Indiana Tribüne, Volume 4, Number 243, Indianapolis, Marion County, 15 May 1882 — Page 2
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IndiäNK Triöütte.
FLgliche- und Sonlagsansgaöe. Offfcc: 2S. DclawareStr. Knfcrcl jis sccoimI-cIjw mr.ttor at tho rostoßicc at Intlianrtpolte, Imliana.) Abonnements-Preise : Tegliche Ausgabe 12 Cts. per Woche. SpnntagSauSgabe 5 Cts. perNummcr. Veide zusammen 15 Cts. per Woche. tW Da Tagdlatt scheint jeden Nachmittag um 1 Uhr. Die Soun'.azSausgab, erscheint des Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 15. Mai 1682. Eine roömopslttisöze ffamilfe In der Nähe der Wallstreet Fcrry in Vrooklyn, R. Y.. liegt zur Zeit das englische Vollschisf Somit)" vor Anker. Dasselbe ist ein eisernes Fahrzeug und daS größte Segelschiff, das zur Zeit im Hafen von New ?)oif liegt. Es traf daselbst vor einiger Zeit nach einer neun Zlgtägigen Fahrt von Calcutta aus mit einer Ladung Jute ein, und zwar unter Führung Capt. I. Flynn's. Die Familie des Capitüns, eine uhappy iainily" im besten Sinne des Worte, ist es, welche dem ihr als Wohnung dienenden Schiff ein besonderes Jntereffe verleiht, denn sie ist eine durchaus kosmopolitische. Der Capitän" selber, ein kräftiger Mann von 40 Jahren, wurde in Liverpool geboren und hcirathcte vor ack)t Jahren eine, hübsche siebzehnjährige Amerikanerin. Dem von des Meeres und der Liebe Wellen gctrazencn Paare wurden inzwischen sechs Kinder geboren, das jüngste am 25. April dieses Jahres im Hasen von New Aork. In der heiligen Taufe erhielt cs die echt amerikanischen Namen Washington 3aificlb Vrooklyn, und Papa Capt. Flynn behauptet mit vollem Rechte, daß dem Knäblein, als geborenen Amerikaner, falls es sonst die ersorderlichcn Eigenschaften und Fähigkeiten besitze, in seiner Carriere als Kandidat für das Piästdcntcnamt der Vcr. Staaten nichts im Wege stehe. Unter den sechs Bindern der sccsührcnden Familie sind nicht zwei von derselben Nationalität. Das älteste wurde vor sieben Jahren auf der Höhe des Cap der guten Hoffnung' geboren, und der .sinade hat-bis jetzt die auf ihn gesetzten 5cffnungen in keiner Weise getäuscht. DaS zweite erblickte das Licht derWclt in einem- Hafen Peru's, das dritte im Hafen von Yokohama und das vierte am Delta des Ganges. Das fünfte wurde während eines heftigen Sturmes auf dem indischen Ocean, in der Höhe von Mauritius, geboren, und das letzte, wie schon gesagt, am 25. April dieses Jahres im Hafen von New Z)ork. Die Kinder sind noch sämmtlich am Leben; den kleinen Kosmopoliten ist die srische Serlust sehr gut bekommen, denn sie strotzen von Leben und Gesundheit. Ihr Elternhaus ist das gute Schiff Lornty" und ihre Heimath die weite, weite Welt, speciell das Meer mit seinen ruhelos rollenden, rauschenden Wogen, seinen Wundern und seinen Gefahren. Das Deck ist der Spielplatz der glücklichen Kinderschaar, und fröhlich tummeln sich die Kleinen auf den glatten Dielen, während der Vater am Steuer steht und Wind und Wellen mit seinem Schiffe, aber nicht mit seinem Herzen spielen. Denn dieses ist mit unverbrüchlicher Treue an die Gattin und an deren Km der gefesselt. Möge dem Schiffe Lonity", das in einigen Tagen nach Calcutta absegelt, stets ein günstiger Wind wehen, und möge die kosmopolitische Familie Capt. Flynn's noch recht lange von des Meeres und der Liebe Wellen getragen werden. To:u Dutt ist ein Name, der wohl nur wenigen unserer Leser bekannt sein dürste, und doch ist seine Trägerin eine der merkwürdigsten Frauen in der Universal-Literatur-geschichte. Toru Dutt wurde als die Tochter, eines Mitaliedes einer boben Hindu-Kaste im Jahre 185 zu Calcutta -geboren und starb daselbst un Jahre 1877. In ihrem kurzen Leben erwarb sie sich, abgesehen von ihrer Mutter jprache eine gründliche Kenntniß des Sanscrit. des französischen und Enalischen. Sie hinterließ eine französisch geschriebene Novelle und eine Anzahl Uebersetzungen aus dem Französischen in das Englische, sowie einen kleinen Band englisch geschriebener Balladen, welcher den Titel: Alte Balladen und Legenden Hindopan's" führt. Zu