Indiana Tribüne, Volume 4, Number 218, Indianapolis, Marion County, 22 April 1882 — Page 2
' .
, ' . V,1 V V üAj
t "W UUIUUU aUUMK w Sägliche- und Sonniagsausgaöe. Äfftee: 2S. DelawareStr. JDterel s secoml-ckisä matter at the x'ostosilcc at Indianapolis, Indiana.j . 51bonnctnent5-s45rcii"c : NgUchs Ausgabe 12 Ctt. Per Woche. Sonntagöausgabe 5 GtJ. PerNummer. Beide zusammen 1 5 Ci?. Per öochc. KV" Da Tagilatt erscheint jeden Äachmittaa um 2J Uhr. Die Sonntagöausoad erscheint deS Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind., 22. Aprils 1832. Der NsdgerS". Der Dampfer Rodgers", welche: lau! der telegraphischen Berichte im Eise ver brannt und gesunken ist, wurde vor sei-ner-Erwerbung durch die Bundesregie:rung als Walfischfahrc? unter dem Na srnen 'Mary and Helen" gebraucht und war ein wegen seiner starken Bauart .berühmtes Schiff. Dasselbe hatte in Betreff seines Aussehens und seiner Ein'! nchtung solche Aehnlichlett mit Norden skjöld's .Vega", daß es von den Seeleuten die Zwillingsfchwcster der letzteren genannt wurde, war im Jahre 1879 in BathMe., erbaut, 155 Fuß lang. 30 Fuß breit, 16j Fuß tief und mit einem Gehalte von 420.1 Tonnen registrirt ; seine Maschine hatte 150 Pferdckraft. Dem. Verlangen der öffentlichen Meinung'und den Vorstellungen der amerikanischen geographischen Gesellschaft entsprechend, passirten beide Häufer des Congresses eine Bewilligung zur Aus rüstung einer Expedition nach der Jea nette", und der Präsident beauftragte am 3. März 1881 den Marineminister, ein Schiff zu dem bezeichneten Zwecke auszurüsten, mit Freiwilligen aus den Reihen der Mannschaften der Kriegsflotte zu bemannen und von den bewilligten tz17o,0(X) so viel zu verwenden, als zur Erreichung des Zieles erforderlich sein werde. " Marineminister Hunt wählte aus Grund' der Empfehlung des von ihm mitAuswahl eines Schiffes beauftragten Comite die Mart) and Helcn", erwarb solche für die Summen von 5100,000, legte ihr den Namen Rodgers", zu Ehren des Vorsitzenden desPrüfungscomite, unseres tüchtigen Admirals, bei, ließ sie auf das beste ausrüsten und bemannen, und der .Rodgers" passirte am 16. Juni 1b81, ziemlich zwei Jahre nach der Jeannette", unter Führung des Lieutenant Robert M.Berry. die.GoldenGate". Er erreichte Mitte Juli die Bcringstrae, . versah sich an der Küste der Avatcha Bai mit 21 Hunden, durch welche er seinen desfallsigen Bestand auf 47 brachte, nahm so viel getrocknete Fische ein, als er unterbringen konnte und setzte am 24. Juli die Reise nach dem 5)afen von . Petropauloski fort.. In St." Michaels erfuhr Kapitän Berry, daß der ganze "vorhergehende Winter ungewöhnlich 'mild gewesen sei, und daß der amerikanische Zollkutter Corvin" nach zweimaligem kurzen Aufenthalte in genanntem Hasen am 9. August wieder nach dem nördlichen Eismeere abgegangen sei. In der St. Lawrence Bai tras der Rodgers" mit der russischen Fregatte Ave lock- zusammen, von deren Capitän De Lirson Berry in Erfahrung brachte, daß ersterem - die Bewohner der Küstenstriche von einem im Eise eingefrorenen Schisse erzählt hätten. Am 24. August landete der Rodgers" an Herald Eiland"; die sorgfältigsten Untersuchungen führten zu keiner Spur von der Jeannctte" , und Berry ließ einen Bericht über den seit herigen Verlaus seiner Expedition, deren Zweck und nächste Ziele, aus der Insel zurück.- Von einem Berge tni Innern . der Insel, der 2,500 Fuß hoch ist, hatte ' man offenes Waffer, so weit das Fcrn- ' röhr reichte", entdeckt,und auf dem Rückroege wurde ein Bericht des Corvin" vom 12. August gefunden, welcher constatirte, daß dieser bis dahin keine Spur von der Jeannette" hatte aussinden können. Der Rodgers" wandte sich dann südlich nach der St. Lawrence Bai Zurück, um dort zu überwintern; über seine weiteren Schicksale bis zu seinem Untergänge fehlen noch die Nachrichten. Wie sollen die Chinesin schwören? Vor einem Londoner Gerichte hatte vor einigen Jahren ein Angehöriger 7 einer ostindischen Völkerschaft einen Eid ' abzulegen. Der Richter konnte jedoch nicht sogleich zu einem Entschluß darüber .' gelangen, wie dieser halbwilde APate 5 vereidigt werden sollte. Denn bei dem 'Volke deffelben herrscht die schöne Sitte, beider Eidesleistung einen Kuhschwanz in die Hand zu nehmen. Da aber leine ; Kuh in den Gerichtssaal gebracht werden und das hohe Gericht sich ebenso wenig . .-nach 'einem Kuhstalle vertagen konnte, so begnügte man sich damit, daß der - Fremdling das Versprechen gab, die lautere Wahrheit sagen zu wollen, wolilti er einen Gegenstand, den er als eine Art Talisman bei sich zu sührcn pflegte, aus die Fläche seiner ausgestreckten Hand
W44A4iA Wll
C Mtit
F
' -legte. .
