Indiana Tribüne, Volume 4, Number 234, Indianapolis, Marion County, 6 May 1882 — Page 2
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Zndiauü HrÄune agllchc- und Sstttagsausgave. Offfcc: 2S. DclnwarcStr. sEDterecl as second-clas3 matter at the i03toflice at Indianapolis, lndiana. Abonnements-Preise : Tägliche Ausgabe 12 CtS. per Woche. EonntagZauözabe ö Cts. perNummer. Leide zusammen 15 CU. per Woche. IST DaS Ta?5Iatt erscheint jeden Nachmit. tag um 2)4 Uhr. Die Soags ausgab, erscheint des Morzeus. Tribune Fublishing Company. Indianapolis, Ind., 6. Mai 1832. DiZ a5)ara a!ö Mccr. .DilseZ alte Projekt' liegt jetzt zur ernstlichen Berathung und Beschluß fassung dem französischen Mimsterrathe vor. Der von der französischen Regie rung in Betracht gezogene Plan des Generalstabsmajors Roudaire zurSchaffung dieses afrikanischen Binnenmeeres, ist folgender : Westlich vom Busen von GabeS beginnt' eine Reihe von Salzsümpfen und ausgetrockneten Salzseen, deren Niveau tiefer liegt, als der Meeresspiegel, und welche auf 350 Kilometer die Südgrcnze der Regentschaft Tunis und der Provinz Constanline bilden. In diese Becken will man daS Wasser des Busens von GabeS leiten, von welchem ein nur 17 Kilometer langer Kanal zum ersten Salzsumps zu graben wäre. Das so entstehende Meer würde 350 Kilometer lang und 40 Kilometer breit sein, und hauptsächlich als Grenze' gegen Tripolis und die Saharastämme und als Stützpunkt der geplanten SaharaEisenbahn, zum Sudan Werth haben. Man fragt sich nur, ob genannter Kanal zur Ernährung des Meeres genügen und. dasselbe nicht verdunsten werde. Würde dieses innere Meer aber zu Stande kommen und sich erhalten, dann würde es nicht nur klimatisch heilsame Wirkungen hervorbringen, wie man solche an den Usern des Suezkanals beobachtet hat, sondern auch mit einem Schlage eine Handelsstraße nach der afrikanischen Sahara schassen und zumal eine strategisch hochwichtige Schutzlinie für die algerischen Departements bieten, die dadurch für alle Folge gegen die Einbrüche der' Nomadenstämme der" Wüste gedeckt wären. Die Kosten des Unternehmens werden von dem Major Roudaire aus circa sechzig Millionen. Francs veranschlagt. Der Mniperrath hat sich seine Entscheidung noch vorbehalten.. Die Postmeister dieses Landes haben einen lange gehegten Wunsch endIich in Erfüllung gehen sehen. Die Bill, nach welcher die Verluste, die durch EntWendung, Fcuer.oder auf andere Weise in den Postämtern verursacht wurden, seitens des General-Postamts bis zu einem gewissen Betrage ausgeglichen werden sollen, ist von beiden Häusern des Congresses angenommen und vom Präsidenten bestätigt worden. Sie be stimmt, daß der General-Postmeister alle bei ihm zur Anzeige 'gebrachten Verluste anPostwerthsachcn. mögen dieselben nun dem betreffenden Postamte gehören, zum Gebrauch übergeben sein, oder, sich be huss Beförderung in dem Postamte' befinden,, auf das Genaueste untersuchen und, falls sich herausstellt, daß dieselben nicht durch die Schuld des in Frage stehenden Postmeisters herbeigeführt worden sind, gehalten sein soll, besagte Verluste völlig auszugleichen. Letzteres soll jedoch dann nicht geschehen, wenn sich der Verlust aus mehr als $2000 beläuft. In diesem Falle soll die Sache, nachdem sie von dem General-Postmei-ster untersucht worden . ist, dem Congrcß unterbreitet werden, und zwar gemeinsam mit dem Untersuchungsprotokoll und dem Gutachten des General-Post-meisters. Auf solche Verluste, welche vor mehr als fünfzehn Jahren fvor'der Annahme der Bill 'entstanden, erstreckt sich? die letztere jedoch nicht, und ferner sauen'untcr die Bestimmungen derselben nur, solche Verluste, welche in den ersten sech Monaten, nachdem sie entstanden bei dem Gencral-Postmeister zur Anzeige gebracht worden sind - - ' ' DaS Drama d:r Louifc Michel. Nabinc", das Drama der Zrten Communärdin Louise MicÜel, erlebte am Abend des 2'J. des vor. Mon. seine Premiere. Ganz Paris hatte sich, soweit es in kern überfüllten Hause Platz fad, in den .Busfes" im Rordcnde der Stadt zusammengedrängt. Rochefort, Clcmenceau, Revillon und Maret, die Radikalsten der Radicalen, befanden sich in einer Loge in der Rahe der Bühne.' Die Löwen und ganzen und halben Löwinnen der Pariser Gesellschaft waren froh, wenn es ihnen gelungen war, einen Sitz im Parquet zu. erlangen. Reben Baronen und Comtessen saßen die Arbeiter, welche die Bürgerin" verehren, in ihren Blousen. Bakunin, der russische Agitator und bedeutendste intellektuelle Begründer des Nihilismus, ist der Held deöStückes, und um ihn schaaren sich Alexander Herzen, von der russischen revolutionären Zeitschrift Kolokol" Glocke , und Alexander Wolf. Die Aufnahme, welche das Stück fand, war so politisch gefärbt und exaltirt, daß man daraus einen Schluß aus -den Werth desselben nicht, ziehen kann. . 5 Aus Petersburg wird gemeldet, daß der Czar sich außerordentlich', sur das Drama interessire. Das Dynamit als AgitationZmittel hat seither in Rußland noch nicht den beabslchtlgten Erfolg ae habt, wohl aber hat VictorHugo's Brief den Ezaren zu einer Umwandluna mehrerer in dem letzten RihilistenProzefsc gefällten TodeZurtheile veranlaßt. Jetzt - . .
