Indiana Tribüne, Volume 4, Number 228, Indianapolis, Marion County, 30 April 1882 — Page 4

hhhh r m s-. . inl 7 v Ts l. rv ' -f trt&zm AusSchwarzw&ldcr chtcnnadeln gewonnen. i i CFts eil bekanntes, vorzügNcheS Mittel gegen Rheumatismus, Neitzen im Gesicht, eigen im Gesicht, Steißen im Gesicht, Reißen im GesiSt, . Kelßen im Gesicht Gliederreißen, Gliederreißen, Gliederreiß, Gliederreißen, OlkederreiKeu. Jliederreißeo, Froftieulen, Frostbeulen, Frostbeulen, Frostbeulen, Frostbeulen, Sicht, Gicht, . Gicht, Gicht, Gicht, Gicht, Gicht. Gicht. . Gicht. Gicht. GiHt, OiöUl Hexenschuß, Serenschnß, r vexenschuß 6tM(AS k0 VIUIUUU Sekknschu b Zstknleide, yuiiemetocn, Hüstenleide. Hüftenleiden, Hüttknleiden, Hüftenleiden, Kranöamnöen, Verstauchungen Verstauchungen Verstauchungen, Lerstauchunae, Verstauchungen, Steisen ßalk, Steifen Hatt, Sttifen ßslö, Steifen Salß. Steisen HalS, Quetschungen, Quetschungen, Quetschungen, Quetschungen, Frühlinge, ruyungen, Brühungen, Vrühunezen, Bruhungeu, Bruhungen, Frische Wunden, Frische Wunden, FrisHe Wundeu, Schnittwunden, Schnittwunden, Schnittwunden, Schuittwunden, Schnittwunden, Zahnschmerzen, i ti 'und Et Schmerzen, Kelche ein öuerN J licheS Mittel beuöthigen. iz umiiltt aiirrw iTiiana, aiaxcn p tdann d uaa in jeder FiUe er unk e xfLi-. üsaiei Pflicht eine 3ktu. ftet et Kittel bei der Kfcan in haben, welch tcht 5s in so l ich tn4 v4 t i . I i ;r.' t itTV.- vrr Gxmcrjcii nnji, linatrn Mau felCelUUitrttttiU. 2, biej,,rjiclinnat m aköbsDel! 5? S!afe Et. abll Del ew c "53 Se!uSz.Anwetwn U beuchn, ngiiser, 'tl tl -1 tnf i,H v. O itt ,, r nfÄUkirB fit n 00) t U kbet BjtLCt iI K ,edn ekt wirb bet BefKUmim in nld( ntnu A stt il b2.v Ttcl nni et f UaU reqKM. CUb ftbocrt : i n V. Otffielcr S., Baltisou, feunu M fj es: incNrusmarKe ttsS. i geicT . Cäcxi IrWau 14 MfSrSntmlv aaw fta CsttMxUa EStrnx CrTTg'

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Bttver aus Niseno. (Som A.ieg5schauz:atze.)

.Sie werden eine gute Fahrt haben," so sägte mein Begleiter, ein in' Lloyddiengen ergrauter Seemann, der mir das Geleite zu meiner von vier stänimi' gen Bocchesen bemannten Varkc gege bn, die ich an der Riva vsn Cattaro bestiegen. Zwar kämpst eine surchtbare Bora mit einem nicht minder bösartigen Sirocco, außerdem werden Sie so etwa in der Gegend von Perasto einen f leinen Sturzregen mit Hagelaccompagnement haben und zu dieser Tause zwei selsohne ein kleines Donnerwetter in den Kaus bekommen, aber ich will daran nicht verzweifeln, daß Sie doch endlich mit heiler Haut in Risano ankommen." Freund Aeolus blieö dermaßen aus vollen Backen und ließ unsere Nußschale aus den schaumgekrönten, sturmdurch peitschten Wogen tanzen, und der Him mel machte ein so grämlich bärbeißiges Gesicht, als wollte er die Prophezeiun gen meines meteorologisch gebildeten Seemannes der Reihe nach erfüllen, aber da war keine Wahl, der dumpfe Schlachtendonner, der bereits seit dem frühen Morgen, das leidige Gebimmel der Cattarcser Glocken übertönend, aus den Krivoscianer Felsen hallte, mahnte zu gebieterisch an meine Pflicht, mahnte zu dringlich an meine Abreise, als daß ich die Bosheit der Wettergottm mir allzusehr zu herzen hätte nehmen sollen. Wir stießen ab, und bald schaukelten wir auf der grünen Fluth, die heute unter der Einwirkung der zweifelhaften Beleuch tung wie flüssiges Pech aussah. Ich kann nicht behaupten, daß mir gerade wohlig zu Muthe war, denn jeden Moment kam so eine niederträchtige Sturzwelle, die uns mit einer Douche beglückte, und,immcr einStück Boot süllend, uns die Annehmlichkeit eines Fuß bades bereitete, das seiner niederenTem peratur halber just keine erfreuliche, zum mindesten nothwendige Zugabe bot, zu mal ein ganz abscheulicher Wind aus dem schluchtenreichen Krucisixberge, dem Krstac kommend, uns fast die Lichter ausblies. Aber was that's, ein bischen durchnäßt und das Gesicht mit einer dünnen Salzkruste überzogen, nit der uns die emporschäumenden Wogen be scheert, erreichten wir, ohne daß auch nur eine der Vorhersagungen des fahrenden Unglücksraben eingetroffen wäre, dieNi sano-Bucht und ruhiges Gewässer. Der immer lauter dröhnendeKanonendonner mahnte uns zur Eile, an das Land zu steigen und die ins Meer ab stürzenden Karstklippen zu erreichen, von deren