Indiana Tribüne, Volume 4, Number 213, Indianapolis, Marion County, 17 April 1882 — Page 2
ndiana 'Triöi'me.
FägNHe- und SsnntagsansgaSe. Ofstce: 2S. Delawarc Str. lEDered a$ gpcoml-cläs.s marter at tl e f'ostostice at Indianapolis. liu)i:inii. Abonr.cinenta-PreiK : Tägliche Ausgabe 12 Gt. rer Woche. EouniagZauSgabe ... 5 (ztt. peruminer. Veide zusammen 15 Ct. per Woche. DaS Taablatt erscheint jeden Nachmit. tag um 24 Uhr. Die SonntagSauSgab erscheint des Morgens. Tribune Publishing Company. Jndia rapolis, Ind.. 17. April 1882. tfortttitKr. Minnesota hat bereits seit Jabren eine Gesellschaft von Freunden undFörderera der Forstcultur und Forstwissenschaft, und deren unausgesetzten Bemühungen ist es zu verdanken, daß dorr in dem einzigen Jahre 1877 über 10 Mil lionen Baume angepflanzt worden sind ; über eine halbe Million Bäume wurden an einem einzigen Tage, dem Arfcor Day-, gepflanzt. Wie nothwendig es ist, daß dicNation in allen einzelnen Staaten endlich in ähnlicher Weise vorgeht, zeigt ein Blick ans den Holzconsum in unserem Lande. Laut des Census producirtcn die Ver. Staaten in dem letztenJahre übcr13,000 Millionen Fuß Bauholz im engeren Sinne des Wortes, welches Schindeln, Latten, Stangen und viele andere Ea tegorieen nicht in sich begreift. In 3,928 Fabriken, welche 303.383 Personen beschäftigen, und Artikel, die ausschließlich aus Holz bestehen, herstellen, wurde jährlich Material im Werthe non 5309.921,400 verarbeitet, und in 109, 512 Etablissements, welche Artikel aus Holz und anderem Materiale herstellen, verarbeiteten 700.915 Personen Mate rialien im Werthe von $45S,530,S14 ; der größere Theil der letzteren bestand in Holz. Der Staat Michigan verarbeitete al lein im Jahre 1873 3,231.470.894 Fuß Holz in seinen Sägemühlen und über 400 Millionen Fuß zu Schindeln,StangenLatten ?c. In diesem Staate geht diese ungeheure Produktion schnell ihrem Ende entgegen, und in anderen Staaten macht man, wenn auch in tteincrctr-Mafj stabe, dieselbe Erfahrung. Im Staate New Bork machte der Leiter der Vermessungs-Arbeiten im Adirondack-Eebiete, Herr Veeplon R. kolvin, schon im Jahre 1874 auf die Nothwendigkeit aufmerksam, in dem ge nannten Bezirke einen regelrechten Forstbetrieb einzuführen, da sonst in Folge der Abnahme der Holzabstände derHudson und seine Zuflüsse, sowie die vielen kleinen Seeen uno Teiche in jenen Ber gen ihren Wasserreichthum verlieren würden. Es geschah nichts oder doch nichts Ordentliches, und dieser Tage erst war der einst mächtige und vortreffliche Wasserkraft bietende Onondago-Creek, der jetzt in einen seichten und schmutzigen Bach verwandelt ist, die Veranlassung, daß im Hause der Legislatur der Antrag eingebracht wurde, das ganze Adiron-dack-Gebiet in einen Park oder richtiger: sorstmäßig bewirthschafteten Wald zu verwandeln. Die kurze Erfahrung der Vereinigten Staaten sollte hinreichen, das Volk, seine Vertreter und Behörden aus ihrer Lethargie den Wäldern gegenüber aufzu schrecken. Die Beobachtung der Ersah rungen europäischer Völker muß dazu beitragen, daß die unumgänglich noth wendigen Maeaeln endlich mit der er forderlichen Energie überall ergrissen werden. In Deutschland begegnen wir den ersten Verfügungen und Erlassen, die als eine Art Wald-Gesetzgebung an gesehen werden können, bereits im 13. Jahrhundert und durch ein Lokalgesetz von 1481 wird der Holzschlag ,m Nhem gau, durch ein solches von 1472 im Nas sauischen regulirt. Ordnungen über die Verwaltung der öffentlichen Forsten erließen im Jahre 1547 Kurfürst. Joachim von Brandenburg nnd 1582 Kurfürst August von Sachsen. In Frankreich begegnen wir den ersten Gesetzen auf diesem Gebiete ebenfalls rm 16. Jahr hundert. AuS dem Jahre 1700 datiren in Deutschland die Ansänge einer sörmll chen Forstwissenschaft, und im Jahre 1740 führte . I. G. von Langen aus Braunfchwem emen regelmäßigen Um trieb mit entsprechender Anpflanzung in den Waldungen des Harz'es ein ; ihm folgte Preußen kurz darauf und Frier rich der Große legte den Grund zu dem Systeme, dessen Hauptzüge noch heute in der Verwaltung der