Indiana Tribüne, Volume 4, Number 230, Indianapolis, Marion County, 2 May 1882 — Page 2
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FSgliche- und Sonutagsansgaöe. Offfcc: Z2S. Delaivarc Str. Kvterel as second-chiss inat.tor at the iostoffice at Indianapolis, Indlana.) Abonnements-Preise : Tägliche Ausgabe 12 Gtt. pttöoche. SonntagSauSgabe-. 5 EtS. PerZInminer. Leide zusammen 15 Et,. Per Woche. CST" Das Tagölatt erfÄ5int jeden Nachmit. tca um 1)4, Uhr. Zlt Coun;agSauSgab? erscheint des'Msrgens. Tribune PnMishing Company. Indianapolis, Ind., 2. Mai 1632.' Ter Z?!ing Theater.Prozeö Durch die AnttaJeschrist de? Staats auwaltes wird der Wiener Polizeirath Landsteiner am meisten incriminirt. Nach Begründung der gegen Landsteiner erhobenen Vorwürfe wendet sich die Anttogeschrist zur Beleuchtung der Thätigkeit der Feuerwehr, speziell der Wiener Central Feuerwehr und ihrer beiden Leiter, der Angeklagten Wilhelm und Herr.', Die Staatsanwaltschaft bemüht sich, nachzuweisen, daß die beiden genannten Beamten nicht nur zur Rettung Nichts beigetragen, sondern sogar dritte Personen hieran gehindert haben. Bit haben," wird gesagt, sich mit im zureichendem Material auf den Brand platz begeben, ohne den sofortigen Nachjchub aller zu Gebote stehenden HülfsMittel zu veranlassen ; am Brandplatz eingetroffen, haben sie es unterlassen, sich sofort Gewißheit darüber zu verschaffen, ob noch Menschen der Rettung aus dem brennenden-Hause bedurften; mit dem ersten zur Verfügung stehenden Mate riale haben sie eine solche Aktion ringeleitet, welche nur auf die Dämpfung des Brandes, keineswegs aber auf die Ret tung von Menschenleben angelegt war, nach Anlangen von Rettungswerkzeu gen eine Anwendung in ganz auffälliger und unverantwortlicher Weise verzögert und mit denselben eine entsprechende Hülfsaktion nicht eingeleitet, den Lösch.train von Alsergrund, welcher zur Zeit eintraf, wo mit demselben noch eine Aktion über die Nothstiege von der Heßgasse aus bewerkstelligt werden konnte, durch gegentheiligen Besehl dieser VerWendung entzogen und zum Schutze des Nachbarhauses dirigirte. Was zur Begründung dieser Anklagen gesagt wird, ist nicht so klar und überzeugend, wie die gegen Landsieiner erho denen Vorwürfe. Zur Charakterisi rung der Aktion, der Feuerwehr", heißt es in der Motivirung, kann im Allgecrinen die Behauptung aufgestellt wer dm, daß dieselbe wohl zur Dämpfung de6 Feuers und Sicherung der Nachbargebäude, keineswegs aber zur Rettung der Menschen im Innern des brennenden Hauses angelegt war. Die leitenden Personen waren sich der Größe der ihnen obliegenden Aufgaben nicht bewußt; es kam ihnen nicht zum Bewußtsein, daß ihre Aufgabe mit Löschung und Lokalisirung des Brandes nicht erschöpft sei." Diese Worte sind gewiß vollkommen be gründet. Nicht minder wird man dem Schlußwort der Anklageschrist beipflichten, welches besagt: Kann man das Hinabführen einzelner Personen über die Parquetstiege, die Hinweisung Einzelner aus einen Ausgang, worauf sich allein die Thätigkeit mehrerer Wachorgane beschränkte, die Aufnahme herabspaingen der Personen in das Sprungtuch und die Beförderung Einzelner über die Leiter Seitens der Feuerwehr nicht schon für sich als ein höchst verdienstliches Ret tungswerk bezeichnen, dann erübrigt wohl nichts Anderes, als an Stelle der verhangyißvollen Worte Alles ist gerettet!" den viel richtigeren, wenngleich beschämenden Satz zu setzen: Außer jenen Personen, welche bei der Katastrophe am 8. Dezember so glücklich waren, sich selbst zu retten, wurde durch die Thätigkeit der Sicherheitsorgone und der Löschmannschast Niemand gerettet." Hätten Wilhelm und Herr sofort bei ihrer Ankunst auf der Brandstätte Rettungversuche gemacht, dann wären vielleicht noch an hundert Personen zu reU ten gewesen ; ' aber ob sie, weil sie dies unterließen, strafgerichtlich verurtheilt werden können, das ist nach derAnllage schrist sehr fraglich. Beide glaubten dem verhängnißvollen Wort, daß Alles gerettet sei; das ist ihre Hauptschuld. Sie unterließen es deshalb, sofort zum Rettungsverle zu