanthrop ThurZow Weed,über die Grün dung des Castle Garden in dem W. Y. Heraldsagt:"' - - ; : r-,ßlat steht noch die Zeit vor meinem Geiste, in welcher die Einwanderer, die unsere Küste 'betraten, die Opfer des gemeinsten Betruges , und Schwindels wurden. Die Kerle, welche die Grü neu schuftigen Boardingwirthen in das Garn. trieben, die Gauner, welche gefälschte PassagierbilletS verkauften, die Helären,welche die ankommenden Frauen und Mädchen in Lasterhöhlen zu schleppen versuchien und hierbei nur zu oft reussirten,' und unzählige Andere, welche aus die Nnerfahrenheit der Ankömmlinge spewlirten, lebten lediglich und aus' schließlich . von ... diesen .niederträchtigen Gewerben. Es war dies vor 30 Iahren. , Ich sah die Hilflosigkeit der Ein Wanderer, mein moralisches Gefühl ein Hörte sich, ich wandte mich zunächst nach Albany, aber meinen dringendsten Vorstellungen wurde mit Gleichgültigkeit be Lcgnet. ..Dieselbe Erfahrung machte ich hei den flädtischenVehörden inNemJork, und nun begann meine Agitation in der 'Presse. Die Bande der Schwindler und Gauner organistrte sich, brachte Geld aus, überschwemmte mich mit Klugen, so daß oft in vier Gerichtshöfen gleichzeitig Prozesse gegen mich anhängig waren. ; - . ' ' . : Es gelang mir, die Unterstützung mei ueö Freundes Robert B. Minturn zu finden, .wir beschlossen, .nach eingehender Prüfung verschiedener. Lokalitäten den Platz für'' ein Unterstützungsbureau für Elmvanderer zu erwerben, aus dem jetzt Castle Garden steht, brachten einen des'fallsigen Antrag in der Legislatur ein, stießen -aber dort aus die heftigste, von den Gaunern . m New Jork geschürte ad - durch reichliche Geldmittel warm gehaltene Opposition. - Schließlich raffte sich das bessere Elernent in der Legislatur aus und passirte das bekannte Gesetz, welches den Schiffs Gesellschasten die Abgabe von einem Dollar für jeden von ihnen beförderten Einwanderer auferlegt und verfügt, daß die hierdurch gewonnenen Einnahmen lediglich im Interesse der Einwanderer verwendet werden sollen. Die ersten erzielten Einnahmen verschwanden in den Taschen gewissenloser Politiker. Der damalige Mayor von New $otf, Fernando Wood, machte unseren Bestrebun gen offen'Opposition, und ein von dem Stadtrathe ernanntes, aus drei Demo traten und zwei Whigs bestehendes Co mltc berichtete gegen jede uns zu gewäh rende Unterstützung Die mehr bezeich neten Gauner und Schwindler arrangirten , eine Massenversammlung und gewannen als Präsidenten derselben den damals bedeutendsten Anwalt der Stadt, Charles -.O'Conor;' Letzterer war uns als ein Ehrenmann bekannt,, wir setzten ihm die Verhältnisse Auseinander, und er leitete'die' Versammlung so, daß sie sich zu einer Demonstration zu Gunsten un feres Projekts gestaltete. Der .schon erwähnti Platz wurde zur Gründung der Bureaux der EinwanderungsBehörde überlassen, die Einwanderungs-Commis-färe wurden ernannt, und diese widmeten sich mit Eiser, Umsicht und Treue ihren Obliegenheiten.- JmLause der Jahre wurden die Anstalten aus Wood's Island gegründet und erweitert, und Millionen von Einwanderer haben seitdem Hülse, Unterstützung,' Rath und Auskunst er halten. sind mit den billigsten Reiseiillets versehen, .vor Betrügereien geschützt worden. Die Anstalt hatte kaum ihre segensreiche Wirksamkeit begonnen, als sich zahlreiche Gauner aus New Jork nach europäischen Hasenplätzen begaben und dort gesälschte .Eisenbahnbillets an die arglosen Auswanderer verkauften; den Einwanderungs - Commissären gelang es mit der Zeit, durch Agenten auch diesen Betrügereien, eiN'Ende zu machen. So hat die Commission gethan, was in ihren Kräften stand, bis .ihr. die Ent fcheidung.der Bundesgerichte, welche die den SchissfahrtS -.Eesellschasten auferlegte Abgabe für unconstitutionell er klärte, die Mittel entzog. j Mir ist diese Entscheidung von An sang an unverständlich gewesen und ae blieben. . Wie die Sacken , nun einmal liegen,- ist eö die -unabweisbare Pflicht n. 