Indiana Tribüne, Volume 4, Number 240, Indianapolis, Marion County, 12 May 1882 — Page 2

Zndiana

Ltl e. O Mögliche- und Sonntagsausgave. Offfcc: 62 0. DclawarcStr. ErtoreI a. ppcoml-cla.3 matter, at the i'ostosiiee at Imlianapoli, Intliana. AbonncmentsPreisc : Tägliche Äuögabe. ........ 12 Qii. Per Woche. EonntagSausgabe ß CtS. PcrNummer. Beide zusammen 16 dt9. Per Woche. ßT Das Tagblatt erscheint jeden Nachmit tag um 1 Uhr. Die . EonntazöauSgab, erscheint des Morgens. Tribune Publishing Company. o ndianapolis, Ind., 12. Mai 1882. c Lttg und 5ra,:k!ltt. Ein' englisches Wechselblatt macht darauf ? aufmerksam, daß sich zwischen Fkankilu.und De,Long, beziehungsweise zwischen den Speditionen der beiden Männer und den fle' begleitenden Umständen, viele Vergleichungspunkte auf stellen lassen. Jenes Blatt sagt in die scr Beziehung Folgendes : Das Unternehmen der Beiden war im Wesentlichen ein und dasselbe. 'Bei' den gelang es nicht, das Werk, das sie unternommen hatten, zu vollenden; aber bei beiden traten die heroischsten (5igcnschaben zu Taczc; furchtloser Unterneh mungsgcist, Ausdauer und Muth und Tapserlcit; und beide starben den Hungertod. Aber auch hinsichtlich ihrer Gattinnen besteht eine. große Aehnlichkcit zwischen ihnen. Viele Monate hindurch harrten die beiden Frauen der Rückkehr ihrer Gatten, an welche sie fest glaubten, bis sie die Todesnachricht erhielten. Wie Franklin, so hinterläßt auch De Long eine edle Gattin, welche sein Schicksal betrauert, und deren tiefer Kummer dieselbe Sympathie .in Anspruch nehmen darf, wie sie Lady Franklin in so reich lichem Maß zu Theil wurde. Es ist aber die Pflicht des amerikanischen Vol kes, dasür zu sorgen, daß das Andenken De Long'ß in gleicher Weise in Ehren gehalten werde, wie das Franklin's sei tens der Engländer. Und . deshalb handelt es sich zunächst darum, daß die irdischen Uebcrreste De Long's und die jcnigcn seiner. Gefährten, die' mit ihm den Tod fanden, nach den Ver. Staaten gebracht werden, um hier mit allenEhren bestattet zu werden. Ferner ist es aber eine der ersten Pflichten des amerikanifchen Volkes, dem kühner Nordpolfahrer De Long ein stattliches Denkmal zu er richten, wie. das seitens des englischen Volkes für Franklin geschah." Die Werihverringerung der Goldmünzn, welche dadurch herbeigeführt wird, daß die Muuzcn in. Folge langer Cirkulation abgegriffen werden, verursacht zur Zeit unter den Finanzmannern England'S eingehende Erörterungen und Unter fuchungen. Namentlich thut sich in die ser Beziehung Herr John Biddulph Martin hervor, welcher kürzlich bei allen Banken England's, vierzehn Eisenbahn compagnien, fünf Postämtern und bei verschiedenen -größeren Geschäften Er kundigungen über den Gegenstand ein gezogen und im Ganzen 1,092 Anwor ten erhalten hat. ES .stellt sich heraus, daß solche Goldmünzen, welche vor dem Jahre 1840 geprägt wurden, sehr selten geworden sind, und daß fast alles letzt in Cirkulation befindliche Gold bcdcu tend leichter geworden ist, als es ur sprünglich war. Im Durchschnitt haben die jetzt cirkulirenden Goldmünzen bei der Cirkulation je 0,4325 Gran ihres ursprünglichen Gewichts eingebüßt. Dieser Verlust trifft aber nicht die Na tion im großen Ganzen, als vielmehr einzelne Personen, namentlich die Ban kierS, welche denn auch gegen die Neu Prägung von SovereignS und Half Sovereign? sehr eingenommen sind, zu mal da sie noch einen großen Vorrath von Gold in Händen haben. Bisher pflegten sie die Goldmünzen, die sie an derweitig nicht loswerden konnten an die Bankiers in Provinzlalstüdten zu senden, welche es wieder, an solche Gc schäftsleute abgaben, welche.bedeutende Beträge anLöhnen zahlen.. Hr.Martin ist der Änsicht daß die Regierung das Gold bei'. feinem ursprünglichen Werthe erhalten sollte. Um ihm denselben zu J t . ... " V . jt -I - W . luuzugeocl,, wuror. zunacy eine vius läge vm'CC0,000Pfd. St. erforderlich fein. Im durchschnitt -cirkuliren die Sovereigns 17.9 Jahre und die Hals SovereignS 11.6 Jahre. Herr Martin ist der Ansicht,, daß hinsichtlich jedes Sovereign'5 welcher zwanzig Jahre alt ist, eine Nefaktion (Abzug) von einem Gran stattfinden sollte und hinsichtlich eines zehn Jahre alten Sovereign'S eine solche von einem halben Gran, und zwar aus Kosten des Staates. Eine andere Neuerung, welche Herr Martin vorschlägt, ist die Einführung von Ein Pfund-Noten. m m m s r :Die Iudtnyeke. Berlin, 27. April. Aus Petersburg kommt heute- wenigstens eine erfreuliche Nachricht: Die Hetzereien der lettisch esthischen Socialisten in den "Ostseepro vinzen gegen die Deutschen sind, wie der .Post" telearaphirt wirb, streng unter sagt worden. Beide 'Censoren, welche die deutschfeindlichen esthischen Kalender durchliefen, sind bestraft und die Kaien der selbst confiscirt worden. Diese Maßregel ist an sich erfreulich und auch alZ ein Anzeichen, daß ou deutschfelnd liche' Richtung der russischen Regierung letzt Ntcht mehr vorycrr cht. von i vau ern die Judenverfolgungen fort. Zu diesem Capitel ist wohl die Nachricht aus Kamenetz.Podolsk zu rechnen, daß viele " . .. " n rt . .