mit magerem Gestrüpp bestände nen, scharfg?zahnten Rändern diePulver wölklein schon lustig enporwirbelten, und aus deren steilen, stellenweise wie mit dem Lothblei behauenen Schroffen, die kaum sür Gemsen beschreitbar schie nen, haardünne, hellgraue Linien ficht bar würden, die bei näherer Besichtigung sich als Truppeniolonnen erwiesen, welche von Morinje aus die Hänge von Holt zu erklimmen suchten, wahrend die Geschütze des hart am Land lavirenden .Sansego" seuerbereit den keckenAusstieg beobachteten. Der Anblick war an und sur sich m teressant genug, um dieBlicke eines jeden Menschenkindes zu fesseln, geschweige denn die Aufmerksamkeit eines Schlach tenbummlers zu absorbiren und sür an dere Vorkommnisse total unmöglich zu machen. Was Wunder denn, daß ich, mit dem Feldstecher sorgsam jede Be wegung der den Ziegen in's Handwerk pfuschenden Soldaten überwachend, die Nächstliegenden Dinge 'gänzlich übersah und überbörte. Nald wäre mir dies ?verhängnißvoll geworden, denn ich über hörte die vom Bord des quer, in der Bucht liegenden Kasemattschiffes tönen den Halteruse, die der an Deck schildern de Matrose mir zuschrie, und wendete dann erst dem Rufer meine Ausmerlsamseit zu, als dieBootsleute Mich ersuchten, doch um aller Heiligen willen zu antWorten, sintemalen unsere Theerjacken keinen Spaß verstünden, und so man beim dritten Rus nicht, wie sich's gehört, fein säuberlich Antwort gibt, die weitere Konversation mit Zuhilfenahme ihrer UchatiuSkanonen fortspinnen. Da ich nun nicht Lust hatte, die wackern Ma trosen, die sich bereits in etwas ostenta tiver Weise mit ihrer unverschämt über Deck mich angrinsenden Pivot-Jagd-tanone zu schaffen machten, durch Zielen und Schießen nach meiner Wenigkeit zu inkommodiren, so antwortete ich auf die bereits zum dritten Male an mich er gangenen Frage mit ganzem Lungen aufgebote und empfing die Ordre, bei'm Albrecht" anzulegen. Bald hielten wir bei dem erzumkrusteten Koloß, der gleich einer schwimmenden Burg emporragte aus den Fluthen. An der Platsorm der in's Waffer hängen den Treppe stand ein ziemlich resoluter und selbstbewußter Marsgast, der die Ausgabe hatte, den die Rlsanobucht be fahrenden Bootspaffagieren herz und Nerven zu prüfen. Ich empfing von dem angehenden Nelson nebst einer durch meine Harthörigkeit wohlverdienten Strafpredigt durch die Ordre, meine Staatsunaesahrllchkelt durch Legitlma tionspapiere zu dokumentiren. O, wie dankte ich aus vollcmyerzen dem nebens würdigsten allerBeamten, demEottareser Bezutshauptmann von Buolsavlevies, der meine bisher paßlose Brusttasche mit einem von semer Hand gefertigten Pas sirschein gepanzert hatte. Ich hatte sonst nimmer die Krivoscie geschaut, so aber dekretirte der Mann sein: Boot pa nrt und wenige Minuten später hatten wir den Molo des durch seine Feigen, seinen Transithandel und durch seme lpitzbuvi sche Bevölkerung in den weitesten Krei sen bekannten Städtchen Risano erreicht. Es war ein buntbewegteö Bild, das sich unseren Auaen bot. Eine ganze Flotte von Trabakeln und Barkschiffen war in dem Miniaturhasen verankert, und hundert emsige Hände regten sich. um die in dem Innern der ungeschlacy ten dickbäuchigen Fahrzeuge ausgespei cherten Kisten und Säcke an's Tageslicht zu schleppen und dort diese Kolli zuBer gen emponuthürmen oder in'S Dunkel der Verpflegmagazme zu überführen. haben wir uns durch den Knäuel wild durcheinander hastender, sich stoßender und drängender bunt kostumirter Men (chen, durch einen Troß von hochbcpäck

ten Saumthieren, .endlich durch, Laby

rinthgänge zwischen hoch aufgestapelten Waarcnballen und Fässerpyramiden hin durchgewunden, so gewinnei? wir die krummen holprigen Octsgaffen, von ! welchen der Weg nach jenen Serpentinen suyrt, deren helle, wild verworrene Linien einer Signatur gleichen, die Riesenhände auf dies graue, wild verwet terte Karstgestein gekritzelt. Waffen ? blinken von jenen Höhen, die just einen nrr r-r , - i rr i iilonai sruyer um uurmenoer yano von unseren wackeren Soldaten genommen wurden und ausweiche nun unter dem anfeuernden Ruf hell schmetternder Trompeten neue Schaaren hinaufziehen. Die Soldaten sind besten Muthes voll und wünschen nur das Jnsurgentenpack, das die Armee so ost drangsalirt, in ih ren Schlupfwinkeln aufzusuchen. Diese