'es .1 ewit .... r r . . oer egisiulur in ?noar,y, eine sosorttge Bewilligung zu. machen, welche die Ein Wanderungsbehörde .in den Stand setzt, ihre Thätigteit fortzusetzen ; , die eben so heilige Pflrcht des Kongresses ist es, die Fortdauer der Wirksamkeit der Commls lion sicher zu stellen. Jede einzelne Zeit jung des Landes sollte sich in diesem Slnne ouSsprcchen. Das letzte, was ich'aus Alöany gehört habe,, ist: das) Hauscomite für MUtel , V . . , rn . 1 uno.vege.weroe eine einmalige emu liauna zu Gunsten der Einwanderungs behörde unter der Bedingung empfehlen, daß Einwanderer die m. solHen Schiffen ankommen,' ?deren'Compagnien:die Be-

Zahlung: der Abgabe von 50 Cents pro

Jiiorö häojoszhg; utt na ijaipai -xt u.tmm(pl38 nq uu.Fk" :ziocuh?N2ctZ ßzquzjjvj auirj uu UZ(jvh . ZZUIZZ .VF ,ZE -zgvtz juuvzzö v 'uolZvjZZIMZ JUIJ qun uiSJoaig ZZZljzg 'ijjnptjins ilq u?ttvy Zlcu uuzq tujj3g SunhzikZF jjpia .Ul Zvöoi u'?3 lies 'ttlgnclZZL 1 q ip ZN? Zog p J3ifpij.pl zhzi'i wjiiozom i,j UZqzF SchZttuzjj? ßzölznz jjjim 'u iBo jjij ua'iiamV iu -;ßjaUÖ uoin;i -uoZ zzq sqvh ZNjvq uujq 's ;zj ,q'uv,Z nn uzh?nv2gtz,uz nk z?nv( zSuvz jnv Zlü NVAZG 3unJ n Zog 'niuii zzqv zzZzj 'aqig) uq uzzuzösz; zzgv uzözzhzgm ujq ;o uzzuzqijvisk uzq jjuqiifpl UZZ pjQ siZZtZT uajju iu 'UZZzvhzS ZZM

luojgpQiirCj q ioa jqajg ZUZZ ;, 'uj PH iißuo2) un k.jnvhuztuvtuzj y itt 3 iß jq i3)3ict9 '13(5 -zqzn un giMiF öitivzzq m, :vq:hnj LUVUN qun ölqznaiun. Zlai'uzjlZzSzg qum uvm qun gtiin uzqzz uzjsohzögv iöo mzq 'itpijuqnuiöjß quzzZ qun yzoz MZUZZ hoq övF ?zq u; Hlj ijiuq uvz o M3q Hoq ''ujqrmiö mnvz uuvz tpjj quij U3jjaltz,jzöLnvuzji3zz QUvj.S SZ2vW jno qun u,qavG'3lljvZ m U3izvgu 3;q arppcu 'U3DnoßS o ZllnuZG uizouoauizölzcuiza jäoy Obligatorische Ltimmadaabe. m " m T'j" Daß die lokale Administration in den Ver. Staaten in vielen Fällen eine sehr mangelhaste, ja, geradezu sehr schlechte ist, wird häusig dem Umstände zugeschrieben, daß die sogenannten .besseren Klassen" der Bevölkerung sich der AuöÜbung ibres Stimmrechts beiLokalwah len gänzlich zu enthalten pflegen. Die Ersahrang lehrt, daß die Stimmabgabe bei Lokalwahlen weit geringer ist, als bei Staats- und Nationalwahlen.' Bei den letzteren werden stets die meisten Stimmen abgegeben. Das Interesse an den Wahlen vermindert sich also, je geringer die Bedeutung der Wahen, für die Allgemeinheit ist. Es giebt eine große Anzahl Bürger, welche es sür ihre Pflicht halten, bei Präsidentenwahlen oder bei der Wahl von Congreßmitgliedern ihre Stimme abzugeben, während sie es gleichsam als unter ihrer Würde erachten, sich an den Staats- oder gar an den stadtischen oder County'Wahlen aktiv zu betheiligen. Daher erklärt es sich denn auch, daß diese von solchen Leuten entschieden oder controllirt, werden, welche nicht sowohl auf das Wohl des Gemeinwesens, als vielmehr aus ihren eigenen Vortheil bedacht sind. , . . . Daß dem so istdaß die größeren Geschastsleute von ihrem Stimmrechte kei nen ausgiebigeren Gebrauch machender lart sich whl auch daher, daß ihr Ineresse ganz und gar von ihren geschäst ichen Angelegenheiten absorbirt wird. und daß diese ihnen nicht die nöthige Zeit lassen, um sich in eingehender We'st mit den öffentlichen Angelegenheiten zu besassen. Angesichts diese Umstandes ist aber nun schon wiederholt, in. Vor schlag gebracht worden, jene Leute,welche die Ausübung ihres Bürgerrechte? an den Stimmkästen vernachlässigen, zu der Stimmabgabe gleichsam zu zwingen, in dem man die Verabsäumung derselben ia einem strafwürdigen Vergehen macht. Durch dieses Mittel will man denKrebs' schaden schlechter Lokalverwaltung heilen. Aber man würde durch die Anwendung eines solchen Mittels, dessen Bewährung übrigens eme sehr zweifelhafte ist, sich eines Verbrechens gegen die freiheitli chen Principien schuldig machen, nach welchen dieses Land regiert wird. Denn keine Person rann 'nach denselben ge zwungen werden, von ihren Bürgerrechtea gegen ihren eigenen Willen Gebrauch zu