Indiana Tribüne, Volume 4, Number 232, Indianapolis, Marion County, 4 May 1882 — Page 2

ina wumne. -w n rr FLglichc- :.nC SosLtagsausgslie. Ofsicc: 62 S. DclatoarcStr. lEotered m gecoml-class matter at the iostoSicc at Indianapolis, lnriinna.) AbonncmentsPrcisc : Tägliche Ausgabe 12 Ctt. Per Woch?. EonntagZauSgabe 5 Cts. PerNummer. Leide zusammen 15 Per Wcche. DaZ JagMatt scheint jeden amit tag um 2 Uhr. Die CoanwgSau5gabe scheint des Morgen. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 4. B!ai 1862. Za& ClvilgtsshblZH. Die Legislatur von New York macht ihrem Staate durch das Bestreben Ehre, demselben eine bessere Gesetzgebung zu verleihen. Nachdem sie die Straspro ceßordnung und das Strafgesehbuch ge schaffen,' wird sie voraussichtlich im Laufe dieser Woche die erste Lesung des von ihrem Comite entworsenc'n Cioilgesctzbu , ches vollend?. Das letztere ist aus dem Bestreben hervorgegangen, das Civil recht, also alles was im Gegensatze zu dem Staats oder öffentlichein Rechte und zu dem Strasrechte das' Mein und Dein der Staatsangehörigen berührt, rnithin das Sachen-, Obligationen-und Erbrecht in eine Reihe klar und bündig ausgesprochener .und systematisch geordnetcr gesetzlicher Bestimmungen zusammenzufasfen. Selbstverständlich schafft das neue Gesetzbuch kein neues Recht, sondern es entlehnt seine Bestimmungen theils aus' den bestehenden Statuten, theils aus dem Gewohnheitsrechte, theils aus dem Gerichtsgcbrauche, theils au? dem gemeinen Rechte, und nur in ganz vereinzelten Fällen stellt es neue Rechts normen auf. Aber indem das neueGe setz in das bestehende gesetzliche Chaos Ordnung und Uebersicht bringt, wird es zum größten Wohlthäter des Staates. Wollen wir jetzt in der gewöhnlichsten Nechfrage wissen, was Rechtens ist, so müssen wir ganze Reihen dickleibiger Bände nach den Entscheidungen verschicdener Richter über dieselbe Frage durchblättern. Der eine Richter sagt, das ist schwarz, der zweite dunkelgrau, der dritte aschgrau, der vierte schmutzig weiß, der fünfte weiß und der sechste'schwarzweiß ; in solcher Weise verclausuliren, modisici ren, variiren, schattiren die Richter ihre Entscheidungen.wenn sie übereinstimmen, was im Grunde genommen selten der Fall ist. So kann eö einem advokatonschen Dummkops und Neuling Passiren, daß er den erfahrenen Rechtsgelehrtcn an Weisheit übertrifft, wenn ihm der Zufall ein werthloses Ncchtsbuch in die Hand spielt und ihn in solchem eine Stelle aufschlagen läßt, welche zufällig eine seither in Vergessenheit gerathene .frühere Entscheidung" enthält. Unser gemeines Recht stellt so gut wie das rö mische Recht den Grundsatz aus, daß Unkenntniß des Gesetzes schadet, ignornntia juris nocet es ist ein Unding, diesem Grundsatze in einem Lande Geltung beizulegen, in dem gewissenhafte Richter und Anwälte in vielen Fällen Bibliotheken durchsuchen müssen, um annähernd zu erfahren, was denn am Ende doch vielleicht so ziemlich recht" sein dürste. Allen Respekt vor dem Geiste wirklicher Gerechtigkeit, der sich durch das gemeine Recht hindurchzieht, aber je complicirter alle unsere Lebens- und somit Rechtsverbältnisie schon seit langen ' Jahren wurden, desto unerträglicher wurde die Unsicherheit und Verworrenheit unserer Gesetzgebungen. Selbst in dem hochconservativen England sind die Juristen darin einverstanden, daß systematisch geordnete Gesetzbücher ein dringendes Bedürfniß sind und daß deren Schaffung nur uoch eine Frage der Zeit 'st. Niemand wird behaupten wollen, daß ein Codex eine Stagnation der Rechtsentwickelung bedeute. Das Recht läßt sich, so wenig als die Freiheit, in seiner ' Entwickelung Einhalt gebieten, es entwickelt sich mit den Anschauungen des Volkes weiter, aber nur aus soliderer und vernünftigerer Grundlage, und was wir jetzt als ein Produkt unserer Rechtsanschauungen in Gesetzbüchern zusammen- ' fassen, mag nach Jahrzehnten so vielfach modisizirt sein, daß es sich der dann lebenden Generation empsiehlt,ihreRechtsanschauungen in eine neue Form zu gießen. In Betreff des allgemeinen Theils der Gesetzbücher wird dies in sehr geringem, in Betreff der speciellen Vorschristen in höherem Grade der Fall ' sein. Auch wenn endlich einmal alle unsere Staaten leidliche Gesetzbücher haben werden, müssen die Juristen sortsahren, die Geschichte - und Entwickelung ihrer Wissenschaft und die Praxis der in ihren Tagen Recht sprechenden Gerichtshöfe zu studiren, aber sie werden ihre Zeit nicht mit werthlosem Nachschlagen ver geuden müssen, sondern sür sich und an dere werthvoll verwenden können, und die Laien werden in der Lage sein, theils das Gesetz selbst, theils wenigstens dasjenige zu verstehen, was ihnen ein sähigerund ehrlicher Advokat über dasselbe mittheilt. ffrQhliugSWttter in Europa. In Europa bleibt das Wetter dieses Jahr sich in seiner Regelwidrigkeit treu. Der Winter zeigte sih den südlichen Gegenden in herberer Gestalt, als den nördlichen und so haben auch die frosti gen Frühlingswinde der letzten Woche scharfer aus den Landstrichen der Rhcm user, Süddeutschlands und Norditaliens geweht, als in nördlichen Breiten. Aus Baden und Württemberg wird von aro fcen Verheerungen unter der Obstblüthe berichtet, am Rh:m ' sind strichweise die ersten Blätterarsl'-e ver Reben vermchtet. So meldet die K. Z." aus Nier stein, daß ein Nebelstreifen, der am 13.