schreiten. Daß Beide im guten Glauben handelten, gibt auch die Anklageschrist indirekt zu, indem sie sagt: Wie Wilhelm und Herr sich ihrer Pflicht, sich sofort durch eigene Anschauung Klarheit zu schaffen, erledigten, erhellt daraus, daß Wilhelm erst. dann in dem Innern des Theaters zu sehen war, als ihm die Nachricht von der Auspndung der ersten Leichen zukam und daß Herr von der Schubleiter aus über den Balkon erst dann vordrang, als ihm bereits Skiabal, der sich allein vom Portale aus durchgekämpft hatte, die Mittheilung brachte, daß er auf der Stiege zur zweiten Gallerie die ersten Leichen gesunden habe." Entsetzlicher Spaß. Aus dem Gute des Grasen K. beiLemberssliegt solgendeProbe eines echt polnischen .Spaßes" vor: Auf dem Gute des Grafen K. starb ein armer Bauer eines plötzlichen Todes. Der griechischkatho Uscke Pfarrer, selbst arm wie eine Kir chenmaus, weigerte sich, denselben zu begraben, da die Wltlwe die Stolgebuh ren nicht bezahlen konnte. Die Bäuerin verklagte den Pfarrer beim Grafen. Der 1I.2nat entbot den Pfarrer zu sich. ?:,Dhür erklärte, daß in dem Falle eines -plötzlichen Todes die amtliche Erlaubniß zur Beerdigung eingeholt werden müsse und er die schriftliche Eingabe bereits gemackt habe. Faxen !" rief der Graf.
Wirst Du ihn begraben? Ja oder nein '."Das Gesetz verbietet es mir," sagte derGeistliche. Nochmals, ja oder nein ?" 3ch muß nein sagen." Dann geh', es ist gut." Der Graf erklärte hierauf, er werde den Pfarrer beerdigen, ohne die Stolgebühren in Anspruch zu nehmen, ließ auf dem Friedhos ein Grab machen, einen Sarg zimmern. denGeistlichen hineinlegen und den Deckel schließen. Während der Kirchendiener mit dem Kreuz und der Gras mit der Stola und dem Weihwedel vorangingen, folgte die Dienerschaft und die ganzeGcmeinde, neugierig aus das Ende dieses echt polNischen Spaßes. Auf dem Friedhofe angelangt, vollzog der Graf die Einfeg nung, ließ' den Sarg sammt dem bereits mehr todten als lebendigen Geistlichen in das Grab senken und dieses schließen. Als der Sarg wieder hervorgeholt und geöffnet wurde, fand man den armen Psarrer ohnmächtig. In Folge der ausgestandenen Angst starb er kurze Zeit danach wirklich und hinterließ eine arme Wittwe und mehrere unglücklicheWaisen. Der Graf wurde , zu einer namhaften Geldstrafe veruttheilt, über die er ftch einfach lustig maüte . . Taö letzte Wort. Wenn wir uns die Thatsache in das Gedächtniß zurückrufen,daß in dem freie sten Lande Europa's", in England, bis zum Jahre 1837 das Gesetz bestand, daß die eines Capitalverbrechens Angeklagten keinen Vertheidiger hatten und haben durften, so können wir kaum mehr safsen und begreifen, wie eine derartige Unge rcchtigkeit, ein derartiger juristischer Wahnsinn noch zu einer Zeit nicht bloß aus dem Papiere stehen, sondern consequcnt durchgeführt werden konnte, da über 40 Jahre zuvor das französische Schwurgerichts-Verfahren in dieser Be ziehung einen wesentlichen Fortschritt verzeichnet und das in anderen Beziehungen bessere, consequentere und gerechtere System der englischen Jury verbessert hatte. Einen in ähnlicher Weise unbegreislichen Uebelstand sinden wir in allen un seren Staaten noch in der Bestimmung des StrafprozesseS,daß in allen Schwur-gerichtS-Verhandlungen der öffentliche Ankläger das letzte Wort vor dem Resume, resp, der Instruktion des Richters an die Geschworenen hat. Wer . selbst nur wenigen Strafprozessen in unserem Lande mit Aufmerksamkeit gefolgt ist, weiß daß die Schlußrede des Staätsan waltS gar häusig einen machtigeren Eindruck auf die Geschworenen macht, ' als alle Beweise und Gegenbeweise, welche denselben während der Hauptverhandlung gleichsam dramatisch vorgeführt wurden. Das so intelligente amerikanische Volk ist seiner sormell elenden Gesetzgebung gegenüber, so apathisch, daß! nur selten vereinzelte Legislaturen den schüchternen Versuch machen, über einzclne Theile des Rechtsgebietes den Erlaß übersichtlicher Gesetze in ungeschickter Weise zu Probiren ; die spärlichen Körnlein gesetzgeberischer Weisheit, die hierbei zu Tage kommen, werden vorsichtig in einem Schwalle schwerverständlicher Curialsprache vergraben. Niemand rüttelt in den Hallen unserer Gesetzgeber an dem sckmackvollen Äu-