diesem Werke ha: oer velannle englische Lueratulhlsto rilcr Goffe ein Vorwort geschrieben wie er üderbauvt der einuae enalisck, Kritiker und Biograph dieser indischen lcylcrm und schrlststcllerln ist. Die Biographie Toru Dutt's ist. ab gesehen von der sich in ihr kundgebenden Neigung oes ersaszers zum Anekdoten Erzählen, eine vortreffliche Schrift, zu mal da in ihr alle Sentimentalität vcr mieden wird, was bei der Eigcnthüm iicyleu des Vcaen tandes nur um so größere Anerkennung verdient. Toru nun trat, als sie dreizehn Jahre alt war, in Begleitung ihres Vaters und ihrer geistig w'ie körperlich ebenso reich wie sie ausgilattelen schweucr eine Reise nach Europa an, welche vier Jahre lang dauerte. Erst nach ihrer Nuckkeh nach Calcutta beaann Toru Dutt ibr re dichterische und literarische Tbätiakcit Sie zog sich sünfundvurzig Monate lang von allen aesellschastlickcn Veranüaun gen zurück und verfaßte in dieser Zeit 1 li .. t I IM M 4 1 lX A a( M Am Wft aCmIM 0m t igu umimuu;iu uuui uumyuuu ihuc Es ist nicht unwahrscheinlich, daß dies anaestrenqte und überaus produktive
THStigleit die Ursache des frühen TodeS der indischen Dichterin ist, welche, obgleich auffüllend wenig bekannt, wie schon gesiigt, eine merkwürdige Elschcinung in der Universal Lltercturgeschichte ist.
Undankbar. Sehr schlecht habui dieser Tage acht vertriebene russische Juden die außerordentliche Güte gelohnt, welche ihnen von den Jsraeliten New Z)orls bewiesen wird. Dieselben waren vor läusig in dem Quartiere der Hebrew Nelief Society" untergebracht worden, hielten sich und ihre Familien für vernachlässigt und vergriffen sich thätlich an dem Superintendenten des BeremS, Adolf Birnbaum.' der ibncnihr Betragen ernst verwies. Die Leute wurden verhastet, der Präsident der israelltkschen UnterstutzungSgesellschast, yerr- Allen, tat ledoch Schritte gethan, lyre Frellas una ml bewirken und dieselben sollen nach Vineland, N. I., gebracht und dort mit Arbeit versehen werden. Herr Allen vertheilte Tabak unter die Leute und als einer derselben äußerte, daß er Cigarretten lieber rauche, trieb er die Nach sicht so weit, dem enget Eigarreu holen zu lasten. Ds New Yorker Staatscapitol st, nachdem sein Bau ungeheure Sumnun verschlungen hat, bekanntlich vor cinigelZeit fertig gestellt und inGebrauch genommen worden. Es wurde schon seit anaer Zelt allerlei über den Leichtsinn gemunkelt, mit welchem dieses colossale Gebäude ausgeführt wurde, und es er scheint in der That so, als ob wirklich mit demselben Leichtsinn dabei verfahren sei, wie bei der Verausgabung der wie der und wieder für den Bau bewilligten gewaltigen. Summen. Das Staats' capitol zu Albany scheint ein thatsächlichcr Beweis srkr den verbrecherischen Leichtsinn zu sein, mit welchem man die Gelder des Volkes verschleudert und von der ebenso verbrecherischen Lüderlichkeit, mit welcher man bei der Aufführung o sentlicher Bauten zu Werke geht.Die Mitglieder der New Yorker Legislatur bejürchten in der That, daß ih nen das Gebäude eines schönen Taaes ibcr dem Kopfe zusammenstürzen könnte. und haben ein Comite ernannt, welches daffelbe aus seine Sicherheit untersuchen soll. Freilich behauptet der Architekt, unter dessen Leitung das Staatsc pitol ausgeführt wurde.dassetbe sei vollständig ichcr: aber 'andere sachkundige Archl tcktcn und Ingenieure schütteln mit bedcntlichen Mienen den Kopf und scheinen geradezu der entgegengesetzten Ansicht zu ein. wie der Erbauer. Ein Mitglied des erwähnten Comites welches die Wände und die Decke des Sitzungszimmei des Repräsentantenhauses mit eiyem iglase betrachtete, sprach sich folgender maßen aus : Ich bin kein Angstmeier, aber ich glaube, daß diese Halle sich in einem das Leben der in ihr Befindlichen bedrohenden Zustande befindet, und falls ich nächstes Jahr wieder ein Mitglied der Legislatur bin, so werde ich beantragen, daß die Sitzungen in dem alten Capitale stattnnden. . In dem Fußboden de5 ersten StockWerkes sind große Granitplatten geborsten, und zwar m Folge des Druckes, welchen das massive Gebäude aus sie