Indiana Tribüne, Volume 4, Number 231, Indianapolis, Marion County, 3 May 1882 — Page 2

Zndiank Hriönne. Fagliche- und Sonntagsausgaöe.

Offfcc: 62S. DelawarcStr. fEofrered a3 eeeond-clas matter at t i'ostosiice at Indianapolis, Indiana. the 1 Abonncmcnts-Preisc : TiIiche Ausgabe. .'. 12 Cts. per Woche. SonntagSausgabe 5 Cts. perNummer. eide zusammen 15 Ctk. per Woche. "3T Das Taqb'ctt erscheint jeder. Nachmit. tag un, 2 Uhr. Die SonntaMuSgab, erscheint Ui Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 3. Mai 163?. tan:Jj in Kfrica. Cdward King in Paris erhielt MIN? V07. Monats von dem mnthigen und energischen Africa Reisenden eine Bries,welcher dieSorge um diesen heroischen Mann der Wissenschaft aus den Herzen seiner vielen Freunde und Bewundern genommen hat. War doch de: Reisende laut der legten Depeschen erkrankt und drohen doch im Innern von Africa feindliche Stämrne,Ficber, Mias men und Myriaden von Jnsectcn dem weißen Manne täglich den Tod. Der Brief ist unterm 16. Januar '82 aus dem Gcne'ralquartier der Expedi tion am oberen Congo im Süd-Westen von Africa" datirt. Ich bin wieder gesund, nichts weniger als cntmuthigt und wünsche nicht, irgendwo anders zu sein, als wo ich gerade bin. Zwar ist es jetzt gerade entsetzlich heiß, so daß wir fortwährend in Schwein gebadet sind und Wasser mit einer Temperatur von 75 Gr. F. uns kühl vorkommt, aber das gehört nun einmal zu Asrica's Eigenthümlichkeiten und Jnconvenicnzen. Troß der Monotonie unserer Mahlzei ten ist mein Appetit wieder gut, aber oft ertappe ich meine Gedanken, wie sich die selben den Hochgenuß einer guten ame rikanischen oder europäischen Mahlzeit ausmalen. Lange war ich krank und zwar so krank, daß ich ganz aui weiß, wie es einem Sterbenden zu Muthe ist. Einmal hielt ein Jicberanfall ununtcr brachen 19 Tage an und einmal war ich 7 Tage lang nicht im Stande, nur das mindeste zu genießen.- Ich hatte von meinen Gefährten Abschied genommen, siel in Bewußtlosigkeit, erwachte wieder aus dem Delirium' und seitdem machte meine Besserung gute Fortschritte. In der letzteren Zeit habe ich wieder vieles vor mich gebracht, auf das ich mit Freude zurück blicke. Die 20O Zanzibaren, die , ich bei mir habe, leisten mir die besten Dienste; dieselben sind folgsam, anstellig, muthig und. arbeiten unverdrossen ; sie begnügen sich mit ihren Nationen und stehlen nicht, so oft sich auch hierzu im Verkehre mit den Eingeborenen Gelegenheit bietet. Ich habe nur ein einzigcsmal Ketten, nie die Peitsch: anzuwenden gebraucht. Im Laufe des vorigen Sommers stahl ein unverbesserliches Subject eine Partie Aexte, Hacken und Schaufeln, mit denen wir uns durch den Urwald Bahn brechen. Die Leute, welche täglich mit den Werkzeugen arbeiteten, machten mir Anzeige von dem Verluste, und ich machte denselben bemerkUch, daß ich, wenn die Sachen nicht wiedererlangt würden, ihnen je $5 von ihren Lohnen abziehen würde.' Die Diebstähle dauerten fort, ich erhöhte die Lohnabzüge auf $10 für jeden Fall und bedrohte schließlich diejenigen Arbeiter, die sich weiterhin Geräthschaftcn würden stehlen lassen, mit Peitschenhieben und erhöhter Geldstrafe. Dies hals, der Dieb wurde entdeckt, wie er zur Nachtzeit im Begriffe war, gestohlene Werkzeuge nach einer Niederlassung Eingeborener zu bringen. Er mußte einen Monat in Ketten weiter arbeiten, und dann jagte ich ihn fort. Jeder meiner afrikanischen Arbeiter hat täglich Sonntags ausgenommen neunStunden zu arbeiten, wofür sie die contraktlich stipulirten Rationen und Löhne erhalten; in Krankheitsfällen werden sie so gut verpflegt, wie meine europäischen Gefährten. Heute, am lö.Januar, habe ich 236 Menschen, Zanzibaren, Eingeborene und Europäer an der Arbeit, - resp, den ihnen obliegenden Bcschäftigungen und Beobachtungen, und Alles schreitet in Ruhe und Ordnung vorwarts ; fünf Farbige sind krank, aber keiner gefährlich. ' In den letzten Wochen habe ich nichl nöthig gehabt, ein hartes Wort zu sa gen ; alle meine Leute setzen ein so unverbrüchliches Vertrauen in mich, daß ich inZ dieser Beziehung auch der Zukunft mit bestem Muthe entgegen sehe. Die weißen Arbeiter kamen bei den ersten Fieber Anfällen in eine verzweifelte Stimmung und verlangten mit Unge stüm, zurückgeschickt zu werden ; ich sandte