stände unserer Gesegebungen und doch liegt m iym em Hauptgrund, unserer Corruption ; Sinn für Gesetzlichkeit kann man nicht von einem Volke erwarten. innerhalb dessen es eines Menschenlebens voll harter Vttbeu bedarf, emen oberflächlichen Einblick in das verstreute und verworrene Material seiner Gesetzgebung zu erhalten. In Frankreich und Deutschland existiren seit Jahren Gesetzbücher in denen der Laie leicht die gesetzlichen Bestimmungen,, auf die eö ihm ankommt nnoen und versteyen rann; dort besteht seit Jahren der Grundsatz, daß in Anklaaesachen dem Anaeklaaten oder defficn Vertheidiger unter allen Umständen daS letzte Wort gebührt. Während man hier, angeblich aus Humanitätsrückstchten, mit dem amerikanischen Schwindel der Wahnsinnstheorie den gröbsten Unsug treibt, laßt man auf der. anderen tociu den barbarischen Mißbrauch, der dem Ankläger das lekte Wort aiebt.' ruhig fortbestehen. Es ist b?ss:r, tausend schuldige freizusprechen, als emen einzigen Unschuldigen zu verurtheilen, ist ein Grundsatz, der nickt der Gefübls duselei entstammt, sondern die selbstverstandllche Forderung der Gerechtigkeit, aber durch nichts wurde dieser Forderung so ost zuwidergehandelt, als durck die gesetzliche Bestimmung, daß im StrafProzesse der Ankläger das letzte Wort hat. - : .' Endlich ledoch können wir einen 5?ortschritt zum Besseren auch in dieser Beziehuna verzeichnen. In der Leaislatur des Staates New Z)ork wurde .dieser Tage ein GeseKvorsckläa einaebrackt! nach welchem die seit einem' Jahres zu Recht bestehende Strasproceß-Ordvung dahin amendirt werden soll, - daß bei der Verhandlung über Verbrecben. die mit Todes- 'oder -lebenslänglicher Zuchthausflrafe in Thesi bedroht sind,, der öffentliche Ankläger daS Plaidoyer-zu beginnen, der .Angeklagte oder, dessen Vertheidiger dasselbe zu schließen hat.' Wir können nicht recht einsehen, wärum das Amendement diese Bestimmung auf die angegebene Eategorie von Verbrechen beschränkt, werden aber trotzdem die Annahme des Antrags als einen wichtigen Fortschritt begrüßen. . Ter Indianer - Krieg' in rizona. Wiederum füllen lange Berichte über sv v ri r. . ' ' AnolanerGrauet oic elegrapyen pal ten der Zeitungen, und wiederum, sind von den Weißen gegen die Indianer be gan'gene Ungerechtigkeiten'die ersten' Ur jachen dieser Gräuel. Der Wa hingto ner Correspondent eines englischen Wechselblattes berichtet darüber Folgen des: Vor etwa einem Jahre wurden aus der San Carlos oder White Mountain Reservation in Arizonas auf der sich 4i 8 Apachen und Chlricahuas befan den, ausgedehnte Kohlenlager entdeckt.
Vte Kohlen sind in jener yolzarmen Ge gend besonders werthvol!,' und so dau
erte es denn auch nicht lange bis Grubenarbeiter und Prospektoren sich dort in großer Anzahl einfanden.. Darüber waren jedoch die Indianer sehr erbittert, und es mußten energische Maßregeln ge troffen werden, um die Eindringlinge von der Reservation zu vertreiben und von derselben fern zu halten. E wurden wiederholt Gesuche eingereicht, die Kohlendiflrikte von dem übrigen Gebiet der Reservation zu trennen 'und ferner erbot, man. sich,. die Kohlendlstrlkte gegen andere an die Reservation grenzende Ländereitneinzutauschen. Schließlich sah sich der Agent der Reservation veranlaßt, die Indianer zusammcnzuberüfen und Im Namen der selben einen Contrakt abzuschließen, nach welchem' ein Mann eine auf fünfzig Jahre laulenoe Lease" aus alle.Kohlenund sonstige Mlneral-Ländereten in der Reservation erhlelt. Dieser Contrakt wurde jedoch von dr' zuständigen Behörde in Washington ohne Weiteres für null und nichtig erklart, .was zurFolge hatte,' daß man die Versetzung der Indianer nach einer anderen Gegend in Vorschlag brachte, wovon die zunächst davon Betroffenen, die Rothhäute, jedoch nichts wissen wollten. Das Areal der ,n Frage stehenden Reservation ist im Laufe der letzten zehn Jahre bereits fünfmal verkleinert worden, so daß 's zurZett nur noch 2)0,000 Acres. umfaßt,, aus welchen, wie schon gesagt, 4,578 Indianer hausen welche.jich zur Zeit auf dem Kriegspfade befinden und. die. seitens der Weißen an ihnen be gangenen Ungerechtigkeiten durchGräuel thaten aller Art 'zu rächen und dir Be hörden von dem Pläne, sie nach dem Jndianergebiete zu ' versetzen, abzubringen suchen. 