' ' lJnden Ver. Staaten ist schon oft die ' ' Frage erörtert worden, aus welche Weise die Chinesen vereidigt werden sollen. ;. Herr Williams theilt in seinem Miocle
" ' Kingdom", einem, was die Lebensweise, Sltten und Gebrauche der Chinesen an ...belangt, authentischem Werke, mit, daß ,n dem chinesische Nechtsv-rsahren die Eidesleistung etwas ebenso Unbekanntes seiwie eine Jury. Wieser Behauptung widersprechen jedoch Angaben des be kannten Rciseschriflstellers Dobell, wcl l'.cher schreibt : " 'Wenn in Canton ein Zeuge ver eidiat wird, so werden ihm ein lebend!ger Hahn und ein Messer überreicht, und in demselben Augenblick, in welchem er
den Eid ableat. muß er dem Hahne den
-v
Kops abschneiden. Dieses Köpfen eines 5)ahnes hat bei den Chinesen dieselbe Bedeutung, wie bei uns des Küffen der Bibel, ciber ich glaube nicht, daß es, bei der moralischen Verkommenheit der Chinesen, sür ebenso heilig gehalten wird." Auch in den Pac'lsicstaaten soll diese blutige Ceremonie beider Vereidigung der Chinesen schon hin und wieder beob achtet worden fein, und serner wird be richtet, daß man dort einen Chinesen, ehe er aus den Zeugcnstand tritt, einen Porcellanteller zkrdrechen läßt, wobei er die Erklärung abzugeben hat, in dem Verhör nur die Wahrheit sagen zu wollcn. Da nun aber die Zahl der Chinesen in unserem Lande keine geringe ist und dieselben mit der übrigen Bevölkerung nicht nur in einem nahen Verkehr stehen, sondern auch gelegentlich mit dieser und unter einander in Rechtshändel gerathen, so ist die Frage, wie die Chinesen vereidigten werden sollen, von juristischem Standpunkte aus betrachtet, durchau? seine unwesentliche und es wäre in der That zu wünschen, daß dieselbe bald ge j'5st würde. ' , f Explosionen in Kohlengruben. Die vor einigen Tagen telegraphisch gemeldete Explosion in der BlockhouseMine", unweit Sunderland in Eng and. bei welcher zwanzig Arbeiter um's Leben kamen, ist das fünfundzwanzigste solcher Ereigniffe, welche in den letzten vier Jahren stattfanden und, abgesehen von den Verwundeten md Verstümmelten, den Verlust von nahezu- sechzehnhundert Menschenleben zur Folge hatten. Am schwersten wird England von diesen Verlusten betroffen. obgleich dort nur vierzehn von den sünf undzwanug Explosionen stattgesunden haben. Dieser Umstand erklärt sich aber aus der größeren Ausdehnung der Koh lenb'crgwcrke in Wales und anderen Theilen Großbritanniens und der verhältnißmäßig größeren Anzahl von Ar veitcrn, welche der vernichtenden Wir kung der Explosionen ausaesetzt sind. Bei den vierzehn Unglücksfällen dieser Art, welche in England stattfanden, kamen mehr als zwölshundert Menschen um's Leben, während bei den els Gruben Explosionen, welche sich äußerhalb Englands ereianeten.nicht mehr als 3aO Arbeiter getödtet wurden Im Durchschnitt belauft sich bei Unglückfällen dieser Art der Verlust an Menschenleben in England aus 86, bei denjenigen außerhalb England's dagegen auf 32. Und dies war auch die Zahl der Arbeiter, welche am 3. Februar diesesJahreS durch die Explosion bei Midlothian in Virginien ihren Tod fanden. "; Sunderland,wo das letzte Grubenunglück stattsand, liegt ganz in der Nähe von Trianon Grange", wo am 10. Februar dieses Jahres sechzig bis siebzig Arbeiter von einem schlagenden Wetter getödtet wurden. Auch Seaham, wo am 8. September 1880 164 Arbeiter um's Leben kamen, ist nicht weit von Sunderland entfernt. No'rth Staffordshire ist in den letzten vier Jahren besonders schwer von Explosionen heimgesucht worden, ebenso Wales, wo am II.September 1878 in der Ebb Vale CoMery" nicht weniger, als 231 Personen ihren Tod fanden, während bei Rhonda Val lcy am 16. Dezember 1880 100, beiDinas am 13. Januar 1879 60 und. bei Risca am 15. Juli 1880 119 Arbeiter umkamen. Die letztgenannte Explosion wurde durch einen Blitzschlag verursacht. Bei Haydock in Lancashir'e wurden am 1. Juni 1878 durch ein schlagendesWetter mehr als 200 Personen getödtet. Im Königreich Sachsen fanden m dcn letzten vier Jahren bald nach einander