mit einem Kostenauswande von $2,100 vierzehn Mann zurück, trat später jedem derartigen Ansinnen schroff entgegen und die Leute erholten sich und leisten jetzt gute Dienste ; in zwei Beziehungen müssen jedoch die weißen Arbeiter noch jetzt' mehr überwacht werden, als die -farbigen ; dieselben trinken zuviel Was"fer, und rauchen, resp, kauen zu vielTabak, was beides hier fast immer Erkrankung nach sich zieht. Das Schlimmste scheint, dem Himmel sei Dank! überwunden und meine Erforschungen, sowie meine Bemühungen um die Civilisation der Eingeborenen nehmen erfreulichen Fortgang." Stanley erwähnt nichts von seinen neueren Entdeckungen und, um dies er klärlich zu finden, muß man berücksichtigen, daß derselbe zur Zeit im Auftrage und auf Kosten mehrerer Compagnicen reist, welche natürlich die Vortheile, wel che die von dem Reisenden durchforschten -Regionen darbieten, zunächst für sichausbeuten wollen. Es lst ihm daher Stillschweigen über seine geographischen und sonstigen Entdeckungen zur Pflicht aemacht. und nur über die äußeren

Schicksale der Expedition können wir demnächst weitere Nachrichten aus dem Hauptquartiere am oberen Congo erwarten. Der Canaltunntt.

Wie die Zeitungen berichten, schreiter die Bohrung des unterseeischen Tunnels zwischen Frankreich und England rüstig vorwärts. Die kreideartige Masse ist weich genug, um den Bohre? bei jeder Umdrehung an acht Millimeter vorwärts wandern zu lassen. Hierbei sind Spren gungen nicht weiter nöthig, da die Maschine die ausgebohrtcnStücke zerbröckelt. ES ist auch eine Vorrichtung angebracht, durch welche die zerstückle Masse auf kleine Wagen gepackt und nach dem AuSgang . gebracht wird. Von einem Durchsickern des MeerwasierS hat sich noch keine Spur gezeigt, und es läßt sich voraussehen, daß dies auch in der Folge nicht der Fall sein wird, zumal das Inncre des Tunnels einen starken Cementbeleg erhalten soll. Man rechnet mit Sicherheit darauf, daß das herrliche Werk, ' das neueste Wunder unseres Jahrhuk-dcrt, noch im Jahre 1885 in? m jci:'. wirk. : V . ' - Folgen der Entwaldung. ; Wie in den Ver. Staaten, so treten auch in Ungarn die nachtheiligen Folgen der Entwaldung deutlich zuTage. Seit oem man oamtt oegonnen yar, in oen Karpathen große Strecken' abzuholzen, ist auch. hinsichtlich der dortigen Gewässer, namentlich der Theiß, eine, große Aenderung eingetreten, die sich dadurch anßert, daß nach andauernden Regengössen oder beim Eintritt von Thauwet ter das Wasser der Theiß weit rascher als früher, ganz plötzlich, anschwillt, und' die größten Verheerungen anrichtet, wie z. B. am 11. März 1879, als Szegedin von den Fluthen überschwemmt; und; dreihundert Menschen. ihren Tod fänden und viele Tausende obdachlos wurden.' Die Ursache dieses plötzlichen Stei, genS der Theiß ist, wie schon gesagt, inder theilweisen Entwaldung, der Karpä then zu suchen. Denn während früher' das Wasser bei anhaltenden Regengüssen oder nach dem Eintritt von Thauwetter, in vielen kleinen Bächen dem Flusse zu-! rieselte, denselben allmälig, füllend. und auf diese Weise einen regelmäßigen Äßfluß gestattend, strömt eö jetzt.in großen Massen die kahlen Bergabhänge hinab,' füllt das Flußbett ganz plSßlich',und führt Überschwemmungen herbei. Und letzteres geschieht in einem um so höheren Grade, je mehr Erde das die nackten Bergwände herabstürzende Was ser mit sichern den Fluß reißt. Und daS ist gerade das Nachtheiligste undGefährlichste, da diese Ablagerungen das Flußbett immer mehr ausfüllen und dadurch das Eintreten von Ueberschwemmungen beschleunigen. Die Deichbauten .'habeu in dieser Hinsicht durchaus keine Abhülfe gebracht, denn der Fluß versandet in derselben Weise wie früher.' 