1 Sie hatten schon vorher die Erklärung, abgegeben, dan, wahrend die Frauen, Kinder und. Greise allerdings mit Gewalt nach dem Jndianer-Gedlet gebracht werden könnten, die. rüstige Mannschaft memals die White Moun tain-Reservation ledendig verlassen würde. Der- Indianer - Commissär - in Washington halt es unter den gegenwärtigen Umständen für das Zweckmäßigsie. daß dem Höchsttietenden eine Lease" aus :bic Kohlen- und sonstigen Mineral-Ländereien aus der Reservation gewährt und daß das dadurch erzielte Geld zum Unterhalte der hier in, Frage kommenden Indianer, welcher $30O,()()O pro Jahr kostet mitverwandt werde. Wie eS heißt wurden sich viele der In dianer bereit sinden lagen, in den Kohlengruben zü arbeiten, wie lange, das ist sreilich eine andere Frage. - ; 5!aH Jrkntök. Die Reife Jackson'S von Orenburg nach Jrkutsk bot wieder des Interessanten viel; wir lassen den Correspondenten des herald" : erzählen, indem . wir seine Mittheilungen unseren Raumver Hältnissen anpassen: Nicht undurchdringliche Schneemassen, nicht die vor Hunger tollen Wölfe, nicht die bittere Kälte fürchte ich so sehr, als lange Steppenstrecken , ohne Schnee 7. sie verzögern das Weiterkommen rn uner träglicher Weise und jede Stunde Verzögcrung l eine Qual und Pem sur etncn Mann,' der sich sagen muß, daß vielleicht von Stunden femer früheren oder späteren Ankunft in dem LenaDistrikte das Leben der. muthigen Man ner abhängt, denen. er zu Hilfe will. Schon vor dem Städtchen Kras.noyarSk bekam ich einen Vorgeschmack dieser Tortur. Hier kam ich gegen. Abend an und beorderte frische . neue. Pserde für Abend? 7 Uhr.' Der Pölizelmeister suchte mich auf und theilte mir mit, auf dem Wee, den ich soeben zurückgelegt feien TagS zuvor bloß 20 Werste vor der Stadt zwei neaenoe, zerfchnmsne und kopflose männliche Leichname auf gefunden worden: 'man .habe .in der Stadt gefürchtet, dieselben seien der nrnNige uno oer meines Vea.ikll.ers. ' . ? , . . c-; t ' ' 1 Der' Mann rieth 'mir ;me Reife erst nach Sonnenaufgang fortzusetzen. - Ich und mein Dolmetscher fürchten unS nicht, vor Räubern und -Mördern und ich blieb ber : memem ? Entschlüsse : und . Befehle. Kurze Zeit , darauf und, während ich so gut als möglich .aß, trat ein ältlicher Yemschlick Postkutsoher mit der Meloun IN mein Zimmer, Sie Virape sei so ' frei : von Schnee, - daß die nächsten neun Werste aus dem Denasei jm . . v r t ' uruageiegr iveroen mugren, uno ,ocuai sei fein Bruder von der Station nach welche ich wollte, zurückgekommen, . die Pserde desselben' seien aus ..'de)n 'Flusse eingebrochen und'' zwei seien' ertrunken Ich gab dem Alten 'einen Silberrubel und gab meine Abreise sur diesen Abend auf, da eS mir denn doch. allzu.tollkühn, erschien,- meinen .schweren-Schlitten ur Nachtzeit der unsicheren Eisdecke änzuvertrauen. -Am höchsten Morgen verrieth' mir ein jünger Z)emschlick, der alte Gauner habe mich belogen, um Mich unter allen Umständen'Don der nächtlichen Reise äbzuhaNen' -Ich versügte mich schleunigst! zum Polizeimeister und 'der psiffige' Kutscher er seinem Kameraden hatte einen. Dienst . leiste? wollen, wurde ohne Weites für drei Tage in'Z Loch gesteckt; daZ Ärrestlokol ist. nämlichem Loch im.schlimmsten Sinüe des Wortes. ' Daß ' die nächsten ' 9 Meilen ' meiner: Reise, aus .dem Flusse gemacht werden, mußten,' ist richtig dann '.wich der Lauf, des 'Flusses zu sehr vow der.Sträße ab, und wir' kehrte nach der Slraße zurück. Da lernte .ich die Schrecken einer Schlittenreise 'ohne 'Schn.'e. in: vollem -.Maße kennen, Stundenlang brachten die neun Pferde, den -Schlitten,' trotz -unseres Schiebens nur Zoll fürZöll vorwärts Endlich suhren wir wieder. .'au? glatter, Bahn über bewaldete Anhöhen floltahin und erreichten in 'fünf Tagen JrkutSk.' ' In den Slationen Kolyvan Tomsk und KomSk wechselte unsere gewöhnlichem aus Milch und Schmsrzbrod bestehende Kost mit Beefsteak, Eiern und. Thee ab. Ein schlechtesExemplar eines russischen Postmeisters ist derjenige m Tornsk. Ich