s Arlbun

Hauser und Läden ZUkZlscyer .enxe. durch eine große Feuersbrunst einge äschert wurden, denn das Feuer pflegt sonst nach dem Glaubensbekenntniß nicht zu fragen. Entsetzlich sind unter diesen Umständen die Maffenausweisungen der Juden aus den Städten durch die Re gierung selbst. Die Zeitung Semstwo berichtet folgenden Vorfall: Eine be jährte Jüdin wurde auö Moskau aus gewiesen. Dieselbe legte der Behörde ein ärztliches Attest vor, wonach jede Wohnungsänderung unfehlbar ihren Tod zur Folge haben müßte. Die Po lizei befragte Aerzte, wie lange die Jü bin leben könne. Als das ärztliche Gutachten zehn Tage in Aussicht stellte, gestattete die Polizei der. Greisin, noch zehn Tage in Moskau zu bleiben, befahl

aber, wenn sie den zehnten Tag uverle ben sollte, sie unnachsichtlich auözuwei sen. Selbst das russische Blatt fügt hinzu: Wie soll das Volk cden unv Eigenthum seiner zudlschen Mitbürger ansehen, wenn es seitens der Behörden solches Verhalten wahrnimmt?- So handelt eine.Negierung, die 1877 .einen blutiaen Kriea angeblich auö vumani tätsrücksichten unternahm und damit bei unzähligen Elnsaltspmscln. m ganz Europa Glauben fand. Vemj isaiois wird gemeldet, daß am 25. April aus Charkow der erste krnpp züdischer.Aus Wanderer nach Palästina ausbrechen werde. In Brödy sollten am 24. und 25.' April 200 flüchtige' Familien auS Kischenew und Balta ankommen. . ; Ein Berliner Blatt theilt noch mit : Die Lage, eines jungen Mädchens, welches von jüdischen Eltern m Nupanv geboren wurde, ist abcr heute sehr ost die tolaende. ' Im Lande wird sie entehrt und todtaelcklaaen. aus dem Land kann sie nicht heraus. ' Ihre einzige Schuld ist die, daß sie geboren wurde, daß sie lebt ! Und die europäischen Nationen, deren Staatsmänner, gerade jetzt, stets . f - r-. ü von der Woyisayrlsausgaoe oes Vlaa. tes reden und von Humanitätsphrasen überfließen, sehen ruhig zu, wie die Menschlichkeit mitten in Europa ver bobnt. wie der Menschheit in'S Gesicht geschlagen wird. Vor 100 Jahren regte sich das , Gewlsjen ver ganzen au cn, als von Frankreich auS die Menschen rechte verkündet wurden, jene - unveräu ßerlichen Rechte aus Achtung jeder Krea tur, die Gott nach seinem venvlloe töuf". Aber freilich, seitdem ist lange Zeit vergangen,und unserer.glorreichen" Zeit ist. vor lauter .staatsmanmlcyer Weisheit, vor lauter praltisqerP0ttltt7 dQs Gewiffen abhanden gekommen. Prozeß M vttngthtat.r Vrandtö. W i e n, 25. April. Fast scheint es, - als habe der Ring thcater Prozeß mit dem ersten Tage. welcher uns die Vernehmung das Direk tors Jauner brachte,' auch .schon, seinen Höhepunkt überschritten. Jedenfalls bot er . i . c ... t. ...."'.. itinc eriyeroigung irgeno eines ver Angeklagten ein derartiges dramatisches Interesse, geschweige denn verfügte einer von ihnen über die Macht des persönli chen Wortes wie FranzJauner, der be kanntlich, bevor er .Direktor wurde, einer unserer besten Charakterdarsteller war. Em ganz anderes Bild 'bot die Verthei digung des zBeleuchtungS . Inspektors Joseph Nitsche. Mit einer Art von Trotz, der, . kaum glaublich, mit einem Anfluge von rücksichtslosem Humor ver bunden wurde, erklärt der Mann, wo seine untergebenen Leute gewesen seien sie waren im Wirthöhause) .wisse nicht, und zum Aufhängen der nothwen digen ReserveOellämpen' häbe er keine Zeit gehabt. Schließlich, meinte er, er habe für seine Verantwortung mehr als genug gethan...;.. : , , : .; Es sind vielaewürfelte Mustermen schen, dieses technische Personal- des Herrn Jauner,'. Leute, .die als Kellners Schuster, Schlosser und wer weiß, was alles, durch mancherlei Lebenslagen hin durch gegangen waren, ehe ein kühner Wurf sie ins Theater schleuderte. Noch schlimmer vielleicht, als mit diesen, steht es mit dem sogenaunten Haus-Jnspektor Franz Geringer. Das mit ihm aNgestellte Verhör ergab, daß streng genom men Niemand sür die. Verbindung, des Feuertelegraphen mit der 'Centrale der Feuerwehr, zu sorgen hatte, ,sowie daß die übrigen sogenannten Feuerwehrmän ner des Ringtheaters anstatt aus ihren