jedoch scheinen nirgends Stand zu hal ten, und alle eingelaufenen Meldungen stimmen darin überein, daß die Jnfur genten, durch da? plötzliche Erscheinen unserer Truppen verblüfft und ohne nur zu einer halbwegS kräftigen Gegenwehr sich aufzuraffen, oller Orten die Flucht ergriffen hatten. Nur bei Ledenice su periore, gegen welches Oberst Baron Walter mit seinen EliteTruppen, drei Compagnien des braven RegimentsPhilippovich und den DreierJäger, vordringt, scheint der. Gegner die Zähne weisen zu wollen. Immer heftiger wird das Knallen der Büchsen, in deren Ee knatter das schwere Dröhnen der Berg kanonen hineintönt, und bald erscheint auch, von den Höhen sorgsam nieder steigend, ein düsterer unheimlicher Zug, die ersten Verwundeten des heißen Ta ges. Mit ehrfurchtsvollemSchweigen macht der soeben dichtgedrängte Knöuel Raum sür die bleichen, todeswunden Männer, deren Glieder blutgetränktes Linnen um hüllt. Sie sind sast alle hart getroffen von dem tückischen Feindesblei, und die meisten haben der Wunden mehrere auf zuweisen. Ist es doch ein Hauptsport unserer halbwilden, barbarischen Gegner, gerade Diejenigen als Zielobjekte zu er sehen, die schon getroffen sich im Blute wälzen. Emer der Verwundeten, ein Reservist Namens Franz Heidl, der einen Schuß in's Bein, erhalten, versichert treuherzig m seinem anheimelnden Salzburger Dialekte, daß er während seines Sturzes zweimal das Bewußtsein und einmal das Asterleder (Absatz) verloren habe. Der Mann ist guter Dinge, sreut sich, sechzig Patronen aus die Insurgenten verschos sen zu haben und beantwortet die Fra ge, was ihm fehle, mit : A Virginer Zigarrl". Sofort wird ihm vom freundlichen Chefarzt, Dr. Winterstein, ein yanzes Bündel solcher Glimmstengel gereicht, und der Blessirte, der den gan zen Weg über es sich nicht nehmen ließ. Gewehr, Tornister und sonstiges Ruft zeug selbst zu tragen, begibt sich, gemüth llch schmauchend, in die Barke, die ihn sammt, seinen anderen, weniger glückli Yen LeidenSgesüyrten an Bord des Spi talsschiffes .Gargnano bringt. (Wiener Tagbtatt.) Lichtsinn und Naumsinn. Früher nahm man 5 Sinne an, heut unterscheidet man : Geschmacksinn, Ge ruchsinn, Gehörsinn, Temperatursinn, Druckstnn. Ortssinn, Muökelsinn, Licht sinn, Raumsinn und Farbensinn. Man kennt Llchtempnndungen, welche von der tiefsten Dunkelheit bis zur größ ten Helligkeit eine Reihe bilden, und nennt die Fähigkeit, verschiedene Hellig reiten zu unterscheiden, den Llchtsinn (nach Proseffor Aubert). Man kennt aber weder das Marimum der stärksten Helligkeitsempsindung, da das directe Sonnenlicht sehr rasch zerstörend aus un ser Sehorgan wirkt, noch kennt man das Maxlmum der stärksten Dunkelheits empsindung; denn selbst im finstersten Raume haben wir noch immer verschie dene Lichtlinien, Lichtfunken, Lichtnebel. Wir können also nur den kleinsten Lichtreiz messen, welchen unser Auge noch empfinden kann. Aubert wandte zu diesem Zwecke im stockfinsteren Zimme? einen Schieber im Fensterladen an, mittelst deffen mehr oder weniger Tageslicht eingelassen werden konnte. Förster gab einen Lichtsinnmeffer an, bei dem dieser Schieber sich vor einem Lichte an einem sonst finsteren Kasten befindet. Wenn die Oessnung des Schiebers nur 2 Quadratmillimeter groß ist, sieht das normale Auge noch singerdicke Striche in diesem Kasten. Muß die Schieberöff nung 8 Quadratmillimeter groß sein, so ist.der Lichtsinn bei 1800 Quadrat Millimeter 1J900 des Normalen. Bei gewissen Krankheiten sinkt, der Lichtsinn außerordentlich, so bei der Netzhautablö sung (die häufig in Folge von starker Kurzsichtigkeit entsteht), bei derPigment degeneration der Netzhaut, ttner sehr ernsten Krankheit, welche ost bei Kindern blutsverwandter Eltern beobachtet wird, und bei der Nachtblindheit, welche als Folge von Ueberblendung mitunter epi demisch im Sommer in Waisenhäusern, Arbeitshäusern, bei Soldaten, Feldar beitern oder Matrosen entsteht. Letztercs Leiden, Hühnerplinz in Schlesien genannt, ght nach mehrtägigem Aufenthalt im Dunkeln und bei Genuß von fetten Speisen (Hyppokrates empfahl schon die Schweinsleber), selbst vorüber. Es giebt Lichtempsindungen, welche als räumlich getrennt aufgefaßt werden, und wir nennen die Fähigkeit, Licht gleichzeitig und räumlich verschieden zu empfinden, den