ausübt. Außerdem zeigen sich an ver schiedenen Stellen Senkungen und NeirWV mm - -mw M. m9 gungen in oen Wanden, ist vayer nicht unwahrscheinlich, daß eine aus Ar chitekten bestehende Commission ernannt werden wird, welche daS. Gebäude einer eingehenden Untersuchung ' zu unterwer sen und über daS Resultat derselben Bericht zu erstatten haben wird. Watsischfängcr. Ueber die Walsischsänger der PacisicKüste wird Folgendes mitgetheilt : Die zwanzig bis dreißig Walsischfänger, wel ehe im letzten Herbste. aus den arktischen Regionen zurückgekehrt, sind, haben, von Neuem ihre Fahrt dorthin angetreten. Ihnen werden sich drei gleichfalls für den Walfischsang bestimmte Dampfer zugeellen, nämlich der - Belvedere der No th Star" und ein anderer, welcher noch im Bau begriffen ist' Jene Se gclschisse sind sämmtlich alte Fahrzeuge, aber noch völlig seetüchtig. '. Sie sind aus Eisenholz gebaut und wurden früher zu anderen Zwecken benutzt 'Sie wür den noch ein weiteres Vierteljahrhundert sür den Walfischsang, verwendet werden können, doch ist anzunehmen, daß' fie bald durch Schraubenkampfer werden ersetzt werden. Das kalte Waffer der arktischen Regionen, sowie der Umstand, daß sie durch und durch mit Oel gesättigt sind, trägt zu ihrer Erhaltung rot sentlich bei. ' 7 . Die Benutzung von Dampsern sür den Walsischsang wird wahrscheinlich immer allgemeiner werden,. und schon. jetzt benutzt man den. sogenannten. SteamTender", ein kleines Dampfboot, welches stark genug ist, einen getödtetenWalsisch auf eine weitere . Distanz zu schleppen, oder die kleineren Boote, mit welchen die eigentliche Jagd- auf die Walsische betrieben wird, dorthin zu tauen, wo die .Jagd- stattfinden soll. '.Äei derberfolgung der Walsifche können ..Dampfboote wegen des von ihnen verursachten Geräusches freilich nicht verwendet werden, aber man kann mit ihnen die vermundeten Walsische aufsuchen und in Sicherheit bringen. . : - Die alten Segelschiffe, welche jetzt sür den Walsischfang im Gebrauche sind, werden, wie fchon gesagt, den Dampfern sehr bald weichen müssen. Dieselben rcpräsentlren nur ein sehr geringes Capital. Sie haben mit Anrechnung der Ausrüstung m der Regel Nicht mehr als 510,000 bis 512.000 gekostet. ; Dann und wann kehren sie von ihrer Fahrt mit tausend Barrels yel urrt so dieZ Fischdem beim, wie sie aununedmenim Stande sind.. Die für Mvl Walfifch fang bestimmten Dampfer kosten ninde stens 570,000 bis 5120,000, je nach ihrer Größe. Man hofft, daß dleser zwischen
den 'Segelschiffen und den Vampsern destlhenöe Unterschied dadurch asgegli. chen werden wird, daß d?e letzteren reichere Beute machn irafcin, als die ersteren. James Gorvpn Bennett segelt zur Zeit mit seiner neuen, erst vor Kuizem vollendeten Dampfyacht auf dem Polomac umher, in Gesellschaft des Präsidenten, welche? sich, als Gast aus dem mit fürstlichem LuxuS ausgestat'etcn Schiffe befindet. Während sich aber der New Yorker .Herald" - Mann auf diese Weise amüsirt. trauern und klagen die Wittwen und Waisen und die sonstigen Angehörigen über den Tod, den ihre Ernähl.7, De Long'S Gefährten, an' der eisigen Küste des -fernen -. Sibirien's pe. funden haben, während sie in Bcnnett's Diensten standen. Es wird daher von verschiedenen Seiten daraus hingewiesen, daß es die Pflicht und Schuldigkeit Bennett's sei, den Hinterbliebenen der mit De Long Verunglückten eine reichliche Pension auszusetzen. Daß das die .Pflicht und Schuldigkeit- Bennett's sei, darüber durste sich denn wohl noch ein Wort sprechen lasten, und derartige Behaup'tungen werden die Gemüthsruhe des Herald-'ManneS wohl ebenso wenig stören, wie ein Druckfehler in seinem Blatte. Er ist gewiß davon überzeugt,, daß, hätte' die Expedition einen günstiaen Erfolg gehabt, ihm noch weit mehr e schmeichelt werden würde, als er jetzt ge tadelt und als der Hauptschuldige an dem Tode jener muthigen Männer hin gestellt wird. Die Jeannette" - Expedition hatte allerdings einen sehr ungünstigen Ausgang, wie ihn schon viele Expeditionen vor ibr gehabt haben und wahrscheinlich noch viele nach ihr haben