KNVlc

L

April langsam d'asThal von Nacke'nheim hinauszog, beinahe alle Reben, welche von ihm berührt wurden, stark beschädigte. Nur die von dem Nebel unberührten Lagen blieben verschont; der Schaden ist aber immerhin beträchtlich und wird von den Weinbauern schwer empfunden, da die feinsten Lagen als : Rehbach, Pettenthal, Hippiwz u.s.w.am meisten betroffen wurden. Das sonderbarste und merkwürdigste bei diesem Ereigniß ist die Wahrnehmung, ' daß die Augen, welche in der Richtung bescher anziehenden Nebels standen, weit mehr gelitten haben, als die seitwärts und rückwärts stehenden Augen eines und desselben Stockes, und es kommt vor, daß an einem Stocke' 5 G Augen' erfroren sind, während die andern, nicht dirckt gegen den Nebelzug gekehrten unberührt blieben und weniger gelitten haden. Der Preis von i Hektar gleich 1 russischen Morgen von diesen feineren Lagen beträgt zwischen 816,000 M. Größer, weil allgemeiner, scheint der Schaden zusein, der in Nord-Jtalien angerichtet wurde. Man schreibt von dort : Der Alpenwall jhat in den 'letzten verhängnisvollen Frosttagen die 5!ordwlnde nicht aufzuhalten vermocht.- Sie haben der Lombardei, ja- dem' ganzen'Pothale eine Kälte gebracht, welche . schweren Schaden angerichtet hat. Nach einigen regnerischen Tagen heiterte sich der Him mel plötzlich auf und an mehreren Mor gen sank das Thermometer unter Null.' JnPsdua gab e3 Eis. wie mitten'im Winter.' In der-, üppigen ; Gegend von Piacenza lag der Reis wie Schnee aus den Gesilden. Aus Brescia wirb lerichtet :- Ein - unsägliches -Unglück hat unsere Provinz getroffen. Unsere Hügel und Vorberge, sowie auch die Ländereien bis weit in die Ebene hinaus sind' vom Froste arg mitgenommen worden. ::Dle Vegetation war in Folge der 'milden Witterung außerordentlich früh .ent wickelt, wozu warmer Regen, der in den Tagen vor Ostern siel, das Seinige noch beitrug. Da tratplötzlich der Frost ein, der den Weinbergen, den Obstgärten, den Maulbeerbäumen so arg zusetzte, -das; an -einen Erntcertrag kaum' zu' den ken ist. Aehnliche Berichte gehen auö Jsco, Bergamo. Como und der Brianza ein. D'-r V rlust wird als unberechenbar cr.r. .u.lit. .