'Jci, die Lage ist nur noch gefahrlicher geworden, indem sich daS Flußbett, gerade inFolge der Dttchbauten über das Niveau des umliegenden Landes erhebt, so daß die; Gefahr der Überschwemmung eine fort-! währendeist. ! Aehnliche Verhältnisse Herrchen auch bei uns hinsichtlich ' des Mifsisstppk, vel! cher gleichfalls große Quantitäten Erde und sonstige Stoffe aus seinem nördlichen Gebiete mit sich führt, und zwar ist dieses in einem um so höheren Grade de Fall, je schneller die Entwaldung an dem oberen Lause -des Mississippi toi sich geht. Nun .lagern sich, jene. Stoffe bei Ueberschwemmungen allerdings häufig auf den überschwemmten Ländereien ab, die Fruchtbarkeit derselben erhöhend! wie dies bei dem Austreten des Nils in Aegypten derFall ist. Aber oft wird durch die erdigen und vegetabilischen Stoffe) welche der Mississippi aus seinem oberen Gebiete mit sich führt nichts Anderes herbeigeführt, als eine Erhöhung des! Flußbettes, wodurch gerade so, wie hin sichtlich der Theiß, die Gefahren der Ueberschwemmung wesentlich ; gesteigert, werden. Das Levee - System lhat diese Zustände nnr noch schlimmer gemacht! indem es das Wasser des Flusses gleichsam zwingt, die ton ihnr mitgeführten Stoffe auf dem' Flußbette. abzulagern und auf diese Wtteschleunigl.eS nur den natürlichen Prozeß, welcher darin besteht, daß das Flußbett eine. immer höhere Lage erhält. Falls bei deÄtt gen Deich System verharrt wird, fi können die Bewohuer des MississippiThales sicher sein, , daß sich daS -Wort: Nach uns die Sündfluth !" inlier aust giebigsten Weise erfüllen wird. Der B!alleyProzeß. Am ersten Tage der Verhandlung des Malley'schen Mord Prozesses erklärte Staatsanwalt Doolittle, . er werde zu beweisen suchen, daß JaS. Malleymit Hülfe Walter Malley's und ' Blanche Douglaß' Jennie, Kramer ruinirte s und sie dann, ebenfalls mit Hülfe von Wälie'r Malley und Blanche Douglaß, . durch Arsenik vergiftete, um die. Unglückliche, welche darauf bestand, daß 'JameS sie heirathen solle,. loS zu .werden. .Daß Zeugenverhör wurde nach dieser Eiifa rung eröffnet und ergab als Hauptfachlichstes Moment die Erkläruug derAerzte Shepard und Painter. daß sie durch oje Untersuchung der Leiche der Kramer zu der Ueberzeugung gekommen seien die letztere sei bis kurz vorihrem TodeJungfrau gewesen und vergewaltigt worden, sowie eine Untersuchung der Eingeweide habe ergeben, daß das Madien bereits eine Leiche war, als es, tn'3 Waffer geworfen wurde.. , ' ! In den folgenden Sitzungen detaillirte Pros. Chitteuden in, halb mistenschastlicher, halb volksthümljcherSpräce die Art. und Weise, wie"erhtt,seiner Untersuchung 'der ihm übergebenen Theile der Eingeweide verfahren sei.und constatirte, daß er in dem Magen '- 'Int. -ii. . :c o of.f.:i ftüv .c!v. ijuiic ?UCUU r.bllüf1' solches sorgfältig zerlegt und reines Ar senik entdeckt habe, und zwar mehr als hinreicht, den Tod eines Menschen her

beizusühren. Der Sachverständige wies hierbei die du:ch den sog. Marsh-Appa-rat erlangten Spiegel", d. h. Flecken auf glasirter Flüche in einem bis zur Verhandlung sorgfältig verfchloffen gehaltenen Kasten vor. DaS von dem Chemiker Marsh zuerst angewendete Verfahren verräth die Anwesenheit schon Lttlngen Spuren Arsenik indem zu untersuchendett Stoffe. Dasselbe bernht aus derBildung von Arscnwaffcrstoff und .der Zerlegung 'desselben durch Glühen in Wasserstoff und metallisches Arsen. Leitet man daS sich entwickelnde Arsenwafferstoffgas in eine Glasröhre und brjngk diese 'an . einer Stelle in's Glühen, so setzt sich jenseits dieser Stelle das" metallischeArsen als glänzender stahlgrauer Metallspiegel an der Innenwand der Glasröhre ad. '!:;; i : -'.Nachstehende ..biographische Enthüllungen über Blanche Douglas, die, wir Brooklyner Blättern entnehmen, dürsten nicht ohne- Interesse sein,;.daidieselben wahrscheinlicher Weise, im Verlause der Verhandlungen, ein Echo auf dem Zcugenstande .finden werden. ; . ; Im Jahre 1870 lebternderBörkStraße in Brooklyn in ' Hütinacher' Namens . Element, welcher ein Weib und zwei Töchter, NamenS Jdä und' Helene, sein eigen nannten Mutterund 'Töchter' waren der Polizei, besonders den Detektive Corwin und Folk, nur zu bekannt und zwar in der Eigenschaft als unverbesserliche Ladendiedinnen' Helene die heutige Blanche Douglaß, wurde am 0. November 1871 arretirt lind, nach dem Penitentiary geschickt, wo. sie -.mit -ihrer Mutter-, welche eine Strafe abzubüßen hatte, zusammen traf. ' . ! M ;. 7 W . Helene's Bild sowohl als das ihrer Schwester Jda sollen - die, VerbrecherGallerie zieren ; das Livret weist für Helene (Blanche Douglas) No. 310, sür Jda ,No. 658 . nach. . Die interessante Familie zog im Jahre 1373 von Brooklizn weg und ebte in NkwBork. Kapitän Trosts das., dem diese Einzelheiten. wohl erinnerlich sind, . glaübtganz sicher be Häupten zu können.die Mutter sei in dem Penitentiary gestorben; die beiden Schwestern verschollen, bis vor ungefähr