werden; . aber Bennett zwang weder den Führer, noch die übrigen Mitglieder der Expedition, sich' an ihr zu betheiligen. Dieselben thaten das aus freiem Antriebe und wurden nicht von Herrn Bennett in die Gefahr geschickt, sondern ihr eigener Un ternehmungSgeist trieb sie in dieselbe, wie'ja die Gefahr im Allgemeinen aus muthige Männer an und für sich einen gewissen Reiz ausübt. Selbftvelständ lich kam, wenigstens soweit der Führer der Expedition und die übrigen Offiziere dabei in Betracht kommen, in dem vor liegenden Falle auch noch der Forschertrieb hinzu. Um diese Triebe zu dcfrie digcn, traten sie freiwillig in die Dienste Bennett's. Und wenn dieser ihren Wittwen und Waisen jetzt eine Pension aussetzt, so thut er das nicht, weil es seinePflicht' Und Schuldigkeit- ist, sondern aus freiem Antriebe, wobei das Cchicklichleitsgefühl oder selbst die Eitelkeit freilich auch mit in Betracht kommen mag. DaS OberbundeögeriSt. Das von der Anwaltskammer der Ver. Staaten ernannte Comite, welchem die Beantwortung der Frage übertragen worden war, in welcher Weife am zweckmäßigsten eine beschleunigte Erledigung der dem Oberbundesgerichte obliegenden Geschäfte herbeizuführen sei, erkennt einstimmig an, daß der genannte Gerichtshof !n einem unzulässigen Grade srti Geschäften überbürdet sei. Aus der Legistrande dieser sbersten Justizbehörde stehen zur Zeit übet 1200 derErledigu'ng
harrende RechtSanaelegenheiten, während die Zahl derselben .1858 etwas über 3001870 über 600 und 1878 bereits über 1,100 betrug. Diese GeschäftsHäufung ist zumeist eine Folge der raschen Entwickelung deS Landes, unserer immer complicirter werdenden VerhältNtffe. ' Die BundeSgenchre-und bezüglich das Oberbundesgericht. 'abschaffen, - ist eine Unmöglichkeit,: und .'wurde, wenn möglich, ein.. principieller. Mißgriff übelster Sorte sein:' Wie'- der GeschästSüber. Häufung in Zulunft vorgebeugt und auf welche Weife eine , schnellere! Erledigung der Geschäfte' herbeigeführt werden soll, über d'ttse Frage hat sich daS Comite zu einem einstimmigen Gutachten nicht etnlaen können. Die eine nanu des selben befürwortet ein Verfahren, das Abhülfe'verspricht die Analogie in an denn Culturländern für sich hat und dem der Vorwurf emes Verstoßes gegen die Constitution nur aus Scheingründen gemacht wird, die Eintheilung des Oberöundesgerichtö in Senate, die diffenti tende 5ä!fte des Comite will die Sphäre der unter die Kompetenz des fraglichen n ' . r p n J en l t Gerichtshofes fallenden Rechtsanaeleaen heilen ' möglichst beschränken ' und die Competenz der Obergerichte m den einzclnen' Staaten entsprechend erweitern, t 'Einzelne gesetzgeberische' Erlaffe nach der letzteren Richtung hin empfehlen sich 1 ' 1 ' W ' - er . r v v r ' 1. rf unier oer escyraniung, oaß oic nlIcheidungeN der SiaatSgerichte nur . in iewiffen einzelnen Füllen endgültig sein pürfen, aber im Prinzipe muß Jedes, zugeben, daß urch e i rl'e n obersten Gerichtshof 'die Gleichartigkeit' der Rechts, rntwicklung am wirksamsten gefördert, der Ausbildung lokalerRechtsanfchauunhen und somit derschiedener Rechtsprechung innerhalb deffelbenLandes am.beflen vorgebeugt wird. Diejenigen Juristen, welche eine nach Senaten getheilte Thatigkeit unseres obersten Gerichtshofes empschlendenkeü sich die Sache praktisch wie folgt: Eine bestimmte Kategorie von Rechtshändeln ist nach wie vor vor dem gesummten ' OderbundeLgericht zu verhandeln : Fragen über Constitutionalitöt solche , die sich' auf die mit auswattigen Nationen abgcschlosienen Vcr t üge beziehen,Frazen von hervorragend präjudicieklcr Natur. ' Außerdem können Mitglieder des OberbundeSgerichtS, so wie die Parteien .Verhandlung vor gesammtem Gerichtshose beantragen, und übersolche-Anträgt hat daS Oberbundesgericht.endgpltig zu entscheiden. Anzelegenheiten die nicht zu einer der angeführten Kategorien gehören, werden vor einem der . beiden .oder., mehreren Senate verhandelt ' und von demselben entschieden; über die Entscheidung und die wesentlichen Gründe ist in einer Sitzung des gesummten Gerichtshoses