war dort gegen 12 Uhr Mittags angekommen und schickte einen Hausknecht desHotels mit meinemPasse Podorajna an den Postmeisterund ließ für 1 Uhr Pferde .bestellen. Der ,Btc kam zurück und berichtete, der Postmeister könne vor sieben Uhr keine Pferde stellen und habe den Paß zurückbehalten, da er ihn sür eine Fälschung halte. Ich war im Augenblicke in der Post, traf einen , durch den Scss fast blödsinnig gewordenen Menschen, der mir durch de.n.Dolmetfcher mittheilte, der Paß sei freilich eine Fälschung, er sei von Petersburg datirt, angeblich" von dem "Generalgouverneur Anutschin unterschrieben, dieser aber wohne inJrkutsk. Ich warf dem. Kerl mehrere Dummkops" und Esel" an den Kopf, sagte ihm, daß Anutschin zur Zeit in St. Petersburg sei und drohte mit Beschwerdesührung, wenn er mich nur eine Viertelstunde länger, als nöthig sei, aufhalte. Umgehend. erhielt ich meine Post und die verlangten Pferde. Vor JrkutSk fiel mir auf, daß die PostHäuser
neuangestrlchen und in sauberem Zu stände waren ; ich erfuhr aus Befragen, daß ein russischer General-Jnspeltor der Gefängnisse erwartet wurde. '' Unter diesem Vorwande suchte man mir mit unter die sofortige Stellung frischer Pserde zu verweigern, aber mein kaiser licherPaß schaffte auch hier immer schnelle Abhü! e. So schlecht die Postmeister meist sind..so ausgezeichnet sind immer die Postpferde. ; : ..: .. . ;. . 'Durch die die Straßen versperrenden. Thee-Carawanen bahnte mir ein glück-, licher Gedanke .den Weg. 1. Bei meiner Reise über.Paris, hatte mir ein dortiger Freund emen reich mit Silber beschlage nen..Stock, aus dessen Griff durch den Druck auf eme Feder eine Dolchklinge oeraussprang, geschenkt ; der Stock blldete eine practisme Wane rm Kampfe gegen Bären oder Wölfe. Diesen Stock ließ ich meinen Postillon aufrecht vor sich Hinhalten, und es war merkwürdig, mit welcher Hast die Kutscher der Theeschlitten ihre Gespanne auf die Seite drängten und meinen Schlitten . mit abgezo nen Kappen passiren ließen. .Die Leute hielten mich für den Czaren selber, oder doch für einen General-Gouverneur.' Bei Tomsk passirte ich eine Caravane, die aus den Bergwerken Gold im Werthe von sechs Millionen Silberrubeln beför derte. Gleich darauf erblickte ich die größte Summe von menschlichem Elend, die ich jemals in meinem Leben zusammen gesehen habe. Ein großer Trupp Verbannte? kündigte sich schon von Weitem durch Klirren der Ketten an. Strüflinge durch schwere eiserne Ketten, die über den Knieen um die Oberschenkel geschmiedet und sind nur kurze Schritte gestatten, eröffneten den entsetzlichen Zug. Dann kam eine Abtheilung Soldaten mit scharf geladcnen Gewehren und aufgepflanzten Bajonetten, dann folgten Schlitten mit Kranken und Erschöpften, alle in Ketten, und endlich Frauen, Mädchen und Knaben, die Weiber und Kinder der Verbannten, alle bleich und hohläugig, grauenhaste, Bilder menschlichen Elends und dabei vielleicht Menschen, die noch vor Monaten in glückli cher Häuslichkeit lebten. Die Aermsten wurden nach denMinen bei Trans-Beikal transpörtirt, Verbrechen "und Eelnd, aber auch " Streben nach Besserung der russischen Verhältnisse und auch deßhalb solches Elend.- .'' Von Orenburg bis nach Jrtusk habe ich 3,980 Werste d W nicht ganz'zwei Drittel englische Meilen mittels 802 Pferden zurückgelegt und hierfür inklusive Trinkgelder Theegelder 375 Rubel 12. Kopeken, oder ziemlich genau tz250 ausgegeben.. ... In JrtuLk traf ich bei Einbruch, der Dunkelheit ein. . Die .'.Stadt, der Kirchen", wie sie genannt wird, entspricht nicht den sreundlichen Vorstellungen, die ich mir, auf Grund besten, was ich vorher hörte und las. von derselben gemacht habe. 