preumschen Staats forsten in Anwendung sind ; mit welchem Erfolge, geht unter Anderem daraus hervor, daß im Budget vom Jahre 1863 .die Forstverwaltung mit einer Einnahme von $4,500,000 erscheint. Derselbe Regent gründete 1783 die Forst-Aca demie in Berlin, jetzt : Neustadt Eberswalde und zur Zeit existlren in Europa 19 solcher höherer Lehr-Anstal ten, 9 in Deutschland, je 2 in Oestreich und Rußland und je 1 in der Schweiz, m Frankreich, Italien, Spanien, Däne mark und Schweden. An allen diesen Anstalten sind drei Lehrstühle für die eigentliche Forstwissenschaft und je ein Lehrstuhl Zur Jurisprudenz, Staats und Finanz-Wissenschast, Mathematik und Geodäsie, Mineralogie und Geoa nosie, Forst Botanik, Forst Zoologie, Physik und uhenue eingerichtet. Im Staate Ohio hat sich nun auch eine Gesellschaft gebildet, welche sich die Förderung der Forstcultur zur Aufgabe macht und , am 25. d. Mts. zu einer mehrtägigen Sitzung National Forestry Congress in Einciunati zusammentreten wird. Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, vernünftige Ansichten über Forst'Enltur populär zu machen und der Bevölkerung die Folgen fortdauernder Waloer-Ver
roununp, tior vor 'äugen zu innren. Zvre
desfallsigen Verhandlungen werden na rnentlich folgende Themata behandeln : Schutz der Wälder gegen Waldbrände, verheerende Insekten und möglichster Schutz gegen Sturme, Anpflanzung und Nachpflanzung, Schutz der Wä! der gegen Ausbeutung und Erschöpfung. - Forücnltur auf unseren Prairien und anderen, seither nicht bebauten und bestandenen Landstrichen, Einfluß der Wälder auf die klimatischen und Wit terungsverhaltnisse, Niederschläge, Quel len, Bäche, Teiche, Flüsse und Ströme, auf die Gesundheit, der Baum in der Religion, der Baum in der Kunst, die Wälder und die (Jumisation u. s. . In New Ä o r k wurde die ser Tage ein Polizist beschuldigt, aus seinem Posten nicht nur geschlafen, so dem sogar laut geschnarcht zu haben. Die Entichllldkgung des Blaurocks lautete dahin, er habe sich nur schlafend ge stellt und geschnarcht, um eine Diebsbände zu täuschen. O)oööY, aber Nicht PrinZksst:. Da sieht man wieder einmal, daß jedcs Ding zwei Seiten, bat. daß selbst das Geld, an dem doch alles hant, nach dem doch alles drängt nicht bloß nicht unbedingt glucklich macht, sondern' auch Unannehmlichkeiten, Sorgen u. Schmerzen über seine Besitzer verhängt, von deicn die gewöhnlichen Menschenkinder nichts wissen. ' Die aus der deutschlän dijchcn in die hiesige Presse übergegangene Geschichte von der neuen Allianz zwischen einer neuesten Millionen-Dyna-stle und der ältesten Hcrrschersamille ist nicht wahr, durchaus nicht wahr, absolut nicht wahr.. Fräulein Mackay hat sich mit seiner lönlgl. Hoheit Don Philipps Ludovico Maria de Bourbon nicht ver lost, wird sich auch Nicht mit ihm verlo ben und die Gläubiger des letzteren glauben, daß dieser das Gerücht nur ausgesprengt habe, um neue und vergrö ßerte Pumpe anlegen zu können. Hieran ist aber der Prmz unschuldig. denn die Geschichte hängt vielmehr sol-H gendermaßen zusammen : Em werbll.eher Reporter des Pariser .Figaro-hatte Frau Mackay insinuiren lassen, er werde einer etwaigen Einladung zu einem ihrer Zauberfeste mit Vergnügen Folge leisten. Frau Mackay hatte dieser zarten Andeutung die kalte wahrscheinlich immer noch schöne Schulter gewiesen und das berichterstattende Femininum hat sich durch Verbreitung des Gerüchts von der Verlobung der Shoddypflanze Mit der hochadellger Zucht entstammten Pflanze gerächt. Frau Mackay ist außer sich, schimpft und tobt, als ob sie keine Millionärin wäre, denn der ihr zugedachte Schwiegersohn ist zwar ein ganz netter Mann, aber immerhin ein ziemlich abgelebter alter Junggeselle von 35 Jahren, dessen Schulden noch viel königlicher sind, als sein Geblüt. Diese letzte Erfahrung, welche die armeFrau.Msckay machen mußte, ist nur das Sandkorn, welchcs das bereit überladene Kameel zusammenb.echen macht. Der gleichzeitlge Besitz ihrer Millionen und ihrer Tochter ist ' ihr schon lange die Quelle nicht endender Verdrießlichkeiten. I Jede Post bringt