Indiana Tribüne, Volume 4, Number 241, Indianapolis, Marion County, 13 May 1882 — Page 2
Dndilma Hribune.
Fagliche- und Sonntagsausgaöe. JOfftcc: 2S. DelawarcStr. Eoeral as prrornl-class matter at thf r'optoslice at Indianapolis, liuliana. AbonnemcntsPrcisc : TLaliäse ?lngabe... . . . ,12 Cts. per Woche. EonntaaZausgabe 5 Cts. perNnmmer. Veide zusammen Iß Ctt. per Woche. ST Da Tagblatt erscheint jeden Nackmit tag. um 1 Uhr. Die Eoanwgsaulzabe erscheint desMorgenö. Tribtine Fnblishing Company. Indianapolis, Ind., 13. Mai 1882. Itt im claetttn Trauerspiel. 'S Ueber tbic Vertheidigung Jauner'Z schreibt das- 23. Tagcbl.": unter ande rem Folgendes: Wenn Jauner in den letzten Tagen von der Katastrophe mit freunden sprach, so brach. er erregten die Worte aus :: ' .Reden möchte ich nur schon dürfen, laut vor aller Welt reden ! Im Ge richtssaal. möchte ich schon sein, da i$ ja dch hinein muß, und reden können, reden!" Nun war die Stunde dc8 Redens da und wahrhaftig, er nützte sie. Wie er sprach ? Mit großer stilisti scher Kraft, der Rede und mit großem Rede-Esfekte,' das mag gleich gesagt sein. Mit - schauspielerischem Effekte, werden gar manche bei gar mancher Wendung des Vortrages gedacht haben und es läßt sich gegen diesen Eindruck und Ausdruck nichts einwenden, er mag acceptirt sein. Sogar von dem Ange klagten selbst. Es hat in demSchau spiele? Jauoer immer' so viel von dem Menschen Jauner gesteckt, daß man sich doch., wirklich nicht verwundern darf, wenn der Mensch Jauner in so packend und rüttelnd dramatischer Lebenssitua tion wie der Schauspieler Jauner spricht. Eine für diesen Zweck besonders präpa rirte .Einsacbheif und Natürlichkeit' wäre hier-viel! eicht gerade dasKomödian tische gewesen. Er stand auf der Lebens bühne und 'der Schauspieler ward in ihm lebendig," der das Drama seines eigenen! Schicksals spickt und Allion und 'ö!cde kleideten sich in den Momen ten derhöchsten Erregung unwillkürlich in schauspielerische Formen. Fast un hörbar begann er, die Stimme mußte sich oft allgemach von der Einschnürung, die sie unisina, loslingen ; bald aber hob sie sich und schwoll zu einer Art herber Fülle. Dann gesellte sich ihr auch die Gederde ' bei Ton : und Geste ausschnel lend und auffliegend in instinktiver Schauspiclerhastigkeit. Dann wieder kamen Momente, in welchen die Stimme in die erstickende Einschnürung zurückzuglciten schien und der Redner gänzlich inne halten mußte Kunstpausen- nennt man das auf der Bühne, was. sich hier als .Naturpause" darstellte dann kam auch die nicht ge weihte Throne, die Thräne, welche nur ihren Schatten'auss Auge und das Vlüt beängstigend' in die Wangen treibt, die lautlose Nachzüglerin der wilden Wein krampfc welche den lanklagebeladenen Mann in' diesen schrecklichen lehtverlebtcn Monaten gar oft überfielen. - WaS er gesprochen ? Franz Jauner ist als Angeklagter derselbe, der er als Dl rektor und Schauspieler gewesen : nicht oer Mensch einer abwartenden Defensive, sondern, der angreifenden, vordnnaen den Initiative. Daö charakterisirte sein Spiel, das seme, .Dlrektionswelse, daö charakterisirt seine VertheidigunaSme thode er vertheidigt sich nicht, er greift an und auf die' Anklage antwortet er mit Anklagen. Man setzt ihn aus die Anklagebank, und er setzt den Stadterwei terungsfond, das Stadtbauamt, die Polizei, den ganzen Wiener Schlendrian mit auf.die. Anklagebank er greift sogar nach einem sehr heiklen Gebiete hin, nach der Observanz ängstlich eübertricbener Loyalitäts.Aeußerlichkeiten. Man wirft ihm vor, daß ein richtiger Zugang zu der Drahtcourtine gefehlt habe und er ant wortet. mit scharfer - Ironie, daß im Ringtheater nur,ein solcher Zugang zu ermöglicheklgewesen ;vtnare durch ' die Thü