Indiana Tribüne, Volume 4, Number 229, Indianapolis, Marion County, 1 May 1882 — Page 2
ndiauu Hribüne.
FSgliche- und Koiantagsausgave. Office: 2S. Delawarc Str. (Kotered as seeond-clasa matter at tht t oatofiiee at Indianapolis, Indiana.J Abonnements-Preise : Tägliche AuSgabe 12 CtS. Per ä3od)c. SonntagiauZgabe 5 Cts. PerNummlr. Leide zusammen 15 Ctt. perSoche. ßT Da Tagblatt erscheint jeden Nachmit. Ua Ilm 2 Uhr. Die Eonnwzsausgab, erscheint det Morgens. Tribune Publishing Company, Indianapolis, Ind.. 1. MailÄ Nalph Waldo Emerson. Der Tod hat in den letzten paar Iah ren unter den literarischen Größen dieses Landes stark aufgeräumt. Willizm Cülle'n Bryant und Bayard Taylor sind dahingegangen, Longfellow ist ihnen neulich' gefolgt, und jetzt ist auch Ralph Waldo Emerson in's Grab gesunken. t p r i sr rog semer verms gescywacyien vselwnhn.il ft.to .5 Itrn n.r tn TT.itnitnn I siebzigsten Lebensjahre stehende Dichter, nt,:-ric , w x.ifin.rf. . f . I .p - HauoioJü nu üuiuhcucc rnaji men. von femem Wohnorte Concord, Mass.. nach Cambridge zu reisen, um ddrt dem Begrabnlß Longfellow s bei zuvohnen, und de: dieser Gelegenhm hatte sich sem Zustand dermalen verjcvummeri, oay jenon m einiger cir das Schlimmste zu befürchten war. mciion amu aus einer anen neuenglandischen amilie. Seme Vorsahren waren durch sieben Generationen hindurch sSmmtllch Geistliche, und ionoervarer zei c Niazk nur oie von vaterllyer. lonoern aucy oieienigen von mui- ... . . I uiuj sseuc. om Uk -vlediger der m'ten Unitarier . Mrche in ouon, uno er icioji wionicic lieg guicyfalls dem geistlichen Stande, für welcnen.er naz aus yarvaro ouege- vorociciicie.- 'auj oicjcr jrjocnicnuic zeicnn?f"rr?tA nirfkf fntnnfis in irapnhl - j . l. : - r r M - mfAn fhrripnpn stAcrn. nls vZplmiW V w durch seine außerordentliche BeleftnHeit und allgemeinen literarischen Kenntnisse, sowie durch seine poetische Beaabuna auS. Nachdem er im Jahre 1821 seine ßhihSpii in ftnrnnrh- Appnhpf . m r ... ft -pj . - vm fünf Jahre lang als Lehrer thätig, wurde dann als Geistlicher ordinirt, er- - ' . . ' hielt aber erst 1829 eine Anstellung, und zwar ! als 5ülfsprediger in der zweiten . '.1 . . ... V w uniianer-Kirmr. im moiidn. i Seine Thätigkeit als Geistlicher sollte i,fcm niAt trnn fnnntr Gnn,r iin
wmrwf . w. " " " n iv.. , t . - - Schon im Jahre 1832 trat er in Folge ben. So war denn kem Polizeivon Zwistigkeiten,'in die er mit sein orga im Theater als das Feuer aus-
Kirche über die Abendmahlslehre geratben war. ans seinem Amie as nd widmete sich ausschließlich den Wissenschasten und der Literatur. Nachdem er lirr Snfr in ffnrntrn tft,rab? nH "... r 6?,; N.l,s, r.fv.r n:,s snn1n W Ttnn Mtfpr ffipnrni Snr unh ..... ,. ,.. .v, m.v, otviMt L)V&r v . . I Edmund Burke, welche später zum Theil in der .Northamerican Review" erschic. i. 17 nen, sanoen großen Veisau. In den folgenden Jahren hielt Vor lesunaen über englische Literatur, Philosophie . der Geschichte und andere KUftpnftfinhSpin. .inpn. MTiAhW. s-P p,. in V V W M V I 'P V V V . ft I ,mm kspinpn Mi. wStiir- titpitpn mrnhar m lahrt 1. er. lHUUIC QOt VUS Ut .ZU! ilUVVU OUU Society- eine bald berühmt werdende Ree dielt, und ini Tiahrt 1841 fcW delte er in einer ebenso interessanten Weise vor derselben Gesellschaft das Thema: .Die .Methode der Natur." Sein erster Band Gedicht erschien im Jahre U846, und drei Jahre spater be gab er sich nach England, wo er Vorlcjungen hielt, die später unter dem Titel .MiScellanieS" in Druck erschienen. Bald darauf wurden seine .Essais über repräsentative Männer" veröffentlicht, welchem die .Memoiren Margaret FulI. jTRnTi'fi fSttnf (XKorntiririntM Ä S s.lls.ud Em1'm,ctts?gI.n.s lettstnannte Werk erschien im Jahre IST imi. Cfrnrrnn tnn . 0T.,nnn Kl' Z.Sil"' a. . : r.'; S 'S ini- nVrfZr. TZufr,uVr Äffl, f a'uch ftäSS'SSSf,WBl m ik Frauenrecht.e erschienen. Emerson Darpellungsweise ist nicht tutn avrupi nno errnangeu cann uno mQTm.onj nunjqtnspcnocn , ciarii.