zwei Grubenexplosionen statt, die erstere bei Chemnitz, am 2. Dezember 1879, wobei mehr als 70 Arbeiter qetödtet wurden, und die andere am 20. Januar bei Meißen, wobei zehn Personen umkamen. Ferner sind in den letzten vier Jahren in Belgien drei Gruben Ezplosionen vorgekommen, mit einem Gesammtverluste von 126 Menschenleben; in NovaScotia zwei, mit emcm Gesammtverlust von 56 Menschenleben, und in den Ver. Staaten vier, de; welchen ui's Gesammt 86 Personen umkamen. Amerikanische eeide. In Philadelphia trat dieser Tage die Women's Silk-Culture Association", welche sich die Einführung und Hebung der Seiden-Jndustrie in diesem Lande zum Ziele gesetzt hat, zu ihrer Jahresversammlung zusammen. Vor Allem wurde bei dieser Gelegenheit die Aufmerlsamkeit auf die Seidenrobe gelenkt, welche ausschließlich aus Seide angesertigt worden ist, die in den Ver. Staaten gezogen wurde, und Frau Garpeld zum Geschenk gemacht werden soll. Die Präsidentin der Gesellschaft.Frau Lucas, reichte den auf die Thätigkeit der Association bezüglichen Jahresbericht ein. Aus diesem Berichte geht unter Anderem hervor, daß die aus einundzwanzig Staaten der Union der Association zugesandtenSeidenproben dcr besten italienischen Seide, falls sie dieselbe an Güte nicht übertreffen, mindestens gleich sind. Es sind, dem Berichte zufolge,-in dem letzten Jahre 8500 Maulbecrbäume und gegen 25,000,000 Eier an Seidenraupenzüchter verkauft worden. Die Gesellschast hat,, bei ihren verhältnißmäßig geringen Mitteln eine ausgebreitete Corrcspondenz geführt, und :- zahlreiche Circulare und Pamphlete verbreitet, und schließlich sind seitens Professor T. Morris drei Preise sür die drei besten von Negerinnen eingereichten Seidenproben ausgesetzt, welche jedoch nur sür den Fall ausbezahlt werden, . daß zehn Bewerber vorhanden sind. Um noch einmal aus die zum Geschenk sür Frau Garsield bestimmte Seidenrobe zurückzukommen, so reprasentirt dieSeide, aus welcher dieselbe angefertigt worden ist, vierzehn Staaten der Union, und die Qualität dieser Seide ist eine solche, daß die Ver. Staaten sich hinsichtlich der Seiden-Jndustrie als unabhängig vcn
Europa betrachten dürfen, falls sie nur gewillt sind, diese Industrie tr.it der erforderlichen Energie zu betreiben.
Zur (ZcsckikÄle drö Tornato'ö. O O?, sn einem westlichen englischen Blatte erschien vor einiger Zeit ein Artikel über den Tomato, nach welchem diese beliebte und längst allgemein im Lande rcrdreitete frucht tane Zeit hindurch unter dem Namen LiedeSapsel" nur als Zierpflanze angebaut wurde, ebe sie aus den Tisch kam und roh oder gekocht gegessen wurde. Dasselbe Blatt veröffentlicht jetzt eine von M. B. Spasford in Bezug auf diese Angaben gemachte Mittheilung. In derselben wird zwischen dem Liebesapfel und dem Tomato ein Unterschied gemacht und behauptet, dujj, während im westlichen Theile des Staates New yott und namentlich in der Umgegend von Albany der Liebesapfel" schon m Jahre 1816 allgemein in den Gärten zu finden gewesen, er, dcrSchreiber, den ersten Tomato im September 1831 zu Lanstngbürg, N. gegessen und diese Frucht nm dieselbe Zeit auch in Olean, N. Z)., gefunden habe, wo sie seit Jahren gegeffen worden sei. Er selbst habe zu der Verbreitung derselben in Genessee County, N. I., beigetragen, indem er Samen an die Farmer vertheilte. Der Tomato habe damals schon denselben Umfang erreicht, wie heutigen Tages. Es seien auch bald andere' Varietäten, verschieden an Gestalt und Farbe, aufgekommen, nachdem H. G. Spafford, der Redakteur eines landwirthschaftlichen Blattes im Jahre 1831 den Tomato als eines der gesun' besten Gemüse empfohlen habe, welches namentlich Leuten von sitzender Lebensweie" zu empfehlen sei, und solchen, welche an einer starren Leber litten, geradezu als Heilmittel diene. Diesem Urtheil hätten sich auch bald die tüchtigsten Mediciner angeschlossen. Dieses habe denn auch zu der Anfertigung und dem Gebrauch von Tomato-Pillen geführt, welche allgemein sür ein sehr heilsames Medikament gegolten