nämlich, welche zurhöfloge führte; und dieseShüre nicht abzuschließen, son dern sie sürden Theaterverkehr, offen zu. halten- hätte, man ihm doch sicherlich nicht erlaubt daS hätte er nie ; wagen dürsen.Der Kaiser , selbst sei cS gewesen, der nach dem Brande das Offen. halteNvder Hoslogenthürcn in, den ande ren Theatezsa-angeordnet habe. ,. So ist seine Rede 'voll. .Stacheln und Spitzen, so trifft er dahin-und dorthin mit wel chem Erfolge für die eigene Sache? Das wird eben erst der Erfolg lehrn. Unter den Angeklagten erfreut sich eigentlich nur der frühere Oberbürgermeiste? Newald der Sympathie des Pu blikums. Man hatte augenscheinlich die Absicht, ihn zum Sündenbock zu machen. Um so erfreulicher, deshalb ist die vom Kabel gemeldete Freisprechung Newald'S. .- r TU Sklaverei in Aegypten. Die Abschaffung der Sklaverei bildet setzt in Aegypten eine der Hauptsragen. .- fl tf.X. V. V t' 133 111 ilamrnltlui vr vorigen engn schen General-Consul Sir Edward Malet zu verdanken, daß diek, ägyptische Re aierung sür die Sache gewonnen ist und sich vertragsmäßig verpflichtet hat, den Sklavenhandel im eigentlichen Aegypten am .4; August 188i und im .Sudan . am 4. August 1889 zu vervleten. liegen die Ausführung dieses UeberemkommenS wnd aber geltend gemacht, dak dtcSkla verei durch den Koran sanktionirt werde. und daß der Koran von keiner weltlichen
Macht abgeändert werben iv am, unbedeutendste Gesetzesbestimmung, so behauptet man, sönne nur1 durch die höchste Autorität der musclmanischen .Kirche" in Aegypten, durch den dortigen Schcikhal'Jslam, nach.Bcrathung mit dem Ulema modisicirt werden. Im Uebrigen würde jedoch freigelassenen Sklaven weder daö Necht, Eigenthum zu erwerben und zu besitzen, zuerkannt wer den, noch würde das Ehe und das Erbrecht in Bezug aus sie Gültigkeit haben. Sollte man die Sklaverei abschaffen, so müßte der CcheikhalJslam nach seiner Berathung mit dem Ulema ein Fetwa" erlassen, durch welches jene Maßregel zum Gesetze gemacht werden würde. Ader die Gegner derselben stellen die Mög lichkeit eines solchen Fetn" in Abrede, da die Sklaverei zu eng mit dem Moha medaniSmuö verwachsen und jeder Mo hamedaner von irgend welcher Bedeu tung ein Sklavenhalter sei, und da ser ner das ganze HaremSwesen ohne Skla verei nicht bestehen könne. Dazu bemerkt aber der wohlunterrich tete Correspondent der .London Timesin Alexandria : .Sanktionirt aber der, Koran die . Sklaverei in ihrer jetzigen Form? Ich meine, daß die über, diese Frage im Jahre 1877 zu Rathe gezogenen mohamedanischen Autoritäten die' selbe verneinten, und nach meiner Ansicht hatten dieselben vollkommen Recht. 'Ich habe den Koran, von Anfang bis zu Ende durchforscht, ohne jedoch auch nur rne einzige Stelle gefunden zu haben, durch welche .eine andere Form, der Sklaverei, als die Zurückhaltung- der nicht ausge lösten Kriegsgefangenen gestattet würde. Der Prophet , würde: vor der Sklaverei in ihrer jetzigen Form zurückgeschaudert sein, vor einer Sklaverei, .durch .welche Männer, Frauen und Kinder ihrer Hei, math entrissen und weit fortgeführt werden, um auf den Sklavenmärkten Cairo's und Lonstantinopei's verkauft zu wer den. In dcm Koran finden sich aber Stellen wie folgende : .Zeige dich beinen Sklaven gegenüber gütig.- .Die Freiheit der. Sklaven sollte mit Hülfe von Almosen erkauft werden .Wenn dich einer deiner Sklaven um seine Frei heit bittet, so gieb sie ihm, falls du ihn derselben würdig.erachtest,.. und. gieb ihm in diesem Falle auch etwas von den Gü tern, die Gott dir gewährt hat." . - Aber da? Haupthinderniß, welches der Sklaverei entgegensteht,' ist der Umstand, daß die Maßregel -in Aegypten im All gemeinen sehr unpopulär ist, - und daran wird sie möglicher Weise scheitern."