zu reseiren und sämmtliche Entsc!jcidungen werden im Namen des Olicidnn' desgerichts erlassen. In wie v'.ele Senate das Obklbandesgericht einzutheilen, und
rotldit Angelegenheiten den einzelnen Senaten zuzuweisen sind, ist nicht durch Gesetz zu bestimmen, sondern der DiS cretion des Oberbundesgerichts zu über lassen, letzterem aber g!ci.i zeitig eine von Zeit zu Zeit vorzunehmende Revision seiner Geschäftsordnung zur Pflicht zu machen, damitUebclstände, die sich cvcn tueU in der Praxis herausstellen, beseitigt weiden können. Ein solches Verfahren wird der VcrOrdnung der Constitution. welche c i n Gericht als obersten crichtLhof constitnirt, nicht bloß formell und d'm Wort laute nach gerecht, sondern cs entspricht auch dem Geiste dieser Vcrotdnung. Die Constitution sagt nicht-? darüber. aus wie vielen Mitgliedern das oberste Richtcrcollegium bestehen soll, und es kommt bekanntlich häusig vor, daß an den Verhandlungen des Odcrdundesge. richts drei oder vier Mitglieder nicht Theil nehmen. Mit demselben Rechte mag man daher dem oft gcnanntcn Gerichte gestatten, seine Gschäste in Abtheilungen zu erledigen und der Ge sammthcit durch Rcferate Mittheilung über die Entscheidungen zu machen. Von den Richtern eines höchsten Gerichtshofes muß man klare Referate erwarten, und solche sind sehr wohl im Stande, bcdcutenden Juiisten e.n Urtbcil über die Begründung einer Entscheidung zu gcstatten, sie sind auch ferner im Stande, alle Mitglieder des Gerichtshofes auf den, Laufenden über alle Geschäfte der Behörde zu erhalten. Natürlich muß bei der. Bildung der Senate im Auge dehalten weiden, daß mindestens drei Mitgliedcr zu einem Cvllegium gehören. Von der von den Gegnern einer derartigen Ncgclung empfohlenen Beschränkung des Gcschästskicijes des Obcrbun' oesgerichtes mag man einzelne Bstimmungen adoptircn und z B. als Princip aussprechen, daß erst von einem gewissen Werthe des Streitodjccts an Nechtösa chen der Competenz des Obcrbundcsgerichts zugewiesen, oder d'tß man den Grundsatz aushcbt, daß Streitigkeiten zwischen den Angehörigen verschiedener Staaten schon al solche vor den Bundesgerichten zu verhandeln sind, sendcrn daß al ch in ihnen der Nechtsgcnndsatz gilt, nach welchem mit gewissen Ausnahmen der Kläger vor dem Gcrichte dts Beklagten N.cht zu nehmen hat. Für Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Alanten dagegen muffen die Bund.sgcrZchte, resp, das Oderbunekgericht cmpctcnt bleiben. Künstliches Viö. Eine nichtige Entdeckung auf demGebiete der Chemie ist kürzlich in New Jork von den 5errcn A. I. Nossi, L. F. Bcckwith und Etienne Gillet gemach! wor den. Diese Herren haben nämlich einen Weg zur Herstellung künstlichen Eiseö gefunden, welche bedeutend wirksamer als die seither angewandten,- und auch betrachtlich woh'scilcr ist. Während man früher zur Erzeugung von Kälte schwefeligcSäure oder Aethcr verwandte, hat man in neuester Zeit Versuche mit Ammoniac gemacht, allein der Druck von 125 Vsund auf den Quadratzoll. den es im Ruhestände, und von 225 bis 300 Psund im Apparat ausübt, vcrhinderte den günstigen Ersolg. Es gelang den genannten Herren nach längerem Expcrimcntiren, eine Methode zu finden, durch welche man zum Zweck.' der Kalte, resp. Eiscrzeugung bei niedrigem Druck Ammoniac durch Absorption in Glycerin flüssig macht. Gvccrin nimmt bis zum Scchshundcrif ichen seines eigenen Vo lumens Ammoniac ans. Durch ein aus mechanische Weise hergestelltes Vacuum wird Ammoniac vom Gy.crin getrennt, entwickelt eine ungeheuie Kälte, wird dann durch' eine sinnreiche Einrichtung wieder vom Glycerin absorbirt und der Proz ß beginnt von Neuem. Experimenke, welche kürzlich in Gegenwart des Proscssor Charles A. Seely gemacht wurden, ergaben, ocß innerhalb 15 Minuten die Temperatur im Refrigerator von C8 Grad F. auf 18 Grad F. sie! und daß sich in 20 Minuten E.s bildete. Vom Jnlande. Die Ver. StaatenRevenucI 5!otte besteht aüs 3 Schiffen, 201 Os gieren und 774 Matrosen. Sie ist daI ... V . ' fi VI CVl .11. jfc m da, um im Kriege die Flotte mit lcich tem, aber schwerbewaffneten Fahrzeugen