2le Höllenmaschine' - Der ehemalige Präsident eineSGreen backler-Club in New York, Herr John Davenport, hat eine auffallende Aehnlichkeit mit dem Polizeisuperintendenten Walling daselbst und wohnt nur vier Häuser von dem letzteren entfernt. Beij der Häuser sind in demselben Style ge-, baut und von gleicher Höhe. Am Sam' stag Abend gegen 10 . Uhr kam Daven-.' port nach Hause, ließ die äußere HauS-? thüre unverschlossen, wie er dieselbe ge-' funden hatte, und verschloß' bloß die' innere. Kaum hatte er sich in Bette aei legt, als eine furchtbare Explosion, die über 300Fuß weit gehört wurde, ertönte.; Davenport eilte demSchalle nach, löschte mit Waffer, das er gleich zurHand' hatte V ? . rw . t i, i. i . n . . oie flammen, cic vereng etc oen ooen bekleidende Matte ergriffen hatten, und fand die Reste eines CiaarrenkästchenS,' in solcher aufgelockerte und angesengt Baumwolle und Theile emer zerbroche nen Glasröhre.. Davenport dachte. zunächst an oen mutywllligen und aemer'mn Streich etwelche? Bummler, die ihm wahrscheinlich 'gefolgt - waren" und 'eine Art Kanonenschlag zwischen der offenen und der verschloffenen Hauöthüre niedergelegt hatten, nachdem er in seine Wohnung eingetreten war.- Er 'räumte die Ueberreste des Apparates beiiSeite und erst, als er am folgenden Tage in den Zeitungen las, daß eine an Cyrus Fletd adressirte Höllenmaschine in der Tasche eines Briesträgerö' auf einer Hochbahn explodipt sei und daß sich an solcher der Name Walling- befunden habe, siel tS ihm bei, daß er häufig mit'letzterem verwechsele werde, :und er 'übergab die Ueberreste des bei ihm explodirten Apparates der Polizei. . . . Hier stellte die von dem Chemiker Doremus vorgenommene Untersuchung der Glassplittet herauS.dak in derGlasröhre, von der. letztere herrührten, ' sich' Tchwefelfäure befunden hatte. Dieser Besund leitete den Chemiker,' zu folgen-, den Schlüssen. Jn der mit einem 'dünnen Korke verschloffenen Glasröhre- befand sich coneentrirte Schwefelfädre. Die durch , den Stöpsel leicht verschlossene Oeffnung war mit einer teigartigenaus klarem Zucker und Mehl oder feinkörni gem Pulver bestehenden; und mit chlor saurem Kali getränkten Masse umgeben. und letztere' stand mit Schttkbaumwoue' in Verbindung, ' deren Quantität marr nach der Größe des Kästchens ? und der noch vorhandenen, bloß angesengten Baumwolle auf ein halbes Pfund,. wenn sie sich in comprimirtem'iZustande be fand, auf bedeutend weniger.' wenn sie lofe war, annehmen muß Wurde, nun das Kästchen so gestellt, dak die. Schwe felsäure, welche die Glasröhre nur zum Theile ausfüllte, den .Kork berühren mußte, fo zerfraß letztere den . dünnen Kork sehr ra ch,theilte sich der mit chlor saurem Kali getränkten Masse mit, setzte er x . m v .:v v.r. . i V juiujc m ranouno mqz wleoerumenrzündete die Schießbaumwolle.' Der Sachverständige schließt : J&a: ganzem 1 in cv? r : Plan leusiicy uno geelgner, mqr nur Feuersbrünste, zu veranlassen," sondern auch Menschenleben zu vernichten. . Jedensalls befand sich auch , noch , anv denr Davenport-Wollmg'fchenl Apparate eine Vorrichtung, welche die Glasröhre zer brochen und fo die Explosion herveme führt haben würde,' falls die Maschine entdeckt und geöffnet worden wäre,' bevor die Explosion aus dem von rmr gefchil derten Wege erfolgte.- - ,Gelmg?t eS ,dtn ooer die Verbrecher' zu überfuhren,' : fo sollte man dlefelben unsChMirernüber geben, damit wir an denselben Experi mente über die Wirkung vn Explosiv flössen vornehmen können.-