Der Diamanten Dlebstahl. -"",",r Im Postamte zu Hatton . Garden ln London, nach .Amsterdam .dem größten Sammelpunkte des DiümantenhandelS deWelt, verlöschten im November vor. I. plötzlich die Gasflammen ; als diese! den wieder angezündet worden, entdeck ten die Beamten daS Fehlen eines Pa quets mit Diamanten .im Werthe, von 80.000 Pfund oder 1400,000. Allen Muthmaßungen nach hatten drei Gauner den Diebstahl ausgeführt; einer hatte sich im Keller neben dem HauptgaSbehSl ter, einer im Abfertigungsraume, einer in der Vorhalle befunden. Im Augen blicke als der Erste daS GaS abdrehte, ergriff der Zweite den Postbeutel mit den Diamanten, steckte diesen dem Drit ten zu und dieser war damit indem Londoner Nebel verschwunden, ehe die Lam pen nur wieder brannten. Monate vergingen, he.sich eine Spur von den Gaunern entdecken ließ', vbgleich eine Belohnung von 1(XX)' Pfund aus die Ermittelung derselben gesetzt worden war. -: - - Der Friseur Kleczewki in Berlin, ein Mann, der fünf Sprachen, geläufig spricht,ist .Stämmgast des dortigen.Case National. Mehrere Monate nach dem Diebstahle saß derselbe in diesem Locale als ein des Deutschen nicht mächtiger Fremder n Differenz mit. dem Kellner gerielh. Kleczewky hals dem Engländer aus der Bcrlegenhelt, uno )yleruuS.entspann sich eine Bekanntschaft die dahin führte, daß sich der Frneur und derEng länder. ein .Mr. Smltb". täglich, nach Tische, j in dem iCafe trafen.; "j Smith lraate'schlikklick seinen neuen freund, ob dieser ihm nicht'.dehütflich sein lönne-jür feine Nichte, dte demnächst yclrathe-.elnen bedeutenden' DiamantenEinkauf, resp.' AustauzaV - zu i vermitteln." Klcczewly sagte zu, versprach. : am nächsten Tage zur gewohnten. Stunde ' wieder in dem Cafe zu sein,hörte kurz darauf von einem Geheimpolizisten, sein neuer Bekannter stehe unter dem Verdachte, an dem Lon don'er Diamantenraube betheiligt zu sein, und wartete am nächsten, sowie alle folgenden Tage vergeblich aus Mr. Smith. Am 18. v. M. begegnete der Friseur dem. Smith, unter den Linden" und erkannte denselben trotz, seines verän derten Aeußeren sofort. ' Smith suchte sich von ihm loszumachen und der Fri seur solgte ihm, benachrichtigte zwelDe tectivS von seiner SpuQ und Smith und zwei Complicen waren eine Stunde spä ter auf dem Oflbahnhofe dingfest ge macht, Eine große Menge der .in Lon don entwendeten Diamanten und andere Kostbarkeiten wurden in dem Handgepäck und Taschen der Räuber vorgesunden und ein großer. Koffer derselben wurde durch den Telegraphen " in Eydtküh'nen festgehalten. Unter den seiner-Zeit.ge! raubten Sachen müssen -sich ; auch unV derbar prachtvolle Stücke ' der Gold schmiedekunst befunden haben) wenigstens ver.athen dies die verschiedenen Beschrei bungen, und Abbildungen gestohlener Schmuckgegenstänhe z u.' Asl erzählt-man auch von einem. Armband deffe Mitte ein Brillant bildet.der. nahezu, so, groß wie ein Daumennagel im Geviert ist. Halsketten, Spangen, Ohrringe,' haargehänge mit bohnengroßen Diamanten besetzt und vieles lAnderr.neÄ scheint in dem verschwundenen Postsack von Hat ton'Garden gewesen IU sein, und.,sich theilweis in den Koffern des in Berlin verhasteten Dreiblatts wieder vorgesun den zu haben.
Impfschutz gegen Milzbrand.
Geaenwartia werden ausVeranlaüuna deSprcußischenLandwirthschaflsministerS aus der Domäne Vackisch imNcaierunasbeznk Merseburg Jmpfversuche zum Schutz der Hausthiere gegen den Milzbrand ausgcsührt, welche neben hohem wissenschaftlichem Interesse eine große praktische Bedeutung für die Landwirthschuft haben. Der berühmte französische Chemiker Pastcur hat in eigenartigen Apparaten künstlich MilzbrandbaciÜen mit abaesckwächter' Virulenz aezücktet und behauptet, . daß eine zweimalige Jmpsung mit solchen Vacillen die Haus thiere gegen den. Milzbrand geschützt mache. Die unter seiner Leitung in Frankreich vom Landwnthschastlichen Verein in dieser Richtung angestellten Jmpsversuche haben die Nichtigkeit seiner Behauptung bestätigt, wahrend spater in Ungarn, angestellte gleiche Versuche nicht einen zweisellos günstigen Ersolg hatten. Unter diesen Umständen, er schien es im Interesse der ausgedehnten landwirtbsckastlichen Bezirke, welche alljährlich durch den Milzbrand' sehr er l . i ' tr . . t n. ait. 1 . , : yeonaze ,er!Ufie an ausiuirren ciici den, dringend .wunschenswerth, mit Ve stimmtheit sestzustellen, ob die Impfung mit dem künstlich anückteten