iu verstärken, im Frieden aber den Schmuggel zu verhüten, die Schmuggler einzusangen, die Beobachtung der Schifffahrtsgesetze durch die Handels' flotte zu überwachen, den Lebensret tungs- und den Leuchthausdienst zu unterstützcn und viele andere Pflichten zu erfüllen. Während der letzten zehnJahre wurden durchschnittlich im Jahre 214.857 Meilen gesegelt, 28,390 Schiffe gebordet, wegen Gcsetzverletzung 2,0V1 zur Strafe gezogen, Schiffe in Noth wurden 184 unterstützt, cs wurden 106 Leben jährlich und für tz2,785,000Eigenthum geborgen. Für diesen nützlichen Dienst wird vom Kongreß eine Mehrsorderung in Vorschlag gebracht, um 4 Ossinere über 80 Jahre alt pensioniren und 4 Posten-Capitäne mit je $3,500 Gehalt einsetzen zu können. Das bekannte Congreßmit glied Sunset- Cox, selbst ein Freund der Landliga, sprach sich über den Dubliner Mord, speciell über die Ermordung Cavendish's, folgendermaßen aus : Ich sah Lord Frederick Cavendish im letzten Frühjahre imß Oberhause des englischen Parlaments. Es erscheint mir nahezu unglaublich, daß ein solcher vorsichtiger und sanfter Mensch meuchlings erdolcht werden konnte, und ebenso unglaublich muß es erscheinen, daß das durch einen wahren Freund Irland'S hätte geschehen können. Es würde mich aber durchaus nicht überraschen, sollte Lord Dusferin, der gegenwärtige englische Gesandte in Constantlnopel, zum Nachfolger Caven Zdish's ernannt werden. Im Uebrigen
werden sich die irischen ParlamentSmitglieder jetzt durch ihr Ehrgefühl veranlaßt setzen, treu zu Gladstone zu hal4 M i
i(U. I n d e m ö st ! i ch c n .P e n n s y ! - vanien sind die Sperlinge in der letzteren Zeit so zahlreich geworden, daß sie die ursprünglich dort heimischen Vögel gcradczu verdrängt hadcn. Auf dem Schulschiff St. Mary's", zur Zeit im Hafen von New Bork, dcffcn Commandant Dc Long in den Jahren 187073 war, wird demnächst eine Erinnerungstafel an die Vcrdicnsie und den Tod deS heldenmütigen Seemannes angebracht werden. Die zur Zeit auf dem Schiffe für den Dienst n derl'carlnc sich ausbildenden SchiffsJungen werden die Kosten tragen. Unbcqrelflkcher Weise bat der Gouverneur des Staates 7l'cw tyoxl die von der Lcaislatur genehmigte Vill, irelchc in Strafprozcffcn dem Angcllagten oder denen Vcrlbeidiacr das letzte Wort erlaubt, mit sci.'.cm Veto belegt. Dieses Veto widerspricht den Anschauungcn aller in dc? Rechtspflege vorg?schrittcncn Völker und macht dem juri stischen Scharfblick, sowie dem Sinne des Herrn Cornell für die juristischen Bedürfnisse des Votkes nichts weniger als Ehre. DasMinisteriumd e rDominion hat beschaffen, alle Zeitungen postsrcizu befördern, welche in Canada gedruckt und von Abonnenten regelmäßig bestellt werden. Die Untersuchung der Dannhauser & MonLheimcr'schen Fabrikloka litäten in New -gork, in welcher DamenUnterkleider anaeferUat werden, hat zur Entdeckung einer Menschcnsalle nichts würdigster Art geführt. Bau-Jnfpcctor Beatty untersuchte das Gebäude, er hatte den vierten Stock des Gebäudes erreicht, als er sich im Fortschreiten gehindert sah, denn nun fand er die nach noch weiter aufwärts führenden Thüren vclschloffen, und mußte der Schlüffcl dazu sogar erst von der ganz unten bcsindlichen Ossicc heraufgeholt werden. Erst auf Umwegen, d. h. durch die auf demselben Stock werk gelegene Kleiderfabrik von Alfred Benjamin & Co. gelangte Beatty mit Hülfe eines Wegweisers in den obelsten Stock, wo mehrere hundert Mädchen an Nähmaschinen arbeiteten. Von diesem Raume aus begab sich der Beamte auf's Dach, von wo er die Ueberzeugung gewann, daß eine Fcucröbrunst in diesem Gebäude eine fürchterliche Katastrophe werden rnüffe. Es fehlte an jeglichen Rettungsapparaten und die anstoßenden Gebäude sind so ni?drig, daß ein Sprung auf die Dächer derselben mit Lebensgesahr verbunden wäre. Ein Agent des Lorillard - Nachlasses, zu welchem das Gebäude gehört, sprach kürzlich die Ab sicht aus, das Gebäude mit NcttungLleitern zu versehen; aber Dannhauser & Monshcimer haben sich gegen die Herstellung derselben gesträubt. Und warum? Weil sie dann ihre