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interesslr sich d?? dja: sür ö.:? Stuck nt Louise Michel. Stilten die Nihilisten sich nicht hieraus die Lehre abstrahircn, daß sie Dynamit und Nitroglycerin versuchSwcise pcnsioniren und inzwischen durch poetische Ergüsse und Dramen agitircn ? B uck M ack i st e i n sehr ci ceptablcr und heirathsfähiger Mann in Louise Court House in Virginien und seit zwei Monaten mit Laura Albert verlobt. Neulich theilte er seiner Braut mit, er könne den Rachmittag undAbend des nächstcnSonntags nicht in ihrer Ge sellschaft sein, da er aus Rücksicht aus alte Bekanntschaft eine Einladung der Familie Tolsord angenommen- habe.. Die letztere ist im Besitze dreier heirathssähiger Töchter,' uud Laura sürchtete.eine derselben werde i'r den Geliebten abspenstig machen. Sie beugte dem in ebenso einfacher als energischer Weise vor und übersandte den Damen Tolsord als Präsent eine Schachtel mit vergiftetem CanU;; Welche Amerikanerin widersteht Candy ! Auch die Schwestern aßen und liegen zur Zeit noch krank darnieder. Buck ab. hat seiner energischen Bw den LauZpaß gegcbe. '. : K.ttlArbeit. Cornelius Koopmauschap,! wclchir..in San Francisco als Agent süc die chinesische Einwanderung thätig' und' dieser Tage aus China, wo er sich in halbes Jahr lang aufgehalten hat. zurückgekehrt ist, macht sehr interessante Mittheilungen über die dortigen Verhältnisse und namentlich über die Kuli'Ardeit..... Zur Zeit, als die Nachricht von der Annahme der Chinesen-Bill durch den Congrcß ln China antraf befand er sich tu Hongkong. Die Nachricht rief, unter den dortigen Kulis große' Aufregung hervor, zumal da man daselbst nicht glaubte, daß die Bill mit dem Veto des Prändcnten belegt werden wurde. Als die Kunde davon China erreichte, war der Agent bereits abgereist, doch hat dieselbe semer Ansicht nach den Kulls eine freudige Uebcrraschuna bereitet. Gleichwohl sind die Chinesen, der Ueberzeu gung, daß ihrer Einwandernng in die Ver. Staaten sehr bald größere Schwlerigkeiten werden bereitet, werden und suchen deshalb,' so zu sagen, noch vor Thorschluß hierher zu kommen. Die Ucberfahrtskostcn sind zur. Zelt sehr niedrig ; sie belaufen sich, in Folge der Conkurrenz der verschiedenen Dampferlinien auf nicht mehr als $30 bis $35. Während feines Aufenthalts m China hat Herr Koopmanschap 3500 Kulis en gagirt, von denen zweitausend sur Callformen, eintausend sür Oregon und die Uebngen sur Brasilien bestimmt sind. Die sür die Ver. Staaten bestimmten Kulis werden an der südlichen und nördllchen Pacific" und anderen Bahnlinien arbeiten. Der mit ihnen abgeschlossene Contrakt lautet aus zwei Jahre und aus eine monatliche Bezahlung von $25 bis $30. Die nach Brasilien bestimmten Kulis erhalten einenmonatlichen Lohn von $10 und freie Kost, sowie freie UeHerfahrt. Sie sind'auf die Dauer von drei Jahren engagirt. ' Viele der Chinesen, welche jetzt. inSan Franzisko eintreten, honen, Arbeit " an der canadischen Pacisic Bahn zu finden.. wo eme lebhaste Nachfrage nach Jtuli Arbeit herrscht. . Die Kulis sind m ihrer Heimath nicht in den Städten wohnhaft, sondern zum größten Theile auf dem, Lande, in dem stark bevölkerten Canton-Distrikt, wo sie mit der Arbeit auf den 'Reisfeldern monatlich nicht mehr als $3 bis $4,, vertuejfc. . m nen. nie ooruaen Veamien veiummern sich um die Auswanderung aus dem im Allgemeinen übervölkerten .himmlischen Reiche" nicht im Geringsten, und die Kulis sind sehr froh, wenn es ihnen ge lingt, . das sür die Uebersahrtnach dem,' ihren Begrisfen nach, gute Löhne bezah lenden Amerika austreiben zu können. Für Brasilien wird im nächstenHerbste ein chinesischer Consul ernannt werden,' und allem Anschein nach wird die' chine sische Auswanderung .dorthin sehr große Dimensionen annehmen. Jupiter und Venuö ' spielen gerade jetzt eine Hauptrolle, das heißt, am Sterncnhimmcl. Venus, welche sich zur Zeit dem Horizont' nm'uäch sten befindet und in ihrem schönsten und hellsten Glänze strahlt, steht im Begriff, in den Theil ihrer Kreisbahn, einzutreten, welcher ' sich zwischen der Erde 'und der Sonne befindet; doch wird, ihr Durchgang, ihr -Vorübergehen ander Sonnenschcibeb'ckanntlich erst im nächsten Dezember stattfinden.