er jiq meyr.aus oiz 'ansyauung,m& für die Sicherheit der Perauf die Logtt stützt, so scheint er von sei- on nd des Eigenthums zu wa-
ezern oancioe. zu verengen. Gleiöwobl iat er siü sowohl durch
-m p CY t pp jj m-w -m iiviii O v seine Verse, wie durch seme Prosa in lichen Brande das Eintreffen der Feuerder neuen,'ie in der alten Welt einen hr abzuwarten, die Zufahrt und
berühmten Namen gemacht und aus seme Zeitgenossen anregender gewirkt, als irgend em anderer Amerikaner. Ovgleich seiner Anschauungsweise nach immer ein Idealist und eins der größten Lichter der transcendentalen Schule, war er oocy nichts weniger, ms em raumer JC S am unu i üarauici. In den letzteren Jahren hat er nur noch wenig geschrieben. Zu seinen letzten Dublikationen gehören seine Erinnerun,en an Ea'rlyle und die sehr charakteristische Schrift .Ueber den Superlativ", welch' letztere vor einiger Zeit in dem .Eenturv veröffentlicht wurde und davon' , zeugte, daß seine Geisteskräfte noch nicht nachgelassen hatten. St?l7ampsin dtt Herzegowina. Wie neueste Wiener Blätter melden, lauten die neuesten Nachrichaudtt HeeLowina insofern gün-
ff uu sie eine t grofce NtMUlYlZi..g njurqenlcn Munden. n"f tt J w . 1 1 DaS Üicuforuntresen steht freilich noch i7. rcu.r Jüiutijc, avcr öic Vanöen, die bald hie und bei auftauchen, zählen viel weniger Mitglieder als vor einigen Wo chen. Nicht fclcü Frauen und Kinder, auch Männer feinen schon hie und da in die verlassenen Ortschaften zurück. Die Militärbehörden bekunden den Zurück kehrenden gegenüber eine versönliche Haltung ; man forscht nicht lange, ob sie an der Insurrektion thätigen Antheil ge nommen haben, sondern beschränkt sich darauf, sie sorgfältig zu überwachen. Eine Ausnahme wird natürlich mit den RädelMürern gemacht werden, doch werden sich dieselben wohl kaum mit ihrer Rückkehr beeilen. Die größten Schwie rigkeiten stellen sich der Pazistkation nach wie vor in den an Montenegro grenzenden G:bictsthci!en entgegen"; das Näu berwescn wird sich dort so lange halten, bis die vom KriegZministerium projek tirten FortisikatiJnen und die neuen Wcganlagen durchgeführt sind. Nach den VcrsÄlägen des Qbcrstkommandirenbe?:. Jovznovich, sollen kiorläufig Blockhäuser und befestig! Kernen für ic ein Bataillon anzZegt werden. Dir L!ingt!iea:cr-Prozek. er Nlescnprozcß gegen die der Ver ... v : r . aniraoruiajiCii iur oas irorcaiiae un Angeklagten wnd jent in Wien " . -verhandelt. Wir lassen hier denjenigen rhtil der ?Inslnetaritt fnlnen. der st f das unterlassene Nettungswerk bez - ht: Empörend und niederdrückend zu gleich sind die Thatsachen, welche darin zur Jlluttrirung der, wie der Staatsnwalt sagt, mit ganz ungerechtfertigter Leichtgläubigkeit undBeschönigungssucht ausgegebenen, seither zu einem geflügelten Worte gewordenen Parole: .Alles ist gerettet angeführt werden. Poli5ciratr Anton Landsteiner, ein Zjährincr Kreis, ist der ei:niaeAnaeklate.von ' I' Ö U der Polizei. Auf seine Schultern wälzt die ''Inllane aliz liratre&tl &c L erantWartung für die Unterlassungssünden und Irrthümer, weiche den Sicherheitsorganen für ihr Verhalten am Abend des L. December zur Last aeleat wer den. - Zur Zeit des AuSbruchs des Brandes i v Cl" i V Alr tm Theater weder ein Beamter der Sicherheitzbeborde noch em Wachorgan anwesend. War doch bl nach der KaffP f vom 6. ezemver v. j. oen Pollzeibeamten, welche den In pektionsv. . - r r. r Schauspielhäusern zu ver seZcn hatten keinerlei Weisung dahin A4IAI V lAUllM & M AkMBAA ! .''T" v u vor Beginn der Vorstellung zu erscheinen unn n'rn ni?T ernä VinrnrnnlP!rt hnn " . . --vm"""iv" lcherheiNvor ehrungen gegen FeuersSM9t UgeNMerl ZU rlllZieN or oenx yeaier polrlen Sicherheitswachen aber eilten sämmtlich rt, Meldung zu machen und Succurs 3U len ; Einer hatte den schlauen GeÖ3NieN, Mit LlNkM Flüktt ZU? Femrfrt f ... ct .c: iyiyi vituiiuic $u luyicii, wuyui et iu venn vll von ver.oiizei ae Willle Osl-' .fjt'j. , t t . : s.. ot r jr. yiuuiui yuue iii -tum ut cia -wuiu r k ,. , l (- i v tutii n V M XI? I wti .wun M"?"''"' ..7", o Vinfsdnplmritt nfrnftrnpnf tinnfnnimpn Anklageschrist hervorhebt, vollkommen richtig, daß, als die ersten Personen aus dem brennenden Theater stürzten, kein Polizeiorgan zu erblicken wär. Erst suns Minuten vor sieben Uhr erschienen einige Polizeibcamte nnd Sicherheits' .4 rf f .