Jmvsstoff Pasteurs wirklich den behaupteten Schutz . . WV . AAltf gegen dte Aerycerungen oesMlizdranoes gewähre. - Nachdem Verr Pasteur sich mi dan kenswertber Gefälliakeit bereit erklärt hatte, solche Versuche mit seinem Impf stoffe durch einen seiner Gehülfen an ei ner größern. Anzahl von Schafen und Rindern ausführen zu lassen, wurden 50 Schafe und 12 Nmder ver chicdenen Alters und Geschlechts aus Milzbrand freien Gegenden angekauft und nach Feststellung ihres guten Gesundheitszustandes auf oben genannter, durch wie derholteö Auftreten?. des 'Milzbrandes heimgesuchter. Domäne Packijch in einer en'zelgclegenenScheune für dieJmpfver suche ausgestellt., Aon diesen Thieren ist die Hälfte, 25 Schafe und 0 Rinder, am 5. Avril d. I. xum ersten Mal von dem Gehülfen Pasteurs mit dem ge züchteten Jmpsstosse geimpft- worden. Am 2.' Mai sollten sowohl diese mit der zweimaligen - Schutzimpfung versehenen Thiere, als: auch die gleiche Anzahl der xum Veraleicke aebaltenen unaeimvften Tbiere mit unaeickwäcktern Milzbrand Impfe geimpft werden. . Sterben dem nächst infolge der Impfung des Milz drandaiftes die um Veraleiöe dienenden unaeimvften Tbiere. während die zuvor mit der Schutzimpfung versehenen Thiere gesund - bleiben, so werden - gegen - die Wirksamkeit der Schuk'Jmpfuna an sich keine berechtigten Einwendungen gemacht werden können. Es bleibt nur . dann nock weiteren Erfablunaen vorbehalten. festzustellen, wie lanae der durch die Im pfung gewonnene Schutz vorhält. ' s Die: in dem Repräsentan renbause des Conaresseö eingebrachte Bill, eine Rordpol'Expedition unter dem Commando des Herrn Lücken Boüng auszurüsten und zu diesem Zwecke $o0 000 zum .Ankaufe eines Schiffes. und P100.000 zurAusruftung oejfelben zu ve willigen, ist zu denkbar'ungünstigsterZeit eingebracht worden, da kaum dicNächrich ten von dem: Tode De Lona's und Ge sährten.' von dem Untergänge des .Rodgerö .hier eingetroffen . sind, und der 'Conoto. zur Ausnahme der, Schiffbrüchigen des .Rodgers"' abgegangen ist; i Wate die geringste Aussicht aus die Nettung Chipp's und .- seiner Gefährten vorhanden, so könnte man wenigstens hieraus einen Grund sür die fraglichen Bewilligungen ableiten, gegen welche mit Rücksicht aus die praktischen Resultate der Rordpol'.Expeditionen im Allgemeinen die aewicktiasien Gründe svrecken.- Wer die Z1ö0,000 für entbehrlich hält, sollte der braven, Männer gedenken, ' die nicht mtbehrlich sind. . : ! ; Oo Inlande.' : H - , . " . " D i e C h i n e s e n S a n F r a n c i L co'3 bezahlen sür Licenzen jährlich $G0. R)0, während es die Stadt jährlich k100,000 kostet, um die Ordnung im Chinesen'Viertel ausrecht zu erhalten.' "Ueber die Art- und Weise, wie! die Indianer der Standing Rock Agentur, in Dakota, Aöerbau, treiben. bertchteti tue .BlSmarcr' Trldune'Fol gendeS : 'Die Indianer beginnen einzu sehen, daß so-bald als sie im Stande sein werden, sich durch .Ackerbau zu er nähren, sie keine Rationen mehr von der Bundesregierung erhalten werden. Sie wollen deshalb nichts vom Ackerbau wis sen, und wenn man ihnen einen Bushel Bohnen giebt, damit sie dieselben pflanzen, 'so essen sie neun Zehntel derselben auf und schütten die übriaev Bohnen in drei oder vier in den Boden gemachte Löcher. Im vorigen ' Frühjahre gab man ihnen, süns :Bashel Zwiebelsamen.' Da sie denselben nicht essen konnten, be säten. sie damit ein Grundstück, das nicht größer war als hundert Fuß lüng und fünfzig , Fuß breit. Als die Zwiebeln aufkeimten, standen sie so dicht, daß sie die oberste Erdschicht förmlich in die Höbe hoben und selbstverständlich nicht gedei hen konnten. W a s h ,i ng to n ist die e i n z i ge Stadien Union,. in welcher daö An pflanzen . von Schattenbäumen durch die Münlcipal'Behörden geschieht. In Fol ge dessen zeichnet eö sich auch durch seine schattigen, Straßen j vor- allen übrigen Stüdtendes Landes jaus..- In allen größeren'Städten. dieses Landes werden namhaft ßummxn ür. das Anpflanzen, von Bäumen. verausgabt, aber die Pri vatpersvnen, '' welche Bäume vor ihren Häusern anpflanzen, ', scheinen. -nicht zu wissen, daß es dabei nicht nur auf das Pflanzen der Ääume sondern auch aus die Pflege derselben ankommt Herr Crump, der Steward des Weißen Hauses, erklärte neulich dem Präsidenten, wie es zugehe, daß die in großer Menge eingekauften Cigarren so schnell verschwänden, und stellte dabei
folgende Theorie" auf: Sie wissen.