machen.. Denn Rechte sind keme Pflichten, lroozu sie aber' in'diesem Falle gemacht werden wurden, wenn lhre.AuS ubung durch die Gesetze erzwungen wer den könnte. ' ... Die von seinem freien Willen abhängige Befugnis deS Bürgers, seinStimmrecht auszuübenschließt auch die Befugniß ein, sich derAusübung diesesStimM', rechtes zu enthalten. , Von derInwen dung jenes Mittels, der Einführung der odllgatonschenSttmmabgabe, kann also nicht hie .Red:. sein. . Wie aber- das Uebels welches durch jenes' Mittel beseitigt werden sollte, geheilt werden .kann, OaS weiß wohl ''bis-jetzt noch Niemand anzugeb-n, so wünschenswerth es auch sein möchte, daß gerade diejenigen B:ir ger, welche, sich jetzt der aktiven Theilnähme an' dcn Wahlen, namentlich an den Staats und Lokalwahlen, enthalten, durch ihr. Votum unsere öffentlichen Verhältnisse zmn Besten des ganzenLandes beeinflußten. Die VertheidigungS Ne)e ... , . . . ' . ' des Rmgtheater-DirektorS Jauner ist so voll von theatralischen Effecten, daß wir wenigstens dtt - Schllderunq semes Ge müthszustandeö bei dem Betreten . des brennenden Hauses den Wiener Zeüun gen wörtlich entnehmen.. Jauner sprach anfangs sehr, leise, fast unverständlich, nach -und l nach hob sich jedoch seine Stimme und nach den ersten sunf Mlnu ten hatte daS Organ seine gewohnte Kraft. Jauner erzäblt,,wie er am 8.Decembcr aus der Matinee weg. zu seinem Freunde dem Generalconsul Nathan sich begeben habe, um bei diesem zu speisen ; allein Nathan hatte.schon, gespeist. , Ich r ' . ' ic -rt.! :-rr-ljr v ugxc zu iqui . vijcycii.iuit uiju uuu Vorstellung speisen. (Erregt.) Jch erzähle:daS ' nur) well '.mir, der Voruurf gemacht wurde, daß lch an jenem Abend betrunken, war, von der W ein käun e .'er hitzt.. Ich -hatte an diesem Tage nicht einmal ncch zu Mitiag'gespeistviel 'weNiger getrunken. Von Betrunkensein, was bei m;r Überhaupt , Nicht vorgekom men ist kaisn dah'r keine Rede sein.' 5 , Ich und' Nathan nahmen unsÄöends, fünf Minuten, nach, Dreiviertelaufste

ben?Uhr, einen Jlater und.fuhren'in das Ringtheater. , Der Kutscher , ruft mir " I.' .. iV'mi

plötzlich zu : .Herr UMeitor, oas Ning theater brennt!" Schon früher hatte ich an der elektrischen Lampe,' ein verdächtigcs Zucken bemerkt. Ich stürze aus, dem Wagen, ins Theater hinauf

und Griesau stürzt mir entgegen mit den Worten: Mm Gotteswillen, Herr, Direktor, achen Sie nicht hinauf, es ist Alles verloren !" (Nach einer Pause fährt Herr Jauner unter Thränen fort): J) winde mich durch und komme zu mriner Garderobe, zu meinem Bureau. - Ich öffne eine eiserne Thüre und ich stand vor diesem entsetzlichen Feuer. (Stockend) : Herr Präsident, was ich in diesem Augenblicke empfunden ..habe., das .ist unmöglich -zu beschreiben ; keiner von den vielen tau end Menschen, dle das Theater umstanden, haben diese Empsindung gehabt, wie ich (Bewegung.) Starr stand ich bewegungslos ich habe keine Sossiten gesehen. ," Mein Haus, wo ich mein Vermögen, meine Krast, meine Ehre. meinen Namen eingesetzt habe Alles verloren: - ' Der Angeklagte fährt, nachdem er sich ein - wenig' gesammelt hat," fort : ' .Ich weiß nur,, daß mich Nötel tras, der zu mir sagte : Mein armer Direktor : , . . Später kam meine Frau, die in meine Loge gehen wollte.. Sie stürzte unter Thränen in meine Arme. ? r Der Schauspieler Vleibtreu will mich gesehen haben. . Er versichert, daß. er mich amArme geschüttelt, um mich aus derEr starrung zu befreien. Ich weiß nichts mehr. . . . Wie ich herausgekommen, was weiter mit mit mir geschah, ' ich weiß eö nicht. ,L Ein Zeuge erklärt, ich hätte mit eigenthümlichem ? Tone gesagt : r Nun, eö ist ein Unglück !" Die. Worte mögen richtig sein, was ich aber dabei empsun den, weiß Herr Schüttenhelm nicht zu beurtheilen. Herr Negiffeur Nötel kam aus mich zu und sagte zu mir : 'Anne? Direktor !" (Herr Jauner schweigt aber mals, Thränen stießen über sein Gesicht ; er sährt endlich fort): Zu meinem Vru der, der mit meinem einzigen Kinde des