- Jupiter dagegen bewegt sich von der Erde fort. Seine scheinbare Bewegung hat eine westliche Richtung, während Venus sich dem Augenscheininach lin. einer östlichen ..:4 1 ? - iiuyiuuy uiiytyi. ' Beide Sterne begegneten sich dieser Tage einander scheinbar und scheinen seitdem ihre Stellung mit einander vertauscht zu haben, . denn Venus 'steht zur' Zeit dem Horizont ferner als Jupiter. Sie wird noch eine Zeit lang sortsahren, sich von der Sonne zu entscrnen, bis sie zu derselben in ihrem größten Abstnndswinke! sieh't, woraus sich ihre Kreisbahn der Sonne wiederum nähern wird, ob gleich sie, die Venus, in Wirklichkeit sich nicht der '' Sonne nähert, sondern der Erde. ' " uw' DiesePbänomcne können dadurch veranschaulicht werden, daß man zwei cocentrische Kreise zieht, deren kleinerer die Kreisbahn der Venus ' und deren' größerer diejenige der Erde darstellt, während' die Sonne das gemeinsame Zentrum bildet. Indem sich Venusweiter und weiter von der Sonne entfernt,' und einen immer größeren -Glanz entfaltet, nähert sich Jupiter der Sonne immer mehr und verschwindet schließlich imLichte des Tagesgestirns, bis. er im.Juni als ein Morgenstern erscheint. , .. . Zum Schluß aber,' wollen ' wir 'noch die auj die im Vorstehenden besprochenen beiden Sterne bezüglichen schönen Dichterworte ansühren, die da lauten :
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Und an tzt: CU'inciibi'.nnuI geli; sie . jci;:. Die sollst im Leben ficusii;! mikca::- , dcllv ' ' . Und jedes Große schasjrt Jupiter Noch dies;u Tag, uud Vennö jedcL Schöne." in schä.,diik)LS csetj. Der Moving Day", welcher ja für die meisten Städte des Landes auf den ersten Taq desWonnttnonats fallt, hat den New Vorkern, name'ntlich'dcr" arme rcn Klasse derselben, eine neue, sehr unangenehme Uebcrraschung 'gebracht'. Die selbe besteht in dem sogenannten lvo lioürs"(lispössoss iawVnad) welchem die Richter der Civil - Distrittgirichte daö Recht besitzen Miether zu exmittiren, nachdem ihnen zwei Stunden früher die Notiz zugestellt ist, daß seitens der Hauseigenthüwer ein dahin gehender Antrag gestellt worden ist. Von diesem städtischen Gesetze wird aber vor Allem die große Masse, . diejenige Vclksklasse betrossen, welche .viel arbeitet ünd'wcnig verdient und in "den schlechtesten Tensmenthäusern wohnte., z, .. ? Die Exmissionen welche in Irland schon seit Jahren mit dem Bajonett durchgesetzt werden, sind kaum grasamer als ein derartiges Vorgehen der New Yorker Landlords oder , der New Z)orker Gerichte gegen die ärmere Klasse. Ohne .daß. den Miethern auch nur eine Notiz.'.seitens. der Landlords , zugestellt worden, wäre, wurde, ein ErmissionsProzeß gegen sie anhängig gemacht, und nach zwei Stunden waren schon' die Marschälle da, um die in Frage stehenden Familien an die.Luft'zu fetzen, aus ihrer bescheidenen Häuslichkeit,' in welcher sie sich trotz, ihrer Armuth glücklich suhlten, aus die Straße zu werscn,"obdachlos zu machen: - Arbeiter,' welche sich zur frühen Morgenstunde, an ihr Tagwerk begeben, in dem Bewußtseins Weib und Kind zu Hause in Sicherheit zurück zulassen, fanden dieselben am Abend bei der Heimkehr weinend bei dem aus die Straße geworfenen bescheidenen Hausrath sitzend. Und was das in den der Erfrischung und Erholung bedürstigen Arbeitern sur. Gefühle, hervorrief, läßt sich eher denken,''als beschreiben. Das hier besprochene Gesetz' ist zum alleinigen Vortheil der gefühllosesten und habsüchtigsten Landlords erlafsen morden, und zur Ehre der 1!cw Porter Richter wollen wir annehmen, daß sie es weit lieber widerrusen sehen . würden, als sie seine" Durchsetzung anordnen. Man,, bvfst in Nem .t'rk.' d k. die Ltaalslcg'-'lat.lr dieses welches ganz und uu merilau'ch ist. bald wieder abccl).iftMi