-V-k , Wachleute, welche bis IN das ParquetvvYV und die arqnet-Logengänge eM' ' " ' os a x crn den Uuögang zeigten Wemge Mmu cn spater, als mehrere Pol.zcibeamte in der erwähnten Weise vorgingen. erschien der Äolneirath Anton Landstei' ncr, um die Leitung der polizeilichen Si cherheitsvorkehrungcn zu übernehmen ; abcr cs stellte sich heraus, daß seineHand eine höchst ungluckllchc" war. Dle An klagcschrlft sagt gegen Landstemer m Wcjcnll6)en Folgendes : .Anton Landsteincr wäre, um das Entsprechende ver fügen zu können, verpflichtet gewesen, sich leibst ein möglichst klares Bild über die Situation zu schassen. Jedem Laien, um I N'br tinm im Sichttheilsdienst er. "TZS ::;rn" 2, 7- :; ; U?' 10 6l 1 MlNUÜN V0k BegMN yoxMm.a. zumal an ntn ein tage, schon ein bilrächtlich volles, Haus vorgefunden haben muhte. Das Her. ?,feÄwnis' SSiTaktiS dß st.ic.c- fr,r w. WntrS sucher vorhanden sei. Bei einer solcn Situation dursten die Organe einer nßehörcc, deren nächste Ausgabe es ist. en, sich nicht darauf beschränken scha Mpm m einem pmkn den Verkehr für die Löschmannschaft freizuhalten und die von letzterer aeretetc 5-abe zu bewachen. Landsteiner behauptet, er habe gleich nach seinem treffen den Versuck aemackt. aus die. eite Gallerie vorzudringen, sei jedoch durch den Rauch zum Rückzug gezwun I m r . mt aen worocn. ujit inqaoc i l nnglaubwürdig, weil Landsteiner auf die sem Wege von Niemandem gesehen wurde, vielmehr im V.stibule von vielen Personen umringt wurde, die ihn um Rettungsmaßregcln bestürmten und weil nach allen Erhebungen die Stiegen um 7 Uhr noch rauchfrei waren. Um halb 8 Uhr machte sich Landsteiner anheischig. sich die Ueberzeugung zn verschaffen, lob Todte aus den Stiegen und Gängen lägen; er begab sich jedoch nur bis zum Eingänge in die heßgasse,, drang-nicht auf die Stiege, sondern sagte demOberinspkltor NeLwabada aus deffen Meldüng, es seien soeben 25 Todte herab-
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getragen, mit abwehrender yanooewe-
gung: Sagen Sie nichts ! Wenn Landsteiner", fahrt die Anklage fort, die Rufe der Personen, die ihre Angehörigen vermuten, die ilserufe der auf dem Balkon befindlichen Personen nicht zu Gehör gedrungen wären, so läßt sich der Nachweis dafür erbringen, daß derselbe direkte Mittheilun gen über die bestehende Gefahr erhalten hat. Die Kapellmeister Hellmesberger, Äater und tzsoyn, die aus dem Parquet in's Vestibüle kamen, baten den dort befindlichen Landsteincr wiederholt und dringendst, Leute mit Licht auf Stiegen und Gänge zu schaffen, da ihnen ihre Schwiegertochter re p. Gatlm nicht aefolgt sei und da wegen der Finsterniß Niemand den Ausweg finden könnte und die Menschen zu Grunde gehen müßten. .-.:.r- v: i ofi'., . neoer öicc ormgenoen Villen gavanvsteiner die Erklärung ab : .Beruhigen Sie sich, es wird Alles gerettet werden begab sich zu der Parquetgarderobe und verfugte zu der von ihnen begehrten Rettung Nichts ; dagegen traf er Versugungen, welche icöe anderwettigeHilfS aiuon zu ourcyireuzen geeignet waren. Er verfügte, die Leute aus dem Vestibüle hinauszudrängen, die AufgSnge zu den r t ? ... . rm e r j - liegen nur Asacyen zu veeZen uns allen von Außen eindringenden Personen den Eintritt zu verwehren. Die Wachen führten den Befehl in keineswegs fchonender Weise aus. So wurde der Di rektor der Alpinen Montangesellschaft Orel, als er einem Wachmann erreat zurief: .Licht hinaufbringen!? von dem- : .11. v. c . t : x. n -t. ... t i .. ver unoelvegllll) neyen vileo, mll den Worten angelassen : .Schreien Sie nicht so, ich bin nicht da zum Anschreien.Anständig gekleidete Personen wurden mit dem Bemerken zurückgewiesen : .Die Leute kommen blos zum Stehlen.Personen, welche ihre