Weges kam, sagte ich : Ich im ein tut nirter Mann !" Der Herr Staatsanwalt sagt, ich hätte wie eine Ratte das sinkende Schiff verlassen ; ich war nicht aus dem Schiffe, ich bin erst aus das sinkende Schiff gegangen. (Ausgeregt): Ich bin ein Mann von Thatkraft und Energie, hatte immer Geistesgegenwart -hierließ sie mich im Stiche. Ohnmächtig stürzte ich herab ; das geflügelte Wort war schon verbreitet: Alles ist gerettet ! : Ich begab mich zu meinem sehr werthen Freunde und sagte zu ihm : i.Jch bjn ruinirt, aber Gott. sei Dank, es ist kein Mensch verloren."' . Der PolizeiPräsident Marx sägte mir, . es seien berezts sechzig Opfer aufgefunden worden. . . e . " 1 . , . r r' as war lur miaz. ein Tcoiag, unsan bar." : S' ' - ' - ;' QXnt Hundert 5'Nionen.Vlbschaft. . . , i , v ' ' ' ' " - : Im Auni v't ' ' ' läbres krbieltKou. verneur Soyt' vv.. Pennsylvanien : vom damaligen Staatssekretär ' Alaine -ein inosftzielleö Schreiben, in welchem das Unwesen der angeblichen Vermittler von Millionen-Erbschaften besprochen und auf einen speciellen derartigen Fall in folgenden Worten hingewiesen, wurde : Jchbin in den Besitz', des beiliegenden Briefes gelangt,- welcher an einen geachteten Einwohner Galesburg's, Mich., gerichtet wurde, von einem Manne, welcher sich H. B. Sinks nennt, sich Sekretär der Van Horn und Van Sant Association" tiwlirt . und als den Geschästsplatz besagter Gesellschaft No. 311 Walnutstr., Philadelphia, angiebt. Das Bestreben der Gesellschaft besteht nach dem Briefe darin, den rechtmäßigen Erben des Wolfert Webber-Vermö-gens", das angeblich aus zweihundert Millionen Dollars .besteht, in Wirklichkeit aber gar nicht vorhanden' ist, zu ihrem Rechte zu verhelfen. . Da hier offenbar 'ein Schwindel vorliegt, so empfehle ich den beiliegenden Brief Ihrer besonderen Berücksichtigung." AuS irgend welchen Gründen bekummerten sich die Staatsbehörden Pennsylvanien's nicht im Geringsten' um die (öache, und die elbe hatte damit lhr Bewenden. Nun ist aber dieser Tage ein Berichterstatter der Philadelphia rm . Mä .'-'V Ä-imes aus oen genannten yerrn y. B vlnrs gestoben, welcher sich inzwischen einen anderen GeschSstSplatz gewählt hatte. Derselbe bezeichnete sich noch als Sekretär der Van Horn und Van Sant Association", und theilte dem Reporter mit, -die Van Horn gehörten zu den rechtmäßigen Erben des Wolsert Web-ber-Vermogens", welches nicht nur in Holland, sondern 'auch in Bergen, N. I., befindliches Grundeigenthum um fasse. , , Die , Association zähle bereits zweihundert Mitglieder, welche sich aus vierundzwanzig, . verschiedene Staaten vertheilen. Bis jetzt sei noch nicht genug Geld ausgebracht worden, um die Erbansprüche in entsprechender Weise betreiben zu können. .. Um Mitglied der Association . werden zu können, müsse man eine Anzahlung von .Z1l)0 . machen.und jeden Monat 25 Cts. beisteuern. Ferner habe sich unter' seiner,. Sinks', . Leitung eine Aktiengesellschaft gebildet, welche sich gleichfalls mit der Betreibung von Erb anfpRÜchen befasse. Jede Aktie koste $5. Herr Sinks war nicht geneigt,- weitere Delails.'anzuzebcn, .'händigte aber dem Berichterstatter einPcunphlet ein, welches Jahresberichte über.die'Gesellschast,deren Versammlungen und 'angebliche Lei stungen enthlelt.M.Uebrigen aber durch aus keln '.helleres Licht, auf. die. Sache - m ,. . I ....... t . -. ' .... - warf.. ..... , i 'j Wahre Gründe der Auswanderung . . . ' i ': Offiziöser Berichterstatter ;, .Nun sagt ml? einmal klär end deutlich, Ihr guten I Leute, was triibt Euch-eigentlich uber's Meer?"' ' ' v" " ' ! Die Auswanderer: Wa8 denn sonst, als die Zustände im ..Lande!., Es war, eben bei - uns 'zu Hause' nicht mehr zum Aushalten!" . - ' ' , , .. : : : . . 'ä - ' ' '' '