Ihre Freunde trinken zehr viel und! rauchen Uhr viel. Sie tonnen sreilich nicht mehr trinken, als sie in sich aufzu-! nehmen im Stande sind, aber wenn man sie zum Rauchen einladet, so stecken sie jedes Mal, wenn sie eine Clgarrc in den Mund stecken, eine Hand voll in die Tasche, und wenn sie sich eine neue Cigarre anstecken wollen,, so grcizcn sie wieder in die Cigarrcnlistcn und nicht in ihre Tasche. Frau S c o v i l l e, g c b G u i teau, hat- sich von ihrem Ehemanne ge trennt und lebt seit zehn Tagen irgend wo in Rem Z)ork versteckt. Ihr Gatte glaubt, daß sie ihm von ihrem Bruder John W.Guitcau ungesetzlicher Weise vorenthalten werde und hat dasHabcas Corpuß-B erfahren gegen den letzteren eingeleitet. Wenn es sich um E r z i e hung?;wccke handelt, so ist der Kongreß seit ir Jahren erstaunlich knickerig ge wcsen. Die Bill, welche zur Beküm pfung der Ungeschultheit eine Vcrwilli gung aus dem Schatzamte verlangt ist nun abermals im Eomite beschnitten worden. J'tzt nämlich wird nicht nur die V rwilligung auf 10 Mtll önen' bc schränkt, sondern sie soll auch in dieser Höhe bloß sünf Jahre lang bestehen blei den. Im Hause und zwischen haus und Senat wird man großmüthig auch davon noch wegstreichen, bis am Ende der Con greß sich vertagt, ehe irgend etwas ver willigt ist. Die Sklavenstaatcn würden von' den. zehn Millionen $7,550,773 er halten, aber da sie dieses Bundesgeld blos erhalten, wenn sie selbst mindestens eine Hälfte soviel dazu ausbringen, als die Union giebt, so sind ihre Vertreter sür die Bill nicht sonderlich begeistert. E i n n s ch r e ck l i ch e n T o d fand am 9. d. M. der Arbeiter' Michael Do ran welcher in der Nähe von Astoria auf Long Island bei dem Ausschachten eines Abzugs'Canals beschäftigt war. Die eineWand gab nach und begrub den Unglücklichen, der drei Stunden unter dem Schütte und Gerölle lag. ehe er ausgegraben werden konnte. Nach Ver lauf dieser drei Stunden wurde Doran natürlich als Leiche hervorgezogen. Drei andere Arbeiter entgingen mit knapper Noth demselben Schicksale.' Unser.statistisches Bureau zu Washington publizirte nculich.'daß im vergangenen Jahre 126.000 Men schen aus Canada in die Ver. Staaten eingewandert sind. Darob sind unsere Nachbarn ' im Norden in Harnisch ' ge rathen, und ihr Ackerbau'Dcpartemcnt behauptet jetzt, daß unsere Statistiken ganz und gar falsch und .sür die ttaty find: - Aus welcher Seile der Grenze lieg: nun dle,Wahryelt k . Es war ein außerordentlich zeitgemäßer Beschluß des Brauer Ver eins der Ver. Staaten, ihren gegenwär tig in. Washington tagenden,- 22. , Iah resconvent - in - der Bundeshauptstadt abzuhalten.' ,üs Geheul der Prohibi V" ' '' r - rfvi' m lions üanailier er maul uvcrau im Lande, und ' mci!cnlt.nge, von Hun derttauscndcn von Unterschristen' be deckte Petitionen ' um ' Tcwpcrenzgetene liegen dem onare e vor. .Die Brauer Convcntior wird mehr al ein Protest gegen die Umtriebe der Pro hchitlonisten sein. ' Die Brauer werden zeigen, daß sie intelligente, anständige Leute, seine: Sausdolde und moralisch Verkommene sind. Ihr Auftreten muß dem Congrcssc imponiren die Großar tigkeit ihrer Industrie, aus ihren Bcrich ten ersichtlich, muß' und wjrd wenigstens die vernunstigeren Gesetzgeber ubcrzcu aen, dak es Wabnunn "wäre, 'auf daö Verlangen der Prohib'tiomstcn einzu gehen.' l' - -.. D ie S o n n e.n b l u m e n. w e l che das zwnselhaste Glück hatten, durch Os car Wilde fasbionable' zu werden,' wer den jctzt in Michigän- vielfach an solchen Plänen angepflanzt, an denen nichts anderes gedeiht: .Die Saamcn. geben das erwünschteste Huhner, die aetrockne ten Blätter ein gutes Vieh-Futter und die Stengel ein ..gut heizendes Brenn Material, dessen Asche sich zum Seifen kochen und als Dünger vorzüglich, eig net. . B e r a n n r 1 1 cp n i in m t i n der Ackerbau'Produetion der Ver. Staa ten Mais die 1., Weizen die 2.. Heu die 13.' und Baumwolle die 4. Stelle ein. I Interessant ist ?es, ! wie sich im vorigen Jahre der' Ertrag der einzelnen Aecker je nach der' Frucht, die aus denselben gebaut wurde, herausgestellt hatten Dre Aecker brachten, die Durchschnittspreise des Jahres angenommen, folgende Er träae pro Acker: bestanden mit. Taback $60.44, mit ttartosseln $44, mit Baum wolle N8.11, mit Gerste 516.32. mit Neu 14.. mit Weizen 12.4. mit Mais 110 1 mit Buchwenen $10.55, mit Reis 510.5, mit Hafer $9 28: Der m :!.- f' , i.'! .". l t .' yov,e Preis oer icanoncin in oen icricn beiden Jahren hat veranlaßt,- daß 'mehr Kartoffeln angepflanzt worden sind, als früher und. wir können daher einem gro Ken Kartoffel ' Erlrage um fo.mehr ent aeaensehen, als die Ernteaussichien gut sind. . AuS demselben Grunde ist auch ' tft ' n ' c O l't a ' ' meyr v)crie uno .aoar angeoaur roor den. Wenn die nächsten drei PZonate uns eine ' gute Durchschnittswitterung brinaen, haben wir die besten Auslichten aus Neubelebung unserer Ausfuhr -im Herbstes ' , " . v . SWEckeMärket NöblcS Meine Halle, ist seht eine der schönsten in der Stadt und bm imSland nesedt, sie für Concerte Bälle Nnterh altungen und sür Vereinszwecke bestens zu empsedlen. . Die . besten . Setränke l:nd Cigarren, sind stet an Hand. ' , t Ph. Rcichtocitt, Eigenthümer. .
Relchweln
Halle
oxa Auslande. Von einem Hirsch ange
griffen. Ein trauriger Unfall hat die Familie eines am Kurfürstendamm in Berlin wohnhaften Stadtdauinspcktors S. betroffen. S. hat drer kleine, frische. üdsche Söhne; die ttnabcn spielten aus dem Oof des Hauses, der durch eine niedrige Mauer vom .Zoologischen Garten" getrennt ist. Der eine der förn ben kletterte aus die Mauer und sah im Spiele rittlings auf derselben. Plötzlich verlor er das Gleichgewicht, siel nach der Seite des Zoologischen GartenS" hinab lud unglücklicher Weise in einen Raum der sür' Hirsche abgegrenzt ist. Einer der Hirsche wurde durch die Störung sei ner sonstigen - beschaulichen Ruhe wild. rannte aus den naben zu und stieß ihm mit seinem Geweih nach dem ikopf. Mit dem Geweih riß er dem unglücklichen Knaben den Mund und die Nase aus und verlebte ihn sonst noch im Gesichte. Die bedauernswerthe Äcutter stand am Jen ter des zweiten Stocks und war von dort' aus Zeugin des Schicksals ihres Lieblings. Es verging einige Zeit, ehe man dem Kleinen Hülfe bringen konnte; er hatte das Bewußtsein behalten, verlor es aber nach einigen Stunden. ' Sein Zustand ist.nicht. ungefährlich. Wenn man' auch hofft, den Knaben zu retten, so wird er im besten Falle durch die Mifc Handlung des wildgewordenen Thiere? vorläufig arg entstellt sein. Ein f chmerer Kuchen. Wer Hochzeitskuchen - für - die Tafel bet der Vermählung des Prinzen Leopold.iungten Sohnes der Königin ..Viktoria, Mit der Prinzessin Helene von Waldeck war elN' pompöses Gebäude m drer Stock werken, wog an zwei Zentner und steht sechs Fuß hoch auf goldener Unterlage.' Der 'erste Stock ist mit vier Medaillons geschmückt, welche die Welttheile Europa, Asten, Afrika uild Amerika darstellen; der zweite bildet ein.Oktögoh mit Me daillons, Kuplden u. dergl. mehr. Der dritte Stock soll einen Springbrunnen darstellen, aus welchem Tauben heraus fliegen. Diese Harmonie aus Zucker und Mehl wird m Wlndsor viel bewun dert. . ' Ueber altegyp tische Pflan zenfunde entnimmt die ! Nigaische - Zei tung einem Briefe dcö Professors Dr. Georg Schwemfurty in - Kairo folgende interessante Mittheilungen : . .Ich werde nächstens im hiesigen geologifche'n Insti tut meinen Vortrag über die .wunderbarsten Pflanzensunde auS der Ze.it der 18. und 20. Dynastie (d. h. ein paar Jahr Hunderte vor dem trojanischen 'Krrege) halten. Ganze Haufen Guirlanden habe ich Untersucht, die Blätter ausgeweicht und ausgebreitet und neu gepreßt, unter Glas und Nahmen schön arrangut, daß es eine Freude ist,' diese Reliquien von den Leichnamen der größten Könige,' die Egypten' gehabt,- anzuschauen. ' Eine Ritlerspornart, die heute noch in Algier und Syrien wächst, in Egypten aber verschwunden, .ist, fand sich ui. diesen Guirlanden und ist von völlig erhaltener violetter Farben 3500 Jahre alt! . Es rn i i. - r . m : . . p- Ort gieor niete, cic oeyaupren, oieze Pnan zen seien das Interessanteste, was der große Grabersund des vorlgenSvM' mcrs zuTage gesördert. . cr-Bekannt sind dieGebets rädcr der Tartarcn, mittelst welcher die sclbkn ihre Gottheit anrufen. Weniger bekannt sind die Gebetsmaschlnen der Tibetaner.' Dieselben bestehen aus mehr oder weniger großen Trommeln, die nicht allein auf den Außenseiten und Innen fetten mit Zeugstreisen beklebt .sind, auf welchen die bezüglichen Gebete sich aus gemalt befinden, sondern auch das Innere. der ' Trommeln ist kreuz und quer von hergerichteten Bändern durchzogen. Jede Umdrehung der Trommel wird durch Anschlagen einer Glocke markirt und jede Drehung' ist gleichbedeutend f mit dem hersagen aller an, aus und in ihr vor handenen Gebete. Reisende in den .Ge birgsthälern von 'Tibet haben Gcbetö trommeln von G Fuß Durchmesser bei 12 Fuß Lange angetroffen In den budd histischcn Klöstern, in denen sich jene Ge betsmaschinen ebenso wie in den Tempeln selbst ausgestellt finden sind. die Mönche aufi eine höchst sinnreiche Idee verfallen Es! ward ihnen nämlich mit der Zelt langweilig aus Verlangen der herbei geströmten Gläubigen und je nach ein gezahlten 'Beiträgen 'jene Trommel' in Drehung zu sehen,, sie haben dahe.eine Art von Mühle errichtet, die durch den wehenden Wind gedreht wird und so die wunderthätlgen . Trommeln ihre. Bewe gung ausführen läßt. - U eber.die bereit S erwähnte Landesverrats Angelegenheit bringen die! Münchener .Neuesten Nachrichten folgende nähere Mittheilungen : Schon seit, mehreren Monaten hielt sich hier ein französischer vfsizlcr Baron ve Grallller mit Frau und Kindern auf. anscheinend zu seinem Vergnügen, ,n Wirklichkeit je doch in der Absicht,' im Austrage seiner Negterung sich m den Besitz von mmtä tischen Geheimnissen von höchster Wick tigkeit zu setzen ..Zu diesem Zwecke setzte sich de Graillier zunächst' mit einem Schmelzer, Itamens Brunn.. in Berbln dung und wurde 'später mit einem ehe maligen balrischen Ländwehrlieutenant, Baron KreUtmayer,' dem Sprößling er ner alten üdeligen Familie, bekannt, den er-! durch glänzende i Versprechungen zu verleiten' wußte seine - Bekanntschaft in militärischen Kreisen zur Erlangung von gewünschten Dokumenten zu verwerthen. Herr von Kreittmayer wandte' sich jedoch an eine faischeAdresse, nämlich den Land wehr-Licutenant Fleischmannder schon nach den ersten Mittheilungen erkannte, daß es sich hier um nichts geringeres als einen . Landes Verrath handle. Herr Fleischmaun ging anscheinend auf das Ansipnen ein und setzte sich mit Herrn de Graillier selbst ins Benehmen, der ,hm sur Beibringung der von der französt fchen Regierung gewünschten Ausschlüsse und.'Utkunden die Summe von 30.000 Mark als Belohnung zusicherte. Herr Flelfchmann fetzte sofort .die Polizei von dem Sachverhalte in Kenntniß, behielt sich jedoch volle Freiheit des Handelns vor. Seiner Umsicht und aufopfernden Thätigkeit gelang es, das Bwelsmate
rial zu liefern, welches zur Verhaftung des de Graillier, des Schweizers Brunn und des Baron v. Kreittmayer nebst des sen Geliebten führte. Aus einen weite ren'Bctheiligten, einen Handlungsreisenden Kl., wird gefahndet.- ' Wie an dcrwcitig verlautet, wäre Brunn kein Schweizer, vielmehr der Bruder eines hiesigen geachteten Bürgers. Es soll sich, wie eö weiter heißt, um Pläne sür die Festung Jngolstadt handeln. Aus Baden, 28. April. Der in Osfenburg erscheinende' .VolkLfreund" schreibt! Ein unbemittelter Tagelöhner eines Orte im Bezirk Wertheim, der genöthigt ist, einen Rechtsstreit zu füh ren, richtete an den dortigen Gemeinde rath die Bitte, ihm seine'Mittellosigkeit -zum Zweck der Erwirkung des Armen rechts zu bestätigen. Der Gemeinde rath entsprach dem Gesuch, indem er in einer drei Zeilen umfassenden Urkunde
dem Bittsteller bezeugte-, dß er kein . Vermögen besitze, und berechnete dafür an Gebühren : Für Gemeinderath 1 - M., für den Rathschreiber 10 Pf., sür den OrtSdiener 10 Pf., welcher Belrag, wahrscheinlich in Berücksichtigung der etwaigen, Uneindringlichkest, hinterlegt " werden mußte, bevor das ArmuthSzeug' niß ausgehändigt wurde. Der '.Volks. reund bemerkt nicht mit Unrecht, daß der betreffende Gemeinderath durch diese. Urkunde sich selbst das größte ArmuthS zeugniß ausgestellt habe. DeulsiJe L zkalnaHriSiteir. ' . S t ä d e. l5)annover) 27. April, In hieflger Gegend bilden gegenwärtig ver k sm .saa is. AiKit m m a p m rn M M JiyiCl'tllC V(iViUlll&UC CU8 -ttuyisi- i spräch. enn. erst gestern 'drang die. Künde von dem" Ausfinden 'eiueS unbe'' iannien izinanaicii m- uoue vrs eine : . - i x rr r r . . , ; . V . . w . o Stunde von - hier - entfernten Dorfes A.,t7,?nrura' dirrner: dann erbänate - t - t v : d v i. . "O vT O 7 . ' t Ty ' O - sich heute in dem benachbart. n Campe der Cigarrenarbetter Meyer und endlich erfchoß nch heute em anständig gelleide. ter und mit dem eisernen Kreuze oclorir ter Mann mit einem Revolver, welchen er in den Mund abgefeuert hatte. Die Persönlichkeit deö Letzteren konnte -nicht ' festgestellt werden, da außer einem Zettel mit folgendem Inhalt: . .. .lknüppelverse des Herrn SelbstmbrdcrL: Der 5mtt bat's aeaeben. Ich thu' es mir nehmen ' Mein gewöhnliches Leben darunter : " - Pkeine-Herren! , ; : Fragt Jemand nach der Motw der. !hat.'so"c..rußt vielmals Und' sagt,' Ihr ' ttibt eS Nicht! wv ' ".BlimS"." bei der Leiche nichts vorgefunden wurde. - N ö'r'd ha u's e'n, 26. April.' ' Zwölf Kriegervereine RordhausenS und.' der Umgegend sind zu einem .Kriegerverdaa , de der Grafschaften Stolberg und Hohn fmn zufammengetttten. ver jungem Verband hat sich sofort dem' ..deutschen Krie'gervcrbande ' angeschlossen," um sei nen iMitgliedern (bis jetzt 1013) GeleAnfiit in f?,ftf nm Vtn Tlrtrtisn ttnh VllWVtl JU V.Vtlil, Uil VVW VVtltMtU HitW Wohlthaten, welche däS wohlorganistrte UnterstützungSwefcn des deutschen Krie gerbundes" den Bundesan gehörigen bie ' tet, 'teilhaftig zü machen. Der Km gerverband" unserer Umgegend strebt die Heranziehung aller (gegen 100) innnse fit '.Gegend existirenden Kriegervereine an und gedenkt neben einem im Oktober ' jeden Jahres stattsindenden' Verbände ' tage' (zur Erledigung der inneren Ver bandsangelegenheiten) ein Kriegsfest abzuhalten. Der Vorstand deö Krieger veröandeS besteht aus den Herren Do mäNenpächtcr HelmSdorff .'in Büchholz, Fabrikant Keserstein in Jlseld. Revier förster Hieckmann in Urbach. Kaufmann Tolle in Groß-Bodungen, dcn Oekono meri Schmidt in Wolffleben und König n Lcimbach und aus den nordhäuser Herren Kanzleivorstcher Jung, Spedi teur Schncidcwind und Bötichermcifler Härtmann. ' US Th ürin gen. 27. April.-Jn den! letzten Tagen so wird der .Landes zeilüng- vom 'Walde berichtet, ist der Ueberrest einer mächtigen Tanne, die weit bekannt war unter dem Namen .dicke Tanne", wohl der einzigen ihrer Att auf dem Lindincssorste durch den Wind gefallen.' 'Dieser Baum', dereinst majestätisch alle sein: Brüder über ragte, mochte ein Alter von weit über 3(Ä Jahre haben. Er. stand an dem Sliige, der . vom Jagdhause nach d.em Sneidemüblstiegel sührt'und'hütte eine Höbe von 4G2rn Etwas über meter hoch, vom Boden auvAkl'echnet, wieS er einen Umfang von 6.2 in :uf.' feiu Holz aedalt betrüg ca. 57 cbin. Im Jahre 18 .l wurde diese hcrrlicke Tanne vom Stürm gebrochen, dlch so. daß ein statt sicher Stumpf von etwa lürn Höhe sie hen' blieb. Dirser erhielt um ihn vor schneller Verderbnis; zu '.schützen, eine t Scbittdcibcdachung. Das Innere dieseö V'.umpses war ganz hohl, eine thür ähkiliche Oessnunq führte, hinein und die! darin, angebrachten Bänke boten für achj Personen bequemen' tam juni Sitzen. , ÄuS Z mit tau. (Mähren) 27 April, wird berichtet : In einer 'unwei' von hier gelegenen Gemeinde'' lebt ein Hausbesitzer, d; obwohl fchon ein hoher or.l.t X L.Rkt ...K jum3H11' 'vu luiikii noch niemals einen besaß. Trotzdem ist er ein großer Liebhaber von Jleischnah' rüng und kann mit seinen zahnlosen Kie -fern ganz wacker kauen. In einer an . 1 - . r ?t im. n TkiTiiiiinnr m ipinni fi 11 n 11 nrii ki 11 im 1 oeren amiiic ieoen zwei eicywiller,welche beide, schon, über 20 Jahre alt' sind und die gleich! alls keine Zähne be sitzen. v- t.--7 M ü.n cb e n. 27.. Avril. Äablrkime Haussuchungen und Verhöre sanden . in ' den letzten Tagen hier wieder bei Sozia' listin stalte -Diese Maßregeln stehen im indirekten.' Zusammenhange mit dem hier anhängigen Monstre-Sozialistenprozeßl Der Polizei erscheint das ; vorliegende Anklägematrial .noch unzureichend, sie vermuthet dä5 Vorhandensein ' schlimme rerj Vcrbrechcli und Vergeh en.als in der Anklage benannt worden wie denn die Dinunziation der Polizei an die Staats anwaltschast in diesem Prozeß anfäng lich u. A. auch aus Hochverrath lau