wird.' Neue Iudenyatz inNnß'anv. Der Wiener R. Fr. Presse" vom 21. April gehen aus Nikolajem briefliche Mittheilungen zu,, über die wieder ausgebrochene Jüdcnhetze. Alle Depeschen des Korrespondenten der N. Fr. Pr." wurden von der russischen Negierung unterdrückt. In Wolgozofow, einem kleinen Städtchen im Anänjewer Kreise, wurden die jüdischen Hauscr und Läden mit 'Petroleum 'begossen - und angezündet ; die Scenen der Commune in Paris scheinen hier als Vorbild gedient zu haben. ,. Die brennenden Häuser, die plün derndcn und ra'tibenden'Bükern der Umgegend' und de? Städtchens die w'ehklagenden beraubten und mißhandelten Ju den,' all daS bot einen Gesammtblick voll Verwirrung und Jammer, welche . auch einen weniger gesühlvollen Menschen zu Thränen gebracht. hätte.'. ".' .. . . ? i Was 'aber in Wolgozolow geschah, ist ä . V f. . ' 1 ! V - j nur ein Zlinoeripiei gegen vie yee in Balta ; hier waren Tag und'Stunde des Ausbruches 'derselben genau festgesetzt, und dennoch griff, die Regierung keine geelgnetcnzVork'rgen,dagcgen. Die, Juden cöncetr'rÄSö aus eine'n'einzige'Punkt und' d'tidiLten'pch taftr gegen' 'dit anstürmenden Bauern, ja drängten j dieselben sögar''zükück: Der Jsprawnik ' aber, die höchste Behörde der Stadt, ; anstatt , militärische- Hülse zu requiriren - welche-. s noch--, rechtzei-tig-geuug-hätte eintreffen können, be schränkte sich daraus, die 'Juden aufzu fordernauseinonderzugehen. indem er ' 3t .1 ;t Vs 0..tiynen vrriorucy, u!youun.uruuÄ,ui-hören-des Tnmult''Sorge'.zu -tragen. Kaum leisteten .die Juden seinem An drängen Folge,' als die entfesselte Menge aus jeden Einzelnen stürzte, ihn beraubte
und mißhandelte..' -Ganze - Stadtviertel wurden demolirt, Häuser von Grund aus zerstört. Häusgeräthe' vernichtet, die Waaren geraubt oder aus die Straße gewörfenj ?pön wo' sie .'Jeder kausheden sonnle7 Der "angerichtete-Schadcn! soll zwei Millionen Rubel, betragen. Zwei Juden wurden -getödtct und fünfzehn verwundet: t, .Die- Behörden verweigern und verhindern die Annahme von Depescherr über, die Katastrophe. . i ! iMan telegraphirt der'N7Fr.'Pr. unterm 22. April auSlBerlin : Nach einem Petersburger Telegramme der Vvsstschen Zeitung lausen in der' rüssischen'Häupt stadt düsterNLchrichten über Judenhctzen inZ.Sünd.ein :iL gauzt'Dötfer se!enÄcuhÄerÄuSpM DränntrurStriliii seien 8000;4Tislchtrrrtr:0Ktercn 17,000 Jaden obdach- und Heimath5los ; das Militär komme immer zu, spät. Die. MShandlpngen'se'le'n hlrekch'er 'als ttti vorigenJahre. Die Plünderer vcrlachen jede Androhung. gesetzlicher 'AhnduvVs!MruflMßtdcr KaiZtt'lein Manisest. wenner nicht will. daß" wir die Juden häuen und plündern rusen sie höhnend: den Ortsältcsten . zu - welche unthätig zusehen angeblich um dadurch "elbst ,'Utj IghastbiuBgi jU v entgehen, seit sechs agen kommcn ans den beraubten Gegenden an. Bankiers und Nedattionen weder riefe, noch Depeschen. m m , Ncrn, der Kcttcnliuttd.!UJm(i .t l r i q - i' f, m S3iet fürchterlicher . und' schrcckensvoller ulS die Geschichte "5m .Freischütz, von .der das .Aennchen- im Traume ihrer sel'gen Base- erzählt, ereignete sich in - ' . , t 4
f MiiW 1 1, JtM-Wo WJK feft3lttaw3-mi
einer der lci tcn Machte in .Pyllaoelpyla ei l FactUiTi, fc i5 selbst r.c.h beim Lesen ('Hinschaut i.t'nnsiichcri wird. Einsam wohnt dor! in ihrem Hause die tugendund ehrsame Familie. Carpenter .neben einem seit fünf Jahren unbewohnten Hause, hinter dem sich John Finney's ohlenhof befindet. Papa und Mama Carpenter, sowie zwei sehr erwachsene Töchter wurden in dcr'bezeichnetenNacht fast gleichzeZchzeitig durch ein . unheimlicheS Geräusch aus dem Schlafe gnzeckt, das auö dem unbewohnten Hause herübertönte." Laute-Schritte, - Athemzüge wie das Schnaufen eines DampsschiZses und jetzt steigt es die hölzerne Treppe hinauf, Lasten rasselnder Ketten mit sich schleppend, - daß die -Stufen . un:er. dcn Tritten knarren und stöhnen. ' Papa Carpenter war zuerst ans dem Bette, hüllte sich in den alten Schlafrock, die Mama schlrpfte in das marine Hauskleid, die Töchter wickeln die welkenden Reize in ihre Pelzmäntel, und .Alle verlassen ihre Wohnung, die' gespenstische Nachbarschaft. , Ein naher Nachbar und Freund, ein Hufschmied wird aus dem Schlafe geklopft und unter Darlegung des Sachverhalts um-Quartier sür den Nest der 'Nacht -ersucht. Das ist alles recht, meint, der, aber, mir sollten die Sache erst doch einmal ein wenig untersuchen.