TieWrtterB.odschtnngSsttionen, wie sie von den verschiedenen Nationen

Europa's und den Ver. Staten im bozen Norden errichtet worden sind, werden n einem längeren Artikel der .London Times-besprochen. Das genannte Blatt schrcldt: Rußland besitzt eine W?ttcr-Bcob-chtunasstation auf dem Lena-Dclta im nördlichsten Sibirien und eine andere am Meere von ttamschatka ; Oesterreich zat eine folche auf covaScmb!a errichct,'Norweaen zu Hammcrfcst.'Schweden jn Lapland, zwischen dem Weißen Meere und dem 'nördlichsten'Tbeile des BotbNischen Meerbusens, Dänemark an der DaviS-Straße,"Dentschland auf Cnm-berland-Jsland, und die Ver. Staaten auf Barrow-Point und auf GrittnellLand. Frankreich hat soqar eine solche BeodachtunaSstation am Cav öora angelegt, um die arktischen und anarktischen Wmerungs-zeryattnljje . beobachten zu onnen, wayrenv England eine Station m. Herzen des Hudsonbay-Gebietes beitzt und die Pflicht übernommen bat. die meteorologischen Verhältniffe des nördqen Attanlttchen Oceans zu beobachten. Aber die 'außerördentlicht Breite dieses Meerestheiles . und s die . bei den jetzigen Mitteln? , vejteyenoe Unmöglichkeit, in geeigneten Zwischenräumen! Beobach Z7 arx.'." . ungsiluisse zu veraniern, yaven.yaupr Schlich die Enttüuscbünaen binstcktliÄ der" meteorologischen - Vorhtrverkündigungen verursacht.' Es trat oft der Fall -1 . . V - : ..fi-tt-ifil' cm, ' vaft eine -aimoioyarliqe lorung von der westlichen Hemisphäre ausging, aberTaof "ihrem Weae nach dem Osten aus .ihrem Course. geworfen, einen'ände--en Punkt aus der östlichen Hemisphäre raf, 'als : den sie :der .Voraussicht nach hätte treffen müffen." .... . . , ...,. i iiSnnveF-FifHerei-Commission beschästlgte'sich in der letzteren Zeit sehr eifrig mit den Vorbereitungen für die regemäßige halbjährliche ' Vertheilung von Karpfen' und - Shadsifchleich. Die Botenwelche 'denMlch nach den ver. schiedenen'LandeStheilen zu überbringen haben, sind. bereits .unterwegs, namentlich nach dem Wetten, Sudwesten und Süden. Dieser Transport bietet, was den Karpfenleich anbetrifft keine großen vchviertgletten: vagegtll' ifl das in er nem hohen Grade hinsichtlich des ShadsischleicheS der Fall. - Für den-letzteren muß das Waffer, in welchem er sich wäh rend des Transportes befindet in einer stetS-gleichen-Temperatur erhalten .und häufig durch frifcheS' ersetzt werden, wodurch der Transport dieses Leiches ein sehr umständlicher wird, namentlich wenn derselbe nach entfernten Gegenden, : wie nach den Quellgewässerm. der . .Staaten Texas, , ouistana, Arranfas und . des seinen WestenZ.bestimmt ist. ' Bisher ist bei solcher GelegeSheit .ein nicht unerheblicher Theil des ShadsischlcicheS zer stört worden, obgleich man nur die zuverlSssigsten Leute zu den Ueberbrmgerv desselben nahm. UebrigenS hat man auch mit der kunstlichen Verbreitung des Shadsischeö schon recht