Angehörigen suchten, und sich mit der Versicherung, es sei Alles gerettet, nicht zufrieden geben wollten, wurden, mit Arretirung bedroht. wenn sie das Publikum, noch weiter mit ihrem Geschrei beunruhigten. Mehrere Fiaker, die mit ihren brennenden Laternen herbeieilten, wurden zurückgedrängt. Julius Lehmann, der sich einBund Kerzen verschafft hatte, wurde nicht eingelassen; dem Exerciermeister der Feuerwehr, Franz Dietl, wurde trotz Vorwei sung suner Eocarde der Eintritt ver wehrt. Der Osfiziersdiener Carl WiU tinger, der um 7 Uhr. eine ohnmächtige Frau sammt ihrem Kinde von der zweiten Galletle gerettet hatte, wurde, als er zum . zweiten Male' sein Rettungswerk versuchen wollfe, abgeschafft. Selbst dem Kommandanten derPenzmger Feuerwehr wurde anfangs mit seinen Leuten der Eintritt verweigert.' Von der Ieannette"' Am 23 Februar 7. März unserer Zeitrechnung traf der Berichterstatter des .N. Y. Herald" in Jrkutök ein und eine Stunde später befand er sich in der Gesellschaft DanenhauerS, deSNaturforIchers Dr. Newcomb, der Männer, die im Boot No. 3 unter Melville daS Land erreichten, sowie von NoroS. von der Mann chast, die im Boot No. 1 unter De Lon landete. Keine Feder mag im Stande sem, die Gefühle der Seefahrer zu schildern, die bei dem Lesen der Briefe aus der Heimaty, der Zeitungen, bei der ausführlichen Kunde Über das Attentat auf Garsield und die sich anreihenden Ereignisse die Herzen tener Männer ve wegten, die sich nach namenlosen Leiden w - ... . ti a uno 'virapazen in oeyagiiazer Viluailon einem Manne gegenüber sehen, der vor kürzester Inst aus New Aork aufgedro chen ist, nach De Long und den übrigen Mannern von der .Jeannette suchen zu helfen. - - In der Nacht, die dem Zusam mentreffen folgte, kam in keines der Schwergeprüften Auge der Schlaf, die Nachrichten aus der uelmaty und die ge gensemge cuiyellung uno Vesprecyung ? , '. rnii i c an .r. jt derselben erhielten Alle wach. Dänen Hauer und Dr. Newcomb wohnen im Hause des Herin Strakofsky, deS Pn vatfekretärS des Blce Generalgouver neurS Peaschenko von Sibirien und alle übrigen Geretteten sind ebenfalls gut untergebracht. Danenhauer muß noch eine Binde über die Augen tragen und der Arzt hat ihm jeden Gebrauch seiner Sehkraft streng untersagt; ihm widmete daher Jackson den größten Theil seiner Jen. Melville, Bartlett und Ninderman sind bekanntlich nach der Mündung der Lena aufgebrochen und suchen nach De Long und dessen Gefährte, sowie nach, der Mannschaft im Boot No. 2 unter Lieutenant Chipp ; ihnen ist Herr Jackson nachgereist. Aus den mündlichen Berichten der Geretteten, die in allen ihren Einzelheiten interessant sind, können wir nur die Hauptpunkte berausgreifen. Der in Folge der Strapazen in Wahnsinn verfallene Matrose Jack Co. lcs umarmte den Correspondenten des Herald" und rief, Thränen in den Augen : O, wie freut eS mich, daß ich Sie sehe, gerade wollte ich nach der Office der Zeitung gehen Der Unglückliche wird Tag und Nacht von Kosacken bewacht und lebt in dem Wahn, daß er sich in Neworl befinde. Er geht unter sicherer Bedeckung in JrkutSk umher, begiebt sich am Schlüsse seiner Spaziergänge regelmäßig zu Danenhauer und meldet diesem, er sei in der Office des .Herald" r gewesen, habe aber . seines Vorgesetzten , Aufträge nicht genau ausrichten - können, er .könne.sich derselben nicht deutlich erinnern. Der Ossizier spricht ihm dann freundlich zu,' sagt, die Aufträge Iönnten' gerade .so-, gut - am nächsten Tage ausgerichtet - werden . und der Aermste entfernt' sich, unter strikter Beobachtung der in der Marine eingeführten Formen. So geht eS Tag für Tag. . Scheint der' Wahnsinnige mitunter ungewöhnlich erregt, so übt Klavierspiel einen außerordentlich beruhigenden Einfluß, auf, ihn aus. Als die Geretteten am Tage nach ihrem Ein treffen in Jrkutsk von dem Gouverneur Tchernajesj, empfangen : wurden, schritt Eolos aus diesen zu, küßte ihn und sagte: Halloh, wie geht eS alter Junge?" Den kranken Matrofen von dieser Audienz