Posten zu sein, im 'Wirthshsuse' saßen und zechten ; der Herr Geringer hatte es sich selbst in der Portierloge.' bequem ge macht und las die Zeitung.' Kurz das ganze Kreuzverhör mit dem Personalbe wies, 'daß eine - Schlamperei,' wie man hier sagt, im Ringtheater geherrscht ha ben muß, von der man sich kaum einen rechten'Begriff machen kann. Das Verhör des Polizeirathö Landsteiner, welcher am Unglücksabend -des 8. December die Sicherheitswache -be sehligte, hat sür ein auswärtiges Publi. kum Izum ein besonderes Interesse. Das traurige Schicksal eines Mannes, der in Ehren grau geworden und inem.Ereig nis gegenüber, dessen Furchtbarkeit seine Fassungskraft überstieg, nicht die 'nöth wendige Umsicht und Thatkraft zeigte der halb und halb seine eigene Unfähig keit, dem Entsetzlichen ' entgegenzutreten, eingesteht, kann und wird Mitleid erre gen, mehr aber nicht. Zu rechtfertigen vermochte der. alte Mann, sich Inicht. aber man gewann die Ueberzeugung, daß auey Höhere als er,' .deneL die alten Verord nungen vom Iahn :1817.üs. iw. als erste Richtschnur, gedient haben würden, kaum besser gehandelt 'hätten Aus so! che Punkte gehört der Soldat, der unter allen Umständen immer zuerst an. seine Pflicht zu k denken 'gewöhnt ist : Die arme Polizei! Sie'müj immer' zuerst l . w . . an oic oronung oenren . sonst giti'3 1 von oben eine Rüge.. ,Waö . Wunder nun, daß ' die Sicherheitöwache beim Brande ves NlngtheaterS hübsch draußen blieb. ';.' ." '; Am besten Nautetefloch die Berant Wartung der beiden Beamten der ffeuer wehr, des Ingenieurs Wilhelm und des Requisitenmeisters Heer. Sie gaben zu.

daß sie zu spät gekommen, aber vasa? kann sie ja niemand belasten, weil man am Hos" nicht wissen kann, was am Schottenring passirt; auch konnte WilHelm. mit Recht darauf hinweisen daß er als Leiter der Löschung draußen zu blei ben und die Verkeilung der ankommen den Hülssmannschaft zu leiten habe. Die Feuerwehrmänner versuchten hinauszukommen und die Schilderung des Requisitenmeisters Heer ist ebenso einfach wie ergreisend, machte auch ersichtlich großen Eindruck. Die Handhabung deß Sprungtuches", sagte er, .ist so rasch als möglich geschehen,- da ist Gott mein Zeuge. Ich habe den Löschmcister Ska dal in's Haus dkrigirte? meldete mir: Jch komme nicht, hinanf.1 Jch.packte ihn bei der Hand und rief ihm zu : .Du mußt hinauf !' Ich bin aber selbst hinein in's HauL, im Vestibüle waren zwei Männer mit Fackeln, ich nahm die Fackel und drang aus der Stiege vor. Ich konnte aber nicht hinauf, obgleich ich als Feuerwehrmann schon viel geleistet habe, die Fackel erlosch ich versuchte auf allen Vieren vorwärts zukommen, aber die Hitze, der Rauch und das Feuer waren fürchterlich und unerträglich u. f: w." . Den Schluß der NachmittagS'Sitzung bildete die .Vertheidigungsrede des srü teeren Bürgermeisters von Wien, des Dr.' v. Newald. .Sie war. ziemlich umsangreich, befchästigte sich jedoch lediglich mit der unerquicklichen Frage der Com petenzcn, Absassung der Protokolle ic;:::

5 Johann Karl ffrledrich Zöllner. 1- - - j Die erste Größe Deutschland's auf dem ! Gebiete der'- Astropbysik, : Zöll ner,-1 ist wie : ' bereits telegraphisch gemeldet . worden, am. .2. Aprils zu Leipzig , gestorben.- Am. 8. . Novem ber 1831 zu Berlin , geboren, studirte er auf verschiedenen Universitäten Physik und wandte, sich dann der Photometrie zu, welche bis. dahin stark vernachlässigt worden war, weil es nicht gelingen woll te, ein ' Instrument ; zu construiren mit welchem genaue Messungen vorgenommen werden konnten. ; . : : Zöllner.wurde auf diesem Gebiete ein Bahnbrecher, indem er 1801 mit seinen .Grundzügen einer allgemeinen Photo metrie des Himmels hervortrat, in wel chem eru' A. das Astrophometer be schrieb, welches heute noch' seinen Namen trägt.' .' Dieses Instrument- gestattet nicht; nur, die Helligkeit der .Sterne, zu messen, sondern auch ihre Farben scstzu stellen. : ES ließ sich dadurch z.:B.' erkennen. wie. viel, heller die Sonne ist als der Mond ist, welcheöVerhaltniß von Zöllner als .618.000 zu 1 sestgestellt wurde. Auch die Lichtstärke der Planeten wurde von Zöllner gemessen und die Theorie aufge stellt, dag elge der Planeten wahr scheinlich selbstleuchtend seien. Auch in der Spektral-Analyse hat Zöllner Gro ßeö geleistet. .... Im Jahre 1860 wurde er zum außer ordentlichen Professor an der Universität Leipzig ernannt, an der er seine Thätig kett mit der wichtigen Vorlesung ..