Schilder ändern müßten. Zu den Unfällen, welche unsere Kriegsflotte neuekdings selbst erleidct,odcr andetcn unschuldigen Schissen zufügt, sind soeben zwei nce qckommen. Die Vrooklyn- lag neulich auf der Rhede von Montevideo vor Anker, als ein Handelsschiff sie anrannte und b'.s un!er die Wasserlinie eindruckte. Die Portsmouth" war eben dabei, im Hafen von Ptymouth, England, cinzulaufen, als sie dem englischen Dampscr Castrian" zu nahe kam und ihn arg beschädigte. Wenn der Congrcß auch wenig Bills passirt hat und noch passircn dürste, so haben doch seine Comites mehr Bills berathen und cinbcrichtct, als jeder frühere Congrcß. Im Hause wurden von den 6307 eingebrachten Anträgen 1208 berathen und cinberichtct. Im Senat von den 1902 Anträgen 507, zusammen in beiden Körpern 1715. Die Einwohner von Deadwood haben kürzlich in einer MastenVersammlung beschlossen, den Congrcß um schleunigsten Erlaß eines Gesetzes zu ersuchen, durch welches die in Dalola dcn sioux rcscrvirten Ländereicn weißen Ansiedlern zugänglich gemacht werden sollen. Jene Reservation gehört den Sioux mit demselben Rechte, wie den Einwohnern von Deadwood dieseStadt, trotzdem freilich wird sich in Dakota das Beispiel von Colorado mit der Zeit wiederholen und voraussichtlich nicht ohne schlimme Folgen, wenn cs nicht gelingt, daß sich unfere Jndianerpolitik mehr und mehr der kanadischen nähert. In Folge der Erschöpfung der für den letzten Census bewilligten Mittel hat der Minister des Innern die ser Tage dem Präsidenten empfohlen, bei dem Congrcffe eine Nach'Bcwilli gung von $60,000 zu befürworten. Diese Summe wird cs dem Superin tendenten tes Census ermöglichen die noch rücksiälldigen Aröeiten bis zum 30. Juni erledigen zu lassen ; zu dieser Zeit wird man in der Lage sein, zu beurthcilen, welche etwa weiter nöthige Bewilli gung zur völligen Vollendung des Census erforderlich sein wird. Die fern-westlichen Groß Viehzüchter haben, wie sich, jetzt aus' weist, in dem strengen Winter 1880j8l über S Prozent ihrer Vichhcerden vcrlo ren. Im letztvcrgangenen Winter betrug der Verlust nur 4 Prozent, und seitdem sind soviel Kälber geworfen worden, dan der Zuwachs der Heerden der qrößte je erlebte ist. TexaS wird diese Jahr wohl 20 Prozent mehr Rindvieh zu Mante schicken als voriges, die an' 5ccn Territorien mindestens 10 Prozent mehr. Zuchtsticrc sind theurer gemor oen. weil viel halbwildes Vich vcredelt lvird. Phil, Itappaport. RcchtSanwalt, 95 (l Washington Str., Zimmer 12 und 18. JulianapoliZ, Jud
. Oorn Auöla:!c5. Paris i st wieder
v. i i Prenn" übcisüHt, klagt der reue Figaro Beweis cjur daß ein Prcuße mit dem nichts weniger als preußischen Namen Dumou'.in in Paris u nen Kaufmann auf offene: Stras-e angefallen, daß ein zweiter P-ußc". Schmidt, einen Kameraden, Manien-? Welling erstochen u. ein dritter Preuße-, ein Schuhmacher Braumcr, feine sranösische Geliebte gctödtct habe. Diese drei Verbrechen sind in letzter Zeit ror.ckowen, und der Figaro wirst den D?i:tschen vor, daß sie die französische Gast, frcundschast schlecht vergelten. N o m, die e to i g c Stadt", feierte dieser Tage ihren 2,.2.Glbnrt2. tag. Nun steht wc? nicht einmal daS GründnngSjahr Non-.S historisch fest. aber dieNömer haben ganz recht, leidem traditionellen 753 v. 6hr. zu verbleiben. da eL bkl einem fo hohen ?llter ,n der That auf ein paar Jahre auf oder ab Nicht ankommt. Die Krinolinc, nenn auch in einer neueren Konstruktion, ist feit einigen Tagen wieder in den Strafen Berlins zu sehen und verfehlt nicht, all gemeine Aufmerksamkeit auf sich und auf ihr Trägerin zu lenken. Die Tab." schreibt darüber : Abweichend von der oben schmalen und unten weiten Fa?on, zu der sich jenes von allen Verehrern des guten Geschmacks gcsürchtcte Modenungeheuer bei seinem letzten epidemischen Austretcn entwickelt hakte, scheint cs nunmehr zu den Ncifrocksrmen vergangener Jahrhunderte zurückkehren zu wollen, die von den Hüften bis zu den Füßen einen nahezu gleichmäßigen mittleren Umfang behaupten. Während die Krinolinevor zwei Jabrzehnten einige Vcrwandischast