lhr Ladungen von Briefen in's HauS, die für die Schreiber'. um dleErlaubnig bltten,sich unterthäntgst vorstellen zu dürfen, ihre Kammermädchen, Köchinnen, Stubenmädchen, Portiers, Lakaien. Kutscher und Stallknechte rhalten Trinkgelder, um sie zur Auskunst über den Geschmack, die Neigunaen. die Gewohnheiten des Fräulein" zu bewegen, und aus den Festen wird sie gerade von dem Corps ausrangirter Glücksritter umrmgt, die in ihrer Ein bildung an Liebenswürdigkeit gewinnen, r ' v r p r. ' . ' was ie an ugenosriscyr taugst verloren und sich für unwiderstehlich .halten. wen sie unausstehliche Roue's undDroh nen der Gesellschaft sind. Frau Mackay ist aber nicht blos Millionärin, sie ist auch eine resolute Amerikanerin und hat beschlosien, an der Pforte ihres Palastes emen Anschlag asnchiren zu lauen folgenden Inhalts-: Meine Tochter kriegt nach guter amerikanischer Sitte bet ihrer Verheirathung keinen blutigen Nickel mit, und wir, mein verehrter Gemahl, derStiesvater, und ich, die leiblicheMut ter, sind gesund und :m. Besitze der Mittel, uns ein hohes Alter sichern zu lönnen." Wir wünschen unserer sehr geehrten Landsmännin, daß sie mit diesem heroischen Mitteln Erfolg hat, bezweifeln es aber. Die Anbetung des goldenen Kalbes beruht nicht., bloß auf Reflexion, sondern auch , auf einem undefinirbaren,. mystischen Elemente, wie es mehr oder weniger jeder Anbetung zu Grunde liegt. Bei der Arbeit um den Dollar und bei demBewerbe um Tausende, ja um Hunderttausende sind wir uns klar bewußt, daß Gild eine gute Sache ist, handelt es sich aber um Millionen, so befällt den Durchschnittsmenschen jene Ehrfurcht, die das Unbekannte, das Unbeschreibliche., das Große einflößt. Die gehosste Disposition über Millionen umnebelt die Reflexion und der Gedanke, daß Frl. Mackay nichts mitkriegt, wird die Ve Werbung um ihre Hand so wenig verringern, wie der Gedanke, daß Gesundheit und Geld allerdings Aussicht aus ein langes Leben gewähren. Slater'S Stiftung. Eine Million Dollars . für Erziehung der farbigen Bevölkerung im Süden ist die neueste Bethätigung amerikanischer Philanthropie. , Herr John F. Slater in Norwich, Conn., hat den Plan zu dieser Stiftung unmittelbar nach dem letzten Kriege gesaßt, wünscht daß dieselbe nach ähnlichen Grundsätzen. . wie : die Peabody - Stiftungen verwaltet werde, und hat -die Leitung einem Direcloren'lalye uvergeven, oer aus ven Herren Ex-Prasident Hayes, Overrlchter Waite, Wm. E. Dodge- aus New Jork, Gouverneur Colquitt . von Georgia, James B. Bayce von Kentucky und des Stifters Sohne, Wm.' A. Slater, be steht. Eintretende Vacanzen sind durch Cooptation zu ergänzen. Die Legisla
tur des Staates Ncm York ist um die !
Verleihung vonlorporationsrcchün an die Stiftung ersucht. Der Vater dk6 hochherzigen Mannes. John Slater, kam im Jahre 1803 von Derbyshire in England nach Navde Jsland und gründe zusammen mit se'nem Bruder Samuel, Der schon 17S'J nach Amerika gefönt en war, im nördlichen Theile des genannten Staates das Städtchen Slaterville. Beide Vüdcr errichteten an verschiedenen Pläftei: in den Neu-England-Staaten Aanmwo!! spinnereien, unter anderen eine solche 1823 in Jeweu Ci:y. deren Leitung 1834 John F. Slater übertragen wurde. Der Letztere überläßt die Verwaltung e s- .'fi seiner Stillung ieoiailci) oern nrme en des Direktorenrathes, sprint aber die Ansicht aus. daß rs sich empfehlen dürste. zunächst Lehrer für die Farbigen heranzubilden. Würden nach Ablauf von 3? Jahren drei Viertel der Direktoren d?. Ansicht sein, daß die Einkünfte des Fnd richt mehr für die Schulen der Farbigen erforderlich s'ien, dann sollen dieselben zm Besten höherer UnterrichiZ-Ansi.il-ten in den Ver. Staaten nach dem Ermessen der Dirktoren verwendet werden. Jda Greeley Horace Greelcy's r7tyer Jda, die Gattin des Hol Nicholas Smith von Kcntucky. welche am 11. ds. Mts. im Alter von 30 Jahren mit Tode abgegangen ist. stand im Herbst 1872 dem Hauswesen id,r-.s Vaters auf dcssen be kannler Farm in Ehappaqna vor und wurde durch den außerordentlichen Tact, mit welch.