über die - universelle Bedeutung . der mecham r ir '' . seyen Prinzipien oegann. - L 1 ." V - . : Hier beschäftigte er, sich auch mit den Verhältnissen' der Schwere und constru irte inen Apparat, dem' er den Namen Horizontalpendel gab, und mittels des sen sich die geringsten Unterschiede in der Schwere nachweisen ließen. Im. Jahre 1872 wurde Zöllner zum ordentlichen Professor der physikalischen Astronomie 'an der Leipziger Universität ernannt und gleich daraus erschien sein merkwürdiges Buch .Ueber dleNatur der Kometen-, in - weicher die letzteren als eine, tropsbar flüssige Masse dargestellt meroen. , . - . . , Ueber die in diesem Werke ausgestell ten j Theorien gerieth Zöllner mit ver schiedenen hoch angesehenen - Gelehrten,' darunter auch'Tyndall, in Streit. DaS lekte von ibm veröffentlichte Werk fübt den' Titel Missenschastliche Abhandlun. ,n " i ;i '-' !" ' ' i V . i ' 1 K i . " Erössnui S NelchStag Nicht wie sonst in dem Weißen Saale des Berliner KönigSschlosses, sondern in seinem eigenen Sitzungssaale wurde am 27! April der deutsche Reichstag'von ei nem! Vertreter 'der Regierung begrüßt und eröffnet. Der Kaiser weilt in Wies baden, der' Ka'nilcr ' in 5?riedricbsrube : I die Reichsboten müssen sich also zusneden m t . 4 i geven, wenn iyncn yerr v. Voillcyer ln Vertretung des Fürsten Bismarck ein ge schäftsmäßigeS Arbeitsprögramm der liest, obgleich ' es eine außerordentliche Session ist, 'zu welcher sie einberufen sind, und Aufgäben der Erledigung har ren welche das Wohl -und Wehe des deutschen- Volkes ticfstenS berühren. Man macht nicht mehr viel-Federlesens mit dem Reichsparlamente, c Sonst war es ein ernster feierlicher ;Aet, wenn der Kaiser oderder Kanzler die. Repräsen tanten derNätlon bewillkommte; blit zende Uniformen und ceremoniöse Amts trachten gaben demselben ein' außerge wöhnliches Colorit;.. jetzt verlauft die Begrüßung' -ohne Sang und Klang, nüchtern und prosaisch wie' eine lästige Formalität, x ES hat fast den Anschein) als'se'l die"Ceremonle"absichtlich"bis zur Farblostgkeit vereinsacht, damit Niemand daran zrNlste, daß , die ; Bedeutung des Reichstage) w'.dem'Maße reducirt.sei, in 'welchem :de'selbe'dem"Fürstin Bis m'arck gegepüber einen eigenen Willen zu haben ' sich erdreistet.' Mancher ? freilich mag finden, daß eS eine bloße Aeußer lichkeit sei, derenFörtsall in keiner Weise bedauert zu. werden verdient, .wenn die RcichSboten nicht,"vie eS bisher üblich war, .eineSauSzeichnenden Empfanges. k i Ä tW ty 4 f w iAii fT ä ! m . VlA gichürdigtZ werden!: jallein', gerade'' dieö'1 ' cr " ii V'ifif..'M ' 'r rL ' ai x ' - r'r.. mal hat die Neuerung einen peinlichen Beigeschmack, denn -es ist ein Lieblings Projekt )eS Fürstep Bismarck, sein .letz teS Jdeät ' dessen Birwersung 'seitens dsS Reichstages erwartet' wird, und da man' nicht weiß., wie der Kanzler nach fei ner voraussichtlichen Niederlage sich ver halten wird, so liegt die Vermuthung

nahe, daß die Erösfnung des NeichstageZ nur deshalb so unceremoniös und hi nx lmiros statlsindet, damit die evcntelle Auflösung desselben desto resoluter beschlössen werden könne. Die vorige Session des Reichstage wurde mit einer Botschast des Kaisers eröffnet. In derselben sprach der greise Monarch es gleichsam als seinen .letzten Willen" aus, daß die socialen und steuer politischen Reformpläne des Kanzlers verwirklicht werden möchten. Jetzt, kom men das Tabakmonopol, das Hütss. kassengesetz und die GcwcrbcOrdnungs Novelle, die wesentlichsten Bestandtheile des Bismarck'schen Resormsystems, als Vorlagen und Entwürfe vor den Reichs tag ; aber dieser bringt ihnen Abneigung undMißtrauen entgegen, denn