auszuschließen, würde seinen Zustand verschlimmert haben ; der russische Beamte war natürlich vorher von dem Zustände des Unglücklichen in Kenntniß gesetzt worden? und benahm sich demselben gegenüber mit außerordentlicher Men-
fchensreundllchkelt. Danenhauer mute aus der Jeannette" wegen seines Augenleidens sechs Monate in einer dunklen Cajüte zubringen und unterwarf sich innerhalb dieser Zeit 13 Operationen; über ein Jahr durfte er keinen Dienst thun und verdankt dte Mittheilungen, die er Über die Erlebnisse der Mannschaft machte. den Erzählungen seiner Kameraden. ff r Nach dem Untergang oes Vcyin.es ves. serte sich sein Augenleiden so, daß er während des Zuges über das Eisfeld und der Fahrt in dem offenen Boote Melville dann und wann in dem Commando ablösen konnte. Lieutenant Ehipp, Melville. Steuermann Dunbar und der Indianer Alexei näherten sich am 13. September mittels Hnnde-Schlitten der Herald-Jnsel bis auf sechs Meilen, mutzten aber wegen c senen Wassers den Rückweg antreten. Die Durchschnittstemperatur der oberen Wasserschlcht m der Zelt, während welcher das Schiff mit dem Eise dahin trieb, war 29 Gr. F., mithin diejenige Kälte, bei welcher das Scewasser zu gefrieren beginnt. Chipp machte während der oft täglich erscheinenden Nordlichte mehr als 2000 Beobachtungen des Gal vanometers und über die Abweichungen der Magnetnadel: je glänzender die Nordlichter waren, desto bedeutender die Declinationen. Die Telephondrähte wurden, in derselben Weise während eines Nordlichts asficirt, wie diejenigen des Galvanometers. Die Chronometer wurden, so lange die Sonne Observa tionen Nicht gestattete, aus Grund der Beobachtungen der, Trabanten des Jupiter regulier, welche ein genaueres Resultat lieferten, als die Beobachtungen unsere Mondes. Fünfzehn Tage im Juli 1831 war das Wetter warm, die Leute auf dem Schiffe fanden es heiß. das Thermometer stieg bis zu 40 Gr. F. Sechzehn Monate lang widerstand das Schiff dem Andrängenden Eise bewundernswnrdig, die Pression wurde stärker, die Balken krachten, daß es wie Gewehrsalven durch das Fahrzeug dröhnte, oft konnte man die Thüren der Kajüten und Kabinen weder öffnen, noch schließen. Die Erlegung der Eisbären sührte oft zu gefährlichen Kämpfen. Das Bären fleisch wird selbst durch den Hunger, den besten Koch, nicht sonderlich genießbar. Einmal näherte sich eine mächtige Eisbärin mit , zwei Jungen dem Schiffe ; mit staunenden Blicken betrachte!: die Alte das Schiff, das sie vermuthlich zum ersten Male erblickte, wahrend die Jun gen um sie herumspielten. Als dieThiere sich dem Schme bis aus 20 Aards ge nähert hatten, gaben 10 Mann Feuei auf dieselben. Die. Thiere stürzten. rassten sich aber wieder aus und fluchte ten, indem die Mutter die Jungen vor sich her trieb und dann und wann durch leichte Schläge mit der Tatze zu schnelle rem Lause ermunterte. Die Jäger ver folgten die zahlreichen Blutspuren, konn ten aber der Thiere nicht habhast wer den. i Der sehr umsangreicheBericht ist zwar übersichtlicher, als die verschiedenen No tizen, welche bereits bekannt sind, sallt aber doch, was die Neuheit des Stosses anlangt, mit den letzteren zusammen. Der Bericht dis Naturforschers Dr. Newcomb über die wissenschaftlichen Re guttäte der Expedition ist demnächst zu erwarten. Danenhauer und Geführten sind laut der letzten Nachrichten in Oren bürg angekommen. Der neue st e S ch windel wird jetzt in New Jersey getrieben, und besteht darin,, daß ; man abgetragene Gummi - Ueberschuhe zusammenschmilzt und die Masse in.Formen gießt, welche ihr das Aussehen neuen autichuk s geben. Ein Anstrich von KautschukFirniß vollendet die Täuschung. . Das Zeug hat nicht die mindeste Dauerhaftigkeit. Leopold und Helene. Wie bereits telegraphisch gemeldet, hat die Trauung des , ' englischen . Prinzen Leopold mit der Waldeck'schen Prinzesjin Helene dieser , Tage . in der , .George's Chapel" zuWindsor stattgksunden.wobei I . n..