-m sie ihre Stellung ausfüllte, im besten Sinne dcS Wortks bekannt. Damals strömten die wohlwollendsten und gebildetsten Männer ebenso, wie die größten Lumpen und sonstige politische Drahtzieher in dem Hanse dcs Kandidaten für die Präsidentschaft zusammen, und Fräulein Greelcy hat durch ihr Bcnehmen manchen Conflict verhindert und ihren erregten Vater vor mancher neuen Aufregung bewahrt. IZrau Smith "hin terläßt einenKnaben, den einzigen münnliehen Nachkommen des großen Journalisten, der zu Ehren seines Großvaters den Namen Horace Greeley erhalten hat. Die Verstorbene wurde im römisch-katho tischen, ihre jüngere Schwester Gabrielle im .protestantischen Glauben erzogen; beide waren von Jugend auf den betr. Kirchen aus Ueberzeugung zugethan, ohne daß dies ' ihr schwesterliches Verhä'ttniß jemals beeinträchtigt hätt:. Zur Jadtnscage. Vor Kurzem gingen durch die Prcsfe die Beschlüsse, welche da? russische Hauptcomite zur Entscheiduug der Judenfrage gefaßt und dem Czaren unterbreitet haben sollte. Es hieß damals, der Czcr habe trotz wiederholten Drängens ; Jgnatiefs's die Bestätigung der Beschlüsse, entschieden abgelehnt. Wie dem Berliner Tageblatt geschrieben wird. waren tnt Meldungen unzutressend. Das Hauptcomite hat vielmehr erst jet auf Grund der Gutachten der LokalcomiteS Entscheidung getroffen, und zwar solgcnoe oroerung gestellt: 1) oen Juden zu verbieten, sich von Neuem in Dörfern und Flecken niederzulasien, 2) den Bauern das Recht zu gewähren, über die Ausweisung der in Dörfern und Flecken wohnhaften Juden Beschlüsse zu fassen : 3) den Bauern zu gestatten, bei den Gouvernementsbehörden für Bau ern-Anaelegenheiten um die Ausweisung ter Juden von den Privatlandereren nachzusuchen; 4) interimistisch den Ju den zu verbieten, Land zu kausen oder zu arrondlren; 5) den Handel mtt starken Getränken den Juden rn den Dörfern oder Flecken zu untersagen; und G) über Haupt den Juden den Handel nur an den Tagen, zu gestatten, an welchen er den Christen erlaubt ist. Das ist iN' dejsen nur Theorie, du Praxis geht da nebkn ihren Weg weiter. In Moskau hat man in den letzten Tagen wieder achthundert tuditche Familien ausaewle sen. Die meisten Personen wurden Nachts aus den Betten ge chleppt und auf daS Feld gesetzt. Von der Nohheit, mit welcher die russischen Schergen zu Werke gchen, kann man sich russischen Beuchten zufolge im Auslande kaum ci nen Begriff machen. Longfellow'S Llusfassung deZ - Todeö. Der Tod, ist weder ein Ende noch ein Ansang, sondern em Ueberganq von er uer Daseinsform zu einer andern. Es wird durch ihn kein Glied der Kette zer krochen, ' ebenso wenig, wie durch den Uebergang vom Kindes- zum ManneS alter und von diesem zum Greifenalter. Der Tod vereinigt uns wieder mit unse ren Freunden. Dieselben warten aus unS, und wir werden sie nicht lange war ten lassen. Sie sind vor uns dahin ge gangen und sind j-tzt, den Engeln gleich. lm Himmel. Sie stehen am Rande des Grabes und bewillkommnen uns mit den freundlichen Mienen, mit welchen sie uns zu ihrer Le benszeit zu begrüßen pflegten, aber ihre Zuge sind schöner, strahlender, geistiger Das ferne unbekannte Land, das Zie unser Wanderschaft, .scheint .uns näher geruckt und der Pfad weniger dunkel denn Du bist uns vorangegangen, so friedlich zu Deiner Ruhe eingehend, wie der Tag dahingeht. Obgleiq oft gedrückt und gar traurig So weichetdie Furcht doch gefchwind. Gedenke ich derer, die lebten. Und alle gestorben nun sind. Auch in Kentucky haben die Sena toren. Augen für weibliche Schönheit. Kürzlich betrat Frau Mary Maddox. eine berühmte Schönheit, die Galleric in der Halle des Senates, als ihr auch sofort'.Senator Stanton folgendes Billet doux durch einen Pagen übersandte: '.Ein holdes Engelsangesicht Streut über den Senat sein Licht, 0, bleib' in Deiner Schönheit Pracht, Denn, wenn Du geh'st, ist's wieder Nacht'
5Zo;n Inlan)?. D i !Mib0T, Seilt) ci f r Via rw.r Vl i V r !!!nrt,stftN ti-jl 4