einem Jahre BlancheDouglas aus einem verrufenen Hause der Oberstadt -in New ZZork auftauchte,' um mit den Malley's in ein Verhältniß zu treten. Die Detektiveö, welche seit der Zeit die Ladendiebin auf Schritt und Tritt verfolgten, sollen sehr gespannt- aus den Fortgang der Verhandlungen sein. ' Ueberhäüpt ist der Proceß ' einer der interessantesten welche in den letzten Iahren vor irgend einem amerikanischen. Tritunale geführt worden sind. ' ' - I M j , Die yukvasi)una in der Wieuer Hofdnrg 1 ' ' '' wurde aucy am diesjährigen Charfreitage, dem Herkommen gemäß, vom Kaiser und von der Kaiserin an zwölf Greisen und ebenso vielen "Greisinnen vollzogen. DaS österreichische Herr scherpaar will sich durch Vollziehung dieser Ceremonie cnr die Gleichheit aller Menschen erinnern, zumal da auch Chri-stuS-seinen zwölf Jüngern die Füße wusch. ' ;! - .'. ''':s ; Der Wiener Co'rrespondent eines englilchen' New Horker Blattes berichtet über diesen Vorgang Folgendes: ' llrn 11 Uhr Vormittags wurden die alten Leute' in den großen Ceremoniensaal gesührt wo sie an zwei mit sürstlichem Pomp gedeckten Tafeln Platz nahmen. Man konnte sie kaum von einander unterscheiden,' denn sie waren 'alle in gleicher Weise in lange Pilgergewänder, gekleidet und trugen alle - breite Filzhüet. ES wäre selbst schwer gewesen, d'.c Männer von den Frauen zu unterscheiden, hätten nicht einige, der ersteren lange, aus die Brust herabwallende Bärte getragen. Als diese.. seltsamen Gäste der Hosburg im Saale Platz genommen hatten, stellten sich die höheren Hofbeamten an den Seiten des Saales sauf und der Ceremonienmeister gab daöZeichen, daß ihre. Majestäten unter VortrUi der Geistlichkeit imi.Begriffe seien, in! den Saal einzutreten. ; Der Kronprinj und die in Wien anwesenden Erzherzöge begleiteten'den Kaiser und die Kronprinzefsin und die Erzherzoginnen die Kaiserin.' . - ' :. Die letztere ist trotz ihrer sechSundvlerzig Sommer noch eine sehr stattliche, angenehme Erscheinung, ein Beweis, daß Fuchsjagden nicht nur für die Gesundhat, sondern auch für die Schönheit ein vorzügliches Präfervativmittel sein müssen.' Die Kaiserin ist in der That eins fürstliche Erscheinung. Sie trug' eine schwarze Robe nebst 'einem langen schwarzen Schleier und aus der Brust ein mit Diamanten besetztes Ordens kreuz.' Dem 'Kaiser und der :' Kaiserin folgten Schloßbeamte und Pagen, welche Speisen trugen, die von ihnen den höch sten Herrschaften überreicht und von diesen auf die beiden Taseln gesetzt wurden. an welchen die alten Leute bereits Plah genommen ' hatten. Es : machte einen seltsamen Eindrück, den Kaiser in seiner glänzenden Feldmarschallsuniform und die nasestätische schöne Kaiserin ihr'e alten Gäsle'. bedienen ' zu sehen! Der Erzherzog 'räumte nach dem Mahle die Taseln -ab," und nachdenr. dieß geschehen war, begann die - eigentliche Ceremonie. Der Kaiser 'wusch den 'alten'MZnnerfl die Füße 'und d!e 'Kaiserin' denaltev Frauen, wobti'ste niederknieten:' 'und etwas, Wasser" aufdie- Füße -sprengten', während - die Hosmarschälle eine goldene Wasserkanne.. und zwei Pagen eine golden. Waschschale 'Und gestickte. Hand iücher trugen, 'mit welche letzteren die Füße nach der Waschung abgerieben, das heißt, nur' ga'uz selcht, berührt wurden. Während, dies' geschah, las ein Geist sicher . daS, dreizehnte, Capitel des Evangelüm Jyhannis. in.lätesnischer Spräche vor. Dann'' wurde'ein 'goldener Präsentirteller .hereingebracht,' uus welchem vierundzwanzig'. je dreißig Gulden ent haltende-: Beutel .'lagen ' ' Jedem: der zwölf Greise undijeder der' zwölf. Greisinnen wurde einer jenerBeutel um den Hals gehängt, worauf ftf in derselben Ordnung, in welcher sie eingetreten waren, den Saal verließen. Es ist noch zu bemerken, daß Niemand dieser Ceremonie

zum zweiten Male beiwohnen darf. Der älteste der am diesjährigen Chaisceitag zur Fußwaschung- zugelassenen Männer, zählte neunundneunzig und die jüngste achtundachtzig' Jahre. Die Frauen standen ungefähr in demselben Alter. Diese alten Leute sind in der Negel Bewohner der Vorstädte Wien's, und werden nachBcendigung der Ceremonie in prächtigen' kaiserlichen Magen nach ihren Wohnungen zurückgebracht.