- Er weckt seine beiden Söhne und Gehülfen, zwei junge Riefen, seine Frau dringt eine Laterne und vorwärts geht es vor daS unbe'vohnte 5)auS. Richtig da dr nnen schnaust und klirrt uud poltert es, IS ob dort eine Legion Geister hauste. Aber die HauSthür ist fest verschlossen und mit einer eisernen Vorlegestange verwahrt. Schon regt sich in den drei Vulcanen die Ur krast, als cs dem zitternden Papa Carpenter zum Glück einsällt, daß die Hinterthür vielleicht nicht verschlossen sein nvöchte. Dem war so, und der alte Schmied dringt : mit l ' einem zwanzigpfündigen Bosse kell in der rechten und dcrLaterne in. der flinken - Hand vor, da zerreißt ein gellender Weheschrci die Lust, und die Damen Carpeuter jun., sinken den jun gen Schmieden an die . Brust. . Diese aber lehnen ihre süße Last gegen das Treppengeländer und eilen dem Vater nach. Auf dem Flur des zweiten Stockwcrks angekommen, sehen sie vor sich, zwar nicht : Nero, den Kettenhund", wohl, aber .,Tom",,dcs Kohlenhändlers riesiges vMaulthicr. . Dieses hatte ' die morsche eiserne Kette., mit der' er im Stalle angebunden war, zerrissen, den Stall verlassen, und da der Kohlenhos ihm schon bekannt war, hatte der alte Philosoph beschlossen, in dem ossensiehcn den Hintergebäude eine Rccognoscirung vorzunehmen. Seine massiven Husc und der klirrende Rest der Kette hatten durch ihr ukheimlichcs Geräusch die brave Familie in dem Nachbarhause .aus dem Schlafe geweckt. Im Dunkeln war Tom die Passage treppabwärts riskant crschienen,und daher hatte er die Laterne mit seinem freu digen Gcwieher begrüßt. Auch die drei Schmiede hielten es. nicht für gerathen, den nicht mehr ganz taktfesten Tom die Treppe . hcrabzusühren und so' wurde er in 'ein Zimmer gesperrt und aul Morgen in der Weise seiner Berufsthätigkeit zurückg'cgebeu, daß man eine Skaude-Sa las an der Spitze einer Angelluthc befestigte, ihm vor die Rase hielt und ihn durch, allmäliges Zurückziehen' veran laßte sclbstständig den sicheren Boden zu gewinnen. Die Damen Carpenter jun. zählen den'Täg nach jener Nacht zu, den glücklichsten ihrcsLebens,: denn sie waren für unzählige interessante Reporter der Gegenflatld zartester Huldigungen. . ' : i - i " ... ..-:..- , 1Ü t'a h ; e f e r. t a rljäh'rlich 0,000 Stück Rindvict) auf die östlichen Markte. Die Thiere werden -in Utah im Durchschnitt mit $15i bezahlt.! j S a n F r a n c t s c ö e r B l ü t t er theilen mit, 'daß in jene? Stadt ' ganz kleine Mädchen nicht nur. in einer höchst ibsürden Weise igelleidet, sondern auch eichmittki werden,. wodurch sie schon in fr s iih, sicn Jugcn) zu unvcrbcsscrlichen Heu tni-üchildet werden. , . , . , . , Qotn Jlnlnttde. . In E h ar l e'ft'o.n. W -Va . f o rdrte der Neger H. Whltiny den Weißen T. S. Graals in einer. Wirthschaft ans, jn.'Gl'aS Bier mit'ihm zu trinken er nelt aber eine.'adjch!äqigc'Antwortwoauf'ersich auf' die Sir-ße bcgab uud t &' r ' i. 4 F ? .5.? en' eien, ver vaio naa) iizm oie Wirthschis verließ, niederschoß. Gravcs sjardnach Verlaufs einer Viertelstunde. Der schwärz? Mordbube suchte dasWcite und bcsindet sich nach den letzten Ngch richten noch ans freiern Fuße.. ... ! I n N e v a d a . w ohne n j e tz t Nur noch zwei Jndianerstämme,' die PinJ . v . t . t i. - '.. .'