befriedigende Ersolge erzielt, denn diese Fischart kommt jetzt im Frühjahr in -großen? Zügen die südlichen .Flüsse herauf,, obgleich die Aussetzung des 'LeicheS oaselbst erst seit drei Jahren seitens der Bundes-Fischereicommispon betrieben wird und vor dieser Zeit der Shad fisch in zenen Gewässern vollständig ausgerottet war. Auch, .' hinsichtlich des Potomac Nst. das derlFall .wasven Prosessor Baird, welcher -an der Spitze der Bundes -Jischereicömmission 'steht) r n m r n . ' . . ocn reiajjicn cijau ver vunoesyaupl' städtischen Fischer einbringt. ' I '- '. ' Die ynrnltüre' Jlnstalmrnt Oill" welche, vonder New.Wrker Legislatur angenommen. wurde, wird vom ' N. VI. Herald", folgendermaßen' besprochen v " .Wie Annäbme'der B ll aere ckt den Leuten zum Vortheil welche'ihre Haushaltungsgegenstände, ihre Möbel! u.s.ro.' nach denr'verderblichen sogenänntenJnstalMenl 'Plan? gekaust haben. Man macht sich. rm. Allgemeinen keine rtchhae Vorstellung davon wie. weit 'dieses Syf . c 1 1 . n. r. . j . '. Iicci vnvrruer vnot cocnio wenig von hxrr. JortH eilen, roelch e . d en V e rkäu fern aus demselben erwachfen.- ES ist ledoch Thatsache. .daß mehr als die Hülste der Wohnungen j mlferer-Mittelklasse nach demselbem.möblirtsind. - Durch eine verhältnißmäg 'geringe Anzahlung und tir!t..w ' .... ' ' " monuuiqe'.ozayiungen' rann, man eiden '. nmfanareichen -: Einkauf .'mach.1 Ober ) der .Preis -ist ein sehr! hoher,' un euch . einigen i monatlichen Abzahlungen sind. die Berlauser jedes Risikos üderhoden.? - - -: . , ! Dagegen verliert der Käu er die gants bezahlte zen r, Sachen- unl ; das bere Geld, s yvald. er einen IgahlungStermin versäumt, und dabei macht der Perkärifer in glänzendes Gtschäst, denn er erhält mchtz nur feme. Möbel-zurück sonder behätt 'auch daS von dem'KSufer bereits-eknijezahlle..Geld... Darinwird letzt durch, die neue. Cätlkn sche Bill;eine AenderuttAherbeigeführt werden. Nach derselbin. sollte' ursprünglich, im Falle, daß dli Sachett.ili! Fplge' verabsäumter mönätllch ."Zahlung .'an den Verkäufer zurückfielen dieset gehalten sein, ' dem' Kaufet daS bereits ein gezahlle Geld'zur Halste zurückzuzahlend .Aber' diese' Bestimmung l wurde durch' das 'gemeinsame' Vorgehen - der? Inhaber ' der Jnstal-menr"-Geschäfte beseitigt oder vielmehr daym abgeändert, daß' den Käufern in dem' Genannten'' Falle nur j 25 Procent des' eingezahlten ' Geldes 'zurückerstattet werden ' Aber trotz dieser Aenderung' ist die' Eatltnche Bill eine 'sehr verdienstvolle' und wird" als' solche' 'von dem 5Zölke des' Staates New ?jork -allgemein anersannt.'' Denn ein hälbcSLaib Brod ist immer noch b'esserälS gär lein B'od." ' . . ' , - 1 ' . , . . .- -v , ' DaS unolüSUche Peru. Aus Lima wird derKSln. Ztg." wie folgt geschrieben: Wenn überall in der Welt der Friede nach hartem, schick salsreichem Kriege mit sehnsüchtiger