Raumsinn. Die Fein heit des Raumsinns wird darnach gemes sen, je näherj2 Punkte an einander aus der Netzhaut ihr Bild entwerfen können und doch noch räumlich als zwei getrennt wahrgenommen werden. Der centrale Raumsinn wird also auch die centrale Sehschärfe sein müssen. Das schärfste Sehen findet in der Nejhautgrube, einer noch nichts mm Durchmesser haltenden, kleinen Vertiefung im gelben Fleck der Netzhaut statt, und zwar wird das Bild dort auf den seinen Sehzapsen entwor sen, die kaum 1j1000 rnia Durchmesser haben. Früher wählte man die Sterne zur Prüfung der Sehschärfe nd noch heute gilt es für ein Zeichen eines, sehr scharfen Auges, wenn der kleine Stern (das Reiterlein) dicht an den zweiten hellen Sterne, dem Mizar in Schwanz des großen Bären gesehen" wird. Bon außerordentlicher Sehschärfe der Jndia

ner berichtet Humboldt, sie sahen seinen

freund Aompland aus sast 4 geogra phische Meilen, bevor ihn Humboldt mit dem Fernrohr fand. Gewöhnlich bedient man sich jetzt der Schriftproben und Zeichen von Proseffor -Snellen, um die Sehschärfe schnell zu bestimmen. Wer eine bestimmte Schrift bis G Meter liest, hat Sehschärfe 1, wer sie bis 3 Me ter liest, hat Sehschärfe. 14. Doch werden diese Proben, wie man beiDorf schülern fand, oft viel weiter gelesen, als Snellen meinte; auch Oberstabsarzt Dr. Buchard in Kassel sand, daß die Mehr zahl der Artilleristen die Schrift weiter liest, so daß selbst doppelte Sehschärfe nicht selten ist. Da die Tressähigkeit der Geschütze wesentlich erhöht wird, wenn sie von Soldaten bedient werden, welche recht schars sehen, so müßte eine allgemeine Elassisikation der Augen bei der Aushebung stattfinden, ebenso wie die Classtfication nach der Körperlänge. Man nahm früher .an, daß die Seh schärfe nach dem 40. Jahre continuirlich sinke, so daß wir die Aussicht hätte, im 80. Lebensjahr bei sonst ganz gesunden Augen nur noch eine halbe Sehschärse zu besitzen; doch war dieses Gesetz aus viel zu wenigen Beobachtungen gcgrün det. Es ist eben schwer, eine Anzahl al ter Leute zur Untersuchung betreffs die ser Frage zusammen zu bekommen. Mit Hülse des Amtsvorstkhers und Lehrers in Schreiberhau gelang eö vor 8 Jahren 100 Personen, die älter als C0 Jahre waren, auf ihre Sehschärfe zu prüfen. Von diesen hatten 88 eine Sehschärfe die größer war, als 1, und die 80jähri gen hatten nicht. sondern H Sehschärse. Bon den wilden Völkern weiß man längst, daß sie vortrefflich sehen; aber directe Sehschärsenprüsungen liegen nicht vor. Man fand, daß die Nubier Punkte, welche gesunde europaische Augen nur bis 16 zählen, noch bis 26, 30, selbst 39 Meterzählten. Wir empfinden nicht blos Licht und Raum im Centrum unserer Netzhaut, sondern in der ganzen Ausdehnung der selben, und wir nennen die Ausdehnung des Raumes, welche von den Seitenthei len der Netzhaut wahrgenommen wird, also mit dem peripherischen Raumsinne, das Gesichtsseld. In diesem Gesichts felde existirt aber eine Stelle, an der wir alle nicht sehen, das ist der blinde Fleck, welcher der Eintrittsstelle det Sehnerven in's Auge entspricht. Mariotte entdeckte ihn vor 200 Jahren und amüsirte den König Karl II. von England und seine Hofleute damit, daß er sie lehrte, sich ae genseitig ohne Kops zu erblicken. Wir, bemerken diese Lücke rm Gesichtsfelde ge wohnlich nicht, eil wir 'sie durch rasche Augenbewegungen wieder schnell aus füllen, und weil wir mit beiden Augen zusammensehen. Die Grenzen des Ge fichtsfeldes können an einer Tafel oder an bestimmten Instrumenten, Perime tern, auögemeffen werden. Sie sind höchst wichtig in Krankheiten des Auges. Eigenthümliche, seetorenartige Ein schränkungen findet man bei beginnen dem schwarzen' Staar. (Vertrocknung der Sehnerven), concentrische Einen gung dei der Pigmentdegeneration der Netzhaut, inselsörmige Defekte bei Cysti cercen (Finnen), die unter der Netzhaut eingewandert sind, centrale Defekte bei gewissen Gehirnleiden. Einen charak terischen Defekt sür Roth im Centrum zeigen Personen, die zu viel geraucht haben ; derselbe verschwindet wieder bei Enthaltsamkeit vom Rauchen. Komische Leute, Erinnerungsbilde? von Eiegmund Haber. In einer der Hauptstraßen der ebenso guten, als großen und alten ProvinzialHauptstadt B. betrieb Herr Heinrich Hof berg eines der schwunghaftesten