. x. . . : . r 1 ' 1 '.' ' ic5 uno mesyoigoncu, wclcyc zujainrncn ,S0O Köpfe zählen. ' : '' : :- j I n Ne w York spiel t'e s i ch dieser Tage (im East Niver eine 'erschütternde Scene ab. Eine Frau welche einen Säugling auf dem Arm und einen achtjährigen Knaden an der Hand hatte, begab sich auf den am Fuße der 37, Str. befindlichen Dock, warf das ältere Kind in ds Wasser und sprang dann mit dem Säugling gleichfalls hinein. '. Das Geschrei des Knaben lenkte dieAufmerksamkeit der in der Nähe vor Anker liegenden .Schiffe aus die im Waffer Befindlichen. Es wurden sofortBoote bemannt, und cö gelang, die Frau und die beiden Kinder zu retten. Inzwischen hatten sich auch Polizisten und' andere Personen, eingesunden. ! welche . nifrnt Kleider, sür die Gerettetenherbeibrachten.Wie sich herausstellt?, hatten sich bei der Frau, welche Ellen Reilly heißt, . schon. feit längerer Zeit Spuren von .'Irrsinn gezeigt, und sie hatte in der Abw.e.fenhelt ihresGatten, emcs Arbeiters, ihre Wohnung verlsffen, um sich und ihre.Kinder zu ertränken. Die Frau wurde nebst .ihren Kindern nach dem Bellevue Hospital gebracht. , Indern Se. id en fabrik ,z.u M n . cw nv v L ' ' Alleniown, P., inu uuc ooriigen'la chen, welche über sechzehn Jahre alt und durch ihre Berhaltnisje auf ihrer yände Arbeit angewiesen sind, beschäftigt und
in- ""', - i.-IM.jlvi uillmn (inen gatin 2oin. Stellst genügen die Arbeitskräfte nicht, und die Compagnie sucht mehr Arbeiterinnen. DaßJemandcm sein Feld geradezu weggeblasen wird, dürste noch nicht oft vorgekommen sein. Es passirte zedoch neulich einem Manne RamensRojcbloom, welcher in der Rahe von Reno in Nevada eine Farm. von 40 Acres be sitzt. Er hatte kürzlich zehnAcres llmgepflügt, als ein heftiger Stnrm ausbrach, welcher das lockere Erdreich vollständig fortblies und nichts als den unteren felsigen Boden'zurückließ. " Von dem rapiden For tschritt der Eisenbahnbauten in den Ver. Staaten zeugen folgende Daten : Im Jahre 1830 'hatten die Eisenbahnen' m den Ver. Staaten eic Gesammtlänge von 23 Meilen ; 1840 von 2.818; 1850 von 9.021; 1854 von 16,720 (mehr als die Hälfte der englischen Bahnen m demfel den Jahre); 1860 von 30,635; . 18701 von 2.914 1874 von 80,223 und 1880 von 9?.671:Meilcn. Da s von der Philadelphia Pieß" für Betty und ihr Baby gesammelt Geld-, belauft sich im Ganzen auf $3,400. ... ,. . D e.r Geistliche Dr.Minor von der Unitarier-Kirche in Boston feierie vor einigen Tagen den 34. Jahrestag seines Amtsantrittes. ' Er hat während seiner Amtsdauer nicht weniger als 2256 Paare getraut und bei 1837 Begräbniffen sungirt. '' Kleine Mädchen müssen nicht, zu neugierig sein!- sagte George L. Andrews in New Z) ork zu seinerTochter, als er, seine Pistole ladend, von jener gefragt wurde, was er zu thun bezdfichttge. i.Dann schob er feme Tochter aus dem Zimmer und erschoß sich. Er hatte seine Arbeit verloren und wußte nicht, wie er. seine Familie ernähren sollte. ' Aus der New B arker Hochbahn hat sich schon wieder ein Unfall ereignet. Der Werkführer John Krumlifch beaufsichtigte Reparaturarbeiten auf der Hochbahn in der 6. Avenue und war gerade niedergekniet, um einigen auf ei nem Gerüste.unter ihm befindlichen .Arbeitern Anweisungen zu geben,' als ' er von einer Locomotive von dem Geleise gestoßen und dabei so verletzt wurde, daß er nach einigen Stunden starb. Im S ta a t e G eorg ia to t r den immer neue Baumwollfabriken errichtet, was zu einem nicht unbedeutenden Theile dem überaus günstigem. Verlaufe der Baumwoll - Ausstellung in Atlanta zuzuschreiben ist. Im letzten, Jahre wurde die Zahl der Spindeln um 100,000 vergrößert. ' . , Mark Twain hat einenBostoner Buchhändler wegen Verletzung seines Autorrechts gerichtlich .belangt, weil derselbe die canadische. Ausgabe seiner, Mark Twain's, Skizzen zum Verkaus 'aufliegen . hatte. i A u f dem , O n t a x i o See schwimmt jetzt !in der Nähe von Charlotte ein riesiger Eisberg umher. Derselbe bildete sich an den Niagara-Fällen und wurde in den See hinausgetrieben. . :Ei n . P u tzd am ch e n in Iowa hat neulich brieflich bei- der Königin Victoria angefragt, ob sie, die Königin, im nächsten Sommer die Mode initmachen und wlederKrinolinen tragen würde. Dle neugierige Person wartet schon lauge vergeblich auf Antwort. - D a s Ge rippe einc? mansch lichcs Hand, an deren einem Jinger sich ein M singring befand, wurde .neulich bei tvrth Bcach.Cal., in. dem Magen eines todten an den Strand getriebenen Haifisches gefunden.