Freude begrüßt wird, so schaut man hier

den endgültigen Abmachungen nur be klommencn Herzens entgegen, wen der Abschluß derselben sür . Peru nicht nur den Rückzug der' Chilenen, sondern zugleich auch den Einbruch vcrerender Varteikampfe bedeutet. Auf der einen Seite steht ein Häuflein opferwilliger. redlicher Bürger, die einzig und allein in' ruhiger und thätiger Entfaltung der Kräfte und ehrllcher Arbeit Nettuna auö dem tiefen Abgrund erblicken, auf der andern Seite Pierola mit seinem fluchbeladcnen Gesindel, daS kürzlich noch in Jca und.Pikco unter dem OberstcnMaZ entsetzliche Scenen rohcster Verwilderung und grauenhafte Metzeleien aufführte. tsuWi f.!n tzz f'Xiy os,,s ... llUll , IIUL WUUilUl lll 9 . ilUSlUUU )U tragen und dort m stillerZuruckgezogcn heit inSack und Asche schuldbeladeneVergangcnheit abzubüßen, hat Pierola die Stirn, unter Gcnehmizung der chilenischenVchörden nach Lima zurückzukehren. um abtrmalZ seine Netze auszuwersen. Mit grimmigerSchadensrende hatte mancher sein letztes Manifest gelesen ; er, der durch seine verworfenen Ausstände gegen den öffentlichen Frieden wohl daS meiste zur Auflösung aller festen Bande innerer Ordnnng beigetkagen, der- das Heer demoralisirt, der während seiner Dicta tur wie ein bankerotter' Spieler die letzsen' Hülssmittel des 'Landes ' vergeudet hatte,' um schließlich gekitzelt vom Durste nach' kriegerischen Lorbern, !in feiger Flucht dos Schlachtfeld zu Verlässen, wo feine bethörten, elend geführten Mitbürger nutzlos sich verbluteten.ein -solcher Mensch wälzt in feierlicher Proclamatlvn die Schuld der.Niederlagen auf das von ihm corrumpirte ,Heer' und seine besten Führer, die doch nicht mehr thaten, als ihr Herr und Meister sie gelehrt. Nichtsdkstow'eniger bildet gegenwärtig seine Wohnung wiederum den. Sammelplatz aller der saubern Adenteurer und prahlenden Ossiciere,.die mit leeren Taschen, durchdrungen von der Gerechtigkeit ihrer Ansprüche an die Staatskasse, unheimli chen Blickes faulenzend durch dieStraßen lümmeln. ..'. ' Ein anderer,' in gleichem Maße verdienter Kriegsheld von demielben Kaliber, der sich zugleich' den Titel eines Präsidenten ' der Republik beilegt, der Admiral? ; Montero, haust' lüsternen Herzens in Ancachs und wartet auf den Abmarsch der Chilenen. Die Einwohner des . Departements. Cajamarca,, wo er sich eine sogenannte Regierung errichtet hatte, jagten ihn' endlich' sorterbittert durch die'zabllosen Gewaltthätigkeilen, durch die er sein Regiment zu besestigen suchte.- Jm Suden endlich ziehen andere Bandenfubrer mordend und plündernd umher und schreiben einen Vertilgungskrieg gegen die Chilenen auf ihre Fahne. Keme Staatsgewalt wird nach dem Friedensschluß Stärke genug besitzen, um diese ccntrisugalen Kräfte unter das Gesetz zu beugen, so daß das Gespenst, der Anarchie nicht vom politi schen Horizont verschwindet. Auch' der Volkscharakter hat in 'den KriegSjahren kcme Läuterung erfahren; das niedere Volk huldigt durchweg kommunistischen Anschauungen' hier lebt tin Bemußtsein ' von 'Gemeingcist' und .Bürgersinn, wohl ' aber die Ueberzeugung von dem Mißverhältniß zwischen Reichthum' und Armuth ; hier - setzt ' die Noth: dys unniderstehliche Gesetz der Selbsterhaltung m Bewegung und her Verzwclselnde ist nur durch Befriedigung oder Vernichtung zu besiegen.- ' - ) Die 'Gärt ner in der Nähe Boston's cültiviren jttzt den Löwenzahn (dandelioa), welcher in andererGegend in genügender Menge, wild vorkommt und bekanntlich, richtig zubereitet einen sehr schmäckhasten und gesunken Salat abgiebt."; D'cr'Lö'wenzähi,,d'cr bekanntlich eine Wuchkirfllttze ist. wirdvon jc nen ' 'Göttinn Zrs- dri'vru nesilt wahrend d' '?r-ei'i i'!iv .Uici: aus Ocut toiu iiuai:-ibaUii. . . Emerson sa g t. i n i s e i n e m Essay über Kü'urfortfchrllt- unter Anderem: ".Wir 'müssen 'zuäesteben. dak in Amerika .AlleS ein-frisches 'und neue5 Aussehen hat. " Unsere Städte' find noch roh nur Aushülfsbiiüteri' vön'ErnwanWanderern und die ganze. Atchittttür hat etwas Zeltartiges im vergleiche! mit der monumentalen Festigkeit der antiken und mittelalterlichen. Üebexbleibsel ' in Europa und' .'Asien.? , DaS trifft noch heute 'den. gänzen' Kontinent nur' die neueren Niederlassungen im Westen und im fernen Westen etwas mehr, als die älteren im Osten. - - - 'Ein.' Zug: aus welchem' sich ein Anxabl Sträflinge befand,: bielt aus einer Station der Cherokee-Bäon "in Georgick an... Ewige der Sträflinge, welche sämmtlich - an einander gekettet waren, stiegen aus, in dem .Glauben,daß sie' anhremZiele ' angelangt ' seienals sich der Zug plötzlich wieder. inBewegüng setzte .nzobei iiiinigen,'. welche ausgestiegen waren, mittels dex Ketten, welche sie mjt den aus dem Zuge Zurückbleiben den verbänden,', nachgeschleift und der maßen verletzt wurden, daß sie kaum mit dem Leben davonkommen können. , - . . Al5'a'm'22.'F.cbtuar 1832 zu Pörtönioüth N: H. der hundertjährige Geburtstag Wafhittgton'S gefeiert wur di,' blieb. vo'nidenfür diesen Zweck auf gebrachten Gelde.dit. Summe von $8.67 übkig.5? Dieselbe wurde für die Feier des zweihundertiährlgen GeourtStags Wafh ington'S in einer .dortigen .Sparbank depönirt und ist inzwischen aus $U3.58 angewachsen. . , ;y , 'D ie Großge schwo r e n e n' von Surreh-Cvunty, Va. haben die beiden N'egermädchen '.Mary 'und Virginia Böoth,' welche '14,' resp. -15 Jahre alt sind,' - angeklagt an Jräü . A,' C. Gray nnd JraviSJoneS.' emen Giftmord' be gangen zu haben. , Die - beiden Letzege nannten starben im , vorigen' Monate in Folge des GenuffesmltStrychnm ver gifteten ' Kaffees.' I Die '.; Angeklagten werden demnächst wegen Mordes lm er sten Grade prözefsirt werden. Es lie gen sehr gravirende Beweise gegen sie vor.