hätten. Zn der Schneen oth in Manitoba gesellen sich jetzt die Ueberschwemmungen des nördlichen Red Niver. DieMississipvi-Botschaft des Präsidenten ist eine Art Grabrede sür die Politik des blutigen Hemdes" und eine Inauguralrede sür eine Politik der inneren Verbesserungen". (N. Z). Stsztg.) II 'schuldig Vrurthktlte. Im Laufe eines einzigen Jahres sir.d in England nicht weniger als zehn Fälle von Verurteilungen Unschuldiger entdeckt" worden, und darunter einzelne Fälle, in denen es sich um den Galgen gehandelt, so daß es nur einer Begnadigung zu langer Haft oder einem milderndcn Verdikt aus Todtschlag zu danken war, daß nicht eben so viele unschuldig Gehenkte" zu verzeichnen waren. Der traurigste Fall betras einen Mann, Namens Govin, welcher des Mordes schuldig", zu lebenslänglicher Transportation nach Australien, England's damaligcmSibirienmitZwangsarbeit", begnadigt war. Vor els Monat:n erwies sich durch besondere Zufälle seine völlige Unschuld, aber er hatte schon vierzig Jahre als Sträfling verbüßt und war inzwischen ein Siebziger geworden. Als im Parlament im vorigen Sommer der Minister des Innern an eine Bewilligung einer Entschädigung für den Unglücklichen erinnert wurde, sträubte' er sich anfangs, um nicht einen Präcedenzsall" zu schaffen, gab aber schließlich wegen so schwerwiegender Ausnahme nach und Govin erhielt tausend Pfund Sterling ! Um dieselbe Zeit wurde entdeckt, daß zwei wegen versuchten Raubmordes Verurtheilte eigentlich so weiß wie gefalle ner Schnee" gewesen. Sie - hatten ein Jahr bereits verbüßt und erhielten ein kleines Präsent" als Schmerzensgeld. Vor etwa vier Wochen wurden aus einem der Gefängnisse in London zwei Gefangene freigelassen, die länger als zwei Jahre .von einer ihnen diktirten zehnjährigen Zuchthausstrafe verbüßt hatten.. Sie waren ebenfalls des versuchten Raubmordes und der brutalen Verstümmelung ihres Opsers" schuldig befunden worden. Es waren Farmer deren Familien seither dem Armenhaus zunelen. Das Opser" von damals hat auf. dem Todtenbette bor Zeugen, und zwar schriftlich bekannt, daß er selber an eigener. Perfon. jene Verstümmelungen vollzogen,. um damit eine Erpressung gegen die beiden Farmer, mit denen er im Unfrieden gelebt, auszuführen. Den Raubmordversuch hatte er aus Rache wegen Enttäuschung erfunden. Der Minister des Innern hat sich auf ein dringliches Vorhalten entschlossen, das Parlament zur Bewilligung von je 500 Pfund Sterling Entschädigung an die beiden in gänzliche Armuth Verfallenen aufzufordern, und ein Gesuch der örtlichen Armenhausverwaltung, daß ihr gestattet werde, von den beiden Entlas senen- die Pflegekosten für ihre Familien imExecutionswege einzutreiben," prompt abgelehnt. Jene Armenväter sind selbstverständlich von der Presse an den Pran ger' gestellt worden. Vorläufig müssen die beiden Unschuldigen freilich von einer Almofensammlung leben. In allen vorerwähnten Fällen mußten die. Un glücklichen vor ihrer Freilassung pro ibnna ein Gnadengesuch an Ihre Majestät die Königin" unterzeichnen. ' Gegenwärtig schwebt ein anderer Fall. Ein Mädchen, vor Jahren wegen Giftmordeö angeklagt und wegen Todtschlags verurtheilt, besindct sich im Kcrker. Dem Minister ward dringende Vorstellung dahin gemacht, sie ebenfalls wegen Unschuld begnadigen zu lassen. Es sprechen deutliche Jndicien sür ihre Unschuld, und die Jury, welche sie verurtheilte, hat soeben das öffentliche Geständniß abgelegt", daß sie eigentlich" die Angeklagte sür unschuldig gehalten, aber sick nickt an die Thatsachen in der Ver-