Berichterstatter : Kann mir's denken. Ihr fürchtet eine Erneuerung 'des frei händlerischen Elends und ergreist lieber die Flucht, als daß Jht die Bamberger-' 'schen Prinzipien zum Siege gelangen seht." f . , : . Ein junger Bauer : .Ja, wenn's das allein wäre! Ich will Ihnen sagen, weshalb ich auswandere. Ich ärgere mich zu sehr über die einjährige Etat ' nd die dreijährige Legislaturperiode. Wenn ich so hinler meinem Pfluz herging und bedachte, daß die verdammten Liberalen leine zweijährige Etatperiode aufkommen lassen wollen, ..da siel mir. das Herz in die Hosen. Denn was nützt es mir, wenn ich auch des Sonntags einen ganzen Hühnerstall im Topfe habe uno.eS giebt keine vierjährige Legislaturperiode dazu? Da habe 'ich ..denn beschlossen, über's Meer zu gehen und scrn im Westen Amerika's meinen Kummer über die deutsche Fortschrittspartei auözumeinen." Ein anderer Bauer : Und .ich, wenn Sie's wissen wollen, habe mein Ränzel geschnürt, weil es bei .uns in Deutsch land zu wenig Militarismus giebt.. Ich halte nichts vom Eivilstande. , Drüben über'm Ozean aber ist ein sreieö Land, da kann ich so lange und so viel exerzi ren, wie ich will, und. kein Mensche darf mir was dazwischen reden . Ich mache nach TexaS !" ; ' ' .-. . . .. Berichterstatter ; Ist das EuerGrund, braver Alter?" . . . ' Ein .alter Schullehrer: New.'; Ich wandere lediglich des Steuererlasses wegen aus. Wenn man, wie ich, sich durch 60 Jahre daran gewöhnt hat, pünktlich seine Steuern zu zahlen, so fehlt. Einem was, wenn der Steuerbote ein paarMsnate lang ausbleibt. In meinen Iah ren lernt man nicht mehr um. Da will ich denn über's große Wasser in's- freie Amerika, wo ich vor den SteuererlaßPlackereien sicher bin." (Berliner Wespen.)

Innere Medizin, In Wiesbaden wurde vom, 21.' bis 24. April dieses Jahres ein Kongreß für innere Medizin abgehalten. Die zur Sprache gebrachten Gegenstände waren durchweg wichtig, wurden interessant be handelt und lebhaft erörtert. Der innern Medizin scheinen sich neue Wege der Einsicht und des Handelns zu öffnen. Die von keinem der zahlreich Vcrjammelten angezweifelte Entdeckung des niederen Pilzes, durch den die menschliche Lungenschwindsucht .entsteht und dessen mikroskopische Vorlegung durch denEntdecker, Regierungsrath Dr. Koch aus dem Reichsgesundheitsamt, , geschah, ist eine Thatsache von außerordentlicher praktischer Traaweite. Die . Verhütung und Heilung der Lungen- und Kehlkopsschwindsucht erhalt damit erst einen festen Boden, während sie bis jetzt sich in unzuverlässiger, wechselnder Erfahrung um herbewegte. , Und auch der gegebene Rückblick , auf bereits. Erreichtes war tu sreulich. So z. B. konnte allseitig 'festgestellt werden, daß seit deij Einführung der sieberwldrkgen Behandlungsmethode In der Mitte der 30er Jahre durch kühle Bäder, Chinin "und' ähnliches der Prozentsatz der Sterblichkeit im Typhus, in der Lungenentzündung und änderen In-fektions-.und '.Entzündungskrankheiten bedeutend gesunken sei. Ueberhaupt trugen die Verhandlungen. des Congres ses allenthalben den Charakter, des aus das Praktische gerichteten Arbeitens, wobei natürlich nicht übersehen wurde, daß neben derErfahruna'die theoretischen Studien unentbehrlich seien. Der Con. greß hatte deshalb auch die besten pathologischen Anatomen'und Pharmakologen Deutschlands als die Vertreter der theoretischen Richtung eingeladen, und die inneren Kliniker ' selbst besprachen mehrfach Gegenstände, welche vorläüsiz rein wissenschaftlich sind, aus deren voller Erkenntniß aber später sich praktische Erfolge herausheben müssen.!.1: 'i T H er r Ge orge Ban krost gra tulirte neulich bei. einem Empfange im Weißen Hause dem. Präsidenten dazu. daß er .Jumbo ,. den Rlesenelephanten in New Jork. gesehen habe. Und .Sie haben den Elephanten doch auch gesehen V erwiderte Präsident Arthur. . Oo Jnlande. D e r w o h l b e k a n n t e B a n l 1 1 Jsaac Pereire hatte kurz vor seinem un längst ersolgtenTode vier Preisausgaben ausgeschrieben, deren beste Beantwor tungen' mit je G2000 resptz1000 belohnt werden sollten.- Die ,N. Y. Volksztg.