Die Phantom (5Ui?". . Laut einer vorläufig nur kurzen Notiz in der North American Neview" hat der zurLeit auf einer Forschungsreise in Guatemala sich aufhaltende Ethnograph Charcy eine noch von den unvermischten Nachkommen der alten Candonen und Lacandonen bewohnte Stadt entdeckt und dieser den in der Ueberschrist angegebenen Namen beigelegt. Der Bericht über diese Entdeckung ist unterwegs. ' Eine uralte bewohnte Stadt wird schon seit länger als 40 Jahren in Guatemala vermuthet. Um . diese Zeit durchforschte der bekannte amerikanische Reisende John L. Stephens die Stadt Santa Cruz de Quiche in Guatemala und deren Umgebungen und erfuhr, dort von den Eingeborenen, daß mitten in der Sierra de Guerra im Nordwesten von Guatemala eine Stadt von 'den Nachkömmlingen der . Lacandonen , bewohnt werde, daß diese Leute seit . der Zeit dex Spanier unter Cortez und durch das Benehmen der Spanier hierzu veranlaßt,, ihreUnabhängigkeit bewahrt und noch nie einem gremden den Zutritt in ihr Gebiet gestattet hätten. Ein Geistlicher in Santä Cruz de Quiche verstcherte Stephens, daß er, als. junger Mann in der Stadt Chajul lebend, einen 12,000 Fuß hohen Berggipfel erklommen, dort eine ungeheure. sich bis Bucatan und zum Golfe von Mexico erstreckende Hochebene vor. sich ausgebreitet und in weiter Entfernung eine große Stadt gesehen habe. Die weißen Thürme dcr Stadt sah ich ganz deutlich im Strahle der Sonne glänzen." Ste phens selbst gelang es trotz mehrfacher Versuche, in Folge des Umstandes, daß die Berggipfel dort meist von dichten Dunsthüllen umgeben sind, niemals, von der bezeichneten'Höhe aus einen Blick aus die Stadt zu wersen und so wurde der Bericht von der Existenz einer großen und bewohnten Stadt nach und nach zu den Sagen, zu den Phantomen gerechnet. ....... Stephens sac, ohne eine bewaffnete Macht von mindestens 500 Mann würde es nicht möglich sein, in das Gebiet und die Stadt der Lacandonen einzudringen. Charney hat nun diese Stadt entdeckt, .Phantom City" getaust und wir wnnen in seinem Berichte die intereffante sten Nachrichten erwarten. Sollte die Stadt selbst zur Zeit nicht mehr bewohnt sein., so ist sie nicht früher als zu Cortez Zeiten von den Indianern verlaffen worden, und. dann müssen irgendwo in den schwer zugänglichen Gebirgsgegenden der Sierra noch Nachkommen leben, die Auskunft über jene Städte, deren Ueberblcibsel so zahlreich gefunden wurden zu geben im Stande sind. Ueber daS Alter der Städte, von i dencn ihre Ruinen erzählen, werden die differirendsten Conjektunn.- anfgestellt. Le Plon geon ist überzeugt, daß diese Städte mindestens 17,000 Jahre alt seien, der französische. Forscher Brasseur de Bourbixa leat denselben ein viel höheres Alter bei, als das'Jahr, in 'welches Petam. " V T" r JtL et -v' vlus uno Ulyer vie rqaung oer Welt, resp, die Sintfluth,' datiren, 3984 V; Chr. für erstere nach PetaviuS während' Charey suS seinen srühren Untersuchungen der Stadt'Ruinen. den Schluß zieht, daß die Städte zum Theil nicht früher als - im 11. . Jahrhundert nach Chr. gegründet seien. ? So In lande. - Die Familien zweier tn Puedlo, Cal.. vor Kurzem dortselbst gelynchte? Viehdiebe., haben - das County wegen ihren Ernährern nicht gewährten Rechtsschutzes auf 50,000 Schadenersatz verklagt. . ' Ein merkwürdiger Fall wird aus Cuthbert,, .Ga.,. berichtet. Während des Tornado's, der kürzlich über das Städtchen dahin zog, wurde das HauS des Richters Knowles bedeutend beschä? digt und ein im Hose stehendes offenes Faß, in dem eine Henne ihr Nest .hatte ,nno mit dem Ausbrüten einer Anzahl Eier beschäftigt war, s würde -von. dem Sturme emporgehoben, über das ' Hau, weggeführt, und in; dem ' Gehöft tmik NachvarS niedergesetzt. ' 'Als Knowles nach dem Sturme' erfahren hattewo das Faß sich befand und dasselbe nach seinem Hofe zurückbrachte, fand er. die Henne noch ruhig auf denEiern sitzen und am nächsten Tage schlüpften einige Küch ein .aus den Eiern. iz:. ..... .: ' M enschenschinder e i. I n Louisiana