Papier gesch aste. Alle Schüler der verschiedenen Lehranstalten drängten sich danach, bei ihm ihre Schreibhefte zu kaufen, denn so schön knallroth eingebunden, wie dort. waren sie nirgends wieder zu haben. AIS Emballage sür "Stahlfedern, und wenn man sie auch nur Halbdutzendweise ent n'ahm, gab es immer ein kleines, nied liches Schächtelchen, was bekanntlich aus ein empfängliches Knabengemüth nie ohne tiefere Wirkung bleibt. Ständige Kunden bekamen von Zeit zu Zeit einen sonst nicht los zu werdenden Ladenhüter, z. B. einen Bleistiftspitzer von sragwur diger Verwendbarkeit, oder einen ebenteuerllchen Federhalter zum Zeichen be sonderer Gunst als Geschenk. Man nebt hieraus, daß err vosbera, wie man sagt, d'raus zu laufen wußte. Sein Geschäft florirte in Folge dessen ganz außerordentlich, aber mit dem Nclchwer den ging es bei dem selbstverständlich nur geringen Nutzen, mit dem gearbeitet werden mute, ziemlich langsam vor wärts. Was Wunder, wenn Herr Hos berg unablässig nachgrübelte, wie er etwas schneller zu der heutzutage jedem anständigen Menschen unentbehrlichen und zur Bestreitung der allernothwen digstcn Lebensbedürfnisse kaum ausrei chenden, lumpigen Million gelangen könne! Er betrieb deshalb alle mogll chen, einen Nutzen versprechendenNeben gefchäste, in deren Auffindung er ge radezu unerschöpflich war. Da war ihm denn schon seit längerer Zeit ein junger Mensch aufgefallen, der Tag für Tag zu allen Stunden an sei nem Laden vorbeischlenderte, an seinem Schausenster stehen blieb und daselbst immer und immer wieder die schon tau sendmal beguckten Raritäten in Augen schein nahm, die darin ausgestellt waren. Der iunge Mensch sah m jeder Bene hung sehr reduzirt aus, blaß und elend im Gesicht, schäbig in der Kleidung, schwach aus den Beuten. Augenschein llch hatte er keine Beschäftigung und litt Mangel. Darauf baute Herr Hofberg semen einer gewissen Genialität nicht er mangelnden Plan. Eines Taaes,als er den jungenMann wieder müßig vorübergehen sah, ließ er ihn m semen Laden rusen. ,Er nahm ihn alsdann in sein abseits gelegenes Privatkomptoir und stellte folgendes Examen mit ihm an: .Ihnen geht es wohl sehr schlecht V .Ach ia! .Sie flößen mir Interesse ein. Wie heißen Sie?" . .Robin' : . , .Wovon leben Sie ?' ' ...Meine Verwandten lassen mir hin

und wieder eine kärgliche Unterstützung

zukommen." - - .Haben Sie irgend einen organischen Fehler, ein Herzleiden oder etwas Der gleichen?" ' - ' .Nein, ich bm kerngesund und sehe nur o schlecht aus, weil ich Nichts zu essen habe." . Wieso, haben Sie keine Beschasti gung r - .Ich finde keme, die mir zusagt. jöo, so! Was würden Sie wohl sagen, wenn ich Ihnen proponirte, in mein Geschäft einzutreten ?" Ich ja leider Ihre Branche ist Mir vollständig sremd " Es war dem braven Robln offenbar unangenehm, daß ihm diese Offerte ge macht wurde. Herr Hofberg hatte aber em seines Verständniß sür seme Skru pel. Er antwortete also: Das thut nichts. Sie sollen ve Mir nicht hinter dem Ladentisch stehen, son dern Ihre Beschäftigung soll sein, den ganzen Tag, so lange es Ihnen beliebt, durch die Straßen zu bummeln, sich die Schausenster meiner Eoncurrenten anzu sehen und mir Abends zu berichten, was Ihnen dabei Neues aufgcsallen ist. Wür den Sie das ohne allzu große Anstren gung wohl leisten können .Ich denke, ja." Ich engagire Sie vorläufig aus einen Monat. Als Salair empfangen Sie erstens sofort einen neuen, eleganten Anzug, zweitens vollständig freie Sta tion m meinem Hause, inklusive Wem und Cigarren, und, drittens zwanzig Thalerdaar. Sind Sie zusneden?" Herr Robln war es. Wird es ihm Jemand verdenken? Das war eine Stellung, wie er sie sich immer gewünscht hatte. .Sofort ging Herr Hofberg mit ihm in ein elegantes Kleidermagazin und lauste ihm einen semen Anzug. Dann nahm er ihn, da die Mittagszeit gerade herangekommen war, mit in seine Woh nung, keß ihn am Fammentlsch Platz nehmen und nach Belieben zugreifen. Herr Robin schlug, wie es Niemand Wunder nehmen wird, eme respektable Klinge. Auch der Wem, m Bezug aus welchen er keineswegs sehr verwöhnt war, schmeckte ihm vortrefflich. Nach Tisch steckte er sich eme Cigarre an und begab sich an sem Geschäft, d. h. an's Bum meln. Er erwarb sich hiermit die volle Zufriedenheit seines Prinzipals, welcher