- enthält die Mittheilung, daß als beste. der eingesandten Beantwortung gen deriFrage: welches ist das beste System öffentlicher Schulen ? diejenige einer Amerikanerin, Miß Maria C. Ledreyt, Lehrerin an der Normalschule zu Fra mingham, Mass., von den Preisrichtern I. B. Dumas, Carnot und'Camille See zuerkannt und mit $4,000 belohnt worden ist. Wir nehmen hiervon. mit dem Bemerken Notiz, daß wir in keiner euro päischen Zeitung' seither etwas von der Preisverleihung an eine Amerikanerin gelesen haben. ' ;- ;(:' 6 i n u n m e i t I o h n s b u r i n Vermont wohnender Farmer mietheke einen ! Franzosen' als -Arbeiter. Derselbe wurde am andern Morgen schon um, A Uhr zum Frühstück gerusen ; als er sich dasselbe gut hatte schmecken lassen, ' sagte er: .Dies ist der beste. Platz, den ich jemals gesunden;. denn es gibt hier in einer Nacht zwei Mahlzeiten." 'Daraus legte er sich wieder' zu Bett und genoß noch einige Stunden gesunden Schlases.' D ie ersten Kirschen erschi enen in San Francisco am 1. Mai auf dem Markte und wurden mit pro Pfund bezahlt; sie kamen , auö dem Vaca-Thale. Im vorigen Jahre gab eö schon am 16. April Kirschen auf dem Markte; dieselben wurden mit 51.25 bezahlt, f; ; ' .'. -.::?":v :

In B er ks E ounty, P a., wurde ein Frau vor dem Gerichte schuldig be" funden, eine Schimpfboldin .(commoa

8001(1), sowie eme. allgemeine Unheu tlsterln" zu sein. Sie wurde zu einer Geldstrafe von $1 und zu einer zehnäglgen Gesüngnlßhast verurtheilt. . e: m xn 1 n P 0 in t ir ent er 1ewYor. er Ant erklärte neulich, daß neun ehn kl aller amerikanischen Frauen keine Ahnung davon häiten, waS ihrer eige p tC 5 nen Ge unoJeil uno . oerienlaen lyrer Kinder zulraglich oder nachtheiiig sei. In den letzten dreißigJah ren hat sich in Ohio das durchschnittliche Areal der .Farmen von. 125 Acker, aus 103 verringert. Allem .Anschein nach wird diese Verkleinerung der Farmen in der Zukunst noch schneller vor sich gehen. Aus Litt le Rock, A r k., w ird berichtet, daß daselbst ein' Neger vom Aussatz, wie er bei den Chinesen vor kämmt, befallen orden sei. Dle Haut färbe des Negers i schmutzig welv ge worden, und das Fleisch fällt .ihm von ' t. t. ' 4" nern Körper. !zver 2,00 oes ungillllttchen konnte nach den vorliegenden Nachrichten jeden Augenblick.eintreten. ' - In Castle Garden la nd ete n vorigen Freitag die Zwischendeckspassa giere folgender acht europäischer Dampser : . Weflphalia", Hamburg 820 .Scotia", Marseille . . ... . . .... . . 342 .Dorian". Gibraltar.... W) Erin. London .1116 .Helvetia", Liverpool. . .1222 Abyssinia", Liverpools......... 839 Circassia", Glasgow ... . .'. . 898 State os Florida", Glasgow... 905 Zusammen . 1 . . . . 1. . . . . . : . . 6342 Der Holländer Maggiel Nieuwland machte in derOssice derEinmänderungö commissSre folgende beschmorene Anzei ge : er habe in Amsterdam an die Firma FrleS & Schwanneburg für feme, semer Frau und achtjähriger Tochter Fahrt von New )oxl nach Chicago 81 Gulden 25 Kreuzer bezahlt. Dm Tage .vor Ankunft des Egyptian Monarch" im New Norker Hasen sei ihm vom Capitän des Dampfers der .Paffage Contralt abgenommen und trotz seiner mehrmaligen Aufforderung nicht zurück gegeben worden. Er könne jetzt keinen Beweis liefern, daß er dieFahrt von New Vork nachChicago bezahlt habe, und auf seine Anfragen in der Ofsice der Amsterdamer Linie und - der Monarch"Linie sei ihm die Antwort geworden, daß daselbst keine Ordre sür seine Fahrt von hier nach Chicago eingetroffen sei. Er könne demnach jetzt-'selne Reise nach Chicago nicht fortsetzen. Die Emwcrn derungö-Commission wird die ' Angelegenheit zum Gegenstande einer Untersuchung machen. ' Die Amerikanische Bibelgesellschast hat in dem letzten Jahre tz603,400 verausgabt und 5552,223 ein genommen.. Es wurde von der Gesell schaft ein Theil des neuen Testaments in japanesischer , Sprache herausgegeben. sowie die Psalme und Spruche Salo mon's in der Sprache der Zulukaffern. Der a m e r i k an i s ch e D i ch ter und Schriststeller . Stedmän wird während des bevorstehenden Sommers seinen Ausenthalt theuS m.der Schweiz. theils im nördlichen Italien nehmen und daselbst- sein Wer? .Ausschwung der amerikanischen Poesie" vollenden Der Bostoner Herald", ein unabhängiges Blatt, sagt : .Wir stnd nicht sehnsüchtig nach einer Kriegsflotte, zumal da unsere Handelsschiffe m fremden Häfen so selten zu sehen sind. Aber wenn wir auch noch sehnsüchtiger nach einer Flotte wären, so würden wir doch rathen, zu warten, bis Jemand anders das Geld dafür in die Hände bekäme. Nicht einen Dollar für Chandler und Robeson zum Ausgeben, das sollte' der Beschluß deö Kongresses sein!" : ' . . 