(.4: c o er. ms 4uumuui tiu uuc9 inciciic UII den Taa leerte und der arökte Pomp entfaltet wurde.' Aber cs ist nicht Alle? Gold, was glänzt, und unter königlicher Pracht und Herrlichkeit ist oft großes Elend verborgen. Ein Londoner Corrcspondent schrieb schon vierzehn Tage früher, ehe diehochzeitsfeierlichkeiten stattgefunden hatten, in Bezug auf die jetzt Vermählten Folgendes : .Die arme junge Prinzessin vonWaldeckPyrmont, welche kürzlich inEngland angekommen ist. hat schon als Braut' cine schwerePrüfungözeit durchzumachen, ehe sie unter dem Titel einer Herzogin von Albany ihre Pflichten als die erste Krankenpflegerin des schwächlichsten aller Kinder der robusten Königin von England übernimmt. Prinz Leopold .ist von Jugend auf kränklich und. den verschiedenartigsten Leiden ünterworsen .gewesen. I. Er .war während eines. großen Theils seines jungen Lebens ein Gefangener deS KrankenzimmerS. Seine Schwester Louise, die jetzige Gemahlin des General-Gou-verneurS' von Canada,' ' hing ' mit großer Zärtlichkeit an ihrem schwächlichen Bruder, und dabei bildete sich zwischen ihr und dem. Erzieher derselben ein so zärtlicheS Verhältniß aus. daß dasselbe selbst dem Prinzen Leopold zu. gefährlich erschien und er seine Mutter, die Königin, davon in Kenntniß setzte. Damit fand die Sache ihr Ende, und der Erzieher. die Geliebte der Prinzessin Louise. erhielt. eine fette Psrunde. ön,gm Victor, aber erließ den .UkaS",,daß der. zukünftige Gatte ihres liebebedürftigen TöchterlemS Louise unter den unverheirathe ten Söhnen der englischen Herzöge aus-
zuwählen sei. Der Marquis von Lorne
war schließlich der Auserwählte, und als die ochieit desselben mit Prinzessin Louise stattsand, predigte der ehemalige Gellebte der letzteren m seiner Pfarrkirche über das Thema .Getäuschte Liebe", und zwar so ergreifend, daß kaum ein Auge trocken blieb, und daß nach Beendigung des Gottesdienstes sich verschiedene heirathssähige ZuHörerinnen in die Pfarrwohnung begaben, um ihm zu versichern, daß es doch noch treue Liebe gebe. Prmz Leopold blieb femem ehemali gen Erzieher treu zugethan, und selbst dann, als derselbe auf die rücksichtsloseste Weise verdächtigt wurde. Wahrscheinllch suhlte er mit dem Manne, welcher das Unglück hatte, der Geliebte einer königlichen Prinzessin zu sein, tieses Mitleiden. , , Der Prinz bewohnte eine Zeit lang den Landsitz Boyton, welcher, wenn er auch nicht gerade einen fürstlichen Eindruck macht, doch durch die landschaftliche Schönheit nd Lieblichkeit seiner Lage berühmt ist. .Dort beschäftigte er sich vornehmlich mit den neuesten Hausdecorationen, die er in vielen Fällen sofort einer praktischen Prüfung unterwarf. Vom Jnlande. W . . i V ,Vie W ittwe des UtedetlenGenerals Pickett hat durch Gen.Grant's Vermittlung eine Anstellung in einem der Regierungsdepartements in Washington erhalten. Die Wit!twe Jesse JameS' ist mit der Abfassung einer Biographie ihres Gatten beschäftigt und findet darin Trost für ihren herben Schmerz, denn sie ist sicher, daß die Lebensgeschichte ihres biederen Gatten alle Räuberromane und Schinderhannes Geschichten in Schatten pellen wird. ,, ' P r o f e s s o F93 e n n o r, an w elchen man betreffs des neulichen NordnchtS Anfragen stellte, prophezeite, daß der bevorstehende Sommer kühl und naß sein werde. Frl. Fanny Everett, die seit einem halben Jahrhundert das Postmeisteramt zu West Forboro m MassachusettS bekleidet hat, ist vom Schlage betroffen worden und wird schwerlich am Leben bleiben. SenatorVest vonMissouri, Richter Harlan, Mitglied des Oberbundesgerichts und Ex-Gouverneur Gratz Brown lebten in ihrer frühesten Jugend nahe be: einander und besuchten dieselbe Schule zu Franksort, Ky. ! .Showman" Barnum ist nicht damit zufrieden, Jumbo" in seinen Besitz gebracht zu haben; sein Ehrgeiz ist jetzt aus den Besitz eines weißen Elephanten gerichtet. Er hat daher durch den amerikanischen Consul in Siam dem dortigen König seine von ihm selbst geschriebene Lebenszeschichte überreichen und Se. Majestät zugleich um die Ueberlassung eines der daselbst als göttlich verehrten weißen Elephanten ersuchen lassen, unter Beifügung der Bemerkung, daß das