Oom Inlands. Tatzsendder vornehmsten

Damen, von Peru baben der Familie des General Hurlbut Ende vor. Mon. ein prachtvolles Zeichen ihrer Dankbarkeit ur die Verdienste des Verstorbenen um Peru überreichen lassen. Dasselbe besieht ?us einer Tafel aus massivem iolde 12 Zoll breit und 10 Zoll hoch. Ans der :inen Seite befindet sich ein aus US werthvollen Brillanten den Repräsent anten der unter dem Sternenbanner vereinigten Staaten , zusammenge setzter Stern, dessen Centrum Hurlbul's in Juwelen ausgesührtes Monogramm bildet. Aus der andern Seite ist folgende Inschrift in spanischerSprache emgravlrt' und von Arabesken umfchlungen : Die Frauen von Lima Sr. Excellenz dem General S. A. Hurlbut, bevollmächtigtem Botschafter der Ver. Staaten als ein Zeugniß ihrer Dankbarkeit 1882." Begleitet war das Tableau von einem künstlerisch ausgesührten und mit 1000 eigenhändigen Namensuntcrschristen bedeüienUeberrelchungsschrelbcn in rothem Sammet. Das neueste Beifp iel rapiden Wachsthums der Städte im Westen bildet Gunison in Colorado. Noch vor drei Jahren standen vor dem Eingange in die Schlucht, m der später sehr werthvolle Erze entdeckt wurden, einige von Utes bewohnte Hütten. Jetzt dreitet sich dortme Stadt aus, die bereits ihren Jockey-Club, Wafferwerke, Gas anstatt, drei Schulhäuser und eine große tägliche Zeitung besitzt, die durch eine Privatleitung über den Marshall Paß mit der gewöhnlichenTelegraphenleltung verbunden ist und ausgezeichnete Ge schaste macht.' E i n g e w i s s e r M e r r i m a n aus Baltimore sitzt zur Zeit in dem Gesang niß in McKeesport, Maff., weil er dort den Tod eines Fräul. Huey, die er verführt hat, dadurch herbeiführte, daß er ihr Mittel zu Abortion lieferte, die das Mädchen im Uebermaße gebrauchte. Ueber weitere Verbrechen dieses Schurlcn laufen jetzt von allen Orten und Enden Mittheilungen em. Jn Wafhingtan hat er wenigstens ein halbesDutzend junger Mädchen aus anständigen Familien unglücklich gemacht. Er war dort ein Methodisten - Prediger, ein guter Sünaer m Sonntagsschulen, leitete in Bibel - Klassen die Instruktionen und ruinirte , nebenbei Mädchen. Diefe Streiche trieb er auch an anderen Plätzen außer Washington. Seine Haupt-Em-pfehlung bei den Damen war die, daß er gut fang, laut und inbrünstig beten, die Augen salbungsvoll gen Himmel drehen konnte, immer einige Hundert, mehr oder weniger, Bibelspruche im Mau wollten sagen Munde hatte und nebenbei ein hartgesottener Temperenzler war, der Jeden, welcher das furchtbare Verbechen beging, ein Glas Wein oder Bier zu trinken, in die unmittel bare Nähe von des T ls Großmut ter wünschte. Der M ay o r von New O rleans hat em dort erscheinendes illustmtes Wochenblatt (l'Iio Mascot") unterdrückt nnd zwar aus die Klage eines Eisenbahn - Präsidenten hm, der allerdings in dem Blatte sehr lächerlich ge macht worden war. Die Deutsche Ieltüng" von New-OrleanS weist nun aber nach, daß der Mayor die städtische Ver ordnung, auf welche er seinen Erlaß ba sirt, mißbraucht hat. ES hat übrigens nur noch an diesemPracedenz gefehlt, um die Eisenbahn Monopolisten auch zur Maßregelung-der Presse zu crmuthigen! . .Un t e r.d.e n. a m King's River in 7. Californien. wohnenden Indianern brachen vor einigerZeit die Masern aus. Die davon Befallenen nahmen ein kaltes Bad in dem genannten Flusse, und vierzehn derselben sind in Folge desselben nach denienseitigen Jägdgründen" abberufen worden. B ei Nörth Platte in Ne braska wurde' dieser Tage ein im Hofe femer .elterlichen . Wohnung ; spielendes Kmd von einem Adler angegriffen, welcher das Kind fortzutragen suchte. Nachdem ' er -e8 etwa vur Fuß in die Höhe gehoben hatte, -ließ er es wieder fallen. wobei das Kind sich schwere Verletzun gen . zuzog,' die sich .wahrscheinlich als tödtlich. erweisen werden. Der Adler wurde- von dem. Vater- deS-Kindes erlegt; er maß von . einer Flügelspitze zur inderen volle neun Fuß. Vom Auslande. - Von dem Landgericht zu München . wurde Samuel. Hamburger, Weinhändler von Marktlauthen, wegen Weinverfälfchung zu zwei Monaten Gefangniß und 300 '.M. verurtheilt. Das Schöffengericht zu Gedweiler vcrurtheilte die Brüder Alexvnder und ' Theophil Sonntag von da.zu.4 Wochen Gefängniß, weil sie selkstsadricirte Weine zum Ausschan! gebracht hatten. I . , Ei n zehnjähriger B r uder mö r d er. 'Die sranzösischen Journale berichten über einen von einem zehnjährigen Knaben cm seinem dreijährigen Brüderchen begangenen Mord', der seiner Motive wegen die Aufmerksamkeit weiterer Kreise verdient. - Die Eheleute Remange sendeten am 1. ?jpril ihren zehnjährigen: Sohn Jean Baptiste in daS ihrem Wohnort Angers zunächst gelegene Dörs ' Chatcauneuf it einem Austrage. Als ihm seine Eltern befahlen, sein dreijähriges ' Brüderchen Louis mitzunebmrn, weigerte er sich energisch, dem Besehl Folge zu leisten, und drohte schließlich,als man ihn durch Schläge dennoch dazu gezwungen hatte, dem Kinde weh thun zu wollen, sallS eö ihm folgen würde. Die Eltern beachteten die Dro hung nicht und hießen ihn gehen. Jean Baptiste sprach kein Wort weiter und trat in Gesellschast seines dreijährigen BruderS die Wanderschaft n. Jn der Nähe von Chateauncus stützte sich plötzlich Jean Baptiste auf den Kleinen, ergriff einen großen Kieselstein r.nd schlug ihn zu Boden. Sodann kniete er aus seine Brust und schlug fortwährend fo stark er eben konnte, aus. den Kopf des armen Kindes, fo daß das Blut alsbald aus mehreren Kopfwunden entströmte.