mit Kirchenglocken hatte, erinnert der moderne Neisrock ausfallend an die Form der Kuhglocke, und gleich diesem Vorbilde setzt er sich bei jedem Schritt seiner Trägerin in läutende Bewegung. Ob diese tolle Mode abermals die Welt in ähnlicher Weise tcrrorisircn wird, wie wir es schon einmal erlebt haben ? Wir wissen cs nicht, aber wir besürchtcn es. D i e französische Akademie nahm den berühmten Chemiker Pasteur als Nachfolger de verstorbenen Littre in ihren Schoöß aus. Nenan hielt die Begrüßungsrede und es ergab sicl) das eigenthümliche Schauspiel, daß Pasteur, der Mann der crakten Wissenschast, bei aller Würdigung der Verdicnstc Littrc's dessen an den Positiv!' mus Auguste Comtc's anlehnende philosophische Anschauung? mit einem gemisten Nachdruck bekämpfte und sich zu einer Art von spiritualistischem Glaubenßbekcnntniß verstieg, während Renan, der Geschichtsschrcibcr der Ansänge des Christenthums, in seiner skeptischen Weise Littre in Schutz nahm und die Bezeichnungen : Spiritualismus und Materialismus überhaupt als Worte ohne rechten Sinn verwarf. Ich weiß selbst nicht", sagt? Licnan mit dankcnswerther Unbefangenheit, .ob ich ein Spiritualist oder ' ein Materialist bin. Die Auflösung des Räthsels, welches uns zugleich, quält und bczaubert, wird uns doch niemals geliefert werden." Diese Akad.mie Franaise hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, ein ihr von Herrn Frederic Thomas bei Lebzeiten übcrwicsencs Vermächtnis welches Preise für die Frauen aussetzte, die die meisten Kinder zur Welt gebracht hätten, abzulehnen, nicht aus prinzipiellen Gründen, sondern weil sie von der Ansicht ausging, daß es nicht sowohl ihre Sache, als die der Asisia:icc! publique, wie der Wohlthätigkeitsverwaltung wäre, dieses Vermächtniß zu vollstrecken. Aus Mainz schreibt da S dortige Journal" vom 20. April: Gestcrn hat sich hier abermals ein Soldat mit seinem Gewehre erschosten. '.Der Unglückliche gehörte der 8. Compagnie des 88. nassauischen Jnsanteic - Negi mcnt an. Seit Neujahr sind jetzt chon 7 Soldaten - Selbstmorde in unserer Garnison vorgekommen, eine wahrhaft erschreckende Zahl !- Gestern Nachmittag og eine Anzahl Militärpflichtiger mit Trauclfloren um die Hüte und schwarzen Bändck.cn im 5knopfloch duradie Stra Len unserer Stadt. Cd sie dadurch wohl eine Illustration zu lern bekannten Neirain : Ha, welche just, Soldat zu sein !" liefern wollten? Die Schweizer A egierung giht mit der Jdtc- um. eine inlcr.mtionale Regelung der ?! b:ircipcthalt. nisse duzch internationale? FadiikGcsetz t'Niilbahncr'. Sie ist hierzu virnnlaßt worden theile l urch die segcn'relctic Wulima. ihrrö Fad iki,es,tzcs, 'Heils hutdt die klagen, welche die abrikanlen rr Schweiz übn ti( (fr'chwcrung dt-r CoicuitiNj duich Mc lufchrän kkt.den sliNiwllk g' tt des ö.il,t,l;,csetzfS über aci-Noln: l'Aiveüviag, M.-ra cn und Kinditstibcii, die H, st ist ch! u. d;;l. erhoben haen. So rrgte bun in Schweizel Regierung beiri'S im voligen Jahre bei de'i Mächten llntcrhaodlungen wegen Vereinbarung t;iu ii tcrnationalcn Fabrikgrsctzcs an, indem sie zunächst durch ihrcVrtrctcr im Auslande .n vertraulicher Weis? Erkundigungen darüber .einziehen ließ, welche Ausnahme ein Vorschlag über internationale Rege lung einzelner Punkte der Fabrikges.tz. gebui-g sindcn würde. Wie die Voss. Ztg." crsährt. ist die Mehrzahl der Staaten nicht abgeneigt, in Vcrhandtungen wegen internationaler Vertragsmäßiger Feststellung aewisier, die Fabrikgcsctzs;ebung betresscndcr Grundsätze einzuleiten, wenn znvor die Pnnttc näher bezeichnct werden, auf welche sich die internationale Regelung beziehen soll. Das Blatt meldet weiter: Die deutsche Reichsregierung dürfte zwar die Anregung der Schweizer Regierung sympathisch ausgenommen haben, jedoch den gegenwärtigen Zeitpunkt, wo sie im Beanss sieht, w'chliae Punkte der socialen Frage aus dem Wege der Gesetzgebung zu regeln, nicht für geeignet halten, bejüglich dieser Punkte an einer interntionalen Regelung mitzuwirken." F ü r e i n e n B . o ck" von 4.917 Quadratmeilen im nördlichen Theile