werden, und zwar strikt gegen die StaatSgesetze, die Strafgefangenen der Zuchthäuser, mit verschiedenen. Arbetten ' deschästlgt. ' Dieser Tage entf sprangen aus einem Lager in der Näht von Minden ein weißer und ein farbiger Sträfling.' ' Dieselben ' wurden einge? fangen, in' das Lager zurückgebracht und der Weiße wurde an einen Pfahl gebun den und mit der neünschwänzigen Katze so unmenschlich bearbeitet, : daß sein Rücken den.Anblick einer zuckenden Masse rohen Fleisches bot. .Dp ZZarbige mußte Zeuge des Strafakte? sein und schnitt sich, um gleicher Tortur zu entgehen, mit einem Rasirmesser den Hals ab. 'Dieser Umstand' hat - den Distriktsanwalt beß Pärish Bossier- veranlaßt,- eine ' Untersuchüng einzuleiten,' zu welcher die an sich gar : nicht. , ungewöhnliche Bestrafung sonst nicht geführt haben würde.': Die Beschäftigung der Sträflinge - außerhalb der Zuchthäuser., ist, iu Louisiana. eine. offeneZuwlderhändlung gegen dieStacjts gesetzt 'die dort kürnäch . dem'Kriege durch daS militärische 'Oberkommando angeordnet und seither beibehalten wurde. Ein unverschämter Kerl stellte sich dieser Tage in dem Hotel des

chinesischen Gesandten in Washingtoi. ein und bat den Gesandten um die Er laubniß, 'ihm am nächsten Abend einige Freunde vorstellen zu dürfen. Der Chinese war überrascht, aber seine orientalische Höflichkeit veranlaßte ihn, die Bitte zu genehmigen. Am nächsten Abend brachte der vornehme Bummler gegen 40 Amerikaner, meist Frauenzimmer, in das Hotel; der Gesandte unterhielt sich durch seinen Dolmetscher mit dcr zudringlichen Gesellschaft, ließ Erflischungen serviren und sich von seinen ungebetenen Gästen angaffen, so lange diese wollten. Die Frau des Gesandten zeigte

sich, chinesischer Siite gemäß, der Gesellschaft nicht. DaS ist der Tact eines großen Theils ..der guten Gesellschaft" in der Bundeshauptstadt. Der Bericht aus London über die Hinrichtung des Dr. Lamson im Gegensatze zu Sindram's Abwürgung veranlaßt New Vorker Blätter, die Anstellung eines Scharsrichters für den Staat New Jork zu empfehlen. In New Vork haben allerdings ungeschickte Hinrichtungen so oft die Indignation des Publikums erregt, daß eö nothwendig erscheint, , diesen Uaurig?n , Theil der Rechtspflege nicht länger dem größeren oder geringeren Ungeschick eines Sheriffs oderDeputy-Sheriffs zu überlasten So lange die Todesstrafe in unserem Lande noch als unentbehrlich angesehen wird und vielleicht angesehen werden muß, hat der Staat die .Verpflichtung, darauf zu sehen,' daß den Delinquenten kein größe reö Strafübel zugefügt wird, als auf welches das Gericht erkannt hat. Auch ein Scharfrichter- muß fein Geschäft verstehen, wie dies z. B. bei dem Nachrichter Marwood in London der Fall ist, der sich durch wenigstens einige Kenntniß der Anatomie und durch die Praxis eine solche Geschicklichkeit im Hängen erworben hat. daß Londoner, Blätter im Scherze versicherndes müffe ordentlich Spaß machen, von. seiner Hand zu sterben. Die Mittel der Einwänderungskommission sind , erschöpft, und wenn i der Congreß .nicht sofort Schritte in der Sache thut, so wild die unterbrochene Wirksamkeit der Einwänderungsbehörde sich schnell in allen Staaten bemerkbar machen, in welche sich der Strom der Einwanderung verbreitet. Die Ei n führ un g des New ZZorker Strafgesetzbuches ist bis zum 1. December verschoben worden. Es ist dies auf Anregung der Advokaten geschehen, um diesen noch weitere Gelegenheit zu geben, sich mit dem Gesetze vertraut zu machen. Dieselben hattten seither Zeit genug hierzu, sie sehen aber ein, daß das Gesetz dem Hinausziehen der Prozesse doch in vieler Beziehung einen Riegel vorschiebt, und aus diesemGrunde suchen sie seine . Einführung hinauszuschieben. Die dümmste Bestimmung im neuen Strafgesetzbuche, das im Allgemeine ein wesentlicher Fortschritt zum Bessern ist, ist. diejenige, welche den Selbstmordversuch mit Strafe bedroht. In San Francisco besteht ein Bureau, welches den Austausch von Zimmer-Einrichtungen vermittelt. Hat