1U0 ' 'Hl X'UIU l'VC, ItUUjU lürzlich ihren fünften, ältcstc., Brue?! ( il ? - . 1 ermoroeien. gancn iia; in ne-'oer. Staaten geflüchtet ; sie seien ganz die Kerle, die durch Ermordung des Jesse James entstanden? Vakanz im merlk' Mischen Banditen-Leden au?zusl':Uen. Schon wieder wird von einer mrrkwürdigen Vorahnung berichtet. Der Baumeister Johnson in Northampon. Mass., hatte den Bau. einer Kirche in Eontrakt, und der Bau war bis zur Dekoration des Innern vollendet. Neu ich Abends konnte er nicht einschlafen. weckte seine Gattin , und theilte dieser mit, er könne den Gedanken nicht loS werden, baß der Kirche ein Unglück drohe. End llch stand er auf, kleidete sich an und luf nach der Kirche. Kaum hatte er die Thüre geöffnet, als er einen Haufen baumwöllene Lappen, die bei dem Anstreichen der Kirchenstühle gebraucht wor den, in Flammen erblickte. Er löschte das Feuer mit leichler Mühe. Unterden vielen schamlo sen Angriffen, die in Gestalt von Pen-sions-Bewilligungen aus den Staats Ichatz gemacht werden, machte das Haus dieser Tage eine Bewilligung, die ihm zur Ehre gereicht. Jennie Wade, ein junges Mädchen und Tochter der Marie serm. Wade in Gctlysburg, Pa.. wurde während der bekannten Schlacht durch erne Kugel getödtet. während sie mit dem Backen von Brod für Unions-Vol daten bem)ästigt war. Die Mutter ist zeht fast ganz erwerbsunfähig und wurde aus die Unterstütz mg ihrer Tochter an gewiesen lein, falls diese noch am Leben wäre. Das 5)ans beioilligte der Frau eine Pension von monatlich i,8 vonPas sirung dcs dcöfaÜil iel Gesetzt an. ' Aus dem B a h n h o f e der ?cnnsylvani.l Eisenbahn i:i Philadclphi,, ist ein desiikiderer Beamter zur Au?kunftLerthcilu"g an du Neiscnde an.iestcll!. Derselbe hat Telephon und Tclegrcph zu sriner VerUhni'g und wird als ein Mann gcstsili'eit. dem kaum irgend eine Frage über die Licisc unvvrderutct sin det. Diese Elttrlchiung spart den übri gen Beamten Zcit und kommt d.'m rclsenden Publ'kltl.l zu G.it.'. Währe n d der berühmte Geoiog Sir Charles Lycll dir Ver. Staaten durchreiste rief -auf dem Mississippi-Dampfer, auf welchem cr sich befand, die Wache : Mann üb:? Bord.Der Capiläa fragte den Clerk, ob alle Passagiere bmhll hatte-i, und als dieser die Frage bcjahte, rrso'gte daS Commando c den Maschinisten : . "(Zo alicad ; ;ts all.niit.,? (Sun ) Nichts ist so corrnpt, d aß es nicht seine Vertheidiger fände. . Ueber die bekannten sechs chtnenchen Compag nien. welche die Kulis in's Land schlcp pen, schreibt ein Mitglied der chinesischen Erzichungs Commi'sion : .Die fechs Coaipagnien wurden nicht gegründet, ... ' r r v " UM gewinne zu erzieicn, onoern um vie Interessen der Chinesen im Auslande zu beschützen; sie schlichten Streitfragen, geben Entscheidungen an und vers'Nasfen den Streitenden Gerechtigkeitohne daß ein Prozeß nothwendig wird. . Derar tige Gesellschastcn besten nicht nur in Amerika, sondern überall, ws iitjincun sich nifoerlasien, so in Australien, Sin gapore, den französischen Colonien'in Cochm. China, u. . w. Die Compag nieen sind leine KaliJmport. sondern gegenseitige Uuterstützu.igs'G esellschaf ten." Nicht der New Nork Herald", jondern der ..Braoliyn .Eagle" constatirt, daß die beiden Briefe Melville's, in welcher dieser die Behauptung ausspricht, die Jeanr.ette" sei schon bei ihrer Abfahrt von San Francisco nicht seesüchtig gewesen, in derGcstalt. in welcher sie in .den Zeliungen abgedruckt wurden, Fälschungen sind. Frau Melville hat zwei' Bliese von ihrem Gatten erhalten, und von deren Inhalte ihren Bekannten Mittheilungen gemacht; diese sind weiter getragen worden und irgend jemand hat das, was er gehört uu hinzugethan hat, niedergeschrieben und diefe Machwerke für die Originalbriefe ausgegeben.