'Nun zu.Danendnuer und den anderen und donn..so schnell, als möglich weiter. ! Vom Inlandr. ' Ein entsetzliches 'Unglück ereignete sich diese? Tage in Garsield, einer neuen Annedtuna rn Bergen Co.. R.'Y. Frau 'Archibald' Wrlght' briel daselbst m ihrer Wohnung-Fett aus, als dasselbe, zufälliger Weise in Brand ge rieth. Die Frau wurde aufgeregt und lief. mit der dasFett enthaltendenPfanne auf. den Hof, um das Fett auszuschütten. Aber- ein unglücklicher Zufall wollte eS, daß' in demselben Augenblick ihr dreijährigeS Kind gerade auf die Thür zulief und die Frau diefem daS. brennende Fett in daS. Gesicht schüttete. .DaS Kind trug schreckliche Verletzungen davon, und feine beiden Äugen wurden zerstört. Es 'ist Zedoch - Hoffnung vorhanden, daß das Kind am Leben erhalten werden wird. In . e iner Versammlung ehemaliger Conföderirter, welche dieser Tage zu New '.Orleans stattfand,, er klärte Jeff. DaviS die Behauptung, die gefangenen nördlichen 'Soldaten seien Seitens der Südlichen in den Gefängnisten ' zu Andersonville ' und anderswo grausam behandelt worden, sür eineVerleumdüng. iLugleich gab er der Hoffnung Ausdruck, daß das Verhältniß zwischen dem Noeden undSüden ein unmer freundschaftlicheres, werden möge, und daß. die Epitheta welche ( man jeßt im Norden noch häufig gegen die'Südlichen anwende," bald an3 dem nördlichen Wörterbuche, verschwinden möchten." i! Co lo rado's neuer BundessenatorChillcytt,der Nachfolger Teller's, verlor im Jahre 1860 sein ganzeöEigenthum, worauf erlauf, seiner, früheren Farm als Tagelöhner arbeitete. 'Er ist jetzt' ein reicher Mann und besitzt ; zu Hueblo, seinem Wohnorte, bedeutendes Grundeigenthum.' ' ; v .1 5 E ine F r a u zu Ro rris tov n, Pa., welche dieser Tage in ährem einundneunzigsten Lebensjahre starb, hafte zü ihren Lebzeiten einen solchen Abscheu vor den Frauen, welche mit besonderer Vorliebe .Begräbnissen beiwohnen, daß sie bestimmte, der Anttiae ibres Todes
sollte die Notiz beigefügt werden : Die
der Verstorbenen befreundeten Herren sind speciell eingeladen." Zu Woodstock in Jllino is wurde dieser Tage das sogen. Schafscheerfest" von verschiedenen sich mit der Schafzucht besassenden Vereinen gefeiert. Es wurden bei dieser Gelegenheit beson ders werthvolle Schafe ausgestellt und geschoren. DaS Fest war von dem besten Wetter begünstigt und von zahlreichen Fremden befucht. JmHause de r L eg isla t u r in Maine wurde ein Gesetzentwurf ein gebracht, welcher die Versehen" derApotheker mit Strafe belegt. Die direct? Veranlasiuung ist em Fall in Bangor, in. dem ein Apothckergehülfer statt Citronenmeinstein, Cyankali in eine Arziiki v jt v n t geiyan uno yierourcy oen .co emerrau herbeigeführt hatte. Wir sollten denken, daß das Gesetz genug Gelegenheit bietet, wegen fahrlässiger Tödtung oder fahrlässiger GesundheltZdeschadigung gegen die detr. Apotheke? vorzugehen. Wie für die Zulassung weiblicher Studenten d?r Medizin in Harvard College", wird jetzt auch dafür lebhast agitirt, daß das Columbia College" , in ?!ew Z)ork Mädchen oder jungen Damen seine Thüren öffne. Unsere Frauen sind die schönsten der Welt,, laßt uns dafür sorgen, daß sie auch die gebildetsten der Welt werden," sagte .dieser Tage Herr Parke Godwin in einer behufs Förderung der bezeichneten Agitation veranstalteten Versammlung. Die Direktoren des Columbia College opponiren ebenso, wie die medicinische Facultät und der Verwaltungsrath des Harvard College der Zulassung.des schönen Geschlechts. Die Hinrichtung des Dr. Lamson in England sollte unseren Gerichtöhöfen zeigen, wie man imAuslande über den hier mit der Wahnsinnstheorie getriebenen Schwindel denkt. Es muß noch dahin kommen, daß man sagt: Der Kerl ist nach amerikanischen Begriffen wahnsinnig, folglich muß er gehängt werden. Auf der Cheshire Eisenbahn in Massachusetts sah der Locomotivsührer eines Zuges, der soeben eine Curve passirt hatte, einen Felsen aus der Bahn vor sich Die Forcirung der Dampsbremsen und Rückwärtösteuern der Locomotive brachten, den zum Glücke nicht langen Zug so zeitig zum Stehen, daß er nur mit einer leichten Collision davonkam. Ein mächtiger Felsblock hatte sich von dem an die Bahn grenzenden Hügel abgelöst und . war aus die Bahn