Erscheinen emer solchen gottll chen Thieres in Amerika dem amerika Nischen Volke zu großem Heil und Se gen gereichen würde. Der König wird aber trotzdem Banum's Gesuch wahr scheinlich unberücksichtigt lassen. Jetzt ist auch ein .Corner in Erdnüssen (peirmt8) zu Stande ge bracht worden. Während noch im vo rigen Jahre die Nüsse zu 3 bis 6 Cents pro Pfund im Großhandel gekauft wer den konnten, kosten sie heute 6 bis 10 Cents pro Pfund. Diese Preissteige rung ist der schlechten Erdnußernte des letzten Jahres zuzuschreiben, denn wah rend in der Regel 2.000,000 Bushel dleser Nüsse in den Ver. Staaten ge erntet werden, betrug die letztjährige Ernte nicht mehr als 800.000 Bushel. Die Farmer hielten daher einen großen Theil ihrer Erdnüsse zurück, um die Preise , reguliren zu können. Daraus erklärt es sich, daß diese Frucht bereits anfängt, im Handel sehr rar zu werden. E i n E x c u r s i o n s z u g, wecher am. letzten Sonntag eine Anzahl Phila delphier und Baltimore? Journalisten aus der West Jersey-Bahn nach Cape May. N. I.. beorderte, legte 81 Mei len in 83 Minuten zurück. Die in aller Eile verschriedenen ncnen 40,000 Kuli kommen jetzt aus Asien an unserer paanschen Küste an. . In Vrttish Columbia treffen wö chentlich 700 ein, in Oregon noch mehr. An beiden Orten werden sie zu Eisen bahnbauten verlangt. Eine armeund kranke acht zigjährige Frau in Broolfield, Mass.. konnte den Hauszins nicht bezahlen und der Hauömirth entfernte die Thüren des ärmlichen Zimmers, um so die Freu zum Ausziehen zu zwingen. Die 0jährige Tochter der Frau verhängte die Thüröffnung mit einer Decke; diese riß der Menschenfreund ab. 'Die alte Frau wurde kränker und starb und der aus Wirth warf die Tochter auf die Straße. Da fchaarten sich die Frauen der Nach dar matt . zu ammen. fchluaen die verschlössen Hausthüre mit Aexten ein und prügelten den Hauswirth halb todt. Für die Tochter wurde gesorgt .Die Legislatur von Mass. chusetts hat die Gesundheitsbehörde des Staates mit' weitgehenden Machtbesug Nissen ausgestattet, gegen die Fälschung n .... ' r V . . von eoensmillem emzuzazreiieii, vesfallsige ' Untersuchungen vorzunebmen Anklagen zu erheben uno aiscyer m oen Zeitungen bekannt zu machen. Reichwein'6 Halle, SWOSeMarkettt NobleSt Meine Halle ist jetzt eine der schönsten in der Stadt und bin imStand aesktzt, sie für Concert,. Bälle, Nnterh altnngen und für Vereinszwecke befteuk zu empieyien. Die besten etrSnke und Cigarren sind stets an Hand. Ph. Neichlocin, Eigenthümer.
Vom AuSlanve. Durch das Schwurgericht
zu Gera im Fürstenthum Reuß jüngerer Linie sind die Ver. Staaten vorerst vor der Wiederkehr eines gemeinen Verbrc cbers bewahrt. Der Handarbeiter Franz Wagner aus Mosdach in achsen-Wci-mar wurde im Jahre 18L7 wegen Straßenraubs zu acht und ein halb Jahren Zuchthaus verurtheilt. Nachdem er etla ein Jahr abgesessen, entsprang er und wandte sich nach Amerika, wo er, wie er anglebt, in Berea, im Staate Ohio, sich niederließ, amerlkamscher Burger wurue. Grundbesitz erwarb und sich verhelrathete. Er lebte dort, seiner Angabe nach, in sehr guten Verhältnissen. Im Jahre 1878 machte er seiner alten Heimath einenBesuch und benutzte denselben zu einem Einbrüche bei seinen früheren Brodherren, den Gebrüdern Fnedemann in Köthen. Er raubte daselbst 0000 Mark und kehrte damit schleunigst über Paris und Havre nach Amerika zurück, ehe man ihn, auf welchen sich gleich der Verdacht lenkte, erwischen konnte. Durch dieses erste Debüt kühn gemacht, trat er im Jahre 1881 eine zweite .Geschäftsreise" nach Deutschland an, während welcher er femen Hr'.mathsort Moßbach besuchte und am 27. November v. I. aus den Viehmarlt zu Schleiz ging. Er versuchte hier den Viehhändler Regener aus Langenweddmgen, mit dem er eme Strecke wett zusammen auf ememWagen fuhr, zu berauben, was ihm jedoch nicht gelang; vielmehr wurde er verhastet. wobel er den Gendarmen mit emem Revolver bedrohte. Man fand bei ihm unter Anderem auch einen Schlüsselbund, in welchem sich der Kassenschlüssel der Gebrüder