Um das Jammergeschrei des Kindes zu

ersticken, zwängte der zehnjährige Wütherich ihm ein tück Holz, da' am Wege lag, in den Mund m)o weit es Ginq", wie er nachträglich dem Gendarmen, der ihn festnahm, erzählte. Leute, die des Weges kamen, befreiten endlich den schrecklich zugerichteten, bcwußloscn Kcinen aus den Händen des vielversprechenden Bruders. Unter den furchtbarsten Schmerzen starb das Kind während des Transports. Der zehnjährige Morder wurde dem Gericht eingeliefert ; bei seinem Verhör erklärte er, dak ihm der Anblick des BlutcS und das Jammeracschrci dcS Kleinen unendlich wohlgethan hätten ! Von Zeit zu Zeit bcgegnct man Meldungen, daß dies oder je7.es Land dem Weltpostverein neuerdings bngctreten sei, dem gegenüber ist es nicht unintercffant, sich zu . 'rgegenwartlgen. welche Distrikte jetzt noch außerhalb desselben stehen. Es und nach den neuesten amtlichen Zusammenstellungen in Asien: Anam (Cochinchina), ausschließlich der französischen Besitzungen nebst Kambod fcha und Tonkm und Siam; in Afrika : Ascension, Capland und Kolonie Victona, Natal, St. Helena, Tripolis (ausschließlich der Hauptstadt) und Tunis, ausschließlich der Hauptstadt und einiger Hasenortc ; m Amerika : Bolivia, Costa Rica und Nikaragua mit Mos quitia ; in Australien : Westaustralien, Südaustralien, Victoria, Neu-Süd-wales, Queensland, Neuseeland, Vandiemensland (Tasmania), Samoa-(Schiffer-) Inseln und die übrigen Jn sein Australiens. DerVerbrauchvon Biergläsern. Berlin braucht alljährlich fünf Millionen Bierseidel, per Kops also etwas über vier Stück. Der Berechnung des Chcss einer Berliner Glaswaarenfirma zusolge, welche den größten Theil dieser Seidel sür die dortigen Schänk Etablissements liefert, kommt der größte Theil derselben aus den Süden Berlins, wo die Bockbrauereicn, Tivoli, die Societätsbrauer'ei und die Etablissements der Hasenhaide liegen. Der Bestand dort beziffert sich auf etwa 75,000 Stück und wird alljährlich fast erneuert. Das Inventar des - Zoologischen Gartens weist 25,000 Seidel auf ; der Ausfchank der Brauerei Moabit erfordert in ihren vier Localen 11,000 Stück ; ein bekannter Verschleiße? von Exportbier hält in seinen süns Ausschankslocalen einen Stamm von 22,500 Seideln, wovon 13,000 im Lause dieser Woche nach seinem neuesten Wlrthshause hingeliefert worden find; Unionsbrauerei, Friedrichshainbraucrei. Gratweil, Neue Welt, und Spandauer Bcck. verfügen über je 12,000 Seidel und Jn den Zeltensind ebenfalls nahe an 10,000 Stück im Gebrauche. Z:hn Prozent der in Berlin benutzten Glastrinkgeräthe also jährlich 1,200,000 Stück Biergläser werden aus Amerika importirt und 'zwar sind dies die Fabrikate der Flint-Glas-Works in Wheeling, West - Virginien; der Rest, theilwcise sogenannte imitirte amerikanische, kommt aus den schlesischen Hütten und die übrigen Sorten vom Rheine her. I n dem franzosischenMinisterrath hat der Siegelbewahrer Humbert einen Gesetzentwurf vorgelegt, welcher gegen die leider immer mehr um sich greisende unsittliche Tagesliteratur gerichtet ist. Darnach sollen die Verfasser dieser Publikationen, sowie die Drucker, Austräger und sonstigen Verbreiter mit den Personen, welche ein öffentliches Vergehen gegen die gute Sitte begangen haben, auf gleiche Stufe gestellt werden, und dieses Verbrechen mit Gefängniß von drei Monaten bis zu 2 Jahren bedroht, und außerdem noch einer Geldstrase bis zu 3000 Fr. verfallen. Daß auch dieses Mittel nur theilwcise die gewünschte Wirkung üben wird, kann man aus den mit einem ähnlichen Verbote in Rußland gemachten Erfahrungen entnehmen. So lange nicht die Sittlichkeit des Volkes insoweit gekräftigt ist, daß sie sich mit Abscheu von dieser Schmutztitcratur abwendet, werden die Erzeugnisse derselben stets ihre Abnehmer sinden Gleichwohl ist der Versuch der Regierung, das Ihrige zur Beseitigung des Uebels zu thun, nur zu loben. Am Charsreitage ereigncte sich in Athen während der Proiession ein schrecklicher Unglücksfall. Des Abends nach 10 Uhr '"er die Akademiestraße, die durch bengalisches Feuer und bunte Flammen, sowie.durch Kerzen hell beleuchtet war. von Menschen dicht ge süllt und die Prozession schickle sich an. aus der Kirche Zoodikon auf die Straße herauszutreten. Plötzlich löste sich ein großes Stück Gyps vom Gewölbe der Kirche ab und siel auf die ausschließlich auS Frauen 'bestehende linke Seite des Zuges. Es entstand eine furchtbare Bestürzung, die durch die unvorsichtigen Rufe .Feuer!" bis zum höchsten Grade gesteigert wurde und schließlich eine allgemeine - Panik hervorrief. Während der CleruS, unbckümmcrt.um das Schick sal der Andächtigen, sich durch die Thür der Säcristei schleunigst rettete, dräng ten die Theilnehmer an der Prozession sich gegen die große Psorte der Käthe drale, welche unter dem gewaltigen Anstürm, bei dem einer den andern an der Bewegung hinderte, nicht zu öffnen war. Die schrecklichsten Scenen spielten sich jetzt ab : in weniger als einer Minute war der Boden von wehklagenden, halb-zertretenen-Weibern und Kindern be deckt. Wenn in diesem Augenblick nicht ein Gendarm die Geistesgegenwart gehabt hätte, die Thür einzuschlagen, so wäre die Hahl der Opscr des traurigen Vorsalls jedenfalls noch beträchtliche? gewesen, als sie eö leider jetzt schon ist. Man zählt cls Todte, darunter sieben Frauen, drei Kinder und einen Mann. Die Zahl ocr Verletzten ist sehr groß. Nebe n. InOft AHA Concord.N.bcn, l Aahr m fßVßJ,ßJß d S 52 pkk 2 Jahre ,n bis $49. Alle anderen Arten diUig. Alle dorten Obst.Pflan,en un BZme. H. Tchr,e?ke. loomlngtan, IN. '

i.

i i

...j v