bandlung gehalten, sondern dem gestrengen Richter gefolgt sei, der im Rcsume so eindringlich der Jury zugeredet !za be." Um sich aus der Verlegenheit" zu helfen, hätte sie damals ihrem Vcrdicte die Bcgnadigungsllausel hinzugesügt, in dem guten Glauben, daß der Richter ein solches Gesuch an den Minister des Innern expediren müsse. Sie hatte nicht gewußt, daß dies im Belieben des Richters liege in allen Fällen, wo. nicht aus Todesstrafe erkannt wurde. Ihr Gnadengesuch sei in den Papierkorb des ZUchtcrs. gewandert, aber so sei es ja nicht gemeint gewesen." Ihr gutgemeinte Compromiß sci ibr verdorben, und so müßte sie denn freilich sagen, daß es bei der Beweisausnahme um die Schuld der Bewußten gar nicht schlimm gestanden." Das erinnert lnutatis mu tantur an das berühmte Verdick einer maischen Jury : Nichlschuldig, aber cr soll es nicht wieder thun." Ein Anspruch aus Entschädigung sür unschuldig Verurtheiltc ist auch im engtischen Gesetze keineswegs vorgesehen, aber'neuerdings läßt man ost Fünf ge rade sein in diesem Punkte. Wenn man erwägt, daß noch vor. hundert Jahren in England aus nicht weniger als dreißig Verbrechen oder Vergehen, von denen einzelne heute nur mit halbjähriger Haft geahndet werden, der Galgen stand, und die Rechtspflege sehr im Argen lag, Gnadcalte auch höchst selten waren, so wurden sicherlich öfters Unschuldige nicht nur verurtheilt, sondern auch unschuldig gehenkt. Es war eben ein hartes Jahr hundert! Wie Ainsworth erzählt, wu? den in London damals drei blutjunge Leute, weil sie aus einem Spazicrgange um sich Stecken zu verschaffen, drei junge Bäumchen auf anderer Leute Grund abgeschnitten, am Galgen zu Tyburn, im heutigen Westcnd von London, gehenkt. Die gute alte Zeit" ! Doch um mit etwas Heiterem zu schließen, erzählen wir eine kleine Geschichte aus Cambridge, Dort üb! die Universität eine ArtSittenPolizei aus, wcßhalb es sür unverheitä thete Frauenspersonen verboten ist, sich Abends nach 9 Uhr in den der Universttät naheliegenden Vierteln ohne auto ritative Begleitung" bei Strafe der Einspcrrung blicken zu lassen, offenbar zum Tugcndschutze sür die studirendenGcntlemen. Der Univcrsitäts'Pcdcll macht seine Runde nach 9 Uhr und verhastet Contravenientinne'n" und sührt sie jn den Polizei-Arrcst ab. '. Eines Abends sie! ihm ein fremdes, hübsches Gesicht
auf. .Arretirt!", ,Aber ich 'bin fremd hier Neun Uhr vorbei! Arretirt !" Jn diesem Augenblicke schlug es vom Kirchthurm Neun: Die Aermste, eine Wäscherin, die erst'Tags zuvor nach Cambridge üversiedeltc,berics sich darauf, daß es jr noch nicht Neun geschlagen, ehe er sie aufgehalten. Meine Uhr geht richtiger, als , die Kirchthurmuhr, vorwärts !". Am nächsten Morgen konnte sich die Verhaftete als eine solide Waschsrau ausweisen. Sie wurde gegen Senat und' Polizei wegen widerrechtliche? Einsperrung" klagbar, und eine indig nirtc, generöse Jury verurtheiltc die gelehrten Häuser zu 200 Pfund Sterling Entschädigung sür die eine Nacht unvcr schuldete? Hast. . Ueberhaupt hat ein unschuldia Eingc sperrte? des Polizei-A.rrests häusigGlück. wenn cr auf Entschädigung klagt, es sei denn daß die Polizei dringlichen raisonablcn Verdacht" nachweisen kann.- Es hat schon mancher kleine Mann sein Glück gemacht, weil cr-uns5ouldig", das heißt ohne raisonablen, Verdacht" ein paar Tage im Polizeiarrest gesessen. Ist aber Jemand in aller Form ncrurlheilt und erst später erweist sich seincUnschuld,' dann hält die Justiz nm lildse?! die Taschen zu. Die Logik fährt vutt aul da bei, und es ist ein Loch im Gest tz auf alle Fälle. E s wird behauptet daß in verschiedene. Thicn von . Ill'xoi? dir Blatlern durch r,uav vUt: (i.ii:uandcrcr einaeZchiepp! wotden sittd. .; . ... .. V ' . f Oom Inland:. I n c i n e r P r ei s e l b e e r p si a n jung, südlich von Eatanton, R. vurdc am" 19. d.. M.' ein Fcue? angezündet, um eine Partei dürrer Prcfelzcerbüsche zu verbrennen. Die' Flammen verbreiteten sich in den benuchbarten Tannenwald und richteten einen Scha )en von ca. Hl 0.000 an. -.. . ,z Ueber die Erneuerung der el)rivil ilcgien der Nationalbanken, welche am 23. Febr. 1882 ablaufen, sagt ver N. I. Her." : Die Frage ist von der äußersten Wichtigkeit und sollte sobald, als irgend möglich, erledigt werben. Dieselbe greift tief in die ökonomischen und Geschäftsverhältnisse des ganzen Landes ein und ein Ausschud ihrer Erledigung würde die verderblichsten Folgen haben. Die kurze Debatte , im Siepräsentantenhause hat gezeigt, daß die