ihn nach der gleichfalls opulenten AbendMahlzeit bei sich behielt, um mit ihm bi zur Stunde des Schlafengehens noch einen wackeren Trunk zu thun. Alsdann wieg man ihm sein Zimmer an und wünschte ihm eme gute Nacht. Der brave Robin kam sich vor, wie im HlMMtt. . Nach kaum acht Tagen kannte er sich selbst nicht wieder. Aus der verkummer ten und verlotterten Vogelscheuche war em elegantes, rothwanglgeö, von Ge sundheit strotzendes Mitglied der mensch liehen Gesellschaft geworden. Als er sich seinen Verwandten so , zeigte, hatten diese, nachdem der erste Schreck überwunden war, eine rechte Freude darüber, denn ansangs waren sie auf den nicht ganz fernliegenden Gedanken eines begangenen Schwindels verfallen. Sie vermahnten ihn nun ernstlich, sich diese gute Stellung warm zn halten und Alles zu thun, um Herrn Hofberg'S unfchätz barer Zufriedenheit immer würdiger zu werden. .Wissen Sie was V sagte dieser eine Woche darauf zu ihm, .ich werde Sie in eine Lebensversicherung einkaufen." . ), das kann ich eigentlich gar nicht verlangen !" .Vorläufig nehme ich die Police allerdings zu meinen Gunsten und ver sichere Ihr Leben sür mich. Welchen Vortheil Sie oder die Ihrigen später davon haben werden, wird von Ihrem ferneren Verhalten abhängen. Kommen Sie!" Sie gingen mit einander in die Bu reaux verschiedener LebenöversicherungSgesellschasten Herrn Hofberg gelang es, bei dem blühcnden Aussehen Robins und bei dessen durch die ärztliche Unter suchung konstatirter robuster Gesundheit das Geschäft unter außergewöhnlich günstigen Bedingungen zu Stande zu bringen. Das Dokument wurde ange fertigt, Hr. Hosberg steckte es, nachdem die erste Pramienrate bezahlt war, in die Tasche und zog mit seinem lieben jungen Freunde fröhlich von bannen. Weiß der Himmel,wie eö zugingt aber an demselben Nachmittage kam es zwi schen den Beiden zu einer ersten kleinen Differenz. Wodurch sie veranlaßt worden war, ist kaum festzustellen, genug an dem, Herr Hosberg wurde etwas unangenehm. An diesem Abend aß der brave Robin nicht mit am Familientische : das Esten wurde ihm auf sein Zimmer ge schickt und war in Bezug auf Qualität und Quantität entschieden nicht von der gewohnten Vollkommenheit. Nächsten Tages gab es schon in aller Frühe abermals eine Scene, weil Robin nicht zur bestimmten Stunde zum Frühstück erschienen war. Von da an war es mit dem angenehmen Leben des Letzteren zu Ende. Hr. Hosberg ließ keine Gelegen heit vorübergehen, ohne an Robin sein Müthchen zu kühlen. Letzterem riß schließlich die Geduld. Auch er wurde heftig. Schließlich gab ein Wort das andere, und ehe noch der Monat um wär, befand sich der liebe Robin wieder in dem ihm von früher her nur zu wohl bekannten Zustand absoluter Beschästigungs und Nahrungslosigkeit. Diesmal aber ging es ihm schlechter als je. Seine Verwandten, die ihn zu anderen Zeiten wohl hin und wieder unterstützt hatten, waren wüthend, weil er .sich die gute Stellung bei einem so menschensreundlichen Prinzipal, wie Hr. Hosberg, nicht zu erhalten verstanden, und verweigerten hartnackig jede weitere Subvention. Was Wunder, daß der neue Anzug rasch wieder den Weg aller alten Kleiderhändler ging und Herr Ro bin kurz darauf viel elender, abgerissener blasser und schlotteriger aussah, als selbst in seinen schlechtesten Tagen. So bummelte er denn vvn Neuem zwecklos durch die Straßen, ein Bild des Jam' merS. ' ' .Sehen Sie sich einmal, sagte Herr Hosberg, der sich gerade in dem mit den Fenstern nach der Straße hinausseh'en den Komptoir eines Geschäftsfreundes befand, als Robin sich vorüberschleppre. .diesen Menschen da draußen an. - Ist

Ihnen je ein talentvollerer Todcölandi dat vorgekommen? Der Kerl lebt kein Jahr mehr!"' ' -