gestürzt. Die Edison Electric Light Company" in New Bork nnd Gramme Electrical Company" daselbst haben sich vereinigt und hiermit hat das Monopol seinen ersten Schritt in das Gebiet der Electricität gethan. Wir werden bald ansangen, die Gas-Compaguien als Wohlthäter zu betrachten, denn sie sind doch wenigstens noch Concurrenten dem monopolisirten Glühlichte" gegenüber. Wenn das Monopol noch für irgend etwas als für den Dollar Sinn hätte, sollte; es alle NordpolExpeditionen der Welt monopolisiren. I n V i r 0 in i a e r s u b r d i e s e r Tage em Mann, daß seme Tochter von ihrem Gatten schlecht behandelt wurde Er begab sich nach dem Hause seines Schwiegersohnes um diesen zur. Rede zu stellen. Bald entbrannte zwischen den beiden Männern ein heftiger Wortstrcit, und der Schwiegersohn ,choß seinen Revolver auf' seinen Schwiegervater ab, fehlte aber und röurde von dem letzteren mit einem Schusse todt zu Boden gestreckt. ' Edward S. StokeS, d er Mörder Jim Fisk's, liebt eS, , von sich reden zu machen und vor. dem Publikum zu glänzen. Er veranstaltete dieser Tage in seinem Hause zu New Jork einen glanzenden Empfang, welchem taufend Personen, der Mehrzahl nach Damen, beiwohnten. : Einer großen Zeitung im Osten ist . daS Malheur passirt, daß 1 ' ? ' ...... ne einer , gelunoen m 0 n 0 p 0 1 1 i 1s ch e n Bewegung äusrichtig Erfolg wünscht." ES erinnert uns dies daran, daß die antimonopolistische Agitation im Staate Rew )ork zusehends an Boden gewinnt und daß die Liga den ungeheuren Fehler, den .sie dadurch begangen, daß sie sich mit einem Menschen wie dem -bekannten John Kelly einließ, während ihrer Sitzung in Albany wenigstens in etwa dadurch wieder gut gemacht hat, daß sie die Vorlesung eines Schreibens des Tammany Häuptlings durch unzweideutige Ausdrücke des Abscheüs'und der Verachtung verhinderte, Mit Leuten wie Kelly oder Robeson zu pactircn, ist sür Männer, die ihren ehrlichen Bestrebungen die Sympathie' des Volkes gewinnen wollen, der größte nur denkbare Fehler. D i e . U n z u l ü n g l i ch k e i t d e r Bewilligung sür die den Ofsicieren ünserer Glorreichen" zu gewährenden Meilengelder ist dadurch entstanden, daß die Herren Ossiciere auch für die Reisen zu der Säcularfeier- nach Horktown, zu welcher .sie 'nicht commandirt, sondern bloß beurlaubt" waren, Meilengelder berechneten und erhielten, sowie daß dies bei allen Erholung? undVergnügüngsReifen derselben ebenfalls der Fall ist. Senator Äeck von Kentncky hat eineUn::rsüchung der'Ängelegenheit beantragt. Aeichwejn's Halle, S.W.EckcMarketK NobleSt Meine Halle, ist jeht eine der schoaflen iu der Städt und bin im Stand gesetzt, sie für Concerte, VSlle, Nuterh aUungkn' nnd für Bereinszwecke bestens zu empfehlen. Die besten Getränke rnd Cigarren sind stets an Hand. ' . '. ' Ph. Rcichwein, Eigenthümer.
Vom LluSla'.ide. Explosion auf einem Elbedampfer. Aus Magdeburg wird berichtet. Der vordere Kessel dcS der Oestcrreichischen Nordwcsi-Dampfschiff-sahrtGcsellschast (früher PrazerDampsschifffahrt Gesellschaft) gehörigen Dampfers Austria" ist explodirt. Das Schiff ist in der Mitte durchgebrochen und fast vollständig zertrümmert, mehrere groß: Kcsscl und- sonstige Eisentheile wurden einige hundert Fuß weit weggcschleudcrt. Leider hat die Katastrophe auch vier Menschenleben gekostet. Die Leiche des zweiten Steuermanns war bis in einen benachbarten Garten geschleudert und lag dort als fast unkenntliche Fleischmaffe; den zweiten Bootsmann hat man in der Nähe des Schiffes in der Elbe ertrinken sehen, der Capitän Sicms und der Heizer wurden höchst wahrscheinlich in's Wasser geschleudert und sind nicht