sich, zum Beispiel Frau White an ihren Par!or-Möb:ln, Teppichen und Bildern rla.tt 'gesehen,' so vermittelt das Bureau den' Austausch derselben gegen andere, ohne daß hierdurch wesentliche Kosten entstehen. Natürlich .erfordert das Geschäft . außerordentliche Diskretion und Keuntniß der Familienverhältnisje, denn sonst könnte z. B. das entsetzliche Un glück geschehen daß Besucher der Frau White sich nach dem Verlassen des Hau seö in die Ohren flüstern: Um GozteS, willen, White's haben die Black'schen Nödeln!" Das Weiber.Austauschen,' ist eine alte Geschichte in unserem Lande, nun. kommt .das Möbeln-Austaushkn. md schließlich tauschen wir uns selber aus. Die . meisten Mitglieder unserer ! Geldaristokratie würden bei dem letzteren Ttr. ? i. V' ? ,' . r . xperlmenie weoer im opje, nva) 171 Herzen einen wesentlichen Untersch!kd wahrnehmen? sie beschäftigt dcr D 5 klar so ausschließlich, daß er ihre gesalm Individualität ausmacht. D e r G u i t e a u - P r o z e ß hat jetzt auch eine Hochzeit zur Folge gehabt, obgleich des Verurtheilten Hochzeit mit dS , Seilers. Töchtcrlein erst später stallsindet. Bekanntlich befand sich unter den' Zeugen jenes. .Prozcffcs n:ch ein gewisser Dr. Rice aus Wisconsin.' Derselbe wurhe von seiner Tochter' nach Washington begleitet, und diese junge Dame nahm, wie viele andere ihres Geschlechtes ein so reges Interesse an dem Prozeffe,' daß sie allen Gerichtssitzuttgen . beiwohnte. Dahei - lernte sie eine? wohlhabenden jungen Washing toner Namens Fred Corvin kennen und' lieben, ünd'dieser Tage sind die Beiden in die Eh'esesseln geschlagen worden. ; : D e r ü b e r N .e Bor k gehende Export von Schlachtvieh nach Eurova beties sich in dem letzten Jahre auf 37,, 806 Stück Rindvieh im Werthe von $3,! 690.303, , sowie auf 26,733 Schafe im Wcrthvon 314,327'. Der Export xti schen Fleisches umfaßte 57.436.988 Pfd Rindfleisch im. Werthe von $3,426.040 und 1,463.831 Pfund Hammelfleisch im Werthe von $114,148. eiM SWl?SeMarkt f NobleSt Meine Halle ift jetzt eine der schönsten in dn Stadt und bin imStand gesetzt, ffe für Conc. rte. välle, Unterh aUungcn und sür Bereinszkecke bestens zu empschten. , ' Die besten .lSctrZnke und Cisarcen snd fiel an Hand.' , Ph. Reichlvein. ' Eiientbümer. ' räDQpnfänE may 1)0 sound on Koweix Sa Co's ti uto. tr. Newspapcr Aävertislng Bureau 10 Sprnco Streeu.wiiero aurcr M vorn tisinz coutracta uiay bo loada ior jt ia

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Halle

Vom Auslande. F:au v. Balzac. Die Witiwe drs großen französischen Romanschriftstellers ist am lO.April in Paris in dem in der Rue Balzac gelegenen Hotel, welches sie seit dem Tode ihres Gattei, bewohnte, gestorben. Frau v. Balzcc war eine geborene Russin auS dcr Jamilie Rzewuski, und ihre noch lcl-cnde Schwester ist an den französischen Dichter Jules Lacroix verheirathet. Si: selbst war in erster Ehe die Gattin eines Herrn v. HauZka Balzac hatte Frau Eveline v. Hauska auf seiner Reise durch Rußland kennen gelernt; sie empfing den gefeierten Schriftsteller auf ihrcmSchlosse Wicrschowina bei Berditschcw und vermählte sich mit ihm am 15. März 1850 in Berditschew. Mit Hülfe ihres aro-

ben Vermöges konnte Frau v. Balzac dem so lange von Geldnöthen verfolgten Meister de!' modernen Romanes endlich eine sorgenfreie und seinen Neigungen zu Luxus aller Art entsprechende Lage bereiten, deren er aber nur wenige Monate genoß, da er bekanntlich schon am 18. August 1850 gestorben ist. Frau v. Balzac lebte seither mit ihremSchmiegersohne, dem kürzlich verstorbenen Grasen Mniszek, in dem Hotel, welches sie für ihren Gatten mit dem größten Auf. wände eingerichtet . hatte, in tiefster Zurückgezogenheit. Das Arbeitscabinet desselben blieb pietätvoll erhalten, genau' wie er es verlaffen hatte; noch sieht man darin die weiße DominicanerKutte mit goldener Kette und goldener Scheere, deren sich Balzac als Hausgewand zu bedienen liebte. In der nächsten Umgebung des russischen Kaiserpaares ist man wegen der