er erblickt in ihnen nicht sowohl Reformen zur.Hc bung des nationalen Wohlstandes, als vielmehr Versuche, die allgemeine Stcu erkrast zu Gunsten de? Staatsomnipo tenz bis zur Erschöpfung anzuspannen und das parlamentarische Budgctrecht zu einem Schatten zu machen. Selbst der Bundesrath, das deutsche Staaten haus, hat sich der Erkenntniß nicht zu entziehen vermocht, daß die letzten Pläne des Kanzlers eine gewaltsame Umwälzung aller traditionellen Formen der Verwaltung und Besteuerung zumZwccke haben; sein Votum ergab zwar eine Mehrheit sür das Tabakmonopöl, allein diese Mehrheit wär eine numerische, leine moralische. Die Königreiche ' Bayern und Sachsen, die Großhcrzogthümcr Baden und Hessen, die Hansestädte hiel ten sich zur. Opposition während die thüringischen Duodezstaaten sich steuer und ziellos .der. preußischen Führung überließen. -Und, es war nicht etwa pärticularistische Sonderpalitik, welche zu diesem Ergebnisse sührte ; 'es war der Wille der Bevölkerungen, .unter' dessen Drucks die Einzclregierungen stimmten. Eine blühende Industrie wird durch das Tabakmonopol gesührdet ; in der Psalz,. in Schlesien, in der Mark,' in Hamburg und Bremen soll privater Gewerbe und Handelsfleiß rauh zerstört werden, da' mit abermals eine große .indirelteStcucr sich zu den bereits vorhandenen geselle und dem Reichstage die Controle über die Einnahmen des Reiches immer mehr erschwert werde. 'Der Bundesrath hat dazu ein Ja gesagt, welches ganz vor

nehmlich wie ein Nein klingt, und daß in diesem Vorgange der Reichstag kein Motiv erblicken kann, .um', von seiner Opposition gegen das Tabakmonopol abzustehen, darin liegt ein Anlaß zu jener tiefen Verstimmung des Kanzlers, aus welcher vermuthlich der Entschluß her vorgegangen ist, dem Reichstage diesmal die' Ehre eines feierlichen Empfanges nicht zu Theil werden zu lassen. : i . u . (Wiener N. Fr. Pr.) Der Kinderfreund. ' ' ' ' ' ' . Ein Erinnerungsblatt an' den hun dertjährigen Geburtstag Fröbel's ver sendet der Weltpostverlag in Leipzig. Dasselbe enthält ein wohlgelungenes Portrait des unvergeßlichen Kinderfreun. des nebst Abbildungeq von dessen Geburtshaus und der Erziehungsanstalt in Keilhau. Dem Genius Fröbel'S . weiht darin Franz WSnig folgendes Gedicht : Das Wort, das sich im freudigen Er. , ' ' t ' ' . , . .. . beben Dem Innersten der Brüst wie Frühlings . . ! ruf entrungen. Begeistert, siegsgcwiß in '.alle Welt ge drungcn: .O, kommt, o kommt, laßt uns den Kin .! Idcrn leben ' Es ward der Leitstern für Dein Thun i und Streben, , Ein Lichtgedanke, der Erkenntniß Quell' j . entsprungen, ' ' Der liebcwarm und voll. in'S 'Herz des V'!..:... , Volks gedrungene Im sprossenden Geschlecht der Menschheit 'j . Wohl zu heben. : Di göttliche Idee, so' schon r , i1' ! - ' - - That erblüht . ' : Bei Deiner Prikstcrinnen stillrm Wal . . ;; . ten,. ; Die sich so ganz, von .Deinem Geist 'r l yi. ;.5 durchglüht, ,'.' .' Dcr Kinderscele . Blumendienst ge , ,j weiht Sie kündet laut ZmWerden 'und En!-' . - -- ' '.j falten ' : ' ' ' - " Den Ruhm des Genius bis hin in Ewig - keit! ' .nS.. Bom Jnlande. 'MichaelKane in ..P hil a d e l I - V. . o: .1 ! O.li . ! . phia wurde vor einiger Zeit .von einem Hunde gebissen, und zwar.zu euier Zeit, als! an ihm bereits . Svmptome. von Delirium Tremens. beobachtet. wa m . A 0 4 's ren: tc legic ranryeir vliocle slcy nach und nach mehr aus, und Kane gab sich dann dem Wahne hin, daß er ander. Tollwuth leide ; alle Vorstellungen und Mittel der Aerzte fruchteten nichts und er starb dieser Tage, theils in Folge von Alkoholvergiftung, namentlich aber auS Furcht vor der. Wuthkrankheit. U n ter den r us sisch en Js raeliten, die bereits am porigen Samstag inNew Bork landeten, befand sich Johnz Rcltika - der durch eine furchtbare Ver' siummelung .der Sprache beraubt wor" den'..ist ; . er machte den .Beamten 'von' Castle-Garden schristlich folgende kaum ' glaubliche Angaben : ' Mein Name ist Ion Natika. Ich - kann nicht sprachen, da' mir in Nußland die. Zunge abge schnltten.'wurde Eine.Anzahl Männer' drang zur Nachtzeit in .mein'HauS,' riß mich - aus dem Bette 'und schlcpptc.mich zu' einem Baume, , wo sie mich so lange. am Halse, aushängten, ;bi3 ich dem Tohe nahe war. Sie' nahmen, michdaraus. herunter, ! und - einer der Männer schnitt' mit einer großen Scheere, mir die Zunge ab, während die anoeren mich festylelten: Sie halten mir zuerst mein Geld abgei-. h . .'v : i. v. . fordert,' und als ich ihnen die Heraus gäbe deffelben'verweigerte.' verstumme! ten sie ich."