wieder zum Vorschein gckcmmen. Der Maschinist, ein Heizer und drei Boots-, leute waren vorn in ihren Cajüten und sind mit dem bloßen Schrecken davongekommen. Als Ursache des Unglücks wird Mangel an Wasser im Kessel ngenommen. Die Feier der sicilianischen Vesper ist in Palermo in großem Maßstabe vor sich gegangen. Man berichtet von der Theiaahme von 4tK sicilianischen Gemeinde-Vertretern und 132 Arbeiter-Vereinen am Festzug, den 20,000 Menschcn begleiteten. . Die öffentlichen Festreden wurden von Perez (ehemaligem Unterrichtsminiper) und von Crispi, ein Festvortrag in geschlossenem Raume v?n dem Senator Amari gehalten. Garibaldi mußte sich , beim Zuge durch einen seiner Söhne vertreten lasten. Die Konsuln auswärtiger Staaten waren übereingekommen, ihre Flaggen bei dem Feste nicht zu zeigen, da daffelbe nur einen municipalen Charakter trage." ein Auskunstsmittel, um den französischen Kollegen aus der Verlegenheit zu helsen. D i e u n t e r d e m V 0 rsitze des Seinepräsekten versammelte.Ge meinderathS-Kommission zur Prüfung der Vorschläge auf Betheiligung d?r Arbeiter am Reingewinn der öffentlichen Arbeiten sprach sich fast einstimmig sür Errichtvng einer Arbeitsbörse aus, in welcher sich die Arbeiter versammeln könnten, um ihre Jntereffen zu berathen. Alphand, Direktor der Pariser Bauten, wurde beauftragt, die Vsrstudien zu einem bezüglichen Projekt zu machen. In der Wissenschaftlichen Welt sind die folgenden Gelehrten die hervorragendsten Anhänger Darwins: Huxley, Lyell, Owen,.Carl Vogt, Häckel, Gegenbaur. Wallace, Nandin De Candelle, Schleiden; die hervorragendsten Gegner: Agassiz, Murchison, Göppert, Burmeifler, Bischoff, Virchow, Hoffmann, Nägrli. . In Pest ist den Ballettänzermnen die Ehe verboten. Aus der ungarischen Hauptstadt dringt eine Kunde, die nicht verfehlen, wird, in den tanzenden Kreisen das größte Aussehen zu erregen. Wie nämlich aus Pest gemeldet roirt), hat die Direktion des dortigen Nationaltheaters beschaffen, den verheiratheten Balletmitgliedern zu kündigen. Ob geschiedene und verwittwete Tänzerinnen geduldet werden, ist noch nicht entschieden. Das Motiv zu dieser in die Verhältnisse" aller Ballerinen tief einschneidenden Maßregel ist nicht bekannt. . In Moskau ist ein P etersburger Ingenieur eingetroffen, der an Ort und Stelle einen Plan zur Jllumination des Kreml während der Krönung entwersen und überhaupt die Beleuchtung der öffentlichen Gebäude während der Krönungsseicrlichkeit leiten soll. Das elektrische Licht wird dabei line große Rolle spielen. Deutscher I 0 u r n a l i st e ntag. Wie man aus Dresden schreibt, hat der teilende Ausschuß des deutschen Journalistentages, bestehend aus den Herren Finger (Bremen).' Holthoff (Frankfurt), Klette (Bertin,' Rlttweger (Frankfurt) und Schemiera (Wien), in seiner Berathung am Ostersonntag beschloffen,' die General Versammlung Heuer sür den 20. August nach Nüsndekg einzuberufen. --D Arbeitseinstellungen in den Reisfeldern der italienischen Prooinz Maniua haben eine große Ausdeh nung gcworncn. Der Mailänder Secolo" ichllberl die age dirscr Landardeitc? als eine äußclst traurige : Sie arbellen von früh vis Ädcnos lnSump fen in . dez.cn sie bis über die Knie im Wasser stehcn rn.d in denen dieSonnenglulh gislle AuLdü: stangen erzeugt. Ihr Lohn bttragl DuKhichnimid) 80 Centesimi. ;ar Nahrung dient ihnen ein wenig Poicnta.zum Trinken sauligeS Wasser, il,rc Wohnungen sind seuchte Lehmhultcn, ihre Kleidung ist unvollständig; sie fällen später alle der Pellagrakranlkeit, dem Hunger und der achtung anheim." . ; ' Am 5. A p r i l ging a u s d e Puflerthaler Bahn in Tirol, zwischen Bruneck undOlang,gegenüber demWeiler Niederwielenbach, an der westlichenAusmünduig des dort befindlichen kleinen Tunnels, ein Felsabsturz nieder, welcher die Tunnelmündung vollkommen verstopfte und eine Steinmasse von ca.2000 Kubikmetern auf das Bahngeleise warf, daffelbe in einer Ausdehnung von ca. VI Metern bedeckend. Unter der Steinmaffe befinden sich Felsblöcke von ung--heurer Größe. Die N. Y. Times" enthält die Berichte über den Stand der Saaten aus 37 Staaten und 4 Territorien; laut derselben sind die Ernteaussichten im' Großen und Ganzen vortrefflich.' Winterweizen verspricht sehr guten Ertrag, außer iZn Jndiana, Ohio,, New Port und Pennsylvanien, wo der Frost etwas Schaden gethan hat. Der dessallstge Ausfall wird voraussichtlich durch die Vergrößerung des mit Weizen bestellten Bodens und durch den Ertrag in
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