- ? r ? In elnerZuschrlftandie N. B Sun" versichert ein Granger" aus Logan Co., Ky., derzeit - in New.' Z)ork der Bandit Flank James, sei weoer. ein hilfloser. Krüppel, noch lebe er als Farmer in TexaS, noch yrganisire er eine Räuberbande in Vitro Mexico, sötidern lebe ruhig , und . unangefochten in New Park.' Der Mann will dem Banditen in den letzten Tagen wiederholt begegnet sein, und bestreiket die Möglichkeit eines Irrthums in seinen Angaben au8 dem Grunde, weil er mit den beiden James aufgewachsen sei, und oft in einem Kir chenstuhle? mit Iesse und Flank sitzend, der Predigt ,dcs Vaters derselbcu ge lauscht habe , . V., , A n.d c n H o ch j ch ulf n s ü r Medicin In Philadelphia bestanden im Jahre 1881, 709 im Jahre 1760 731 Studenten die Abgangsprüsungen. ! I n C a li f o r n i e n h a t s i ch schon vor längerer Zeit eine neue Secte von Vegetarianern vereinigt, welche nicht bloß ausschließlich Vegetabilicn, sondern auch! diese ausschließlich roh verzehren. Ein' Mitglieds des, Vereins, Rumford theilt jetzt mit, daß er seit sechs Monaten lediglich von gcftoßenem oder gcquetsch, tem Weizen Birnen, Melonen,' Weintrauben, Aepseln und TomatoS gelebt und sich in seinem ganzen Leben nie so wohl, a!s während dieser Zeit, befunden habe' Der Verein sollte einen Antrag in der Legislatur.' seines. Staates einbringen, welcher beabsichtigt, bei hoher Strafe zu verbieten, daß andere als rohe vcaetobilische Rahrung genoffen werde ; was 'üt das Trinken recht ist, ist für das Effen billig und 'wenn sich die Tempc' renzbkwegung auch des Essens bemächti gen wollte',' würde sie schneller eine Mu-ster-Meuschhcit zu Stande bringen. So lange sie ihren ehrlichen und segensreichen ifl:ik auf das Trinken beschrankt, be fordert.. sie eine halbe Maßregel, und ib Maßr gclu schaden. ... KailRoadllatStoro, ...... 4 ; , . , ' ' . . 7ft Hfl Maffington Straße. Eine vollständige Auswahl i - SÄSm welche eben eingetroffen sind, zu den niedrigsien Preisen. Sprechen sle dor.
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Som Auölündt. I Frankreich dauern die Selbstmorde und Selbstmordversuche in: Folge des großen Krachs der Union Ge--'. ncrale noch immer an. In Paris hat soeben wieder ein Apotheker und Gattin' in einer Restauration sich mit Opium vergiftet, weil sie ihr ganzes Vermögen eingebüßt hatten. Ihre zwei Kinoer hatten sie aus einen Augenblick hinausgeschickt, nachdem die Familie vorher ein gutes Mittageffen eingenommen hatte. Der Adel der Vendee in Frankreich hat neulich aus einer Ver sammlung einen feierlichen Protest gegen das neue bekenntnißlose Schulgesetz erlasten, welcher lautet : Wir, die Enkel Zener'Hclden,' welche während' der ersten -französischen unheiligen Revolution fochten, um das kostbare Erbgut der christ lichcn Religion zu bewahren, werden mit Gottes Hülse den Glauben unsererater bewahren und unseren Kindern vererben. Ja, gleich alen Katholiken tief , über zeugt, daß die Einsührung einesGesetzeö, das Gott aus der Schule: verbannt. Frankreich, zu einem gottlössn und ver ruchten Lande machen muß, erklären wir, . daß., wir! nicht gehorchen, we:den. Und zum Schluß erklären wir ml; dem ehrenwerthen Senator de Carayan'Latour : man muß uns die Herzen. ausreißen, ehe man uns der Seelen unserer Kinder be rauben kann." Die Hundswuth ist, .in.., Paris im Zunehmen..' Im Jahre 1880' ' kamen nur 297 Fälle davon -vor,' und . blos 5 Fälle von Wafferscheu. 