7 n Alaba ma legte b i esc r Tage ein Mann seine linke Hznd auf eine Schiene und ließ sie von einemZuge zermalmen.? Er erreichte dabei aber seinen Zweck nicht, denn die Entschädigung, aus welche er es abgesehen hatte, wurde ihm nicht zugesprochen, da nicht nachgewiesen werden könnte, .daß irgendwelche Fahrlässigkeit seitens 'der.. EisenbahnCompagnie vorliege. ' ' D ie Freunde des Frauen Stimmrechts in 'der Assembly zu Albany haben die Entdeckung ' gemacht, daß es der Legislatur nicht erlaubt ist, den Frauen - das Stimmrecht zu ertheilen; sondern es müsse erst ein Gesetz-pass'rt werden, welches : die Legislatur dazu ermächtigt. : Mit andern Worten: Die Constitution 'muß erst in diesem Sinne amendirt werden, und zu diesem B chuse ist nun ein Antrag eingebracht wor den. " D i e B r 0 0 k l y n e r B r ü ck e wird erst in einigen Monaten vollendet sein ; doch ist dazu, wie es heißt, wenigstens noch eine Million erforderlich. Durch die über die. Brücke fahrenden .Cars" sollen stündlich siebentausend Personen .besördert werden können. ,. , Der Plan,den dieMörder in Dublinbei Ausführung .ihres Verbrechens.verfolgten, erinnert an, einBer fahren, welches. in neuerer Zeit auch in den Ver. Staaten.. von. Verbrechern ein aeschlaaen worden" ist , ' Die .letzteren miethen einen verdeckten Wagen, nähern rLi' ' fj?". " na) in slilcqem lyren psern, iprlngen herab begehen das Verbrechen und sahren dann l schleunigst davon. '. Genau so verfuhren vor.einigen Monaten irr. New Horl die .Räuber die den Clerk.eiaes Bierbrauers um. das Capital beraubten m " rv M v-k das er aui elne mm zu ormgen tm m ... ' . i . y - s- 1 t ariffe war. , . ... D r. O l i v er W e n de llHolmes soll vom Bostov Globe .. für jeni Ge dicht äus'Garsield's. Tod' $S' per '.Zeile .kAiioH hnhin . " - i Jli.-: ciyuiini VUUl.ll

Phi 1. Kappaport, . 1 '''AechstMl! . ;. ; ; ' 95 stWasßingtöy Str.. I Limmer l2 und 18. Indianapolis, Jn'o

N Oom ulande. ' Ein zur Verhütung von Eisenbahnunsällen dienenderApparat hat bei der französischen Nordbahn das Bür gerrecht erworben. Derselbe dient dazu.

den cascylnisten bet nebligem Wetter t"ii hn (frttih fc'. .iTi.m ... Hm.v"' wuuw mum mime au unterrichten. Dazu ist in einiger Entser. ... ' l nung von der Stange Mitten aus dem Geleise zwischen den Schienen ein Holzblock gelegt, der mit Kupser überzogen durch elektrische Drähte mit der Sia . W fl V V . - anlange in 'ervinoung steht. atrt die Maschine diesen Blcck. so streicht sie mit küpsernen Besen darüber, welcbe wiederum metallisch mit dem Hahn der Dampspseife verbunden sind. Durch ' Berührung der Besen mit dem Block aus dem Wege wird ein elektrischer Strom geschlossen, der den Hahn öffnet und die Pseise ertönen läfct, wenn der Signalzeiger aus .Halt" steht. Der Maschinist ann.dann.noch bet Zelt bremsen. . Eine solche Einrichtung besteht auch, an der durchlaufenVenLustbremsvorrichtungvon estinghause, sodaß die Nähe des Sig. nalpfahls von selbst die- Bremse deS Zugs schließt. - Em' sehr netteS kleines Modell dieser Vorrichtung war auf der elektrischen Ausstellung zu Paris in Wir kUNg. n : "1 - - , . : Ang enehme Veruechselung. Der .Mähr. Corr.". meldet auS' Brunn :Anton Buchmann, der wegen schwerer körperlicher Verletzung, begangen in Nothwehr,' von derJury inBrünn freigesprochen wurde, dürste . nochmals' vor dieselbe gestellt werden, da der Ob mann der . Geschworenen b der Verlesung des VerdiktS -irrthümlicher Weise die Jq".und .Nein" verwechseltes ber: Fall macht peinliches Aufsehen. Der Ursprung des F Schers. Ein jüngst in Paris erschienenes Buch von Germain Bapst weiß hierüber ?olaendes zu erzählen : Unter der Re gierung des japanischen Kaisers Ten-)i (670) sah ein Arbeiter von Tamba den Fledermäusen zu, die ihre Flügel aus breiteten und wieder schlössen.. Daeauf verfertigte ' er aus StossAbfällen ein klemes Instrument, das dte Bewegungen der erwähnten Thiere imitirte. Wenige ' Jahre später war der Fächer bereits eine gefährliche Waffe in der Hand' der schönen Japanesinnen. Ein e 0 r iginelleNacht" wächtergeschichte wird aus der sächsischen Oberlausitz, gemeldet. In einem wendi-. schen Dorfe bei Bautzen hatte ein NachtWächter die Aufforderung erhalten, einem Marder auszulauern, .der der Schrecken'! des Dorfes geworden wa?.' Eines Mor gens bei .Tagesanbruch wurde er des Räubers ansichtig und weckte schnell einen Bekannten der eine Jagd gepachtet hat, um ihn zum Abschießen des Marders zu holen. Der Abschuß gelang, der NachtWächter aber wurde vom Schöffengericht, weil er zum- Schießen an bewohnten Orten aufgefordert hatte,' mit 3 .MarkStrafe belegt. :; ' - Eine jugendliche H eld in. Man schreibt aus London : Anna Lostuö, ein 16jähriges Mädchen, rettete sich Nachts aus einem brennenden Hause in Stockport. Kaum der Gesahr entronnen, erinnerte sie sich, daß ihre 7jährige Schwester in- demVin Hellen-Flammen Pt c ATä C m r steyenoen Gevauoe zuruagcvlleoen tu Sie beschwor Äie Umstehenden, Hülfe zu leisten, aber Niemand wagte es.- Rasch - entschlossen tauchte das Mädchen ihr Um schlagetuch in's Wasser, hüllte sich darin ein und war im nächsten Augenblick in dem Flamnienmeer verschwunden. Mit unbeschreiblicher Ausregung sahen die. Zuschauer dem Auögange deS furchtba rcn Wagnisses entgegen, und schon be mächtigten sich Aller die schlimmsten Besürchtungen, als das brave Mädchen, ihre Schwester in den Armen, wieder erschien und vor dem Brandplatze ohnmächtig zusammenbracht SchwereBrand munden im Gesicht und an den .Armen machten es nothwendig,, die heldenmu thige Retterin in das Hospital zu brinzen, wo sie die sorgsamste Pflege fand, so daß sie gegenwärtig sür außer aller . Gesahr erklärt wird. : M ! . Aus S i d n e y wird der Tod des exzentrischen deutschen Reisen)en Christian F. Eckäser gemeldet.' Der 'Lerstorbene war aus Hessen 'Kassel geürtici und ungeachtet einer schwächlichen , onsillulion und einer Rückgratökrümnung war er stets lkldenschastlich'sür da Keisen eingenommen. Sein Ehrgeiz ?cstand darin, jedes Land,, sei es civiliIrr oder unc'miiisnt. zu besuchen und es hnfi rr Srnnfrirn Oihnnifn' ht 7 B yj j 0 vvf vSchweiz. Italien, du Türkei, das heilige Land, China, Japan, Amerika, Neuseeland und Australien bereiste. Den grüß ten Theil seiner Reisen legte er zu Fuß zurück und er brüstete sich damit, daß 'er nahezu l50.000 Meilen gewandert sei. Das Merkwürdigste ist, daß er stets ohne Baarschast reiste und mildthätige Samariter für seine allerdings sehr bescheidenen Bedürfnisse sorgen ließ. In Sidney erkrankte Schäfer und die dortige Freimaurerloge beabsichtigte,, ihn aus ihre Kosten nach Europa zurückzusenden. - .In Melbourne wurde . er- aber , wahnsinnig und endete kurze Zeit später seine irdische Laufbahn in einer Irrenanstält. unweit Sidney nntfnU 11 ntnit !7thnPtl. , ' " : Charles Darwin, dem entschlasenen Forscher, widmet R.'SchmidtCabanis in der jüngsten Nummer des B. Montags-Bl." einen poetischen Nachruf, der es wohl verdient, in weitesten Kreisen bekannt zu werden ; "- ' ' .. . i . ; i . , r.i m&tn mächtiger Genius kannte nu:hle- , nieden . Ein einzlg'Ziel: die Wahrheit ; nur. Ein Streben : . Sich zu versenken surchtlos,'öhn'. Ermü-' ' ' . den ' ' In der Natur geh?imnißbollWebcn. 'i j So thatensreudig ging er aus dem Le-. be, : Als sucht er nimmer dort", den ewigen , Frieden Nein, wär' er von derErde nut. geschieden, Des letzten RäthselsSchleier aufzuheben.