Friedemann befand, der s. Z. bei dem Einbruch abhanden gekommen war. Wegen des vermcyten auves u. s. w. wurde Wagner zu süns Jahren Zuchthaus verurthellt; dazu hat er noch die sieben Jahre Zuchthaus abzusitzen, denen er sich damals durch die Flucht entzog ; und endlich wird er noch in Kö then wegen des Einbruchs bei Gebrüder Friedemann abgeurtheilt werden." Der Cylinderbei den Arabern. Höchst originell ist die Ver- . , . w . . r r . wenvung. weiche oer iyiinoer, ott o überaus schöne, zweckmäßige und angenehmeKopfbedeckung der höchstcivilisirtcn Abendländer, bei den Arabern findet. So erzählen Reisende, welche Volksschulen in Cairo besuchten, daß sie in jedem Lehrzimmer einen europäischen CylinderHut, allerdings m sehr defektem Zustand, aufgehängt sahen. Als sie einen arabischen Lehrer durch den Dolmetsch über die Bedeutung dieses Hutes befragten, hielten sie die überraschende Antwort, daß es die größte Strafe für unartige Kmder sei. wenn sie einen Cylmder aussetzen müssen. In der That, fanden die Reisenden auch iv. einem anderen Schul-' zimmer einen Knaben mi'. einem Cylinder auf dem Kopse in einer Ecke stehen und schien derselbe über diese Strase ganz zerknirscht zu sein. DieZöglinge der Classe des Professors Cabanel in der Pariser Ecole des Beaux-Arts haben sich nach dem Tode dcs Malers Lehmann, der bei ihnen als ein strengerLehrer miß' liebig war, einen sehr brutalen Scherz erlaubt, welcher ihnen jetzt theuer zu stehen kommt. Sie sührten mit Stühlen und anderem Hausgeräthe ein Grabmal auf, legten aus dasselbe einen Todtenköpf, Gebeine und eine angezündete La terne mit der Inschrift : .Dem seligen Lehmann." Nachdem sie an diesenlSpottmale die Todtengebete und sonstigen bei einer Bestattung üblichen Gebräuche parodirt hatten, zogen sie in Procession durch den großen Hof der Schule, besprengten einen ihrer Kameraden, dem sie das Gesicht kreideweiß angestrichen hatten und der also den Todten darstel len sollte, mit einem Flederwisch, sangen Litaneien, in denen beständig der Name Lehmann wiederkehrte, und verließen in diesem Aufzuge die Anstalt, um in der nächsten Weinkneipe ihren Unsug fortzusetzen. Der Direktor der Schule brachte den Vorfall sofort zur Kenntniß des Ober'Kunstrathes. der an diesem Tage eben unter dem. Vorsitz des Ministers Jules Ferry Sitzung hielt. Der OberKunstrath verfügte, daß die Klasse des' Herrn Cabanel geschlossen bleiben sollte, bi die Schuldigen sich selbst zu erkennen gegeben hätten. Dies ist bis jetzt izicht geschehen. Wie es heißt, hätten sich nur fünfzehn Zöglinge an dem Putsche betheiligt, aber sie werden, da ihnen sichere Entlassung drolzt, weder sich selbst ange den, noch von ihrrn Kameraden angcgeden werden, welcheSLetztere in derSckzule etwas ganz UncrhörlcS wäre. Die ganze K asse dürfte also den thörichten Scherz , mit dcm Verluste eines Semesters büßen. ,Äie Eröffn ung der Gottbardbahn wird zu Zürich in Verbindung mit dem landesüblichen Jrühlingsfeste, dem .Sechseläüten", 'durch einen großartigen historischen Umzug gefeiert wer-' den. - Schon seit mehreren Wochen sind' die Zünfte der Stadt, welche die Ausführung des Zuges übernommen haben, eisrig-damit beschäftigt, die zahlreichen. Gruppen zusammenzustellen und auszurüsten, welche in sieben historischen Bildern die Beziehungen der Schweiz zu Italien vom Alterthum bis zur Gegenwart , darstellen werden. Die Herolde des deutschen Reichs, der Schweiz und des Königreichs. Italien in der Tracht des 16. Jahrhunderts . werden den Zug eröffnen ; c5 folgen dann die alten Helvetier unter ihrem Fürsten Diviko, JuliuS Cäsar mit römischen Soldaten, mehrere deutsche Kaiser mit '.Gefolge, Handelskärawanen, Pilgerzüge, Kriegs-' scenen, Papst Julius II. und sein Hos, Künstlerleben in Rom, Räuberbanden, die Gotthardpost, die Seidenindustrie und als Schlußgruppe die Gotthardbahn. Die weidlichen Rollen sollen dies. mal. der Würde des festlichem Anlasses entsprechend, nicht durch Männer in Frauenkleidern, sondern durch wirkliche Damen dargestellt werden.