Noch nlüt einmal so lanae! lautete die sehr richtige, durch das . wahrhast schreckenerregende Aussehen Robins motivirte Antwort. HerrSosbera schmunzelte : Habe eine Lebensversicherung aus ihn. Fünftausend Thaler!" ' . . Dann mußte man hnen ja eigent lich gräluljttN." .Bitte, bitte ! eS sind mir auch in Be zug äüf die .Police schon mehrfach Of festen gemacht yorden, die ich bis jetzt m m w rj V 1 aber stets zurüSgewMen yave. Jcy vuie Sie ! Ein so stckereSvje cda t ! uno recy nen Sie selbst, ich müsse noch zwei Jahre hindurch die Prämie bezahlen, dann vet v? . - jt - .i ..r. v viene 10) immer noc? uver uiciiuucuv Thaler !" . Wollen Sie zwettausendThaier daar für die Police nehmen V platzte der Ge schästssreund heraus. I, wohin denken ic ? Ich werve doch nicht " .Kein langes Besm?ien : 15a oder Nein? Hier ist Geld." Dabei öffnete er seinen Arnheim und nahm dieSumme heraus.' Herr Hosberg kämpfte offenbar einen schweren Kampf mit sich. .Es ist ein reiner, klarer Verdienst, den ich aus den Händen gebe !" Er brachte diese Worte mühsam hervor. .Indessen baar Geld lacht topp, das Geschäft ist ab geschlossen! - Die Police wurde noch an demselben Taae dem Geschäftsfreunde oirt. Als Hofberg Abends nach Hause ging, traf er Herrn Robm aus der Straße. .W.'l len wir uns wieder vertragen V fragte er ihn gutmüthig. ' Die Antwort lautete naturlich bejahend. Von da an ging es Robin wieder recht gut. Ek bekam einen neuen Anzug und bot, da sich seine holdenWangen inFolge der guten Hosberg'schen Küche bald wie der mit einem lieblichen Roth bedeckten. m kurzer Zeit das Bild strotzender Ge sundheit. Darüber waren Alle sehr ver gnügt, Herr Hosberg, er selbst und seine theuren Verwandten, nur der obwe Ge schästssreund bemerkte diese Wendung zum Bessern mit gelmdem.Schauer. .Was soll daraus werden V fragte er sich kummervoll, .der Bursche sieht ja plötzlich abschreckend gesund au !" In seiner Angst lief er zu Hosberg. .Was sagen Sie denn blos zu diesem Robin?" .Nicht wahr," meinte Hosberg im menschenfreundlichsten Tone, .er hat sich. 5Jott sei Dank, wieder recht erholt !" .Ja, aber was wird aus meiner Po lice? Denken Sie doch, 'was die mich unter solchen Umständen sür ein Geld kostet ! Der Mensch kan? jr, seinem jetzigen Aussehen nach, siebzig Jahre alt werden!" .Sein Vater selig ist erst im neunzig sten gestorben !" .Du lieber Himmel, da sterbe ich am Ende noch vor ihm." .Nun, dann käme ja das'Geld immer hin Ihren werthen Erben zu gute," trö stete der gefühlvolle Papierhändler. .Hofberg, nehmen Sie mir die Police wieder ab !" .Oh ! Ich bin froh, . daß ich sie nicht mehr habe." .Ich will in drei Teufels Namen ein Opfer bringen !" Herr Hofberg, ' der oute Mann, ließ sich richtig breit schlagen. Natürlich mußte sein Geschäftsfreund tüchtig blu ten, aber er übernahm die Police wie der. Merkwürdig ! Vom nächsten Tage an ging es mit Robin von Neuem bergab. Genau so, wie das erste Mal, war es zwischen ihm und seinem edlen Protektor zu einer Differenz gekommen, in deren Folge er das Haus knall und sall ver laffen mußte. Wieder wär er ohne alle Subsistenzmittel, und wieder sah er nach kaum vier Wochen aus wie eine Vogel scheuche. Wie oft der biedere Herr Hofberg den edlen Märtyrer Robin, wenn es galt, die Police zu-verfausen, zum Skelett herun tergebracht, und wie oft er ihn wieder .ausgenudelt" hat, wenn das Geschäft rückgängig werden sollte, habe ich leider nicht erfahren können. Wenn sie aber inzwischen nicht gestorben sind, dann le ben sie jedenfalls in ihren alten geschöstlichen Beziehungen heute noch ! Skoveless'S Bekenntniß Skobeleff wollte mit seinerRede nicht zum Srirge aufrusen.sondem vor dem Sttitgt warnen. Älsekom im Ruß". Mit Feuereifer hab' ich mich Bestrebt, den Haß zu schüren. Und mit dem Säbel rassle ich. Den Krieg zu annonciren. Als weitberühmter Redeheld Erzähl' ich von dem Siege, Der bald uns blüht, der ganzen Welt, Und warne vor dem Kriege. Noch ist's, wie ich mich jüngst sprach aus. In Aller Angedenken, Rief ich, doch auf zum blutigen Strauß In Kneipen selbst und Schänken, Ich wünschte, daß das Czarenreich In Grund und Boden schlüge Den Nachbarstaat mit Einem Streich Und warne vor dem Kriege. Herbei, Ihr Slavophilen all'. Die Säbel aus der Scheide ! Es komme der Zusammenprall, Daß sich mein Herz dran weide ! Herauf beschwör' ich Scenen kühn. Daß sie zum Bilde füge Auf's Neue Freund Wereschagin, Und warne vor dem Kriege. Wem jetzt noch vor dem Kriege bangt. Dem mög' Verachtung lohnen. Wer Aufschub für die That verlangt. Verräth uns den Teutonen. Vom Friedensdämon laffe Dich, O, Slave, nicht umgarnen. In diesem Sinne wollte ich Noch mal vor'm Kriege warnen! Wespen.) ES ist unglaub lich, aber eine Thatsache: sür die Wittwe des ermordeten Banditen Jeffe JameS werden Sammlungen mit grotzem Erfolge ver anslatter.

Xit Scelcnwandcrung.

eine indische SrzS;:unF. Die Bewohner Indien'S, dieses 5andes der Fabel und der phantastischen Religionen, huldigen bekanntlich auch' dem Glauben an die Scelenwanderung.' Inwiefern sich dieser Glaube nicht nur auf Einbildung, sondern auch aus Thatachen stukt, mag die folgende Slzze le? weisen. ' Es ruht sich herrlich unter dem Schar ten himmelanstrebendcr Bananen so . . . r cr .rr t. . :v:rjt.r..t: Dacht woyi ein aijcua vdici ano mann), der sich vor der Gluth der sud orientalischen Sonne unter die Zweige dieses Riesenbaumes flüchtete; er ließ - .' - . . ..üXi!.. rrx sem Mlpann, em paar praqilge zu vbanten. am sruchtbeladenen Wagen im Felde stehen, um sich hier mit dem ange nehmeren Nichtsthun zu veicyazligen. Allmälig schloß Gott Vrahma Die Au genlieder des Ermüdeten m sanstem Schlummer; er träumte von lieblichen Gesilden. und glaubte sich durch dieSce lenwanderung in ein sernes Zauberreich versetzt. Unterdessen kamen ves Weges zwer weise Priester aus dem Stamme der Brahminen. Sie sahen den schlasenden Bauer, sie sahen auch das PaarElephan ten und sanden, daß sie schön waren, i Sie schauten sich lange an, ohne zu sprechen ; ihre Mienen sprachen deutlich. Sie griffen in ihre Taschen und fanden, daß sie leer waren. Da hub der Aeltere an : Es ist nicht gut, daß ein Waischa zwei Elephanten besitzt, und wir Brahminen keinen; laßt uns ihm einen nehmen. Wir bekommen dann Geld, viel Geld. Der Jüngere schlug an seine Taschen, zum Zeichen, daß kein Geld darin sei. Der Brahmine fuhr fort : Ich weiß Rath. Bringe den schöneren Elephanten in die Stadt. Verkaufe ihn. Wir theilen den Erlös. Ich spanne mich statt seiner in den Wagen. Nach einer Weile erwachte der Waischa durch einen menschlichen Ruf. Er sprang aus: HüHoüo hü. Da sieht er den Brahminen im Schirr zeug. Erstaunt fragt er ihn nach dem Grund dieser Verwandlung. Der Brahmine erzählte. Als Jüngling war ich ein Sausewind. Lebte flott ohne Sorgen. Hatte mich dem Laster der Trunksucht ergeben. Brahma ver bannte mich. Meine Seele wanderte in einen Löwen. Nach langer Zeit man derte sie in einen Elephanten. Jetzt ist meine Strafzeit aus ; Brahma erbarmte sich meiner. Ich bin wieder Brahnine, Bin jetzt dein Sclave und diene dir. Befiehl über mich ! Der Waischa entgegnete : Ich bin weit entfernt, Eure Herrlichkeit als Sclaven benutzen - zu wollen. Eure Herrlichkeit sind frei. Brahma sei gelobt ! Der Brahmine entfernte sich unter vielen Danksagungen. ' i Kurze Zeit hieraus kam der Waischa in die Stadt ; er wollte sich einen zwei ten Elephanten kaufen. Doch, siehe da, er erblickte einen alten Bekannten : da stand er wieder leibhastig, sein früherer lepyanr. izt traute semen Augen kaum; doch da ihm das Thier freundlich zunickte, faßte er sich ein Herz und klopfte ihm vertraulich auf die Schulter, indem er ihm in's Ohr flüsterte : Aber, Eure Eminenz müssen wieder viel getrunken haben! Dann kaufte er sich einen anderen Ele phanten,- mit dem er die Heimreife an trat; doch sollen ihm auf dem Rückweg manche Bedenken über die Aechtheit t ser Seelenwanderung anfgestiegen sein. Minnefayrt. Minne hat auch harte Zeiten.. Wo Gewölk den Weg verhüllt; . Wo es gilt, bergan zu reiten, . Festgewasfnet, festgewillt'. Und ich will's ! Ich will D'ch küren, Stünd' in Wollen auch Dein Haus ! Minne weiß ja gut zu führen : . Berg' und Erde ritt' ich aus. Mag auch Sonne nirgend scheinen. Glänzt mir doch der eig'ne Blick In Gedanken jener Reinen, Glaube zwinget das Geschick ! ' ( Ueber Felswerk, über Zweigr Zieh' empor, mein taps'reS Roß ! Auf ! mein Wodast, steige, steige ! -Treue bricht das stärkste Schloß. Wie die Welt mit süßem Schalle Mich auch lockt, und güld'nemGlanz, ' Ihre Kronen geb' ich alle Um der Minne reinen Kranz ! Wenn die Veilchen blüh'n aus's Neue, Weißt Du, was den Locken frommt; Halt' auch Du Dein Herz in Treue, Freu' Dich ! Dein Getreuer kommt! Gedankensplitter. Der Unalaube ist eine drnne Eisdecke. über die der Einzelne gehen kann, die Tcai stürzt einem. Ein unbekannter Feind ist ein doppel ter Feind. Wer 's Vieb wie Menschen bebandelt. behandelt auch die Menschen wie 'S Vieh. Das unglückliche Kind leht dem Her zen am nächsten. Die Geduld reißt immer am falschen Ende. Zur Nachahmung. Ist es wirklich wabr. Herr Leberlei - der, daß Sie sich jetzt zum fünften Male verdelrathet haben r .Freilich, die Vierte ist mir ja voriges Jahr gestorben." ,Ja, sagen.Sie mir nur, wie w.'rden Sie denn Ihre Weiber so schnell loS V Auf ?ine ganz einfache Art : ich wl derfpr.'ckc ihnen nicht,und darübe? ärgern, sie sich uüe zu Tode !" Der dankbare Bau ei?. ' Arzt : Das ist ja mehr, als ich ver langen kann, guter Freund. Ihr zählt mir da 100 Gulden auf. während Ihr mir nur 60 verspracht, wenn ich Eun Frau gesund mache; uglücklicher Weise ist sie aber gestorben Bauer: .Eb'n'deßweg'n, Herr Dok tor? SS hab'n mehr than,elö i oalan hab', da zoll's a auf 50 Wulden ä nah Inkummen." '