- Ein' Begleiter Natika's erzühlte,dabi mehrere der an dem Ver. buchen bctheiligtcn Personen vor Gerichs gestellt, jedoch freigelassen wurden, da den russischen Gesetzen gemäß das zur Verurteilung nöthige Zeugniß mündlich

gegeben werden müsse. Da 5'atika nicht sprechen konnte und keine anderen Zeu gen vorhanden waren, entließ der Rich ter die Angeklagten, indem er erklärte, er könne die schriftlichen Angaben Na tika's nicht als Beweismaterial zulassen. Zu Atlanta, G a., hat ein Mörder, dessen Hinrichtung auf den 30. Juni festgesetzt war, darum nachgesucht, schon am 21). Juni gehängt zu werden, um nicht mit Guiteau an einem und demselben Tage den Tod erleiden zu müssen. Ds Gesuch ist ihm bewilligt worden. Die Farmer von Arkansas werden dieses Jahr von den verschieden artigsten Plagen heimgesucht. Während ihr Vieh , von gistigen Insekten gctödtct wird, werden ihre Felder von einer dem Heerwurm ähnlichen Wurmalt verwüstet und die Bäume entlauben sich, da ihre Blätter von Millionen von Raupen ab gefressen werden. Die Entscheidung des Oberbundesgerichts in Sachen gegen den Sergeanten Mason kann durchaus nicht überraschen ; sie constatirt einfach, daß das Kriegsgericht competcnt in der Sache war, daß das Civilgericht ebenfalls com petent gewesen fein würde, wenn eö die Führung der Untersuchung verlangt hät te ; da die Civilbehörden nicht die geeigneten Schritte thaten, gegen Mason vor zugehen, so sei es die klare Pflicht der Militärbehörden gewesen, denselben un ter ihrer Gerichtsbarkeit zu Processiren. Daß die von ' dem Militärgerichte er kannte Strafe den eigenthümlichen Ver Hältnissen des Falles gegenüber als zu hart bezeichnet werde, sei eine Frage, die nicht in den Bereich des Oberbündesge richts gehöre. So ist es nunmehr ledig lich Sache der Spitze unserer Executive, die Folgen des sormell begründetcnRich. terspruches wesentlich abzumindern und hierdurch der, durch die öffentliche. Mei nung unterstützten Forderung der Bil ligkeit gerecht zu werden. ' Au ö .Worcest er: in Massa chusetts wird eine Geschichte von einem Hunde berichtet, 'der sreilich keine ge sunden Zähne mehr besaß, aber um so mehr Klugheit. Der Hund, fing einen sogenannten .Woodchuck" (eine.ArtMur melthier). Da er das Thier nicht todt beißen konnte, so schleppte er eö nach ei nem nahen Teiche und hielt es dort, so lange' unter das Wasser, bis eS todt war. Als Gegenstück zu dieser Hunde geschichte wird von einer. Katze in Mana hawkin, N. I., erzählt, daß dieselbe zwei Küchlein adoptirt hat, welche ihr nicht nur, wie einer Henne, überall hin folgen, sondern auch des Nachts mit ihr daö La ger in einer Kiste theilen und von ihrer Adoptivmutter auf. das Sorgsamste behütet werden. . Unte r d e n' nah e z u 4000 Ei n Wanderern, die am 9. d. Mtö. in Castle Garden landeten, befanden sich wieder 00 russische Flüchtlinge. Für 40 davon hat die Russian Hebrew Aid Society" Stellen als Farmarbeiter in Connecticut

ausgemacht. 180 Frauen und Kinder Exilirter sollen' demnächst nach einer Farm bei Weinland gebracht und dort mit Pflücken von Erdbeeren und anderer leichter Feld und Gartenarbeit verwendet werden. Die, Sachlage in Castl? Gar den ist mit Bezug auf die Existenzfähig, keit nach wie vor eine, sehr trübe. Zwei Commissäre sind' nach Albany abgereist um sich betreffs Schließung' oder Nicht Schließung der Bureaux bestimmte In.' structionen zu holen. - ' ' Ra lp h W a ld o Em e r s o n w a r ein eifriger Frauenrcchtler. , Er befand sich Unter denjenigen, welche" den Aufruf gu der ersten Frauenrcchtler. Convention jn