- In der That war eS von Anfang an auffallend, daß ein gebildeter Mann, als welcher Mclville bekannt i'., nicht besser stylisirte Briefe schreiben sollte, und außerdem paßte es schlecht zu dem Charakter des tüchtigen und muthlgen O fsijiers, daß dieser Zweifel in die Seetüchtigkeit des Schiffs gesetzt,' solche dem Marincministe.ium, sowie fei nem Capitän .De Lang verschwiegen und hierdurch die moralische. Mitschuld an . dem Untergänge des Fahrzeugs sowie 'wahrscheinlich des größeren Theils seiner Bemannung aus sich geladen haben-sollte. Mögen die Motive zu der Fälschung in Haß und Neid gegen Melville oder Gordon Bennett oder in sonstigen schmutzigen Be' wegaründen zu suchen sein, jedenfalls empfiehlt cö sicb, die nÜhcreUntcrfuchung der Sache bis dahin zu verschieden, wo Herr Mclville zurückgekehrt und sich zu vertheidigen im Stande ist. D e r B a l t. D c u t s e E o rresondent" berichtet sehr ausführlich über einen neuen Ehrentag .in der Geschichte der deutschen Adoptiv-Bevölke-rung Baltimore's", an welchem die" Einweih.lug des .Deutschen Greisenheims"' flattsand. Die Hauptnummer des FestProgramms war der Vortrag eines von Hrn. Emil Sutro verfaßten Gedichtes durch die bekannte Schauspielerin LomeFellmain. ?l n dem Schreiben, in welchem Guiteau die Zurückweisung des Antrags seiner Schwester, der grau Sco ville in Chicago, ihr die Verwaltung des Vermögens ihrcsBrudcrs zu übertragen, foroert. ermähnt der Schreiber seines Buches : Die Wahrheit und die Besei-tigunq-The Truth antl the lle nioval". Der Druck des Buche ist foele.i vollendet worden. , Der erste Theil desselben enthält die von Guiteau vor mehreren Jahrrn veröffentlichten theologischen Betrachtungen über das
zweite Erscheinen Christi. Der zwetlc Theil besteht aus einem Rückblicke aus Guiteau's Prozeß, welchem die Besprechungcn verschiedener Zeitungen eingefügt sind. Ein Anhang enthält 50 bis 60 Briefe mit Sympathiebezeugungen für den Autor, unter ihnen mehr als dreißiq Stylübungen einer Dame in New )ork, welche in der Zeit vom 26. Dezember v. I. bis zum Tage der VcrurtheiluNg dcs Angeklagten geschrieben sind. Vor vielen Jahren tras Longfellow mit dem ihm befreundeten Geo. Washington Grcenc zu Providcnce in Mafsachuselts das Uebereinkommen, daß. derjenige von ihnen, welcher den Anderen überlebe, eine Biographie desselben schreiben solle. Herr Greene wird jetzt seiner "Verpflichtung "nachkommen und hat. wie es hecht, schon bedeutendes
Material zu diesem Zwecke gesammelt. Ein englisches Wechselblalt l cerkt : Wunm macht James Gordon Bennctt nicht sein Testament und begiebt sich mit seiner neucnDampfyacht Ramouna" aus dleEntdeaung des Nordpols, da er doch ein Junggeselle ist?" ?inDenver. Col.. trifftman iekt Vorbereitunaen für die Mineralund Industrie Ausstellung, welche daselbst am nächsten 1. Augutt eröffnet werden soll. V.irtm , ,"?c. D c r ii tl e st t i i e r. I e r lttncr U -wi t'tn etfr num Ziil iMtu im dci? t-r tlM'iani und t-r.-rjcrunCiiUisaicr sei -l -tuunU c 5ici1 eit und DiU oi Sirmnno ulj.uie in dem eben iKtstuiiiUcu Wii taüui.ticr cia ii le rer sperr, rc)cn vririiv ei,muicö a.iuupiiind Batthaur si-l'ia.:, conttustutc mit dem Jugendjchmuckc der anderen ixoni' mllttonen. Anfangs hicllen dicje den altcn, freundlichen Hei rn . für einen Arzt, der nach vielen Jahren anstrengender Px:s seine inzwischen vielleicht etwaZ defcr gewordenen Kenntnlsie wieder aufwschen wollte. Bald jedoch erfuhren sie von einigen Commilltonen, mit de nen derselbe zu verkehren pflegte, daß er trotz seiner wohlgepflegten Jahre gleich ihnen Studcnl der Medicin im zweiten Semester ist Wie cr dazu gekommen, noch einmal daZ akademische Studium zu beginnen, hat er seinen jugendlich.'ren ' Commililonkn oft genug erzählt. Der alte Herr ist ein geborener Berliner und sah seine Vaterstadt nach einer Abwesenheit von vielen Jahren wieder. Er hat rite das Gymnasium absolvirt, Theologie studirt und alle theologischen Examina vor etwa 40 Iahren schon bestanden. In späterer Zeit wurde er Missionär, ging nach dem Caplande und lebte in den letzten I ihren als Geistlicher aus einer aus englischen und holländischen Colonisten bestehenden Ansiedelung .im Innern des (z,ap!andes. Hier erhielt er einmal den Besuch eines durchreisenden deutschen Naturforschers, des gegenwärtig wieder aus einer Jorschungsreife abwesenden Prof. Fritsch vom physiologischen Institute der Bcr liner Universität. Mit Freuden stellte er sich seinem Landsmanne zur Versü gung, begleitete ihn auf seinen Ansflü gen zu den eingeborenen Stämmen und unterstützte ihn in jeder Weise