'Dagegen waren es im Jahre 1881 schon 015 Fälle, 153 Personen wurden gebiffen, und 23 - - davon statbcn. Aus Moskau wird der Kölnischen Zeitung geschrieben : ' ' In' ' Moskau erleben wir gegenwärtig eine umsäffende Judenausweisung, mit ande ren.. Worten: eine gesetzliche Judenve , sölgüng, welche eine allgemeine Aus regung hervorruft. Die - Polizei ver fährt dabei mit unerbittlicheStrengc. Der Befehl der Ausweisung erfolgt plötz lich, sür die Betreffenden meist ganz unerwartet; die Geschäfte muffen mit gro ßen Verlusten sofort ausgegeben werden; den Ausgewiesenen bleibt nichts werter übrig, als ihr Brod ia .der. Ferne zu suchen und ein 'neues Leben anzufangen. Es ist schwer, sich in die Lage derjenigen zu versetzen, welchen nicht einmal ' daZ ' Recht eines gesetzlichen Protestes gegen solche Maßregeln zusteht, -schwer, - das wiederzugeben, . was i. sie physisch ; und moralisch zu , erdulden haben.- Ohne Ausnahme .- werden Greise,' Kranke, a, Frauen und Kinder ausgewiesen. Erst vor kurzer Zeit hat sogar Choristen vom Theater jüdischen Glaubens dieses Loos ereilt. Wie solche weder, zweckmäßiges noch menschliche Maßregeln zurBe j ruhigung ' der ''öffentlichen Meinung bei-' ' tragen sollen, ist' freilich schwer zu begreifen. Mu n schreibt a us Pari S: DaS Gemälde Jacquet'S, in dem Alexander Dumas mit großer PortraitShn lichkeit als Hauptfigur, leicht, erkenntlich gemacht ist,' wurde' von einem amerikanischen Liebhvber um - den hohen PreiS-. von 30,000 Francs angekauft und nach , Nein ZZork gebracht. Das Gemälde hat alfo, wie die- hohe Kaufsumme beweist, durch die Stockhiebe des Schwiegersoh, neS des beleidigten RomandichterS keineswegs stark gelitten. Bei dieser Gelegenheit ist es nicht unintereffant, zu constatiren, daß die Summe der Kunst kaufe, welche Amerika, in. Paris macht, von Jahr zu Jahr in einem gesteigerten Verhöltniffe zunimmt. Seit vier Jährcn hat sich diese Summe mehr als verdreifacht. Im .Jahre 178: betrug sie 620,000 Dollars im verfloffenen Jahre stieg sie aus.1.9 ,7.000 Dollars daS ist nahezu 10 Millionen Francs. Ein äußerst gesährlicher Hochstapler, der unter verschiedenen Namtn schon in Deutschland'uud andertn Gegenden des Festlandes allerhand, Schwindeleien betrieben hatte, auch in -tTngland bereits bestraft worden war, stand kürzlich vor dem Central ' Krjmi nalgrrichtshos ln'London, angeklagt von dem Herzog von Sutherland und ande rcn hochgestellten Persönlichkeiten unter falschen Vorspiegelungen Geldsummen . bis zur Höize von 100 Pfund .Sterling tu crlängcn versucht zu haben, waS'ihm . in kinzelnen Füllen auch gelungen war. Der Angeklagte, v.l;arle Howard, hatte nntrr dem Namen eines Grafen Hoero- -ardo Briefe an die Herzöge von Suther land. Mo,:trvse und Andere geschrieben und dieselben unter dem Vorwande, daß sie scicn Vtcr sehr gut gekannt hätten, um rine Anleihe von 100 Pfund Steriklig rsu.lii, a er durch 'das Aasbliiben von Rimessen aus Italien in große Verlegentzcit crathen sei. In einigen Fäl len bcbaul tetc er sogar, daß die Herren seine T,il.svathcn seien, und. so gelang es ihm denn auch, Summen von verschieden Höhe zu erlangen. , Endlich schöpfte man jedoch Verdacht und setzte', stchmit dem WohlthZtigkeits-Orgamsa. tions-Vcrein in Verdindüngauf dcffen Anrathender Schwiadler: zum HerzozI von Montrose bestelltund befrägt wür- ' de, ob die in seinem Briefe angegebenen Thatsachen auf Wahrheit beruhtcn'Als er diese Frage bejahte, wurde er verhaftet, und da in der Voruntersuchung nachgewiesen wurde, daß er schon Jahre " sang - ähnliche Schwindeleien : betrieben',' vor die Assisten verwiesen,' wo er die Wahrheit seiner Angaben mit frecher Stirne aufrecht his.lt,-jedoch deS tBetru- . izes überwiesen, zr..zwöls Monaten Ge- -jSngniß verurthei'.t würde. I Howard soll ein fein gebittete?' Mann ern fertig Deutsch, Französisch und Englisch sprechen und vor einigen Jahren in Erfurt eine große Rolle gespielt haben auS der er jedoch in höchst unliebsamer Weise ' durch einen Verhaftsbefehl heraukgerissen wurde. Anläßlichj der Lukeror, dentlichen Sefsion. der österreichisch-un garischen .Delegationen rrfährt rlan, zum, ersten Male in authentischer Form," rvie' v stark die Truppenmacht ist, welche der Donau-Kaiserstaat zur Bekämpfung M. ; Ausstandes in der Crlvoscie und der t
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