Massachusetts die im Jähre 1850 stattfand, unterzeichneten. Diese Con pention fand zu Worcester statt. DaS von .Emerson . hinterlassene Vermögen wird aus $200,000 geschätzt., Dasselbe oH namentlich durch Die Sparsamkeit einer Gattin zusammengebracht. worden ein) welche einen großen Theil der'häus ichen Irbeit selbst verrichtete. "'. E i n e o st i n d i s,chc 0 p e r n gesellschast wird ,im Herbst-dieses Jah res!ln.London 'und später, in Nfw Bork. Vorstellungen geben. So wird auch die Kunst 'mchr'und mehr kosmopolitisch in unserem Lande ; zü' den amerikanische, deutschen,' englischen, italienischen,', und französischen. Gcsellstziasten. kommt eine ostlndjsche,der. übrigens in San Iran cisco zwei chinesische' Truppen schon längst vorangegangen sind. '. , . . : VD r. L a wrenc e W'ashi n gt o n, welcher zur Zeit in der Nähe von Deni son in Texas eine Farm' bearbeitet, "ist der nächste lebende Verwandte George Washington,- nämlich ein Großneffe desselben.: : Auö einem Berichte des. Cur rencyComptrollers in Washington er giebt sich, daß im Staate New Hörk die Kosten der Abwicklung der Geschäfte von 22 bankerotten Sparbanken sich auf 16 Prozent der von den Massenverwaltern eingenommenen Summen beliesen, väh' rend bei den neun Nationalbanken, wel che seit 1? Jahren im Staate.New York sallirten jene, Kosten nur . ß Prozent be trügen. Der Unterschied besteht einsach bzrin, daß das. Bankerottversahren bei delilNationälbanken unter vernünftigen gesetzlichen' Bestimmungen 'durchgeführt wird' "' ' ' : r; : 6 u st o n ' B nckner v s n GreenvilleMtss. begab sich in iner. der letzten Nächte unter dem .Einflüsse: eines Opiumrausches in das. iHapS seines Nächbars.Md wurde von diesem, der ihu für einen Einbrecher hielt, erschössen. . . Z u,D e t r.o it,. Mich., stürzte, wahrscheinlich in' ',inem WahnansinnS falle,' der Ävotheker J. W. Granger fein junges' Werd' auS einem Fenster des zweiten Stockwerkes feiner Wohnung und sprang ihr dann. nach. Beide sind so schwer verletzt, daß an ihrem Wieder auskommen gezweiselt wird. i PliiL Rappaport, ülechtSänwalt . 95 l Masslngton Str., gimmer 12 und 18. Indianapolis. Jnd

Bom Ausland,. Eineninteressanten Fund machten mehrere Knaben auö Mühlhcim a. d. Ruhr am ersten Ostertage inBroich (Rheinprovinz). Dieselben spazierten auf demKastenberge die dort befindlichen Steinbrüche entlang, als sie einenBaum stumpf gewahrten. Um nun die Tiefe 1 der Fäulniß desselben zu untersuchen, wühlte einer der Knaben darin herum und stieß hierbei auf einen harten Ge genstand, welcher, an das Tageslicht be fördert, als ein Theil einer Monstranz stch erwies. Weiter suchend förderten die Knaben im Ganzen 17 vergoldete Fragmente eines Kelches und einerMon strunz zu Tage. Offenbar rühren die selben von einem Kirchenraube her. In ErstickungLgefahl. Ueber einen Unfall, der sich in der zwei sen Sektion des Wiener Garnison Ar rcstcs in der Josephstädter Reiter Ka serne ereignete, und . bei welchem 3 Sol daten in LcbenSgesahr schwebten, berich ten Wiener Zeitungen wie solgt : Als der mit der Ueberwachung deö Garni Nisonarrestcs betraute Prosoß am ge nannten Tage die Arreste kontrollirte, gewahrte er zu seinem nicht, geringen Schrecken durch , die Gucklöcher der Ein zelarreste No. 1, 2 und 3 die darin be findlichen Arrestanten wie leblos aus die Pritschen hingestreckt.' Die Todeöge" fahr, in welcher sich- die' drei Soldaten' befanden, rasch erkennend, sperrte er die Arrestthüren aus, öffnete die Fenster und -ließ die Bewußtlosen durch Wachsolda ten nach dem Borhause bringen, woselbst Zwei derselben durch dieBemühungen der herbeigerufenen Militärärzte, zum Be , wußtsein gebracht, wurden, jedoch über, solche Uebelkeit klagten, daß sie in daS. Garnisonsspital gebracht werden. muß ten.. Wer Vrltte, er.l Dragoner, oer vtvp JIU voupuilg Clllll t0lUHUSH DisciplinarArreflflrase demGarnisons Arreste zugetheilt war, gelangte erst den nächsten Tag zum Bewußtsein.- Die so kort e'naeleitele Unterluckuna über die xn fVt4M 4 .IM M OuuhXiamh Ursacke . deS UnsallcS eraab. dai; eine Ausströmung von Kohlenoxydgas-auS einem schadhasten Rohre der Menage' küche, welches die Einzelarreste durch zieht stattgesunden hatte. - ' Das G u t a ch t n v o Schreib sachverständigen ist bekanntlich schon, von Alters her Gegenstand mancher Be denken, da die Zahl derer eben nicht klein ist, die da. meinen. daß'.der.Werth.. eines solchen Gutachtens illusorisch sei, und daß man dazu besonderer SächverstSndlger.nicht.bedütse, .da .dieSchrift j vergteichung, keine Wissenschaft ist, und Jeder, der.-mit. Skripturen viel zu thun hat, jz. B. Zeitungöredakteure, Korrek toren und Setzer, auch als Sachverstän diger zu betrachten ist. Eine klassische Illustration zu demWerk solcher Schreib sachvcrstSndigeN'Gutachten lieferte dieser Tage? eine z vor dem Berliner Landge ; richte ' Pattgebabte Verhandlung. Ein -gewisser Böck war von dem. Schöffen ge richt auS dem. Inhalt eines Briefe, der nach dem Gutachten deö Schreibsachver ständigen Kanzleiraths Seegel unzwei felhalt von der. Hand des Angeklagten, herrührte. iu zwei Monaten Eesänanik vernrtheilt worden. In dem Berufs termln trat nun eine Zeugin schüchtern mit dem Geständniß hervor, daß sie die Schreiberin des Briefes, sei, unfeine, sofort an Gerichtsstelle, abgelegte 3?ffi51itirrt mnh hnt hir hflll V W V , V y V VVHU UHUf V,VV standige Richtigkeit dieses Geständnisses Der Angeklagte wurde in Folge dessenselbstverständlich freigesprochen. ---Aushebung e.iner Falsch münzerbande. Einen guten Fang machte die Werdener Polizei in Heidhausen durch Aushebung einer Falschmünzerbande. Ein in der Nähe. der katholischen Schale wohnender Gelbgießer. Beckmann hatte nämlich in einem dortigen Spezereige schäste in kurzer Zeit seine Einkäuse jedcs Mal mit einem Zweimarkstück bezahlt, und stets hatte er die Sache so einzurichten gewußt, daß er an die Magd. be zahlte. , Kürzlich erst warendem Ge schäftsinhaber die eingegangenen vier Stücke zu Gesicht gekommen, die ihm sosort verdächtig erschienen, weshalb er bei der Werdener Polizei Anzeige machte. Einige Polizisten machten sich sofort aus. den Weg nach Heidhausen und zu der Wohnung des verdächtigen Gelbgießers. Sie trafen die Frau im-Garten, welche auf Befragen behauptete,.daß ihr, Mann rttirttihlisf lifi uiAt in svitt, (,t TOi.fttäa .ytv . .. . ...,. v . ' dcstowcnigcr betraten die Suchenden daS Haus, und im nächsten Augenblicke kam der Betreffende, die , Treppe herunter kommend, zum Vorschein . Sofort wurden die oberen Räume abgesucht, und bald fand man die Werkstäite des Falsch mttnzcrs, der socbcn.in voller Arbeit gewesen war, und nicht nur das vorräihige falsche Geld sondern auch die Formen sielen der Polizei in die Hände. Bei A A tm (a hAflff iHKlAnH 1TK1 a( Ä M M A 1111(1 U UUUillllUltyl!l i4llll.UUUU blieb dem Manne nichts ande.-cs übrig, als sein .Verbrechen sosort zu gestehen : auch gab er seine Helfershelfer, zwei Per -sönen in Velpert, an. : Die Fürstin D o l g o r.u k i und ihre Kinder.. . Ein französischer Journalist. hatte eine Unterredung mit des Fürstin Dolgoruliwelche derselbe zu veröffentlichen ermächtigt wurde,und aus' welcher zunächst hervorgeht, daß dieJür stin mit dem. Czarcn Alexander 11. .aus dem besten Fuße steht während sie von Jnatieff. gehaßt und verfolgt ' wird. Jgrmtieff war eö sagte die, Fürstin.. .der das Gerücht verbreitete, daß-ich an deje Spitze einer Partei stünde, die nöthi genfalls bereit- pär,"eineRevolution anzuzetteln, um meinen jungen 'Sohn: auf den Tbron m erbeben.. Sie erratben " nif yn rÖ TOfif tnt ittsinniA kl.C MM j V Vtt VIIU IVIW Mtlttllil Vtl(9 abscheuliche Gerede ist. ' Trüge ich mich selbtt'mit sollen NlZnen.sn fflunt mVn Sohn doch niemals an's Rüder gelan gen. Ich selbst habe bei Lebzeiten mei neS Gemahls nie gekrönt sein wollen,um meine volle Freiheit dem Lande gegen über zu bewochren) welches ich 'von gern zem Herren liebe. t Das Gesetz in Ruß land ist sormell. 'Ich' bin nur die mor gantische Gattin deS ' Kaisers Alexan der II. Weder ich noch meine Kinder können also jemals denThron besteigen.-