bei seinen Untersuchungen. Prosesior glitsch war längst wieder, abgereist, doch der in der einsamen Wildniß hausende -Missionär hatte eine unbezwinglichc Liebe zu den Naturmmenschaften gefaxt, namentlich zur Medicin, da dort viele Meilen weit lein Arzt zu haben ist. Anfangs suchte er aus naturwissenschaftlichen und medi cinischen Büchern sich Kenntnisse anzu eignen, schließlich aber faßte er den Ent schluß,' sein Amt und seine Würden vorkäung niederzulegen, nach Deutschland zurückzukehren , und an einer deutschen Uni'versitätMedicin zu studiren. Als er nach seiner Vaterstadt Berlin kam und den Professor Fritsch besuchte, wurde er von diesem natürlich sehr warm empfan gen, bei den dortigen Universitätöpro fessoren eingeführt und von lehieren mit Ralh und That bei seinem Siudium unterstützt. Der grauhaarige Student, bei bei selnen so viel jüngeren Commilito nen wegen seines .freundlichen, stillen, gewinnenden Wefcns fehr gern gesehen ist. ist gleich ihnen richtig immatriculirte: Student der Universität und gedenk' iach Ablegung der medicinischen ExaMlna nach dem Caplande wieder zurückzukebren, um den Gliedern seiner dortigen Gemeinde nicht nur als Pfleger der Seele, sondern auch' des Lcidcs zu die nen. D i e a m t l i ch e W i e n e r Z e itung veröffentlicht eine Concurs'Ausschreibung dcs Cultusministers betreffend die Herstellung eines Denkmals, welchcs an der Westseite der Halle dcs höhen Thurmes des St Stephandomes zur Erinnerung an die letzte Belagerung Wiens durch die Türkcn'(1083) errichtet soll. Zur Betheiligung an den Concur renzarbeiten werden bloß österreichische Bildhauer und Architekten zugelassen. Das Denkmal ist als hoher, aufstrebender Bau gedacht, in welchem jene historischen Persönlichkeiten in angemessener Weise Platz finden sollen, welche sich bei der Vertheidigung und dem Entsatz von Wien besonders hervorgethan haben. Die Ausführung des Monuments ist im seinen Kalkstein zu denken und soll diese!be ohne Fundament die Summe von 50,000ü nicht übersteigen. Die drei besten Concurrenzarbeiten, welche bis zum IS. April 1LL3 an die Kanzlei der Künstlergenossenschast in Wien einzusenden sind, erhaltenStaatSpreise von 2000, 15)00 und 100011. ' Musikalischer Ko ngreß in Genf. Auf Veranlassung der Musikund Gesangvereine der Stadt Gens wird in den Tagen vom 5. bis 7. August d. J.-zu Genf eine große Musik- und Ge-sang-Konkurrenz stattfinden. Nach den nunmehr vorliegenden Statuten über die Organisation dieses musikalischen WettstreiteS zerfällt dieselbe 1) in einen schweizerischen Wettstreit, d. h. speziell für die Männergesangvereine und Musikgesell.
schaffn der Schweiz; 2) in einen internationalen Wettstreit, an welchem auswärtioe Vereine, sowie auch Schweizer Vereine, welche nicht an dem sub 1 erwähnten Weltstreite Theil nehmen wollen. sich betheiligen, sowie 3) in einem lehren - Wctlstrcil ohne Unterscheidung d?r Nationalität. Diese eirzelnen Wettstreite z?lfallen dann wieder in solche sür Gcsangncrcine (deutscher und französischer Sprache), für 5)armonie und Blechmusik Die Minimalzahl der Mitwirkenden jrdes Vereins ist auf 20 Mitglieder sistgesetzt. Als eine bei den seitherigen deutschen Gesang . Wettstreiten nicht gekannte Anordnung mag wohl die sür sämmtliche an dem GenserKongreß theilnehmenden Vereine gültige Bestim mung, wonach dieselben außer den vorgeschriebenen.bezw. selbst gemahlten Chö-
rcn auch noch einen 0.hor pnma vista zum Aortrage bringen müsien, angesehen werden. Die betr. Chöre werden den betheiligten Vereinen erst beim Vetret n des Podiums übergeben. Dcr E mvkana Garibnldi's in Palermo, wohin sich derselbe bchnfs Theilnahme an der freier des sech-hunde,tsten Jahrestages der Ski lanliazeu Vesper" begeben hatte, war ein sehr enthusiastischer. Garibaloi traf zu früher Morgenstunde dafelbst ein und wiuue von den Behörden. Bürgerund Albeiter-Vcrcinen, den Studenten, kurz, von der ganzen Einwoh?erfchaft am Bahnhöfe begrüßt. Von dort wurde er in einer Säusle an einen offenen Wagen uelragen, der langsam, gefolgt von den Vereinen und dcr versammelten