Krönung sehr besorgt; besonders ist dies seit einem Bericht der Fall, den der General'Gouverneur von Moskau, Fürst Dolgorukoff. bei seiner letzten Anwesenheit in St. Petersburg adgestattet hat. Der Fürst äußert sich in diesem Berichte dahin, daß er, nach allen Erkundigungen, die er eingezogen, nach Allem, was ihm aus verschiedenenÄegen zugegangen, jede Verantwortlichkeit sür etwaige Ereignisse ablehnen müsse und nur rathen könne, die Krönung auf besfere, ruhigere Zeiten zu verschieben. Die Kaiserin, deren Einfluß hauptsächlich die letzte Begnadigung von 9 zum Tode verurtheilten nihilistischen Verbrechern zu verdanken ist, soll durch die Ermordung des Generals Strelnikoff sehr ergriffen worden sein, wozu wohl auch der Zustand, in welchem dieselbe sich augenblick lich befindet, viel beiträgt. DaS Kaiserpaar und die demselben zunächst verwandten Mitglieder der kaiserlichen Familie sind unzufrieden mit demVerhalten der Fürstin Juriewskoja Dolgorukoff, der Wittwe Alexander's II., welche ihre Trauer jetzt noch immer aus das Ostentativste zur Schau trägt, noch immer, obwohl der Kaiser sich nicht mehr der T?auerwagen bedient, in einem ganz mit schwarzem Tuch ausgeschlagenen und außen bekleideten Coupe fährt, noch täglich in der Festungskirche Seelenmesse abhalten läßt u. s. w. In letzter Zeit hat die Fürstin auch häusige Besuche in Gatschina gemacht, ja sogar einmal ihre Kinder mitgebracht, damit diese mit denen des Kaisers spielen sollten. Man hat sie in höflicher Form ersucht, solches künstig zu unterlassen. In Madrid hab e n die Stiergefechte ihren Ansang genommen, aber nicht mit glücklicher Vorbedeutung. Am 10. April wurde der Matador Carancha gefährlich verwundet und am anderen Tage siel ein anderer Torrero, der Liebling des Publikums, Angel Pastor, dem grausamen Sport zum Opfer. Der Stier warf ihn erst nieder und beim zweiten Angriffe durchbohrte er ihm die Seite. Pastor wurde sterbend weggetragen. Man nahm den Vorfall aber nur als ungewöhnliche Episode und ließ sich in dem weiteren Genuß des Vergnügens nicht stören. Schon seit mehreren Tagen laufen Gerüchte durch die Presse'! doß Graf Jgnatieff q'j Minister des Innern entweder dur Lodanow, oder durch Graf Adlerberg ersetzt werden soll. Nach der .Morning Post" war Lodanom von London nach Petersburg berufen. Man rehauptet, die Stellung Jgnatieffs sei durch die Ermordung StrelinkowS, die Aussindung von elf Tynamitgängen aus der Eisenbahnlinie PzteröbnrgM"skau.u. i w. erschüttert; dcr Gras habe seinen Ruf als N:bilistcndändiger cint.cbiifjt ; Die Panil misten seien aus der ganzen .nie geschlagen, der moskomilische Rl"i habe nichl mehr den srü heren Ekkisl ß aus den Cz.iren. Wie vorsichtig man all diese Nachrichten, die durch die i!ut schwirren, aufzunehmen hat, zeigt der Umstand, daß man in einem Äldem versichert, die Stellung Jgnaticssö sei erschütter!, und dcr Grus solle als Botschafter nach Pari gehen, indem Orlow' an Lidnows Stelle in London treten solle. Der Vater der Lüae- in Paris ! Man wird der Well doch .nicht zumuthen, das als ein Frie denszeichcn, als eine Niederlage der Panjlawistcn auszusaffen. Mu ster-Theater. DerAuZ. schuß der allgemeinen deutschen Ausstet lung aus dem Gebiete der Hygiene und des Rettungswesens schreibt eine allgemeine Eoncurrenz zur Erlangung von Plänen sür ein Mustertheater aus, süc welche 8000 Mark zur Prämiirung der besten Lösungen ausgesetzt sind. Jud entause a m E h a rs a m p a g. Es ist ein uralter Gebrauch im Vatican, daß alljährlich am Eharsamstag bei der Einsegnung des Weihwaffers in der Laterankirche einJude und eine Jüdin die Taufe empfangen, wobei stets Mitglieder der römischen Aristokratie als Pathen sungiren.' Heuer hatte -sich zum Uebertritt zum Christenthum ein armer jüdischer Kausmanir mit seinem Weibe und seinen drei Kindern gemeldet und wurde daher der Act dieSmal' in besonders feierlicher Weise vollzogen. Die Laterankirche war schon zeitlich Morgen vollgepfropft, und waren auch viele Damen anwesend.