Ansichten der demokratischen Mitglieder des Hauses' über die. Zweckmäßigkeit einer Erneuerung der Privilegien getheilt sind. Ran-' dall von Pennsylvanien und slomer von New Jork sprachen sür, Codd von In diana und Bland von Missouri gegen Sie Erneuerung' Die öffentliche Meinung ist und. muß zu Gunsten des gegenmärtigcn Systems sein, denn oiejes ist das bste und sicherste, daö wir je gehabt haben. Eine Rückkehr zu dem sruheren Wildkatzen - System" wäre ein großes nationales Unglück.' ' ' " Wurst wider Wurst: Bekanntlich hatte' die Delaware, Lackäwanna & Western . Eisenbahn Compagnie: in -der Stille der Nacht aus dem von ihr b'eanspruchten Terrani in Jersey CitySchienen legen lassen und einen EinhaltSbefehl für den Fall herausgenommen, daß Schritte gethan würden, sie zur Beseitigung der Geleise zu zwingen.' Die Compagnie fühlte sich im. Besitze dieses Besehls sicher und hatte daher die Bewachung des fraglichen Terrains verabsäumt. . Dies machten sich die städtischen Behörden zu Nutze und ließen in der Nacht vom 18. zum 19. dies. Mon. die Schienen ausreißen und beseitigen. Hier durch ist nunmehr die Stadt wieder im Besitze und vorläufig im Rechte, welches
letztere auch wirklich aus ihrer eite zu sein scheint. In eine? zur Feier des 100.
Jahrestages der Unabhängigkeits'Erklärung Irland's am 18. "dies. Mon. in Baltimore veranstalteten und von Jrländcrn, Amerikaners und Deutschen äußerst zahlreich besuchten Versammlung schloß der Festredner. Richter Block von Pensylvanien, seine Ansprache mit fol gendcn Worten : Der Kampf um den Besitz des Bodens und der Arbeit stndet nicht allein in Irland statt. Auch hier erstarkt der Reichthum und erschlafft der Mann." Wir machen mit den Jrländern gemeinsame Sache, nicht allein, weil Gerechtigkcitsliebc uns dazu veranlaßt, sondern weil auch wir uns gegen ähnliche Bedrückung Seitens Bcutejägcr bald zu wehren haben werden. Wenn wir Irland zum Siege verhelfen, bestärken wir uns in unseren eigenen Principien und kräftigen uns für den viel-Z leicht nach heftigeren . Kampf, den auch wir bald zu führen haben werden." Tod vor Scham. Die achtzehnjährige Jenny O'Brien wurde dieser Tage unter der Anklage, eines Dieb stahls in New York vcrhastet. Dem Gerichte vorgesühkt bemächtigte sich ihrer große Ausregung, sie weintelrankhast und brach plötzlich unter einem morkerschulternden Aufschrei zusammen. Noch ehe der sofort herbeigerufene Arzt zur Stelle sein konnte, war das Mädchen cine'Leiche. V e r z w e i s e l t e s A n g st g e s ch r e i eines fünfjährigen Knaben tönte in der Nacht vom 1. zum 19. d. Mts. aus der Wohnung des Schneiders John Lennon in einem Tcncmenthause an der östl. 10. Str. in New Z)ork; gleich daraus gellten die kreischenden Hilferufe eines Wei bes durch die Nacht. Ein Polizist, der hinzueilte, sah außerhalb eines Zimmers, dessen Thüre offen stand, eine Frau in ihrem Blute aus dem Hausgar.ge liefen und erkannte beim Scheine der Lampen, mit denen . Hausbewohner herbeieilten, in dem Zimmer, dessen Thüre offen stand, einen kleinen, blassen Mann, der ihm ein blutiges Taschenmesser mit dem Bemer ken überreichte, er habe sein Weib getödtet, weil diese seit Langem damit umgehe, ihn zu vergiften. Aus den Angaben der sterbenden Frau und 'ihres Knaben geht hervor, ' daß diese bis gegen Mitternacht an einem Anzüge für den letzteren genäht, dann sich schlafen gelegt,- daß der Mann gegen 1 Uhr ausgestanden sei und sich angekleidet habe, um 'auszugehen. . Auf die-Aeußerung der Frau,, es sei zu früh, an die Arbeit zu. gehen, hatte der Mann ruhig geantwortet : er wolle auch zuvor tbun, was er lange vorhabe, hatte ein Messer gezogen und dieses in den Körper der Frau gebohrt, so schnell er den Ärm bewegen konnte. Die Leiche der Frau zeigte 21 Stich-- und Schnittwunden, von denen, jede für sich allein tödtlich war. - Da s Schiff Rich ard Ro binson", welches die. betrügerische Fracht der Firma Vogel & Co. in Hong Cong nach New Vork brachte, enthielt unter Anderem 6500 'Ballen Hanf, und von diesen befanden sich in 4000 Ballen statt Hanf ganz ordinäre Matten Canton Matting ; 91 Ballen Rohseide" enthielten Seegras und Moos; bloß die Kamphersendung war reell. Die betro genen Händler verweigern dieBezahlung der vollen Zollgebühr und haben gegen Fntrichtung der-, vollen Frachtraten remoNstrirt.' FräuleinKateField sagt, dieLächerlichkeit habe zwar oft das Fort schreiten einer würdigen Sache verzögert, dasselbe aber noch nie dauernd verhinber,t. Man" sollte glauben, .dieser Satz 'beziehe sich auf ein wichtiges Thema, etwa aus das Frauenstimmrecht oder auf die Agitation gcgcn die Viclehe. Von alle dem ist indessen nicht die Rede. Kate Ficld meint, daß Jedcunann das Recht haben müsse, Kniehosen a la Wilde zu tragen. DieGeistinger-Gesellschast bei den Mormonen. Ueber das dreimalige.. Gastspiel, in der Salzseistadt krzäylt Herr- Amberg : Wr spielten auch dort stets vor auLvcrtausleu.Hause. Die Sälzseestadt hat eine vorwiegend englisch sprechende Bevölkerung, allein wir hatten trotzdem Erfolg. Alle kamen, Amerikaner und 'Deutsche, Nicht Mormonen und' die'Heiligen des jüngsten Tages,' die Letzteren, sogar mit Familie. So zählte . ich während der zweiten Vorstellung in einer Loge nicht wemger als zwölf Kinder, die augenscheinlich Einer Familie angehörten. Auch die Häupter derMormonenkirchc kamen alle. Sogar der Präsident Taylor erschien und sah sich einen Boccacio" an. Ein recht passendes Stück das sür einen Oberpriefler der Mormonen, nicht wahr? Er sch'ckte am nächsten Tage seine Karte dn.Frau Geistinger nebst einige seine Bewunderung für ihr Spiel ausdrückenden Worten und ließ auch mir sagen, daß ihn nur die zur selben Zeit in der Stadt tagende Conferenz der Ober Häupter der Kirche - und die dadurch her vorgerufene . Anhäufung der Geschäfte am öfteren Besuche der Vorstellung oir bindere.. Die Ausnahme Seiten des Publikums war stets die allerwärmste." -Die interessanteste Vorstellung, welche die Gesellschaft auf ilirer Rundreise gab, war' nttch.Anüa.t d.'r Frau Geistinger oirjenige iu; (5fn, läu., in welcher die .'Mtynabl der Zunioiitr aiu. Indianern i u 6 , (i pjKy.fo n k.iuid. . . ... 1. NMWMMZ Kewspaper Advertising Bureau. "10 Spruco Street), where adver. riff "7 tfstnsf IsU VOWl Rcichwcin'Z Halle, SWEckeMarket L5 NobleSt Meine Halle ist setzt eine der schönsten in der Stidi und bin imStand gesetzt, sie für Concerte, Bälle,. Untcrh aUnngen und sür Vereinszwccke be.lenö zu empfehlen. Die besten Getränke vnb Agcrrcn sind sie! an Hand. - . - - Ph. Reichwcin, Eigenthümer.
vcn Auslane?. -In A gram ward neulich der Oberstlieutenant - Auditor, Dr. R.
v. Edethartingcr, wegen unsittlicher Attentate, begangen an Kindern von 7 bis 12 Jahren, vcthastet. Bisber sollen bei 11 Kindern solche Attentate constatirt worden sein. Einige der Kinder sind gesährlicher Verletzungen wegen in's Krankenhaus gebracht worden. Die Zu sührcrin der Opfer des Wüstlings war ein zwölfjähriges Mädchen. Ederharlingcr ist 5 Jahre alt und genoß allge meines Ansehen; cr soll sein schändliches Treiben bereits mehr als zwei Jahre hindurch getrieben haben. G a m b e t t a kaust m,t einer Manie, die sast schon komisch wirkt immer neue Zeitungen an. ReucrdingS hat cr auch die Laterne" erworben. Die Zahl der von.ihm in dcrProvinz eroberten Blätter, von welchen mehrere mit einer Million bezahlt wurden, ist ziemlich beträchtlich ; sie beträgt 22. Allge mem verwundert man sich darüber, daß er so ungeheure Summen zu seiner Ver sügung hat. Ein .Rattenkönig", die ses vielfach noch in das Reich der Fabel versetzte Ungethum, ist dieser Tage zu Linmch von dem Kunstgärtner Wiemer lebend aufgesunden worden. Es sind 12 Stück sast ausgewachsener Ratten, deren Schwänze wie Haarflechten in ein ander gewunden, in einen Knoten aus lausend, sest verwachsen sind. B e i e i n i g e n 4 n d i ch i c n Fürsten ist ein zum Hosstaate gehöriger Kammerjäger- angestellt, der alltäglich in Begleitung mehrerer Assistenten die Palasträume begehen und dort in cere monlellerWeise das Ungeziefer beseitigen muß. Im Hosraum der Paläste besin det sich meist ein eigener Bchälter.welcher die lcdend beseitigten-Thiere undThier leichcn ausnehmen muß. , Das indische Blatt, dem wir dies entnehmen, erinnert daran, daß srüher auch am englischen Hofe ein ebenfalls zum Hosstaate gehöri ger Rattensänger angestellt war. Der selbe trug einen rothen Dienstrock, in welchen goldene Mäuse eingestickt wa ren. E i n i n den Annalen der Justiz wohl einzig dastehenderFall ist der, daß sich Geschworene über einen Staatsanwalt beschweren. Ein solcher Fall ist in Aurich vorgekommen. Thatsächlich haben Männer, die am dortigenSchwurgericht als Geschworene thätig -waren, über den Staatsanwalt Neumann Be schwerde beim Justizminister erhoben. Neumann hat in öffentlicher Schwürgerichtssitzung den Spruch der Geschwore nen bezüglich einer Frage nach mildern denUmständen ein Monstrum" genannt, und, wie die Emdener Zeitung" meldet, diesen Ausdruck, trotz der Bemerkung des Präsidenten, cr nehme an, daß er die Aeußerung im Eifer gesprochen habe, ausrecht erhalten. Eine Hartglas Explo sion, die mit der schweren Verletzung ei nes Menschen verbunden war, ereignete sich neulich in einem Berliner Theater Restaurant." Als ein daselbst befindlicher Gast, ;m Ingenieur R., sein Bierseidel auf den Untersatz von Hartglas nieder setzen wollte, ersolgte plötzlich mit lautem Knall eine Explosion des besagten Un tersatzes, wobei R. durch die umherflie genden Glassplitter starke Verletzungen an den Händen und im Gesichi erlitt. Russisch. Ein empören der Brauch ist neulich in Nishni-Nowgo-rod an den Tag gekommen. Aus dem Hose der dortigen Entbindungsanstalt spielende Kinder hoben, von Neugierde getrieben, ein Brett auf, das über einer Grube lag, und erblickten darunter ein todtes Kind. Auf ihr Geschrei kamen Bewohner des Hauses und Fremde her bei; man ries die Polizei hinzu und veranlaßte eine Untersuchurg. Diese bat nun ergeben, daß nur gesundeKinder nach dem Findelhaus gebracht wurden, das zur Bestattung derselben bestimmte Geld wurde gestohlen. Der Chefredakteur der ,.Els.' Lothr. Ztg." so wurde- aus Straßdura einem Berliner Blatte ae schrieben. erhalt jährlich 2000 M. aus gchc'men Fonds. Der Redakteur bat diese Nachrichl sür erlogen erklärt. Nun aber stellt , der Korrespondent des betreffenden Berliner Blattes folgende positlvcBehanptung auf : 1) .Elf. Lothr. Ztg." ei hält beträchtliche Zuschüsse aus dem sogenannten Wclfenfond oder aus einem anderen geheimen Fond; 2) der Chesrcoaltur des Blattes bezieht ein Ecdalt von nicht weniger als 21.00 M. und dicses Gchalt wird ihm duckt au Berlin übermittelt. Am Ende. giebt es gar keine Offiziösen ? Vor der Strafkammer des Landcsgcrichts zu Brieg fand am 1. ?!pril eine Verhandlung gegen den Rdaltcur der Brieg Zta..", Kirchner, statt wgen eines am 11. Januar d. I. in dem Blatte erschienenen Artikels der Erlaß vom 4. Januar.". Es hatte aus Antrag des dortigen StaatSanwalts in der Redattion eine dreistündige Hauösuchung nach dem Manuskript des Arti kels. stattgesunden, wobei koastatirt wurde. daß dieser der Deutschen SHfcU Korrespondenz entnommen wa-. Der Artikel war in einer großen AnzaLi von Blättern in allen Theilen des Reichs unbeanstandet zum Abdruck gelangt, nur der Staatsanwalt in Brieg sand darin Majestätsbeleidigung und zugleich Verächtlichmachung obrigkeitlicher Anordnungen. Der Staatsanwalt beantrag te gegen den Redaktuer Kirchner neun Monat Gefängniß ; der Gerichtshof er kannte dagegen auf Freisprechung. Eine. Lebende, die - sich ihr eigenes Begräbniß bestellt, erschien neulich in dem Sargmagazin und Be erdigungs. Comptoir der Herren Schulze und Nopert in Berlin. Die elegantlge kleidete Dame suchte dort einen schwärzen Sarg mit vergoldeten Löwenküßen und Beschlag aus, lauste denselben und verlangte die Ablieferung in die Sterbe wohnnng dcö Fraulein Franziöka W. c hem sCnmhtnir fsffsstf si nlf irtit-itin Ijt V t 14 KVff"" I,.. ' " $) "f die Beforaung der Beerdigung bis in
, ,
n ,
J
&