Menge, durch die Straßen der Stadt nach der Villa dcs Marchcscn Ugo fuhr. Dort mußte sicharibaldi auf ein,r Terrassc dem Volle zeigen und wurde von Neuem in der begeistertsten Weise be grüßt Der alte Freihcitsmann ließ dem Volke seinen Dank durch den Syndius dcr Stadt Palermo abstatten und es zugleich auffordern, in Ordnung auseinanderzugehen, was denn auch nach abermaligem 5)ochrufen geschah, und zwar unter den Klängen des GaribaldiLiedes. Selten ist wohl cin Volksmann in gleich enthusiastischer Weise von dem Volle begrüßt worden, wic Garibaldi in Palermo. Ein dortiges Blatt sprach sich dahin aus, daßie Anwesenheit Garidaldi's die beste Garantie für die ErHaltung der Nuhe und der Ordnung während der Festfeier fei. Kaiserslautern. 30. März. Bei' der vorgestern dahier imPfarrhaufe statt ', gefundenen Wahl eines Vertreters der! katholischenGeistlichkeit der Landgerichtsbezirke Kaiserslautern - Zweibrücken sür den Landrath wurde Herr Stadtpfarrer und Dekan Huth aus Pirmafens gewählt und als Ersatzmann Herr Dekan Dr. Ph. Hammer in Wolfstein. Vca s.'z- ... : ' '? u,: :. K f v. r ? g i Z ' ki). -6.v;J i $i cr .'intr i ".i ' r-xn Z h iicttte ie .,u:i i-fi um? tck- d''i; ihr JuKiitann sich ....! tunfiei icn trr(iirigi . aalle, und zwir io. d i. der AliVfr de? ieldeu rr'O auen in lnsnaer Hoiie hiig. Ohne Besinnen durchschnitt si.' den Slrick. war aber nicht im Stande, den schweren Körper zu halten, welcher dann aus einer Höhe von ca. 4$ Meter hinab' auf den K:rchhof stürzte. Jeck war 73 Jahre alt und galt für einen pflichtge treuen Beamten. ! M ü n st e r, 29. März. E'n Duell mit unglücklichem Ausgang fand in der Nähe derLoddenheide statt. Die beiden Geg ner waren zwei Referendare von hier : Holtmann und Brüning, welch letzterer zur Zeit als Vlccfeldwebcl zur Dlenstleistung beim hiesigen 13. JnfanietieRegiment eingezogen war. Die Fördecung, welche aus 20 Schritt Distanz mit doppeltem Kugelwechscl lautete.ging von öcm Referendar Brüning auö, welcher ourch einen, die schroffsten Beleidigungen, enthaltenden Brief hierzu veranlaßt, war.' Im ersten Gange verfagte dicPistole deS örüning.währcnd ihm dieKugel desGeg'iers hart am Kopse vorbei flog. ; Im iwcilen Gange sielen beide Schüsie zugleich un. durch die Stirn geschosien, sank H. sofort nieder. Noch lebend in'S Clemens Hospital geschafft, gab derselbe dort bald seinen Geist auf. Dcr'Gegner stell e sich sofort der Staatsanwatt schaft l C a lw (Württemberg), 23. März Schon seit Dezennien wandert im Früh' ling von den Oltschasten am Fuße des Schwarzwaldcs ein großer Theil der dortigen Zimmerleute, Maurer und Sleinhaucr nach dem Elsaß, um dort den Sommer über in Arbeit zu treten. Die ser Wandertrieb" des Schwarzwaldcrs ist Heuer besonders stark, was seinen Grund in dcr.sehr starkey'Nächfrage nachjolchcn Arbeitskräften vo'n'borthcr hat. ' a n n o v e r. Ende März. Als ein gutes Zeichen muß es für Hannover betrachtet werden, daß in' jüngster Zeit der 'Handel in Grundstücken und Häusern sich bedeutend regt. Verkäufe wcr den in großer Zahl und unter günstigen Bedingungen pcrscct, ' während lange Zeit die Angeböte keine Abncchmcr san den. Auch die Zahl der Subhastationer nimmt immer mehr ab, so daß der An fang einer besferen Zeit nicht zu verken nen ist. Die Wallbrccht'fche Central straße ist nahezu fertig gestellt, so weit si von den städtischen Kollegien genehmig wurde, und jetzt schon zeigt sich's, wi großen W5rth dieselbe sür die Altstac hat. ' Diese Straße sichert der .Altstad daß sie stets der Schwerpunkt der ganze Stadt bleiben wird. Hieraus erklä. sich auch, warum die Welsen gegen de Lau der Straße warm, denn ihre Fük rer haben kein Jnteresie an der Altstad. ihr Interesse liegt hinter dem Bahnh, an der Fridastraße, Schützenstraß Wörthstraße, woselbst das welsijche Bau consortium in Bauplätzen und Häuser stark engagirt ist. ; . Berlin, 29. März. Die Reiche bank hat das Grundstück der Haüsvog tei vom preußischen FiscuS sür den Be trag von L00.000 M. erworben.. Da Aeußere des Gebäudes contrastirt mert würdig mit den Schrecken, der sich a:
